[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe, eine
Vakuumpumpe mit einer Holweckpumpstufe und ein Verfahren zur Herstellung eines Statorelements
für eine Holweckpumpstufe.
[0002] Vakuumpumpen werden in verschiedenen Bereichen der Technik wie zum Beispiel in der
Halbleiterverfahrenstechnik eingesetzt, um in einem zu evakuierenden Volumen ein für
den jeweiligen technischen Prozess notwendiges Vakuum zu erzeugen. Ein wichtiger in
Vakuumpumpen eingesetzter Pumpmechanismus ist der Holweck-Pumpmechanismus, der im
molekularen Strömungsbereich besonders wirksam ist und als molekularer Pumpmechanismus
bezeichnet wird. Holweckpumpstufen werden z.B. in Turbomolekularpumpen eingesetzt,
welche zusätzlich zu ein oder mehreren turbomolekularen Pumpstufen ein oder mehrere,
den turbomolekularen Pumpstufen nachgeschaltete Holweckpumpstufen umfassen. Die Holweckpumpstufen
können seriell oder parallel zueinander pumpen.
[0003] Eine Holweckpumpstufe umfasst typischerweise ein im Wesentlichen zylindermantelförmiges
Statorelement und ein ebenfalls im Wesentlichen zylindermantelförmiges Rotorelement,
wobei eine Mantelfläche des Statorelements und eine Mantelfläche des Rotorelements
die pumpaktiven Oberflächen der Pumpstufe bilden und einander unter Ausbildung eines
engen Spalts gegenüberliegen, welcher als Holweckspalt bezeichnet wird. In der Mantelfläche
des Statorelements sind in der Regel mehrere schraubenlinienförmig in axialer Richtung
verlaufende Stege und zwischen den Stegen angeordnete, ebenfalls schraubenlinienförmig
in axialer Richtung verlaufende Nuten ausgebildet. Die gegenüberliegende Mantelfläche
des Rotorelements kann z.B. glatt ausgebildet sein. Die Pumpwirkung der Holweckpumpstufe
beruht darauf, dass die zu fördernden Gasmoleküle durch die rotierende Bewegung des
Rotorelements innerhalb der Nuten vorangetrieben und dadurch in axialer Richtung gefördert
werden, wobei die zwischen den Nuten ausgebildeten Stege die Nuten abdichten und ein
Ausströmen oder Rückströmen der Gasmoleküle entgegen der Pumprichtung verhindern bzw.
reduzieren.
[0004] Da für eine hohe Pumpeffizienz unter anderem ein möglichst geringes Spaltmaß des
Holweckspalts notwendig ist, muss das Statorelement mit hoher Präzision und innerhalb
enger Fertigungstoleranzen hergestellt werden. Da das Statorelement der Holweckpumpstufe
außerdem unmittelbar mit den geförderten Gasen in Verbindung steht und hohen thermischen
und mechanischen Belastungen ausgesetzt ist, muss der Werkstoff des Statorelements
so gewählt sein, dass eine Verschmutzung des Vakuums ausgeschlossen ist, eine ausreichende
Vakuumdichtheit gewährleistet ist und das Statorelement den thermischen und mechanischen
Belastungen standhält. Um diese Anforderung zu erfüllen, werden Statorelemente für
Holweckpumpstufen üblicherweise aus Vollzylindern oder aus Hohlzylindern aus einem
vakuumkompatiblen Metall herausgefräst, was mit einem sehr hohen Zeit- und Kostenaufwand
verbunden ist.
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein den vakuumtechnischen Anforderungen
genügendes Statorelement für eine Holweckpumpstufe anzugeben, das mit verringertem
Zeit- und Kostenaufwand hergestellt werden kann, sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines Statorelements für eine Holweckpumpstufe, welches mit verringertem Zeit- und
Kostenaufwand durchgeführt werden kann.
[0006] Die Aufgabe wird durch ein Statorelement oder einen Bausatz für ein Statorelement
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe, welches eine im Wesentlichen zylindermantelförmige
Grundform aufweist, oder ein Bausatz für ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe,
welches eine im Wesentlichen zylindermantelförmige Grundform aufweist, umfasst mehrere
voneinander getrennte Statorteile, die zu dem Statorelement zusammengesetzt sind oder
zusammensetzbar sind.
[0008] Das Statorelement bzw. der Grundkörper ist also nicht einteilig ausgebildet, sondern
umfasst mehrere einzelne Statorteile, die zu dem Statorelement zusammengesetzt werden
können.
[0009] Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass die Herstellung einzelner Statorteile
deutlich einfacher möglich als die Herstellung eines einteiligen Statorelements, da
die mit einer einteiligen Herstellung einhergehenden Schwierigkeiten wie z.B. die
sich aufgrund der Zylindermantelform ergebenden Hinterschneidungen, Unzugänglichkeiten
und ungünstigen Bearbeitungswinkel vermieden werden und stattdessen Statorteile mit
einer unproblematischen Form hergestellt werden. Beispielsweise lassen sich die Statorteile,
wie nachfolgend erläutert, einfach und kostengünstig durch Gießen herstellen, ohne
dass die Entformung der Statorteile durch etwaige Hinterschneidungen wesentlich erschwert
oder behindert wird.
