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(11) |
EP 2 801 984 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.2018 Patentblatt 2018/46 |
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Anmeldetag: 08.05.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Greifer, Verdrillkopf und Verdrillvorrichtung
Gripper, twisting head and twisting head device
Poignée, tête de torsadage et dispositif de torsadage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.11.2014 Patentblatt 2014/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Schleuniger Holding AG |
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3608 Thun (CH) |
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Erfinder: |
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- Keil, Uwe
42499 Hückeswagen (DE)
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Vertreter: Patentbüro Paul Rosenich AG |
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BGZ 9497 Triesenberg 9497 Triesenberg (LI) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 107 670
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DE-A1-102010 017 981
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Greifer für elektrische oder optische Leitungen,
wie Drähte, Kabel, Leitungsbündel, Lichtleitfaser, mit zumindest einer relativ zu
einem Widerlager mittels einer Antriebsanordnung bewegbaren Greiferbacke, wobei die
Antriebsanordnung zumindest einen Antrieb mit einstellbarer Kraft umfasst, der über
eine Gelenkkette auf die oder jede Greiferbacke einwirkt, weiters auf einen Verdrillkopf
zum Verdrillen von elektrischen oder optischen Leitungen, wie Drähten, Kabel, Leitungsbündel,
Lichtleitfaser, mit einem um die Achse der Leitungen drehbaren Greifer, wobei der
Antrieb ortsfest angeordnet ist und die Gelenkkette zumindest einen mit dem Verdrillkopf
mitdrehenden Abschnitt aufweist, sowie auf eine Verdrillvorrichtung zum Verdrillen
von elektrischen oder optischen Leitungen, wie Drähten, Kabeln, Leitungsbündel, Lichtleitfasern,
etc., mit zumindest einem durch einen zweiten Antrieb drehbaren Verdrillkopf.
[0002] Ein Greifer sowie eine Verdrillvorrichtung wie eingangs beschrieben ist beispielswiese
in der
DE 10 107670 A1 offenbart. Der dabei zum Einsatz kommende Verdrillkopf weist eine der Anzahl der
Einzelleitungen entsprechende Anzahl an Spannbacken auf, die mit einem vorbestimmten
Festklemmdruck beaufschlagbar sind, um die Leitungsenden der einzelnen Leitungen festzuhalten.
Der Verdrillkopf ist um eine Verdrillachse verdrehbar und in Längsrichtung der Verdrillachse
verfahrbar. Der Verdrillkopf weist drei Spannbacken auf, die in einem Abstand von
120º zueinander um die Verdrillachse voneinander beabstandet angeordnet sind. Jede
Spannbacke besteht aus einem Hebelarm, der um eine tangential zur Verdrillachse liegende
Schwenkachse verschwenkbar gelagert ist. Der Hebelarm einer Spannbacke ist am dem
Greifelement für die Leitungen gegenüberliegenden Ende gelenkig mit einem Zwischenteil
verbunden, welches wiederum gelenkig mit einem Schiebeelement, einem doppelten Wellengelenk
und schliesslich mit einem Pneumatikzylinder gekoppelt ist. Zum Öffnen und Schliessen
der Greifelemente werden alle genannten Bauteile, die in einer Linie hintereinander
angeordnet sind, auch jeweils in gleicher Richtung bewegt. Diese Anordnung baut sehr
lang und erfordert beträchtlich über die eigentliche Länge der zu verdrillenden Stränge
hinausgehende Baugrösse. Auch sind die Bauteile relativ gross und schwer, so dass
die Anordnung zum Aufnehmen der Zentrifugalkräfte beim Verdrillen sehr stabil und
damit auch schwer gebaut sein muss. Dies erfordert auch hohe Antriebs- und Bremskräfte
auf den Verdrillkopf und damit stärkere, energieintensivere Verdrehantriebe und Bremssysteme.
[0003] Die
DE 10 2010 017981 A1 offenbart eine Einrichtung zum Zusammenführen von Leitern zur Herstellung einer Doppelcrimpverbindung.
Die darin zur Anwendung kommende (Doppel-)Greifer besitzen Greiferarme, die vertikal
zur Greiferebene in einer Führung gehalten verfahrbar sind.
[0004] Die
EP 1 032 095 A1 bezieht sich auf eine Bearbeitung und Verdrillung eines Leiterpaares. Im Zusammenhang
mit einer Schwenkeinheit sind die Greifer als Ganze über einen Hebelmechanismus einzeln
schwenkbar. Durch den dargestellten Hebelmechanismus wird jedoch nicht das Greifen
des Drahtes bewirkt.
[0005] Die
EP 1 691 457 A1 offenbart im Zusammenhang mit einer Kabelbearbeitungseinrichtung eine Entdrilleinheit.
Ein Greifer wird pneumatisch angetrieben (zum Beispiel pneumatisch geschlossen und
mittels Federkraft geöffnet).
[0006] Die
US 4,272,951 A offenbart eine Verdrillvorrichtung, bei der das Verdrillen durch eine Rollen- bzw.
Bandanordnung bewirkt wird, die die zu verdrillenden Drähte von zwei Seiten umfasst.
Dabei sind diese Rollen bzw. Bandanordnung verdrehbar. Es handelt sich hier um ein
gänzlich anderes Prinzip.
[0007] Die
US 5605181 A offenbart ein tragbares Verdrillwerkzeug, wobei die zu verdrillenden Drähte in der
Mitte ihrer Länge durch eine Vorrichtung eingeklemmt werden. An ihren Enden sind die
Drähte mittels Befestigungsvorrichtungen stationär fixiert. Die Verdrillvorrichtung
besteht aus einer Hülse mit einem länglichen Ausschnitt, in die ein Teil eingeschoben
wird, der auf einer zweiten Hülse sitzt und zwischen die zwei Drähte hineinragt.
[0008] Allen im Stand der Technik bekannten Lösungen ist gemein, dass sie mechanisch aufwändig
sind und ein hohes Gewicht aufweisen. Verdrillvorrichtungen sind dadurch sehr teuer
und der Antriebsbedarf ist hoch. Überdies ist die Haltekraft für Leitungsenden nicht
einstellbar.
