Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Werkzeug mit einem Werkzeuggrundköper und einem Werkzeugkopf,
wobei
- a) der Werkzeugkopf ein Wechselsystem für ein Werkzeugteil enthält,
- b) das Werkzeugteil ein Antriebsteil umfasst, und
- c) das Werkzeug einen Ver- und Entriegelungsmechanismus aufweist, mit dem das Werkzeugteil
lösbar an dem Werkzeugkopf befestigt ist.
Stand der Technik
[0002] Solche Werkzeuge werden vorwiegend bei Werkstücken, wie z.B. Schrauben, verwendet,
die unterschiedliche Größen aufweisen. Um nicht ständig eine neues Werkzeug für die
Betätigung dieser unterschiedlichen Werkstücke zu verwenden, werden nur Werkzeugteile
mit ihren differenzierten Antriebsteilen ausgetauscht. Das Werkzeug verfügt über einen
Werkzeuggrundkörper mit einem Werkzeugkopf. Der Werkzeugkopf verfügt über das Wechselsystem
für die Werkzeugteile. Damit sich die Werkzeugteile von dem Werkzeugkopf selbständig
nicht lösen können, sind geeignete Rastmechanismen bekannt. Dabei kann es sich beispielsweise
um einen federbelasteten Stift im Werkzeugteil handeln, der in eine entsprechende
Ausnehmung oder Bohrung des Werkzeugkopfes greift und diesen festklemmt. Nur gegen
die Kraft der Feder kann das Werkzeugteil dann gewechselt werden.
[0003] Drehmomentschlüssel sind teure Messwerkzeuge. Sie werden daher häufig nicht mit fest
verbundenen Werkzeugantriebsteilen, wie z.B. Knarren, Vierkant, Maul- oder Ringschlüssel,
sondern mit sogenannten Wechselsystemen ausgerüstet, um für die verschiedensten Schraubenantriebsprofile
entsprechende Werkzeuge mit diesen Profilformen in einem Drehmomentschlüssel benutzen
zu können. Bei den Wechselsystemen gibt es insbesondere Einsteck-, Aufsteck-, Schwalbenschwanz-Systeme.
Die Ein- oder Aufstecksysteme unterscheiden sich durch unterschiedliche Profile, wie
rund, quadratisch, rechteckig. Allen Systemen gemein ist die Möglichkeit einer Rastung
des Steckwerkzeuges in der Aufnahme, um einen festen Sitz zu gewährleisten. Häufig
rastet auch ein federnder Stift in eine entsprechende Bohrung ein. Es werden hier
auch Schnell-Entrieglungssysteme zum Entriegeln eines Haltestiftes des Steckwerkzeuges
verwendet. Dies ist eine elegante, komfortable und schnelle Lösung das Steckwerkzeug
zu wechseln, da kein Hilfswerkzeug mit geeignetem Durchmesser benötigt wird.
[0004] Aus der
DE 202007015971 U1 ist ein multifunktionelles pneumatisches Werkzeug bekannt, dass aus einem Basiskörper
oder einem Handgriff und einem Werkzeugkopf besteht. Der Basiskörper umfasst einen
Zylinder, ein Flügelrad und einen Rotor. Druckluft wird von extern eingeführt, um
die Schaufel und damit den Rotor zu drehen. Der Rotor ist mit der Getriebewelle als
Wirkungselement eines Bohrkopfes fest verbunden, so dass die Getriebewelle zur Drehung
angetrieben ist und der Bohrkopf dadurch zum Betrieb mit gedreht ist. Ein Verbindungselement
ist dabei mit einer Getriebewelle eines Werkzeugkopfes lösbar verbunden.
[0005] In der
DE 202011050280 U1 wird ein einstellbarer Drehmomentschlüssel mit einem Werkzeugantriebsteil beschrieben.
