[0001] Die Erfindung betrifft ganz allgemein ein Befestigungssystem zur Windsogsicherung
oder Befestigung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen an einer Dach-
oder Wandunterkonstruktion und sie betrifft speziell Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselemente,
insbesondere Dachsteine, Dachziegel, Dach- oder Wandplatten, Schindeln oder Formsteine,
zur überlappenden Verlegung mit anderen Dach- bzw. Wandbekleidungselementen, eine
zumindest teilweise mit solchen Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen hergestellte
Dacheindeckung oder Wandbekleidung, ein Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungs-
oder Wandbekleidungselementen zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung
und ein Verfahren zur Herstellung eines Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements.
[0002] Dacheindeckungselemente der vorgenannten Art, auf die sich die Erfindung bezieht,
also Dachsteine oder Dachplatten (üblicherweise aus Beton oder zementgebundenem Material),
Dachziegel (üblicherweise aus keramischem Material) oder Schindeln (beispielsweise
aus Metall oder Holz oder Naturstein wie Schiefer), kleinformatige Dacheindeckungselemente
aus Metall oder Kunststoff oder Naturstein (Schiefer) und/oder zugehörige Formsteine
und Formteile sind in verschiedenen Formen bekannt. Derartige Dacheindeckungselemente
werden teilweise überlappend mit anderen identischen oder gleichartigen Dacheindeckungselementen
auf Dächern von Gebäuden verlegt und bilden so eine Dacheindeckung. Die Verlegung
kann dabei im Verband oder nicht im Verband erfolgen.
[0003] In Abhängigkeit von der Lage des Gebäudes, der Gebäudehöhe, der Konstruktion des
Gebäudes und der Dachform sowie der Deckunterlage und dem geografischen Gebäudestandort
ist eine Windsogsicherung bzw. Sturmsicherung der Dacheindeckung sinnvoll, erforderlich
oder, in Abhängigkeit von verschiedenen Windzonen, sogar baugesetzlich vorgeschrieben.
[0004] Bisher erfolgte die Windsogsicherung durch sogenannte Sturmklammern, die einerseits
in der Traglattung einer Dachunterkonstruktion eingehängt und andererseits in einen
Seitenfalz der Dacheindeckungselemente eingehängt werden. Alternativ werden Dacheindeckungselemente
auch durch solche Sturmklammern gesichert, die in den Seiten- oder Kopffalz des Dacheindeckungselements
eingehängt und in die Traglattung der Dachunterkonstruktion eingeschlagen werden.
[0005] Um eine anforderungsgerechte Windsogsicherung bzw. Sturmsicherung zu erreichen, ist
bei einer Dacheindeckung beispielsweise jedes einzelne, jedes zweite oder jedes dritte
Dacheindeckungselement mit einer solchen Sturmklammer zu befestigen. Unabhängig von
einer eventuell erforderlichen Windsogsicherung der Flächen-Eindeckungselemente ist
üblicherweise jeder Dach- und Formstein an Dachrändern mechanisch zu befestigen und
zu sichern. Dies gilt insbesondere für Formsteine an Ortgang, Grat, First und Pult.
[0006] Ein Nachteil der Windsogsicherung von Dacheindeckungselementen in der bekannten Weise
mit Sturmklammern besteht darin, dass die Verlegung aufwändig ist, weil regelmäßig
zwei Arbeiter für die Verlegung erforderlich sind: einer zum Anbringen der Dacheindeckungselemente
und ein zweiter zum Befestigen der Sturmklammern.
[0007] Außerdem kommt es zunehmend häufig vor, dass auf bestehenden Dächern eine photovoltaische-
oder solarthermische Anlage nachträglich montiert oder bei Dachinspektionen defekte
Dacheindeckungselemente ausgetauscht werden müssen. Sind diese Dacheindeckungselemente
aber in der bekannten Weise durch Sturmklammern zum Einhängen oder zum Einschlagen
in die Dachunterkonstruktion gesichert, ist ein nachträgliches Lösen dieser Verbindung
erfahrungsgemäß nur sehr schwer möglich, wobei teilweise die so gesicherten Dacheindeckungselemente
zertrümmert werden müssen, um die Verklammerung zu lösen.
[0008] Klammern zur Befestigung von Dacheindeckungselementen sind beispielsweise in der
DE 3509077 A1 und in der
DE 20 2008 015 113 U1 beschrieben. Diese Klammern stellen eine Abwandlung der beschriebenen Sturmklammern
zum Einhängen oder zum Einschlagen in die Dachunterkonstruktion dar und beruhen allesamt
auf verschiedenen mechanischen formschlüssigen Verbindungen zwischen Dacheindeckungselement
und Dachunterkonstruktion.
