Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aseptikfüller gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zum aseptischen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter sowie ein Verfahren
zur Behandlung von Behälterverschlüssen in einem Aseptikfüller zum aseptischen Abfüllen
von Flüssigkeiten in Behälter, bevorzugt zur Sterilisierung von Kunststoffschraubverschlüssen
für Getränkebehälter in einer Getränkeabfüllanlage.
Stand der Technik
[0002] Im Bereich der Abfüllung von Getränken ist es bekannt, die abgefüllten Behälter,
beispielsweise PET Kunststoffflaschen, mit vorgeformten Kunststoffschraubverschlüssen
zu verschließen. Hierzu werden die Kunststoffschraubverschlüsse einem Verschließorgan
zugeführt und mittels diesem auf bereits mit der jeweiligen Flüssigkeit befüllten
Behälter aufgeschraubt.
[0003] Um eine hygienisch einwandfreie Abfüllung und ein hygienisch einwandfreies Verschließen
der Behälter zu erreichen, werden unter anderem die Kunststoffverschlüsse vor dem
Verschließen sterilisiert. Zur Sterilisierung stehen dabei unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten
zur Verfügung, wie beispielsweise eine physikalische Entkeimung mittels Heißwasser,
Sattdampf, UV-Bestrahlung oder Plasma. Weiterhin kann auch eine chemische Entkeimung
mit Wasserstoffperoxid, Peressigsäure, Chlordioxid oder Ozon durchgeführt werden.
Kombinationen dieser unterschiedlichen Sterilisationsverfahren sind ebenfalls denkbar.
[0004] Der Abfüllvorgang in die Behälter sowie das Verschließen der fertig befüllten Behälter
findet, insbesondere bei der aseptischen Abfüllung und insbesondere bei der kaltaseptischen
Abfüllung, innerhalb eines Reinraumes statt. Hierbei handelt es sich um einen gegenüber
der Umgebung im Wesentlichen abgedichteten Raum, in welchem eine definierte keimfreie
Atmosphäre herrscht, und dessen innere Oberflächen entsprechend regelmäßig gereinigt
und sterilisiert werden.
[0005] Eine kaltaseptische Abfüllung ermöglicht eine besonders lange Lagerdauer der abgefüllten
Produkte und wird beispielsweise zur Abfüllung von Milchprodukten verwendet.
[0006] Die Sterilisierung der Verschlüsse vor dem Verschließer findet üblicherweise in einer
Sterilisationskammer statt, in welche die jeweiligen Verschlüsse über ein Rinnensystem
eingeführt werden, und in welcher das entsprechende Behandlungsmedium vorliegt, um
die Sterilisierung der Verschlüsse zu erreichen.
[0007] Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus der
WO 2010/073064 A1 bekannt, in welcher die einzelnen Behälterverschlüsse einer Wärmebehandlung unterzogen
werden. In die Sterilisationskammer werden die Verschlüsse über einen Aktuator eingeschoben,
welcher dann einen entsprechenden Staudruck auf die sich bereits in der Sterilisationskammer
befindenden Verschlüsse derart ausübt, dass die Verschlüsse durch die Sterilisationskammer
hindurch getrieben werden und an deren Ende aus der Sterilisationskammer wieder austreten.
[0008] Nachteilig an den bekannten Anlagen zur Verschlusssterilisation ist, dass bei einer
Unterbrechung des Zustromes an fertig befüllten Behältern die stromabwärts der Sterilisationskammer
in einer entsprechenden Zuführrinne vorliegenden Verschlüsse üblicherweise verworfen
werden, da sie dem Verschließer unabhängig vom Zustrom der Behälter zugeführt werden
und dann im Verschließer ausgestoßen werden, wenn sie nicht auf einen Behälter aufgeschraubt
werden. Hierdurch ergibt sich ein Verlust an Kunststoffverschlüssen im Falle einer
Störung in der Behälterzufuhr, insbesondere beim Zuführen eines solchen Kunststoffverschlusses
zu einer Behälterlücke im Produktionsprozess.
[0009] Die
WO 2010/012334 A1 beschreibt eine Transportstrecke zum Fördern von Kappen zum Verschließen von Flaschen
oder Behältern. Die
EP 2 687 478 A1 ist eine Zwischenveröffentlichung und somit nur relevant zur Frage der Neuheit; sie
beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Behandlung von Verschlüssen für
Behälter. Die
US 2013/0004368 A1 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Sterilisation von Kappen. Die
US 2005/0169796 A1 beschreibt einen Aseptikfüller gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit einer Vorrichtung
zum Sterilisieren von Verschlüssen. Die
DE 10 2005 032 322 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Maschine zum Verschließen von Flaschen mit sterilen
Kappen. Die
FR 2 765 566 A1 beschreibt eine Anlage zum Abfüllen eines Produkts in mittels Verschlüssen zu verschließende
Behälter und eine Vorrichtung zur Lagerung der Verschlüsse. Die
WO 98/47770 A1 beschreibt ein System zum Blasformen, Füllen und Verschließen von Behältern.
Darstellung der Erfindung
[0010] Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, einen Aseptikfüller zum aseptischen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter
sowie ein Verfahren zum Behandeln von Behälterverschlüssen in einem Aseptikfüller
zum aseptischen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter anzugeben, welche eine effizientere
Betriebsweise ermöglichen.
