[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltgeräteanordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1, eine derartige Schaltgeräteanordnung ist aus der
US 5 793 597 bekannt.
[0002] Eine weitere Schaltgeräteanordnung ist beispielsweise aus der Patentschrift
DE 102 21 580 B3 bekannt. Die dortige Schaltgeräteanordnung umfasst eine Unterbrechereinheit mit einer
Schaltstrecke sowie mit relativ zueinander bewegbaren Schaltkontaktstücken. Um in
der Schaltstrecke entstehendes Schaltgas abzuführen, ist ein Schaltgaskanal vorgesehen,
welcher in der Schaltstrecke entspringt und durch die Unterbrechereinheit verläuft.
Über den Schaltgaskanal ist eine Verbindung zwischen der Schaltstrecke und der Umgebung
der Unterbrechereinheit herstellt. Der Schaltgaskanal ist von einer hohlvolumigen
Gefäßanordnung begrenzt, welche mit einem der Kontaktstücke verbunden ist.
[0003] Bei der bekannten Anordnung ist der Schaltgaskanal im Innern der Gefäßanordnung derart
ausgestaltet, dass durch einander umgreifende, im Wesentlichen koaxial angeordnete
Elemente der Schaltgaskanal mehrfach umgelenkt ist. Dadurch ist es möglich, heißes
Schaltgas längs des Strömungsweges mit kaltem Isoliergas zu verwirbeln und schlussendlich
dieses verwirbelte Schaltgas in die Umgebung der Unterbrechereinheit abströmen zu
lassen. Aufgrund der koaxialen Anordnung der einander umgreifenden Elemente wird das
Schaltgas in axialer Richtung ausgestoßen. Zum Positionieren der Unterbrechereinheit
sind Isolatoren vorgesehen, gegen welche dass aus dem Schaltgaskanal austretende Schaltgas
gestrahlt wird. Ebenso sind elektrische Anschlüsse, welche zum Einbinden der Unterbrechereinheit
in ein elektrisches Netzwerk dienen, dem ausgestoßenen Schaltgas ausgesetzt. Insbesondere
an den Isolatoren erweist es sich als kritisch, dass das mit Abbrandpartikeln versetzte
Schaltgas gegen die Oberfläche der Isolatoren strömt. Selbst bei einer gemäß Patentschrift
DE 102 21 580 B3 vorgesehenen Verrippung der Isolatoren ist zu befürchten, dass sich nach mehrfachen
Schalthandlungen auf den Isolatoren ein elektrisch leitfähiger Belag ausbildet, welcher
einen Kriechstrompfad zwischen der Unterbrechereinheit und dem dortigen Kapselungsgehäuse
darstellt. Derartige Kriechstrompfade gefährden die Funktionsfähigkeit der bekannten
Schaltgeräteanordnung. Zusätzlich ist eine vorzeitige Alterung der angestrahlten Isolatoren
durch die von dem Schaltgas ausgehende thermische Einwirkung zu erwarten.
[0004] Daher ist es Aufgabe der Erfindung, eine Schaltgeräteanordnung anzugeben, welche
eine erhöhte Betriebssicherheit aufweist.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Schaltgeräteanordnung der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, dass die hohlvolumige Gefäßanordnung innenmantelseitig von einem
den Schaltgaskanal schalenförmig unterteilenden Rohrkörper durchsetzt ist, wobei der
Rohrkörper mantelseitig zumindest eine Durchtrittsöffnung aufweist, über welche durch
den Rohrkörper separierte Schalen miteinander kommunizieren, und wobei die Auslassöffnung
und die Durchtrittsöffnung versetzt zueinander angeordnet sind.
[0006] Eine Schaltgeräteanordnung dient einem Herstellen bzw. einem Unterbrechen eines Strompfades.
Zu diesem Zwecke weist die Schaltgeräteanordnung eine Unterbrechereinheit mit relativ
zueinander bewegbaren Schaltkontaktstücken auf. Die Schaltkontaktstücke stellen in
kontaktiertem Zustand einen Strompfad her und sichern im voneinander getrennten Zustand
eine Isolierstrecke der Schaltgeräteanordnung. Im Bereich der Schaltkontaktstücke
ist eine Schaltstrecke angeordnet, innerhalb welcher beispielsweise bei einem Schaltvorgang
entstehende Schaltlichtbögen geführt sind. Als Schaltstrecke wird der Raum bezeichnet,
innerhalb welchem eine Kontaktierung/Trennung von Kontaktbereichen der relativ zueinander
bewegbaren Schaltkontaktstücke erfolgt. Die Schaltstrecke kann innerhalb einer Schaltkammer
liegen. Eine Schaltkammer begrenzt beispielsweise den Raum, in welchem ein Lichtbogen
brennen kann. Ein Schaltlichtbogen tritt beispielsweise als Vorüberschlag bei einem
Einschaltvorgang und als Ausschaltlichtbogen bei einem Ausschaltvorgang auf. Die Schaltkontaktstücke
können beispielsweise als Nennstromkontaktstücke, als Lichtbogenkontaktstücke oder
als kombinierte Nenn- und Lichtbogenkontaktstücke ausgebildet sein. Insbesondere im
Hochspannungseinsatz beim Schalten hoher Leistungen, ist es von Vorteil, separate
Nennstrom- und Lichtbogenkontaktstücke zu nutzen, so dass im Einschaltzustand ein
Nennstrom vorzugsweise über widerstandsarme Nennstromkontaktstücke geführt ist. Bei
einem Ausschaltvorgang oder einem Einschaltvorgang auftretende Lichtbögen sind hingegen
vorzugsweise an den Lichtbogenkontaktstücken geführt, welche eine hohe Widerstandsfähigkeit
gegenüber thermischen Einwirkungen eines Lichtbogens aufweisen. Die Schaltkontaktstücke
können vorzugsweise zueinander linear verschiebbar sein, so dass zum Herstellen bzw.
Aufheben einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen den Schaltkontaktstücken eine
lineare Bewegung notwendig ist. Als vorteilhaft haben sich dabei bolzenförmige Schaltkontaktstücke
erwiesen, die mit ihrer Bolzenlängsachse koaxial zu einem gegengleich ausgeformten
buchsenförmigen Schaltkontaktstück ausgerichtet sind. Dabei kann vorgesehen sein,
dass zur Erzeugung einer Relativbewegung lediglich eines der Schaltkontaktstücke angetrieben
ist und das andere Schaltkontaktstück in Ruhe verbleibt. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, dass beide Schaltkontaktstücke bewegbar gelagert sind.
[0007] Bei einem Auftreten eines Schaltlichtbogens kann es aufgrund der thermischen Einwirkung
desselben zu einem Expandieren von Fluiden wie Gasen und Flüssigkeiten kommen, welche
sich im Bereich der Schaltstrecke befinden. Zusätzlich kann es zu einem Verdampfen
von festen oder flüssigen Stoffen kommen, so dass in der Schaltstrecke ein durch den
Lichtbogen erhitztes, expandiertes und mit Abbrandprodukten verunreinigtes Schaltgas
vorliegt. Um die Schaltstrecke vor einem Bersten zu schützen bzw. ein beliebiges Strömen
des Schaltgases aus der Schaltstrecke zu verhindern, ist ein Schaltgaskanal eingerichtet,
welcher in der Schaltstrecke entspringt und im Bereich der Schaltstrecke eine Einlauföffnung
aufweist. Vorzugsweise kann sich der Schaltgaskanal ausschließlich auf einer Potentialseite
der Schaltstrecke erstrecken. So ist einer Potentialverschleppung über die Schaltstrecke
hinweg entgegengewirkt. Getrieben durch eine vom Lichtbogen ausgehende Drucküberhöhung
innerhalb der Schaltstrecke strömt das Schaltgas in eine Einlauföffnung des Schaltgaskanals
hinein. Der Schaltgaskanal wird durch die hohlvolumige Gefäßanordnung zumindest abschnittsweise
begrenzt. Als hohlvolumige Gefäßanordnung eignen sich Hohlkörper, welche das Schaltgas
in ihrem Inneren aufnehmen und leiten. Ein derartiger Hohlkörper kann beispielsweise
jeweils im Wesentlichen ballonförmig, flaschenförmig, rotationssymmetrisch, hohlzylindrisch
etc. ausgeformt sein. Diese hohlvolumige Gefäßordnung muss eine entsprechende Widerstandskraft
gegenüber von dem Schaltgas ausgehende Drücke sowie thermische Belastungen aufweisen.
Die hohlvolumige Gefäßanordnung sollte nach einem Übertreten des Schaltgases aus der
Schaltstrecke einen Abschnitt des Schaltgaskanals zur Verfügung stellen, in welchem
das Schaltgas sich entspannen, d. h. expandieren und verwirbeln kann. Die hohlvolumige
Gefäßanordnung sollte als Expansionsvolumen dienen. Die hohlvolumige Gefäßanordnung
kann dabei ein oder mehrstückig ausgebildet sein. Beispielsweise kann die hohlvolumige
Gefäßanordnung einen Grundkörper, beispielsweise nach Art einer Haube aufweisen, die
beispielsweise vorzugsweise im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet ist.
Die hohlvolumige Gefäßanordnung weist ein gegenüber der Schaltstrecke vergrößertes
Volumen auf, so dass innerhalb der hohlvolumigen Gefäßanordnung ein Entspannungsvolumen
gebildet ist, in welchem das Schaltgas eine Druckreduktion sowie Temperaturreduktion
erfahren kann. Vorteilhafterweise sollte die hohlvolumige Gefäßanordnung ebenso wie
die Schaltstrecke mit einem elektrisch isolierenden Fluid befüllt sein. Als elektrisch
isolierende Fluide eignen sich beispielsweise Isoliergase oder Isolierflüssigkeiten.
