[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kräuseln eines multifilen Fadens gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zum Kräuseln eines multifilen Fadens
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 7.
[0002] Beim Schmelz spinnen von synthetischen multifilen Fäden ist es bekannt, dass den
Fäden vor dem Aufwickeln eine Kräuselung der Filamentstränge aufgeprägt wird. Die
Herstellung derartiger Kräuselungen in einem multifilen Faden werden vorzugsweise
nach dem Stauchkammerprinzip erzeugt. Dabei wird der multifile Faden mittels einer
Förderdüse pneumatisch geführt und in eine Stauchkammer geblasen. Die Förderdüse weist
hierzu einen Fadenkanal auf, der zur Erzeugung eines Druckluftstromes mit einer Druckluftquelle
gekoppelt ist. Über den Druckluftstrom wird der Faden sodann in eine Stauchkammer
geführt, in welcher der Faden zu einem Fadenstopfen gestaucht wird. Dabei legen sich
die Filamentstränge des Fadens in Schlingen und Bögen auf der Oberfläche des Fadenstopfens
ab und werden über den Druckluftstrom komprimiert. Der Fadenstopfen wird anschließend
außerhalb der Stauchkammer zu dem gekräuselten Faden aufgelöst. Ein derartiges Verfahren
sowie eine derartige Vorrichtung sind beispielsweise aus der
EP 0 554 642 A1 bekannt.
[0003] Bei dem bekannten Verfahren und bei der bekannten Vorrichtung wird die Bildung des
Fadenstopfens überwacht, um einerseits keine ungewünschte Ausblasung des Fadenstopfes
aus der Stauchkammer zu erhalten und um andererseits ein Verstopfen der Stauchkammer
zu vermeiden. Zur Überwachung wird am Auslass der Förderdüse ein Druck des Druckluftstromes
gemessen. Um möglichst konstante Bedingungen bei der Bildung des Fadenstopfens zu
erhalten, wird der Ist-Wert der Druckmessung mit einem Soll-Wert oder einem Soll-Wert-Bereich
verglichen. Für den Fall, dass eine zulässige Abweichung zwischen dem Ist-Wert und
dem Soll-Wert festgestellt wird, erfolgt eine Regulierung einer Fadenstopfengeschwindigkeit,
die über eine Nadelwalze auf der Auslassseite der Stauchkammer bestimmt wird.
[0004] Das bekannte Verfahren und die bekannte Vorrichtung bieten somit die Möglichkeit,
vorgegebene Soll-Werte eines Druckes des Druckluftstromes einzuhalten. Damit lassen
sich aber ein Füllungsgrad der Stauchkammer bzw. eine Position des Fadenstopfens jedoch
nicht erfassen, so dass ungewünschte Effekte wie beispielsweise ein Ausblasen des
Fadenstopfens trotzdem eintreten können. Darüber hinaus sind bei Produktumstellungen
Anpassungen des Druckluftstromes in Abhängigkeit vom jeweiligen Titer des Fadens erforderlich,
die zwangsläufig eine Veränderung der Soll-Werte und neue Soll-Wert-Vorgaben des Druckes
des Druckluftstromes verursachen.
[0005] Bei dem bekannten Verfahren und bei der bekannten Vorrichtung wird zur Vermeidung
derartiger Nachteile versucht die Position des Fadenstopfens durch optische Sensoren
zu erfassen. Derartige optische Erfassungssysteme haben jedoch nur eine begrenzte
Einsatzmöglichkeit, da die Umgebung der Kräuselung aufgrund von hohen Temperaturen
und eine Vielzahl von herumfliegenden Partikeln wie beispielsweise Präparationsreste
und Farbpartikel zu einer schnellen Verschmutzung führen. Die Praxis hat gezeigt,
dass optische Systeme völlig ungeeignet sind, in der Umgebung einer Stauchkammer zuverlässig
zu arbeiten.
[0006] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kräuseln
eines multifilen Fadens der gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, dass eine effektive
Überwachung der Kräuselung unter Berücksichtigung der realen Stopfenposition des Fadenstopfens
innerhalb der Stauchkammer möglich ist.
[0007] Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, das gattungsgemäße Verfahren und die
gattungsgemäße Vorrichtung zum Kräuseln eines multifilen Fadens derart zu verbessern,
dass bei einem Produktwechsel eine selbsttätige Prozessoptimierung ausführbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch
1 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 7 gelöst.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der jeweiligen Unteransprüche definiert.
[0010] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass der in die Stauchkammer eintretende
Druckluftstrom je nach Lage des Fadenstopfens innerhalb der Stauchkammer zu unterschiedlichen
Überdrücken führt. So wurde erkannt, dass trotz gasdurchlässiger Wandungen an der
Stauchkammer sich unterschiedliche Druckverhältnisse in der Stauchkammer in Abhängigkeit
von der Position des Fadenstopfens ausbilden. Diese Erkenntnis macht sich die Erfindung
zu Nutze, so dass mehrere Drücke des Druckluftstromes innerhalb der Stauchkammer in
mehreren auf die Länge der Stauchkammer verteilt ausgebildeten Messstellen gemessen
wird. So lässt sich allein aus dem Verhältnis der Drücke zueinander ableiten, wie
groß der Füllungsgrad der Stauchkammer ist.
[0011] Die Überwachungseinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist hierzu mehrere
Drucksensoren zur Messung mehrere Drücke des Druckluftstromes innerhalb der Stauchkammer
auf, die über die Länge der Stauchkammer auf mehrere Messstellen verteilt angeordnet
sind. So können mehrere Drücke des Druckluftstromes innerhalb der Stauchkammer in
mehreren Messstellen gleichzeitig gemessen werden, um mit Hilfe der Auswertung zu
einer optimalen Prozesseinstellung zu gelangen.
[0012] Um mit wenigen Messstellen und Druckmessungen eine Überwachung der Fadenstopfenbildung
zu erhalten, wird die Verfahrensvariante bevorzugt angewendet, bei welcher zumindest
ein Einlaufdruck des Druckluftstromes im Einlassbereich der Stauchkammer und ein Staudruck
des Druckluftstromes im Staubereich der Stauchkammer gemessen wird. Damit lassen sich
bereits aus zwei an unterschiedlichen Messstellen durchgeführten Druckmessungen allein
aus den Verhältnissen der Drücke zueinander der Füllungsgrad der Stauchkammer und
die jeweilige Position des Fadenstopfes ermitteln.
