(19)
(11) EP 2 789 787 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.10.2016  Patentblatt  2016/42

(21) Anmeldenummer: 13163404.0

(22) Anmeldetag:  11.04.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06C 7/42(2006.01)
E06C 7/14(2006.01)
E06C 1/393(2006.01)

(54)

Leiter, insbesondere Stehleiter mit einem Einsinkschutz

Ladder, in particular a step ladder with prevention against sinking

Echelle, notamment escabeau doté d'une protection contre l'affaissement


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.10.2014  Patentblatt  2014/42

(60) Teilanmeldung:
16173724.2

(73) Patentinhaber: Hailo-Werk Rudolf Loh GmbH & Co. KG
35708 Haiger (DE)

(72) Erfinder:
  • Müller, Gerhard
    57299 Burbach (DE)
  • Pfeifer, Rudolf
    57555 Mudersbach (DE)
  • Weinhold, Gerd
    57319 Bad Berleburg (DE)
  • Schmidt, Charlos
    35708 Haiger (DE)

(74) Vertreter: Graefe, Jörg et al
Fritz Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Postfach 1580
59705 Arnsberg
59705 Arnsberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
FR-A1- 2 948 143
JP-A- H1 162 449
JP-A- 2007 191 978
GB-A- 2 435 489
JP-A- 2001 193 374
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leiter, insbesondere Stehleiter, mit einem Paar von Holmen,
    • wobei die Holme über Sprossen oder Stufen miteinander verbunde sind,
    • wobei an wenigstens einem ersten Ende jedes Holmes ein Leiterfuß angebracht ist,
    • wobei die Leiter so aufstellbar ist, dass sie mit einer Aufstandsfläche der Leiterfüße auf dem Boden ruht,
    • wobei die Leiter einen Einsinkschutz zum Verhindern eines Einsinkens der Leiter aufweist, insbesondere in weichem Boden im Garten,
    • wobei die Leiter als Einsinkschutz eine Leiste (31) aufweist, die in einer möglichen ersten Montageposition die Aufstandsflächen der Leiterfüße (13) abdeckt und lösbar an den Holmen (11) befestigt ist,
    • wobei die Leiste (31) einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel aufweist und
    • wobei in dieser möglichen ersten Montageposition der erste Schenkel an den ersten Seiten der Holme (11) anliegt und der zweite Schenkel die Aufstandsflächen der Leiterfüße (13) abdeckt.


    [0002] Leitern, insbesondere Stufenstehleitern, sind aus dem Stand der Technik in vielfältigen Variationen bekannt.

    [0003] Stufenstehleitern werden häufig auch als Haushaltsleitern bezeichnet, woraus sich eine beachtliche Zahl der Personen ableiten lässt, die diese Leitern benutzen. Viele dieser Leitern werden in Haushalten benutzt, zum Beispiel zum Anbringen von Gegenständen an Decken oder Wänden, für Renovierungsarbeiten usw. Aber nicht nur im Innenbereich werden diese Leitern benutzt. Sie werden auch im Außenbereich, insbesondere im Garten verwendet, zum Beispiel beim Schneiden von Sträuchern, Bäumen oder Hecken oder für die Obsternte.

    [0004] Während im Innenbereich in der Regel immer eine geeignete Aufstellfläche vorhanden ist, auf welcher eine Leiter sicher aufgestellt werden kann, ist dies im Außenbereich nicht immer gegeben. Es besteht insbesondere bei bewachsenem, mehr noch aber bei unbewachsenem Gartenboden stets die Gefahr, dass die Leiterfüße wegen des auf ihnen lastenden Drucks bei der Benutzung der Leiter einsinken. Meistens sinken die Leiterfüße an den Enden der Holme nicht gleichzeitig und/oder nicht in gleichen Maßen in den Erdboden ein. Die Leiter kann dann schnell in Schräglage kommen. Letztlich besteht die Gefahr, dass der Benutzer von der Leiter fällt oder die Leiter mitsamt dem Benutzer umfällt. Verletzungen oder gar Schlimmeres können die Folge sein.

