[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckvorrichtung zur kontaktlosen Energieübertragung
von einem Primärteil auf ein Sekundärteil, die jeweils mindestens eine Spule aufweisen,
die induktiv miteinander koppelbar sind. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Betriebsverfahren
zum sicheren Betreiben einer solchen Steckvorrichtung.
[0002] Gegenüber Steckverbindern, bei denen eine Energieübertragung über mechanisch zu verbindende
bzw. zu trennende Kontaktelemente erfolgt, besitzen kontaktlose Steckvorrichtungen
Vorteile bezüglich eines Verschleißes durch eine hohe Zahl von Steckzyklen oder starken
Vibrationen. Zudem ist ein Kontaktabbrand bei einem Ein- oder Ausstecken unter elektrischer
Last verhindert. Auch die Gefahr des Ausbildens von Lichtbögen beim Trennen von Steckverbindern
mit einer hohen Strombelastung ist bei kontaktlosen Steckvorrichtungen nicht gegeben.
Schließlich liegt bei der kontaktlosen Übertragung von Energie eine galvanische Trennung
zwischen dem Primärteil und dem Sekundärteil vor, die beispielsweise beim Einsatz
im medizinischen Bereich gefordert sein kann. Das Fehlen der mechanisch aufwendig
ineinander greifenden Kontakte ermöglicht zudem eine Gestaltung der Steckvorrichtung
mit möglichst glatten Oberflächen, was die kontaktlosen Steckvorrichtungen geeignet
für Anwendungszwecke mit einer erhöhten Anforderung an Sauberkeit/Hygiene prädestiniert,
beispielsweise im Lebensmittelbereich.
[0003] US4942352 beschreibt eine Steckvorrichtung zur kontaktlosen Übertragung von elektrischer Energie.
Das Gehäuse ist nicht auf thermische Leitfähigkeit ausgelegt, und der Ferrit-Kern
wird nicht Temperatur-optimiert betrieben. Die vom Ferrit-Kern weit entfernte Elektronik-Teile,
geben erzeugte Wärme an der Bodenplatte ab. In
US2008/0197956 wird von der Spule erzeugte Wärme in einem Wärme dissipierenden Kühlkörper abgeführt.
Spule und Ferrit-Kern werden hierdurch abgekühlt. Elektronische Bauteile (Kondensatoren)
weiter entfernt auf einer Platine sind hier nicht an Wärme-Erzeugung beteiligt. Die
Druckschrift
DE 2 75 27 83 beschreibt eine Steckvorrichtung zur Übertragung von elektrischen Messsignalen, insbesondere
im Medizinbereich, bei der in den Stecker eine ringförmige Empfangsspule integriert
ist, die mit einer ebenfalls ringförmigen Sendespule in dem Gegenstecker im eingesteckten
Zustand induktiv über einen Übertragungsspalt gekoppelt ist. Die Sendespule des Gegensteckers
wird mit einer Wechselspannung beaufschlagt, die in der Empfangsspule des Steckers
eine Spannung induziert, die nach Gleichrichtung eingesetzt wird, um eine im Stecker
vorgesehene Auswerteelektronik für die Messsignale zu betreiben. Über die Auswerteelektronik
werden die Messsignale auf eine Lichtquelle aufmoduliert, sodass die Messsignale in
Form von Lichtsignalen galvanisch getrennt zum Gegenstecker übertragen werden können.
Die angegebene induktive Energieübertragung ist dem Einsatzzweck angepasst nur zur
Übertragung von kleinen Leistungen zur Versorgung der Messelektronik und der Lichtquelle
zur Signalübertagung geeignet.
[0004] Insbesondere die hohe Verschleißfestigkeit macht eine kontaktlose induktive Energieübertragung
auch im Automatisierungsbereich interessant, beispielsweise zur Übertragung von Energie
an ein Wechselwerkzeug eines Roboters. Hierfür würden jedoch Leistungen benötigt,
die über eine Vorrichtung, wie sie in der zuvor genannten Druckschrift beschrieben
ist, nicht übertragbar sind.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Steckvorrichtung der Eingangs
genannten Art bereitzustellen, über die auch höhere elektrische Leistungen, bevorzugt
im Bereich von einigen zehn Watt bis einigen hundert Watt, kontaktlos effizient und
sicher übertragen werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Steckvorrichtung bzw. ein Betriebsverfahren mit den
jeweiligen Merkmalen der unabhängigen Ansprüche 1 und 7 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Steckvorrichtungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Ein Aspekt einer Steckvorrichtung zur kontaktlosen induktiven Energieübertragung
von einem Primärteil zu einem Sekundärteil, die jeweils mindestens eine Spule aufweisen,
die induktiv miteinander koppelbar sind, zeichnet sich dadurch aus, dass die mindestens
eine Spule mit jeweils mindestens einem Ferritkern zusammenwirkt. Der Ferritkern erhöht
den magnetischen Fluss durch seine Permeabilität derart, dass auch bei kleinen Baugrößen
der Steckvorrichtung und kleinen Übertragungsflächen höhere elektrische Leistungen
übertragen werden können. Eine Energieübertragung ist durch den hohen magnetischen
Fluss auch dann bereits möglich, wenn das Primär- und das Sekundärteil sich (noch)
nicht in einer Position befinden, in der der Abstand zwischen ihnen minimal ist, sondern
wenn ein Spalt zwischen ihnen besteht. Die Energieübertragung ist dadurch robust und
wenig fehleranfällig, auch bei Vibrationen oder dem Vorliegen anderer mechanischer
Einflüsse, die zu einer Abstandsvergrößerung zwischen Primär- und Sekundärteil führen.
