[0001] Die Erfindung betrifft ein Paneel eines Fußbodenbelags, insbesondere eines Laminatfußbodens,
mit einer ersten Seitenkante und einer zweiten Seitenkante, wobei die erste Seitenkante
und die zweite Seitenkante einander gegenüberliegend angeordnet und so korrespondierend
zueinander ausgebildet sind, dass die erste Seitenkante des Paneels mit einer zweiten
Seitenkante eines gleichartigen Paneels durch eine Bewegung in etwa senkrecht zur
Paneelebene verbindbar ist, wobei die erste Seitenkante eine erste Verriegelungsnase
mit einer ersten Verriegelungsfläche und die zweite Seitenkante eine zweite Verriegelungsnase
mit einer zweiten Verriegelungsfläche aufweist und wobei die erste Verriegelungsfläche
und die zweite Verriegelungsfläche sich im verbundenen Zustand derart hintergreifen,
dass die erste Seitenkante und die zweite Seitenkante in einer Richtung im Wesentlichen
senkrecht zur Paneelebene gegeneinander verriegelt sind.
[0002] Derartige Paneele sind bereits in unterschiedlichen Ausführungen bekannt, beispielsweise
aus der
WO 2004/003314 A1, und erlauben das Verbinden von Paneelen untereinander durch herunterdrücken oder
herunterschwenken von einem Paneel gegenüber einem anderen, beispielsweise bereits
auf dem Boden liegenden, Paneel, wobei sich die einander zugeordneten Seitenkanten
überlappen. Die Paneele werden also in einer Richtung miteinander verbunden, die in
etwa oder im Wesentlichen senkrecht zur jeweiligen Paneelebene ist, wobei es hier
nicht auf eine mathematische Rechtwinkligkeit ankommt, sondern auf die Unterscheidung
zur Verbindung der Paneele in den anderen beiden Raumrichtungen, nämlich parallel
zur Paneelebene und senkrecht zur Seitenkante einerseits sowie parallel zur Seitenkante
und zur Paneelebene andererseits.
[0003] Die Verriegelung der beiden Seitenkanten in einer Auszugsrichtung senkrecht zur Paneelebene
erfolgt über wenigstens zwei Verriegelungsnasen, die einander beim Verbinden der Seitenkanten
parallel zur Paneelebene hintergreifen. Dabei hintergreifen sich die Verriegelungsnasen
mit zugehörigen Verriegelungsflächen, die in Anlage aneinander gelangen, wenn die
beiden Paneele in Auszugsrichtung belastet werden. Diese Auszugsrichtung ist der Verbindungsrichtung
entgegen und/oder im Wesentlichen senkrecht zur Paneelebene nach oben gerichtet. Zudem
sind die verbundenen Seitenkanten durch geeignete Verriegelungsmittel in einer Richtung
parallel zur Paneelebene und senkrecht zu den Seitenkanten miteinander verriegelt.
[0004] Die bekannten Paneele erlauben ein schnelles und einfaches Verlegen von Bodenbelägen,
insbesondere Laminatfußböden bestehend aus Laminatpaneelen. Allerdings ist es relativ
aufwendig, die Bodenbeläge wieder in einzelne Paneele aufzutrennen. Um eine Beschädigung
der Paneele zu vermeiden und ein erneutes Verlegen der Paneele zu ermöglichen, müssen
die Paneele längs der jeweils miteinander verbundenen ersten und zweiten Seitenkanten
auseinander geschoben werden, wobei die Paneele weiter im Wesentlichen in einer gemeinsamen
Ebene angeordnet bleiben. Dies ist mühsam und zeitaufwendig. Zudem können dabei die
an den Seitenkanten vorgesehenen Verbindungsprofile leicht beschädigt werden.
[0005] Bei Paneelen mit korrespondierenden Seitenkanten, die nicht durch eine Bewegung in
etwa senkrecht zur Paneelebene miteinander verbunden werden, ist es beispielsweise
aus der
WO 2004/048716 A1 und der
EP 1 639 215 B1 bekannt, bestimmte Verriegelungsflächen in einer Paneelebene konisch auszubilden.
Die Verriegelungsflächen verlaufen dann geneigt zu einer Ebene senkrecht zum Paneel
und parallel zur jeweiligen Seitenkante. Die Seitenkanten stehen infolge der geneigten
Verriegelungsflächen jedoch insgesamt weiter gegenüber dem Paneel in Richtung des
distalen Endes nach außen vor, weshalb der Verschnitt bei der Paneelherstellung größer
und die Paneelherstellung teurer ist.
[0006] Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannten
und zuvor näher beschriebenen Paneele derart auszugestalten und weiterzubilden, dass
die damit verlegten Bodenbeläge einfacher und schneller auseinandergenommen werden
können, ohne dadurch die Paneelkosten nennenswert zu erhöhen.
[0007] Diese Aufgabe ist bei einem Paneel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst,
dass der Verlauf der ersten Verriegelungsfläche entlang der ersten Seitenkante sowie
der Verlauf der zweiten Verriegelungsfläche entlang der zweiten Seitenkante jeweils
wenigstens abschnittsweise und korrespondierend zueinander gegenüber der Paneelebene
geneigt ist.
[0008] Durch den wenigstens abschnittsweisen und korrespondierenden, gegenüber der jeweiligen
Paneelebene geneigten Verlauf der ersten und der zweiten Verriegelungsfläche wird
im verbundenen Zustand der ersten und der zweiten Seitenkante wenigstens abschnittsweise
ein konischer oder keilförmiger Verlauf der korrespondierenden Verriegelungsflächen
zueinander erreicht. Werden die miteinander verbundenen Seitenkanten parallel zueinander
geringfügig gegeneinander verschoben, wobei diese Verschieberichtung aufgrund der
konischen bzw. keilförmigen Bereiche der korrespondierenden Verriegelungsflächen vorzugsweise
nur in eine Richtung entlang der verbundenen Seitenkanten erfolgen kann, werden die
geneigten Abschnitte der Verriegelungsflächen voneinander getrennt. Die geneigten
Abschnitte der Verriegelungsflächen liegen folglich beim weiteren gegenseitigen Verschieben
der Paneele nicht mehr aneinander an, so dass keine Reibung zwischen den entsprechenden
Abschnitten der Verriegelungsflächen mehr auftritt. Dies hat zur Folge, dass sich
zwei mittels erster und zweiter Seitenkanten verbundene Paneele durch gegenseitiges
Ausziehen, insbesondere der im Wesentlichen gegenseitig fluchtenden Paneele, entlang
der verbundenen Seitenkanten wesentlich leichter trennen lassen.
[0009] Bei der angesprochenen Neigung der ersten und der zweiten Verriegelungsflächen handelt
es sich nicht um irgendeine Neigung. Zur Paneelebene geneigte Verriegelungsflächen
sind bereits bekannt. Diese weisen jedoch entlang der jeweiligen Seitenkante eine
konstante oder wenigstens im Wesentlichen gleichbleibende Neigung auf. Beim Auseinanderziehen
solcher Seitenkanten kommt es daher nicht automatisch zu einer Vergrößerung des Abstands
der miteinander korrespondierenden Verriegelungsflächen der miteinander verbundenen
Seitenkanten und daher nicht zu einer deutlichen Verringerung der Reibung der Seitenkanten
aneinander, wenn die Paneele in Längsrichtung der entsprechenden Seitenkanten gegeneinander
verschoben werden. Bei der angesprochenen Neigung der ersten und der zweiten Verriegelungsfläche
gegenüber der Paneelebene ist also eine Neigung der Verriegelungsfläche in eine Richtung
gemeint, die eine Komponente senkrecht zur Paneelebene aufweist.
