Technisches Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Befestigung von Wärmedämmkörpern
an einer Aussenwand eines Gebäudes nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Es gibt Vorschriften und Normen, wonach die Wärmedämmung mit einer Aussenwand eines
Gebäudes einerseits verklebt werden muss, und andererseits muss sichergestellt werden,
dass im Hohlraum zwischen der Fassadenwand und der Wärmedämmung Luftbarrieren anzubringen
sind, welche verhindern, dass die Luft im Hohlraum zirkulieren kann.
[0003] Insbesondere regelt die Windlastnorm DIN 1055-4:2005-03 die technischen Baubestimmungen,
welche für die Montage von Wärmedämm-Verbundsystemen, welche die Windlasten bei Gebäuden,
wie den Winddruck und insbesondere den Windsog, welcher durch den Bernoulli-Effekt
entsteht, sicher aufnehmen müssen. Durch die Druck- und Zugkräfte wird auch die Klebeverbindung
belastet.
[0004] Üblicherweise wird auf einer für die Wärmedämmung dienende Isolationsplatte Klebemörtel
mit einer Kelle aufgebracht. Der Klebemörtel muss vorgängig dazu vorbereitet werden:
er wird in Säcken zur Baustelle angeliefert und mit Wasser mittels eines maschinellen
Mischers vermischt. Der noch feuchte Klebemörtel wird sodann mit der Kelle in einem
bestimmten Muster auf die Isolationsplatte längs den Rändern und als Verbindungsstege
aufgebracht. Die so behandelte Isolationsplatte wird dann an der Fassadenwand oder
eventuell an einer Decke angebracht. Dazu muss man darauf achten, dass der Klebemörtel
noch feucht und weich ist, d.h. die Verarbeitung muss zügig vorgenommen werden. Anstelle
von Klebemörtel kann auch ein gleiches Muster aus Klebeschaum mit einer Schaumpistole
auf der Isolationsplatte aufgebracht und an die Fassadenwand geklebt werden.
[0005] Das bisherige Verfahren mit Klebemörtel oder mit einem Klebeschaum hat den Nachteil,
dass der Materialaufwand und die Vorbereitungszeit gross sind. Die Verklebung muss
unbedingt im richtigen Moment und bei der richtigen Temperatur erfolgen. Nach dem
Aufbringen muss mindestens mehrere Tage gewartet werden, bis der Klebemörtel ausgehärtet
ist. Der Klebemörtel muss mittels eines maschinellen Mischers vorbereitet werden.
Beim Klebemörtel braucht es ungefähr 6 kg pro m
2. Somit muss relativ viel und schweres Material zur Baustelle transportiert und vielfach
an einem Gerüst hochgezogen werden, da die Verarbeitung vor Ort zu geschehen hat.
Der Zeitaufwand für das Aufbringen der Isolationsplatten ist gross. Es braucht ausgebildete
Leute, die in der Lage sind, den Klebemörtel richtig anzurichten, die Temperatur richtig
einzuschätzen, um rasch und im richtigen Moment die Isolationsplatten anzukleben.
Solche Arbeiten können nur von professionell ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt
werden.
[0006] Ein weiterer Nachteil der bisherigen Verfahren ist, dass beim Abbruch der Wand der
Klebemörtel auch auf der Isolationsplatte aus Schaumstoff derart klebt, dass eine
solche Platte nicht ohne Weiteres recycelt werden kann. Der Mörtel muss zuerst mühsam
von der Platte entfernt werden.
[0007] Das bisherige Verfahren mit Aufbringen von Klebeschaum hat den Nachteil, dass der
Klebeschaum sich beim Aufbringen der Isolationsplatte ausbreitet und rasch aushärtet,
sodass eine exakte Nachjustierung beim Anbringen der nächsten Platte nicht mehr möglich
ist. Um die dadurch entstehenden Unebenheiten auf der fertigen, ganzen Wandfläche
auszugleichen, muss die Wand zum Schluss in aufwendiger Weise nachgeschliffen werden.
