[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sortieren von Wäschestücken, insbesondere
Schmutzwäschestücken, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft
die Erfindung ein Verfahren zum Sortieren von Wäschestücken, insbesondere Schmutzwäschestücken,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
[0002] Wäschestücke, insbesondere zu waschende oder zu finishende Schmutzwäschestücke, werden
nach der Anlieferung in einer Wäscherei sortiert, damit sie gezielt gewaschen, gefinisht
oder sonst wie behandelt werden können.
[0003] Das Sortieren erfolgt anhand von Informationen, die das jeweilige Wäschestücke aufweist.
Beispielsweise sind diese Informationen in Barcodes. die das jeweilige Wäschestück
trägt, enthalten. Die Informationen werden mit einem Lesegerät, beispielsweise einem
Barcodeleser, manuell von einer Bedienungsperson ausgelesen und dieser angezeigt.
Die Bedienungsperson sortiert daraufhin anhand der ihr angezeigten Informationen die
Wäschestücke. Das ist personal- und zeitaufwendig.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Sortieren von Wäschestückestücken,
insbesondere Schmutzwäschestücken, zu schaffen, das zumindest größtenteils automatisiert
ist.
[0005] Ein erstes Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs
1 auf. Demnach ist vorgesehen, jedem Wäschestück einen Träger zuzuordnen, der einen
Speicher aufweist, an den die zum Wäschestücke gehörenden Informationen übertragen
werden. Jedes Wäschestück wird dann mit dem ihm zugeordneten Träger und den darauf
gespeicherten Informationen vom Transportsystem zu und/oder durch die Sortiereinrichtung
transportiert. Die Sortiereinrichtung nimmt dann automatisch die Sortierung anhand
der dem Träger zugeordneten Informationen vor. Die benötigten Informationen können
aus dem Träger jederzeit ausgelesen und zum Sortieren ausgewertet werden. Informationen
sind im oder auf dem Träger über den gesamten Transportweg der Träger mit den daran
hängenden Wäschestücken bedarfsweise auslesbar.
[0006] Bevorzugt ist es vorgesehen, die Informationen vom Wäschestück, beispielsweise dem
diesem zugeordneten Barcodeträger, abzulesen, vorzugsweise durch manuelles Abscannen.
Dazu werden die Wäschestücke so hingelegt, dass von diesen die Informationen manuell
abgelesen werden können. Danach wird jedes Wäschestück auf einen ihm zugeordneten
Träger gehängt. Dies sind die einzigen manuellen Tätigkeiten, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren zum Sortieren der Wäschestücke, insbesondere Schmutzwäschestücke, erforderlich
sind. Alles andere geschieht automatisch, indem die manuell vom jeweiligen Wäschestück
abgelesenen bzw. abgescannten Informationen an einen Speicher des betreffenden Trägers
übertragen und dort abgespeichert werden. Es werden die Informationen in dem Speicher
desjenigen Trägers abgespeichert, dem das Wäschestück zugeordnet wird, von dem die
Informationen stammen. Vom Träger lassen sich diese Informationen jederzeit gezielt
automatisch ablesen, so dass die Informationen überall dort auf dem gesamten Transportweg
der Wäschestücke zur Verfügung stehen, wo die Informationen benötigt, insbesondere
abgerufen, werden. Es lässt sich so der gesamte Transportweg oder auch Sortiervorgang
jedes einzelnen Wäschestücks vorzugsweise lückenlos verfolgen.
[0007] Beispielsweise können dem Speicher des jeweiligen Trägers Informationen über den
Kunden, das Gewicht, das Waschprogramm und/oder eventuelle Sonderbehandlungen des
dem Träger zugeordneten Wäschestücks abgelegt werden. Vor allem das Waschprogramm
ist wichtig, damit die Wäschestücke, die mit dem gleichen Waschprogramm gewaschen
werden müssen oder die gleiche Finishbehandlung erfordern, durch Sortieren zu einem
Posten zusammengefasst werden können. Auch Sonderbehandlungen erfordernde Wäschestücke,
zum Beispiel empfindliche Wäschestücke, können anhand der auf dem Träger abgespeicherten
Daten gezielt sortiert werden. Anhand des Gewichts des jeweiligen Wäschestücks lässt
sich ein Wäscheposten aus gleiche Sortierkriterien aufweisenden Wäschestücken mit
einem bestimmten Gewicht bilden. Angaben über den Kunden, dem das jeweilige Wäschestück
gehört, können zur kundenbezogenen Definition der Behandlung der Wäschestücke eines
jeweiligen Kunden verwendet werden. Die Erfindung ist auf die genannten Informationen
aber nicht beschränkt. Es können weitere Informationen im Speicher des jeweiligen
Trägers abgelegt werden, die zum Sortieren und/oder der gezielten Behandlung des jeweiligen
Wäschestücks hilfreich sein können.
[0008] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des Verfahrens sieht es vor, dass anhand der
Informationen im Speicher des Trägers das daran hängende Wäschestück, von dem die
Informationen des Trägers stammen, zusammen mit dem Träger durch die Sortiereinrichtung
transportiert und/oder sortiert wird. Das lässt eine gezielte Steuerung des Sortiervorgangs
zu, wobei der Träger gleichzeitig als Transportmittel bzw. eine Art Transportbügel
oder -klammer dient, womit das jeweilige Wäschestück entlang der Transportstrecke
des Transportsystems und vorzugsweise auch durch die Sortiereinrichtung, insbesondere
ein Speichersystem zur Bildung mindestens eines Teils der Sortiereinrichtung, hindurchtransportierbar
ist.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens werden von der Sortiereinrichtung
bzw. in der Sortiereinrichtung Posten mehrerer Wäschestücke anhand der im Speicher
des jeweiligen Trägers hinterlegten Informationen gebildet. Vorzugsweise werden solche
Posten gebildet und die Wäschestücke entsprechend postenweise sortiert, die die gleiche
Behandlung, vorzugsweise das gleiche Waschprogramm oder die gleiche Finishbehandlung,
erfahren sollen. Die Wäschestücke werden so sortenweise zum jeweiligen Posten zusammengestellt,
um anschließend in der für das jeweilige Wäschestück vorgesehenen Art postenweise
gewaschen oder gefinisht werden zu können.
