[0001] Die Erfindung betrifft ein Behälterbehandlungsmodul, das in Behälterbehandlungsmaschinen,
wie beispielsweise Etikettiermaschinen oder Abfüllanlagen, zum Einsatz kommen kann.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik ist bekannt, Rundläufermaschinen vorzusehen, die über einen
Drehtisch verfügen, auf dem Drehteller befestigt sind, die entweder zentral von einem
Motor oder separat über einen Servomotor angetrieben werden können, wie beispielsweise
in der
DE 10 2004 026 755 A1 beschrieben ist. Zusätzlich dazu verfügen solche Rundläufermaschinen über einen Überbau,
an dem Zentriervorrichtungen vorgesehen sein können, die zu behandelnde Behälter auf
dem Drehtisch zentrieren können.
[0003] Aus der
DE 10 2008 038 146 A1 ist bekannt, einen Drehtisch zusammen mit den notwendigen Steuerelektroniken und
Antrieben in Form eines Bausatzes vorzusehen, der für unterschiedliche Größen von
Maschinen, insbesondere Karussellgrößen und Durchmesser, dimensioniert wird.
Aufgabe
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, flexible und schnell modifizierbare
Behälterbehandlungsmaschinen bereitzustellen, die darüber hinaus einen schnellen Austausch
defekter Bestandteile ermöglichen.
Lösung
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Behälterbehandlungsmodul nach Anspruch
1 und die Behälterbehandlungsmaschine nach Anspruch 13 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0006] Zur Lösung der technischen Aufgabe umfasst das Behälterbehandlungsmodul, das für
eine Verwendung in einer Behälterbehandlungsmaschine vorgesehen ist, einen Rahmen,
an dem ein Standteller, beispielsweise ein Drehteller, dem ein Motor zugeordnet sein
kann, und eine Zentriereinrichtung, die einen Behälter auf dem Standteller zentrieren
kann, angeordnet sind und wobei dieses Behälterbehandlungsmodul wenigstens ein Mittel
zur Befestigung an der Behälterbehandlungsmaschine und/oder einem anderen Behälterbehandlungsmodul
umfasst. Durch das Vorsehen von entsprechenden Behälterbehandlungsmodulen kann eine
Behälterbehandlungsmaschine leicht mit einer beliebigen Anzahl von Behandlungsstationen
für Behälter ausgestattet werden und diese Anzahl auch jederzeit durch Ausbauen oder
Hinzufügen weiterer Behälterbehandlungsmodule verändert werden. Darüber hinaus gestattet
die Ausgestaltung der Behälterbehandlungsmodule mit Mitteln zur Befestigung an der
Behälterbehandlungsmaschine oder anderen Behälterbehandlungsmodulen den einfachen
Austausch möglicherweise defekter Standteller oder Motoren oder Zentriereinrichtungen
eines bestimmten Behälterbehandlungsmoduls ohne die komplette Behälterbehandlungsmaschine
umbauen zu müssen.
[0007] Vorzugsweise können die Mittel zur Befestigung am Rahmen des Behälterbehandlungsmoduls
angeordnet sein.
[0008] Ferner kann das Behälterbehandlungsmodul so ausgebildet sein, dass es eine vollständige
Behälterbehandlungsstation bildet. Dazu zählt insbesondere das Vorsehen entsprechender
Elektronik und aller nötiger Bestandteile, die in einer Behälterbehandlungsstation
enthalten sein müssen, so dass ausschließlich eine Verbindung des Behälterbehandlungsmoduls
mit etwaigen Leitungen und elektronischen Verbindungen zur Datenübertragung sowie
Stromübertragung von der Behälterbehandlungsmaschine oder einer entsprechenden Steuereinheit
notwendig ist, das Behälterbehandlungsmodul jedoch in sich vollständig funktionsfähig
ist.
