TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Presswerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Bei der Konstruktion von Rohrnetzen zur Wasserversorgung, beispielsweise in einer
Hausinstallation, werden regelmässig einzelne Rohre bzw. Rohrabschnitte mit Fittings
verbunden. Ein solches Fitting ist beispielsweise aus der
EP 2 341 273 bekannt geworden. Die Fittings werden dabei mechanisch verformt und gegen das Rohr
geklemmt, wodurch eine fluiddichte Verbindung zwischen Rohr und Fitting bereitgestellt
ist. Hierzu muss das Fitting mit einem Presswerkzeug definiert und reproduzierbar
verformt werden.
[0003] Aus der
EP 1 092 487 ist ein Presswerkzeug bekannt geworden, welches durch die Anordnung von Sensoren
prüft, ob eine Verpressung korrekt ausgeführt wurde. Das Presswerkzeug nach der
EP 1 092 487 weist den Nachteil auf, dass dieses mit anfälligen elektronischen Elementen ausgerüstet
ist. Zudem besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass eine Verpressung durchgeführt
wird, welche aufgrund falscher Führung des Presswerkzeugs fehlerhaft ist.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung als eine Aufgabe zugrunde,
ein Presswerkzeug anzugeben, welches die Nachteile des Standes der Technik überwindet.
Insbesondere soll ein Presswerkzeug angegeben werden, mit welchem die Qualität der
Verpressung erhöht und sichergestellt werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Presswerkzeug zum Verpressen eines Presslings, insbesondere
eines Fittings oder eines Rohrabschnitts zur Rohrverbindung, umfassend zwei hebelartige
Pressbacken, welche zum Verpressen zangenartig zwischen einer Aufnahmelage und einer
Presslage gegeneinander bzw. gegenläufig verschwenkbar gelagert sind und jeweils einen
Pressabschnitt und einen Betätigungsabschnitt aufweisen,
wobei die Pressabschnitte in Aufnahmelage eine Pressaufnahme für den Pressling bilden,
derart, dass die Pressabschnitte bei der Verschwenkung aus der Aufnahmelage über eine
Mindestschliesslage in die Presslage den in der Pressaufnahme aufgenommenen Pressling
vorbestimmt verpressen,
und wobei mindestens einer der Betätigungsabschnitte durch eine Betätigungsvorrichtung
betätigbar ausgestaltet ist, dadurch gelöst, dass
das Presswerkzeug weiter ein Steuerelement umfasst, welches die Betätigungsvorrichtung
blockiert, solange die Pressbacken eine Lage einnehmen, welche zwischen der Aufnahmelage
und der Mindestschliesslage liegt.
[0006] Es ist somit ein Aspekt der vorliegenden Erfindung, ein Presswerkzeug insbesondere
zur manuellen Verpressung von Rohrabschnitten bzw. Klemmen anzugeben, welches eine
Verpressung des Presslings erst bei dessen lagegerechter Aufnahme in der Pressaufnahme
des Werkzeugs erlaubt. Das hierin angegebene Presswerkzeug beugt also aufgrund seiner
Konstruktion einer fehlerhaften Verpressung von Rohrabschnitten oder Rohrklemmen bzw.
Briden aufgrund von bspw. Zeitdruck oder schlechten Zugang zur Pressstelle vor und
trägt so zur Sicherstellung fachgerechter Rohrverbindungen bei.
[0007] Die Pressbacken sind vorzugsweise einstückig geformt. Bevorzugt wird Metall, insbesondere
vergüteter Stahl als Konstruktionsmaterial des Presswerkzeugs verwendet. Flächen,
welche im Zuge der Verpressung mit Druck beaufschlagt werden, sind vorteilhafterweise
aus gehärtetem Stahl gebildet. Besonders vorteilhaft sind Pressbacken, welche sich
nicht überschneiden und jeweils eine Schwenkachse aufweisen, so dass die Pressbacke
bzw. Presshebel mittels von zwei beabstandeten Schwenkachsen in einem Träger, bspw.
einer Verbindungslasche, befestigt sind. Die Befestigung soll derart sein, dass die
Pressbacken gegenläufig um die Lagerung schwenkbar sind. Hierbei ist es vorteilhaft,
einen zusätzlich führenden Walzkörper zwischen den Pressbacken anzuordnen. Altemativerweise
ist es denkbar, die Pressbacken über die gleiche Schwenkachse sich kreuzend gekoppelt
bereitzustellen.
[0008] In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel weist das Steuerelement, welches
die Betätigungsvorrichtung steuert - zumindest insoweit, als es dieses unter vorbestimmten
Voraussetzung blockiert bzw. zum Wirkeingriff auf die Betätigungsabschnitt des Werkzeugs
freigibt - ein Kontaktteil auf, welches beweglich relativ zu den Betätigungsabschnitten
gelagert ist. Vorzugsweise ist dieses Kontaktteil derart ausgebildet, dass das Kontaktteil
die Betätigungsvorrichtung, welche bspw. in Form eines stösselgeführten Walzenpaars
auf das Werkzeug wirkt, kontaktiert, bevor die Betätigungsvorrichtung zur Verschwenkung
auf die Betätigungsabschnitte wirkt. Durch diese dem Pressschritt zeitlich und räumlich
vorgelagerte und insbesondere kontrollierte Kontaktaufnahme des Steuerelements mit
der Betätigungsvorrichtung wird sichergestellt, dass die Betätigungsvorrichtung zuverlässig
in die vorbestimmte Blockadestellung geführt wird, falls eine Pressbackenlage vorliegt,
welche anzeigt, dass der Pressling nicht optimal in der Aufnahme liegt.
[0009] Als Steuerelement ist eine passive, rein mechanische Vorrichtung bevorzugt. Hierbei
weist das Steuerelement vorzugsweise zwei gegeneinander verschiebbare Teile auf. Diese
Teile, das Kontaktteil und das Verankerungsteil, sind vorzugsweise derart ausgestaltet,
dass ein zwischengeordnetes Federelement, insbesondere in Form einer Druckfeder, die
Teile ohne Ausseneinwirkung jeweils in eine Ruheposition auseinanderdrückt, wobei
die beiden Teile mit einer Kraft gegen das Federelement aus der Ruheposition über
einen Schiebeweg aufeinander zuschiebbar sind. Dieser Schiebeweg ist hierbei so bemessen,
dass eines der Teile des Steuerelements und die das Steuerelement zusammendrückende
Betätigungsvorrichtung auf einen Anschlag führbar bzw. je nach Stellung der Pressbacken
über diesen Punkt hinaus weiterführbar sind, so dass die Betätigungsvorrichtung die
Verpressung dann bewirken kann.