Aufgabe der Erfindung
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu
vermeiden, und eine einfachere, schnellere und damit kostengünstigere Befestigung
von Wärmedämmkörpern an eine Aussenwand eines Gebäudes zu ermöglichen und zugleich
die Luftzirkulation zwischen der Aussenwand und dem Wärmedämmkörper zu unterbinden
und damit die Windsog-Effekte zu vermeiden.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Befestigung von Wärmedämmkörpern
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0010] Das erfindungsgemässe Verfahren hat den grossen Vorteil, dass die ganze Fassade bei
jedem Wetter und bei allen Temperaturen und Temperaturschwankungen mit einer Wärmedämmung
verkleidet werden kann. Ferner sind auch Personen, welche keine Fachkenntnisse haben,
nach einer kurzen Instruktion in der Lage, mit der Schaumpistole den Isolations- und
Klebeschaum richtig auf dem Wärmedämmkörper anzubringen, welcher in etwa drei Stunden
völlig ausgehärtet ist. Da die Isolationsplatten vor dem Einbringen des Klebeschaums
bereits fest montiert sind, weist die Fassadenwand eine grosse Wärmekapazität auf,
dadurch werden Temperaturschwankungen mit einer grossen Verzögerung von der Fassadenwand
aufgenommen, so dass vielfach auch bei tiefen Aussentemperaturen mit der Schaumpistole
gearbeitet werden kann.
[0011] Da die Isolationsplatten durch die Befestigungsvorrichtung bei der Montage vor dem
Einbringen des Klebeschaumes bereits fest montiert sind, werden sie durch das Einbringen
des Klebeschaums nicht verschoben, womit die aufwendige Nachbearbeitung durch Nachschleifen
der Wand entfällt.
Beschreibung der Erfindung
[0012] Weitere Einzelheiten der Erfindung und insbesondere beispielhafte Ausführungsformen
des erfindungsgemässen Verfahrens werden im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Befestigungsvorrichtung nach dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt eines an der Aussenwand eines Gebäudes befestigten Wärmedämmkörpers
nach dem Stand der Technik,
- Fig. 3
- das Einbringen einer rohrförmigen Spritzdüse einer Schaumpistole in einen Wärmedämmkörper,
und
- Fig. 4
- die Rückseite der angebrachten Wärmedämmkörper mit den Befestigungsvorrichtungen und
den ausgeformten Kreisflächen aus Klebeschaum.
[0013] Die Figuren 1 und 2 sind identisch mit den Figuren 1 und 2 der internationalen Patentanmeldung
WO-A-2013/023312, welche den Stand der Technik bildet und deren Beschreibung zum besseren Verständnis
der vorliegenden Erfindung übernommen wurde:
[0014] «Figur 1 zeigt eine Befestigungsvorrichtung 10 in Perspektivansicht. Die Befestigungsvorrichtung
10 enthält eine Fixierplatte 12 zum Fixieren der Befestigungsvorrichtung 10 an einer
Aussenwand eines Gebäudes (nicht gezeigt). Eine Einsteckplatte 14 ist über einen Verbindungssteg
16 mit der Fixierplatte 12 verbunden, wobei die Platten 12, 14 zueinander planparallel
angeordnet sind. Die Einsteckplatte 14 dient zur relativen Ineingriffnahme, zumindest
abschnittsweise, in einen Schlitz, welcher in einem Wärmedämmkörper (beide nicht gezeigt)
eingebracht ist. Somit können die Einsteckplatte 14 und der Schlitz relativ zueinander
in Eingriff gebracht werden.
[0015] Unter dem Begriff "relative Ineingriffnahme" ist hierbei einerseits zu verstehen,
dass die Einsteckplatte 14 in den Schlitz eines (statischen) Wärmedämmkörpers eingeführt
werden kann. Andererseits ist unter diesem Begriff zu verstehen, dass ein Wärmedämmkörper
über seinen Schlitz auf die (statische) Einsteckplatte 14 aufgesetzt werden kann.
[0016] Die Fixierplatte 12 enthält eine Bohrung 18, durch welche hindurch ein Fixierelement
(nicht gezeigt) zur Fixierung an der Aussenwand einführbar ist. Die relative Ineingriffnahme
zwischen dem Schlitz eines jeweiligen Wärmedämmkörpers und der Einsteckplatte 14 wird
ferner unterstützt, indem die untere und/oder obere Längsseite der Einsteckplatte
14 gezackt ausgebildet ist bzw. sind.
[0017] Figur 2 zeigt schematisch einen Ausschnitt von einem Wärmedämmkörper 20, welcher
durch die in Figur 1 gezeigte Befestigungsvorrichtung 10 an einer Aussenwand 22 von
einem Gebäude fixiert ist. An der Oberseite des Wärmedämmkörpers 20 ist ein in Längsrichtung
verlaufender Schlitz 24 in das Material des Wärmedämmkörpers 20 eingebracht. In den
Schlitz 24 ist ein unterer (erster) Abschnitt der Einsteckplatte 14 eingesetzt. Die
Dicke des Schlitzes 24 korrespondiert hierbei mit der Dicke der Einsteckplatte 14.