    [0005] Um solche Folgen zu Verhindern, werden von den Benutzern der Leitern häufig Bretter oder ähnliches unter die Leiterfüße gelegt, um ein Einsinken der Leiter zu Verhindern. Außerdem gibt es auch Leitern, die von den Herstellern mit einem Einsinkschutz zum Verhindern eines Einsinkens der Leiter, insbesondere in weichem Boden im Garten hergestellt und angeboten werden. Das Prinzip dieser Leitern ist es, durch eine Vergrößerung der Leiterfüße den Druck der Leiterfüße auf den Boden zu verringern und so ein Einsinken zu verhindern.

    [0006] Aus der DE 600 01 496 T2 ist eine solche Leiter mit eine Einsinkschutz bekannt. Diese Leiter und viele andere Leitern mit einem Einsinkschutz können im Innenbereich nur mit Einschränkungen benutzt werden. Aufgrund der großen Leiterfüße können insbesondere in Bereichen mit einer nur geringen freien Bodenfläche zum Aufstellen der Leitern hinderlich sein. Außerdem nehmen die Leitern aufgrund der großen Leiterfüße eine große Abstellfläche in Anspruch, die benötigt wird, wenn die Leiter nicht genutzt und abgestellt wird.

    [0007] Die in dem Dokument DE 600 01 496 T2 bekannte Leiter weist zwar einen durch Ausziehen vergrößerbaren Leiterfuß auf, der an den ersten Enden beider Holme befestigt ist. Aber selbst im eingeschobenen Zustand hat dieser Fuß einen im Vergleich zu einer herkömmlichen Stufenstehleiter für den Innenbereich erheblichen Flächenbedarf zum Aufstellen der Leiter.

    [0008] Vor dem Hintergrund der Nachteile des Standes der Technik, bestand schon in der Vergangenheit das Bedürfnis, eine Leiter vorzuschlagen, die sowohl für den Innenbereich als auch für den Außenbereich geeignet ist, einen geringen Platzbedarf aufweist und dennoch in der Lage ist, einem Benutzer einen sicheren Stand der Leiter zu bieten. Eine bekannte Leiter mit den eingangs genannten Merkmalen hat diesem Bedürfnis abgeholfen.

    [0009] Die Leiste ist in der ersten Montageposition zusätzlich zu den Füßen an den Holmen befestigt, um bei einer Verwendung im Außenbereich einen Einsinkschutz zu bieten. Soll dagegen die Leiter im Innenbereich genutzt werden oder abgestellt werden, ist es möglich, die Leiste abzunehmen und die Leiter ohne Leiste auf die Leiterfüße zu stellen.

    [0010] Die Leiste einer erfindungsgemäßen Leiter weist einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel auf. In der ersten Montageposition liegt der erste Schenkel an den ersten Seiten der Holme an. Der zweite Schenkel kann die Aufstandflächen der Leiterfüße abdecken.

    [0011] In den Dokumenten JP 2001/193374 A und JP 2007 191978 A sind Leitern mit den eingangs genannten Merkmalen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart. Aus dem Dokument FR 2 948 143 A1 ist eine ähnliche Leiter bekannt, die nicht alle eingangs genannten Merkmale aufweist.

    [0012] Bei der aus dem Dokument JP 2001/193374 A bekannten Leiter ist die Leiste über Bügel und Schrauben lösbar an den Holmen der Leiter befestigt. Wird die Leiter im Innenbereich genutzt, kann die Leiste abgenommen werden, dazu müssen die Schrauben gelösten werden. Im Außenbereich kann die Leiter mit der Leiste benutzt werden. Die Leiste kann nur in einer Position an der Leiter befestigt werden.

    [0013] Bei der aus dem Dokument JP 2007 191978 A bekannten Leiter ist die die Aufstandsfläche der Leiterfüße abdeckende Leiste schwenkbar an den Holmen befestigt und kann so geschwenkt werden, dass die Leiste die Leiterfüße abdeckt oder so geschwenkt werden, dass die Leiter mit der Aufstandsfläche der Leiterfüße unmittelbar auf dem Boden ruht. So kann die Leiter einerseits im Außenbereich und anderseits im Innenbereich genutzt werden, je nachdem ob die Leiste vor die Leiterfüße geschwenkt ist oder nicht. Die Leiste kann nur in einer Position befestigt werden.