[0010] Nach einer anderen vorteilhaften Ausbildung des Verfahrens werden die Wäschestücke
postenweise an ihren Trägern mit den Informationen über das daran hängende Wäschestück
von der Sortiereinrichtung einer Behandlungseinrichtung zugeführt. Vorzugsweise ist
es vorgesehen, vor der Behandlungseinrichtung anhand der Informationen im Speicher
des Trägers des jeweiligen Wäschestücks zu überprüfen, ob dieses tatsächlich zum betreffenden
Posten gehört, also richtig sortiert worden ist. Die Informationen der Träger können
so auch zu Kontrollzwecken eingesetzt werden.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht es vor, die Wäschestücke
erst unmittelbar vor der Behandlung von ihren Trägern zu trennen. Die Wäschestücke
werden dann ohne die Träger entsprechend behandelt, beispielsweise gewaschen oder
gefinisht. Leere Träger werden zur Aufnahme eines nächten Wäschestücks zurücktransportiert
und die Informationen des vorhergehenden Wäschestücks im Daten-Speicher des jeweiligen
Trägers gelöscht oder mit Informationen des nächsten am Träger anzuhängenden Wäschestücks
überschrieben. Es ist so eine Wiederverwendung der beispielsweise im Kreislauf zu
transportierenden Träger möglich, wobei im Speicher des jeweiligen Trägers immer die
Information des momentan daran hängenden Wäschestücks enthalten sind.
[0012] Bevorzugt kann das Verfahren derart weitergebildet sein, dass die von dem Träger
herunterhängenden Wäschestücke vom Transportsystem an einer Kontrollstation vorbeibewegt
werden. An der Kontrollstation kann dann jedes an einem Träger hängende Wäschestück
automatisch inspiziert werden, beispielsweise durch Abscannen auf Fehler bzw. Schäden
und/oder Fremdkörper. Das Abscannen kann durch bildgebende Verfahren erfolgen, insbesondere
wenn Schäden wie Löcher oder dergleichen ermittelt werden sollen, aber auch sensorisch
mit beispielsweise Magneten auf metallische Fremdkörper untersucht werden.
[0013] Ein zweites Verfahren zur Lösung der Aufgabe, wobei es sich auch um eine bevorzugte
Weiterbildung einzelner oder mehrerer Ansprüche des zuvor beschriebenen Verfahrens
handeln kann, weist die Maßnahmen des Anspruchs 9 auf. Dieses Verfahren sieht es vor,
Wäschestücke, die kein momentan Speicherbahnen eines zum Sortieren dienenden Wäschespeichers
zugeordnetes Sortierkriterium erfüllen, zunächst zwischengespeichert werden. Dadurch
kann die Anzahl der Speicherbahnen geringer sein als die Anzahl der möglichen Sortierkriterien.
Insbesondere werden Wäschestücke mit einem selten anzutreffenden Sortierkriterium
zunächst zwischengespeichert. Sobald mindestens eine als Sortierstrecke dienende Speicherbahn
frei ist, wird dieser ein Sortierkriterium zugeordnet, dem mindestens ein Wäschestück
im Zwischenspeicher entspricht und dieser Speicherbahn bzw. Sortierstrecke jedes dem
ihr temporär zugeordnete Sortierkriterium erfüllende Wäschestück aus dem Zwischenspeicher
zugeführt. Auf diese Weise lässt sich die Anzahl der Sortierstrecken reduzieren bzw.
es ist mit einer bestimmten Anzahl von Sortierstrecken möglich, Wäschestücke zu sortieren,
die eine größere Anzahl unterschiedlicher Sortierkriterien aufweisen als Sortier-
bzw. Speicherstrecken vorhanden sind.
[0014] Weiter sieht es die Erfindung vor, dass jeder Sortier- bzw. Speicherstrecke vorzugsweise
temporär eine bestimmte Behandlungsart, zum Beispiel das Waschprogramm, womit der
in der jeweiligen Speicherstrecke gebildete Posten mehrerer Wäschestücke gewaschen
werden soll, zugeordnet wird. Es lässt sich in jeder Speicherstrecke ein Wäscheposten
für die jeweilige Behandlungsart bilden. Wenn die Speicherstrecke leer ist, kann dieser
eine andere Behandlungsart zugeordnet werden, vorzugsweise eine Behandlungsart, die
mindestens ein Wäschestück im Zwischenspeicher erfüllt. Diese Vorgehensweise ermöglicht
es, mit derselben Sortier- bzw. Speicherstrecke nacheinander Wäscheposten unterschiedlicher
Behandlungsarten zu bilden. Der zum Sortieren eingesetzte Wäschestück-Speicher braucht
deshalb nicht Sortier- und Speicherstrecken für alle denkbaren Behandlungsarten aufzuweisen.
Eine gleiche Speicherstrecke kann verwendet werden, um nacheinander Posten aus Wäschestücken
unterschiedlicher Behandlungsarten zu bilden.
[0015] Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird das Gewicht aller
Wäschestücke beim Sortieren, vorzugsweise in der jeweiligen Sortier- bzw. Speicherstrecke,
ermittelt. Es kann so in jeder Speicherstrecke des Speichers ein Wäscheposten gebildet
werden, der ein bestimmtes Gesamtgewicht und beispielsweise nach der jeweiligen Behandlungsart
sortierte Wäschestücke aufweist.