Als vorteilhaft haben sich dabei Stickstoff und Schwefelhexafluorid erwiesen. Um die
elektrische Isolationsfestigkeit weiter zu erhöhen, kann das in Schaltstrecke und
hohlvolumiger Gefäßanordnung befindliche Isolierfluid in seinem Druck überhöht sein.
Das Isolierfluorid sollte dabei vorzugsweise die Unterbrechereinheit umspülen und
die Unterbrechereinheit durchspülen. Das außerhalb der Unterbrechereinheit befindliche
Isolierfluid bildet dabei die Umgebung der Unterbrechereinheit, wobei der Schaltgaskanal
das aus der Schaltstrecke fortgeführte Schaltgas in die Umgebung der Unterbrechereinheit
auslässt. Über die Auslassöffnung verlässt das Schaltgas den Schaltgaskanal und tritt
in die Umgebung ein. Es kann die Verwendung einer oder mehrerer Auslassöffnungen vorgesehen
sein.
[0008] Im Bereich der Verbindung des Kontaktstückes mit der hohlvolumigen Gefäßanordnung,
wird das Schaltgas in den Schaltgaskanal eingeleitet. Der Schaltgaskanal kann dabei
beispielsweise auch von einem Schaltkontaktstück begrenzt sein. So ist eine Möglichkeit
gegeben, das Schaltgas auf einem kurzen Wege unmittelbar am Ort seiner Entstehung
in den Schaltgaskanal einzuleiten. Der Schaltgaskanal erstreckt sich im Inneren der
hohlvolumigen Gefäßanordnung, wobei innerhalb der hohlvolumigen Gefäßanordnung das
Schaltgas eine Expansion vollziehen kann. Durch die Expansion erfolgt ein Verwirbeln
mit dem im Innern der hohlvolumigen Gefäßanordnung befindlichen (kalten) elektrisch
isolierenden Fluid. Der Bereich der Erzeugung des Schaltgases, nämlich im Bereich
des mit der hohlvolumigen Gefäßanordnung verbundenen Kontaktstückes sowie der Bereich
der Auslassöffnung des Schaltgases in die Umgebung der Unterbrechereinheit sind möglichst
weit voneinander zu beabstanden, so dass das Schaltgas im Innern der hohlvolumigen
Gefäßanordnung durchmischen und abkühlen kann. Der Verlauf des Schaltgaskanals verhindert
ein unmittelbares Durchschlagen eines durch die hohlvolumige Gefäßanordnung hindurchströmenden
Schaltgases. Das Schaltgas sollte dabei zwangsweise zumindest einmalig um zumindest
90° umgelenkt werden, um von einer axialen Einströmrichtung in eine radiale Ausströmrichtung
durch eine Auslassöffnung im Mantel der hohlvolumigen Gefäßanordnung ausgeleitet zu
werden. Das Schaltgas sollte vorzugsweise in axialer Richtung in die hohlvolumige
Gefäßanordnung eintreten und in eine radiale Richtung aus der hohlen Gefäßanordnung
ausströmen. Als vorteilhaft hat sich dabei erwiesen, die hohlvolumige Gefäßanordnung
als im Wesentlichen hohlen Zylinder auszuführen, wobei insbesondere im Wesentlichen
rotationssymmetrische Hohlzylinder von Vorteil sind. Unter einen im Wesentlichen hohlen
Zylinder wird im Sinne dieses Dokumentes ein entlang einer Zylinderachse erstreckender
Hohlkörper angesehen, welcher im Verlauf der Zylinderachse auch verschiedene Querschnitte
aufweisen kann und welcher darüber hinaus beispielsweise stirnseitig zusätzliche Anforderungen
aufweisen kann. Das Schaltgas sollte dabei vorzugsweise in Richtung der Zylinderachse
in die hohlvolumige Gefäßanordnung eingeblasen werden, wobei die mantelseitige Auslassöffnung
des Schaltgaskanals in einer die Zylinderachse in sich geschlossen umgreifende Wandung,
also einem Mantel der hohlvolumigen Gefäßanordnung angeordnet ist. Die hohlvolumige
Gefäßanordnung kann beispielsweise im Wesentlichen eine flaschenförmige Struktur aufweisen,
wobei die Einlauföffnung des Schaltgaskanals stirnseitig an einem querschnittsreduzierten
Flaschenhals angeordnet ist und eine Auslassöffnung am Flaschenboden mantelseitig
angeordnet ist. Die hohlvolumige Gefäßanordnung kann beispielsweise zumindest abschnittsweise
haubenförmig ausgebildet sein, d. h., eine im Wesentlichen hohlzylindrischen Struktur
aufweisen, wobei durchaus längs der Zylinderachse variierende Querschnitte möglich
sind. So ist es beispielsweise möglich, eine radial erweiterte Haube mit z. B. zumindest
abschnittsweise konischer Struktur zu verwenden.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die hohlvolumige Gefäßanordnung am zweiten Ende
einen im Wesentlichen topfförmigen Armaturkörper aufweist. Ein Armaturkörper dient
einem dielektrischen Abschluss/Verschluss der hohlvolumigen Phasenleiteranordnung
an seinem von dem ersten Ende abgewandten zweiten Ende. Der Armaturkörper sollte dazu
eine dielektrisch günstige Formgebung aufweisen, um Entladungserscheinungen zu verhindern.
Der Armaturkörper kann dazu insbesondere im Wesentlichen topfförmig ausgeformt sein.
Der Armaturkörper kann jedoch auch abweichende dielektrisch günstige Formen aufweisen.
Der Armaturkörper kann dabei auch lediglich in einem Abschnitt topfförmig ausgebildet
sein und darüber hinaus auch weitere Formgebung aufweisen. Ein Armaturkörper kann
vorteilhafterweise dazu eingerichtet sein, die hohlvolumige Gefäßanordnung mit einem
weiteren Kontaktelement zu verbinden, so dass die Unterbrechereinheit in einen zu
unterbrechenden Strompfad eingeschleift werden kann. Der Armaturkörper kann dazu entsprechend
leitfähig ausgestaltet sein, wobei insbesondere eine Topfform hinsichtlich seiner
dielektrischen Eigenschaften von Vorteil ist. Dabei sollte sich der Armaturkörper,
ausgehend von einem Topfboden, mit den den Topfboden mantelseitig umgebenden Mantelwandungen
zu der Schaltstrecke hin öffnen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, den Armaturkörper
beispielsweise mit einem Grundkörper zu verbinden, wobei das von dem Armaturkörper
topfförmig umgebende Volumen gemeinsam mit dem Grundkörper der hohlvolumigen Gefäßanordnung
ein Volumen zur Ausbildung des Schaltgaskanals bereitstellt. Beispielsweise kann der
Grundkörper nach Art einer Haube ausgestaltet sein, wobei die Haube sich in Richtung
des Armaturkörpers öffnet und der topfförmige Armaturkörper sich wiederum in Richtung
Grundkörper öffnet. Die Öffnungen der Haube und des topfförmigen Armaturkörper können
vorzugsweise einander dichtend, das innere Volumen der hohlvolumigen Gefäßanordnung
begrenzend aneinander stoßen bzw. einander umgreifen. Durch eine derartig mehrteilig
ausgebildete hohlvolumige Gefäßanordnung kann das von der hohlvolumigen Gefäßanordnung
umgrenzte und begrenzte Volumen vergrößert werden. Weiterhin ist die Möglichkeit gegeben,
verschiedenartig dimensionierte Bauteile zu einer hohlvolumigen Gefäßanordnung zu
verbinden. So kann beispielsweise an dem Armaturkörper eine Position zum Kontaktieren
der Unterbrechereinheit verschiedenartig festgelegt sein. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, dass der Armaturkörper frei von elektrischen Anschlussbauteilen ist, so dass
der Armaturkörper lediglich ein Volumen zur Verfügung stellt, welches gemeinsam mit
einem weiteren Körper oder mehreren weiteren Körpern die hohlvolumige Gefäßanordnung
begrenzt.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die mantelseitige Auslassöffnung
zumindest teilsweise, insbesondere vollständig durch den Armaturkörper begrenzt ist.
[0011] Ein Armaturkörper kann beispielsweise einstückig ausgeformt sein. Beispielsweise
können Gussverfahren zum Einsatz kommen, um den Armaturkörper auszuformen. Entsprechend
können Mantelwandungen des topfförmigen Bereiches des Armaturkörpers genutzt werden,
um eine mantelseitige Auslassöffnung zu begrenzen. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, dass der Armaturkörper lediglich einen Teil einer mantelseitigen Auslassöffnung
begrenzt. So kann vorgesehen sein, dass die Auslassöffnung beispielsweise gemeinsam
durch verschiedene Elemente, welche gemeinsam die hohlvolumige Gefäßanordnung umschließen,
begrenzt ist.
[0012] Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass an dem Armaturkörper ein Steckkontakt
angeordnet ist.
[0013] Mittels eines Steckkontaktes ist es vereinfacht möglich, die Unterbrechereinheit
der Schaltgeräteanordnung mit einer Anschlussleitung zu verbinden. Der Armaturkörper
kann als Träger eines Steckkontaktes dienen, sowie gegebenenfalls teilweise selbst
als Steckkontakt ausgebildet sein. Der Steckkontakt kann je nach Bauform der Schaltgeräteanordnung
dabei an beliebigen Positionen befindlich sein. Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn
der Steckkontakt im Bodenbereich eines topfförmigen Armaturkörpers angeordnet ist.
