[0001] Die Erfindung betrifft ein Adaptersystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, einen
Ausgleichsgerüstboden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 14 sowie ein Ausgleichsgerüstbodensystem
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
[0002] Bei der Erstellung von Einrüstungen für runde Baukörper wie zum Beispiel Tanks oder
Einrüstungen von Baukörpern mit einer geschwungenen Fassade wird wie in der Figur
2 gezeigt mit herkömmlichen geraden Gerüstböden gearbeitet, wobei die zwischen den
Gerüstböden entstehenden Spalte durch Eckbeläge abgedeckt werden, so dass ein Übergang
zwischen den Trittflächen der benachbarten Gerüstböden entsteht. Insbesondere an Abschnitten,
an welchen die Einrüstung um den Baukörper geschlossen wird, treten Situationen auf,
in welchen sich die Gerüstebene mit den herkömmlichen Gerüstböden und den Eckbelägen
nicht schließen lässt. In diesen Fällen bzw. zur Bildung eines Ausgleichsfelds kommen
in der Regel systemfreie Stahlböden oder Holzböden zum Einsatz, mit welchen eine bestehende
Lücke überbrückt wird. Eine derartige Überbrückung ist in der Figur 1 gezeigt. Die
Verwendung von zwei systemfreien Böden führt jedoch in den Übergangsbereichen auf
die herkömmlichen Gerüstböden zur Ausbildung von Stolperkanten, welche eine erhebliche
Umfallgefahr darstellen.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Adaptersystem bzw. einen Ausgleichsgerüstboden
bzw. ein Ausgleichsgerüstbodensystem vorzuschlagen, durch welches bzw. durch welchen
ein gefahrenfrei begehbares Gerüst auch im Bereich von Ausgleichsfeldern erstellbar
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bzw.
14 bzw. 15 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 14 bzw. 15 gelöst.
In den Unteransprüchen zum Anspruch 1 sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen
angegeben.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Adaptersystem zur Anordnung wenigstens eines Gerüstbodens
zwischen zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen
umfasst das Adaptersystem wenigstens einen Adapter, welcher an einem der genannten
Gerüstböden befestigbar ist, wobei der Adapter eine Schiene, ein Ausgleichselement
und wenigstens ein Verbindungsmittel umfasst, wobei das Ausgleichselement mit der
Schiene verbunden ist, wobei das Verbindungsmittel an dem Ausgleichselement angeordnet
ist, wobei das Ausgleichselement mit dem Verbindungsmittel an einem der Gerüstrahmen
befestigbar ist, wobei der Gerüstboden mit der Schiene derart verbindbar ist, dass
die Schiene gegenüber dem Gerüstboden nur in Richtung einer Längsachse der Schiene
verschiebbar ist, wobei das Ausgleichselement derart mit der Schiene verbunden ist,
dass das Ausgleichelement gegenüber der Schiene zwischen einer ersten Endstellung
und einer zweiten Endstellung um eine senkrecht zu der Längsachse der Schiene ausgerichtete
Schwenkachse verschwenkbar ist, wobei das Ausgleichselement in der ersten Endstellung
mit einer Stirnseite derart ausgerichtet ist, dass eine auf der Stirnseite stehende
Orthogonale parallel zu der Längsachse der Schiene liegt, wobei das Ausgleichelement
in der zweiten Endstellung mit seiner Stirnseite derart ausgerichtet ist, dass die
auf der Stirnseite stehende Orthogonale in einem Winkel α größer 10° zu der Längsachse
der Schiene steht, wobei der Winkel α in einer Ebene gemessen wird und wobei diese
Ebene parallel zu der Längsachse der Schiene steht und von der Schwenkachse orthogonal
geschnitten wird. Durch einen derartigen Adapter lässt sich durch einfaches Aufschieben
des Adapters auf einen herkömmlichen Gerüstboden ein Ausgleichsgerüstboden herstellen,
welcher geeignet ist, zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichtete
Gerüstrahmen zu verbinden und hierbei entsprechend dem Gerüstsystem, für welches der
Adapter ausgebildet ist, mit dem Gerüstrahmen verbunden zu werden. Kern der Erfindung
ist somit die Erweiterung der durch einen Gerüstboden zur Verfügung gestellten Befestigungsmöglichkeiten
durch die Verwendung eines auf den Gerüstboden aufschiebbaren Adapters. Der Adapter
ermöglicht es, Gerüstböden eines Gerüstsystems in Ausgleichsfeldern zu verbauen, obwohl
der einzelne Gerüstboden an sich nicht geeignet ist, eine das Ausgleichsfeld erfordernde
Lücke in der Einrüstung bzw. im Gerüst zu schließen.
[0006] Um möglichst viele Sondersituationen des Gerüstbaus mit dem erfindungsgemäßen Adapter
lösen zu können, ist es vorgesehen, dass das Ausgleichselement des Adapters in Draufsicht
auf die Schiene aus der ersten Stellung nach rechts schwenkbar ist und mit der Schiene
einen Rechtsadapter bildet oder nach links schwenkbar ist und mit der Schiene einen
Linksadapter bildet oder nach rechts oder nach links schwenkbar ist und mit der Schiene
einen Doppeladapter bildet. Mit derartigen Adaptern lassen sich Ausgleichsfelder erstellen,
wie diese bei in Ansicht von oben konvex oder konkav oder S-förmig verlaufenden Einrüstungen
erforderlich sein können.
[0007] Ein guter Zusammenhalt zwischen dem Adapter und dem Gerüstboden ergibt sich, wenn
der Gerüstboden von der Schiene umgriffen wird. Der Zusammenhalt und die erzielte
Biegesteifigkeit ist insbesondere dann besonders gut, wenn eine Trittfläche des Gerüstbodens
von einer Trittfläche der Schiene überdeckbar ist, so dass im verbauten Zustand großflächige
Anlageflächen zwischen beiden Bauteilen gegeben sind.
