[0001] Die Erfindung betrifft ein System eines Gebäudes nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 sowie ein Verfahren zum Betreiben eines Systems eines Gebäudes.
[0002] Ein derartiges System eines Gebäudes umfasst mindestens zwei Schließvorrichtungen,
die jeweils einen Rahmen, einen an dem Rahmen beweglich angeordneten Verstellflügel,
eine elektromotorische Antriebsvorrichtung zum Verstellen des Verstellflügels oder
einer Baugruppe des Verstellflügels und eine Steuereinrichtung aufweisen. Zusätzlich
weist das System mindestens eine Sensoreinrichtung zum Erzeugen eines Sensorsignals
in Abhängigkeit mindestens einer Umweltbedingung auf.
[0003] Bei einer derartigen Schließvorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Gebäudetür
oder ein Gebäudefenster oder eine andere Einrichtung, beispielsweise eine Klappeneinrichtung
oder dergleichen, an einem Gebäude handeln. Mit einer solchen Schließvorrichtung kann
allgemein eine Öffnung eines Gebäudes wahlweise verschlossen oder freigegeben werden,
wobei beispielsweise ein Fenster in an sich bekannter Weise eine zumindest abschnittsweise
transparente, lichtdurchlässige Scheibe aufweist.
[0004] Herkömmlich können Gebäudefenster oder Gebäudetüren manuell betätigt werden, um sie
zu öffnen oder zu schließen. Ein Fensterflügel eines Gebäudefensters kann hierbei
beispielsweise in eine Kippstellung gebracht und dazu um eine horizontale Schwenkachse
verschwenkt oder durch Schwenken um eine vertikale Schwenkachse vollständig geöffnet
werden.
[0005] Zudem ist bekannt, an Gebäudefenstern oder Gebäudetüren Antriebsvorrichtungen vorzusehen,
die zum elektromotorischen Verstellen des Fensterflügels oder des Türflügels dienen
oder beispielsweise auf eine Verriegelungseinrichtung einwirken, um z.B. durch Verstellen
von Verriegelungszapfen der Verriegelungseinrichtung ein Fenster oder eine Tür in
einer geschlossenen Stellung zu verriegeln oder zum Öffnen freizugeben.
[0006] Eine Schließvorrichtung mit einem elektromotorisch mittels einer Antriebsvorrichtung
verstellbaren Verstellflügel ist beispielsweise aus der
DE 10 2011 006 524 A1 bekannt.
[0007] Aus der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung
10 2012 203 602.4 ist eine Antriebsvorrichtung bekannt, die nach Art eines Servomotors zum Betätigen
einer Verriegelungseinrichtung einer Schließvorrichtung ausgestaltet ist.
[0008] Obwohl an Schließvorrichtungen heutzutage elektromotorische Antriebsvorrichtungen
zum Verstellen des Verstellflügels oder zumindest einer Baugruppe des Verstellflügels
vorgesehen sein können, ist in der Regel gleichwohl dennoch erforderlich, einen Verstellvorgang
manuell durch einen Nutzer zu initiieren und durch Betätigen einer geeigneten Bedienungseinheit
zu steuern. Beispielsweise kann vorgesehen sein, eine Antriebsvorrichtung zum Öffnen
eines Fensters oder einer Tür durch manuelles Betätigen einer geeigneten Bedienungseinheit
zu betätigen.
[0009] Die
US 2007/210737 A1 offenbart ein Fenstersystem, bei dem Fenstern jeweils lokale Sensoren sowie eine
Antriebseinheit zugeordnet sind. Jedes Fenster weist zudem eine lokale Steuereinrichtung
auf, die mit einer zentralen Steuereinrichtung kommunizieren. Dies kann auf drahtlose
oder drahtgebundene Weise erfolgen.
[0010] Aus der
EP 0 976 320 A2 ist eine Steuer- und Regelvorrichtung bekannt, bei der Fenstern eines Gebäudes, insbesondere
eines Gewächshauses, jeweils eine Antriebsvorrichtung zugeordnet ist. Jeweils zwei
Antriebsvorrichtungen sind einem Steuerglied zugeordnet, wobei die Steuerglieder miteinander
sowie mit einer übergeordneten zentralen Steuerung in Form eines Reglers kommunizieren.
[0011] Aus der
DE 40 23 673 A1 ist ein System bekannt, bei dem Fernschalter von unterschiedlichen Schließeinrichtungen,
beispielsweise ein Fenster und eine Tür, drahtlos oder über ein BusSystem miteinander
kommunizieren können. Mittels einer Sensoreinrichtung können externe Umwelteinflüsse
erfasst werden, die mit Innenmesswerten einer im Inneren eines Raums angeordneten
Sensoreinrichtung zur Steuerung der Schließvorrichtungen herangezogen werden.
[0012] Die
EP 0 799 962 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betrieb einer Türanlage, bei der beispielsweise Außen-
und Innentüren in aufeinander abgestimmter Weise betätigt werden können. Türelementen
kann hierbei eine übergeordnete Steuerung zugeordnet sein, wobei jedes Türelement
auch eine individuelle Steuerung aufweisen kann. Eine Klimaerfassung kann mehrere
Sensoren aufweisen, um klimatische Verhältnisse vor und hinter der Türanlage zu erfassen.
[0013] Die
US 4,174,494 A beschreibt ein System, bei dem einzelnen Antriebsvorrichtungen jeweils eine dezentrale
Steuerung zugeordnet ist. Die
DE 10 2007 041 383 A1 beschreibt eine Rauch- und Wärmeabzugs(RWA)- und/oder Lüftungseinrichtung mit elektromotorischen
Antrieben zum Öffnen von Klappen und verteilten Steuerungs- und Energieversorgungseinheiten.
Die
WO 00/11778 A1 beschreibt ein Schaltnetzteil, bei dem der Bauteileaufwand gegenüber einem herkömmlichen
Schaltnetzteil verringert ist.
[0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein System eines Gebäudes und ein Verfahren
zum Betreiben eines Systems eines Gebäudes bereitzustellen, bei denen Vorgänge, die
herkömmlich durch einen Nutzer eingeleitet und gesteuert werden, in zumindest weitestgehend
automatisierter Weise ablaufen können, um auf diese Weise einem Nutzer die Bedienung
einer Mehrzahl von Schließvorrichtungen in einem Gebäude zu erleichtern.
[0015] Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0016] Demnach ist bei einem System eines Gebäudes vorgesehen, dass die Steuereinrichtung
jeder Schließvorrichtung eine Kommunikationsschnittstelle aufweist und die Steuereinrichtungen
der mindestens zwei Schließvorrichtungen ausgebildet sind, über ihre Kommunikationsschnittstellen
zur Steuerung der mindestens zwei Schließvorrichtungen in Abhängigkeit des Sensorsignals
der mindestens einen Sensoreinrichtung miteinander zu kommunizieren.
[0017] Die vorliegende Erfindung geht zunächst von dem Gedanken aus, eine oder mehrere Sensoreinrichtungen
vorzusehen, die eine Umweltbedingung erfassen. Bei solch einer Umweltbedingung handelt
es sich um die Helligkeit, eine Vibration eines Bauteils, und/oder das Auftreten von
Lärm im Bereich einer Sensoreinrichtung. Bei weiteren Umweltbedingungen kann es sich
um die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, den Luftdruck, einen Luftstrom, die Luftgüte,
einen Bruch an einem Bauteil, das Vorhandensein von Regen und/oder die Luftmenge handeln.
Entsprechend ist die Sensoreinrichtung als Helligkeitssensor, als Temperatursensor,
als Luftfeuchtigkeitssensor, als Luftdrucksensor, als Windmesser, als Vibrationssensor,
als Bruchsensor, als Näherungssensor oder dergleichen ausgestaltet und dient zum Erfassen
der zugeordneten Umweltbedingung und zum Erzeugen eines Sensorsignals in Abhängigkeit
von der erfassten Umweltbedingung (das Sensorsignal zeigt beispielsweise die Helligkeit,
die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, den Luftdruck usw. an). In Abhängigkeit von
einer erfassten Umweltbedingung erfolgt dann eine Steuerung der Schließvorrichtungen
des Systems, wobei hierzu die Steuereinrichtungen der Schließvorrichtungen miteinander
kommunizieren, um in abgestimmter Weise auf eine erfasste Umweltbedingung zu reagieren.
