[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Oligohydroxybenzoesäureamiden
in Wasch- und Reinigungsmitteln zur Verbesserung der Wasch- oder Reinigungsleistung.
[0002] Während die Formulierung pulverförmiger, Bleichmittel enthaltender Wasch- und Reinigungsmittel
heute keinerlei Probleme mehr bereitet, stellt die Formulierung stabiler flüssiger,
Bleichmittel enthaltender Wasch- und Reinigungsmittel nach wie vor ein Problem dar.
Aufgrund des üblicherweise Fehlens des Bleichmittels in flüssigen Wasch- und Reinigungsmitteln
werden solche Anschmutzungen, die normalerweise insbesondere aufgrund der enthaltenen
Bleichmittel entfernt werden, entsprechend häufig nur in unzureichender Weise entfernt.
Ein ähnliches Problem besteht auch für Bleichmittel-freie Color-Waschmittel, bei denen
das Bleichmittel weggelassen wird, um die Farbstoffe im Textil zu schonen und deren
Ausbleichen zu verhindern. Bei fehlendem Bleichmittel kommt erschwerend hinzu, dass
anstatt der Entfernung der sogenannten bleichbaren Anschmutzungen, die normalerweise
durch das Bleichmittel auf Persauerstoffbasis wenigstens anteilsweise entfernt werden,
aufgrund des Waschvorgangs häufig im Gegenteil sogar eine Intensivierung und/oder
Verschlechterung der Entfernbarkeit der Anschmutzung herbeigeführt wird, was nicht
zuletzt auf initiierte chemische Reaktionen zurückzuführen sein dürfte, die beispielsweise
in der Polymerisierung bestimmter in den Anschmutzungen enthaltener Farbstoffe bestehen
können.
[0003] Derartige Probleme treten insbesondere bei Anschmutzungen auf, die polymerisierbare
Substanzen enthalten. Bei den polymerisierbaren Substanzen handelt es sich vor allem
um polyphenolische Farbstoffe, vorzugsweise um Flavonoide, insbesondere aus der Klasse
der Anthocyanidine oder Anthocyane. Die Anschmutzungen können insbesondere durch Lebensmittelprodukte
oder Getränke verursacht worden sein, die entsprechende Farbstoffe enthalten. Bei
den Anschmutzungen kann es sich insbesondere um Flecken von Früchten oder Gemüse oder
auch Rotweinflecken handeln, die insbesondere polyphenolische Farbstoffe, vor allem
solche aus der Klasse der Anthocyanidine oder Anthocyane, enthalten.
[0004] Aus der internationalen Patentanmeldung
WO 2011/023716 A1 ist die Verwendung von Gallussäureestern wie Propylgallat in Wasch- und Reinigungsmitteln
zur verbesserten Entfernung von Anschmutzungen, die polymerisierbare Substanzen enthalten,
bekannt.
[0005] Gallussäurereester mehrwertiger Alkohole und ihre Verwendung als Inhibitoren für
Plasminogenaktivator 1 (PAI-1) sind aus der internationalen Patentanmeldung
WO 2008/131047 A2 bekannt.
[0006] Überraschenderweise wurde gefunden, dass durch den Einsatz bestimmter Oligohydroxybenzoesäureamide
die Wasch oder Reinigungsleistung des Wasch- oder Reinigungsmittels insbesondere in
Bezug auf bleichbare Anschmutzungen deutlich verbessert werden kann.
[0007] Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung von Verbindungen
der allgemeinen Formel (I),

in der R
1, R
2, R
3, R
4 und R
5 unabhängig voneinander für H oder OH stehen, wobei mindestens 2 der Reste R
1,R
2,R
3,R
4 und R
5 für OH stehen, R und R' unabhängig voneinander für H, OH oder einen cyclischen oder
acyclischen, geradkettigten oder verzweigtkettigen, aliphatischen oder aromatischen
Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 50, vorzugsweise 1 bis 20 Kohlenstoffatomen steht,
der mit hydrophilen Gruppen wie NRR', COOR, CONRR' oder OR ein-oder mehrfach substituiert
sein kann und/oder dessen Gerüst durch ein oder mehrere nicht benachbarte Heteroatome,
insbesondere ausgewählt aus O und/oder N, durchbrochen sein kann, in Wasch- oder Reinigungsmitteln
zur Verbesserung der Wasch- oder Reinigungsleistung gegenüber bleichbaren Anschmutzungen.
[0008] Die bleichbaren Anschmutzungen enthalten üblicherweise polymerisierbare Substanzen,
insbesondere polymerisierbare Farbstoffe, wobei es sich bei den polymerisierbaren
Farbstoffen vorzugsweise um polyphenolische Farbstoffe, insbesondere um Flavonoide,
vor allem um Anthocyanidine oder Anthocyane oder Oligomere dieser Verbindungen handelt.
Neben der Entfernung von Anschmutzungen in den Farben grün, gelb, rot oder blau kommt
auch die von Anschmutzungen in Zwischenfarben, insbesondere violett, lila, braun,
purpurfarben oder rosa, und auch von Anschmutzungen in Betracht, die eine grüne, gelbe,
rote, violette, lilafarbene, braune, purpurfarbene, rosafarbene oder blaue Tönung
aufweisen, ohne im Wesentlichen selbst komplett aus dieser Farbe zu bestehen. Die
genannten Farben können insbesondere auch jeweils hell oder dunkel sein. Es handelt
sich hierbei vorzugsweise um Anschmutzungen, insbesondere um Flecken von Gras, Früchten
oder Gemüse, insbesondere auch um Anschmutzungen durch Lebensmittelprodukte, wie beispielsweise
Gewürze, Saucen, Chutneys, Currys, Pürees und Marmeladen, oder Getränke, wie beispielsweise
Kaffee, Tee, Weine und Säfte, die entsprechende grüne, gelbe, rote, violette, lilafarbene,
braune, purpurfarbene, rosafarbene und/oder blaue Farbstoffe enthalten.
[0009] Die erfindungsgemäß zu entfernenden Anschmutzungen können insbesondere verursacht
sein durch Kirsche, Morelle, Traube, Apfel, Granatapfel, Aronia, Pflaume, Sanddorn,
Açai, Kiwi, Mango, Gras, oder Beeren, vor allem durch rote oder schwarze Johannisbeeren,
Holunderbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Preiselbeeren, Kronsbeeren, Erdbeeren
oder Heidelbeeren, durch Kaffee, Tee, Rotkohl, Blutorange, Aubergine, Tomate, Karotte,
Rote Beete, Spinat, Paprika, rotfleischige oder blaufleischige Kartoffel, oder rote
Zwiebel.
[0010] In den Verbindungen der allgemeinen Formel (I) stehen mindestens 2, insbesondere
mindestens 3 der Reste R
1, R
2, R
3, R
4 und R
5 für OH, es handelt sich insbesondere um ein Amid der 2,3-Dihydroxybenzoesäure, 2,4-Dihydroxybenzoesäure,
2,5-Dihydroxybenzoesäure, 2,6-Dihydroxybenzoesäure, 2,3,4-Trihydroxybenzoesäure, 2,4,5-Trihydroxybenzoesäure
oder 2,4,6-Trihydroxybenzoesäure, und besonders bevorzugt um ein Amid der Gallussäure
(R
1 = H, R
2 = OH, R
3 = OH, R
4 = OH, R
5 = H). Unter den Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sind solche bevorzugt, in
denen R eine Hydroxalkylgruppe wie Hydroxyethyl, Hydroxypropyl oder Hydroxybutyl,
oder eine mehrfach hydroxysubstituierte Alkylgruppe, wie Trishydroxymethylmethyl,
oder eine Polyoxyalkylengruppe, wie Polyoxyethylen und/oder Polyoxypropylen, gegebenenfalls
in Kombination mit einer hydroxysubstituierten Alkylgruppe, ist. R' ist vorzugsweise
Wasserstoff, eine Alkylgruppe wie Methyl, Ethyl, und Propyl, eine aromatische Gruppe
wie Phenyl oder Benzyl, oder eine wie für R genannte Gruppe.
[0011] Verbindungen gemäß Formel (I) werden vorzugsweise aus der Gruppe umfassend die nachfolgenden
Vertreter und Gemische von mindestens zweien dieser Verbindungen ausgewählt:
Gallussäurehydroxamat
3,4,5-Trihydroxy-N-(hydroxymethyl)benzamid
3,4,5-Trihydroxy-N-(hydroxyethyl)benzamid
3,4,5-Trihydroxy-N-(hydroxypropyl)benzamid
3,4,5-Trihydroxy-N-(tris(hydroxymethyl)methyl)benzamid
Gallussäureamid von Polyoxyethylen/oxypropylenamin (z.B. JEFFAMINE® der Fa. Huntsman)
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)glycin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)-α-alanin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)-β-alanin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)valin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)leucin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)isoleucin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)phenylalanin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)tyrosin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)serin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)threonin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)asparagin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)asparaginsäure
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)glutamin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)glutaminsäure
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)arginin
N-(3,4,5-Trihydroxybenzoyl)lysin.