[0013] Zur Optimierung des Prozesses wird dabei die Verfahrensvariante vorteilhaft genutzt,
bei welcher das Stauchen und/oder das Abführen des Fadenstopfens in Abhängigkeit von
einem Verhältnis zwischen zumindest zwei Drücken des Druckluftstromes durch Verändern
von zumindest einem Einstellungsparameter gesteuert oder geregelt wird. Das Verhältnis
zwischen den gemessenen Drücken lässt erkennen, ob die Kräuselung mit den gewählten
Einstellungsparametern fortgeführt oder verändert werden muss.
[0014] So hat sich bei der Messung des Einlaufdruckes und des Staudruckes innerhalb der
Stauchkammer gezeigt, dass das Verhältnis zwischen dem über eine Messzeit gemittelten
Einlaufdruck und dem über die Messzeit gemittelten Staudruck einen bestimmten Zahlenwert
aufweisen sollte, um bei der Kräuselung eine hohe Qualität und Gleichmäßigkeit zu
erhalten. So ist die Verfahrensvariante bevorzugt eingesetzt, bei welcher das Verhältnis
zwischen dem über eine Messzeit gemittelten Einlaufdruck und dem über die Messzeit
gemittelten Staudruck gebildet wird und bei welchem bei einem Zahlenwert des Verhältnisses
im Bereich von 0,75 bis 1,15 keine Änderungen des Einstellparameters ausgeführt werden.
Solange die Drücke im Einlassbereich und im Stauchbereich der Stauchkammer ein derartiges
Verhältnis aufweisen, liegt eine für die Kräuselung vorteilhafte Betriebseinstellung
vor.
[0015] Demgegenüber wird bei dem Verhältnis am Einlaufdruck zu Stauchdruck mit dem Zahlenwert
<0,75 der Einstellungsparameter derart verändert, dass sich eine Stopfengeschwindigkeit
des Fadenstopfes verlangsamt. In diesem Fall ist der Staudruck wesentlich höher als
der Einlaufdruck in der Stauchkammer, was auf einen ungenügenden Füllungsgrad der
Stauchkammer hindeutet. Insoweit wird durch eine dann erfolgende Verlangsamung der
Stopfengeschwindigkeit des Fadenstopfens der Füllungsgrad der Stauchkammer wieder
erhöht und in den optimalen Bereich gebracht.
[0016] Demgegenüber deutet ein Zahlenwert das Verhältnis der Drücke mit >1,15 darauf hin,
dass der Füllungsgrad innerhalb der Stauchkammer zu groß ist, so dass sich die Position
des Fadenstopfens dem Einlassbereich der Stauchkammer nähert. In diesem Fall wird
die Verfahrensvariante eingesetzt, bei welcher der Einstellungsparameter derart verändert
wird, dass sich die Stopfengeschwindigkeit des Fadenstopfens erhöht. Damit lassen
sich Verstopfungen der Stauchkammer völlig vermeiden.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren ist unabhängig von dem eingestellten statischen Druck
des Druckluftstromes, der je nach Produkt und Fadentiter unterschiedliche Werte aufweisen
kann. Allein aus dem Verhältnis der Drücke des Druckluftstromes innerhalb der Stauchkammer
lassen sich die zur Überwachung der Kräuselung wichtigen Parameter ablesen.
[0018] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird bevorzugt in der Weiterbildung eingesetzt,
bei welcher einer der Drucksensoren einem Einlassbereich der Stauchkammer und zumindest
ein weiterer Drucksensor einem Stauchbereich der Stauchkammer zugeordnet sind. So
können zwei durch den Füllungsgrad der Stauchkammer unterschiedlich veränderte Drücke
des Druckluftstromes erfasst werden.
[0019] Darüber hinaus lässt sich vorteilhaft ein weiterer Drucksensor einem Auslassbereich
der Stauchkammer zuordnen. Hierbei kann insbesondere das Verhältnis zwischen einem
Auslaufdruck und einem Staudruck einen zu geringen Füllungsgrad der Stauchkammer signalisieren.
[0020] Um die durch die Drucksensoren erfassten Messwerte direkt und schnell analysieren
zu können, weist die Überwachungseinrichtung eine Auswertungselektronik auf, die mit
den Drucksensoren verbunden ist. Dabei können digitale oder analoge Techniken verwendet
werden, um entsprechende Messwertauswertungen zu erhalten.
[0021] Um möglichst einen schnellen Eingriff bei der Überwachung der Fadenstopfenbildung
zu ermöglichen, wird die vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
genutzt, bei welcher der Auswertungselektronik ein Signalgeber zugeordnet ist, welcher
in Abhängigkeit von einem Verhältnis zwischen mehreren Drücken des Druckluftstromes
ein Steuersignal erzeugt. So kann das aus den Mittelwerten der Druckmessung erzeugte
Verhältnis unmittelbar genutzt werden, um ein Steueralgorithmus auszulösen.
[0022] Hierzu ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
die Überwachungseinrichtung mit einer Steuereinrichtung verbunden, die auf ein oder
mehrere Steuermittel zum Stauchen und Abführen des Fadenstopfens innerhalb der Stauchkammer
einwirkt. So besteht die Möglichkeit, die Überwachungseinrichtung in einen Regelkreis
einzubinden, um einen multifilen Faden mit hoher Gleichmäßigkeit zu kräuseln.
[0023] Um den Füllungsgrad und damit die Position des Fadenstopfens innerhalb der Stauchkammer
zu beeinflussen, wird das Steuermittel bevorzugt durch ein angetriebenes Förderwalzenpaar
am Stopfenauslass der Stauchkammer gebildet, so dass das Abführen des Fadenstopfens
durch die Drehzahl der Förderwalzen bestimmt ist.
[0024] Grundsätzlich wird die Fortbewegung des Fadenstopfens innerhalb der Stauchkammer
auch durch eine Reibung bestimmt, die sich zwischen den Fadenstopfen und den Wandungen
der Stauchkammer ausbildet. Diese lässt sich vorteilhaft auch dadurch beeinflussen,
dass das Steuermittel durch eine Absaugeinrichtung am äußeren Umfang der Stauchkammer
gebildet ist, durch welche die Druckluft abgesaugt wird. Darüber hinaus kann durch
die Steuerung der Absaugung der Druckluft zusätzlich der Förderanteil des Druckluftstroms
gemindert oder verstärkt werden.