    [0014] Bei der aus dem Dokument FR 2 948 143 A1 bekannten Leiter deckt die Leiste die Aufstandsflächen der Leiterfüße nicht ab. Die Leiste ist vielmehr oberhalb der Aufstandsflächen an den Holmen befestigt und die Leiterfüße überragen die Leiste oder ragen durch die Leiste hindurch. Durch die Anordnung wird ein Einsinken der Leiterfüße in einem weichen Untergrund nicht verhindert, sondern allenfalls nur begrenzt. Außerdem kann die Leiste nur in einer Position an der Leiter angebracht werden.

    [0015] Bei keiner der aus den Dokumenten JP 2001/193374 A, JP 2007 191978 A und FR 2 948 143 A1 bekannten Leitern kann die Leiste in verschiedenen Positionen lösbar an Holmen verschiebbar befestigt sein. Die Möglichkeit, die Leiste in verschiedenen Positionen an den Holmen zu befestigen, kann jedoch ein Vorteil sein, wenn die Leiter unmittelbar neben einem unverrückbaren Gegenstand, wie einer Mauer, auf einem weichen Untergrund aufgestellt werden soll. Es ist dann von Vorteil, wenn die Leiste so an den Holmen befestigt werden kann, dass ein Ende der Leiste nicht oder wenig seitlich über den Holm hinausragt.

    [0016] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Leiste zwei Schrauben mit jeweils einem Kopf aufweist und dass der erste Schenkel eine Nut aufweist, in welcher Köpfe von zwei Schrauben verschiebbar befestigt sind, mit denen die Leiste in der ersten Montageposition an den Holmen befestigt ist. Die Gewinde der Schrauben können im Wesentlichen senkrecht zu der Leiste stehen.

    [0017] Die Holme können im Bereich der ersten Enden Löcher aufweisen, durch welche in der ersten Montageposition der Leiste die Schrauben hindurchgeführt sind. In der ersten Montageposition der Leiste können auf aus den Löchern herausragenden Enden der Schrauben Muttern, insbesondere Flügelmutter oder Sternmuttern, aufgeschraubt sein. Die Leiste und die Holme können mittels der Schrauben und der Muttern lösbar miteinander verbunden sein.

    [0018] Die Leiste kann vorzugsweise nicht nur in der ersten Montageposition an der Leiter befestigt werden. Es ist vielmehr möglich, die Leiste auch in einer zweiten Montageposition an der Leiter zu befestigen. In dieser zweiten Montageposition kann die Leiste zum Beispiel untergebracht werden, wenn die Leiter abgestellt wird. Auch für den Transport der Leiter ist eine Unterbringung in der zweiten Montageposition möglich.

    [0019] Die Leiste kann in der zweiten Montageposition zwischen einem die zweiten Enden der Holme verbindenden Bügel oder einer die zweiten Enden der Holme verbindenden Ablageschale einerseits und einer obersten Sprosse oder Stufe oder einer Schwenkachse einer Plattform der Leiter oder einer Stützstrebe für die Plattform andererseits lösbar angeordnet sein.

    [0020] Die Leiste kann in der zweiten Montageposition formschlüssig befestigt sein. Die Leiste kann an einem ersten Ende und einem zweiten Ende Verbindungsstrukturen aufweisen, die für die formschlüssige Verbindung geeignet und eingerichtet sind.

    [0021] Die Leiste in der zweiten Montageposition kann ausschließlich oder zusätzlich zu einer anderen Befestigungsart kraftschlüssig befestigt sein. So kann die Leiste zum Beispiel zwischen dem die zweiten Enden der Holme verbindenden Bügel oder der die zweiten Enden der Holmen verbindenden Ablageschale einerseits und der obersten Sprosse oder Stufe oder einer Schwenkachse der Plattform der Leiter oder der Stützstrebe für die Plattform andererseits eingeklemmt sein.

    [0022] Die erfindungsgemäße Leiter kann eine Anlegeleiter oder eine Stehleiter, insbesondere eine Stufenstehleiter sein. Ist die Leiter eine Stehleiter oder eine Stufenstehleiter, kann sie ein Steigteil und ein Stützteil aufweisen, die gelenkig miteinander verbunden sind. Das Steigteil kann dabei die Holme mit den daran befestigten Sprossen oder Stufen aufweisen, an deren ersten Enden die Leiste in der ersten Montageposition befestigt ist. Daneben kann das Stützteil weitere Holme aufweisen, die über Querstreben miteinander verbunden sind und die erste Enden haben, an denen weitere Leiterfüße angebracht sind. An den weiteren Leiterfüßen kann eine weitere Leiste als Einsinkschutz in einer ersten Montageposition lösbar angebracht sein.