[0012] Die erfindungsgemäße Verwendung der Verbindung der allgemeinen Formel (I) erfolgt
in Wasch-oder Reinigungsmitteln vorzugsweise dadurch, das man sie in einer Menge von
0,001 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 4 Gew.-%,
einsetzt, wobei sich hier und im folgenden die Angaben von "Gew.-%" jeweils auf das
Gewicht des gesamten Wasch- oder Reinigungsmittels beziehen. Ein weiterer Gegenstand
der Erfindung ist daher ein Wasch- oder Reinigungsmittel, enthaltend 0,001 Gew.-%
bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 4 Gew.-% an Verbindung der allgemeinen Formel
(I), wobei die vor- oder nachstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen auch
für diesen Gegenstand der Erfindung gelten.
[0013] Das Wasch- oder Reinigungsmittel kann in jeder nach dem Stand der Technik etablierten
und/oder jeder zweckmäßigen Darreichungsform vorliegen. Dazu zählen beispielsweise
feste, pulverförmige, flüssige, gelförmige oder pastöse Darreichungsformen, gegebenenfalls
auch aus mehreren Phasen bestehend; ferner gehören beispielsweise dazu: Extrudate,
Granulate, Tabletten oder Pouches, sowohl in Großgebinden als auch portionsweise abgepackt.
[0014] Die erfindungsgemäße Verwendung erfolgt hierbei in einer bevorzugten Ausführungsform
in einem Wasch- und Reinigungsmittel, das keine Bleichmittel enthält. Hierunter ist
zu verstehen, dass das Mittel keine Bleichmittel im engeren Sinne, also Hypochlorite,
Wasserstoffperoxid oder Wasserstoffperoxid liefernde Substanzen, enthält; vorzugsweise
weist es auch keine Bleichaktivatoren und/oder Bleichkatalysatoren auf.
[0015] Bei dem Waschmittel handelt es sich in einer besonders bevorzugten Ausführungsform
um ein flüssiges Textilwaschmittel.
[0016] Bei dem Waschmittel handelt es sich in einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform
um ein pulverförmiges oder flüssiges Color-Waschmittel, also ein Textilwaschmittel
für gefärbte Textilien.
[0017] Die Wasch- und Reinigungsmittel können darüber hinaus übliche sonstige Bestandteile
von Wasch- oder Reinigungsmitteln, insbesondere Textilwaschmitteln, enthalten, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe der Gerüststoffe, Tenside, Polymere, Enzyme, Desintegrationshilfsmittel,
Duftstoffe und Parfümträger.
[0018] Zu den Gerüststoffe zählen insbesondere die Zeolithe, Silikate, Carbonate, organische
Cobuilder und - sofern keine ökologischen Vorurteile gegen ihren Einsatz bestehen
- auch die Phosphate.
[0019] Der feinkristalline, synthetische und gebundenes Wasser enthaltende Zeolith ist vorzugsweise
Zeolith A und/oder Zeolith P. Als Zeolith P kommt beispielsweise Zeolith MAP
® (Handelsprodukt der Firma Crosfield) in Frage. Geeignet sind jedoch auch Zeolith
X sowie Mischungen aus Zeolith A, X und/oder P. Kommerziell erhältlich und im Rahmen
der vorliegenden Erfindung einsetzbar ist beispielsweise auch ein Co-Kristallisat
aus Zeolith X und Zeolith A (ca. 80 Gew.-% Zeolith X), das durch die Formel
n Na
2O · (1-n) K
2O · Al
2O
3 · (2 - 2,5) SiO
2 · (3,5 - 5,5) H
2O
beschrieben werden kann. Der Zeolith kann dabei sowohl als Gerüststoff in einem granularen
Compound eingesetzt, als auch zu einer Art "Abpuderung" einer granularen Mischung,
vorzugsweise einer zu verpressenden Mischung verwendet werden, wobei üblicherweise
beide Wege zur Inkorporation des Zeoliths in das Vorgemisch genutzt werden. Zeolithe
können eine mittlere Teilchengröße von weniger als 10 µm (Volumenverteilung; Meßmethode:
Coulter Counter) aufweisen und enthalten vorzugsweise 18 Gew.-% bis 22 Gew.-%, insbesondere
20 Gew.-% bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
[0020] Es können auch kristalline schichtförmige Silikate der allgemeinen Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O eingesetzt werden, worin M Natrium oder Wasserstoff darstellt, x eine Zahl von 1,9
bis 22, vorzugsweise von 1,9 bis 4 ist, wobei besonders bevorzugte Werte für x 2,
3 oder 4 sind, und y für eine Zahl von 0 bis 33, vorzugsweise von 0 bis 20 steht.
Die kristallinen schichtförmigen Silikate der Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O werden beispielsweise von der Firma Clariant GmbH (Deutschland) unter dem Handelsnamen
Na-SKS vertrieben. Beispiele für diese Silikate sind Na-SKS-1 (Na
2Si
22O
45 · x H
2O, Kenyait), Na-SKS-2 (Na
2Si
14O
29 · x H
2O, Magadiit), Na-SKS-3 (Na
2Si
8O
17 · x H
2O) oder Na-SKS-4 (Na
2Si
4O
9 · x H
2O, Makatit).
[0021] Bevorzugt sind kristalline Schichtsilikate der Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O, in denen x für 2 steht. Insbesondere sind sowohl ß- als auch δ-Natriumdisilikate
Na
2Si
2O
5 · y H
2O sowie weiterhin vor allem Na-SKS-5 (α-Na
2Si
2O
5), Na-SKS-7 (ß-Na
2Si
2O
5, Natrosilit), Na-SKS-9 (NaHSi
2O
5 · H
2O), Na-SKS-10 (NaHSi
2O
5 · 3 H
2O, Kanemit), Na-SKS-11 (t-Na
2Si
2O
5) und Na-SKS-13 (NaHSi
2O
5), insbesondere aber Na-SKS-6 (δ-Na
2Si
2O
5) bevorzugt. Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten vorzugsweise einen Gewichtsanteil
des kristallinen schichtförmigen Silikats der Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O von 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 Gew.-% bis 15 Gew.-% und insbesondere
von 0,4 Gew.-% bis 10 Gew.-%.
[0022] Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche vorzugsweise löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die
Löseverzögerung gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene
Weise, beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Unter dem Begriff "amorph" wird
verstanden, dass die Silikate bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe
liefern, wie sie für kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder
mehrere Maxima der gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten
des Beugungswinkels aufweisen, hervorrufen.
[0023] Alternativ oder in Kombination mit den vorgenannten amorphen Natriumsilikaten können
röntgenamorphe Silikate eingesetzt werden, deren Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten
verwaschene oder sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren,
dass die Produkte mikrokristalline Bereiche der Größe zehn bis einige Hundert nm aufweisen,
wobei Werte bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige
röntgenamorphe Silikate weisen ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen
Wassergläsern auf. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silikate,
compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe Silikate.
[0024] Diese(s) Silikat(e), vorzugsweise Alkalisilikate, besonders bevorzugt kristalline
oder amorphe Alkalidisilikate, sind, wenn vorhanden, in Wasch- oder Reinigungsmitteln
in Mengen von 3 Gew.-% bis 60 Gew.-%, vorzugsweise von 8 Gew.-% bis 50 Gew.-% und
insbesondere von 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% enthalten.
[0025] Auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen ist möglich,
sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden soll.
Unter der Vielzahl der kommerziell erhältlichen Phosphate haben die Alkalimetallphosphate
unter besonderer Bevorzugung von Pentanatrium- bzw. Pentakaliumtriphosphat (Natrium-
bzw. Kaliumtripolyphosphat) in der Wasch- und Reinigungsmittel-Industrie die größte
Bedeutung.
[0026] Alkalimetallphosphate ist dabei die summarische Bezeichnung für die Alkalimetall-
(insbesondere Natrium- und Kalium-) Salze der verschiedenen Phosphorsäuren, bei denen
man Metaphosphorsäuren (HPO
3)
n und Orthophosphorsäure H
3PO
4 neben höhermolekularen Vertretern unterscheiden kann. Die Phosphate vereinen dabei
mehrere Vorteile in sich: Sie wirken als Alkaliträger, verhindern Kalkbeläge auf Maschinenteilen
bzw. Kalkinkrustationen in Geweben und tragen überdies zur Reinigungsleistung bei.
