[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Wasch- und Reinigungsmittel, insbesondere maschinelle
Geschirrspülmittel, enthaltend Glycerinester zur Verhinderung der Verfärbung von Kunststoffgeschirr,
Verfahren zum maschinellen Geschirrspülen unter Verwendung dieser Geschirrspülmittel
sowie die Verwendung der Geschirrspülmittel zur Verhinderung der Verfärbung von Kunststoffgeschirr.
[0002] Wenn im Zuge des maschinellen Geschirrspülens an Kunststoff Verfärbungen auftreten,
kommt das meist von sehr farbintensiven Lebensmitteln wie z.B. Curry, Paprika, Tomaten,
Blaukraut, Ketchup, Karotten usw., welche in Form von Speiseresten in die Geschirrspülmaschine
eingebracht werden. Verfärbungen des Kunststoffes, wie z.B. von Kunststoffgeschirr,
führen beim Verbraucher zu Unzufriedenheit, denn das betreffende Kunststoffgeschirr
bleibt zwar auf rein funktioneller Ebene unbeeinträchtigt, erscheint jedoch vielen
Verbrauchern als optisch entwertet oder stört zumindest das ästhetische Empfinden.
[0003] Verbindungen zur Verminderung der Verfärbung von Kunststoffen werden beispielsweise
in der Anmeldung
EP 1373450 beschrieben. Hier wird offenbart, dass Copolymere basierend auf hydrophob modifizierten
Polycarboxylaten die Verfärbung von Kunststoffen unterdrücken.
[0004] In der
WO 2010/078979 wird der Einsatz von porösen Polyamid partikeln sowie von synthetischen Schichtsilikaten
zur Verminderung der Verfärbung von Kunststoffgeschirr offenbart.
[0005] In der
WO 2004/003124 werden Oberflächen-substantive Polymere zu Maschinengeschirrspülmitteln zugegeben
um die hydrophilen Eigenschaften z.B. von Kunststoffen zu verbessern und somit die
Verfärbung der Kunststoffe zu verhindern.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung lag daher darin, alternative Verbindungen
zur Verfügung zu stellen, die das Auftreten von Verfärbungen an Kunststoffen im Zuge
des maschinellen Geschirrspülens als Folge von farbigen Speiseresten zumindest vermindern.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch Wasch- oder Reinigungsmittel, enthaltend mindestens
einen Glycerinester, dadurch gekennzeichnet, dass das Glycerin in dem Glycerinester
mit ein oder zwei verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten C
12-20 Fettsäuren verestert ist, wobei mindestens eine weitere Hydroxygruppe des Glycerins
mit einer C
2-6 -Carbonsäure verestert ist.
[0008] Die Mono- und Diester des Glycerins (auch als Mono- und Diglyceride bezeichnet) fallen
beispielsweise als Abbauprodukte der Nahrungsfette bei der Fettverdauung (Lipolyse)
an.
[0009] Glycerinester werden vor allem als Emulgatoren bei der Erzeugung von Back- und Konditoreiwaren,
Schokoladenprodukten, Margarine, Säuglingsnahrung, Kakaopulver, Milchpulver, Kartoffelpüree,
Reis und Nudeln eingesetzt.
[0010] Überraschenderweise wurde gefunden, dass diese Verbindungen effektive Inhibitoren
der Kunststoffverfärbung darstellen.
[0011] Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher Wasch- und Reinigungsmittel,
die Glycerinester enthalten, wobei das Glycerin in dem Glycerinester mit einer oder
zwei verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten C
12-20-Fettsäuren, bevorzugt C
16-20-Fettsäuren, verestert ist.
[0012] Mindestens eine weitere Hydroxy-Gruppe des Glycerinesters, vorzugsweise genau eine
Hydroxy-Gruppe des Glycerinesters, mit einer C
2-6-Carbonsäure verestert.
[0013] Die erfindungsgemäß einzusetzende C
2-6-Carbonsäure umfasst vorzugsweise weitere hydrophile Gruppen, insbesondere Carboxy-Gruppen
und/oder Hydroxy-Gruppen, und zwar vorzugsweise bis zu zwei weitere Carboxy-Gruppen
- neben der Carboxy-Gruppe, die die Esterbindung mit dem Glycerin ausbildet - und/oder
bis zu 5 Hydroxy-Gruppen. Die C
2-6-Carbonsäure ist erfindungsgemäß besonders bevorzugt ausgewählt aus Essigsäure, Propionsäure,
Milchsäure, Oxalsäure, Citronensäure, Isocitronensäure, Weinsäure, Tartronsäure, Glycolsäure,
Äpfelsäure und Gluconsäure.
[0014] Es handelt sich bei dem Glycerinester um eine Verbindung, bei der das Glycerin zum
einen mit einer verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten C
12-20-Fettsäure, bevorzugt C
16-20-Fettsäure, vor allem C
18-Fettsäure, und zum anderen mit einer zuvor beschriebenen hydrophil modifizierten
C
2-6-Carbonsäure verestert ist. Vorzugsweise sind in dieser bevorzugten Ausführungsform
beide Esterbindungen terminal ausgebildet.
[0015] Erfindungsgemäß einsetzbare Ester des Glycerins sind beispielsweise unter dem Handelsnamen
Grindsted (Danisco) im Handel erhältlich, insbesondere unter den Handelsnamen Grindsted®
Acetem, Grindsted® Citrem, Grindsted® Mono-Di und Grindsted® Lactem.
[0016] Der Glycerinester ist in erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmitteln vorzugsweise
in einer Menge von 0,05 bis 30 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt
0,5 bis 5 Gew.-%, enthalten.
[0017] Bei dem erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel handelt es sich in einer bevorzugten
Ausführungsform um ein maschinelles Geschirrspülmittel.
[0018] Das erfindungsgemäße Wasch- und Reinigungsmittel, insbesondere das erfindungsgemäße
maschinelle Geschirrspülmittel, enthält vorzugsweise mindestens einen weiteren Bestandteil,
vorzugsweise mindestens zwei weitere Bestandteile, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Gerüststoffen, Tensiden, Polymeren, Bleichmitteln, Bleichaktivatoren, Enzymen,
Glaskorrosionsinhibitoren, Korrosionsinhibitoren, Desintegrationshilfsmitteln, Duftstoffen
und Parfümträgern.
[0019] Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung eines erfindungsgemäßen
Wasch- oder Reinigungsmittels, insbesondere eines erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittels,
zur Verhinderung und/oder Verminderung der Anfärbung von Kunststoff und/oder zur Vermeidung
der Veränderung des Farbeindrucks von Kunststoffgeschirr, insbesondere bei dessen
Reinigung in einer automatischen Geschirrspülmaschine.
[0020] Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein maschinelles Geschirrspülverfahren,
dadurch gekennzeichnet, dass ein erfindungsgemäßes Wasch- oder Reinigungsmittel, insbesondere
ein erfindungsgemäßes maschinelles Geschirrspülmittel, zum Einsatz kommt, insbesondere
zu dem Zweck die Verfärbung von Kunststoffen zu vermindern und/oder zu verhindern.