    [0023] Die weitere Leiste kann gleich der in der ersten Montageposition an dem Steigteil lösbar angebrachten Leiste sein. Die beiden Leisten können gegeneinander ausgetauscht werden. Die weitere Leiste kann genau so wie die in der ersten Montageposition an dem Steigteil lösbar angebrachten Leiste in der ersten Montageposition an den weiteren Holmen und/oder in einer zweiten Montageposition zwischen dem die zweiten Enden der Holme verbindenden Bügel oder der die zweiten Enden der Holme verbindenden Ablageschale einerseits und der obersten Sprosse oder Stufe oder der Schwenkachse der Plattform oder der Stützstrebe der Plattform andererseits lösbar angeordnet sein.

    [0024] Weitere Merkmale der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen dargestellt. Darin zeigen
    Fig. 1
    eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Leiter im zusammengeklappten Zustand und einer Leiste in einer zweiten Montageposition von vorne,
    Fig. 2
    eine Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer zweiten Montageposition von oben,
    Fig. 3
    eine Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 und 2 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer zweiten Montageposition von unten,
    Fig. 4
    eine Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 3 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer zweiten Montageposition von der Seite,
    Fig. 5
    eine Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 4 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer zweiten Montageposition von hinten,
    Fig. 6
    eine perspektivische Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 5 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer zweiten Montageposition von vorne,
    Fig. 7
    eine perspektivische Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 5 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer zweiten Montageposition von hinten,
    Fig. 8
    eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Leiter im zusammengeklappten Zustand und einer Leiste in einer ersten Montageposition von vorne,
    Fig. 9
    eine Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 8 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer ersten Montageposition von oben,
    Fig. 10
    eine Ansicht der Leiter gemäß der Fig.1 bis 9 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer ersten Montageposition von unten,
    Fig. 11
    eine Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 10 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer ersten Montageposition von der Seite,
    Fig. 12
    eine Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 11 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer ersten Montageposition von hinten,
    Fig. 13
    eine perspektivische Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 12 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer ersten Montageposition von vorne,
    Fig. 14
    eine perspektivische Ansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 13 im zusammengeklappten Zustand und der Leiste in einer ersten Montageposition von hinten,
    Fig. 15
    eine Seitenansicht der Leiter gemäß der Fig. 1 bis 14 im aufgestellten Zustand mit den Leisten in der ersten Montageposition und
    Fig. 16
    eine perspektivische Ansicht einer Leiter gemäß der Fig.1 bis 14 im aufgestellten Zustand mit den Leisten in der ersten Montageposition.


    [0025] Die erfindungsgemäße Leiter, es handelt sich um eine Stufenstehleiter, weist ein Steigteil 1 und ein Stützteil 2 auf. Das Steigteil 1 und das Stützteil 2 sind über ein Gelenk miteinander verbunden.

    [0026] Das Steigteil hat zwei Holme 11, die über drei Stufen 12, eine Schwenkachse 15 und eine Ablageschale 14 miteinander verbunden sind. Der Abstand von Stufe 12 zu Stufe 12 bzw. von einer obersten der Stufen 12 zu der Schwenkachse entspricht einem üblichen Maß. Am unteren Ende der Leiter Holme 11 sind Leiterfüße 13 vorgesehenen, mit welchen die Leiter auf einem Untergrund stehen kann. Die oberen Enden der Holme 11 sind mittels einer Ablageschale 14 miteinander verbunden.

    [0027] Auch das Stützteil hat zwei Holme 21, die über Querstreben 22, 25 miteinander verbunden sind. Eine erste der beiden Querstreben 22, 25, nämlich die Querstrebe 22, ist im Bereich eines unteren Endes des Stützteils 2 vorgesehenen. Eine oberen Querstrebe 25 der beiden Querstreben 22, 25 ist in etwa auf Höhe der Schwenkachse 15 des Steigteils angeordnet und wird auch als Stützstrebe 25 bezeichnet. Die unteren Enden der Holme 12 sind ebenfalls mit Leiterfüßen 23 versehen. An den oberen Enden der Holme sind Abdeckungen 24 vorgesehen, die das Gelenk zwischen den Holmen 11 des Stegteils 1 und den Holmen 21 des Stützteils abdecken.