[0010] Um eine möglichst kontrollierte Verpressung unter einfacher Handhabung des Werkzeugs
zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn ein weiteres Federelement die Pressbacken
mit einer Vorspannung in Richtung der Schliessstellung beaufschlagt. Diese Vorspannung
ist vorzugsweise derart bemessen, dass die Pressbacken auf den in der Pressaufnahme
aufgenommenen Pressling drücken, ohne diesen jedoch bereits nennenswert zu deformieren,
bzw. zu verpressen. Durch diese rückstellende Vorspannung werden die Pressbacken ohne
Ausseneinwirkung jeweils in eine definierte Stellung überführt. Somit ist sichergestellt,
dass die Pressbacken zangenartig mit ihren Wirkabschnitten, also ihren Greifabschnitten,
satt am Pressling anliegen und dessen Lage in der Aufnahme durch die momentane Stellung
der Pressbacken korrekt abgebildet ist. Die Vorspannung soll hierbei so gewählt sein,
dass ein Nutzer des Werkzeugs ohne Mühe mehrfach und ohne übermässige Ermüdung manuell
durch reine Körperkraft die Pressbacken zur Freigabe des verpressten Presslings und/oder
zur Aufnahme eines weiteren Presslings in die Aufnahmestellung gegenläufig verschwenken
kann.
[0011] Um die genannte Vorspannung zu erzeugen, wird bevorzugt, wenn mindestens ein Federelement
im Presswerkzeug, vorzugsweise zwischen den Pressbacken angeordnet ist. Vorteilhafterweise
ist das Federelement derart angeordnet, dass die Pressabschnitte mit der genannten
Vorspannung beaufschlagt sind, wobei diese Vorspannung die Pressbacken gegen die Pressstellung
drückt, derart, dass ein in der Pressaufnahme aufgenommener Pressling durch die Pressabschnitte
kontaktiert ist. Die Vorspannung ist hierbei derart gewählt, dass sie alleine nicht
ausreicht, den Pressling verpressend zu deformieren. Besonders bevorzugt wird eine
elektrische Betätigungsvorrichtung, welche ein mobiles Pressgerät aus dem hierin beschriebenen
Presswerkzeug und dieser Betätigungsvorrichtung erlaubt.
[0012] In einer vorteilhaften Ausbildung weist jede Pressbacke ein Sackloch auf, wobei Öffnungen
der Sacklöcher sich vorzugsweise direkt gegenüberliegend angeordnet sind, wenn die
Pressbacken in Aufnahmelage sind. Weiter kann ein Federelement, insbesondere eine
Spiral- oder teleskopartige Druckfeder, in diesen Sacklöchern angeordnet sein. Dieses
Federelement, welches sich jeweils auf einer Tiefe jedes Sacklochs anstehend unter
Spannung in Langrichtung der Sacklöcher von einem Sackloch ins gegenüberliegende erstreckt,
ist bevorzugt so dimensioniert, dass die Pressbacken ohne Ausseneinwirkung auf das
Presswerkzeug in Presslage gehalten sind.
[0013] In einer besonders bevorzugten Weiterbildung sind die Sacklöcher so angeordnet, dass
sie mit ihrer jeweiligen Ausrichtung bzw. Langrichtung auf einer Geraden liegen, wenn
das Federelement maximal entspannt ist, d.h. wenn die Pressbacken in Presslagen liegen.
Dies ist vorteilhaft, um die minimale Federwirkung bei maximaler Entspannung optimal
auf die Pressabschnitte zu leiten. Diese Anordnung führt dazu, dass das Federelement
in Aufnahmelage quer zur Langrichtung leicht geknickt ist, da die Pressbacken durch
Verschwenkung aus der Presslage in die Aufnahmelage geführt werden. Das Federelement
ist hierbei so dimensioniert, dass unter Berücksichtigung von dessen Lage bezüglich
der Schwenkachsen der Pressbacken die gewünschte Vorspannung erzeugt ist.
[0014] Befindet sich der Pressling verpressungsgerecht in der Pressaufnahme, so weicht das
Kontaktteil bei Druckbeaufschlagung blockadefrei in Betätigungsrichtung zurück und
die Betätigungsvorrichtung ist frei, um die Betätigungsabschnitte derart mit Druck
zu beaufschlagen, dass der Pressling durch Deformation in den gewünschten verpresst
klemmenden Endzustand überführt wird. Dabei wirken die Pressbacken jeweils als zweiarmige
Hebel, welche aufgrund ihrer dem Hebelgesetz unterliegenden Längenverhältnisse und
der vordefinierten Wirkung der Betätigungsvorrichtung die gewünschte Verpresskraft
über die Pressabschnitte bzw. die Greifabschnitte auf den Pressling leiten.
[0015] Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn mindestens eine, vorzugsweise beide Pressbacken
einen Anschlag für das Kontaktteil bereitstellen. Das Kontaktteil und der Anschlag
sind jeweils derart ausgebildet, dass das Kontaktteil, falls die Pressbacken eine
Lage einnehmen, welche zwischen der Aufnahmelage und der Mindestschliesslage liegt,
über die Kontaktfläche des Kontaktteils an diesem Anschlag ansteht und die das Kontaktteil
kontaktierende Betätigungsvorrichtung in Betätigungsrichtung blockiert, bevor die
Betätigungsvorrichtung auf den mindestens einen Betätigungsabschnitt wirkt. Das Kontaktteil
greift also die Betätigungsbewegung der Betätigungsvorrichtung auf und blockiert diese
an besagtem Anschlag, falls die Pressbacken eine Lage einnehmen, welche anzeigt, dass
die Aufnahme des Presslings noch nicht optimal ist.
[0016] Der besagte Anschlag ist vorzugsweise in einen oder beide Betätigungsabschnitte als
passives Element eingeformt oder derart daran angebracht, dass der Anschlag als querverlaufende
Anschlagskante im Lauf des Steuerelements liegt, falls die Betätigungsabschnitte in
einer Lage zwischen der Aufnahmelage und der Mindestschliesslage liegen. Weiter ist
der Anschlag derart bereitgestellt, dass der Anschlag aus dem Lauf des Steuerelements,
insbesondere des Kontaktteils, gehebelt ist, wenn sich die Betätigungsabschnitte in
Mindestschliesslage oder näher zur Presslage befinden.
[0017] Ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel ist ein Presswerkzeug, welches weiter
eine Verbindungslasche als Lagerung umfasst, in welcher die Pressbacken an Schwenkachsen
gelagert sind. Die Verbindungslasche ist insbesondere plattenartig geformt, derart,
dass sie vorzugsweise einstückig die Pressbacken seitlich teilweise umgibt, insbesondere
die Schwenkachsen aufnimmt und als Tragelement dient. Die Verbindungslasche umfasst
vorzugsweise zwei plattenförmige Laschenelemente, welche beidseitig der Pressbacken
angeordnet sind.
[0018] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Presswerkzeugs bilden die Betätigungsabschnitte
eine Betätigungsausnehmung zum Eingriff der Betätigungsvorrichtung in der Betätigungsrichtung.