[0009] Weiterhin kann das Behälterbehandlungsmodul an einer Behälterbehandlungsmaschine
wenigstens an einem von einem Karusselltisch, einer zentralen Achse oder einem Überbau
befestigt werden. Somit wird ein leichter Einbau und Ausbau der Behälterbehandlungsmodule,
beispielsweise über Steckverbindungen, ermöglicht.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der Zentriereinrichtung ein Motor zugeordnet
sein. So wird die Funktionsfähigkeit des Behälterbehandlungsmoduls komplettiert und
das Vorsehen externer Motoren, die je nach gewünschter Anzahl von Behälterbehandlungsmodulen
angepasst werden müssten, wird vorzugsweise überflüssig.
[0011] Weiterhin kann eine lokale Steuereinheit zur Steuerung der Zentriereinrichtung und/oder
des Standtellers und/oder der diesem zugeordneten Motoren im Behälterbehandlungsmodul
vorgesehen sein. Durch Bereitstellen lokaler Steuereinheiten mit jedem Behälterbehandlungsmodul
wird gewährleistet, dass unabhängig von der Anzahl der Behälterbehandlungsmodule,
die in einer Behälterbehandlungsmaschine vorgesehen sind und unabhängig vom Austausch
oder Hinzufügen weiterer Behälterbehandlungsmodule eine korrekte Steuerung der Behälterbehandlungsmodule
möglich ist.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform kann ein Behälterbehandlungsmodul wenigstens einen Sensor
zur Erfassung von Betriebsparametern des Behälterbehandlungsmoduls aufweisen. So können
für ein Behälterbehandlungsmodul spezifische Betriebsparameter, wie beispielsweise
die Stellung des Drehtellers oder die von der Zentriereinrichtung über einen zu behandelnden
Behälter auf den Drehteller übertragene Kraft oder die Drehzahl der vorgesehenen Motoren
bestimmt werden.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Rahmen fest vorbestimmte unveränderbare
Abmessungen auf.
[0014] Gemäß einer anderen Ausführungsform kann das Behälterbehandlungsmodul wenigstens
eine verstellbare Abmessung aufweisen. So ist eine Anpassung des Behälterbehandlungsmoduls
an bestimmte gewünschte Prozessparameter und eine Einbettung in bestehende Prozessabläufe
möglich. Beispielsweise kann durch Verstellung einer solchen Abmessung der Abstand
zu einer Übergabeeinrichtung von zu befüllenden Behältern variiert werden.
[0015] Das Verstellen der wenigstens einen Abmessung kann über in diese Richtung gegeneinander
bewegliche Bestandteile erfolgen, wobei entweder ein Motor, der zum Bewegen der beweglichen
Bestandteile geeignet ist, vorzugsweise am Behälterbehandlungsmodul angeordnet ist
oder die beweglichen Bestandteile über Gewinde oder andere manuell einstellbare Glieder
miteinander verbunden sind, die geeignet sind, die relative Position der beweglichen
Bestandteile zueinander einzustellen.
[0016] Weiterhin ist das Behälterbehandlungsmodul dadurch gekennzeichnet, dass es mit anderen
gleichartigen Behälterbehandlungsmodulen zu Gruppen von mindestens 10, 25 oder 50
oder mehr zusammenbaubar ist. Durch Zusammenbauen solcher Gruppen kann erreicht werden,
dass die Konstruktion stabil genug ist, um auf zusätzliche Karusselltische oder Ähnliches
zu verzichten, wodurch eine, eine Vielzahl von Behälterbehandlungsmodulen umfassende
Behälterbehandlungsmaschine noch flexibler einsetzbar wird.
[0017] Weiterhin kann die Gruppe von Behälterbehandlungsmodulen in Form eines Rings zusammenbaubar
sein. So kann die Gruppe der Behälterbehandlungsmodule die Funktion der stützenden
Teile, die sonst in einer Behälterbehandlungsmaschine eingesetzt werden würden, wie
beispielsweise Karusselltische, zentrale Achsen oder Überbau übernehmen und diese
zumindest zum Teil ersetzen.
[0018] Es kann eine Behälterbehandlungsmaschine konstruiert werden, die wenigstens ein,
vorzugsweise mindestens 10, 25 oder 50 oder mehr entsprechende Behälterbehandlungsmodule
umfasst.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0019]
- Fig. 1
- Darstellung einer bekannten Behälterbehandlungsmaschine.