[0021] Überraschenderweise wurde gefunden, dass die zuvor beschriebenen Glycerinester eine
weitgehende Verhinderung bzw. deutliche Reduzierung der Verfärbung von Kunststoffmaterialien
während des maschinellen Geschirrspülprozesses ermöglichen. Die Veränderung des Farbeindrucks
von Kunststoffgeschirr bei dessen Reinigung in einer automatischen Geschirrspülmaschine
kann vermieden bzw. zumindest reduziert werden. Die Übertragung von Farbstoffen, resultierend
aus farbigen Lebensmittelrückständen, auf Kunststoffgeschirr bei dessen Reinigung
in einer automatischen Geschirrspülmaschine kann unterdrückt bzw. zumindest reduziert
werden. Besonders wirksam kann die Übertragung der folgenden Farbstoffe inhibiert
bzw.
zumindest reduziert werden:
- orangerote Carotinoide wie z.B. Lycopin oder beta-Carotin, z.B. aus Tomaten, Ketchup
oder Möhren,
- gelbe Curcumafarbstoffe, wie z.B. Curcumin, z.B. aus Curry und Senf.
[0022] Gegebenenfalls kann weiterhin auch die Übertragung der folgenden Farbstoffe inhibiert
werden:
- rote bis blaue Anthocyanfarbstoffe, wie z.B. Cyanidin, z.B. aus Kirschen oder Heidelbeeren,
- rotes Betanidin, z.B. aus der roten Beete,
- braune Gerbstoffe, z.B. aus Tee, Obst, Rotwein
- tiefbraune Huminsäure, z.B. aus Kaffee, Tee, Kakao,
- grünes Chlorophyll, z.B. aus grünen Kräutern.
[0023] Insbesondere weiße und hellfarbige Kunststoffmaterialien profitieren von der Erfindung.
Die Kunststoffmaterialien bestehen in einer bevorzugten Ausführungsform aus Polyethylen
oder Polypropylen.
[0024] Ein erfindungsgemäßes Mittel kann neben den genannten Wirkstoffen gewünschtenfalls
noch zusätzlich einen weiteren, bekannten Farbübertragungsinhibitor, diesen dann vorzugsweise
in Mengen von 0,01 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-%, enthalten.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist z.B. ein Polymer aus Vinylpyrrolidon,
Vinylimidazol, Vinylpyridin-N-Oxid oder ein Copolymer aus diesen einsetzbar. Brauchbar
sind sowohl Polyvinylpyrrolidone mit Molgewichten von 15 000 bis 50 000 wie auch Polyvinylpyrrolidone
mit Molgewichten über 1 000 000, insbesondere von 1 500 000 bis 4 000 000, N-Vinylimidazol/N-Vinylpyrrolidon-Copolymere,
Polyvinyloxazolidone, Polyamin-N-Oxid-Polymere, Polyvinylalkohole und Copolymere auf
Basis von Acrylamidoalkenylsulfonsäuren.
[0025] Polyvinylpyrrolidon weist zum Einsatz in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise eine
durchschnittliche Molmasse im Bereich von 10 000 bis 60 000, insbesondere im Bereich
von 25 000 bis 50 000 auf. Unter den Copolymeren sind solche aus Vinylpyrrolidon und
Vinylimidazol im Molverhältnis 5:1 bis 1:1 mit einer durchschnittlichen Molmasse im
Bereich von 5 000 bis 50 000, insbesondere 10 000 bis 20 000 bevorzugt.
[0026] Als weitere bekannte Farbübertragungsinhibitoren können poröse Polyamidpartikel und/oder
synthetische Schichtsilikate eingesetzt werden.
[0027] Eingesetzt werden können aber auch enzymatische Systeme, umfassend eine Peroxidase
und Wasserstoffperoxid beziehungsweise eine in Wasser Wasserstoffperoxid-liefernde
Substanz. Der Zusatz einer Mediatorverbindung für die Peroxidase, zum Beispiel eines
Acetosyringons, eines Phenolderivats oder eines Phenotiazins oder Phenoxazins, ist
in diesem Fall bevorzugt, wobei noch zusätzlich oben genannte konventionelle polymere
Farbübertragungsinhibitorwirkstoffe eingesetzt werden können.
[0028] Die erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel, die fest oder flüssig sein können und insbesondere
als pulverförmige Feststoffe, in nachverdichteter Teilchenform, als homogene Lösungen
oder Suspensionen vorliegen können, können außer den erfindungsgemäß eingesetzten
Inhaltstoffen im Prinzip alle bekannten und in derartigen Mitteln üblichen Inhaltsstoffe
enthalten, wobei Substanzen aus der Gruppe der Gerüststoffe, Tenside, Polymere, Bleichmittel,
Bleichaktivatoren, Enzyme, Glaskorrosionsinhibitoren, Korrosionsinhibitoren, Desintegrationshilfsmittel,
Duftstoffe und Parfümträger besonders bevorzugt werden. Diese und weitere bevorzugte
Inhaltsstoffe werden später zum Teil näher beschrieben.
[0029] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung liegt in der Verwendung der zuvor beschriebenen
Glycerinester zur Verhinderung der Verfärbung von Kunststoffmaterialien während des
maschinellen Geschirrspülprozesses. Verhinderung der Verfärbung von Kunststoffmaterialien
während des maschinellen Geschirrspülprozesses bedeutet hier, dass das Ausmaß der
Verfärbung von Kunststoffmaterialien zumindest reduziert wird, im besten Falle die
Verfärbung von Kunststoffmaterialien ganz unterdrückt wird.
[0030] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung liegt in der Verwendung der zuvor beschriebenen
Glycerinester zur Vermeidung der Übertragung von Farbstoffen, resultierend aus farbigen
Lebensmittelrückständen, auf Kunststoffgeschirr bei dessen Reinigung in einer automatischen
Geschirrspülmaschine. Vermeidung der Übertragung von Farbstoffen auf Kunststoffgeschirr
bedeutet hier, dass das Ausmaß der Übertragung von Farbstoffen auf Kunststoffgeschirr
zumindest reduziert wird, im besten Falle die Übertragung von Farbstoffen auf Kunststoffgeschirr
ganz unterdrückt wird.
[0031] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung liegt in der Verwendung der zuvor beschriebenen
Glycerinester zur Vermeidung der Veränderung des Farbeindrucks von Kunststoffgeschirr
bei dessen Reinigung in einer automatischen Geschirrspülmaschine. Vermeidung der Veränderung
des Farbeindrucks von Kunststoffgeschirr bedeutet hier, dass das Ausmaß der Veränderung
des Farbeindrucks zumindest reduziert wird, im besten Falle die Veränderung des Farbeindrucks
ganz unterdrückt wird.
[0032] Bezüglich der einsetzbaren Glycerinester gelten für die vorgenannten Verwendungen
und Verfahren die vorausgegangenen Beschreibungsteile.
[0033] Nachfolgend werden mögliche Inhaltsstoffe beschrieben, welche vorteilhafterweise
in den erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmitteln eingesetzt werden können.
