(19)
(11) EP 2 789 767 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.10.2014  Patentblatt  2014/42

(21) Anmeldenummer: 14001143.8

(22) Anmeldetag:  27.03.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04G 1/15(2006.01)
E04G 3/24(2006.01)
E04G 5/08(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 12.04.2013 DE 102013006283
30.07.2013 DE 102013012573

(71) Anmelder: ALTRAD plettac assco GmbH
58840 Plettenberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Klein, Günter
    58840 Plettenberg (DE)

(74) Vertreter: Otten, Roth, Dobler & Partner 
Patentanwälte Grosstobeler Strasse 39
88276 Ravensburg / Berg
88276 Ravensburg / Berg (DE)

   


(54) Adaptersystem, Ausgleichsgerüstboden und Ausgleichsgerüstbodensystem


(57) Die Erfindung betrifft ein Adaptersystem (2) zur Anordnung wenigstens eines Gerüstbodens (101, 102) zwischen zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen (104).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Adaptersystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, einen Ausgleichsgerüstboden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 14 sowie ein Ausgleichsgerüstbodensystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.

[0002] Bei der Erstellung von Einrüstungen für runde Baukörper wie zum Beispiel Tanks oder Einrüstungen von Baukörpern mit einer geschwungenen Fassade wird wie in der Figur 2 gezeigt mit herkömmlichen geraden Gerüstböden gearbeitet, wobei die zwischen den Gerüstböden entstehenden Spalte durch Eckbeläge abgedeckt werden, so dass ein Übergang zwischen den Trittflächen der benachbarten Gerüstböden entsteht. Insbesondere an Abschnitten, an welchen die Einrüstung um den Baukörper geschlossen wird, treten Situationen auf, in welchen sich die Gerüstebene mit den herkömmlichen Gerüstböden und den Eckbelägen nicht schließen lässt. In diesen Fällen bzw. zur Bildung eines Ausgleichsfelds kommen in der Regel systemfreie Stahlböden oder Holzböden zum Einsatz, mit welchen eine bestehende Lücke überbrückt wird. Eine derartige Überbrückung ist in der Figur 1 gezeigt. Die Verwendung von zwei systemfreien Böden führt jedoch in den Übergangsbereichen auf die herkömmlichen Gerüstböden zur Ausbildung von Stolperkanten, welche eine erhebliche Umfallgefahr darstellen.

[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Adaptersystem bzw. einen Ausgleichsgerüstboden bzw. ein Ausgleichsgerüstbodensystem vorzuschlagen, durch welches bzw. durch welchen ein gefahrenfrei begehbares Gerüst auch im Bereich von Ausgleichsfeldern erstellbar ist.

[0004] Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bzw. 14 bzw. 15 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 14 bzw. 15 gelöst. In den Unteransprüchen zum Anspruch 1 sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.

[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Adaptersystem zur Anordnung wenigstens eines Gerüstbodens zwischen zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen umfasst das Adaptersystem wenigstens einen Adapter, welcher an einem der genannten Gerüstböden befestigbar ist, wobei der Adapter eine Schiene, ein Ausgleichselement und wenigstens ein Verbindungsmittel umfasst, wobei das Ausgleichselement mit der Schiene verbunden ist, wobei das Verbindungsmittel an dem Ausgleichselement angeordnet ist, wobei das Ausgleichselement mit dem Verbindungsmittel an einem der Gerüstrahmen befestigbar ist, wobei der Gerüstboden mit der Schiene derart verbindbar ist, dass die Schiene gegenüber dem Gerüstboden nur in Richtung einer Längsachse der Schiene verschiebbar ist, wobei das Ausgleichselement derart mit der Schiene verbunden ist, dass das Ausgleichelement gegenüber der Schiene zwischen einer ersten Endstellung und einer zweiten Endstellung um eine senkrecht zu der Längsachse der Schiene ausgerichtete Schwenkachse verschwenkbar ist, wobei das Ausgleichselement in der ersten Endstellung mit einer Stirnseite derart ausgerichtet ist, dass eine auf der Stirnseite stehende Orthogonale parallel zu der Längsachse der Schiene liegt, wobei das Ausgleichelement in der zweiten Endstellung mit seiner Stirnseite derart ausgerichtet ist, dass die auf der Stirnseite stehende Orthogonale in einem Winkel α größer 10° zu der Längsachse der Schiene steht, wobei der Winkel α in einer Ebene gemessen wird und wobei diese Ebene parallel zu der Längsachse der Schiene steht und von der Schwenkachse orthogonal geschnitten wird. Durch einen derartigen Adapter lässt sich durch einfaches Aufschieben des Adapters auf einen herkömmlichen Gerüstboden ein Ausgleichsgerüstboden herstellen, welcher geeignet ist, zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichtete Gerüstrahmen zu verbinden und hierbei entsprechend dem Gerüstsystem, für welches der Adapter ausgebildet ist, mit dem Gerüstrahmen verbunden zu werden. Kern der Erfindung ist somit die Erweiterung der durch einen Gerüstboden zur Verfügung gestellten Befestigungsmöglichkeiten durch die Verwendung eines auf den Gerüstboden aufschiebbaren Adapters. Der Adapter ermöglicht es, Gerüstböden eines Gerüstsystems in Ausgleichsfeldern zu verbauen, obwohl der einzelne Gerüstboden an sich nicht geeignet ist, eine das Ausgleichsfeld erfordernde Lücke in der Einrüstung bzw. im Gerüst zu schließen.