[0009] Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Greifer, einen Verdrillkopf
und eine Verdrillvorrichtung bereitzustellen, die diese Nachteile nicht aufweist und
die es erlaubt, zwei oder mehrere, gegebenenfalls kontaktierte Leitungsenden automatisch
zu greifen, sicher zu halten und die Leitungen mit hoher Drehzahl ineinander zu verdrillen.
Dabei soll insbesondere die Problematik gelöst werden, die Verdrillfunktion mit allen
Automatismen zu realisieren, bei gleichzeitig geringer Masse des Verdrillkopfes und
einfachem und kostengünstigem Aufbau. Die Greifermechanik soll ohne aufwändige Austausch-
oder Adaptierungsarbeiten die Leitungen unabhängig von auftretenden Fliehkräften sicher
mit einer einstellbaren Haltekraft halten.
[0010] Die Aufgaben werden durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den jeweils abhängigen Patentansprüchen dargelegt.
[0011] Die Erfindung erreicht dieses Ziel bei einem Greifer nach Anspruch 1 erfindungsgemäss
dadurch, dass die Gelenkkette einen Abschnitt parallel zum Antrieb und mit entgegengesetzter
Bewegungsrichtung des Antriebs aufweist, welches Merkmal zu einer kompakten Anordnung
von Greifer und Antrieb durch parallele und nahe beieinander liegende Positionierung
beiträgt. Das Verhältnis von Antriebskraft zu Haltekraft ist durch die festgelegten
Hebelverhältnisse der Gelenkkette genau definiert. Damit ist auch die Haltekraft auf
die Leitung durch Einstellung der Antriebskraft, die mittelbar über die Gelenkkette
mit genau bestimmbarer Weise auf die Haltebacken übertragen wird, genau einstellbar,
so dass die für das sichere Greifen und Halten der Leitungsenden in Abhängigkeit von
Leitungsquerschnitt und Leitungsqualität optimale Greiferschliesskraft eingestellt
werden kann. Der programmierbare Wert der Einstellparameter kann dem jeweiligen Anwendungsfall
zugeordnet und jederzeit wieder aufrufbar abgespeichert werden, was ein automatisches
Einrichten des Verdrillprozesses ohne manuelles Rüsten/Einrichten von Bauteilen des
Greifers oder des diesen Greifer nutzenden Verdrillkopfes ermöglicht. Insbesondere
kann die Antriebskraft per Programm vorgewählt, zu Fertigungsparametern passend abgespeichert
und jederzeit wieder aufgerufen werden. Es sind keine Energie- oder Signalleitungen
zum Greifer, der typischerweise Teil eines rotierenden Verdrillkopfes ist, erforderlich.
[0012] Ein bevorzugtes Beispiel für einen Antrieb mit einstellbarer Kraft ist ein fluidischer
Arbeitszylinder mit programmierbarem Versorgungsdruck. Der Versorgungsdruck beispielsweise
in bevorzugter Ausführungsform eines Pneumatikzylinders, und damit dessen Antriebskraft,
ist durch ein geeignetes ansteuerbares Stellventil einstellbar programmierbar. Damit
ist auch über die Gelenkkette mit genau definiertem Kraftübertragungsverhältnis die
Haltekraft der Greiferbacken genau einstellbar.
[0013] Bevorzugt weist zum Zweck einer guten Haltewirkung und Kraftrichtung die Bewegungsrichtung
der Greiferbacken eine überwiegende Komponente radial in Bezug auf die Leitung auf,
vorzugsweise verläuft die Bewegungsrichtung genau radial in Bezug auf die Leitung.
Eine Bezugnahme auf "die Leitung" hier und auch durchgängig im nachfolgenden Text
ist eine Bezeichnung jener Stelle der Vorrichtung und jener Richtung, in der bei bestimmungsgemässer
Verwendung des Greifers bzw. der durch diesen Ausdruck näher bestimmten Vorrichtungen
oder Teilen von Vorrichtungen, an der die zu greifenden Leitung liegt oder in welcher
Richtung diese Leitung orientiert ist.
[0014] Eine vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Greifers ist weiters dadurch
gekennzeichnet, dass die Wirkrichtung des Antriebs überwiegend parallel in Bezug auf
die Leitung erfolgt, wobei über die Gelenkkette eine Kraftumlenkung in eine Wirkrichtung
in Richtung der Bewegungsrichtung der Greiferbacken vorgesehen ist. Mit diesem Merkmal
ist eine sehr kompakte Anordnung von Greifer und Antrieb möglich, die dadurch parallel
und nahe beieinander liegend positioniert sein können. Für einen Verdrillkopf wird
die eingangs gestellte Aufgabe durch die Merkmale gelöst, dass der Greifer nach einem
der vorhergehenden Absätze gestaltet und der mitdrehende Abschnitt der Gelenkkette
durch parallel zum Antrieb und entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Antriebs
bewegbare Elemente und durch die oder jede Greiferbacke gebildet ist, wobei der Antrieb
ortsfest angeordnet ist und wobei die Gelenkkette zumindest einen mitdrehenden Abschnitt
aufweist. Diese Merkmale gewährleisten einen kompakten, platzsparenden und sicheren
Aufbau des Verdrillkopfes. Durch die Umlenkung der Antriebswirkung vom Antrieb auf
den Greifer um im Wesentlichen 180° können der Antrieb und ein langer Abschnitt der
Gelenkkette parallel angeordnet sein. Eine derartige parallele Anordnung erlaubt eine
kurze Baulänge der Anordnung. Neben der Ausgestaltung des Greifers wie zuvor schon
erläutert, trägt der ortsfeste Antrieb zu einem sehr einfachen, kompakten und auch
leichten Aufbau des Verdrillkopfes bei. Der schwere Antrieb muss nicht mit dem Verdrillkopf
und/oder dem Greifer mitbewegt werden, was auch dessen Energie- und Betriebsmittelversorgung
wesentlich vereinfacht.
[0015] Bevorzugt ist für einen einfachen, kompakten und funktionssicheren Aufbau bei beiden
Varianten des Verdrillkopfes vorgesehen, dass die Gelenkkette einen ortsfesten Umlenkhebel,
vorzugsweise einen Gabelhebel, umfasst, über welchen der Antrieb auf die bewegbaren
Elemente der Gelenkkette einwirkt, vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Axial-Wälzlagers
und/oder eines koaxial zur Leitung positionierbaren Druckringes.