- Fig. 2
- Darstellung einer erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsmaschine mit Behälterbehandlungsmodulen.
- Fig. 3a-e
- Darstellung verschiedener Ausführungsformen zur Befestigung eines Behälterbehandlungsmoduls
an einer Behälterbehandlungsmaschine.
- Fig. 4a
- Darstellung eines Rahmens eines Behälterbehandlungsmoduls mit unveränderbaren Abmessungen.
- Fig. 4b
- Darstellung eines Rahmens eines Behälterbehandlungsmoduls mit veränderbaren Abmessungen.
- Fig. 4c
- Darstellung einer Ausführungsform eines Rahmens mit beweglichen Teilen.
- Fig. 5
- Darstellung einer zusammengebauten Gruppe von Behälterbehandlungsmodulen.
Ausführliche Beschreibung
[0020] Fig. 1 zeigt eine aus dem Stand der Technik, beispielsweise der
DE 10 2004 026 755 A1 bekannte Behälterbehandlungsmaschine, die beispielsweise zum Etikettieren oder Befüllen
von Behältern geeignet sein kann. Diese umfasst zumeist einen Drehtisch 50, auf dem
mehrere Behälterbehandlungsstationen in Form von Drehtellern 51 angeordnet sind. Diesen
können einzelne Motoren zugeordnet sein bzw. eine Steuerung über einen zentralen Motor
erfolgen. Weiterhin kann eine entsprechende Behälterbehandlungsmaschine in Form eines
Karussells über einen Überbau 40 verfügen, an dem wiederum Zentriereinrichtungen bzw.
Halterungen 41 angeordnet sein können, die für eine Stabilisierung eines zu behandelnden
Behälters sorgen können oder auch andere Aufgaben, wie beispielsweise eine Befüllung,
übernehmen können. Drehtisch 50 und Überbau 40 sind dabei üblicherweise über eine
Achse V miteinander verbunden, so dass ihre Positionen relativ zueinander konstant
bleiben. Üblicherweise sind die Drehteller 51 und die Zentriereinrichtungen 41 fest
an dem Drehtisch 50 bzw. dem Überbau 40 angeordnet und nur entsprechend der nötigen
Bewegungsabläufe gegen diese beispielsweise durch Drehung der Drehteller bewegbar.
Ein Austausch einzelner Bestandteile ist bisher nur insoweit vorgesehen, als dass
beispielsweise der gesamte Drehtisch mit den zugehörigen Drehtellern ausgetauscht
werden kann, wie in der
DE 10 2008 038 146 A1 vorgeschlagen.
[0021] Fig. 2 zeigt eine Behälterbehandlungsmaschine 110, die erfindungsgemäße Behälterbehandlungsmodule
100 umfasst. Während die Behälterbehandlungsmaschine 110 weiterhin einen Drehtisch
112 und einen Überbau 114 sowie eine Achse 113 umfassen kann, die stützende Funktionen
übernehmen, umfassen die Behälterbehandlungsmodule 100 vorzugsweise alle für die Behälterbehandlung
wesentlichen Bestandteile. Dazu ist für jedes Behälterbehandlungsmodul 100 ein Rahmen
101 vorgesehen, der einerseits mit einem Teil der Behälterbehandlungsmaschine 110,
wie beispielsweise der zentralen Achse 113 verbunden sein kann, und an dem gleichzeitig
die für die Behälterbehandlung notwendigen Vorrichtungen vorgesehen sind.
[0022] So umfasst dieser Rahmen 101 des Behälterbehandlungsmoduls 100 insbesondere, abhängig
vom Anwendungsgebiet, wobei hier beispielhaft eine Etikettiermaschine gemeint ist,
eine Zentriereinrichtung 104 und einen Standteller 102, auf dem der zu behandelnde
Behälter 111 positioniert und durch die Zentriereinrichtung 104 zentriert werden kann.