Technisch besonders wichtige Phosphate sind das Pentanatriumtriphosphat, Na
5P
3O
10 (Natriumtripolyphosphat) sowie das entsprechende Kaliumsalz Pentakaliumtriphosphat,
K
5P
3O
10 (Kaliumtripolyphosphat). Bevorzugt eingesetzt werden weiterhin die Natriumkaliumtripolyphosphate.
Werden Phosphate in Wasch- oder Reinigungsmitteln eingesetzt, so enthalten bevorzugte
Mittel diese(s) Phosphat(e), vorzugsweise Alkalimetallphosphat(e), besonders bevorzugt
Pentanatrium- bzw. Pentakaliumtriphosphat (Natrium- bzw. Kaliumtripolyphosphat), in
Mengen von 5 Gew.-% bis 80 Gew.-%, vorzugsweise von 15 Gew.-% bis 75 Gew.-% und insbesondere
von 20 Gew.-% bis 70 Gew.-%.
[0027] Weiter einsetzbar sind Alkaliträger. Als Alkaliträger gelten beispielsweise Alkalimetallhydroxide,
Alkalimetallcarbonate, Alkalimetallhydrogencarbonate, Alkalimetallsesquicarbonate,
die genannten Alkalisilikate, Alkalimetasilikate, und Mischungen der vorgenannten
Stoffe, wobei bevorzugt die Alkalicarbonate, insbesondere Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat
oder Natriumsesquicarbonat eingesetzt werden. Besonders bevorzugt kann ein Buildersystem
enthaltend eine Mischung aus Tripolyphosphat und Natriumcarbonat sein. Aufgrund ihrer
im Vergleich mit anderen Buildersubstanzen geringen chemischen Kompatibilität mit
den übrigen Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln werden die Alkalimetallhydroxide
üblicherweise nur in geringen Mengen, vorzugsweise in Mengen unterhalb 10 Gew.-%,
bevorzugt unterhalb 6 Gew.-%, besonders bevorzugt unterhalb 4 Gew.-% und insbesondere
unterhalb 2 Gew.-%, eingesetzt. Besonders bevorzugt werden Mittel, welche bezogen
auf ihr Gesamtgewicht weniger als 0,5 Gew.-% und insbesondere keine Alkalimetallhydroxide
enthalten. Bevorzugt ist der Einsatz von Carbonat(en) und/oder Hydrogencarbonat(en),
vorzugsweise Alkalicarbonat(en), besonders bevorzugt Natriumcarbonat, in Mengen von
2 Gew.-% bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 5 Gew.-% bis 40 Gew.-% und insbesondere von
7,5 Gew.-% bis 30 Gew.-%.
[0028] Als organische Builder sind insbesondere Polycarboxylate/Polycarbonsäuren, polymere
Polycarboxylate, Asparaginsäure, Polyacetale, Dextrine sowie Phosphonate zu nennen.
Brauchbar sind beispielsweise die in Form der freien Säure und/oder ihrer Natriumsalze
einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden
werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Citronensäure,
Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure,
Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein derartiger
Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen.
Die freien Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft
einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung eines niedrigeren
und milderen pH-Wertes von Wasch- oder Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei
Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige
Mischungen aus diesen zu nennen. Als Gerüststoffe sind weiter polymere Polycarboxylate
geeignet, dies sind beispielsweise die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der
Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse von 500
g/mol bis 70000 g/mol. Geeignet sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine
Molekülmasse von 2000 g/mol bis 20000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen
Löslichkeit können aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen
von 2000 g/mol bis 10000 g/mol, und besonders bevorzugt von 3000 g/mol bis 5000 g/mol,
aufweisen, bevorzugt sein. Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere
solche der Acrylsäure mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit
Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure
erwiesen, die 50 Gew.-% bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 Gew.-% bis 10 Gew.-% Maleinsäure
enthalten. Ihre relative Molekülmasse, bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen
2000 g/mol bis 70000 g/mol, vorzugsweise 20000 g/mol bis 50000 g/mol und insbesondere
30000 g/mol bis 40000 g/mol. Zur Verbesserung der Wasserlöslichkeit können die Polymere
auch Allylsulfonsäuren, wie beispielsweise Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure,
als Monomer enthalten. Die (co-)polymeren Polycarboxylate können als Feststoff oder
in wässriger Lösung eingesetzt werden. Der Gehalt von Wasch- oder Reinigungsmitteln
an (co-)polymeren Polycarboxylaten beträgt vorzugsweise 0,5 Gew.-% bis 20 Gew.-% und
insbesondere 3 Gew.-% bis 10 Gew.-%.
[0029] Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei
verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die als Monomere Salze der
Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate oder
die als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zucker-Derivate
enthalten. Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die als Monomere Acrolein und
Acrylsäure/Acrylsäuresalze bzw. Acrolein und Vinylacetat aufweisen. Ebenso sind als
weitere bevorzugte Buildersubstanzen polymere Aminodicarbonsäuren, deren Salze oder
deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Besonders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren
und/oder deren Salze.
[0030] Eine weitere Substanzklasse mit Buildereigenschaften stellen die Phosphonate dar.
Dabei handelt es sich um die Salze von insbesondere Hydroxyalkan- oder Aminoalkanphosphonsäuren.
Unter den Hydroxyalkanphosphonsäuren ist die 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP)
von besonderer Bedeutung. Sie wird insbesondere als Natriumsalz eingesetzt, wobei
das Dinatriumsalz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch reagiert. Als Aminoalkanphosphonsäuren
kommen insbesondere Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure (EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure
(DTPMP) sowie deren höhere Homologe in Frage. Sie werden insbesondere in Form der
neutral reagierenden Natriumsalze, so zum Beispiel als Hexanatriumsalz der EDTMP oder
als Hepta- und Octa-Natriumsalz der DTPMP, eingesetzt. Auch Mischungen aus den genannten
Phosphonaten können als organische Builder verwendet werden. Insbesondere die Aminoalkanphosphonate
besitzen zudem ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen.
[0031] Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, welche durch Umsetzung von
Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen
aufweisen, erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie
Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren
wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
[0032] Weitere geeignete organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere
bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten
werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder enzymkatalysierten
Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit
mittleren Molmassen im Bereich von 400 g/mol bis 500000 g/mol. Dabei ist ein Polysaccharid
mit einem Dextrose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis
30 bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung eines Polysaccharids
im Vergleich zu Dextrose, welche ein DE von 100 besitzt, ist. Brauchbar sind sowohl
Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE
zwischen 20 und 37 als auch sogenannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen
im Bereich von 2000 g/mol bis 30000 g/mol. Bei den oxidierten Derivaten derartiger
Dextrine handelt es sich um deren Umsetzungsprodukte mit Oxidationsmitteln, welche
in der Lage sind, mindestens eine Alkoholfunktion des Saccharidrings zur Carbonsäurefunktion
zu oxidieren.
[0033] Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat,
sind weitere geeignete Cobuilder. Dabei wird Ethylendiamin-N,N'-disuccinat (EDDS)
bevorzugt in Form seiner Natrium- oder Magnesiumsalze verwendet. Weiterhin bevorzugt
sind in diesem Zusammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate. Gewünschtenfalls
geeignete Einsatzmengen liegen insbesondere in zeolithhaltigen und/oder silicathaltigen
Formulierungen bei 3 Gew.-% bis 15 Gew.-%.
[0034] Weitere brauchbare organische Cobuilder sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren
bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche
mindestens 4 Kohlenstoffatome und mindestens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei
Säuregruppen enthalten.
[0035] Darüber hinaus können alle Verbindungen, die in der Lage sind, Komplexe mit Erdalkaliionen
auszubilden, als Gerüststoffe eingesetzt werden.
[0036] Wasch- und Reinigungsmittel können nichtionische, anionische, kationische und/oder
amphotere Tenside enthalten.
[0037] Als nichtionische Tenside können alle dem Fachmann bekannten nichtionischen Tenside
eingesetzt werden. Mit besonderem Vorzug enthalten Wasch- oder Reinigungsmittel nichtionische
Tenside aus der Gruppe der alkoxylierten Alkohole. Als nichtionische Tenside werden
vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole
mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO)
pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung
methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten
kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch
Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18
C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich
2 bis 8 Mol EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen
gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt einer ganzen oder einer gebrochenen Zahl entsprechen
können. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf
(narrow range ethoxylates, NRE).
[0038] Alternativ oder zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole
mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14
EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO. Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch
Alkylglykoside der allgemeinen Formel RO(G)
x eingesetzt werden, in der R einem primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 C-Atomen entspricht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit
5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der
die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl
zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0039] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette.
[0040] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können eingesetzt
werdein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0041] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel,

in der R für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgender Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können. Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen
der Formel

in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12
Kohlenstoffatomen, R
1 für einen linearen, verzweigten oder zyklischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
2 für einen linearen, verzweigten oder zyklischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propxylierte Derivate dieses Restes.
[Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose.
Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können durch Umsetzung mit
Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten
Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.
[0042] In Reinigungsmitteln sind Niotenside aus der Gruppe der alkoxylierten Alkohole, besonders
bevorzugt aus der Gruppe der gemischt alkoxylierten Alkohole und insbesondere aus
der Gruppe der EO/AO/EO-Niotenside, oder der PO/AO/PO-Niotenside, speziell der PO/EO/PO-Niotenside
besonders bevorzugt. Solche PO/EO/PO-Niotenside zeichnen sich durch gute Schaumkontrolle
aus.
[0043] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0044] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern
sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der
Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder
bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte
sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure,
Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
[0045] Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester
der C
12-C
18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche als Handelsprodukte der Shell
Oil Company unter dem Namen DAN
® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
[0046] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Reinigungsmitteln aufgrund
ihres hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen
von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
[0047] Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure,
die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen, darstellen. Bevorzugte
Sulfosuccinate enthalten C
8-18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen. Dabei sind wiederum Sulfosuccinate,
deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung
ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure
mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alk(en)ylkette oder deren Salze
einzusetzen.
[0048] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
[0049] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-,
Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in
Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0050] An Stelle der genannten Tenside oder in Verbindung mit ihnen können auch kationische
und/oder amphotere Tenside eingesetzt werden.
[0051] Als kationische Aktivsubstanzen können beispielsweise kationische Verbindungen der
nachfolgenden Formeln eingesetzt werden:

worin jede Gruppe R
1 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus C
1-6-Alkyl-, -Alkenyl- oder -Hydroxyalkylgruppen; jede Gruppe R
2 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus C
8-28-Alkyl- oder -Alkenylgruppen; R
3 = R
1 oder (CH
2)
n-T-R
2; R
4 = R
1 oder R
2 oder (CH
2)
n-T-R
2; T = -CH
2-, -O-CO- oder -CO-O- und n eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist.
[0052] Zur Pflege der Textilien und zur Verbesserung der Textileigenschaften wie einem weicheren
"Griff" (Avivage) und verringerter elektrostatischer Aufladung (erhöhter Tragekomfort)
können textilweichmachende Verbindungen eingesetzt werden. Die Wirkstoffe dieser Formulierungen
sind quartäre Ammoniumverbindungen mit zwei hydrophoben Resten, wie beispielsweise
das Disteraryldimethylammoniumchlorid, welches jedoch wegen seiner ungenügenden biologischen
Abbaubarkeit zunehmend durch quartäre Ammoniumverbindungen ersetzt wird, die in ihren
hydrophoben Resten Estergruppen als Sollbruchstellen für den biologischen Abbau enthalten.
[0053] Derartige "Esterquats" mit verbesserter biologischer Abbaubarkeit sind beispielsweise
dadurch erhältlich, dass man Mischungen von Methyldiethanolamin und/oder Triethanolamin
mit Fettsäuren verestert und die Reaktionsprodukte anschließend in an sich bekannter
Weise mit Alkylierungsmitteln quaterniert. Als Appretur weiterhin geeignet ist Dimethylolethylenharnstoff.
[0054] Zur Steigerung der Leistung von Wasch- oder Reinigungsmitteln sind Enzyme einsetzbar.
Hierzu gehören insbesondere Proteasen, Amylasen, Lipasen, Hemicellulasen, Cellulasen,
Perhydrolasen oder Oxidoreduktasen, sowie vorzugsweise deren Gemische. Diese Enzyme
sind im Prinzip natürlichen Ursprungs; ausgehend von den natürlichen Molekülen stehen
für den Einsatz in Wasch- und Reinigungsmitteln verbesserte Varianten zur Verfügung,
die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden. Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten
Enzyme vorzugsweise in Gesamtmengen von 1 x 10
-6 Gew.-% bis 5 Gew.-% bezogen auf aktives Protein. Die Proteinkonzentration kann mit
Hilfe bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren oder dem Biuret-Verfahren
bestimmt werden.
[0055] Unter den Proteasen sind solche vom Subtilisin-Typ bevorzugt. Beispiele hierfür sind
die Subtilisine BPN' und Carlsberg sowie deren weiterentwickelte Formen, die Protease
PB92, die Subtilisine 147 und 309, die Alkalische Protease aus Bacillus lentus, Subtilisin
DY und die den Subtilasen, nicht mehr jedoch den Subtilisinen im engeren Sinne zuzuordnenden
Enzyme Thermitase, Proteinase K und die Proteasen TW3 und TW7.
[0056] Beispiele für einsetzbare Amylasen sind die α-Amylasen aus Bacillus licheniformis,
aus B. amyloliquefaciens, aus B. stearothermophilus, aus Aspergillus niger und A.
oryzae sowie die für den Einsatz in Wasch- und Reinigungsmitteln verbesserten Weiterentwicklungen
der vorgenannten Amylasen. Desweiteren sind für diesen Zweck die α-Amylase aus Bacillus
sp. A 7-7 (DSM 12368) und die Cyclodextrin-Glucanotransferase (CGTase) aus B. agaradherens
(DSM 9948) hervorzuheben.
[0057] Einsetzbar sind wegen ihrer Triglycerid-spaltenden Aktivität Lipasen oder Cutinasen.
Hierzu gehören beispielsweise die ursprünglich aus Humicola lanuginosa (Thermomyces
lanuginosus) erhältlichen oder aus diesen weiterentwickelten Lipasen, insbesondere
solche mit dem Aminosäureaustausch D96L. Desweiteren sind beispielsweise die Cutinasen
einsetzbar, die ursprünglich aus Fusarium solani pisi und Humicola insolens isoliert
worden sind. Einsetzbar sind weiterhin Lipasen und/oder Cutinasen, deren Ausgangsenzyme
ursprünglich aus Pseudomonas mendocina und Fusarium solanii isoliert worden sind.
[0058] Weiterhin können Enzyme eingesetzt werden, die unter dem Begriff Hemicellulasen zusammengefaßt
werden. Hierzu gehören beispielsweise Mannanasen, Xanthanlyasen, Pektinlyasen (=Pektinasen),
Pektinesterasen, Pektatlyasen, Xyloglucanasen (=Xylanasen), Pullulanasen und β-Glucanasen.
[0059] Zur Erhöhung der bleichenden Wirkung können gewünschtenfalls Oxidoreduktasen, beispielsweise
Oxidasen, Oxygenasen, Katalasen, Peroxidasen, wie Halo-, Chloro-, Bromo-, Lignin-,
Glucose- oder Mangan-peroxidasen, Dioxygenasen oder Laccasen (Phenoloxidasen, Polyphenoloxidasen)
eingesetzt werden. Vorteilhafterweise werden zusätzlich vorzugsweise organische, besonders
bevorzugt aromatische, mit den Enzymen wechselwirkende Verbindungen zugegeben, um
die Aktivität der betreffenden Oxidoreduktasen zu verstärken (Enhancer) oder um bei
stark unterschiedlichen Redoxpotentialen zwischen den oxidierenden Enzymen und den
Anschmutzungen den Elektronenfluss zu gewährleisten (Mediatoren).
[0060] Die Enzyme können in jeder nach dem Stand der Technik etablierten Form eingesetzt
werden. Hierzu gehören beispielsweise die durch Granulation, Extrusion oder Lyophilisierung
erhaltenen festen Präparationen oder, insbesondere bei flüssigen oder gelförmigen
Mitteln, Lösungen der Enzyme, vorteilhafterweise möglichst konzentriert, wasserarm
und/oder mit Stabilisatoren versetzt. Alternativ können die Enzyme sowohl für die
feste als auch für die flüssige Darreichungsform verkapselt werden, beispielsweise
durch Sprühtrocknung oder Extrusion der Enzymlösung zusammen mit einem vorzugsweise
natürlichen Polymer oder in Form von Kapseln, beispielsweise solchen, bei denen die
Enzyme wie in einem erstarrten Gel eingeschlossen sind oder in solchen vom Kern-Schale-Typ,
bei dem ein enzymhaltiger Kern mit einer Wasser-, Luft- und/oder Chemikalien-undurchlässigen
Schutzschicht überzogen ist. In aufgelagerten Schichten können zusätzlich weitere
Wirkstoffe, beispielsweise Stabilisatoren, Emulgatoren, Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe
aufgebracht werden. Derartige Kapseln werden nach an sich bekannten Methoden, beispielsweise
durch Schüttel- oder Rollgranulation oder in Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise
sind derartige Granulate, beispielsweise durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm
und aufgrund der Beschichtung lagerstabil. Weiterhin ist es möglich, zwei oder mehrere
Enzyme zusammen zu konfektionieren, so dass ein einzelnes Granulat mehrere Enzymaktivitäten
aufweist.