Das Steuerelement ist in dieser Betätigungsausnehmung angeordnet. Die Betätigungsausnehmung
erweitert sich über Schrägflächen vorzugsweise entgegen der Betätigungsrichtung konisch
derart nach aussen, dass die Betätigungsvorrichtung bei der Betätigung des Presswerkszeugs
auf diese Schrägflächen drückend die Verpressung bewirkt. Diese Schrägflächen bieten
dann eine Kurvenbahn bzw. eine Einlaufkurve für die Walzen einer Betätigungsvorrichtung.
[0019] Vorzugsweise ist das Kontaktteil derart geformt und angebracht, dass es durch das
Walzenpaar in Betätigungsrichtung gedrückt an der Kurvenbahn vorbeiläuft. Das Kontaktteil
berührt die Kurvenbahn also vorzugsweise nicht. Die Kurvenbahn wird demnach nur durch
das Walzenpaar mit Druck beaufschlagt, wobei das Walzenpaar die Betätigungsabschnitte
fortzu auseinanderdrückt, so dass das Kontaktteil zwischen den Kurvenbahnen berührungsfrei
gegen die Tiefe der Betätigungsausnehmung gedrückt wird.
[0020] Vorzugsweise ist der Anschlag durch am jeweiligen Betätigungsabschnitt angebrachte,
quer verlaufende Anschlagkante am proximal bezüglich der Schwenkachsen bzw. der Pressaufnahme
liegenden Endabschnitt der Schrägflächen bereitgestellt. Es ist also vorteilhaft,
wenn beide Betätigungsabschnitte einen solchen Anschlag aufweisen.
[0021] Das Steuerelement ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass es weiter das Verankerungselement
aufweist, welcher fest in der Betätigungsausnehmung, vorzugsweise an der Verbindungslasche
gelagert ist. Das Kontaktteil ist vorzugsweise am Verankerungsteil oder an der Verbindungslasche
in der Betätigungsrichtung relativ zum Verankerungsteil verschieblich in der Betätigungsausnehmung
gelagert.
[0022] Es wird also bevorzugt, dass die Pressbacken parallelverlaufend an jeweils einer
eigenen Schwenkachse gelagert sind, wobei die beiden Pressbacken jeweils einen vorzugsweise
nockenartigen Anschlag für das Steuerelement aufweisen. Die beiden Schwenkachsen sind
vorzugsweise derart quer zur Betätigungsrichtung beabstandet in der Verbindungslasche
angeordnet, dass die besagte, in der Betätigungsrichtung verschieblich gelagerte Kontaktfläche
des Kontaktteils in einer Querrichtung zur Betätigungsrichtung zwischen den Schwenkachsen
liegt und die Neigung der Anschläge derart geneigt zur besagten Querrichtung gewählt
ist, dass die an der Kontaktfläche über ihre Anschläge in Blockadelage anstehenden
Pressbacken über die Betätigungsvorrichtung an der Kontaktfläche gleitend aus der
Blockadelage in die Aufnahmelage überführbar sind. Durch diese Anordnung der Kontaktbereiche
zwischen Pressbacken und Kontaktteil werden also Drehmomente auf die Pressbacken in
Blockadestellung ausgeübt, welche die Pressbacken in die Aufnahmelage rückführen,
womit der Pressling nach missglückten Pressversuch dann wieder freigegeben ist.
[0023] Es ist somit ein Aspekt einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung, dass nicht
nur die falsche Verpressung durch nicht verpressgerechte Lage des Presslings im Pressmaul
des Presswerkzeugs verhindert wird, sondern dass die Pressbacken den Pressling bei
falscher Presslingslage bzw. bei Blockadestellung der Pressbacken wieder freigeben,
indem die Pressbacken durch die Pressvorrichtung über die vorgenannten Drehmomente
in die Aufnahmestellung rückgeführt werden.
[0024] Hierbei wird bevorzugt, dass das Kontaktteil eine im Wesentlichen dreiecksförmig
in Betätigungsrichtung zulaufende Querschnittsform hat. Besonders bevorzugt wird,
wenn das Verankerungsteil in der Tiefe der Betätigungsausnehmung befestigt ist, d.h.
im Bereich des Endes der Betätigungsausnehmung in Betätigungsrichtung. Idealerweise
ist dann das Kontaktteil gegen diese Tiefe in Betätigungsrichtung teleskopierbar bzw.
bewegbar.
[0025] In einer Weiterbildung ist ein Rückstellelement zwischen Verankerungsteil und Kontaktteil
angeordnet, wobei das Steuerelement vorzugsweise ein Einstellelement zur Einstellung
einer Vorspannung des Rückstellelements aufweist. Es wird bevorzugt, dass das Verankerungsteil
und das Kontaktteil derart hülsenförmig ausgebildet sind, dass ein das Rückstellelement
Federelement, insbesondere eine Spiralfeder oder Druckfeder sich von einem Teil des
Steuerelements zum anderen erstreckt und eine Vorspannung zur Rückstellung des Kontaktteils
in Ausgangsposition bereitstellt.
[0026] Es wird weiter bevorzugt, dass das Presswerkzeug eine Verdrehsicherung für das Kontaktteil
aufweist, wobei diese Verdrehsicherung eine Drehbewegung des Kontaktteils um eine
Achse parallel zur Betätigungsrichtung unterbindet. Diese Verdrehsicherung ist vorzugsweise
durch eine in Betätigungsrichtung gerichtete Nuten-Kamm-Führung zwischen Kontaktteil
und Verbindungslasche oder Kontaktteil und Verankerungsteil bereitgestellt.
[0027] Die Pressaufnahme des hierin beschriebenen Presswerkzeugs ist als Pressmaul des Werkzeugs
zu verstehen und ist nach einem ersten Ausführungsbeispiel derart geformt, dass Rohrklemmen
mit Ohrspaltlaschen verpressbar sind und nach einem zweiten Ausführungsbeispiel derart
geformt, dass Rohrabschnitte verpressbar sind.
[0028] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Pressvorrichtung mit
einem genannten Presswerkzeug und einer Betätigungsvorrichtung bereitzustellen. Besonders
bevorzugt wird hierbei eine elektrisch betriebene Betätigungsvorrichtung mit Walzen.
[0029] Mit Vorteil sind die Walzen ausgestaltet, um auf das Kontaktteil des Steuerelements
zu drücken und wobei die Walzen weiter ausgestaltet sind, auf die Betätigungsabschnitte
zur Verschwenkung der Pressabschnitte zu wirken, wenn das Kontaktteil in Betätigungsrichtung
bis über den Anschlag in die Tiefe der Betätigungsausnehmung eingedrückt ist.