[0016] Die bewegbaren Elemente und die oder jede Greiferbacke sind an einer mitdrehenden,
vorzugsweise topfartigen Tragestruktur montiert, welche zumindest eine sich parallel
zur Richtung der Leitungen erstreckende Ausnehmungen in einer Dimension und Form aufweist,
dass die Leitungen entnommen werden kann. Eine derartige Konstruktion erlaubt einen
grossen, weitgehend zylindrischen Kammerinnenraum mit relativ dünnem Aussenmantel
des Verdrillkopfes im Vergleich mit dem relativ klein bemessenen Aufnahmevolumen bisheriger
Greifer bzw. Verdrillköpfe.
[0017] Dabei ist es besonders von Vorteil, wenn koaxial zur Tragestruktur eine Rohrhülse
als Abdeckung vorgesehen ist, welche zumindest eine sich parallel zur Richtung der
Leitung erstreckende Ausnehmung zur Entnahme der Leitungen hat, und die entweder mit
dem Verdrillkopf mitdreht oder in einer drehfesten Stellung arretiert ist. Die mitdrehende
Rohrhülse kann zusammen mit einer topfartigen Tragestruktur eine optimale, umfangsmässig
geschlossene Abschirmung des Verdrillbereiches bilden. Bei Arretierung in einer drehfesten
Stellung können durch Relativverdrehung von Tragestruktur und Rohrhülse die Ausnehmungen
in Überlappung gebracht und damit eine Belade- und Entnahmeöffnung freigegeben werden.
Damit können Bauteile vermieden werden, die im geöffneten Zustand der Greifer nach
aussen sehr weit abgespreizt sind, so dass Kollisionsgefahr beim versehentlichen Anlauf
der Rotationsbewegung bestand, insbesondere bei der Referenzierungsfahrt des Systems.
Durch das Öffnen und Schliessen der Aufnahmekammer für die Leitungen mittels der Rohrhülse
ist durch eine kompakte und einfache Konstruktion eine sichere Bearbeitung und einfaches
Laden und Auswerfen der Leitung gewährleistet.
[0018] Eine Ausführungsform des Verdrillkopfs ist dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferbacken
aus einem metallischen Material, vorzugsweise harteloxiertem Aluminium, mit einer
Riffelung oder Aufrauhung der Greiferflächen, allenfalls einer plasmabeschichteten
Oberfläche oder anderen Oberflächenstrukturen, oder zumindest teilweise aus einem
elastischen Material, besonders bevorzugt aus einem Elastomer, gebildet sind, wobei
vorzugsweise zumindest die mit den zu greifenden Leitungen in Berührung kommenden
Oberflächen mit Hartstoffpartikeln, wie z.B. Korund, besetzt sind. Durch Verschleiss
in Mitleidenschaft gezogene Greiferbacken können dadurch einfach und unabhängig von
den übrigen Elementen des Verdrillkopfes ausgetauscht werden. Durch die Hartstoffpartikel
wird das bereits durch die oben genannten Merkmale sehr gut fixierende Halten der
zu verdrillenden Leitungen noch weiter verbessert.
[0019] Gemäss einer vorteilhaften Variante dieser Ausführungsform des Verdrillkopfs ist
auf dem Grundkörper ein elastischer Träger, vorzugsweise ein Textil, befestigt, wobei
der Träger vorzugsweise auf dem elastischen Material befestigt ist und bei vorhandenen
Hartstoffpartikeln sich diese auf dem Träger befinden. Dadurch kann bei optimaler
Haltewirkung und verschleissarmem Aufbau durch den elastischen Träger kostensparend
nur die oberste, mit den Leitungsenden in Berührung kommende Schicht mit die Haftung
fördernden Partikeln besetzt werden.
[0020] Das eingangs genannte Ziel wird auch durch eine Verdrillvorrichtung erreicht, welche
dadurch gekennzeichnet ist, dass der Verdrillkopf nach zumindest einem der vorhergehenden,
auf einen Verdrillkopf bezogenen Absätze gestaltet ist, wobei der zweite Antrieb ein
Drehantrieb ist, der das Antriebsmoment über ein vorzugsweise ringförmiges Antriebsmittel
auf eine Welle des Verdrillkopfes überträgt.
[0021] Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass die Abtriebswelle, vorzugsweise auch die Motorwelle,
des zweiten Antriebs seitlich beabstandet und parallel zur Drehachse des Verdrillkopfes
angeordnet ist bzw sind.
[0022] Insgesamt lässt sich durch die einzelnen Merkmale ein sehr kompakter Aufbau des Greifers,
damit auch des Verdrillkopfes sowie der gesamten Verdrillvorrichtung erzielen. Die
geringe Teileanzahl und/oder die geringe bewegte Masse ermöglicht hochdynamische Prozesse,
wobei durch den weitgehend rotationssymmetrischen Aufbau der drehenden Teile diese
einfach für den schwingungsarmen Betrieb ausgewuchtet werden können. Überdies reduziert
der vorzugsweise zylinderförmige Aufbau der rotierenden Baugruppe von Greifer und
Verdrillkopf ohne nach aussen überstehende Bauteile die Kollisionsgefahr mit benachbarten
Bauteilen erheblich und reduziert auch den Steuerungsaufwand, der sonst zur Beseitigung
von Kollisionsgefahren notwendig wäre. Auch sind keine aussen an der drehenden Baugruppe
montierten Bauteile vorhanden, die bei hohen Drehzahlen und Fliehkräften eine Gefährdung
durch Wegschleudern erzeugen können.
[0023] Der sehr kompakte Aufbau mit vorzugsweise rohrförmigem Gehäuse des Verdrillkopfes
lässt sehr viel Raum für das automatische Einführen bzw. Auswerfen der Leitungsenden
bzw. aus in einer im Wesentlichen zylinderförmig aufgebauten Verdrillkammer zu, die
ein grosses Aufnahmekammer-Volumen für die mit Dichtung und Kontakten bestückten Leitungsenden
aufweist.