[0061] Bevorzugt werden ein oder mehrere Enzyme und/oder Enzymzubereitungen, vorzugsweise
Protease-Zubereitungen und/oder Amylase-Zubereitungen, in Mengen von 0,1 Gew.-% bis
5 Gew.%, vorzugsweise von 0,2 Gew.-% bis 4,5 Gew.-% und insbesondere von 0,4 Gew.-%
bis 4 Gew.%, eingesetzt.
[0062] Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können einzelne Riechstoffverbindungen, z.B. synthetische
Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe
verwendet werden. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet,
die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche
Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B.
Pinien-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Um wahrnehmbar
zu sein, muss ein Riechstoff flüchtig sein, wobei neben der Natur der funktionellen
Gruppen und der Struktur der chemischen Verbindung auch die Molmasse eine wichtige
Rolle spielt. So besitzen die meisten Riechstoffe Molmassen bis etwa 200 g/mol, während
Molmassen von 300 g/mol und darüber eher eine Ausnahme darstellen. Auf Grund der unterschiedlichen
Flüchtigkeit von Riechstoffen verändert sich der Geruch eines aus mehreren Riechstoffen
zusammengesetzten Parfüms bzw. Duftstoffs während des Verdampfens, wobei man die Geruchseindrücke
in "Kopfnote" (top note), "Herz- bzw. Mittelnote" (middle note bzw. body) sowie "Basisnote"
(end note bzw. dry out) unterteilt. Da die Geruchswahrnehmung zu einem großen Teil
auch auf der Geruchsintensität beruht, besteht die Kopfnote eines Parfüms bzw. Duftstoffs
nicht allein aus leichtflüchtigen Verbindungen, während die Basisnote zum größten
Teil aus weniger flüchtigen, d.h. haftfesten Riechstoffen besteht. Bei der Komposition
von Parfüms können leichter flüchtige Riechstoffe beispielsweise an bestimmte Fixative
gebunden werden, wodurch ihr zu schnelles Verdampfen verhindert wird. Bei der nachfolgenden
Einteilung der Riechstoffe in "leichter flüchtige" bzw. "haftfeste" Riechstoffe ist
also über den Geruchseindruck und darüber, ob der entsprechende Riechstoff als Kopf-
oder Herznote wahrgenommen wird, nichts ausgesagt.Die Duftstoffe können direkt verarbeitet
werden, es kann aber auch vorteilhaft sein, die Duftstoffe auf Träger aufzubringen,
die durch eine langsamere Duftfreisetzung für langanhaltenden Duft sorgen. Als solche
Trägermaterialien haben sich beispielsweise Cyclodextrine bewährt, wobei die Cyclodextrin-Parfüm-Komplexe
zusätzlich noch mit weiteren Hilfsstoffen beschichtet werden können.
[0063] Bei der Wahl des Färbemittels muss beachtet werden, dass die Färbemittel eine hohe
Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber Licht sowie keine zu starke Affinität
gegenüber textilen Oberflächen und hier insbesondere gegenüber Kunstfasern aufweisen
können. Gleichzeitig ist auch zu berücksichtigen, dass Färbemittel unterschiedliche
Stabilitäten gegenüber der Oxidation aufweisen können. Im allgemeinen gilt, dass wasserunlösliche
Färbemittel gegen Oxidation stabiler sind als wasserlösliche Färbemittel. Abhängig
von der Löslichkeit und damit auch von der Oxidationsempfindlichkeit variiert die
Konzentration des Färbemittels in den Wasch- oder Reinigungsmitteln. Bei gut wasserlöslichen
Färbemitteln werden typischerweise Färbemittel-Konzentrationen im Bereich von einigen
10
-2 Gew.-% bis 10
-3 Gew.-% gewählt. Bei den auf Grund ihrer Brillanz insbesondere bevorzugten, allerdings
weniger gut wasserlöslichen Pigmentfarbstoffen liegt die geeignete Konzentration des
Färbemittels in Wasch- oder Reinigungsmitteln dagegen typischerweise bei einigen 10
-3 Gew.-% bis 10
-4 Gew.-%. Es werden Färbemittel bevorzugt, die im Waschprozess oxidativ zerstört werden
können sowie Mischungen derselben mit geeigneten blauen Farbstoffen, sog. Blautönern.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, Färbemittel einzusetzen, die in Wasser oder
bei Raumtemperatur in flüssigen organischen Substanzen löslich sind. Geeignet sind
beispielsweise anionische Färbemittel, z.B. anionische Nitrosofarbstoffe.
[0064] Zusätzlich zu den bisher genannten Komponenten können die Wasch- oder Reinigungsmittel
weitere Inhaltsstoffe enthalten, welche die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen
Eigenschaften dieser Mittel weiter verbessern. Bevorzugte Mittel enthalten einen oder
mehrere Stoffe aus der Gruppe der Elektrolyte, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel,
Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, optische Aufheller,
Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren,
antimikrobiellen Wirkstoffen, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Antistatika, Bügelhilfsmittel,
Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schiebefestmittel sowie UV-Absorber.
[0065] Als Elektrolyte aus der Gruppe der anorganischen Salze kann eine breite Anzahl der
verschiedensten Salze eingesetzt werden. Bevorzugte Kationen sind die Alkali- und
Erdalkalimetalle, bevorzugte Anionen sind die Halogenide und Sulfate. Aus herstellungstechnischer
Sicht ist der Einsatz von NaCl oder MgCl
2 in den Wasch- oder Reinigungsmitteln bevorzugt.
[0066] Um den pH-Wert von Wasch- oder Reinigungsmitteln in den gewünschten Bereich zu bringen,
kann der Einsatz von pH-Stellmitteln angezeigt sein. Einsetzbar sind hier sämtliche
bekannten Säuren bzw. Laugen, sofern sich ihr Einsatz nicht aus anwendungstechnischen
oder ökologischen Gründen bzw. aus Gründen des Verbraucherschutzes verbietet. Üblicherweise
überschreitet die Menge dieser Stellmittel 1 Gew.-% der Gesamtformulierung nicht.
[0067] Als Schauminhibitoren, kommen Seifen, Öle, Fette, Paraffine oder Silikonöle in Betracht,
die gegebenenfalls auf Trägermaterialien aufgebracht sein können. Als Trägermaterialien
eignen sich beispielsweise anorganische Salze wie Carbonate oder Sulfate, Cellulosederivate
oder Silikate sowie Mischungen der vorgenannten Materialien. Im Rahmen der vorliegenden
Anmeldung bevorzugte Mittel enthalten Paraffine, vorzugsweise unverzweigte Paraffine
(n-Paraffine) und/oder Silikone, vorzugsweise linear-polymere Silikone, welche nach
dem Schema (R
2SiO)
x aufgebaut sind und auch als Silikonöle bezeichnet werden. Diese Silikonöle stellen
gewöhnlich klare, farblose, neutrale, geruchsfreie, hydrophobe Flüssigkeiten mit einem
Molekulargewicht zwischen 1000 g/mol und 150000 g/mol und Viskositäten zwischen 10
mPa·s und 1000000 mPa·s dar.
[0068] Geeignete Antiredepositionsmittel sind beispielsweise nichtionische Celluloseether
wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil an Methoxygruppen
von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropylgruppen von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen
auf den nichtionischen Celluloseether.
[0069] Als soil repellents kommen die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure
und/oder Terephthalsäure bzw. deren Derivate, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalat
und/oder Polyethylenglycolterephthalat oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten
Derivaten von diesen. Insbesondere bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate
der Phthalsäure- und Terephthalsäure-Polymere.
[0070] Optische Aufheller können insbesondere den Waschmitteln zugesetzt werden, um Vergrauungen
und Vergilbungen der behandelten Textilien zu beseitigen. Diese Stoffe ziehen auf
die Faser auf und bewirken eine Aufhellung und vorgetäuschte Bleichwirkung, indem
sie unsichtbare Ultraviolettstrahlung in sichtbares längerwelliges Licht umwandeln,
wobei das aus dem Sonnenlicht absorbierte ultraviolette Licht als schwach bläuliche
Fluoreszenz abgestrahlt wird und mit dem Gelbton der vergrauten bzw. vergilbten Wäsche
reines Weiß ergibt. Geeignete Verbindungen stammen beispielsweise aus den Substanzklassen
der 4,4'-Diamino-2,2'-stilbendisulfonsäuren (Flavonsäuren), 4,4'-Distyryl-biphenylen,
Methylumbelliferone, Cumarine, Dihydrochinolinone, 1,3-Diarylpyrazoline, Naphthalsäureimide,
Benzoxazol-, Benzisoxazol- und Benzimidazol-Systeme sowie der durch Heterocyclen substituierten
Pyrenderivate.