Dabei sollte der Steckkontakt insbesondere außerhalb des topfförmig eingeschlossenen
Volumens, also frei von einem Umgriff durch eine Mantelwandung, im Bodenbereich des
Armaturkörpers angeordnet sein. Beispielsweise kann bei Verwendung eines im Wesentlichen
rotationssymmetrischen Topfes der Steckkontakt möglichst zentrisch im Bodenbereich
des topfförmigen Armaturkörpers angeordnet sein.
[0014] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die hohlvolumige Gefäßanordnung innenmantelseitig
von einem den Schaltgaskanal schalenförmig unterteilenden Rohrkörper durchsetzt ist.
[0015] Der Schaltgaskanal kann sich im Innern der hohlvolumigen Gefäßanordnung verschiedenartig
erstrecken. Durch ein Einziehen eines Rohrkörpers ist es möglich, das Innere der hohlvolumigen
Gefäßanordnung in unterschiedliche Zonen bzw. Teilvolumina zu unterteilen. Dabei kann
beispielsweise vorgesehen sein, dass das Rohr im Wesentlichen hohlzylindrisch, insbesondere
im Wesentlichen kreisringförmig hohlzylindrisch ausgeformt ist, so dass eine zentrisch
im Innern des Rohrkörpers liegende (insbesondere kreiszylindrische) Schale von einer
im Wesentlichen hohlzylindrischen Schale umgeben ist. Die Schalen sind durch den Rohrkörper
voneinander separiert. Es kann weiter vorgesehen sein, dass mehrere Rohrkörper ineinandergeschachtelt
eine größere Anzahl von schalenartigen Abschnitten des Schaltgaskanals begrenzen.
Vorteilhafterweise sollte eine Hauptdurchströmungsrichtung des Rohrkörpers innen-
sowie außenmantelseitig im Wesentlichen gleichartig gerichtet sein, so dass ein intensives
und zügiges Verwirbeln von Schaltgas und dielektrisch günstigerem elektrisch isolierendem
Fluid ermöglicht ist. So kann der Schaltgaskanal in eine Richtung von Schaltgas durchströmt
werden. Richtungsänderungen werden auf eine geringe Anzahl reduziert, wobei die Hauptströmungsrichtung
erhalten bleibt. Querströmungen dienen im Wesentlichen einem Verwirbeln des Schaltgases.
Schaltgas kann kontinuierlich in den Schaltgaskanal ein- und ausströmen. In der hohlvolumigen
Gefäßanordnung kann unter Beibehaltung der Strömungsrichtung das Schaltgas verwirbeln
und gegebenenfalls auch vorübergehend in Querrichtungen strömen und sich mit der Hauptströmungsrichtung
überlagern.
[0016] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Rohrkörper mantelseitig zumindest eine Durchtrittstrittsöffnung
aufweist, über welche durch den Rohrkörper separierte Schalen miteinander kommunizieren.
[0017] Über Durchtrittsöffnungen ist es möglich, die innere von dem Rohrkörper umgriffene
Schale und die äußere sich um den Rohrkörper herum erstreckende Schale des umschlossenen
Volumens der hohlvolumigen Gefäßanordnung miteinander kommunizieren. Somit können
Schaltgasanteile sowohl aus dem Inneren des Rohrkörpers in den äußeren Bereich des
Rohrkörpers als auch umgekehrt von dem äußeren Bereich um den Rohrkörper herum in
den inneren von dem Rohrkörper umschlossenen Bereich übertreten. Somit sind trotz
gleichgerichteter Strömungsrichtungen sowohl innenmantelseitig als auch außenmantelseitig
am Rohrkörper Querströmungen zugelassen, welche ein zügiges Durchmischen des Schaltgases
längs der Längsachse des Rohrkörpers zulassen. Die Hautströmungsrichtung verläuft
in Richtung der Längsachse.
[0018] Als Durchtrittsöffnungen können beispielsweise Langlöcher vorgesehen sein, deren
Längserstreckung im Wesentlichen quer zur Längsachse des Rohrkörpers liegen. Insbesondere
kann ein Versatz der Position der Durchtrittsöffnungen vorgesehen sein. Die Position
der Durchtrittsöffnungen kann dabei variieren. Es sollte jedoch vorgesehen sein, dass
Durchtrittsöffnungen, welche im Bereich des Armaturkörpers gelegen sind, ausschließlich
in ein und dieselbe (radiale) Richtung eine Durchtrittsmöglichkeit für das Schaltgas
zur Verfügung stellen.
[0019] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass der Rohrkörper mantelseitig zumindest
eine Durchtrittsöffnung aufweist, welche von der hohlvolumigen Gefäßanordnung, insbesondere
von dem Armaturkörper beabstandet überspannt ist.
[0020] Eine Durchtrittsöffnung kann beabstandet zu dem Rohrkörper von einer geschlossenen
Wandung der hohlvolumigen Gefäßanordnung, insbesondere des Armaturkörpers überspannt
sein. Die überspannende Wandung sollte außenmantelseitig zu dem Rohrkörper liegen.
Die Wandung dient als Deflektor für die überspannte Durchtrittsöffnung passierendes
Schaltgas. Vorteilhafterweise sollten eine überspannte Durchtrittsöffnung durch einen
Abschnitt einer den Topfboden umgebenden Mantelwandung des Armaturkörpers überdeckt
sein. Dadurch ist eine Möglichkeit gegeben, durch die Durchtrittsöffnung hindurchtretendes
Schaltgas gegen die überspannende Wandung des Armaturkörpers strömen zu lassen und
dort umzulenken. Die Wandung stellt eine Barriere dar.
[0021] Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Rohrkörper die Auslassöffnung
des Schaltgaskanals beabstandet überspannt.
[0022] Entsprechend kann auch vorgesehen sein, dass die Auslassöffnung des Schaltgaskanals
von einer geschlossenen Wandung des Rohrkörpers überspannt ist. Die Wandung dient
als Deflektor für Schaltgas. Hier kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Rohrkörper
innenmantelseitig vor der Auslassöffnung angeordnet ist, so dass ein direktes Austreten
von Schaltgas aus der von dem Rohrkörper umschlossenen Schale innerhalb der hohlvolumigen
Gefäßanordnung über eine Auslassöffnung in die Umgebung der Unterbrechereinheit verhindert
ist. Entsprechend ist eine Barriere zur Verfügung gestellt, welche das zur Auslassöffnung
hinstrebende Schaltgas zusätzlich umlenkt und ablenkt, wodurch beispielsweise auch
ein Ineinanderleiten von Teilen der Schaltgasströmung, die sowohl innen- als auch
außenmantelseitig längs des Rohrkörpers strömen, ermöglicht ist. Damit wird ein zusätzliches
Verwirbeln kurz vor einem Austreten des Schaltgases in die Umgebung der Unterbrechereinheit
bewirkt.
[0023] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Auslassöffnung und die Durchtrittsöffnung
versetzt zueinander angeordnet sind.
[0024] Ein Versatz von Auslassöffnung und Durchtrittsöffnung verhindert ein direktes Austreten
von eine Durchtrittsöffnung passierenden Schaltgasanteilen durch die Auslassöffnung
in die Umgebung der Unterbrechereinheit. Insbesondere sollten die Auslassöffnung und
die Durchtrittsöffnung in diametral entgegengesetzten Abschnitten in der Wandung der
hohlvolumigen Gefäßanordnung (bevorzugt im dem Armaturkörper) und der Wandung des
Rohrkörpers vorgesehen sein. Somit wird gewährleistet, dass unmittelbar vor einem
Austreten des Schaltgases aus dem Schaltgaskanal das Schaltgas zumindest teilweise
auf eine Umlaufbahn um den Rohrkörper herum gezwungen wird. Dies sind insbesondere
die Schaltgasanteile, welche durch Durchtrittsöffnungen im Bereich des zweiten Endes
der hohlvolumigen Gefäßanordnung strömen. Somit kann beispielsweise neben einem im
Wesentlichen axialen Fortleiten des Schaltgases vor einem Austreten des Schaltgases
durch die Auslassöffnung auch ein Rotieren des Schaltgases bewirkt werden, wobei in
diesem rotierenden Schaltgasstrom vor einem Austritt des Schaltgases aus dem Schaltgaskanal
auch eine axial strömende Komponente des Schaltgases gelenkt werden kann. Eine Vermischung
des Schaltgases mit elektrisch isolierendem Fluid wird dadurch zusätzlich befördert
und unterstützt. Am zweiten Ende der Hohlvolumigen Gefäßanordnung sollte(n) die Auslassöffnung(en)
entgegengesetzt zu der /den im Bereich des zweiten Endes der hohlvolumigen Gefäßanordnung
liegenden Durchtrittsöffnungen liegen. So weisen im Bereich des zweiten Endes Durchtrittsöffnungen
und Auslassöffnungen im Wesentlichen dieselbe Gasdurchtrittsrichtung auf. Die Öffnungen
sind jedoch an unterschiedlichen Baugruppen entgegengesetzt zueinander angeordnet.
Insbesondere sollte der Versatz derart vorgesehen sein, dass, bezogen auf eine Hochachse,
welche den Topfboden des Armaturkörpers im Wesentlichen lotrecht schneidet, und welche
parallel oder deckungsgleich zur Zylinderachse der hohlvolumigen Gefäßanordnung ausgerichtet
ist, ein Versatz der Auslassöffnung und Durchtrittsöffnung in Umfangsrichtung gegeben
ist. So kann im Bereich des zweiten Endes eine axiale Überdeckung von Auslassöffnungen
und Durchtrittsöffnungen zugelassen werden. Am zweiten Ende, insbesondere in einem
axialen Bereich, sollten sämtliche dort befindliche Durchtrittsöffnungen und sämtliche
dort befindliche Auslassöffnungen jeweils in eine gemeinsame Strahlrichtung Schaltgas
durchtreten lassen. Die Strahlrichtungen der Durchtrittsöffnungen und der Auslassöffnungen
sollten verschieden voneinander sein. Die Strahlrichtungen können auch im Wesentlichen
parallel zueinander liegen. In diesem Falle sollte das Schaltgas mit entgegengesetztem
Richtungssinn durch Durchlassöffnungen und Auslassöffnungen strömen.