[0024] Die Greiferbacken sind sehr einfach wechselbar und an der Abschlussplatte des Verdrillrotors
ist vorzugsweise ein grosser Fangbereich für Leitungen integriert. Dabei können die
Kanten des Fangbereiches am Verdrillkopf, insbesondere an der stirnseitigen Abschlussplatte
des Verdrillkopfes als Abstreiferkanten wirken, um Leitungsenden sicher von den Greiferbacken
abzustreifen.
[0025] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung beschrieben sind.
[0026] Die Bezugszeichenliste ist Bestandteil der Offenbarung. Die Figuren werden zusammenhängend
und übergreifend beschrieben. Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Bauteile, Bezugszeichen
mit unterschiedlichen Indices geben funktionsgleiche oder ähnliche Bauteile an.
[0027] Es zeigen dabei:
- Fig. 1
- einen Verdrillkopf in einer perspektivischen Gesamtansicht, mit geöffneter Einführ-
bzw. Auswurfbereich,
- Fig. 2
- den Verdrillkopf der Fig. 1 in einer teilweise aufgeschnittenen Gesamtansicht im Längsschnitt,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch den Verdrillkopf der Fig. 1 und 2, in einer gegenüber der
Fig. 2 um die Längsachse verdrehten Ebene, und
- Fig. 4
- den Verdrillkopf der Fig. 1 bis 3 mit nach unten gerichtetem, doch geschlossenem Einführ-
bzw. Auswurfbereich.
[0028] Eine Verdrillvorrichtung besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 1
bis 4 aus einem Grundgestell 1, an dem zumindest ein Antriebsmotor 2, der vorzugsweise
ein Servoantrieb ist, für den Verdrillkopf 4 angebracht ist. Über beispielsweise einen
Antriebsriemen 3, vorzugsweise einen Zahnriemen, treibt der Antriebsmotor 2 den Verdrillkopf
4 mit dem eigentlichen, mehrere Baugruppen umfassenden Greifer 11, 15, 16, 17, 19,
19', 20, 20', 22, 22' (siehe dazu insbesondere Fig. 2) an. Im Rahmen der Erfindung
können auch andere Antriebe oder andere Übertragungselemente zwischen Antriebsmotor
2 und Verdrillkopf 4 vorgesehen sein. Alternativ kann zusätzlich ein zweiter Verdrillkopf
vorgesehen sein und vorzugsweise vom gleichen Antriebsmotor 2 betätigt werden.
[0029] Eine an der Motorwelle (nicht sichtbar) des Antriebsmotors 2 befestigte erste Zahnscheibe
9 überträgt über den Antriebszahnriemen 3 die Drehbewegung über eine zweite Zahnscheibe
10 auf den drehbar gelagerten und vorzugsweise parallel zum Antriebsmotor 2 positionierten
Verdrillkopf 4, der auch das drehbar gelagerte Verdrillkopfgehäuse 8 umfasst. Ebenfalls
in Fig. 1 sichtbar sind eine Greiferbacke 22 der beiden vorhandenen Greiferbacken
22, 22' sowie auch zwei zu verdrillende Leitungen 24,24' mit unterschiedlich langen
freien Überstandslängen 32, 33. Alternativ ist auch eine koaxiale Anordnung des Antriebsmotors
2 und des Verdrillkopfes 4 möglich. Die Dehmomenten-Übertragung vom Antriebsmotor
2 zum Verdrillkopf 4 erfolgt dann vorzugsweise über eine drehwinkelstabile Kupplung.
[0030] Die zweite Greiferbacke 22' ist in Fig. 1 nicht erkennbar, da durch eine stirnseitige
Abschlussplatte 25 verdeckt, befindet sich - wie beispielsweise in Fig. 2 erkennbar
ist - in Bezug auf die Leitungen 24, 24' gegenüber der ersten Greiferbacke 22. Die
Leitungen 24, 24' werden zum Verdrillen zwischen den Greiferbacken 22 und 22' eingespannt.
Der Hub der Greiferbacken 22, 22' ist ausreichend zum Spannen und sicheren Halten
des gesamten Leitungsquerschnittsbereiches für welchen die Verdrillvorrichtung ausgelegt
ist.
[0031] Die Greiferbacken 22, 22' sind in Linearführungen 23, 23' im vorderen Bereich des
Verdrillkopfgehäuses 8 geführt. Zum Wechseln der Greiferbacken 22, 22' kann die stirnseitige
Abschlussplatte 25 des Verdrillkopfes 4 sehr einfach durch Lösen der Schrauben 35
demontiert werden. Die Abschlussplatte 25 enthält ebenfalls entlang zumindest eines
Teils ihres Umfanges umlaufende Führungsnuten 36 für eine Rohrhülse 26, welche über
einen Teil des Umfanges des Verdrillkopfgehäuses 8 diesen aussen umgibt. Dargestellt
ist auch ein Arretierungsring 27 der Rohrhülse 26, an deren dem Grundgestell 1 zugewandten
Seite, und einer von zwei ortsfest relativ zum Grundgestell 1 angebrachten Verriegelungsstösseln
28. Diese am Umfang vorhandenen Verriegelungsstössel 28 können automatisch verschoben
werden, vorzugsweise pneumatisch betätigt, und in einer Verriegelungsstellung in Strukturen
des Arretierungsringes 27 eingreifen und derart die Rohrhülse 26 in ihrer Position
gegen Verdrehen relativ zum Grundgestell 1 fixieren. In der zurückgezogenen Stellung
der Verriegelungsstössel 28 ist die Rohrhülse 26 frei mit dem Verdrillkopfgehäuse
8 mitdrehbar.
[0032] Figur 2 zeigt den Verdrillkopf 4 in einer teilweise entlang der mit einer gestellfesten
Achse 5 zusammenfallenden Rotationsachse aufgeschnittenen Gesamtansicht. Hier ist
erkennbar, wie das Verdrillkopfgehäuse als topfartige Tragestruktur 8 mittels eines
ersten Wälzlagers 6 und eines zweiten Wälzlagers 7 auf der gestellfesten Achse 5 gelagert
ist. Mittels der Halterung 18 ebenfalls gestellfest befestigt ist vorzugsweise ein
Pneumatikzylinder 17 als Antrieb für die den Greifer 11, 15, 16, 17, 19, 19', 20,
20', 22, 22' des Verdrillkopfes 4 bildenden Baugruppen. Die Kolbenstange dieses Pneumatikzylinders
17 betätigt über das Schwenklager 16 einen gabelförmig gestalteten Hebel 15, der an
einer Schwenkachse 14 schwenkbar gelagert ist. An den Gabelenden des Hebels 15 sind
jeweils Bolzen 30 und 30' (in Fig. 2 nicht dargestellt, siehe dazu Fig. 3) befestigt.