[0009] Bekannt sind grundsätzlich auch Wandbekleidungen, die mit ähnlich gestalteten Elementen
wie bei Dacheindeckungen in entsprechender Verlegung im Verband oder nicht im Verband
aber normalerweise auch mit teilweiser Überlappung zwischen Elementen benachbarter
Reihen an Wandunterkonstruktionen montiert werden. Auch hierauf bezieht sich die vorliegende
Erfindung weil auch dort eine mechanische Befestigung der Elemente an einer Unterkonstruktion
erforderlich ist und die vorher beschriebenen Probleme bei nachträglichen Umbauten
oder beim Austausch einzelner Elemente auftreten.
[0010] Aus der
EP 2363547 A1 ist auch ein Steildach-Eindecksystem für eine sturmsichere Befestigung bekannt, bei
dem an der Unterseite von Dacheindeckungselementen flexible Klettbandstreifen lose
herabhängend befestigt sind, und das Klettband nach dem Verlegen der Dacheindeckungselemente
auf den Dachlatten jeweils zu einer in Dach-Gefällerichtung unterhalb angrenzenden
Dachlatte geführt und an dieser mit einem an der Unterseite der Dachlatte befestigten
passenden Klettelement lösbar befestigt werden. Bei diesem System können die lose
herabhängenden Klettbandstreifen leicht beschädigt oder abgerissen werden. Außerdem
müssen die Klettbandstreifen generell vorsorglich lang ausgebildet und dann ggf. unter
Inkaufnahme von Abfall und Zusatzarbeit abgeschnitten werden, oder sie sind unter
Umständen zu kurz und die Windsogsicherung kann nicht hergestellt werden. Schließlich
ist es auch praktisch sehr schwierig und arbeitsintensiv, die Klettelemente vor Ort
auf der Baustelle bzw. auf dem Dach an der Unterseite der Dachlatten anzubringen.
Eine Anbringung an den Dachlatten vorab am Boden ist ebenfalls kaum praktikabel, weil
sie leicht verschmutzen oder beschädigt werden können, weil nicht vorhersehbar ist,
an welchen Stellen das Klettverbindungselement benötigt wird, so dass Klettverbindungselemente
praktisch an der gesamten Unterseite vorgesehen werden müssen, und weil die Verwendbarkeit
der Dachlatten insbesondere die Befestigungslage auf den Dachsparren dann genau eingehalten
werden muss.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements,
das zumindest einige der oben genannten Nachteile beseitigt, insbesondere beim ersten
Verlegen in einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung schnell zu montieren ist, bei
nachträglichen Änderungen einfachen zu demontieren ist und eine zuverlässige Windsogsicherung
bzw. Sturmsicherung bereitstellt.
[0012] Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieses Problems ein Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement
gemäß Anspruch 1 in Vorschlag gebracht. Bevorzugte Ausgestaltungen des Dacheindeckungs-
oder Wandbekleidungselements sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0013] Ferner betrifft die Erfindung auch eine Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß
Anspruch 13, ein Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen
zur Bildung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 14 und ein Verfahren
zur Herstellung eines Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements gemäß Anspruch
15.
[0014] Zur terminologischen Vereinfachung wird im Folgenden nur noch auf Dacheindeckungselemente
Bezug genommen, wobei die Ausführungen aber immer auch für Wandbekleidungselemente
entsprechend gelten.
[0015] Das erfindungsgemäße Dacheindeckungselement ist im Wesentlichen
dadurch gekennzeichnet, dass ein Klettverbindungselement an dem Dacheindeckungselement so angeordnet und befestigt
ist, vorzugsweise flächig, dass es mit einem an einem in einem Überlappungsbereich
darunterliegenden Dacheindeckungselement oder einer Dachunterkonstruktion anzubringenden
komplementären Befestigungselement ebenfalls mit einem dazu passenden Klettverbindungselement
zusammenwirken kann, um das Dacheindeckungselement durch Herstellen einer reversibel
lösbaren mechanischen Klettverbindung zwischen diesen beiden Elementen an dem darunterliegenden
Dacheindeckungselement oder der Dachunterkonstruktion zu sichern.
[0016] Die erfindungsgemäßen Dacheindeckungselemente haben den Vorteil, dass sie von einer
einzigen Person schnell zu verlegen sind, weil die Dacheindeckungselemente nur noch
in an sich bekannter Weise auf der Dachunterkonstruktion verlegt werden und die Befestigungselemente,
die vorzugsweise etwa C-förmige Klammern sind, einerseits auf die Dachunterkonstruktion
und andererseits auf die Oberseite des jeweiligen Dacheindeckungselements aufgeschoben
werden. Dieser Montagevorgang ist erheblich einfacher und schneller zu bewerkstelligen
als das Einhängen und Einschlagen bisheriger Windsogsicherungen.
