[0001] Die Erfindung betrifft einen Dampfgarbackofen mit einem Garraum und einer hinter
einer Prallwand angeordneten Umluftheizung sowie mit einer in dem Garraum befindlichen
beheizbaren Wasserschale.
[0002] Es sind Dampfgarbacköfen bekannt, bei denen ein Dampferzeuger außerhalb des Garraums
bzw. dessen Muffel angeordnet ist.
DE 10 2008 051 829 A1 offenbart einen derartigen Dampfgarbackofen. Nachteiligerweise muss dafür entsprechender
Bauraum außerhalb des Garraums verfügbar sein, was eine gedrängte Bauweise und/oder
eine verkleinerte Ofenmuffel und damit Garraum bedingt. Auch ist so meist nur eine
schlechte Dampfverteilung im Garraum erzielbar. Es sind ferner Dampfgarbacköfen der
betreffenden Art bekannt, die eine beheizbare Wasserschale im Boden der den Garraum
begrenzenden Ofenmuffel aufweisen. Dabei ist nachteilig, dass vom Gargut Partikel
oder Fett in die Wasserschale tropfen können. Zudem kann die Schale im laufenden Betrieb
nur schwer oder nicht nachgefüllt werden. Darüber hinaus kann eine Dampfverteilung
in einem oberen Bereich des Garraums ungleichmäßig sein, insbesondere falls ein geschlossener
Garraumeinschub (z.B. ein Backblech) in den Garraum eingesetzt ist.
[0003] DE 10 2005 059 505 A1 offenbart einen Dampfgarer mit einem Wasserbehälter, in dem ein Piezo-Zerstäuber
angeordnet ist. Dieser zerstäubt Wasser in kleine Wasserteilchen in einem Ansaugkanal.
Von dort reißt ein Lüfter angesaugte Luft samt den Wasserteilchen an einer Lüfterheizung
vorbei und bläst den erhitzten Wasserdampf in den Garraum. Der Piezo-Zerstäuber kann
im Ultraschall-Bereich arbeiten.
[0004] Es ist die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise
zu überwinden und insbesondere einen Dampfgarbackofen mit einer verbesserten Dampferzeugung
bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen sind insbesondere den abhängigen Ansprüchen entnehmbar.
[0006] Die Aufgabe wird durch einen Dampfgarbackofen gelöst, aufweisend eine Muffel, eine
in der Muffel rückwärtige angeordnete Prallwand, einen vorderseitig zu der Prallwand
in der Muffel vorliegenden Garraum, eine hinter der Prallwand angeordnete Umluftheizung,
eine sich hinter der Prallwand in der Muffel befindliche beheizbare Wasserschale sowie
einen oberhalb der Wasserschale angeordneten Wasserzulaufkanal zur Befüllung der Wasserschale
mit einem Zulauf-Absperrventil, wobei der Wasserzulaufkanal außerhalb der Muffel angeordnet
ist und direkt oder über einen weiteren Kanal durch eine Öffnung in einer Wand der
Muffel in die Wasserschale führt.
[0007] Es wird somit ein Dampfgarbackofen als ein Kombinationsgerät bereitgestellt, bei
dem sowohl eine für Backöfen typische Umluftheizung mit dafür erforderlichen Komponenten
wie einem Gebläse und Heizkörpern als auch ein für Dampfgargeräte typischer Dampfgenerator
in Form der Wasserschale innerhalb der Muffel und hinter der Prallwand angeordnet
sind. Dadurch, dass sich die Wasserschale hinter der Prallwand befindet, können keine
Gargutpartikel direkt in sie hineinfallen. Durch eine Anordnung der Wasserschale hinter
der Prallwand steigt zudem Wasserdampf aus der Wasserschale direkt in die bei Betrieb
des Gebläses hinter der Prallwand vorhandenen starken Luftströmungen auf, wird von
der Luft mitgerissen und gleichmäßig im Garraum verteilt. Dabei wird auch eine schnelle
und effektive Mischung von Dampf und ggf. ungesättigter Luft erreicht. Zudem ist die
Wasserschale durch die Prallwand vor Blicken verdeckt, was eine höherwertige Anmutung
erzeugt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine solche Positionierung der Wasserschale
eine Feuchteregulierung über ein so genanntes psychrometrisches Prinzip ermöglicht.