Im folgenden wird vorwiegend Bezug auf Standteller 102 in Form von Drehtellern genommen
werden, da diese bei Behälterbehandlungsmaschinen häufige Anwendung finden. Es ist
jedoch stets auch jede Form eines Standtellers damit zu verstehen. Weiterhin kann
am Rahmen 101 ein Motor 103 befestigt und dem Drehteller 102 zugeordnet sein, so dass
über den Motor 103 der Drehteller 102 bewegt werden kann. Bei diesem Motor kann es
sich um einen hier üblicherweise verwendeten Motor handeln. Beispielsweise kann die
Verwendung eines Servomotors zweckdienlich sein. Weiterhin kann zur Steuerung der
Zentriereinrichtung 104, die beispielsweise abhängig von der Behältergröße auf und
ab bewegt werden muss oder bei Drehung des Behälters 111 rotieren muss, ein weiterer
Motor 106 vorgesehen sein, der dieser Zentriereinrichtung 104 zugeordnet und mit dieser
verbunden ist. Abhängig vom Einsatz der Behälterbehandlungsmodule 100 in unterschiedlichsten
Behälterbehandlungsmaschinen 110 können anstelle der Zentriereinrichtung 104 und des
Drehtellers 102 auch andere Vorrichtungen, beispielsweise Blasformen oder Füllrohre
zum Befüllen des Behälters 111 am Rahmen vorgesehen sein.
[0023] Um eine möglichst kostengünstige Fertigung der Rahmen 101 zu gewährleisten, kann
vorgesehen sein, dass diese zunächst standardisiert, unabhängig von den Behälterbehandlungsmaschinen,
in denen sie zum Einsatz kommen, konstruiert werden und entsprechende Öffnungen für
das Einbauen von allen möglichen funktionellen Teilen wie Drehtellern, Motoren, Zentriereinrichtungen,
Füllrohre oder Blasformen umfassen und dann je nach Verwendungszweck mit diesen Bestandteilen
ausgestattet werden.
[0024] Weiterhin kann vorgesehen sein, jedem Behandlungsmodul 100 eine lokale Steuereinheit
107 zuzuordnen, die beispielsweise ebenfalls am Rahmen 101 oder in diesen eingebaut,
bereitgestellt wird und die zur Steuerung der einzelnen Vorrichtungen geeignet ist.
[0025] Zwar wird es gegebenenfalls weiterhin erforderlich sein, dass die Behälterbehandlungsmodule
100 über Verkabelungen und Leitungen mit der Behälterbehandlungsmaschine 110 verbunden
werden, jedoch erlaubt die modulare Bauweise der Behälterbehandlungsmodule 100 durch
Vorsehen aller für die Behandlung der Behälter 111 relevanten Bestandteile am Rahmen
101 des Behälterbehandlungsmoduls 100 einen unkomplizierten Ein- und Ausbau der Behälterbehandlungsmodule
100 in eine Behälterbehandlungsmaschine 110 und ermöglicht gleichzeitig eine flexible
Zusammenstellung unterschiedlicher Anzahlen von Behälterbehandlungsmodulen 100 in
einer Behälterbehandlungsmaschine 110. Weiterhin ist vorteilhaft, dass das Behälterbehandlungsmodul
100 bereits bei Fertigung so eingestellt werden kann, dass es nach Anschluss an die
notwendigen Leitungen bereits voll funktionsfähig, d.h. insbesondere justiert ist.
So wird beim Einbau des Behälterbehandlungsmoduls 100 erheblich Zeit eingespart, da
beispielsweise Drehteller und Zentriereinrichtung nicht erst aufeinander abgestimmt
werden müssen.
[0026] Fig. 3a-d zeigen Möglichkeiten der Befestigung eines Behälterbehandlungsmoduls 100
über Mittel zur Befestigung 205 an Teilen einer Behandlungsmaschine, wie sie beispielsweise
in Fig. 2 dargestellt ist.