[0010] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung
und den Figuren beschrieben.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform bildet eine äußere und/oder eine innere
Mantelfläche des Statorelements jeweils eine pumpaktive Oberfläche mit mehreren schraubenlinienförmig
in axialer Richtung verlaufenden Stegen und zwischen den Stegen angeordneten und schraubenlinienförmig
in axialer Richtung verlaufenden Nuten, wobei die Statorteile jeweils einen Bereich
einer pumpaktiven Oberfläche bzw. der pumpaktiven Oberflächen bilden. Die Stege und
Nuten bilden also ein Holweckgewinde, wobei unter einer Schraubenlinienform auch eine
Form zu verstehen ist, die nur eine Teilumdrehung einer Schraubenlinie bildet. Das
Statorelement kann prinzipiell an einer der genannten Mantelflächen oder an beiden
Mantelflächen eine solche pumpaktive Oberfläche aufweisen. Jede pumpaktive Oberfläche
kann mit der pumpaktiven Mantelfläche eines gegenüber dem Statorelement rotierenden,
ebenfalls im Wesentlichen zylindermantelförmigen Rotorelements eine Holweckpumpstufe
bilden.
[0012] Der Vorteil der Erfindung kommt besonders zum Tragen, wenn zumindest an der inneren
Mantelfläche des Statorelements eine pumpaktive Oberfläche mit mehreren Nuten und
Stegen ausgebildet ist, da in diesem Fall die einteilige Herstellung eines entsprechenden
Statorelements besonders aufwendig ist.
[0013] Die einzelnen Statorteile sind zu dem Statorelement zusammensetzbar und können dabei
im Wesentlichen scherbenförmig ausgebildet sein. Zumindest ein Statorteil oder jedes
Statorteil kann dabei einen Ausschnitt der zylindermantelförmigen Grundform des Statorelements
bilden. Vorzugsweise weist zumindest ein Statorteil oder jedes Statorteil eine Außenseite
auf, welche einen Ausschnitt der äußeren Mantelfläche des Statorelements bildet, und
eine Innenseite, welche einen Ausschnitt der inneren Mantelfläche des Statorelements
bildet.
[0014] Jedes Statorteil kann an einer Außenseite und/oder einer Innenseite, welche einen
Teil der äußeren bzw. inneren Mantelfläche des Statorelements bildet, einen oder mehrere
der vorstehend beschriebenen schraubenlinienförmigen Stege und dazwischen verlaufenden
schraubenlinienförmigen Nuten oder zumindest Abschnitte derselben aufweisen.
[0015] Gemäß einer Ausführungsform deckt zumindest ein Statorteil und insbesondere jedes
Statorteil nur einen Teilbereich des relativ zu der Längsachse des Statorelements
definierten Umfangswinkels des Statorelements ab. Das Statorelement kann dabei durch
die Statorteile in mehrere in Umfangsrichtung aufeinander folgende Winkelabschnitte
bzw. Segmente unterteilt sein. Dadurch wird eine geschlossene geometrische Form der
einzelnen Statorteile vermieden, wodurch deren Herstellung vereinfacht wird und zum
Beispiel bei einer Herstellung durch Gießen eine vereinfachte Entformbarkeit der Statorteile
gewährleistet wird. Das aus den Statorteilen zusammengesetzte Statorelement insgesamt
weist vorzugsweise einen Umfangswinkel von 360° auf, d.h. das Statorelement kann um
seine Längsachse ringförmig geschlossen ausgebildet sein und den vollen relativ zu
seiner Längsachse definierten Winkelbereich abdecken. Zumindest ein Statorteil oder
jedes Statorteil kann sich über die gesamte auf die Längsachsenrichtung des Statorelements
bezogene Längserstreckung des Statorelements erstrecken.
[0016] Bevorzugt deckt zumindest ein Statorteil und insbesondere jedes Statorteil einen
Bereich von höchstens 180° und vorzugsweise von weniger als 180° des relativ zu der
Längsachse des Statorelements definierten Umfangswinkels des Statorelements ab. Dadurch
kann eine noch leichtere Herstellbarkeit und insbesondere eine noch leichtere Entformbarkeit
der Statorteile bei deren Herstellung erreicht werden, da bei einem Winkel von weniger
als 180° Hinterschneidungen des geformten Statorteils vermieden werden, welche ein
Entformen verhindern oder erheblich erschweren würden.
[0017] Vorzugsweise ist das Statorelement durch zwei zueinander benachbarte Statorteile
parallel zu der Längsachse des Statorelements und/oder schräg zu der Längsachse des
Statorelements geteilt. Dabei können die beiden benachbarten Statorteile einander
gegenüberliegende und zueinander weisende Trennflächen aufweisen, die in Längsachsenrichtung
des Statorelements durch das Statorelement hindurch verlaufen, und zwar zumindest
bereichsweise parallel und/oder schräg zu der Längsachse des Statorelements. Dadurch
wird es ermöglicht, das Statorelement aus einer relativ geringen Anzahl von Statorteilen
aufzubauen, die jeweils nur einen Teilbereich des Umfangswinkels des Statorelements
abdecken.