    [0028] Auf der Schwenkachse 15 ist eine Plattform 16 schwenkbar angeordnet. Diese Plattform 16 ist über einen Bügel 26 auf bekannte Art und Weise mit der Stützstrebe 25 verbunden. Der Bügel 26 sorgt beim Aufstellen der Leiter für ein Herunterklappen der Plattform 16 auf die Stützstrebe 25. Beim Zusammenklappen der Leiter sorgt der Bügel 26 für ein Hochschwenken der Plattform 16 zwischen die Holme 11.

    [0029] Die Leiter entspricht insoweit einer herkömmlichen Leiter, wie sie von der Anmelderin seit geraumer Zeit produziert wird.

    [0030] Das besondere an der erfindungsgemäßen Leiter sind die Leisten 31, die in der ersten Montageposition an den unteren Enden der Holme 11 des Steigteils 1 und an den unteren Enden, der Holme 21 des Stützteils angeordnet sind.

    [0031] Die Leisten 31 weisen ein gleichförmiges Profil auf. Sie weisen zwei Schenkel auf, die in einem Winkel zueinander stehen, der vorzugsweise dem Winkel entspricht, welchen eine hintere Seite der Leiterfüße 13 und eine Unterseite der Leiterfüße 23 zueinander haben. Sie haben je eine Nut, die in der Innenweite der Schenkel vorgesehen sind, die in der ersten Montageposition an der Innenseite der Holme 11, 21 anliegen. In den Nuten sind Köpfe von Schrauben 32 in der Längsrichtung der Leisten 31 verschiebbar geführt. An jeder Leiste 31 sind zwei Schrauben 32 vorgesehen. Die Gewinde der Schrauben 32 stehen ungefähr im rechten Winkel von der Leiste 31 ab.

    [0032] Die anderen Schenkel decken in der ersten Montageposition der Leiste 31 die Unterseite der Leiterfüße 13, 23 ab.

    [0033] An den unteren Enden der Holme 11, 21 sind durch die Holme von vorne nach hinten durchgehend Löcher vorgesehen. Durch diese Löcher sind in der ernsten Montageposition der Leiste 31 die Schrauben 32 hindurchgeführt. Auf den aus den Löchern herausragenden Enden der Schrauben 32 sind Sternmuttern 33 aufgeschraubt. Die Schauben 32 und die Sternmuttern 33 befestigten die Leisten 31 an den Holmen 11, 21 lösbar. Die Sternmutter 33 kann manuell und ohne Werkzeug gelöst werden.

    [0034] Die Leisten 31 können durch Lösen der Sternmuttern 33 und Herausziehen der Schrauben 32 aus den Löchern an den unteren Enden der Holme 11, 21 aus der ersten Montageposition entfernt werden. Die Leisten 31 können dann in die zweite Montageposition gebracht werden.

    [0035] Dadurch dass die Schrauben 32 in den Nuten der Leisten 31 verschiebbar angebracht sind, ist es möglich, den Abstand der Schrauben 32 frei zu wählen. Damit ist es möglich, die Leisten für Leitern mit verschiedenen Abständen an den unteren Enden der Holme 11, 21 vorzusehen. Die Abstände der unteren Enden der Holme 11, 21 hängen in der Regel von der Steighöhe einer Leiter ab. So haben Leitern mit, einer größeren Steighöhe in der Regel einen größeren Abstand der unteren Enden der Holme als Leitern mit einer kleineren Steighöhe. Durch die Verschiebbarkeit der Schrauben 32 an den Leisten ist es möglich, die Leisten 31 für Leitern mit unterschiedliche Steighöhen zu benutzen.

    [0036] Unter anderem für die Befestigung in der zweiten Montageposition weisen die Leisten 31 an ihren Enden Kappen 34 auf, welche Verbindungsstrukturen haben, mit welchen die Leisten formschlüssig und kraftschlüssig zwischen der Ablageschale 14 und der Stützstrebe 25 in der zweiten Montageposition befestigt werden können. Die Verbindungsstrukturen umfassen dabei eine Kehle, in welche die Schwenkachse 15 eingreifen kann.