[0010] Die entsprechende Verriegelungsfläche ändert also entlang des geneigten Abschnitts
ihre Position in einer Richtung senkrecht zur Paneelebene. Anders formuliert führt
die Neigung der ersten und zweiten Verriegelungsflächen längs der Seitenkanten im
jeweiligen Abschnitt schrittweise zu einer Zunahme oder zu einer Abnahme des Abstands
der Verriegelungsflächen zu einer festen Paneelebene. Die Verriegelungsflächen verändern
ihre Lage also insgesamt entlang der jeweiligen Seitenkante in Bezug auf die Paneelebene.
Man könnte auch sagen, dass die ersten und zweiten Verriegelungsflächen entlang der
jeweiligen Seitenkanten abschnittsweise nach oben oder nach unten wandern, wobei oben
und unten als Richtungen senkrecht zum Boden, zum Bodenbelag und/oder zur Paneelebene
verstanden werden können.
[0011] Um trotz der Neigung der Verriegelungsflächen entlang der Seitenkanten einen korrespondierenden
Verlauf der Verriegelungsflächen entlang der verbundenen Seitenkanten zu erhalten,
weisen die Verriegelungsflächen vorzugsweise korrespondierende Neigungen auf. Die
Neigung einer Verriegelungsfläche weist also vorzugsweise in die gleiche Richtung
und zudem im Wesentlichen den gleichen Betrag auf, wie der im verbundenen Zustand
gegenüberliegende Abschnitt einer korrespondierenden Verriegelungsfläche. So wird
sichergestellt, dass die Verriegelungsflächen der ersten und zweiten Verriegelungsnasen
trotz ihrer wenigstens abschnittsweisen Neigung über die gesamte Länge der Seitenkanten
zu deren Verriegelung in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Paneelebene
beitragen und die Verbindung der Seitenkanten somit nicht schwächen.
[0012] Als Paneelebene wird vorliegend eine Ebene verstanden, die im Wesentlichen parallel
zu dem Paneel, insbesondere zur Oberseite des Paneels, ist, welche im verlegten Zustand
einen Teil der Oberseite des Fußbodenbelags bildet.
[0013] Obwohl grundsätzlich eine abschnittsweise vorgesehene Neigung der ersten und der
zweiten Verriegelungsfläche ausreichen kann, so kann der positive Effekt dieser Neigungen
dadurch vergrößert werden, dass die erste Verriegelungsfläche und die zweite Verriegelungsfläche
wenigstens im Wesentlichen über die gesamte Länge der ersten Seitenkante bzw. der
zweiten Seitenkante mit einer Neigung gegenüber der Paneelebene versehen sind. Die
erste Seitenkante und zweite Seitenkante müssen dann nur geringfügig gegeneinander
verschoben werden, um beide Verriegelungsflächen sicher voneinander zu trennen. Zudem
können die Seitenkanten dann besser mit hoher Geschwindigkeit und mit hoher Genauigkeit
gefräst werden.
[0014] Bei dem Paneel kann es sich vorzugsweise um ein sogenanntes Laminatpaneel handeln,
die meist eine Trägerplatte aus einem Holzwerkstoff, etwa in Form einer mitteldichten
Faserplatte (MDF), hochdichten Faserplatte (HDF) Spanplatte oder auch eines Oriented
Strand Boards (OSB), aufweisen, auf deren Oberseite ein Dekor vorgesehen ist. Die
Trägerplatte kann auch aus einem Kunststoff oder einem Wood-Plastic-Composit (WPC)
aus einem Holzwerkstoff und einem Kunststoff gebildet sein, bei dem ein stückiger
oder faseriger Holzwerkstoff in einer Kunststoffmatrix aufgenommen sein kann. Das
Dekor kann grundsätzlich auf ein Papier aufgedruckt sein, das in einer Harzschicht,
vorzugsweise Melamin-Harz-Schicht eingebettet ist. Das Dekor kann jedoch auch in Form
eines Direktdrucks aufgebracht sein. Auch dann weist die Oberseite ein Harz auf, um
das Dekor gegen Abrieb zu schützen. Grundsätzlich können zum Schutz des Dekors mehrere
Schichten von Harz vorgesehen sein, in denen ein Fasermaterial eingebettet sein kann
(Overlay). Es können auch feine feste Partikel großer Härte in das Harz eingebettet
sein, um die Abriebfestigkeit und die Kratzbeständigkeit der Oberfläche zu erhöhen.
Um ein Verbiegen der Laminatpaneele zu verhindern, ist auf der Unterseite derselben
entweder ein sogenannter Gegenstrich in Form einer Harz- oder Lackschicht oder eine
sogenannte Gegenzugschicht angebracht, bei der ein Gegenzugpapier in eine Harzschicht
eingebettet ist. Die Verbindung der Trägerschicht mit den oberhalb und unterhalb derselben
vorgesehenen Schichten erfolgt typischerweise durch Verpressen bei erhöhter Temperatur.
All diese Schichten und Maßnahmen sind an sich bereits bekannt und bedürfen daher
keiner weiteren Erläuterung.
[0015] Bei einer ersten bevorzugten Ausgestaltung des Paneels sind die beiden äußeren Enden
der ersten Verriegelungsfläche in einer Richtung senkrecht zur Paneelebene gegeneinander
versetzt angeordnet. Mit anderen Worten sind die beiden äußeren Enden der ersten Verriegelungsfläche
bezogen auf die Längserstreckung der Seitenkante auf unterschiedlichen Niveaus bezogen
auf die Paneelebene angeordnet. Dieser Niveauunterschied resultiert aus der wenigstens
abschnittsweisen Neigung der ersten Verriegelungsfläche entlang der ersten Seitenkante.
Alternativ oder zusätzlich kann anlog auch die zweite Verriegelungsfläche an den beiden
Enden der zweiten Seitenkante auf unterschiedlichen Niveaus senkrecht zur Paneelebene
angeordnet sein.
[0016] Die Erfindung hat zudem erkannt, dass bereit sehr geringe Neigungen ausreichen, um
den gewünschten Effekt zu erzielen. Dies ist insbesondere deshalb aus fertigungstechnischer
Sicht von Vorteil, weil die entsprechenden Paneele typischerweise nur wenige Millimeter,
insbesondere weniger als 9 mm, teilweise weniger als 7 mm und in einigen Fällen auch
weniger als 5 mm dick sind. Es können die zuvor beschriebenen Neigungen der Verriegelungsflächen
also trotz einer sehr filigranen Ausführung der Seitenkanten auch bei Paneelen vorgesehen
werden, welche dazu vorgesehen sind, durch eine im Wesentlichen vertikale Bewegung
bezogen auf die Paneele miteinander verbunden zu werden. Vorzugsweise ist daher die
erste Verriegelungsfläche an den beiden Enden der ersten Seitenkante und/oder die
zweite Verriegelungsfläche an den beiden Enden der zweiten Seitenkante senkrecht zu
einer Paneelebene um weniger als 2 mm, vorzugsweise weniger als 1 mm, insbesondere
weniger als 0,5 mm, versetzt zueinander angeordnet. Je geringer dieser Wert ist, desto
filigraner können die Paneele ausgebildet werden bzw. umso dünnere Paneele können
mit entsprechend geneigten Verriegelungsflächen versehen werden.
[0017] Das Trennen der miteinander verbundenen ersten und zweiten Seitenkanten kann ebenso
wie die Herstellung derselben vereinfacht werden, wenn die erste Verriegelungsfläche
wenigstens abschnittsweise entlang der ersten Seitenkante oder die zweite Verriegelungsfläche
wenigstens abschnittsweise entlang der zweiten Seitenkante um einen im Wesentlichen
konstanten Winkel gegenüber der Paneelebene geneigt ist. Besonders bevorzugt ist es
in diesem Zusammenhang, wenn die erste und die zweite Seitenkante wenigstens abschnittsweise
um einen im Wesentlichen konstanten, gemeinsamen Winkel gegenüber der jeweiligen Paneelebene
geneigt sind.