[0025] Es sind jedoch auch Systeme bekannt, bei welcher der Fadenstopfen nach dem Texturieren
unmittelbar auf einer Kühltrommel abgelegt wird. Derartige Kühltrommeln sind daher
ebenfalls als Steuermittel geeignet, um den am Umfang der Kühltrommel geführten Fadenstopfen
mit veränderter Umfangsgeschwindigkeit zur Erhöhung oder zur Verlangsamung der Stopfengeschwindigkeit
abzuführen.
[0026] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist somit besonders geeignet, um multifile Fäden
mit einer hochqualitativen gleichmäßigen Kräuselung zu versehen. Aufgrund der hohen
Flexibilität der Überwachungseinrichtung können hierbei multifile Fäden mit einem
Gesamttiter im Bereich von 300 den. bis 12.000 den. texturiert werden. So lassen sich
textile Fäden, Teppichgarne und auch Technischgarne vorteilhaft kräuseln.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nun nachfolgend anhand einiger Ausführungsbeispiele
der gattungsgemäßen Vorrichtung unter Bezug der beigefügten Figuren näher erläutert.
[0028] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch eine Querschnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
- Fig. 2
- schematisch eine Querschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
- Fig. 3
- schematisch eine Querschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
[0029] In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung schematisch
in einer Querschnittansicht dargestellt. Die Vorrichtung weist eine Förderdüse 1 auf,
die einen vertikal verlaufenden Fadenkanal 3 enthält. Der Fadenkanal 3 erstreckt sich
von einem Fadeneinlass 7 an der Oberseite der Förderdüse 1 bis zu einem Fadenauslass
6 an der Unterseite der Förderdüse 1. Im oberen Bereich der Förderdüse 1 münden mehrere
Druckluftkanäle 4 in den Fadenkanal, und verbinden diesen mit einer Druckluftquelle
5. Zwischen der Förderdüse 1 und der Druckluftquelle 5 sind noch weitere hier nicht
dargestellte Mittel zur Führung und Aufbereitung der Druckluft vorgesehen. So ist
es beispielsweise üblich, die Druckluft vor Eintritt in den Fadenkanal 3 zu erwärmen.
[0030] An der Unterseite der Förderdüse 1 schließt sich unmittelbar eine Stauchkammer 2
an, die durch gasdurchlässige Kammerwände 8 begrenzt ist und innerhalb einer Saugkammer
10 gehalten wird. Die Kammerwände 8 weisen in diesem Ausführungsbeispiel eine Vielzahl
von Öffnungen 9 auf, die den Innenraum der Stauchkammer 2 mit der äußeren Saugkammer
10 verbinden. Die Saugkammer 10 ist mit einer hier nicht dargestellten Absaugeinrichtung
über einen Saugstutzen 29 verbunden.
[0031] Die Stauchkammer 2 schließt sich mit einem Stauchkammereinlass 27 unmittelbar an
dem Fadenauslass 6 der Förderdüse 1 an. Die Stauchkammer 2 erstreckt sich von dem
Stauchkammereinlass 27 bis zu einem Stauchkammerauslass 28.
[0032] Unterhalb der Stauchkammer 2 ist ein Förderwalzenpaar 17 angeordnet, das zwischen
sich einen Förderspalt zur Förderung eines Fadenstopfens 26 bildet. Das Förderwalzenpaar
17 wird über einen Walzenantrieb 18 angetrieben, der mit einem Steuergerät 19 gekoppelt
ist.
[0033] Zur Überwachung der Stopfenbildung eines Fadenstopfens innerhalb der Stauchkammer
2 ist eine Überwachungseinrichtung 11 vorgesehen. Die Überwachungseinrichtung 11 wird
in diesem Ausführungsbeispiel durch zwei Drucksensoren 12.1 und 12.2 gebildet, die
auf zwei auf die Länge der Stauchkammer 2 verteilt ausgebildeten Messstellen 13.1
und 13.2 angeordnet sind. Die Messstelle 13.1 mit dem Drucksensor 12.1 ist in einem
Einlaufbereich der Stauchkammer 2 kurz unterhalb des Stauchkammereinlasses 27 angeordnet.
Die Messstelle 13.2 mit dem Drucksensor 12.2 ist in einem mittleren Bereich der Stauchkammer
gehalten, der hier als Stauchbereich der Stauchkammer 2 bezeichnet ist.
[0034] Die Drucksensoren 12.1 und 12.2 sind mit einer Auswertungselektronik 14 gekoppelt,
die mit einem Signalgeber 15 zur Erzeugung eines Steuersignales zusammenwirkt. Der
Signalgeber 15 ist mit einer Steuereinrichtung 16 verbunden. Die Steuereinrichtung
16 ist in diesem Fall direkt mit dem Steuergerät 19 des Walzenantriebes 18 gekoppelt.
[0035] Im Betrieb wird über die Druckluftquelle 5 innerhalb des Fadenkanals 3 der Förderdüse
1 ein Druckluftstrom erzeugt, der einen über den Fadeneinlass 7 eingesaugten Faden
25 in die Stauchkammer 2 fördert. Hierbei wird der Druckluftstrom über den Fadenauslass
6 in die Stauchkammer 2 eingeblasen. Zur Kräuselung des Fadens wird bei Prozessbeginn
der Stauchkammerauslass 28 für kurze Zeit geschlossen, damit sich ein Fadenstopfen
26 innerhalb der Stauchkammer 2 staut. Sobald die Bildung eines Fadenstopfens 26 einsetzt,
wird der Stauchkammerauslass 28 geöffnet und der Fadenstopfen 26 wird abgeführt und
über das Förderwalzenpaar 17 gefördert. Bei der Bildung des Fadenstopfens 26 werden
die den multifilen Faden 25 bildenden einzelnen Filamentstränge durch den Druckluftstrom
zu Schlingen und Bögen auf der Oberfläche des Fadenstopfens 26 abgelegt und komprimiert.
Um eine gleichmäßige Kräuselung der Filamentstränge zu erhalten, ist die Position
des Fadenstopfens innerhalb der Stauchkammer 2, die den Füllungsgrad der Stauchkammer
2 bestimmt, möglichst konstant zu halten. Insbesondere ist darauf zu achten, dass
die Stauchkammer 2 keinen zu hohen Füllungsgrad aufweist, der zu einer Verstopfung
des Fadenauslasses 6 der Förderdüse 1 führen kann. Andererseits muss verhindert werden,
dass der Fadenstopfen durch den an der Oberfläche wirkenden Druckluftstrom nicht aus
der Stauchkammer 2 ausgeblasen wird.