[0018] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass eine pumpaktive Oberfläche des Statorelements
durch zwei zueinander benachbarte Statorteile parallel zu der Längsachse des Statorelements
und/oder schräg zu der Längsachse des Statorelements geteilt ist. Dabei weisen die
beiden benachbarten Statorteile einander gegenüberliegende und zueinander weisende
Trennflächen auf, die in Längsachsenrichtung des Statorelements durch die pumpaktive
Oberfläche des Statorelements hindurch verlaufen und eine Trennlinie der pumpaktiven
Oberfläche definieren, die zumindest bereichsweise parallel und/oder schräg zu der
Längsachse des Statorelements verläuft.
[0019] Bevorzugt ist zumindest ein Abschnitt einer pumpaktiven Oberfläche des Statorelements
durch zwei zueinander benachbarte Statorteile entlang einer Nut oder entlang eines
Stegs der pumpaktiven Oberfläche und insbesondere zumindest näherungsweise parallel
zu der Nut oder zu dem Steg geteilt. Eine durch die benachbarten Statorteile definierte
Trennlinie der pumpaktiven Oberfläche verläuft also entlang eines Stegs oder einer
Nut und insbesondere im Wesentlichen parallel zu dem Steg oder zu der Nut. Dadurch
wird die Herstellung der einzelnen Statorteile vereinfacht, da die Anzahl der in jedem
Statorteil auszubildenden Stege und Nuten bzw. Stegabschnitte und Nutabschnitte gering
gehalten wird. Beispielsweise kann der Nutboden zumindest eines Längsabschnitts der
Nut vollständig durch das eine Statorteil gebildet sein und ein den Längsabschnitt
der Nut begrenzender Stegabschnitt kann vollständig durch das benachbarte Statorteil
gebildet sein, so dass das Statorelement entlang des Rands des Bodens der Nut geteilt
ist. Bei dieser Ausgestaltung führen geringfügige Abweichungen der Relativpositionen
der Statorteile gegenüber ihrer Sollposition nicht zu einem die Pumpwirkung beeinträchtigenden
Versatz der Nuten und Stegabschnitte zueinander.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist zumindest ein Statorteil und insbesondere
jedes Statorteil so ausgebildet, dass mehrere mit dem Statorteil identische Statorteile
zu dem Statorelement zusammensetzbar sind. Dadurch wird die Herstellung der Statorelemente
noch weiter vereinfacht, da keine verschiedenen Statorelemente hergestellt werden
müssen, sondern das Statorelement aus identischen Statorteilen zusammengesetzt sein
kann. Dementsprechend umfasst das Statorelement vorzugsweise wenigstens zwei im Wesentlichen
identische Statorteile und kann insbesondere vollständig aus im Wesentlichen identischen
Statorteilen bestehen.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform, deren Vorteile auch aus der nachstehenden, ein Herstellungsverfahren
betreffenden Beschreibung ersichtlich sind, ist zumindest ein Statorteil und insbesondere
jedes Statorteil durch Gießen hergestellt oder herstellbar. Gießen stellt ein besonders
einfaches und kostengünstiges Verfahren dar, mit dem sich ein den vakuumtechnischen
Anforderungen genügendes Statorelement bzw. Statorteil herstellen lässt.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist zumindest ein Statorteil und insbesondere
jedes Statorteil zumindest teilweise und insbesondere vollständig aus einem Kunststoff
hergestellt oder herstellbar. Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass zumindest
ein Statorteil und insbesondere jedes Statorteil durch Blasformen oder dreidimensionales
Drucken hergestellt oder herstellbar ist.
[0023] Die Form der Stege eines Statorteils ist vorzugsweise so angepasst, dass das Statorteil
keine Hinterschneidungen aufweist, die ein Entformen des Statorteils verhindern oder
wesentlich erschweren würden, z.B. wenn das Statorteil durch Gießen hergestellt wird.
[0024] Zumindest ein Statorteil oder jedes Statorteil kann prinzipiell zumindest teilweise
und insbesondere vollständig aus einem Metall, insbesondere einem gießbaren Metall,
bestehen, welches die jeweiligen vakuumtechnischen Anforderungen erfüllt.
[0025] Prinzipiell kann das Statorelement in eine beliebige Anzahl von Statorteilen unterteilt
sein. Beispielsweise können genau zwei Statorteile vorgesehen sein, die jeweils im
Wesentlichen halbschalenförmig ausgestaltet sein können und zu dem Statorelement zusammensetzbar
sind. Es können aber auch drei, vier, fünf, sechs oder mehr Statorteile hergestellt
werden, die zusammengesetzt das Statorelement ergeben.
[0026] Darunter, dass die Statorteile zu dem Statorelement zusammensetzbar sind, wird im
Rahmen der vorliegenden Beschreibung verstanden, dass die Statorteile derart relativ
zueinander positionierbar sind, dass sie das Statorelement mit der beschriebenen Form
bilden. Die Statorteile können dabei so ausgebildet sein, dass sie sich im zusammengesetzten
Zustand gegenseitig in ihrer gewünschten Relativpositionierung halten. Dazu können
die Statorteile zueinander komplementäre Oberflächen besitzen, die bei dem zusammengesetzten
Statorelement aneinander anliegen und einander stützen. Das zusammengesetzte Statorelement
kann dabei eine selbsttragende mechanische Struktur bilden. Die Statorteile können
auch so ausgebildet sein, dass sie, wenn sie zur Bildung des Statorelements in eine
Vakuumpumpe eingesetzt werden, in ihrer gewünschten Relativpositionierung zueinander
fixiert sind und somit gemeinsam mit der Vakuumpumpe eine selbsttragende Struktur
bilden.