[0018] Die Neigung der ersten Verriegelungsfläche entlang der ersten Seitenkante kann wenigstens
abschnittsweise weniger als 1,2°, vorzugsweise weniger als 0,6°, insbesondere weniger
als 0,3°, gegenüber der Paneelebene betragen. So kann das Trennen auch von sehr dünnen
Paneelen erleichtert werden. Gleiches gilt, wenn der Verlauf der zweiten Verriegelungsfläche
entlang der zweiten Seitenkante wenigstens abschnittsweise um weniger als 1,2°, vorzugsweise
weniger als 0,6°, insbesondere weniger als 0,3°, gegenüber der Paneelebene geneigt
ist. Grundsätzlich sind die Paneele kostengünstiger herzustellen, wenn die Neigung
der Verriegelungsflächen geringer ist. Zudem muss dann weniger Material entfernt werden,
weshalb die Seitenkanten insgesamt stabiler ist. Andererseits sollte die Neigung der
Verriegelungsflächen auch nicht zu gering werden, damit das Auseinanderziehen der
Paneele noch merklich erleichtert werden kann. Des Weiteren sollte die Neigung bei
längeren Seitenkanten geringer gewählt werden, um diese entsprechend filigran ausbilden
zu können. Bei den angegebenen Neigungswinkeln wurden bezüglich der vorstehenden Wechselwirkungen
gute Ergebnisse erzielt.
[0019] Um möglichst korrespondierende erste und zweite Verriegelungsflächen zu erhalten,
die eine zuverlässige Verriegelung der ersten und zweiten Seitenkanten erlauben, ist
es in diesem Zusammenhang bevorzugt, wenn die erste und die zweite Verriegelungsfläche
korrespondierend zueinander wenigstens abschnittsweise um weniger als 1,2°, vorzugsweise
weniger als 0,6°, insbesondere weniger als 0,3°, gegenüber der Paneelebene geneigt
sind. Mit anderen Worten ist entlang der ersten Seitenkante die erste Verriegelungsfläche
wenigstens abschnittsweise im Wesentlichen um den gleichen Betrag gegenüber der Paneelebene
geneigt, wie die zweite Verriegelungsfläche entlang der zweiten Seitenkante wenigstens
abschnittsweise gegenüber der Paneelebene geneigt ist.
[0020] Für eine zuverlässige und dauerhafte Verbindung der ersten und der zweiten Seitenkanten
kann die erste Verriegelungsnase an einem Verriegelungselement der ersten Seitenkante
vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann aus dem gleichen Grund die zweite
Verriegelungsnase an einem Verriegelungselement der weiteren Seitenkante vorgesehen
sein. Das wenigstens eine Verriegelungselement kann beispielsweise einer Verriegelung
der ersten und zweiten Seitenkante in einer Richtung parallel zur jeweiligen Paneelebene
dienen, wobei diese Richtung vorzugsweise senkrecht zur jeweiligen Seitenkante verläuft.
Dementsprechend kann zusätzlich vorgesehen sein, dass im verbunden Zustand der ersten
und der zweiten Seitenkanten die Verriegelungsnase des wenigstens einen Verriegelungselements
in einer Verriegelungsnut vorgesehen ist.
[0021] Alternativ oder zusätzlich kann die erste Seitenkante und/oder die zweite Seitenkante
eine Passfeder aufweisen, wobei dann die jeweils andere Seitenkante eine Passnut aufweist
und die Passfeder der wenigstens einen Seitenkante im verbundenen Zustand der ersten
Seitenkante mit der zweiten Seitenkante in die wenigstens eine Passnut der anderen
Seitenkante eingreift. Dies ermöglicht beispielsweise die Verriegelung der ersten
Seitenkante mit der zweiten Seitenkante in einer Richtung parallel zur Paneelebene
und senkrecht zur ersten und/oder zweiten Seitenkante.
[0022] Dazu kann die wenigstens eine Passfeder im verbundenen Zustand der ersten Seitenkante
und der zweiten Seitenkante derart in die wenigstens eine Passnut eingreifen, um die
erste Seitenkante und die zweite Seitenkante in einer Richtung zu verriegeln, und
zwar beispielsweise in einer Richtung parallel zur Paneelebene und senkrecht zu den
miteinander verbundenen Seitenkanten. Zur einfachen und kompakten Ausgestaltung der
ersten und/oder der zweiten Seitenkante kann es bevorzugt sein, wenn eine Flanke der
Passnut und/oder der Passfeder von einer Flanke des Verriegelungselements gebildet
wird.
[0023] Alternativ oder zusätzlich können die Passfeder und die Passnut im verbundenen Zustand
der ersten und der zweiten Seitenkante aneinander anliegende Kontaktflächen aufweisen,
die wenigstens abschnittsweise zur Senkrechten gegenüber der Paneelebene geneigt sind.
Wenn beim Auseinanderziehen der ersten und der zweiten Seitenkante in einer Richtung
entlang der Seitenkanten die wenigstens abschnittsweise geneigten ersten und zweiten
Verriegelungsflächen der ersten und zweiten Verriegelungsnasen die erste und zweite
Verriegelungsfläche in einer Richtung senkrecht zur Paneelebene voneinander wegbewegt
werden, entsteht zwischen den beiden noch nicht gänzlich voneinander getrennten ersten
und zweiten Seitenkanten ein Spiel senkrecht zur Paneelebene.
[0024] Aufgrund dieses Spiels kann nun die wenigstens eine Passfeder geringfügig aus der
wenigstens einen korrespondierenden Passnut in einer Richtung senkrecht zur Paneelebene
herausgezogen werden. Dabei vergrößert sich auch der Abstand der gegenüber der Senkrechten
zur Paneelebene geneigten Kontaktflächen der Passfeder und der Passnut, so dass auch
zwischen diesen die Reibung aufgehoben oder wenigstens stark verringert wird, wenn
die erste Seitenkante weiter gegenüber der zweiten Seitenkante ausgezogen wird und
umgekehrt.
[0025] In diesem Zusammenhang ist es fertigungstechnisch und zur einfacheren Verbindung
der ersten und der zweiten Seitenkanten bevorzugt, wenn sich die Passfeder zu ihrem
distalen Ende hin wenigstens abschnittsweise, insbesondere im Bereich der Kontaktflächen
verjüngt. Es kann sich auch die Passnut zum Nutgrund hin wenigstens abschnittsweise,
insbesondere im Bereich der Kontaktflächen verjüngen. Um in hohem Maße korrespondierende
Kontaktflächen zu erhalten, verjüngen sich die Passfeder und die Passnut wenigstens
abschnittsweise, insbesondere im Bereich der Kontaktflächen gleichförmig zueinander.
Dabei können die Passnut und/oder die Passfeder gleichförmig entlang der jeweiligen
Seitenkante vorgesehen sein, was aus fertigungstechnischer Sicht bevorzugt ist.
[0026] Alternativ oder zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass im verbundenen Zustand
der ersten Seitenkante und der zweiten Seitenkante das distale Ende der wenigstens
einen Passfeder am Nutgrund wenigstens einer korrespondierenden Passnut anliegt. Dies
dient der gegenseitigen Abstützung der Paneele senkrecht zur Paneelebene und führt
zu stabileren Verbindungen zwischen den ersten und zweiten Seitenkanten.