[0008] Dass der Dampfgarbackofen einen Wasserzulaufkanal mit einem zugehörigen Absperrhahn,
insbesondere Ventil ("Zulauf-Absperrventil") aufweist, wobei der Wasserzulaufkanal
oberhalb der Wasserschale angeordnet ist, ermöglicht eine Befüllung der Wasserschale
auf einfache Art und Weise, insbesondere ohne eine Messung eines Wasserniveaus (sondern
z.B. durch eine vorbestimmte Öffnungsdauer des Absperrhahns). Es ist jedoch eine alternative
Weiterbildung, dass die Wasserschale einen Wasserstandssensor aufweist. Die Befüllung
ist zudem druckunabhängig. Eine Befüllung der Wasserschale mit kühlem Wasser erzeugt
zudem eine effiziente Kondensierung, was eine aktive Feuchteregulierung mittels des
psychrometrischen Prinzips ermöglicht.
[0009] Dass der Wasserzulaufkanal außerhalb des Garraums angeordnet ist und direkt oder
über einen weiteren Kanal durch eine Öffnung in einer Wand des Garraums bzw. der Muffel
in die Wasserschale führt, ermöglicht eine einfache Befüllung der Wasserschale von
oben her und entkoppelt den Wasserzulaufkanal hydraulisch von der Wasserschale.
[0010] Es ist eine weitere Ausgestaltung, dass die Wasserschale über einen mittels eines
Ablauf-Absperrventils verschließbaren Ablauf mit einem Wassertank verbunden ist. Insbesondere
schließt ein solcher Ablauf im Bereich eines Bodens der Wasserschale an. Für praktische
Zwecke ist der Wassertank zumindest teilweise unterhalb der Wasserschale angeordnet,
so dass insbesondere das gesamte sich in der Wasserschale befindliche Wasser vollständig
in den Wassertank abgelassen werden kann. Dies unterstützt auch einen hygienischen
Betrieb. Insbesondere ermöglicht ein solches kontrolliertes vollständiges Abfließen
aus der Wasserschale eine von Anfang an dampflose Betriebsart (also eine reine Backofenbetriebsart),
bei welcher sich kein Wasser in der Wasserschale befindet.
[0011] Es ist noch eine Ausgestaltung, dass der Wassertank über einen Siphon mit dem Garraum,
insbesondere mit einem Garraumboden verbunden ist. Der Siphon bildet vorteilhafterweise
einen Ablauf für den Fall aus, dass zu viel Wasser in die Wasserschale eingefüllt
ist und in den Garraum überläuft. Auch kann so anderweitiges Wasser aus dem Garraum
(z.B. Kondenswasser) in den Siphon fließen und sich dort sammeln. Der Siphon verhindert
in seinem typischerweise zumindest teilgefüllten Zustand eine direkte Verbindung von
dem Garraum zu dem Wassertank.
[0012] Eine Weiterbildung davon ist, dass der Siphon in den Garraumboden neben der Wasserschale
mündet, insbesondere ebenfalls hinter der Prallwand.
[0013] Es ist noch eine weitere Ausgestaltung, dass der Wassertank entlüftbar ist, z.B.
mittels eines Entlüftungsrohrs oder einer Entlüftungsöffnung. Dies ermöglicht ein
ungestörtes, druckunabhängiges Einfließen von Wasser aus der Wasserschale oder Wasser
aus dem Garraum über den Siphon in den Wassertank, da einfließendes Wasser nicht gegen
einen zunehmenden Druck im Wassertank anströmen muss.
[0014] Es ist ferner eine Ausgestaltung, dass der Dampfgarbackofen einen Notüberlauf aufweist,
welcher von einer Position oberhalb der Wasserschale und in den Wassertank führt.
Durch die Position oberhalb der Wasserschale dient der Notüberlauf insbesondere dann
zum Wegleiten von Wasser, wenn sich im Garraum ein höherer Wasserstand befindet, als
ein Rand der Wasserschale hoch ist. Dies könnte beispielsweise für den Fall eintreten,
dass sowohl der Ablauf zwischen der Wasserschale und dem Wassertank als auch der Siphon
verstopft sind.
[0015] Der Notüberlauf kann insbesondere zusätzlich zu einem Ablauf im Garraumboden ausgestaltet
sein, welcher über den zwischengeschalteten Siphon ebenfalls zum Wassertank führt.
[0016] Es ist eine Weiterbildung, dass die Einlassöffnung des Notüberlaufs mindestens 20
Millimeter tiefer liegt als das Zulauf-Absperrventil, eine freie Fallhöhe des durch
den Wasserzulaufkanal fallenden Wassers also mindestens 20 Millimeter beträgt. Eine
solche Anordnung ermöglicht einen besonders sicheren Betrieb und schützt eine Frischwasserversorgung
vor Kontamination.