[0036] Zur Überwachung wird über den Drucksensor 12.1 der Überwachungseinrichtung 11 in
dem Einlaufbereich der Stauchkammer 2 ein Einlaufdruck p
E gemessen. Gleichzeitig wird in der zweiten Messstelle 13.2 durch den zweiten Drucksensor
12.2 ein Staudruck p
S gemessen. Die Druckmesswerte in den Messstellen 13.1 und 13.2 werden von den Drucksensoren
12.1 und 12.2 unmittelbar der Auswertungselektronik 14 zugeführt. Innerhalb der Auswertungselektronik
14 wird über eine Messzeit die erzeugten Signale der Drucksensoren 12.1 und 12.2 gemittelt,
um jeweils einen Mittelwert des Einlaufdruckes p
E und einen Mittelwert des Staudruckes p
S zu erhalten. Die Mittelwerte für den Einlaufdruck p
E und dem Staudruck p
S werden miteinander verglichen bzw. im Verhältnis zueinander gesetzt. Für den Fall,
dass beide Drücke annähernd ein gleichgroßes Druckniveau aufweisen, ist ein zulässiger
Füllungsgrad der Stauchkammer 2 erreicht, so dass keine Änderungen erforderlich sind.
In diesem gilt annähernd p
E = p
S.
[0037] Es hat sich gezeigt, dass ein Verhältnis zwischen dem Einlaufdruck p
E und dem Staudruck p
S mit dem Zahlenwert p
E/p
S = 0,75 bis 1,15 ein für den Kräuselungsprozess vorteilhafte Füllung der Stauchkammer
2 kennzeichnet. Solange der Einlaufdruck p
E und der Staudruck p
S sich in diesem Bereich bewegen, sind keine Änderungen von Einstellungsparametern
erforderlich.
[0038] Für den Fall, dass das Verhältnis zwischen dem Einlaufdruck p
E und dem Staudruck p
S den Zahlenwert von p
E/p
S < 0,75 unterschreitet, tritt ein Zustand ein, bei welchem der Staudruck p
S ein höheres Druckniveau aufweist als der Einlaufdruck p
E. Dies deutet daraufhin, dass der Druckluftstrom den Einlaufbereich der Stauchkammer
2 im Wesentlichen als ein Freistrahl passiert ohne über die Öffnungen 9 der Wandungen
8 abgeführt zu werden. Dies deutet auf einen geringen Füllungsgrad der Stauchkammer
2 hin, so dass der Fadenstopfen 26 eine Position im unteren Bereich der Stauchkammer
2 aufweisen muss.
[0039] In diesem Fall wird über den Signalgeber 15 ein Steuersignal zur Veränderung des
Einstellungsparameters des Steuermittels generiert. In diesem Fall ist der Einstellungsparameter
eine Steuerfrequenz, die dem Steuergerät 19 des Walzenantriebes 18 über die Steuereinrichtung
16 unmittelbar zugeführt wird. Die Steuerfrequenz bewirkt an dem Walzenantrieb 18
eine Verlangsamung der Fördergeschwindigkeit des Förderwalzenpaares 17, so dass die
Stopfengeschwindigkeit des Fadenstopfens 26 abnimmt. Damit steigt die Position des
Fadenstopfens innerhalb der Stauchkammer 2 und der Füllungsgrad der Stauchkammer 2
erhöht sich.
[0040] Für den Fall, dass das Druckniveau des Einlaufdruckes p
E ein zu hohes Druckniveau gegenüber dem Staudruck p
S aufzeigt, liegt ein zu hoher Führungsgrad der Stauchkammer 2 vor, so dass die Position
des Fadenstopfens 26 innerhalb der Stauchkammer 2 sich dem Stauchkammereinlass 27
nähert. In diesem Fall wird das Verhältnis zwischen dem Einlaufdruck p
E und dem Staudruck p
S zu einem Zahlenwert von p
E/p
S > 1,15 führen. Nun wird über den Signalgeber 15 ein Steuersignal generiert, das über
die Steuereinrichtung 16 dem Steuergerät 19 zugeführt wird, um eine Erhöhung der Fördergeschwindigkeit
des Förderwalzenpaares 17 zu erhalten. Damit wird die Stopfengeschwindigkeit des Fadenstopfens
26 erhöht, so dass sich der Füllungsgrad der Stauchkammer entsprechend verrringert.
[0041] Während des Prozesses werden die Druckmessungen in den Messstellen 13.1 und 13.2
in regelmäßigen Zeitabständen oder kontinuierlich wiederholt, um damit das Stauchen
und Abführen des Fadenstopfens innerhalb der Stauchkammer 2 zu regulieren.
[0042] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 ist somit besonders geeignet, um mit Hilfe eines als Steuermittel wirkenden
Förderwalzenpaares 17 eine vergleichmäßigte und konstante Kräuselung eines multifilen
Fadens auszuführen. Die auftretenden Prozessschwankungen sowie Druckschwankungen des
Druckluftstromes können vorteilhaft kompensiert werden. Das Stauchen und die Ablage
der Filamentstränge und das Abführen des Fadenstopfens erfolgen im Wesentlichen bei
gleichbleibendem Füllungsgrad der Stauchkammer.
[0043] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird als Steuermittel zur Beeinflussung
der Fadenstopfenbildung eine Fördergeschwindigkeit eines Förderwalzenpaares genutzt.
Grundsätzlich sind jedoch auch andere Einstellungsparameter anderer Steuermittel veränderbar,
um den Füllungsgrad der Stauchkammer 2 beim Kräuseln eines multifilen Fadens zu beeinflussen.
So lassen sich beispielweise durch ein Unterdruck in der Saugkammer die Reibkräfte
zwischen den Fadenstopfen und der Kammerwandung beeinflussen. Hierzu ist in Fig. 2
ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung schematisch in
einer Querschnittansicht dargestellt. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist im Wesentlichen
identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, so dass nachfolgend nur die Unterschiede
zur Vermeidung von Wiederholungen erläutert werden.
[0044] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Vorrichtung ebenfalls
aus einer Förderdüse 1 und einer Stauchkammer 2 gebildet. Die Förderdüse 1 ist identisch
zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ausgebildet.