[0027] Die Statorteile können prinzipiell als einzelne nicht miteinander verbundene Teile
vorliegen oder zur Bildung des Statorelements fest und insbesondere materialschlüssig
miteinander verbunden, insbesondere miteinander verklebt, sein. Unter "voneinander
getrennten" Statorteilen sind im Falle einer festen Verbindung Statorteile zu verstehen,
die als einzelne Teile hergestellt oder herstellbar sind und nachträglich miteinander
verbunden wurden.
[0028] Unter einer im Wesentlichen zylindermantelförmigen Grundform ist eine beliebige Mantelform
mit einer vorzugsweise im Wesentlichen rotationssymmetrischen Innen- und/oder Außenkontur
zu verstehen. Die Grundform kann dabei durch eine gerade Zylindermantelform gebildet
sein oder auch durch eine Kegelstumpfmantelform, das heißt durch die Form eines sich
in seiner Längsachsenrichtung verjüngenden bzw. erweiternden Zylindermantels.
[0029] Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Statorelements
für eine Holweckpumpstufe, welches eine im Wesentlichen zylindermantelförmige Grundform
aufweist, oder zur Herstellung eines Bausatzes für ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe,
welches eine im Wesentlichen zylindermantelförmige Grundform aufweist. Das Verfahren
umfasst, dass mehrere Statorteile getrennt voneinander hergestellt werden, wobei die
Statorteile zu dem Statorelement oder zu einem Grundkörper für das Statorelement zusammensetzbar
sind. Das Verfahren dient vorzugsweise zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Statorelements
oder Bausatzes gemäß der vorstehenden Beschreibung. Die vorstehend in Bezug auf das
Statorelement und den Bausatz und deren Herstellung beschriebenen vorteilhaften Ausführungsformen
und Vorteile stellen entsprechende vorteilhafte Ausführungsformen und Vorteile des
Verfahrens dar.
[0030] Eine vorteilhafte Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass zur Herstellung zumindest
eines Statorteils und insbesondere zur Herstellung jedes Statorteils jeweils zunächst
ein Grundkörper für das Statorteil hergestellt wird, wobei der Grundkörper anschließend
nachbearbeitet wird, um das Statorteil zu bilden. Der Grundkörper kann dabei durch
ein Urformverfahren hergestellt werden und/oder der Grundkörper kann durch ein Umformverfahren
nachbearbeitet werden, um das Statorteil zu bilden. Auf diese Weise kann mit geringem
Aufwand und zuverlässig ein Statorelement mit einer ausreichenden geometrischen Präzision
hergestellt werden. Wie nachstehend beschrieben, kommen dabei als Urformverfahren
insbesondere Gießen, Blasformen und dreidimensionales Drucken (3D-Drucken) in Frage.
Prinzipiell kann zumindest ein Statorteil auch ohne Nachbearbeitung vollständig durch
ein Urformverfahren hergestellt werden.
[0031] Die Statorteile können als einzelne Teile bereitgestellt oder zur Bildung des Statorelements
miteinander fest und insbesondere materialschlüssig verbunden, insbesondere miteinander
verklebt, werden.
[0032] Unter einem Grundkörper für ein Statorelement bzw. Statorteil ist ein Körper zu verstehen,
welcher zu dem Statorelement bzw. Statorteil weiter verarbeitet werden kann. Der Grundkörper
für das Statorelement ist vorzugsweise im Wesentlichen zylindermantelförmig ausgebildet.
Wenn nachfolgend auf die Herstellung des Statorelements oder das Statorelement selbst
bzw. auf die Herstellung eines Statorteils oder ein Statorteil selbst Bezug genommen
wird, bezieht sich die entsprechende Beschreibung sofern anwendbar und nicht anders
angegeben in entsprechender Weise auf die Herstellung eines Grundkörpers für das Statorelement
bzw. Statorteil bzw. den Grundkörper selbst.
