[0001] Die Erfindung betrifft einen Garraumteiler für ein Gargerät, welcher einen Hohlkörper
aufweist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Gargerät mit einem Garraumteiler,
der in einen Garraum des Gargeräts einbringbar ist.
[0002] Garraumteiler oder Backraumteiler sind aus dem Stand der Technik bekannt. So zeigt
die
DE 10 2009 054 586 A1 einen Garraumteiler, dessen Ober- und Unterteil zusammen mit einer Griffleiste und
weiteren Bauteilen einen Hohlkörper bildet. Dieser Hohlkörper ist beispielsweise zur
Aufnahme eines Heizkörpers vorgesehen, welcher den Garraumteiler beheizt. Die Bauteile
des Garraumteilers sind in der Art montiert, dass zur Beseitigung von Verunreinigungen,
der Garraumteiler demontiert werden kann. Somit ist das Ober- und Unterteil im Wasserbad
bzw. in einer Geschirrspülmaschine reinigbar. Ein montierter Garraumteiler lässt sich
jedoch nicht in einer Geschirrspülmaschine oder in einem Wasserbad reinigen, da die
Spalten zwischen den lose montierten Bauteilen wasserdurchlässig sind und so zu Verschmutzungen
bzw. Korrosion der Bauteile im Hohlkörper führen.
[0003] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Garraumteiler für einen
Gargerät sowie ein derartiges Gargerät bereitzustellen, bei dem der Garraumteiler
dicht gegenüber äußeren Einflussfaktoren ist. Zudem sollen die technischen Anforderungen
an einen dichten Hohlkörper gelöst werden.
[0004] Dies wird durch einen Garraumteiler, welcher die Merkmale nach Anspruch 1 aufweist,
und ein Gargerät, welches die Merkmale nach Anspruch 10 aufweist, gelöst.
[0005] Ein erfindungsgemäßer Garraumteiler für ein Gargerät umfasst einen Hohlkörper, der
von im Wesentlichen plattenartigen, das Gehäuse des Garraumträgers bildenden Teilen,
wie z. B. Oberteil und Unterteil, gebildet ist, in dem sich vorzugsweise zumindest
ein Heizkörper befindet, wobei der Hohlkörper nicht zerstörungsfrei demontierbar ist.
Eine nicht zerstörungsfreie Demontage bedeutet in diesem Fall, dass der Hohlkörper
des Garraumteilers durch eine bestimmungsgemäße Verwendung, weder durch den Endnutzer
noch durch den Kundendienst, mit oder ohne Werkzeug nicht in Einzelteile zerlegen
lässt.
[0006] Vorzugsweise ist der Garraumteiler im Wesentlichen einstückig ausgebildet. Dadurch
besteht ein im Wesentlichen einteiliger Aufbau des Garraumteilers und ein im Wesentlichen
von der Umgebung abgeschlossener Hohlkörper.
[0007] Vorzugsweise weist das Gehäuse zumindest ein Oberteil und zumindest ein Unterteil
auf. Diese im Wesentlichen plattenförmigen Bauteile des Gehäuses bilden die wesentliche
Kontur bzw. Oberfläche des Garraumteilers. Darüber hinaus können Halteelemente, Blendenelemente
usw. das Gehäuse des Garraumteilers ergänzen.
[0008] Ein besonders guter Garraumteiler entsteht, wenn die Gehäuseteile zueinander dicht
gefügt sind. Durch eine dichte Fügung der Gehäuseteile zueinander wird erzielt, dass
von außerhalb keine Verunreinigung oder Feuchtigkeit, wie z. B. Wasser in den Hohlkörper
eindringt.
[0009] Vorzugsweise erfolgt die Abdichtung der zueinander dicht gefügten Gehäuseteile mittels
temperaturstabilen Dichtungen, wie z. B. Silikondichtungen. Dabei wird die Abdichtung
in der Art zwischen die Gehäuseteile, wie z. B. Ober- und Unterteil gefügt, dass die
Verbindungsstelle als Barriere gegenüber Verunreinigungen oder Feuchtigkeit dient.