[0030] Vorteilhafterweise wird das hierin beschriebene Presswerkszeug oder die genannte
Pressvorrichtung zur Herstellung einer Rohrverbindung verwendet.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0031] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Presswerkszeugs mit einem Walzenpaar und einer Rohrklemme;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgernässen
Presswerkzeugs mit einem rohrartigen Pressling;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch das Presswerkzeug gemäss Fig. 1, wobei das Presswerkzeug
ein Steuerelement aufweist und wobei Pressbacken des Werkzeugs in Aufnahmelage liegen;
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch das Presswerkzeug gemäss Fig. 1, wobei die Pressbacken in
einer Zwischenlage zwischen der Aufnahmelage und einer Mindestschliesslage liegen,
wobei das Walzenpaar das Steuerelement kontaktiert und das Steuerelement am Anschlag
ansteht und das Walzenpaar blockiert;
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch das Presswerkzeug gemäss Fig. 1, wobei die Pressbacken in
der Mindestschliesslage liegen und das Walzenpaar das Steuerelement kontaktiert;
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch das Presswerkzeug gemäss Fig. 4, wobei die Pressbacken in
der Mindestschliesslage liegen und das Walzenpaar das Steuerelement bis über den Anschlag
eingedrückt hat und Schrägflächen der Pressbacken kontaktiert; und
- Fig. 7
- einen Längsschnitt durch das Presswerkzeug gemäss Fig. 6, wobei die Pressbacken in
der Presslage liegen und das Walzenpaar das Steuerelement bis über den Anschlag maximal
eingedrückt hat und über die Schrägflächen der Pressbacken die Verpressung bewirkt
hat.
- Fig. 8
- in einer perspektivischen Ansicht eine zweite bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen
Presswerkzeugs mit einem Steuerelement;
- Fig. 9
- eine Seitenansicht des Presswerkzeugs gemäss Fig. 8;
- Fig. 10
- einen Querschnitt C-C durch das Steuerelement gemäss Fig. 9; und
- Fig. 11
- einen Längsschnitt D-D durch das Steuerelement gemäss Fig. 10.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0032] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine bevorzugte erste Ausführungsform des
erfindungsgemässen Presswerkzeugs 2 mit einem Walzenpaar 72 einer vorzugsweise mobilen
und elektrisch betriebenen Betätigungsvorrichtung 70.
[0033] Das Presswerkzeug 2 umfasst eine erste Pressbacke 10 und eine zweite Pressbacke 20
und bildet mit dem Walzenpaar 72 bzw. der Betätigungsvorrichtung die Pressvorrichtung
1. Die beiden länglichen Pressbacken 10, 20 sind parallel nebeneinander und somit
symmetrisch zueinander angeordnet und jeweils über eine Schwenkachse 51, 52 in einer
Verbindungslasche 50 zangenartig verschwenkbar gelagert. Die erste Pressbacke 10 weist
einen ersten Pressabschnitt 12 auf und die zweite Pressbacke 20 weist einen zweiten
Pressabschnitt 22 auf. Die beiden Pressabschnitte 12, 22 sind derart geformt, dass
sie eine Pressaufnahme 30 bilden, welche jeweils distal durch einen Greifabschnitt
121, 221 (s. Fig. 3) begrenzt ist. Links in Figur 1 ist eine Rohrklemme 80 mit einer
Ohrspaltlasche dargestellt. Die Ohrspaltlasche der Rohrklemme 80 greift in die Pressaufnahme
30 ein und soll verpresst werden.
[0034] Figur 2 zeigt in einer abermaligen perspektivischen Ansicht eine zweite Ausführungsform des
erfindungsgemässen Presswerkzeugs 2, wobei in der zweiten Ausführungsform gemäss Figur
2 die Pressaufnahme 30 derart geformt ist, dass als Pressling Rohrabschnitte 82 vom
Presswerkzeug 2 aufnehmbar und verpressbar sind. Die Pressaufnahme 30 soll also allgemein
dem Pressling angepasst ausgestaltet sein.
[0035] Die erste und die zweite Ausführungsform gemäss den Figuren 1, 2 umfassen jeweils
weiter ein Steuerelement 40, welches in einer Betätigungsausnehmung 32 angeordnet
ist, welche durch die Pressbacken 10, 20 gegenüberliegend der Pressaufnahme 30 gebildet
ist. Das Steuerelement 40 kontaktiert das Walzenpaar 72, ehe das Walzenpaar 72 die
Verpresskraft bereitstellend auf die Betätigungsabschnitte 14, 24 wirkt, und führt
das Walzenpaar 72 in die Betätigungsausnehmung 32, je nach Lage der Betätigungsabschnitte
14, 24, entweder auf einen blockierenden Nocken bzw. Anschlag 17, 27 oder an diesem
Anschlag 17, 27 vorbei in eine Tiefe der Betätigungsausnehmung 32.
[0036] Anhand der Längsschnitte der Figuren 3 bis 7 wird nun das Presswerkzeug 2 und dessen
Funktionsweise genauer beschrieben. Figur 3 zeigt das Presswerkzeug 2 in Aufnahmeposition,
ohne betätigungsseitigen Walzenkontakt. Figur 4 zeigt das Presswerkzeug 2 mit Pressbacken
10, 20 in einer Lage zwischen der Aufnahmelage und einer Mindestschliesslage mit entsprechendem
Walzenkontakt, wobei ein Walzenpaar 72 über das Steuerelement 40 aufgrund der Lage
der Betätigungsabschnitte 14, 24 in Betätigungsrichtung R blockiert ist. Figur 5 zeigt
die Situation gemäss Figur 4, wobei die Pressbacken 10, 20 in verpressgerechter, die
Ohrspaltlasche der Rohrklemme 80 übergreifender Presslage liegen und das Walzenpaar
72 in Betätigungsrichtung R frei ist. Figur 6 zeigt die Situation gemäss Figur 5,
wobei das Steuerelement 40 durch das Walzenpaar 72 aufgrund der Pressbackenlage frei
beweglich bereits über die Anschläge 17, 27 in die Betätigungsausnehmung 32 eingedrückt
ist, derart weit, dass das Walzenpaar 72 Kurvenbahnen bzw. Einlaufkurven bildende
Schrägflächen 15, 25 der Betätigungsabschnitte 14, 24 zur Verpressung kontaktiert.
Figur 7 zeigt schliesslich, wie die Schrägflächen 15, 25 am in Betätigungsrichtung
R fortgeschrittenen, starr angebrachten Walzenpaar 72 vorbeigerollen und wie die Betätigungsabschnitte
14, 24 auseinandergepresst sind, so dass die Pressabschnitte 12, 22 den Pressling
vorbestimmt verpresst haben.
[0037] Weiter ist in Figuren 1 und 2 erkennbar, dass durch die Verbindungslasche 50, im
Bereich der Verankerung des Steuerelements 40, ein normal zur Verbindungslasche 50
verlaufendes Durchgangsloch 53 mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 15 Millimeter
bereitgestellt ist. Dieses Durchgangsloch 53 dient zur Befestigung des Presswerkzeugs
2 mittels eines das Durchgangsloch 53 durchgreifenden Bolzens (nicht dargestellt).