[0033] Wenn zunächst in einem Urformverfahren ein Grundkörper für das Statorteil hergestellt
wird, weist dieser Grundkörper vorzugsweise eine Außenseite auf, die einen Ausschnitt
einer äußeren Mantelfläche eines im Wesentlichen zylindermantelförmigen Grundkörpers
für das Statorelement bildet, und/oder eine Innenseite, die einen Ausschnitt einer
inneren Mantelfläche eines im Wesentlichen zylindermantelförmigen Grundkörpers für
das Statorelement bildet. Die Außenseite und/oder die Innenseite des Grundkörpers
für das Statorteil kann dabei bereits eine Profilierung mit vorläufigen Stegen oder
Stegabschnitten und dazwischen angeordneten Nuten bzw. Nutabschnitten aufweisen, welche
durch Nachbearbeitung zu den endgültigen Stegen oder Stegabschnitten und dazwischen
angeordneten Nuten oder Nutabschnitten umgeformt werden. Die Nachbearbeitung kann
zum Beispiel die Anpassung der Form der vorläufigen Stege oder Stegabschnitte des
Grundkörpers des Statorteils umfassen. Die Nachbearbeitung kann auch dazu dienen,
einen durch das jeweilige Statorteil vorgegebenen Außen- und/oder Innendurchmesser
der äußeren bzw. inneren Mantelfläche des Statorelements noch präziser auf einen vorgegebenen
Wert zu bringen und dadurch die für eine hohe Pumpeffizienz erforderlichen engen Spaltmaße
der Holweckpumpstufe zu ermöglichen. Zu diesem Zweck können z.B. vorhandene vorläufige
Stege oder Stegabschnitte durch ein materialentfernendes, insbesondere spanabhebendes,
Verfahren nachbearbeitet werden, um den jeweils gewünschten Außen- bzw. Innendurchmesser
zu erreichen. Diese Nachbearbeitung kann zum Beispiel ein Überdrehen des Grundkörpers
für das Statorteil umfassen.
[0034] Die Form der Stege eines Statorteils ist vorzugsweise so angepasst, dass das Statorteil
keine Hinterschneidungen aufweist, die ein Entformen des Statorteils bzw. des Grundkörpers
für das Statorteil verhindern oder wesentlich erschweren würden, z.B. wenn das Statorteil
oder der Grundkörper durch Gießen hergestellt wird. Das fertige Statorelement kann
dann entweder derartige, von bekannten Stegformen ggf. abweichende Stegformen besitzen
oder die Stegform kann wie vorstehend beschrieben nachträglich geändert werden.
[0035] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Herstellung zumindest eines
Statorteils und insbesondere die Herstellung jedes Statorteils, dass das Statorteil
oder ein Grundkörper für das Statorteil durch Gießen hergestellt wird. Das Gießen
stellt also ein mögliches Urformverfahren im Sinne der vorstehenden Beschreibung dar.
Das Gießen erlaubt eine zeit- und kosteneffiziente Serienfertigung der Statorteile,
wodurch der für die Herstellung eines Statorelements erforderliche Zeit- und Kostenaufwand
erheblich reduziert wird. Durch die Aufteilung des Statorelements in mehrere Statorteile
wird dabei eine einfache Entformung der Statorteile nach dem Gießen ermöglicht, da
mit der zylindermantelförmigen Grundform des Statorelements einhergehende Entformungsschwierigkeiten
vermieden werden. Wie vorstehend beschrieben, kann zumindest ein Statorteil oder jedes
Statorteil eine im Wesentlichen hinterschneidungsfreie Geometrie besitzen, um eine
problemlose Entformung des hergestellten Statorteils zu ermöglichen.
[0036] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass zumindest ein Statorteil und insbesondere
jedes Statorteil zumindest teilweise und insbesondere vollständig aus einem Kunststoff
hergestellt wird. Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass Kunststoff ein für ein
Statorelement geeignetes Material darstellt, welches die vakuumtechnischen Anforderungen
erfüllt und gleichzeitig kostengünstiger verfügbar und einfacher verarbeitbar ist
als herkömmliche Werkstoffe. Die Herstellung der Statorteile wird dabei durch die
Aufteilung des Statorelements in mehrere Statorteile noch zusätzlich erleichtert.
[0037] Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Herstellung zumindest eines Statorteils und
insbesondere die Herstellung jedes Statorteils, dass das Statorteil oder ein Grundkörper
für das Statorteil durch Blasformen oder dreidimensionales Drucken hergestellt wird.
Blasformen oder dreidimensionales Drucken stellt also ein mögliches Urformverfahren
im Sinne der vorstehenden Beschreibung dar. Diese Verfahren eignen sich besonders,
um ein Statorteil mit einer gewünschten Form herzustellen, welches vorzugsweise zumindest
teilweise und insbesondere vollständig aus einem Kunststoff besteht. Im Rahmen der
Erfindung wurde erkannt, dass Blasformen und dreidimensionales geeignet sind, um Statorteile
mit ausreichender geometrischer Präzision zu schaffen, welche den bestehenden vakuumtechnischen
Anforderungen genügen.
[0038] Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Statorelements
für eine Holweckpumpstufe oder zur Herstellung eines mehrere Statorteile umfassenden
Bausatzes für ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe, wobei das Verfahren umfasst,
dass das Statorelement oder zumindest ein Statorteil oder ein Grundkörper für das
Statorelement oder für das Statorteil durch Gießen hergestellt wird. Im Rahmen der
Erfindung wurde erkannt, dass sich durch dieses Herstellungsverfahren, welches mit
verringertem Zeit- und Kostenaufwand durchführbar ist, ein Statorelement bzw. ein
Statorteil oder ein Grundkörper mit den für die Verwendung in einer Holweckpumpstufe
erforderlichen vakuumtechnischen Eigenschaften herstellen lässt.