[0025] Die Durchtrittsöffnung und die Auslassöffnung können dabei beispielsweise nach Art
von Langlöchern ausgeformt sein, wobei sich sowohl die Auslassöffnung als auch die
Durchtrittsöffnung auf ein und derselben Umlaufbahn befinden können, wobei Auslassöffnung
und Durchtrittsöffnung an diametral entgegengesetzten Punkten der Umlaufbahn angeordnet
sein sollten.
[0026] Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass der Rohrkörper am Armaturkörper
abgestützt freitragend in die hohlvolumige Gefäßanordnung hineinragt.
[0027] Ein Abstützen des Rohrkörpers am Armaturkörper ermöglicht eine vereinfachte Montage
der Unterbrechereinheit, da der Rohrkörper gemeinsam mit dem Armaturkörper beispielsweise
während einer Vervollständigung der hohlvolumigen Gefäßanordnung montiert werden kann.
Der Rohrkörper kann beispielsweise in die topfförmige Ausnehmung bis in den Topfboden
hineinragen und am Topfboden anliegen, so dass der Rohrkörper stirnseitig mit einem
Boden des topfförmigen Armaturkörpers verbunden ist. Der Rohrkörper ragt vorzugsweise,
ausgehend vom Bodenbereich des Armaturkörpers durch die topfförmige Mantelwandung
hindurch und überragt den Armaturkörper und durchstreicht einen Großteil der Erstreckung
der hohlvolumigen Gefäßanordnung zwischen erstem und zweitem Ende. Der Rohrkörper
ist dabei vorzugsweise zu den Mantelwandungen des topfförmigen Armaturkörpers beabstandet,
so dass außenmantelseitig am Rohrkörper ein Ringspalt gebildet ist. Vorzugsweise sollte
der Rohrkörper nach Art eines Kreisringes mit dem Topfboden des Armaturkörpers verbunden
sein. Durch eine freitragende Ausgestaltung des Rohrkörpers sind Trag- und Abstützeinbauten
im Innern der hohlvolumigen Gefäßanordnung nicht erforderlich. Weiterhin ergibt sich
durch eine freitragende Konstruktion eine vereinfachte Montage des Armaturkörpers.
Der Armaturkörper kann beispielsweise mit seinem freien Ende fluchtend zu einem der
Kontaktstücke bzw. zu einer Einlauföffnung des Schaltgaskanals in der Schaltstrecke
der hohlvolumigen Gefäßanordnung ausgerichtet sein, so dass durch eine Einlauföffnung
in das Innere der hohlvolumigen Phasenleiteranordnung einströmendes Schaltgas vorzugsweise
zunächst in den inneren von dem Rohrkörper umschlossenen Bereich einströmt. Zwischen
dem freien Ende des Rohrkörpers und einer Einströmöffnung der hohlvolumigen Gefäßanordnung
kann ein Spalt verbleiben, welcher wie die Durchtrittsöffnungen wirkt.
[0028] Der Rohrkörper kann beispielsweise elektrisch leitendes Material aufweisen.
[0029] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass zwischen dem Rohrkörper
und der hohlvolumigen Gefäßanordnung eine Schale des Schaltgaskanals mit ringförmigem
Querschnitt begrenzt ist, wobei der Strömungswiderstand der ringförmigen Schale am
ersten Ende der hohlvolumigen Phasenleiteranordnung geringer ist als am zweiten Ende
der hohlvolumigen Gefäßanordnung.
[0030] Der Rohrkörper unterteilt das Hohlvolumen der hohlvolumigen Gefäßanordnung in verschiedene
Schalen, die einander umgeben. Beispielsweise kann im Innern des Rohrkörpers zentrisch
eine zylindrische Schale vorgesehen sein, welche außenmantelseitig getrennt durch
den Rohrkörper von einer hohlzylindrischen Schale umgriffen ist. In jeder der Schalen
erfolgt ein Strömen des Schaltgases, wobei die Hauptströmungsrichtung des Schaltgases
in jeder der Schalen gleichartig gerichtet ist. Über die Durchtrittsöffnungen ist
eine Kommunikation zwischen den einzelnen Schalen ermöglicht. Wird nunmehr in der
äußeren Schale mit ringförmigem Querschnitt eine Erhöhung des Strömungswiderstandes,
ausgehend von der ersten Seite der hohlvolumigen Gefäßanordnung hin zu der zweiten
Seite der hohlvolumigen Gefäßanordnung vorgenommen, so ist es möglich, zunächst ein
Entspannen des einströmenden Schaltgases zu gestatten, wobei mit einer Querschnittsreduzierung
und erhöhtem Strömungswiderstand in Richtung der Auslassöffnung des Schaltgaskanals
in die Umgebung eine erneute Beschleunigung der Strömung innerhalb des Schaltgaskanals
erzwungen werden kann. Somit ist es zum einen möglich, das Schaltgas in dem widerstandsärmeren
Abschnitt, welcher in Richtung der ersten Seite der hohlvolumigen Gefäßanordnung angeordnet
ist, ein Entspannen des Schaltgases vorzunehmen und dieses entspannte Schaltgas dann
in den widerstandserhöhten Bereich der Schale zu pressen, wodurch sich am zweiten
Ende eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit des abströmenden Schaltgases ergibt.
Somit kann ein rasches Austreten von Schaltgas aus dem Schaltgaskanal befördert werden.
Eine Widerstandserhöhung kann stufenartig oder auch kontinuierlich durch Querschnittsänderungen
des Schaltgaskanals vorgenommen werden.
[0031] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass an der hohlvolumigen Gefäßanordnung
die ringförmige Schale am zweiten Ende von dem Armaturkörper und am ersten Ende von
einer die Armatur stirnseitig aufnehmenden Haube begrenzt ist.
[0032] Durch eine entsprechende Querschnittsgestaltung des Armaturkörpers und der Haube,
ist es in einfacher Weise möglich, die Haube und den Armaturkörper miteinander zu
verbinden und dabei ein Abschluss der hohlvolumigen Phasenleiteranordnung vorzunehmen.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Haube im Wesentlichen hohlzylindrisch
ausgestaltet ist, oder beispielsweise auch nach Art eines Konus ausgeformt ist, wobei
der Armaturkörper von der Haube umgriffen ist und in die Haube eingesetzt ist. Dabei
sollten die Öffnungen des Armaturkörpers sowie die Haubenöffnung einander zugewandt
sein, so dass sich die Volumina von Haube und Topf zu einem Gesamtvolumen der hohlvolumigen
Gefäßanordnung ergänzen können. Zwischen Haube und Topf ist ein dichtender Verbund
von Vorteil, um das Schaltgas in Richtung der Auslassöffnung zu treiben. Die Verbundstelle
kann genutzt werden, um einen Übergang von dem strömungswiderstandsärmeren Abschnitt
in dem strömungswiderstandsgrößeren Abschnitt der ringförmigen Schale auszubilden.
Die beiden Abschnitte werden vorzugsweise jeweils von der Haube und dem Armaturkörper
begrenzt, wobei Habe und Armaturkörper durch voneinander verschiedene Querschnitte
den Strömungswiderstand verschieden beeinflussen. Somit ist zum einen ein vereinfachter
Verbund von Armaturkörper und Haube gegeben. Zum anderen wird so in einfacher Weise
eine Querschnittreduktion vorgenommen, um veränderte Strömungswiderstände in einer
Schale zu bewirken. Weiterhin kann so auch eine Querschnittsreduktion der äußeren
Hüllkontur der Unterbrechereinheit erzielt werden. Bei einer Anordnung der mantelseitigen
Austrittsöffnung an dem Armaturkörper befindet sich die Austrittsöffnung in einem
Bereich, welcher in einer Projektion in Richtung der Zylinderachse vollständig von
der Haube überragt ist. Somit ist dieser Bereich zusätzlich dielektrisch durch die
Haube geschirmt.
[0033] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die hohlvolumige Gefäßanordnung
eine Phasenleiteranordnung ist, welche mit einem der Kontaktstücke elektrisch kontaktiert
ist.
[0034] Eine Ausbildung der hohlvolumigen Gefäßanordnung als Phasenleiteranordnung weist
den Vorteil auf, eines der Kontaktstücke elektrisch leitend mit der hohlvolumigen
Gefäßanordnung zu kontaktieren. Durch eine Ausgestaltung als Phasenleiteranordnung
kann die hohlvolumige Gefäßanordnung eingesetzt werden, um einen Abschnitt eines durch
die Schaltgeräteanordnung zu unterbrechenden bzw. zu schaltenden Strompfades auszubilden.
Die hohlvolumige Gefäßanordnung kann beispielsweise aus metallischen Gussstücken gefertigt
sein. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Armaturkörper als Aluminiumguss
gefertigt ist. Weiterhin kann ein Grundkörper, welcher mit dem Armaturkörper verbunden
ist, ebenfalls aus Aluminiumguss gefertigt sein. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben,
zum einen eine elektrische Kontaktierung eines der Kontaktstücke vorzunehmen. Zum
anderen kann die hohlvolumige Gefäßanordnung dielektrisch vorteilhaft ausgeformt sein.