[0006] Um möglichst viele Sondersituationen des Gerüstbaus mit dem erfindungsgemäßen Adapter lösen zu können, ist es vorgesehen, dass das Ausgleichselement des Adapters in Draufsicht auf die Schiene aus der ersten Stellung nach rechts schwenkbar ist und mit der Schiene einen Rechtsadapter bildet oder nach links schwenkbar ist und mit der Schiene einen Linksadapter bildet oder nach rechts oder nach links schwenkbar ist und mit der Schiene einen Doppeladapter bildet. Mit derartigen Adaptern lassen sich Ausgleichsfelder erstellen, wie diese bei in Ansicht von oben konvex oder konkav oder S-förmig verlaufenden Einrüstungen erforderlich sein können.

[0007] Ein guter Zusammenhalt zwischen dem Adapter und dem Gerüstboden ergibt sich, wenn der Gerüstboden von der Schiene umgriffen wird. Der Zusammenhalt und die erzielte Biegesteifigkeit ist insbesondere dann besonders gut, wenn eine Trittfläche des Gerüstbodens von einer Trittfläche der Schiene überdeckbar ist, so dass im verbauten Zustand großflächige Anlageflächen zwischen beiden Bauteilen gegeben sind.

[0008] Weiterhin ist es vorgesehen, den Adapter so zu gestalten, dass eine Trittfläche des Ausgleichselements in der ersten Stellung des Ausgleichselements durch eine Trittfläche der Schiene überdeckt ist und dass die Trittfläche des Ausgleichselements in der zweiten Stellung und/oder der dritten Stellung des Ausgleichselements in der Draufsicht eine kreissektorförmige Form ausweist. Hierdurch ist der Adapter in der ersten Stellung beim Transport als quaderförmiges Bauteil raumsparend verstaubar und weist in seiner zu der Trittfläche der Schiene ausgerichteten Oberseite wenige Kanten auf, welche eine Handhabung beim Verladen behindern.

[0009] Durch eine Anordnung des wenigstens einen Verbindungsmittel des Adapter an der Stirnseite des Adapters ist es möglich, die Stirnseite großflächig und damit stabil auszubilden.

[0010] Weiterhin ist es vorgesehen, zwischen der Schiene und dem Ausgleichselement ein Wegbegrenzungsmittel anzuordnen. Hierdurch wird vermieden, dass die Schiene ungewünschte und für das Verbauen ungeeignete Stellungen einnimmt, so dass ein fehlerfreies Verbauen des Adapters bzw. des Ausgleichsgerüstbodens gewährleistet ist.

[0011] Es ist vorgesehen, das Wegbegrenzungsmittel durch eine kreisbogenförmig verlaufende Nut und einen in die Nut greifenden Stift auszubilden, wobei die Nut insbesondere in der Trittfläche des Ausgleichselements angeordnet ist und wobei der Stift insbesondere an einer Unterseite der Trittfläche der Schiene angeordnet ist. Ein derartiges Wegbegrenzungsmittel erfordert einen minimalen Materialaufwand und erhöht das Gewicht das Adapters allenfalls minimal, da durch die Nut auch eine Gewichtsminderung erfolgt, welche unter Umständen das durch den Stift eingebrachte Zusatzgewicht kompensiert.

[0012] Weiterhin ist es vorgesehen, den Adapter in Bezug auf den Gerüstboden derart zu bemessen, dass dessen Schiene in Richtung ihrer Längsachse gemessen eine Länge aufweist, welche wenigsten ein Drittel einer Länge des Gerüstbodens beträgt, auf welchen die Schiene aufschiebbar ist. Hierdurch ist eine zuverlässige Kraftübertragung zwischen Adapter und Gerüstboden sicherstellbar, wenn diese als Ausgleichsgerüstboden auf Biegung belastet werden.

[0013] Eine herstellungstechnisch besonders einfache und mechanisch hoch belastbare Ausführung der Scheine des Adapters erfolgt dadurch, dass die Schiene eine Trittfläche und zwei an Längsseiten der Trittfläche angeordnete C-förmige Profile umfasst, wobei die Trittfläche und die beiden C-förmigen Profile insbesondere einteilig und insbesondere als Blechbauteile ausgebildet sind.

[0014] Zur Begrenzung der Aufschiebbarkeit der Schiene auf den Gerüstboden ist es vorgesehen, die Schiene mit wenigstes einem Anschlag auszustatten, welcher derart angeordnet ist, dass das Aufschieben der Schiene auf den Gerüstboden derart begrenzt ist, dass das Ausgleichselement immer ungehindert zwischen seinen Endstellungen verschwenkbar ist.

[0015] Weiterhin ist es vorgesehen, die Schwenkachse für das Ausgleichselement seitlich neben der Trittfläche der Schiene anzuordnen. Hierdurch lässt sich das verwendete Gelenk einfach auf Beschädigungen prüfen und warten.

[0016] Es ist auch vorgesehen, die Schwenkachse für das Ausgleichselement im Bereich der Trittfläche der Schiene anzuordnen. Hierdurch werden überstehende Bauteile vermieden.

[0017] Zur Erhöhung der Flexibilität eines den Adapter verwendenden Ausgleichsgerüstbodens ist es vorgesehen, dass der Adapter wenigstens in eine erste Aufschiebestellung und eine zweite Aufschiebstellung auf den Gerüstboden aufschiebbar ist, wobei der Adapter zwischen der ersten Stellung und der zweiten Stellung insbesondere stufenlos in weitere Aufschiebestellungen verschiebbar ist oder insbesondere in vordefinierten Stufen in weitere Aufschiebestellungen verschiebbar ist.