[0010] Eine alternative Abdichtungsvariante sieht vor, dass die Abdichtung mittels temperaturstabilen,
dichten und vorzugsweise unlösbaren Verbindungen erfolgt. Solch eine unlösbare Verbindung
kann z. B. ein Kleber oder durch Verschweißung, Löten, verquetschen, verpressen, umbördeln,
nieten usw. erfolgen. Diese unlösbaren Verbindungen stellen sicher, dass der Hohlkörper
nicht zerstörungsfrei demontierbar ist und gleichzeitig eine Abdichtung der Verbindungsstellen
zwischen Ober- und Unterteil erfolgt.
[0011] Ein besonders guter Gargutträger entsteht, wenn dieser ein Druckventil aufweist.
Vorzugsweise im Bereich des Hohlkörpers wird ein Druckventil montiert, das einen atmosphärischen
Ausgleich, insbesondere des Luftdrucks herstellt.
[0012] Vorzugsweise ist das Druckventil als ein Überdruckventil ausgebildet. Dabei kann
der im Inneren des Hohlkörpers durch Hitze entstehende Überdruck über das Druckventil
in die Umgebungsatmosphäre entweichen, wodurch ein Bersten bzw. ein Defekt des Garraumteilers,
verhindert wird.
[0013] Gemäß einer Variante ist zumindest ein Druckventil als Unterdruckventil ausgeführt.
Dieses Unterdruckventil ermöglicht den Zufluss von Umgebungsluft in den Hohlraum des
Garraumteilers. Dies ist notwendig, wenn der aufgeheizte Garraumteiler abgekühlt wird
und sich die im Hohlkörper befindliche Luft zusammenzieht. Ein Unterdruck im Garraumteiler,
der zu Beschädigungen führen kann, wird dadurch vermieden.
[0014] Vorzugsweise weist der Garraumteiler ein Halteelement zur Befestigung des Garraumteilers
im Garraum auf. Dieses Halteelement ist vorzugsweise seitlich, alternativ z.B. an
dem der Garraumrückwand zugewandten Ende des Garraumteilers angeordnet. Das Halteelement
nimmt die Gewichtskräfte des Garraumteilers auf und stellt eine ausreichende Befestigung
des Garraumteilers im Garraum sicher. Zudem kontaktiert das Halteelement den Garraumteiler
elektrisch mit dem Gargerät. Dazu weist das Halteelement sowie die garraumseitige
Befestigung Kontaktflächen auf. Gemäß einer Variante ist zumindest eine Druckventil
im Bereich des Halteelements angebracht.
[0015] Ein besonders guter Garraumteiler entsteht, wenn die Gehäuseteile zumindest eine
mechanische Versteifungsprägung aufweisen. Alternativ ist diese Versteifung als Bombierung
ausgeführt. Durch solch eine mechanische Versteifung der Gehäuseteile ist der Garraumteiler
in der Lage, die hohen im Hohlkörper wirkenden Druckkräfte aufzunehmen.
[0016] Die Erfindung löst die Aufgabe zusätzlich mit einem Gargerät aufweisend einen vorgenannten
Garraumteiler.
[0017] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Vorstehend in der Beschreibung genannte Merkmale und Merkmalskombinationen
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen
von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit
gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den
erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind.
[0018] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts mit einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Garraumteilers; und
- Fig. 2
- eine Darstellung eines Garraumteilers im Querschnitt.
[0019] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0020] In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Gargerät 1 zum Zubereiten
von Lebensmitteln gezeigt, welches im Ausführungsbeispiel ein Backofen ist. Das Gargerät
1 umfasst einen Garraum 2, der durch Garraumseitenwände 3 begrenzt ist. Frontseitig
weist der Garraum 2 eine Beschickungsöffnung auf, welche durch eine Türe 4 verschließbar
ist. Zur thermischen Trennung des Garraums 2 in unterschiedliche Bereiche ist ein
Garraumteiler 5 eingeschoben. Der hier nur schematisch angedeutete Garraumteiler 5
kann in unterschiedlichen Einschubhöhen positioniert sein. Der plattenartige Garraumteiler
5 ist zudem auf seiner Oberseite zur Aufnahme von Lebensmitteln ausgebildet, welche
sowohl direkt als auch indirekt über ein Kochgeschirr darauf zubereitet werden können.