[0018] Grundsätzlich können Sensoreinrichtungen in dem System an unterschiedlichen Orten
angeordnet werden, wobei an einem Ort auch mehrere Sensoreinrichtungen, die beispielsweise
unterschiedliche Umweltbedingungen, beispielsweise die Helligkeit und die Temperatur,
anzeigen, vorgesehen sein können. Vorteilhafterweise ist aber jeder Schließvorrichtung
mindestens eine Sensoreinrichtung zugeordnet, so dass lokal an jeder Schließvorrichtung
mindestens eine Umweltbedingung sensorisch erfasst und gemessen werden kann.
[0019] Beispielsweise kann an jeder Schließvorrichtung lokal die Helligkeit gemessen werden,
so dass jede Schließvorrichtung über entsprechende Sensorsignale Informationen über
die lokal an der jeweiligen Schließvorrichtung herrschenden Umweltbedingung ausgeben
kann. Diese lokalen Umweltbedingungen werden über die Kommunikationsschnittstellen
der Steuereinrichtungen zwischen den Schließvorrichtungen ausgetauscht, so dass die
Schließvorrichtungen jeweils über Informationen der Umweltbedingungen an den einzelnen
Schließvorrichtungen verfügen können und somit eine abgestimmte Betriebsweise der
Schließvorrichtungen, beispielsweise einer abgestimmte Betätigung der Schließvorrichtungen
für ein Öffnen oder Schließen der Schließvorrichtungen, möglich wird.
[0020] Beispielsweise können die Steuereinrichtungen der Schließvorrichtungen ausgebildet
sein, die Schließvorrichtungen in Abhängigkeit von dem Sensorsignal zum Einstellen
eines Luftstroms durch die Schließvorrichtungen anzusteuern. Dies kann beispielsweise
vor dem Hintergrund erfolgen, dass in einem Raum innerhalb des Systems eine erhöhte
Temperatur oder eine verminderte Luftgüte festgestellt wird, so dass mittels eines
Luftaustauschs in dem Raum durch Bereitstellung eines Luftstroms durch den Raum die
Temperatur oder die Luftgüte in dem Raum beeinflusst werden soll. Zum Einstellen des
Luftstroms kann hierbei der Luftdruck an mindestens zwei Schließvorrichtungen gemessen
werden, wobei bei Feststellen eines Luftdruckunterschieds an den beiden Schließvorrichtungen
die Schließvorrichtungen zum Öffnen betätigt werden können, um auf diese Weise einen
Luftstrom durch die Schließvorrichtungen und durch den Raum zu bewirken.
[0021] Denkbar ist beispielsweise auch, dass mittels mindestens einer Sensoreinrichtung
eine verminderte Luftgüte, eine in ungünstiger Weise erhöhte oder erniedrigte Luftfeuchtigkeit
oder eine ungünstige Temperatur innerhalb eines Raums des Systems festgestellt wird.
In diesem Fall können eine oder mehrere Schließvorrichtungen für einen Luftaustausch
in dem Raum in abgestimmter, gesteuerter Weise über einen Zeitraum geöffnet werden,
wobei hierbei in Abhängigkeit von lokal an den Schließvorrichtungen gemessenen Sensorsignalen,
beispielsweise der Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit, gerade die Schließvorrichtungen
geöffnet werden, die die zu ändernde Umweltbedingung, also z. B. die Luftgüte, die
Luftfeuchtigkeit oder die Temperatur beeinflussen können.
[0022] Wird beispielsweise innerhalb eines Raum festgestellt, dass dort die Temperatur über
einem vorbestimmten Sollwert liegt, und wird gleichzeitig festgestellt, dass an Schließvorrichtungen
(beispielsweise auf einer Sonnenseite eines Gebäudes) ebenfalls eine erhöhte Temperatur,
an anderen Schließvorrichtungen (beispielsweise an einer Schattenseite des Gebäudes)
eine niedrigere Temperatur besteht, so können gezielt die Schließvorrichtungen zum
Öffnen angesteuert werden, die einen positiven Effekt beispielsweise zum Absenken
der Temperatur innerhalb des Raums hin zum gewünschten Sollwert bewirken können, also
in dem genannten Beispiel die Schließvorrichtungen an der Schattenseite des Gebäudes,
um eine Reduzierung der Temperatur innerhalb des Raums zu erreichen.
[0023] An den Schließvorrichtungen wird beispielsweise eine akustische Lautstärke, also
ein Lärmpegel, gemessen. Wird festgestellt, dass an einer Schließvorrichtung (und
zwar bevorzugt außerhalb des Gebäudes) ein erhöhter Lärmpegel besteht, so können diese
Schließvorrichtungen und ggf. auch weitere Schließvorrichtungen zum Schließen angesteuert
werden, um einen Raum innerhalb des Gebäudes von Lärm abzuschirmen und auf diese Weise
die Lautstärke in dem Raum zu reduzieren.
[0024] Weiterhin ist denkbar, die Schließvorrichtungen zur Bereitstellung eines erhöhten
Einbruchsschutzes anzusteuern, indem beispielsweise sämtliche Schließvorrichtungen
zum Schließen und Verriegeln angesteuert werden, wenn an einer Schließvorrichtung,
beispielsweise an einem Fensterflügel, eine einen Sollwert übersteigende Vibration
oder gar ein Bruch detektiert wird, der auf einen Einbruchsversuch hindeuten kann.
[0025] Die Schließvorrichtungen kommunizieren über die ihnen zugeordneten Steuereinrichtungen
und deren Kommunikationsschnittstellen miteinander und tauschen auf diese Weise Daten
und Informationen aus, um eine Betätigung der Schließvorrichtungen in abgestimmter
Weise vornehmen zu können. Die Betätigung kann hierbei vollständig automatisch ablaufen,
so dass keine oder nur eine minimale Anzahl von Nutzerinteraktionen erforderlich ist.
Das Bereitstellen eines Einbruchschutzes durch Ansteuern der Schließvorrichtungen
zum Schließen und Verriegeln kann beispielsweise vollständig ohne Nutzerinteraktion
erfolgen. Das Einstellen einer Temperatur in einem Raum durch einen geeigneten Luftaustausch,
beispielsweise durch Einstellen eines Luftstroms oder durch Öffnen bestimmter Schließvorrichtungen,
kann ebenfalls völlig automatisiert ablaufen, wobei ggf. ein Nutzer eine gewünschte
Temperatur einstellen kann und das System daraufhin in selbsttätiger Weise dafür erforderliche
Schritte einleitet. Oder ein Nutzer kann über eine geeignete Bedienungseinheit, die
mit den Steuereinrichtungen kommuniziert, einen vorbestimmten Vorgang, beispielsweise
den Vorgang "Lüften" initiieren, wobei das System dann die erforderlichen Schritte
zur Durchführung des Vorgangs selbsttätig ausführt und beispielsweise gezielt solche
Schließvorrichtungen ansteuert, die einen gewünschten Luftaustausch bewirken können
oder an denen beispielsweise gerade kein Regen festgestellt wird.
[0026] Die Steuereinrichtungen kommunizieren somit miteinander und ggf. auch mit einer durch
einen Nutzer zu bedienenden Bedienungseinheit. Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass
die Steuereinrichtungen auch mit anderen Funktionssystemen eines Gebäudes kommunizieren,
beispielsweise einer Alarmanlage, einer Klimaanlage oder einer Heizungsanlage. Wird
beispielsweise lokal an einer oder an mehreren Schließvorrichtungen ein Einbruchsversuch
detektiert, so kann entsprechend auch eine Alarmanlage zum Einleiten geeigneter Gegenmaßnahmen,
beispielsweise zur Ausgabe eines akustischen Signals, angesteuert werden. Oder eine
Heizungsanlage oder Klimaanlage kann im Zusammenspiel mit den Schließvorrichtungen
zum Einstellen vorbestimmter klimatischer Bedingungen innerhalb eines Raums des Systems
betätigt werden, so dass im Zusammenspiel der Heizungsanlage und/oder der Klimaanlage
mit den Schließvorrichtungen in energieeffizienter Weise beispielsweise eine vorbestimmte
Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder dergleichen innerhalb eines Raums eines Gebäudes
eingestellt werden kann.