[0045] Die Stauchkammer 2 wird durch die gasdurchlässigen Kammerwände 8 gebildet, die konzentrisch
zu dem Fadenauslass 6 des Fadenkanals 3 angeordnet sind. Am Umfang der Stauchkammer
2 ist eine Saugkammer 10 ausgebildet, die über einen Saugstutzen 29 mit einer Unterdruckquelle,
in diesem Fall einem Gebläse 21, verbunden ist. Das Gebläse 21 wird über einen Gebläseantrieb
22 angetrieben, dem ein Steuergerät 19 zugeordnet ist.
[0046] Die Überwachungseinrichtung 11 weist in diesem Ausführungsbeispiel insgesamt drei
Drucksensoren 12.1, 12.2 und 12.3 auf, die in drei auf der Länge der Stauchkammer
2 gleichmäßig verteilte Messstellen 13.1, 13.2 und 13.3 gehalten sind. Um die innerhalb
der Stauchkammer 10 durch den Druckluftstrom erzeugten Drücke zu messen, ist ein erster
Drucksensor 12.1 in dem Einlaufbereich der Stauchkammer 2, ein zweiter Drucksensor
12.2 im Staubereich der Stauchkammer 2 und ein dritter Drucksensor 12.3 im Auslaufbereich
der Stauchkammer 2 angeordnet. Der Auslaufbereich befindet sich hierbei im kurzen
Abstand oberhalb des Stauchkammerauslasses 28.
[0047] Alle Drucksensoren 12.1 bis 12.3 sind mit einer Auswertungselektronik 14 verbunden,
die mit einem Signalgeber 15 zusammenwirkt. Der Signalgeber 15 ist mit der Steuereinrichtung
16 gekoppelt, die unmittelbar auf das Steuergerät 19 des Gebläseantriebes 22 vom Gebläse
21 einwirkt, das als Steuermittel zur Beeinflussung der Stauchung des Fadenstopfens
dient.
[0048] Die Funktion des in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiels ist identisch zu dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1. Die Überwachung zum Stauchen und Abführen des Fadenstopfens
erfolgt hierbei jedoch durch insgesamt drei Druckmessungen. So wird dem Einlaufbereich
der durch den Druckluftstrom verursachte Einlaufdruck p
E im Einlaufbereich durch den Drucksensor 12.1 gemessen. Ein im Staubereich der Stauchkammer
auftretender Staudruck p
S wird über den Drucksensor 12.2 erfasst. Ein auf der Auslassseite der Stauchkammer
2 anstehender Auslaufdruck p
A wird über den Drucksensor 12.3 gemessen.
[0049] Die Messwerte der Drucksensoren 12.1 bis 12.3 werden der Auswertungselektronik 14
zugeführt und über einen Zeitintervall jeweils zu einem Mittelwert geführt. Anschließend
werden die Mittelwerte des Einlaufdruckes p
E, des Staudruckes p
S und des Auslaufdruckes p
A mit einander verglichen, um daraus den tatsächlichen Füllungsgrad der Stauchkammer
2 zu ermitteln. Für den Fall, dass der Füllungsgrad der Stauchkammer zu gering ist,
wird über den Signalgeber 15 der Steuereinrichtung 16 ein Steuersignal zugeführt,
das zu einer Erhöhung der Gebläsedrehzahl des Gebläseantriebes 22 führt. Dadurch erhöht
sich ein in der Saugkammer 10 herrschender Unterdruck, so dass die Reibung zwischen
den Fadenstopfen 26 und den Kammerwänden 8 der Stauchkammer 2 sich erhöht. Zusätzlich
wird insbesondere im oberen Bereich der Stauchkammer 2 die Abfuhr des Druckluftstromes
begünstigt, so dass eine verringerte Blaswirkung innerhalb der Stauchkammer 2 vorherrscht.
Dies führt zu einer Vergrößerung der Füllung der Stauchkammer 2.
[0050] Im umgekehrten Fall, bei welchem die Füllung der Stauchkammer 2 zu hoch ist, wird
über den Signalgeber 15 der Steuereinrichtung 16 ein Signal zugeführt, das zu einer
verringerten Gebläsedrehzahl des Gebläses 21 führt. Damit wird der Unterdruck innerhalb
der Saugkammer 10 verkleinert, so dass geringere Reibkräfte und größere Blaskräfte
auf den Fadenstopfen 26 einwirken.
[0051] Das Hinzufügen einer im mittleren Bereich der Stauchkammer ausgebildeten Messstelle
ermöglicht eine sehr feinfühlige Einstellung der Stopfenbildung innerhalb der Stauchkammer
10. Aus der Relation zwischen den gemittelten Messwerten des Einlaufdruckes p
E, des Staudruckes p
S und des Auslaufdruckes p
A lassen sich Prozesseinstellungen ableiten, die zu eine besonderen Gleichmäßigkeit
der Kräuselung in den Faden führt. Für den Fall, dass der Einlaufdruck und der Staudruck
ein im Wesentlichen gleichgroßes Druckniveau aufzeigen und der Auslaufdruck ein deutlich
geringeres Druckniveau hierzu zeigt, liegt eine für die Kräuselung gewünschte optimale
Füllung der Stauchkammer vor. In dem Fall, bei welchem der Einlaufdruck ein deutliches
höheres Druckniveau im Verhältnis zu dem Staudruck und dem Auslaufdruck zeigt, ist
der Füllungsgrad der Stauchkammer 10 zu hoch. Es liegt eine Überfüllung vor, die im
Extremfall sogar zu einer Verstopfung des Fadenauslasses 6 der Förderdüse 1 führen
kann. In einem Betriebszustand, bei welchem der Auslaufdruck ein deutlich höheres
Druckniveau im Verhältnis zu dem Einlaufdruck und dem Staudruck aufweist, liegt eine
sogenannte Unterfütterung der Stauchkammer 10 vor. Die Stauchkammer 10 weist einen
ungenügenden Füllungsgrad auf, was insbesondere zu einer ungleichmäßigen Kräuselung
führt. Im Extremfall bricht die Kräuselung des Fadens ein. Insoweit ist das Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 besonders geeignet, um eine sehr feinfühlige Einstellung des Prozesses
vornehmen zu können.