[0018] Bei dem Adaptersystem sind zur Verwendung des Adapters insbesondere Varianten vorgesehen, bei welchen mit ein oder zwei Gerüstböden ein oder zwei oder vier Adapter Verwendung finden, wobei das Adaptersystem entweder einen Rechtsadapter nach Anspruch 2 oder einen Linksadapter nach Anspruch 3 oder einen Doppeladapter nach Anspruch 4 oder in gleicher Zahl Rechtsadapter und Linksadapter nach Anspruch 2 und 3 oder nur Rechtsadapter nach Anspruch 2 oder nur Linksadapter nach Anspruch 3 oder nur Doppeladapter nach Anspruch 4 umfasst. Durch die Verwendung von Rechtsadaptern und Linksadaptern oder die ausschließliche Verwendung von Doppeladaptern lassen sich bei Verwendung von Gerüstböden mit geeigneter Länge die im Gerüstbau benötigten Ausgleichfelder erstellen.

[0019] Der erfindungsgemäße Ausgleichsgerüstboden zur Verbindung von zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen sieht einen Ausgleichsgerüstboden vor, welcher einen Gerüstboden und ein oder zwei Adapter des Adaptersystems nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12 umfasst, wobei der Gerüstboden und der bzw. die Adapter derart aufeinander abgestimmt sind, dass der bzw. die Adapter nach dem Aufschieben mit dem Gerüstboden ein auf Biegung belastbares Gerüstbauteil bilden. Derartige Ausgleichsgerüstböden weisen entsprechend ihrer Ausführung die zu den Ansprüchen 1 bis 12 angeführten Vorteile auf.

[0020] Das erfindungsgemäße Ausgleichsgerüstbodensystem zur Verbindung von zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen sieht wenigstens zwei Ausgleichsgerüstböden vor, welche durch wenigstens zwei Gerüstböden und eine der einfachen oder der doppelten Zahl der Gerüstböden entsprechende Anzahl von Adaptern des Adaptersystems nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12 gebildet sind, wobei die Gerüstböden und die Adapter derart aufeinander abgestimmt sind, dass die Adapter nach dem Aufschieben mit den Gerüstböden ausreichend tragfähige Gerüstbauteile bilden, welche durch unterschiedlich tiefes Aufschieben der Adapter in unterschiedliche Aufschiebestellungen in ihren Gesamtlängen derart unterschiedlich eingestellt sind, dass diese parallel nebeneinander zwischen die beiden Gerüstrahmen einsetzbar sind. Hierdurch lassen sich aus mehreren Ausgleichsgerüstböden breite Übergangsflächen bilden.

[0021] Im Sinne der Erfindung wird unter einem Gerüstrahmen auch eine Anordnung zur Abstützung eines Gerüstbodens verstanden, welche Vertikalstiele und einen die Vertikalstiele verbindenden Träger umfasst.

[0022] Im Sinne der Erfindung wird unter einem Verbindungsmittel des Adapters oder des Gerüstbodens ein Verbindungsmittel verstanden, welches geeignet ist den Adapter bzw. den Gerüstboden mit einem Gerüstrahmen zu verbinden, wobei das Verbindungsmittel hierzu insbesondere als Haken oder als Kralle oder als Stift oder als Öse oder als Bohrung ausgebildet ist und wobei unter einem Gerüstrahmen, wie oben definiert, auch mit einem Träger verbundene Vertikalstiele verstanden werden, welche Rosetten umfassen.

[0023] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschreiben.

[0024] Hierbei zeigt:
Figur 1:
eine perspektivische Darstellung eines zweiten Abschnitts eines dem Stand der Technik entsprechenden Gerüsts, wobei hier ein Ausgleichsfeld gezeigt ist, welches durch überlappende Beläge ausgedeckt ist;
Figur 2:
eine perspektivische Darstellung eines ersten Abschnitts des in der Figur 1 gezeigten Gerüsts, wobei hier ein kurzer Ausgleichbereich erkennbar ist, welcher mittels einem kreissegmentartigem Überwurfbelag ausgedeckt ist;
Figur 3:
eine Draufsicht auf eine Teilansicht eines erfindungsgemäßen Adapters in einer ersten Stellung seines Ausgleichselements;
Figur 4:
eine Draufsicht auf eine Teilansicht eines erfindungsgemäßen Adapters in einer zweiten Stellung seines Ausgleichselements;
Figur 5 - 8:
Seitenansichten und Draufsichten eines Ausgleichsgerüstbodens in einer ersten Aufschiebestellung und einer zweiten Aufschiebestellung, wobei der in den Figuren 3 und 4 gezeigte Adapter ein Linksadapter ist;
Figur 9 und 10:
vergrößerte Detailansichten zu den Figuren 7 und 8;
Figur 11:
eine Ansicht des in der Figur 10 gezeigten Ausgleichsgerüstbodens in Pfeilrichtung XI;
Figur 12
und 13: eine perspektivische Unteransicht eines Details des in den Figuren 5 und 6 gezeigten Ausgleichsgerüstbodens in der zweiten Stellung des Ausgleichselements und in der ersten Stellung des Ausgleichselements;
Figur 14:
eine perspektivische Ansicht auf das in den Figuren 3 und 4 gezeigte Ausgleichselement des linken Adapters;
Figur 15
und 16: eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf die Schiene des in den Figuren 5 bis 9 gezeigten Rechtsadapters;
Figur 17:
eine Frontansicht der in der Figur 16 gezeigten Schiene entsprechend einer Pfeilrichtung XVII;
Figur 18:
eine perspektivische Ansicht eines in einem Rundgerüst verbauten Ausgleichsgerüstbodens und
Figur 19:
eine Detailansicht der Figur 18.