[0039] Eine äußere und/oder eine innere Mantelfläche des Statorelements bildet vorzugsweise
jeweils eine pumpaktive Oberfläche mit einem Holweckgewinde, d.h. mit mehreren schraubenlinienförmig
in axialer Richtung verlaufenden Stegen und zwischen den Stegen angeordneten und schraubenlinienförmig
in axialer Richtung verlaufenden Nuten. Das Verfahren kann umfassen, dass durch das
Gießen zuerst ein Grundkörper für das Statorelement oder für ein Statorteil für das
Statorelement hergestellt wird, der anschließend zur Bildung des Statorelements oder
Statorteils nachbearbeitet wird, insbesondere durch ein Umformverfahren. Ein durch
Gießen hergestellter Grundkörper für ein Statorelement besitzt vorzugsweise eine im
Wesentlichen zylindermantelförmige Grundform. Der Grundkörper kann an seiner Innen-
und/oder Außenseite auch bereits ein oder mehrere vorläufige Stege und/oder Nuten
aufweisen. Eine Nachbearbeitung kann dann eine Anpassung der Stegform und/oder eine
Anpassung des durch den Grundkörper vorgegebenen Außen- und/oder Innendurchmessers
des Statorelements umfassen.
[0040] Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Statorelements
für eine Holweckpumpstufe oder zur Herstellung eines mehrere Statorteile umfassenden
Bausatzes für ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe, wobei das Verfahren umfasst,
dass das Statorelement oder zumindest ein Statorteil oder ein Grundkörper für das
Statorelement oder für das Statorteil zumindest teilweise und insbesondere vollständig
aus einem Kunststoff hergestellt wird. Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass
sich aus einem Kunststoff, welcher kostengünstig verfügbar und einfach und kostengünstig
verarbeitbar ist, ein Statorelement herstellen lässt, welches die für den Einsatz
in einer Holweckpumpstufe erforderlichen vakuumtechnischen Eigenschaften besitzt.
Eine äußere und/oder eine innere Mantelfläche des Statorelements bildet dabei vorzugsweise
jeweils eine pumpaktive Oberfläche mit einem Holweckgewinde, d.h. mit mehreren schraubenlinienförmig
in axialer Richtung verlaufenden Stegen und zwischen den Stegen angeordneten und schraubenlinienförmig
in axialer Richtung verlaufenden Nuten.
[0041] Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Statorelements
für eine Holweckpumpstufe oder zur Herstellung eines mehrere Statorteile umfassenden
Bausatzes für ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe, wobei das Verfahren umfasst,
dass das Statorelement oder zumindest ein Statorteil oder ein Grundkörper für das
Statorelement oder für das Statorteil durch Blasformen oder dreidimensionales Drucken
hergestellt wird. Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass sich durch Blasformen
oder dreidimensionales Drucken, welches mit geringem Aufwand durchgeführt werden kann,
ein Statorelement bzw. Statorteil herstellen lässt, welches die für den Einsatz in
einer Holweckpumpstufe erforderlichen vakuumtechnischen Eigenschaften besitzt. Das
Statorelement oder Statorteil besteht dabei vorzugsweise zumindest teilweise und insbesondere
vollständig aus einem Kunststoff. Eine äußere und/oder eine innere Mantelfläche des
Statorelements bildet vorzugsweise jeweils eine pumpaktive Oberfläche mit einem Holweckgewinde,
d.h. mit mehreren schraubenlinienförmig in axialer Richtung verlaufenden Stegen und
zwischen den Stegen angeordneten und schraubenlinienförmig in axialer Richtung verlaufenden
Nuten.
[0042] Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe
und/oder ein Bausatz für ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe, wobei das Statorelement
oder der Bausatz durch ein Verfahren gemäß der vorstehenden Beschreibung hergestellt
ist oder herstellbar ist. Ein solches Statorelement erfüllt die für den Einsatz in
einer Holweckpumpstufe bestehenden vakuumtechnischen Anforderungen und ist gleichzeitig
mit geringem Zeit- und Kostenaufwand herstellbar. Die vorstehend in Zusammenhang mit
den Herstellungsverfahren beschriebenen vorteilhaften Ausführungsformen und Vorteile
des Statorelements bzw. des Bausatzes stellen entsprechende vorteilhafte Ausführungsformen
und Vorteile des erfindungsgemäßen Statorelements oder Bausatzes dar.
[0043] Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vakuumpumpe mit wenigstens einer Holweckpumpstufe,
welche wenigstens ein Statorelement gemäß der vorliegenden Beschreibung umfasst. Die
vorstehend in Bezug auf das Statorelement und dessen Einsatz in einer Vakuumpumpe
beschriebenen vorteilhaften Ausführungsformen stellen bei entsprechender Anwendung
Vorteile und vorteilhafte Ausführungsformen der Vakuumpumpe dar. Das Statorelement
kann gemeinsam mit wenigstens einem Rotorelement die wenigstens eine Holweckpumpstufe
der Vakuumpumpe bilden. Dabei kann eine pumpaktive Oberfläche des Statorelements einer
pumpaktiven Oberfläche des Rotorelements gegenüberliegen und mit dieser Oberfläche
einen radialen Holweckspalt definieren. Die Vakuumpumpe kann insbesondere als Turbomolekularpumpe
ausgebildet sein, welche ein oder mehrere turbomolekulare Pumpstufen umfasst, die
insbesondere stromaufwärts der ein oder mehreren Holweckpumpstufen angeordnet und
mit diesen strömungstechnisch in Serie geschaltet sein können. Die Holweckpumpstufen
können dabei prinzipiell parallel oder seriell zueinander pumpen. Der Zeit- und Kostenaufwand
für die Herstellung der Vakuumpumpe wird durch die Verwendung des erfindungsgemäßen
Statorelements erheblich reduziert.