[0016] Vorzugsweise wird das Gewicht aller Wäschestücken in der jeweiligen Speicherstrecke
ermittelt, indem beim sortierten Zuordnen von Wäschestücken zur entsprechenden Speicherstrecke
das im Träger gespeicherte Gewicht des jeweiligen Wäschestücks aufaddiert wird. Sobald
sich dabei ein aufaddiertes Gesamtgewicht der sich momentan in der Speicherstrecke
befindenden Wäschestücke ergibt, ist der Wäscheposten komplett. Es können dann alle
den jeweiligen Wäscheposten mit dem bestimmten Gewicht bildenden Wäschestücke aus
der jeweiligen Speicherstrecke herausgefahren und zur Behandlungseinrichtung transportiert
oder zunächst in einem Aufnahmebehältnis, beispielsweise einem Wäschesack, für den
gesamten Wäscheposten gesammelt werden.
[0017] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Grundrissplan einer Sortieranlage gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische Grundrissdarstellung einer Sortieranlage gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Einzelheit der Sortieranlage der Fig. 1 und 2 im Bereich der Beladung
eines Trägers mit einem Wäschestück, und
- Fig. 4
- eine Ansicht eines am Träger hängenden Wäschestücks.
[0018] Die gezeigten Vorrichtungen stellen eine Sortier- und Speicheranlage dar, indem sie
Wäschestücke 10, wobei es sich bevorzugt um Schmutzwäschestücke handelt, sortieren,
speichern und sortiert einer nachfolgenden Behandlung zuführen. Bei dieser Behandlung
kann es sich um Waschen, Finishen, Chemisch-Reinigen oder Ähnliches handeln. Bei den
Wäschestücken 10 bzw. Schmutzwäschestücken kann es sich um beliebige Wäschestücke
handeln, vorzugsweise Bekleidungsstücke aller Art, auch Berufsbekleidungsstücke.
[0019] In der Fig. 1 ist eine Vorrichtung zum Sortieren der Wäschestücke 10, zur gleichzeitigen
Bildung von Wäscheposten 11 aus mehreren gleiche Sortierkriterien erfüllenden Wäschestücken
10 und zum Zuführen der Wäscheposten 11 zu Durchlaufwaschmaschinen 12 dargestellt.
[0020] Die Wäschestücke 10 werden vereinzelt oder haufenweise von einem Förderband 13 oder
einem anderen Stetigförderer zu Sortiertischen 14 neben dem Förderband 13 transportiert.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei gleich ausgebildete Sortiertische 14 neben
dem Förderband 13 vorgesehen. Je nach Größe der Sortiervorrichtung können mehr oder
auch weniger als drei Sortiertische 14 vorgesehen sein. An jedem Sortiertisch 14 befindet
sich mindestens eine Bedienungsperson 15. Zwischen den Sortiertischen 14 und der Durchlaufwaschmaschine
12 ist ein Transportsystem 16 vorgesehen. Das gezeigte Transportsystem 16 verfügt
über eine im Kreislauf geführte Förderstrecke. Die Transportrichtung 17 des Transportsystems
16 ist durch Pfeile symbolisiert.
[0021] Beim Transportsystem 16 handelt es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um einen
Hängeförderer, unter dem die Wäschestücke 10 in Transportrichtung 17 weitertransportierbar
sind. Der Hängeförderer kann auf verschiedene Weise gebildet sein. Bevorzugt weist
der das Transportsystem 16 bildende Hängeförderer einen umlaufenden Förderstrang,
beispielsweise eine endlose Förderkette, auf. Am umlaufenden Förderstrang sind in
gleichmäßigen Abständen in den schematischen Darstellungen der Figuren nicht gezeigte
Transporthaken angeordnet. Der Hängeförderer des Transportsystems 16 kann aber auch
eine entlang der Förderstrecke verlaufende Schiene und dieser zugeordnete, beabstandete
Mitnehmer aufweisen, wobei die Mitnehmer in Transportrichtung 17 entlang der stillstehenden
Schiene weiterbewegbar sind.
[0022] Zwischen den Sortiertischen 14 und den Durchlaufwaschmaschinen 12 ist eine Sortiereinrichtung
vorgesehen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Sortiereinrichtung als ein Sortierspeicher
ausgebildet, der einen Speicher 18 aufweist. Der Speicher 18 verfügt über mehrere
parallele Speicherstrecken 19, die als Sortierstrecken fungieren. Der gezeigte Speicher
18 weist zehn gleich lange Speicherstrecken 19 auf. Die Anzahl der Speicherstrecken
19 ist aber nicht auf zehn beschränkt. Denkbar ist es auch, die Speicherstrecken 19
unterschiedlich auszubilden. Der Speicher 18 mit den Speicherstrecken 19 ist in das
Transportsystem 16 integriert, indem jede Speicherstrecke 19 von einem Abschnitt des
Transportsystems 16 gebildet ist.
[0023] In Transportrichtung 17 vor den Speicherstrecken 19 ist eine Kreislaufstrecke 20
des Transportsystems 16 vorgesehen. Die Kreislaufstrecke 20 führt an den Einlaufseiten
22 aller Speicherstrecken 19 vorbei und ist dadurch mit den Speicherstrecken 19 verknüpft.
Die Kreislaufstrecke 20 weist auf einem vor den Speicherstrecken 19 vorbeiführenden
(geraden) Abschnitt eine Weiche 21 im Bereich jeder Speicherstrecke 19 auf. Auslaufseiten
23 aller Speicherstrecken 19 führen direkt auf einen gemeinsamen Abtransportabschnitt
24 des Transportsystems 16. Der Abtransportabschnitt 24 ist über eine Weiche 25 aufgeteilt
in zwei sich an der Weiche 25 verzweigende Teilabschnitte 26. Jeder Teilabschnitt
führt zu einer der beiden Durchlaufwaschmaschinen 12, und zwar im Bereich einer Beladestelle
27, beispielsweise Beladerutsche, der jeweiligen Durchlaufwaschmaschine 12. Falls
mehr als zwei Durchlaufwaschmaschinen 12 vorgesehen sind, sind mehr als zwei Teilabschnitte
26 vorgesehen, nämlich ein Teilabschnitt für jede Durchlaufwaschmaschine 12. Bei nur
einer einzigen Durchlaufwaschmaschine 12 sind die Weichen 25 und die Teilabschnitte
26 nicht erforderlich. Dann kann der Abtransportabschnitt 24 unverzweigt zur Durchlaufwaschmaschine
12 führen. Von den Durchlaufwaschmaschinen 12 ist das Transportsystem 16 mit einem
Rücklaufabschnitt 28 zurückgeführt zu den Sortiertischen 14.