[0027] Um das Verbinden der ersten und der zweiten Seitenkanten zu vereinfachen und Beschädigungen
an den Seitenkanten zu vermeiden, kann wenigstens die erste Verriegelungsnase und/oder
die zweite Verriegelungsnase an einer Verriegelungslippe vorgesehen sein, wobei die
Verriegelungslippe wenigstens abschnittsweise an eine Elastizitätsnut angrenzt. Die
Verriegelungslippe kann somit beim Verbinden der Seitenkanten teilweise in die Elastizitätsnut
hineingedrückt werden, so dass sich deren Breite entsprechend verringert. Dadurch
kann wenigstens eine Verriegelungsnase der korrespondierenden Verriegelungsnasen beim
Verbinden der ersten Seitenkante mit der zweiten Seitenkante ausweichen. Im verbundenen
Zustand wird aufgrund der Elastizität der Verriegelungslippe diese und damit auch
die zugehörige Verriegelungsnase wenigstens teilweise in die Ausgangsstellung zurückbewegt.
[0028] Günstig für das Verbinden der ersten und zweiten Seitenkanten ist es, wenn sich die
wenigstens eine Elastizitätsnut vorwiegend senkrecht zur Paneelebene erstreckt. Fertigungstechnisch
einfach ist es zudem, wenn die Elastizitätsnut zu der dem Boden zugewandten Rückseite
des Paneels offen ist.
[0029] Zur Einstellung der Elastizität der Verriegelungslippe kann es vorteilhaft sein,
wenn die Elastizitätsnut wenigstens abschnittsweise mit wenigstens einer elastischen
Füllmasse gefüllt ist.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- eine erste Seitenkante eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Paneels
in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 2
- eine erste Seitenkante und eine zweite Seitenkante von Paneelen gemäß Fig. 1 im verbunden
Zustand in einer Seitenansicht,
- Fig. 3
- die erste Seitenkante des Paneels gemäß Fig. 1 in einer Frontansicht,
- Fig. 4
- die zweite Seitenkante des Paneels gemäß Fig. 1 in einer Frontansicht,
- Fig. 5
- eine erste Seitenkante und eine zweite Seitenkante eines zweiten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Paneels im verbunden Zustand in einer Seitenansicht,
- Fig. 6
- eine erste Seitenkante eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Paneels
in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 7
- eine erste Seitenkante und eine zweite Seitenkante von Paneelen gemäß Fig. 6 im verbunden
Zustand in einer Seitenansicht,
- Fig. 8
- die erste Seitenkante des Paneels gemäß Fig. 6 in einer Frontansicht und
- Fig. 9
- die zweite Seitenkante des Paneels gemäß Fig. 6 in einer Frontansicht.
[0031] In der Fig. 1 ist ein Teil eines Paneels 1 in perspektivischer Ansicht dargestellt.
Das dargstellte und insoweit bevorzugte Paneel 1 ist rechteckig ausgebildet und weist
demnach lange und kurze Schmalseiten auf. Die langen und die kurzen Schmalseiten sind
jeweils einander gegenüber angeordnet und jeweils im Wesentlichen parallel zueinander
ausgebildet. Bei der in Fig. 1 dargestellten Seitenkante handelt es sich um die erste
Seitenkante 2 des Paneels 1, die an einer kurzen Schmalseite vorgesehen ist. Die übrigen
Seitenkanten sind der Einfachheit halber nicht dargestellt. Der ersten Seitenkante
2 gegenüber ist jedoch eine zweite Seitenkante 3 vorgesehen, die so korrespondierend
zur ersten Seitenkante 2 ausgebildet ist, dass die erste Seitenkante 2 und die zweite
Seitenkante 3 gleichartiger Paneele 1 miteinander verbunden werden können, wie dies
in der Fig. 2 dargestellt ist.
[0032] Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten und insoweit bevorzugten Paneel 1 ist an
der ersten Seitenkante 2 angrenzend an die obere Dekor- und Schutzschicht 4 zum distalen
Ende hin eine Passnut 5 vorgesehen, die sich im Wesentlichen senkrecht nach unten
in Bezug zur Paneelebene erstreckt. Angrenzend an diese Passnut 5 ist ein Verriegelungselement
6 angeordnet, das eine gemeinsame Flanke 7 mit der Passnut 5 bildet. Diese gemeinsame
Flanke 7 ist die äußere Flanke der Passnut 5 bzw. die innere Flanke des Verriegelungselements
6. An dem Verriegelungselement 6 der ersten Seitenkante 2 ist eine erste Verriegelungsnase
8 vorgesehen, die eine erste Verriegelungsfläche 9 bildet. Die Verriegelungsfläche
9 weist überwiegend nach unten und ist überwiegend parallel zur Paneelebene ausgerichtet
aber dennoch etwas gegenüber der Paneelebene geneigt. Diese Neigung ist entlang der
gesamten ersten Seitenkante 2 in gleicher Weise vorgesehen.
[0033] Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Paneel 1 liegt im verbundenen Zustand
die erste Verriegelungsfläche 9 an einer zweiten Verriegelungsfläche 10 der zweiten
Seitenkante 3 eines angrenzenden, identischen Paneels 1 an. Die zweite Verriegelungsfläche
10 weist überwiegend nach oben und ist überwiegend parallel zur Paneelebene ausgerichtet.
Dennoch ist die zweite Verriegelungsfläche 10 analog zur ersten Verriegelungsfläche
9 geringfügig gegenüber der Paneelebene geneigt.
[0034] Die zweite Verriegelungsfläche 10 ist an einer zweiten Verriegelungsnase 11 vorgesehen,
die beim dargestellten und insoweit bevorzugten Paneel ihrerseits an einer Verriegelungslippe
12 vorgesehen ist. Die Verriegelungslippe 12 erstreckt sich dabei im Wesentlichen
senkrecht zur Paneelebene von oben nach unten und grenzt an eine Elastizitätsnut 13
an, die sich ebenfalls im Wesentlichen senkrecht zur Paneelebene erstreckt und zum
Untergrund offen ist. Im verbundenen Zustand untergreift die Verriegelungslippe 12
das Verriegelungselement 6 mit seiner zweiten Verriegelungsnase 11, die unter die
erste Verriegelungsnase 8 der ersten Seitenkante 2 gerät. Demnach hintergreifen sich
die ersten und zweiten Verriegelungsflächen 9,10 in einer Richtung parallel zur Paneelebene.
Die aneinander anliegenden ersten und zweiten Verriegelungsflächen 9,10 verriegeln
die erste und die zweite Seitenkante 2,3 bzw. die zugehörigen Paneele 1 in einer Richtung
nach oben, d.h. im Wesentlichen senkrecht zur Paneelebene nach oben. Mit anderen Worten
verhindert die Verriegelung das Abheben der zweiten Seitenkante 3 gegenüber der ersten
Seitenkante 2.
[0035] Beim Verbinden der ersten und der zweiten Seitenkante 2,3 ermöglicht es die beim
dargestellten und insoweit bevorzugten Paneel 1 vorhandene Elastizitätsnut 13, dass
die zweite Verriegelungsnase 11 gegenüber der ersten Verriegelungsnase 8 nach hinten
ausweicht, um anschließend zum Zwecke der Verriegelung der Seitenkanten 2,3 gemäß
Fig. 2 wieder nach vorne in Richtung des angrenzenden Paneels 1 zurückzubewegen.