Das Drehmomentwerkzeug weist dort einen rohrförmigen Werkzeugschaft auf, welcher sich
in seine Längsrichtung erstreckt. An dessen einem ersten Endabschnitt ein Handgriff
angeordnet ist, welcher um die Längsachse herum drehbar an dem Werkzeugschaft gelagert
ist. Der Handgriff ist mit einer Spanneinheit im Inneren des Handgriffs und/oder Werkzeugschafts
direkt oder indirekt gekoppelt. Durch die Drehung des Handgriffs wird eine Spiralfeder
gespannt oder entlastet, über welche das jeweils aufzubringende Anzugsmoment voreingestellt
wird. Der Handgriff weist ferner einen Klapphebel auf, welcher in seiner Ruheposition
an dem Handgriff anliegt. In einem Übergangsbereich zwischen dem Werkzeugschaft und
dem Handgriff ist eine Skala angeordnet, welche numerische Angaben über das jeweils
aktuell eingestellte Anzugsmoment aufweisen kann. Der Übergangsbereich ist gegenüber
dem Werkzeugschaft verjüngt, wobei er in seinem Querschnitt reduziert ist. Ein dem
ersten Endabschnitt gegenüberliegender zweiter Endabschnitt des Werkzeugschaftes dient
der Kopplung mit einem Werkzeugantriebsteil, welcher der Aufnahme Werkzeugen dient,
in der Regel Aufstecknüsse. Hierfür ist der ansonsten im Querschnitt kreisförmige
Werkzeugschaft an seinem zweiten Endabschnitt geplättet, so dass sich endseitig eine
rechteckförmige Öffnung ausbildet.
[0006] Nachteil der bekannten Wechselsysteme ist, dass jeder Anwender, Monteur das Steckwerkzeug
wechseln kann. Besonders bei der Luft- und Raumfahrttechnik sind Anwendungsfälle bekannt,
wo für einen bestimmten Arbeitsgang, z.B. bei der Überholung eines Flugzeuges, ein
bestimmtes Drehmomentwerkzeug mit einem bestimmten Werkzeugteil, aus einem Magazin
vorbereitet wird. Dabei wird beispielsweise diese Werkzeugkombination speziell für
eine Anwendung kalibriert. Unbefugte oder gar der jeweilige Monteur können das Werkzeugteil
gegen ein anderes Werkzeugteil, z.B. mit einer anderen Länge, austauschen. Dadurch
kann sich bei auslösenden Drehmomentwerkzeugen das eingestellte Drehmoment ändern,
so dass die Schraubverbindung nicht mit der vorgesehenen Vorspannkraft angezogen wird.
Die Schraubverbindung kann zu lose oder zu fest angezogen sein, oder die Schraube
bricht sogar. Dies kann bei der Luft- und Raumfahrt zu katastrophalen Folgen führen.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Werkzeug mit einem Wechselsystem für ein
Werkzeugteil zu schaffen, welches die Nachteile des Standes der Technik beseitigt
und bei dem nur Befugte das Werkzeugteil austauschen können.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass bei einem Werkzeug mit einem
Werkzeuggrundköper und einem Werkzeugkopf der eingangs genannten Art
d) ein Verschlussmechanismus für den Ver- und Entriegelungsmechanismus vorgesehen
ist.
[0009] Die Erfindung beruht auf dem Prinzip, die Betätigung der Entriegelung vor unbefugter
Nutzung zu schützen. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Werkzeugteil mit dem
speziellen Antriebsteil absichtlich oder versehentlich ausgetauscht wird. Durch den
Verschlussmechanismus muss nämlich einiger Aufwand betrieben werden, um ihn zu öffnen
und das Werkzeugteil auszutauschen. Einerseits möchte man, dass das Werkzeugteil bei
Bedarf schnell ausgetauscht werden kann, andererseits soll dies aber nur von Befugten
Anwendern erlaubt sein. Überraschenderweise hat sich aber gezeigt, dass beides möglich
ist. Nämlich dem Bedürfnis der Nutzer des Werkzeugs gerecht zu werden, dass das Werkzeugteil
mit dem Antriebsteil schnell ausgetauscht werden. Trotzdem kann das Werkzeugteil mit
einem Verschlussmechanismus verriegelt werden und nur von Befugten zum Austauschen
entriegelt werden.
[0010] Als vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung hat sich erwiesen, wenn das Wechselsystem
für das Werkzeugteil des erfindungsgemäßen Werkzeugs als Einsteck-, Aufsteck- oder
Schwalbenschwanz-System ausgebildet ist. Hierbei handelt es sich um Stecksysteme,
die relativ einfach bei einem erfindungsgemäßen Werkzeug bei der Herstellung zu realisieren
sind. Diese Stecksysteme haben sich daher als besonders vorteilhaft für das Wechselsystem
erwiesen.