[0017] Die darüber verlegten Dacheindeckungselemente werden sodann nur auf die jeweils darunter
befindlichen Befestigungselemente teilweise überlappend aufgelegt, wobei durch die
Ausrichtung der Klettverbindungselemente an den Dacheindeckungselementen und den Befestigungselementen
eine mechanische Interaktion auftritt und der mechanische Einhakvorgang das jeweils
darüber liegende Dacheindeckungselement an das Befestigungselement befestigt und es
über das Befestigungselement an dem darunterliegenden Dacheindeckungselement oder
der Dachunterkonstruktion sichert.
[0018] Insbesondere bei nachträglichen Änderungen der verlegten Dacheindeckung, beispielsweise
zur Montage von Photovoltaikanlagen oder anderen Einbauten in die Dachhaut, können
die betroffenen Dacheindeckungselemente einfach in der Ebene der Dachhaut nach oben
verschoben werden und die hierfür erforderliche Kraft ist lediglich diejenige, die
zur Überwindung der Reibung zwischen dem Befestigungselement und der Dachunterkonstruktion
oder dem darunter liegenden Dacheindeckungselement erforderlich ist, weil das Befestigungselement
über die Klettverbindung mit dem zu verschiebenden Dacheindeckungselement verbunden
bleibt.
[0019] Alternativ müsste die mechanische Haltekraft der Klettverbindung überwunden werden,
wenn das
[0020] Dacheindeckungselement ohne das Befestigungselement entfernt werden soll.
[0021] Der besondere Vorteil ergibt sich insbesondere bei kleinformatigen, überlappend verlegten
Dacheindeckungselementen, bei denen der Aufwand zum Anbringen herkömmlicher Windsogsicherungen
verhältnismäßig hoch ist.
[0022] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Klettverbindungselemente im Außenbereich
ist diejenige nach dem Pilzkopf-Pilzkopf-Klettprinzip, da hier nur ein Typ Klettverbindungselement
benötigt wird. Diese Verbindungselemente besitzen einen definiertem Druckpunkt, was
bei der Montage auf dem Dach besonders hilfreich ist, um die Verbindung sicherzustellen,
und sie können mit Zug- und Scherkräften belastet werden.
[0023] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltung sind Klettverbindungselement nach
dem Widerhaken-Schlaufen-Klettprinzip, hierbei insbesondere solche, die aus Metall
oder Kunststoff hergestellt sind, weil sie haltbar sind, eine hohe Haftung und eine
sehr hohe Beständigkeit gegen thermische und chemische Einflüsse besitzen. Derartige
Verbindungselemente sind beispielsweise unter der Bezeichnung "Metaklett"-Verbinder
bekannt.
[0024] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform und unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung beispielhaft erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1a eine Draufsicht auf eine nicht im Verband verlegte Anordnung von erfindungsgemäßen
Dacheindeckungselementen,
Fig. 1b eine Draufsicht auf eine im Verband verlegte Anordnung von erfindungsgemäßen
Dacheindeckungselementen,
Fig. 2 eine Seitenansicht im Schnitt entlang der Linie I-I von Fig. 1a und 1b,
Fig. 3 eine Modifikation der Ausführungsform von Fig. 2 in Seitenansicht mit einem
abgewandelten Befestigungselement, und
Fig. 4 eine weitere Modifikation der Ausführungsform von Fig. 2 in Seitenansicht mit
einem abgewandelten Befestigungselement in zwei Varianten.
[0025] Die in den Figuren 1a und 1b schematisch dargestellten Anordnungen von Dacheindeckungselementen
1 umfassen die erfindungsgemäß mit den Klettverbindungselementen 2 versehenen Dacheindeckungselemente
an jeder zweiten Stelle in einer Reihe. Alternativ kann jedes Dacheindeckungselement
oder es können beliebige Elemente innerhalb einer solchen Anordnung mit den Klettverbindungselementen
versehen sein. Die zu den jeweiligen Dacheindeckungselementen 1 mit Klettverbindungselement
2 komplementären Befestigungselemente in Form einer in Seitenansicht etwa C-förmigen
Klammer, die ebenfalls mit dem Klettverbindungselement versehen sind, sind mit 3 bezeichnet
und weiter unten detailliert beschrieben sowie in den Figuren 2 und 3 in zwei Varianten
gezeigt. Die Dachunterkonstruktion ist in Form von Latten 4 dargestellt. Dargestellt
und beschrieben ist hier nur die Ausführungsform, bei der das Klettverbindungselement
2 an dem Dacheindeckungselement 1 befestigt und das komplementäre Klettverbindungselement
an dem Befestigungselement vorgesehen bzw. durch dieses selbst gebildet ist, beispielsweise
indem die Widerhaken integral bzw. materialeinheitlich eingeformt sind.