[0027] In Fig. 3a wird ein Behälterbehandlungsmodul, das hier nur schematisch über den Rahmen
101 dargestellt ist, mittels Verbindungen 205 an der vertikalen Achse 113 einer Behälterbehandlungsmaschine
befestigt. Diese Verbindungen können beispielsweise Steckverbindungen sein, aber auch
Verschraubungen, so dass der Rahmen 101 des Behälterbehandlungsmoduls an der vertikalen
Achse 113 fest verortet werden kann. Da die Bestandteile des Behälterbehandlungsmoduls,
wie in Fig. 2 beschrieben, bereits korrekt aufeinander abgestimmt sind, erfordert
diese Befestigung keine weitere aufwendige Justage dieser Teile zueinander, weshalb
einfache Mittel zur Befestigung verwendet werden können. Um eine passgenaue Befestigung
des Rahmens 101 an der zentralen Achse 113 der Behälterbehandlungsmaschine zu ermöglichen,
kann auch vorgesehen sein, dass eine Art Steckprinzip zusätzlich oder allein zur Befestigung
des Rahmens 101 genutzt wird, wie es in Fig. 3b dargestellt ist. Dazu können in der
zentralen Achse 113 Aussparungen vorgesehen sein, in die der Rahmen 101 sehr genau
eingepasst werden kann, wodurch eine exakte Positionierung möglich wird. Eine Befestigung
des Rahmens in einer solchen Einbuchtung kann beispielsweise über Bolzen, die den
Rahmen mit der zentralen Achse 113 verbinden, gewährleistet werden. Hier können auch
Klickverbindungen vorteilhaft sein, sofern sie die Belastungen während des Betriebs
der Behälterbehandlungsmaschine aushalten. Während hier eine Einbuchtung in der zentralen
Achse 113 der Behälterbehandlungsmaschine vorgesehen ist, kann auch eine entsprechende
Einbuchtung oder Ausbuchtung am Rahmen 101 des Behälterbehandlungsmoduls vorgesehen
sein.
[0028] Weiterhin kann gemäß Fig. 3c und 3d ein entsprechendes Mittel zur Befestigung 205
des Rahmens 101 auch an dem Drehtisch oder dem Überbau 112 bzw. 114 vorgesehen sein.
Um eine Stabilisierung der Lage des Rahmens 101 in Bezug auf die Behälterbehandlungsmaschine
zu ermöglichen, kann es vorteilhaft sein, Mittel zur Befestigung 205 sowohl an der
vertikalen Achse 113 als auch am Drehtisch 112 sowie am Überbau 114 vorzusehen, sofern
diese vorhanden sind. So wird eine maximale Festigkeit und Versteifung des Rahmens
101 gewährleistet, wodurch Fehlstellungen während des Betriebs der Behälterbehandlungsmaschine
vermieden werden können.
[0029] Fig. 3d zeigt eine weitere Ausführungsform der Mittel zur Befestigung 205. Da der
Rahmen 101 einem Behälterbehandlungsmodul vorzugsweise die nötige Festigkeit und Steifigkeit
verleiht, kann eine Behandlungsmaschine auch ohne einen Überbau realisiert werden.
In diesem Fall wird der Rahmen 101 über Mittel zur Befestigung, wie in den Fig. 3a
und 3b diskutiert, am Drehtisch 112 befestigt. Somit kann der Überbau entfallen. Ebenso
kann auch auf den Drehtisch verzichtet werden und eine Behälterbehandlungsmaschine
konstruiert werden, die eine Achse 113 und einen Überbau 114 umfasst, wobei an der
Achse 113 und/oder am Überbau 114 die Rahmen 101 der Behälterbehandlungsmodule mit
den oben beschriebenen Mitteln 205 befestigt werden. So kann auf den Drehtisch verzichtet
werden und in diesem Bereich Platz für andere Vorrichtungen geschaffen werden, oder
sogar eine zweite Reihe von Behälterbehandlungsmodulen an der Achse 113 befestigt
werden.
[0030] Fig. 4 zeigt zwei unterschiedliche Ausgestaltungen des Rahmens 101, einmal in Form
von fest vorbestimmten, nicht veränderbaren Abmessungen (Fig. 4a) und mit veränderbaren
Abmessungen (Fig. 4b und Fig. 4c).