Auch können z.B. sekundärseitig stromversorgte Führungs- oder Sicherheitsmechanismen
bereits in einer Annäherungsphase der beiden Teile aktiviert werden.
[0008] In der Steckvorrichtung ist in dem Primärteil zumindest ein Wechselrichter mit elektronischen
Komponenten integral mit der Spule und dem Ferritkern in einem Gehäuse angeordnet.
Ebenfalls ist in dem Sekundärteil zumindest ein Gleichrichter mit elektronischen Komponenten
integral mit der Spule und dem Ferritkern in einem Gehäuse angeordnet. Auf diese Weise
entsteht eine Steckvorrichtung, die ähnlich einfach wie eine kontaktbehaftete Steckvorrichtung
beispielsweise in einem Kabel zur Energieübertragung angeordnet werden kann.
[0009] In der Ausgestaltung der Steckvorrichtung stehen die jeweiligen elektronischen Komponenten
in thermischen Kontakt mit dem jeweiligen Ferritkern. Bevorzugt sind die elektronischen
Komponenten im Primär- bzw. Sekundärteil jeweils auf einer Platine angeordnet, die
über ein wärmeübertragendes Medium mit dem Ferritkern thermisch gekoppelt ist. Durch
die thermische Kopplung wird der jeweilige Ferritkern durch die in den elektronischen
Komponenten umgesetzte Verlustleistung erwärmt. Innerhalb eines weiten Bereichs von
Betriebsparameteren von Ferritkernen sinken deren Leistungsverluste aufgrund von Ummagnetisierungsprozessen
mit steigender Temperatur ab. Der durch die thermische Kopplung erreichte Temperaturanstieg
am Ferritkern führt in der Folge zu geringeren Verlusten im Ferritkern, wodurch der
Gesamtwirkungsgrad (Übertragungseffizienz) der Steckvorrichtung steigt. In einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung der Steckvorrichtung ist das Innere des Gehäuses gegenüber
einem umgebenden Medium, insbesondere gegenüber einer umgebenden Flüssigkeit, abgedichtet.
So kann die Steckvorrichtung innerhalb von staubigen, sandigen oder feuchten Umgebungen
eingesetzt werden. Auch ist beispielsweise ein Einsatz unter Wasser möglich.
[0010] Eine erfindungsgemäßes Betriebsverfahren für eine Steckvorrichtung zur kontaktlosen
induktiven Energieübertragung von einem Primärteil zu einem Sekundärteil zeichnet
sich dadurch aus, dass das Primärteil eine Messung von Betriebsgrößen einer zur induktiven
Energieübertragung eingesetzten Primärspule vornimmt und abhängig von den gemessenen
Betriebsgrößen eine Energieübertragung unterbindet. Auf diese Weise kann von dem Primärteil
erkannt werden, wenn entweder gar kein Sekundärteil oder ein nicht passendes oder
ein defektes Sekundärteil zur induktiven Kopplung dem Primärteil gegenübersteht. Gerade
bei einer Steckvorrichtung mit dem Potential zu Übertragung höherer elektrischer Energie
wird so verhindert, dass von dem Primärteil eine Gefährdung ausgeht.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Betriebsverfahrens betreffen die Betriebsgrößen
eine Spannung an der Primärspule und/oder einen Strom durch die Primärspule, die bzw.
der sich ergibt, wenn die Primärspule mit einem Wechselspannungssignal mit vorgegebenen
Parametern beaufschlagt wird. Bevorzugt betreffen dabei die vorgegebenen Parameter
Größen, insbesondere ein Tastverhältnis, eines PWM-Verfahrens, das zur Erzeugung des
Wechselspannungssignals eingesetzt wird.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mithilfe von vier
Figuren näher erläutert. Die Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Schnittansicht einer Steckvorrichtung,
- Fig. 2
- eine weitere Schnittansicht der in Fig. 1 dargestellten Steckvorrichtung,
- Fig. 3
- ein Diagramm zur Darstellung einer spezifischen Verlustleistung in Abhängigkeit der
Frequenz bei einem Ferritmaterial unter verschiedenen Betriebsbedingungen und
- Fig. 4
- ein Ablaufdiagramm eines Betriebsverfahrens für eine kontaktlose Steckvorrichtung.
[0013] Figur 1 zeigt ein schematisches Schnittbild einer anmeldungsgemäßen Steckvorrichtung
zur kontaktlosen Energieübertragung von einem Primärteil 1 zu einem Sekundärteil 1'.