[0011] Ein weiterer vorteilhafter Aspekt der Erfindung ist, dass der Verschlussmechanismus
eine Schraube enthält, welche zum Verschließen in eine Fixierbohrung des Werkzeugkopfes
greift. Die Schraube wird dabei in eine Gewindebohrung des Verschlussmechanismus geschraubt.
Zur Verankerung des Verschlussmechanismus an dem Werkzeugkopf ragt die Schraube in
die entsprechende Fixierbohrung des Werkzeugkopfs. Je nach Stellung der Schraube ist
der Verschlussmechanismus lösbar oder verschlossen, d.h. der Ver- und Entriegelungsmechanismus
ist zur Entriegelung des Werkzeugteils entweder zugänglich oder nicht zugänglich.
Die Schraube ist dabei so ausgestaltet, beispielsweise mit einem geeigneten O- bzw.
Sprengring gesichert, dass sie nicht vollständig herausgeschraubt werden und dann
verloren gehen kann.
[0012] Vorzugsweise enthält bei einer erfindungsgemäßen Variante des Werkzeugs der Ver-
und Entriegelungsmechanismus einen federbelasteten Stift oder einen federbelasten
Körper, welche sich zum Rasten in einer entsprechenden Bohrung oder Ausnehmung befinden.
Dadurch rastet der Stift bzw. der Körper zum Verriegeln, wenn er sich in dem Werkzeugkopf
in der richtigen Position befindet, durch die Federkraft in der Bohrung des Werkzeugkopfes
ein. Dabei kann ein "Schnell-Entriegelungsmechanismus", z.B. ein Betätigungsknopf
oder ein Ausdrückteller, vorgesehen sein, welcher ein Entriegeln bzw. ein Lösen des
Ver- und Entriegelungsmechanismus ohne zusätzliches Werkzeug ermöglicht. Dies erhöht
den Komfort des Wechselsystems zum Lösen bzw. zum Befestigen des Werkzeugteils an
dem Werkzeugkopf. Denn das Werkzeugteil lässt sich so gut am Werkzeugkopf richtig
positionieren. Der Verschlussmechanismus wird über dem Ver- und Entriegelungsmechanismus
angeordnet, so dass der Ver- und Entriegelungsmechanismus zum Entriegeln nicht mehr
betätigbar ist. Der Verschlussmechanismus ist beispielsweise mit einem geeigneten
Schlüsselsystem oder auch mit einem Inbus® bzw. Inbus® mit vorstehendem zentralem
Zapfen verschließbar.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Werkzeugs mit einem Wechselsystem
für ein Werkzeugteil weist der Verschlussmechanismus ein Verschlussgehäuse auf, welches
zum Verschließen verriegelbar über dem Ver- und Entriegelungsmechanismus angeordnet
ist. Durch das Verschlussgehäuse ist der Ver- und Entriegelungsmechanismus bzw. dessen
Schnell-Entriegelungsmechanismus nicht mehr frei zugänglich. Der Ver- und Entriegelungsmechanismus
wird nämlich von dem Verschlussgehäuse so umschlossen, dass er nicht zu bedienen ist,
ohne das Verschlussgehäuse zu entfernen. Dadurch wird verhindert, dass Unbefugte den
Werkzeugkopf austauschen können, indem sie irgendwie an den Ver- und Entriegelungsmechanismus
gelangen.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausbildung des erfindungsgemäßen Werkzeugs ist das Werkzeug
als Messwerkzeug ausgebildet ist. Dabei ist beispielsweise der Werkzeuggrundkörper
als Messinstrument ausgebildet, welches Messwerte bestimmt. Das Werkzeugteil lässt
sich dann mit unterschiedlichen Werkzeugmodulen, wie z.B. Außenvierkantprofil für
Aufsteckwerkzeuge, Maul- oder Ringschlüssel, ausstatten. Diese können z.B. für unterschiedliche
Schraubenprofile eingesetzt werden. Vorzugsweise weisen in einer besonderen Ausgestaltung
diese erfindungsgemäßen Werkzeuge dann Mittel zur Erfassung des Drehmoments und/oder
Drehwinkels auf. Damit lassen sich schließlich Schrauben in einem ganz bestimmten
Drehmoment und/oder einem Drehwinkel anziehen.