[0026] Die Klettverbindungselemente umfassen häufig ein Element, das Widerhaken besitzt,
und ein damit zusammenwirkendes Element, das Schlaufen besitzt, beispielsweise in
Form eine Veloursbandes, eines Flauschbandes, eines Filzbandes, wobei das auch metallische
Gewirke oder aus Metallblech ausgestanzte und ausgeformte relativ starre Schlaufen
jeder Form umfasst. Das Element mit den Schlaufen wird vorzugsweise an dem Dacheindeckungselement
flächig befestigt, weil es in der Regel flacher ist und weniger aufträgt. Das mit
Widerhaken versehene Element wird dann an dem Befestigungselement angebracht oder
integral an diesem ausgeformt, was dort mit Metall- und Kunststoffmaterialien relativ
einfach und kostengünstig realisierbar ist. Die Anordnung der Klettverbindungselemente
kann aber erfindungsgemäß auch vertauscht sein. In diesem Fall ist das mit Widerhaken
versehene Element beispielsweise ein an dem Dacheindeckungselement befestigtes oder
darin integriertes Metall- oder Kunststoffteil während das mit Schlaufen versehene
Element an dem Befestigungselement, z.B. der Klammer befestigt oder ebenfalls integral
bzw. materialeinheitlich daran ausgebildet ist.
[0027] Das jeweilige Klettverbindungselement 2 kann mit dem Dacheindeckungselement form-
und/oder kraftschlüssig verbunden sein. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
wird das Klettverbindungselement an der Unterseite des Dacheindeckungselements 1 durch
Kleben befestigt, insbesondere mit einem Zwei-Komponentenkleber, kann aber auch bereits
bei der Herstellung des jeweiligen Dacheindeckungselements integral bzw. materialeinheitlich
in dieses eingeformt oder mechanisch befestigt werden.
[0028] Die Form der Klettverbindungselemente ist an sich beliebig - die Größe bzw. Fläche
wird üblicherweise durch die geforderten Haltekräfte bestimmt.
[0029] Das Befestigungselement 3 ist vorzugsweise eine Klammer, vorzugsweise eine Metallklammer,
beispielsweise aus verzinktem Stahl oder Edelstahl. Das Befestigungselement bzw. die
Befestigungsklammer kann auch im Wesentlichen aus Kunststoff, z.B. einem recycelten
Kunststoffmaterial, gefertigt sein und das Klettverbindungselement kann wie bereits
beschrieben integral in die Klammer eingearbeitet oder daran in anderer Weise (z.B.
durch form- und/oder kraftschlüssiges Verbinden, durch Kleben oder mechanische Befestigungselemente)
befestigt sein.
[0030] Die Befestigungsklammer 3 besitzt üblicherweise eine C-Form, deren erster Schenkel
3b an der Dachunterkonstruktion, beispielsweise einer Querlatte 4, zu befestigen ist,
und deren zweiter Schenkel 3a im Einbauzustand am Rand des Dacheindeckungselements
angreift und einen Teil der Oberseite desselben übergreift, wie in Fig.2 gezeigt ist.
Die Position ist dabei so gewählt, dass die Klammer oder zumindest der als Klettverbindungselement
wirkende Bereich davon mit der Position des Klettverbindungselements2 an der Unterseite
des überlappend darüber verlegten Dacheindeckungselements fluchtet, damit eine maximale
mechanische Haltekraft dazwischen erzielt wird.
[0031] Die Befestigungsklammer kann alternativ auch so gestaltet sein, dass sie nur an dem
Dacheindeckungselement und nicht auch an der Dachunterkonstruktion angreift. Diese
Variante ist in Fig. 3 gezeigt. In diesem Fall ist die wesentliche Funktion diejenige,
dass ein Schenkel 3a der Klammer den oberen Bereich des Dacheindeckungselements übergreift
und dort das Klettverbindungselement an der gewünschten Position anordnet und der
andere Schenkel 3b den Rand des Dacheindeckungselements umgreift, so dass die Klammer
insgesamt nur an dem Dacheindeckungselement befestigt ist. Bei dieser Variante werden
die überlappend verlegten Dacheindeckungselemente über die reversibel lösbare mechanische
Haltekraft der Klettverbindungselemente aneinander befestigt. Eine Windsogsicherung
erfolgt insofern durch die Masse des Verbunds. Je nach Anwendungsfall ist auch eine
Verwendung von beiden Arten von Befestigungsklammern innerhalb einer Dacheindeckung
möglich.
