[0001] Die Erfindung betrifft eine Verschlussanordnung, insbesondere für die Öffnungen von
Möbeln, Gebäuden und dergleichen, umfassend wenigstens ein Trägerelement, wenigstens
ein Stabilisierungselement sowie wenigstens ein Funktionselement, wobei das Funktionselement
als Folie mit einer Dicke von 0,05 bis 5,0 mm, vorzugsweise 0,1 bis 2,0 mm ausgebildet
ist, dass das Trägerelement über wenigstens eine seiner Seiten über wenigstens ein
Stabilisierungselement beabstandet zum Funktionselement angeordnet ist.
[0002] Derartige Verschlussordnungen sind im Stand der Technik bekannt und beschrieben.
So beschreibt bereits die
DE 2500604 einen Schrank mit einem dessen Öffnung rolloartig verschließenden Verschluss aus
einer flexiblen Stoffbahn, wobei die Stoffbahn über Umlenkmittel etwa in Form eines
nach unten offenen U, den Schrankinnenraum im Wesentlichen übergreifend, geführt und
mittels im Bereich ihrer beiden Enden angebrachten Gewichte gespannt gehalten ist.
Dabei sind die Umlenkmittel als Umlenkstäbe drehbar gelagert und der den hinteren,
abwärts gerichteten U-Schenkel bildende Längenabschnitt der Stoffbahn hintergreift
eine den Schrankinnenraum abgrenzende Rückwand, so dass die Stoffbahn nicht mehr sichtbar
ist. Die Umlenkmittel sind dabei sowohl an der Öffnung des Schrankmöbels als auch
in der Nähe der Rückwand angeordnet, wobei die aus textilem Material, Kunststoff oder
einer Kombination von beiden bestehende Stoffbahn durch stabförmig ausgebildete und
unmittelbar an ihren Enden angeordnete Gewichte in einer gespannten Lage gehalten
sein soll.
Nachteilig bei diesem Schrankmöbel und der Verschlussanordnung wird gesehen, dass
die Handhabbarkeit der Stoffbahn insbesondere durch die Reibung zwischen dieser und
den Umlegstäben eingeschränkt ist und dass die Stoffbahn verschmutzungsanfällig ist.
[0003] Ein weiterer Nachteil wird auch darin gesehen, dass im Schrankmöbel abgelegte Gegenstände
jederzeit durch unbefugte Dritte entnommen werden können, da diese die Stoffbahn einfach
zur Seite schieben bzw. diese durchtrennen.
[0004] Eine weitere Verschlussanordnung ist in der
DE 20 2011 101 306 U1 beschrieben. Diese Verschlussanordnung umfasst ein Trägerelement, ein Stabilisierungselement
sowie ein Funktionselement, wobei das Funktionselement als Folie mit einer Dicke von
0,05 bis 5,0 mm, vorzugsweise 0,1 bis 2,0 mm ausgebildet ist, wobei das Trägerelement
über wenigstens eine seiner Seiten über wenigstens ein Stabilisierungselement beabstandet
zum Funktionselement angeordnet ist.
Diese Verschlussanordnung lässt sich wirtschaftlich und kostengünstig herstellen,
ermöglicht einen sicheren und dekorativen Verschluss von Öffnungen in Möbel, Gebäuden
und dergleichen, die mechanisch stabil sowie diebstahlsicher sind und deren sichtbares
Design verschiedensten Anforderungen gerecht werden kann, durch die Gestaltung des
Funktionselementes. Diese Verschlussanordnung kann jedoch insbesondere hinsichtlich
ihrer Radiengängigkeit insbesondere beim Einsatz in Schrankmöbeln weiter optimiert
werden.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des bekannten Standes
der Technik zu überwinden und eine Verschlussanordnung aufzuzeigen, die wirtschaftlich
und kostengünstig herstellbar ist, die einen dauerhaften sowie dekorativen Verschluss
von Öffnungen ermöglicht und deren äußeres Erscheinungsbild bzw. das Design auch im
Dauergebrauch ohne Beeinträchtigungen bleibt.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Überraschend konnte festgestellt werden, dass bei einer Verschlussordnung, insbesondere
für die Öffnungen von Möbeln, Gebäuden und dergleichen, umfassend wenigstens ein Trägerelement,
wenigstens ein Stabilisierungselement sowie wenigstens ein Funktionselement, wobei
das Funktionselement als Folie mit einer Dicke von 0,05 bis 5,0 mm, vorzugsweise von
0,1 bis 2,0 mm ausgebildet ist, dass das Trägerelement über wenigstens eine seiner
Seiten über wenigstens ein Stabilisierungselement beabstandet zum Funktionselement
angeordnet ist, sich dadurch auszeichnet, dass das Stabilisierungselement als Abstandsgewirke
mit wenigstens einer ersten flächigen Gewirkelage, mit wenigstens einer zweiten flächigen
Gewirkelage sowie mit einer dazwischenliegenden Abstandsstruktur, welche die erste
flächige Gewirkelage mit der zweiten flächigen Gewirkelage verbindet, ausgebildet
ist. Die erfindungsgemäße Verschlussanordnung lässt sich von daher bei bestimmungsgemäßer
Nutzung beispielsweise in Schrankmöbeln problemlos von einer geschlossenen Position
in eine offene Position bewegen, ohne das die dekorative Außenseite Beeinträchtigungen
bzw. Fehlstellen aufweist.