[0044] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand vorteilhafter Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Statorelement gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in perspektivischer Ansicht,
und
- Fig. 2
- ein Statorelement gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in perspektivischer
Ansicht.
[0045] Fig. 1 zeigt ein Statorelement gemäß einer Ausführungsform der Erfindung im zusammengesetzten
Zustand. Das Statorelement besitzt eine im Wesentlichen zylindermantelförmige Grundform
und umfasst drei separate Statorteile 12, 12', 12", die das Statorelement in drei
Winkelabschnitte unterteilen. Die Trennflächen zwischen den einzelnen Statorteilen
12, 12', 12" sind in Fig. 1 mit den Bezugszeichen 18, 20, 22 bezeichnet und verlaufen
im Wesentlichen parallel zu der Längsachse 24 des Statorelements, so dass jedes Statorteil
12, 12', 12" ein Zylindermantelsegment mit einer von seiner Flachseite her gesehen
im Wesentlichen rechteckigen Umrissform bildet.
[0046] Jedes Statorteil 12, 12', 12" umfasst sowohl an seiner Außenseite als auch an seiner
Innenseite jeweils mehrere Stegabschnitte 14, 14', 14", welche gemeinsam schraubenlinienförmig
in Richtung der Längsachse 24 verlaufende Stege bilden, die an der inneren und der
äußeren Mantelfläche des Statorelements angeordnet sind und zwischen denen jeweils
schraubenlinienförmig in Richtung der Längsachse 24 verlaufende Nuten 16 ausgebildet
sind. Die Stege und Nuten 16 bilden dabei jeweils ein Holweckgewinde an der inneren
und äußeren Mantelfläche des Statorelements, welches dazu geeignet ist, mit einem
gegenüber der jeweiligen Mantelfläche rotierenden, als Holweck-Zylinder ausgebildeten
Rotorelement eine Holweckpumpstufe zu bilden, wobei das Rotorelement insbesondere
eine glatte pumpaktive Oberfläche aufweisen kann. Durch die Segmentierung des Statorelements
wird dessen Herstellung deutlich vereinfacht, da sich die einzelnen Statorteile 12,
12', 12" beispielsweise durch Gießen im Wesentlichen hinterschneidungsfrei herstellen
und somit einfach Entformen lassen.
[0047] Fig. 2 zeigt ein Statorelement gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
welches im Wesentlichen dem in Fig. 1 gezeigten Statorelement entspricht und sich
davon lediglich durch die Geometrie der Unterteilung des Statorelements in Statorteile
12, 12', 12" unterscheidet. Das Statorelement wird durch die drei Statorteile 12,
12', 12" quer zu der Längsachse 24 geteilt, so dass jedes Statorteil 12, 12', 12"
ein Zylindermantelsegment mit einer von seiner Flachseite her gesehen im Wesentlichen
rautenförmigen Umrissform bildet. Die Trennflächen 18, 20, 22 verlaufen jeweils entlang
des Rands des Bodens einer an der äußeren Mantelfläche des Statorelements angeordneten
Nut 16, so dass der jeweilige Nutboden und der jeweils benachbarte Steg 14, 14', 14"
an der äußeren Mantelfläche durch die Trennflächen 18, 20, 22 nicht unterbrochen werden.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 12, 12', 12"
- Statorteil
- 14, 14', 14"
- Stegabschnitt, Steg
- 16
- Nut
- 18, 20, 22
- Trennfläche
- 24
- Längsachse
1. Statorelement für eine Holweckpumpstufe, welches eine im Wesentlichen zylindermantelförmige
Grundform aufweist, oder Bausatz für ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe,
welches eine im Wesentlichen zylindermantelförmige Grundform aufweist, wobei das Statorelement
oder der Bausatz mehrere voneinander getrennte Statorteile (12, 12', 12") umfasst,
die zu dem Statorelement zusammengesetzt sind oder zu dem Statorelement zusammensetzbar
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine äußere und/oder eine innere Mantelfläche des Statorelements jeweils eine pumpaktive
Oberfläche mit mehreren schraubenlinienförmig in axialer Richtung verlaufenden Stegen
(14, 14', 14") und zwischen den Stegen (14, 14', 14") angeordneten und schraubenlinienförmig
in axialer Richtung verlaufenden Nuten (16) bilden, wobei die Statorteile (12, 12',
12") jeweils einen Bereich der pumpaktiven Oberfläche oder der pumpaktiven Oberflächen
bilden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Statorteil (12, 12', 12") und insbesondere jedes Statorteil (12, 12',
12") nur einen Teilbereich des relativ zu der Längsachse (24) des Statorelements definierten
Umfangswinkels des Statorelements abdeckt.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Statorteil (12, 12', 12") und insbesondere jedes Statorteil (12, 12',
12") einen Bereich von höchstens 180° und vorzugsweise von weniger als 180° des relativ
zu der Längsachse (24) des Statorelements definierten Umfangswinkels des Statorelements
abdeckt.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Statorelement durch zwei zueinander benachbarte Statorteile (12, 12', 12") parallel
zu der Längsachse (24) des Statorelements und/oder schräg zu der Längsachse (24) des
Statorelements geteilt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Abschnitt einer pumpaktiven Oberfläche des Statorelements durch zwei
zueinander benachbarte Statorteile (12, 12', 12") entlang einer Nut (16) oder entlang
eines Stegs (14, 14', 14") der pumpaktiven Oberfläche und insbesondere zumindest näherungsweise
parallel zu der Nut (16) oder zu dem Steg (14, 14', 14") geteilt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass zumindest ein Statorteil (12, 12', 12") und insbesondere jedes Statorteil (12, 12',
12") so ausgebildet ist, dass mehrere mit dem Statorteil (12, 12', 12") identische
Statorteile (12, 12', 12") zu dem Statorelement zusammensetzbar sind.