[0011] Diese Aufgabe wird durch einen Aseptikfüller mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0012] Entsprechend umfasst der Aseptikfüller zum aseptischen Abfüllen von Flüssigkeiten
in Behälter einen in einem Reinraum angeordneten Verschließer zum Verschließen befüllter
Behälter und eine Vorrichtung zur Behandlung von Behälterverschlüssen, im Folgenden
auch allgemeiner als Formteile bezeichnet, bevorzugt zur Sterilisierung von Kunststoffschraubverschlüssen
für Getränkebehälter. Die Vorrichtung umfasst eine Behandlungsstrecke zum Behandeln
der Behälterverschlüsse mit einem Behandlungsmedium, und eine stromaufwärts der Behandlungsstrecke
angeordnete Zuführvorrichtung zum Zuführen von Behälterverschlüssen zu der Behandlungsstrecke.
Eine stromabwärts der Behandlungsstrecke angeordnete Ausschleusvorrichtung zum Ausschleusen
von Formteilen aus der Behandlungsstrecke ist vorgesehen.
[0013] Durch die Kombination der stromaufwärts der Behandlungsstrecke angeordneten Zuführvorrichtung
mit der stromabwärts der Behandlungsstrecke angeordneten Ausschleusvorrichtung kann
der Verlust von Formteilen bei Unterbrechung der Zuführung von zu verschließenden
Behältern oder auch bei der Beendigung der jeweiligen Produktion minimiert werden,
wobei gleichzeitig sichergestellt wird, dass jedes individuelle Formteil die jeweils
notwendige Behandlungszeit in der Behandlungsstrecke erhält und damit beispielsweise
die vorgeschriebene Sterilisation erreicht wird.
[0014] Um dies zu erreichen wird die Zuführvorrichtung so gesteuert, dass sie das individuelle
Formteil rechtzeitig auf die Behandlungsstrecke aufgibt. Das Formteil durchläuft dann
die Behandlungsstrecke und wird, nach Ablauf der vorgegebenen Behandlungszeit oder
aber je nach Bedarf, über die Ausschleusvorrichtung der jeweiligen nachfolgenden Maschinenstation
übergeben, beispielsweise einem Verschließer in einem Aseptikfüller.
[0015] Durch die Bereitstellung der Ausschleusvorrichtung wird weiterhin auch erreicht,
dass jedes Formteil, das durch die Ausschleusvorrichtung ausgegeben wird, auch entsprechend
direkt weiter verarbeitet werden kann. Im Falle einer Getränkeabfüllvorrichtung kann
das Formteil damit entsprechend so zugeführt werden, dass jeder Behälter genau mit
einem Kunststoffschraubverschluss versehen wird. Die Behandlungszeit, welche ein Formteil
in der Behandlungsstrecke durchläuft, kann dabei über eine entsprechende Parametrierung
der Auslösung der Zuführvorrichtung relativ zur Auslösung der Ausschleusvorrichtung
eingestellt werden.
[0016] Bei einer bedarfsgesteuerten Zuführung der jeweiligen Formteile über die Zuführvorrichtung
durchlaufen so viele Formteile die Behandlungsstrecke, wie über die Ausschleusvorrichtung
tatsächlich an die nachfolgende Verarbeitungseinheit abgegeben werden. Hierdurch wird
erreicht, dass in der Behandlungsstrecke auch nur so viele Formteile behandelt werden,
wie hinterher durch die nachfolgenden Bearbeitungsstationen tatsächlich auch abgenommen
werden. Dies führt zu einem Effizienzvorteil bezüglich der Verwendung des Behandlungsmediums,
beispielsweise des Sterilisationsmediums, da nur so viele Formteile behandelt werden,
wie auch benötigt werden. Weiterhin ergibt sich dadurch, dass in der Behandlungsstrecke
keine große Anzahl an Formteilen zwischengepuffert wird, sondern nur genau die Anzahl
an Formteilen vorliegt, welche hinterher auch abgenommen werden, der Vorteil, dass
bei einer Beendigung des Produktionsprozesses oder einer Unterbrechung des Produktionsprozesses,
beispielsweise durch einen als fehlerhaft ausgeschleusten Behälter, auch am Ende des
Produktionsprozesses keine größere Anzahl an Formteilen verworfen werden muss, sondern
im Idealfall die Behandlungsstrecke vollständig entleert ist und keine Formteile verworfen
werden.
[0017] Die Zuführvorrichtung und/oder die Ausschleusvorrichtung sind bevorzugt über einen
Schrittmotor derart angetrieben, dass ein teilgenaues Zuführen beziehungsweise ein
teilgenaues Ausschleusen der jeweiligen Formteile ermöglicht wird. Auf diese Weise
können Formteile teilgenau der Behandlungsstrecke zugeführt und aus dieser wieder
ausgeschleust werden.
[0018] Die Behandlungsstrecke ist in einer Behandlungskammer angeordnet, welche die Behandlungsstrecke
umgibt, und in welcher entsprechend eine Atmosphäre mit dem Behandlungsmedium aufgebaut
werden kann. Erfindungsgemäß sind die Zuführvorrichtung und die Ausschleusvorrichtung
in der Behandlungskammer angeordnet.
[0019] Eine Effizienzsteigerung bei der Durchführung der Behandlung in der Behandlungsstrecke
lässt sich durch mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Rinnen erreichen,
so dass eine gleichzeitige Behandlung von mindestens zwei parallel zueinander geführten
Formteilen erreicht werden kann.