Hierdurch wird ein fester Halt zwischen der Befestigungsvorrichtung 10 und dem Wärmedämmkörper
20 gewährleistet.
[0018] Der Verbindungssteg 16 ist wiederum vollständig in eine Ausnehmung 26 des Wärmedämmkörpers
20 eingesetzt, welche in den Wärmedämmkörper 20 eingebracht ist oder an Ort und Stelle
einbringbar ist. Hierbei ragt keinerlei Abschnitt des Verbindungssteges 16 oberhalb
von der Oberseite des Wärmedämmkörpers 20 hervor. Somit wird vermieden, dass ein Spalt
zwischen diesem Wärmedämmkörper 20 und einem oberhalb davon zu platzierenden weiteren
Wärmedämmkörper (nicht gezeigt) gebildet wird. Mit anderen Worten wird somit sichergestellt,
dass sich übereinander angeordnete Wärmedämmkörper zueinander nahtlos, ohne einen
jeglichen Spalt, anschliessen. Diese Anordnung garantiert hervorragende Wärmeisolationseigenschaften.
[0019] Als ein Beispiel kann der Verbindungssteg 16 als ein plattenförmiger Körper ausgebildet
sein, dessen untere Seite mit der unteren Seite von der Einsteckplatte 14 bündig abschliesst.
In diesem Beispiel ist die Ausnehmung 26 als ein Schlitz ausgebildet, dessen Dicke
mit der Dicke des plattenförmigen Verbindungssteges 16 übereinstimmt. In diesem Beispiel
sind ferner dieser Schlitz (Ausnehmung 26) und der Schlitz 24 identisch tief in das
Material des Wärmedämmkörpers 20 eingebracht. Ferner schliesst die obere Seite des
Verbindungsstegs 16 bündig mit der Oberseite des Wärmedämmkörpers 20 ab. Somit ist
der Materialabtrag für die Ausnehmung 26 auf das Minimum reduziert, wodurch die Wärmeisolationseigenschaft
maximiert wird. Zusätzlich wird ein fester Halt zwischen der Befestigungsvorrichtung
10 und dem Wärmedämmkörper 20 gewährleistet.
[0020] Der in den Wärmedämmkörper 20 als Ausnehmung 26 eingebrachte Schlitz erstreckt sich
durchgängig vom Schlitz 24 zu jener Fläche des Wärmedämmkörpers 20, welche im montierten
Zustand der Aussenwand 22 zugewandt ist. Die Länge des als Ausnehmung 26 eingebrachten
Schlitzes entspricht hierbei dem Abstand zwischen den Flächen der Einsteckplatte 14
und der Fixierplatte 12. Somit sind Materialabschnitte der Oberseite des Wärmedämmkörpers
20 fest zwischen der Einsteckplatte 14 und der Fixierplatte 12 eingespannt. Hierdurch
wird ein wei-terer fester Halt zwischen der Befestigungsvorrichtung 10 und dem Wärmedämmkörper
20 gewährleistet.
[0021] Wie in der Figur schematisch gezeigt, steht der untere (erste) Abschnitt der Einsteckplatte
14 mit dem Schlitz 24 des Wärmedämmkörpers 20 in Eingriff. Ein oberer (zweiter) Abschnitt
der Einsteckplatte 14 ragt über die Oberseite dieses Wärmedämmkörpers 20 hervor. Dieser
obere Abschnitt der Einsteckplatte 14 kann wiederum mit einem Schlitz eines weiteren
Wärmedämmkörpers (beide nicht gezeigt) in Eingriff gebracht werden, welcher oberhalb
des Wärmedämmkörpers 20 zu platzieren ist. Durch diese Funktion der doppelten Ineingriffnahme
kann insgesamt die Anzahl notwendiger Befestigungsvorrichtungen reduziert werden.
Hierdurch werden Montagezeit und Kosten gespart. Zur Befestigung einer unteren (ersten)
Lage von Wärmedämmkörpern kann vorgesehen sein, dass diese Wärmedämmkörper jeweils
an ihrer Bodenseite ebenfalls mit einer Ausnehmung zur Aufnahme eines Verbindungsstegs
und einem Schlitz zur Aufnahme einer Einsteckplatte von einer Befestigungsvorrichtung
bereitgestellt sind. Hierbei sind lediglich diese am Bodenbereich der Aussenwand zu
montierenden Befestigungsvorrichtungen derart ausgestaltet, dass die Oberund Unterseite
der Einsteckplatte mit der Ober- und Unterseite des Verbindungsstegs bündig abschliessen.