[0027] Denkbar sind selbstverständlich auch andere Funktionssysteme, die sich von den Schließvorrichtungen
unterscheiden und mit denen die Steuereinrichtungen der Schließvorrichtungen für eine
abgestimmte Betriebsweise kommunizieren.
[0028] Zur Kommunikation kann jede Steuereinrichtung über die ihr zugeordnete Kommunikationsstelle
beispielsweise mit einem Bussystem eines Gebäudes verbunden sein. Über ein Bussystem
können beispielsweise drahtgebunden Informationen und Daten zwischen einzelnen Funktionseinheiten
innerhalb eines Gebäudes ausgetauscht werden. Denkbar ist aber auch, dass die Steuereinrichtungen
untereinander und ggf. auch mit weiteren Funktionssystemen drahtlos kommunizieren,
wobei hierzu geeignete drahtlose Kommunikationsstandards, beispielsweise WiFi (WLAN),
Bluetooth oder dergleichen zum Einsatz kommen können.
[0029] Ein Gedanke der vorliegenden Erfindung liegt darin, durch Zuordnung einer Steuereinrichtung
zu jeder Schließvorrichtung und durch Bereitstellen einer Kommunikation zwischen den
Steuereinrichtungen der Schließvorrichtungen eine dezentrale Steuerung zu ermöglichen,
die grundsätzlich auf eine zentrale Steuereinrichtung verzichten kann. Die Steuerung
der Schließvorrichtungen erfolgt dabei in dezentraler Weise durch Kommunikation zwischen
den einzelnen, lokal an den Schließvorrichtungen vorgesehenen Steuereinrichtungen.
Zusätzlich ist aber auch denkbar, eine zentrale Steuereinrichtung vorzusehen, die
zentrale Steuerungsaufgaben übernehmen kann. Über die zentrale Steuereinrichtung kann
beispielsweise dann auch die Kommunikation zwischen den einzelnen, dezentralen Steuereinrichtungen
erfolgen, wobei weiterhin Informationen und Daten zwischen den einzelnen dezentralen,
den Schließvorrichtungen zugeordneten Steuereinrichtungen ausgetauscht werden, dies
aber dann über die zentrale Steuereinrichtung erfolgt.
[0030] Jede Steuereinrichtung ist, wie gesagt, einer Schließvorrichtung zugeordnet. Die
Steuereinrichtung ist dabei im Bereich der Schließvorrichtung, beispielsweise als
integraler Bestandteil der Schließvorrichtung, an einem Gebäude montiert. Beispielsweise
kann die Steuereinrichtung in dem Rahmen der zugeordneten Schließvorrichtung untergebracht
sein. Denkbar ist aber auch, die Steuereinrichtung beispielsweise in einer Unterputzdose
in unmittelbarer räumlicher Nähe zu der zugeordneten Schließvorrichtung unterzubringen.
[0031] Zum Anbringen der Steuereinrichtung integral an der Schließvorrichtung oder zumindest
in räumlicher Nähe zur Schließvorrichtung ist wünschenswert, den für die Steuereinrichtung
erforderlichen Bauraum soweit zu reduzieren, dass die Steuereinrichtung beispielsweise
im Rahmen der Schließvorrichtung oder in einer Unterputzdose in der Nähe der Schließvorrichtung
untergebracht werden kann. Hierzu ist vorgesehen, dass ein Schaltnetzteil der Steuereinrichtung
und ein Steuerungsteil der Steuereinrichtung eine Prozessoreinheit gemeinsam nutzen,
so dass keine separaten Prozessoreinheiten einerseits für das Schaltnetzteil und andererseits
für das Steuerungsteil erforderlich sind.
[0032] Bei einem Schaltnetzteil handelt es sich um eine elektronische Baugruppe, die ausgestaltet
ist, eine unstabilisierte Eingangsspannung in eine konstante Ausgangsspannung umzuwandeln.
Dafür wird die unstabilisierte Eingangsspannung, beispielsweise eine Netzspannung
eines Energieversorgungsnetzes, zunächst gleichgerichtet, zur Transformation dann
in eine Wechselspannung höherer Frequenz umgewandelt (durch das so genannte "Schalten")
und nach der Transformation erneut gleichgerichtet. Solche Schaltnetzteile weisen,
im Gegensatz zu herkömmlichen Trafo-Netzteilen oder Längsspannungsreglern einen hohen
Wirkungsgrad auf.
[0033] Dadurch, dass das Schaltnetzteil und das Steuerungsteil der Steuereinrichtung eine
gemeinsame Prozessoreinheit nutzen (herkömmlich weisen Schaltnetzteile eine eigene
Prozessoreinheit auf), können Funktionskomponenten der Steuereinrichtung ineinander
integriert werden, und es kann auf Bauteile, insbesondere eine eigene Prozessoreinheit
für das Schaltnetzteil einerseits und das Steuerungsteil andererseits, verzichtet
werden. Durch die integrierte Bauweise der Steuerungseinrichtung reduziert sich der
Bauraum, so dass eine Unterbringung im Rahmen der Schließvorrichtung oder in einer
Unterputzdose im Bereich der Schließvorrichtung möglich wird. Zudem entstehen neben
Kosten- und Platzvorteilen ggf. auch weitere Vorteile daraus, dass eine direkte Regelung
der Stromversorgung unter Berücksichtigung eines gerade durchgeführten Steuerungsprozesses
möglich wird, ohne dass separate Prozessoreinheiten des Schaltnetzteils einerseits
und des Steuerungsteils andererseits dafür miteinander kommunizieren müssen.
[0034] Die Prozessoreinheit kann auch einen Speicher zur Datenspeicherung umfassen.
[0035] Die Steuereinrichtung weist erfindungsgemäß weiter eine Sensorikeinheit zur Bereitstellung
eines Anschlusses für zumindest eine Sensoreinrichtung aufweisen. Über die Sensorikeinheit
werde eine oder mehrere Sensoreinrichtungen an die Steuereinrichtung angeschlossen,
wobei über die Sensorikeinheit eingehende Sensorsignale ausgewertet und dem Steuerungsteil
zugeführt werden, um eine Steuerung der zugeordneten Schließvorrichtung sowie durch
Kommunikation mit anderen Steuereinrichtungen auch der anderen Schließeinrichtungen
zu ermöglichen.
[0036] Weiterhin kann die Steuereinrichtung einen elektrischen Energiespeicher zur elektrischen
Versorgung aufweisen, wobei der elektrische Energiespeicher, insbesondere eine aufladbare
Batterie nach Art eines Ackumulators, im selben Gehäuse wie andere Funktionskomponenten
der Steuereinrichtung oder auch separat außerhalb des Gehäuses angeordnet werden kann.
Mittels des elektrischen Energiespeichers kann sichergestellt werden, dass bei einem
Stromausfall - also bei Ausfall der elektrischen Versorgung über ein mit der Steuereinrichtung
verbundenes elektrisches Versorgungsnetz - der Betrieb der Steuereinrichtung sowie
auch der elektrischen Funktionskomponenten der Schließvorrichtung gewährleistet ist.
Über den elektrischen Energiespeicher kann beispielsweise bei einem Stromausfall an
einem elektrischen Versorgungsnetz auch die Antriebsvorrichtung der Schließvorrichtung
versorgt werden, so dass auch bei Stromausfall die Schließvorrichtung beispielsweise
noch für ein Öffnen oder Schließen betätigt werden kann.
[0037] Die Steuereinrichtung kann selbstlernend ausgebildet sein. Hierunter ist zu verstehen,
dass die Steuereinrichtung in selbstlernender Weise beispielsweise bei einem Verstellvorgang
der zugeordneten Schließvorrichtung auftretende Schwergängigkeiten aufnehmen kann,
um bei einem nachfolgenden Schließvorgang die Antriebsvorrichtung so zu steuern und
zu regeln, dass den Schwergängigkeiten in geeigneter Weise beispielsweise durch Leistungserhöhung
gegengesteuert wird. Zudem kann die Steuereinrichtung beispielsweise ein Benutzerverhalten
bei der Betätigung einer oder mehrerer Schließvorrichtungen erlernen, um einen erlernten
Betätigungsvorgang dann in selbsttätiger, automatischer Weise weitestgehend ohne Nutzerinteraktion
durchführen zu können.