[0024] Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist ein Zwischenspeicher 29 vorgesehen.
Der Zwischenspeicher 29 dient dazu, vor dem zum Sortieren verwendeten Speicher 18
Wäschestücke 10 bedarfsweise auszuschleusen. Der Zwischenspeicher 29 verfügt über
mindestens eine Zwischenspeicherstrecke 30. Im gezeigten Ausführungsbeispiel gibt
es drei Zwischenspeicherstrecken 30. Es können aber auch mehr oder weniger sein. Jede
Zwischenspeicherstrecke 30 ist über eine Weiche 31 mit dem an der Zwischenspeicherstrecke
30 vorbeiführenden Abschnitt der Kreislaufstrecke 20 verbunden. Die Weichen 31 befinden
sich an den Einlaufseiten 32 der Zwischenspeicherstrecken 30. Auslaufseiten 33 der
Zwischenspeicherstrecken 30 sind wieder zur Kreislaufstrecke 20 zurückgeführt. Auf
diese Weise bildet jede Zwischenspeicherstrecke 30 mit einem Abschnitt der Kreislaufstrecke
20 einen eigenen Kreislauf, so dass Wäschestücke 10 längs der jeweiligen Zwischenspeicherstrecke
30 vor dem Speicher 18 zur Kreislaufstrecke 20 des Transportsystems 16 zurücktransportierbar
sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel münden die Auslaufseiten 33 der Zwischenspeicherstrecke
30 in Transportrichtung 17 gesehen vor den Weichen 31 der Kreislaufstrecke 20. Dadurch
ist es möglich, bestimmte Wäschestücke 10 bei Bedarf auf eine andere Zwischenspeicherstrecke
30 zu führen.
[0025] Jedem in der Figur nicht gezeigten Traghaken des Transportsystems 16 ist ein Träger
34 zugeordnet. Alle Träger 34 sind gleich ausgebildet. Die Träger 34 können mit dem
Traghaken des Transportsystems 16 auf beliebige Weise verbunden sein. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel (Fig. 3 und 4) sind die Träger 34 nach Art von Klammerbügeln ausgebildet.
Solche Klammerbügel verfügen über einen oberen Haken 35. Jeder Träger 34 ist dann
mit seinem Haken 35 an den Traghaken des Transportsystems 16 angehängt, und zwar so,
dass jeweils ein Träger 34 unter einem Traghaken des Transportsystems 16 hängt. Jeder
der hier gezeigten Träger 34 verfügt am unteren Ende über eine Klammer 36, in die
ein oberer Randbereich eines Wäschestücks 10 einklemmerbar ist. Das Wäschestück 10
hängt dann unterhalb des Transportsystems 16 frei vom jeweiligen Träger 34 herunter.
[0026] Jeder Träger 34 verfügt über einen in den Figuren nicht dargestellten Informationsträger
für Informationen desjenigen Wäschestücks 10, das dem Träger 34 momentan zugeordnet
ist, nämlich am Träger 34 hängt. Beim Informationsträger handelt es sich bevorzugt
um einen Datenspeicher, beispielsweise einen Chip. In den Datenspeicher werden die
Informationen, nämlich Daten, des am Träger 34 hängenden Wäschestücks 10 eingepeichert.
Diese Daten sind überschreibbar mit Informationen des dem gleichen Träger 34 als nächstes
zuzuordnenden Wäschestücks 10. Über eine Übermittlungseinrichtung im Bereich jedes
Sortiertisches 14 werden die Informationen vom jeweiligen Wäschestück 10 an den Chip
oder einen sonstigen Datenträger genau desjenigen Trägers 34 übertragen, an den das
Wäschestück 10, zu dem die Informationen gehören, zuvor angehängt worden ist.
[0027] Längs der Transportrichtung 17 befinden sich Leseeinrichtungen, die die auf den Chips
oder sonstigen Datenträger des jeweiligen Trägers 34 gespeicherten Informationen bzw.
Daten auslesen und dementsprechend die Weichen 21, 25 bzw. 31 steuern bzw. betätigen.
Auch an anderen Stellen des Transportsystems 16 können sich Lesegeräte befinden, so
dass dort, wo Informationen des jeweiligen Wäschestücks 10 benötigt werden, diese
auch auslesbar sind.
[0028] Die gezeigte Vorrichtung kann mindestens eine in der Fig. 1 nicht dargestellte Inspektionseinrichtung
aufweisen. Die jeweilige Inspektionseinrichtung befindet sich bevorzugt am Anfang
des Transportsystems 16, nämlich in der Nähe der Sortiertische 14. Es ist denkbar,
einem an jedem Sortiertisch 14 vorbeiführenden Beladeabschnitt 37 des Transportsystems
16 oder dicht dahinter eine eigene Inspektionseinrichtung zuzuordnen. Die Inspektionseinrichtungen
sind so ausgebildet, dass sie das vom jeweiligen Träger 34 frei herunterhängende Wäschestück
10 berührungslos erfassen, und zwar bildgebend durch Kameras und/oder durch auf unterschiedliche
Materialien bzw. Substanzen ansprechende Sensoren, beispielsweise Metalldetektoren.