[0032] Außerdem stellen die beschriebenen und dargestellten Befestigungsklammern nur eine
Grundform geeigneter Klammern dar. Weitere Abwandlungen sind möglich, sofern die erfindungsgemäße
Funktion gewährleistet ist.
[0033] Eine andere Abwandlung der Befestigungsklammer ist im oberen Bereich der Fig. 1a
in Form der Klammer 5 angedeutet und sie besteht darin, dass die Klammer 5 zumindest
im Bereich des auf der Oberseite der Dacheindeckungselemente liegenden Schenkels breiter
ausgestaltet ist und mehrere Dacheindeckungselemente übergreift. Das Klettverbindungselement
kann hierbei durchgehend oder bereichsweise vorgesehen sein.
[0034] In einer in Fig. 4 schematisch in wiederum zwei Varianten dargestellten Abwandlung
der Klammer 6,9 kann diese einen von den ersten und zweiten Schenkeln 6a,6b,9a,9b
abgesetzten Abschnitt 6c,9c besitzen, der eine Befestigungsfläche 6e,9e besitzt, an
dem das Klettverbindungselement 2 vorgesehen ist und die, wie in der Darstellung der
Figur 4 von der Seite gesehen, über eine durch den ersten Schenkel 6a,9a definierte
Ebene erhaben ist. Dazu erstreckt sich der abgesetzte Abschnitt 6c,9c integral von
dem zweiten Schenkel 6b,9b zunächst nach oben bis zu einer Hinterkante eines Dacheindeckungselements,
an dem die Klammer zu befestigen ist, und dann von der Hinterkante weg schräg nach
oben. Der abgesetzte Abschnitt 6c,9c erstreckt sich sodann zurück zu dem ersten Schenkel
6a,9a und bildet dabei die Befestigungsfläche 6e,9e, die gegenüber der Ebene des ersten
Schenkels 6a,9a um eine Stufe erhöht ist. Der abgesetzte Abschnitt 6c,9c kann Ausformungen
und Höhenunterschiede zwischen der Oberseite und der Unterseite von übereinander verlegten
Dacheindeckungselementen ggf. unter Berücksichtigung der Dicke der Klettverbindungselemente
2 ausgleichen. Außerdem kann der abgesetzte Abschnitt 6c,9c vorzugsweise aufgrund
seiner Formgebung insgesamt elastisch federnd ausgestaltet sein, so dass er beim Auflegen
eines Dacheindeckungselements elastisch verformt wird, dabei einen Stoß dämpft und
aufgrund der Elastizität dazu beiträgt, die Klettverbindungselemente sicher in Eingriff
zu bringen und zu halten. Außerdem ist es möglich, die Klammer am abgesetzten Abschnitt
6c,9c von Hand festzuhalten, wenn das damit über die Klettverbindung verbundene Dacheindeckungselement
abgehoben werden soll. Dadurch wird eine Demontage erleichtert und die Verformung
der Klammer und/oder eine Beschädigung des Dacheindeckungselements vermieden.
[0035] In einer weiteren anhand der Klammer 6 verdeutlichten Variante ist der erste Schenkel
6a der Klammer 6 so ausgeführt, dass er, im Einbauzustand, aus dem Überdeckungsbereich
übereinanderliegender Dacheindeckungselemente 1 herausragt und einen über die Oberseite
des Dacheindeckungselements, auf dem er aufliegt, nach oben vorstehenden Vorsprung
6d aufweist, der als Schneestopper dient. Dieser Vorsprung kann integral an dem Schenkel
6a angeformt sein, indem dieser, wenn er beispielsweise aus einem flachen, streifenartigen
Band gebildet ist, zu einem Dreieck abgebogen wird. Alternativ kann der Vorsprung
aber auch als separates Element an dem Schenkel befestigt sein, beispielsweise durch
eine mechanische Verbindung wie Schrauben, Nieten oder dergleichen oder durch Löten,
Schweißen, Kleben oder entsprechende Verbindungstechniken. Die Höhe des Vorsprungs
6d beträgt beispielsweise ca. 5-10cm, wobei sowohl die Höhe als auch die Form an sich
beliebig sind, sofern die Funktion als Schneestopper gewährleistet ist.
[0036] Die Länge des Schenkels 6a bzw. die Position des als Schneestopper dienenden Vorsprungs
ist vorzugsweise so gewählt, dass der Druckpunkt über der Dachlattung 4 liegt, um
Schäden an den Dacheindeckungselementen durch eine Last zu verhindern. Da nicht an
allen Position von Klammern Schneestopper erforderlich sind, können bei einer Dacheindeckung
unterschiedliche Varianten der Klammer verwendet werden.