[0015] In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Werkzeugs mit einem Werkzeuggrundköper
und einem Werkzeugkopf ist dieses als handbetätigtes Werkzeug ausgebildet. Im Fall
eines Drehmoment- und/oder Winkelmesswerkzeuges ist der Werkzeuggrundkörper als schaftartiger
Grundkörper mit einem Griff an einem Ende vorgesehen. An dem anderen Ende wird das
Werkzeugteil am Werkzeugkopf lösbar befestigt. Der Werkzeugkopf des Werkzeugs weist
dazu an dem zum Griff abgewandten Ende z.B. ein Innenvierkantprofil auf. In dieses
Innenvierkantprofil wird das Werkzeugteil als Steckwerkzeug eingeschoben.
[0016] Der Werkzeugteil weist hierzu ein entsprechendes Verbindungsprofil auf. Das Verbindungsprofil
des Werkzeugteils ist dabei z.B. ein Außenvierkantprofil, welches mit dem Ver- und
Entriegelungsmechanismus an dem Werkzeugkopf lösbar arretiert wird. Mit dem Verschlussmechanismus
wird der Ver- und Entriegelungsmechanismus verschlossen, so dass der Ver- und Entriegelungsmechanismus
nicht mehr entriegelt werden kann. Dabei wird beispielsweise das Verschlussgehäuse
über den Ver- und Entriegelungsmechanismus geschoben. Das Verschlussgehäuse sitzt
dazu verschiebbar auf dem Werkzeugkopf. Das Verschlussgehäuse verfügt daher über ein
Innenprofil, welches das Außenprofil des Werkzeugkopfes formschlüssig umschließt.
[0017] Anstelle des manuellen Werkzeuges kann das erfindungsgemäße Werkzeug als maschinenbetätigtes
Werkzeug ausgebildet sein. Auch bei maschinenbetätigten Werkzeugen kommt es häufig
vor, dass das Werkzeugteil ausgetauscht werden muss. Beispielsweise kann bei einem
Bohrer oder einem pneumatisch betriebenen Drehmomentwerkzeug ein austauschbares Werkzeugteil
sinnvoll sein. Beim Bohrer ist das Bohrfutter der Werkzeugkopf. Will man verhindern,
dass spezielle Bohrer vom Monteur verwendet werden, kann dies durch die Dimension
des Bohrfutters erreicht werden. Das Bohrfutter darf dann nicht mehr lösbar sein.
Dies wird wiederum mit dem Verschlussmechanismus erzielt.
[0018] Vorzugsweise weist in einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Werkzeugs
der Ver- und Entriegelungsmechanismus ein Betätigungsknopf auf, der mit dem Verschlussmechanismus
verriegelbar ausgebildet ist. Diese Maßnahme dient besonders dazu den Ver- und Entriegelungsmechanismus
besonders gut bedienen zu können. Es ist dann ausreichend den Betätigungsknopf mit
dem Verschlussmechanismus zu sperren. Dies kann dadurch erfolgen, dass der Verschlussmechanismus
den Betätigungsknopf in einer Sperrposition hält bzw. dieser nicht betätigt werden
kann. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, dass das Verschlussgehäuse den Betätigungsknopf
abdeckt, so dass der Betätigungsknopf für einen Unbefugten nicht zugänglich ist.
[0019] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile ergeben sich aus dem Gegenstand der Unteransprüche,
sowie den Zeichnungen mit den dazugehörigen Beschreibungen. Ein Ausführungsbeispiel
ist nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0020]
- Fig. 1
- zeigt in perspektivischer Darstellung einen Ausschnitt eines Drehmomentwerkzeugs mit
einem Verschlussmechanismus.
- Fig. 2
- zeigt einen Schnitt des Drehmomentwerkzeus gemäß Fig. 1 im Bereich des Verschlussmechanismus
im verschlossenen Zustand ohne Werkzeugteil.
- Fig.3
- zeigt einen Schnitt des Drehmomentwerkzeus gemäß Fig. 1 im Bereich des Verschlussmechanismus
im geöffneten Zustand ohne Werkzeugteil.
- Fig. 4
- zeigt in perspektivischer Darstellung ein Drehmomentwerkzeugs mit einem Verschlussmechanismus,
dessen Verschlussgehäuse vom Werkzeugkopf entfernt ist.