[0036] Bei der dargestellten und insoweit bevorzugten zweiten Seitenkante 3 ist angrenzend
an die Verriegelungslippe 12 bzw. angrenzend an die zweite Verriegelungsnase 11 eine
Verriegelungsnut 14 vorgesehen, die sich im Wesentlichen senkrecht zur Paneelebene
nach oben erstreckt und die das sich ebenfalls im Wesentlichen nach oben erstreckende
Verriegelungselement 6 aufnimmt. Die Verriegelung des Verriegelungselements 6 in der
Verriegelungsnut 14 erfolgt über die erste und zweite Verriegelungsnase 8,11. An die
Verriegelungsnut 14 schließt sich zum distalen Ende hin eine Passfeder 15 an, die
mit der Verriegelungsnut 14 eine gemeinsame Flanke 16 bildet. Diese ist bezogen auf
die Passfeder 15 die innere Flanke und die äußere Flanke der Verriegelungsnut 14.
Die Passfeder 15 ist dabei so ausgebildet, dass die Passfeder 15 genau in die Passnut
5 der ersten Seitenkante 2 eingeschoben werden kann, und zwar vorzugsweise von oben.
Die Passfeder 15 liegt dann mit zwei Kontaktflächen 16,17 an den Kontaktflächen 7,18
der Nutflanken der Passnut 5 an.
[0037] Durch die gegenseitige Anlage der Kontaktflächen 7,16,17,18 ist die zweite Seitenkante
3 im verbundenen Zustand in zwei Richtungen gegenüber der ersten Seitenkante 2 verriegelt.
Diese Richtungen sind jeweils parallel zur Paneelebene ausgerichtet und weisen einmal
senkrecht zur zweiten Seitenkante 3 nach außen und einmal senkrecht zur zweiten Seitenkante
3 nach innen. Folglich sind die beim dargestellten Paneel 1 vorgesehenen Kontaktflächen
19 oberhalb der Verriegelungsnasen 8,11 eigentlich entbehrlich. Gleiches gilt für
die Elastizitätsnut 13, wenn die Elastizität des Paneels 1 ausreichend ist.
[0038] Insbesondere in den Fig. 1, 3 und 4 ist dargestellt, dass die erste und die zweite
Verriegelungsfläche 9,10 sich nicht auf einer konstanten Höhe der Seitenkanten 2,3
von einem Ende der Seitenkanten 2,3 bis zum jeweils gegenüberliegenden Ende der Seitenkanten
2,3 erstrecken. Vielmehr erstrecken sich die erste und die zweite Verriegelungsfläche
9,10 entlang der jeweiligen Seitenkante 2,3 mit einer Neigung α gegenüber der Paneelebene.
Diese Neigung α ist in der Zeichnung der besseren Erkennbarkeit halber durchweg übertrieben
dargestellt. In der Praxis ausreichende Neigungen der Verriegelungsflächen können
so gering sein, dass diese Neigungen in der Zeichnung überhaupt nicht oder nur schwer
erkennbar wären.
[0039] Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Paneel 1 sind die erste und die zweite
Verriegelungsfläche 9,10 entlang der jeweiligen Seitenkante 2,3 mit der gleichen konstanten
Neigung α versehen. Dadurch liegen die erste und die zweite Verriegelungsfläche 9,10
über die gesamte Länge der Verbindung zwischen der ersten und der zweiten Seitenkante
2,3 aneinander an, um ein Abheben der zweiten Seitenkante 3 gegenüber der ersten Seitenkante
2 nach oben zu verhindern.
[0040] Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Paneel 1 beträgt die Neigung α der ersten
und zweiten Verriegelungsfläche 9,10 beispielsweise etwa 0,2°. Dies bedeutet, dass
die Verriegelungsflächen 9,10 an einander gegenüberliegenden Enden der jeweiligen
Seitenkanten 2,3 jeweils einen gegenseitigen Versatz in einer Richtung senkrecht zur
Paneelebene von etwa 0,66 mm aufweisen, und zwar bei vorliegend etwa 190 mm langen
Seitenkanten.
[0041] Die in der Fig. 5 dargestellten Paneele 1' sind analog zu den in der Fig. 2 dargestellten
Paneelen 1 ausgebildet. Allerdings sind die Kontaktflächen 7',16' zwischen der inneren
Flanke der Passfeder 15' und der äußeren Flanke der Passnut 5' nicht wie bei den Paneelen
1 gemäß Fig. 2 im Wesentlichen senkrecht zur Paneelebene, sondern deutlich gegenüber
dieser Richtung geneigt ausgebildet. Die Schrägen der jeweiligen Kontaktflächen 7',16'
zur Senkrechten gegenüber der Paneelebene korrespondieren miteinander und weisen den
gleichen Betrag auf. Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Paneel 1' verjüngt
sich dabei sowohl die Passfeder 15' in Richtung ihres distalen Endes als auch die
Passnut 5' in Richtung ihres Nutgrunds.
[0042] Die erste Seitenkante 2,2' und die zweite Seitenkante 3,3' werden miteinander verbunden,
indem eine zweite Seitenkante 3,3' von oben nach unten auf eine erste Seitenkante
2,2' eines auf dem Boden liegenden Paneels 1,1' aufgeschoben wird. Es handelt sich
dabei um eine Bewegung in etwa senkrecht zur Paneelebene, wobei von einer vertikalen
Bewegung deutlich abgewichen werden kann, solange die Bewegung überwiegend von oben
nach unten gerichtet ist. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die dritte
und die vierte Seitenkante dazu ausgebildet sind, durch Einwinkeln miteinander verbunden
zu werden. Dazu muss dann ein Paneel 1,1' aus einer gegenüber dem anderen Paneel 1,1'
angewinkelten Stellung nach unten auf den Boden geschwenkt werden, um die dritte und
die vierte Seitenkante miteinander zu verriegeln. Dann kann diese Schwenkbewegung
des zweiten Paneels 1,1' um eine zur ersten Seitenkante 2,2' senkrechte Seitenkante
eine Bewegung darstellen, die in etwa senkrecht zur Paneelebene verläuft. Dabei verrasten
die erste und die zweite Verriegelungsnase 8,11 miteinander und die aneinanderliegenden
Verriegelungsflächen 9,10 verhindern das erneute Trennen der Paneele 1,1' in der Gegenrichtung
zur Verbindungsrichtung.
[0043] Zum Trennen können die Paneele 1,1', beispielsweise nachdem sie bereits an ihren
längeren Schmalkanten von weiteren Paneelreihen getrennt worden sind, entlang der
miteinander verbundenen ersten und zweiten Seitenkanten 2,2',3,3' getrennt werden.
Die Paneele 1,1' verbleiben dabei im Wesentlichen parallel zueinander und werden entlang
der verbundenen Seitenkanten 2,2',3,3' soweit gegeneinander verschoben, d.h. gegeneinander
ausgezogen, bis die Paneele 1,1' voneinander getrennt sind.
[0044] Wegen der Neigung α der ersten und zweiten Verriegelungsflächen 9,10 entsteht ein
konischer oder keilförmiger Verlauf der Verriegelungsnasen 8,11. Dies bewirkt, dass
die Paneele 1,1' nur in einer Richtung entlang der ersten und zweiten Seitenkanten
2,2',3,3' gegeneinander ausgezogen werden können. Allerdings reicht bereits ein geringfügiges
Verschieben der Paneele 1,1' gegeneinander, um die erste Verriegelungsfläche 9 und
die zweite Verriegelungsfläche 10 zuverlässig soweit voneinander zu beabstanden, dass
die beiden Verriegelungsflächen 9,10 beim weiteren Ausziehen der Seitenkanten 1,1'
gegeneinander nicht mehr oder nur minimal aneinander reiben.