[0029] Das in der Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von demjenigen
der Fig. 1 im Wesentlichen nur dadurch, dass kein Zwischenspeicher 29 vorhanden ist
und keine Durchlaufwaschmaschinen 12 direkt mit einem Wäscheposten 11 aus sortierten
Wäschestücken beladen werden. Soweit Übereinstimmungen zwischen den Vorrichtungen
der Fig. 1 und 2 bestehen, werden für gleiche Teile gleiche Bezugsziffern verwendet.
[0030] Weil beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 kein Zwischenspeicher 29 vorhanden ist,
weist der als Sortiereinrichtung dienende Speicher 40 eine ausreichende Anzahl paralleler
Speicherstrecken 41 auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um acht
gleiche Speicherstrecken, wenn diese ausreichend sind, um alle Wäschestücke 10 zu
sortieren. Im Normalfall verfügt die Vorrichtung über eine solche Anzahl von Speicherstrecken
41, die der Anzahl verschiedener Sortierkriterien entspricht.
[0031] Der auf die Speicherstrecken 41 des Speichers 40 folgende Abtransportabschnitt 24
des Transportsystems 16 der Fig. 2 transportiert die Wäscheposten 11 zu einer sogenannten
Sackfüllanlage 42. Hier werden die Wäschestücke 10 des Wäschepostens 11 von den Trägern
34 getrennt und in einem Sack 43 oder einem sonstigen Aufnahmebehältnis gesammelt.
Jeder Sack 43 nimmt einen sortierten Wäscheposten 11 auf. Der jeweiligen Wäscheposten
11 ist dann in den Säcken 43 zu einer Behandlungseinrichtung verfahrbar, in der die
Wäschestücke 10 des Wäschepostens 11 behandelt werden sollen. Hierbei kann es sich
um Finisher, chemische Reinigungsmaschinen und/oder jede Art von Waschmaschine, gegebenenfalls
auch Durchlaufwaschmaschinen 12, handeln.
[0032] Die erfindungsgemäßen Verfahren werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die zuvor
beschriebenen Vorrichtungen, insbesondere Sortieranlagen, näher beschrieben. Mit der
Vorrichtung der Fig. 1 läuft das Verfahren wie folgt ab:
Vom Transportsystem 16 werden in gleichmäßigen Abständen aufeinanderfolgende gleiche
Träger 34 im Kreislauf befördert. Wäschestücke 10, und zwar Schmutzwäschestücke, werden
vereinzelt oder in Haufen mehrerer Wäschestücke 10 vom Förderband 13 zu den Sortiertischen
14 transportiert. An jedem Sortiertisch 14 wird von der betreffenden Bedienungsperson
15 ein Wäschestück 10 vom Förderband 13 heruntergenommen und so auf dem Sortiertisch
14 positioniert, dass Informationen von einem Informationsträger im oder am Wäschestück
10 abgelesen werden können. Beispielsweise befindet sich an jedem Wäschestück 10 ein
Aufkleber mit einem Barcode, der von einem entsprechenden Leser abgelesen wird. Es
kann sich dabei um einen handgeführten Barcodeleser handeln, der von der Bedienungsperson
15 am Barcode des auf dem Sortiertisch 14 liegenden Wäschestücks 10 zum Auslesen der
Informationen herangeführt wird. Es kann sich aber auch um einen stationären Barcodeleser
handeln, unter den die Bedienungsperson 15 den Barcode des Wäschestücks 10 zum Auslesen
der Informationen desselben hält.
[0033] Die vom Barcodeleser oder einem sonstigen Datenerfassungsgerät gelesenen Informationen
des jeweiligen Wäschestücks 10 werden an den Speicher desjenigen Trägers 34 übertragen
und dort abgespeichert, in dessen Klammer 36 von der Bedienungsperson 15 das betreffende
Wäschestück 10 nach dem Erfassen der die Informationen enthaltenden Daten einhängt.
Aus dem Speicher des Trägers 34 sind die zu dem ihm momentan haltenden Wäschestück
10 gehörenden Informationen jederzeit an beliebigen Stellen der Förderstrecke der
Transporteinrichtung 17 ablesbar. Die Daten stehen dadurch während des gesamten Transportvorgangs
des jeweiligen Wäschestücks 10 entlang des Transportsystems 16 zur Verfügung und können
überall vollständig oder selektiv ausgelesen werden. Es ist so eine lückenlose Verfolgung
des Transportwegs des Wäschestücks 10 mit dem dieses haltenden Trägers 34 durch das
Transportsystem 16 gewährleistet.
[0034] Wenn eine Inspektionsvorrichtung vorgesehen ist, befindet sich diese bevorzugt im
oder direkt hinter dem Beladeabschnitt 37, wobei jedem Sortiertisch 14 eine Inspektionseinrichtung
zugeordnet sein kann. Es ist aber auch denkbar, eine gemeinsame Inspektionseinrichtung
für alle Sortiertische 14 vorzusehen. Jedes mehr oder weniger ausgebreitet vom jeweiligen
Träger 34 herunterhängende Wäschestück 10 kann von der Inspektionseinrichtung berührungslos
abgescannt werden, um Fehler, beispielsweise Löcher, des Wäschestücks 10 zu erkennen,
aber auch große Verschmutzungen, die eine eventuelle Sonderbehandlung erfordern und/oder
Fremdkörper.
[0035] Bei den vom jeweiligen Wäschestück 10 auszulesenden Informationen handelt es sich
mindestens um solche, die zur nachfolgenden Behandlung des Wäschestücks 10 erforderlich
sind. Es ist zum Beispiel das Waschprogramm für das zu waschende Wäschestück 10, das
Gewicht des Wäschestücks 10 oder mindestens ein Identifikationsmerkmal, beispielsweise
über die Herkunft oder den Besitzer des Wäschestücks 10 auslesbar. Es kann sich aber
auch um Informationen über die Wäschestückart, das Alter oder beliebige andere für
die Behandlung und Nachbehandlung der Wäschestücke 10 erforderliche Informationen
handeln.
