[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verschluss aus zwei Verschlussteilen zum Verschließen
der zwei Seitenteile eines Büstenhalters oder ähnlicher Kleidungsstücke.
[0002] Es ist bekannt, die Seitenteile eines Büstenhalters oder ähnlicher Kleidungsstücke
mit einer Haken-Ösen-Verbindung zu verschließen. Hierzu werden in der Regel separate
Verschlussteile hergestellt, nämlich ein erstes Verschlussteil mit Haken und ein zweites
Verschlussteil mit Ösen. Diese Verschlussteile werden mit den Seitenteilen des Kleidungsstückes
verbunden und auf diese Weise ein lösbarer Halcen-Ösen-Verschluss für das Kleidungsstück
erzielt. Damit sich derartige Verschlüsse nicht durch die Oberbekleidung durchdrücken,
ist erwünscht, dass die Verschlussteile eine möglichst geringe Dicke aufweisen. Eine
geringe Dicke des Verschlusses beeinträchtigt jedoch beim Einhaken und beim Aushaken,
d.h. beim Herstellen und Lösen der Haken-Ösen-Verbindung, die Handhabung.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Verschluss zum lösbaren Verschließen
eines Büstenhalters oder eines ähnlichen Kleidungsstückes zur Verfügung zu stellen,
der in einfacher Weise herstellbar ist und eine verbesserte Handhabung beim Öffnen
und Schließen der Haken-Ösen-Verbindung gewährleistet, insbesondere auch bei Verschlussteilen
geringer Dicke.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Verschluss mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungen sind den Unteransprüchen 2 bis 8 zu entnehmen. Ein Verfahren
zur Herstellung eines mit Haken versehenen Verschlussteils für eine lösbare Haken-Ösen-Verbindung
wird in den Ansprüchen 9 bis 14 beschrieben.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Verschluss handelt es sich um einen Haken-Ösen-Verschluss,
der aus zwei Verschlussteilen besteht, nämlich einem ersten Verschlussteil mit Haken
und einem zweiten Verschlussteil mit Ösen. Die beiden Verschlussteile werden jeweils
mit einem Seitenteil eines Büstenhalters oder eines ähnlichen Kleidungsstückes verbunden,
um einen lösbaren Haken-Ösen-Verschluss für dieses Kleidungsstück zu erzielen. Das
mit Haken versehene Verschlussteil besteht dabei aus einem einlagigen oder mehrlagigen
Grundband, welches auf seiner Rückseite mindestens einen Haken aufweist, vorzugsweise
jedoch zwei Haken besitzt, um eine möglichst gleichmäßige Krafteinleitung bei der
Haken-Ösen-Verbindung zu erreichen. Das mit Ösen versehene Verschlussteil besteht
dabei aus einem einlagigen oder mehrlagigen Grundband, welches auf seiner Vorderseite
mindestens eine Öse aufweist, vorzugsweise jedoch zwei Ösen besitzt, um eine möglichst
gleichmäßige Krafteinleitung bei der Haken-Ösen-Verbindung zu erreichen, besonders
bevorzugt mehrmals zwei übereinander angeordnete Ösen, um eine Weiteneinstellung für
die Trägerin des Kleidungsstücks zu ermöglichen. Um die Griffigkeit bei der Verbindungsbildung
des Haken-Ösen-Verschlusses, nämlich beim Einhaken der Haken in die Ösen oder beim
Aushaken der Haken des ersten Verschlussteils aus den Ösen des zweiten Verschlussteils,
zu verbessern, ist in vorteilhafter Weise auf der Vorderseite des mit Haken versehenen
Verschlussteils eine in die Oberfläche der Vorderseite dieses Verschlussteils eingebrachte
Einprägung vorgesehen. In gleicher Weise kann eine Einprägung auch in die Oberfläche
der Rückseite des mit Ösen versehenen Verschlussteils eingebracht sein. Diese Einprägung
oder auch mehrere Einprägungen auf der Vorderseite des Haken-Verschlussteils und/oder
der Rückseite des Ösen-Verschlussteils werden in mindestens eine Lage des Grundbandes
eingedrückt. Bei einer möglichen Ausführungsform ist die Einprägung außerhalb des
Bereiches vorgesehen, wo auf der Rückseite die Haken oder auf der Vorderseite die
Ösen angeordnet sind.