[0008] Weiterhin ist es vorgesehen, den Adapter so zu gestalten, dass eine Trittfläche des
Ausgleichselements in der ersten Stellung des Ausgleichselements durch eine Trittfläche
der Schiene überdeckt ist und dass die Trittfläche des Ausgleichselements in der zweiten
Stellung und/oder der dritten Stellung des Ausgleichselements in der Draufsicht eine
kreissektorförmige Form ausweist. Hierdurch ist der Adapter in der ersten Stellung
beim Transport als quaderförmiges Bauteil raumsparend verstaubar und weist in seiner
zu der Trittfläche der Schiene ausgerichteten Oberseite wenige Kanten auf, welche
eine Handhabung beim Verladen behindern.
[0009] Durch eine Anordnung des wenigstens einen Verbindungsmittel des Adapter an der Stirnseite
des Adapters ist es möglich, die Stirnseite großflächig und damit stabil auszubilden.
[0010] Weiterhin ist es vorgesehen, zwischen der Schiene und dem Ausgleichselement ein Wegbegrenzungsmittel
anzuordnen. Hierdurch wird vermieden, dass die Schiene ungewünschte und für das Verbauen
ungeeignete Stellungen einnimmt, so dass ein fehlerfreies Verbauen des Adapters bzw.
des Ausgleichsgerüstbodens gewährleistet ist.
[0011] Es ist vorgesehen, das Wegbegrenzungsmittel durch eine kreisbogenförmig verlaufende
Nut und einen in die Nut greifenden Stift auszubilden, wobei die Nut insbesondere
in der Trittfläche des Ausgleichselements angeordnet ist und wobei der Stift insbesondere
an einer Unterseite der Trittfläche der Schiene angeordnet ist. Ein derartiges Wegbegrenzungsmittel
erfordert einen minimalen Materialaufwand und erhöht das Gewicht das Adapters allenfalls
minimal, da durch die Nut auch eine Gewichtsminderung erfolgt, welche unter Umständen
das durch den Stift eingebrachte Zusatzgewicht kompensiert.
[0012] Weiterhin ist es vorgesehen, den Adapter in Bezug auf den Gerüstboden derart zu bemessen,
dass dessen Schiene in Richtung ihrer Längsachse gemessen eine Länge aufweist, welche
wenigsten ein Drittel einer Länge des Gerüstbodens beträgt, auf welchen die Schiene
aufschiebbar ist. Hierdurch ist eine zuverlässige Kraftübertragung zwischen Adapter
und Gerüstboden sicherstellbar, wenn diese als Ausgleichsgerüstboden auf Biegung belastet
werden.
[0013] Eine herstellungstechnisch besonders einfache und mechanisch hoch belastbare Ausführung
der Scheine des Adapters erfolgt dadurch, dass die Schiene eine Trittfläche und zwei
an Längsseiten der Trittfläche angeordnete C-förmige Profile umfasst, wobei die Trittfläche
und die beiden C-förmigen Profile insbesondere einteilig und insbesondere als Blechbauteile
ausgebildet sind.
[0014] Zur Begrenzung der Aufschiebbarkeit der Schiene auf den Gerüstboden ist es vorgesehen,
die Schiene mit wenigstes einem Anschlag auszustatten, welcher derart angeordnet ist,
dass das Aufschieben der Schiene auf den Gerüstboden derart begrenzt ist, dass das
Ausgleichselement immer ungehindert zwischen seinen Endstellungen verschwenkbar ist.
[0015] Weiterhin ist es vorgesehen, die Schwenkachse für das Ausgleichselement seitlich
neben der Trittfläche der Schiene anzuordnen. Hierdurch lässt sich das verwendete
Gelenk einfach auf Beschädigungen prüfen und warten.
[0016] Es ist auch vorgesehen, die Schwenkachse für das Ausgleichselement im Bereich der
Trittfläche der Schiene anzuordnen. Hierdurch werden überstehende Bauteile vermieden.
[0017] Zur Erhöhung der Flexibilität eines den Adapter verwendenden Ausgleichsgerüstbodens
ist es vorgesehen, dass der Adapter wenigstens in eine erste Aufschiebestellung und
eine zweite Aufschiebstellung auf den Gerüstboden aufschiebbar ist, wobei der Adapter
zwischen der ersten Stellung und der zweiten Stellung insbesondere stufenlos in weitere
Aufschiebestellungen verschiebbar ist oder insbesondere in vordefinierten Stufen in
weitere Aufschiebestellungen verschiebbar ist.
[0018] Bei dem Adaptersystem sind zur Verwendung des Adapters insbesondere Varianten vorgesehen,
bei welchen mit ein oder zwei Gerüstböden ein oder zwei oder vier Adapter Verwendung
finden, wobei das Adaptersystem entweder einen Rechtsadapter nach Anspruch 2 oder
einen Linksadapter nach Anspruch 3 oder einen Doppeladapter nach Anspruch 4 oder in
gleicher Zahl Rechtsadapter und Linksadapter nach Anspruch 2 und 3 oder nur Rechtsadapter
nach Anspruch 2 oder nur Linksadapter nach Anspruch 3 oder nur Doppeladapter nach
Anspruch 4 umfasst. Durch die Verwendung von Rechtsadaptern und Linksadaptern oder
die ausschließliche Verwendung von Doppeladaptern lassen sich bei Verwendung von Gerüstböden
mit geeigneter Länge die im Gerüstbau benötigten Ausgleichfelder erstellen.