Beispielsweise kann die hohlvolumige Gefäßanordnung sich im Wesentlichen rotationssymmetrisch
zu einer Längsachse bzw. Zylinderachse erstrecken, so dass das Hohlvolumen, welches
von der hohlvolumigen Gefäßanordnung umschlossen ist, dielektrisch geschützt ist.
Somit können innerhalb der hohlvolumigen Gefäßanordnung auch Baugruppen angeordnet
sein, die beispielsweise vorspringende Kanten aufweisen. Zum Beispiel kann ein Umlenkgetriebe
zum Antrieb eines bewegbaren Kontaktstückes auch zumindest teilweise in die hohlvolumige
Gefäßanordnung hineinragen. Weiter kann die hohlvolumige Gefäßanordnung als Teil des
zu unterbrechenden Strompfades bzw. herzustellenden Strompfades durch die Schaltgeräteanordnung
genutzt werden. Ein mit der hohlvolumigen Gefäßanordnung kontaktiertes Kontaktstück
sollte dauerhaft mit der hohlvolumigen Phasenleiteranordnung kontaktiert sein, so
dass unabhängig von einer Schaltstellung der Unterbrechereinheit die hohlvolumige
Gefäßanordnung und das Kontaktstück dasselbe elektrische Potential führen.
[0035] Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass zumindest eines der Kontaktstücke
von der hohlvolumigen Gefäßanordnung getragen ist.
[0036] Die hohlvolumige Gefäßanordnung muss ihrerseits eine ausreichende mechanische sowie
thermische Stabilität aufweisen, um den im Innern strömenden Schaltgasen einen Widerstand
entgegenzubringen. Entsprechend weist die hohlvolumige Gefäßanordnung eine winkelstarre
Struktur auf, die auch eingesetzt werden kann, um die Unterbrechereinheit zu stabilisieren.
Die hohlvolumige Gefäßanordnung kann so beispielsweise als Tragelement dienen, um
eines der Kontaktstücke im Innern der Schaltgeräteanordnung zu positionieren. Die
hohlvolumige Gefäßanordnung kann beispielsweise eines der Kontaktstücke außenmantelseitig
umgreifen und dieses beispielsweise nach Art eines Rohrstutzens aufnehmen. Über einen
derartigen Rohrstutzen ist es möglich, eine Einlauföffnung des Schaltgaskanals zu
der Schaltstrecke hin zur Verfügung zu stellen, wobei der Rohrstutzen/das Kontaktstück
beispielsweise aus der Schaltstrecke in den Schaltgaskanal eintretendes Schaltgas
frei in das Innere der hohlvolumigen Gefäßanordnung einströmen kann. Weiterhin ist
durch ein Abstützen des Kontaktstückes, insbesondere am ersten Ende der hohlvolumigen
Gefäßanordnung die Möglichkeit gegeben, die hohlvolumige Gefäßanordnung selbst im
Bereich des zweiten Endes abzustützen und das erste Ende freitragend auszuführen.
Damit können die elektrisch aktiven Teile der Kontaktstelle über die hohlvolumige
Gefäßanordnung beabstandet zu Haltepunkten der Unterbrechereinheit gehalten werden.
Damit ist es möglich, die Kontaktstücke selbst von Halte- und Führungsfunktionen zu
entlasten und Halte- und Führungskräfte über die hohlvolumige Gefäßanordnung zu kanalisieren.
Entsprechend sind zusätzliche Stützführungs- und Positionierungsmechanismen für ein
von der hohlvolumigen Gefäßanordnung getragenes Kontaktstück nicht von Nöten.
[0037] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in einer Zeichnung
gezeigt und nachfolgend näher beschrieben.
[0038] Dabei zeigt die
- Figur
- einen Schnitt durch eine Schaltgeräteanordnung.
[0039] Die Figur zeigt einen Schnitt durch eine Schaltgeräteanordnung in schematisierter
Ausführung. Die Schaltgeräteanordnung weist ein Gehäuse 1 auf. Das Gehäuse 1 ist vorliegend
ein Gussgehäuse aus elektrisch leitfähigem Material, beispielsweise Aluminium, welches
Erdpotential führt. Das Gehäuse 1 weist einen ersten Flansch 2 sowie einen zweiten
Flansch 3 auf. Das Gehäuse 1 ist als druckfestes Kapselungsgehäuse ausgeführt, so
dass im Innern des Gehäuses 1 ein Überdruck aufgebaut und ein Fluid eingeschlossen
werden kann.
[0040] Im Innern des Gehäuses 1 ist eine Unterbrechereinheit 4 der Schaltgeräteanordnung
angeordnet. Die Unterbrechereinheit 4 verfügt über ein erstes Lichtbogenkontaktstück
5 sowie ein zweites Lichtbogenkontaktstück 6 sowie über ein erstes Nennstromkontaktstück
7 sowie ein zweite Nennstromkontaktstück 8. Das erste Lichtbogenkontaktstück 5 sowie
das erste Nennstromkontaktstück 7 sind dauerhaft miteinander galvanisch kontaktiert.
Das zweite Lichtbogenkontaktstück 6 sowie das zweite Nennstromkontaktstück 8 sind
ebenfalls dauerhaft galvanisch miteinander kontaktiert. Dadurch sind die einander
zugeordneten Kontaktstücke 5, 6, 7, 8 dauerhaft mit dem gleichen elektrischen Potential
beaufschlagt. Das erste Lichtbogenkontaktstück 5 ist hohlzylindrisch ausgeführt und
weist einen buchsenförmigen Kontaktbereich auf. Das erste Lichtbogenkontaktstück 5
ist koaxial zu einer Längsachse 9 angeordnet. Das zweite Lichtbogenkontaktstück 6
ist dem ersten Lichtbogenkontaktstück 5 stirnseitig gegenüberliegend angeordnet, wobei
das zweite Lichtbogenkontaktstück 6 im Wesentlichen bolzenförmig ausgebildet ist und
koaxial zu der Längsachse 9 ausgerichtet ist. Sowohl das erste Lichtbogenkontaktstück
5 als auch das zweite Lichtbogenkontaktstück 6 sind zum Erzeugen einer Schaltbewegung
antreibbar, wobei das erste Lichtbogenkontaktstück 5 sowie das zweite Lichtbogenkontaktstück
6 jeweils längs der Längsachse 9 verschieblich und antreibbar gelagert sind. Das erste
Lichtbogenkontaktstück 5 und das zweite Lichtbogenkontaktstück 6 bewegen sich stets
mit entgegengesetztem Richtungssinn. Das zweite Lichtbogenkontaktstück 6 ist an seinem
Kontaktbereich gegengleich zum buchsenförmigen Kontaktbereich des ersten Lichtbogenkontaktstückes
5 ausgeformt, so dass das zweite Lichtbogenkontaktstück 6 zur Herstellung eines Strompfades
in das erste Lichtbogenkontaktstück 5 einfahren kann. Das erste Nennstromkontaktstück
7 ist rohrförmig ausgeführt und umgibt das erste Lichtbogenkontaktstück 5 außenmantelseitig
und ist koaxial zur Längsachse 9 ausgerichtet. Das zweite Nennstromkontaktstück 8
umgibt das zweite Lichtbogenkontaktstück 6 außenmantelseitig, wobei das zweite Nennstromkontaktstück
8 koaxial zum zweiten Lichtbogenkontaktstück 6 ausgerichtet ist. Das zweite Nennstromkontaktstück
8 weist eine Kontaktbuchse mit elastischen Kontaktfingern auf, in welche eine Außenmantelfläche
des rohrförmigen ersten Nennstromkontaktstückes 7 einfahrbar ist. Das zweite Nennstromkontaktstück
8 ist ortsfest gelagert. Das erste Nennstromkontaktstück 7 ist gemeinsam mit dem ersten
Lichtbogenkontaktstück 5 längs der Längsachse 9 verschiebbar. Zur Positionierung des
ersten Lichtbogenkontaktstückes 5 sowie des ersten Nennstromkontaktstückes 7 ist eine
Führungsbuchse 10 vorgesehen. Die Führungsbuchse 10 ist koaxial zur Längsachse 9 ausgerichtet.
Die Führungsbuchse 10 umgreift das erste Nennstromkontaktstück 7 außenmantelseitig.
Zwischen der Führungsbuchse 10 und dem ersten Nennstromkontaktstück 7 ist eine Gleitkontaktanordnung
angeordnet. Mit dem ersten Lichtbogenkontaktstück 5 sowie mit dem ersten Nennstromkontaktstück
7 ist eine Isolierstoffdüse 11 winkelstarr verbunden. Die Isolierstoffdüse 11 umgibt
das erste Lichtbogenkontaktstück 5 außenmantelseitig und ist selbst von dem ersten
Nennstromkontaktstück 7 zumindest abschnittsweise umgriffen. Die Isolierstoffdüse
11 stellt einen Isolierstoffdüsenkanal zur Verfügung, in welchen das zweite Lichtbogenkontaktstück
6 während eines Schaltvorganges eintauchen bzw. durchtauchen kann. Ein zwischen den
Lichtbogenkontaktstücken 5, 6 brennender Lichtbogen wird so an einem radialen Ausbauchen
gehindert.
[0041] Mit der Isolierstoffdüse 11 ist eine Schubstange 12 verbunden. Über die Schubstange
12 kann eine Bewegung des ersten Nennstromkontaktstückes 7 bzw. des ersten Lichtbogenkontaktstückes
5 über die Schaltstrecke zwischen den Kontaktstücken 5, 6, 7, 8 übertragen werden.
Ein Kurzschließen der Schaltstrecke wird durch die elektrisch isolierende Isolierstoffdüse
11 verhindert. Somit ist es möglich, eine Bewegung auf das zweite Lichtbogenkontaktstück
6 einzukoppeln. Dazu ist weiter ein Umlenkgetriebe 13 eingesetzt, welches eine lineare
Bewegung der Koppelstange 12 über einen zweiarmigen Hebel auf das zweite Lichtbogenkontaktstück
6 überträgt. Durch das Umlenkgetriebe 13 wird eine Umformung der Bewegung ermöglicht,
wobei die Bewegung in ihrem Richtungssinn umgekehrt wird.
[0042] Das zweite Nennstromkontaktstück 8 ist stirnseitig an einer hohlvolumigen Gefäßanordnung
14 angeschlagen. Die hohlvolumige Gefäßanordnung 14 umgreift das zweite Nennstromkontaktstück
8 außenmantelseitig. Die hohlvolumige Gefäßanordnung 14 ist als Phasenleiteranordnung
elektrisch leitend ausgeführt und Teil eines durch die Schaltgeräteanordnung zu schaltenden
Strompfades. Über die hohlvolumige Gefäßanordnung 14 sind das zweite Nennstromkontaktstück
8 sowie das zweite Lichtbogenkontaktstück 7 mechanisch gehalten. Weiterhin ist über
die hohlvolumige Gehäuseanordnung 14 eine Kontaktierung des zweiten Nennstromkontaktstückes
8 sowie des zweiten Lichtbogenkontaktstückes 6 vorgenommen. Die hohlvolumige Phasenleiteranordnung
14 weist einen Grundkörper 15 auf. Der Grundkörper 15 ist nach Art einer Haube ausgebildet,
die einen hohlzylindrischen bzw. konischen Charakter aufweist. An einem ersten Ende
der hohlvolumigen Gefäßanordnung 14 ist das zweite Nennstromkontaktstück 8 kontaktiert.
An einem zweiten Ende, welches entgegengesetzt zum ersten Ende liegt (bezogen auf
die Längsachse 9 bzw. auf die Zylinderachse des Grundkörpers 15), ist ein topfförmiger
Armaturkörper 16 angeordnet. Der topfförmige Armaturkörper 16 sowie der Grundkörper
15 in Form einer Haube, sind mit ihrer jeweiligen Topföffnung bzw. Haubenöffnung einander
zugewandt, so dass die von dem topfförmigen Armaturkörper 16 bzw. von dem Grundkörper
15 umgriffenen Teilvolumina einander ergänzen und gemeinsam ein Volumen für die hohlvolumige
Gefäßanordnung 14 zur Verfügung stellen. Dabei ist vorgesehen, dass der topfförmige
Armaturkörper 16 mit seinen mantelseitigen Topfwandungen außenmantelseitig von dem
Grundkörper 15 umgriffen ist, wobei der Grundkörper 15 einen größeren Querschnitt
aufweist, als der topfförmige Armaturkörper 16. Somit ist am Übergang zwischen Grundkörper
15 und topfförmigen Armaturkörper 16 eine Reduzierung des im Innern der hohlvolumigen
Gefäßanordnung 14 umschlossenen Querschnittes vorgenommen.
[0043] Die hohlvolumige Gefäßanordnung 14 ist nahezu über ihre gesamte axiale Erstreckung
von einem Rohrkörper 17 durchsetzt. Der Rohrkörper 17 weist vorteilhaft eine hohlzylindrische
Grundstruktur mit insbesondere kreisringförmigem Querschnitt auf. Der Rohrkörper 17
unterteilt somit das von der hohlvolumigen Gefäßanordnung 14 begrenzte Volumen, so
dass mehrere Schalen innerhalb der hohlvolumigen Gefäßanordnung 14 ausgebildet sind.
Somit ergibt sich zwischen der Außenmantelseite des Rohrkörpers 17 und der Innenmantelseite
der hohlvolumigen Phasenleiteranordnung 14 eine Schale 18 mit kreisringförmigem Querschnitt.
Weiterhin ergibt sich zentral im Innern des Rohrkörpers eine weitere Schale 19 mit
vollzylindrischem Querschnitt. Die Schale 18 weist an ihrem dem zweiten Nennstromkontaktstück
8 zugewandten ersten Ende einen größeren Querschnitt auf, als an ihrem dem topfförmigen
Armaturkörper 16 zugewandten zweiten Ende. Der Rohrkörper 17 ist stirnseitig bündig
mit dem Topfboden des topfförmigen Armaturenkörpers 16 verbunden. Der Rohrkörper 17
erstreckt sich ausgehend vom Topfboden bzw. ausgehend vom topfförmigen Armaturkörper
16 durch die hohlvolumige Gefäßanordnung 14 in Richtung des zweiten Nennstromkontaktstückes
8. Der Rohrkörper 17 ist dabei freitragend in den Raum hineinragend ausgeführt, wobei
das freie Ende des Rohrkörpers 17 beabstandet zu einem Rohrstutzen 20 ist. Zwischen
dem Rohrstutzen 20 und dem freien Ende des Rohrkörpers 17 ist ein Ringspalt gebildet.
Vorliegend ist der Rohrstutzen 20 als Teil der hohlvolumigen Gefäßanordnung 14 ausgeformt,
wobei der Rohrstutzen 20 auch als diskrete Baugruppe oder auch als Teil des zweiten
Nennstromkontaktstückes 8 ausgestaltet sein kann. Der Rohrstutzen 20 umgreift einen
Querschnitt, welcher im Wesentlichen fluchtend zum Querschnitt der Buchse des zweiten
Nennstromkontaktstückes 8 ausgeformt ist. Das zweite Nennstromkontaktstück 8 ist von
dem Schaltgaskanal durchsetzt, welcher in einer Schaltstrecke entspringt. Die Schaltstrecke
ist der Raum, in welchem eine Kontaktierung, Trennung der Kontaktbereiche der Kontaktstücke
5, 6, 7, 8 erfolgt. Eine Schaltstrecke ist vorliegend zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken
5, 6 angeordnet. Eine weitere Schaltstrecke ist zwischen den Nennstromkontaktstücken
7, 8 angeordnet. Der Schaltgaskanal entspringt sowohl in der einen als auch in der
anderen Schaltstrecke. So ist sichergestellt, dass in jeder der Schaltstrecken gegebenenfalls
generiertes Schaltgas über denselben Schaltgaskanal abgeführt werden kann. Der Rohrkörper
17 ist mit Durchtrittsöffnungen 21 versehen, die mantelseitig eingebracht sind. Die
Durchtrittsöffnungen 21 sind symmetrisch am Umfang verteilt, so dass eine Kommunikation
der Schale 18 und der weiteren Schale 19 über die Durchtrittsöffnungen 21 ermöglicht
ist. Die Durchtrittsöffnungen 21, welche im Bereich des topfförmigen Armaturkörpers
16 liegen, sind ausschließlich in eine Richtung ausgerichtet. Die Durchtrittsöffnung
18 im Bereich des topfförmigen Armaturkörpers 16 überspannend, ist an dem Rohrkörper
17 eine geschlossene Wandung ausgebildet, in welcher auf eine Anordnung von Durchtrittsöffnungen
21 verzichtet wurde.
[0044] An dem topfförmigen Armaturenkörper 16 sind mantelseitig Auslassöffnungen 22 des
Schaltgaskanals in die Mantelwandung eingebracht. Dabei ist die Lage der Auslassöffnungen
22 am topfförmigen Armaturkörper 16 derart vorgesehen, dass die Durchtrittsöffnungen
21 im Bereich des topfförmigen Armaturenkörpers 16 diametral entgegengesetzt zu den
Auslassöffnungen 22 ausgerichtet sind. Auslassöffnungen 22 und Durchtrittsöffnungen
21 sind zueinander versetzt angeordnet. Somit sind die Durchtrittsöffnungen 21 außenmantelseitig
von einer Wandung der hohlvolumigen Phasenleiteranordnung 14 überspannt. Die Austrittsöffnungen
22 hingegen sind innenmantelseitig von einer Wandung des Rohrkörpers 17 überspannt.
[0045] Somit ist sichergestellt, dass nach einem Durchtreten von Schaltgas durch die Durchtrittsöffnungen
21 in eine radiale Richtung zunächst ein Anprallen an einer die Durchtrittsöffnung
21 überdeckenden Wandung erfolgt und erst daraufhin folgend wiederum durch ein radiales
Umlenken ein Austreten aus den Auslassöffnungen 22 erfolgen kann.
[0046] An dem topfförmigen Armaturkörper 16 ist ein Steckkontakt 23 angeordnet. Vorliegend
ist der Steckkontakt 23 mittels einer Schraubverbindung am Topfboden des topfförmigen
Armaturkörpers 16 verschraubt, wobei mit dem Steckkontakt 23 eine erste Anschlussleitung
24 verbunden ist. Die erste Anschlussleitung 24 ragt durch den ersten Flansch 2 hindurch
und dient einer Einkoppelung der Schaltgeräteanordnung beispielsweise in eine Schaltanlage.
Um eine dielektrische Schirmung des Steckkontaktes 23 vorzunehmen, ist der Steckkontakt
23 von einer Schirmhaube 25 umgeben. Am topfförmigen Armaturkörper 16 ist ein Schirmring
26 angeformt, welcher gemeinsam mit der Schirmhaube 25 für eine dielektrische Schirmung
des Bereiches des Steckkontaktes 23 sorgt. Neben einer stirnseitigen zentrischen Anordnung
des Steckkontaktes 23 kann dieser beispielsweise auch exzentrisch, mantelseitig oder
anderweitig am topfförmigen Armaturkörper 16 angeordnet sein. Über den Steckkontakt
23 sowie die erste Anschlussleitung 24 ist eine elektrische Kontaktierung der hohlvolumigen
Gefäßanordnung 14 vorgesehen, so dass der Armaturkörper 16 sowie der Grundkörper 15
als Teile der hohlvolumigen Gefäßanordnung 14 als Strombahn zur Zuführung eines elektrischen
Stromes zu dem zweiten Nennstromkontaktstück 8/dem zweiten Lichtbogenkontaktstück
6 dienen.