[0038] Figur 3 zeigt einen Längsschnitt durch das Presswerkzeug 2 und das Walzenpaar 72. Im oberen
Bereich der Figur 3 ist die erste, länglich geformte Pressbacke 10 erkennbar. Die
erste Pressbacke 10 ist einstückig und als zweiarmiger Hebel mit in Lasche 50 verankerter
Schwenkachse 51 ausgebildet. Die Verbindungslasche 50 besteht aus zwei Platten 50,
welche auf beiden Seiten der Pressbacken 10, 20 angeordnet sind. In Figur 3 rechts
der Schwenkachse 51 ist der Pressabschnitt 12 erkennbar, links der ersten Schwenkachse
51 der Betätigungsabschnitt 14. Die Schwenkachse 51 ist vertikal mittig in der Pressbacke
10 angeordnet. Der Pressabschnitt 12 ist in seiner Längserstreckung etwa halb so lang
wie der Betätigungsabschnitt 14, was ideale Hebelverhältnisse aufgrund der herrschenden
Kräfte bereitstellt. Die erste Pressbacke 10 ist in der Verbindungslasche 50 über
die erste Schwenkachse 51 schwenkbar festgestellt.
[0039] Quer zu deren Längserstreckung liegt der ersten Pressbacke 10 die zweite, im Wesentlichen
baugleiche Pressbacke 20 spiegelverkehrt gegenüber. Auch die zweite Pressbacke 20
ist in derselben Verbindungslasche 50 über die zweite Schwenkachse 52 festgestellt.
Zwischen den Pressbacken 10, 20 ist ein Walzkörper 60 angeordnet (s. Fig. 4). Zur
Aufnahme des Walzkörpers 60 sind im Bereich einer Verbindungslinie zwischen den beiden
Schwenkachsen 51, 52 entsprechende Ausnehmungen in den Pressbacken 10, 20 angeordnet.
Die gegeneinander schwenkbaren Pressabschnitte 12, 22 weisen im pressseitigen Endabschnitt
jeweils eine Pressausnehmung 120, 220 auf. Diese Pressausnehmung 120, 220 bilden die
Pressaufnahme 30. Proximal bezüglich der Schwenkachse 51, 52 schliesst sich an die
Pressausnehmung 120, 220 jeweils ein flacher Pressanschlag 13, 23 an. Die Pressabschnitte
12, 22 sind nun derart geformt, dass in Pressstellung bzw. -lage der erste Pressanschlag
13 und der zweite Pressanschlag 23 aneinander anstehen und die Pressbewegung begrenzen.
Distal bezüglich der Schwenkachse 51, 52 sind die Pressausnehmung 120, 220 begrenzend
die Greifabschnitte 121, 221 angebracht, derart, dass die Pressabschnitte 12, 22 einen
im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt zwischen den Pressanschlägen 13, 23 und den
Greifabschnitten 121, 221 bilden. Die Länge der Greifabschnitte 121, 221 ist in Querrichtung
derart bemessen, dass die Greifabschnitte 121, 221 in Presslage (siehe Figur 7) voneinander
um im Wesentlichen die doppelten Materialstärke der Rohrschelle bzw. deren Ohrspaltlasche
beanstandet sind, während die Pressanschläge 13, 23 aneinander anstehen.
[0040] Im proximalen Abschnitt bezüglich der Schwenkachsen 51, 52 weisen die Betätigungsabschnitte
14, 24 jeweils ein Sackloch 18, 28 auf. Die Öffnungen der Sacklöcher 18, 28 liegen
sich in Aufnahmestellung der Pressbacken 10, 20 gemäss Figur 3 direkt gegenüber. Die
Sacklöcher 18, 28 laufen hierbei von ihrer Öffnung gegen ihre Tiefe gewinkelt von
jeweiligen Pressabschnitten 12, 22 weg, derart, dass die Sacklöcher 18, 28 bei in
Presslage liegenden Pressbacken 10, 20 (s. Figur 7) einander geradlinig gegenüberliegen.
In diese Sacklöcher 18, 28 ist ein Federelement 35 in Form einer Druckfeder eingesetzt,
welches die Pressbacken 10, 20 jeweils gegen die Presslage drückt.
[0041] Die Betätigungsabschnitte 14, 24 sind derart geformt, dass die betätigungsseitig
offene Betätigungsausnehmung 32 gebildet ist. Die Betätigungsausnehmung 32 verläuft
in der Betätigungsrichtung R (von links nach rechts in Figur 3) verjüngend, derart,
dass jeder Betätigungsabschnitt 14, 24 eine winklig zur Betätigungsrichtung R stehende
und eine Kurvenbahn für das Walzenpaar 72 zur Verfügung stellende Schrägfläche 15,
25 bereitstellt. Am proximal bezüglich der Schwenkachsen 51, 52 liegenden Endabschnitt
der Schrägflächen 15, 25 weist sowohl der erste Betätigungsabschnitt 14 einen ersten
Anschlag 17 in Form einer quer zur Betätigungsrichtung R verlaufenden Anschlagskante
als auch der zweite Betätigungsabschnitt 24 einen Anschlag 27 in Form einer solchen
Anschlagskante auf. Die Anschläge 17, 27 sind jeweils so in die Betätigungsabschnitte
14, 24 eingeformt, dass sie in jeder Stellung der Pressbacken 10, 20 zwischen der
Aufnahmestellung und der Pressstellung jeweils voneinander beabstandet sind, so dass
das Steuerelement 40 zwischen ihnen hindurch nach aussen reichen kann. Die Betätigungsausnehmung
32 setzt sich gegen ihre Tiefe hinter den Anschlägen 17, 27 in Betätigungsrichtung
R weiter fort und verbreitert sich gegen die Schwenkachsen 51, 52 hin, um eine Aufnahmekammer
für das Steuerelement 40 bzw. Teile des Steuerelements 40 zu bilden.
[0042] Das Steuerelement 40 umfasst ein Verankerungsteil 44, welches in der Tiefe der Betätigungsausnehmung
32 fest verankert ist. Das Verankerungsteil 44 ist hierbei an der beidseitig angebrachten
Verbindungslasche 50 festgestellt. Das Verankerungsteil 44 erstreckt sich mit einem
in der ersten Ausführungsform im Querschnitt kreisrund ausgestalteten Teleskoparm
440 entgegen der Betätigungsrichtung R aus der Tiefe der Betätigungsausnehmung 32
bis über die Anschläge 17, 27, wobei auf freien Endabschnitt des Teleskoparms 440
ein teleskopisch auf dem Teleskoparm 440 verschieblich gelagertes Kontaktteil 42 des
Steuerelements 40 aufgesteckt ist. Der Teleskoparm 440 greift in eine Teleskopausnehmung
420 des Kontaktteils 42 ein. Der Teleskoparm 440 des Verankerungsteils 44 weist an
seinem freien Ende eine Verdickung 45 auf, welche in die Teleskopausnehmung 420 des
Kontaktteils 42 eingeführt ist. Hierbei übergreift das Kontaktteil 42 mit einem sich
verengenden Endabschnitt 47 die Verdickung 45 des Teleskoparms 44, womit Kontaktteil
42 und Verankerungsteil 44 ineinander greifen und einen durch Endabschnitt 47 und
Verdickung 45 bereitgestellten Endanschlag aufweisen, in welchen sie ein Rückstellelement
46 drückt. Dieser Endanschlag definiert eine maximale Ausfahrposition des Kontaktteils
42 entgegen der R-Richtung und relativ zum Verankerungsteil 44. In der maximalen Ausfahrposition,
auch Ruheposition des Kontaktteils 42 genannt, sind also Kontaktteil 42 und Verankerungsteil
44 maximal entfernt.