    [0037] Die Leisten 31 werden vorzugsweise bei einem Transport der Leiter oder zum Abstellen der Leiter in der zweiten Montageposition untergebracht.


    Ansprüche

    1. Leiter, insbesondere Stehleiter, mit einem Paar von Holmen (11).

    - wobei die Holme (11) über Sprossen oder Stufen (12) miteinander verbunden sind,

    - wobei an wenigstens einem ersten Ende jedes Holmes (11) ein Leiterfuß (13) angebracht ist,

    - wobei die Leiter so aufstellbar ist, dass sie mit einer Aufstandsfläche der Leiterfüße (13) auf dem Boden ruht,

    - wobei die Leiter einen Einsinkschutz zum Verhindern eines Einsinkens der Leiter aufweist, insbesondere in weichem Boden im Garten,

    - wobei die Leiter als Einsinkschutz eine Leiste (31) aufweist, die in einer möglichen ersten Montageposition die Aufstandsflächen der Leiterfüße (13) abdeckt und lösbar an den Holmen (11) befestigt ist,

    - wobei die Leiste (31) einen erste Schenkel und einen zweiten Schenkel aufweist und

    - wobei in dieser möglichen ersten Montageposition der erste Schenkel an ersten Seiten der Holme (11) anliegt und der zweite Schenkel die Aufstandsflächen der Leiterfüße (13) abdeckt,

    dadurch gekennzeichnet, dass
    an der Leiste (31) zwei Schrauben (32) mit jeweils einem Kopf vorgesehen sind und dass der erste Schenkel eine Nut aufweist, in welcher die Köpfe von diesen zwei Schrauben verschiebbar befestigt sind.
     
    2. Leiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
    Holme im Bereich der ersten Enden Löcher aufweisen, durch welche in der möglichen ersten Montageposition der Leiste die Schrauben
    hindurchgeführt sind.
     
    3. Leiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der möglichen ersten Montageposition der Leiste (31) auf aus den Löchern herausragenden Enden der Schrauben (32) Muttern (33), insbesondere Flügelmuttern oder Sternmuttern, aufgeschraubt sind und die Leiste (31) und die Holme mittels der Schrauben (32) und der Muttern (33) lösbar miteinander verbunden sind.
     
    4. Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (31) in einer möglichen zweiten Montageposition zwischen einem zweite Enden der Holmen (11) verbindenden Bügel oder einer die zweiten Enden der Holme (11) verbindenden Ablageschale (14) einerseits und einer -obersten Sprosse oder Stufe oder einer Schwenkachse einer Plattform (16) der Leiter oder einer Stützstrebe (25) für die Plattform (16) andererseits lösbar angeordnet ist.
     
    5. Leiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (31) in der möglichen zweiten Montageposition formschlüssig befestigt ist.
     
    6. Leiter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (31) an einem ersten Ende und einem zweiten Ende Verbindungsstrukturen aufweist, die für die formschlüssig Verbindung geeignet und eingerichtet sind.
     
    7. Leiter nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (31) in der möglichen zweiten Montageposition ggf. zusätzlich kraftschlüssig befestigt ist.
     
    8. Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiter eine Stehleiter ist und ein Steigteil (1) und ein Stützteil (2) aufweist, die gelenkig miteinander verbunden sind, wobei das Steigteil (1) die Holme (11) mit den daran befestigten Sprossen oder Stufen (12) aufweist, an deren ersten Enden die Leiste (31) in der ersten möglichen Montageposition befestigt ist und das Stützteil (2) weitere Holme (21) aufweist, die über Querstreben (15) miteinander verbunden sind und die erste Enden haben, an denen weitere Leiterfüße (13) angebracht sind und an denen eine weitere Leiste (31) als Einsinkschutz in einer möglichen ersten Montageposition lösbar angebracht ist.
     
    9. Leiter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Leiste (31) gleich der in der möglichen ersten Montageposition an dem Steigteil (1) lösbar angebrachten Leiste (31) ist.
     