[0071] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern.
Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise
die wasserlöslichen Salze polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethersulfonsäuren
der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose
oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für
diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate verwenden, z.B.
abgebaute Stärke, Aldehydstärken usw.. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar. Als
Vergrauungsinhibitoren einsetzbar sind weiterhin Celluloseether wie Carboxymethylcellulose
(Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether wie Methylhydroxyethylcellulose,
Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose und deren Gemische.
[0072] Da textile Flächengebilde, insbesondere aus Reyon, Zellwolle, Baumwolle und deren
Mischungen, zum Knittern neigen können, weil die Einzelfasern gegen Durchbiegen, Knicken,
Pressen und Quetschen quer zur Faserrichtung empfindlich sind, können synthetische
Knitterschutzmittel eingesetzt werden. Hierzu zählen beispielsweise synthetische Produkte
auf der Basis von Fettsäuren, Fettsäureestern, Fettsäureamiden, -alkylolestern, -alkylolamiden
oder Fettalkoholen, die meist mit Ethylenoxid umgesetzt sind, oder Produkte auf der
Basis von Lecithin oder modifizierter Phosphorsäureester.
[0073] Phobier- und Imprägnierverfahren dienen der Ausrüstung von Textilien mit Substanzen,
welche die Ablagerung von Schmutz verhindern oder dessen Auswaschbarkeit erleichtern.
Bevorzugte Phobier- und Imprägniermittel sind perfluorierte Fettsäuren, auch in Form
ihrer Aluminium- u. Zirkoniumsalze, organische Silikate, Silikone, Polyacrylsäureester
mit perfluorierter AlkoholKomponente oder mit perfluoriertem Acyl- oder Sulfonyl-Rest
gekoppelte, polymerisierbare Verbindungen. Auch Antistatika können enthalten sein.
Die schmutzabweisende Ausrüstung mit Phobier- und Imprägniermitteln wird oft als eine
Pflegeleicht-Ausrüstung eingestuft. Das Eindringen der Imprägniermittel in Form von
Lösungen oder Emulsionen der betreffenden Wirkstoffe kann durch Zugabe von Netzmitteln
erleichtert werden, welche die Oberflächenspannung herabsetzen. Ein weiteres Einsatzgebiet
von Phobier- und Imprägniermitteln ist die wasserabweisende Ausrüstung von Textilwaren,
Zelten, Planen, Leder usw., bei der im Gegensatz zum Wasserdichtmachen die Gewebeporen
nicht verschlossen werden, der Stoff also atmungsaktiv bleibt (Hydrophobieren). Die
zum Hydrophobieren verwendeten Hydrophobiermittel überziehen Textilien, Leder, Papier,
Holz usw. mit einer sehr dünnen Schicht hydrophober Gruppen, wie längere Alkyl-Ketten
oder Siloxan-Gruppen. Geeignete Hydrophobiermittel sind z.B. Paraffine, Wachse, Metallseifen
usw. mit Zusätzen an Aluminium- oder Zirkonium-Salzen, quartäre Ammonium-Verbindungen
mit langkettigen Alkyl-Resten, Harnstoff-Derivate, Fettsäure-modifizierte Melaminharze,
Chrom-Komplexsalze, Silikone, Zinn-organische Verbindungen und Glutardialdehyd sowie
perfluorierte Verbindungen. Die hydrophobierten Materialien fühlen sich nicht fettig
an; dennoch perlen - ähnlich wie an gefetteten Stoffen - Wassertropfen an ihnen ab,
ohne zu benetzen. So haben z.B. Silikon-imprägnierte Textilien einen weichen Griff
und sind wasser- und schmutzabweisend; Flecke aus Tinte, Wein, Fruchtsäften und dergleichen
sind leichter zu entfernen.
[0074] Zur Bekämpfung von Mikroorganismen können antimikrobielle Wirkstoffe eingesetzt werden.
Hierbei unterscheidet man je nach antimikrobiellem Spektrum und Wirkungsmechanismus
zwischen Bakteriostatika und Bakteriziden, Fungistatika und Fungiziden usw.. Stoffe
aus diesen Gruppen sind beispielsweise Benzalkoniumchloride, Alkylarlylsulfonate,
Halogenphenole und Phenolmercuriacetat, wobei auch gänzlich auf diese Verbindungen
verzichtet werden kann.
[0075] Um unerwünschte, durch Luftsauerstoffeinwirkung und andere oxidative Prozesse verursachte
Veränderungen an den Wasch- und Reinigungsmitteln und/oder den behandelten Textilien
zu verhindern, können die Mittel Antioxidantien enthalten. Zu dieser Verbindungsklasse
gehören beispielsweise substituierte Phenole, Hydrochinone, Brenzcatechine und aromatische
Amine sowie organische Sulfide, Polysulfide, Dithiocarbamate, Phosphite und Phosphonate.
[0076] Ein erhöhter Tragekomfort kann aus der zusätzlichen Verwendung von Antistatika resultieren.
Antistatika vergrößern die Oberflächenleitfähigkeit und ermöglichen damit ein verbessertes
Abfließen gebildeter Ladungen. Äußere Antistatika sind in der Regel Substanzen mit
wenigstens einem hydrophilen Molekülliganden und geben auf den Oberflächen einen mehr
oder minder hygroskopischen Film. Diese zumeist grenzflächenaktiven Antistatika lassen
sich in stickstoffhaltige (Amine, Amide, quartäre Ammoniumverbindungen), phosphorhaltige
(Phosphorsäureester) und schwefelhaltige (Alkylsulfonate, Alkylsulfate) Antistatika
unterteilen. Lauryl- (bzw. Stearyl-) dimethylbenzylammoniumchloride eignen sich ebenfalls
als Antistatika für Textilien bzw. als Zusatz zu Waschmitteln, wobei zusätzlich ein
Avivageeffekt erzielt wird.
[0077] Zur Verbesserung des Wasserabsorptionsvermögens, der Wiederbenetzbarkeit der behandelten
Textilien und zur Erleichterung des Bügelns der behandelten Textilien können in Textilwaschmitteln
Silikonderivate eingesetzt werden. Diese verbessern zusätzlich das Ausspülverhalten
von Wasch-oder Reinigungsmitteln durch ihre schauminhibierenden Eigenschaften. Bevorzugte
Silikonderivate sind beispielsweise Polydialkyl- oder Alkylarylsiloxane, bei denen
die Alkylgruppen ein bis fünf C-Atome aufweisen und ganz oder teilweise fluoriert
sind. Bevorzugte Silikone sind Polydimethylsiloxane, die gegebenenfalls derivatisiert
sein können und dann aminofunktionell oder quaterniert sind bzw. Si-OH-, Si-H- und/oder
Si-Cl-Bindungen aufweisen. Weitere bevorzugte Silikone sind die Polyalkylenoxid-modifizierten
Polysiloxane, also Polysiloxane, welche beispielsweise Polyethylenglykole aufweisen,
sowie die Polyalkylenoxid-modifizierten Dimethylpolysiloxane.
[0078] Schließlich können auch UV-Absorber eingesetzt werden, die auf die behandelten Textilien
aufziehen und die Lichtbeständigkeit der Fasern verbessern. Verbindungen, die diese
gewünschten Eigenschaften aufweisen, sind beispielsweise die durch strahlungslose
Desaktivierung wirksamen Verbindungen und Derivate des Benzophenons mit Substituenten
in 2-und/oder 4-Stellung. Weiterhin sind auch substituierte Benzotriazole, in 3-Stellung
phenylsubstituierte Acrylate (Zimtsäurederivate), gegebenenfalls mit Cyanogruppen
in 2-Stellung, Salicylate, organische Ni-Komplexe sowie Naturstoffe wie Umbelliferon
und die körpereigene Urocansäure geeignet.
[0079] Proteinhydrolysate sind auf Grund ihrer faserpflegenden Wirkung weitere geeignete
Aktivsubstanzen. Proteinhydrolysate sind Produktgemische, die durch sauer, basisch
oder enzymatisch katalysierten Abbau von Proteinen (Eiweißen) erhalten werden. Proteinhydrolysate
sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs können eingesetzt werden. Tierische
Proteinhydrolysate sind beispielsweise Elastin-, Kollagen-, Keratin-, Seiden- und
Milcheiweiß-Proteinhydrolysate, die auch in Form von Salzen vorliegen können. Bevorzugt
ist die Verwendung von Proteinhydrolysaten pflanzlichen Ursprungs, z.B. Soja-, Mandel-,
Reis-, Erbsen-, Kartoffel- und Weizenproteinhydrolysate. Wenngleich der Einsatz der
Proteinhydrolysate als solche bevorzugt ist, können an deren Stelle gegebenenfalls
auch anderweitig erhaltene Aminosäuregemische oder einzelne Aminosäuren wie beispielsweise
Arginin, Lysin, Histidin oder Pyroglutaminsäure eingesetzt werden. Ebenfalls möglich
ist der Einsatz von Derivaten der Proteinhydrolysate, beispielsweise in Form ihrer
Fettsäure-Kondensationsprodukte.