8. Verfahren zur Herstellung eines Statorelements für eine Holweckpumpstufe, welches
eine im Wesentlichen zylindermantelförmige Grundform aufweist, oder zur Herstellung
eines Bausatzes für ein Statorelement für eine Holweckpumpstufe, welches eine im Wesentlichen
zylindermantelförmige Grundform aufweist, wobei das Statorelement oder der Bausatz
vorzugsweise nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildet ist, wobei das Verfahren
umfasst, dass mehrere Statorteile (12, 12', 12") getrennt voneinander hergestellt
werden, wobei die Statorteile (12, 12', 12") zu dem Statorelement oder zu einem Grundkörper
für das Statorelement zusammensetzbar sind.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet dass zur Herstellung zumindest eines Statorteils (12, 12', 12") und insbesondere zur Herstellung
jedes Statorteils (12, 12', 12") jeweils zunächst, insbesondere durch ein Urformverfahren,
ein Grundkörper für das Statorteil (12, 12', 12") hergestellt wird, wobei der Grundkörper
anschließend, insbesondere durch ein Umformverfahren, nachbearbeitet wird, um das
Statorteil (12, 12', 12") zu bilden.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet dass die Herstellung zumindest eines Statorteils (12, 12', 12") und insbesondere die Herstellung
jedes Statorteils (12, 12', 12") umfasst, dass das Statorteil (12, 12', 12") oder
ein Grundkörper für das Statorteil (12, 12', 12") durch Gießen hergestellt wird, und/oder
dass ein Statorteil (12, 12', 12") und insbesondere jedes Statorteil (12, 12', 12")
zumindest teilweise und insbesondere vollständig aus einem Kunststoff hergestellt
wird, und/oder dass die Herstellung zumindest eines Statorteils (12, 12', 12") und
insbesondere die Herstellung jedes Statorteils (12, 12', 12") umfasst, dass das Statorteil
(12, 12', 12") oder ein Grundkörper für das Statorteil (12, 12', 12") durch Blasformen
oder dreidimensionales Drucken hergestellt wird.
11. Verfahren zur Herstellung eines Statorelements für eine Holweckpumpstufe oder zur
Herstellung eines mehrere Statorteile (12, 12', 12") umfassenden Bausatzes für ein
Statorelement für eine Holweckpumpstufe, wobei das Statorelement oder der Bausatz
vorzugsweise nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist, wobei das Verfahren
umfasst, dass das Statorelement oder zumindest ein Statorteil (12, 12', 12") oder
ein Grundkörper für das Statorelement oder für das Statorteil (12, 12', 12") durch
Gießen hergestellt wird.
12. Verfahren zur Herstellung eines Statorelements für eine Holweckpumpstufe oder zur
Herstellung eines mehrere Statorteile (12, 12', 12") umfassenden Bausatzes für ein
Statorelement für eine Holweckpumpstufe, wobei das Statorelement oder der Bausatz
vorzugsweise nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist, wobei das Verfahren
umfasst, dass das Statorelement oder zumindest ein Statorteil (12, 12', 12") oder
ein Grundkörper für das Statorelement oder für das Statorteil (12, 12', 12") zumindest
teilweise und insbesondere vollständig aus einem Kunststoff hergestellt wird.
13. Verfahren zur Herstellung eines Statorelements für eine Holweckpumpstufe oder zur
Herstellung eines mehrere Statorteile (12, 12', 12") umfassenden Bausatzes für ein
Statorelement für eine Holweckpumpstufe, wobei das Statorelement oder der Bausatz
vorzugsweise nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist, wobei das Verfahren
umfasst, dass das Statorelement oder zumindest ein Statorteil (12, 12', 12") oder
ein Grundkörper für das Statorelement oder für das Statorteil (12, 12', 12") durch
Blasformen oder dreidimensionales Drucken hergestellt wird.
14. Statorelement für eine Holweckpumpstufe oder Bausatz für ein Statorelement für eine
Holweckpumpstufe, wobei das Statorelement oder der Bausatz durch ein Verfahren nach
einem der Ansprüche 8 bis 13 hergestellt ist oder herstellbar ist.
15. Vakuumpumpe, insbesondere Turbomolekularpumpe, mit wenigstens einer Holweckpumpstufe,
welche wenigstens ein Statorelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7 oder nach Anspruch
14 umfasst.