    10. Leiter nach Anspruch 8 oder 9 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Leiste (31) genau so wie die in der möglichen ersten Montageposition an dem Steigteil (1) lösbar angebrachten Leiste (31) in der möglichen ersten Montageposition an den weiteren Holmen (21) und/oder in einer möglichen zweiten Montageposition und oder zwischen dem die zweiten Enden der Holme (11) verbindenden Bügel oder der die zweiten Enden der Holme (11) verbindenden Ablageschale (14) einerseits und der obersten Sprosse oder Stufe oder der Schwenkachse der Plattform oder der Stützstrebe (25) der Plattform andererseits lösbar angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Ladder, in particular a free-standing ladder, comprising a pair of rails (11),

    - wherein the rails (11) are connected to one another by rungs or steps (12),

    - wherein a ladder foot (13) is located on at least a first end of each rail (11),

    - wherein the ladder may be erected in such a way that it bears on the ground with a contact area of the ladder feet (13),

    - wherein the ladder comprises a protection against sinking to prevent the ladder from sinking, in particular, into soft ground in the garden,

    - wherein the ladder comprises a strut (31) as a protection against sinking which, in a possible first installation position, covers the contact areas of the ladder feet (13) and is detachably mounted on the rails (11),

    - wherein the strut (31) comprises a first leg and a second leg and

    - wherein in this possible first installation position the first leg lies against first sides of the rails (11) and the second leg covers the contact areas of the ladder feet (13),

    characterized in that
    two screws (32) each having a head are provided on the strut (31) and in that the first leg comprises a groove in which the heads of these two screws are movably located.
     
    2. Ladder according to Claim 1, characterized in that the rails comprise holes in the region of the first ends, through which holes the screws pass in the possible first installation position of the strut.
     
    3. Ladder according to Claim 2, characterized in that in the possible first installation position of the strut (31), nuts (33), in particular wing nuts or star-grip nuts, are screwed onto the ends of the screws (32) protruding from the holes, and that the strut (31) and the rails are detachably connected to one another by means of the screws (32) and the nuts (33).
     
    4. Ladder according to one of the Claims 1 to 3, characterized in that in a possible second installation position, the strut (31) is detachably mounted between a bracket connecting second ends of the rails (11) or a utility tray (14) connecting the second ends of the rails (11) on the one hand, and a pivot axle of a platform (16) of the ladder or a support brace (25) for the platform (16) on the other hand.
     
    5. Ladder according to Claim 4, characterized in that the strut (31) in the possible second installation position is mounted in a form-fitting manner.
     
    6. Ladder according to Claim 4 or 5, characterized in that the strut (31) comprises, at a first end and a second end, connecting structures which are suited to and equipped for the form-fitting connection.
     
    7. Ladder according to one of the Claims 4 to 5, characterized in that the strut (31) in the possible second installation position may be, if appropriate, additionally mounted in a force-fitting manner.
     
    8. Ladder according to one of the Claims 1 to 7, characterized in that the ladder is a free-standing ladder and comprises an ascending part (1) and a supporting part (2) which are connected to one another by articulated joints, wherein the ascending part (1) comprises the rails (11) with the rungs or steps (12) attached thereto, with the strut (31) being mounted to the first ends of said rails in the first possible installation position, and the supporting part (2) comprises additional rails (21) which are connected to one another by cross braces (15) and which comprise first ends to which additional ladder feet (13) are attached and on which an additional strut (31) is detachably mounted in a possible first installation position as a protection against sinking.
     
    9. Ladder according to Claim 8, characterized in that the additional strut (31) is identical to the strut (31) detachably mounted on the ascending part (1) in the possible first installation position.
     
    10. Ladder according to Claim 8 or 9 and 4, characterized in that the additional strut (31) is detachably mounted in the possible first installation position on the additional rails (21) and/or in a possible second installation position and or between the bracket connecting the second ends of the rails (11) or the utility tray (14) connecting the second ends of the rails (11) on the one hand, and the topmost rung or step or the pivot axle of the platform or the support brace (25) of the platform on the other hand, in the exact same manner as the strut (31) which is detachably mounted in the possible first installation position on the ascending part (1).
     