[0020] Um am Ende des jeweiligen Produktionsprozesses ein einfaches Auswechseln der Behälterverschlüsse
von einem Typ zu einem anderen Typ, beispielsweise von einem Kunststoffschraubverschluss
einer ersten Farbe zu einem Kunststoffschraubverschluss einer zweiten Farbe, zu ermöglichen,
ist erfindungsgemäß stromaufwärts der Zuführvorrichtung eine Entleerungsvorrichtung
angeordnet, mittels welcher eine Behälterverschluss zufuhr vollständig entleert werden
kann. Auf diese Weise ist es möglich, einen eventuell vorhandenen Behälterverschluss
speicher vollständig zu entleeren, ohne dass die Behälterverschlüsse sämtlich die
Behandlungsstrecke durchlaufen müssten.
[0021] Weiterhin ist bevorzugt ein Sensor stromabwärts der Zuführvorrichtung so vorgesehen,
dass dieser zur Detektion eines Rückstaus an Formteilen in der Behandlungsstrecke
dient. Der Sensor kann beispielsweise in Form einer Lichtschranke oder eines anderen
Sensors so vorgesehen sein, dass er entweder das Durchlaufen des Formteils durch die
Behandlungsstrecke detektiert, oder aber erst bei einer dauerhaften Unterbrechung
durch ein feststehendes Formteil ein entsprechendes Signal ausgibt. Über diesen Sensor
kann festgestellt werden, ob die über die Zuführvorrichtung auf die Behandlungsstrecke
ausgegebenen Formteile die Behandlungsstrecke tatsächlich durchlaufen, oder ob es
zu einem Rückstau kommt, die Formteile sich also innerhalb der Behandlungsstrecke
verklemmt haben.
[0022] Entsprechend ist weiterhin bevorzugt ein Sensor stromabwärts der Ausschleusvorrichtung
vorgesehen, mittels welchem ein Rückstau in einem Übergabebereich für die Formteile
stromabwärts der Ausschleusvorrichtung detektiert werden kann.
[0023] Über diese Sensoren und eine entsprechende Schrittmotorsteuerung der Zuführvorrichtung
und der Ausschleusvorrichtung können drei Betriebszustände vorgesehen werden. In einem
ersten Betriebszustand sind sämtliche Schrittmotoren ausgeschaltet, so dass eine Förderung
und Behandlung der Formteile nicht stattfindet. In einem zweiten Betriebszustand werden
die Schrittmotoren jeweils über einen Referenzpunkt eines parallelen oder vorgeschalteten
Prozesses angesteuert, also beispielsweise beim Durchlaufen eines bestimmten Maschinenwinkels
einer parallelen oder vorgeschalteten Einheit. Diese Einheit kann beispielsweise ein
Füller einer Getränkeabfüllanlage sein. Wenn der jeweilige befüllte Behälter eine
bestimmte Referenzposition in der Getränkeabfüllanlage erreicht hat, wird entsprechend
die Steuerung des Schrittmotors so ausgelöst, dass ein Verschluss über die Zuführvorrichtung
in die Behandlungsstrecke eingeführt wird. Bei Durchlaufen eines zweiten Referenzpunktes
wird der Schrittmotor der Ausschleusvorrichtung so betätigt, dass das entsprechende
Formteil ausgeschleust wird und an den nachfolgenden Verschließer übergeben wird.
[0024] In einem dritten Betriebszustand bewegen sich die Schrittmotoren pro Maschinentakt
beziehungsweise Impuls aus der entsprechenden Anlagensteuerung um eine vorgestellte
Umdrehung.
[0025] Die Steuerung der Ausschleusvorrichtung relativ zur Zuführvorrichtung kann auch über
eine Zeitsteuerung durchgeführt werden, welche die Zuführung eines Formteils in die
Behandlungsstrecke immer um zumindest die Mindestbehandlungszeit früher auslöst, als
den eigentlichen Ausschleusvorgang.
[0026] Vorausgesetzt für die Ausschleusung eines weiteren Formteils ist natürlich, dass
über entsprechenden Sensoren, insbesondere einen Rückstausensor des Motors stromabwärts
der Zuführvorrichtung genauso wie durch einen Sensor stromabwärts der Ausschleusvorrichtung
kein Rückstau gemeldet wird. Im Falle eines solchen Rückstaus muss die Ursache des
Rückstaus natürlich zunächst behoben werden, bevor ein weiteres Ausschleusen beziehungsweise
ein weiterer Betrieb der Gesamtanlage fortgeführt werden kann.
[0027] Weiterhin muss in diesem Betriebsmodus selbstverständlich auch ein entsprechendes
Ausgabesignal vorliegen, mittels welchem signalisiert wird, dass überhaupt ein Produktionsbetrieb
stattfindet und entsprechend auch Formteile zugeführt werden sollen.
[0028] Durch die vorbeschriebene Vorrichtung werden geringe oder keine Verluste an Formteilen
bei der Produktion erreicht. In einer bevorzugten Ausbildung kann beispielsweise in
einer Getränkeabfüllanlage nur ein einziger Behälter durch die gesamte Anlage gefahren
werden, und für diesen einzelnen Behälter wird auch nur entsprechend ein einziger
Kunststoffschraubverschluss über die Zuführvorrichtung auf die Behandlungsstrecke
aufgegeben, und über die Ausschleusvorrichtung teilgenau und taktgenau dem Verschließer
so zugeführt, dass genau dieser eine Behälter mit dem Schraubverschluss versehen wird.