[0045] Die zunehmende Beabstandung der ersten Verriegelungsfläche 9 und der zweiten Verriegelungsfläche
10 während des weiteren Verschiebens der ersten und zweiten Seitenkanten 2,2',3,3'
gegeneinander ermöglicht ein geringfügiges Anheben der zweiten Seitenkante 3,3' gegenüber
der ersten Seitenkante 2,2'. Im Falle eines Paneels gemäß Fig. 5 können so auch die
Kontaktflächen 7',16',17,18 zwischen einer konisch ausgebildeten Passfeder 15' und
einer ebenso konisch ausgebildeten Passnut 5' voneinander beabstandet werden, um die
Reibung beim weiteren Verschieben der ersten Seitenkante 2' und der zweiten Seitenkante
3' gegeneinander weiter zu verringern. Die zweite Seitenkante 3' kann also bei geeigneter
Ausgestaltung gegenüber der ersten Seitenkante 2' etwas nach oben und etwas von der
ersten Seitenkante 2' weg bewegt werden, so dass die Passfeder 15' nicht mehr in Kontakt
mit der Passnut 5' steht, ohne hierfür gänzlich aus der Passnut 5' gezogen werden
zu müssen. Daher ist es auch entbehrlich, auch die Passnut 5' und die Passfeder 15'
in Richtung der Seitenkanten 2',3' keilförmig oder konisch verlaufend auszubilden.
[0046] Das in den Fig. 6 bis 9 dargestellte Paneel 1" ist dem Paneel 1,1' gemäß Fig. 1 bis
5 ähnlich, weshalb gleiche Elemente auch gleiche Bezugszeichen tragen und beim Verbinden
sowie Trennen derartiger Paneele 1,1',1" die gleichen Prinzipien greifen.
[0047] Die erste Verriegelungsnase 8" der ersten Seitenkante 2" ist an einer Verriegelungslippe
12" angeordnet, die einerseits an einem Verriegelungselement 6" vorgesehen ist und
andererseits an eine Elastizitätsnut 13" grenzt. Die Elastizitätsnut 13" und die Verriegelungslippe
12" sorgen dafür, dass beim Verbinden der ersten und der zweiten Seitenkante 2",3"
die zweite Verriegelungsnase 11" die erste Verriegelungsnase 8" beschädigungsfrei
passieren kann.
[0048] Bei dem in den Fig. 6 bis 9 dargestellten und insoweit bevorzugten Paneel 1" ist
die Elastizitätsnut 13" mit einer elastischen Masse, beispielsweise in Form eines
Klebstoffs, ausgefüllt. Die Elastizitätsnut 13" muss jedoch nicht vollständig ausgefüllt
sein und auch nicht nur mit einer elastischen Masse. Wenigstens eine elastische Masse
kann in analoger Weise auch bei einem Paneel 1,1' gemäß den Fig. 1 bis 5 in der Elastizitätsnut
13 vorgesehen sein. Es kann aber auch auf die in den Fig. 1 bis 5 dargestellt Elastizitätsnut
13 verzichtet werden.
[0049] Auch bei dem in den Fig. 6 bis 9 dargestellten und insoweit bevorzugten Paneel sind
die ersten und zweiten Verriegelungsflächen 9",10" entlang der jeweiligen Seitenkante
2",3" um einen konstanten Winkel α geneigt, der beim dargestellten und insoweit bevorzugten
Paneel 1" etwa 1° beträgt. Die an den einander gegenüberliegenden Enden der Seitenkanten
2",3" vorgesehenen Bereiche der ersten und zweiten Verriegelungsflächen 9",10" weisen
daher einen Versatz in einer Richtung senkrecht zur Paneelebene von etwa 0,5 mm auf.
1. Paneel (1,1',1") eines Fußbodenbelags, insbesondere eines Laminatfußbodens, mit einer
ersten Seitenkante (2,2',2") und einer zweiten Seitenkante (3,3',3''),
- wobei die erste Seitenkante (2,2',2") und die zweite Seitenkante (3,3',3") einander
gegenüberliegend angeordnet und so korrespondierend zueinander ausgebildet sind, dass
die erste Seitenkante (2,2',2") des Paneels (1,1',1") mit einer zweiten Seitenkante
(3,3',3") eines gleichartigen Paneels (1,1',1") durch eine Bewegung in etwa senkrecht
zur Paneelebene verbindbar ist,
- wobei die erste Seitenkante (2,2',2 ") eine erste Verriegelungsnase (8,8") mit einer
ersten Verriegelungsfläche (9,9") und die zweite Seitenkante (3,3',3") eine zweite
Verriegelungsnase (11,11") mit einer zweiten Verriegelungsfläche (10,10") aufweist
und
- wobei die erste Verriegelungsfläche (9,9") und die zweite Verriegelungsfläche (10,10")
sich im verbundenen Zustand derart hintergreifen, dass die erste Seitenkante (2,2',2")
und die zweite Seitenkante (3,3',3") in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zur
Paneelebene gegeneinander verriegelt sind,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Verlauf der ersten Verriegelungsfläche (9,9") entlang der ersten Seitenkante
(2,2',2") sowie der Verlauf der zweiten Verriegelungsfläche (10,10") entlang der zweiten
Seitenkante (3,3',3") jeweils wenigstens abschnittsweise und korrespondierend zueinander
gegenüber der Paneelebene geneigt ist.
2. Paneel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Verriegelungsfläche (9,9") an den beiden Enden der ersten Seitenkante (2,2',2")
und/oder die zweite Verriegelungsfläche (10,10") an den beiden Enden der zweiten Seitenkante
(3,3',3") auf unterschiedlichen Niveaus senkrecht zur Paneelebene angeordnet sind.
3. Paneel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Verriegelungsfläche (9,9") an den beiden Enden der ersten Seitenkante (2,2',2")
und/oder die zweite Verriegelungsfläche (10,10") an den beiden Enden der zweiten Seitenkante
(3,3',3") senkrecht zur Paneelebene um weniger als 2 mm, vorzugsweise weniger als
1 mm, insbesondere weniger als 0,5 mm, versetzt zueinander angeordnet sind.
4. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass wenigstens abschnittsweise die erste Verriegelungsfläche (9,9") entlang der ersten
Seitenkante (2,2',2") und/oder wenigstens abschnittsweise die zweite Verriegelungsfläche
(10,10") entlang der zweiten Seitenkante (3,3',3") um einen im Wesentlichen konstanten
Winkel (α) gegenüber der Paneelebene geneigt sind.
5. Paneel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verlauf der ersten Verriegelungsfläche (9,9") entlang der ersten Seitenkante
(2,2',2") wenigstens abschnittsweise um weniger als 1,2°, vorzugsweise weniger als
0,6°, insbesondere weniger als 0,3°, gegenüber der Paneelebene geneigt ist und/oder
der Verlauf der zweiten Verriegelungsfläche (10,10") entlang der zweiten Seitenkante
(3,3',3") wenigstens abschnittsweise um weniger als 1,2°, vorzugsweise weniger als
0,6°, insbesondere weniger als 0,3°, gegenüber der Paneelebene geneigt ist.
6. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass entlang der ersten Seitenkante (2,2',2") die erste Verriegelungsfläche (9,9") wenigstens
abschnittsweise im Wesentlichen um den gleichen Betrag gegenüber der Paneelebene geneigt
ist, wie die zweite Verriegelungsfläche (10,10") entlang der zweiten Seitenkante (3,3',3")
wenigstens abschnittsweise gegenüber der Paneelebene geneigt ist.
7. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die erste Verriegelungsnase (8,8") und/oder die zweite Verriegelungsnase an einem
Verriegelungselement (6,6") der jeweiligen Seitenkante (2,2',2") vorgesehen ist und
- dass die Verriegelungsnase (8,8") des wenigstens einen Verriegelungselements (6,6") zur
Verriegelung des Verriegelungselements (6,6") in einer Verriegelungsnut (14) vorgesehen
ist.
8. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die erste Seitenkante (2,2',2") und/oder die zweite Seitenkante (3,3',3") eine Passfeder
(15,15') aufweist,
- dass die erste Seitenkante (2,2',2") und/oder die zweite Seitenkante (3,3',3") eine Passnut
(5,5') aufweist und
- dass im verbundenen Zustand der ersten Seitenkante (2,2',2") und der zweiten Seitenkante
(3,3',3") die wenigstens eine Passfeder (15,15') in die wenigstens eine Passnut (5,5')
eingreift.
9. Paneel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die wenigstens eine Passfeder (15,15') im verbundenen Zustand der ersten Seitenkante
(2,2',2") und der zweiten Seitenkante (3,3',3") derart in die wenigstens eine Passnut
(5,5') eingreift, um die erste Seitenkante (2,2',2") und die zweite Seitenkante (3,3',3")
in einer Richtung zu verriegeln und
- dass diese Richtung parallel zur Paneelebene und senkrecht zur ersten Seitenkante (2,2',2")
sowie zur zweiten Seitenkante (3,3',3") ist.
10. Paneel nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Passfeder (15') und die Passnut (5') im verbundenen Zustand der ersten Seitenkante
(2') und der zweiten Seitenkante (3') aneinander anliegende Kontaktflächen (7',16')
aufweisen und dass die Kontaktflächen (7',16') zur Senkrechten gegenüber der Paneelebene
geneigt sind.
11. Paneel nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Passfeder (15') zu ihrem distalen Ende hin und/oder sich die Passnut (5')
zum Nutgrund hin wenigstens abschnittsweise verjüngt.
12. Paneel nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass im verbundenen Zustand der ersten Seitenkante (2,2',2") und der zweiten Seitenkante
(3,3',3") das distale Ende wenigstens einer Passfeder (15,15') am Nutgrund wenigstens
einer Passnut (5,5') anliegt.
13. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
- dass wenigstens die erste Verriegelungsnase (8,8',8") und/oder die zweite Verriegelungsnase
(11,11',11") an einer Verriegelungslippe (12,12") vorgesehen ist und
- dass die Verriegelungslippe (12,12") wenigstens abschnittsweise an eine Elastizitätsnut
(13,13") angrenzt.
14. Paneel nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Elastizitätsnut (13,13") vorwiegend senkrecht zur Paneelebene erstreckt
und, vorzugsweise, die Elastizitätsnut (13,13") zu der dem Boden zugewandten Rückseite
des Paneels (1,1',1" ) offen ist.
15. Paneel nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
die Elastizitätsnut (13") wenigstens abschnittsweise mit wenigstens einer elastischen
Füllmasse gefüllt ist.
1. Panel (1, 1', 1") of a floor covering, in particular a laminate flooring, comprising
a first lateral edge (2, 2', 2") and a second lateral edge (3, 3', 3"),
- wherein the first lateral edge (2, 2', 2") and the second lateral edge (3, 3', 3")
are arranged opposite one another and designed correspond to one another in such a
way that the first lateral edge (2, 2', 2") of the panel can be connected to a second
lateral edge (3, 3', 3") of a panel (1, 1', 1") of the same type by means of a motion
approximately perpendicular to the panel plane,
- wherein the first lateral edge (2, 2', 2") has a first locking lug (8, 8") having
a first locking surface (9, 9") and the second lateral edge (3, 3', 3") has a second
locking lug (11, 11") having a second locking surface (10, 10"), and
- wherein the first locking surface (9, 9") and the second locking surface (10, 10")
reach behind one another in the connected state in such a way that the first lateral
edge (2, 2', 2") and the second lateral edge (3, 3', 3") are locked in a direction
substantially perpendicular to the panel plane,
characterised in that
- the course of the first locking surface (9, 9") is tilted along the first lateral
edge (2, 2', 2") relative to the panel plane and the course of the second locking
surface (10, 10") is tilted along the second lateral edge (3, 3', 3") relative to
the panel plane, in each case at least in some sections and in correspondence with
one another.
2. Panel according to claim 1, characterised in that the first locking surface (9, 9") is arranged on the two ends of the first lateral
edge (2, 2', 2") and/or the second locking surface (10, 10") on the two ends of the
second lateral edge (3, 3', 3") at different levels perpendicular to the panel plane.
3. Panel according to claim 2, characterised in that the first locking surface (9, 9") is arranged on the two ends of the first lateral
edge (2, 2', 2") and/or the second locking surface (10, 10") on the two ends of the
second lateral edge (3, 3', 3") perpendicular to the panel plane offset from one another
by less than 2 mm, preferably less than 1 mm, in particular less than 0.5 mm.
4. Panel according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that
- at least in sections, the first locking surface (9, 9") is tilted along the first
lateral edge (2, 2', 2") and/or at least in sections, the second locking surface (10,
10") is tilted along the second lateral edge (3, 3', 3") relative to the panel plane
at a substantially constant angle (α).
5. Panel according to claim 4, characterised in that the course of the first locking surface (9, 9") is tilted at least in sections along
the first lateral edge (2, 2', 2") by less than 1.2°, preferably less than 0.6°, in
particular less than 0.3°, relative to the panel plane and/or the course of the second
locking surface (10, 10") is tilted at least in sections along the second lateral
edge (3, 3', 3") by less than 1.2°, preferably less than 0.6°, in particular less
than 0.3°,relative to the panel plane.
6. Panel according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the first locking surface (9, 9") is tilted along the first lateral edge (2, 2',
2") at least in sections relative to the panel plane substantially by the same amount
as the second locking surface (10, 10") is tilted at least in sections along the second
lateral edge (3, 3', 3") relative to the panel plane.
7. Panel according to any one of claims 1 to 6,
characterised in that
- the first locking lug (8, 8") and/or the second locking lug are provided on a locking
element (6, 6") of the respective lateral edge (2, 2', 2") and
- the locking lug (8, 8") of the at least one locking element (6, 6") is provided
for locking the locking element (6, 6") in a locking groove (14).
8. Panel according to any one of claims 1 to 7,
characterised in that
- the first lateral edge (2, 2', 2") and/or the second lateral edge (3, 3', 3") comprises
a feather key (15, 15"),
- the first lateral edge (2, 2', 2") and/or the second lateral edge (3, 3', 3") comprises
a fitting groove (5, 5') and
- in the connected state of the first lateral edge (2, 2', 2") and the second lateral
edge (3, 3', 3") the at least one feather key (15, 15') engages in the at least one
fitting groove (5, 5').
9. Panel according to claim 8,
characterised in that
- in the connected state of the first lateral edge (2, 2', 2") and the second lateral
edge (3, 3', 3") the at least one feather key (15, 15') engages in the at least one
fitting groove (5, 5') in such a way as to lock the first lateral edge (2, 2', 2")
and the second lateral edge (3, 3', 3") in a direction and
- this direction is parallel to the panel plane and perpendicular to the first lateral
edge (2, 2', 2") and to the second lateral edge (3, 3', 3").
10. Panel according to either claim 8 or claim 9, characterised in that in the connected state of the first lateral edge (2') and the second lateral edge
(3') the feather key (15') and the fitting groove (5') have contact surfaces (7',
16') adjoining one another and in that the contact surfaces (7', 16') are tilted to the perpendicular relative to the panel
plane.
11. Panel according to any one of claims 8 to 10, characterised in that the feather key (15') is tapered at least in sections towards its distal end and/or
the fitting groove (5') towards the base of the groove.
12. Panel according to any one of claims 8 to 11, characterised in that in the connected stated of the first lateral edge (2, 2', 2") and the second lateral
edge (3, 3', 3") the distal end of at least one feather key (15, 15') rests on the
groove base of at least one fitting groove (5, 5').