[0034] Mit Vorteil können Gerüststoffe eingesetzt werden. Zu den Gerüststoffe zählen insbesondere
die Zeolithe, Silikate, Carbonate, organische Cobuilder und -wo keine ökologischen
Vorurteile gegen ihren Einsatz bestehen- auch die Phosphate.
[0035] Mit Vorzug können kristalline schichtförmige Silikate der allgemeinen Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O eingesetzt werden, worin M Natrium oder Wasserstoff darstellt, x eine Zahl von 1,9
bis 22, vorzugsweise von 1,9 bis 4, wobei besonders bevorzugte Werte für x 2, 3 oder
4 sind, und y für eine Zahl von 0 bis 33, vorzugsweise von 0 bis 20 steht. Die kristallinen
schichtförmigen Silikate der Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O werden beispielsweise von der Firma Clariant GmbH (Deutschland) unter dem Handelsnamen
Na-SKS vertrieben. Beispiele für diese Silikate sind Na-SKS-1 (Na
2Si
22O
45 · x H
2O, Kenyait), Na-SKS-2 (Na
2Si
14O
29 · x H
2O, Magadiit), Na-SKS-3 (Na
2Si
8O
17 · x H
2O) oder Na-SKS-4 (Na
2Si
4O
9 · x H
2O, Makatit).
[0036] Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung besonders geeignet sind kristalline Schichtsilikate
der Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O, in denen x für 2 steht. Insbesondere sind sowohl ß- als auch δ-Natriumdisilikate
Na
2Si
2O
5 · y H
2O sowie weiterhin vor allem Na-SKS-5 (α-Na
2Si
2O
5), Na-SKS-7 (ß-Na
2Si
2O
5, Natrosilit), Na-SKS-9 (NaHSi
2O
5 · H
2O), Na-SKS-10 (NaHSi
2O
5 · 3 H
2O, Kanemit), Na-SKS-11 (t-Na
2Si
2O
5) und Na-SKS-13 (NaHSi
2O
5), insbesondere aber Na-SKS-6 (δ-Na
2Si
2O
5) bevorzugt.
[0037] Maschinelle Geschirrspülmittel enthalten vorzugsweise einen Gewichtsanteil des kristallinen
schichtförmigen Silikats der Formel NaMSi
xO
2+1 · y H
2O von 0,1 bis 20 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 15 Gew.-% und insbesondere von 0,4
bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht dieser Mittel.
[0038] Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche vorzugsweise löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die
Löseverzögerung gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene
Weise, beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird
unter dem Begriff "amorph" verstanden, dass die Silikate bei Röntgenbeugungsexperimenten
keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für kristalline Substanzen typisch
sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der gestreuten Röntgenstrahlung,
die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels aufweisen, hervorrufen.
[0039] Alternativ oder in Kombination mit den vorgenannten amorphen Natriumsilikaten können
röntgenamorphe Silikate eingesetzt werden, deren Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten
verwaschene oder sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren,
dass die Produkte mikrokristalline Bereiche der Größe zehn bis einige Hundert nm aufweisen,
wobei Werte bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige
röntgenamorphe Silikate, weisen ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen
Wassergläsern auf. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silikate,
compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe Silikate.
[0040] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass diese(s) Silikat(e),
vorzugsweise Alkalisilikate, besonders bevorzugt kristalline oder amorphe Alkalidisilikate,
in den Mitteln in Mengen von 3 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise von 8 bis 50 Gew.-% und
insbesondere von 20 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des maschinellen
Geschirrspülmittels, enthalten sind.
[0041] Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen
möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden
sollte. Unter der Vielzahl der kommerziell erhältlichen Phosphate haben die Alkalimetallphosphate
unter besonderer Bevorzugung von Pentanatrium- bzw. Pentakaliumtriphosphat (Natrium-
bzw. Kaliumtripolyphosphat) in der Wasch- und Reinigungsmittel-Industrie die größte
Bedeutung.
[0042] Alkalimetallphosphate ist dabei die summarische Bezeichnung für die Alkalimetall-
(insbesondere Natrium- und Kalium-) Salze der verschiedenen Phosphorsäuren, bei denen
man Metaphosphorsäuren (HPO
3)
n und Orthophosphorsäure H
3PO
4 neben höhermolekularen Vertretern unterscheiden kann. Die Phosphate vereinen dabei
mehrere Vorteile in sich: Sie wirken als Alkaliträger, verhindern Kalkbeläge auf Maschinenteilen
bzw. Kalkinkrustationen in Geweben und tragen überdies zur Reinigungsleistung bei.
[0043] Technisch besonders wichtige Phosphate sind das Pentanatriumtriphosphat, Na
5P
3O
10 (Natriumtripolyphosphat) sowie das entsprechende Kaliumsalz Pentakaliumtriphosphat,
K
5P
3O
10 (Kaliumtripolyphosphat). Erfindungsgemäß bevorzugt einsetzbar sind die Natriumkaliumtripolyphosphate.
[0044] Werden im Rahmen der vorliegenden Anmeldung Phosphate als wasch- oder reinigungsaktive
Substanzen im maschinellen Geschirrspülmittel eingesetzt, so enthalten bevorzugte
Mittel diese(s) Phosphat(e), vorzugsweise Alkalimetallphosphat(e), besonders bevorzugt
Pentanatrium- bzw. Pentakaliumtriphosphat (Natrium- bzw. Kaliumtripolyphosphat), in
Mengen von 5 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise von 15 bis 75 Gew.-% und insbesondere von
20 bis 70 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des maschinellen Geschirrspülmittels.
[0045] Weitere Gerüststoffe sind die Alkaliträger. Als Alkaliträger gelten beispielsweise
Alkalimetallhydroxide, Alkalimetallcarbonate, Alkalimetallhydrogencarbonate, Alkalimetallsesquicarbonate,
die genannten Alkalisilikate, Alkalimetasilikate, und Mischungen der vorgenannten
Stoffe, wobei im Sinne dieser Erfindung bevorzugt die Alkalicarbonate, insbesondere
Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat oder Natriumsesquicarbonat eingesetzt werden
können. Besonders bevorzugt ist ein Buildersystem enthaltend eine Mischung aus Tripolyphosphat
und Natriumcarbonat. Ebenfalls besonders bevorzugt ist ein Buildersystem enthaltend
eine Mischung aus Tripolyphosphat und Natriumcarbonat und Natriumdisilikat. Aufgrund
ihrer im Vergleich mit anderen Buildersubstanzen geringen chemischen Kompatibilität
mit den übrigen Inhaltsstoffen von maschinellen Geschirrspülmitteln, werden die optionalen
Alkalimetallhydroxide bevorzugt nur in geringen Mengen, vorzugsweise in Mengen unterhalb
10 Gew.-%, bevorzugt unterhalb 6 Gew.-%, besonders bevorzugt unterhalb 4 Gew.-% und
insbesondere unterhalb 2 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des maschinellen
Geschirrspülmittels, eingesetzt. Besonders bevorzugt werden Mittel, welche bezogen
auf ihr Gesamtgewicht weniger als 0,5 Gew.-% und insbesondere keine Alkalimetallhydroxide
enthalten.