[0017] Es ist auch eine Ausgestaltung, dass eine Auslassöffnung des Wasserzulaufkanals tiefer
liegt und dann vorteilhafterweise dazu dient, Wasser abzuführen, falls die Öffnung
in der Wand des Garraums zum Einfüllen von Wasser verstopft ist. Also kann eine Auslassöffnung
des Wasserzulaufkanals einerseits direkt oder über einen gemeinsamen Kanal mit einem
Einlauf(kanal) in die Wasserschale verbunden sein und andererseits mit der Einlassöffnung
des Notüberlaufs verbunden sein. Funktional gleichwertig dazu ist eine Weiterbildung,
bei der der Notüberlaufkanal ausgehend von einer fluidisch offenen Verbindung zum
Wasserzulaufkanal erst einen ansteigenden Verlauf aufweist und danach zum Wassertank
hinab führt. Dies verhindert auf einfache Weise, dass über den Wasserzulaufkanal zugeführtes
Wasser direkt über die Auslassöffnung in den Wassertank strömen kann.
[0018] Es ist darüber hinaus eine Ausgestaltung, dass ein gemeinsamer Kanal von dem Wasserzulaufkanal
und dem Notüberlauf in die Wasserschale führt bzw. mündet. So lässt sich ein einfacher
Aufbau dieser Komponenten realisieren. Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass
der gemeinsame Kanal schräg nach unten in Richtung der Wasserschale verläuft. Insbesondere
sind an einem solchen gemeinsamen Kanal an einem höchsten Punkt der Notüberlauf und
ein einem etwas tiefer gelegenen Punkt der Wasserzulaufkanal angeschlossen, so dass
Wasser aus dem Wasserzulaufkanal in die Wasserschale läuft, solange kein Rückstau
in dem gemeinsamen Kanal entsteht.
[0019] Es ist noch eine Ausgestaltung, dass die Einlassöffnung des Notüberlaufs mindestens
20 Millimeter tiefer liegt als das Zulauf-Absperrventil. Eine solche Anordnung ermöglicht
einen besonders sicheren Betrieb.
[0020] Auch ist es eine Ausgestaltung, dass der Garraum an einen Abzugskanal angeschlossen
ist und der Abzugskanal durch in der Wasserschale befindliches Wasser verschließbar
ist.
[0021] Dadurch kann auf ein dediziertes Verschlusselement zum Verschließen des Garraums
während eines Dampfgarbetriebs und Öffnen des Garraums während eines reinen Backofenbetriebs
(z.B. für einen Wrasenabzug) verzichtet werden. Dies wird insbesondere dadurch erreicht,
dass während eines Dampfgarbetriebs ein Wasserstand in der Wasserschale so hoch ist,
dass das Wasser den Abzugskanal verschließt. Hingegen kann bei dem reinen Backofenbetrieb,
bei welchem kein Wasser gezielt verdampft wird, das Wasser insbesondere vollständig
aus der Wasserschale abgelassen werden und dadurch der Abzugskanal freigegeben werden.
[0022] Der Abzugskanal kann insbesondere einen Teil eines Wrasenabzugs ausbilden und dazu
beispielsweise mit einem Wrasenabzugsgebläse versehen sein.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann ein solcher Abzugskanal auch in einen gemeinsamen
Kanal münden, welcher einerseits in der Wasserschale bzw. unterhalb eines maximalen
oder nominalen Füllstands der Wasserschale mündet und andererseits an den Abzugskanal,
an den Wasserzulaufkanal und an den Notüberlauf angeschlossen ist.
[0024] Es ist noch eine Weiterbildung, dass der Dampfgarbackofen ein Haushalts- Dampfgarbackofen
ist.
[0025] In der folgenden Figur wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels schematisch
genauer beschrieben.
[0026] Die Fig. zeigt schematisch und in Teilschnittansicht von der Seite her einen Dampfgarbackofen
11. Der Dampfgarbackofen 11 weist vorderseitig einen Garraum 12 auf, innerhalb dessen
Muffel 12a rückseitig eine Prallwand 13 angeordnet ist. Die Prallwand 13 weist frontseitige
und seitliche Öffnungen 13a auf, durch welche Luft L strömen kann.
[0027] Rückseitig der Prallwand 13, das heißt zwischen der Prallwand 13 und einer Rückwand
12b der Muffel 12a, sind Komponenten einer Umluftheizung 14a, 14b angeordnet. Diese
Komponenten 14a, 14b bestehen insbesondere aus einem Ventilator oder Gebläse 14a und
einem das Gebläse 14a umgebenden Ringheizkörper 14b zum Erhitzen von durch das Gebläse
14a in den Garraum 12 geblasener Luft L.
[0028] Außerdem befindet sich rückseitig der Prallwand 13 eine beheizbare Wasserschale 15.
Die Wasserschale 15 dient als ein Dampfgenerator und weist in der Wasserschale 15
integrierte oder darunter angeordnete Heizkörper 16 zum Erhitzen von Wasser auf, welches
sich in der Wasserschale 15 befindet.
[0029] Die Wasserschale 15 ist insbesondere in einem unterseitigen Bereich unterhalb der
Umluftheizung 14a, 14b angeordnet. Bevorzugt ist die Wasserschale 15 als eine flache
längliche Schale hinter der Prallwand 13 ausgebildet. Ein Höhenverhältnis einer der
Rückwand 12b der Muffel 12b gegenüberliegenden vorderseitigen Wasserschalenwand 17
kann im Verhältnis zur Höhe des Garraums 12 höher oder niedriger als in der Figur
dargestellt ausfallen. Ein maximaler Wasserspiegel in der Wasserschale 15 wird durch
die Höhe der vorderseitigen Wasserschalenwand 17 bestimmt.
[0030] Zum Zuführen von Wasser in die Wasserschale 15 dient ein Wasserzulaufkanal 19. Der
Wasserzulaufkanal 19 führt außerhalb des Garraums 12 in oberseitiger Richtung zu einem
Zulauf-Absperrventil 20. Durch Öffnen des Zulauf-Absperrventils 20, welches insbesondere
durch eine Steuereinheit des Dampfgarbackofens 11 verstellbar ist, wird Wasser, insbesondere
Frischwasser, durch den Wasserzulaufkanal 19 in Richtung der beheizbaren Wasserschale
15 abgelassen.
[0031] Ein Ablauf 21 der Wasserschale 15 ist im Boden der Wasserschale 15 oder im Boden
der Wasserschale 15 benachbart angeordnet und führt durch die Muffel 12a aus dem Garraum
12 heraus zu einem Absperrventil 22. Der Ablauf 21 führt hinter dem Absperrventil
22 weiter in einen (Ab-)Wassertank 23. Insbesondere führt der Ablauf 21 von oben her
in den Wassertank 23. Das Absperrventil 22 ist insbesondere durch die Steuereinheit
des Dampfgarbackofens 11 verstellbar, so dass durch Öffnen des Absperrventils 22 das
in der Wasserschale 15 befindliche Wasser teilweise oder vollständig in den Wassertank
23 ausgelassen werden kann.
[0032] Ein Siphon 24 ist mit seinem einen Endabschnitt an einer Öffnung im Garraumboden
25 angeordnet. Im Garraum 12 befindliches Wasser (z.B. Kondenswasser) kann dadurch
in den Siphon 24 fließen. Insbesondere ist die Öffnung im Garraumboden 25 der Wasserschale
15, insbesondere der Wasserschalenwand 17 benachbart angeordnet, so dass der Siphon
24 auch über die Wasserschale 15 übertretendes Wasser aufnimmt. Der Siphon 24 führt
von oben kommend durch einen im Wesentlichen U-förmigen Rohr- oder Kanalabschnitt
und mit seinem gegenüberliegenden Endabschnitt seitlich weiter in den Wassertank 23.
[0033] Der Wassertank 23 weist ferner eine vertikale Wassertanktrennwand 26 auf. Dadurch
wird ein Raum im Wassertank 23 gebildet, in welchem Wasser bis zu einem maximalen
Wasserspiegel 27 entsprechend der Höhe der Wassertanktrennwand 26 im Wassertank 23
gehalten wird. Insbesondere münden der Ablauf 21 aus der Wasserschale 15 und der Endabschnitt
des Siphons 24 in einem oberseitigen Raum des Wassertanks 23 oberhalb des maximalen
Wasserspiegels 27.
[0034] Der Wassertank 23 weist zudem einen Entlüftungskanal 29 auf. Der Entlüftungskanal
29 führt von oberhalb des Wassertanks 23 in diesen hinein und mündet in dem Raum,
in welchem Wasser gehalten wird, unterhalb einer Höhe der Wassertanktrennwand 26.
Sinkt der Wasserspiegel 27 bis unterhalb der Mündung des Entlüftungskanals 29, so
wird der Wassertank 23 entlüftet.
[0035] Steigt der Wasserspiegel 27 in dem Wassertank 23 über die Höhe der Wassertanktrennwand
26, so fließt Wasser über die Wassertanktrennwand 26 in einen dahinter gelegenen Raum
des Wassertanks 23. Dieser Raum weist einen Wassertankablauf 30 auf. Um den Wassertank
23 leeren zu können, ist im Übergang zum Wassertankablauf 30 eine Wassertank-Ablaufpumpe
31 angeordnet, welche insbesondere durch die Steuereinheit des Dampfgarbackofen 11
steuerbar ist.
[0036] In der rückseitigen Wand 12b der Muffel 12a befindet sich eine Wasserschalen-Einlassöffnung
32, welche in die Wasserschale 15 mündet. Eine solche Wasserschalen-Einlassöffnung
32 kann auch als Endabschnitt eines durch die Muffelwand führenden Rohrs oder Kanals
ausgebildet sein. Eine Oberkante der Wasserschalen-Einlassöffnung 32 befindet sich
unterhalb einer oberen Kante der Wasserschalenwand 17, so dass die Wasserschalen-Einlassöffnung
32 bei normal gefüllter Wasserschale 15 vollständig un-terhalb eines maximalen Wasserspiegels
38 der Wasserschale 15 liegt.
[0037] Ausgehend von der Wasserschalen-Einlassöffnung 32 führt ein gemeinsamer Kanal 33
in rückseitiger Richtung nach schräg oben. An einem Punkt oberhalb des Wasserspiegels
38 der Wasserschale 15 ist in dem gemeinsamen Kanal 33 eine Auslassöffnung 36 des
Wasserzulaufkanals 19 ausgebildet. An die Auslassöffnung 36 ist nach oben hinführend
der Wasserzulaufkanal 19 angeschlossen.
[0038] Rückseitig der Auslassöffnung 36 des Wasserzulaufkanals 19 geht der gemeinsame Kanal
33 in einen Notüberlauf 34 über. Eine Einlassöffnung 35 des Notüberlaufs 34 im gemeinsamen
Kanal 33 ist dabei so hoch angeordnet, dass Wasser aus dem Wasserzulaufkanal 19 über
die Auslassöffnung 36 in den gemeinsamen Kanal 33 und direkt weiter in Richtung der
Wasserschale 15 fließt. Sollte beispielsweise die Wasserschalen-Einlassöffnung 32
verstopft sein, kann über den Notüberlauf 34 aus dem Wasserzulaufkanal 19 strömendes
Wasser in den Wassertank 23 geleitet werden.
[0039] Insbesondere rückseitig der Auslassöffnung 36 und oberseitig des Kanals zum Notüberlauf
34 oder des den Notüberlauf 34 ausbildenden Kanals ist eine weitere Öffnung am gemeinsamen
Kanal 33 ausgebildet, an welcher ein Abzugskanal 37 des Garraums 12 anschließt. Der
Abzugskanal 37 führt von der Öffnung nach oben hin und bildet einen Teil eines Wrasenkanals
aus. Bei einem normalen oder nominalen Wasserspiegel 38 in der Wasserschale 15 niedriger
als einer Oberkante der Wasserschalen-Einlassöffnung 32 kann Luft aus dem Garraum
12 durch die Wasserschalen-Einlassöffnung 32 und den gemeinsamen Kanal 33 in den Abzugskanal
37 und durch diesen in einen Bereich oberhalb des Garraums 12 strömen.
[0040] Eine Fallhöhe 39 des Wasserzulaufkanals bzw. des diesen abregelnden Zulauf-Absperrventils
20 liegt hier mindestens 20 mm höher als die Auslassöffnung 36 des Wasserzulaufkanals
19.
[0041] Bei einem Backofenbetrieb des Dampfgarbackofens 11 ist die Wasserschale 15 also geleert,
und die Wasserschalen-Einlassöffnung 32 offen. Folglich kann von einem im Backofenbetrieb
behandelten Gargut abgegebener Wrasen durch die Wasserschalen-Einlassöffnung 32, den
gemeinsamen Kanal 33 und den Abzugskanal 37 abgezogen werden.
[0042] Bei einem Dampfgarbetrieb und/oder kombinierten Dampfgar/Backofen-Betrieb ist die
Wasserschale 15 mit Wasser so weit gefüllt, dass die Wasserschalen-Einlassöffnung
32 dauernd unterhalb des Wasserspiegels 18 liegt und folglich dauernd geschlossen
ist. Durch den Heizkörper 16 wird das in der Wasserschale 15 befindliche Wasser verdampft,
wobei der erzeugte Wasserdampf durch die mittels des Gebläses 14a erzeugten Luftströmungen,
die insbesondere hinter der Prallwand 13 stark sind, gleichmäßig und schnell in dem
Garraum 12 verteilt wird. Ein sinkender Wasserspiegel 18 kann durch gezieltes Öffnen
des Zulauf-Absperrventils 20 ausgeglichen werden. Das Öffnen kann über eine Abfühlung
der Höhe des Wasserspiegels 18 (z.B. über einen Füllstandssensor) geschehen oder,
bevorzugt, durch vorbestimmte Öffnungsintervalle. Die Öffnungsintervalle können beispielsweise
von der Steuereinheit verwendet werden und mögen z.B. empirisch vorbestimmt sein,
z.B. in Abhängigkeit von der Heizleitung des Heizkörpers 16, eine Temperatur in dem
Garraum, einen Betriebsart usw. Auch ist eine Feuchteregulierung über das psychrometrische
Prinzip möglich, wozu der Dampfgarbackofen 11 dann insbesondere dazu eingerichtet
sein kann, durch geeignete Betätigung des Zulauf-Absperrventils 20 und des Absperrventils
22 im Ablauf 21 eine Temperatur des Wassers in der Wasserschale 15 zumindest grob
einzustellen.
[0043] So führt der Garraumboden 25 von einer Vorderseite des Garraums 12 in rückseitiger
Richtung abwärts zu dem Ablauf, welcher in den Siphon 24 führt. Jedoch kann der Ablauf
auch an einer anderen Stelle im Bereich des Garraumbodens 25 ausgebildet sein, wobei
dann der Garraumboden 25 von insbesondere allen Seiten her zum Ablauf geneigt hin
verläuft.
[0044] Insbesondere kann gemäß einer weiteren Variante der gemeinsame Kanal 33 nur zu einem
oder zwei der daran angeschlossenen Kanäle führen, wobei dann die verbleibenden der
Kanäle vorzugsweise durch eigene weiterführende Kanalabschnitte und Öffnungen durch
die Muffel in den Bereich der Wasserschale 15 führen.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 11
- Dampfgarbackofen
- 12
- Garraum
- 12a
- Muffel
- 12b
- Rückwand
- 13
- Prallwand
- 13a
- Öffnung
- 14a
- Gebläse
- 14b
- Ringheizkörper
- 15
- Beheizbare Wasserschale
- 16
- Heizkörper für Wasserschale
- 17
- Wasserschalenwand
- 18
- Wasserspiegel in Wasserschale
- 19
- Wasserzulaufkanal
- 20
- Zulauf-Absperrventil im Wasserzulaufkanal
- 21
- Ablauf der Wasserschale
- 22
- Absperrventil im Ablauf
- 23
- Wassertank
- 24
- Siphon
- 25
- Garraumboden
- 26
- Wassertanktrennwand
- 27
- Wasserspiegel im Wassertank
- 29
- Entlüftungskanal
- 30
- Wassertankablauf
- 31
- Wassertank-Ablaufpumpe
- 32
- Wasserschalen-Einlassöffnung
- 33
- gemeinsamer Kanal, in die Wasserschale führend
- 34
- Notüberlauf
- 35
- Einlassöffnung des Notüberlaufs
- 36
- Auslassöffnung des Wasserzulaufkanals
- 37
- Abzugskanal des Garraums
- 38
- Wasserspiegel in Wasserschale
- 39
- Fallhöhe des Wasserzulaufkanals
- L
- Luft
1. Dampfgarbackofen (11), aufweisend
- eine Muffel (12a),
- eine in der Muffel (12a) rückwärtige angeordnete Prallwand (13),
- einen vorderseitig zu der Prallwand (13) in der Muffel (12a) vorliegenden Garraum
(12),
- eine hinter der Prallwand (13) angeordnete Umluftheizung (14a, 14b),
gekennzeichnet durch
- eine sich hinter der Prallwand (13) in der Muffel (12a) befindliche beheizbare Wasserschale
(15),
- einen oberhalb der Wasserschale (15) angeordneten Wasserzulaufkanal (19) zur Befüllung
der Wasserschale (15) mit einem Zulauf-Absperrventil (20), wobei der Wasserzulaufkanal
(19) außerhalb der Muffel (12a) angeordnet ist und direkt oder über einen weiteren
Kanal (33) durch eine Öffnung in einer Wand (12b) der Muffel (12a) in die Wasserschale
(15) führt.
2. Dampfgarbackofen (11) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Wasserzulaufkanal (19) über den weiteren Kanal (33) durch die Offnung (32) in
der Wand (12b) der Muffel (12a) in die Wasserschale (15) führt und
- der Dampfgarbackofen (11) einen Notüberlauf (34) aufweist, welcher an einer Position
oberhalb der Wasserschale (15) in den weiteren Kanal (33) mündet.
3. Dampfgarbackofen (11) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auslassöffnung (36) des Wasserzulaufkanals (19) in den weiteren Kanal (33) tiefer
liegt und fluidisch offen ist zu einer Einlassöffnung (35) des Notüberlaufs (34) mit
dem weiteren Kanal (33).
4. Dampfgarbackofen (11) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe (40) der Einlassöffnung (35) des Notüberlaufs (34) mindestens 20 mm tiefer
liegt als das Zulauf-Absperrventil (20).
5. Dampfgarbackofen (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Wasserschale (15) über einen mittels eines Ablauf-Absperrventils (22) verschließbaren
Ablauf (21) mit einem Wassertank (23) verbunden ist und
- der Wassertank (23) über einen Siphon (24) mit einem Garraumboden (25) verbunden
ist,
- welcher Siphon (24) in dem Garraumboden (25) hinter der Prallwand (13) angeordnet
ist.
6. Dampfgarbackofen (11) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Wassertank (23) eine vertikale Wassertanktrennwand (26) aufweist,
- der Ablauf (21) aus der Wasserschale (15) und ein Endabschnitt des Siphons (24)
in einem oberseitigen Raum des Wassertanks (23) oberhalb eines maximalen Wasserspiegels
(27) des Wassertank (23) münden und
- ein Raum des Wassertanks (23) einen Wassertankablauf (30) aufweist, der sich hinter
dem Raum des Wassertanks (23), in welchem mittels der vertikalen Wassertanktrennwand
(26) Wasser gehalten wird, befindet.
7. Dampfgarbackofen (11) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Wassertank (23) über einen von oberhalb des Wassertanks (23) in diesen hineinführenden
Entlüftungskanal (29) entlüftbar ist und in den Raum des Wassertanks (23), in welchem
mittels der vertikalen Wassertanktrennwand (26) Wasser gehalten wird, unterhalb einer
Höhe der Wassertanktrennwand (26) mündet.
8. Dampfgarbackofen (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Garraum (12) an einen Abzugskanal (37) angeschlossen ist und der Abzugskanal
(37) durch in der Wasserschale (15) befindliches Wasser verschließbar ist.
9. Dampfgarbackofen (11) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugskanal (37) in den weiteren Kanal (33) mündet.
1. Steam oven (11) having
- a muffle (12a),
- a baffle wall (13) arranged at the rear in the muffle (12a);
- a cooking compartment arranged forward of the baffle wall (13) in the muffle (12a);
- a recirculating air heating element (14a, 14b) arranged behind the baffle wall (13),
characterised by
- a heatable water tray (15) located behind the baffle wall (13) in the muffle (12a),
- a water feed channel (19) arranged above the water tray (15) for filling the water
tray (15) using a feed/shut-off valve (20), wherein the water feed channel (19) is
arranged outside the muffle (12a) and leads into the water tray (15) directly or via
a further channel (33) through an opening in a wall (12b) of the muffle (12a).
2. Steam oven (11) according to claim 1,
characterised in that
- the water feed channel (19) leads into the water tray (15) via the further channel
(33) through the opening (32) in the wall (12b) of the muffle (12a)
and
- the steam oven (11) has an emergency overflow (34) which discharges into the further
channel (33) at a position above the water tray (15).
3. Steam oven (11) according to claim 2, characterised in that an outlet opening (36) of the water feed channel (19) into the further channel (33)
lies deeper, and is fluidically open to an inlet opening (35) of the emergency overflow
(34) with the further channel (33).
4. Steam oven (11) according to claim 3, characterised in that a height (40) of the inlet opening (35) of the emergency overflow (34) lies at least
20 mm deeper than the feed/shut-off valve (20).
5. Steam oven (11) according to one of the preceding claims,
characterised in that
- the water tray (15) is connected to a water tank (23) via a drain (21) that is closable
by means of a drain shut-off valve (22)
- the water tank (23) is connected to a cooking compartment base (25) via a siphon
(24),
- said siphon (24) being arranged in the cooking compartment base (25) behind the
baffle wall (13).
6. Steam oven (11) according to claim 5,
characterised in that
- the water tank (23) has a vertical water tank separating wall (26),
- the drain (21) from the water tray (15) and an end section of the siphon (24) discharge
in an upper space of the water tank (23) above a maximum water level (27) of the water
tank (23) and
- a space of the water tank (23) has a water tank drain (30) which is located behind
the space of the water tank (23) in which water is held by means of the vertical water
tank separating wall (26).