Dies ist vorteilhafterweise darauf zurückzuführen, dass die erste flächige Gewirkelage
fest mit dem Funktionselement verbunden ist, während die zweite flächige Gewirkelage
mit den stabilisierenden Trägerelementen verbunden ist und das zwischen der ersten
Gewirkelage und der zweiten Gewirkelage abstandshaltende Verbindungsfäden, sogenannte
Polfäden, angeordnet sind, die die erste Gewirkelage zur zweiten Gewirkelage auf Distanz
halten. Die erfindungsgemäße Verschlussanordnung ist somit in sich sehr formstabil
und kann aber auf unterschiedliche mechanische Beanspruchungen beispielsweise beim
Öffnen bzw. Schließen in Schrankmöbeln durch die Art der Vermaschung sowie den Abstand
der Maschen in der Abstandsstruktur des Abstandsgewirkes flexibel auf diese reagieren.
[0008] Dabei hat es sich als vorteilhaft herausgestellt bei der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung,
dass die Abstandsstruktur aus flächenverbindenden Maschen mit monofilen elastischen
Fäden besteht, die abwechselnd mit je einer der Gewirkelagen vermascht sind. Hierdurch
ist insbesondere die Abstandsstruktur des Abstandsgewirkes sehr formstabil und elastisch,
so dass diese beispielsweise bei einer Druckbelastung nahezu unverändert wieder ihre
Ausgangsform annimmt.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung hat es sich ebenfalls als vorteilhaft
herausgestellt, dass die flächenverbindenden Maschen bzw. die abstandshaltenden Verbindungsfäden
gleichmäßig etwa zickzackförmig zwischen den einander gegenüberliegenden Gewirkelagen
verlaufen. Durch den Abstand der Maschen zueinander sowie die Distanz zwischen den
beiden einander gegenüberliegenden Gewirkelagen lässt sich somit die Formstabilität
der Abstandsstruktur definiert herstellen, so dass Verschlussanordnungen in verschiedenster
Größe bzw. Fläche realisierbar sind, bei denen das die Sichtseite bildende Funktionselement
von den die Stabilität bildenden Trägerelementen über die elastische Abstandsstruktur
beabstandet angeordnet ist.
[0010] Dabei hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, dass bei der erfindungsgemäßen
Verschlussanordnung die flächenverbindenden Maschen bzw. die abstandshaltenden Verbindungsfäden
synchron zwischen den Gewirkelagen verlaufen, was einerseits die Herstellungskosten
reduziert, ohne die mechanischen Eigenschaften des Abstandsgewirkes zu beeinflussen.
[0011] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung wird darin gesehen,
dass die flächenverbindenden Maschen bzw. die abstandshaltenden Verbindungsfäden etwa
senkrecht zu den Gewirkelagen angeordnet sind und dabei beispielsweise V-förmig zwischen
den Gewirkelagen angeordnet sind. Durch den Abstand der Maschen der abstandshaltenden
Verbindungsfäden sowie deren Anzahl kann die stabilisierende und formstabile Ausprägung
der Abstandsstruktur des Abstandsgewirkes entsprechend verändert bzw. beeinflusst
werden.
[0012] Ebenfalls vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung hat sich herausgestellt,
dass die abstandshaltenden Verbindungsfäden zwischen den beiden Gewirkelagen kreuzförmig
mit einem Kreuzungswinkel von annähernd 45° ausgebildet sind. Hierdurch ist eine gute
Verschiebefestigkeit der Gewirkelagen zueinander gewährleistet und einem Kippen der
Abstandsstruktur unter Druckbelastung wird vorgebeugt.