[0047] An der Führungsbuchse 10 ist mantelseitig ein weiterer Steckkontakt 27 angeordnet,
in welchen elektrisch kontaktiert eine zweite Anschlussleitung 28 eingesteckt ist.
Die zweite Anschlussleitung 28 ragt durch den zweiten Flansch 3 und dient einer elektrischen
Kontaktierung des ersten Nennstromkontaktstückes 7 bzw. des ersten Lichtbogenkontaktstückes
5 unter Zwischenschaltung der Führungsbuchse 10. Die beiden Anschlussleitungen 25,
28 können ihrerseits elektrisch isoliert relativ zum Gehäuse 1 abgestützt sein, wobei
über die Steckverbindungen 23, 27 auch die Unterbrechereinheit 4 positioniert sein
kann. Mit einer Strichpunktierung ist in der Figur die Verwendung von separaten Isolatoren
29 angedeutet, über welche die Unterbrechereinheit 4 alternativ oder zusätzlich am
Gehäuse 1 abgestützt sein kann. Die Flanschöffnungen von erstem und zweitem Flansch
2, 3 können beispielsweise unter Nutzung von elektrisch isolierenden Verschlussmitteln,
welche von den Anschlussleitungen 24, 28 durchsetzt sind, gasdicht sowie druckdicht
verschlossen sein. Somit ist es möglich, das Innere des Gehäuses 1 mit einem elektrisch
isolierenden Fluid, beispielsweise Schwefelhexafluoridgas oder Stickstoffgas oder
Gemischen mit diesen Gasen zu befüllen. Bei Ausgestaltung des Gehäuses 1 als druckfestes
Gehäuse ist eine Beaufschlagung des Fluids im Innern des Gehäuses 1 mit Überdruck
ermöglicht. Die Unterbrechereinheit 4 ist somit von einem elektrisch isolierenden
Fluid umspült, sowie von dem elektrisch isolierenden Fluid durchspült. Das elektrisch
isolierenden Fluid, welches in dem Gehäuse 1 eingeschlossen ist und welches die Unterbrechereinheit
4 umgibt, stellt die Umgebung der Unterbrechereinheit 4 dar, in welche aus den Auslassöffnungen
22 ausgestoßenes Schaltgas abgegeben wird.
[0048] Im Folgenden soll beispielhaft ein Einschalt- sowie ein Ausschaltvorgang und die
dabei auftretenden Schaltgasströme beschrieben werden. In der Figur ist die Schaltgeräteanordnung
im ausgeschalteten Zustand dargestellt, d. h., sowohl die Nennstromkontaktstücke 7,
8 als auch die Lichtbogenkontaktstücke 5, 6 sind voneinander getrennt. Zwischen den
Schaltkontaktstücken 5, 6, 7, 8 ist eine Isolierstrecke gebildet, welche mit elektrisch
isolierendem Fluid befüllt ist. Bei einem Einschaltvorgang wird eine Bewegung des
ersten Nennstromkontaktstückes 7 sowie des ersten Lichtbogenkontaktstückes 5 sowie
der Isolierstoffdüse 11 in Richtung des zweiten Nennstromkontaktstückes 8 initiiert.
Dazu ist das Gehäuse 1 von einer Welle 30 durchsetzt, an welcher ein Schwenkhebel
befestigt ist. Über den Schwenkhebel und ein Pleuel 31 wird eine Drehbewegung der
Welle 30 in eine lineare Bewegung in Richtung der Längsachse 9 gewandelt. Die Welle
30 durchsetzt das Gehäuse 1 fluiddicht, so dass eine Antriebsbewegung von außerhalb
des Gehäuses 1 in das Innere des Gehäuses 1 fluiddicht übertragen werden kann. Eine
Bewegung von erstem Lichtbogenkontaktstück 5 und erstem Nennstromkontaktstück 7 und
Isolierstoffdüse 11 in Richtung des zweiten Nennstromkontaktstückes 8 bewirkt eine
Bewegung der Koppelstange 12 und ein Antreiben des Umlenkgetriebes 13. In Folge wird
das zweite Lichtbogenkontaktstück 6 in Richtung des ersten Lichtbogenkontaktstückes
5 getrieben, so dass zeitlich vor einer Kontaktierung der Nennstromkontaktstücke 7,
8 eine Kontaktierung der Lichtbogenkontaktstücke 5, 6 erfolgt. Somit ist sichergestellt,
dass ein Einschaltlichtbogen zwischen den Lichtbogenkontaktstücken 5, 6 geführt ist.
Bei einem Auftreten eines Einschaltlichtbogens erlischt dieser unmittelbar nach einem
galvanischen Berühren der beiden Lichtbogenkontaktstücke 5, 6. Die Nennstromkontaktstücke
7, 8 können danach miteinander in galvanischen Kontakt treten, wobei ein nahezu lichtbogenfreies
Kommutieren eines Stromes von den Lichtbogenkontaktstücken 5, 6 auf die Nennstromkontaktstücke
7, 8 möglich ist.
[0049] Bei einem Ausschaltvorgang wird eine Bewegung mit umgekehrtem Richtungssinn initiiert,
d. h., das erste Nennstromkontaktstück 7 sowie das erste Lichtbogenkontaktstück 5
werden von dem zweiten Lichtbogenkontaktstück 6 bzw. dem zweiten Nennstromkontaktstück
8 fortbewegt. Zunächst trennen sich die beiden Nennstromkontaktstücke 7, 8 voneinander.
Ein Ausschaltstrom kann nahezu lichtbogenfrei auf die Lichtbogenkontaktstücke 5, 6
kommutieren, die zeitlich nachfolgend voneinander getrennt werden. Mit der Trennung
kann es je nach zu unterbrechendem Strom zu einem Zünden eines Lichtbogens kommen.
Der Lichtbogen ist bevorzugt innerhalb des Isolierstoffdüsenkanals geführt. Der Lichtbogen
expandiert elektrisch isolierendes Fluid, verdampft das elektrisch isolierende Fluid,
verdampft Isolierstoff der Isolierstoffdüse 11 und verdampft ebenfalls Leitermaterial
der Lichtbogenkontaktstücke 5, 6. Es entsteht ein Schaltgas. Das Schaltgas weist eine
geringere Isolationsfestigkeit auf als das elektrisch isolierende Fluid. Aufgrund
der Expansion und thermischen Einwirkung entsteht in der Schaltstrecke ein Überdruck.
Das Schaltgas wird aus der Schaltstrecke aufgrund dieses Überdruckes in den Schaltgaskanal
getrieben. Dabei passiert das Schaltgas zunächst eine Einlauföffnung des Schaltgaskanals
im zweiten Nennstromkontaktstück 8. Das Schaltgas wird in die weitere Schale 19 hineingetrieben
und zunächst in axialer Richtung durch den Rohrkörper 17 strömen. Über die Durchtrittsöffnungen
21 kann das Schaltgas, getrieben durch kontinuierlich nachströmendes Schaltgas, auch
in die erste Schale 18 überströmen und während dieses Strömens erfolgt ein Vermischen
des einströmenden kontaminierten Schaltgases mit innerhalb der hohlvolumigen Gefäßanordnung
14 befindlichem elektrisch isolierenden Fluid. Das Schaltgas strömt dabei zunächst
von dem ersten Ende der hohlvolumigen Gefäßanordnung 14 zum zweiten Ende der hohlvolumigen
Gefäßanordnung 14. Dort wird es zum einen aus den Durchtrittsöffnungen 21 im Bereich
des topfförmigen Armaturkörpers 16 in radialer Richtung gegen die überspannende Wandung
des Armaturkörpers 16 getrieben und von dort in Umfangsrichtung umgelenkt und anschließend
durch eine Auslassöffnung 22 ausgestoßen. Weiterhin wird dieses Ausstoßen von einer
axialen Komponente der Anteile des Schaltgases überlagert, die sich bereits in der
ersten Schalte 18 innerhalb der hohlvolumigen Phasenleiteranordnung 14 befinden, wodurch
sich die axialen und radialen Schaltgasanteile vor einem Passieren der Auslassöffnungen
22 überlagern und vermischen. Radiale Komponenten und axiale Komponenten der Schaltgasströmung
werden vor einem Austritt durch die Auslassöffnungen 22 ineinander geleitet, so dass
auch unmittelbar vor einem Durchtritt des Schaltgases durch die Auslassöffnungen 22
in die Umgebung ein zusätzliches Verwirbeln sichergestellt ist.