7. Steam oven (11) according to claim 6, characterised in that the water tank (23) can be vented via a venting channel (29) leading from above the
water tank (23) into said water water tank (23) and discharges below a height of the
water tank separating wall (26) into the space of the water tank (23) in which water
is held by means of the vertical water tank separating wall (26).
8. Steam oven (11) according to one of the preceding claims, characterised in that the cooking compartment (12) is connected to a drain channel (37) and the drain channel
(37) can be closed by water located in the water tray (15).
9. Steam oven (11) according to claim 8, characterised in that the drain channel (37) discharges into the further channel (33).
1. Four de cuisson à la vapeur (11) présentant
- un moufle (12a),
- une paroi de partition (13) disposée à l'arrière dans le moufle (12a),
- un espace de cuisson (12) situé à l'avant par rapport à la paroi de partition (13)
dans le moufle (12a),
- un chauffage à circulation d'air (14a, 14b) disposé derrière la paroi de partition
(13),
caractérisé par un bac d'eau (15) chauffant se trouvant derrière la paroi de partition (13) dans
le moufle (12a),
un conduit d'arrivée d'eau (19) disposé au-dessus du bac d'eau (15) pour le remplissage
du bac d'eau (15) avec un robinet d'arrivée-arrêt (20), le conduit d'arrivée d'eau
(19) étant disposé à l'extérieur du moufle (12a) et conduisant dans le bac d'eau (15)
directement ou par le biais d'un autre conduit (33) à travers un orifice dans la paroi
(12b) du moufle (12a).
2. Four de cuisson à la vapeur (11) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- le conduit d'arrivée d'eau (19) conduit dans le bac d'eau (15) par l'autre conduit
(33) à travers l'orifice (32) dans la paroi (12b) du moufle (12a), et
- le four de cuisson à la vapeur (11) présente un trop-plein de secours (34) qui débouche
à une position au-dessus du bac d'eau (15) dans l'autre conduit (33).
3. Four de cuisson à la vapeur (11) selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un orifice de sortie (36) du conduit d'arrivée d'eau (19) dans l'autre conduit (33)
est situé plus bas et est fluidiquement ouvert à un orifice d'entrée (35) du trop-plein
de secours (34) avec l'autre conduit (33).
4. Four de cuisson à la vapeur (11) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la hauteur (40) de l'orifice d'entrée (35) du trop-plein de secours (34) est au moins
20 mm plus bas que le robinet d'arrivée-arrêt (20).
5. Four de cuisson à la vapeur (11) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- le bac d'eau (15) est relié par un écoulement (21) pouvant se fermer au moyen d'un
robinet d'arrivée-arrêt (22), au réservoir d'eau (23), et
- le réservoir d'eau (23) est relié par un siphon (24) au fond de l'espace de cuisson
(25),
- lequel siphon (24) est disposé dans le fond de l'espace de cuisson (25) derrière
la paroi de partition (13).
6. Four de cuisson à la vapeur (11) selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
- le réservoir d'eau (23) présente une paroi de séparation du réservoir d'eau (26)
verticale,
- l'écoulement (21) hors du bac d'eau (15) et une section terminale du siphon (24)
dans un espace supérieur du réservoir d'eau (23) débouchent au-dessus d'un niveau
maximum d'eau (27) du réservoir d'eau (23), et
- un espace du réservoir d'eau (23) présente un écoulement du réservoir d'eau (30)
qui se trouve derrière l'espace du réservoir d'eau (23) dans lequel l'eau est gardée
au moyen de la paroi de séparation du réservoir d'eau verticale (26).
7. Four de cuisson à la vapeur (11) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le réservoir d'eau (23) peut être ventilé par un conduit de ventilation (29) conduisant
dans celui-ci de dessus le réservoir d'eau (23) et débouche dans l'espace du réservoir
d'eau (23), dans lequel l'eau est gardée au moyen de la paroi de séparation du réservoir
d'eau (26) verticale, en dessous d'une hauteur de la paroi de séparation du réservoir
d'eau (26).
8. Four de cuisson à la vapeur (11) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'espace de cuisson (12) est raccordé à un conduit d'évacuation (37) et ce conduit
d'évacuation (37) peut être raccordé à l'eau se trouvant dans le bac d'eau (15).
9. Four de cuisson à la vapeur (11) selon la revendication 8, caractérisé en ce que le conduit d'évacuation (37) débouche dans l'autre conduit (33).