    Revendications

    1. Échelle, notamment escabeau, avec une paire de barres (11) ;

    - les barres (11) étant reliées entre elles via des échelons ou des marches (12) ;

    - un pied d'échelle (13) étant placé au niveau d'au moins une première extrémité de chaque barre (11) ;

    - l'échelle pouvant être posée de telle sorte qu'elle repose sur le sol avec une surface d'appui des pieds d'échelle (13) ;

    - l'échelle comportant une protection contre l'affaissement empêchant un affaissement de l'échelle, notamment dans les sols mous des jardins ;

    - l'échelle comportant comme protection contre l'affaissement une baguette (31) recouvrant dans une première position de montage possible les surfaces d'appui des pieds d'échelle (13) et étant fixée de façon amovible aux barres (11) ;

    - la baguette (31) comportant une première branche et une deuxième branche ; et

    - la première branche reposant au niveau des premiers côtés des barres (11) dans cette première position de montage possible et la deuxième branche recouvrant les surfaces d'appui des pieds d'échelle (13) ; caractérisée en ce que :

    deux vis (32) sont respectivement pourvues d'une tête au niveau de la baguette (31) et que la première branche comporte une rainure dans laquelle les têtes de ces deux vis sont fixées de façon coulissante.


     
    2. Échelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que les barres comportent dans la région des premières extrémités des trous à travers lesquels les vis sont introduites dans la première position de montage possible de la baguette.
     
    3. Échelle selon la revendication 2, caractérisée en ce que des écrous (33), notamment des écrous papillon ou des écrous en étoile, sont vissés, dans la première position de montage possible de la baguette (31), sur les extrémités, saillant hors des trous, des vis (32) et que la baguette (31) et les barres sont reliées les unes aux autres à l'aide des vis (32) et des écrous (33).
     
    4. Échelle selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la baguette (31) est disposée de façon amovible dans une deuxième position de montage possible, entre un étrier reliant les deuxièmes extrémités des barres (11) ou une coque de rangement (14) reliant les deuxièmes extrémités des barres (11) d'une part et un échelon ou une marche situés le plus en haut ou un axe de pivotement d'une plateforme (16) de l'échelle ou un étai de maintien (25) prévu pour la plateforme (16) d'autre part.
     
    5. Échelle selon la revendication 4, caractérisée en ce que la baguette (31) est fixée par complémentarité de formes dans la deuxième position de montage possible.
     
    6. Échelle selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que la baguette (31) comporte des structures de liaison au niveau d'une première extrémité et d'une deuxième extrémité, ces structures étant adaptées et conçues pour réaliser une liaison par complémentarité de formes.
     
    7. Échelle selon l'une quelconque des revendications 4 à 5, caractérisée en ce que la baguette (31) est fixée en sus par complémentarité de forces le cas échéant dans la deuxième position de montage possible.
     
    8. Échelle selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'échelle est un escabeau et comporte une partie sur laquelle monter (1) et une partie d'appui (2) reliées de façon articulée l'une à l'autre, la partie sur laquelle monter (1) comportant les barres (11) avec les échelons ou marches (12) fixés dessus au niveau des premières extrémités desquels la baguette (31) est fixée dans la première position de montage possible et la partie d'appui (2) comporte des barres (21) supplémentaires reliées via des étais transversaux (15) et ayant les premières extrémités au niveau desquelles d'autres pieds d'échelle (13) sont placés et au niveau desquelles une baguette (31) supplémentaire est placée de façon amovible comme protection contre l'affaissement dans une première position de montage possible.
     
    9. Échelle selon la revendication 8, caractérisée en ce que la baguette (31) supplémentaire est identique à la baguette (31) placée de façon amovible au niveau de la partie sur laquelle monter (1) dans la première position de montage possible.
     
    10. Échelle selon la revendication 8 ou 9 et 4, caractérisée en ce que la baguette (31) supplémentaire est disposée de façon amovible précisément comme la baguette (31) placée de façon amovible au niveau de la partie sur laquelle monter (1) dans la première position de montage possible, dans la première position de montage possible, au niveau des barres (21) supplémentaires et/ou dans une deuxième position de montage possible et ou entre l'étrier reliant les deuxièmes extrémités des barres (11) ou la coque de rangement (14) reliant les deuxièmes extrémités des barres (11) d'une part et l'échelon ou la marche situés le plus haut ou l'axe de pivotement de la plateforme ou l'étai de maintien (25) de la plateforme d'autre part.
     




    Zeichnung















































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente