[0001] Die Erfindung betrifft einen Laser-Fahrzeugscheinwerfer mit zumindest einem Lichtleitelement,
zumindest eine Laserlichtquelle und zumindest ein durch die Laserlichtquelle bestrahlbares
und damit zur Ausstrahlung von sichtbarem Licht anregbares Leuchtelement umfasst.
Im Stand der Technik sind verschiedene Arten von Fahrzeugscheinwerfer bekannt, wobei
in den letzten Jahren überwiegend Scheinwerfer mit Entladungslampen und Halogen-Lichtquellen
verwendet wurden. Aus Energiespargründen und um den Platzbedarf von Fahrzeugscheinwerfern
weiter zu verringern wird zunehmend der Einsatz von Laserlichtquellen wie Halbleiterlasern
erprobt, da diese diesbezüglich von Vorteil sind. Um das Laserlicht für einen Fahrzeugscheinwerfer
nutzbar zu machen wird dabei mit einer Laserlichtquelle ein Leuchtelement, ein sog.
Phosphor-Konverter (z.B. eine Phosphorverbindung, ein YAG-Kristall mit Cer-Dotierung,
etc.), bestrahlt, der dadurch zur Abstrahlung von sichtbarem Licht angeregt wird.
Der Phosphor-Konverter wandelt also Laserlicht in Licht anderer Wellenlängen um.
[0002] Dabei kommen häufig auch Freistrahlkonzepte zum Einsatz, bei denen die Laserlichtquelle
beabstandet vom Leuchtelement angeordnet ist und das Laserlicht vor dem Auftreffen
auf dem Leuchtelement eine freie Wegstrecke zurücklegt. In einem solchen Fall ist
es notwendig, dass das Laserlicht genau auf das Leuchtelement auftrifft - einerseits,
um die eingestrahlte Leistung möglichst gut auszunützen, andererseits aus Sicherheitsgründen.
Die verwendeten Laserlichtquellen emittieren Leistungen von derzeit bis zu 3 W und
mehr, im Falle einer Fehlfunktion (z.B. wenn das Leuchtelement nicht optimal getroffen
wird) kann es durch hochintensive augenschädigende Laser-Lichtstrahlung zu Verletzungen,
jedenfalls aber zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer kommen.
[0003] Aus
US 2011/0249460 A ist ein gattungsgemäßer Laser-Fahrzeugscheinwerfer bekannt. Es ist daher eine Aufgabe
der Erfindung, eine Lösung für Laser-Fahrzeugscheinwerfer bereitzustellen, die die
oben genannten Probleme des Stands der Technik beseitigt.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem eingangs erwähnten Laser-Fahrzeugscheinwerfer erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Lichtleitelement eine erste Seite, die zumindest teilweise
als Lichteintrittsfläche ausgebildet ist, und eine der ersten Seite gegenüberliegend
angeordnete zweite Seite, die zumindest teilweise als Lichtaustrittsfläche ausgebildet
ist und der zumindest eine Aufnahme für das zumindest eine Leuchtelement zugeordnet
ist, aufweist, wobei der Lichteintrittsfläche zumindest ein in Richtung des Inneren
des Lichtleitelements orientierter, Licht von der Lichteintrittsfläche in Richtung
der Aufnahme für das Leuchtelement reflektierender erster Reflexionsbereich zugeordnet
ist, und wobei der Lichtaustrittsfläche zumindest ein in Richtung des Inneren des
Lichtleitelements orientierter, Licht vom Leuchtelement in Richtung der Lichtaustrittsfläche
reflektierender zweiter Reflexionsbereich zugeordnet ist.
[0005] Die Erfindung ermöglicht einerseits das Ausgleichen von Positionierfehlern des Lichleitelements
bzw. des darin angeordneten Leuchtelements hinsichtlich der Laserlichtquelle, da aufgrund
des ersten Reflexionsbereichs auch Licht, dass das Leuchtelement nicht genau trifft,
auf das Leuchtelement umgelenkt wird. Andererseits wird ein vollständiges Ausnutzen
des vom Leuchtelement emittierten Lichts ermöglicht, da der zweite Reflexionsbereich
vom Leuchtelement emittiertes Licht zur Lichtaustrittsfläche hin umlenkt - dieser
Lichtanteil wäre ansonsten nicht nutzbar. Die reflektierende Eigenschaft der Reflexionsbereiche
ergibt sich unter anderem aufgrund der Totalreflexion an der Grenzfläche Lichtleitelement-Umgebung.
[0006] Dank der erfindungsgemäßen Lösung können also sowohl die hohen Anforderungen an die
Montage des Leuchtelements relativ zur Laserlichtquelle verringert und damit (z.B.
auch bei Erschütterungen während des Betriebs durch Rüttelbelastung, Resonanzen, Wärmeausdehnung,
etc.) erfüllt und eine größere Lichtausbeute sichergestellt werden.
[0007] Das Lichtleitelement besteht bevorzugt aus einem transparenten Material wie Glas
oder Kunststoff - das Lichtleitelement ist beispielsweise einstückig als Volumskörper
ausgeführt, besteht also durchgehend aus einem Material. Es kann aber auch als Hohlkörper
ausgeführt sein.
[0008] Vorteilhafterweise ist der zweite Reflexionsbereich überwiegend auf der im montierten
Zustand des Lichtleitelements der Laserlichtquelle zugewandten Seite des Lichtleitelements
angeordnet. Damit kann insbesondere Licht, das vom Leuchtelement in Richtung der Lichteintrittsfläche
abgestrahlt wird, in Richtung der Lichtaustrittsfläche umgelenkt und damit nutzbar
gemacht werden. Unter "überwiegend" ist hier zu verstehen, dass mehr als die Hälfte
des zweiten Reflexionsbereichs auf der im montierten Zustand des Lichtleitelements
der Laserlichtquelle zugewandten Seite des Lichtleitelements angeordnet ist.
[0009] Die Reflexionsbereiche können im Prinzip beliebig ausgeführt sein. Beispielsweise
kann der erste Reflexionsbereich derart ausgestaltet sein, dass auftreffendes Licht
mittels Totalreflexion abgelenkt wird. In einer Variante der Erfindung sind die Reflexionsbereiche
als je zumindest eine auf der Außenseite des Lichtleitelements aufgebrachte Reflexionsschicht
ausgebildet, die bevorzugt mit einer Absorptionsschicht bedeckt ist. Dabei können
entsprechend reflektierende bzw. absorbierende Schichten durch Aufdampfen, Lackieren
oder aber auch durch das mechanische Befestigen (z.B. Kleben) entsprechender Abdeckungsteile
aufgebracht werden.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist das Lichtleitelement im Bereich des
ersten und/oder des zweiten Reflexionsbereichs als Freiformfläche ausgebildet. Dabei
ist vorteilhafterweise der erste und/oder der zweite Reflexionsbereich mit zumindest
einem Brennpunkt ausgeführt. Das Ausführen von Freiformflächen ist dem Fachmann bekannt.
In Kombination mit der Reflexionsschicht können so die Reflexionsbereiche für die
jeweilige Anforderung angepasst werden. Die Ausformung des Außenbereichs des Lichtleitelements
in Kombination mit der Reflexionsschicht ermöglicht die erfindungsgemäße Wirkung.
Neben der Ausführung als Freiformfläche sind auch andere Ausführungen, beispielweise
als Paraboloidfläche, möglich.
[0011] Günstigerweise weist der zweite Reflexionsbereich zumindest einen Brennpunkt im Bereich
der Lichtaustrittsfläche auf. Auf diese Weise kann der Lichtstrom der Lichtverteilung
erhöht werden, da durch das Vorsehen eines Brennpunkts im Bereich der Lichtaustrittsfläche
eine virtuelle Lichtquelle geschaffen wird. Natürlich können auch weitere Brennpunkte
vorgesehen sein.
[0012] Die Aufnahme für das Leuchtelement ist als Sackloch oder als vollständig von dem
Lichtleitelement umgebene Höhlung ausgeführt. Das Leuchtelement kann also in dem Lichtleitelement
angeordnet sein. Das hat den Vorteil, dass bei der Montage nur das Lichtleitelement
im Bezug auf die Laserlichtquelle genau montiert werden muss - die optimale Lage des
Leuchtelements ist damit gleichzeitig sichergestellt, da ja das Leuchtelement in dem
Lichtleitelement gehalten ist. Bei der Ausführung der Aufnahme als Sackloch kann das
Leuchtelement bei Bedarf getauscht werden, das Lichtleitelement kann weiter verwendet
werden. Bei der Ausführung als vollständig umgebene Höhlung kann das Leuchtelement
vor Umgebungseinflüssen geschützt werden. Durch das Vorsehen der Aufnahme ist das
Leuchtelement im montierten Zustand "unter" der Lichtaustrittsfläche im Lichtleitelement
angeordnet. Insbesondere bei der Verwendung des Lichtleitelements in einem Fahrzeugscheinwerfer
ist es von Vorteil, wenn keinerlei unerwünschtes Fehllicht emittiert wird, das dann
das Lichtbild verfälschen könnte. In einer Variante der Erfindung ist die Außenseite
des Lichtleitelements mit Ausnahme der Lichteintritts-, der Lichtaustrittsfläche und
der Reflexionsbereiche zumindest bereichsweise, insbesondere aber vollständig mit
einer lichtundurchlässigen und/ oder reflektierenden Beschichtung versehen. Damit
kann verhindert werden, dass Licht abseits der Lichtaustrittsfläche aus dem Lichtleitelement
ausgestrahlt wird. Die Beschichtung kann beispielsweise durch Lackieren oder Bedampfen
aufgebracht werden. Wenn die Beschichtung reflektierend ausgeführt wird, kann sie
das Auskoppeln des vom Leuchtelement abgestrahlten Lichts über die Lichtaustrittsfläche
vorteilhaft unterstützen.
[0013] Mit der erfindungsgemäßen Lösung lassen sich auch verschiedene Lichtfunktionen realisieren.
In einer weiteren Variante der Erfindung ist die zweite Seite zumindest bereichsweise
von einem lichtundurchlässigen Begrenzungselement bedeckt, das bevorzugt im Bereich
der Aufnahme für das zumindest eine Leuchtelement angeordnet ist. Dieses lichtundurchlässige
Begrenzungselement kann beispielsweise als Beschichtung in Form von Lackieren oder
Bedampfen ausgeführt sein, es kann aber auch ein separates Bauteil aufgeklebt oder
sonst wie aufgebracht werden. Durch dieses Begrenzungselement lässt sich (evtl. in
Verbindung mit einer Freiformreflektorfläche - siehe unten) ein Abblendlicht mit scharfem
Hell-Dunkelübergang erzeugen.
[0014] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist zwischen der Laserlichtquelle und dem
Leuchtelement zumindest ein Lichtleitelement gemäß den oben beschriebenen Varianten
angeordnet. Die Erfindung gemäß den obigen Ausführungen erlaubt damit die Realisierung
eines Fahrzeugscheinwerfers, der die gesetzlichen Bestimmungen wie beispielsweise
ECE, SAE, CCC, usw. erfüllen kann.
[0015] In einer Variante der Erfindung ist die Laserlichtquelle in Hauptabstrahlrichtung
des Fahrzeugscheinwerfers gesehen vor dem Leuchtelement angeordnet, so dass das Licht
der Laserlichtquelle entgegen der Hauptabstrahlrichtung des Fahrzeugscheinwerfers
ausgestrahlt wird. In dieser Variante wird insbesondere die Gefährdung von unbeteiligten
Verkehrsteilnehmern durch den Laserstrahl verhindert, wenn es zu einer Fehlfunktion
des Scheinwerfers kommt - da der Laserstrahl entgegen der Hauptstrahlrichtung verläuft,
kann er nicht unkontrolliert aus dem Scheinwerfer herausstrahlen.
[0016] Als zusätzliches Sicherheitselement ist günstigerweise zumindest ein Blendenelement
vorgesehen, mit dem von der Lichteintrittsfläche des Lichtleitelements oder aus dem
Inneren des Lichtleitelements in Hauptabstrahlrichtung des Fahrzeugscheinwerfers reflektiertes
Licht abschirmbar ist. Gemäß einer Variante der Erfindung ist das Blendenelement als
zwischen der Laserlichtquelle und dem Lichtleitelement verlaufendes Verbindungsstück
ausgeführt, das insbesondere röhren- oder halbrohrförmig ausgeführt ist. Mit dem Blendenelement
kann die Abstrahlung insbesondere von Laserlicht in Richtung außerhalb des Fahrzeugscheinwerfers
verhindert werden. Das Blendenelement kann dazu beispielsweise entspiegelt oder absorbierend
beschichtet sein, bzw. die relevanten Bereiche des Lichtleitelements umgeben.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines nicht einschränkenden Ausführungsbeispiels,
das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. In dieser zeigt schematisch:
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht einer ersten Variante des Lichtleitelements des erfindungsgemäßen
Laser-Fahrzeugscheinwerfers;
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht einer zweiten Variante des Lichtleitelements des erfindungsgemäßen
Laser-Fahrzeugscheinwerfers; und
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Fahrzeugscheinwerfers mit einem Lichtleitelement.
[0018] In den nachfolgenden Figuren sind gleiche Elemente aus Gründen der Übersichtlichkeit
jeweils mit demselben Bezugszeichen versehen. Nachfolgend verwendete Begriffe wie
"oben", "unten", "vorne" und "hinten" beziehen sich auf einen montierten Zustand in
einem Fahrzeug, wenn also das Lichtleitelement 1 in einem Fahrzeugscheinwerfer 2 im
Einsatz ist, wobei der Fahrzeugscheinwerfer 1 frontseitig in einem Fahrzeug verbaut
ist.
[0019] In Fig. 1 ist eine erste Variante des Lichtleitelements 1 des erfindungsgemäßen Laser-Fahrzeugscheinwerfers
dargestellt. Das Lichtleitelement 1 kommt in einem Laser-Fahrzeugscheinwerfer 2 (siehe
Fig. 3) zum Einsatz, und zwar beispielsweise zwischen einer Laserlichtquelle 3 und
einem Leuchtelement 4, das durch das von der Laserlichtquelle 3 einstrahlende Licht
zur Emission von sichtbarem Licht, insbesondere weißer Farbe, angeregt wird. In Fig.
1 ist eine Laserlichtquelle 3 in zwei verschiedenen Positionen dargestellt, wie nachfolgend
noch näher ausgeführt wird.
[0020] Das Lichtleitelement 1 besteht bevorzugt aus einem transparenten Material wie Glas
oder Kunststoff. Es kann als einstückiger Volumskörper, in einer Variante aber auch
als Hohlkörper ausgeführt sein. Auch das Zusammensetzen aus mehreren Volumskörpern
aus verschiedenen Materialien ist möglich.
[0021] Das Lichtleitelement 1 weist auf einer ersten Seite 10, die sich im montierten Zustand,
wie er in Fig. 1 angedeutet ist, auf Seiten der Laserlichtquelle 3 befindet, eine
Lichteintrittsfläche 5 auf. Über die Lichteintrittsfläche 5, die einen Teil der ersten
Seite 10 einnimmt, kann von der Laserlichtquelle 3 kommendes Laserlicht in das Lichtleitelement
1 eingestrahlt werden.
[0022] Auf einer zweiten Seite 20 des Lichtleitelements 1, die der ersten Seite 10 gegenüberliegend
angeordnet ist, befindet sich eine Lichtaustrittsfläche 60, die einen Teil der zweiten
Seite 20 bildet. Des Weiteren ist der zweiten Seite 20 eine Ausnehmung 7 für ein Leuchtelement
4 zugeordnet. Die Ausnehmung 7 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Sackloch
ausgeführt, kann aber beispielsweise auch als vollständig von dem Lichtleitelement
1 umgebene Höhlung ausgeführt sein.
[0023] Der Lichteintrittsfläche 5 ist ein in Richtung des Inneren des Lichtleitelements
1 orientierter erster Reflexionsbereich 50 zugeordnet. Im Bereich des ersten Reflexionsbereichs
50 ist das Lichtleitelement 1 bzw. dessen Außenseite als Freiformfläche ausgebildet.
Über den ersten Reflexionsbereich 50 wird Licht, das über die Lichteintrittsfläche
5 einfällt, in Richtung der Aufnahme 7 für das Leuchtelement 4 reflektiert. Dadurch
können Positionierfehler zwischen Lichtleitelement 1 und Laserlichtquelle 3 ausgeglichen
werden, bzw. ist dank dem ersten Reflexionsbereich 50 eine bei der Verwendung realisierbare
Genauigkeit der Positionierung erreichbar: Fig. 1 zeigt die Laserlichtquelle 3 in
zwei Positionen A, B. In Position A ist die Laserlichtquelle 3 so positioniert, dass
der Lichtstrahl 200 direkt auf das Leuchtelement 4 auftrifft.
[0024] Position B stellt eine Situation dar, in der die relative Positionierung zwischen
Laserlichtquelle 3 und Lichtleitelement 1 nicht optimal ist. In Position B fällt der
Lichtstrahl 200 im Vergleich zur Position A unter einem gewissen Abweichwinkel ein.
Der Abweichwinkel 400 bezeichnet also den Winkel zwischen dem "optimalen" Lichtstrahlverlauf
mit Laserlichtquelle 3 in Position A und einem leicht verschobenen Lichtstrahlverlauf
mit Laserlichtquelle 3 in Position B. Eine derartige Situation kann beispielsweise
eintreten, wenn es zu einer Verschiebung der Laserlichtquelle 3 aufgrund von Erschütterungen
während des Betriebs oder durch einen unsachgemäßen Austausch der Lichtquelle kommt.
Wenn die Laserlichtquelle 3 in Position B ist, trifft der Lichtstrahl 200' nicht direkt
auf das Leuchtelement 4, sondern auf den ersten Reflexionsbereich 50, von dem es in
Richtung der Aufnahme 7 für das Leuchtelement 4 reflektiert wird. Im ersten Reflexionsbereich
50 kommt es beispielsweise zu Totalreflexion, in Varianten der Erfindung kann aber
auch auf der Außenseite des Lichtleitelements 1 im Bereich des ersten Reflexionsbereichs
50 eine reflektierende Beschichtung vorgesehen sein.
[0025] Das einfallende Licht muss also nicht senkrecht auf die Lichteintrittsfläche 5 auftreffen,
sondern kann innerhalb eines Akzeptanzwinkels auffallen. Der Akzeptanzwinkel bezeichnet
dabei den maximalen Winkel, unter dem Licht einfallen kann und trotzdem noch zum Leuchtelement
4 geleitet wird. Licht, das unter einem Winkel größer dem Akzeptanzwinkel einfällt,
wird entweder direkt an der Lichteintrittsfläche 5 reflektiert oder in einer Art und
Weise im Lichtleitelement 1 abgelenkt, dass es das Leuchtelement 4 nicht erreicht.
Der Abweichwinkel 400 muss also für eine ordnungsgemäße Funktion kleiner gleich dem
Akzeptanzwinkel sein.
[0026] Die Ausführung der Lichteintrittsfläche 5 und des ersten Reflexionsbereichs 50 vergrößert
also die Toleranzen, mit denen das Licht der Laserlichtquelle 3 auf das Leuchtelement
4 einstrahlt und erleichtert damit einerseits den Bau eines Laser-Fahrzeugscheinwerfers
2 (siehe Fig. 3), andererseits fallen auch die im Betrieb auftretenden Erschütterungen
weniger stark ins Gewicht.
[0027] Der Lichtaustrittsfläche 6 auf der zweiten Seite 20 des Lichtleitelements 1 ist ein
in Richtung des Inneren des Lichtleitelements 1 orientierter zweiter Reflexionsbereich
60 zugeordnet. Wie im Fall des ersten Reflexionsbereichs 50 ist das Lichtleitelement
1 auch im Bereich des zweiten Reflexionsbereichs 60 als Freiformfläche bekannter Art
ausgebildet. Grundsätzlich kann das Lichtleitelement 1 sowohl im Bereich des ersten
50 als auch des zweiten Reflexionsbereichs 60 auch anders ausgeführt sein, beispielsweise
als Paraboloidfläche oder anders.
[0028] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der zweite Reflexionsbereich 60 überwiegend
auf einer im montierten Zustand des Lichtleitelements 1 auf der der Laserlichtquelle
3 zugewandten Seite des Lichtleitelements 1 angeordnet. Der zweite Reflexionsbereich
60 reflektiert vom Leuchtelement 4 ausgehendes Licht in Richtung der Lichtaustrittsfläche
6. Damit wird ein möglichst vollständiges Ausnutzen des vom Leuchtelement 4 ausgestrahlten
sichtbaren Lichts ermöglicht - Licht, das beispielsweise vom Leuchtelement 4 in Richtung
der Laserlichtquelle 3 abgestrahlt wird, wäre ansonsten nicht nutzbar.
[0029] Im dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist der zweite Reflexionsbereich
60 als eine auf der Außenseite des Lichtleitelements 1 aufgebrachte Reflexionsschicht
8 ausgebildet. Die Reflexionsschicht 8 wird beispielsweise durch Lackieren oder Bedampfen
generiert. In einer Variante kann sie aber auch als Reflexionselement ausgebildet
sein, das formschlüssig - beispielsweise durch Kleben - auf das Lichtleitelement 1
aufgebracht wird. Die Reflexionsschicht 8 ist auf ihrer Außenseite mit einer Absorptionsschicht
9 bedeckt. Dies hat den Zweck, ein Durchstrahlen der Reflexionsschicht 8 wirksam zu
verhindern - gerade beim Aufbringen mittels Bedampfen kann es teilweise zu Beschichtungsfehlern
kommen, sodass an manchen Stellen die Reflexionsschicht 8 zu dünn oder womöglich gar
nicht vorhanden ist. In solchen Fällen wird durch das Aufbringen der Absorptionsschicht
9 ein Durchstrahlen der Reflexionsschicht 8 und damit eine Störung des Lichtbildes
verhindert.
[0030] In Fig. 1 ist beim zweiten Reflexionsbereich 60 eine derartige Kombination aus Reflexionsschicht
8 und Absorptionsschicht 9 vorgesehen, der erste Reflexionsbereich 50 ist ohne derartige
Schichten aufgebaut (Umlenkung mittels Totalreflexion). Zusammen mit der Ausführung
des Lichtleitelements 1 im Bereich des ersten 50 und zweiten Reflexionsbereichs 60
- im dargestellten Ausführungsbeispiel, wie oben beschrieben, jeweils als Freiformfläche
- ergeben sich die Reflexionseigenschaften.
[0031] Der zweite Reflexionsbereich 60 ist mit zumindest einem Brennpunkt 11 ausgeführt.
Der Brennpunkt 11 befindet sich im Bereich der Lichtaustrittsfläche 6. Dadurch ergibt
sich neben dem Leuchtelement 4 als realer Lichtquelle auch eine virtuelle Lichtquelle
am Ort des besagten Brennpunktes 11. Derart kann der Lichtstrom der Lichtverteilung
erhöht werden.
[0032] In der Variante gemäß Fig. 1 strahlt das Lichtleitelement 1 also sowohl vom Leuchtelement
4 als auch von der virtuellen Lichtquelle im Brennpunkt 11 sichtbares Licht aus.
[0033] Fig. 2 zeigt nun eine zweite Variante des Lichtleitelements 1 des erfindungsgemäßen
Laser-Fahrzeugscheinwerfers. In dieser Variante ist einerseits auch im Bereich des
ersten Reflexionsbereichs 50 auf der Außenseite des Lichtleitelements 1 eine Reflexionsschicht
8' ausgebildet.
[0034] Des Weiteren ist die zweite Seite 20 im Bereich der Aufnahme 7 für das Leuchtelement
4 mit einem lichtundurchlässigen Begrenzungselement 13 versehen. Dabei handelt es
sich um eine von mehreren Ausführungsmöglichkeiten, grundsätzlich ist das Begrenzungselement
13 bereichsweise vorzusehen und kann verschiedene Bereiche der zweiten Seite 20 bedecken.
Das Begrenzungselement 13 dient zur Beeinflussung der abgestrahlten Lichtverteilung
- beispielsweise lassen sich dadurch ein Abblendlicht mit scharfem Hell-Dunkelübergang
oder auch andere Lichtfunktionen erzeugen.
[0035] Neben der beschriebenen Ausführung des Lichtleitelements 1 an den Reflexionsbereichen
50, 60 bzw. der dort gegebenenfalls aufgebrachten Schichten und der Eigenschaften
der Lichteintritts- 5 und Lichtaustrittsfläche 6 kann die Außenseite des Lichtleitelements
1 zumindest bereichsweise, insbesondere aber vollständig mit einer lichtundurchlässigen
und/oder reflektierenden Beschichtung versehen sein. Dadurch wird verhindert, dass
Licht unkontrolliert aus dem Lichtleitelement 1 austreten und damit das Lichtbild
(z.B. eines Fahrzeugscheinwerfers 2, in dem ein derartiges Lichtleitelement 1 zum
Einsatz kommt) stören kann.
[0036] Die Form des Lichtleitelements 1 kann verschieden gewählt werden. Gemäß der Variante
in den Fign.1 und 2 ist der Lichtleitelementkörper im Bereich des ersten Reflexionsbereichs
50 als eine Freiformfläche ähnlich einem Rotationsparabloid ausgeführt, im Bereich
des zweiten Reflexionsbereichs 60 als Freiformfläche ähnlich einer Ellipsoidform.
Auch die Ausführung als Freiformflächen anderer Art ist möglich, so daß damit das
Lichtbild den gesetzlichen Anforderungen oder Homogenitätsanforderungen genügt.
[0037] Fig. 3 zeigt in ausschnittsweiser Querschnittansicht einen Fahrzeugscheinwerfer 2
mit einem oben beschriebenen Lichtleitelement 1. Es sind nur die für das Verständnis
der Erfindung wesentlichen Merkmale dargestellt, da dem Fachmann die übrigen Elemente
eines Fahrzeugscheinwerfers bekannt sind.
[0038] Der Fahrzeugscheinwerfer 2 umfasst eine Laserlichtquelle 3, die beispielsweise in
einem Wellenlängenbereich zwischen 200 nm und 450 nm, also teilweise im nicht-sichtbaren
UV-Bereich, abstrahlt. Die abgestrahlte Leistung der Laserlichtquelle 3 liegt zwischen
0,5 und 2 W, kann aber auch höher sein. Bei der Laserlichtquelle 3 handelt es sich
beispielsweise um einen Halbleiterlaser in Form einer Laserdiode. Es können auch mehrere
Laserlichtquellen 3 vorgesehen sein, beispielsweise in Form von Laserdioden-Arrays.
[0039] Die Laserlichtquelle 3 weist zum Abführen der im Betrieb entstehenden Wärme im dargestellten
Ausführungsbeispiel einen Kühlkörper 15 und eine Lüftungsvorrichtung 16 auf - die
Lüftungsvorrichtung 16 dient hier dazu, dem Kühlkörper 15 kühle Luft zuzuführen bzw.
erwärmte Luft abzuführen. Die Lüftungsvorrichtung 16 kann beispielsweise eine Ventilationsvorrichtung
umfassen. Der Kühlkörper 15 kann aus einem geeigneten Material gefertigt sein und
zusätzlich beispielsweise Kühlrippen o.ä. aufweisen.
[0040] Neben der Laserlichtquelle 3 (in Fig. 3 mit Kühlkörper 15 und Lüfter 16 dargestellt)
ist ein Leuchtelement 4 vorgesehen, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel kugelförmig
ausgebildet ist. Die kugelförmige Ausbildung ist dabei nur eine von mehreren möglichen
Ausbildungen, das Leuchtelement 4 kann auch anders ausgeführt sein. Bei dem Leuchtelement
4 handelt es sich bevorzugt um einen Phosphor-Konverter, der durch das Licht der Laserlichtquelle
3 in bekannter Weise zur Ausstrahlung von sichtbarem Licht angeregt werden kann. Als
Phosphor-Konverter können im Prinzip alle Materialien verwendet werden, die monochromatisches
Laserlicht in Licht anderer Wellenlängen (bevorzugt weißes Licht), umwandeln. Im Prinzip
handelt es sich bei dem Phosphor-Konverter also um einen Lichtwandler - die Elektronen
des Konvertermaterials werden durch das Laserlicht in höhere Energieniveaus angeregt
und emittieren beim Zurückfallen Licht der dem Niveauunterschied entsprechenden Wellenlänge.
[0041] Das Leuchtelement 4 ist in einem Lichtleitelement 1 des erfindungsgemäßen Laser-Fahrzeugscheinwerfers
angeordnet, das in einem Reflektor 17 positioniert ist. Bei dem Lichtleitelement 1
handelt es sich um die Variante gemäß Fig. 1 - es tragen also sowohl das Leuchtelement
4 direkt als auch die vom zweiten Reflexionsbereich 60 reflektierten Strahlen zur
über den Reflektor 17 abgegebenen Lichtverteilung bei. Natürlich kann auch die Variante
gemäß Fig. 2 bzw. andere Ausführungsformen zum Einsatz kommen.
[0042] Der Reflektor 17 lenkt das vom Leuchtelement 4 abgestrahlte Licht in Hauptabstrahlrichtung
100 des Fahrzeugscheinwerfers 2. Die Hauptabstrahlrichtung 100 verläuft im vorliegenden
Beispiel in Fig. 3 von links nach rechts. Der Reflektor 17 kann verschwenkbar und/oder
verstellbar angeordnet sein, was in den Figuren aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht dargestellt ist. Grundsätzlich sind beliebige Ausführungen des Reflektors 17
möglich, es können Freiformvarianten genau so wie Parabeln, Hyperbeln, Ellipsen bzw.
Kombinationen davon als Reflektorfläche zum Einsatz kommen. Der Reflektor 17 ist in
Fig. 3 im Querschnitt dargestellt und kann als Halbschale (nur die obere oder untere
Hälfte ist vorhanden) oder als Vollreflektor ausgeführt sein, wobei dem Fachmann eine
Reihe von Varianten für den Reflektor 17 bekannt ist.
[0043] In der dargestellten Variante der Erfindung ist das Leuchtelement 4 auf der optischen
Achse 200 des Fahrzeugscheinwerfers 2 in einem Brennpunkt des Reflektors 17 angeordnet.
Es sei darauf hingewiesen, dass der Reflektor 17 auch als Freiflächen-Reflektor mit
mehreren, unterschiedlichen Brennpunkten ausgeführt sein kann, wobei gemäß dem dargestellten
Ausführungsbeispiel das Leuchtelement 4 eben in einem dieser Brennpunkte angeordnet
ist. Natürlich ist es nicht zwingend notwendig, dass das Leuchtelement 4 in einem
Brennpunkt angeordnet ist - es muss aber zum Erreichen einer gewünschten Lichtverteilung
ortsfest im Reflektor verbleiben, was auch bei Erschütterungen sichergestellt sein
soll. Der Fahrzeugscheinwerfer 2 ist durch eine Abdeckscheibe 18 verschlossen. Die
Abdeckscheibe 18 kann beliebig ausgeführt sein, ist aber bevorzugt größtenteils transparent.
[0044] Durch das Lichtleitelement 1, das darin angeordnete Leuchtelement 4 und den Reflektor
17 wird das gewünschte Lichtbild des Fahrzeugscheinwerfers 2 erzeugt. Außerdem ermöglicht
das Lichtleitelement 1 des erfindungsgemäßen Laser-Fahrzeugscheinwerfers größere Toleranzen
hinsichtlich der relativen Positionierung zwischen Laserlichtquelle 3 und Leuchtelement
4, beispielsweise wenn die Lichtquelle 3 reparaturbedingt ausgetauscht wird oder wenn
sich die Laserlichtquelle 3 durch Erschütterungen im Betrieb nicht mehr in der Optimalposition
befindet. Gleichzeitig ist auch die Nutzung des vom Lichtleitelement 4 nach vorne,
also in Hauptabstrahlrichtung 100 des Fahrzeugscheinwerfers 2 abgestrahlten Lichts
möglich. Zur Befestigung des Lichtleitelements 1 im Reflektor 17 ist ein Trägerelement
19 vorgesehen - das Trägerelement 19 ist hier mit Kühlrippen 21 versehen, die zum
Ableiten der bei der Lichterzeugung im Leuchtelement 4 und dem Lichtleitelement 1
entstehenden Wärme dienen. Die Kühlrippen 21 sind nur ein Beispiel für Wärmeableitelemente,
die hier verwendet werden können - dem Fachmann ist diesbezüglich eine Reihe von Möglichkeiten
bekannt, daher wird hier nicht näher darauf eingegangen.
[0045] Die Laserlichtquelle 3 und das Leuchtelement 4 sind so angeordnet, dass das Licht
der Laserlichtquelle 3 entgegen der Hauptabstrahlrichtung 100 des Fahrzeugscheinwerfers
2 ausgestrahlt wird. Die Laserlichtquelle 3 ist also in Hauptabstrahlrichtung 100
des Fahrzeugscheinwerfers 2 gesehen vor dem Leuchtelement 4 angeordnet, so dass das
Licht der Laserlichtquelle 3 entgegen der Hauptabstrahlrichtung 100 des Fahrzeugscheinwerfers
2 ausgestrahlt wird. Die Strahlrichtung 300 der Laserlichtquelle 3 verläuft also entgegengesetzt
zur Hauptabstrahlrichtung 100 des Fahrzeugscheinwerfers 2. Dadurch wird verhindert,
dass im Fall einer Beschädigung des Fahrzeugscheinwerfers 2 oder einer Fehlfunktion
das Licht der Laserlichtquelle 3 entweichen und zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer
führen kann.
[0046] Die Strahlrichtung 300 der Laserlichtquelle 3 verläuft bevorzugt in einem spitzen
Winkel zur Hauptabstrahlrichtung 100 des Fahrzeugscheinwerfers 2. Der Winkel kann
also zwischen 0° und 90° liegen. Ein Winkel von 0° bedeutet also, dass die Laserlichtquelle
3 auf der optischen Achse des Fahrzeugscheinwerfers 2 in Hauptstrahlrichtung 100 gesehen
hinter dem Leuchtelement 4 angeordnet ist. Entsprechend bedeutet ein Winkel von 90°,
dass die Strahlrichtung 300 der Laserlichtquelle 3 normal zur optischen Achse des
Fahrzeugscheinwerfers 2 verläuft. Optische Achse und Hauptabstrahlrichtung 100 des
Fahrzeugscheinwerfers 2 verlaufen im Wesentlichen parallel zueinander. Je nach verfügbarem
Bauraum für den Fahrzeugscheinwerfer 2 bzw. gewünschtem Einsatzgebiet können also
Lichtquelle 3 und Lichtleitelement 1 bzw. Leuchtelement 4 zueinander angeordnet werden.
[0047] Zwischen der Laserlichtquelle 3 und dem Lichtleitelement 1 mit dem Leuchtelement
4 kann eine Reihe von Elementen angeordnet sein. Beispielsweise ist im dargestellten
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 unmittelbar nach der Laserlichtquelle 3 ein Optikelement
in Form eines Sammellinsenelements 22 angeordnet. Diese Sammellinse konzentriert das
Licht der Laserlichtquelle 3 in Richtung des Lichtleitelements 1 bzw. des darin angeordneten
Leuchtelements 4. Natürlich können auch beliebige andere Optikelemente zum Einsatz
kommen, beispielsweise Linsen und/ oder Prismen verschiedenster Art.
[0048] Günstigerweise sind rund um derartige Optik- oder Lichtleitelemente 1 absorbierende
Elemente angeordnet, um eventuelle Reflexionen des eintretenden Laserlichts in Hauptabstrahlrichtung
100 des Fahrzeugscheinwerfers 2 und damit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu
verhindern. Als Ausführungsform eines derartigen Elements ist in Fig. 3 ein Blendenelement
14 dargestellt. Es verhindert eine Abstrahlung von Reflexionen aus dem Fahrzeugscheinwerfer
2 heraus. In einer Variante bzw. zusätzlich können die besagten Optik-, Lichtleitelemente
1 und absorbierenden Elemente wie das Blendenelement 14 auch mit entspiegelten Oberflächen
versehen bzw. so ausgeführt sein, dass sie nur Licht im Wellenlängenbereich des Laserlichts
reflektieren bzw. absorbieren, allerdings für sichtbares Licht durchscheinend ausgeführt
sind und damit einen Blick auf die Scheinwerferkomponenten erlauben. Dabei können
auch Unregelmäßigkeiten wie Einschlüsse oder Mikrostrukturen vorgesehen werden, die
das Laserlicht ablenken, von außen sichtbar machen und so als Designelement dienen.
[0049] Beispielhaft ist das Blendenelement 14 in Fig. 3 oberhalb einer durch die optische
Achse 200 des Fahrzeugscheinwerfers 2 verlaufende Horizontalebene zwischen dem Lichtleitelement
1 und der Abdeckscheibe 18 angeordnet. Natürlich sind aber auch andere, dem Fachmann
bekannte Lösungen möglich - die einzige Voraussetzung derartiger Vorrichtungen ist,
dass die Lichtfunktionen des Fahrzeugscheinwerfers 2 nicht nachteilig beeinflusst
werden.
[0050] Das Blendenelement 14 kann auch so ausgeführt sein, dass es den gesamten Freistrahlbereich
des Laserlichts umhüllt, beispielsweise in Form einer Röhre oder einer Röhre mit halbkreisförmigen
Querschnitt ("Halfpipe"). In einer weiteren Variante kann es halbverspiegelt ausgeführt
sein und/oder aus Designgründen mit einer eigenen Lichtquelle (z.B. einer blauen LED)
beleuchtet werden. Derartige Varianten sind in den Figuren nicht dargestellt.
[0051] Die Erfindung gemäß den obigen Ausführungen erlaubt die Realisierung eines Fahrzeugscheinwerfers,
der die gesetzlichen Bestimmungen wie beispielsweise ECE, SAE, CCC, usw. erfüllen
kann.
[0052] Bei dem Fahrzeugscheinwerfer 2 gemäß der Variante in Fig. 3 kann außerdem die beim
Betrieb der Laserlichtquelle 3 entstehende Abwärme genutzt werden. Im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 ist die Laserlichtquelle 3 unterhalb einer im eingebauten Zustand des
Fahrzeugscheinwerfers 2 durch die optische Achse 200 des Fahrzeugscheinwerfers 2 verlaufende
Horizontalebene nahe an der Abdeckscheibe 18 angeordnet. Die Horizontalebene verläuft
in Fig. 3 normal auf die Zeichenebene durch die optische Achse 200 des Fahrzeugscheinwerfers
2.
[0053] Die Laserlichtquelle 3 ist so nahe an der Abdeckscheibe 18 angeordnet, dass die Abdeckscheibe
18 mittels der Abwärme der Laserlichtquelle 3 aufwärmbar ist. Die Abwärme kann zum
Enttauen und Enteisen der Abdeckscheibe 18 verwendet werden. Je nach verwendeter Laserlichtquelle
3 bzw. je nach Material der Abdeckscheibe 18 etc. ist zu entscheiden, wie nahe die
Laserlichtquelle 3 zur Abdeckscheibe 18 positioniert werden muss. Die Lüftungsvorrichtung
16 der Laserlichtquelle 3 kann hier durch Lenkung des Abwärmestroms unterstützend
verwendet werden. Gemäß der Variante in Fig. 3 ist die Laserlichtquelle 3 unter einem
Designblendenelement 23 positioniert ist, das entsprechende Designblendenöffnungen
24 zum Durchtritt der Abwärme aufweist. Diese Designblendenöffnungen 24 können gemäß
einer Variante eine düsenförmige Gestalt haben, sodass der durch die Abwärme der Laserlichtquelle
3 bewirkte Luftstrom 25 gezielt gelenkt werden kann. Unter düsenförmiger Gestalt ist
hier eine Form zu verstehen, die das Lenken des durch die Designblendenöffnungen 24
durchtretenden Luftstroms 25 erlaubt, um die oben genannte Aufgabe zu erfüllen. So
kann das Enttauen und Enteisen, bzw. ganz allgemein das Nutzen der Abwärme der Laserlichtquelle
3 noch effizienter erfolgen.
1. Laser-Fahrzeugscheinwerfer (2) mit zumindest einem Lichtleitelement (1), zumindest
einer Laserlichtquelle (3) und zumindest einem durch die Laserlichtquelle (3) bestrahlbaren
und damit zur Ausstrahlung von sichtbarem Licht anregbaren Leuchtelement (4), dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtleitelement (1) eine erste Seite (10), die zumindest teilweise als Lichteintrittsfläche
(5) ausgebildet ist, und eine der ersten Seite (10) gegenüberliegend angeordnete zweite
Seite (20), die zumindest teilweise als Lichtaustrittsfläche (6) ausgebildet ist und
der zumindest eine Aufnahme (7) für das zumindest eine Leuchtelement (4) zugeordnet
ist, aufweist, wobei der Lichteintrittsfläche (5) zumindest ein in Richtung des Inneren
des Lichtleitelements (1) orientierter, Licht von der Lichteintrittsfläche (5) in
Richtung der Aufnahme (7) für das Leuchtelement (4) reflektierender erster Reflexionsbereich
(50) zugeordnet ist, und wobei der Lichtaustrittsfläche (6) zumindest ein in Richtung
des Inneren des Lichtleitelements (1) orientierter, Licht vom Leuchtelement (4) in
Richtung der Lichtaustrittsfläche (6) reflektierender zweiter Reflexionsbereich (60)
zugeordnet ist.
2. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Reflexionsbereich (60) überwiegend auf der im montierten Zustand des Lichtleitelements
(1) der Laserlichtquelle (3) zugewandten Seite des Lichtleitelements (1) angeordnet
ist.
3. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Reflexionsbereich (60) und/oder der erste Reflexionsbereich (50) als zumindest
eine auf der Außenseite des Lichtleitelements (1) aufgebrachte Reflexionsschicht (8,
8') ausgebildet ist, die bevorzugt mit einer Absorptionsschicht (9, 9') bedeckt ist.
4. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtleitelement (1) im Bereich des ersten (50) und/oder des zweiten Reflexionsbereichs
(60) als Freiformfläche ausgebildet ist.
5. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (50) und/oder der zweite Reflexionsbereich (60) mit zumindest einem Brennpunkt
(11) ausgeführt ist.
6. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Reflexionsbereich (60) zumindest einen Brennpunkt (11) im Bereich der
Lichtaustrittsfläche (6) aufweist.
7. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (7) für das Leuchtelement (4) als Sackloch oder als vollständig von
dem Lichtleitelement (1) umgebene Höhlung ausgeführt ist.
8. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite des Lichtleitelements (1) mit Ausnahme der Lichteintritts- (5), der
Lichtaustrittsfläche (6) und der Reflexionsbereiche (50, 60) zumindest bereichsweise,
insbesondere aber vollständig mit einer lichtundurchlässigen und/ oder reflektierenden
Beschichtung (12) versehen ist.
9. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Seite (20) zumindest bereichsweise von einem lichtundurchlässigen Begrenzungselement
(13) bedeckt ist, das bevorzugt im Bereich der Aufnahme (7) für das zumindest eine
Leuchtelement (4) angeordnet ist.
10. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Laserlichtquelle (3) und dem Leuchtelement (4) zumindest ein Lichtleitelement
(1) angeordnet ist.
11. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach einem vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Laserlichtquelle (3) in Hauptabstrahlrichtung (100) des Fahrzeugscheinwerfers
(2) gesehen vor dem Leuchtelement (4) angeordnet ist, so dass das Licht der Laserlichtquelle
(3) entgegen der Hauptabstrahlrichtung (100) des Fahrzeugscheinwerfers (2) ausgestrahlt
wird.
12. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Blendenelement (14) vorgesehen ist, mit dem von der Lichteintrittsfläche
(5) des Lichtleitelements (1) oder aus dem Inneren des Lichtleitelements (1) in Hauptabstrahlrichtung
(100) des Fahrzeugscheinwerfers (2) reflektiertes Licht abschirmbar ist.
13. Fahrzeugscheinwerfer (2) nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (14) als zwischen der Laserlichtquelle (3) und dem Lichtleitelement
(1) verlaufendes Verbindungsstück ausgeführt ist, das insbesondere röhren- oder halbrohrförmig
ausgeführt ist.
1. Laser vehicle headlight (2) comprising at least one light guiding element (1), at
least one laser light source (3) and at least one luminous element (4) which can be
irradiated by the laser light source (3) and can thus be excited to emit visible light,
characterised in that the light guiding element (1) has a first side (10), which is designed at least partly
as a light entrance surface (5), and a second side (20) arranged opposite the first
side (10), said second side being designed at least partly as a light exit surface
(6) and being assigned at least one receptacle (7) for the at least one luminous element
(4), wherein the light entrance surface (5) is assigned at least one first reflection
region (50) which is oriented in the direction of the interior of the light guiding
element (1) and reflects light from the light entrance surface (5) in the direction
of the receptacle (7) for the luminous element (4), and wherein the light exit surface
(6) is assigned at least one second reflection region (60) which is oriented in the
direction of the interior of the light guiding element (1) and reflects light from
the luminous element (4) in the direction of the light exit surface (6).
2. Vehicle headlight (2) according to Claim 1, characterised in that the second reflection region (60) is arranged predominantly on the side of the light
guiding element (1) facing the laser light source (3) in the mounted state of the
light guiding element (1).
3. Vehicle headlight (2) according to Claim 1 or 2, characterised in that the second reflection region (60) and/or the first reflection region (50) is/are
formed as at least one reflection layer (8, 8') applied to the outer face of the light
guiding element (1) and preferably covered by an absorption layer (9, 9').
4. Vehicle headlight (2) according to one of the preceding claims, characterised in that the light guiding element (1) is formed as a free-form face in the region of the
first (50) and/or the second reflection region (60).
5. Vehicle headlight (2) according to Claim 4, characterised in that the first (50) and/or the second reflection region (60) is/are formed with at least
one focal point (11).
6. Vehicle headlight (2) according to Claim 4 or 5, characterised in that the second reflection region (60) has at least one focal point (11) in the region
of the light exit surface (6).
7. Vehicle headlight (2) according to one of the preceding claims, characterised in that the receptacle (7) for the luminous element (4) is formed as a blind bore or as a
cavity completely surrounded by the light guiding element (1).
8. Vehicle headlight (2) according to one of the preceding claims, characterised in that the outer face of the light guiding element (1), with the exception of the light
entrance surface (5), the light exit surface (6) and the reflection regions (50, 60),
is provided at least in regions, but particularly completely with a light-impermeable
and/or reflective coating (12).
9. Vehicle headlight (2) according to one of the preceding claims, characterised in that the second side (20) is covered at least in regions by a light-impermeable delimitation
element (13), which is preferably arranged in the region of the receptacle (7) for
the at least one luminous element (4).
10. Vehicle headlight (2) according to one of the preceding claims, characterised in that at least one light guiding element (1) according to one of Claims 1 to 9 is arranged
between the laser light source (3) and the luminous element (4).
11. Vehicle headlight (2) according to Claim 10, characterised in that the laser light source (3) is arranged in front of the luminous element (4) as viewed
in the main radiation direction (100) of the vehicle headlight (2), such that the
light of the laser light source (3) is emitted against the main radiation direction
(100) of the vehicle headlight (2).
12. Vehicle headlight (2) according to Claim 10 or 11, characterised in that at least one screen element (14) is provided, by means of which light reflected by
the light entrance surface (5) of the light guiding element (1) or from the interior
of the light guiding element (1) in the main radiation direction (100) of the vehicle
headlight (2) can be shielded.
13. Vehicle headlight (2) according to Claim 12, characterised in that the screen element (14) is formed as a connection piece running between the laser
light source (3) and the light guiding element (1) and is formed in particular in
a tubular or semi-tubular manner.
1. Phare laser de véhicule (2) comportant au moins un élément guide de lumière (1), au
moins une source de lumière laser (3) et au moins un élément lumineux (4) pouvant
être irradié par la source de lumière laser (3) et pouvant ainsi être excité pour
émettre de la lumière visible, caractérisé par le fait que l'élément guide de lumière (1) présente un premier côté (10), qui est conçu au moins
partiellement en tant que surface d'entrée de lumière (5), et un second côté (20)
disposé à l'opposé du premier côté (10), qui est conçu au moins partiellement en tant
que surface de sortie de lumière (6) et auquel est associé au moins une cavité (7)
pour le au moins un élément lumineux (4), au moins une première zone de réflexion
(50) orientée en direction de l'intérieur de l'élément guide de lumière (1), réfléchissant
de la lumière provenant de la surface d'entrée de lumière (5) en direction de la cavité
(7) pour l'élément lumineux (4) étant associée à la surface d'entrée de lumière (5),
et au moins une seconde zone de réflexion (60) orientée en direction de l'intérieur
de l'élément guide de lumière (1), réfléchissant de la lumière provenant de l'élément
lumineux (4) en direction de la surface de sortie de lumière (6) étant associée à
la surface de sortie de lumière (6).
2. Phare laser de véhicule (2) selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la seconde zone de réflexion (60) est disposée principalement sur le côté de l'élément
guide de lumière (1) tourné vers la source de lumière laser (3) à l'état monté de
l'élément guide de lumière (1).
3. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que la seconde zone de réflexion (60) et/ou la première zone de réflexion (50) sont conçues
en tant qu'au moins une couche de réflexion (8, 8') appliquée sur le côté externe
de l'élément guide de lumière (1), qui de préférence est recouverte par une couche
d'absorption (9, 9').
4. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'élément guide de lumière (1) est conçu en tant que surface de forme libre dans
la zone de la première (50) et/ou de la seconde zone de réflexion (60).
5. Phare laser de véhicule (2) selon la revendication 4, caractérisé par le fait que la première (50) et/ou la seconde zone de réflexion (60) sont réalisées avec au moins
un point focal (11).
6. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé par le fait que la seconde zone de réflexion (60) présente au moins un point focal (11) dans la zone
de la surface de sortie de lumière (6).
7. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la cavité (7) pour l'élément lumineux (4) est réalisé en tant que trou borgne ou
en tant que cavité entourée entièrement par l'élément guide de lumière (1).
8. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le côté externe de l'élément guide de lumière (1) à l'exception de la surface d'entrée
de lumière (5), de la surface de sortie de lumière (6) et des zones de réflexion (50,
60), est doté au moins par endroits, mais en particulier entièrement, d'un revêtement
(12) opaque et/ou réfléchissant.
9. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le second côté (20) est recouvert au moins par endroits d'un élément de délimitation
(13) opaque, qui est disposé de préférence dans la zone de la cavité (7) pour le au
moins un élément lumineux (4).
10. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'au moins un élément guide de lumière (1) est disposé entre la source de lumière laser
(3) et l'élément lumineux (4).
11. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la source de lumière laser (3) est disposée devant l'élément lumineux (4) tel que
vu dans la direction de rayonnement principale (100) du phare de véhicule (2), de
telle sorte que la lumière de la source de lumière laser (3) est émise contre la direction
de rayonnement principale (100) du phare de véhicule (2).
12. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'au moins un élément écran (14) est prévu, avec lequel de la lumière réfléchie par
la surface d'entrée de lumière (5) de l'élément guide de lumière (1) ou depuis l'intérieur
de l'élément guide de lumière (1) dans la direction de rayonnement principale (100)
du phare de véhicule (2) peut être arrêtée.
13. Phare laser de véhicule (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'élément écran (14) est réalisé en tant que pièce de liaison s'étendant entre la
source de lumière laser (3) et l'élément guide de lumière (1), qui est réalisée en
particulier de forme tubulaire ou de forme semi-tubulaire.