[0031] Gemäß Fig. 4a kann für ein Behälterbehandlungsmodul ein Rahmen 101 mit festen Abmessungen
a, b, c vorgesehen sein. Da diese Abmessungen nicht notwendigerweise für jeden Behältertyp
(vor allem unterschiedlich große Behälter) geeignet sind, wäre eine Fertigung für
unterschiedliche Behältertypen und auch unterschiedliche Behälterbehandlungsmaschinen
notwendig, wobei die für jeden Behältertyp und Behälterbehandlungsmaschinentyp spezifischen
Parameter a, b und c die Abmessungen des Rahmens 101 bestimmen. Die Ausdehnung d senkrecht
zur Zeichenebene in Fig. 4a kann dabei auch eine Rolle spielen. Insbesondere bestimmt
die Ausdehnung in dieser Richtung, wie dicht benachbarte Behälterbehandlungsmodule
höchstens angeordnet werden können. Dadurch wird gleichzeitig bei vorgegebenem Durchmesser
beispielsweise eines Karussells, das in eine Behälterbehandlungsmaschine eingesetzt
werden soll, die maximale Anzahl von möglichen Behälterbehandlungsmodulen vorgegeben.
[0032] Die Fertigung eines Rahmens 101 mit nicht veränderbaren vorbestimmten Abmessungen
a, b, c und gegebenenfalls d bietet jedoch bezüglich der Stabilität des Rahmens sehr
gute Eigenschaften, da dieser Rahmen beispielsweise mit Hilfe eines Spritzgussverfahrens
geformt werden kann. So kann der Rahmen vorteilhafterweise aus einem hohlen Metall
oder Leichtmetall oder Kunststoffbogen bestehen, der beispielsweise die dargestellte
Form aufweist und in dem durch entsprechende Öffnungen Verkabelungen und Leitungen
geführt werden können. Dieser kann dann mittels eines Spritzgussverfahrens mit Kunststoff
oder Ähnlichem umspritzt werden, um eine leichte und gleichzeitig stabile Konstruktion
zu erlangen.
[0033] Allerdings kann es auch vorteilhaft sein, wenn die Abmessungen a, b, c, wie in Fig.
4b gezeigt, veränderbar sind, so dass sie abhängig von bestimmten Erfordernissen,
beispielsweise zu den Abmessungen a', b', c' vergrößert oder auch verkleinert werden
können. So kann beispielsweise bei Verwendung ein und desselben Rahmens 101 in einem
Behälterbehandlungsmodul eine Anpassung auf unterschiedlich große Behälter erfolgen,
ohne den Rahmen austauschen zu müssen. Dadurch wird eine Umstellung auf unterschiedliche
Behältergrößen ohne Austausch der Behälterbehandlungsmodule in ein und derselben Behälterbehandlungsmaschine
möglich.
[0034] Eine Realisierung der veränderbaren Abmessungen a, b und c (eine Veränderung der
Abmessung d wird hier nicht vorgestellt, kann aber unter Umständen zweckmäßig sein)
ist in Fig. 4c veranschaulicht.
[0035] Um die Veränderbarkeit der Abmessungen zu gewährleisten, wird der Rahmen 101 aus
beispielsweise vier gegeneinander bewegbaren Bestandteilen 408 bis 408"' zusammengesetzt.
Es kann auch eine kleinere oder größere Anzahl beweglicher Bestandteile vorgesehen
sein. Diese sind miteinander verbunden (beispielsweise ineinander gesteckt oder über
verlängerbare Verbindungen miteinander verbunden). Vorteilhafterweise befinden sich
die für die Behandlung eines Behälters relevanten Vorrichtungen, wie beispielsweise
ein Drehteller 102 und eine Zentrierungseinrichtung 104 sowie die zugeordneten Motoren
103 und 106 jeweils an einem der beweglichen Bestandteile 408" und 408"'.
