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(11) |
EP 2 803 788 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.01.2018 Patentblatt 2018/05 |
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Anmeldetag: 08.05.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Universalblindzylinder
Universal blind cylinder
Cylindre aveugle universel
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
14.05.2013 DE 102013208920
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.11.2014 Patentblatt 2014/47 |
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Patentinhaber: W+M Weissensee Metallwaren GmbH |
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13088 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHMIDT, Torsten
12627 Berlin (DE)
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Vertreter: Maikowski & Ninnemann
Patentanwälte Partnerschaft mbB |
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Postfach 15 09 20 10671 Berlin 10671 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102007 019 883 DE-A1-102008 049 875 DE-B4- 10 027 346
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DE-A1-102008 008 725 DE-A1-102010 017 083
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere einen Universalblindzylinder nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Anbringung eines Universalblindzylinders
an einem Schloss oder einer Tür gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
[0002] Ein gattungsgemäßer Universalblindzylinder ist aus der
DE 100 27 346 B4 oder der
DE 10 2008 008 725 A1 bekannt. Ein Universalblindzylinder dient dabei dem Verschließen eines Profilzylinderdurchbruchs
an einem Schloss oder an einer Tür bzw. einem Türbeschlag, um den Profilzylinderdurchbruch
beispielsweise vor Manipulation zu schützen und an einer Tür ein Durchströmen von
Zugluft durch den Profilzylinderdurchbruch zu minimieren. Des Weiteren wird durch
die Verwendung eines Universalblindzylinders - insbesondere bei Brandschutztüren -
vermieden, dass im Brandfall eine Stichflamme durch einen ansonsten offenen Profilzylinderdurchbruch
gelangt oder gesundheitsschädliche Gase durch den Profilzylinderdurchbruch strömen.
[0003] Um den Universalblindzylinder an unterschiedliche Türblattstärken anpassen zu können,
weist dieser wenigstens zwei Führungsteile auf, die entlang einer Längsachse des Universalblindzylinders
relativ zueinander verschieblich sind. Hierdurch kann ein Abstand zweier Verschlussteile
des Universalblindzylinders, die jeweils an einem der Führungsteile vorgesehen sind,
zueinander eingestellt werden. Zur Fixierung eines bestimmten Abstands der beiden
Verschlussteile nach dem bestimmungsgemäßen Einsetzen in den Profilzylinderdurchbruch
ist bei einem Universalblindzylinder der
DE 100 27 346 B4 ein Mittelstück vorgesehen. In diesem Mittelstück sind zwei als Führungszapfen ausgebildete
Führungsteile axial zueinander verschiebbar geführt und können durch Anziehen einer
Schraube an dem Mittelstück form- und kraftschlüssig in einer Relativlage zueinander
fixiert werden.
[0004] Es hat sich herausgestellt, dass bei der Anbringung gattungsgemäßer Universalblindzylinder
das Problem auftreten kann, dass die beiden Verschlussteile einander zu weit angenähert
werden, so dass die Verschlussteile nicht mehr bündig mit dem jeweiligen Rand des
Profilzylinderdurchbruchs abschließen, dann aber der Abstand nicht ohne Weiteres wieder
vergrößert werden kann. So kann es vorkommen, dass die Verschlussteile zu weit in
den Profilzylinderdurchbruch eingeschoben werden und ein bündiger Abschluss der Verschlussteile
vor der Fixierung über das Mittelstück nicht ohne größeren Aufwand hergestellt werden
kann.
[0005] Gelegentlich wird es zudem als relativ zeitaufwändig empfunden, die beiden Verschlussteile
in einem gewünschten Abstand zueinander über das separate Mittelstück zu fixieren,
da hierfür eine Schraube an dem Mittelstück manuell angezogen werden muss.
[0006] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die zuvor
beschriebenen Nachteile zu überwinden oder zumindest zu minimieren und einen verbesserten
Universalblindzylinder sowie ein verbessertes Verfahren zu dessen Anbringung bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird sowohl mit einem Universalblindzylinder des Anspruchs 1 als auch
mit einem Verfahren nach dem Anspruch 15 gelöst.