[0036] Vom Transportsystem 16 werden nun die Träger 14 mit den daran hängenden Wäschestücken
10 (in der Fig. 1 sind nur andeutungsweise einige Träger 34 dargestellt) in Transportrichtung
17 zum hauptsächlich zur Sortierung dienenden Speicher 18 und/oder Zwischenspeicher
29 transportiert. Die Kreislaufstrecke 20 des Transportsystems 16 führt zuerst am
Zwischenspeicher 29 und dann am Speicher 18 vorbei. Rechtzeitig vor dem Zwischenspeicher
29 werden aus dem Datenspeicher jedes Trägers 34 zumindest das Waschprogramm und das
Gewicht des an dem betreffenden Träger 34 hängenden Wäschestücks 10 ausgelesen. Stellt
sich heraus, dass es sich um ein am Träger 34 hängendes Wäschestück 10 handelt, das
dem einen als Sortierstrecke dienenden Speicherstrecke 19 des Speichers 18 zugeordneten
Sortierkriterium entspricht, werden der Träger 34 und das daran hängende Wäschestück
10 am Zwischenspeicher 29 vorbei direkt zum Speicher 18 transportiert und durch automatisches
Betätigen einer Weiche 21 der Träger 34 mit dem Wäschestück 10 in diejenige Speicherstrecke
19 eingefördert, dessen Sortierkriterium das Wäschestück 10 erfüllt. Gleichzeitig
wird in einer Steuerung des Transportsystems 16 das Gewicht des in eine bestimmte
Speicherstrecke 19 eingeförderten Wäschestücks 10 abgespeichert. Nachfolgende Wäschestücke
10, die ein anderes Sortierkriterium erfüllen, werden automatisch in die dafür reservierte
andere Speicherstrecke 19 gefördert.
[0037] Werden in die gleiche Speicherstrecke 19 Wäschestücke 10 mit gleichem Sortierkriterium,
insbesondere solche, die das gleiche Waschprogramm erfordern, hineintransportiert,
werden auch die Gewichte derselben in der Steuerung des Transportsystems 16 hinterlegt
und zu den Gewichten der sich bereits zuvor in der betreffenden Speicherstrecke 19
befindenden Wäschestücken 10 hinzuaddiert. Sobald sich ein Gesamtgewicht aller sich
momentan in einer Speicherstrecke 19 befindlichen Wäschestück 10 ergibt, das dem gewünschten
Gewicht des Wäschepostens 11 entspricht bzw. sich in einem Toleranzbereich befindet,
wird der nunmehr vollständige Wäscheposten 11 aus der jeweiligen Speicherstrecke 19
vollständig herausgefördert und über den Abtransportabschnitt 24 abtransportiert.
Der jeweilige Wäscheposten 11 wird nun durch die von der Steuerung des Transportsystems
16 betätigte Weiche 25 in denjenigen Teilabschnitt 26 eingeschleust, der momentan
frei ist oder als nächster frei wird. Längs des betreffenden Teilabschnitts 26 wird
der Wäscheposten 11 dann zur Beladestelle 27 der betreffenden Durchlaufwaschmaschine
12 gefördert. Hier werden die Wäschestücke 10 nach und nach von ihren jeweiligen Trägern
34 getrennt, was bevorzugt durch automatisches Öffnen der Klammer 36 erfolgt. Der
jeweils leere Träger 34 wird dann über den Rücklaufabschnitt 28 des Transportsystems
16 zurücktransportiert zu den Sortiertischen 14. Dabei können die im Chip des jeweiligen
Trägers 34 vorhandenen Informationen des an der Durchlaufwaschmaschine 12 vom Träger
34 getrennten Wäschestücks 10 gelöscht werden. Es ist aber auch denkbar, dass die
Informationen im Chip des jeweiligen Trägers 34 überschrieben werden mit den Informationen
des nächsten am jeweiligen Sortiertisch 14 an den Träger 34 angehängten Wäschestücks
10.
[0038] Werden auf dem Datenträger eines Trägers 34 Informationen über das daran hängende
Wäschestück 10 ausgelesen, die keinen momentan den Speicherstrecken 19 zugeordneten
Sortierkriterien entsprechen, wird das Wäschestück 10 mit dem betreffenden Träger
34 in den Zwischenspeicher 29 transportiert. Hier können auf den Zwischenspeicherstrecken
30 Wäschestücke 10 mit den dazugehörenden Trägern 34 gesammelt werden, die das gleiche
Sortierkriterium aufweisen. Es erfolgt so im Zwischenspeicher 29 gegebenenfalls eine
Vorsortierung der Wäschestücke 10 auf der jeweiligen dafür vorgesehen Zwischenspeicherstrecke
30. Es ist aber auch denkbar, in jeder Zwischenspeicherstrecke 30 Wäschestücke 10
samt Träger 34 zwischenzuspeichern, die verschiedene Sortierkriterien erfüllen, wobei
dann vorzugsweise so vorgegangen wird, dass jeder Zwischenspeicherstrecke 30 bestimmte
Sortierkriterien zugeordnet werden. Wenn so beispielsweise einer Zwischenspeicherstrecke
30 drei Sortierkriterien zugeordnet werden, werden in die Zwischenspeicherstrecke
30 durch entsprechendes automatisches Betätigen der Weichen 31 Wäschestücke 10 samt
Träger 34 eingeschleust, die diesen drei Sortierkriterien entsprechen. Wenn die für
den Zwischenspeicher 29 vorgesehenen Wäschestücke 10 mehr als drei verschiedene Sortierkriterien
aufweisen, aber nicht nur dann, können die Wäschestücke 10 auch umsortiert in eine
freie Zwischenspeicherstrecke 30 eingefahren und dort umsortiert zwischengespeichert
werden.