[0025] In der Figur 2 ist in perspektivischer Ansicht ein erster Abschnitt A201 einer Einrüstung bzw. eines Gerüsts 201 dargestellt, welches aus dem Stand der Technik bekannt ist und einen mit einer Oberkante angedeuteten zylinderförmigen Baukörper 202 umgibt. Entsprechend dem Stand der Technik werden hier in einem linken Gerüstfeld 203 zwei Gerüstböden 204, 205 auf einen in der Darstellung linken Gerüstrahmen 206 und in einem rechten Gerüstfeld 207 zwei weitere Gerüstböden 208, 209 auf einen in der Darstellung rechten Gerüstrahmen 210 gesetzt. Zwischen Trittflächen 204a, 205a, 208a und 209a der Gerüstböden 204, 205 und 208, 209 bzw. zwischen den Gerüstrahmen 206 und 201 der beiden Gerüstfelder 203, 207 verbleibt ein Spalt 211. Dieser Spalt 211 wird durch einen Eckbelag 212 verdeckt, welcher mit dem rechten Gerüstfeld 207 verbunden ist.

[0026] Die Figur 1 ist ein anderer Abschnitt B201 des in der Figur 2 dargestellten, aus dem Stand der Technik bekannten Gerüsts 201 gezeigt, in welchem das Gerüst 201 um den oben erwähnten Baukörper geschlossen wird. Bedingt durch die geometrischen Verhältnisse bzw. durch nur in bestimmten Längen im Gerüstsystem verfügbare Gerüstböden ist hier kein weiterer Aufbau eines Gerüstfelds möglich, auch lässt sich eine größere Lücke nicht, wie in Figur 2 dargestellt, mit einem Eckbelag schließen. Somit wird eine Verbindung von sich unter Ausbildung eine Lücke 213 gegenüberstehenden Gerüstfelder 214 und 215 durch zwei systemunabhängigen Böden 216 und 217 erreicht, welche auf Gerüstböden 218, 219 und 220, 221 der beiden Gerüstfelder 214, 215 aufgelegt werden. Am Übergang von Trittflächen 218a, 219a der Gerüstböden 218, 219 auf Trittflächen 216a, 217a der Böden 216, 217 und am Übergang von Trittflächen 220a, 221a der Gerüstböden 220, 221 auf die Trittflächen 216a, 217a der Böden 216, 217 kommt es zur Ausbildung der in der Beschreibungseinleitung erwähnten Stolperkanten 222, 223. Weiterhin ist es schwierig die Beläge gegen Verschieben zu sichern,

[0027] In der Figur 3 ist nun ein Adapter 1 eines Adaptersystems 2 ausschnittsweise in Draufsicht dargestellt, wobei das Adaptersystem zur Anordnung wenigstens eines Gerüstbodens 101, 102 zwischen zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen 103 und 104 eines Gerüsts 105 vorgesehen ist (siehe auch Figur 18). Die beiden Gerüstrahmen 103, 104 stehen hier in der Verlängerung ihrer oberen Riegel 103a und 104a betrachtet zueinander in einem Winkel β, welcher kleiner 180° ist. Diese Ausrichtung ist dadurch bedingt, dass das Gerüst 105 dafür vorgesehen ist ein mit einer Oberkante angedeutetes zylinderförmiges Bauwerk 106 ringförmig geschlossen zu umgeben. Der in der Figur 3 gezeigte Adapter 1 ist in der Figur 18 rechts vorne angeordnet. Ein baugleicher Adapter 1' ist in der Figur 18 rechts hinten angeordnet.

[0028] Der in der Figur 3 gezeigte Adapter 1 umfasst eine Schiene 3, ein Ausgleichselement 4 und zwei Verbindungsmittel 5, 6. Das Ausgleichselement 4 ist gegenüber der Schiene 3 zusammen mit den Verbindungsmitteln 5, 6 um eine senkrecht in die Zeichnungsebene hinein verlaufende Schwenkachse 7 verschwenkbar. Hierzu umfasst die Schiene 3 Gelenkhülsen 8, welche zusammen mit einer an dem Ausgleichselement 4 angeordneten, nicht sichtbaren Gelenkhülse durch einen Bolzen 9 verbunden werden und zusammen ein Gelenk 10 bilden. In der Darstellung der Figur 3 steht das Ausgleichselement 4 in einer ersten Endstellung A4. In dieser Endstellung A4 ist das Ausgleichselement 4 so weit wie möglich in einen durch die Schiene 3 gebildeten Schieneninnenraum 11 eingeschwenkt. Die Schiene 3 weist eine parallel zu ihren eine Trittfläche 3a der Schiene 3 begrenzenden Seitenkanten 12, 13 verlaufende Längsachse L3 auf. In der ersten Endstellung A4 ist eine Stirnseite 14 des Ausgleichselements 4 derart auf die Schiene 3 ausgerichtet, dass eine auf der Stirnseite 14 senkrecht stehende Orthogonalen 15 parallel zu der Längsachse L3 der Schiene 3 ausgerichtet ist.

[0029] In der Figur 4 ist nun in vergleichbarer Ansicht zur Figur 3 das Ausgleichselement 4 in einer zweiten Endstellung B4 gezeigt, wobei das Ausgleichselement 4 in der dargestellten Draufsicht aus der in der Figur 3 gezeigten ersten Endstellung A4 um die Schwenkachse 7 nach links in die in der Figur 4 gezeigte zweiten Endstellung B4 bewegt ist. Entsprechend wird der Adapter 1 auch als Linksadapter LA bezeichnet. Der in der Figur 18 gezeigte, baugleiche Adapter 1' ist somit auch ein Linksadapter LA. In der zweiten Endstellung B4 ist das Ausgleichselement 4 mit seiner Orthogonalen 15 in einem Winkel α von etwa 25° zu der Längsachse L3 der Schiene 3 verschwenkt. Der Winkel α wird hierbei in einer Ebene E gemessen, welche in der Zeichnungsebene liegt bzw. welche parallel zu der Längsachse L3 der Schiene 3 liegt und von der Schwenkachse 7 senkrecht geschnitten wird. Die beiden Endstellungen A4 und B4 werden durch ein Wegbegrenzungsmittel 16 vorgegeben. Das Wegbegrenzungsmittel 16 umfasst eine Nut 17 und einen Stift 18. Hierbei ist die Nut 17 in einer Trittfläche 4a des Ausgleichselements 4 angeordnet und hierbei ist der Stift 18 an einer Unterseite 3b einer Trittfläche 3a der Schiene 4 befestigt (siehe auch Figur 12). Die Nut 17 verläuft auf einem Kreisbogen 19 um die Schwenkachse 7.