Beispiele
Beispiel 1: Herstellung von 3,4,5-Trihydroxy-N-(tris(hydroxymethyl)methyl)benzamid
[0080] Zu 3,4,5-Tribenzyloxybenzoesäure und 1,1 Equivalenten N-Ethoxycarbonyl-2-ethoxy-1,2-dihydro-quinolin
in Methanol wurden 1,1 Equivalente Tris(hydroxymethyl)aminomethan hinzugefügt. Die
Reaktionslösung wurde auf 50 °C erwärmt. Anschließend wurde das Lösungsmittel im Vakuum
entfernt. Das mittels Säulenchromatographie gereinigte Zwischenprodukt wurde in Ethanol
an Pd/C hydriert. Anschließend wurde das Lösungsmittel im Vakuum entfernt.
Beispiel 2: Reinigungsleistung
[0081] Es wurden Waschversuche bei 40°C als Dreifachbestimmung an in Tabelle 1 angegebenen
standardisierten Anschmutzungen auf Baumwolle durchgeführt, wobei man ein bleichmittelfreies
Flüssigwaschmittel (enthaltend 7,5 Gew.-% 7-fach ethoxylierten C
12/14-Fettakohol, 7,5 Gew.-% Natrium-C
9-13Alkylbenzolsulfonat, 1 Gew.-% Zitronensäure, 3 Gew.-% C
12-18-Fettsäure, 0,1 Gew.-% Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure)-hepta-Natriumsalz,
0,6 Gew.-% NaOH, Rest auf 100 Gew.-% Wasser) mit pH 8,5 verwendete und damit eine
Waschlauge W1 ansetzte, bestehend aus 79 g Flüssigwaschmittel und 1,6 g 3,4,5-Trihydroxy-N-(tris(hydroxy-methyl)methyl)benzamid
in 17 l Wasser von 16 °dH. Zum Vergleich wurden eine ansonsten identische Waschlauge
V1 angesetzt, die nur das Flüssigwaschmittel enthielt, und eine mit W1 ansonsten identische
Waschlauge V2, die statt 3,4,5-Trihydroxy-N-(tris(hydroxy-methyl)methyl)benzamid die
gleiche Menge an Gallussäureester des Tetraethylengylkolmonomethylethers enthielt.
Die Auswertung erfolgte über Farbabstandsmessung gemäß der L*a*b*-Werte und der daraus
berechneten Y-Werte als Maß für die Helligkeit. Die folgende Tabelle zeigt die dY-Werte,
die sich aus der Differenz Y(nach dem Waschen) - Y(vor dem Waschen) ergaben.
Tabelle 1: dY-Werte
| Anschmutzung |
W1 |
V1 |
V2 |
| Rotwein |
41,2 |
35,7 |
39,0 |
| Rote Traube |
41,9 |
35,9 |
40,5 |
| Heidelbeere |
37,1 |
31,4 |
33,5 |
[0082] Die dY-Werte bei Einsatz der erfindungswesentlichen Substanz waren signifikant größer
als diejenigen, die sich beim Einsatz nur des Flüssigwaschmittels oder der Vergleichssubstanz
ergeben, was einem höheren Weißgrad und somit einer verbesserten Fleckentfernung entspricht.
1. Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I),

in der R
1, R
2, R
3, R
4 und R
5 unabhängig voneinander für H oder OH stehen, wobei mindestens 2 der Reste R
1, R
2, R
3, R
4 und R
5 für OH stehen, R und R' unabhängig voneinander für H, OH oder einen cyclischen oder
acyclischen, geradkettigten oder verzweigtkettigen, aliphatischen oder aromatischen
Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 50 Kohlenstoffatomen steht, der mit hydrophilen Gruppen
wie NRR', COOR, CONRR' oder OR ein-oder mehrfach substituiert sein kann und/oder dessen
Gerüst durch ein oder mehrere nicht benachbarte Heteroatome durchbrochen sein kann,
in Wasch- oder Reinigungsmitteln zur Verbesserung der Wasch- oder Reinigungsleistung
gegenüber bleichbaren Anschmutzungen.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschmutzungen polymerisierbare Substanzen, ausgewählt aus polyphenolischen Farbstoffen,
insbesondere aus Flavonoiden, vor allem aus Farbstoffen der Klasse der Anthocyanidine
oder Anthocyane oder Oligomeren dieser Verbindungen, enthält.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verbesserte Wasch-oder Reinigungsleistung in einer verbesserten Entfernung von
grün-, gelb-, rot-, blau-, violett, lila-, braun-, purpur- oder rosafarbigen Anschmutzungen,
insbesondere von Flecken von Gras, Früchten oder Gemüse, insbesondere von Anschmutzungen
durch Lebensmittelprodukte, wie Gewürze, Saucen, Chutneys, Currys, Pürees und Marmeladen,
oder Getränke, wie Kaffe, Tee, Weine und Säfte, die entsprechende grüne, gelbe, rote,
violette, lilafarbene, braune, purpurfarbene, rosafarbene und/oder blaue Farbstoffe
enthalten, besteht.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschmutzungen ausgewählt sind aus Anschmutzungen durch Kirsche, Morelle, Traube,
Apfel, Granatapfel, Aronia, Pflaume, Sanddorn, Açai, Kiwi, Mango, Gras, oder Beeren,
insbesondere durch rote oder schwarze Johannisbeeren, Holunderbeeren, Brombeeren,
Himbeeren, Blaubeeren, Preiselbeeren, Kronsbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren, durch
Kaffee, Tee, Rotkohl, Blutorange, Aubergine, Tomate, Karotte, Rote Beete, Spinat,
Paprika, rotfleischige oder blaufleischige Kartoffel, oder rote Zwiebel.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den Verbindungen der allgemeinen Formel (I) mindestens 3 der Reste R1, R2, R3, R4 und R5 für OH stehen.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Verbindung der Formel (I) um ein Amid der 2,3-Dihydroxybenzoesäure,
2,4-Dihydroxybenzoesäure, 2,5-Dihydroxybenzoesäure, 2,6-Dihydroxybenzoesäure, 2,3,4-Trihydroxybenzoesäure,
2,4,5-Trihydroxybenzoesäure oder 2,4,6-Trihydroxybenzoesäure, insbesondere um ein
Amid der Gallussäure (R1 = H, R2 = OH, R3 = OH, R4 = OH, R5 = H) handelt.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung der allgemeinen Formel (I) R eine Hydroxalkylgruppe wie Hydroxyethyl,
Hydroxypropyl oder Hydroxybutyl, oder eine mehrfach hydroxysubstituierte Alkylgruppe,
wie Trishydroxymethylmethyl, oder eine Polyoxyalkylengruppe, wie Polyoxyethylen und/oder
Polyoxypropylen, gegebenenfalls in Kombination mit einer hydroxysubstituierten Alkylgruppe,
ist, und R' Wasserstoff, eine Alkylgruppe wie Methyl, Ethyl und Propyl, eine aromatische
Gruppe wie Phenyl oder Benzyl, oder eine wie für R genannte Gruppe ist
8. Wasch- oder Reinigungsmittel, enthaltend 0,001 Gew.% bis 5 Gew.% Verbindung der allgemeinen
Formel (I),

in der R
1, R
2, R
3, R
4 und R
5 unabhängig voneinander für H oder OH stehen, wobei mindestens 2 der Reste R
1, R
2, R
3, R
4 und R
5 für OH stehen, R und R' unabhängig voneinander für H, OH oder einen cyclischen oder
acyclischen, geradkettigten oder verzweigtkettigen, aliphatischen oder aromatischen
Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 50 Kohlenstoffatomen steht, der mit hydrophilen Gruppen
wie NRR', COOR, CONRR' oder OR ein-oder mehrfach substituiert sein kann und/oder dessen
Gerüst durch ein oder mehrere nicht benachbarte Heteroatome durchbrochen sein kann.
9. Mittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass es keine Bleichmittel im engeren Sinne, also Hypochlorite, Wasserstoffperoxid oder
Wasserstoffperoxid liefernde Substanzen, enthält.
10. Mittel nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass es ein flüssiges Textilwaschmittel oder ein pulverförmiges oder flüssiges Color-Waschmittel,
also ein Textilwaschmittel für gefärbte Textilien, ist.