[0039] Falls der Zwischenspeicher 29 eine gewisse Anzahl von Wäschestücken 10 an Trägern
34 aufweist, kann er entleert werden, indem aus der jeweiligen Zwischenspeicherstrecke
30 alle oder mindestens einige sich auf derselben befindlichen Wäschestücke 10 mit
ihrem Träger 34 ausgeschleust werden, so dass sie wieder auf die Kreislaufstrecke
20 gelangen. Diese Wäschestücke 10 werden dann auf mindestens eine leere Speicherstrecke
19 gefördert. Dazu wird der leeren Zwischenspeicherstrecke 30 temporär von der Steuerung
des Transportsystems 16 ein anderes Sortierkriterium zugeordnet, das mindestens einige
aus der Zwischenspeicherstrecke 30 ausgeschleuste Wäschestücke 10 erfüllen. So werden
Wäschestücke 10 aus dem Zwischenspeicher 29 sortiert in mindestens eine dafür vorgesehenen
Speicherstrecke 19 des Speichers 18 einsortiert. Sind nicht für alle unterschiedliche
Sortierkriterien aufweisenden Wäschestücke 10 aus der Zwischenspeicherstrecke 30 freie
Speicherstrecken 19 mit den entsprechenden Sortierkriterien im Speicher 18 vorhanden,
werden die andere Sortierkriterien aufweisenden Wäschestücke 10 mit den Trägern 34
im Kreislauf auf der Kreislaufstrecke 20 weitertransportiert bis Speicherstrecken
19 frei sind, denen temporär das Sortierkriterium der im Kreislauf transportierten
Wäschestücke 10 zugeordnet werden kann. Alternativ ist es auch denkbar, auf der Kreislaufstrecke
20 diejenigen Wäschestücke 10 mit ihren Trägern 34, die noch in keiner Speicherstrecke
19 einsortiert werden konnten, wieder zurückzufördern in eine geeignete Zwischenspeicherstrecke
30 des Zwischenspeichers 29.
[0040] Anhand der im Daten-Speicher des jeweiligen Trägers 34 gespeicherten Informationen
zum daran hängenden Wäschestücke 10 kann im Bereich jedes Teilabschnitts 26 des Transportsystems
16 vor der Beladestelle 27 jeder Durchlaufwaschmaschine 12 kontrolliert werden, ob
die zum Beladen der Durchlaufwaschmaschine 12 vorgesehenen Wäschestücke 10 des Wäschepostens
11 auch dem gleichen Sortierkriterium entsprechen, insbesondere mit dem gleichen Waschprogramm
zu waschen sind. Das vor der jeweiligen Durchlaufwaschmaschine 12 ausgelesene Waschprogramm
kann auch zur automatischen Steuerung, nämlich Waschprogrammwahl, der Durchlaufwaschmaschine
12 herangezogen werden, so dass automatisch das Waschprogramm für den jeweiligen Wäscheposten
11 an der Durchlaufwaschmaschine 12 einstellbar ist. Sollte sich herausstellen, dass
sich im Wäscheposten 11 ein Wäschestück 10 befindet, das nicht mit dem Waschprogramm
der übrigen Wäschestücke 10 des Wäschepostens 11 gewaschen werden soll oder darf,
kann dieses Wäschestück mit dem dazugehörenden Träger 34 vor der Beladestelle 27 augeschleust
werden oder das Wäschestücke 10 wird vom Träger 34 an der Beladestelle 27 nicht getrennt,
sondern an der Beladestelle 27 vorbeitransportiert. Ein solches Wäschestück 10 wird
dann mit dem Träger 34 auf dem Rücklaufabschnitt 28, der eigentlich für leere Träger
34 vorgesehen ist, zurücktransportiert zu den Sortiertischen 14. Hier werden dann
entweder die Informationen des Wäschestücks 10 erneut von der Bedienungsperson 15
abgescannt und in den Chip oder dergleichen des Trägers 34 neu eingespeichert oder
es wird der Träger 34 mit dem Wäschestück 10 am Sortiertisch 14 vorbei vom Transportsystem
16 erneut dem Zwischenspeicher 29 oder Speicher 18 zugeführt.
[0041] Das Verfahren mit der Sortieranlage der Fig. 2 läuft prinzipiell genauso ab wie zuvor
beschrieben. Bei der Sortieranlage der Fig. 1 erfolgt aber keine Zwischenspeicherung
solcher Wäschestücke 10 mit Trägern 34, die keines der momentan den Speicherstrecken
19 zugeordneten Sortierkriterien erfüllt. Beim Verfahren der Fig. 2 weist deshalb
der Speicher 40 eine für alle vorkommenden Sortierkriterien ausreichende Anzahl Speicherstrecken
41 auf. Der Speicher 40 verfügt also über so viele Speicherstrecken 41, dass alle
Wäschestücke 10 ein mindestens einer Speicherstrecke 41 zugeordnetes Sortierkriterium
erfüllen, so dass bei diesem Verfahren eine Zwischenspeicherung von Wäschestücken
10 anderer Sortierkriterien nicht erforderlich ist.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Wäschestück |
36 |
Klammer |
| 11 |
Wäscheposten |
37 |
Beladeabschnitt |
| 12 |
Durchlaufwaschmaschine |
40 |
Speicher |
| 13 |
Förderband |
41 |
Speicherstrecke |
| 14 |
Sortiertisch |
42 |
Sackfüllanlage |
| 15 |
Bedienungsperson |
43 |
Sack |
| 16 |
Transportsystem |
44 |
Scanner |
| 17 |
Transportrichtung |
|
|
| 18 |
Speicher |
|
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| 19 |
Speicherstrecke |
|
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| 20 |
Kreislaufstrecke |
|
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| 21 |
Weiche |
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| 22 |
Einlaufseite |
|
|
| 23 |
Auslaufseite |
|
|
| 24 |
Abtransportabschnitt |
|
|
| 25 |
Weiche |
|
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| 26 |
Teilabschnitt |
|
|
| 27 |
Beladestelle |
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| 28 |
Rücklaufabschnitt |
|
|
| 29 |
Zwischenspeicher |
|
|
| 30 |
Zwischenspeicherstrecke |
|
|
| 31 |
Weiche |
|
|
| 32 |
Einlaufseite |
|
|
| 33 |
Auslaufseite |
|
|
| 34 |
Träger |
|
|
| 35 |
Haken |
|
|