[0033] Die Bolzen 30 und 30' tauchen, wie im vergrösserten Längsschnitt der Fig. 3 zu sehen
ist, in den Bereich zwischen einem Axial-Wälzlager 13 und einem Ring 31 ein. Dieses
Axial-Wälzlager 13 ist einseitig auf einem Druckring 11 montiert. Die gegenüberliegende
Seite des Axial-Wälzlagers 13, auf welche Seite die Bolzen 30, 30' einwirken können,
ist frei drehbar. Der Druckring 11 ist mittels eines Gleitlagers 12 auf einem rohrförmig
verlängerten Bereich des Verdrillkopfgehäuses 8 axial verschiebbar verlagert.
[0034] Der Druckring 11 befindet sich - wie wieder in der Fig. 2 zu erkennen ist - im Eingriff
mit zwei Stäben 19, 19', welche im Verdrillkopfgehäuse 8 axial verschiebbar gelagert
sind, sich entlang der Länge des Verdrillkopfgehäuses 8 erstrecken und sich auf der
dem Druckring 11 gegenüberliegenden Seite des Verdrillkopfgehäuses 8 im Eingriff mit
Formzapfen von Winkelhebeln 20, 20' befinden. Die Winkelhebel 20, 20' sind an Schwenkachsen
21, 21' schwenkbar gelagert und greifen an ihrem zweiten Ende wiederum mit Formzapfen
in die Greiferbacken 22, 22' ein.
[0035] Die Greiferbacken 22, 22' werden in ihrer Längsrichtung in Linearführungen 23, 23'
des Verdrillkopfgehäuses 8 geführt. Die Greiferbacken 22, 22' greifen und halten die
Leitung 24, 24', wenn die Kolbenstange des Pneumatikzylinders 17 ausgefahren ist und
über das Schwenklager 16 der an der Schwenkachse 14 gelagerte gabelförmige Hebel 15
über die an den Gabelenden befestigten Bolzen 30, 30' auf das Axial-Wälzlager 13 und
damit auf den Druckring 11 drückt. Der Druckring 11 übt eine Druckkraft auf die im
Verdrillkopfgehäuse 8 verschiebbar gelagerten Stäbe 19, 19' aus, die über die auf
den Schwenkachsen 21, 21' schwenkbar gelagerten Winkelhebel 20, 20' eine entsprechende
Kraft auf die Greiferbacken 22, 22' in deren Längsrichtung, d.h. im Wesentlichen radial
zu den Leitungen 24, 24' übertragen. Somit werden die Leitungen 24, 24' zwischen den
Greiferbacken 22, 22' eingespannt. Dabei ist die Greiferkraft über den gesamten Greifbereich
des Paares aus den Greiferbacken 22, 22' annähernd gleichbleibend, da diese durch
den Druck des Pneumatikzylinders 17 bestimmt wird. Dadurch ist das Einrichten des
Verdrillprozesses relativ leicht möglich, bevor die Parameter für den Verdrillprozess
gespeichert werden.
[0036] Figur 3 zeigt im Schnitt die an den Gabelenden des Hebels 15 befestigten Bolzen 30,
30' in ihrer Position zwischen dem Axial-Wälzlager 13 und einem am Druckring 11 befestigten
Ring 31. Zum Schliessen der Greiferbacken 22, 22' drückt der Hebel 15 über die Bolzen
30, 30' auf den frei drehbaren Ring des Axial-Wälzlagers 13. Der Verdrillkopf 4 wird
nur bei geschlossenen Greiferbacken 22, 22' in Rotation versetzt, was über eine entsprechende
Steuerung/Sensorik sichergestellt wird.
[0037] Zum Öffnen der Greiferbacken 22, 22' drücken die Bolzen 30, 30' gegen den Ring 31
des am Verdrillkopfgehäuse 8 verschiebbar gelagerten Druckringes 11. Auch diese Bewegung
wird durch den Pneumatikzylinder 17 bewirkt. Dessen Arbeitshübe in zumindest eine
Richtung kann auch allenfalls durch ein elastisches Element, beispielsweise ein Federelement,
unterstützt werden. In dieser Position sind die Greiferbacken 22, 22' geöffnet und
es findet kein Verdrillprozess statt. Ausserdem zeigt Figur 3 die gefederten Druckbolzen
29, 29', welche die Rohrhülse 26 in den beiden Rotations-Winkelstellungen gegenüber
dem Verdrillkopfgehäuse 8 seitlich geöffnet bzw. geschlossen gegen Verdrehen sichert.
[0038] Figur 4 zeigt den Verdrillkopf 4 wieder in einer perspektivischen Gesamtansicht mit
einem nach unten gerichtetem Einführ- bzw. Auswurfbereich 34 der Abschlussplatte 25
und mit Leitungen 24, 24'. Die Rohrhülse 26 verschliesst in dieser Position den Innenraum
des Verdrillkopfgehäuses 8 an dessen Umfang. Diese geschlossene Position des Verdrillkopfes
4 wird vor dem Verdrillprozess angefahren. Danach werden die Verriegelungsstössel
28 zurückgezogen und der Verdrillprozess mit dem geschlossenen Verdrillkopfgehäuse
8 wird durchgeführt. Zum Auswerfen der Leitungen 24, 24' nach dem Verdrillprozess
wird der Verdrillkopf 4 bei einem Winkel von 90° vor der Auswerf-Position gestoppt.
Danach wird die Rohrhülse 26 über die Verriegelungsstössel 28 und den Arretierungsring
27 fixiert und der Verdrillkopf 4 wird dann um 90° weitergedreht. Durch diesen Vorgang
wird die Rohrhülse 26 gegenüber dem Verdrillkopfgehäuse 8 um ebenfalls 90° verdreht,
so dass nun die Seitenöffnungen des Verdrillkopfgehäuses 8 wieder offen sind. Nun
können die z.B. paarweise verdrillten Leitungen 24, 24' nach dem Öffnen der Greiferbacken
22, 22' durch die Schwerkraft nach unten aus dem Verdrillkopfgehäuse 8 z.B. auf eine
Sammelfläche fallen.