Es ist dann während des gesamten Vorganges entsprechend auch nur ein Schraubverschluss
in der Behandlungsstrecke vorhanden.
[0029] Weiterhin kann sichergestellt werden, dass auch bei einem lückenhaften Betrieb, also
bei Lücken im Fluss der jeweiligen Behälter, jeder Verschluss ausreichend behandelt
wird und entsprechend beispielsweise korrekt sterilisierte Verschlüsse verwendet werden.
[0030] Auf diese Weise ist es auch möglich, beim Beenden der jeweiligen Produktion den Verschlussfluss
entsprechend so zu steuern, dass mit dem letzten zu verschließenden Behälter auch
der letzte behandelte Verschluss verbraucht wird. Entsprechend kann auf diese Weise
das Prinzip "
letzte Flasche-letzer Verschluss" erreicht werden, so dass es nach dem Produktionsende nicht mehr notwendig ist, Verschlüsse
zu verwerfen.
[0031] Weiterhin ermöglicht diese Betriebsweise, dass eine Ausschleusvorrichtung aus dem
Isolator, beispielsweise einer Aseptikanlage, nicht mehr erforderlich ist, da hier
keine Verschlüsse mehr ausgeschleust werden müssen. Auf diese Weise können zum einen
Kosten gespart werden und zum anderen kann die Anlagenkomplexität verringert werden,
wodurch Gefährdungspotentiale in mikrobiologischer Hinsicht verringert werden.
[0032] Die Vorrichtung zur Behandlung der Formteile kann außerhalb des Reinraumes angeordnet
werden. Besonders können die Sensoren und Motoren, welche zum Antrieb der Zuführvorrichtung
und der Ausschleusvorrichtung verwendet werden, außerhalb des Reinraumes montiert
werden, wodurch zum einen die Sterilität des jeweiligen Isolators nicht gefährdet
wird und zum anderen auch die Lebensdauer der Antriebe und der Sensorik so erhöht
werden kann, da diese nicht den aggressiven Reinigungszyklen innerhalb des Isolators
ausgesetzt sind.
[0033] Die Behandlungsstrecke kann mit sämtlichen bekannten Behandlungsmedien verwendet
werden, beispielsweise mit Wasserstoffperoxid, sowie auch mit einem Peressigsäuretauchbad.
[0034] Besonders bevorzugt ist die Vorrichtung zur Behandlung von Behälterverschlüssen außerhalb
des Reinraumes des Aseptikfüllers angeordnet.
[0035] Weiterhin wird die oben genannte Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 9 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0036] Die Formteile werden dabei bevorzugt mittels der Zuführvorrichtung der Behandlungsstrecke
teilgenau zugeführt und/oder mittels der Ausschleusvorrichtung teilgenau ausgeschleust.
[0037] Vorteilhaft wird das Zuführen von Formteilen zu der Behandlungsstrecke und/oder das
Ausschleusen von Formteilen aus der Behandlungsstrecke über den Maschinentakt ausgelöst,
bevorzugt bei Vorliegen eines Auslösesignals, besonders bevorzugt unter Berücksichtigung
einer Mindestbehandlungszeit.
[0038] Das Zuführen von Formteilen zu der Behandlungsstrecke und/oder das Ausschleusen von
Formteilen aus der Behandlungsstrecke kann auch beim Erreichen einer Referenzposition
in einem Parallelprozess ausgelöst werden, bevorzugt unter Berücksichtigung einer
Mindestbehandlungszeit.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0039] Bevorzugte weitere Ausführungsformen und Aspekte der vorliegenden Erfindung werden
durch die nachfolgende Beschreibung der Figur näher erläutert. Dabei zeigt:
Figur 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Behandlung von Formteilen.
Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
[0040] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Figur beschrieben.
[0041] Figur 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung 1 zum Behandeln von Formteilen, hier dargestellt
in Form einer Vorrichtung zur Sterilisierung von Kunststoffschraubverschlüssen zum
Verschließen von Getränkebehältern in einer Getränkeabfüllanlage.
[0042] Über eine Formteilzufuhr 2, über welche aus einem Vorrat an Formteilen die einzelnen
Formteile zugeführt werden, gelangen die Formteile zu einer Zuführvorrichtung 3, welche
zum teilgenauen Zuführen von Formteilen zu einer Behandlungsstrecke 4 eingerichtet
ist. Die teilgenaue Zuführung wird dabei beispielsweise durch eine Ansteuerung über
einen Schrittmotor erreicht.
[0043] Die Behandlungsstrecke 4 ist in einer Behandlungskammer 40 aufgenommen und ist in
Form einer schematisch angedeuteten Rinne 42 ausgebildet, durch welche hindurch die
Formteile, welche über die Zuführvorrichtung 3 zugeführt werden, hindurch gleiten.
In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Rinne 42 und damit auch die
Behandlungskammer 40 abschüssig angeordnet, derart, dass die jeweiligen Formteile
aufgrund ihres Eigengewichtes die Rinne 42 durchlaufen.
[0044] In einer bevorzugten und hier nicht gezeigten Variante sind mindestens zwei parallel
zueinander angeordnete Rinnen vorgesehen, so dass mindestens zwei Formteile parallel
zueinander behandelt werden können.