[0043] Das Kontaktteil 42 ist hierbei von im Wesentlichen dreiecksförmig auslandender Querschnittsgestalt,
welche die Betätigungsausnehmung 32 im Wesentlichen ausfüllt (s. Figs. 1 bis 6) und
weist an seinem proximalen Ende bezüglich der Schwenkachsen 51, 52 eine quer zur Betätigungsrichtung
R verlaufende Kontaktfläche 43 zum Anschlag auf den nockenartigen Anschlägen 17, 27
der Pressbacken 10, 20 auf. Das Kontaktteil 42 weist durch die dreiecksförmig Verbreiterung
gegen das Walzenpaar 72 eine genügend grosse Kontaktfläche zum Kontakt mit dem Walzenpaar
72 auf. Das Kontaktteil 42 ist hierbei derart auf bzw. in dem Verankerungsteil 44
gelagert, dass das Kontaktteil 42 in Ruhelage vor den Anschlägen 17, 27 liegt (siehe
Figur 3). Zwischen dem Verankerungsteil 44 und dem Kontaktteil 42 wirkt das Rückstellelement
46 in Form einer Druckfeder, um das Kontaktteil 42 jeweils in die Ruheposition entgegen
der R-Richtung nach aussen zu stellen. Das Rückstellelement 46 ist hierbei in einem
sich durch den Teleskoparm 440 nach aussen erstreckenden Sackloch parallel zur Betätigungsvorrichtung
R im Verankerungsteil 44 gelagert und erstreckt sich bis in das Kontaktteil 42. Die
Teleskopausnehmung 420 des Kontaktteils 42 ist als eine Durchgangsbohrung im Betätigungsrichtung
R ausgestaltet, wobei der Teleskoparm 440 des Verankerungsteils 44 und die Druckfeder
46 in diese Durchgangsbohrung 420 eingreifen. Das aus dem Sackloch des Verankerungsteils
44 austretende Rückstellelement 46 erstreckt sich also in diese Durchgangsbohrung
420 des Kontaktteiles 42 hinein und endet in einem Einstellelement 48 des Kontaktteils
42.
[0044] Das Einstellelement 48 ist ein Schraubenbolzen mit einer sacklochartigen, gegen die
Betätigungsausnehmung 32 gerichteten Ausnehmung, in welche das Rückstellelement 46
eingreift und auf dessen Tiefe es unter Vorspannung ansteht. Das Einstellelement 48
ist über einen Gewindeeingriff mit dem Kontaktteil 42 des Steuerelements 40 in Kontakt.
Über die Drehposition des Einstellelements 48 bezüglich der Betätigungsrichtung R
relativ zum Kontaktteil 42 ist die Vorspannung des Rückstellelementes 46 einstellbar.
[0045] Am distal bezüglich der Schwenkachsen 51, 52 gelegenen Ende des Kontaktteil 42 weist
das Kontaktteil 42 komplementär zum Walzenpaar 72 geformte, gerundete Ausnehmungen
zum optimalen Eingriff des Walzenpaares 72 auf.
[0046] Anhand der Figuren 8 bis 11 wird nun eine zweite bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
Das hierbei verwendete Steuerelement 40 weist im Gegensatz zu beschriebenen ersten
Ausführungsform keinen Teleskoparm 440 auf; stattdessen wird das Kontaktteil 42 an
der Verbindungslasche 50 geführt. Ansonsten sind die beiden Ausführungsformen gleichfunktionierend.
[0047] Das Laschenelement 50 gemäss
Figur 8 weist beidseitig einen zusätzlichen, sich entgegen der R-Richtung erstreckenden Führungsabschnitte
61 auf. Die Betätigungsabschnitte 14, 24 greifen beim Verschwenken in die Aufnahmelage
zwischen diese Führungsabschnitte 61 ein. Diese zwei Führungsabschnitte 61 tragen
mittig in R-Richtung verlaufende und gegeneinander gerichtete Führungskämme 62. Man
beachte hierzu auch
Figur 10, welche einen Querschnitt durch das Steuerelement 40, insbesondere durch das Kontaktteil
42 und die Führungsabschnitte 61 des Laschenelements 50 zeigt. Das Kontaktteil 42
weist den Führungskämmen 62 zugerichtete Führungsnuten 63 zum Eingriff der jeweiligen
Führungskämme 62 auf. Durch diese in R-Richtung gerichtete Nuten-Kamm-Führung 61,
62, 63 ist eine Verdrehsicherung 60 bereitgestellt, welche sicherstellt, dass das
somit linear verschieblich gelagerte Kontaktteil 42 nach der zweiten Ausführungsform
sich nicht um eine Achse parallel zur R-Richtung verdreht.
[0048] Figur 9 zeigt die zweite Ausführungsform gemäss Fig. 8 in einer Seitenansicht. Die Presshebel
bzw. Pressbacken 10, 20 sind hierbei in Presslage dargestellt; die Pressanschläge
13, 23 liegen aufeinander. Es ist erkennbar, dass sich die Verbindungslasche 50 entgegen
der R-Richtung im Wesentlichen bis zu den Führungsabschnitten 61 verjüngt und sich
das Kontaktteil 42 entgegen der R-Richtung dreiecksförmig verbreitert.
[0049] Figur 11 zeigt einen Längsschnitt durch das Steuerelement 40, insbesondere durch das Kontaktteil
42 und einen Führungsabschnitt 61. Der Führungskamm 62 dieses Führungsabschnitts 61
weist an seinem freien Ende eine Verdickung 45 auf, welche in die Teleskopausnehmung
420 des Kontaktteils 42 eingeführt ist. Hierbei übergreift der Kontaktteil 42 mit
einem Endabschnitt 470 die Verdickung 450 beider Führungskämme 62, womit das Kontaktteil
42 und die Verbindungslasche 50 bzw. dessen Führungsabschnitte 61 einen Endanschlag
aufweisen, in welchen sie das Federelement 46 drückt.