[0052] Bei der Kräuselung von multifilen Fäden wird der Druckluftstrom bevorzugt durch heiße
Luft gebildet, so dass sich der Faden aufheizt. Damit wird es erforderlich, dass der
aus dem Faden gebildete Fadenstopfen anschließend gekühlt wird. Die Kühlung des Fadenstopfens
erfolgt üblicherweise am Umfang rotierender Kühltrommeln, die zur Aufnahme des Fadenstopfens
mit einer vorbestimmten Umfangsgeschwindigkeit rotieren. Derartige Systeme lassen
sich vorteilhaft auch für das erfindungsgemäße Verfahren nutzen, wobei die Kühltrommel
als Steuermittel dient. So ist in Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Vorrichtung zum Kräuseln identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 jeweils
aus einer Förderdüse 1 und einer Stauchkammer 2 gebildet. Der Stauchkammer 2 ist eine
Überwachungseinrichtung 11 zugeordnet, die ebenfalls identisch zu dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 ist. Insoweit wird auf die zuvor genannte Beschreibung zu der Fig. 1 Bezug
genommen.
[0053] Unterhalb der Stauchkammer 2 ist eine Kühltrommel 23 angeordnet, die am Umfang eine
Kühlnut 31 aufweist. Die Kühlnut 31 der Kühltrommel 23 ist dem Stauchkammerauslass
28 zugeordnet, um den aus der Stauchkammer 2 austretenden Fadenstopfen 26 aufzunehmen
und abzuführen. Dem Stauchkammerauslass 28 ist hierzu ein Auslassstutzen 30 zugeordnet,
der unmittelbar vor der Kühlnut 31 der Kühltrommel 23 endet. Am Umfang der Kühltrommel
23 wird der Fadenstopfen 26 mittels einer Kühlluft gekühlt und nach der Kühlung zu
einem gekräuselten Faden aufgelöst.
[0054] Um das Stauchen und Abführen des Fadenstopfens 26 innerhalb der Stauchkammer 2 zu
regulieren, wird mittels der Überwachungseinrichtung 11 der Einlaufdruck p
E im Einlaufbereich der Stauchkammer 2 und der Staudruck p
S im Staubereich der Stauchkammer 2 gemessen und ausgewertet. In Abhängigkeit von dem
Verhältnis der Drücke zueinander wird über den Signalgeber 15 und der Steuereinrichtung
16 ein Steuergerät 19 des Kühltrommelantriebes 24 gesteuert, um die Kühltrommel 23
mit einer verlangsamten oder erhöhten Umfangsgeschwindigkeit zum Abführen des Fadenstopfens
26 anzutreiben. Somit lässt sich die Fadenstopfengeschwindigkeit zur Regulierung der
Fadenstopfenbildung in der Stauchkammer 2 verändern.
[0055] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung sind besonders
geeignet, um bei unbekannten Kräuselungsprozessen eine für die Kräuselung des multifilen
Fadens selbsttätige Prozesseinstellung zur Erzeugung gleichmäßiger Produktqualitäten
zu erhalten. Ebenso können Prozessschwankungen schnell und unverzüglich durch gezielte
Maßnahmen ausgeglichen werden. Das auf Druckmessungen basierende Überwachungssystem
ist zudem nicht anfällig gegen Verschmutzungen, so dass keine zusätzlichen Wartungszyklen
erforderlich sind.
[0056] Die in den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 bis 3 erwähnten Steuermittel und
Einstellungsparameter zu Regulierung des Fadenstopfens sind nur beispielhaft. Grundsätzlich
bestehen auch weitere alternative Möglichkeiten, um das Stauchen und Abführen des
Fadenstopfens innerhalb der Stauchkammer zu beeinflussen. So lassen sich beispielsweise
mechanische Klappelemente auf der Auslassseite der Stauchkammer nutzen, um die Reibung
und damit die Abfuhr des Fadenstopfens zu beeinflussen. Als Einstellparameter können
hierbei ein Einschwenkweg oder ein Einschwenkwinkel des Klappelementes genutzt werden.
[0057] Zudem lassen sich alternative Bremssysteme, die beispielsweise durch Blasdüsen gebildet
sein könnten dem Fadenstopfen zuordnen, die ebenfalls das Abführen des Fadenstopfens
durch zusätzliche Luftreibung beeinflussen. Eine weitere Möglichkeit ist dadurch gegeben,
dass die Fadeneigenschaften unmittelbar genutzt werden, um das Stauchen und Abführen
des Fadenstopfens zu beeinflussen. So lässt sich beispielsweise ein Präparationsauftrag
an einem Faden dazu nutzen, um den Kräuselprozess und die Stopfenbildung in die gewünschte
Art und Weise zu regulieren.
[0058] Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Förderdüsen und Stauchkammern werden bevorzugt
aus zwei Hälften gebildet, die zum Anlegen eines Fadens getrennt werden können. Für
den Fall, dass die Förderdüse und die Stauchkamer aus jeweils einem Bauteil gebildet
sind, wird der Faden bevorzugt über die Wirkung des Druckluftstromes eingesaugt und
eingeführt. Zudem besteht auch die Möglichkeit, die gasdurchlässige Wandlung der Stauchkammern
aus einer Vielzahl von Lamellen zu bilden, die nebeneinander die Stauchkammer bilden.
Die Erfindung ist hierzu unabhängig und lässt sich mit allen möglichen Bauformen der
Förderdüse und der Stauchkammer kombinieren.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 1
- Förderdüse
- 2
- Stauchkammer
- 3
- Fadenkanal
- 4
- Druckluftkanal
- 5
- Druckluftquelle
- 6
- Fadenauslass
- 7
- Fadeneinlass
- 8
- Kammerwand
- 9
- Öffnungen
- 10
- Saugkammer
- 11
- Überwachungseinrichtung
- 12.1, 12.2, 12.3
- Drucksensor
- 13.1, 13.2, 13.3
- Messstelle
- 14
- Auswertungselektronik
- 15
- Signalgeber
- 16
- Steuereinrichtung
- 17
- Förderwalzenpaar
- 18
- Walzenantrieb
- 19
- Steuergerät
- 20
- Absaugeinrichtung
- 21
- Gebläse
- 22
- Gebläseantrieb
- 23
- Kühltrommel
- 24
- Kühltrommelantrieb
- 25
- Faden
- 26
- Fadenstopfen
- 27
- Stauchkammereinlass
- 28
- Stauchkammerauslass
- 29
- Saugstutzen
- 30
- Auslandskanal
- 31
- Kühlnut
1. Verfahren zum Kräuseln eines multifilen Fadens, bei welchem der Faden durch einen
in einem Fadenkanal geführten Druckluftstrom in eine gasdurchlässige Stauchkammer
geblasen wird, bei welchem der Faden innerhalb der Stauchkammer zu einem Fadenstopfen
gestaucht wird, bei welchem der Fadenstopfen kontinuierlich durch einen Auslass der
Stauchkammer abgeführt und zu einem gekräuselten Faden aufgelöst wird und bei welchem
das Stauchen und das Abführen des Fadenstopfens durch eine Druckmessung des Druckluftstroms
überwacht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Drücke (pE, pS, pA) des Druckluftstroms innerhalb der Stauchkammer in mehreren auf die Länge der Stauchkammer
verteilt ausgebildeten Messstellen gemessen wird und wobei aus dem Verhältnis der
Drücke (pE, pS, pA) zueinander abgeleitet wird, wie groß der Füllungsgrad der Stauchkammer ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein Einlaufdruck (pE) des Druckluftstroms im Einlassbereich der Stauchkammer und ein Staudruck (pS) des Druckluftstroms im Stauchbereich der Stauchkammer gemessen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Stauchen und/oder das Abführen des Fadenstopfens in Abhängigkeit von einem Verhältnis
zwischen zumindest zwei Drücken (pE, pS) des Druckluftstroms durch Verändern von zumindest einem Einstellungsparameter gesteuert
oder geregelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verhältnis zwischen dem über eine Messzeit gemittelten Einlaufdruck (pE) und dem über die Messzeit gemittelten Staudruck (pS) gebildet wird und dass bei einem Zahlenwert im Bereich von 0.75 bis 1,15 keine Änderung
des Einstellungsparameters ausgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei dem Verhältnis mit dem Zahlenwert < 0,75 der Einstellungsparameter derart verändert
wird, dass sich eine Stopfengeschwindigkeit des Fadenstopfens verlangsamt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei dem Verhältnis mit dem Zahlenwert > 1,15 der Einstellungsparameter derart verändert
wird, dass sich die Stopfengeschwindigkeit des Fadenstopfens erhöht.