[0030] In der Figur 5 ist nun in durchscheinender, schematischer Seitenansicht ein Ausgleichgerüstboden 151 dargestellt, welcher auch in der Figur 18 als vorderer Ausgleichgerüstboden 151 in perspektivischer Ansicht gezeigt ist. Der Ausgleichgerüstboden 151 umfasst den aus den Figuren 3 und 4 bekannten Adapter 1, den aus der Figur 18 bekannten Gerüstboden 101 und einen weiteren Adapter 20. Hierbei ist der weitere Adapter 20 als Rechtsadapter RA ausgebildet, da ein Ausgleichselement 21 des Adapters 20 um eine Schwenkachse 22 aus einer in den Figuren 5 und 6 gezeigten ersten Endstellung A21 nach rechts in eine zweite, nicht dargestellte Endstellung schwenkbar ist. Die Figur 6 zeigt eine Draufsicht auf die Darstellung der Figur 5. In den durchscheinenden Darstellungen ist erkennbar, dass es sich bei dem Gerüstboden 101 um einen herkömmlichen Gerüstboden handelt, welcher an sich parallel gegenüberliegenden Querseiten 107 und 108 Verbindungsmittel 109, 110, 111 und 112 in Form von Krallen 113, 114, 115 und 116 umfasst. Auf diesen sind die beiden Adapter 1 und 20 in Pfeilrichtungen x' bzw. x derart aufgeschoben, dass diese den Gerüstboden 101 umklammern und gegenüber diesem nur in die Pfeilrichtungen verfahrbar sind. Hierbei liegen die Pfeilrichtungen x bzw. x' parallel zu der Längsachse L3 der Schiene 3 des Adapters 1, parallel zu einer Längsachse L23 einer Schiene 23 des Adapter 23 und parallel zu einer Längsachse L101 des Gerüstbodens 101. Die Figuren 5 und 6 zeigen den Gerüstboden 101 bei in einer ersten Aufschiebestellung A1 bzw. A20 stehenden, nämlich maximal aufgeschobenen Adaptern 1, 20.

[0031] In den Figuren 7 und 8 ist der aus den Figuren 5 und 6 bekannte Ausgleichgerüstboden 151 nochmals in vergleichbaren Ansichten dargestellt, wobei die beiden Adapter 1 und 20 nunmehr jeweils in einer zweiten Aufschiebstellung B1 und B20 stehen. Sofern die beiden Adapter 1 und 20 jeweils in ihre zweiten Aufschiebestellung B1 bzw. B20 stehen ist der Gerüstboden 101 durch die beiden Adapter 1 und 20 maximal verlängert. Ein weiteres Abziehen der Adapter 1 und 20 ist nur zur Demontage der Adapter vorgesehen. Bei in der zweiten Aufschiebstellung B1 und B20 stehenden Adaptern 1, 20 weist der Ausgleichsgerüstboden 151 aber noch eine den Anforderungen hinreichende Stabilität auf. Die Schienen 3 bzw. 23 der Adapter 1 bzw. 20 weisen Längen S3 bzw. S23 auf, welche größer sind als ein Drittel einer Länge S101 des Gerüstbodens 101. Hierbei ist es wie in den Figuren 5 bis 8 gezeigt insbesondere vorgesehen, dass die Längen S3 bzw. S23 der Schienen 3 bzw. 23 länger sind als eine Hälfte der Länge S101 des Gerüstbodens 101. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Schienen 3 bzw. 23 eine Trittfläche 117 des Gerüstbodens 101 zu über 90% und vorzugsweise zu 100% überdecken können und die Ausgleichselemente 4 bzw. 21 trotzdem ungestört von den Verbindungsmitteln 109 bis 112 des Gerüstbodens 101 in ihre ersten Endstellungen A4 bzw. A21 einschwenkbar sind.

[0032] In den Figuren 9 und 10 ist die rechte Hälfte der Figuren 7 und 8 nochmals vergrößert gezeigt, in dieser Darstellung ist besser erkennbar wie der Gerüstboden 101 in dem Schieneninnenraum 11 der Schiene 3 des Adapters 1 aufgenommen ist.

[0033] In der Figur 11 ist der Ausgleichgerüstboden 151 in einer in der Figur 10 mit dem Pfeil XI angegebenen Blickrichtung dargestellt.

[0034] In den Figuren 12 und 13 ist eine perspektivische Unteransicht eines Details des in den Figuren 5 und 6 gezeigten Ausgleichsgerüstbodens 151 in der zweiten Stellung B4 des Ausgleichselements 4 und in der ersten Stellung A4 des Ausgleichselements 4 gezeigt. In dem Innenraum 11 ist jeweils der Gerüstboden 101 erkennbar, auf welchem der Adapter 1 mit seiner Schiene 3 verschiebbar ist.

[0035] In der Figur 14 ist eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 3 und 4 gezeigten Ausgleichselements 4 des Linksadapters LA gezeigt. In der Perspektive ist die Nut 17 gut erkennbar, welche die Trittfläche 4a des Ausgleichselements 4 durchdringt. Weiterhin umfasst das Ausgleichselement 4 eine Gelenkhülse 24, welche im montierten Zustand zwischen den in den Figuren 3 und 4 gezeigten Gelenkhülsen 8 der Schiene 3 zu liegen kommt und im montierten Zustand dann von dem Bolzen 9 durchlaufen wird (siehe auch Figur 3 und 4).