[0019] Der erfindungsgemäße Ausgleichsgerüstboden zur Verbindung von zwei abweichend von
einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen sieht einen Ausgleichsgerüstboden
vor, welcher einen Gerüstboden und ein oder zwei Adapter des Adaptersystems nach wenigstens
einem der Ansprüche 1 bis 12 umfasst, wobei der Gerüstboden und der bzw. die Adapter
derart aufeinander abgestimmt sind, dass der bzw. die Adapter nach dem Aufschieben
mit dem Gerüstboden ein auf Biegung belastbares Gerüstbauteil bilden. Derartige Ausgleichsgerüstböden
weisen entsprechend ihrer Ausführung die zu den Ansprüchen 1 bis 12 angeführten Vorteile
auf.
[0020] Das erfindungsgemäße Ausgleichsgerüstbodensystem zur Verbindung von zwei abweichend
von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen sieht wenigstens zwei Ausgleichsgerüstböden
vor, welche durch wenigstens zwei Gerüstböden und eine der einfachen oder der doppelten
Zahl der Gerüstböden entsprechende Anzahl von Adaptern des Adaptersystems nach wenigstens
einem der Ansprüche 1 bis 12 gebildet sind, wobei die Gerüstböden und die Adapter
derart aufeinander abgestimmt sind, dass die Adapter nach dem Aufschieben mit den
Gerüstböden ausreichend tragfähige Gerüstbauteile bilden, welche durch unterschiedlich
tiefes Aufschieben der Adapter in unterschiedliche Aufschiebestellungen in ihren Gesamtlängen
derart unterschiedlich eingestellt sind, dass diese parallel nebeneinander zwischen
die beiden Gerüstrahmen einsetzbar sind. Hierdurch lassen sich aus mehreren Ausgleichsgerüstböden
breite Übergangsflächen bilden.
[0021] Im Sinne der Erfindung wird unter einem Gerüstrahmen auch eine Anordnung zur Abstützung
eines Gerüstbodens verstanden, welche Vertikalstiele und einen die Vertikalstiele
verbindenden Träger umfasst.
[0022] Im Sinne der Erfindung wird unter einem Verbindungsmittel des Adapters oder des Gerüstbodens
ein Verbindungsmittel verstanden, welches geeignet ist den Adapter bzw. den Gerüstboden
mit einem Gerüstrahmen zu verbinden, wobei das Verbindungsmittel hierzu insbesondere
als Haken oder als Kralle oder als Stift oder als Öse oder als Bohrung ausgebildet
ist und wobei unter einem Gerüstrahmen, wie oben definiert, auch mit einem Träger
verbundene Vertikalstiele verstanden werden, welche Rosetten umfassen.
[0023] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen beschreiben.
[0024] Hierbei zeigt:
- Figur 1:
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Abschnitts eines dem Stand der Technik
entsprechenden Gerüsts, wobei hier ein Ausgleichsfeld gezeigt ist, welches durch überlappende
Beläge ausgedeckt ist;
- Figur 2:
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Abschnitts des in der Figur 1 gezeigten
Gerüsts, wobei hier ein kurzer Ausgleichbereich erkennbar ist, welcher mittels einem
kreissegmentartigem Überwurfbelag ausgedeckt ist;
- Figur 3:
- eine Draufsicht auf eine Teilansicht eines erfindungsgemäßen Adapters in einer ersten
Stellung seines Ausgleichselements;
- Figur 4:
- eine Draufsicht auf eine Teilansicht eines erfindungsgemäßen Adapters in einer zweiten
Stellung seines Ausgleichselements;
- Figur 5 - 8:
- Seitenansichten und Draufsichten eines Ausgleichsgerüstbodens in einer ersten Aufschiebestellung
und einer zweiten Aufschiebestellung, wobei der in den Figuren 3 und 4 gezeigte Adapter
ein Linksadapter ist;
- Figur 9 und 10:
- vergrößerte Detailansichten zu den Figuren 7 und 8;
- Figur 11:
- eine Ansicht des in der Figur 10 gezeigten Ausgleichsgerüstbodens in Pfeilrichtung
XI;
- Figur 12
- und 13: eine perspektivische Unteransicht eines Details des in den Figuren 5 und 6
gezeigten Ausgleichsgerüstbodens in der zweiten Stellung des Ausgleichselements und
in der ersten Stellung des Ausgleichselements;
- Figur 14:
- eine perspektivische Ansicht auf das in den Figuren 3 und 4 gezeigte Ausgleichselement
des linken Adapters;
- Figur 15
- und 16: eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf die Schiene des in den Figuren
5 bis 9 gezeigten Rechtsadapters;
- Figur 17:
- eine Frontansicht der in der Figur 16 gezeigten Schiene entsprechend einer Pfeilrichtung
XVII;
- Figur 18:
- eine perspektivische Ansicht eines in einem Rundgerüst verbauten Ausgleichsgerüstbodens
und
- Figur 19:
- eine Detailansicht der Figur 18.
[0025] In der Figur 2 ist in perspektivischer Ansicht ein erster Abschnitt A201 einer Einrüstung
bzw. eines Gerüsts 201 dargestellt, welches aus dem Stand der Technik bekannt ist
und einen mit einer Oberkante angedeuteten zylinderförmigen Baukörper 202 umgibt.
Entsprechend dem Stand der Technik werden hier in einem linken Gerüstfeld 203 zwei
Gerüstböden 204, 205 auf einen in der Darstellung linken Gerüstrahmen 206 und in einem
rechten Gerüstfeld 207 zwei weitere Gerüstböden 208, 209 auf einen in der Darstellung
rechten Gerüstrahmen 210 gesetzt. Zwischen Trittflächen 204a, 205a, 208a und 209a
der Gerüstböden 204, 205 und 208, 209 bzw. zwischen den Gerüstrahmen 206 und 201 der
beiden Gerüstfelder 203, 207 verbleibt ein Spalt 211. Dieser Spalt 211 wird durch
einen Eckbelag 212 verdeckt, welcher mit dem rechten Gerüstfeld 207 verbunden ist.