[0022] Wie in Figuren 1 und 2 zu erkennen, sind die obere und untere Längsseite von der
Einsteckplatte 14 gezackt ausgeformt. Durch diese Ausgestaltung wird die relative
Ineingriffnahme zwischen den Schlitzen von jeweiligen Wärmedämmkörpern und der Einsteckplatte
14 erleichtert. Durch die gezackte Ausformung greifen die Zacken in das zumeist elastische
Material des Wärmedämmkörpers ein und sichern diesen somit zuverlässiger gegen eine
Längsverschiebung in horizontaler Richtung. Die Fixierplatte 12 ist ferner mit einer
Bohrung (in Figur 1 gezeigt) versehen, durch welche ein Fixierelement 28 zur Fixierung
an der Aussenwand 22 gesteckt ist.
[0023] In einem Bereich zwischen übereinander angeordneten Wärmedämmkörpern und der Aussenwand
22 ist wenigstens ein Isolationselement 30 positioniert. Dieses Isolationselement
30 kann aus einem elastischen und porösen Material, beispielsweise Schaumstoff, erstellt
sein, welches sich gut in den zuvor genannten Bereich einfügen lässt und eine Luftzirkulation
in dem Bereich zwischen den Wärmedämmkörpern und der Aussenwand reduziert. Somit wird
die Wärmeisolationseigenschaft erhöht. Ferner wird im Falle eines Feuers die Zufuhr
von Sauerstoff an den Brandherd unterbunden. Zusätzlich wird das Austreten von giftigen
Dämpfen verhindert. Beispielsweise kann das Isolationselement 30 schlauchförmig ausgebildet
sein, welcher Schlauch elastisch eingespannt zwischen dem jeweiligen Wärmedämmkörper
30 und der Aussenwand 22 eingeklemmt wird. Alternativ kann das Isolationselement 30
mit einer Klebefläche versehen sein, mittels derer das Isolationselement 30 an die
Rückseite des jeweiligen Wärmedämmkörpers 20 verklebt wird. Bei beiden Ausgestaltungen
ist darauf zu achten, dass das Isolationselement 30 an der Befestigungsposition von
der Fixierplatte 12 an der Aussenwand 22 unterbrochen ist.»
[0024] Wie nun aus dem vorstehenden Abschnitt hervorgeht, wird das schlauchförmige Element
30 bei der Befestigung der Wärmedämmkörper 20 an die Aussenwand 22 eingeklemmt. Alternativ
kann dieses schlauchförmige Element 30 mit der Klebefläche an der Aussenwand 22 befestigt
werden, bevor die Wärmedämmkörper 20 mit den Befestigungsvorrichtungen 10 an die Aussenwand
22 befestigt werden. Es versteht sich für den Fachmann, dass das Einbringen des schlauchförmigen
Elements 30 ziemlich mühselig ist und deshalb besonderes Geschick bedarf.
[0025] Bei der vorliegenden Erfindung werden nun in einem ersten Schritt die Wärmedämmkörper
20, wie in Figur 3 der
WO-A-2013/023312 gezeigt, an die Aussenwand 22 eines zu isolierenden Gebäudes befestigt, jedoch ohne
solche schlauchförmige Elemente 30, wobei die Wärmedämmkörper 20 versetzt zueinander
angeordnet werden. Durch die Fixierplatten 12 der Befestigungsvorrichtungen 10 wird
ein Zwischenraum zwischen den Rückseiten der Wärmedämmkörper 20 und der Aussenwand
22 gebildet. Dieser Zwischenraum beträgt typischerweise etwa 0,5 cm bis 1, 5 cm.
[0026] In einem zweiten Schritt wird mittels einer in Figur 3 gezeigten Schaumpistole 40
mit einer rohrförmigen Spritzdüse 41 aus einer Kartusche 42 durch den Wärmedämmkörper
20 hindurch ein flüssiger und aushärtbarer Klebeschaum zwischen der Rückseite eines
Wärmedämmkörpers 20 und der Aussenwand 22 hineingespritzt. Dazu wird der Hebel 43
eine kurze Zeit gegen den Pistolengriff 44 gedrückt.