[0036] Die Verbindung der beweglichen Bestandteile 408 bis 408"' untereinander ist dabei
so vorgesehen, dass auch bei maximaler Ausdehnung a', b', c', wie beispielsweise in
Fig. 4b dargestellt, der gesamte Rahmen 101 wenigstens eine hinreichende Steifigkeit
und Festigkeit aufweist, um die Anforderungen während der Behälterbehandlung zu erfüllen.
Dazu ist es zweckmäßig, dass die beweglichen Bestandteile 408 bis 408"' jeweils paarweise
überlappen. Das bedeutet, dass beispielsweise Bestandteil 408' in jedem Fall bis zu
einem gewissen Minimalwert in den beweglichen Bestandteil 408 eindringt. Zweckmäßig
sind dazu beispielsweise minimale Eindringtiefen von 2 bis 10 cm. Zusätzlich dazu
können wenigstens die Bereiche der beweglichen Teile 408 und 408', die definitiv einander
umschließen, magnetisch ausgebildet sein, so dass eine zusätzliche Sicherung gegen
unerwünschte Bewegungen und Vibrationen erreicht wird.
[0037] Um die Abmessungen a, b und c bzw. a', b' und c' einzustellen, können entweder Motoren
vorgesehen sein, die mit der beispielsweise in Fig. 2 beschriebenen lokalen Steuereinheit
verbunden sein können und die Teile 408 bis 408"' gegeneinander bewegen können oder
aber die Abmessungen der beweglichen Bestandteile 408 bis 480"' sind manuell einstellbar.
Dazu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die beweglichen Bestandteile 408 bis
480"' in Form von Teleskoparmen oder Teleskoprohren miteinander verbunden sind und
über Arretierungen in bestimmten Abständen (beispielsweise für unterschiedliche standardisierte
Behältergrößen) verfügen. Diese Arretierungen können beispielsweise in Form von Einrastern
ausgebildet sein. Da die Rahmen 101 während der Behälterbehandlung aufgrund auftretender
Kräfte stark beansprucht sein können, müssen die Einraster bzw. allgemeinen Arretierungen
so ausgebildet sein, dass sie selbst bei starker Beanspruchung nicht beschädigt werden
und gleichzeitig für eine hohe Stabilität des gesamten Rahmens 101 sorgen. Dazu können
sich auch hier magnetische Verbindungen anbieten und ferner nicht nur eine Arretierung
sondern mehrere am Umfang der beweglichen Bestandteile 408 bis 408"' verteilte Arretierungen
vorgesehen sein. Beispielsweise kann bei einer gegebenen Einstellung der Abmessungen
a, b und c vorgesehen sein, dass jeweils vier Arretierungen für diese Abmessungen,
d.h. also vier Arretierungen für die Abmessung a, für die Abmessung b und für die
Abmessung c vorgesehen sind, so dass einerseits eine hohe Stabilität und andererseits
auch eine Absicherung gegenüber einer eventuellen Fehlfunktion einer der Arretierungen
gewährleistet werden.
[0038] Fig. 5 zeigt eine Gruppe von Behälterbehandlungsmodulen 100 bis 100", die in Form
eines Kreises zusammengeschlossen sind und auf diese Weise eine Rundläufermaschine
bilden können. Die in Fig. 3 beschriebenen Verbindungen eines Behälterbehandlungsmoduls
mit Bestandteilen des Karussells können hier auf Verbindungen der einzelnen Behälterbehandlungsmodule
untereinander übertragen werden. So kann das Behälterbehandlungsmodul 100' durch geeignete
Mittel zur Befestigung mit den Behälterbehandlungsmodulen 100 und 100" verbunden sein.
Vorzugsweise können diese Verbindungen in unterschiedlichsten Winkeln eingestellt
werden, so dass eine beliebige Anzahl (beispielsweise 5, 10, 25, 50 oder mehr) Behälterbehandlungsmodule
zusammengeschlossen werden können. Um die einzelnen Behälterbehandlungsmodule mit
benötigten Leitungen und Verkabelungen zu verbinden, kann in der Mitte des in Fig.