[0039] Vorteilhafterweise können Spannflächen der Greiferbacken 22, 22' beim Öffnen hinter
die Kanten des Einführbereiches 34 zurückgezogen werden, so dass diese Kanten als
Zwangsauswerfer der Enden der Leitungen 24, 24' wirken. Eventuell an den Greiferbacken
22, 22' mit ihrer Isolation anhaftende Leitungen 24, 24' werden dabei sicher zum Auswerfen
abgestreift und damit können eventuelle Störungen im Prozess verhindert werden. Die
Antriebsmechanik der Greiferbacken 22, 22' ist so ausgeführt, dass sie beim Öffnen
sicher hinter die Kanten des Leitungs-Fangbereiches, insbesondere der Abschlussplatte
25, zurückgezogen werden und dadurch die Leitungen 24, 24' zum Entnehmen/Auswerfen
sicher von den Greiferbacken 22, 22' abgehoben werden. Einige Leitungsisolations-Materialien
können erfahrungsgemäß sporadisch an den Greiferbacken haften bleiben. Das führt dann
zu Störungen im Ablauf.
[0040] Die vorzugsweise austauschbaren Greiferbacken 22, 22' bestehen vorzugsweise aus einem
Elastomer und sind an der Oberfläche, oder auch homogen im Material, zur Erhöhung
der Reibkraft mit Hartstoffpartikeln (z.B. Korund) besetzt. Die Hartstoffpartikel
können direkt auf dem Elastomer aufgebracht sein, z.B. durch Anschmelzen oder Anlösen
des Elastomers; oder sie sind direkt aufgeklebt; oder befinden sich auf einem elastischen
Zwischenträger (Textil), der wiederum mit dem Elastomer verklebt ist.
[0041] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Die
diversen Antriebe der bewegten Teile können auf verschiedenste Art und Weise realisiert
sein, beispielsweise über pneumatische oder hydraulische Arbeitszylinder, über Elektromotoren,
Magnetantriebe, od. dgl. Auch die Kraftübertragung kann über verschiedenste endlose
und geschlossene Kraftübertragungsmittel wie Riemen, Zahnriemen, Ketten, etc. erfolgen.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Grundgestell |
23,23' |
Linearführung |
| 2 |
Antriebsmotor |
24,24' |
Leitung |
| 3 |
Antriebszahnriemen |
25 |
Stirnseitige Abschlussplatte |
| 4 |
Verdrillkopf |
26 |
Rohrhülse |
| 5 |
Gestellfeste Achse |
27 |
Arretierungsring |
| 6 |
Erstes Wälzlager |
28,28' |
Verriegelungsstössel |
| 7 |
Zweites Wälzlager |
29,29' |
Gefederte Druckbolzen |
| 8 |
Topfartiges Verdrillkopfgehäuse |
30,30' |
Bolzen |
| 8' |
Rohrförmige Verlängerung |
31 |
Ring |
| 9 |
Erste Zahnscheibe |
32 |
Leitungsende |
| 10 |
Zweite Zahnscheibe |
33 |
Leitungsende |
| 11 |
Druckring |
34 |
Einführ- und Auswu rfbereich |
| 12 |
Gleitlager |
35 |
Schrauben |
| 13 |
Axial-Wälzlager |
36 |
Führungsnuten |
| 14 |
Schwenkachse |
|
|
| 15 |
Hebel |
|
|
| 16 |
Schwenklager |
|
|
| 17 |
Pneumatikzylinder |
|
|
| 18 |
Halterung |
|
|
| 19,19' |
Druckstab |
|
|
| 20,20' |
Winkelhebel |
|
|
| 21,21' |
Zweite Schwenkachse |
|
|
| 22, 22' |
Greiferbacken |
|
|
1. Greifer für elektrische oder optische Leitungen (24, 24'), wie Drähten, Kabeln, Leitungsbündeln,
Lichtleitfasern, mit zumindest einer relativ zu einem Widerlager mittels einer Antriebsanordnung
bewegbaren Greiferbacke (22, 22'), wobei die Antriebsanordnung zumindest einen Antrieb
(17) mit einstellbarer Kraft umfasst, der über eine Gelenkkette (15, 19, 19', 20,
20') auf die oder jede Greiferbacke (22, 22') einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkkette (15, 19, 19', 20, 20') einen Abschnitt (19, 19') parallel zum Antrieb
(17) aber mit entgegengesetzter Bewegungsrichtung zum Antrieb aufweist.
2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb mit einstellbarer Kraft ein fluidischer Arbeitszylinder mit programmierbarem
Versorgungsdruck ist.
3. Greifer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungrichtung der Greiferbacken (22, 22') eine überwiegende Komponente radial
in Bezug auf die Leitung (24, 24') aufweist.
4. Greifer nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkrichtung des Antriebs (17) überwiegend parallel in Bezug auf die Leitung
(24, 24') erfolgt, wobei über die Gelenkkette (15, 19, 19', 20, 20') eine Kraftumlenkung
in eine Wirkrichtung in Richtung der Bewegungsrichtung der Greiferbacken (22, 22')
vorgesehen ist.
5. Verdrillkopf (4) zum Verdrillen von elektrischen oder optischen Leitungen (24, 24'),
wie Drähten, Kabeln, Leitungsbündeln, Lichtleitfasern, mit einem um die Achse der
Leitungen (24, 24') drehbaren Greifer, wobei der Antrieb (17) ortsfest angeordnet
ist und wobei die Gelenkkette (15, 19, 19', 20, 20') zumindest einen mitdrehenden
Abschnitt (19, 19', 20, 20') aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifer nach einem der Ansprüche 1 bis 4 gestaltet ist und der mitdrehende Abschnitt
(19, 19', 20, 20') der Gelenkkette (15, 19, 19', 20, 20') durch parallel zum Antrieb
(17), und entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Antriebs bewegbare Elemente (19,
19') und durch die oder jede Greiferbacke (22, 22') gebildet ist.
6. Verdrillkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkkette (15, 19, 19', 20, 20') einen ortsfesten Umlenkhebel, vorzugsweise
einen Gabelhebel (15), umfasst, über welchen der Antrieb (17) auf die bewegbaren Elemente
(19, 19') der Gelenkkette (15, 19, 19', 20, 20') einwirkt, vorzugsweise unter Zwischenschaltung
eines Axial-Wälzlagers (13) und/oder eines koaxial zur Leitung positionierbaren Druckringes
(11).
7. Verdrillkopf nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegbaren Elemente (19, 19') und die oder jede Greiferbacke (22, 22') an einer
mitdrehenden, vorzugsweise topfartigen Tragestruktur (8) montiert sind, welche zumindest
eine sich parallel zur Richtung der Leitungen (24, 24') erstreckende Ausnehmungen
in einer Dimension und Form aufweist, dass die Leitungen (24, 24') entnommen werden
kann.
8. Verdrillkopf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass koaxial zur Tragestruktur (8) eine Rohrhülse (26) als Abdeckung vorgesehen ist, welche
zumindest eine sich parallel zur Richtung der Leitung (24, 24') erstreckende Ausnehmung
zur Entnahme der Leitungen (24, 24') hat und die entweder mit dem Verdrillkopf (4)
mitdreht oder in einer drehfesten Stellung arretiert ist.
9. Verdrillkopf nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferbacken (22, 22') aus einem metallischen Material, vorzugsweise harteloxiertem
Aluminium, mit einer Riffelung oder Aufrauhung der Greiferflächen, allenfalls einer
plasmabeschichteten Oberfläche oder anderen Oberflächenstrukturen, oder zumindest
teilweise aus einem elastischen Material, besonders bevorzugt aus einem Elastomer,
gebildet sind, wobei vorzugsweise zumindest die mit den zu greifenden Leitungen (24,
24') in Berührung kommenden Oberflächen mit Hartstoffpartikeln, vorzugsweise Korund,
besetzt sind.
10. Verdrillkopf nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Grundkörper ein elastischer Träger, vorzugsweise ein Textil, befestigt ist,
wobei der Träger vorzugsweise auf dem elastischen Material befestigt ist und bei vorhandenen
Hartstoffpartikeln sich diese auf dem Träger befinden.
11. Verdrillvorrichtung zum Verdrillen von elektrischen oder optischen Leitungen (24,
24'), wie Drähten, Kabeln, Leitungsbündel, Lichtleitfasern, mit zumindest einem durch
einen zweiten Antrieb (2) drehbaren Verdrillkopf (4), dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrillkopf (4) nach zumindest einem der Ansprüche 5 bis 10 gestaltet ist, wobei
der zweite Antrieb (2) ein Drehantrieb ist, der das Antriebsmoment vorzugsweise über
ein ringförmiges Antriebsmittel (3) auf eine Welle des Verdrillkopfes (4) überträgt.
12. Verdrillvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtriebswelle, vorzugsweise auch die Motorwelle, des zweiten Antriebs (2) seitlich
beabstandet und parallel zur Drehachse des Verdrillkopfes (4) angeordnet ist beziehungsweise
sind.
1. A gripper for electrical or optical lines (24, 24') such as wires, cables, line bundles,
optical fibres having at least one gripper jaw (22, 22') which can be moved relative
to a counter bearing by means of a drive arrangement, wherein the drive arrangement
comprises at least one drive (17) with adjustable force which acts on the or each
gripper jaw (22, 22') via a link chain (15, 19, 19', 20, 20'), characterized in that the link chain (15, 19, 19', 20, 20') has a portion (19, 19') parallel to the drive
(17) but with an opposite direction of movement to the drive.
2. The gripper according to claim 1, characterized in that the drive with adjustable force is a fluidic working cylinder with programmable supply
pressure.
3. The gripper according to claim 1 or 2, characterized in that the direction of movement of the gripper jaws (22, 22') has a dominant component
radially in relation to the line (24, 24').
4. The gripper according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the direction of action of the drive (17) is accomplished predominantly parallel
in relation to the line (24, 24'), wherein a force deviation into a direction of action
in the direction of the movement direction of the gripper jaws (22, 22') is provided
via the link chain (15, 19, 19', 20, 20').
5. A twisting head (4) for twisting electrical or optical lines (24, 24') such as wires,
cables, line bundles, optical fibres with a gripper rotatable about the axis of the
lines (24, 24'), wherein the drive (17) is arranged in a fixed position and wherein
the link chain (15, 19, 19', 20, 20') has at least one co-rotating portion (19, 19',
20, 20'), characterized in that the gripper is configured according to one of claims 1 to 4 and the co-rotating portion
(19, 19', 20, 20') of the link chain (15, 19, 19', 20, 20') is formed by elements
(19, 19') which can be moved parallel to the drive (17) and opposite to the direction
of movement of the drive and by the or each gripper jaw (22, 22').
6. The twisting head according to claim 5, characterized in that the link chain (15, 19, 19', 20, 20') comprises a positionally fixed deflecting lever,
preferably a fork lever (15), via which the drive (17) acts on the movable elements
(19, 19') of the link chain (15, 19, 19', 20, 20'), preferably with an interposed
axial roller bearing (13) and/or a pressure ring (11) which can be positioned coaxially
to the line.
7. The twisting head according to one of claims 5 or 6, characterized in that the movable elements (19, 19') and the or each gripper jaw (22, 22') are mounted
on a co-rotating, preferably pot-like support structure (8) which has at least one
recess extending parallel to the direction of the lines (24, 24') in a dimension and
shape that the lines (24, 24') can be removed.
8. The twisting head according to claim 7, characterized in that coaxially to the support structure (8) a tubular sleeve (26) is provided as a cover,
which has at least one recess extending parallel to the direction of the line (24,
24') for removal of the lines (24, 24') and which either co-rotates with the twisting
head (4) or is locked in a torque-proof position.
9. The twisting head according to one of claims 5 to 8, characterized in that the gripper jaws (22, 22') are formed of a metallic material, preferably hard-anodized
aluminium, with a fluting or roughening of the gripper surfaces, in any case of a
plasma-coated surface or other surface structures, or at least partially of an elastic
material, particularly preferably of an elastomer, wherein preferably at least the
surfaces coming in contact with the lines (24, 24') to be gripped are covered with
hard material, preferably corundum.