[0008] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Universalblindzylinder
nach dem Anspruch 1 vorgesehen, bei dem das erste Führungsteil mit einem ersten, hülsenförmigen
Führungsabschnitt und das andere, zweite Führungsteil mit einem zweiten, zapfenartigen
Führungsabschnitt ausgebildet ist. Dabei ist der zweite zapfenartige Führungsabschnitt
entlang der Längsachse des Universalblindzylinders verschieblich in dem ersten, hülsenförmigen
Führungsabschnitt gehalten.
[0009] Die beiden Führungsteile sind ineinander steckbar, d. h., der zweite zapfenartige
Führungsabschnitt kann bei der Montage des Universalblindzylinders einfach in den
ersten hülsenförmigen Führungsabschnitt eingesteckt und so weit eingeschoben werden,
bis der gewünschte Abstand zwischen den beiden, je einem Führungsteil zugeordneten
Verschlussteilen erreicht ist. Auch hier kann grundsätzlich ein Vorspannmittel, beispielsweise
innerhalb des ersten hülsenförmigen Führungsabschnitts, vorgesehen sein, um die beiden
Führungsteile in eine bestimmte Relativlage zueinander vorzuspannen, wenn der zweite
zapfenartige Führungsabschnitt in den ersten, hülsenförmigen Führungsabschnitt eingesteckt
wurde.
[0010] Erfindungsgemäß ist ferner wenigstens ein Arretierungsmittel vorgesehen, um eine
durch Verschiebung der beiden Führungsteile eingenommene Relativlage und vorzugsweise
die beiden Führungsabschnitte in einer durch Verschiebung der beiden Führungsteile
eingenommenen Relativlage zu arretieren. Um hierfür keinen zusätzlichen Handgriff
durch einen Monteur vorsehen zu müssen, ist das wenigstens eine Arretierungsmittel
derart ausgebildet, dass die beiden Führungsabschnitte in einer eingenommenen Relativlage
selbsttätig und vorzugsweise stufenlos arretiert werden. Es ist somit beispielsweise
nicht erforderlich, eine gesonderte Schraube an einem Mittelstück des Universalblindzylinders
anzuziehen, um eine Arretierung zu erreichen. Vielmehr wird wenigstens ein Arretierungsmittel
bereitgestellt, das eine form- und/oder kraftschlüssige Arretierung der beiden Führungsabschnitte
sicherstellt, sobald die Führungsabschnitte nicht mehr relativ zueinander bewegt werden.
[0011] Vorzugsweise wird dies durch wenigstens ein Arretierungselement erreicht, das bezogen
auf die Längsachse des Universalblindzylinders in im Wesentlichen radialer Richtung
vorgespannt ist. So ist das Arretierungselement in eine Arretierungsposition vorgespannt,
in der es einen Form- und/oder Kraftschluss zwischen den beiden Führungsabschnitten
bewirkt.
[0012] In einer Ausführungsvariante ist ein solches Arretierungselement an dem hülsenförmigen
ersten Führungsabschnitt vorgesehen und in Richtung des zapfenartigen zweiten Führungsabschnitts
vorgespannt. Hierfür kann das Arretierungselement beispielsweise in einer Aussparung
des hülsenförmigen ersten Führungsabschnitts sitzen, die eine Öffnung aufweist. Über
die Öffnung steht dann das Arretierungselement an einer inneren Mantelfläche des ersten
Führungsabschnitts vor, um auf den zapfenartigen zweiten Führungsabschnitt an dessen
äußerer Mantelfläche einzuwirken. An der äußeren Mantelfläche des zapfenartigen zweiten
Führungsabschnitts können beispielsweise entlang der Längsachse hintereinander angeordnete
Mulden ausgebildet sein, um unterschiedliche Rastpositionen für das Arretierungselement
vorzugeben. Für eine stufenlose Arretierung der beiden Führungsabschnitte aneinander,
wird es aber bevorzugt, dass das Arretierungselement lediglich reibend an der äußeren
Mantelfläche des zapfenartigen zweiten Führungsabschnitts anliegt.