1. Verfahren zum Sortieren von Wäschestücken (10), insbesondere Schmutzwäschestücken,
wobei die Wäschestücke (10) an ein Transportsystem (16) angehängt werden, vom Transportsystem
mindestens zu einer Sortiereinrichtung transportiert und in der Sortiereinrichtung
anhand von Informationen über das jeweilige Wäschestück (10) sortiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Wäschestück (10) an einem dem Transportsystem (16) zugeordneten Träger (34)
angehängt wird, die Informationen des Wäschestücks (10) an einen dem Träger (34) zugeordneten
Speicher übertragen werden und das Wäschestück (10) mit dem ihm zugeordneten Träger
(34) mit den Informationen des am Träger (34) hängenden Wäschestücks (10) vom Transportsystem
(16) zu und/ oder durch mindestens die Sortiereinrichtung transportiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen vom Wäschestück (10) vor dem Anhängen an den Träger (34) gelesen,
vorzugsweise manuell abgescannt, werden und diese Informationen mindestens teilweise
an den Daten-Speicher desjenigen Trägers (34) übertragen, vorzugsweise abgespeichert,
werden, an den das Wäschestück (10) angehängt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Speicher des jeweiligen Trägers (34) mindestens Informationen über den Kunden,
das Gewicht, das Waschprogramm und/oder eventuelle Sonderbehandlungen des dem Träger
(34) zugeordneten Wäschestücks (10) abgelegt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der Informationen im Daten-Speicher des Trägers (34), die zum dem Träger (34)
zugeordneten Wäschestück (10) gehören, das Wäschestück (10) mit dem diese Informationen
im Daten-Speicher aufweisenden Träger (34) durch die Sortiereinrichtung transportiert
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sortiereinrichtung Wäscheposten (11) mehrerer Wäschestücke (10) anhand der
in den Daten-Speichern der Träger (34) hinterlegten Informationen gebildet werden,
vorzugsweise die eine gleiche Behandlung erfordern, gebildet werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (10) postenweise aus der Sortiereinrichtung mit den Trägern (34)
einer Behandlungseinrichtung zugeführt werden, vorzugsweise einer Waschmaschine, einem
Finisher oder dergleichen, insbesondere vor der Behandlungseinrichtung anhand der
Informationen in den Daten-Speichern der Träger (34) überprüft wird, ob die Wäschestücke
(10) zum gleichen Wäscheposten (11) gehören können.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (10) vor der Behandlung von ihren Trägern (34) getrennt und die
leeren Träger (34) zur Aufnahme nächster Wäschestücke (10) zurücktransportiert werden,
wobei die Informationen des vorherigen Wäschestücks (10) im Daten-Speicher des jeweiligen
Trägers (34) gelöscht oder mit den Informationen des nächsten an den jeweiligen Träger
(34) anzuhängenden Wäschestücks (10) überschrieben werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Trägern (34) herunterhängenden Wäschestücks (10) vom Transportsystem
(16) entlang oder durch eine Kontrollstation bewegt werden, vorzugsweise an der Kontrollstation
die von den Trägern (34) herunterhängenden Wäschestücke (10) einzeln abgescannt werden
zur Ermittlung von Schäden bzw. Fehlern der Wäschestücke (10) und/oder Fremdkörper
in den Wäschestücken (10).
9. Verfahren zum Sortieren von Wäschestücke (10), insbesondere Schmutzwäschestücken,
wobei die Wäschestücke (10) von einem Transportsystem (16) sortiert in Speicherstrecken
(19) einer Sortiereinrichtung transportiert werden, indem gleiche Sortierkriterien
erfüllende Wäschestücke (10) in die gleiche Speicherstrecke (19) transportiert werden,
insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Wäschestücke (10), die keine Sortierkriterien der Speicherstrecken (19) erfüllen,
zunächst zwischengespeichert werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Freiwerden mindestens einer Speicherstrecke (19) die zwischengespeicherten
Wäschestücke (11) zu der mindestens einen freien Speicherstrecke (19) gefahren und
Wäschestücke (10) gleichen Sortierkriteriums sortiert in die betreffende Speicherstrecke
(19) eingeschleust werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Speicherstrecke (19), vorzugsweise temporär, eine bestimmte Behandlungsart,
zum Beispiel ein Waschprogramm oder eine Finishbehandlung, zugeordnet wird und vorzugsweise
die Behandlungsart, die der jeweiligen Speicherstrecke (19) zugeordnet ist, nach dem
Leerfahren dieser Speicherstrecke (19) änderbar ist in eine Behandlungsart für zumindest
einige Wäschestücke (10) im Zwischenspeicher (29), um Wäschestücke (10) aus dem Zwischenspeicher
(29) sortiert mindestens einer ihr Sortierkriterium erfüllenden Speicherstrecke (19)
des Speichers (18) zuzuführen.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewicht aller Wäschestücke (11) in der jeweiligen Speicherstrecke (19) ermittelt
wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim sortierten Zuordnen von Wäschestücken (10) zur entsprechenden Speicherstrecke
(19) das Gewicht der Wäschestücke (10) aufaddiert und dadurch das Gesamtgewicht aller
Wäschestücke (10) eines Wäschepostens (11) in der jeweiligen Speicherstrecke (19)
ermittelt wird, wobei bevorzugt das Gewicht des jeweiligen Wäschestücks (10) aus einem
Datenspeicher des das jeweilige Wäschestück (10) haltenden Trägers (34) ausgelesen
wird.