[0027] In Figur 4 sind die Rückseiten der versetzt angeordneten Wärmedämmkörper 20 mit den
Befestigungsvorrichtungen 10 ersichtlich, wobei an verschiedenen Durchstosspunkten
45 der hindurchgespritzte Klebeschaum Kreisflächen 46 bildet, wie von einem zwischen
zwei parallelen Scheiben eingeklemmten Kartoffelpuffer. Damit etwa gleich grosse Kreisflächen
46 gebildet werden, sollte man darauf achten, dass der Hebel 43 jeweils etwa gleich
lang gedrückt wird. Die Schaumpistole kann auch so eingestellt werden, dass pro Schuss
eine vorbestimmte Menge flüssiger Klebeschaum hineingespritzt wird.
[0028] Die rohrförmige Spritzdüse 41 wird vorzugsweise in einer hin- und hergehenden Drehbewegung
durch den Wärmedämmkörper 20 hindurch gestossen, wodurch eine Beschädigung des Wärmedämmkörpers,
insbesondere durch Ausbrechen von Material an der Austrittsseite der rohrförmigen
Spritzdüse vermieden wird. Die Länge der rohrförmigen Spritzdüse 41 entspricht dabei
mindestens der Dicke des Wärmedämmkörpers 20 und ist mit Vorteil etwa zweimal so lang.
Das vordere Ende der Spritzdüse kann auch einen blumenkopfförmigen, radialen Austritt
aufweisen, um ein besseres Schäumungsmuster zu erhalten. Es kann auch nur eine seitliche
Austrittsöffnung vorgesehen sein, um die Schäumung in eine gezielte Richtung vorzunehmen.
Ferner kann die rohrförmige Spritzdüse 41 eine Längenmarkierung aufweisen, um das
vordere Ende der Spritzdüse 41 präzise hinter den Wärmedämmkörper 20 zu bringen.
[0029] Im Moment des Einspritzens herrscht im Zwischenraum ein erhöhter Druck, so dass beim
Herausziehen der Spritzdüse 41 das entstandene Loch ebenfalls ausgeschäumt wird, meistens
sogar mit etwas Überschuss, welcher dann nach dem Aushärten abgeschnitten wird. Vorzugsweise
wird eine ausreichende Menge Klebeschaum eingespritzt, derart, dass die Kreisflächen
46 sich berühren und somit jegliche Luftzirkulation verhindert wird. Der Klebeschaum
ist mit Vorteil nicht brennbar.
[0030] Als Klebeschaum hat sich besonders ein Einkomponenten-Polyurethan-Schaum bewährt.
[0031] Es versteht sich, dass das erfindungsgemässe Verfahren zur Befestigung von Wärmedämmkörpern
nicht auf die Befestigungsvorrichtungen der internationalen Patentanmeldung
WO-A-2013/023312 eingeschränkt ist, sondern auch andere, ähnliche Befestigungsvorrichtungen verwendet
werden können.
1. Verfahren zur Befestigung von Wärmedämmkörpern (20) eines Wärmedämmverbundsystems
mit Befestigungsvorrichtungen (10) an einer Aussenwand (22) eines Gebäudes, dadurch gekennzeichnet, dass
in einem ersten Schritt die Wärmedämmkörper (20) mit den Befestigungsvorrichtungen
(10) in regelmässigen Abständen über den Wärmedämmkörpern verteilt mit einem Zwischenraum
zwischen der Aussenwand (22) und den Wärmedämmkörpern (20) an die Aussenwand befestigt
werden, und in einem zweiten Schritt ein flüssiger und aushärtbarer Klebeschaum in
den Zwischenraum eingebracht wird, so dass zwischen den Wärmedämmkörpern (20) und
der Aussenwand (22) Kreisflächen (46) gebildet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebeschaum von einer Kartusche (42) mittels einer Schaumpistole (40) in den
Zwischenraum eingebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumpistole (40) mit einer rohrförmigen Spritzdüse (41) versehen ist, welche
mindestens der Dicke des Wärmedämmkörpers entspricht, und die Spritzdüse durch den
Wärmedämmkörper (20) hindurch gestossen und der flüssige Schaumstoff in den Zwischenraum
eingebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse (41) durch eine hin- und hergehende Drehbewegung durch den Wärmedämmkörper
(20) hindurch gestossen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebeschaum nicht brennbar ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebeschaum ein Einkomponenten-PolyurethanSchaum ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebeschaum in ausreichender Menge eingespritzt wird, so dass die sich bildenden
Kreisflächen (46) sich berühren.