[0050] Vorteil der zweiten Ausführungsform ist, dass gegenüber der ersten Ausführungsform
das Presswerkzeug aus weniger Einzelteilen besteht, da das Kontaktteil 42 im Führungsabschnitt
61 der Lasche 50 geführt ist und somit, wie aus Fig. 8 ersichtliche, zwischen dem
Verankerungsteil 44 und dem Kontaktteil 42 lediglich die Feder als direktes Verbindungselement
geführt ist. Der Führungsabschnitt 440 gemäss der ersten Ausführungsform ist nicht
mehr vorhanden.
[0051] Die nockenartigen Anschläge 17, 27 sowohl der ersten als auch der zweiten Ausführungsform
des Presswerkszeugs 2 weisen Anschlagsflächen 170, 270 auf, auf welche bei sich über
die Mindestschliesslage gegen die Aufnahmelage hinverschwenkten Pressbacken 10, 20
die Kontaktfläche 43 des Kontaktteils 42 aufschlägt. Die Kontaktfläche 43 steht senkrecht
zur R-Richtung. Die besagten Anschlagsflächen 170, 270 sind derart an den anschlagbildenden
Nocken 17, 27 angebracht, dass sie parallel zur Kontaktfläche 43 stehen, wenn sich
die Pressbacken 10, 20 in Aufnahmelage befinden. Hierbei sind die Anschläge 17, 27
bzw. deren Anschlagflächen 170, 270 in R-Richtung zwischen den Schwenkachsen 51, 52
angeordnet. Dies bewirkt, dass aufgrund des auf den Anschlagflächen 170, 270 anschlagenden
Kontaktteils 42 ein Drehmoment auf Pressbacken 10, 20 wirkt, derart, dass die Pressbacken
10, 20 in die Aufnahmelage überführt werden. Befinden sich die Pressbacken 10, 20
also in einer Lage, welche zwischen der Mindestschliesslage und der Aufnahmelage liegt,
so bewegt das Kontaktteil 42 die beiden Anschläge 17, 27 weiter in R-Richtung. Hierbei
drehen sich die beiden Pressbacken 10, 20 aufgrund des wirkenden Drehmoments in die
Aufnahmelage und der kantige Anschlag der Kontaktfläche 43 und der Anschlagsflächen
170, 270 wird ein flächiger Anschlag. Der Pressling wird damit freigegeben und das
Kontaktteil 42 hat zu den beiden Anschläge 17, 27 in dieser Position die maximalen
Auflageflächen. In dieser Position sind die Auflageflächen von Kontaktteil 42 und
Anschlägen 17, 27, d.h. die Kontaktfläche 43 und die Anschlagsflächen 170, 270 parallel
und quer zur R-Richtung, womit die kleinstmöglichen mechanischen Belastungen entstehen.
Bei nicht korrekt angesetzter Verpressung wird also nicht nur die Verpressung blockiert,
es werden auch die Pressbacken wieder in Aufnahmelage rückgeführt, womit der Pressling
wieder freigegeben ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Pressvorrichtung |
|
|
| |
|
40 |
Steuerelement |
| 2 |
Presswerkzeug |
42 |
Kontaktteil |
| |
|
420 |
Teleskopausnehmung |
| 10 |
erste Pressbacke |
43 |
Kontaktfläche |
| 12 |
erster Pressabschnitt |
45, 450 |
Verdickung |
| 120 |
erste Pressausnehmung |
44 |
Verankerungsteil |
| 121 |
erster Greifabschnitt |
47,470 |
Endabschnitt |
| 13 |
erster Pressanschlag |
440 |
Teleskoparm |
| 14 |
erster Betätigungsabschnitt |
46 |
Rückstellelement |
| 15 |
erste Schrägfläche |
48 |
Einstellelement |
| 17 |
erster Anschlag |
|
|
| 170 |
erste Anschlagfläche |
50 |
Verbindungslasche |
| 18 |
erstes Sackloch |
51 |
erste Schwenkachse |
| |
|
52 |
zweite Schwenkachse |
| 20 |
zweite Pressbacke |
|
|
| 22 |
zweiter Pressabschnitt |
60 |
Verdrehsicherung |
| 220 |
zweite Pressausnehmung |
61 |
Führungsabschnitt von 50 |
| 221 |
zweiter Greifabschnitt |
62 |
Führungskamm |
| 23 |
zweiter Pressanschlag |
63 |
Führungsnut |
| 24 |
zweiter Betätigungsabschnitt |
|
|
| 25 |
zweite Schrägfläche |
70 |
Betätigungsvorrichtung |
| 27 |
zweiter Anschlag |
72 |
Walze |
| 270 |
zweite Anschlagfläche |
|
|
| 28 |
zweites Sackloch |
80 |
Rohrklemme |
| |
|
82 |
Rohrpressling |
| 30 |
Pressaufnahme |
|
|
| 32 |
Betätigungsaufnahme |
R |
Betätigungsrichtung |
| 35 |
Federelement |
|
|
1. Presswerkzeug (2) zum Verpressen eines Presslings, insbesondere eines Fittings oder
eines Rohrabschnitts zur Rohrverbindung, umfassend zwei hebelartige Pressbacken (10,20),
welche zum Verpressen zangenartig zwischen einer Aufnahmelage und einer Presslage
gegeneinander verschwenkbar gelagert sind und jeweils einen Pressabschnitt (12,22)
und einen Betätigungsabschnitt (14,24) aufweisen,
wobei die Pressabschnitte (12,22) in Aufnahmelage eine Pressaufnahme (30) für den
Pressling bilden, derart, dass die Pressabschnitte (12,22) bei der Verschwenkung aus
der Aufnahmelage über eine Mindestschliesslage in die Presslage den in der Pressaufnahme
(30) aufgenommenen Pressling vorbestimmt verpressen,
und wobei mindestens einer der Betätigungsabschnitte (14,24) durch eine Betätigungsvorrichtung
(70) betätigbar ausgestaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Presswerkzeug (2) weiter ein Steuerelement (40) umfasst, welches die Betätigungsvorrichtung
(70) blockiert, solange die Pressbacken (10,20) eine Lage einnehmen, welche zwischen
der Aufnahmelage und der Mindestschliesslage liegt.
2. Presswerkzeug (2) nach Anspruch 1, wobei das Steuerelement (40) ein Kontaktteil (42)
aufweist, welches beweglich relativ zu den Betätigungsabschnitten (14,24) gelagert
und derart ausgebildet ist, dass das Kontaktteil (42) die Betätigungsvorrichtung (70)
kontaktiert, bevor die Betätigungsvorrichtung (70) zur Verschwenkung auf die Betätigungsabschnitte
(14,24) wirkt.