Elemente, die dem Primärteil 1 zugeordnet sind, im Folgenden auch primärseitige Elemente
genannt, tragen in der Figur Bezugszeichen ohne Apostroph. Elemente, die dem Sekundärteil
1' zugeordnet sind, im Folgenden auch sekundärseitige Elemente genannt, tragen Bezugszeichen
mit einem entsprechenden Apostroph. Dabei sind primärseitige und sekundärseitige Elemente,
die die gleiche oder eine vergleichbare Funktion aufweisen, mit Bezugszeichen mit
denselben Zahlen versehen. Wenn im Folgenden nicht explizit auf die Primär- oder Sekundärseite
verwiesen wird, werden Bezugszeichen ohne Apostroph verwendet, die sich auf beide
Seiten beziehen.
[0014] Primärteil 1 und Sekundärteil 1' weisen jeweils ein Gehäuse 2 auf, das aus einem
für Steckergehäuse üblichen Material wie Kunststoff, Aluminium oder Edelstahl oder
dergleichen gefertigt sein kann. Die Gehäuse 2 sind halbschalenförmig ausgeführt,
wobei ihre vordere Seite mit einer Frontplatte 3 verschlossen ist. Im hinteren Bereich,
wegweisend von der Frontplatte 3 ist in das Gehäuse 2 eine Kabeldurchführung 4 für
ein Anschlusskabel 5 eingebracht.
[0015] Unmittelbar hinter der Frontplatte 3 ist jeweils eine Spule 10 angeordnet, die auf
einen Ferritkern 11 gewickelt ist, bzw. auf einen Spulenkörper gewickelt ist, der
in den Ferritkern 11 eingelegt ist. Die Spule 10 kann mit einem einzelnen Leiter gewickelt
sein. Zur Verringerung des Skin-Effekts ist allerdings eine Verwendung von mehradriger
Hochfrequenzlitze bevorzugt.
[0016] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Ferritkern 11 primär- und sekundärseitig
ein runder Topfkern mit einem äußeren Rand 12 und einem dazu konzentrischen inneren
Dom 13. Ein solcher Kern wird auch als (zylindersymmetrischer) E-Kern bezeichnet.
Dabei sind die Querschnitte des äußeren Rands 12 und des inneren Doms 13 bevorzugt
näherungsweise gleich groß, um eine homogene magnetische Flussdichte unter Berücksichtigung
der unterschiedlichen Streufelder im Ferritkern 11 zu erzielen. Die Verwendung von
Ferritkernen mit anderer Geometrie ist ebenfalls möglich. Beispielsweise können quadratische
oder rechteckige Kerne mit runden oder quadratischen bzw. rechteckigen Ferritkernen
eingesetzt werden. Auch Spulen ohne Spulenkörper, z.B. mit miteinander verklebten
Leitern können verwendet werden.
[0017] Zur jeweiligen Frontplatte 3 hin sind die Ferritkerne 11 offen, wohingegen auf der
gegenüberliegenden Seite der äußere Rand 12 und der innere Dom 13 über einen Topfboden
miteinander verbunden sind. Die Spule 10 ist jeweils in den hier ringförmigen Graben
zwischen dem äußeren Rand 12 und dem inneren Dom 13 eingelegt. Ein eventuell noch
vorhandener Spalt zwischen dem äußeren und inneren Rand der Spule 10 und dem Ferritkern
11 kann mit einem wärmeleitenden Medium ausgefüllt sein.
[0018] Im Betrieb werden zur kontaktlosen induktiven Energieübertragung das Primärteil 1
und das Sekundärteil 1' mit ihren Frontplatten 3, 3' aufeinander zuweisend in geringem
Abstand zu einander gebracht. In der Figur 1 ist dieser Abstand, der einen Übertragungsspalt
bildet, als Übertragungsabstand d eingezeichnet. Der Übertragungsabstand d liegt im
Bereich von 0 bis einigen Millimetern oder Zentimetern, abhängig von der Größe, insbesondere
dem Durchmesser der Spulen 10 bzw. Ferritkerne 11. Im Betrieb wird die primärseitige
Spule 10, nachfolgend auch als Primärspule 10 bezeichnet, mit einem Wechselstrom beaufschlagt.
Bevorzugt ist dabei aus der Primärspule 10 und einem Resonanzkondensator ein Resonanzkreis
gebildet, dessen Frequenz im Bereich von einigen Kilohertz (kHz) bis einigen hundert
kHz liegen, wobei eine Frequenz im Bereich von einigen zehn kHz besonders bevorzugt
ist. Der Wechselstrom, mit der die Primärspule 10 beaufschlagt wird, wird von einem
Wechselrichter bereitgestellt. Im Wechselrichter kann zur Erzeugung der Wechselspannung
dabei beispielsweise ein Pulsweitenmodulationsverfahren (PWM) eingesetzt werden. Der
Wechselrichter befindet sich zusammen mit Überwachungs- und Steuereinrichtungen auf
einer Platine 20 innerhalb des Gehäuses 2 des Primärteils 1. In der Figur sind beispielhaft
auf der Platine 20 elektronische Komponenten 21 eingezeichnet. Zum Schutze des Wechselrichters
vor einer Resonanzüberhöhung der Amplitude am Resonanzkreis, gebildet aus dem genannten
Resonanzkondensator und der Primärspule 10, wird der Resonanzkreis leicht überresonant,
also bei Frequenzen oberhalb der Resonanzfrequenz, betrieben. Bei einer Energieübertragung
bedingt die magnetische Kopplung zwischen der Primärspule 10 und sekundärseitigen
Spule 10', nachfolgend Sekundärspule 10' genannt, die durch die vorhandenen Ferritkerne
11 und 11' besonders effizient ist. In der Sekundärspule 10'wird eine Spannung induziert,
die nach Gleichrichtung, Spannungswandlung - und ggf. Spannungsstabilisierung - als
Ausgangsspannung am Anschlusskabel 5' zur Abgabe der übertragenen Energie bereitsteht.