[0006] Eine solche die Griffigkeit erhöhende Einprägung kann unterschiedliche Umrisslinien
haben, sodass sich unterschiedliche Grundrissformen für die Einprägung ergeben, beispielsweise
ovale, runde, drei-, vier- oder mehreckige Grundrissformen. Bei einer vorteilhaften
Ausführungsform wird eine annähernd ovale Grundrissform gewählt, da diese beim Schließ-
oder Öffnungsvorgang der Haken-Ösen-Verbindung der Form einer Fingerkuppe angepasst
ist und die Fingerkuppe annähernd passend aufnehmen kann. Darüber hinaus sind auch
Einprägungen mit Grundrissformen denkbar, deren Umrisslinien eine freie Linienführung
zeigen. Solche frei gewählten Umrisslinien können zu bildhaften Grundrissformen führen
und beispielsweise die Umrisse eines Sterns, einer Blüte, eines Herzens oder sonstigen
gewünschten Bildes darstellen.
[0007] Darüber hinaus können innerhalb der Umrisslinien unterschiedlich Muster für die Einprägung
vorgesehen werden. So können sich von der Basisfläche der Einprägung unterschiedliche
Reliefs abheben. Die Basisfläche ist der Bereich der Einprägung, der innerhalb der
Umrisslinien am tiefsten eingeprägt ist. Diese Basisfläche befindet sich unterhalb
der Ebene der Oberfläche der Seite des Grundbandes, in welche die Einprägung vorgenommen
wurde. Die Basisfläche stellt sozusagen den Boden der Einprägung dar. Von dieser Basisfläche
erheben sich Strukturen in Form eines Reliefs, die bis in die Oberfläche des Grundbandes
reichen oder auch unterhalb der Ebene dieser Oberfläche enden. Die Struktur des Reliefs
kann insbesondere auch so gewählt werden, dass in der Mitte der Einprägung sich die
Struktur des Reliefs nur geringfügig von der Basisfläche abhebt und in Richtung der
Umrisslinien der Einprägung sich die Höhe des Reliefs vergrößert. Ein solches innerhalb
der Umrisslinien angeordnetes Relief kann unterschiedliche Muster darstellen, gleichmäßige
Strukturen, wie beispielsweise Noppenmuster, Rillenmuster, Gittermuster, Schachbrettmuster,
Wabenmuster, Waffelmuster, aber auch Ornamente, Bilder oder Buchstaben, wie beispielsweise
ein Logo, möglicherweise ein Firmenlogo.
[0008] Nachfolgend soll zumindest ein Verfahren zur Herstellung eines mit Haken versehenen
erfindungsgemäßen Verschlussteils für eine lösbare Haken-Ösen-Verbindung beschrieben
werden, wodurch insbesondere ein mit Haken versehenes Verschlussteil mit verbesserter
Griffigkeit erhalten wird. In vergleichbarer Weise lässt sich ein mit Ösen versehenes
Verschlussteil erzielen. Hierzu wird eine textile Lage, beispielsweise in Form eines
Textilbandes, ausgewählt, welche zumindest anteilig solche synthetischen Fasern enthält,
die durch Wärme und/oder Druck schmelzbar und/oder dauerhaft umformbar sind. Dies
kann ein beliebiges textiles Material mit eingewebten Schmelzfäden sein, beispielsweise
Fäden aus thermoplastischen Fasern. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird ein
textiles Material gewählt, das vollständig oder anteilig aus einem Polyamid-Fasermaterial
besteht, vorzugsweise aus Nylon. Von diesem textilen Material, welches durch Wärme
aktivierbare Fasern enthält, wird eine textile Lage einer Prägevorrichtung zugeführt
und mittels der Prägevorrichtung werden Einprägungen in diese textile Lage eingebracht.