3. Presswerkzeug (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei mindestens eine der Pressbacken (10,20)
einen Anschlag (17,27) für das Kontaktteil (42) bereitstellt, wobei das Kontaktteil
(42) und der Anschlag (17,27) derart ausgebildet sind, dass das Kontaktteil (42),
falls die Pressbacken (10,20) eine Lage einnehmen, welche zwischen der Aufnahmelage
und der Mindestschliesslage liegt, über eine Kontaktfläche (43) des Kontaktteils (42)
an diesem Anschlag (17,27) ansteht und die das Kontaktteil (42) kontaktierende Betätigungsvorrichtung
(70) in Betätigungsrichtung (R) blockiert, bevor die Betätigungsvorrichtung (70) auf
den mindestens einen Betätigungsabschnitt (14,24) wirkt.
4. Presswerkzeug (2) nach Anspruch 3, wobei die Betätigungsabschnitte (14,24) eine Betätigungsausnehmung
(32) zum Eingriff der Betätigungsvorrichtung (70) in der Betätigungsrichtung (R) bereitstellen,
wobei das Steuerelement (40) in dieser Betätigungsausnehmung (32) angeordnet ist,
wobei sich diese Betätigungsausnehmung (32) vorzugsweise entgegen der Betätigungsrichtung
(R) nach aussen über Schrägflächen (15,25) konisch erweitert, derart dass die Betätigungsvorrichtung
(70) bei der Betätigung des Presswerkszeugs (2) auf diese Schrägflächen (15,25) drückend
die Verpressung bewirkt.
5. Presswerkzeug (2) nach Anspruch 4, wobei der Anschlag (17,27) durch eine Anschlagkante
am proximal bezüglich der Pressaufnahme (30) liegenden Endabschnitt der Schrägfläche
(15,25) bereitgestellt ist.
6. Presswerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, welches weiter eine Verbindungslasche
(50) umfasst, in welcher die Pressbacken (10,20) an jeweils einer Schwenkachse (51,52)
gelagert sind, wobei beide Pressbacken (10,20) jeweils einen Anschlag (17,27) aufweisen,
und wobei
- die beiden Schwenkachsen (51,52) derart quer zur Betätigungsrichtung (R) beabstandet
in der Verbindungslasche (50) angeordnet sind, dass die besagte, in der Betätigungsrichtung
(R) mit dem Kontaktteil (42) verschieblich gelagerte Kontaktfläche (43) in einer Querrichtung
zur Betätigungsrichtung (R) zwischen den Schwenkachsen (51,52) liegt, und
- weiter die Anschläge (17,27) geneigt zu besagter Querrichtung sind,
derart, dass die an der Kontaktfläche (43) über ihre Anschläge (17,27) in Blockadelage
anstehenden Pressbacken (10,20) durch die Betätigungsvorrichtung (70) an der Kontaktfläche
(43) gleitend aus der Blockadelage in die Aufnahmelage überführbar sind.
7. Presswerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 4 oder 6, wobei das Steuerelement (40)
weiter ein Verankerungsteil (44) aufweist, wobei das Verankerungsteil (44) fest in
der Betätigungsausnehmung (32), vorzugsweise an der Verbindungslasche (50) gelagert
ist und wobei das Kontaktteil (42) an der in der Betätigungsrichtung (R) verschieblich
in der Betätigungsausnehmung (32) gelagert ist.
8. Presswerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Presswerkzeug (2) eine
Verdrehsicherung (60) für das Kontaktteil (42) aufweist, welche Verdrehsicherung (60)
eine Drehbewegung des Kontaktteils (42) um eine Achse parallel zur Betätigungsrichtung
(R) unterbindet, wobei diese Verdrehsicherung (60) vorzugsweise durch eine Nuten-Kamm-Führung
(62,63) in Betätigungsrichtung (R) zwischen Kontaktteil (42) und Verbindungslasche
(50) oder Kontaktteil (42) und Verankerungsteil (44) bereitgestellt ist.
9. Presswerkzeug (2) nach Anspruch 7 oder 8, wobei das Kontaktteil (42) eine im Wesentlichen
dreiecksförmig in Betätigungsrichtung (R) zulaufende Querschnittsform hat und/oder
wobei das Verankerungsteil (44) in der Tiefe der Betätigungsausnehmung (32) befestigt
ist und das Kontaktteil (42) gegen diese Tiefe in Betätigungsrichtung (R) verschiebbar,
insbesondere teleskopierbar ist.
10. Presswerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei ein Rückstellelement (46)
zwischen Verankerungsteil (44) und Kontaktteil (42) angeordnet ist und wobei das Steuerelement
(40) vorzugsweise ein Einstellelement (48) zur Einstellung einer Vorspannung des Rückstellelements
(46) aufweist.
11. Presswerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei mindestens ein Federelement
(35) im Presswerkzeug (2), vorzugsweise zwischen den Pressbacken (10,20) angeordnet
ist, derart, dass die Pressabschnitte (14,24) mit einer Vorspannung beaufschlagt sind,
wobei diese Vorspannung die Pressbacken (10,20) gegen die Pressstellung drückt, derart,
dass ein in der Pressaufnahme (30) aufgenommener Pressling durch die Pressabschnitte
(14,24) kontaktiert ist, wobei die Vorspannung derart gewählt ist, dass sie alleine
nicht ausreicht, den Pressling verpressend zu deformieren.
12. Presswerkzeug (2) nach Anspruch 11, wobei jede Pressbacke (10,20) ein Sackloch (18,28)
aufweist, wobei Öffnungen der Sacklöcher (18,28) sich vorzugsweise direkt gegenüberliegend
angeordnet sind, wenn die Pressbacken (10,20) in Aufnahmelage sind, und wobei das
Federelement (35) in diesen Sacklöcher (18,28) angeordnet ist, welches sich jeweils
auf einer Tiefe jedes Sacklochs (18,28) anstehend unter Spannung von einem Sackloch
(18,28) ins gegenüberliegende erstreckt und so dimensioniert ist, dass die Pressbacken
(10,20) ohne Ausseneinwirkung auf das Presswerkzeug (2) in Presslage gehalten sind.
13. Presswerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Pressaufnahme (30)
derart geformt ist, dass entweder Rohrklemmen (80) mit Ohrspaltlaschen oder Rohrabschnitte
(82) verpressbar sind.
14. Pressvorrichtung (1) umfassend das Presswerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 1 bis
13 und eine Betätigungsvorrichtung (70) mit Walzen (72).
15. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 14, wobei das Presswerkzeug (2) ein Presswerkzeug
(2) nach einem der Ansprüche 5 bis 13 ist, wobei die Walzen (72) ausgestaltet sind,
um auf das Kontaktteil (42) des Steuerelements (40) zu drücken und wobei die Walzen
(72) weiter ausgestaltet sind, auf die Betätigungsabschnitte (14,24) zur Verschwenkung
der Pressabschnitte (12,22) zu wirken, wenn das Kontaktteil (42) in Betätigungsrichtung
(R) bis über den Anschlag (17,27) in die Tiefe der Betätigungsausnehmung (32) eingedrückt
ist.