Die elektronischen Komponenten auf der Sekundärseite sind ebenfalls auf einer Platine
20' angeordnet, wobei hier wiederum beispielhaft einzelne elektronische Komponenten
21' eingezeichnet sind. Vorteilhaft kann die Sekundärspule einen Mittelabgriff aufweisen,
so dass ein Synchrongleichrichter verwendet werden kann.
[0019] Die Ferritkerne 11, 11' erlauben eine hohe magnetische Flussdichte, durch die eine
effiziente Energieübertragung auch bei kleinem Spulenvolumen möglich ist. Die Übertragung
ist dabei relativ tolerant gegenüber einer lateralen Verschiebung des Primärteils
1 und des Sekundärteils 1' gegeneinander möglich. Dieses ist beispielsweise im Automatisierungsbereich
von hohem Vorteil, da auf eine hohe Positioniergenauigkeit zur Etablierung einer konventionellen
kontaktbehafteten Steckverbindung verzichtet werden kann.
[0020] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Figur 1 sind keine ineinandergreifenden
Führungs- oder Positionierungselemente vorgesehen, die das Primärteil 1 und das Sekundärteil
1' beim Ineinanderstecken lateral zueinander ausrichten würden. Durch das Fehlen solcher
Elemente können das Primärteil 1 und das Sekundärteil 1' auch durch eine Lateralbewegung,
das heißt eine Bewegung in Richtung der Ausdehnung der Frontplatten 3, 3' in die Betriebsposition
gebracht werden bzw. von einander getrennt werden. Dieses erweist sich gerade im Automatisierungsbereich
als besonders vorteilhaft, da eine zusätzliche axiale Bewegung von Primär- und Sekundärteil
1,1' aufeinander zu zum Etablieren oder Trennen einer Steckverbindung nicht erforderlich
ist. Je nach geplantem Anwendungszweck können in alternativen Ausgestaltungen derartige
Führungs- oder Positionierungselemente jedoch auch vorgesehen sein.
[0021] Sowohl beim Primärteil 1 als auch beim Sekundärteil 1' sind zwischen dem jeweiligen
Ferritkern 11 und der Platine 20 Wärmeleitmatten 14 angeordnet. Insbesondere bei der
Primärseite, aber auch bei der Sekundärseite stellen die auf der Platine 20 angeordneten
elektronischen Bauteile 21 eine große Verlustquelle im Übertragungsweg dar. Die von
diesen Bauelementen 21 erzeugte Verlustwärme wird über die Wärmeleitmatten 14 auf
den Ferritkern 11 übertragen. Dadurch wärmt sich der Ferritkern 11 im Betrieb auf
eine höhere Betriebstemperatur auf, als dieses ohne die thermische Kopplung an die
Platine 20 der Fall wäre. Als Folge davon steigt die Effizienz der Energieübertragung,
wie anhand der Figur 3 ersichtlich ist. Anstelle der Wärmeleitmatten 14 kann beispielsweise
auch eine Vergussmasse eingesetzt werden, um die Platine 20 und den Ferritkern 11
thermisch zu koppeln.
[0022] Die Figur 3 zeigt Abhängigkeiten der spezifischen Verlustleistung P
V für ein beispielhaftes Ferritmaterial des Ferritkerns 11 in Abhängigkeit der Betriebsfrequenz
f in doppelt logarithmischer Auftragung. Die Abhängigkeit ist in mehreren Kurvenpaaren
für verschiedene Magnetisierungen, die zwischen 50 Milli-Tesla (mT) und 200 mT variieren,
angegeben. Bei jedem Kurvenpaar gibt die obere, durchgezogene Kurve die spezifische
Verlustleistung bei 25° Celsius, also ungefähr Raumtemperatur, und die untere, gestrichelte
Kurve die spezifische Verlustleistung bei einer Temperatur von 100° Celsius des Ferritkerns
11 an. Es ist zu erkennen, dass über dem gesamten dargestellten Frequenzbereich für
jede benutzte Magnetisierung die Verluste bei geringerer Temperatur im Ferritkern
11 größer sind als bei höherer Temperatur. Der zuvor beschriebene Eintrag der Verlustleistung
der elektronischen Komponenten als Wärme in den Ferritkern 11 erhöht dessen Temperatur
und senkt folglich die Verlustleistung im Ferritkern 11 aufgrund der Ummagnetisierung.
Dadurch wird der Gesamtwirkungsgrad des Übertragungssystems verbessert. Dieser Effekt
kann sowohl auf der Primärseite als auch auf der Sekundärseite genutzt werden. Gleichzeitig
wird der vorhandene Ferritkern 11, 11' durch die thermische Kopplung als Kühlkörper
für die Elektronikkomponenten 21, 21' eingesetzt, wodurch sich als zusätzlicher Effekt
eine Material- und somit Kosteneinsparung ergibt.