Bevorzugtes Ausführungsbeispiel
[0021] In Fig. 1 ist in perspektivischer Darstellung ein Ausschnitt eines Drehmomentwerkzeugs
10 mit einem Verschlussmechanismus 12 gezeigt. Das Drehmomentwerkzeug 10 umfasst einen
schaftartigen Werkzeuggrundkörper 14. An dem schaftartigen Werkzeuggrundkörper 14
ist an einem ersten Ende 16 ein Griff 18 vorgesehen. An einem zweiten Ende 20 des
schaftartigen Werkzeuggrundkörpers 14 ist ein Werkzeugkopf 22 vorgesehen. Der Werkzeugkopf
22 verfügt über ein Wechselsystem 24 mit einem Aufnahmemechanismus 26 für ggf. verschiedene
Werkzeugteile 23.
[0022] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich beim Werkzeugteil 23 um ein Einsteckwerkzeug
23a bzw. 23b. Das Einsteckwerkzeug 23a bzw. 23b verfügt über ein Antriebsteil 25.
Das Einsteckwerkzeug 23a bzw. 23b wird in dem Aufnahmemechanismus 26 des Werkzeugkopfes
22 lösbar befestigt. In vorliegender Abbildung werden zwei beispielhafte Varianten
des Einsteckwerkzeug 23a bzw. 23b dargestellt, welche wahlweise verwendet werden können.
[0023] Das Drehmomentwerkzeug 10 ist mit dem Wechselsystem 24 für Einsteckwerkzeug 23a bzw.
23b ausgebildet, so dass verschiedene Werkzeugteile 23 mit unterschiedlichen Antriebsteilen
25 verwendet werden können. Im vorliegenden Fall ist das eine Einsteckwerkzeug 23a
mit einem Maulschlüssel als Antriebsteil 25 ausgebildet. Das andere Einsteckwerkzeug
23b verfügt über einen Außenvierkantprofil als Antriebsteil 25 auf, welches nicht
dargestellte Aufsteckwerkzeuge aufgesteckt werden können.
[0024] An dem schaftartigen Werkzeuggrundkörper 14 ist ferner ein hier nicht näher beschriebenes
Anzeigen- und Bedienmodul 27 für das Drehmomentwerkzeug 10 vorgesehen. Mit Bedienelementen
28 des Anzeigen- und Bedienmoduls 27 wird das Drehmomentwerkzeug 10 eingestellt bzw.
es lassen sich Messwerte und sonstige Darstellungen auf Anzeige 30 anzeigen.
[0025] Der Werkzeugkopf 22 verfügt über ein Innenvierkantprofil 32, welches als Aufnahmemechanismus
26 für die Einsteckwerkzeuge 23a bzw. 23b dient. Dort können die Einsteckwerkzeuge
23a bzw. 23b in den Werkzeugkopf 22 lösbar eingesteckt werden. Die Einsteckwerkzeuge
23a bzw. 23b weisen dazu ein Verbindungsprofil 34 auf, welches im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ein Außenvierkantprofil ist. Das Verbindungsprofil 34 wird in das Innenvierkantprofil
32 des Werkzeugkopfes 22 formschlüssig eingesteckt. Ein Ver- und Entriegelungsmechanismus
50 arretiert dabei das Verbindungsprofil 34 des Werkzeugteils 23 lösbar in dem Innenvierkantprofil
32 des Werkzeugkopfes 22.
[0026] Über dem Werkzeugkopf 22 ist ein Verschlussgehäuse 40 aufschiebbar vorgesehen. Das
Verschlussgehäuse 40 verfügt über ein Innenvierkantprofil 41, welches formschlüssig
auf ein Außenvierkantprofil 42 des Werkzeugkopfes 22 aufgesteckt wird. In dem Verschlussgehäuse
40 ist eine Gewindebohrung 43 vorgesehen, in die eine Schraube 44 zum Verschließen
eingeschraubt ist. Die Schraube 44 greift zur Verankerung des Verschlussgehäuses 40
in eine entsprechende Fixierbohrungen 45 des Werkzeugkopfes 22. Je nach Stellung der
Schraube 44 ist das Verschlussgehäuse 40 auf dem Werkzeugkopf 22 verschiebbar. Dabei
ist der die Entriegelung des Ver- und Entriegelungsmechanismus 50 zugänglich oder
versperrt. Entsprechend ist das jeweilige Einsteckwerkzeugs 23a, 23b lösbar oder verschlossen
bzw. arretiert an dem Werkzeugkopf 22 vorgesehen.