[0046] Besonders bevorzugt ist der Einsatz von Carbonat(en) und/oder Hydrogencarbonat(en),
vorzugsweise Alkalicarbonat(en), besonders bevorzugt Natriumcarbonat, in Mengen von
2 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 40 Gew.-% und insbesondere von 7,5 bis 30
Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des maschinellen Geschirrspülmittels. Besonders
bevorzugt werden Mittel, welche bezogen auf das Gewicht des maschinellen Geschirrspülmittels
weniger als 20 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 17 Gew.-%, bevorzugt weniger als 13
Gew.-% und insbesondere weniger als 9 Gew.% Carbonat(e) und/oder Hydrogencarbonat(e),
vorzugsweise Alkalicarbonat(e), besonders bevorzugt Natriumcarbonat enthalten.
Als organische Cobuilder sind insbesondere Polycarboxylate / Polycarbonsäuren, polymere
Polycarboxylate, Asparaginsäure, Polyacetale, Dextrine, weitere organische Cobuilder
sowie Phosphonate zu nennen. Diese Stoffklassen werden nachfolgend beschrieben.
[0047] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form der freien
Säure und/oder ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren
solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise
sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA),
sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie
Mischungen aus diesen. Die freien Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise
auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung
eines niedrigeren und milderen pH-Wertes der maschinellen Geschirrspülmittel. Insbesondere
sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure
und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen.
[0048] Als besonders vorteilhaft für die Reinigungs- und Klarspülleistung erfindungsgemäßer
Mittel hat sich der Einsatz von Citronensäure und/oder Citraten in diesen Mitteln
erwiesen. Erfindungsgemäß bevorzugt werden daher maschinelle Geschirrspülmittel, dadurch
gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel Citronensäure oder ein Salz
der Citronensäure enthält und das der Gewichtsanteil der Citronensäure oder des Salzes
der Citronensäure vorzugsweise mehr als 10 Gew.-%, bevorzugt mehr als 15 Gew.-% und
insbesondere zwischen 20 und 40 Gew.-% beträgt.
[0049] Als Gerüststoffe sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet, dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise
solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70000 g/mol.
[0050] Bei den für polymere Polycarboxylate angegebenen Molmassen handelt es sich im Sinne
dieser Schrift um gewichtsmittlere Molmassen M
w der jeweiligen Säureform, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie
(GPC) bestimmt wurden, wobei ein UV-Detektor eingesetzt wurde. Die Messung erfolgte
dabei gegen einen externen Polyacrylsäure-Standard, der aufgrund seiner strukturellen
Verwandtschaft mit den untersuchten Polymeren realistische Molgewichtswerte liefert.
Diese Angaben weichen deutlich von den Molgewichtsangaben ab, bei denen Polystyrolsulfonsäuren
als Standard eingesetzt werden. Die gegen Polystyrolsulfonsäuren gemessenen Molmassen
sind in der Regel deutlich höher als die in dieser Schrift angegebenen Molmassen.
[0051] Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse
von 2000 bis 20000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können
aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 2000 bis
10000 g/mol, und besonders bevorzugt von 3000 bis 5000 g/mol, aufweisen, bevorzugt
sein.
[0052] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders
geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molekülmasse,
bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2000 bis 70000 g/mol, vorzugsweise
20000 bis 50000 g/mol und insbesondere 30000 bis 40000 g/mol.
[0053] Die (co-)polymeren Polycarboxylate können entweder als Pulver oder als wässrige Lösung
eingesetzt werden. Der Gehalt der maschinellen Geschirrspülmittel an (co-)polymeren
Polycarboxylaten beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-% und insbesondere 3 bis 10
Gew.-%.
[0054] Zur Verbesserung der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfonsäuren,
wie beispielsweise Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure, als Monomer
enthalten.
[0055] Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei
verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die als Monomere Salze der
Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate oder
die als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zucker-Derivate
enthalten.
[0056] Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die als Monomere Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze
bzw. Acrolein und Vinylacetat aufweisen.
[0057] Als Enthärter wirksame Polymere sind beispielsweise die Sulfonsäuregruppen-haltigen
Polymere, welche mit besonderem Vorzug eingesetzt werden können.
[0058] Besonders bevorzugt als Sulfonsäuregruppen-haltige Polymere einsetzbar sind Copolymere
aus ungesättigten Carbonsäuren, Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren und gegebenenfalls
weiteren ionogenen oder nichtionogenen Monomeren.
[0059] Mit besonderem Vorzug enthalten die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel
Methylglycindiessigsäure oder ein Salz der Methylglycindiessigsäure, wobei der Gewichtsanteil
der Methylglycindiessigsäure oder des Salzes der Methylglycindiessigsäure vorzugsweise
zwischen 0,5 und 15 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,5 und 10 Gew.-% und insbesondere
zwischen 0,5 und 6 Gew.-% beträgt.
[0060] Darüber hinaus können alle Verbindungen, die in der Lage sind, Komplexe mit Erdalkaliionen
auszubilden, als Gerüststoffe eingesetzt werden.
[0061] Die erfindungsgemäßen Mittel können Tenside enthalten, wobei zur Gruppe der Tenside
die nichtionischen, die anionischen, die kationischen und die amphoteren Tenside gezählt
werden.
[0062] Als nichtionische Tenside können alle dem Fachmann bekannten nichtionischen Tenside
eingesetzt werden. Als nichtionische Tenside eignen sich beispielsweise Alkylglykoside
der allgemeinen Formel RO(G)
x, in der R einem primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung
methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen
entspricht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen,
vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von
Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl zwischen 1 und
10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0063] Eine weitere Klasse bevorzugt einsetzbarer nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden können, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette.
[0064] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0065] Weitere geeignete Tenside sind auch die als PHFA bekannten Polyhydroxyfettsäureamide.
[0066] Als bevorzugte Tenside können schwachschäumende nichtionische Tenside eingesetzt
werden. Mit besonderem Vorzug enthalten die maschinellen Geschirrspülmittel nichtionische
Tenside aus der Gruppe der alkoxylierten Alkohole. Als nichtionische Tenside werden
vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole
mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO)
pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung
methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten
kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch
Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18
C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich
2 bis 8 Mol EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen
gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt einer ganzen oder einer gebrochenen Zahl entsprechen
können. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf
(narrow range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können
auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0067] Insbesondere bevorzugt sind nichtionische Tenside, die einen Schmelzpunkt oberhalb
Raumtemperatur aufweisen. Nichtionische(s) Tensid(e) mit einem Schmelzpunkt oberhalb
von 20°C, vorzugsweise oberhalb von 25°C, besonders bevorzugt zwischen 25 und 60°C
und insbesondere zwischen 26,6 und 43,3°C, ist/sind besonders bevorzugt.
[0068] Bevorzugt einzusetzende Tenside stammen aus den Gruppen der alkoxylierten Niotenside,
insbesondere der ethoxylierten primären Alkohole und Mischungen dieser Tenside mit
strukturell komplizierter aufgebauten Tensiden wie Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/Polyoxypropylen
((PO/EO/PO)-Tenside). Solche (PO/EO/PO)-Niotenside zeichnen sich darüber hinaus durch
gute Schaumkontrolle aus.
[0069] Als besonders bevorzugte Niotenside haben sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung
schwachschäumende Niotenside erwiesen, welche alternierende Ethylenoxid- und Alkylenoxideinheiten
aufweisen. Unter diesen sind wiederum Tenside mit EO-AO-EO-AO-Blöcken bevorzugt, wobei
jeweils eine bis zehn EO- bzw. AO-Gruppen aneinander gebunden sind, bevor ein Block
aus den jeweils anderen Gruppen folgt. Hier sind nichionische Tenside der allgemeinen
Formel

bevorzugt, in der R
1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; jede Gruppe R
2 bzw. R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3, -CH
2CH
2-CH
3, CH(CH
3)
2 und die Indizes w, x, y, z unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 6 stehen.
[0070] Tenside der allgemeinen Formel
R
1-CH(OH)CH
2O-(AO)
w-(A'O)
x-(A"O)
y-(A'"O)
z-R
2,
in der
R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder
ein- bzw. mehrfach ungesättigten C
2-40-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; A, A', A" und A'" unabhängig voneinander für einen
Rest aus der Gruppe -CH
2CH
2, -CH
2CH
2-CH
2, -CH
2-CH(CH
3), -CH
2-CH
2-CH
2-CH
2, -CH
2-CH(CH
3)-CH
2-, -CH
2-CH(CH
2-CH
3) steht; und w, x, y und z für Werte zwischen 0,5 und 90 stehen, wobei x, y und/oder
z auch 0 sein können, sind erfindungsgemäß besonders bevorzugt.
[0071] Ganz besonders bevorzugte nichtionische Tenside weisen in einer bevorzugten Ausführungsform
die allgemeine Formel R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
y[CH
2CH(CH
3)O]
zCH
2CH(OH)R
2 auf, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen,
insbesondere 4 bis 20 Kohlenstoffatomen, oder Mischungen hieraus bezeichnet und x
und z für Werte zwischen 0 und 40 und y für einen Wert von mindestens 15 steht.
[0072] Auch Tenside der allgemeinen Formel R
1O[CH
2CH(CH
3)0]
x[CH
2CH
2O]
yCH
2CH(OH)R
2 sind bevorzugt, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
oder Mischungen hieraus bezeichnet und x für einen Wert zwischen 1 und 40 und y für
einen Wert zwischen 15 und 40 steht, wobei die Alkyleneinheiten [CH
2CH(CH
3)O] und [CH
2CH
2O] randomisiert, d.h. in Form einer statistischen, zufälligen Verteilung vorliegen.
[0073] Die angegebenen C-Kettenlängen sowie Ethoxylierungsgrade bzw. Alkoxylierungsgrade
der vorgenannten Niotenside stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles
Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Aufgrund der Herstellverfahren
bestehen Handelsprodukte der genannten Formeln zumeist nicht aus einem individuellen
Vertreter, sondern aus Gemischen, wodurch sich sowohl für die C-Kettenlängen als auch
für die Ethoxylierungsgrade bzw. Alkoxylierungsgrade Mittelwerte und daraus folgend
gebrochene Zahlen ergeben können.
[0074] Aniontenside können ebenfalls als Bestandteil maschineller Geschirrspülmittel eingesetzt
werden. Zu ihnen zählen insbesondere Alkylbenzolsulfonate, (Fett-)Alkylsulfate, (Fett-)Alkylethersulfate
sowie Alkansulfonate. Der Gehalt der Mittel an Aniontensiden beträgt üblicherweise
0 bis 10 Gew.-%.
[0075] An Stelle der genannten Tenside oder in Verbindung mit ihnen können auch kationische
und/oder amphotere Tenside eingesetzt werden. Als kationische Aktivsubstanzen können
beispielsweise kationische Verbindungen der nachfolgenden Formeln eingesetzt werden:

worin jede Gruppe R
1 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus C
1-6-Alkyl-, -Alkenyl- oder -Hydroxyalkylgruppen; jede Gruppe R
2 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus C
8-28-Alkyl- oder -Alkenylgruppen; R
3 = R
1 oder (CH
2)
n-T-R
2; R
4 = R
1 oder R
2 oder (CH
2)
n-T-R
2; T = -CH
2-, -O-CO- oder -CO-O- und n eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist.
[0076] In maschinellen Geschirrspülmitteln, beträgt der Gehalt an kationischen und/oder
amphoteren Tensiden vorzugsweise weniger als 6 Gew.-%, bevorzugt weniger als 4 Gew.-%,
ganz besonders bevorzugt weniger als 2 Gew.-% und insbesondere weniger als 1 Gew.-%.
Maschinelle Geschirrspülmittel, welche keine kationischen oder amphoteren Tenside
enthalten, werden besonders bevorzugt.
[0077] Zur Gruppe der Polymere zählen insbesondere die wasch- oder reinigungsaktiven Poylmere,
beispielsweise die Klarspülpolymere und/oder als Enthärter wirksame Polymere. Generell
sind in maschinellen Geschirrspülmittel neben nichtionischen Polymeren auch kationische,
anionische und amphotere Polymere einsetzbar.
[0078] "Kationische Polymere" im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Polymere, welche
eine positive Ladung im Polymermolekül tragen. Diese kann beispielsweise durch in
der Polymerkette vorliegende (Alkyl-)Ammoniumgruppierungen oder andere positiv geladene
Gruppen realisiert werden. Besonders bevorzugte kationische Polymere stammen aus den
Gruppen der quaternierten Cellulose-Derivate, der Polysiloxane mit quaternären Gruppen,
der kationischen Guar-Derivate, der polymeren Dimethyldiallylammoniumsalze und deren
Copolymere mit Estern und Amiden von Acrylsäure und Methacrylsäure, der Copolymere
des Vinylpyrrolidons mit quaternierten Derivaten des Dialkylaminoacrylats und -methacrylats,
der Vinylpyrrolidon-Methoimidazoliniumchlorid-Copolymere, der quaternierter Polyvinylalkohole
oder der unter den INCI-Bezeichnungen Polyquaternium 2, Polyquaternium 17, Polyquaternium
18 und Polyquaternium 27 angegeben Polymere.
[0079] "Amphotere Poylmere" im Sinne der vorliegenden Erfindung weisen neben einer positiv
geladenen Gruppe in der Polymerkette weiterhin auch negativ geladenen Gruppen bzw.
Monomereinheiten auf. Bei diesen Gruppen kann es sich z.B. um Carbonsäuren, Sulfonsäuren
oder Phosphonsäuren handeln.