7. Vorrichtung zum Kräuseln eines multifilen Fadens mit einer Förderdüse (1), die mit
einem Fadenkanal (3) an eine Druckluftquelle (5) zur Erzeugung eines Druckluftstroms
angeschlossen ist, mit einer gasdurchlässigen Stauchkammer (2), die mit einem Stauchkammereinlass
(27) der Förderdüse (1) zur Aufnahme des Druckluftstroms zugeordnet ist, und mit einer
Überwachungseinrichtung (11), die zumindest einen Drucksensor (12.1) zur Messung eines
Druckes des Druckluftstroms aufweist,
gekennzeichnet durch
mehrere Drucksensoren (12.1, 12.2) zur Messung mehrerer Drücke des Druckluftstroms
innerhalb der Stauchkammer (2), die über die Länge der Stauchkammer (2) auf mehrere
Messstellen (13.1, 13.2) verteilt angeordnet sind und wobei aus dem Verhältnis der
Drücke zueinander ableitbar ist, wie groß der Füllungsgrad der Stauchkammer (2) ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
einer der Drucksensoren (12.1, 12.2) einem Einlassbereich der Stauchkammer (2) und
zumindest ein weiterer Drucksensor (12.2) einem Stauchbereich der Stauchkammer (2)
zugeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein weiterer der Drucksensoren (12.3) einem Auslassbereich der Stauchkammer (2) zugeordnet
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Überwachungseinrichtung (11) eine Auswertungselektronik (14) aufweist, die mit
den Drucksensoren (12.1, 12.2) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Auswertungselektronik (14) ein Signalgeber (15) zugeordnet ist, welcher in Abhängigkeit
von einem Verhältnis zwischen mehreren Drücken des Druckluftstroms ein Steuersignal
erzeugt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Überwachungseinrichtung (11) mit einer Steuereinrichtung (16) verbunden ist, die
auf ein oder mehrere Steuermittel (17, 21, 23) zum Stauchen und Abführen des Fadenstopfens
innerhalb der Stauchkammer (2) einwirkt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steuermittel durch ein angetriebenes Förderwalzenpaar (17) am Stauchkammerauslass
(28) der Stauchkammer (2) gebildet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steuermittel durch eine Absaugeinrichtung (10, 21) am äußeren Umfang der Stauchkammer
(2) gebildet ist, durch welche die Druckluft abgesaugt wird.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steuermittel durch eine angetriebene Kühltrommel (23) gebildet ist, die am Umfang
den Fadenstopfen (26) zur Kühlung führt.
1. Method for crimping a multifilament thread in which the thread is blown by means of
a compressed air stream, which is guided in a thread channel, into a gas-permeable
compression chamber, in which the thread inside the compression chamber is compressed
to a thread plug, in which the thread plug is continuously removed through an outlet
of the compression chamber and dissolved to a crimped thread, and in which the compression
and transport of the thread plug is monitored by means of the pressure measurement
of the compressed air stream, characterized in that multiple pressures (pE, pS, pA) of the compressed air stream inside the compression chamber are measured at several
measurement points which are distributed over the length of the compression chamber
and wherein the size of the filling level of the compression chamber is derived from
the ratio of the pressures (pE, pS, pA) to each other.
2. Method according to Claim 1, characterized in that at least an intake pressure (pE) of the compressed air stream is measured in the inlet area of the compression chamber
and an dynamic pressure (pS) of the compressed air stream is measured in the compression area.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the compression and/or the transport of the thread plug is controlled or regulated
depending on the ratio between at least two pressures (pE, pS) of the compressed air stream by changing at least one adjustment parameter.
4. Method according to Claim 3, characterized in that the ratio is formed between the intake pressure (pE) averaged by means of a measurement period and the dynamic pressure (pS) averaged by means of a measurement period, and that the adjustment parameter is
not changed when the numerical value of the ratio ranges between 0.75 and 1.15.
5. Method according to Claim 4, characterized in that the adjustment parameter is changed in such a way that a plug speed of the thread
plug is reduced when the numerical value of the ratio is < 0.75.
6. Method according to Claim 4 or 5, characterized in that the adjustment parameter is changed in such a way that a plug speed of the thread
plug is increased when the numerical value of the ratio is > 1.15.
7. Device for crimping a multifilament thread with a transport nozzle (1) in which a
thread channel (3) is connected to a compressed air source (5) for generating a compressed
air stream, with a gas-permeable compression chamber (2) which is attached to a compression
chamber inlet (27) of the transport nozzle (1) for accepting the compressed air stream,
and with a monitoring system (11) which has at least one pressure sensor (12.1) for
measuring a pressure of the compressed air stream, characterized by several pressure sensors (12.1, 12.2) for measuring multiple pressures of the compressed
air stream inside the compression chamber (2) which are distributed at several measurement
points (13.1, 13.2) over the length of the compression chamber (2) and wherein the
size of the filling level of the compression chamber (2) is derivable from the ratio
of the pressures to each other.