[0038] Zudem kann die Steuereinrichtung ausgebildet sein, beispielsweise Wartungsintervalle
zu erkennen und ggf. anzuzeigen, auf die Änderung klimatischer Bedingungen zu reagieren,
eine Manipulation an einer Schließvorrichtung zu erkennen (beispielsweise durch Stromerfassung
des Antriebs oder durch Erkennung der Drehrichtung und der Position des Antriebs)
oder dergleichen.
[0039] Insbesondere kann das System der hier beschriebenen Art ermöglichen,
- auf Einbruchsversuche zu reagieren und ggf. einen Alarm zu erzeugen, um damit die
Einbruchssicherheit zu erhöhen,
- Motorparameter des Antriebs anzupassen und zu optimieren, beispielsweise in Abhängigkeit
von an einer Schließvorrichtung festgestellten Umweltbedingungen,
- die Energieeffizienz des Gesamtsystems zu verbessern,
- die Energiekosten des Systems zu berechnen (Stichwort "Power Metering"),
- das System zu schützen vor Einflüssen ungünstiger Klimabedingungen,
- den Energiehaushalt eines Gebäudes zu verbessern,
- die Lüftungsbedingungen eines Gebäudes zu regeln und zu optimieren und
- den Komfort eines Nutzers zu erhöhen, beispielsweise durch Bereitstellung eines Lärmschutzes.
[0040] Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zum Betreiben eines Systems eines Gebäudes
gelöst. Das System umfasst hierbei mindestens zwei Schließvorrichtungen, die jeweils
einen Rahmen, einen an dem Rahmen befindlich angeordneten Verstellflügel, eine elektromotorische
Antriebsvorrichtung zum Verstellen des Verstellflügels oder einer Baugruppe des Verstellflügels
und eine Steuereinrichtung aufweisen, sowie mindestens eine Sensoreinrichtung zum
Erzeugen eines Sensorsignals in Abhängigkeit mindestens einer Umweltbedingung. Dabei
ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung jeder Schließvorrichtung eine Kommunikationsstelle
aufweist und die Steuereinrichtungen der mindestens zwei Schließvorrichtungen über
ihre Kommunikationsschnittstellen zur Steuerung der mindestens zwei Schließvorrichtungen
in Abhängigkeit des Sensorsignals der mindestens einen Sensoreinrichtung miteinander
kommunizieren.
[0041] Zu Vorteilen und vorteilhaften Ausgestaltungen des Verfahrens soll auf das vorangehend
für das System Ausgeführte, das analog auch auf das Verfahren Anwendung findet, verwiesen
werden.
[0042] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig.1
- Eine schematische Ansicht eines Systems eines Gebäudes mit mehreren Schließvorrichtungen;
- Fig. 2
- eine weitere schematische Ansicht des Systems;
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht des Systems, mit einer zusätzlichen Zentralsteuerung;
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht einer Steuereinrichtung; und
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht eines Schaltnetzteils der Steuereinrichtung.
[0043] Ein System 1 eines Gebäudes, dargestellt in Fig. 1, weist mehrere Schließvorrichtungen
20-23 in Form beispielsweise einer Haustür 20, einer Terrassentür 21 und Gebäudefenstern
22, 23 auf. Die Schließvorrichtungen 20-23 umfassen in an sich bekannter Weise jeweils
einen Rahmen 201-231 und einen daran angeordneten verstellbaren Verstellflügel 200-230,
der zum Öffnen oder Schließen der jeweils zugeordneten Schließvorrichtung 20 bis 23
verstellt werden kann.
[0044] Die Schließvorrichtungen 20-23 sind einem Raum R eines Gebäudes zugeordnet und dienen
entsprechend zum wahlweisen Verschließen oder Freigeben von Öffnungen, die Zugänge
zu dem Raum R bereitstellen.
[0045] Jede Schließvorrichtung 20-23 weist eine Antriebsvorrichtung 202-232 auf, die zum
Verstellen des jeweils zugeordneten Verstellflügels 200-230 oder zum Verstellen zumindest
einer Baugruppe des Verstellflügels 200-230 dient. Die Antriebsvorrichtung 202-232
kann beispielsweise angesteuert werden, um den Verstellflügel 200-230 zum Öffnen oder
Schließen der jeweils zugeordneten Schließvorrichtung 20-23 in elektromotorischer
Weise zu bewegen.
[0046] Jeder Schließvorrichtung 20-23 ist weiterhin eine Sensoreinrichtung 30-33 zugeordnet,
die zum Erfassen mindestens einer Umweltbedingung im Bereich der jeweils zugeordneten
Schließvorrichtung 20-23 dient und integraler Bestandteil der Schließvorrichtung 20-23
sein kann oder zumindest in räumlicher Nähe zu der Schließvorrichtung 20-23 angeordnet
ist.
[0047] Zudem können auch weitere Sensoreinrichtungen 34, 35 vorgesehen sein, die an anderen
Orten innerhalb oder außerhalb des Gebäudes angeordnet sind und ebenfalls Umweltbedingungen
erfassen und entsprechende Sensorsignale erzeugen.
[0048] Die Sensoreinrichtungen 30-35 dienen zum Messen der Helligkeit, einer Vibration oder
eines Lärmpegels. Zusätzlich können die Sensoreinrichtungen 30-35 zum Messen der Temperatur,
der Luftfeuchtigkeit, des Luftdrucks, eines Luftstroms, der Luftgüte, eines Bruchs,
oder anderer Messwerte dienen.
[0049] Schließlich weist jede Schließvorrichtung 20-23 eine zugeordnete Steuereinrichtung
40-43 auf, die ebenfalls integraler Bestandteil der Schließvorrichtung 20-23 sein
kann (indem sie beispielsweise innerhalb eines Profils des Rahmens 201-231 der zugeordneten
Schließvorrichtung 20-23 angeordnet ist) oder die in räumlicher Nähe zur Schließvorrichtung
20-23 beispielsweise innerhalb einer Unterputzdose in einer Gebäudemauer angebracht
ist.
[0050] Mittels der Steuereinrichtungen 40-43 wird im Sinne der vorliegenden Erfindung die
Möglichkeit für eine dezentrale Steuerung der Schließvorrichtungen 20-23 geschaffen,
indem jede Steuereinrichtung 40-43 eine Kommunikationsschnittstelle 401 (siehe Fig.
4) aufweist, über die die Steuereinrichtungen 40-43 zur Steuerung der Schließvorrichtungen
20-23 miteinander kommunizieren können. Die Steuerung erfolgt hierbei in abgestimmter
Weise unter Berücksichtigung der Sensorsignale der Sensoreinrichtungen 30-35, so dass
die Schließvorrichtungen 20-23 jeweils unter Einbeziehung von Informationen, Daten
und Messwerten, die über die einzelnen Sensoreinrichtungen 30-35 erhalten werden,
zum Öffnen oder Schließen angesteuert werden können, um beispielsweise innerhalb des
Raums R einen Luftstrom L einzustellen, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Luftgüte
innerhalb des Raums R zu beeinflussen, einen Luftaustausch in effizienter, energiesparender
Weise zu bewirken, den Einbruchschutz zu verbessern oder einen anderen Betätigungsvorgang
der Schließvorrichtung 20-23 in automatisierter Weise durchzuführen.
[0051] Die Steuereinrichtungen 40-43 können hierzu, wie schematisch in Fig. 2 dargestellt,
in dezentraler Weise miteinander kommunizieren, indem jede Steuereinrichtung 40-43
mit jeder anderen Steuereinrichtung 40-43 durch Daten- und Informationsaustausch kommuniziert.
Eine Steuereinrichtung 40-43 übermittelt auf diese Weise beispielsweise Sensorsignale
der ihr zugeordneten Sensoreinrichtung 30-35 an die übrigen Steuereinrichtungen 40-43,
so dass lokal an einer Schließvorrichtung 20-23 gemessene Daten auch an anderen Schließvorrichtungen
20-23 zur Verfügung stehen und zur Steuerung dieser Schließvorrichtungen 20-23 berücksichtigt
werden können.