[0023] Beim Betrieb der Steckvorrichtung besteht aufgrund der hohen übertragbaren Leistung
ein Gefahrenpotential, wenn das Primärteil 1 betrieben wird, ohne dass ein passendes
komplementäres Sekundärteil 1' diesem gegenüber angeordnet ist. Im harmlosesten Fall
wird das Primärteil 1 "leer betrieben", was jedoch einen unnötig hohen Leerlauf-Energieverbrauch
für das Primärteil bedeuten würde und was im Hinblick auf eine unerwünschte Abstrahlung
von elektromagnetischen Verunreinigungen ungewünscht ist. Weniger harmlos kann dagegen
das Betreiben des Primärteils 1 sein, wenn dieses einer leitenden, z.B. einer metallischen
Fläche gegenüber positioniert ist. Die in der metallischen Fläche induzierten Ströme
können diese aufheizen. Auch sollte das Primärteil nicht mit einem nicht passenden
oder defekten Sekundärteil betrieben werden.
[0024] In Figur 4 ist ein Betriebsverfahren für eine Steckverbindung zur kontaktlosen induktiven
Energieübertragung beschrieben, die sowohl einen erhöhten Leerlauf-Energieverbrauch
des Primärteils 1, als auch eine unkontrollierte Energieübertragung in ein anderes
Element als ein geeignetes Sekundärteil 1' verhindert. Das dargestellte Betriebsverfahren
kann beispielsweise mit der zuvor im Zusammenhang mit den Figuren 1 und 2 beschriebenen
Steckvorrichtung ausgeführt werden. Es wird daher beispielhaft mit Verweis auf diese
Steckverbindung beschrieben.
[0025] In einem ersten Schritt S1 wird ein Wechselspannungssignal mit vorgegebenen ersten
Parametern an die Primärspule 10 ausgegeben. Im dargestellten Beispiel werden dazu
vorgegebene erste Parameter für ein PWM-Verfahren eingestellt, beispielsweise ein
Tastverhältnis.
[0026] Danach kann zunächst in einem Schritt S2 eine Verzögerungszeit von hier beispielhaft
15 Millisekunden vorgesehen sein, die dem Einschwingen des Systems auf die Einstellungen
im Schritt S1 dient. Der Schritt S2 ist optional und kann entfallen, wenn das System
nur eine vernachlässigbar kurze Zeit benötigt, um geänderte Einstellungen umzusetzen.
[0027] Nach dem Schritt S2 wird in einem Schritt S3 der Strom durch die Primärspule 1 als
eine Betriebsgröße der Primärspule 10 gemessen. Nur wenn das Sekundärteil 1' gegenüber
dem Primärteil 1 vorhanden ist, bleibt der gemessene Strom unterhalb eines vorgegebenen,
mit dem ersten Parametern korrelierten Stromgrenzwerts. Zusätzlich oder alternativ
kann vorgesehen sein, neben dem Strom durch die Primärspule 1 selbst, die zeitliche
Änderungsrate dieses Stroms zu betrachten. Sekundärseitig ist üblicherweise ein Zwischenkreiskondensator
an der gleichgerichteten Spannung vorgesehen, dessen Aufladung nach dem Einstellen
eines Wechselspannungssignals mit den vorgegebenen ersten Parametern zu einer Stromänderung
des Stroms durch die Primärspule 1 mit einem charakteristischen Zeitverlauf führt.
Es kann somit sowohl über den Absolutwert des Stroms als auch über dessen Änderungsrate
in dem Schritt S3 ermittelt werden, ob ein Sekundärteil 1' dem Primärteil 1 gegenübersteht.
[0028] Wenn kein Sekundärteil 1' vorhanden ist oder auch wenn eine leitende Fläche dem Primärteil
1 gegenübersteht, übersteigt der gemessene Strom den Grenzwert und/oder seine Änderungsrate
zeigt nicht den erwarteten charakteristischen Verlauf. In dem Fall verzweigt das Verfahren
zu einem Schritt S10, in dem die Primärspule 10 nicht mehr mit Spannung beaufschlagt
wird, mit anderen Worten keine Energieübertragung stattfindet. In diesem Zustand verharrt
das Verfahren in einem Schritt S11 für eine relativ lange Verzögerungszeit, die hier
beispielhaft bei 0,5 Sekunden liegt. Nach Ablauf dieser Verzögerungszeit wird das
Verfahren erneut mit dem Schritt S1 fortgesetzt, in dem wiederum eine erste Amplitude
an die Primärspule 10 angelegt wird. In einem Takt, dessen Dauer in etwa der Verzögerungszeit
des Schritts S11 entspricht, versucht das System somit eine Energieübertragung zu
etablieren (Polling-Verfahren). Es kann vorgesehen sein, dass ein ev. sekundärseitig
vorhandener Kondensator über einen Entlademechanismus in der Zeit des Schritts 11
entladen wird, so dass bei erneutem Start des Verfahrens mit dem Schritt S1 unter
gleichen Anfangsbedingungen startet. Dieses ist insbesondere für den Schritt S3 und
die dort erfolgende Überprüfung der Strom- oder Stromänderungswerte vorteilhaft. Zur
Entladung kann sekundärseitig eine Stromsenke vorhanden sein, die nach erfolgter Kopplung
von Primärteil 1 und Sekundärteil 1' (vgl. Schritt S9) abgeschaltet wird, um den Stromverbrauch
zu reduzieren.