[0027] Das Verschlussgehäuse 40, die Gewindebohrungen 43, die Schraube 44, sowie Fixierbohrungen
45 sind gemeinsam Bestandteil von dem Verschlussmechanismus 12. Die Schraube 44 kann
z.B. als Innensechskant oder Torx® mit zentrisch vorstehendem Stift ausgebildet sein,
so dass sie sich nur mit einem speziellen Werkzeugschlüssel lösen lässt. Ein Sprengring
46 (siehe Fig. 2) oder ggf. auch ein O-Ring verhindern, dass die Schraube 44 komplett
herausgedreht werden kann und ggf. verloren geht. In dem Verschlussgehäuse 40 ist
im inneren Profilbereich dazu eine kleine Ausnehmung 47 vorgesehen.
[0028] In Fig. 2 ist ein Schnitt des Drehmomentwerkzeugs 10 gemäß Fig. 1 im Bereich des
Verschlussmechanismus 12 bzw. des Werkzeugkopfes 22 ohne Werkzeugteil 23 gezeigt.
Dabei ist der Verschlussmechanismus 12 im verschlossenen Zustand dargestellt. Das
Verschlussgehäuse 40 umschließt das Außenvierkantprofil 42 des Werkzeugkopfes 22.
In dem Verschlussgehäuse 40 ist die Gewindebohrung 43 vorgesehen, in die die Schraube
44 zum Verschließen eingeschraubt ist. Der Sprengring 46 sichert die Schraube 44 und
verhindert, dass die Schraube 44 beim Herausschrauben vollständig herausgeschraubt
und verloren geht. In dem Verschlussgehäuse 40 ist dazu die geeignete kleine Ausnehmung
47 zur Aufnahme des Sprengrings 46 vorgesehen. Die Schraube 44 verhindert, dass das
Verschlussgehäuse 40 sich bewegen kann. Der Ver- und Entriegelungsmechanismus 50 befindet
sich unterhalb des Verschlussgehäuses 40.
[0029] Der Ver- und Entriegelungsmechanismus 50 dient ferner dazu, dass das jeweilige Einsteckwerkzeug
23a, 23b lösbar fixiert wird. Der Ver- und Entriegelungsmechanismus 50 enthält im
vorliegenden Ausführungsbeispiel eine federbelasteten Stift 52, welcher in einer Bohrung
54 des Verbindungsprofil 34 verstemmt ist. Der federbelasteten Stift 52 greift zum
Rasten in eine Bohrung 55 des Innenvierkantprofils 32 des Werkzeugkopfes 22 ein. Der
federbelastete Stift 52 ist mit einem Betätigungsknopf 56 des Ver- und Entriegelungsmechanismus
50 verschiebbar. Der Betätigungsknopf 56 ist in dem Werkzeugkopf 22 versenkt. Durch
Drücken des Betätigungsknopfes 56 wird der Stift 52 gegen die Federkraft in die Bohrung
54 geschoben. Dadurch lässt sich das Verbindungprofil 34 des Einsteckwerkzeugs 23a,
23b wieder aus dem Innenvierkantprofil 32 herausziehen.
[0030] Der Betätigungsknopf 56 ist dazu in dem Werkzeugkopf 22 vorgesehen. Der federbelastete
Stift 52 arretiert das Verbindungsprofil 34 des Werkzeugteils 23 in dem Innenvierkantprofil
32 des Werkzeugkopfes 22. Dabei drückt der Stift 52 zum Verriegeln mit der Federkraft
in die Bohrung 55 des Werkzeugkopfes 22. Das Einsteckwerkzeug 23a, 23b befindet sich
dann in einer fixierten Sperr- bzw. Rastposition. Der Betätigungsknopf 56 verschiebt
den Stift 52 aus der Sperrposition, indem der Stift 52 gegen die Federkraft aus der
Bohrung 55 zum Entfernen des Werkzeugkopfes 22 gedrückt wird. Um zu vermeiden, dass
der Betätigungsknopf 56 von einem Nutzer genutzt wird, wird das Verschlussgehäuse
40 über den Betätigungsknopf 56 geschoben.