[0052] Denkbar ist in diesem Zusammenhang, dass jede Steuereinrichtung 40-43 nur mit einer
oder maximal zwei weiteren Steuereinrichtungen 40-43 kommuniziert, wobei Daten einer
Steuereinrichtung 40-43 über eine andere Steuereinrichtung 40-43 auch an weitere Steuereinrichtungen
weitergegeben werden, so dass eine serielle Kommunikation zwischen den Steuereinrichtungen
40-43 bereitgestellt wird.
[0053] Denkbar ist zudem auch, wie schematisch in Fig. 3 dargestellt, dass zusätzlich zu
den dezentralen Steuereinrichtungen 40-43 an den einzelnen Schließvorrichtungen 20-23
auch eine Zentralsteuerung 5 bereitgestellt wird, über die gegebenenfalls die Kommunikation
zwischen den einzelnen Steuereinrichtungen 40-43 durchgeführt werden kann.
[0054] Zusätzlich können eine, mehrere oder auch alle der Steuereinrichtungen 40-43 oder
auch die Zentralsteuerung 5 mit einer oder mehreren weiteren Funktionssystemen 8 in
Kommunikationsverbindung stehen. Bei den weiteren Funktionssystemen kann es sich beispielsweise
um eine Alarmanlage, eine Heizungsanlage oder eine Klimaanlage handeln, die somit
in abgestimmter Weise mit der Betätigung der Schließvorrichtungen 20-23 angesteuert
werden kann, um die Bedingungen innerhalb des Raums R zu beeinflussen, beispielsweise
eine Temperatur oder eine Luftfeuchtigkeit innerhalb des Raums R in gewünschter Weise
einzustellen.
[0055] Die Kommunikation zwischen den Steuereinrichtungen 40-43 und auch mit der Zentralsteuerung
5 und auch den weiteren Funktionssystemen 8 kann beispielsweise über ein Bussystem
erfolgen, an das die Steuereinrichtungen 40-43, die Zentralsteuerung 5 und die weiteren
Funktionssysteme 8 angeschlossen sind. Denkbar ist aber auch, dass die Steuereinrichtungen
40-43 drahtlos miteinander kommunizieren, beispielsweise unter Verwendung eines drahtlosen
Kommunikationsprotokolls wie des Wifi- oder Bluetooth-Standards.
[0056] Über die Steuereinrichtungen 40-43 werden die Schließvorrichtungen 20-23 zum Öffnen
oder Schließen in abgestimmter Weise angesteuert, indem die Steuereinrichtung 40-43
über ihre jeweiligen Kommunikationsschnittstellen 401 miteinander kommunizieren und
auf diese Weise Daten und Informationen über Sensorsignale der Sensoreinrichtungen
30-35 austauschen. Beispielsweise können auf diese Weise die Steuereinrichtungen 40-43
die Schließvorrichtungen 20-23 zur Einstellung eines vorbestimmten Luftstroms L durch
den Raum R betätigen. So kann, wenn ein Luftaustausch beispielsweise zum Beeinflussen
der Luftgüte, der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit in dem Raum R, gewünscht ist,
beispielsweise mittels der Sensoreinrichtungen 30-35 festgestellt werden, wie sich
der Luftdruck an den unterschiedlichen Schließvorrichtungen 20-23 verhält. Wird beispielsweise
zwischen zwei Schließvorrichtungen 20-23 ein Luftdruckunterschied festgestellt (beispielsweise
ein vergleichsweise hoher Luftdruck an einer Schließvorrichtung 20-23 und ein vergleichsweise
niedriger Luftdruck an einer anderen Schließvorrichtung 20-23), so können die entsprechenden
Schließvorrichtungen 20-23 durch geeignetes Verstellen der jeweiligen Verstellflügel
200-230 geöffnet werden, um einen Luftstrom L durch die Schließvorrichtungen 20-23
im Raum R zu erzeugen.
[0057] Generell können die Schließvorrichtungen 20-23 in Abhängigkeit von lokal an den Schließvorrichtungen
20-23 erfassten und gemessenen Umweltbedingungen angesteuert werden, um eine abgestimmte
Betätigung der einzelnen Schließvorrichtungen 20-23 zu bewirken, um beispielsweise
die Temperatur, den Luftdruck, die Luftfeuchtigkeit, die Helligkeit, die Luftgüte
oder dergleichen innerhalb des Raums R zu beeinflussen. Ebenso ist denkbar, dass eine
oder mehrere Schließvorrichtungen 20-23 in abgestimmter Weise geschlossen werden,
wenn durch eine Sensoreinrichtung 30-35 außerhalb des Raums R ein Lärmpegel festgestellt
wird, der einen vorbestimmten Sollwert überschreitet, um den Raum R von Lärm abzuschirmen
und somit den Nutzerkomfort in dem Raum R zu erhöhen.
[0058] Oder die Schließvorrichtungen 20-23 können zum Schließen und Verriegeln angesteuert
werden, wenn beispielsweise an einer Schließvorrichtung 20-23 durch eine geeignete
Sensoreinrichtung 30-35 eine Erschütterung oder ein Bruch beispielsweise an einem
Verstellflügel 200-230 oder mittels eines Näherungssensors eine Annäherung einer Person
festgestellt wird, was potentiell auf einen Einbruch hindeuten könnte. Durch Ansteuern
sämtlicher Schließvorrichtungen 20-23 zum Schließen und Verriegeln wird somit ein
Einbruchsschutz bereitgestellt, der die Einbruchssicherheit erhöht. In diesem Fall
kann auch ein Funktionssystem 8 in Form einer Alarmanlage angesteuert werden, um einen
Alarm auszulösen und geeignete Gegenmaßnahmen, beispielsweise eine Benachrichtigung
eines externen Sicherheitsdienstes, einzuleiten.
[0059] Die Steuereinrichtungen 40-43 können auch zeitabhängige Betätigungsvorgänge durchführen,
so dass beispielsweise in bestimmten Zeitintervallen oder zu einer bestimmten Tageszeit
eine oder mehrere der Schließvorrichtungen 20-23 für eine Lüftung des Raums R angesteuert
werden.
[0060] Bei dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten System 1 ist jeder Schließvorrichtung 20-23
eine Steuereinrichtung 40-43 zugeordnet, die somit dezentral an einem Gebäude angeordnet
und jeweils einer Schließvorrichtung 20-23 zugeordnet sind. Fig. 4 zeigt den Aufbau
eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels einer solchen Steuereinrichtung 40, die ein
Schaltnetzteil 400, eine Kommunikationsschnittstelle 401, eine Prozessoreinheit 402,
ein Steuerungsteil 403 sowie eine Sensorik 404 umfasst, die zur Ansteuerung der zugeordneten
Schließvorrichtung 20-23 zusammenwirken.
[0061] Angemerkt sei zu Fig.4, dass diese ein Ausführungsbeispiel einer Steuereinrichtung
40 darstellt. Die übrigen Steuereinrichtungen 41-43 der anderen Schließvorrichtungen
21-23 können entsprechend aufgebaut sein.
[0062] Das Schaltnetzteil 400 ist durch eine elektronische Baugruppe verwirklicht, die -
wie schematisch in Fig. 5 dargestellt - eine unstabilisierte Eingangsspannung in eine
konstante Ausgangsspannung umwandelt. Das Schaltnetzteil 400 weist hierzu eine Gleichrichtungseinheit
A auf, der als Eingangsspannung die Netzspannung eines elektrischen Versorgungsnetzes
7 zugeführt wird. Die Gleichrichtungseinheit A richtet die Eingangsspannung gleich
und stellt die gleichgerichtete Spannung einer Schalteinheit B zur Verfügung, welche
die gleichgerichtete Spannung in eine Wechselspannung vergleichsweise hoher Frequenz
umwandelt und einer Leistungsübertragungseinheit C zuführt. Nach erneuter Gleichrichtung
in einer Gleichrichtungseinheit D wird eine stabilisierte, konstante Ausgangsspannung
ausgegeben, die zur elektrischen Versorgung beispielsweise der Antriebsvorrichtung
202-232 der jeweils zugeordneten Schließvorrichtung 20-23 zugeführt werden kann.
[0063] Die grundsätzliche Funktionsweise von Schaltnetzteilen ist an sich bekannt, so dass
an dieser Stelle hierauf nicht näher eingegangen werden soll.