[0080] Bevorzugte einsetzbare amphotere Polymere stammen aus der Gruppe der Alkylacrylamid/Acrylsäure-Copolymere,
der Alkylacrylamid/Methacrylsäure-Copolymere, der Alkylacrylamid/Methylmethacrylsäure-Copolymere,
der Alkylacrylamid/Acrylsäure/Alkylaminoalkyl(meth)acrylsäure-Copolymere, der Alkylacrylamid/Methacrylsäure/Alkylaminoalkyl(meth)-acrylsäure-Copolymere,
der Alkylacrylamid/Methylmethacrylsäure/Alkylaminoalkyl(meth)acrylsäure-Copolymere,
der Alkylacrylamid/Alkymethacrylat/Alkylaminoethylmethacrylat/Alkylmethacrylat-Copolymere
sowie der Copolymere aus ungesättigten Carbonsäuren, kationisch derivatisierten ungesättigten
Carbonsäuren und gegebenenfalls weiteren ionischen oder nichtionogenen Monomeren.
[0081] Bevorzugt einsetzbare zwitterionische Polymere stammen aus der Gruppe der Acrylamidoalkyltrialkylammoniumchlorid/Acrylsäure-Copolymere
sowie deren Alkali- und Ammoniumsalze, der Acrylamidoalkyltrialkylammoniumchlorid/Methacrylsäure-Copolymere
sowie deren Alkali- und Ammoniumsalze und der Methacroylethylbetain/Methacrylat-Copolymere.
[0082] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung liegen
die Polymere in vorkonfektionierter Form vor. Zur Konfektionierung der Polymere eignet
sich dabei u.a.
- die Verkapselung der Polymere mittels wasserlöslicher oder wasserdispergierbarer Beschichtungsmittel,
vorzugsweise mittels wasserlöslicher oder wasserdispergierbarer natürlicher oder synthetischer
Polymere;
- die Verkapselung der Polymere mittels wasserunlöslicher, schmelzbarer Beschichtungsmittel,
vorzugsweise mittels wasserunlöslicher Beschichtungsmittel aus der Gruppe der Wachse
oder Paraffine mit einem Schmelzpunkt oberhalb 30°C;
- die Cogranulation der Polymere mit inerten Trägermaterialien, vorzugsweise mit Trägermaterialien
aus der Gruppe der wasch- oder reinigungsaktiven Substanzen, besonders bevorzugt aus
der Gruppe der Builder (Gerüststoffe) oder Cobuilder.
[0083] Maschinelle Geschirrspülmittel enthalten die vorgenannten kationischen und/oder amphoteren
Polymere vorzugsweise in Mengen zwischen 0,01 und 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
Gesamtgewicht des maschinellen Geschirrspülmittels. Bevorzugt werden im Rahmen der
vorliegenden Anmeldung jedoch solche maschinelle Geschirrspülmittel, bei denen der
Gewichtsanteil der kationischen und/oder amphoteren Polymere zwischen 0,01 und 8 Gew.-%,
vorzugsweise zwischen 0,01 und 6 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,01 und 4 Gew.-%, besonders
bevorzugt zwischen 0,01 und 2 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,01 und 1 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des maschinellen Geschirrspülmittels, beträgt.
[0084] Die Bleichmittel sind eine mit besonderem Vorzug einsetzbare wasch- oder reinigungsaktive
Substanz. Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumpercarbonat, das Natriumperborattetrahydrat
und das Natriumperboratmonohydrat besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel
sind beispielsweise Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure.
Weiterhin können auch Bleichmittel aus der Gruppe der organischen Bleichmittel eingesetzt
werden. Typische organische Bleichmittel sind die Diacylperoxide, wie z.B. Dibenzoylperoxid.
Weitere typische organische Bleichmittel sind die Peroxysäuren, wobei als Beispiele
besonders die Alkylperoxysäuren und die Arylperoxysäuren genannt werden. Bevorzugte
Vertreter sind (a) die Peroxybenzoesäure und ihre ringsubstituierten Derivate, wie
Alkylperoxybenzoesäuren, aber auch Peroxy-α-Naphtoesäure und Magnesiummonoperphthalat,
(b) die aliphatischen oder substituiert aliphatischen Peroxysäuren, wie Peroxylaurinsäure,
Peroxystearinsäure,
ε-Phthalimidoperoxycapronsäure [Phthaliminoperoxyhexansäure (PAP)], o-Carboxybenzamidoperoxycapronsäure,
N-Nonenylamidoperadipinsäure und N-Nonenylamidopersuccinate, und (c) aliphatische
und araliphatische Peroxydicarbonsäuren, wie 1,12-Diperoxycarbonsäure, 1,9-Diperoxyazelainsäure,
Diperocysebacinsäure, Diperoxybrassylsäure, die Diperoxyphthalsäuren, 2-Decyldiperoxybutan-1,4-disäure,
N,N-Terephthaloyl-di(6-aminopercapronsäue).
[0085] Als Bleichmittel können auch Chlor oder Brom freisetzende Substanzen eingesetzt werden.
Unter den geeigneten Chlor oder Brom freisetzenden Materialien kommen beispielsweise
heterozyklische N-Brom- und N-Chloramide, beispielsweise Trichlorisocyanursäure, Tribromisocyanursäure,
Dibromisocyanursäure und/oder Dichlorisocyanursäure (DICA) und/oder deren Salze mit
Kationen wie Kalium und Natrium in Betracht. Hydantoinverbindungen, wie 1,3-Dichlor-5,5-dimethylhydanthoin
sind ebenfalls geeignet.
[0086] Erfindungsgemäß werden maschinelle Geschirrspülmittel bevorzugt, die 1 bis 35 Gew.-%,
vorzugsweise 2,5 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 3,5 bis 20 Gew.-% und insbesondere
5 bis 15 Gew.-% Bleichmittel, vorzugsweise Natriumpercarbonat, enthalten.
[0087] Der Aktivsauerstoffgehalt der maschinellen Geschirrspülmittel beträgt, jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht des Mittels, vorzugsweise zwischen 0,4 und 10 Gew.-%, besonders
bevorzugt zwischen 0,5 und 8 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,6 und 5 Gew.-%. Besonders
bevorzugte Mittel weisen einen Aktivsauerstoffgehalt oberhalb 0,3 Gew.-%, bevorzugt
oberhalb 0,7 Gew.-%, besonders bevorzugt oberhalb 0,8 Gew.-% und insbesondere oberhalb
1,0 Gew.-% auf.
[0088] Bleichaktivatoren werden in maschinellen Geschirrspülmitteln beispielsweise eingesetzt,
um beim Reinigen bei Temperaturen von 60 °C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung
zu erreichen. Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen
aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2
bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt
werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl
und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach
acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte
Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT),
acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere
N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder
Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere
Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat
und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran, n-Methyl-Morpholinium-Acetonitril-Methylsulfat
(MMA) sowie acetyliertes Sorbitol und Mannitol beziehungsweise deren Mischungen (SORMAN),
acylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfruktose,
Tetraacetylxylose und Octaacetyllactose sowie acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes
Glucamin und Gluconolacton, und/oder N-acylierte Lactame, beispielsweise N-Benzoylcaprolactam.
Hydrophil substituierte Acylacetale und Acyllactame werden ebenfalls bevorzugt eingesetzt.