Diese Einprägungen werden in regelmäßigen Abständen vorgesehen. Bei bandförmigen Lagen
werden Einprägungen hintereinander und bei breiteren Lagen sowohl hintereinander als
auch nebeneinander in die Lage eingeprägt. Der Abstand zwischen den Einprägungen wird
so gewählt, dass das zu erzielende Verschlussteil jeweils die gewünschte Zahl an Einprägungen
erhält. Bei einem BH-Verschluss wird aufgrund der geringen Größe des jeweiligen Verschlussteils
im Vergleich zu der Größe der Fingerlcuppen der Trägerin, welche beim Einhak- oder
Aushakvorgang, d.h. beim Verbinden oder Lösen der Haken-Ösen-Verbindung, auf die Einprägungen
gelegt werden, für jedes Verschlussteil nur eine Einprägung vorgesehen. Das Verfahren
ermöglicht selbstverständlich auch das Einbringen mehrerer Einprägungen. Um genau
eine Einprägung pro Verschlussteil zu erzielen, werden die Abstände für die Einprägungen
beim Prägevorgang so eingestellt, dass jedes spätere Teilstück bzw. jedes spätere
Grundband in bevorzugter Weise genau eine Einprägung erhält.
[0009] Das für das Grundband bei diesem Verfahren eingesetzte textile Material enthält durch
Wärme aktivierbare Fasern, die ein Einbringen der Einprägungen ermöglichen. Beispielsweise
mittels einer Heißpresseinrichtung oder mittels einer Ultraschalleinrichtung, die
durch Wärme oder Druck die im textilen Material vorhandenen synthetischen Fasern umformen
oder schmelzen können. Damit die Einprägung in der textilen Lage eine reliefartige
Struktur erhält, wird bei diesem Prägevorgang eine Musterschablone verwendet, die
das Muster auf die textile Lage beim Prägevorgang überträgt.
[0010] Von der textilen geprägten Lage werden mittels einer Schneideinrichtung Teilstücke
abgetrennt. Bei diesem Abtrennvorgang erfolgt ggf. auch ein Zuschneiden der Ränder,
insbesondere ein Abrunden von Ecken.
[0011] Für das Abtrennen und Zuschneiden der mit einer Einprägung versehenen textilen Teilstücke
können verschiedene bekannte Schneidvorrichtungen verwendet werden, vorzugsweise wird
hierfür eine Ultraschalleinrichtung eingesetzt. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform
wird mittels einer Ultraschalleinrichtung gleichzeitig das Einprägen, Abtrennen und
Zuschneiden der Teilstücke vorgenommen.
[0012] An den so erhaltenen Teilstücken wird mindestens ein Haken, vorzugsweise zwei Haken,
angebracht. Durch Falten des Teilstückes können die Hakenfüße abgedeckt werden oder
es wird eine weitere textile Lage zur Abdeckung der Hakenfüße verwendet, wodurch sich
ein zweilagiges Grundband für das Verschlussteil ergibt.
[0013] Die zwei Lagen des Grundbandes werden miteinander verbunden und das mit Haken und
einer Einprägung versehene Verschlussteil erhalten. Die Verbindung der zwei Lagen
des Grundbandes miteinander wird in bekannter Weise über eine Klebeverbindung oder
über eine Schweißverbindung erzielt.