[0064] Ein herkömmliches Schaltnetzteil 40 weist einen Prozessor auf, der zur Steuerung
und Regelung insbesondere der Schalteinheit B dient. Bei der hier beschriebenen Steuerungseinrichtung
40 ist der Prozessor durch die Prozessoreinheit 402 der Steuerungseinrichtung 40 verwirklicht,
die von sämtlichen Funktionskomponenten der Steuerungseinrichtung 40 gemeinsam genutzt
wird und insbesondere auch Aufgaben des Steuerungsteils 403, der Sensorikeinheit 404
und der Kommunikationsstelle 401 wahrnimmt. Die Steuereinrichtung 40 weist somit lediglich
eine Prozessoreinheit 402 auf, die von den Funktionskomponenten der Steuerreinrichtung
40 gemeinsam genutzt wird, so dass separate Prozessoren für die einzelnen Funktionskomponenten
nicht erforderlich sind und somit die Anzahl der Bauteile und Baugruppen der Steuereinrichtung
40 reduziert und entsprechend der erforderliche Bauraum der Steuereinrichtung 40 verkleinert
werden kann.
[0065] Die Sensorikeinheit 404 stellt einen Anschluss 300 für eine oder mehrere Sensoreinrichtungen
30 zur Verfügung. Beispielsweise können mehrere Sensoreinrichtungen 30 zur Erfassung
und Messung unterschiedlicher Umweltbedingungen an die Sensorikeinheit 404 anschließbar
sein, wobei die Sensorikeinheit 404 die ihr zugeführten Sensorsignale empfängt und
an das Steuerungsteil 403 zur Steuerung der zugeordneten Schließvorrichtung 20-23
sowie auch zur Kommunikation mit anderen Steuereinrichtungen 40-43 übermittelt.
[0066] Die Sensoreinrichtung 40 weist weiter einen elektrischen Energiespeicher 6 in Form
einer aufladbaren Batterie auf, die dazu dient, einen Ausfall der elektrischen Versorgung
über das Versorgungsnetz 7 zu überbrücken, um einen ununterbrochenen Betrieb der Steuereinrichtung
40 sowie der daran angeschlossenen Schließvorrichtung 20-23 zu ermöglichen. Der elektrische
Energiespeicher 6 kann beispielsweise so dimensioniert sein, dass er in der Lage ist,
einen Stromausfall an dem Versorgungsnetz 7 über mehrere Stunden zu überbrücken, um
auch in dieser Zeit eine Ansteuerung der zugeordneten Schließvorrichtung 20-23 zum
Öffnen oder Schließen des Verstellflügels zu 200-230 zu ermöglichen.
[0067] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich auch bei gänzlich anders gearteten
Ausführungsformen verwirklichen. Beispielsweise können auch Schließvorrichtungen in
mehreren Räumen eines Gebäudes, z.B. auch Innentüren oder -fenster, in abgestimmter
Weise betätigt werden, um anhand sensortechnisch erfasster Umweltbedingungen innerhalb
oder außerhalb des Gebäudes die Bedingungen im Gebäude einzustellen oder zumindest
zu beeinflussen.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 1
- Gebäude
- 20-23
- Schließvorrichtung
- 200-230
- Verstellflügel
- 201-231
- Rahmen
- 202-232
- Antriebsvorrichtung
- 30-35
- Sensoreinrichtung
- 300
- Anschluss
- 40-43
- Steuereinrichtung
- 400
- Schaltnetzteil
- 401
- Kommunikationsschnittstelle
- 402
- Prozessoreinheit
- 403
- Steuerungsteil
- 404
- Sensorikeinheit
- 5
- Zentralsteuerung
- 6
- Energiespeicher (Batterie)
- 7
- Versorgungsnetz
- 8
- Anderes Funktionssystem (Heizungsanlage)
- A
- Gleichrichtungseinheit
- B
- Schalteinheit
- C
- Leistungsübertragungseinheit
- D
- Gleichrichtungseinheit
- L
- Luftstrom
- R
- Raum
1. System eines Gebäudes (1), mit
- mindestens zwei als Gebäudetür oder als Gebäudefenster ausgebildeten Schließvorrichtungen
(20-23), die jeweils einen Rahmen (201-231), einen an dem Rahmen (201-231) beweglich
angeordneten Verstellflügel (200-230), eine elektromotorische Antriebsvorrichtung
(202-232) zum Verstellen des Verstellflügels (200-230) oder einer Baugruppe des Verstellflügels
(200-230) und eine Steuereinrichtung (40-43) aufweisen, und
- mindestens einer Sensoreinrichtung (30-35) zum Erzeugen eines Sensorsignals in Abhängigkeit
mindestens einer Umweltbedingung,
wobei die Steuereinrichtung (40-43) jeder Schließvorrichtung (20-23) eine Kommunikationsschnittstelle
(401) aufweist und die Steuereinrichtungen (40-43) der mindestens zwei Schließvorrichtungen
(20-23) ausgebildet sind, über ihre Kommunikationsschnittstellen (401) zur Steuerung
der mindestens zwei Schließvorrichtungen (20-23) in Abhängigkeit des Sensorsignals
der mindestens einen Sensoreinrichtung (30-35) miteinander zu kommunizieren, wobei
jede Steuereinrichtung (40-43) eine Sensorikeinheit (404) zur Bereitstellung eines
Anschlusses (300) für zumindest eine Sensoreinrichtung (30-35) aufweist, wobei über
die Sensorikeinheit (404) eine oder mehrere Sensoreinrichtungen (30-35) an die Steuereinrichtung
(40-43) angeschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass über die Sensorikeinheit (404) eingehende Sensorsignale ausgewertet und einem Steuerungsteil
(403) zugeführt werden, um eine Steuerung der zugeordneten Schließvorrichtung (20-23)
sowie durch Kommunikation mit anderen Steuereinrichtungen (40-43) auch der anderen
Schließvorrichtungen (20-23) zu ermöglichen, und dass jede Steuereinrichtung (40-43)
ein Schaltnetzteil zur Umwandlung einer unstabilisierten Eingangsspannung in Form
einer Netzspannung eines Energieversorgungssystems in eine konstante Ausgangsspannung
aufweist, wobei zur Umwandlung die Netzspannung des Energieversorgungssystems zunächst
gleichgerichtet, zur Transformation in eine Wechselspannung höherer Frequenz umgewandelt
und nach der Transformation erneut gleichgerichtet wird, wobei das Steuerungsteil
(403) und das Schaltnetzteil (400) der Steuereinrichtung (40-43) eine Prozessoreinheit
(402) der Steuereinrichtung (40-43) gemeinsam nutzen, wobei es sich bei der Umweltbedingung
um die Helligkeit, eine Vibration und/oder das Auftreten von Lärm im Bereich der mindestens
einen Sensoreinrichtung (30-35) handelt.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schließvorrichtung (20-23) mindestens eine Sensoreinrichtung (30-35) zugeordnet
ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtungen (20-23) ausgebildet sind, die mindestens zwei Schließvorrichtungen
(20-23) in Abhängigkeit von dem Sensorsignal in abgestimmter Weise anzusteuern.
4. System nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtungen (20-23) ausgebildet sind, die mindestens zwei Schließvorrichtungen
(20-23) in Abhängigkeit von dem Sensorsignal
- zum Einstellen eines Luftstroms (L) durch die Schließvorrichtungen (20-23),
- zum Beeinflussen einer Luftgüte, Luftfeuchtigkeit oder Temperatur innerhalb eines
Raums (R) des Systems (1),
- zur Lärmreduzierung innerhalb eines Raums (R) des Systems (1) und/oder
- zum Verschließen der Schließvorrichtungen (20-23) zur Bereitstellung eines Einbruchsschutzes
anzusteuern.
5. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtungen (20-23) ausgebildet sind, in Abhängigkeit von Sensorsignalen
von mindestens zwei jeweils einer Schließvorrichtung (20-23) zugeordneten Sensoreinrichtungen
(30-35) die mindestens zwei Schließvorrichtungen (20-23) anzusteuern.
6. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtungen (20-23) ausgebildet sind, einen Luftstrom (L) durch einen
Raum (R) des Systems (1) durch Betätigung der mindestens zwei Schließvorrichtungen
(20-23) in Abhängigkeit von einem an mindestens zwei Sensoreinrichtungen (30-35) gemessenen
Luftdruck einzustellen.
7. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Steuereinrichtung (40-43) der mindestens zwei Schließvorrichtungen
(20-23) über die ihr zugeordnete Kommunikationsschnittstelle (401) mit zumindest einem
anderen, von den Schließvorrichtungen (20-23) unterschiedlichen Funktionssystem (8)
verbunden ist.
8. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Steuereinrichtung (40-43) über die ihr zugeordnete Kommunikationsschnittstelle
(401) mit einem Bussystem verbunden ist.
9. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Steuereinrichtung (40-43) über die ihr zugeordnete Kommunikationsschnittstelle
(401) ausgebildet ist, drahtlos mit mindestens einer anderen Steuereinrichtung (40-43)
zu kommunizieren.
10. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Zentralsteuerung (5) die ausgebildet ist, mit den Steuereinrichtungen
(40-43) der mindestens zwei Schließvorrichtungen (20-23) zu kommunizieren.
11. System nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (40-43) selbstlernend ist, um
- eine Schwergängigkeit in der Verstellung des Verstellflügels (220) zu erkennen und
die zugeordnete Schließvorrichtung (20-23) in Abhängigkeit einer erkannten Schwergängigkeit
anzusteuern,
- ein Benutzerverhalten bei der Betätigung der mindestens zwei Schließvorrichtungen
(20-23) zu erkennen und die ihr zugeordnete Schließvorrichtung (20-23) in Abhängigkeit
von einem erkannten Benutzerverhalten anzusteuern.
12. Verfahren zum Betreiben eines Systems eines Gebäudes nach einem der Ansprüche 1 bis
11, das
- mindestens zwei als Gebäudetür oder als Gebäudefenster ausgebildeten Schließvorrichtungen,
die jeweils einen Rahmen, einen an dem Rahmen beweglich angeordneten Verstellflügel,
eine elektromotorische Antriebsvorrichtung zum Verstellen des Verstellflügels oder
einer Baugruppe des Verstellflügels und eine Steuereinrichtung aufweisen, und
- mindestens eine Sensoreinrichtung zum Erzeugen eines Sensorsignals in Abhängigkeit
mindestens einer Umweltbedingung,
umfasst, wobei die Steuereinrichtung (40-43) jeder Schließvorrichtung (20-23) eine
Kommunikationsschnittstelle (401) aufweist und die Steuereinrichtungen (40-43) der
mindestens zwei Schließvorrichtungen (20-23) über ihre Kommunikationsschnittstellen
(401) zur Steuerung der mindestens zwei Schließvorrichtungen (20-23) in Abhängigkeit
des Sensorsignals der mindestens einen Sensoreinrichtung (30-35) miteinander kommunizieren,
wobei jede Steuereinrichtung (40-43) eine Sensorikeinheit (404) zur Bereitstellung
eines Anschlusses (300) für zumindest eine Sensoreinrichtung (30-35) aufweist, wobei
über die Sensorikeinheit (404) eine oder mehrere Sensoreinrichtungen (30-35) an die
Steuereinrichtung (40-43) angeschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Steuereinrichtung (40-43) ein Schaltnetzteil zur Umwandlung einer unstabilisierten
Eingangsspannung in Form einer Netzspannung eines Energieversorgungssystems in eine
konstante Ausgangsspannung aufweist, wobei zur Umwandlung die Netzspannung des Energieversorgungssystems
zunächst gleichgerichtet, zur Transformation in eine Wechselspannung höherer Frequenz
umgewandelt und nach der Transformation erneut gleichgerichtet wird, wobei das Steuerungsteil
(403) und das Schaltnetzteil (400) der Steuereinrichtung (40-43) eine Prozessoreinheit
(402) der Steuereinrichtung (40-43) gemeinsam nutzen, wobei es sich bei der Umweltbedingung
um die Helligkeit, eine Vibration und/oder das Auftreten von Lärm im Bereich der mindestens
einen Sensoreinrichtung (30-35) handelt.
1. A system of a building (1), comprising
- at least two closing devices (20-23) formed as a building door or as a building
window, which each include a frame (201-231), an adjustable wing (200-230) movably
arranged on the frame (201-231), an electromotive driving device (202-232) for adjusting
the adjustable wing (200-230) or an assembly of the adjustable wing (200-230) and
a control device (40-43), and
- at least one sensor device (30-35) for generating a sensor signal in dependence
on at least one environmental condition,
wherein the control device (40-43) of each closing device (20-23) includes a communication
interface (401) and the control devices (40-43) of the at least two closing devices
(20-23) are formed to communicate with each other via their communication interfaces
(401) to control the at least two closing devices (20-23) in dependence on the sensor
signal of the at least one sensor device (30-35), wherein each control device (40-43)
includes a sensor unit (404) for providing a connection (300) for at least one sensor
device (30-35), wherein one or more sensor devices (30-35) are connected to the control
device (40-43) via the sensor unit (404),
characterized in
that sensor signals arriving via the sensor unit (404) are evaluated and supplied to a
control section (403), in order to provide for a control of the associated closing
device (20-23) and by communication with other control devices (40-43) also of the
other closing devices (20-23), and that each control device (40-43) includes a switching
power supply for converting an unstabilized input voltage in the form of a mains voltage
of an energy supply system into a constant output voltge, wherein for conversion the
mains voltage of the energy supply system initially is rectified, for transformation
is converted into an alternating voltage of higher frequency, and after the transformation
is again rectified, wherein the control section (403) and the switching power supply
(400) of the control device (40-43) jointly utilize a processor unit (402) of the
control device (40-43), wherein the environmental condition is the brightness, a vibration
and/or the occurrence of noise in the vicinity of the at least one sensor device (30-35).
2. The system according to claim 1, characterized in that to each closing device (20-23) at least one sensor device (30-35) is associated.
3. The system according to claim 1 or 2, characterized in that the control devices (20-23) are formed to actuate the at least two closing devices
(20-23) in dependence on the sensor signal in a matched way.
4. The system according to any of the preceding claims,
characterized in that the control devices (20-23) are formed to actuate the at least two closing devices
(20-23) in dependence on the sensor signal
- for adjusting an air stream (L) through the closing devices (20-23),
- for influencing an air quality, air humidity or temperature within a room (R) of
the system (1),
- for noise reduction within a room (R) of the system (1) and/or
- for closing the closing devices (20-23) to provide burglary protection.
5. The system according to any of the preceding claims, characterized in that the control devices (20-23) are formed to actuate the at least two closing devices
(20-23) in dependence on sensor signals of at least two sensor devices (30-35) each
associated to a closing device (20-23).
6. The system according to any of the preceding claims, characterized in that the control devices (20-23) are formed to adjust an air stream (L) through a room
(R) of the system (1) by actuating the at least two closing devices (20-23) in dependence
on an air pressure measured on at least two sensor devices (30-35).
7. The system according to any of the preceding claims, characterized in that at least one control device (40-43) of the at least two closing devices (20-23) is
connected with at least one other functional system (8) different from the closing
devices (20-23) via the associated communication interface (401).
8. The system according to any of the preceding claims, characterized in that each control device (40-43) is connected with a bus system via the associated communication
interface (401).
9. The system according to any of the preceding claims, characterized in that each control device (40-43) is formed to wirelessly communicate with at least one
other control device (40-43) via the associated communication interface (401).
10. The system according to any of the preceding claims, characterized by an additional central control unit (5) which is formed to communicate with the control
devices (40-43) of the at least two closing devices (20-23).
11. The system according to any of the preceding claims,
characterized in that the control device (40) is self-learning, in order to
- recognize a sluggishness in the adjustment of the adjustable wing (220) and actuate
the associated closing device (20-23) in dependence on a recognized sluggishness,
- recognize a user behavior during actuation of the at least two closing devices (20-23)
and actuate the associated closing device (20-23) in dependence on a recognized user
behavior.