[0031] Der Betätigungsknopf 56 befindet sich dann unter dem Verschlussgehäuse 40 und ist
nicht mehr zugänglich. Damit das Verschlussgehäuse 40 nicht verschoben wird, befindet
sich die Schraube 44 in der Gewindebohrung 43 und wird bis in die Fixierbohrung 45
des Werkzeugkopfes 22 geschraubt. Die Fixierbohrung 45 ist auf einer Außenfläche des
Außenvierkantprofils 42 des Werkzeugkopfes 22 vorgesehen. Sobald mit dem Verschlussgehäuse
40 eine Verschlussposition eingestellt ist, kommen die Gewindebohrung 34 des Verschlussgehäuses
40 und die Fixierbohrung 45 fluchtend übereinander. Die Schraube 44 kann in die Fixierbohrung
45 eingreifen. Damit lässt sich das Verschlussgehäuse 40 nicht mehr auf dem Außenvierkantprofil
42 des Werkzeugkopfes 22 verschieben. Die Schraube 44 lässt sich dabei nur mit einem,
hier nicht dargestellten, speziellen Schlüssel wieder lösen.
[0032] Zum Lösen des Werkzeugteils 23 muss der Stift 52 durch Betätigung des Betätigungsknopfs
56 in die Bohrung 54 des Verbindungsprofils 34 geschoben werden. Dazu muss das Verschlussgehäuse
40 von dem Betätigungsknopf 56 des Ver- und Entriegelungsmechanismus 50 weggeschoben
werden. Denn das Verschlussgehäuse 40 verdeckt den Betätigungsknopf 56, so dass dieser
nicht zum Lösen des Werkzeugkopfes 22 genutzt werden kann.
[0033] In Fig. 3 ist ebenfalls ein Schnitt des Drehmomentwerkzeus 10 gemäß Fig. 1 im Bereich
des Verschlussmechanismus 12 bzw. des Werkzeugkopfs 22 gezeigt. Dabei ist der Verschlussmechanismus
12 im Gegensatz zu Fig. 2 im gelösten Zustand dargestellt. Ansonsten handelt es sich
um identische Abbildungen. Es werden daher auch sich entsprechende Bestandteile mit
den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Die Schraube 44 ist in vorliegender Abbildung
aus der Gewindebohrung 43 soweit herausgeschraubt, dass sie nicht mehr in die Fixierbohrung
45 ragt und diese freigibt. Dadurch lässt sich das Verschlussgehäuse 40 auf dem Außenvierkantprofil
42 des Werkzeugkopfes 22 veschieben. Sobald das Verschlussgehäuse 40 den Betätigungsknopf
56 durch Verschieben freigibt, kann der Betätigungsknopf 56 zum Lösen des Ver- und
Entriegelungsmechanismus 50 verwendet werden. Der Sprengring 46 hält dabei die Schraube
44 in dem Verschlussgehäuse 40 und verhindert so, dass die Schraube 44 verloren geht.
Die Ausnehmung 47 nimmt nämlich hierbei den aufgeweiteten Sprengring 46 teilweise
auf.
[0034] In Fig. 4 ist das Drehmomentwerkzeug 10 in perspektivischer Darstellung von unten
dargestellt. Das Drehmomentwerkzeug 10 umfasst den schaftartigen Werkzeuggrundkörper
14. An dem schaftartigen Werkzeuggrundkörper 14 ist der Griff 18 und das Anzeigen-
und Bedienmodul 27 vorgesehen. An der gegenüberliegenden Seite des schaftartigen Werkzeuggrundkörpers
14 ist der Werkzeugkopf 22 mit dem Innenvierkantprofil 32 und dem Außenvierkantprofil
42 dargestellt. Das Innenvierkantprofil 32 ist zur formschlüssigen Aufnahme des Verbindungsprofils
34 des jeweiligen Einsteckwerkzeuges 23a, bzw. 23b ausgebildet.