[0037] In einer weiteren (nicht gezeigten) Ausgestaltung ist das Klettverbindungselement
als flächiges Textil-, Kunststoff- oder Metallband ausgebildet. Diese Ausführung hat
den Vorteil, dass das Band einfach an der Unterseite des Dacheindeckungselements oder
der Oberseite der Befestigungsklammer flächig befestigt werden kann und in der Höhe
nur geringfügig aufträgt. Bei dieser Ausgestaltung können bisherige Dacheindeckungselemente
mit vorgegebenem Profil im Wesentlichen unverändert beibehalten und zum erfindungsgemäßen
Dacheindeckungselement nachgerüstet werden. Durch die geringe Höhe eignet sich diese
Variante besonders für flache und kleinformatige Elemente wie Dach- und Wandplatten,
Schindeln und Platten aus Metall.
[0038] Der in dieser Beschreibung verwendete Begriff "Klettverbindungselement" soll jeweils
beide Elemente einer Klettverbindung bezeichnen, die gemäß obiger Beschreibung unterschiedlich
oder, z.B. bei dem "Pilzkopf-Prinzip", auch identisch sein können aber in jedem Fall
komplementär zum Zwecke der Herstellung der reversibel lösbaren mechanischen Eingriffsverbindung.
[0039] Erfindungsgemäß kann ein in herkömmlicher Weise und Form bzw. Profil hergestelltes
Dacheindeckungselement, beispielsweise ein Dachstein oder eine Dachplatte oder ein
Dachziegel oder Formstein, nachträglich mit einem Klettverbindungselement versehen
werden. Hierzu kann es erforderlich sein, auf der Rückseite des Dacheindeckungselements
an der gewünschten Stelle, die im verlegten Zustand mit einem darunter liegenden Dacheindeckungselement
gleicher Art überlappt, einen Teilbereich, beispielsweise an einer Fußrippe, abzutragen,
um einen Einbau unter Berücksichtigung der Höhe des Klettverbindungselements vorzusehen.
Bereichsweise Vertiefungen können aber auch in die üblichen Formen der Dacheindeckungselemente
sehr einfach an einer definierten Stelle eingeformt werden. Die Klettverbindungselemente
werden dann mit einem Kleber, vorzugsweise einem ZweiKomponenten-Epoxykleber nach
Wunsch in den bereits vordefinierten vertieften Bereich eingeklebt. Diese Vorgänge
können selbstverständlich auch ganz oder teilweise automatisiert werden.
[0040] Die jeweiligen Befestigungsflächen für die Klettverbindungselemente an den Dacheindeckungselementen
müssen nicht eben sein sondern können auch gekrümmt oder gezackt oder gezahnt sein.
Wenn die Befestigungselemente dann eine komplementäre gekrümmte Befestigungsfläche
haben, wird eine zusätzliche formschlüssige Verbindung zu der reversibel lösbaren
mechanischen Verbindung der Klettverbindungselemente erreicht.
[0041] Sofern möglich kann die Verbindung des Klettverbindungselements mit dem jeweiligen
Dacheindeckungselement bereits im Rahmen der Herstellung des Dacheindeckungselements
aus dem jeweiligen Ausgangsmaterial, also z.B. Ton, Beton, Faserzement, Kunststoff
und dergleichen erreicht werden. Bei Elementen aus Naturstein wie Schiefer, aus Metall
oder aus Holz oder bei anderweitig vorgefertigten (z.B. gebrannten Elementen) bietet
sich u.U. eine nachträgliche Befestigung an. Besonders bevorzugt ist das erfindungsgemäße
Element aus zementgebundenem Material, aus keramischem Material, aus Kunststoffmaterial,
aus Metall, aus Naturstein, insbesondere Schiefer, oder aus Holz als Grundmaterial
hergestellt. Bei Verwendung von Metall oder Kunststoff können die Schlaufen oder Widerhaken
bzw. Pilzköpfe auch integral beim Herstellungsprozess eingeformt werden.
[0042] Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Lösung bei Formsteinen, die üblicherweise
komplexe Konturen oder Formen besitzen und mit Standard-Windsicherungsklammern oder
Bügel nicht oder nur unzureichend gesichert werden können. Bei dem erfindungsgemäßen
Dacheindeckungselement ist lediglich ein gewisser Überlappungsbereich mit einem darunter
liegenden Dacheindeckungselement erforderlich, wobei in diesem Bereich die Paarung
der komplementären Klettverbindungselemente an Dacheindeckungselementen bzw. Befestigungselementen
vorzusehen ist.