1. Use of compounds of the general formula (I),

in which R
1, R
2, R
3, R
4, and R
5 mutually independently denote hydrogen or OH, at least two of the residues R
1, R
2, R
3, and R
4 denoting OH, R and R' mutually independently denote hydrogen, OH, or a cyclic or
acyclic, straight-chain or branched-chain, aliphatic or aromatic hydrocarbon residue
having 1 to 50 carbon atoms, which can be mono- or polysubstituted with hydrophilic
groups such as NRR', COOR, CONRR', or OR, and/or whose skeleton can be penetrated
by one or more non-adjacent heteroatoms, in washing or cleaning agents in order to
improve washing or cleaning performance with respect to bleachable stains.
2. The use according to Claim 1, characterized in that the stains contain polymerizable substances selected from polyphenolic dyes, in particular
from flavonoids, especially from dyes of the class of the anthocyanidins or anthocyans
or oligomers of said compounds.
3. The use according to Claim 1 or 2, characterized in that the improved washing or cleaning performance consists in improved removal of green-,
yellow-, red-, blue-, violet-, mauve-, brown-, purple-, or pink-colored stains, in
particular of spots of grass, fruits, or vegetables, in particular of stains resulting
from food products such as spices, sauces, chutneys, curries, purees, and jams, or
beverages such as coffee, tea, wines, and juices, that contain corresponding green,
yellow, red, violet, mauve, brown, purple, pink, and/or blue dyes.
4. The use according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the stains are selected from stains resulting from cherry, morel cherry, grape, apple,
pomegranate, chokeberry, plum, sea buckthorn, açai, kiwi, mango, grass, or berries,
in particular from red or black currants, elderberries, blackberries, raspberries,
blueberries, lingonberries, cranberries, strawberries, or bilberries, from coffee,
tea, red cabbage, blood orange, eggplant, tomato, carrot, red beets, spinach, paprika,
red or blue potatoes, or red onions.
5. The use according to one of Claims 1 to 4, characterized in that in the compounds of the general formula (I), at least three of the residues R1, R2, R3, R4, and R5 denote OH.
6. The use according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the compound of formula (I) is an amide of 2,3-dihydroxybenzoic acid, 2,4-dihydroxybenzoic
acid, 2,5-dihydroxybenzoic acid, 2,6-dihydroxybenzoic acid, 2,3,4-trihydroxybenzoic
acid, 2,4,5-trihydroxybenzoic acid, or 2,4,6-trihydroxybenzoic acid, in particular
an amide of gallic acid (R1 = H, R2 = OH, R3 =OH, R4 =OH, R5 = H).
7. The use according to one of Claims 1 to 6, characterized in that in the compound of the general formula (I), R is a hydroxyalkyl group such as hydroxyethyl,
hydroxypropyl, or hydroxybutyl, or a polyhydroxy-substituted alkyl group such as tris
hydroxymethyl methyl, or a polyoxyalkylene group such polyoxyethylene and/or polyoxypropylene,
optionally in combination with a hydroxy-substituted alkyl group, and R' is hydrogen,
an alkyl group such as methyl, ethyl, and propyl, an aromatic group such as phenyl
or benzyl, or a group such as recited for R.
8. A washing or cleaning agent containing 0.001 wt% to 5 wt% of a compound of the general
formula (I)

in which R
1, R
2, R
3, R
4, and R
5 mutually independently denote hydrogen or OH, at least two of the residues R
1, R
2, R
3, and R
4 denoting OH, R and R' mutually independently denote hydrogen, OH, or a cyclic or
acyclic, straight-chain or branched-chain, aliphatic or aromatic hydrocarbon residue
having 1 to 50 carbon atoms, which can be mono- or polysubstituted with hydrophilic
groups such as NRR', COOR, CONRR', or OR, and/or whose skeleton can be penetrated
by one or more non-adjacent heteroatoms.
9. The agent according to Claim 9, characterized in that it contains no bleaching agents in the narrower sense, i.e. hypochlorites, hydrogen
peroxide, or substances yielding hydrogen peroxide.
10. The agent according to Claim 8 or 9, characterized in that it is a liquid textile washing agent or a powdered or liquid color washing agent,
i.e. textile washing agent for colored textiles.
1. Utilisation de composés de formule générale (I) :

où R
1, R
2, R
3, R
4 et R
5 représentent indépendamment les uns des autres H ou OH, au moins deux des résidus
R
1, R
2, R
3, R
4 et R
5 représentant OH, R et R' représentant indépendamment l'un de l'autre H, OH, ou un
résidu hydrocarbure cyclique ou acyclique, linéaire ou ramifié, aliphatique ou aromatique,
avec de 1 à 50 atomes de carbone, pouvant être substitué une ou plusieurs fois par
des groupes hydrophiles comme NRR', COOR, CONRR' ou OR, et/ou dont le squelette peut
être interrompu par un ou plusieurs hétéroatomes non-voisins, dans des produits de
lavage et de nettoyage à l'efficacité améliorée en ce qui concerne des salissures
décolorable.
2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que les salissures contiennent des substances polymérisables choisies parmi des colorants
polyphénoliques, en particulier des flavonoïdes, surtout des colorants de la classe
des anthocyanidines ou des anthocyanes, ou des oligomères de ces composés.
3. Utilisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'efficacité améliorée de lavage ou nettoyage consiste en une meilleure élimination
des salissures de couleur verte, jaune, rouge, bleue, violette, lilas, brune, pourpre
et rose, en particulier des taches d'herbe, de fruits et de légumes, en particulier
de salissures dues à des produits alimentaires comme des épices, des sauces, des chutneys,
des currys, des purées et des confitures, ou des boissons comme le café, le thé, les
vins et jus de fruits contenant des colorants de couleurs correspondantes vertes,
jaunes, rouges, violettes, lilas, brunes, pourpres, roses et/ou bleues.
4. Utilisation selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les salissures sont choisies parmi des salissures de cerise, morelle, raisin, pomme,
grenade, sorbier, prune, argousier, baie d'açai, kiwi, mangue, herbe ou baies, en
particulier de groseille ou cassis, sureau, mûre, framboise, myrtille, airelle, canneberge
ou fraise, de café, thé, de chou rouge, d'orange sanguine, d'aubergine, de tomate,
de carotte, de betterave, d'épinard, de paprika, de pomme de terre à chair rouge ou
bleue, ou d'oignon rouge.
5. Utilisation selon une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que, dans les composés de formule générale (I), au moins trois des résidus R1, R2, R3, R4 et R5 représentent OH.
6. Utilisation selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le composé de formule (I) est un amide de l'acide 2,3-dihydroxybenzoïque, 2,4-dihydroxybenzoïque,
2,5-dihydroxybenzoïque, 2,6-dihydroxybenzoïque, 2,3,4-trihydroxybenzoïque ou 2,3,6-trihydroxybenzoïque,
en particulier un amide de l'acide gallique (R1 = H, R2 = OH, R3 = OH R4 = OH, R5 = H).
7. Utilisation selon une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que, dans le composé de formule générale (I), R est un groupe hydroxyalkyle, comme hydroxyéthyle,
hydroxypropyle ou hydroxybutyle, ou un groupe alkyle hydroxy-substitué, comme trishydroxyméthylméthyle,
ou un groupe polyoxyde d'alkylène, comme polyoxyde d'éthylène et/ou polyoxyde de propylène,
éventuellement en association avec un groupe alkyle hydroxy-substitué, et R' est un
hydrogène, un groupe alkyle, comme méthyle, éthyle et propyle, un groupe aromatique,
comme phényle ou benzyle, ou un groupe comme pour R.
8. Produit lavant ou nettoyant contenant de 0,001 % en poids à 5 % en poids d'un composé
de formule générale (I) :

où R
1, R
2, R
3, R
4 et R
5 représentent indépendamment les uns des autres H ou OH, au moins deux des résidus
R
1, R
2, R
3, R
4 et R
5 représentant OH, R et R' représentant indépendamment l'un de l'autre H, OH, ou un
résidu hydrocarbure cyclique ou acyclique, linéaire ou ramifié, aliphatique ou aromatique,
avec de 1 à 50 atomes de carbone, pouvant être substitué une ou plusieurs fois par
des groupes hydrophiles comme NRR', COOR, CONRR' ou OR, et/ou dont le squelette peut
être interrompu par un ou plusieurs hétéroatomes non-voisins, dans des produits de
lavage et de nettoyage à l'efficacité améliorée en ce qui concerne des salissures
décolorable.
9. Produit selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il ne contient pas d'agent blanchissant au sens strict, donc d'hypochlorites, de peroxyde
d'hydrogène ou de substances libérant du peroxyde d'hydrogène.
10. Produit selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce qu'il est un produit de lavage liquide pour textiles ou une lessive couleurs liquide
ou en poudre, donc un produit de lavage des textiles pour les textiles en couleurs.