Auch Kombinationen konventioneller Bleichaktivatoren können eingesetzt werden. Diese
Bleichaktivatoren werden vorzugsweise in Mengen bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-%
bis 8 Gew.-%, besonders 2 bis 8 Gew.-% und besonders bevorzugt 2 bis 6 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das Gesamtgewicht der bleichaktivatorhaltigen Mittel, eingesetzt.
[0089] Zur Steigerung der Wasch-, beziehungsweise Reinigungsleistung von maschinellen Geschirrspülmitteln
sind Enzyme einsetzbar. Hierzu gehören insbesondere Proteasen, Amylasen, Lipasen,
Hemicellulasen, Cellulasen, Perhydrolasen oder Oxidoreduktasen, sowie vorzugsweise
deren Gemische. Diese Enzyme sind im Prinzip natürlichen Ursprungs; ausgehend von
den natürlichen Molekülen stehen für den Einsatz in maschinellen Geschirrspülmitteln
verbesserte Varianten zur Verfügung, die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden
können. Maschinelle Geschirrspülmittel enthalten Enzyme vorzugsweise in Gesamtmengen
von 1 x 10
-6 bis 5 Gew.-% bezogen auf aktives Protein. Die Proteinkonzentration kann mit Hilfe
bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren oder dem Biuret-Verfahren bestimmt
werden.
[0090] Die Enzyme können in jeder nach dem Stand der Technik etablierten Form eingesetzt
werden. Hierzu gehören beispielsweise die durch Granulation, Extrusion oder Lyophilisierung
erhaltenen festen Präparationen oder, insbesondere bei flüssigen oder gelförmigen
Mitteln, Lösungen der Enzyme, vorteilhafterweise möglichst konzentriert, wasserarm
und/oder mit Stabilisatoren versetzt.
[0091] Alternativ können die Enzyme sowohl für die feste als auch für die flüssige Darreichungsform
verkapselt werden, beispielsweise durch Sprühtrocknung oder Extrusion der Enzymlösung
zusammen mit einem vorzugsweise natürlichen Polymer oder in Form von Kapseln, beispielsweise
solchen, bei denen die Enzyme wie in einem erstarrten Gel eingeschlossen sind oder
in solchen vom Kern-Schale-Typ, bei dem ein enzymhaltiger Kern mit einer Wasser-,
Luft- und/oder Chemikalienundurchlässigen Schutzschicht überzogen ist. In aufgelagerten
Schichten können zusätzlich weitere Wirkstoffe, beispielsweise Stabilisatoren, Emulgatoren,
Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe aufgebracht werden. Derartige Kapseln werden nach
an sich bekannten Methoden, beispielsweise durch Schüttel- oder Rollgranulation oder
in Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise sind derartige Granulate, beispielsweise
durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm und aufgrund der Beschichtung lagerstabil.
Weiterhin ist es möglich, zwei oder mehrere Enzyme zusammen zu konfektionieren, so
dass ein einzelnes Granulat mehrere Enzymaktivitäten aufweist. Bevorzugt können ein
oder mehrere Enzyme und/oder Enzymzubereitungen, vorzugsweise feste Protease-Zubereitungen
und/oder Amylase-Zubereitungen, in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise von 0,2
bis 4,5 Gew.-% und insbesondere von 0,4 bis 4 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte
enzymhaltige Mittel, eingesetzt werden.
[0092] Glaskorrosionsinhibitoren verhindern das Auftreten von Trübungen, Schlieren und Kratzern
aber auch das Irisieren der Glasoberfläche von maschinell gereinigten Gläsern. Bevorzugte
Glaskorrosionsinhibitoren stammen aus der Gruppe der Magnesium- und Zinksalze sowie
der Magnesium- und Zinkkomplexe. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung beträgt der
Gehalt an Zinksalz in maschinellen Geschirrspülmitteln vorzugsweise zwischen 0,1 bis
5 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,2 bis 4 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,4 bis 3
Gew.-%, bzw. der Gehalt an Zink in oxidierter Form (berechnet als Zn2+) zwischen 0,01
bis 1 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,02 bis 0,5 Gew.-% und insbesondere zwischen
0,04 bis 0,2 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des glaskorrosionsinhibitorhaltigen
Mittels.
[0093] Um den Zerfall vorgefertigter Formkörper zu erleichtern, ist es möglich, Desintegrationshilfsmittel,
sogenannte Tablettensprengmittel, in diese Mittel einzuarbeiten, um die Zerfallszeiten
zu verkürzen. Unter Tablettensprengmitteln bzw. Zerfallsbeschleunigern werden Hilfsstoffe
verstanden, die für den raschen Zerfall von Tabletten in Wasser oder anderen Medien
und für die zügige Freisetzung der Wirkstoffe sorgen. Bevorzugt können Desintegrationshilfsmittel
in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.- %, vorzugsweise 3 bis 7 Gew.-% und insbesondere 4 bis
6 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des desintegrationshilfsmittelhaltigen
Mittels, eingesetzt werden.
[0094] Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können im Rahmen der vorliegenden Erfindung einzelne
Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether,
Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Bevorzugt werden
jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende
Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten,
wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B. Pinien-, Citrus-, Jasmin-,
Patchouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl.
[0095] Die Konfektionierung erfindungsgemäßer maschineller Geschirrspülmittel kann in unterschiedlicher
Wiese erfolgen. Die Mittel können in fester oder flüssiger sowie als Kombination fester
und flüssiger Angebotsformen vorliegen. Als feste Angebotsformen eignen sich insbesondere
Pulver, Granulate, Extrudate, Kompaktate, insbesondere Tabletten. Die flüssigen Angebotsformen
auf Basis von Wasser und/oder organischen Lösungsmitteln können verdickt, in Form
von Gelen vorliegen. Erfindungsgemäße Mittel können in Form einphasiger oder mehrphasiger
Produkte konfektioniert werden. Bevorzugt werden insbesondere maschinelle Geschirrspülmittel
mit einer, zwei, drei oder vier Phasen. Maschinelle Geschirrspülmittel, dadurch gekennzeichnet,
dass es in Form einer vorgefertigten Dosiereinheit mit zwei oder mehr Phasen vorliegt,
werden besonders bevorzugt. Die einzelnen Phasen mehrphasiger Mittel können die gleiche
oder unterschiedliche Aggregatzustände aufweisen. Bevorzugt werden insbesondere maschinelle
Geschirrspülmittel, die mindestens zwei unterschiedliche feste Phasen und/oder mindestens
zwei flüssige Phasen und/oder mindestens eine feste und mindestens eine feste Phase
aufweisen.