[0036] In den Figuren 15 und 16 ist in Seitenansicht und Draufsicht die Schiene 3 des in den Figuren 5 bis 9 gezeigten Rechtsadapters RA dargestellt. Die Schiene 3 umfasst ein verdeckt dargestelltes Führungsmittel 25, welches einen Führungsspalt 26 bildet, wobei das Ausgleichselement 4 (siehe Figur 12) mit einer bogenförmig um die Schwenkachse 7 verlaufenden Seitenwandung 27 in dem Führungsspalt 26 geführt ist. Hierbei umfasst die Schiene 3 zwei seitlich ihrer Trittfläche 3a ausgebildete C-förmige Profile 28, 29, wobei das Führungsmittel 26 mit dem C-förmigen Profil 28 verbunden ist. Hierbei ist das Ausgleichselement 4 derart in dem Führungsmittel 26 geführt, dass Torsionskräfte und Biegekräfte von dem Ausgleichselement 4 auf das C-Förmige Profil 28 und damit auf die Schiene 3 übertragbar sind.

[0037] In der Darstellung der Figur 17, welche eine Frontansicht der in der Figur 16 gezeigten Schiene entsprechend einer Pfeilrichtung XVII zeigt, ist das Führungsmittel 26 unverdeckt erkennbar. Zwischen dem Führungsmittel 26 und der Trittfläche 3a der Schiene 3 ergibt sich ein Fortsetzungsspalt 30, wobei das Ausgleichselement 4 in einer durch den Führungsspalt 26 und den Fortsetzungsspalt 30 gebildeten, im Querschnitt L-förmigen Führung 31 geführt ist. Hierbei übernimmt der Fortsetzungsspalt 30 die Führung der Trittfläche 4a des Ausgleichselements (siehe auch Figur 12). Die Verbindung zwischen der Schiene 3 und dem Ausgleichselement 4 ist somit dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement 4 und die Schiene 3 im Bereich des C-förmigen Profils 29 durch das Gelenk 10 verbunden sind und diese im Bereich des C-förmigen Profils 28 durch das Führungsmittel 26 verbunden sind. Hierdurch ist trotz einer Verschwenkbarkeit des Ausgleichselements 4 gegenüber der Schiene 3 eine optimale Kraftübertragung zwischen diesen beiden Bauteilen erreicht.

[0038] In der oben bereits erwähnten Figur 18 ist erkennbar, dass hier der Ausgleichsgerüstboden 151 im Vergleich zur Darstellung der Figuren 5 und 6 mit leicht ausgezogenen Adaptern 1 und 20 verbaut ist. Näher zu dem Bauwerk 106 hin ist ein zweiter Ausgleichsgerüstboden 152 verbaut, welcher neben dem Gerüstboden 102 und dem Adapter 3 einen weiteren Adapter 32 umfasst. Der Adapter 32 ist mit dem Adapter 20 baugleich und genauso wie dieser als Rechtsadapter RA ausgeführt. Das der zweite Ausgleichsgerüstboden 152 auf im Vergleich mit dem Ausgleichsgerüstboden 151 auf einer Innenbahn liegt, sind bei diesem die Adapter 3 und 32 weiter auf den Gerüstboden aufgeschoben, so dass dessen Gesamtlänge kürzer ist als eine Gesamtlänge des auf der Außenbahn liegenden Ausgleichsgerüstboden 151.

[0039] Die beiden Ausgleichsgerüstboden 151 und 152 bilden ein Ausgleichsgerüstbodensystem 301. Mit diesem Ausgleichsgerüstbodensystem 301 können die beiden Gerüstrahmen 103 und 104 innerhalb der maximal möglichen Verstellbarkeit des Ausgleichsgerüstbodensystems 301 die beiden Gerüstrahmen 103 und 104 unabhängig von der Größe des Winkels β und unabhängig von einem Abstand, welchen die Gerüstrahmen 103 und 104 zueinander aufweisen, verbinden.

[0040] In der in der Figur 19 gezeigten Detailvergrößerung aus der Figur 18 ist erkennbar wie die beiden Ausgleichsgerüstböden 151 und 152 mit ihren Verbindungsmitteln den oberen Riegel 104a des Gerüstrahmens 104 übergreifen und hierzu mit ihren Ausgleichselementen 4 ausgeschwenkt sind, so das die beiden Gerüstrahmen 103 und 104 (siehe auch Figur 18) durch das teleskopierbare Ausgleichsgerüstbodensystem 301 spannungsfrei verbunden sind.

[0041] Durch die Bestückung eines Gerüstbodens mit ausschließlich Linksadaptern oder ausschließlich Rechtsadaptern lässt sich ein Gerüst auch an einen in Draufsicht S-förmigen Verlauf eines Bauwerks anpassen.

[0042] Insbesondere ist auch die Verwendung von Doppeladaptern vorgesehen. Hierdurch ist bei geänderten Anforderungen kein Umbau eines Ausgleichsgerüstbodens erforderlich.

[0043] Weiterhin ist es vorgesehen, die Adapter je nach Anforderung mit unterschiedlich langen Gerüstböden zu kombinieren.

[0044] Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.