[0043] Ein Vorteil dieser Ausgestaltung ist der, dass die Sturmsicherung von der Außenseite
der Dachhaut nicht sichtbar ist, weil das Klettverbindungselement an der Unterseite
des Dacheindeckungselements vorgesehen ist und das Befestigungselement in Form der
Klammer so dimensioniert werden kann, dass es über den überlappenden Bereich nicht
hinaussteht. Außerdem ist dabei die Funktion der Regensicherheit der Dacheindeckung
voll erfüllt, weil die Elemente den Ablauf von Regenwasser in keiner Weise beeinträchtigen,
weil sie ausschließlich in dem Überlappungsbereich vorgesehen sind.
[0044] Die Erfindung betrifft sodann auch eine Dacheindeckung oder entsprechend eine Wandbekleidung
mit mehreren Reihen von nebeneinander verlegten Dacheindeckungselementen, wobei sich
die Dacheindeckungselemente benachbarter Reihen teilweise überlappen und wobei zumindest
einige, ggf. aber auch alle, Dacheindeckungselemente in dem Anordnung in der oben
beschriebenen Weise ausgebildet sind. Diese Dacheindeckungselemente sind in der Anordnung
mit dem jeweiligen an einer Dachunterkonstruktion angebrachten oder anzubringenden
komplementären Befestigungselement durch reversibel lösbare mechanische Verbindung
in der beschriebenen Weise an der Dachunterkonstruktion befestigt oder zu befestigen.
[0045] Die Erfindung betrifft aber auch ein Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungselementen
zur Herstellung einer Dacheindeckung bzw. Wandbekleidung, wobei zuerst eine erste
Reihe von Dacheindeckungselementen nebeneinander verlegt wird und ausgewählte Dacheindeckungselemente
mittels eines Befestigungselements in der oben beschriebenen Weise, also mittels einer
Befestigungsklammer mit einem Klettverbindungselement am oberen Randbereich an der
Dachunterkonstruktion gesichert werden. Sodann wird eine zweite Reihe von Dacheindeckungselementen
nebeneinander so verlegt, dass sie die Dacheindeckungselemente der ersten Reihe zumindest
teilweise im oberen Bereich überlappen. Dabei werden entweder für alle oder zumindest
für einige der Dacheindeckungselemente der zweiten Reihe solche gewählt, die an ihrer
Unterseite das komplementäre Klettverbindungselement besitzen, und diese werden so
angeordnet, dass diese mit dem an dem zugeordneten Befestigungselement der ersten
Reihe vorgesehenen Klettverbindungselement im Wesentlichen ausgerichtet sind und mit
diesem zusammenwirken, um die Dacheindeckungselemente durch die reversibel lösbare
mechanische Verbindung über die Befestigungsklammern an der Dachunterkonstruktion
zu befestigen. Weitere Reihen werden entsprechend verlegt.
[0046] In Abhängigkeit von der Anforderung der Windsogsicherung können alle Dacheindeckungselemente
eines Verbundes mit der reversibel lösbaren mechanischen Windsogsicherung auf Basis
der Klettverbindung ausgebildet sein. Alternativ können Bestimmte ausgewählt werden,
also beispielsweise jedes zweite, jedes dritte oder eine beliebige Auswahl.
1. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1), insbesondere Dachstein, Dachziegel,
Dach- oder Wandplatte, Schindel, oder Formstein, zur überlappenden Verlegung mit anderen
Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen (1), mit
einem an dem Dacheindeckungs- oder
Wandbekleidungselement (1) befestigten ersten Klettverbindungselement (2), das so
angeordnet ist, dass es mit einem an einem darunterliegenden Dacheindeckungs- oder
Wandbekleidungselement (1) oder einer Dach- oder Wandunterkonstruktion (4) anzubringenden
komplementären Befestigungselement (3;5;6;9), das ein zweites Klettverbindungselement
(2) aufweist, zusammenwirken kann, um das Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement
(1) reversibel lösbar mechanisch an dem darunterliegenden Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement
(1) oder der Dach- oder Wandunterkonstruktion (4) zu sichern.
2. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) gemäß Anspruch 1, wobei das erste
Klettverbindungselement (2) und/oder das zweite Klettverbindungselement (2) mit dem
Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) form- und/oder kraftschlüssig verbunden,
insbesondere eingeformt, angeklebt oder mechanisch befestigt ist/sind.
3. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei das
Befestigungselement eine Klammer (3;5;6;9) aufweist, vorzugsweise aus Metall oder
aus einem Kunststoffmaterial, an der das Klettverbindungselement (2) befestigt oder
integral angeformt ist.
4. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Klammer (3;5;6;9), von der Seite betrachtet, insgesamt eine C-Form aufweist.
5. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) gemäß Anspruch 3 oder 4, wobei die
Klammer (3;5;6;9) einen ersten Schenkel (3b;6b;9b), der an der Dach- oder Wandunterkonstruktion
(4) zu haltern ist, und einen zweiten Schenkel (3a;6a;9a) aufweist, der im Einbauzustand
am Rand des Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements (1) angreift und einen Teil
der Oberseite desselben übergreift.
6. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) nach Anspruch 5, wobei die Klammer
(6;9) einen von den ersten und zweiten Schenkeln (6a,6b;9a,9b) abgesetzten Abschnitt
(6c;9c) besitzt, der, von der Seite gesehen, über eine durch den ersten Schenkel (6a;9a)
definierte Ebene erhaben ist und an dem das Klettverbindungselement (2) vorgesehen
ist.
7. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) nach Anspruch 6, wobei der abgesetzten
Abschnitt (6c;9c) insgesamt elastisch federnd ausgestaltet ist.
8. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) nach Anspruch 5, 6 oder 7, wobei
der erste Schenkel (6a) der Klammer (6) so ausgeführt ist, dass er, im Einbauzustand,
aus dem Überdeckungsbereich übereinanderliegender Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselemente
(1) herausragt und einen über die Oberseite des Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements
(1), auf dem er aufliegt, nach oben vorstehenden Vorsprung (6d) aufweist, der vorzugsweise
als Schneestopper dient.
9. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei das Klettverbindungselement (2) an dem Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement
(1) im Bereich der Unterseite desselben vorgesehen ist, vorzugsweise in dem Bereich,
der bei überlappender Verlegung mit dem darunterliegenden Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselement
(1) überlappt.
10. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9,
wobei das erste und das zweite Klettverbindungselement (2) mechanisch miteinander
verhakbare Elemente nach dem Widerhaken-Schlaufen-Klettprinzip oder nach dem Pilzkopf-Pilzkopf-Klettprinzip
sind.
11. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) gemäß Anspruch 10, wobei das erste
und das zweite Klettverbindungselement (2) aus Metall oder Kunststoff gebildet sind.
12. Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Element (1) aus zementgebundenem Material, aus keramischem Material, aus
Kunststoffmaterial, aus Metall, aus Naturstein, insbesondere Schiefer, oder aus Holz
als Grundmaterial hergestellt ist.
13. Dacheindeckung oder Wandbekleidung, mit
mehreren Reihen von aneinander angrenzenden, überlappend verlegten Dacheindeckungs-
bzw. Wandbekleidungselementen (1), wobei zumindest einige der Dacheindeckungs- bzw.
Wandbekleidungselemente (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet sind und
mit dem jeweiligen an einer Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) angebrachten oder
anzubringenden komplementären Befestigungselement (3;5;6;9) reversibel lösbar mechanisch
an der Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) befestigt oder zu befestigen sind.
14. Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen (1) zur
Herstellung einer Dacheindeckung bzw. Wandbekleidung, mit den Schritten:
Verlegen von Dacheindeckungs- bzw.
Wandbekleidungselementen (1) nebeneinander in einer ersten Reihe und Befestigen von
ausgewählten der Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselemente (1) an einer Dach-
bzw. Wandunterkonstruktion (4) mittels Befestigungselementen (3;5;6;9), und
Verlegen von Dacheindeckungs- bzw.
Wandbekleidungselementen (1) nebeneinander in einer zweiten Reihe, die die Dacheindeckungs-
bzw. Wandbekleidungselemente (1) der ersten Reihe teilweise überlappen, wobei zumindest
einige, vorzugsweise alle der Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselemente (1) der
zweiten Reihe gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet sind und so angeordnet
werden, dass die an diesen vorgesehenen Klettverbindungselemente (2) mit an den Befestigungselementen
(3) der ersten Reihe vorgesehenen ersten Klettverbindungselementen (2) im Wesentlichen
ausgerichtet sind und zusammenwirken, um die Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselemente
(1) reversibel lösbar mechanisch an der Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) zu befestigen.
15. Verfahren zur Herstellung eines Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements (1),
insbesondere Dachstein, Dachziegel, Dach- oder Wandplatte, Schindel oder Formstein,
zur überlappenden Verlegung, wobei an dem Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselement
(1) ein erstes Klettverbindungselement (2) so angeordnet und befestigt wird, dass
dieser bzw. dieses mit einem an einer Dach- oder Wandunterkonstruktion (4) anzubringenden
komplementären Befestigungselement (3;5;6;9) mit einem zweiten Klettverbindungselement
(2) zusammenwirken kann, um das Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselement (1) reversibel
lösbar mechanisch an der Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) zu befestigen.