[0014] Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verschlusses besteht darin, dass aufgrund der Einprägung
auf der Vorderseite des mit Haken versehenen Verschlussteils und / oder auf der Rückseite
des mit Ösen versehenen Verschlussteils sich die Handhabung dieses Verschlussteils,
insbesondere beim Öffnen oder Schließen der Haken-Ösen- Verbindung, wesentlich verbessert,
wobei die verbesserte Griffigkeit ohne zusätzlich aufzubringende Schichten oder ähnliche
Mittel erzielt wird und für jede Art von Haken-Verschlussteil bzw. Ösen-Verschlussteil
verwendet werden kann, auch und insbesondere für Verschlussteile mit einer geringen
Dicke.
[0015] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen und den Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Vorderseite der Verschlussteile des erfindungsgemäßen Verschlusses;
- Fig. 2
- die Rückseiten der Verschlussteile des erfindungsgemäßen Verschlusses gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch das Haken-Verschlussteil gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- die Vorderseite eines weiteren Haken-Verschlussteils;
- Fig. 5
- die Vorderseite eines weiteren Haken-Verschlussteils;
- Fig. 6
- die Vorderseite eines weiteren Haken-Verschlussteils;
[0016] Die Fig. 1 bis 3 zeigen einen erfindungsgemäßen Verschluss für die Verbindung von
Seitenteilen eines Kleidungsstücks. Weitere Abwandlungen eines mit Haken 11 versehenen
Verschlussteils 10 zeigen die Fig. 4 bis 6. Gleiche Teile wurden mit den gleichen
Bezugszeichen versehen. Die erfindungsgemäßen Einprägungen 16 werden in diesen Beispielen
nur an dem mit Haken 11 versehenen Verschlussteil 10 beschrieben. In gleicher Weise
können diese nur an dem oder auch an dem mit Ösen 21 versehenen Verschlussteil 20
vorgesehen werden.
[0017] Der in den Fig. 1 bis 3 gezeigte erfindungsgemäße Verschluss umfasst zwei Verschlussteile
10, 20, nämlich ein erstes Verschlussteil 10 mit Haken 11 auf der Rückseite 14 und
ein zweites Verschlussteil 20 mit Ösen 21 auf der Vorderseite 23.
[0018] Das erste Verschlussteil 10 besteht aus einem zweilagigen Grundband 12, am besten
zu sehen in Fig. 3. Auf der Vorderseite 13 befindet sich eine Einprägung 16, die in
die Oberfläche 15 der Vorderseite 13 eingedrückt ist, am besten sichtbar in Fig. 3.
Diese Einprägung 16 befindet sich in einem Abstand B von dem äußeren Rand 17, der
in Richtung des zweiten Verschlussteils 20 zeigt. Dieser Abstand B der Einprägung
16 ist so gewählt, dass dieser Abstand B größer ist als der Abstand A, nämlich der
Abstand der Haken 11 von diesem äußeren Rand 17. Auf diese Weise befindet sich die
Einprägung 16 auf der Vorderseite 13 des Verschlussteils 10 benachbart zu den Haken
11 auf der Rückseite 14 des Verschlussteiles 10. Eine solche benachbarte Anordnung
von Haken 11 und Einprägung 16 ist keine Voraussetzung für eine vorteilhafte Anwendung
des Verschlusses. Insbesondere bei dickeren Verschlussteilen 10, d.h. mehrlagigen
Grundbändern 12, kann die Einprägung 16 an beliebiger Stelle auf der Vorderseite 13
sein.