[0029] Wenn im Schritt S3 festgestellt wird, dass der gemessene Strom unterhalb des Grenzwertes
liegt und/oder die erwartete Zeitabhängigkeit zeigt, wird das Verfahren nach einer
weiteren kurzen Verzögerungszeit im Schritt S4 mit einem Schritt S5 fortgesetzt, in
dem die Höhe der Spannung an der Primärspule 10 als eine weitere Betriebsgröße bestimmt
wird. Wird im Schritt S5 festgestellt, dass die Spannung bestimmte vorgegebene Vorraussetzungen
nicht erfüllt, verzweigt das Verfahren wiederum zum Schritt S10. Liegt die Spannung
dagegen im vorgegebenen Bereich, wird das Verfahren mit einem Schritt S6 fortgeführt.
[0030] In dem Schritt S6 wird die Primärspule 10 mit einem Wechselspannungssignal mit vorgegebenen
zweiten Parametern beaufschlagt. Im dargestellten Beispiel werden dazu analog zum
Schritt S1 zweite Parameter des PWM-Verfahrens eingestellt, wiederum beispielsweise
über das Tastverhältnis. Nach einer erneuten, optionalen Verzögerungszeit im Schritt
S7, die dem Einschwingen des Systems auf die geänderten Betriebsbedingungen dient
(vgl. Schritt S2), wird in einem nachfolgenden Schritt S8 wiederum die an der Spule
anliegende Spannung gemessen. Erfüllt diese Spannung zweite vorgegebene Spannungskriterien,
die mit den zweiten Parametern korreliert sind, nicht, verzweigt das System abermals
zum Schritt S10. Nur wenn im Schritt S8 festgestellt wird, dass auch die zweiten Kriterien
erfüllt sind, wird das Verfahren mit einem Schritt S9 fortgeführt, in dem die Primärspule
10 zur Energieübertragung betrieben wird.
[0031] Während des Betriebs des Primärteils 1 im Schritt S9 wird fortlaufend der Strom durch
die Primärspule 1 und/oder durch Schaltelemente des Wechselrichters ermittelt. Übersteigt
der Absolutwert des Stroms einen bestimmten Grenzwert, wird der Betrieb abgebrochen
und das Verfahren verzweigt zu Schritt S10. So wird eine zu hohe Last an der Sekundärseite
primärseitig erkannt. Weiterhin wird anhand der Ströme die Kurvenform am Ausgang des
Wechselrichters überprüft. Zu große Abweichungen der Kurvenform von einer Sinuskurve
deuten auf eine nicht korrekte Sekundärseite hin. Auch ein Entfernen eines ansonsten
passenden Sekundärteils 1' kann so detektiert werden. In einem solchen Fall verzweigt
das Verfahren ebenfalls zum Schritt S10.
[0032] Das dargestellt Verfahren hat den Vorteil, dass eine nicht korrekte Sekundseite primärseitig
erkannt wird. Es ist keine Rückmeldung von dem Sekundärteil 1' an das Primärteil 1
notwendig, um ein sicheres Betreiben des Primärteils 1 zu garantieren. In einer Betriebsumgebung
kann das System durch die Umgebungsbedingungen und/oder auch durch eigne Verlustleistung
Temperaturen in einem weiten Temperaturbereich, beispielsweise zwischen -20°C und
100 °C, ausgesetzt sein. Die in dem Verfahren, beispielsweise in den Schritten S3
und S8, eingesetzten Parametern und/oder Grenzwerte können temperaturabhängig vorgegeben
sein, um bei jeder möglichen Betriebstemperatur einen korrekten Verfahrensablauf mit
sicherer Erkennung einer korrekt arbeitenden Sekundärseite sicherzustellen.
[0033] In einer alternativen Ausgestaltung des Steckverbinders ist ein auf einer Rückmeldung
eines Sekundärteils an ein Primärteil basierender Sicherheitsmechanismus alternativ
oder zusätzlich einsetzbar.
[0034] In einer weiteren alternativen Ausgestaltung des Steckverbinders kann vorgesehen
sein, die Größe des Luftspaltes im Betrieb ständig zu ermitteln und zu überprüfen.
Der Luftspalt kann anhand einer Verstimmung des Resonanzkreises über die Resonanzfrequenz
ggf. in Verbindung mit dem in der Primärspule fließenden Strom ermittelt werden. Es
kann vorgesehen sein, die Energieübertragung bei Überschreiten eines vorgegebenen
Abstands d (vgl. Fig. 1) zu unterbinden.
[0035] Weiterhin ist es möglich, sekundärseitig eine Energiepufferung, z.B. durch einen
Kondensator mit hoher Kapazität, vorzusehen, um in der Sekundärseite bei temporärem
Spannungsausfall, z.B. innerhalb während eines Werkzeugwechsels, einen Betrieb oder
Notbetrieb aufrechtzuhalten.