[0096] Erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel werden vorzugsweise zu Dosiereinheiten
vorkonfektioniert. Diese Dosiereinheiten umfassen vorzugsweise die für einen Reinigungsgang
notwendige Menge an wasch- oder reinigungsaktiven Substanzen. Bevorzugte Dosiereinheiten
weisen ein Gewicht zwischen 12 und 30 g, bevorzugt zwischen 14 und 26 g und insbesondere
zwischen 16 und 22 g auf. Um ein optimales Reinigungs- und Klarspülergebnis zu erzielen,
werden solche maschinellen Geschirrspülmittel bevorzugt, die in Form einer vorgefertigten
Dosiereinheit vorliegen und zwischen 0,001 und 1 g, vorzugsweise zwischen 0,01 und
0,1 g, besonders bevorzugt zwischen 0,01 und 0,07 g und insbesondere zwischen 0,01
und 0,05 g des Polymers a) bzw. zwischen 0,1 und 2,5 g, vorzugsweise zwischen 0,2
und 2,2 g, besonders bevorzugt zwischen 0,3 und 1,9 g und insbesondere zwischen 0,4
und 1,5 g nichtionische(s) Tensid(e) b) enthalten. Das Volumen der vorgenannten Dosiereinheiten
sowie deren Raumform sind mit besonderem Vorzug so gewählt, dass eine Dosierbarkeit
der vorkonfektionierten Einheiten über die Dosierkammer einer Geschirrspülmaschine
gewährleistet ist. Das Volumen der Dosiereinheit beträgt daher bevorzugt zwischen
10 und 35 ml, vorzugsweise zwischen 12 und 30 ml.
[0097] Die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel, insbesondere die vorgefertigten
Dosiereinheiten weisen mit besonderem Vorzug eine wasserlösliche Umhüllung auf.
[0098] Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist weiterhin ein Verfahren zur Reinigung von
Geschirr in einer Geschirrspülmaschine, bei welchem das erfindungsgemäße Mittel während
des Durchlaufens eines Geschirrspülprogramms vor Beginn des Hauptspülgangs oder im
Verlaufe des Hauptspülgangs in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine eindosiert
wird. Die Eindosierung bzw. der Eintrag des erfindungsgemäßen Mittels in den Innenraum
der Geschirrspülmaschine kann manuell erfolgen, vorzugsweise wird das Mittel jedoch
mittels der Dosierkammer in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert.
[0099] Eine typische Rahmenrezeptur für ein vorzugsweise einsetzbares maschinelles Geschirrspülmittel,
z.B. in Tablettenform, umfasst folgende Stoffe:
| Na-Tripolyphosphat |
20-50 Gew.-% |
| Natriumcarbonat |
10-30 Gew.-% |
| Natriumpercarbonat |
5-18 Gew.-% |
| Bleichaktivator |
0,5-5 Gew.-% |
| Bleichkatalysator |
0,01-1 Gew.-% |
| Sulfopolymer |
2,5-15 Gew.-% |
| Polycarboxylat |
0,1-10 Gew.-% |
| Niotensid |
0,5-10 Gew.-% |
| Phosphonate |
0,5-5 Gew.-% |
| Amylase |
0,1-5 Gew.-% |
| Protease |
0,1-5 Gew.-% |
| Gew.-% jeweils bezogen auf das gesamte Mittel. |
[0100] Statt des Na-Tripolyphosphats kann in der Rezeptur insbesondere auch 10-50 Gew.-%
Citrat eingesetzt werden.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1: Inhibierung der Anfärbung von Plastik beim automatischen Geschirrspülen
bei Einsatz von Geschirrspülmitteltabletten
[0101] Polyethylen- und Polypropylen-Frühstücksbrettchen wurden einem maschinellen Geschirrspülverfahren
(Geschirrspülmaschine Bosch SGS 57M22; Programm 70°C (zeitverkürzt); Wasserhärte 21°
dH) unterworfen. Folgender Ballastschmutz wurde hierbei eingesetzt: 15 g Olivenöl,
5 g Essig-Essenz, 80 g Tomaten-Ketchup, 3,7 g Paprika Gewürz, 3,7 g Curry Gewürz,
10 g Salz.
[0102] Zum Reinigen der Frühstücksbrettchen wurde zum einen eine handelsübliche Geschirrspülmitteltablette,
zum anderen die gleiche handelsübliche Geschirrspülmitteltablette in Kombination mit
2 Gramm Grindsted Lactem P22 oder in Kombination mit 2 Gramm Grindsted Acetem 70 verwendet.
[0103] Für die Frühstücksbrettchen wurden jeweils vor und nach dem Reinigen mit Hilfe eines
Farbmessgeräts (Datacolor DC 600-3) die Werte L, a und b gemessen. Aus diesen Werten
wurde anschließend der ΔE-Wert ermittelt. Umso niedriger der ermittelte ΔE-Wert, umso
geringer ist die Anschmutzung der Brettchen. Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle
dargestellt.
| |
ΔE-Wert |
Differenz |
| PP-Brett - Geschirrspülmitteltablette |
11,5 |
|
| PP-Brett - Geschirrspülmitteltablette + 2 g GRINDSTED Lactem P22 |
9,7 |
1,8 |
| |
ΔE-Wert |
Differenz |
| PE-Brett - Geschirrspülmitteltablette |
15,5 |
|
| PE-Brett - Geschirrspülmitteltablette + 2 g GRINDSTED Acetem 70 |
12,8 |
2,7 |
[0104] Die erhaltenen Werte belegen, dass durch den Zusatz der Glycerinester die Anschmutzung
der Kunststoffbrettchen deutlich vermindert werden konnte.
Beispiel 2: Inhibierung der Anfärbung von Plastik beim automatischen Geschirrspülen
bei Einsatz von Geschirrspülmittelpulver
[0105] Polypropylen-Frühstücksbrettchen wurden einem maschinellen Geschirrspülverfahren
(Geschirrspülmaschine Bosch SGS 57M22; Programm 70°C (zeitverkürzt); Wasserhärte 21°
dH) unterworfen. Folgender Ballastschmutz wurde hierbei eingesetzt: 15 g Olivenöl,
5 g Essig-Essenz, 80 g Tomaten-Ketchup, 3,7 g Paprika Gewürz, 3,7 g Curry Gewürz,
10 g Salz.
[0106] Zum Reinigen der Frühstücksbrettchen wurde zum ein handelsübliches Geschirrspülmittelpulver,
zum anderen das gleiche handelsübliche Geschirrspülmittelpulver in Kombination mit
2 Gramm Grindsted Lactem P22 oder in Kombination mit 2 Gramm Grindsted Acetem 70 verwendet.
[0107] Für die Frühstücksbrettchen wurden jeweils vor und nach dem Reinigen mit Hilfe eines
Farbmessgeräts (Datacolor DC 600-3) die Werte L, a und b gemessen. Aus diesen Werten
wurde anschließend der ΔE-Wert ermittelt. Umso niedriger der ermittelte ΔE-Wert, umso
geringer ist die Anschmutzung der Brettchen. Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle
dargestellt.
| |
ΔE-Wert |
Differenz |
| PP-Brett - Geschirrspülmittelpulver |
16,1 |
|
| PP-Brett - Geschirrspülmittelpulver + 2 g GRINDSTED Lactem P22 |
10,8 |
5,3 |
| PP-Brett - Geschirrspülmittelpulver + 2 g GRINDSTED Acetem 70 |
13,7 |
2,4 |
[0108] Die erhaltenen Werte belegen, dass durch den Zusatz der Glycerinester die Anschmutzung
der Kunststoffbrettchen deutlich vermindert werden konnte.