[0019] Das erste Verschlussteil 10 wurde auf folgende Weise hergestellt. Es wurde eine textile,
bandförmige Lage bestehend aus 100 % Nylon einer Prägevorrichtung, in diesem Fall
einer Ultraschalleinrichtung, zugeführt. In dieser Ultraschalleinrichtung wurden Einprägungen
16 in die bandförmige, textile Lage in regelmäßigen Abständen eingebracht. Von dieser
textilen, bandförmigen Lage mit den in Abständen angeordneten Einprägungen 16 wurden
Teilstücke mit einer Länge von 30 mm abgetrennt und an einem Rand, dem späteren Rand
17, die Ecken durch einen entsprechenden Zuschnitt abgerundet. An dem gegenüberliegenden
schmalen Rand des Teilstückes, welches eine Breite von 28 mm aufweist, werden zwei
Haken 11 im Abstand von 10 mm mittig angebracht, d.h. jeder Haken 11 befindet sich
in einem Abstand von 7mm vom Längsrand des Teilstückes. Das Teilstück wird nun gefaltet
zu einem zweilagigen Grundband 12. Durch diese Faltung ergibt sich ein geschlossener
Rand 18 gegenüber dem mit den runden Ecken versehenen Rand 17. In diesem Beispiel
wird das Teilstück so gefaltet, dass die Vorderseite 13 eine Länge von 16 mm und die
Rückseite 14 eine Länge von 14 mm aufweist. Anschließend werden die beiden Lagen des
Grundbandes 12 randseitig miteinander verbunden, angedeutet durch die Schweißnaht
19 in Fig. 2. Es ist somit ein Verschlussteil 10 entstanden, bei dem sich die Haken
11 in einem Abstand A von 4 mm vom Rand 17 entfernt befinden. Die Einprägung 16 auf
der Vorderseite 13 befindet sich in einem Abstand B von 6 mm vom Rand 17 und zeigt
gemäß Fig. 1 ein Noppenmuster als Relief 163, welches sich von der Basisfläche 162
abhebt. Die Umrisslinie 161 der Einprägung 16 ist an den Umriss eines Fingerabdrucks
angepasst, d.h. die Umrisslinie 161 zeigt annähernd eine ovale Form. Wie besser der
Fig. 3 zu entnehmen, ist die Einprägung 16 in die Oberfläche 15 der Vorderseite 13
eingedrückt, d.h. die Basisfläche 162 befindet sich unterhalb der Ebene der Oberfläche
15, wohingegen die Noppen, die das Relief 163 bilden, bis in die Ebene der Oberfläche
15 reichen.
[0020] Das in diesem Beispiel gezeigte zweite Verschlussteil 20 besteht aus einem Grundband
22, welches sich auf der Vorderseite 23 befindet und einer weichen Unterlage 26 auf
der Rückseite 24. Dieses Verschlussteil 20 kann randseitig mit dem Rand eines Seitenteils
eines Kleidungsstückes, wie beispielsweise eines Büstenhalters verbunden werden. Die
Verbindung erfolgt an dem Rand, der dem äußeren Rand 27 gegenüberliegt. An diesem
Rand befindet sich eine Öffnung 28 zwischen dem Grundband 22 und der Unterlage 26,
um hier den Rand eines Seitenteiles zur Verbindung mit dem Verschlussteil 20 einführen
zu können. Das Grundband 22 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus mehreren Lagen,
einer nicht sichtbaren Versteifungsschicht, an der die Füße der Ösen 21 angenäht sind,
und vier Lagen, die jeweils die Füße der Ösen 21 abdecken, sodass ausschließlich die
Augen der Ösen 21 an der Vorderseite 23 des Grundbandes 20 sichtbar sind. Diese Abdecklagen
des Grundbandes 22 bestehen in diesem Beispiel zu 100 % aus Nylon. Die Verbindung
zwischen den Schichten des Grundbandes 22 und der Unterlage 26 erfolgt durch Kleben.
Die Unterlage 26, welche die gesamte Rückseite 24 einnimmt und eine Berührungsfläche
25 bildet, besteht in diesem Beispiel aus 86 % Nylon und 14 % aus Mikrofaser-Spandex.
Die Berührungsfläche 25 stellt die Fläche dar, die mit der Haut der Trägerin des Bekleidungsstückes
in Kontakt kommt und daher aus einem weichen Material gefertigt ist. Es ist bei weiteren
Ausführungsformen auch möglich in diese Berührungsfläche - wie vorbeschrieben - Einprägungen
einzubringen.