[0036] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Steckvorrichtung ist diese für den Betrieb
in einem flüssigen Medium ausgelegt. Dazu ist zum Einen das Gehäuse 2 in Verbindung
mit der Frontplatte 3 gegenüber diesem flüssigen Medium abgedichtet. Zum Anderen kann
zusätzlich eine Wärmeisolierung, z. B. in Form eines dünnen Luftspalts zwischen dem
Ferritkern 11 und der Frontplatte 3 vorgesehen sein, um den zuvor beschriebenen Effekt
der Effizienzverbesserung durch Erwärmung des Ferritkerns 11 auch innerhalb eines
eher kühlenden flüssigen umgebenden Mediums zu erreichen. Zudem kann die Übertragung
über den Übertragungsspalt d auf geänderte magnetische Suszeptibilitäten des flüssigen
Mediums optimiert werden. Die Abdichtung zwischen dem Gehäuse 2 und der Frontplatte
3 bietet vorteilhafterweise auch einen Schutz vor Staub und Schmutz.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Primärteil
- 1'
- Sekundärteil
- 2,2'
- Gehäuse
- 3,3'
- Abdeckplatte
- 4, 4'
- Anschlusskabel
- 5, 5'
- Kabeldurchführung
- 10
- Primärspule
- 10'
- Sekundärspule
- 11, 11'
- Ferritkern
- 12, 12'
- äußerer Rand
- 13, 13'
- innerer Dom
- 14, 14'
- Wärmeleitmatte
- 20, 20'
- Platine
- 21, 21'
- elektronische Bauelemente
1. Steckvorrichtung geeignet zur kontaktlosen induktiven Energieübertragung von einem
Primärteil (1) zu einem Sekundärteil (1'), die Steckvorrichtung diese Teile beinhaltend,
die jeweils mindestens eine Spule (10, 10') aufweisen, die induktiv miteinander koppelbar
sind, wobei die mindestens eine Spule (10, 10') mit jeweils mindestens einem Ferritkern
(11, 11') zusammenwirkt, wobei in dem Primärteil (1) zumindest ein Wechselrichter
mit elektronischen Komponenten (21) integral mit der Spule (10) und dem Ferritkern
(11) in einem Gehäuse (2) angeordnet ist und/oder in dem Sekundärteil (1') zumindest
ein Gleichrichter mit elektronischen Komponenten (21') integral mit der Spule (10')
und dem Ferritkern (11') in einem Gehäuse (2') angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen elektronischen Komponenten (21, 21') in thermischem Kontakt mit dem
jeweiligen Ferritkern (11, 11') stehen, wobei der jeweilige Ferritkern (11, 11') im
Betrieb durch die in den elektronischen Komponenten umgesetzte Verlustleistung erwärmbar
ist.
2. Steckvorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Ferritkern (11, 11') ein Topfkern mit
äußerem Rand (12, 12') und innerem Dom (13, 13') ist.
3. Steckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die elektronischen Komponenten (21,
21') im Primär- bzw. Sekundärteil (1, 1') jeweils auf einer Platine (20, 20') angeordnet
sind, die über ein wärmeübertragendes Medium mit dem Ferritkern (11, 11') thermisch
gekoppelt ist.
4. Steckvorrichtung nach Anspruch 3, bei der das wärmeübertragendes Medium eine Wärmeleitmatte
(14, 14') ist.
5. Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der ein Wärmeübergang von der
jeweiligen Spule (10, 10') auf den zugeordneten Ferritkern (11, 11') durch ein wärmeübertragendes
Medium erhöht ist.
6. Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der das Innere des Gehäuses
(2, 2') gegenüber einem umgebenden Medium, insbesondere gegenüber einer umgebenden
Flüssigkeit, abgedichtet ist.
7. Betriebsverfahren für eine Steckvorrichtung zur kontaktlosen induktiven Energieübertragung
von einem Primärteil (1) zu einem Sekundärteil (1') gemäß einem der Ansprüche 1 bis
6, bei dem das Primärteil (1) eine Messung von Betriebsgrößen einer zur induktiven
Energieübertragung eingesetzten Primärspule (10) vornimmt und abhängig von den gemessenen
Betriebsgrößen eine Energieübertragung unterbindet.
8. Betriebsverfahren nach Anspruch 7, bei dem die Betriebsgrößen eine Spannung an der
Primärspule (10) und/oder einen Strom durch die Primärspule (10) betreffen, die bzw.
der sich ergibt, wenn die Primärspule (10) mit einem Wechselspannungssignal mit vorgegebenen
Parametern beaufschlagt wird.
9. Betriebsverfahren nach Anspruch 8, bei dem die vorgegebenen Parameter Größen, insbesondere
ein Tastverhältnis, eines PWM-Verfahrens sind, das zur Erzeugung des Wechselspannungssignals
eingesetzt wird.
