[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Stehleiter, insbesondere Stufenstehleiter
oder Klapptritt, mit einem Steigteil und einem Stützteil, die über wenigstens ein
Schwenkgelenk miteinander verbunden sind. Dabei weisen sowohl das Steigteil als auch
das Stützteil Holme auf, an deren einem dem Schwenkgelenk entfernten ersten Enden
Leiterfüße angebracht sind. Mit diesen Leiterfüßen ruht die Stehleiter im aufgestellten
Zustand auf einem Untergrund. Jeder Leiterfuß weist einen ersten Teil und einen zweiten
Teil auf. Das erste Teil weist erste Verbindungsstrukturen zur Verbindung mit einem
der Holme der Stehleiter und zweite Verbindungsstrukturen zur Verbindung mit dem zweiten
Teil auf und das zweite Teil weist Verbindungsstrukturen zur Verbindung mit den zweiten
Verbindungsstrukturen und eine Aufstandfläche auf, mit welcher der Leiterfuß im aufgestellten
Zustand der Stehleiter auf dem Untergrund ruht.
[0002] Eine solche Stehleiter ist aus dem Dokument
US 2004/0020715 A1 bekannt. Die Aufstandflächen der zweiten Teile der Leiterfüße der in diesem Dokument
offenbarten Stehleiter sind so ausgerichtet, dass sie parallel zum Untergrund liegen
und so eine größtmögliche Kontaktfläche mit dem Untergrund haben. Die zweiten Teile
der Leiterfüße werden in einem plastischen Zustand an die ersten Teile angeformt.
Die zweiten Teile sind aus einem weicheren Kunststoff hergestellt als die ersten Teile.
Die Holme des Steigteils der Leiter laufen nach oben aufeinander zu. Das Steigteil
hat daher das, was oft als A-Form bezeichnet wird. Zum Ausgleich der sich daraus ergebenden
Neigung des rechten Holms und des linken Holms sind die zweiten Teile der Leiterfüße
keilförmig oder zumindest keilartig ausgebildet. Der rechte und der linke Leiterfuß
unterscheiden sich. Die Konstruktion des ersten Teils des rechten Fußes und des linken
Fußes unterscheiden sich. Der rechte und linke Fuß sind daher unterschiedlich. Für
die Herstellung der Füße sind daher wenigstens drei Werkzeuge notwendig: Zwei Werkzeuge
für die Herstellung der ersten Teile und ein weiteres Werkzeug zur Anbringung und
Formung der zweiten Teile der Leiterfüße.
[0003] Bei der in dem Dokument
US 2004/0020715 A1 offenbarten Stehleiter sind das Steigteil und das Stützteil soweit erkennbar identisch
aufgebaut. Beide Leiternteile stehen im aufgestellten Zustand der Leiter mit gleichem
Winkel zum Untergrund. Für beide Leiternteile können daher identische Leiterfüße gewählt
werden, die auch die Neigung der Leiternteile gegenüber dem Untergrund berücksichtigen.
Das erfolgt dadurch, dass eine Anlagefläche der ersten Teile, an denen die zweiten
Teile der Leiternfüße anliegen, nicht senkrecht zu einer Längsachse der Holme ist,
sondern gegenüber einer Fläche senkrecht zur Längsachse um eine Achse parallel zu
den Sprossen der Leiter geneigt ist.
[0004] Darüber hinaus ist aus dem Dokument
AU 200300772 A4 eine Anlegeleiter mit Leiterfüßen bekannt, die ebenso ein erstes Teil und ein zweites
Teil umfassen. Der zweite Teil hat offenbar einen keilartigen Abschnitt, der den ersten
Teil überragt. Durch diesen keilartigen Abschnitt kann die Neigung der Holme einer
Anlegeleiter mit A-Form ausgeglichen werden, damit die Aufstandsflächen dieser zweiten
Teile mit großer Fläche auf dem Untergrund aufliegen können.
[0005] Aus dem Stand der Technik ist keine Lösung bekannt, wie bei einer Stehleiter mit
einem Steigteil und einem Stützteil mit unterschiedlichen Neigungen gegenüber dem
Untergrund Leiterfüße konstruiert sein können, die einerseits einen möglichst großen
Kontakt mit dem Untergrund im aufgestellten Zustand haben und andererseits mit möglichst
wenig Werkzeugen hergestellt werden können.
[0006] Hier setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, eine solche Lösung bereitzustellen.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass alle ersten Teile und wenigstens
zwei zweite Teile der Leiterfüße identisch ausgebildet sind und dass die zweiten Teile
der Leiterfüße am Steigteil gegenüber den zweiten Teilen der Leiterfüße am Stützteil
um 180° bezüglich der ersten Teile gedreht an den ersten Teilen der Leiterfüße angebracht
sind.
[0008] Weitere Ausgestaltungen der Erfindungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Gemäß der Erfindung können alle zweiten Teile der Leiterfüße gleich ausgebildet sein.