[0021] Die Fig. 4 bis 6 zeigen weitere Grundrisse und Reliefs 163 für eine Einprägung 16.
In der Fig. 4 besitzt die Einprägung 16 eine runde Umrisslinie 161. Von der Basisfläche
162 erhebt sich ein rippenförmiges Relief 163, das bis in die Ebene der Oberfläche
15 der Vorderseite 13 reicht. Fig. 5 zeigt eine annähernd viereckige Umrisslinie 161
für die Einprägung 16. Von der Basisfläche 162 erhebt sich ein schachbrettartiges
Relief 163. In der Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsform einer Einprägung 16 gezeigt.
Die Umrisslinie 161 ist annähernd trapezförmig. Von der Basisfläche 162 erhebt sich
ein Relief 163, das einen Buchstaben darstellt. Es wird deutlich, dass unterschiedlichste
Linienführungen für die Umrisslinie 161 für eine Einprägung 16 gewählt werden können
und ebenso ist die Form und Strukturierung des Reliefs 163, welches sich von der Basisfläche
162 abhebt, frei wählbar.
Bezugszeichenliste
| 10 |
Verschlussteil |
| 11 |
Haken |
| 12 |
Grundband |
| 13 |
Vorderseite von 10 |
| 14 |
Rückseite von 10 |
| 15 |
Oberfläche |
| 16 |
Einprägung |
| 161 |
Umrisslinie |
| 162 |
Basisfläche |
| 163 |
Relief |
| 17 |
äußerer Rand von 10 |
| 18 |
Rand |
| 19 |
Schweißnaht |
| 20 |
Verschlussteil |
| 21 |
Ösen |
| 22 |
Grundband |
| 23 |
Vorderseite von 20 |
| 24 |
Rückseite von 20 |
| 25 |
Berührungsfläche |
| 26 |
Unterlage |
| 27 |
äußere Rand von 20 |
| 28 |
Öffnung |
| A |
Abstand 11 |
| B |
Abstand 16 |
1. Verschluss aus zwei Verschlussteilen zum Öffnen und zum Verschließen der zwei Seitenteile
eines Büstenhalters o.ä. Kleidungsstücks,
- mit einem ersten Verschlussteil (10) mit Haken (11) und mit einem zweiten Verschlussteil
(20) mit Ösen (21) für eine lösbare Haken-Ösen-Verbindung,
- wobei das mit Haken (11) versehene Verschlussteil (10) aus einem einlagigem oder
mehrlagigen Grundband (12) besteht, welches auf seiner Rückseite (14) mindestens einen
Haken (11) aufweist,
- wobei das mit Ösen (21) versehene Verschlussteil (20) aus einem einlagigem oder
mehrlagigen Grundband (22) besteht, welches auf seiner Vorderseite (23) mindestens
eine Öse (21) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zur Vcrbesserung der Griffigkeit das Grundband (12) des mit Haken (11) versehene
Verschlussteils (10) auf seiner Vorderseite (13) eine in die Oberfläche (15) der Vorderseite
(13) eingebrachte Einprägung (16) und/ oder das Grundband (22) des mit Ösen (21) versehene
Verschlussteils (20) auf seiner Rückseite (24) eine in die Berührungsfläche (25) der
Rückseite (24) eingebrachte Einprägung besitzt.
2. Verschluss gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundband (12, 22) des mit Haken (11) oder Ösen (21) versehenen Verschlussteils
(10, 20) aus einem textilen Material besteht, welches zumindest anteilig solche synthetischen
Fasern enthält, die durch Wärme oder Druck dauerhaft umformbar sind.
3. Verschluss gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundband (12, 22) des mit Haken (11) oder Ösen (21) versehenen Verschlussteils
(10, 20) vollständig aus einem Polyamid-Fasermaterial besteht, vorzugsweise aus Nylon.
4. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einprägung (16) auf der Vorderseite (13) des Grundbandes (12) außerhalb des Bereiches
eingebracht ist, wo auf der Rückseite (14) die Haken (11) vorgesehen sind, so dass
die Haken (11) oder die Befestigung der Haken (11) am Grundband (12) nicht beeinträchtigt
ist.
5. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Haken (11) am Verschlussteils (10) vorgesehen sind, die in gleichem Abstand
(A) von einem äußeren, in Richtung des zweiten Verschlussteils (20) weisenden Rand
(17) des Grundbandes (12) am Grundband (12) befestigt sind und wobei die Einprägung
(16) an der Vorderseite (13) des Grundbandes (12) in einem Bereich vorgesehen ist,
der sich in einem Abstand (B) von diesem äußeren Rand (17) des Grundbandes (12) befindet,
wobei der Abstand (B) der Einprägung (16) größer ist als der Abstand (A) der Haken
(11).
6. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einprägung (16) unterschiedliche Umrisslinien (161) haben kann, so dass sich
unterschiedliche Grundrissformen für die Einprägung (16) ergeben, beispielsweise ovale,
runde, drei-, vier- oder mehreckige Grundrissformen sowie Grundrissformen mit freier
Linienführung.
7. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einprägung (16) unterschiedliche Muster innerhalb der Umrisslinien (161) aufweisen
kann, beispielsweise können sich von der Basisfläche (162) der Einprägung (16), welche
unterhalb der Ebene der Oberfläche (15) des Grundbandes (12) ist, sich Reliefs (163)
abheben, beispielsweise gleichmäßige Strukturen, Ornamente, Bilder oder Buchstaben.
8. Verschluss gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Basisfläche (162) der Einprägung (16) ragenden Reliefs (163) ein Noppenmuster
oder ein Rillenmuster oder ein Gittermuster oder ein Schachbrettmuster oder ein Wabenmuster
oder ein Waffelmuster oder ein Logo zeigen, vorzugsweise ein Noppenmuster.
9. Verfahren zur Herstellung eines mit Haken oder Ösen versehenen Verschlussteils für
eine lösbare Haken-Ösen-Verbindung, mit folgenden Verfahrensschritten:
- Zuführen einer textilen Lage, welche durch Wärme und/oder Druck aktivierbare Fasern
enthält, zu einer Prägevorrichtung und Einbringen von Einprägungen in regelmäßigen
Abständen in diese Lage mittels der Prägevorrichtung,
- Abtrennen von Teilstücken gewünschter Größe von der geprägten, textilen Lage und
gegebenenfalls Zuschneiden der mit einer Einprägung versehenen, textilen Teilstücke
mittels einer Schneidvorrichtung,
- Anbringen von mindestens einem, vorzugsweise zwei, Haken an einem textilen Teilstück
oder Anbringen von mindestens einer, vorzugsweise mehreren, Ösen an einem textilen
Teilstück,
- Falten der Teilstücke und/ oder Auflegen eine weiteren textilen Lage, so dass die
Hakenfüße bzw. die Ösenfüße abgedeckt sind, wodurch sich ein zwei- oder mehrlagiges
Grundband ergibt,
- Verbinden der Lagen des Grundbandes.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbringen der Einprägungen mittels einer Heißpresseinrichtung oder mittels einer
Ultraschalleinrichtung erfolgt, wobei eine Musterschablone die jeweilige Struktur
der Einprägung auf die textile Lage überträgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände zwischen den Einprägungen so gewählt sind, dass jedes spätere Teilstück
bzw. jedes spätere Grundband genau eine Einprägung erhält.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtrennen und Zuschneiden der mit einer Einprägung versehenen, textilen Teilstücke
mittels einer Ultraschalleinrichtung erfolgt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Ultraschalleinrichtung gleichzeitig das Einprägen sowie das Abtrennen
und das Zuschneiden der Teilstücke erfolgen.
14. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Lagen des Grundbandes über eine Klebeverbindung oder über eine Schweißverbindung
miteinander verbunden werden.