[0045] Stromabwärts der Behandlungsstrecke 4 ist eine Ausschleusvorrichtung 5 vorgesehen,
welche zum teilgenauen Ausschleusen der jeweiligen Formteile an einen entsprechenden
Übergabebereich 6 dient. An den Übergabebereich 6 schließt sich entsprechend eine
weitere Behandlungsstation an. Bei einer Getränkeabfüllanlage folgt hierauf typischer
Weise der entsprechende Verschließer, welcher mit den dann sterilisierten Kunststoffschraubverschlüssen
versorgt wird.
[0046] Die Zuführvorrichtung 3 ist entsprechend stromaufwärts der Behandlungsstrecke 4 angeordnet
und die Ausschleusvorrichtung 5 ist stromabwärts der Behandlungsstrecke 4 angeordnet.
Entsprechend kann über die Zuführvorrichtung 3 teilgenau das Zuführen der jeweiligen
Formteile in die Behandlungsstrecke 4 erfolgen.
[0047] Die stromabwärts der Behandlungsstrecke 4 angeordnete Ausschleusvorrichtung 5 ermöglicht
bedarfsgesteuert eine Übergabe des jeweiligen Formteils an die Übergabevorrichtung
6 immer genau dann, wenn hier ein jeweiliges Formteil benötigt wird.
[0048] Bei Verwendung als Sterilisationsvorrichtung für Kunststoffverschlüsse in einer Getränkeabfüllanlage
wird entsprechend für jeden befüllten und zu verschließenden Behälter ein individueller
Kunststoffschraubverschluss über die Zuführvorrichtung 3 auf die Behandlungsstrecke
4 aufgegeben und, nach Durchlaufen der entsprechenden Behandlungszeit, über die Ausschleusvorrichtung
5 an den jeweiligen Verschließer synchronisiert so übergeben, dass der entsprechende
zu verschließende Behälter verschlossen werden kann. Wenn kein zu verschließender
Behälter vorliegt, wird auch kein Kunststoffschraubverschluss sterilisiert und ausgeschleust.
Auf diese Weise kann vermieden werden, dass, beispielsweise bei der Unterbrechung
des Behälterflusses durch ein vorhergehendes Ausschleusen fehlerhafter Behälter, Verschlüsse
verworfen werden müssen, welche dem Verschließer zugeführt worden waren.
[0049] Durch die teilgenaue Zuführung der jeweiligen Kunststoffverschlüsse gemäß der vorliegenden
Vorrichtung kann entsprechend erreicht werden, dass ein solches Verwerfen von Behälterverschlüssen
nicht mehr erforderlich ist. Weiterhin kann auch bei Unterbrechung der jeweiligen
Produktion beziehungsweise bei Beendigung der jeweiligen Produktion erreicht werden,
dass in der Behandlungsstrecke 4 keine Behälterverschlüsse mehr vorliegen und entsprechend
mit dem letzten verschlossenen Behälter auch der letzte behandelte Behälterverschluss
verbraucht ist. Erfindungsgemäß ist weiterhin eine Entleerungsvorrichtung 7 stromaufwärts
der Zuführvorrichtung 3 vorgesehen, welche nach Beendigung des Produktionsvorganges
geöffnet werden kann und mittels welcher die Behälterverschlüsse aus dem Behälterverschluss
speicher, welche über die Behälterverschluss zufuhr 2 zugeführt werden, vollständig
entleert werden können.
[0050] Im Falle einer Getränkeabfüllanlage kann auf diese Weise erreicht werden, dass beispielsweise
sämtliche Kunststoffschraubverschlüsse eines bestimmten Typs, beispielsweise einer
bestimmten Farbe, aus dem jeweiligen Verschlussspeicher entleert werden können, ohne
dass diese Verschlüsse sämtlich durch die Behandlungsstrecke 4 hindurchgeführt werden
müssen. Zum Umrüsten der Anlage können dann entsprechend Verschlüsse eines anderen
Typs vorgesehen werden, beispielsweise Verschlüsse einer anderen Farbe, und die Produktion
wieder aufgenommen werden.
[0051] Ein erster Sensor 8 ist bevorzugt stromabwärts der Zuführvorrichtung 3 vorgesehen,
um einen Rückstau an Formteilen in der Behandlungsstrecke 4 detektieren zu können.
Ein weiterer Sensor 9 ist bevorzugt stromabwärts der Ausschleusvorrichtung 5 vorgesehen,
um die Detektion eines Rückstaus in einem Übergabebereich 6 detektieren zu können.
[0052] Über die Sensoren 8, 9 kann entsprechend überwacht werden, ob die Formteile die entsprechenden
Anlagenbereiche und insbesondere die Behandlungsstrecke 4 in Form der Rinne 42 problemlos
durchlaufen, oder ob möglicherweise ein Rückstau oder eine Verklemmung eines Formteiles
vorliegt. Über den Sensor 9 kann weiterhin überprüft werden, ob die Ausgabe der Formteile
an den Übergabebereich 6 in der vorgegebenen Weise stattfindet, oder ob beispielsweise
ein Rückstau im Übergabebereich 6 vorliegt, welcher auf eine Verklemmung oder einen
anderen Stau der Formteile im Übergabebereich 6 schließen lässt.
[0053] Die Zuführvorrichtung 3 und die Ausschleusvorrichtung 5 werden bevorzugt über einen
Schrittmotor angetrieben, mittels welchem eine teilgenaue Zuführung von Formteilen
in die Behandlungsstrecke 4 und ein teilgenaues Ausschleusen von Formteilen über die
Ausschleusvorrichtung 5 möglich wird.