12. A method for operating a system of a building according to any of claims 1 to 11,
which comprises
at least two closing devices formed as a building door or as a building window, which
each include a frame, an adjustable wing movably arranged on the frame, an electromotive
driving device for adjusting the adjustable wing, or an assembly of the adjustable
wing and a control device, and
at least one sensor device for generating a sensor signal in dependence on at least
one environmental condition,
wherein the control device (40-43) of each closing device (20-23) includes a communication
interface (401) and the control devices (40-43) of the at least two closing devices
(20-23) are formed to communicate with each other via their communication interfaces
(401) to control the at least two closing devices (20-23) in dependence on the sensor
signal of the at least one sensor device (30-35), wherein each control device (40-43)
includes a sensor unit (404) to provide a connection (300) for at least one sensor
device (30-35), wherein one or more sensor devices (30-35) are connected to the control
device (40-43) via the sensor unit (404),
characterized in
that each control device (40-43) includes a switching power supply for converting an unstabilized
input voltage in the form of a mains voltage of an energy supply system into a constant
output voltage, wherein for conversion the mains voltage of the energy supply system
initially is rectified, for transformation converted into an alternating voltage of
higher frequency, and after the transformation is again rectified, wherein the control
section (403) and the switching power supply (400) of the control device (40-43) jointly
utilize a processor unit (402) of the control device (40-43), wherein the environmental
condition is the brightness, a vibration and/or the occurrence of noise in the vicinity
of the at least one sensor device (30-35).
1. Système d'un bâtiment (1), comprenant
- au moins deux dispositifs de fermeture (20-23) réalisés sous forme de porte de bâtiment
ou de fenêtre de bâtiment, qui présentent respectivement un cadre (201-231), un battant
à ajuster (200-230) disposé de manière mobile au niveau du cadre (201-231), un dispositif
d'entraînement (202-232) à moteur électrique pour ajuster le battant à ajuster (200-230)
ou un sous-ensemble du battant à ajuster (200-230) et un système de commande (40-43),
et
- au moins un système de capteur (30-35) pour générer un signal de capteur en fonction
d'au moins une condition extérieure,
dans lequel le système de commande (40-43) de chaque dispositif de fermeture (20-23)
présente une interface de communication (401) et les systèmes de commande (40-43)
des au moins deux dispositifs de fermeture (20-23) sont réalisés pour communiquer
les uns avec les autres par l'intermédiaire de leurs interfaces de communication (401)
pour commander les au moins deux dispositifs de fermeture (20-23) en fonction du signal
de capteur de l'au moins un système de capteur (30-35), dans lequel chaque système
de commande (40-43) présente une unité de détection (404) pour fournir un raccordement
(300) pour au moins un système de capteur (30-35), dans lequel un ou plusieurs systèmes
de capteur (30-35) sont raccordés au système de commande (40-43) par l'intermédiaire
de l'unité de détection (404),
caractérisé en ce
que des signaux de capteur arrivant par l'intermédiaire de l'unité de détection (404)
sont évalués et sont amenés à une partie de commande (403) pour permettre une commande
du dispositif de fermeture (20-23) associé ainsi que des autres dispositifs de fermeture
(20-23) également par communication avec d'autres systèmes de commande (40-43), et
en ce que chaque système de commande (40-43) présente une alimentation à découpage
pour transformer une tension d'entrée non stable sous forme d'une tension de réseau
d'un système d'alimentation en énergie en une tension de sortie constante, dans lequel,
pour la conversion, la tension de réseau du système d'alimentation en énergie est
d'abord redressée, convertie en une tension alternative de fréquence plus élevée pour
la transformation et redressée à nouveau après la transformation, dans lequel la partie
de commande (403) et l'alimentation à découpage (400) du système de commande (40-43)
utilisent conjointement une unité de processeur (402) du système de commande (40-43),
dans lequel la condition extérieure est la clarté, une vibration et/ou l'apparition
de bruit dans la zone de l'au moins un système de capteur (30-35).
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un système de capteur (30-35) est associé à chaque dispositif de fermeture
(20-23).
3. Système selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les systèmes de commande (20-23) sont réalisés pour piloter les au moins deux dispositifs
de fermeture (20-23) en fonction du signal de capteur d'une manière adaptée.
4. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les systèmes de commande (20-23) sont réalisés pour piloter les au moins deux dispositifs
de fermeture (20-23) en fonction du signal de capteur
- pour régler un flux d'air (L) à travers les dispositifs de fermeture (20-23),
- pour influer sur une qualité de l'air, l'humidité de l'air ou la température à l'intérieur
d'un espace (R) du système (1),
- pour réduire le bruit à l'intérieur d'un espace (R) du système (1) et/ou
- pour fermer les dispositifs de fermeture (20-23) pour fournir une protection contre
toute effraction.
5. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les systèmes de commande (20-23) sont réalisés pour piloter les au moins deux dispositifs
de fermeture (20-23) en fonction de signaux de capteur d'au moins deux systèmes de
capteur (30-35) associés respectivement à un dispositif de fermeture (20-23).
6. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les systèmes de commande (20-23) sont réalisés pour régler un flux d'air (L) à travers
un espace (R) du système (1) en actionnant les au moins deux dispositifs de fermeture
(20-23) en fonction d'une pression de l'air mesurée au niveau au moins de deux systèmes
de capteur (30-35).
7. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un système de commande (40-43) des au moins deux dispositifs de fermeture
(20-23) est relié, par l'intermédiaire de l'interface de communication (401) qui lui
est associée, à au moins un autre système fonctionnel (8) différent des dispositifs
de fermeture (20-23).
8. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque système de commande (40-43) est relié à un système de bus par l'intermédiaire
de l'interface de communication (401) qui lui est associée.
9. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque système de commande (40-43) est réalisé pour communiquer sans fil, par l'intermédiaire
de l'interface de communication (401) qui lui est associée, avec au moins un autre
système de commande (40-43).
10. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par une commande centrale (5) supplémentaire, qui est réalisée pour communiquer avec
les systèmes de commande (40-43) des au moins deux dispositifs de fermeture (20-23).
11. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le système de commande (40-43) est auto-adaptatif pour
- identifier une dureté dans l'ajustement du battant à ajuster (220) et de piloter
le dispositif de fermeture (20-23) associé en fonction d'une dureté identifiée,
- identifier un comportement utilisateur lors de l'actionnement des au moins deux
dispositifs de fermeture (20-23) et de piloter le dispositif de fermeture (20-23)
associé en fonction d'un comportement utilisateur identifié.
12. Procédé pour faire fonctionner un système d'un bâtiment selon l'une quelconque des
revendications 1 à 11, qui comprend
- au moins deux dispositifs de fermeture réalisés sous forme de porte de bâtiment
ou de fenêtre de bâtiment, qui présentent respectivement un cadre, un battant à ajuster
disposé de manière mobile au niveau du cadre, un dispositif d'entraînement à moteur
électrique pour ajuster le battant à ajuster ou un sous-ensemble du battant à ajuster
et un système de commande, et
- au moins un système de capteur pour générer un signal de capteur en fonction d'au
moins une condition extérieure,
dans lequel le système de commande (40-43) de chaque dispositif de fermeture (20-23)
présente une interface de communication (401) et les systèmes de commande (40-43)
des au moins deux dispositifs de fermeture (20-23) sont réalisés pour communiquer
les uns avec les autres par l'intermédiaire de leurs interfaces de communication (401)
pour commander les au moins deux dispositifs de fermeture (20-23) en fonction du signal
de capteur de l'au moins un système de capteur (30-35), dans lequel chaque système
de commande (40-43) présente une unité de détection (404) pour fournir un raccordement
(300) pour au moins un système de capteur (30-35), dans lequel un ou plusieurs systèmes
de capteur (30-35) sont raccordés au système de commande (40-43) par l'intermédiaire
de l'unité de détection (404),
caractérisé en ce
que chaque système de commande (40-43) présente une partie d'alimentation à découpage
pour transformer une tension d'entrée non stable sous forme d'une tension de réseau
d'un système d'alimentation en énergie en une tension de sortie constante, la tension
de réseau du système d'alimentation en énergie étant d'abord redressée pour la transformation,
transformée en une tension alternative de fréquence plus élevée pour la transformation
et redressée à nouveau après la transformation, la partie de commande (403) et la
partie d'alimentation à découpage (400) du système de commande (40-43) utilisant conjointement
une unité de processeur (402) du système de commande (40-43), la condition extérieure
étant la clarté, une vibration et/ou l'apparition de bruit dans la zone de l'au moins
un système de capteur (30-35).