[0021] Der in Fig. 2 dargestellte Querschnitt durch einen Garraumteiler 5 zeigt das als
Deckel dienende Oberteil 6 des Garraumteilers 5, welches in Zusammenspiel mit den
als Boden dienende Unterteil 7 des Garraumteilers 5, das Gehäuse des Garraumteilers
5 bildet. Oberteil 6 und Unterteil 7 bilden einen Hohlraum 8, der zur Aufnahme eines
Heizelements ausgebildet ist. Zur Vermeidung von Verschmutzung sowie Korrosion sind
die Bauteile derart zueinander gefügt und abgedichtet, dass weder Wasser, Wrasen oder
Verschmutzung eindringen kann. Dazu wird zwischen dem Oberteil 6 und dem Unterteil
7 eine Abdichtung 9 eingebracht, welche vorzugsweise eine temperaturstabile Abdichtung,
wie z. B. ein Silikondichtungselement ist. Mittels dieser Abdichtung ist der Hohlraum
zwischen dem Oberteil und dem Unterteil 7 hermetisch von der Umgebungsatmosphäre abgetrennt.
[0022] Die im Hohlraum 8 eingeschlossene Luft erzeugt einen Überdruck im Hohlraum 8, sobald
sich der Garraumträger 5, z. B. im Garraum bei 300° erwärmt. Zudem entsteht im Hohlraum
8 ein Unterdruck, sobald sich die Luft z. B. aufgrund eines Reinigungsprozesses des
Garraumteilers 5 im Wasser zusammenzieht. Die durch Über- oder Unterdruck entstehenden
Kräfte auf die im Wesentlichen plattenförmigen Bauteile, insbesondere Oberteil 6 und
Unterteil 7, erzeugen Beschädigungen des Garraumteilers 5 in Form von Bersten oder
Implosion. Diese Beschädigungen werden vermieden, indem Über- oder Unterdruck über
Druckventile 10 abgeführt werden, und systemkritische Drücke vermieden werden. Bei
dem Druckventil 10 kann es sich um ein Über- bzw. Unterdruckventil handeln, welches
in den Garraumteiler 5 eingeschweißt oder eingeschraubt ist. Besonders die seitlichen
Flanken am Garraumteiler sowie die Halteelemente bieten sich als gute Anbringungspunkte
für das Druckventil an. Zudem können mehrere Druckventile angeordnet sein, die unterschiedliche
Bereiche des Garraumteilers 5 versorgen. Die Druckventile sind vorzugsweise so angeordnet,
dass sie vor Verschmutzung geschützt sind. Zudem können die Druckventile 10 mittels
einer Membran vor Verschmutzung geschützt werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0023]
- 1
- Gargerät
- 2
- Garraum
- 3
- Garraumseitenwand
- 4
- Tür
- 5
- Garraumteiler
- 6
- Oberteil
- 7
- Unterteil
- 8
- Hohlkörper
- 9
- Abdichtung
- 10
- Druckventil
1. Garraumteiler für ein Gargerät (1), aufweisend einen Hohlkörper (8), indem sich vorzugsweise
ein Heizkörper befindet, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (8) nicht zerstörungsfrei demontierbar ist.
2. Garraumteiler (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Garraumteiler (5) im Wesentlichen einstückig ist.
3. Garraumteiler (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper aus Gehäuseteilen, vorzugsweise aus einem Oberteil 6 und einem Unterteil
7 gebildet ist.
4. Garraumteiler (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der einzelnen Gehäuseteile zueinander mittels einer Abdichtung (9)
dicht ist.
5. Garraumteiler (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung (9) mittels temperaturstabilen Abdichtungen erfolgt.
6. Garraumteiler (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung (9) mittels zumindest einer form- und/oder kraftschlüssigen, vorzugsweise
unlösbaren Verbindungen erfolgt.
7. Garraumteiler (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Garraumteiler (5) zumindest ein Druckventil (10) aufweist, wobei das zumindest
eine Druckventil (10) ein Überdruckventil und/oder ein Unterdruckventil ist.
8. Garraumteiler (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Garraumteiler (5) ein Halteelement aufweist, welches vorzugsweise zumindest ein
Druckventil (10) aufweist.
9. Garraumteiler (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Gehäuseteile zumindest eine mechanisch stabile Versteifungsprägung
und/oder eine Bombierung aufweist.
10. Gargerät (1), aufweisend einen Garraumteiler (5) nach einem der vorangegangenen Ansprüche.