[0054] Die Zuführvorrichtung 3 und die Ausschleusvorrichtung 5 können dabei auf unterschiedliche
Weisen angesteuert werden. Beispielsweise kann im Zusammenhang mit einer Getränkeabfüllanlage
die Zuführvorrichtung 3 dann betätigt werden, wenn ein bestimmter abzufüllender Behälter
in die entsprechende Füllvorrichtung eingesetzt wird, und, wenn der entsprechende
Behälter einen weiteren Abschnitt des Behandlungswinkels durchlaufen hat beziehungsweise
sich im Zulauf den Verschließer hin bewegt, die Ausschleusvorrichtung 5 betätigt werden.
Entsprechend wird an vorgegebenen Punkten innerhalb der Zuführung der zu verschließenden
Behälter das Zuführen eines Formteils in die Behandlungsstrecke 4 ausgelöst und nach
Durchlaufen eines zweiten Referenzpunktes das Ausschleusen des Formteiles aus der
Behandlungsstrecke 4 ausgelöst. Hierbei muss im Übrigen die Behandlungszeit berücksichtigt
werden, die sich in diesem Betriebsmodus mit der Maschinengeschwindigkeit variiert.
Die minimale Behandlungszeit darf nicht unterschritten werden.
[0055] In einem weiteren Betriebsmodus kann beispielsweise über den Maschinentakt eine Auslösung
der Zuführvorrichtung 3 sowie der Ausschleusvorrichtung 5 geschehen, wobei der Maschinentakt
entweder für die Zuführvorrichtung oder für die Ausschleusvorrichtung entsprechend
der vorgesehenen Behandlungszeit verzögert wird. Bei einer solchen Steuerung über
den allgemeinen Maschinentakt ist weiterhin notwendig, dass ein entsprechendes Auslösesignal
vorliegt, gemäß welchem Verschlüsse tatsächlich an den Verschließer übergeben werden
sollen, um bei Vorliegen einer Störung im Behälterfluss ein unnötiges Verwerfen von
Behälterverschlüssen zu vermeiden.
[0056] In beiden Betriebsmodi ist weiterhin das Sensorsignal der Sensoren 8 und 9 zu betrachten,
um sicherzustellen, dass ein Rückstau nicht vorliegt und entsprechend ein freier Fluss
der Formteile durch die Behandlungsstrecke 4 in den Übergabebereich 6 stattfindet.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Vorrichtung zur Behandlung von Formteilen
- 2
- Formteilzufuhr
- 3
- Zuführvorrichtung
- 4
- Behandlungsstrecke
- 40
- Behandlungskammer
- 42
- Rinne
- 5
- Ausschleusvorrichtung
- 6
- Übergabebereich
- 7
- Entleerungsvorrichtung
- 8
- Sensor
- 9
- Sensor
1. Aseptikfüller zum aseptischen Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter umfassend einen
in einem Reinraum angeordneten Verschließer und eine Vorrichtung (1) zur Behandlung
von Behälterverschlüssen, bevorzugt zur Sterilisierung von Kunststoffschraubverschlüssen
für Getränkebehälter, umfassend eine Behandlungsstrecke (4) zum Behandeln der Behälterverschlüsse
mit einem Behandlungsmedium, wobei die Behandlungsstrecke (4) in einer Behandlungskammer
(40) angeordnet ist,
eine stromaufwärts der Behandlungsstrecke (4) angeordnete Zuführvorrichtung (3) zum
Zuführen von Behälterverschlüssen zu der Behandlungsstrecke (4), und
eine stromabwärts der Behandlungsstrecke (4) angeordnete Ausschleusvorrichtung (5),
die bedarfsgesteuert eine Übergabe des jeweiligen Behälterverschlusses an eine Übergabevorrichtung
(6) immer genau dann, wenn hier ein jeweiliger Behälterverschluss benötigt wird, ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (1) ferner eine Entleerungsvorrichtung (7) zum Entleeren einer Behälterverschlusszufuhr
(2) stromaufwärts der Zuführvorrichtung (3) aufweist, und
die Zuführvorrichtung (3) stromaufwärts der Behandlungsstrecke (4) und die Ausschleusvorrichtung
(5) stromabwärts der Behandlungsstrecke (4) in der Behandlungskammer (40) angeordnet
sind.
2. Aseptikfüller gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführvorrichtung (3) und/oder die Ausschleusvorrichtung (5) über einen Schrittmotor
angetrieben ist.
3. Aseptikfüller gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsstrecke (4) durch mindestens zwei parallel zueinander verlaufende
Rinnen (42) ausgebildet ist.
4. Aseptikfüller gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (8) zur Detektion eines Rückstaus von Behälterverschlüssen in der Behandlungsstrecke
(4) stromabwärts der Zuführvorrichtung (3) angeordnet ist
5. Aseptikfüller gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (9) zur Detektion eines Rückstaus von Behälterverschlüssen in einem Übergabebereich
(6) stromabwärts der Ausschleusvorrichtung (4) vorgesehen ist.
6. Aseptikfüller gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführvorrichtung (3) zum teilgenauen Zuführen von Behälterverschlüssen eingerichtet
ist
7. Aseptikfüller gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschleusvorrichtung (5) zum teilgenauen Ausschleusen von Behälterverschlüssen
eingerichtet ist.