[0026] Die Figur 1 ist ein anderer Abschnitt B201 des in der Figur 2 dargestellten, aus
dem Stand der Technik bekannten Gerüsts 201 gezeigt, in welchem das Gerüst 201 um
den oben erwähnten Baukörper geschlossen wird. Bedingt durch die geometrischen Verhältnisse
bzw. durch nur in bestimmten Längen im Gerüstsystem verfügbare Gerüstböden ist hier
kein weiterer Aufbau eines Gerüstfelds möglich, auch lässt sich eine größere Lücke
nicht, wie in Figur 2 dargestellt, mit einem Eckbelag schließen. Somit wird eine Verbindung
von sich unter Ausbildung eine Lücke 213 gegenüberstehenden Gerüstfelder 214 und 215
durch zwei systemunabhängigen Böden 216 und 217 erreicht, welche auf Gerüstböden 218,
219 und 220, 221 der beiden Gerüstfelder 214, 215 aufgelegt werden. Am Übergang von
Trittflächen 218a, 219a der Gerüstböden 218, 219 auf Trittflächen 216a, 217a der Böden
216, 217 und am Übergang von Trittflächen 220a, 221a der Gerüstböden 220, 221 auf
die Trittflächen 216a, 217a der Böden 216, 217 kommt es zur Ausbildung der in der
Beschreibungseinleitung erwähnten Stolperkanten 222, 223. Weiterhin ist es schwierig
die Beläge gegen Verschieben zu sichern,
[0027] In der Figur 3 ist nun ein Adapter 1 eines Adaptersystems 2 ausschnittsweise in Draufsicht
dargestellt, wobei das Adaptersystem zur Anordnung wenigstens eines Gerüstbodens 101,
102 zwischen zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen
103 und 104 eines Gerüsts 105 vorgesehen ist (siehe auch Figur 18). Die beiden Gerüstrahmen
103, 104 stehen hier in der Verlängerung ihrer oberen Riegel 103a und 104a betrachtet
zueinander in einem Winkel β, welcher kleiner 180° ist. Diese Ausrichtung ist dadurch
bedingt, dass das Gerüst 105 dafür vorgesehen ist ein mit einer Oberkante angedeutetes
zylinderförmiges Bauwerk 106 ringförmig geschlossen zu umgeben. Der in der Figur 3
gezeigte Adapter 1 ist in der Figur 18 rechts vorne angeordnet. Ein baugleicher Adapter
1' ist in der Figur 18 rechts hinten angeordnet.
[0028] Der in der Figur 3 gezeigte Adapter 1 umfasst eine Schiene 3, ein Ausgleichselement
4 und zwei Verbindungsmittel 5, 6. Das Ausgleichselement 4 ist gegenüber der Schiene
3 zusammen mit den Verbindungsmitteln 5, 6 um eine senkrecht in die Zeichnungsebene
hinein verlaufende Schwenkachse 7 verschwenkbar. Hierzu umfasst die Schiene 3 Gelenkhülsen
8, welche zusammen mit einer an dem Ausgleichselement 4 angeordneten, nicht sichtbaren
Gelenkhülse durch einen Bolzen 9 verbunden werden und zusammen ein Gelenk 10 bilden.
In der Darstellung der Figur 3 steht das Ausgleichselement 4 in einer ersten Endstellung
A4. In dieser Endstellung A4 ist das Ausgleichselement 4 so weit wie möglich in einen
durch die Schiene 3 gebildeten Schieneninnenraum 11 eingeschwenkt. Die Schiene 3 weist
eine parallel zu ihren eine Trittfläche 3a der Schiene 3 begrenzenden Seitenkanten
12, 13 verlaufende Längsachse L3 auf. In der ersten Endstellung A4 ist eine Stirnseite
14 des Ausgleichselements 4 derart auf die Schiene 3 ausgerichtet, dass eine auf der
Stirnseite 14 senkrecht stehende Orthogonalen 15 parallel zu der Längsachse L3 der
Schiene 3 ausgerichtet ist.
[0029] In der Figur 4 ist nun in vergleichbarer Ansicht zur Figur 3 das Ausgleichselement
4 in einer zweiten Endstellung B4 gezeigt, wobei das Ausgleichselement 4 in der dargestellten
Draufsicht aus der in der Figur 3 gezeigten ersten Endstellung A4 um die Schwenkachse
7 nach links in die in der Figur 4 gezeigte zweiten Endstellung B4 bewegt ist. Entsprechend
wird der Adapter 1 auch als Linksadapter LA bezeichnet. Der in der Figur 18 gezeigte,
baugleiche Adapter 1' ist somit auch ein Linksadapter LA. In der zweiten Endstellung
B4 ist das Ausgleichselement 4 mit seiner Orthogonalen 15 in einem Winkel α von etwa
25° zu der Längsachse L3 der Schiene 3 verschwenkt. Der Winkel α wird hierbei in einer
Ebene E gemessen, welche in der Zeichnungsebene liegt bzw. welche parallel zu der
Längsachse L3 der Schiene 3 liegt und von der Schwenkachse 7 senkrecht geschnitten
wird. Die beiden Endstellungen A4 und B4 werden durch ein Wegbegrenzungsmittel 16
vorgegeben. Das Wegbegrenzungsmittel 16 umfasst eine Nut 17 und einen Stift 18. Hierbei
ist die Nut 17 in einer Trittfläche 4a des Ausgleichselements 4 angeordnet und hierbei
ist der Stift 18 an einer Unterseite 3b einer Trittfläche 3a der Schiene 4 befestigt
(siehe auch Figur 12). Die Nut 17 verläuft auf einem Kreisbogen 19 um die Schwenkachse
7.