10. The twisting head according to claim 9, characterized in that an elastic support, preferably a textile, is fastened to the base body, wherein the
support is preferably fastened on the elastic material and if hard material particles
are present, these are located on the support.
11. Twisting apparatus for twisting electrical or optical lines (24, 24') such as wires,
cables, line bundles, optical fibres having at least one twisting head (4) which can
be rotated by a second drive (2), characterized in that the twisting head (4) is configured according to at least one of claims 5 to 10,
wherein the second drive (2) is a rotary drive which transmits the drive torque preferably
via an annular drive means (3) to a shaft of the twisting head (4).
12. The twisting apparatus according to claim 11, characterized in that the output shaft, preferably the motor shaft of the second drive (2) is or are arranged
laterally at a distance and parallel to the axis of rotation of the twisting head
(4).
1. Pince pour lignes électriques ou optiques (24, 24'), telles que des fils métalliques,
des câbles, des faisceaux de lignes, des fibres optiques, pourvu d'au moins une mâchoire
de pince (22, 22') mobile par rapport à une butée au moyen d'un agencement d'entraînement,
l'agencement d'entraînement comportant au moins un entraînement (17) à force réglable,
qui par l'intermédiaire d'une chaîne articulée (15, 19, 19', 20, 20') agit sur la
ou sur chaque mâchoire de pince (22, 22'), caractérisé en ce que la chaîne articulée (15, 19, 19', 20, 20') comporte un segment (19, 19') parallèle
à l'entraînement (17), mais dont le sens de déplacement est à l'opposée de l'entraînement.
2. Pince selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entraînement à force réglable est un cylindre de travail fluidique, dont la pression
d'alimentation est programmable.
3. Pince selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le sens de déplacement des mâchoires de pince (22, 22') présente une composante majeure
en direction radiale, par rapport à la ligne (24, 24').
4. Pince selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le sens d'action de l'entraînement (17) s'effectue majoritairement à la parallèle
par rapport à la ligne (24, 24'), par l'intermédiaire de la chaîne articulée (15,
19, 19', 20, 20') étant prévu un renvoi de force dans un sens d'action dans la direction
du sens de déplacement des mâchoires de pince (22, 22').
5. Tête de torsadage (4), destinée à torsader des lignes électriques ou optiques (24,
24') telles que des fils métalliques, des câbles, des faisceaux de lignes, des fibres
optiques, à l'aide d'un pince rotatif autour de l'axe des lignes (24, 24'), l'entraînement
(17) étant placé de manière stationnaire et la chaîne articulée (15, 19, 19', 20,
20') comportant au moins un segment (19, 19', 20, 20') en co-rotation, caractérisée en ce que le pince est conçu selon l'une quelconque des revendications 1 à 4 et en ce que le segment (19, 19', 20, 20') en co-rotation de la chaîne articulée (15, 19, 19',
20, 20') est formé par des éléments (19, 19') mobiles à la parallèle de l'entraînement
(17), à l'opposée du sens de déplacement de l'entraînement et par la ou par chaque
mâchoire de pince (22, 22').
6. Tête de torsadage selon la revendication 5, caractérisée en ce que la chaîne articulée (15, 19, 19', 20, 20') comprend un levier de renvoi stationnaire,
de préférence un levier à fourche (15), par l'intermédiaire duquel l'entraînement
(17) agit sur les éléments (19, 19') mobiles de la chaîne articulée (15, 19, 19',
20, 20'), de préférence avec interposition d'un roulement axial (13) et/ou d'une bague
de pression (11) positionnable de manière coaxiale à la ligne.
7. Tête de torsadage selon l'une quelconque des revendications 5 ou 6, caractérisée en ce que les éléments (19, 19') mobiles et la ou chaque mâchoire de pince (22, 22') est montée
sur une structure porteuse (8) en co-rotation, de préférence en forme de pot, laquelle
comporte au moins un évidement s'étendant à la parallèle de la direction des lignes
(24, 24'), dans une dimension et une forme permettant de prélever les lignes (24,
24') .
8. Tête de torsadage selon la revendication 7, caractérisée en ce que de manière coaxiale à la structure porteuse (8), est prévue en tant que recouvrement
une douille tubulaire (26), qui comporte au moins un évidement s'étendant à la parallèle
de la direction de la ligne (24, 24'), pour le prélèvement des lignes (24, 24') et
qui soit se met en co-rotation avec la tête de torsadage (4) ou est bloqué dans une
position solidaire en rotation.
9. Tête de torsadage selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisée en ce que les mâchoires de pince (22, 22') sont formées en une matière métallique, de préférence
en aluminium éloxé dur, dotée d'une cannelure ou d'une rugosité des surfaces de préhension,
dans tous les cas d'une surface revêtue plasma ou d'autres structures superficielles,
ou au moins partiellement en une matière élastique, de manière particulièrement préférentielle
en un élastomère, de préférence au moins les surfaces entrant en contact avec les
lignes (24, 24') qu'il s'agit de prendre étant pourvues de particules d'un solide,
de préférence de corindon.
10. Tête de torsadage selon la revendication 9, caractérisée en ce que sur le corps de base est fixé un support élastique, de préférence un textile, le
support étant fixé de préférence sur la matière élastique et si des particules d'un
solide sont présentes, celles-ci se trouvant sur le support.
11. Dispositif de torsadage, destiné à torsader des lignes électriques ou optiques (24,
24') telles que des fils métalliques, des câbles, des faisceaux de lignes, des fibres
optiques, pourvue d'au moins un tête de torsadage (4) rotative par un deuxième entraînement
(2), caractérisée en ce que la tête de torsadage (4) est conçue selon au moins l'une quelconque des revendications
5 à 10, le deuxième entraînement (2) étant un entraînement en rotation, qui transmet
le couple d'entraînement sur un arbre de la tête de torsadage (4), de préférence par
l'intermédiaire d'un moyen d'entraînement (3) de forme annulaire.
12. Dispositif de torsadage selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'arbre de sortie, de préférence également l'arbre moteur du deuxième entraînement
(2) est ou sont latéralement écarté (s) et placé (s) à la parallèle de l'axe de rotation
de la tête de torsadage (4).
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