1. Schaltgeräteanordnung aufweisend eine Unterbrechereinheit (4) mit einem ersten und
einem zweiten Schaltkontaktstück (5, 6, 7, 8), welche relativ zueinander bewegbar
sind, sowie mit einem in einer zwischen den Schaltkontaktstücken (5, 6, 7, 8) bildbaren
Schaltstrecke entspringenden Schaltgaskanal, welcher durch die Unterbrechereinheit
(4) verläuft und die Schaltstrecke mit der Umgebung der Unterbrechereinheit (4) verbindet
und welcher zumindest abschnittsweise von einer hohlvolumigen Gefäßanordnung (14)
begrenzt ist, die an einem ersten Ende mit einem der Kontaktstücke (6, 8) verbunden
ist, wobei die hohlvolumige Gefäßanordnung (14) an einem entgegengesetzt zu dem ersten
Ende liegenden zweiten Ende eine mantelseitige Auslassöffnung (22) des Schaltgaskanals
in die Umgebung aufweist, wobei
die hohlvolumige Gefäßanordnung (14) am zweiten Ende einen Armaturkörper (16) aufweist,
welcher im Wesentlichen topfförmig ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die hohlvolumige Gefäßanordnung (14) innenmantelseitig von einem den Schaltgaskanal
schalenförmig unterteilenden Rohrkörper (17) durchsetzt ist, wobei der Rohrkörper
(17) mantelseitig zumindest eine Durchtrittsöffnung (21) aufweist, über welche durch
den Rohrkörper (17) separierte Schalen (18, 19) miteinander kommunizieren, und wobei
die Auslassöffnung (22) und die Durchtrittsöffnung (21) versetzt zueinander angeordnet
sind.
2. Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mantelseitige Auslassöffnung (22) zumindest teilweise, insbesondere vollständig
durch den Armaturkörper (16) begrenzt ist.
3. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Armaturkörper (16) ein Steckkontakt (23) angeordnet ist.
4. Schaltgeräteanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rohrkörper (17) mantelseitig zumindest eine Durchtrittsöffnung (21) aufweist,
welche von der hohlvolumigen Gefäßanordnung (14), insbesondere von dem Armaturkörper
(16) beabstandet überspannt ist.
5. Schaltgeräteanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rohrkörper (17) die Auslassöffnung (22) des Schaltgaskanals beabstandet überspannt.
6. Schaltgeräteanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rohrkörper (17) am Armaturkörper (16) abgestützt freitragend in die hohlvolumige
Gefäßanordnung (14) hineinragt.
7. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Rohrkörper (17) und der hohlvolumigen Gefäßanordnung (14) eine Schale
(18) des Schaltgaskanals mit ringförmigem Querschnitt begrenzt ist, wobei die Schale
(18) derart ausgebildet ist, dass der Strömungswiderstand der ringförmigen Schale
(18) am ersten Ende der hohlvolumigen Gefäßanordnung (14) geringer ist als am zweiten
Ende der hohlvolumigen Gefäßanordnung (14).
8. Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der hohlvolumigen Gefäßanordnung (14) die ringförmige Schale (18) am zweiten Ende
von dem Armaturkörper (16) und am ersten Ende von einer die Armatur (16) stirnseitig
aufnehmenden Haube (15) begrenzt ist.
9. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die hohlvolumige Gefäßanordnung (14) eine Phasenleiteranordnung ist, welche mit einem
der Kontaktstücke (6, 8) elektrisch kontaktiert ist.
10. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Kontaktstücke (6, 8) von der hohlvolumigen Gefäßanordnung (14)
getragen ist.
1. Switchgear arrangement having an interrupter unit (4) comprising a first and a second
switching contact piece (5, 6, 7, 8), which are movable relative to one another, and
comprising an arcing gas channel, which develops in an arc gap which can be formed
between the switching contact pieces (5, 6, 7, 8), which arcing gas channel passes
through the interrupter unit (4) and connects the arc gap to the surrounding environment
of the interrupter unit (4) and is at least sectionally delimited by a hollow-volume
vessel arrangement (14), which is connected at a first end to one of the contact pieces
(6, 8), wherein the hollow-volume vessel arrangement (14) has, at a second end opposite
the first end, a lateral-surface-side outlet opening (22) of the arcing gas channel
into the surrounding environment, wherein the hollow-volume vessel arrangement (14)
has, at the second end, a fitting body (16) which is configured to be substantially
pot-shaped,
characterized in that
a pipe body (17) dividing the arcing gas channel in the form of shells passes through
the hollow-volume vessel arrangement (14) on the inner lateral surface side, wherein
the pipe body (17) has, on the lateral surface side, at least one through-opening
(21), via which shells (18, 19) separated by the pipe body (17) communicate with one
another, and wherein the outlet opening (22) and the through-opening (21) are arranged
offset with respect to one another.
2. Switchgear arrangement according to Claim 1,
characterized in that
the lateral-surface-side outlet opening (22) is at least partially, in particular,
completely, delimited by the fitting body (16).
3. Switchgear arrangement according to one of Claims 1 or 2,
characterized in that
a plug-type contact (23) is arranged on the fitting body (16) .
4. Switchgear arrangement according to one of the preceding claims,
characterized in that
the pipe body (17) has, on the lateral surface side, at least one through-opening
(21) which is spanned, with a spacing, by the hollow-volume vessel arrangement (14),
in particular by the fitting body (16).
5. Switchgear arrangement according to one of the preceding claims,
characterized in that
the pipe body (17) spans, with a spacing, the outlet opening (22) of the arcing gas
channel.
6. Switchgear arrangement according to one of the preceding claims,
characterized in that
the pipe body (17), supported on the fitting body (16), protrudes in cantilevered
fashion into the hollow-volume vessel arrangement (14).
7. Switchgear arrangement according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that
a shell (18) of the arcing gas channel having a ring-shaped cross section is delimited
between the pipe body (17) and the hollow-volume vessel arrangement (14), wherein
the shell (18) is configured such that the flow resistance of the ring-shaped shell
(18) at the first end of the hollow-volume vessel arrangement (14) is less than at
the second end of the hollow-volume vessel arrangement (14) .
8. Switchgear arrangement according to Claim 7,
characterized in that
at the hollow-volume vessel arrangement (14), the ring-shaped shell (18) is delimited
at the second end by the fitting body (16) and at the first end by a hood (15) accommodating
the fitting (16) at the end.
9. Switchgear arrangement according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that
the hollow-volume vessel arrangement (14) is a phase conductor arrangement which is
in electrical contact with one of the contact pieces (6, 8).
10. Switchgear arrangement according to one of Claims 1 to 9,
characterized in that
at least one of the contact pieces (6, 8) is borne by the hollow-volume vessel arrangement
(14).
1. Appareillage de coupure comportant une unité (4) d'interruption, ayant une première
et une deuxième pièce (5, 6, 7, 8) de contact de coupure, qui sont mobiles l'une par
rapport à l'autre, ainsi que comprenant un canal pour du gaz de coupure, qui s'échappe
dans une section de coupure pouvant se former entre les pièces (5, 6, 7, 8) de contact
de coupure, qui s'étend dans l'unité (4) d'interruption et qui relie la section de
coupure à ce qui entoure l'unité (4) d'interruption et qui est délimité, au moins
par tronçon, par un agencement (14) de récipient à volume creux, qui est relié à une
première extrémité à l'une des pièces (6, 8) de contact, l'agencement (14) de récipient
à volume creux ayant, à une deuxième extrémité opposée à la première extrémité, une
ouverture (22) de sortie, du côté latéral, du canal de gaz de coupure dans ce qui
est autour de l'unité (4) d'interruption, dans lequel
l'agencement (14) de récipient à volume creux a, à la seconde extrémité, une pièce
(16) d'armature, constituée sensiblement en forme de pot,
caractérisé en ce que
l'agencement (14) de récipient à volume creux est traversé du côté de la surface latérale
intérieure par une pièce (17) tubulaire subdivisant en forme de coque le canal pour
le gaz de coupure, la pièce (17) tubulaire ayant, du côté de la surface latérale,
au moins une ouverture (21) traversante, par laquelle des coques (18, 19), séparées
par la pièce (17) tubulaire, peuvent communiquer entre elles et l'ouverture (22) de
sortie et l'ouverture (21) traversante sont disposées de manière décalée l'une par
rapport à l'autre.
2. Appareillage de coupure suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'ouverture (22) de sortie du côté de la surface latérale est délimité au moins en
partie, notamment complètement, par la pièce (16) d'armature.
3. Appareillage de coupure suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
un contact (23) à enfichage est disposé sur la pièce (16) d'armature.
4. Appareillage de coupure suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la pièce (17) tubulaire a, du côté de la surface latérale, au moins une ouverture
(21) traversante, qui est enjambée par l'agencement (14) de récipient à volume creux,
en étant notamment à distance de la pièce (16) d'armature.
5. Appareillage de coupure suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la pièce (17) tubulaire enjambe à distance l'ouverture (22) de sortie du canal pour
du gaz de coupure.
6. Appareillage de coupure suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la pièce (17) tubulaire pénètre, en étant appuyée à porte à faux sur la pièce (16)
d'armature, dans l'agencement (14) de récipient en volume creux.
7. Appareillage de coupure suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu'
une coque (18) du canal pour du gaz de coupure de section transversale annulaire est
délimitée entre la pièce (17) tubulaire et l'agencement (14) de récipient à volume
creux, la coque (18) étant constituée de manière à ce que la résistance à l'écoulement
de la coque (18) annulaire soit plus petite à la première extrémité de l'agencement
(14) de récipient à volume creux qu'à la seconde extrémité de l'agencement (14) de
récipient à volume creux.
8. Appareillage de coupure suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que,
sur l'agencement (14) de récipient à volume creux, la coque (18) annulaire est délimitée
à la seconde extrémité par la pièce (16) d'armature et à la première extrémité par
une hotte (15) recevant l'armature (16) du côté frontal.
9. Appareillage de coupure suivant l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
l'agencement (14) de récipient à volume creux est un agencement à conducteur de phase,
qui est contacté électriquement par l'une des pièces (6, 8) de contact.
10. Appareillage de coupure suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce qu'
au moins l'une des pièces (6, 8) de contact est portée par l'agencement (14) de récipient
à volume creux.