[0030] In der Figur 5 ist nun in durchscheinender, schematischer Seitenansicht ein Ausgleichgerüstboden
151 dargestellt, welcher auch in der Figur 18 als vorderer Ausgleichgerüstboden 151
in perspektivischer Ansicht gezeigt ist. Der Ausgleichgerüstboden 151 umfasst den
aus den Figuren 3 und 4 bekannten Adapter 1, den aus der Figur 18 bekannten Gerüstboden
101 und einen weiteren Adapter 20. Hierbei ist der weitere Adapter 20 als Rechtsadapter
RA ausgebildet, da ein Ausgleichselement 21 des Adapters 20 um eine Schwenkachse 22
aus einer in den Figuren 5 und 6 gezeigten ersten Endstellung A21 nach rechts in eine
zweite, nicht dargestellte Endstellung schwenkbar ist. Die Figur 6 zeigt eine Draufsicht
auf die Darstellung der Figur 5. In den durchscheinenden Darstellungen ist erkennbar,
dass es sich bei dem Gerüstboden 101 um einen herkömmlichen Gerüstboden handelt, welcher
an sich parallel gegenüberliegenden Querseiten 107 und 108 Verbindungsmittel 109,
110, 111 und 112 in Form von Krallen 113, 114, 115 und 116 umfasst. Auf diesen sind
die beiden Adapter 1 und 20 in Pfeilrichtungen x' bzw. x derart aufgeschoben, dass
diese den Gerüstboden 101 umklammern und gegenüber diesem nur in die Pfeilrichtungen
verfahrbar sind. Hierbei liegen die Pfeilrichtungen x bzw. x' parallel zu der Längsachse
L3 der Schiene 3 des Adapters 1, parallel zu einer Längsachse L23 einer Schiene 23
des Adapter 23 und parallel zu einer Längsachse L101 des Gerüstbodens 101. Die Figuren
5 und 6 zeigen den Gerüstboden 101 bei in einer ersten Aufschiebestellung A1 bzw.
A20 stehenden, nämlich maximal aufgeschobenen Adaptern 1, 20.
[0031] In den Figuren 7 und 8 ist der aus den Figuren 5 und 6 bekannte Ausgleichgerüstboden
151 nochmals in vergleichbaren Ansichten dargestellt, wobei die beiden Adapter 1 und
20 nunmehr jeweils in einer zweiten Aufschiebstellung B1 und B20 stehen. Sofern die
beiden Adapter 1 und 20 jeweils in ihre zweiten Aufschiebestellung B1 bzw. B20 stehen
ist der Gerüstboden 101 durch die beiden Adapter 1 und 20 maximal verlängert. Ein
weiteres Abziehen der Adapter 1 und 20 ist nur zur Demontage der Adapter vorgesehen.
Bei in der zweiten Aufschiebstellung B1 und B20 stehenden Adaptern 1, 20 weist der
Ausgleichsgerüstboden 151 aber noch eine den Anforderungen hinreichende Stabilität
auf. Die Schienen 3 bzw. 23 der Adapter 1 bzw. 20 weisen Längen S3 bzw. S23 auf, welche
größer sind als ein Drittel einer Länge S101 des Gerüstbodens 101. Hierbei ist es
wie in den Figuren 5 bis 8 gezeigt insbesondere vorgesehen, dass die Längen S3 bzw.
S23 der Schienen 3 bzw. 23 länger sind als eine Hälfte der Länge S101 des Gerüstbodens
101. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Schienen 3 bzw. 23 eine Trittfläche 117
des Gerüstbodens 101 zu über 90% und vorzugsweise zu 100% überdecken können und die
Ausgleichselemente 4 bzw. 21 trotzdem ungestört von den Verbindungsmitteln 109 bis
112 des Gerüstbodens 101 in ihre ersten Endstellungen A4 bzw. A21 einschwenkbar sind.
[0032] In den Figuren 9 und 10 ist die rechte Hälfte der Figuren 7 und 8 nochmals vergrößert
gezeigt, in dieser Darstellung ist besser erkennbar wie der Gerüstboden 101 in dem
Schieneninnenraum 11 der Schiene 3 des Adapters 1 aufgenommen ist.
[0033] In der Figur 11 ist der Ausgleichgerüstboden 151 in einer in der Figur 10 mit dem
Pfeil XI angegebenen Blickrichtung dargestellt.
[0034] In den Figuren 12 und 13 ist eine perspektivische Unteransicht eines Details des
in den Figuren 5 und 6 gezeigten Ausgleichsgerüstbodens 151 in der zweiten Stellung
B4 des Ausgleichselements 4 und in der ersten Stellung A4 des Ausgleichselements 4
gezeigt. In dem Innenraum 11 ist jeweils der Gerüstboden 101 erkennbar, auf welchem
der Adapter 1 mit seiner Schiene 3 verschiebbar ist.
[0035] In der Figur 14 ist eine perspektivische Ansicht des in den Figuren 3 und 4 gezeigten
Ausgleichselements 4 des Linksadapters LA gezeigt. In der Perspektive ist die Nut
17 gut erkennbar, welche die Trittfläche 4a des Ausgleichselements 4 durchdringt.
Weiterhin umfasst das Ausgleichselement 4 eine Gelenkhülse 24, welche im montierten
Zustand zwischen den in den Figuren 3 und 4 gezeigten Gelenkhülsen 8 der Schiene 3
zu liegen kommt und im montierten Zustand dann von dem Bolzen 9 durchlaufen wird (siehe
auch Figur 3 und 4).