[0013] Beim Einsatz eines abstandshaltenden Verbindungsfaden beispielsweise aus Polyester
kann vorteilhafterweise durch Veredelungsvorgänge wie eine thermische Behandlung dieser
noch weiter optimiert bzw. stabilisiert werden, so dass eine dauerhafte Biegeelastizität
gewährleistet und das Abstandsgewirke eine elastische Zusammendrückbarkeit ähnlich
eines Schaumstoffes erreicht.
[0014] Ebenfalls vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung wird gesehen,
dass das Abstandsgewirke ein Flächengewicht von etwa 150 bis 750 g/m
2, vorzugsweise etwa 200 bis 450 g/m
2 nach DIN EN 12127 aufweist. Neben der wirtschaftlichen Herstellbarkeit ist hierdurch
auch eine gute Formstabilität des Abstandsgewirkes gewährleistet, so dass die Herstellung
der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung einfach automatisierbar und somit sehr wirtschaftlich
ist.
[0015] Die erfindungsgemäße Verschlussanordnung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass
das Trägerelement mit einer Gewirkelage stoffschlüssig verbunden ist, während das
Funktionselement mit der dieser Gewirkelage gegenüberliegenden Gewirkelage ebenfalls
stoffschlüssig verbunden ist. Über die Abstandsstruktur des Abstandsgewirkes wird
das Trägerelement vom Funktionselement beabstandet angeordnet und die erfindungsgemäße
Verschlussanordnung ist somit insbesondere beim Einsatz in Schrankmöbeln sehr gut
einsetzbar.
[0016] Bei der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung ist es weiterhin von Vorteil, dass
das Abstandsgewirke eine Stauchhärte von wenigstens 15 kPa nach DIN EN ISO 3386-1
aufweist. Hierdurch lassen sich insbesondere die stoffschlüssigen Verbindungen durch
beispielsweise Kleben des Funktionselementes an einer Gewirkelage und der Trägerelemente
an der dieser gegenüberliegenden Gewirkelage kostengünstig und einfach realisieren.
[0017] Bei der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung ist es ebenfalls von Vorteil, dass
die Abstandsstruktur des Abstandsgewirkes wenigstens 300 Polstäbchen/ Polfäden pro
cm
2 aufweist, hierdurch ist eine ausreichende Flexibilität des Abstandsgewirkes und somit
der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung, bei gleichzeitg wirtschaftlicher Herstellung
realisierbar.
[0018] Die Erfindung soll nun an diesen nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen näher
beschrieben werden.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Verschlussanordnung
- Fig. 2
- perspektivische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Verschlussanordnung.
[0020] In der Fig. 1 wird eine weitere erfindungsgemäße Verschlussanordnung perspektivisch
dargestellt.
[0021] Die erfindungsgemäße Verschlussanordnung, insbesondere für die Öffnungen von Möbeln,
Gebäuden und dergleichen umfasst Trägerelemente 1, ein Stabilisierungselement 2 sowie
ein Funktionselement 3.
[0022] Das Funktionselement 3 ist als Folie mit einer Dicke von 0,6 mm ausgebildet und die
Trägerelemente 1 sind über wenigstens eine ihrer Seiten über das Stabilisierungselement
2 beabstandet zum Funktionselement 3 angeordnet. Hierdurch ist beim bestimmungsgemäßen
Gebrauch der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung eine sehr laufruhige und ästhetische
Bewegung möglich.
[0023] Das Trägerelement 1 der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung ist in diesem Ausführungsbeispiel
als prismatisch ausgebildetes Hohlprofil, hergestellt aus dem polymeren Werkstoff
Polypropylen, gestaltet, was zu einer sehr guten mechanischen Stabilität der erfindungsgemäßen
Verschlussanordnung insbesondere bei Verwendung eines Stabilisierungselementes 2 mit
einer Dicke von etwa 2,0 mm führt.
[0024] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung besteht darin, dass
das Stabilisierungselement 2 in diesem Ausführungsbeispiel ein Flächengewicht von
etwa 180 g/m
2 aufweist, so dass das Gewicht der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung bei ausreichender
mechanischer Stabilität relativ gering ist.