8. Aseptikfüller gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zur Behandlung von Behälterverschlüssen außerhalb des Reinraumes
angeordnet ist und bevorzugt über eine sterile Anbindung mit dem Reinraum verbunden
ist.
9. Verfahren zum Behandeln von Behälterverschlüssen in einem Aseptikfüller zum aseptischen
Abfüllen von Flüssigkeiten in Behälter umfassend einen in einem Reinraum angeordneten
Verschließer, bevorzugt zur Sterilisierung von Kunststoffschraubverschlüssen für Getränkebehälter,
umfassend
das Zuführen von Behälterverschlüssen in eine Behandlungsstrecke (4) mittels einer
Zuführvorrichtung (3) und das Behandeln der Behälterverschlüsse in der Behandlungsstrecke
(4) mit einem Behandlungsmedium, wobei die Behandlungsstrecke (4) in einer Behandlungskammer
(40) angeordnet ist, wobei
die Behälterverschlüsse stromabwärts der Behandlungsstrecke (4) über eine Ausschleusvorrichtung
(5) ausgeschleust werden, durch die bedarfsgesteuert eine Übergabe des jeweiligen
Behälterverschlusses an eine Übergabevorrichtung (6) immer genau dann stattfindet,
wenn hier ein jeweiliger Behälterverschluss benötigt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Entleerungsvorrichtung (7) zum Entleeren einer Behälterverschlusszufuhr (2) stromaufwärts
der Zuführvorrichtung (3) angeordnet ist und
die Zuführvorrichtung (3) stromaufwärts der Behandlungsstrecke (4) und die Ausschleusvorrichtung
(5) stromabwärts der Behandlungsstrecke (4) in der Behandlungskammer (40) angeordnet
sind.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälterverschlüsse mittels der Zuführvorrichtung (3) der Behandlungsstrecke
(4) teilgenau zugeführt werden.
11. Verfahren gemäß Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälterverschlüsse mittels der Ausschleusvorrichtung (5) teilgenau ausgeschleust
werden.
12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführen von Behälterverschlüssen zu der Behandlungsstrecke (4) und/oder das
Ausschleusen von Behälterverschlüssen aus der Behandlungsstrecke (4) über den Maschinentakt
ausgelöst wird, bevorzugt bei Vorliegen eines Auslösesignals, besonders bevorzugt
unter Berücksichtigung einer Mindestbehandlungszeit.
13. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführen von Behälterverschlüssen zu der Behandlungsstrecke (4) und/oder das
Ausschleusen von Behälterverschlüssen aus der Behandlungsstrecke (4) beim Erreichen
einer Referenzposition in einem Parallelprozess ausgelöst wird, bevorzugt unter Berücksichtigung
einer Mindestbehandlungszeit.
1. Aseptic filler for aseptic filling of liquids into containers comprising a capper,
arranged in a cleanroom, and a device (1) for treating container caps, preferably
for sterilising plastic screw caps for drink containers, comprising a treatment section
(4) for treating the container caps with a treatment medium, wherein the treatment
section (4) is arranged in a treatment chamber (40),
a feed device (3) arranged upstream of the treatment section (4), for feeding container
caps to the treatment section (4), and
a removal device (5) arranged downstream of the treatment section (4), which enables
a transfer of the respective container cap to a transfer device (6) driven by demand,
always precisely when a respective container cap is needed here,
characterised in that
the device (1) furthermore has an emptying device (7) for emptying a container cap
feed (2) upstream of the feed device (3) and the feed device (3) is arranged upstream
of the treatment section (4) and the removal device (5) is arranged downstream of
the treatment section (4), in the treatment chamber (40).
2. Aseptic filler according to claim 1, characterised in that the feed device (3) and/or the removal device (5) is driven via a stepper motor.
3. Aseptic filler according to claim 1 or 2, characterised in that the treatment section (4) is formed by at least two channels (42) running in parallel
to one another.
4. Aseptic filler according to any one of the preceding claims, characterised in that a sensor (8) for detecting a backlog of container caps in the treatment section (4)
is arranged downstream of the feed device (3).
5. Aseptic filler according to any one of the preceding claims, characterised in that a sensor (9) for detecting a backlog of container caps is provided in the transfer
region (6) downstream of the removal device (4).
6. Aseptic filler according to any one of the preceding claims, characterised in that the feed device (3) is configured for precise feeding of container caps.
7. Aseptic filler according to any one of the preceding claims, characterised in that the removal device (5) is configured for the precise removal of container caps.
8. Aseptic filler according to any one of the preceding claims, characterised in that the device (1) for treating container caps is arranged outside the cleanroom and
is preferably connected to the cleanroom via a sterile connection.
9. Method for treating container caps in an aseptic filler for aseptic filling of liquids
into containers comprising a capper, arranged in a cleanroom, preferably for sterilising
plastic screw caps for drink containers, comprising
the feeding of container caps into a treatment section (4) by means of a feed device
(3) and the treatment of the container caps in the treatment section (4) with a treatment
medium, wherein the treatment section (4) is arranged in a treatment chamber (40),
wherein
the container caps are removed downstream of the treatment section (4) via a removal
device (5) using which a transfer of the respective container cap to a transfer device
(6) takes place driven by demand, always precisely when a respective container cap
is needed here,
characterised in that
an emptying device (7) for emptying a container cap feed (2) is arranged upstream
of the feed device (3) and the feed device (3) is arranged upstream of the treatment
section (4) and the removal device (5) is arranged downstream of the treatment section
(4), in the treatment chamber (40).