Bezugszeichenliste:



[0045] 
1
Adapter
1'
weitere Adapter
2
Adaptersystem
3
Schiene
3a
Trittfläche von 3
3b
Unterseite von 3
4
Ausgleichselement
4a
Trittfläche von 4
5, 6
Verbindungsmittel
7
Schwenkachse
8
Gelenkhülse
9
Bolzen
10
Gelenk
11
Schieneninnenraum
12, 13
Seitenkante
14
Stirnseite
15
Orthogonale
16
Wegbegrenzungsmittel
17
Nut
18
Stift
19
Kreisbogen um 7
20
weiterer Adapter
21
Ausgleichselement
22
Schwenkachse
23
Schiene
24
Gelenkhülse
25
Führungsmittel
26
Führungsspalt
27
Seitenwandung
28, 29
C-förmiges Profil
30
Fortsetzungsspalt
31
im Querschnitt L-förmige Führung
32
weiterer Adapter
α
Winkel
β
Winkel zwischen 103 und 104
A1, A20
erste Aufschiebestellung
A4, A21
erste Endstellung
B1, B20
zweite Aufschiebstellung
B4
zweite Endstellung
E
Ebene
LA
Linksadapter
L3, L23
Längsachse
RA
Rechtsadapter
S3, S23
Länge von bzw. 23
x, x'
Pfeilrichtung
101, 102
Gerüstboden
103, 104
Gerüstrahmen
103a, 104a
oberen Riegel von 103 bzw. 104
105
Gerüst
106
zylinderförmiges Bauwerk
107, 108
parallel gegenüberliegende Querseiten
109 - 112
Verbindungsmittel
113 - 116
Kralle
117
Trittfläche von 101
L101
Längsachse von 101
S101
Länge von 101
151
erster Ausgleichgerüstboden
152
zweiter Ausgleichgerüstboden
201
Gerüst
202
zylinderförmiger Baukörper
203
linkes Gerüstfeld
204, 205
Gerüstboden
204a, 205a
Trittfläche
206
linker Gerüstrahmen
207
rechtes Gerüstfeld
208, 209
weitere Gerüstböden
208a, 209a
Trittfläche
210
rechter Gerüstrahmen
211
Spalt
212
Eckbelag
213
Lücke
214, 215
Gerüstfelder
216, 217
systemfremder Boden
216a, 217a
Trittfläche von 216 bzw. 217
218 - 221
Gerüstboden
218a, 219a
Trittfläche von 218 bzw. 219
220a, 221a
Trittflächen von 220 bzw. 221
222, 223
Stolperkante
A201
erster Abschnitt
B201
Abschnitt
301
Ausgleichsgerüstbodensystem



Ansprüche

1. Adaptersystem (2) zur Anordnung wenigstens eines Gerüstbodens (101, 102) zwischen zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen(103, 104), dadurch gekennzeichnet,

- dass das Adaptersystem (2) wenigstens einen Adapter (1, 1', 20, 32) umfasst, welcher an einem der genannten Gerüstböden (101, 102) befestigbar ist,

- wobei der Adapter (1, 1', 20, 32) eine Schiene (3, 23), ein Ausgleichselement (4, 21) und wenigstens ein Verbindungsmittel (5, 6) umfasst,

- wobei das Ausgleichselement(4, 21) mit der Schiene (3, 23) verbunden ist,

- wobei das Verbindungsmittel (5, 6) an dem Ausgleichselement (4, 21) angeordnet ist,

- wobei das Ausgleichelement (4, 21) mit dem Verbindungsmittel (5, 6) an einem der Gerüstrahmen (103, 104) befestigbar ist,

- wobei der Gerüstboden (101, 102) mit der Schiene (3, 23) derart verbindbar ist, dass die Schiene (3, 23) gegenüber dem Gerüstboden (101, 102) nur in Richtung einer Längsachse (L3, L23) der Schiene (3, 23) verschiebbar ist,

- wobei das Ausgleichselement (4, 21) derart mit der Schiene (3, 23) verbunden ist, dass das Ausgleichelement (4, 21) gegenüber der Schiene (3, 23) zwischen einer ersten Endstellung (A4, A21) und einer zweiten Endstellung (B4) um eine senkrecht zu der Längsachse der Schiene ausgerichtete Schwenkachse (7, 22) verschwenkbar ist,

- wobei das Ausgleichselement (4, 21) in der ersten Endstellung (A4, A21) mit einer Stirnseite (14) derart ausgerichtet ist, dass eine auf der Stirnseite (14) stehende Orthogonale (15) parallel zu der Längsachse (L3, L23) der Schiene (3, 23) liegt,

- wobei das Ausgleichelement (4, 21) in der zweiten Endstellung (B4) mit seiner Stirnseite (14) derart ausgerichtet ist, dass die auf der Stirnseite (14) stehende Orthogonale (15) in einem Winkel (α) größer 10° zu der Längsachse (L3, L23) der Schiene (3, 23) steht, wobei der Winkel (α) in einer Ebene (E) gemessen wird,

- wobei diese Ebene (E) parallel zu der Längsachse (L3, L23) der Schiene (3, 23) steht und von der Schwenkachse orthogonal (7, 22) geschnitten wird.


 
2. Adaptersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (4, 21) in Draufsicht auf die Schiene (3, 23) aus der ersten Stellung (A4, A21) nach rechts schwenkbar ist und mit der Schiene (3, 23) einen Rechtsadapter (RA) bildet.
 
3. Adaptersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (4, 21) in Draufsicht auf die Schiene (3, 23) aus der ersten Stellung (A4, A21) nach links schwenkbar ist und mit der Schiene (3, 23) einen Linksadapter (LA) bildet.
 
4. Adaptersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (4, 21) aus der ersten Stellung (A4, A21) in die zweite Stellung (B4) und aus der ersten Stellung (A4, A20) in eine dritte Stellung schwenkbar ist, wobei das Ausgleichselement (4, 21) aus der ersten Stellung (A4, A21) in Draufsicht auf die Schiene (3, 23) nach rechts oder nach links schwenkbar ist und mit der Schiene (3, 23) einen Doppeladapter bildet.
 
5. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gerüstboden (101, 102) von der Schiene (3, 23) umgreifbar ist und dass eine Trittfläche (117) des Gerüstbodens (101, 102) insbesondere von einer Trittfläche (3a) der Schiene (3) überdeckbar ist.
 
6. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trittfläche (4a) des Ausgleichselement (4) in der ersten Stellung des Ausgleichselements (A4, A21) durch eine Trittfläche (3a) der Schiene (3, 23) überdeckt ist und dass die Trittfläche (4a) des Ausgleichselements (4, 21) in der zweiten Stellung (B4) und/oder der dritten Stellung des Ausgleichselements (4, 21) in der Draufsicht eine kreissektorförmige Form ausweist.
 
7. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Verbindungsmittel (5, 6) des Adapters (1, 1', 20, 32) an der Stirnseite (14) des Adapters (1, 1', 20, 32) angeordnet ist.
 
8. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schiene (3, 23) und dem Ausgleichselement (4, 21) ein Wegbegrenzungsmittel (16) angeordnet ist, wobei das Wegbegrenzungsmittel (16) insbesondere eine kreisbogenförmig verlaufende Nut (17) und einen in die Nut (17) greifenden Stift (18) aufweist, wobei die Nut (17) insbesondere in der Trittfläche (4a) des Ausgleichselements (4, 21) angeordnet ist und wobei der Stift (18) insbesondere an einer Unterseite (3b) der Trittfläche (3a) der Schiene (3, 23) angeordnet ist.
 
9. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (3, 23) in Richtung ihrer Längsachse (L3, L23) gemessen eine Länge (S3, S23) aufweist, welche wenigsten ein Drittel einer Länge (S101) des Gerüstbodens (101) beträgt, auf welchen die Schiene (3, 23) aufschiebbar ist.
 
10. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (3, 23) eine Trittfläche (3a) und zwei an Längsseiten der Trittfläche (3a) angeordnete C-förmige Profile (28, 29) umfasst, wobei die Trittfläche (3a) und die beiden C-förmigen Profile (28, 29) insbesondere einteilig und insbesondere als Blechbauteile ausgebildet sind und wobei die Schiene (3, 23) insbesondere wenigstes einen Anschlag umfasst, wobei der Anschlag derart angeordnet ist, dass das Aufschieben der Schiene (3, 23) auf den Gerüstboden (101, 102) derart begrenzt ist, dass das Ausgleichselement (4, 21) immer ungehindert zwischen seinen Endstellungen verschwenkbar ist.
 
11. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (7, 22) seitlich neben der Trittfläche (3a) der Schiene (3, 23) angeordnet ist.
 
12. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (1, 1', 20, 32) wenigstens in eine erste Aufschiebestellung (A1) und eine zweite Aufschiebstellung (A20) auf den Gerüstboden (101, 102) aufschiebbar ist, wobei der Adapter (1, 1', 20, 32) zwischen der ersten Aufschiebestellung (A1) und der zweiten Aufschiebestellung (A20) insbesondere stufenlos in weitere Aufschiebestellungen verschiebbar ist oder insbesondere in vordefinierten Stufen in weitere Aufschiebestellungen verschiebbar ist.
 
13. Adaptersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Adaptersystem (2), um für einen oder zwei Gerüstböden (101, 102) verwendbar zu sein, ein oder zwei oder vier Adapter (1, 1', 20, 32) umfasst, wobei das Adaptersystem (2)

- entweder einen Rechtsadapter (RA) oder einen Linksadapter (LA) oder einen Doppeladapter nach Anspruch 2 oder 3 oder 4,

- oder in gleicher Zahl Rechtsadapter (RA) und Linksadapter (LA) nach Anspruch 2 und 3

- oder nur Rechtsadapter (RA) nach Anspruch 2

- oder nur Linksadapter (LA) nach Anspruch 3

- oder nur Doppeladapter nach Anspruch 4 umfasst.


 
14. Ausgleichsgerüstboden (151, 152) zur Verbindung von zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen (103, 104), dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgleichsgerüstboden (151, 152) einen Gerüstboden (101, 102) und ein oder zwei Adapter (1, 1', 20, 32) des Adaptersystems (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12 umfasst, wobei der Gerüstboden (101, 102) und der bzw. die Adapter (1, 1', 20, 32) derart aufeinander abgestimmt sind, dass der bzw. die Adapter (1, 1', 20, 32) nach dem Aufschieben mit dem Gerüstboden (101, 102) ein ausreichend belastbares Gerüstbauteil bilden.
 
15. Ausgleichsgerüstbodensystem (301) zur Verbindung von zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen (103, 104), dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsgerüstbodensystem (301) wenigstens zwei Ausgleichsgerüstböden (151, 152) umfasst, wobei die Ausgleichsgerüstböden (151, 152) durch wenigstens zwei Gerüstböden (101, 102) und eine der einfachen oder der doppelten Zahl der Gerüstböden (101, 102) entsprechende Anzahl von Adaptern (1, 1', 20, 32) des Adaptersystems (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12 gebildet sind, wobei die Gerüstböden (101, 102) und die Adapter (1, 1', 20, 32) derart aufeinander abgestimmt sind, dass die Adapter (1, 1', 20, 32) nach dem Aufschieben mit den Gerüstboden (101, 102) ausreichend belastbare Gerüstbauteile bilden, welche durch unterschiedlich tiefes Aufschieben der Adapter (1, 1', 20, 32) in ihren Gesamtlängen derart unterschiedlich eingestellt sind, dass diese parallel nebeneinander zwischen die beiden Gerüstrahmen (103, 104) einsetzbar sind.
 




Zeichnung











































Recherchenbericht









Recherchenbericht