[0035] Vorliegend ist das Verschlussgehäuse 40 von dem Außenvierkantprofil 42 des Werkzeugkopfes
22 des schaftartigen Werkzeuggrundkörpers 14 abgezogen. Dadurch wird der Betätigungsknopf
56 des Ver- und Entriegelungsmechanismus 50 sichtbar. Die Schraube 44 ist zum Lösen
des Verschlussgehäuses 40 aus der Fixierbohrung 45 des Werkzeugkopfes 22 herausgeschraubt,
wodurch das Verschlussgehäuse 40 verschiebbar wird. Soweit die Bestandteile der vorliegenden
Fig. 4 mit den vorherigen Figuren übereinstimmen, werden auch die gleichen Bezugszeichen
verwendet. In dieser Abbildung wird besonders der Betätigungsknopf 56 des Ver- und
Entriegelungsmechanismus 50 deutlich. Der Betätigungsknopf 56 wird nur bei verschobenen
Verschlussgehäuse 40 zugänglich. Indem das Verschlussgehäuse 40 über den Betätigungsknopf
56 geschoben und mit der Schraube 44 in der Fixierbohrung 45 fixiert wird (siehe Fig.
1), wird verhindert, dass ein unbefugter Nutzer den Betätigungsknopf 56 des Ver- und
Entriegelungsmechanismus 50 unzulässig betätigt. Das Werkzeugteil 23 lässt sich dann
nicht mehr von dem Werkzeugkopf 22 lösen.
10 |
Drehmomentwerkzeug |
12 |
Verschlussmechanismus |
14 |
Werkzeuggrundkörper |
16 |
Erstes Ende |
18 |
Griff |
20 |
Zweites Ende |
22 |
Werkzeugkopf |
23 |
Werkzeugteil |
23a, 23b |
Einsteckwerkzeug |
24 |
Wechselsystem |
26 |
Aufnahmemechanismus |
25 |
Antriebsteil |
27 |
Anzeigen- und Bedienmodul |
28 |
Bedienelemente |
30 |
Anzeige |
32 |
Innenvierkantprofil des Werkzeugkopfes |
34 |
Verbindungsprofil des Werkzeugteils |
40 |
Verschlussgehäuse |
41 |
Innenvierkantprofil des Verschlussgehäuses |
42 |
Außenvierkantprofil des Werkzeugkopfes |
43 |
Gewindebohrung |
44 |
Schraube |
45 |
Fixierbohrung |
46 |
Sprengring |
47 |
kleine Ausnehmung |
50 |
Ver- und Entriegelungsmechanismus |
52 |
Stift |
54 |
Bohrung des Verbindungsprofil |
55 |
Bohrung des Innenvierkantprofils |
56 |
Betätigungsknopf des Verbindungsprofil |
1. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22), wobei
a) der Werkzeugkopf (22) ein Wechselsystem (24) für ein Werkzeugteil (23) enthält,
b) das Werkzeugteil (23) ein Antriebsteil (25) umfasst,
c) das Werkzeug (10) einen Ver- und Entriegelungsmechanismus (50) aufweist, mit dem
das Werkzeugteil (23) lösbar an dem Werkzeugkopf (22) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
d) ein Verschlussmechanismus (12) für den Ver- und Entriegelungsmechanismus (50) vorgesehen
ist.
2. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22) nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wechselsystem (24) für das Werkzeugteil (23) als Einsteck- (23a, 23b), Aufsteck-,
oder Schwalbenschwanz-System ausgebildet ist.
3. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22) nach einem
der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussmechanismus (12) eine Schraube (44) enthält, welche zum Verschließen
in eine Fixierbohrung (45) des Werkzeugkopfes (22) greift.
4. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22) nach einem
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verund Entriegelungsmechanismus (50) einen federbelasteten Stift (52) oder einen
federbelasten Körper enthält, welche sich zum Verriegeln in einer Bohrung (54) oder
Ausnehmung befinden.
5. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22) nach einem
der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussmechanismus (12) ein Verschlussgehäuse (40) aufweist, welches zum Verschließen
verschließbar über dem Ver- und Entriegelungsmechanismus (50) angeordnet ist.
6. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22) nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (10) als Messwerkzeug ausgebildet ist.
7. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22) nach Anspruch
6, gekennzeichnet durch Mittel zur Erfassung des Drehmoments und/oder Drehwinkels.
8. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22) nach einem
der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (10) als handbetätigtes Werkzeug ausgebildet ist.
9. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22) nach einem
der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (10) als maschinenbetätigtes Werkzeug ausgebildet ist.
10. Werkzeug (10) mit einem Werkzeuggrundköper (14) und einem Werkzeugkopf (22) nach einem
der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Verund Entriegelungsmechanismus (50) einen Betätigungsknopf (56) aufweist, welcher
mit dem Verschlussmechanismus (12) verschließbar ausgebildet ist.