10. Method according to claim 9, characterised in that the container caps are supplied precisely by means of the feed device (3) of the
treatment section (4).
11. Method according to claim 9 or 10, characterised in that the container caps are removed precisely by means of the removal device (5).
12. Method according to any one of claims 9 to 11, characterised in that the feeding of container caps to the treatment section (4) and/or the removal of
container caps from the treatment section (4) is triggered via the machine cycle,
preferably in the case of the presence of a trigger signal, particularly preferably
considering a minimum treatment time.
13. Method according to any one of claims 9 to 12, characterised in that the feeding of container caps to the treatment section (4) and/or the removal of
container caps from the treatment section (4) is triggered on reaching a reference
position in a parallel process, preferably considering a minimum treatment time.
1. Appareil de remplissage aseptique pour le remplissage aseptique de liquides dans des
récipients comprenant un système de fermeture agencé dans une salle blanche pour fermer
des récipients remplis et un dispositif (1) pour traiter des bouchons de récipients,
de préférence pour stériliser des bouchons filetés en matière plastique pour récipients
de boissons, comprenant une voie de traitement (4) pour traiter les bouchons de récipients
avec un agent de traitement, dans lequel la voie de traitement (4) est agencée dans
une chambre de traitement (40),
un dispositif d'alimentation (3) agencé en amont de la voie de traitement (4) pour
alimenter des bouchons de récipients à la voie de traitement (4), et
un dispositif de rejet (5) agencé en aval de la voie de traitement (4) qui permet,
en cas de besoin, un transfert du bouchon de récipient respectif à un dispositif de
transfert (6) si et seulement si un bouchon de récipient respectif est nécessaire
ici,
caractérisé en ce que
le dispositif (1) présente en outre un dispositif d'évacuation (7) pour évacuer une
alimentation de bouchons de récipients (2) en amont du dispositif d'alimentation (3)
et le dispositif d'alimentation (3) est agencé en amont de la voie de traitement (4)
et le dispositif de rejet (5) est agencé en aval de la voie de traitement (4) dans
la chambre de traitement (40).
2. Appareil de remplissage aseptique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation (3) et/ou le dispositif de rejet (5) est/sont actionnés
via un moteur pas à pas.
3. Appareil de remplissage aseptique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la voie de traitement (4) est formée par au moins deux conduits (42) s'étendant parallèlement
l'un à l'autre.
4. Appareil de remplissage aseptique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un capteur (8) pour la détection d'un engorgement de bouchons de récipients dans la
voie de traitement (4) est agencé en aval du dispositif d'alimentation (3).
5. Appareil de remplissage aseptique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un capteur (9) pour la détection d'un engorgement de bouchons de récipients est agencé
dans une zone de transfert (6) en aval du dispositif de rejet (4).
6. Appareil de remplissage aseptique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation (3) est réglé pour l'alimentation en partie précise
de bouchons de récipients.
7. Appareil de remplissage aseptique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de rejet (5) est réglé pour le rejet en partie précis de bouchons de
récipients.
8. Appareil de remplissage aseptique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif (1) pour le traitement de bouchons de récipients est agencé en dehors
de la salle blanche et est relié à la salle blanche de préférence via un raccord stérile.
9. Procédé de traitement de bouchons de récipients dans un appareil de remplissage aseptique
pour le remplissage aseptique de liquides dans des récipients comprenant un système
de fermeture agencé dans une salle blanche, de préférence pour la stérilisation de
bouchons filetés en matière plastique pour récipients de boissons, comprenant
l'alimentation de bouchons de récipients dans une voie de traitement (4) au moyen
d'un dispositif d'alimentation (3) et le traitement des bouchons de récipients dans
la voie de traitement (4) avec un agent de traitement, dans lequel la voie de traitement
(4) est agencée dans la chambre de traitement (40), dans lequel
les bouchons de récipients sont rejetés en aval de la voie de traitement (4) via un
dispositif de rejet (5), à travers lequel, en cas de besoin, il se produit un transfert
du bouchon de récipient respectif à un dispositif de transfert (6) si et seulement
si un bouchon de récipient respectif est nécessaire ici,
caractérisé en ce que
un dispositif d'évacuation (7) pour l'évacuation d'une alimentation de bouchons de
récipients (2) est agencé en amont du dispositif d'alimentation (3) et le dispositif
d'alimentation (3) est agencé en amont de la voie de traitement (4) et le dispositif
de rejet (5) est agencé en aval de la voie de traitement (4) dans la chambre de traitement
(40).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que les bouchons de récipients sont alimentés précisément en partie au moyen du dispositif
d'alimentation (3) à la voie de traitement (4).
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que les bouchons de récipients sont rejetés précisément en partie au moyen du dispositif
de rejet (5).
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'alimentation de bouchons de récipients à la voie de traitement (4) et/ou le rejet
de bouchons de récipients de la voie de traitement (4) est ou sont déclenchés via
la cadence de la machine, de préférence lors de la production d'un signal de déclenchement,
le plus préférentiellement en tenant compte d'un temps de traitement minimal.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que l'alimentation de bouchons de récipients à la voie de traitement (4) et/ou le rejet
de bouchons de récipients de la voie de traitement (4) est ou sont déclenchés lorsqu'est
atteinte une position de référence dans un processus parallèle, de préférence en tenant
compte d'un temps de traitement minimal.