[0025] Somit ist es bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung
möglich, insbesondere bei Verschluss der Öffnungen von Möbeln, Gebäuden und dergleichen
eine flächenhafte ansprechende Optik zu realisieren sowie gleichzeitig die funktionell
positiven Eigenschaften eines an sich bekannten Rollladens kostengünstig und wirtschaftlich
zu vereinen.
[0026] In der Fig. 2 ist eine weitere perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Verschlussanordnung dargestellt.
[0027] Die Verschlussanordnung weist ein Funktionselement 3 auf, welches als Folie mit einer
Dicke von 0,5 mm ausgebildet ist. Das Funktionselement 3 ist über eine an sich bekannte
Klebstoffschicht 9 mit dem Stabilisierungselement 2 vollflächig verbunden.
[0028] Das Stabilisierungselement 2 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Abstandsgewirke
4 ausgebildet.
[0029] Das Abstandsgewirke 4 weist eine erste flächige Gewirkelage 5 sowie eine von dieser
beabstandet angeordnete zweite flächige Gewirkelage 6 auf.
[0030] Zwischen der ersten Gewirkelage 5 und der zweiten Gewirkelage 6 ist eine Abstandsstruktur
7 angeordnet, welche flächenverbindende Maschen mit monofilen elastischen Fäden 10
aufweist, die abwechselnd mit der ersten Gewirkelage 5 bzw. der zweiten Gewirkelage
6 vermascht sind.
[0031] Diese abstandshaltenden Verbindungsfäden 10, welche auch Polfäden genannt werden,
sind in diesem Ausführungsbeispiel synchron zwischen der ersten Gewirkelage 5 sowie
der zweiten Gewirkelage 6 angeordnet. Die Anordnung ist einerseits senkrecht zwischen
den Gewirkelagen 5, 6 aber auch zickzackförmig bzw. kreuzförmig mit einem Kreuzungswinkel
von annähernd 45°.
[0032] Dabei kann einerseits durch den Abstand der ersten Gewirkelage 5 und der zweiten
Gewirkelage 6 sowie die Distanz zwischen den abstandshaltenden Verbindungsfäden 10
die Formstabilität der erfindungsgemäßen Verschlussordnung variabel realisiert werden.
Der Abstand zwischen der ersten Gewirkelage 5 und der zweiten Gewirkelage 6 beträgt
in diesem Ausführungsbeispiel etwa 2 mm, wobei das Flächengewicht des Abstandsgewirkes
4 etwa 220 g/m
2 nach DIN EN 12127 beträgt.
[0033] Die Anordnung der abstandshaltenden Verbindungsfäden 10 zwischen der ersten Gewirkelage
5 und der zweiten Gewirkelage 6 kann sowohl senkrecht als auch parallel zu den an
der zweiten Gewirkelage 6 über eine Klebstoffschicht 8 angeordneten Trägerelementen
1 erfolgen.
[0034] Dabei hat es sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, dass die erste Gewirkelage
5 bzw. die zweite Gewirkelage 6 ebenfalls aus monofilem Material wie Polyester oder
Polyamid bestehen, so dass die Elastizität des Abstandsgewirkes 4 noch weiter erhöht
ist.
[0035] Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die erste Gewirkelage 5 bzw. die
zweite Gewirkelage 6 aus multifilem Material hergestellt sind, so dass sich insbesondere
das Funktionselement 3 bzw. die Trägerelemente 1 einfach durch an sich bekannte Verklebung
bzw. auch durch Einsatz doppelseitiger Klebebänder problemlos fixieren lassen.
[0036] Beim Einsatz der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung insbesondere in Schrankmöbeln
lässt sich durch die vorteilhafte Dimensionierung und Ausgestaltung des als Abstandsgewirke
4 ausgebildeten Stabilisierungselementes 2 die ansprechende flächige Optik des Funktionselementes
3 auch bei bestimmungsgemäßer Nutzung ohne Beeinträchtigungen realisieren.
[0037] Die Beanspruchungen bzw. Verformungen der erfindungsgemäßen Verschlussanordnung insbesondere
in Schrankmöbeln entstehen, wenn die Verschlussanordnung von einer geschlossenen Position
in eine geöffnete Position bewegt wird und dabei einer erhöhten Zug- bzw. Druckbelastung
ausgesetzt ist.