1. Plug device suitable for contact-free inductive energy transfer from a primary part
(1) to a secondary part (1'), the plug device comprising these parts, which each have
at least one coil (10, 10') and are inductively connected to each other, wherein the
at least one coil (10, 10') works together with at least one ferrite core (11, 11')
in each case, wherein in the primary part (1) at least one inverter with electronic
components (21) is arranged integrally with the coil (10) and the ferrite core (11)
in a housing (2) and/or in the secondary part (1') at least one rectifier with electronic
components (21') is arranged integrally with the coil (10') and the ferrite core (11')
in a housing (2), characterized in that the respective electronic components (21, 21') are in thermal contact with the respective
ferrite core (11, 11'), wherein the respective ferrite core (11, 11') can be heated
during operation due to the power loss converted in the electronic components.
2. Plug device according to Claim 1, in which the ferrite core (11, 11') is a pot core
with outer margin (12, 12') and inner dome (13, 13').
3. Plug device according to Claim 1 or 2, in which the electronic components (21, 21')
are arranged in the primary and secondary parts (1, 1') on a circuit board (20, 20')
in each case, the latter being thermally connected via a heat-transferring medium
to the ferrite core (11, 11').
4. Plug device according to Claim 3, in which the heat-transferring medium is a heat
conducting pad (14, 14').
5. Plug device according to one of Claims 1 to 4, in which a heat transfer from the respective
coil (10, 10') to the associated ferrite coil (11, 11') is increased by a heat-transferring
medium.
6. Plug device according to one of Claims 1 to 5, in which the interior of the housing
(2, 2') is sealed with respect to a surrounding medium, in particular with respect
to a surrounding fluid.
7. Operating method for a plug device for contact-free inductive energy transfer from
a primary part (1) to a second part (1') according to one of Claims 1 to 6, in which
the primary part (1) carries out a measurement of operating factors of a primary coil
(10) used for inductive energy transfer, and depending on the measured operating factors
it prevents energy transfer.
8. Operating method according to Claim 7, in which the operating factors relate to a
voltage on the primary coil (10) and/or a current through the primary coil (10) which
is(are) generated when an alternating voltage signal with predetermined parameters
is applied to the primary coil (10).
9. Operating method according to Claim 8, in which the predetermined parameters are factors,
in particular a duty factor, of a PWM method which is used for generating the alternating
voltage signal.
1. Dispositif enfichable adapté à la transmission d'énergie par induction sans contact
d'une partie primaire (1) à une partie secondaire (1'), le dispositif enfichable contenant
ces parties qui présentent chacune au moins une bobine (10, 10') pouvant être couplées
entre elles par induction, ladite au moins une bobine (10, 10') coopérant avec au
moins un noyau de ferrite (11, 11') dans chaque cas, au moins un onduleur avec des
composants électroniques (21) étant intégré avec la bobine (10) et le noyau de ferrite
(11) dans un boîtier (2) dans la partie primaire (1) et/ou au moins un redresseur
avec des composants électroniques (21') étant intégré avec la bobine (10') et le noyau
de ferrite (11') dans un boîtier (2') dans la partie secondaire (1'), caractérisé en ce que les composants électroniques respectifs (21, 21') sont en contact thermique avec
le noyau de ferrite respectif (11, 11'), le noyau de ferrite respectif (11, 11') pouvant
être chauffé en fonctionnement par la dissipation de puissance générée dans les composants
électroniques.
2. Dispositif enfichable selon la revendication 1, dans lequel le noyau de ferrite (11,
11') est un noyau en pot avec un bord extérieur (12, 12') et un dôme intérieur (13,
13').
3. Dispositif enfichable selon la revendication 1 ou 2, dans lequel les composants électroniques
(21, 21') sont disposés dans la partie primaire ou secondaire (1, 1') respectivement
sur une carte (20, 20') qui est couplée thermiquement au noyau de ferrite (11, 11')
par l'intermédiaire d'un milieu transmettant la chaleur.
4. Dispositif enfichable selon la revendication 3, dans lequel le milieu transmettant
la chaleur est une natte conductrice de chaleur (14, 14').
5. Dispositif enfichable selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel une transmission
de chaleur de la bobine respective (10, 10') au noyau de ferrite associé (11, 11')
est augmentée par un milieu transmettant la chaleur.
6. Dispositif enfichable selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel l'intérieur
du boîtier (2, 2') est rendu étanche par rapport à un milieu environnant, en particulier
par rapport à un liquide environnant.
7. Procédé de fonctionnement d'un dispositif enfichable pour la transmission d'énergie
par induction sans contact d'une partie primaire (1) à une partie secondaire (1')
selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel la partie primaire (1) effectue
une mesure de grandeurs de fonctionnement d'une bobine primaire (10) utilisée pour
la transmission d'énergie par induction et, en fonction des grandeurs de fonctionnement
mesurées, empêche une transmission d'énergie.
8. Procédé de fonctionnement selon la revendication 7, dans lequel les grandeurs de fonctionnement
concernent une tension à la bobine primaire (10) et/ou un courant à travers la bobine
primaire (10) qui se produisent lorsque la bobine primaire (10) est soumise à un signal
de tension alternative avec des paramètres prédéterminés.
9. Procédé de fonctionnement selon la revendication 8, dans lequel les paramètres prédéterminés
sont des grandeurs, en particulier un rapport cyclique, d'un procédé PWM utilisé pour
produire le signal de tension alternative.