[0010] Ebenso ist es aber auch möglich, zwei Paare von zwei Typen von zweiten Teilen zu
verwenden, wobei die Typen von zweiten Teilen achsensymmetrisch zueinander ausgebildet
sind und die Symmetrieachse in Längsrichtung der Holme verläuft. Die zweiten Teile
des ersten Typs sind dann zum Beispiel an dem rechten Holm des Steigteils und an dem
linken Holm des Stützteils angebracht. Die zweiten Teile des zweiten Typs sind dann
zum Beispiel an dem linken Holm des Steigteils und an dem rechten Holm des Stützteils
angebracht. Mit einer solchen Anbringung von Leitfüßen mit zweiten Teilen zweier Typen
ist es möglich, sowohl die Neigung zwischen dem rechten und dem linken Holm, als auch
die unterschiedliche Neigung von Steigteil bzw. Stützteil zum Untergrund auszugleichen.
[0011] Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen erläutert. Darin zeigen
- Fig. 1
- einen Leiterfuß für ein Steigteil von der Seite,
- Fig. 2
- den Leiterfuß aus Fig. 1 von hinten,
- Fig. 3
- den Leiterfuß aus Fig. 1 und 2 im Schnitt gemäß der Linie III-III in Fig. 2,
- Fig. 4
- den Leiterfuß aus Fig. 1 bis 3 von unten,
- Fig. 5
- den Leiterfuß aus Fig. 1 bis Fig. 4 von vorne,
- Fig. 6
- den Leiterfuß aus Fig. 1 bis Fig. 5 aus der Blickrichtung gemäß dem Pfeil VI in Fig.
1 ,
- Fig. 7
- einen Leiterfuß für ein Stützteil von der Seite,
- Fig. 8
- den Leiterfuß aus Fig. 7 von hinten,
- Fig. 9
- den Leiterfuß aus Fig. 7 und 8 im Schnitt gemäß der Linie IX-IX in Fig. 2,
- Fig. 10
- den Leiterfuß aus Fig. 7 bis 9 von unten,
- Fig. 11
- den Leiterfuß aus Fig. 7 bis Fig. 10 von vorne,
- Fig. 12
- den Leiterfuß aus Fig. 7 bis Fig. 11 aus der Blickrichtung gemäß dem Pfeil XII in
Fig. 7 und
- Fig. 13
- einen Klapptritt mit den Leiterfüßen gemäß Fig. 1 bis 12.
[0012] Der in der Figur 13 dargestellte Klapptritt S weist ein Steigteil 1 und ein Stützteil
2 auf, die schwenkbar miteinander verbunden sind. Das Steigteil hat Holme 1 1 , die
über Stufen 12 miteinander verbunden sind. An den unteren Enden der Holme 11 sind
die Leiterfüße 3 für das Steigteil angebracht. Das Stützteil hat ebenfalls Holme 21,
die über Querstreben 22 miteinander verbunden sind. Die unteren Enden der Holme 21
sind ebenfalls mit Leiterfüßen 3 versehen. Das Steigteil 1 und das Stützteil 2 schließen
im aufgestellten Zustand des Klapptritts S betragsmäßig unterschiedlich große Winkel
mit dem Untergrund ein. Die beiden Leiterfüße 3 des Steigteils 1 und die beiden Leiterfüße
des Stützteils 2 sind so ausgestaltet, dass die Aufstandsfläche aller Leiterfüße 3
vollständig auf dem Untergrund aufliegen können, wenn der Klapptritt S aufgestellt
ist.
[0013] Die in den Figuren 1 bis 12 dargestellten Leiterfüße 3 unterscheiden sich, sind aber
aus identischen Teilen aufgebaut, nämlich aus einem ersten Teil 31 und einem zweiten
Teil 32.
[0014] Die ersten Teile 31 der Leiterfüße 3 werden durch Kappen gebildet, die auf das untere
Ende der Holme 1 1 , 21 aufgesteckt sind. Die Kappen haben eine Seitenwand 315, die
die unteren Enden der Holme 11, 21 umschließen. Die Seitenwände 315 bilden so erste
Verbindungsstrukturen, die der Verbindung der ersten Leiterteile 31 mit den Holmen
11, 21 dienen. Ein Boden 316 der Kappen bildet eine Anlagefläche 314, an welcher die
zweiten Teile 32 der Leiterfüße 3 anliegen. Die Anlagefläche 314 ist gegenüber einer
Längsrichtung der Holme 11,21 um einen Winkel β geneigt. In dem Boden sind Löcher
313 vorgesehen, welche zweite Verbindungsstrukturen der ersten Teile 31 bilden, die
zur Verbindung mit den zweiten Teilen 32 vorgesehen sind.
[0015] Die zweiten Teile 32 der Leiterfüße 3 sind im wesentlichen keilförmig gebildet. Auf
den den ersten Teilen 31 zugewandten Oberseiten der zweiten Teile sind Noppen 323
vorgesehen, die der Verbindung mit den ersten Teilen 31 dienen und Verbindungsstrukturen
der zweiten Teile 32 bilden. Die Noppen 323 sind in die Löcher 313 eingepresst. Eine
Unterseite der zweiten Teile 32 bildet die Aufstandsfläche 322 der Leiter.