[0038] Durch die Anordnung sowie Dimensionierung des Abstandsgewirkes 4 werden diese jedoch
soweit kompensiert, dass insbesondere die ansprechende Optik des Funktionselements
3 jederzeit gewährleistet ist.
[0039] Insbesondere durch den Abstand zwischen der ersten Gewirkelage 5 und der zweiten
Gewirkelage 6 sowie der Art und Weise der Vermaschung durch die abstandshaltenden
Verbindungsfäden 10 wird eine mechanische Entkoppelung der die Sichtseite definierten
Funktionselementes 3 von den die Stabilität erzeugenden Trägerelementen 1 wirkungsvoll
realisiert.
1. Verschlussanordnung, insbesondere für die Öffnungen von Möbeln, Gebäuden und dergleichen,
umfassend wenigstens ein Trägerelement (1), wenigstens ein Stabilisierungselement
(2) sowie wenigstens ein Funktionselement (3), wobei das Funktionselement (3) als
Folie mit einer Dicke von etwa 0,05 bis 5,0 mm, vorzugsweise von 0,1 bis 2,0 mm ausgebildet
ist, wobei das Trägerelement (1) über wenigstens eine seiner Seiten über wenigstens
ein Stabilisierungselement (2) beabstandet zum Funktionselement (3) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Stabilisierungselement (2) als Abstandsgewirke (4), mit wenigstens einer ersten
flächigen Gewirkelage (5), mit wenigstens einer zweiten flächigen Gewirkelage (6),
sowie mit einer dazwischenliegenden Abstandsstruktur (7), welche die erste flächige
Gewirkelage (5) mit der zweiten flächigen Gewirkelage (6) verbindet, ausgebildet ist.
2. Verschlussanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsstruktur (7) des Abstandsgewirkes (4) aus flächenverbindenden Maschen
mit monofilen elastischen Fäden besteht, die abwechselnd mit je einer der Gewirkelagen
(5, 6) vermascht sind.
3. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsstruktur (7) des Abstandsgewirkes (4) durch abstandshaltende Verbindungsfäden
(10), sogenannte Polfäden, ausgebildet ist.
4. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der abstandshaltende Verbindungsfaden (10) der Abstandsstruktur (7) ein Monofilament
aus Polyester ist.
5. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abstandshaltenden Verbindungsfäden (10) der Abstandsstruktur (7) des Abstandsgewirkes
(4) zwischen der ersten Gewirkelage (5) und der zweiten Gewirkelage (6) etwa kreuzförmig
mit einem Kreuzungswinkel von etwa 45° ausgebildet ist.
6. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abstandshaltenden Verbindungsfäden (10) der Abstandsstruktur (7) etwa zickzackförmig
zwischen der ersten Gewirkelage (5) und der zweiten Gewirkelage (6) verlaufen.
7. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abstandshaltenden Verbindungsfäden (10) der Abstandsstruktur (7) etwa senkrecht
zur ersten Gewirkelage (5) sowie zur zweiten Gewirkelage (6) verlaufen.
8. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abstandshaltenden Verbindungsfäden (10) der Abstandsstruktur (7) etwa V-förmig
zwischen der ersten Gewirkelage (5) und der zweiten Gewirkelage (6) verlaufen.
9. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abstandshaltenden Verbindungsfäden (10) der Abstandsstruktur (7) etwa synchron
zwischen der ersten Gewirkelage (5) und der zweiten Gewirkelage (6) verlaufen.
10. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abstandshaltenden Verbindungsfäden (10) der Abstandsstruktur (7) etwa parallel
nebeneinander äquidistant verlaufen.
11. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandsgewirke (4) ein Flächengewicht von etwa 150 bis 750 g/m2, vorzugsweise 200 bis 450 g/m2 gemäß DIN EN 12127 aufweist.
12. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandsgewirke (4) eine Stauchhärte von wenigstens 15 kPa nach DIN EN ISO 3386-1
aufweist.
13. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandsgewirke (4) eine Dicke von etwa 1,7 bis 5,0 mm, vorzugsweise 2,0 bis
4,0 mm nach DIN EN ISO 5084 aufweist.
14. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsstruktur (7) des Abstandsgewirkes (4) wenigstens 300 Polstäbchen pro
cm2 aufweist.
15. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abstandshaltenden Verbindungsfäden (10) der Abstandsstruktur (7) eine Fadenstärke
von etwa 0,04 bis 0,5 mm, bevorzugt 0,08 bis 0,20 mm aufweisen.