8. Device according to Claim 7, characterized in that one of the pressure sensors (12.1, 12.2) is attached to an inlet area of the compression
chamber (2) and at least a further pressure sensor (12.2) is attached to a compression
area of the compression chamber (2).
9. Device according to Claim 8, characterized in that a further pressure sensor (12.3) is attached to an outlet area of the compression
chamber (2).
10. Device according to any one of claims 7 to 9, characterized in that the monitoring system (11) has evaluation electronics (14) which is connected with
the pressure sensors (12.1, 12.2).
11. Device according to Claim 10, characterized in that the evaluation electronics (14) is assigned a transducer (15) which generates a control
signal depending on a ratio between multiple pressures of the compressed air stream.
12. Device according to any one of claims 7 to 11, characterized in that the monitoring system (11) is connected with a controller (16) which effects one
or several control means (17, 21, 23) for compressing and transporting the thread
plug inside the compression chamber (2).
13. Device according to Claim 12, characterized in that the control means is formed by a driven feed roller pair (17) located at the compression
chamber outlet (2).
14. Device according to Claim 12 or 13, characterized in that the control means is formed by a suction device (10, 21) at the outer circumference
of the compression chamber (2) through which the compressed air is suctioned.
15. Device according to any one of claims 12 to 14, characterized in that the control means is formed by a driven cooling drum (23) which guides the thread
plug (26) for cooling at the circumference.
1. Procédé de frisage d'un fil multi-filaments, dans lequel le fil est soufflé par un
flux d'air sous pression guidé dans un canal pour fils afin de pénétrer dans une chambre
de refoulement perméable aux gaz, dans lequel le fil est refoulé à l'intérieur de
la chambre de refoulement afin de former un bouchon de fils, dans lequel le bouchon
de fils est extrait en continu à travers un orifice de sortie de la chambre de refoulement
et est disloqué afin d'obtenir un fil frisé et dans lequel le refoulement et l'extraction
du bouchon de fils sont surveillés par une mesure de pression du flux d'air sous pression,
caractérisé en ce qu'une pluralité de pressions (pE, pS, pA) du flux d'air sous pression à l'intérieur de la chambre de refoulement sont mesurées
en plusieurs points de mesure réalisés de manière répartie sur la longueur de la chambre
de refoulement et dans lequel la valeur du degré de remplissage de la chambre de refoulement
est déduite du rapport des pressions (pE, pS, pA) les unes par rapport aux autres.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'au moins une pression d'entrée (pE) du flux d'air sous pression est mesurée dans la zone d'entrée de la chambre de refoulement
et en ce qu'une pression dynamique (pS) du flux d'air sous pression est mesurée dans la zone de refoulement de la chambre
de refoulement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le refoulement et/ou l'extraction du bouchon de fils est commandé ou régulé en fonction
d'un rapport entre au moins deux pressions (pE, pS) du flux d'air sous pression par modification d'au moins un paramètre de réglage.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que le rapport entre la pression d'entrée (pE) obtenue pendant un temps de mesure et la pression dynamique (pS) obtenue au cours dudit temps de mesure est calculé et en ce que lorsque sa valeur se situe dans la plage de 0,75 à 1,15, aucune modification du paramètre
de réglage n'est effectuée.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que lorsque le rapport a une valeur < 0,75, le paramètre de réglage est modifié de manière
à ce que la vitesse du bouchon de fils diminue.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que lorsque le rapport a une valeur > 1,15, le paramètre de réglage est modifié de manière
à ce que la vitesse du bouchon de fils augmente.
7. Dispositif destiné à friser un fil multi-filaments au moyen d'une buse de refoulement
(1) qui est raccordée à un canal pour fils (3) au niveau d'une source d'air sous pression
(5) destinée à générer un flux d'air sous pression, comportant une chambre de refoulement
perméable aux gaz (2) associée à une entrée de chambre de refoulement (27) de la buse
d'entraînement (1) destinée à prélever le flux d'air sous pression, et comportant
un dispositif de surveillance (11) qui comprend au moins un capteur de pression (12.1)
destiné à mesurer une pression du flux d'air sous pression,
caractérisé par plusieurs capteurs de pression (12.1, 12.2) destinés à mesurer une pluralité de pressions
du flux d'air sous pression à l'intérieur de la chambre de refoulement (2), lesquels
capteurs de pression sont disposés de manière répartie sur la longueur de la chambre
de refoulement (2) en plusieurs points de mesure (13.1, 13.2) et dans lequel il est
possible de déduire du rapport entre les pressions la valeur du degré de remplissage
de la chambre de refoulement (2).
8. Dispositif selon la revendication 7,
caractérisé en ce que l'un des capteurs de pression (12.1, 12.2) est associé à une zone d'entrée de la
chambre de refoulement (2) et en ce qu'au moins un autre capteur de pression (12.2) est associé à une zone de refoulement
de la chambre de refoulement (2).
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce qu'un autre des capteurs de pression (12.3) est associé à une zone de sortie de la chambre
de refoulement (2).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de surveillance (11) comporte un système électronique d'analyse (14)
qui est connecté aux capteurs de pression (12.1, 12.2).
11. Dispositif selon la revendication 10,
caractérisé en ce qu'au système électronique d'analyse (14) est associé un générateur de signal (15) qui
génère un signal de commande en fonction d'un rapport entre plusieurs pressions du
flux d'air sous pression.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que le dispositif de surveillance (11) est connecté à un dispositif de commande (16)
qui agit sur un ou plusieurs moyens de commande (17, 21, 23) destinés à refouler et
extraire le bouchon de fils à l'intérieur de la chambre de refoulement (2).
13. Dispositif selon la revendication 12,
caractérisé en ce que le moyen de commande est constitué d'une paire de rouleaux d'avance entraînés (17)
au niveau de la sortie de chambre de refoulement (28) de la chambre de refoulement
(2).
14. Dispositif selon la revendication 12 ou 13,
caractérisé en ce que le moyen de commande est constitué d'un dispositif d'aspiration (10, 21) disposé
sur une circonférence extérieure de la chambre de refoulement (2), au moyen duquel
l'air sous pression est aspiré.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 12 à 14,
caractérisé en ce que le moyen de commande est constitué d'un tambour de refroidissement entraîné (23)
qui provoque un refroidissement à la circonférence du bouchon de fils (26).