13. Panel according to any one of claims 1 to 12,
characterised in that
- at least the first locking lug (8, 8', 8") and/or the second locking lug (11, 11',
11") is provided on a locking lip (12, 12") and
- the locking lip (12, 12") is adjacent at least in sections to an elasticity groove
(13, 13").
14. Panel according to claim 13, characterised in that the elasticity groove (13, 13") extends predominantly perpendicularly to the panel
plane and, preferably, the elasticity groove (13, 13") is open towards the rear side
of the panel (1, 1', 1") facing the floor.
15. Panel according to either claim 13 or claim 14, characterised in that the elasticity groove (13") is filled at least in sections with an elastic filler.
1. Panneau (1, 1', 1") d'un revêtement de sol, en particulier un revêtement de sol stratifié,
avec une première arête latérale (2, 2', 2") et une deuxième arête latérale (3, 3',
3"),
- où la première arête latérale (2, 2', 2") et la deuxième arête latérale (3, 3',
3") sont disposées de façon opposée entre elles et sont conçues de façon à correspondre
l'une à l'autre, de telle sorte que la première arête latérale (2, 2', 2") du panneau
(1, 1', 1") peut être reliée avec une deuxième arête latérale (3, 3', 3") d'un panneau
similaire (1, 1', 1") par un mouvement à peu près vertical par rapport au plan du
panneau,
- où la première arête latérale (2, 2', 2") présente un premier nez de verrouillage
(8, 8") avec une première surface de verrouillage (9, 9") et la deuxième arête latérale
(3, 3', 3") présente un deuxième nez de verrouillage (11, 11") avec une deuxième surface
de verrouillage (10, 10") et
- où la première surface de verrouillage (9, 9") et la deuxième surface de verrouillage
(10, 10") s'engagent l'une derrière l'autre, dans un état de jonction, de telle sorte
que la première arête latérale (2, 2', 2") et la deuxième arête latérale (3, 3', 3")
sont verrouillées l'une contre l'autre dans un sens essentiellement vertical par rapport
au plan du panneau,
caractérisé en ce que
- le tracé de la première surface de verrouillage (9, 9") le long de la première arête
latérale (2, 2', 2"), de même que le tracé de la deuxième surface de verrouillage
(10, 10") le long de la deuxième arête latérale (3, 3', 3") sont inclinés, respectivement
au moins par section, et de façon correspondante l'un envers l'autre, par rapport
au plan du panneau.
2. Panneau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la première surface de verrouillage (9, 9") est agencée aux deux extrémités de la
première arête latérale (2, 2', 2") et/ou la deuxième surface de verrouillage (10,
10") aux deux extrémités de la deuxième arête latérale (3, 3', 3") sur des niveaux
différents, verticalement par rapport au plan du panneau.
3. Panneau selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la première surface de verrouillage (9, 9"), aux deux extrémités de la première arête
latérale (2, 2', 2") et/ou la deuxième surface de verrouillage (10, 10") aux deux
extrémités de la deuxième arête latérale (3, 3', 3") sont agencées décalées l'une
par rapport à l'autre, verticalement par rapport au plan du panneau, de moins de 2
mm, de préférence de moins de 1 mm, en particulier de moins de 0,5 mm.
4. Panneau selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
- la première surface de verrouillage (9, 9") le long de la première arête latérale
(2, 2', 2") et/ou que la deuxième surface de verrouillage (10, 10") le long de la
deuxième arête latérale (3, 3', 3") sont inclinées, au moins par sections, d'un angle
sensiblement constant (α) par rapport au plan du panneau.
5. Panneau selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le tracé de la première surface de verrouillage (9, 9") est incliné, le long de la
première arête latérale (2, 2', 2"), au moins par sections, de moins de 1,2°, de préférence
de moins de 0,6°, en particulier de moins de 0,3°, par rapport au plan du panneau
et/ou le tracé de la deuxième surface de verrouillage (10, 10") est incliné le long
de la deuxième arête latérale (3, 3', 3"), au moins par sections, de moins de 1,2°,
de préférence de moins de 0,6°, en particulier de moins de 0,3°, par rapport au plan
du panneau.
6. Panneau selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
la première surface de verrouillage (9, 9") est inclinée le long de la première arête
latérale (2, 2', 2"), au moins par sections, sensiblement à hauteur du même montant
par rapport au plan du panneau, comme la deuxième surface de verrouillage (10, 10")
est inclinée le long de la deuxième arête latérale (3, 3', 3"), au moins par sections,
par rapport au plan du panneau.
7. Panneau selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
- le premier nez de verrouillage (8, 8") et/ou le deuxième nez de verrouillage sont
prévus sur un élément de verrouillage (6, 6") de l'arête latérale (2, 2', 2") respective
et
- en ce que le nez de verrouillage (8, 8") d'au moins un élément de verrouillage (6, 6") pour
le verrouillage de l'élément de verrouillage (6, 6") est prévu dans une rainure de
verrouillage (14).
8. Panneau selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
- la première arête latérale (2, 2', 2") et/ou la deuxième arête latérale (3, 3',
3") présentent une clavette (15, 15'),
- en ce que la première arête latérale (2, 2', 2") et/ou la deuxième arête latérale (3, 3', 3")
présentent une rainure de montage (5, 5') et
- en ce que, dans un état de jonction de la première arête latérale (2, 2', 2") et de la deuxième
arête latérale (3, 3', 3"), la au moins une clavette (15, 15') s'engrène dans la au
moins une rainure de montage (5, 5').
9. Panneau selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
- la au moins une clavette (15, 15'), dans un état de jonction de la première arête
latérale (2, 2', 2") et de la deuxième arête latérale (3, 3', 3"), s'engrène dans
la au moins une rainure de montage (5, 5') de sorte à verrouiller dans une direction
la première arête latérale (2, 2', 2") et la deuxième arête latérale (3, 3', 3") et
- en ce que cette direction est parallèle par rapport au plan du panneau et verticale par rapport
à la première arête latérale (2, 2', 2") ainsi qu'à la deuxième arête latérale (3,
3', 3").
10. Panneau selon la revendication 8 ou 9,
caractérisé en ce que
la clavette (15') et la rainure de montage (5'), dans un état de jonction de la première
arête latérale (2') et de la deuxième arête latérale (3'), présentent des surfaces
de contact (7', 16') accolées l'une à l'autre et en ce que les surfaces de contact (7', 16') sont inclinées à la verticale par rapport au plan
du panneau.
11. Panneau selon l'une des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce que
la clavette (15') se rétrécit, au moins par sections, vers son extrémité distale et/ou
la rainure de montage (5') se rétrécit, au moins par sections, vers le fond de la
rainure.
12. Panneau selon l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce que,
dans un état de jonction de la première arête latérale (2, 2', 2") et de la deuxième
arête latérale (3, 3', 3"), l'extrémité distale d'au moins une clavette (15, 15')
s'appuie contre le fond de la rainure d'au moins une rainure de montage (5, 5').
13. Panneau selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
- au moins le premier nez de verrouillage (8, 8', 8") et/ou le deuxième nez de verrouillage
(11, 11', 11") sont prévus sur une lèvre de verrouillage (12, 12") et
- en ce que la lèvre de verrouillage (12, 12") est adjacente, au moins par sections, à une rainure
élastique (13, 13').
14. Panneau selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
la rainure élastique (13, 13") s'étend principalement verticalement par rapport au
niveau plan du panneau et, de préférence, la rainure élastique (13, 13") est ouverte
vers le côté arrière du panneau (1, 1', 1") orienté vers le sol.
15. Panneau selon la revendication 13 ou 14,
caractérisé en ce que
la rainure élastique (13") est remplie, au moins par sections, avec au moins une matière
de remplissage élastique.