5 dargestellten Kreises eine zentrale Leitung vorgesehen sein. Diese kann beispielsweise
in Form eines hohlen Metallrohrs, durch das die entsprechenden Leitungen geführt werden
und das über Abzweigungen zu den einzelnen Behälterbehandlungsmodulen verfügt, realisiert
werden.
[0039] Es sei angemerkt, dass die Anordnung der Behälterbehandlungsmodule 100 bis 100" in
Form einer Rundläufermaschine so nicht zwingend ist. Es kann auch vorgesehen sein,
dass die Behälterbehandlungsmodule in Form einer Kette, insbesondere in Form einer
Geraden, zusammengefügt werden.
1. Behälterbehandlungsmodul (100) zur Verwendung in einer Behälterbehandlungsmaschine
(110), umfassend einen Rahmen (101), an dem ein Standteller (102), beispielsweise
ein Drehteller, dem ein Motor (103) zugeordnet sein kann, und eine Zentriereinrichtung
(104), die einen Behälter (111) auf dem Standteller (102) zentrieren kann, angeordnet
sind, und wobei das Behälterbehandlungsmodul (100) wenigstens ein Mittel (205) zur
Befestigung an der Behälterbehandlungsmaschine (110) und/oder einem anderen Behälterbehandlungsmodul
(100) umfasst.
2. Behälterbehandlungsmodul (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (205) zur Befestigung am Rahmen (101) angeordnet ist.
3. Behälterbehandlungsmodul (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterbehandlungsmodul eine vollständige Behälterbehandlungsstation bildet.
4. Behälterbehandlungsmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es an der Behälterbehandlungsmaschine (110) an wenigstens einem von
einem Karusselltisch (112);
einer zentralen Achse (113);
einem Überbau (114)
der Behälterbehandlungsmaschine (110) befestigt werden kann.
5. Behälterbehandlungsmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterbehandlungsmodul (100) weiterhin einen der Zentriereinrichtung (104)
zugeordneten Motor (106) umfasst.
6. Behälterbehandlungsmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterbehandlungsmodul (100) weiterhin eine lokale Steuereinheit (107) zur
Steuerung der Zentriereinrichtung (104) und/oder des Standtellers (102) und/oder der
diesen zugeordneten Motoren (103, 106) umfasst.
7. Behälterbehandlungsmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterbehandlungsmodul (100) weiterhin wenigstens einen Sensor zur Erfassung
von Betriebsparametern des Behälterbehandlungsmoduls (100) umfasst.
8. Behälterbehandlungsmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (101) fest vorbestimmte, unveränderbare Abmessungen (a, b, c) aufweist.
9. Behälterbehandlungsmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (101) wenigstens eine verstellbare Abmessung (a, a', b, b', c, c') aufweist.
10. Behälterbehandlungsmodul (100) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verstellen der wenigstens einen Abmessung über in diese Richtung gegeneinander
bewegliche Bestandteile (408-408"') erfolgen kann, wobei entweder
ein Motor, der zum Bewegen der beweglichen Bestandteile (108, 108') geeignet ist,
vorzugsweise am Behälterbehandlungsmodul (100) angeordnet ist, oder
die beweglichen Bestandteile (408-408"') über Gewinde oder andere manuell einstellbare
Glieder miteinander verbunden sind, die geeignet sind, die relative Position der beweglichen
Bestandteile (408-408"') zueinander einzustellen.
11. Behälterbehandlungsmodul (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterbehandlungsmodul (100) mit anderen gleichartigen Behälterbehandlungsmodulen
(100, 100', 100") zu Gruppen von mindestens 10, 25 oder 50 Behälterbehandlungsmodulen
oder mehr zusammenbaubar ist.
12. Gruppe von Behälterbehandlungsmodulen (100, 100', 100") nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppe von Behälterbehandlungsmodulen (100, 100', 100") in Form eines Rings zusammenbaubar
sind.
13. Behälterbehandlungsmaschine (110), dadurch gekennzeichnet, dass die Behälterbehandlungsmaschine (110) wenigstens ein Behälterbehandlungsmodul (100),
vorzugsweise mindestens 10, 25, oder 50 oder mehr Behälterbehandlungsmodule (100)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.