[0016] Sowohl die ersten Teile 31 als auch die zweiten Teile 32 sind flächensymmetrisch
zu den Flächen, die durch die Schnittflächen III, III beziehungsweise IX-IX in den
Figuren 2 beziehungsweise 8 gekennzeichnet sind.
[0017] Die Leiterfüße 3 für das Steigteil gemäß den Figuren 1 bis 6 und die Leiterfüße 3
für das Stützteil gemäß der Figuren 7 bis 12 unterscheiden sich lediglich dadurch,
dass die zweiten Teile 32 im Fall des Steigteils 1 in einer ersten Montageposition
und im Fall des Stützteils 2 in einer zweiten Montageposition an den ersten Teilen
31 angebracht sind. In der zweiten Montageposition ist das zweite Teil 32 bezüglich
des ersten Teils 31 um 180° gedreht an dem ersten Teil 31 angebracht. Dadurch ändert
sich der Winkel zwischen der Aufstandsfläche 322 zu der Längsrichtung I der Holme
1 1 , 21. Im Fall des Leiterfußes für das Steigteil ist dieser Winkel mit α 1 und
im Fall des Leiterfußes für das Stützteil mit α 2 bezeichnet. Durch die unterschiedlichen
Winkel α 1 und α 2 ist es möglich, die unterschiedliche Neigung des Steigteils 1 und
des Stützteils 2 zum Untergrund auszugleichen, um eine flächige Anlage der Auflagefläche
322 auf dem Untergrund zu erreichen.
1. Stehleiter (S), insbesondere Stufenstehleiter oder Klapptritt, mit einem Steigteil
(1) und einem Stützteil (2), die über wenigstens ein Schwenkgelenk miteinander verbunden
sind, wobei sowohl das Steigteil (1) als auch das Stützteil (2) Holme (11, 21) aufweisen,
an deren einem dem Schwenkgelenk entfernten ersten Ende Leiterfüße (3) angebracht
sind, mit welchen die Stehleiter im aufgestellten Zustand auf einem Untergrund ruht,
und wobei jeder Leiterfuß (3) einen ersten Teil (31) und einen zweiten Teil (32) aufweist,
wobei das erste Teil (31) erste Verbindungsstrukturen (311) zur Verbindung mit einem
der Holme (1 1 , 21) der Stehleiter (S) und zweite Verbindungsstrukturen (312) zur
Verbindung mit dem zweiten Teil (32) aufweist und das zweite Teil Verbindungsstrukturen
(321) zur Verbindung mit den zweiten Verbindungsstrukturen (312) und eine Aufstandfläche
(322) aufweist, mit welcher der Leiterfuß (3) im aufgestellten Zustand der Stehleiter
(S) auf dem Untergrund ruht,
dadurch gekennzeichnet, dass
alle ersten Teile (31) der Leiterfüße (3) und alle zweiten Teilen (32) der Leiterfüße
(3) oder die zweiten Teile (32) der Leiterfüße (3) paarweise identisch ausgebildet
sind und dass die zweiten Teile (32) der Leiterfüße (3) am Steigteil (1) gegenüber
den zweiten Teilen (32) der Leiterfüße (3) am Stützteil (2) bezüglich der ersten Teile
um 180° gedreht an den ersten Teilen (31) der Leiterfüße (3) angebracht sind.
2. Stehleiter nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein Winkel (α1) zwischen der Aufstandfläche (322) der zweiten Teile (32) der Leiterfüße
(3) am Steigteil (1) und einer Längsrichtung (I) der Holme (11) des Steigteils (1),
an denen diese Leiterfüße (3) befestigt sind, und ein Winkel (α2) zwischen der Aufstandsfläche
(322) der zweiten Teile (32) der Leiterfüße (3) des Stützteils (2) und einer Längsrichtung
(I) der Holme, an denen diese Leiterfüße (3) befestigt sind, einen unterschiedlichen
Betrag haben.
3. Stehleiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Teile (31) eine Anlagefläche (314) haben, an welcher die zweiten Teile
(32) anliegen und dass ein Winkel (β) zwischen den Anlageflächen (314) und der Längsrichtung
der Holme (11, 21) ungleich 90° ist.
4. Stehleiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Teile (32) einen keilförmigen, über die Anlagefläche (314) der ersten
Teile (31) hinausragenden Abschnitt haben.
5. Stehleiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand der Aufstandfläche (322) der zweiten Teile (329) zu der Anlagefläche
(314) der ersten Teile (31) der Leiterfüße (3) in einer Richtung vom Steigteil (1)
zum Stützteil (2) abnimmt.
6. Stehleiter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Teile (31) und die zweiten Teile (32) flächensymmetrisch sind.