[0036] In den Figuren 15 und 16 ist in Seitenansicht und Draufsicht die Schiene 3 des in
den Figuren 5 bis 9 gezeigten Rechtsadapters RA dargestellt. Die Schiene 3 umfasst
ein verdeckt dargestelltes Führungsmittel 25, welches einen Führungsspalt 26 bildet,
wobei das Ausgleichselement 4 (siehe Figur 12) mit einer bogenförmig um die Schwenkachse
7 verlaufenden Seitenwandung 27 in dem Führungsspalt 26 geführt ist. Hierbei umfasst
die Schiene 3 zwei seitlich ihrer Trittfläche 3a ausgebildete C-förmige Profile 28,
29, wobei das Führungsmittel 26 mit dem C-förmigen Profil 28 verbunden ist. Hierbei
ist das Ausgleichselement 4 derart in dem Führungsmittel 26 geführt, dass Torsionskräfte
und Biegekräfte von dem Ausgleichselement 4 auf das C-Förmige Profil 28 und damit
auf die Schiene 3 übertragbar sind.
[0037] In der Darstellung der Figur 17, welche eine Frontansicht der in der Figur 16 gezeigten
Schiene entsprechend einer Pfeilrichtung XVII zeigt, ist das Führungsmittel 26 unverdeckt
erkennbar. Zwischen dem Führungsmittel 26 und der Trittfläche 3a der Schiene 3 ergibt
sich ein Fortsetzungsspalt 30, wobei das Ausgleichselement 4 in einer durch den Führungsspalt
26 und den Fortsetzungsspalt 30 gebildeten, im Querschnitt L-förmigen Führung 31 geführt
ist. Hierbei übernimmt der Fortsetzungsspalt 30 die Führung der Trittfläche 4a des
Ausgleichselements (siehe auch Figur 12). Die Verbindung zwischen der Schiene 3 und
dem Ausgleichselement 4 ist somit dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement
4 und die Schiene 3 im Bereich des C-förmigen Profils 29 durch das Gelenk 10 verbunden
sind und diese im Bereich des C-förmigen Profils 28 durch das Führungsmittel 26 verbunden
sind. Hierdurch ist trotz einer Verschwenkbarkeit des Ausgleichselements 4 gegenüber
der Schiene 3 eine optimale Kraftübertragung zwischen diesen beiden Bauteilen erreicht.
[0038] In der oben bereits erwähnten Figur 18 ist erkennbar, dass hier der Ausgleichsgerüstboden
151 im Vergleich zur Darstellung der Figuren 5 und 6 mit leicht ausgezogenen Adaptern
1 und 20 verbaut ist. Näher zu dem Bauwerk 106 hin ist ein zweiter Ausgleichsgerüstboden
152 verbaut, welcher neben dem Gerüstboden 102 und dem Adapter 3 einen weiteren Adapter
32 umfasst. Der Adapter 32 ist mit dem Adapter 20 baugleich und genauso wie dieser
als Rechtsadapter RA ausgeführt. Das der zweite Ausgleichsgerüstboden 152 auf im Vergleich
mit dem Ausgleichsgerüstboden 151 auf einer Innenbahn liegt, sind bei diesem die Adapter
3 und 32 weiter auf den Gerüstboden aufgeschoben, so dass dessen Gesamtlänge kürzer
ist als eine Gesamtlänge des auf der Außenbahn liegenden Ausgleichsgerüstboden 151.
[0039] Die beiden Ausgleichsgerüstboden 151 und 152 bilden ein Ausgleichsgerüstbodensystem
301. Mit diesem Ausgleichsgerüstbodensystem 301 können die beiden Gerüstrahmen 103
und 104 innerhalb der maximal möglichen Verstellbarkeit des Ausgleichsgerüstbodensystems
301 die beiden Gerüstrahmen 103 und 104 unabhängig von der Größe des Winkels β und
unabhängig von einem Abstand, welchen die Gerüstrahmen 103 und 104 zueinander aufweisen,
verbinden.
[0040] In der in der Figur 19 gezeigten Detailvergrößerung aus der Figur 18 ist erkennbar
wie die beiden Ausgleichsgerüstböden 151 und 152 mit ihren Verbindungsmitteln den
oberen Riegel 104a des Gerüstrahmens 104 übergreifen und hierzu mit ihren Ausgleichselementen
4 ausgeschwenkt sind, so das die beiden Gerüstrahmen 103 und 104 (siehe auch Figur
18) durch das teleskopierbare Ausgleichsgerüstbodensystem 301 spannungsfrei verbunden
sind.
[0041] Durch die Bestückung eines Gerüstbodens mit ausschließlich Linksadaptern oder ausschließlich
Rechtsadaptern lässt sich ein Gerüst auch an einen in Draufsicht S-förmigen Verlauf
eines Bauwerks anpassen.
[0042] Insbesondere ist auch die Verwendung von Doppeladaptern vorgesehen. Hierdurch ist
bei geänderten Anforderungen kein Umbau eines Ausgleichsgerüstbodens erforderlich.
[0043] Weiterhin ist es vorgesehen, die Adapter je nach Anforderung mit unterschiedlich
langen Gerüstböden zu kombinieren.
[0044] Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt.
Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.
Bezugszeichenliste:
[0045]
- 1
- Adapter
- 1'
- weitere Adapter
- 2
- Adaptersystem
- 3
- Schiene
- 3a
- Trittfläche von 3
- 3b
- Unterseite von 3
- 4
- Ausgleichselement
- 4a
- Trittfläche von 4
- 5, 6
- Verbindungsmittel
- 7
- Schwenkachse
- 8
- Gelenkhülse
- 9
- Bolzen
- 10
- Gelenk
- 11
- Schieneninnenraum
- 12, 13
- Seitenkante
- 14
- Stirnseite
- 15
- Orthogonale
- 16
- Wegbegrenzungsmittel
- 17
- Nut
- 18
- Stift
- 19
- Kreisbogen um 7
- 20
- weiterer Adapter
- 21
- Ausgleichselement
- 22
- Schwenkachse
- 23
- Schiene
- 24
- Gelenkhülse
- 25
- Führungsmittel
- 26
- Führungsspalt
- 27
- Seitenwandung
- 28, 29
- C-förmiges Profil
- 30
- Fortsetzungsspalt
- 31
- im Querschnitt L-förmige Führung
- 32
- weiterer Adapter
- α
- Winkel
- β
- Winkel zwischen 103 und 104
- A1, A20
- erste Aufschiebestellung
- A4, A21
- erste Endstellung
- B1, B20
- zweite Aufschiebstellung
- B4
- zweite Endstellung
- E
- Ebene
- LA
- Linksadapter
- L3, L23
- Längsachse
- RA
- Rechtsadapter
- S3, S23
- Länge von bzw. 23
- x, x'
- Pfeilrichtung
- 101, 102
- Gerüstboden
- 103, 104
- Gerüstrahmen
- 103a, 104a
- oberen Riegel von 103 bzw. 104
- 105
- Gerüst
- 106
- zylinderförmiges Bauwerk
- 107, 108
- parallel gegenüberliegende Querseiten
- 109 - 112
- Verbindungsmittel
- 113 - 116
- Kralle
- 117
- Trittfläche von 101
- L101
- Längsachse von 101
- S101
- Länge von 101
- 151
- erster Ausgleichgerüstboden
- 152
- zweiter Ausgleichgerüstboden
- 201
- Gerüst
- 202
- zylinderförmiger Baukörper
- 203
- linkes Gerüstfeld
- 204, 205
- Gerüstboden
- 204a, 205a
- Trittfläche
- 206
- linker Gerüstrahmen
- 207
- rechtes Gerüstfeld
- 208, 209
- weitere Gerüstböden
- 208a, 209a
- Trittfläche
- 210
- rechter Gerüstrahmen
- 211
- Spalt
- 212
- Eckbelag
- 213
- Lücke
- 214, 215
- Gerüstfelder
- 216, 217
- systemfremder Boden
- 216a, 217a
- Trittfläche von 216 bzw. 217
- 218 - 221
- Gerüstboden
- 218a, 219a
- Trittfläche von 218 bzw. 219
- 220a, 221a
- Trittflächen von 220 bzw. 221
- 222, 223
- Stolperkante
- A201
- erster Abschnitt
- B201
- Abschnitt
- 301
- Ausgleichsgerüstbodensystem
1. Adaptersystem (2) zur Anordnung wenigstens eines Gerüstbodens (101, 102) zwischen
zwei abweichend von einer parallelen Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen(103, 104),
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Adaptersystem (2) wenigstens einen Adapter (1, 1', 20, 32) umfasst, welcher an
einem der genannten Gerüstböden (101, 102) befestigbar ist,
- wobei der Adapter (1, 1', 20, 32) eine Schiene (3, 23), ein Ausgleichselement (4,
21) und wenigstens ein Verbindungsmittel (5, 6) umfasst,
- wobei das Ausgleichselement(4, 21) mit der Schiene (3, 23) verbunden ist,
- wobei das Verbindungsmittel (5, 6) an dem Ausgleichselement (4, 21) angeordnet ist,
- wobei das Ausgleichelement (4, 21) mit dem Verbindungsmittel (5, 6) an einem der
Gerüstrahmen (103, 104) befestigbar ist,
- wobei der Gerüstboden (101, 102) mit der Schiene (3, 23) derart verbindbar ist,
dass die Schiene (3, 23) gegenüber dem Gerüstboden (101, 102) nur in Richtung einer
Längsachse (L3, L23) der Schiene (3, 23) verschiebbar ist,
- wobei das Ausgleichselement (4, 21) derart mit der Schiene (3, 23) verbunden ist,
dass das Ausgleichelement (4, 21) gegenüber der Schiene (3, 23) zwischen einer ersten
Endstellung (A4, A21) und einer zweiten Endstellung (B4) um eine senkrecht zu der
Längsachse der Schiene ausgerichtete Schwenkachse (7, 22) verschwenkbar ist,
- wobei das Ausgleichselement (4, 21) in der ersten Endstellung (A4, A21) mit einer
Stirnseite (14) derart ausgerichtet ist, dass eine auf der Stirnseite (14) stehende
Orthogonale (15) parallel zu der Längsachse (L3, L23) der Schiene (3, 23) liegt,
- wobei das Ausgleichelement (4, 21) in der zweiten Endstellung (B4) mit seiner Stirnseite
(14) derart ausgerichtet ist, dass die auf der Stirnseite (14) stehende Orthogonale
(15) in einem Winkel (α) größer 10° zu der Längsachse (L3, L23) der Schiene (3, 23)
steht, wobei der Winkel (α) in einer Ebene (E) gemessen wird,
- wobei diese Ebene (E) parallel zu der Längsachse (L3, L23) der Schiene (3, 23) steht
und von der Schwenkachse orthogonal (7, 22) geschnitten wird.
2. Adaptersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (4, 21) in Draufsicht auf die Schiene (3, 23) aus der ersten
Stellung (A4, A21) nach rechts schwenkbar ist und mit der Schiene (3, 23) einen Rechtsadapter
(RA) bildet.
3. Adaptersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (4, 21) in Draufsicht auf die Schiene (3, 23) aus der ersten
Stellung (A4, A21) nach links schwenkbar ist und mit der Schiene (3, 23) einen Linksadapter
(LA) bildet.
4. Adaptersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (4, 21) aus der ersten Stellung (A4, A21) in die zweite Stellung
(B4) und aus der ersten Stellung (A4, A20) in eine dritte Stellung schwenkbar ist,
wobei das Ausgleichselement (4, 21) aus der ersten Stellung (A4, A21) in Draufsicht
auf die Schiene (3, 23) nach rechts oder nach links schwenkbar ist und mit der Schiene
(3, 23) einen Doppeladapter bildet.
5. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gerüstboden (101, 102) von der Schiene (3, 23) umgreifbar ist und dass eine Trittfläche
(117) des Gerüstbodens (101, 102) insbesondere von einer Trittfläche (3a) der Schiene
(3) überdeckbar ist.
6. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trittfläche (4a) des Ausgleichselement (4) in der ersten Stellung des Ausgleichselements
(A4, A21) durch eine Trittfläche (3a) der Schiene (3, 23) überdeckt ist und dass die
Trittfläche (4a) des Ausgleichselements (4, 21) in der zweiten Stellung (B4) und/oder
der dritten Stellung des Ausgleichselements (4, 21) in der Draufsicht eine kreissektorförmige
Form ausweist.
7. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Verbindungsmittel (5, 6) des Adapters (1, 1', 20, 32) an der
Stirnseite (14) des Adapters (1, 1', 20, 32) angeordnet ist.
8. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schiene (3, 23) und dem Ausgleichselement (4, 21) ein Wegbegrenzungsmittel
(16) angeordnet ist, wobei das Wegbegrenzungsmittel (16) insbesondere eine kreisbogenförmig
verlaufende Nut (17) und einen in die Nut (17) greifenden Stift (18) aufweist, wobei
die Nut (17) insbesondere in der Trittfläche (4a) des Ausgleichselements (4, 21) angeordnet
ist und wobei der Stift (18) insbesondere an einer Unterseite (3b) der Trittfläche
(3a) der Schiene (3, 23) angeordnet ist.
9. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (3, 23) in Richtung ihrer Längsachse (L3, L23) gemessen eine Länge (S3,
S23) aufweist, welche wenigsten ein Drittel einer Länge (S101) des Gerüstbodens (101)
beträgt, auf welchen die Schiene (3, 23) aufschiebbar ist.
10. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (3, 23) eine Trittfläche (3a) und zwei an Längsseiten der Trittfläche
(3a) angeordnete C-förmige Profile (28, 29) umfasst, wobei die Trittfläche (3a) und
die beiden C-förmigen Profile (28, 29) insbesondere einteilig und insbesondere als
Blechbauteile ausgebildet sind und wobei die Schiene (3, 23) insbesondere wenigstes
einen Anschlag umfasst, wobei der Anschlag derart angeordnet ist, dass das Aufschieben
der Schiene (3, 23) auf den Gerüstboden (101, 102) derart begrenzt ist, dass das Ausgleichselement
(4, 21) immer ungehindert zwischen seinen Endstellungen verschwenkbar ist.
11. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (7, 22) seitlich neben der Trittfläche (3a) der Schiene (3, 23)
angeordnet ist.
12. Adaptersystem nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (1, 1', 20, 32) wenigstens in eine erste Aufschiebestellung (A1) und
eine zweite Aufschiebstellung (A20) auf den Gerüstboden (101, 102) aufschiebbar ist,
wobei der Adapter (1, 1', 20, 32) zwischen der ersten Aufschiebestellung (A1) und
der zweiten Aufschiebestellung (A20) insbesondere stufenlos in weitere Aufschiebestellungen
verschiebbar ist oder insbesondere in vordefinierten Stufen in weitere Aufschiebestellungen
verschiebbar ist.
13. Adaptersystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Adaptersystem (2), um für einen oder zwei Gerüstböden (101, 102) verwendbar zu
sein, ein oder zwei oder vier Adapter (1, 1', 20, 32) umfasst, wobei das Adaptersystem
(2)
- entweder einen Rechtsadapter (RA) oder einen Linksadapter (LA) oder einen Doppeladapter
nach Anspruch 2 oder 3 oder 4,
- oder in gleicher Zahl Rechtsadapter (RA) und Linksadapter (LA) nach Anspruch 2 und
3
- oder nur Rechtsadapter (RA) nach Anspruch 2
- oder nur Linksadapter (LA) nach Anspruch 3
- oder nur Doppeladapter nach Anspruch 4 umfasst.
14. Ausgleichsgerüstboden (151, 152) zur Verbindung von zwei abweichend von einer parallelen
Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen (103, 104), dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgleichsgerüstboden (151, 152) einen Gerüstboden (101, 102) und ein oder zwei
Adapter (1, 1', 20, 32) des Adaptersystems (2) nach wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 12 umfasst, wobei der Gerüstboden (101, 102) und der bzw. die Adapter (1, 1',
20, 32) derart aufeinander abgestimmt sind, dass der bzw. die Adapter (1, 1', 20,
32) nach dem Aufschieben mit dem Gerüstboden (101, 102) ein ausreichend belastbares
Gerüstbauteil bilden.
15. Ausgleichsgerüstbodensystem (301) zur Verbindung von zwei abweichend von einer parallelen
Anordnung ausgerichteten Gerüstrahmen (103, 104), dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsgerüstbodensystem (301) wenigstens zwei Ausgleichsgerüstböden (151,
152) umfasst, wobei die Ausgleichsgerüstböden (151, 152) durch wenigstens zwei Gerüstböden
(101, 102) und eine der einfachen oder der doppelten Zahl der Gerüstböden (101, 102)
entsprechende Anzahl von Adaptern (1, 1', 20, 32) des Adaptersystems (2) nach wenigstens
einem der Ansprüche 1 bis 12 gebildet sind, wobei die Gerüstböden (101, 102) und die
Adapter (1, 1', 20, 32) derart aufeinander abgestimmt sind, dass die Adapter (1, 1',
20, 32) nach dem Aufschieben mit den Gerüstboden (101, 102) ausreichend belastbare
Gerüstbauteile bilden, welche durch unterschiedlich tiefes Aufschieben der Adapter
(1, 1', 20, 32) in ihren Gesamtlängen derart unterschiedlich eingestellt sind, dass
diese parallel nebeneinander zwischen die beiden Gerüstrahmen (103, 104) einsetzbar
sind.