[0013] Um das Arretierungselement in im Wesentlichen radialer Richtung vorzuspannen, kann
beispielsweise eine Spiralfeder vorgesehen sein, von der mindestens eine Wicklung
an einer äußeren Mantelfläche des ersten Führungsabschnitts entlang verläuft, so dass
sich diese Wicklung zumindest teilweise über die Aussparung hinweg erstreckt und von
außen auf das Arretierungselement einwirkt. Beispielsweise kann das Arretierungselement
eine in einer Ringnut des ersten Führungsabschnitts sitzende Stahlkugel sein, die
über wenigstens eine Wicklung einer Spiralfeder radial nach innen gedrückt wird.
[0014] Eine weitere Möglichkeit, die alternativ oder ergänzend zu der zuvor beschriebenen
Variante verwendet werden kann, ein radial vorgespanntes Arretierungselement vorzusehen,
sieht vor, dass ein Arretierungselement an dem zapfenartigen zweiten Führungsabschnitt
vorgesehen und in Richtung des hülsenförmigen ersten Führungsabschnitts vorgespannt
ist. Hierfür kann das Arretierungselement beispielsweise an einer äußeren Mantelfläche
des zapfenartigen zweiten Führungsabschnitts vorstehen, so dass es einen form- und/oder
kraftschlüssigen Kontakt mit dem hülsenförmigen ersten Führungsabschnitt an dessen
innerer Mantelfläche herstellen kann, wenn der zapfenartige zweite Führungsabschnitt
in den ersten Führungsabschnitt eingeschoben ist.
[0015] Beispielsweise kann es sich bei einem solchen Arretierungselement um einen Kugelkopf
einer Kugelspannschraube handeln, die in eine Gewindebohrung an der äußeren Mantelfläche
des zapfenartigen zweiten Führungsabschnitts eingedreht ist.
[0016] Um gerade bei einer Variante eines Universalblindzylinders gemäß dem ersten Erfindungsaspekt
zu verhindern, dass die Verschlussteile der beiden ineinander gesteckten Führungsteile
einander zu weit angenähert werden, also wenigstens eines der Verschlussteile in den
Profilzylinderdurchbruch hineingeschoben wird, kann an den Verschlussteilen jeweils
ein Auflagerand vorgesehen sein. Derartige Auflageränder der beiden Verschlussteile
sind einander zugewandt und zur Anlage an einem Randbereich eines Profilzylinderdurchbruchs
derart ausgebildet und vorgesehen, dass durch sie ein Einschieben der Verschlussteile
in das Innere des Profilzylinderdurchbruchs verhindert wird. Die Auflageränder sind
folglich dazu ausgebildet und vorgesehen, dass durch Anlage der beiden Auflageränder
an dem jeweiligen Randbereich des Profilzylinderdurchbruchs ein Verstellweg beim Zusammenschieben
des Universalblindzylinders begrenzt wird.
[0017] Bei der Anbringung eines solchen Universalblindzylinders können folglich von unterschiedlichen
Seiten des Profilzylinderdurchbruchs die Führungsabschnitte der Führungsteile in den
Profilzylinderdurchbruch eingesteckt werden, wobei der zapfenartige zweite Führungsabschnitt
in den hülsenförmigen ersten Führungsabschnitt eingeführt wird. Anschließend wird
der so vorpositionierte Universalblindzylinder zusammengeschoben, d. h., die beiden
Verschlussteile der Führungsteile einander angenähert bis deren Auflageränder an den
Rändern des Profilzylinderdurchbruchs anliegen. Über ein vorgespanntes Arretierungselement
oder mehrere Arretierungselemente sind die beiden Führungsabschnitte in der so erreichten
Endposition zudem fixiert, ohne dass hierfür ein Monteur einen weiteren Handgriff
ausführen müsste.
[0018] In einer Ausführungsvariante weist ein Universalblindzylinder mindestens ein Vorspannmittel
auf, durch das die beiden zueinander längsverschieblichen Führungsteile in eine Relativlage
zueinander vorgespannt sind, in der die Verschlussteile einen maximal möglichen Abstand
zueinander einnehmen. Die beiden Führungsteile werden hier somit mit anderen Worten
voneinander weggedrückt, so dass bei der Anbringung des Universalblindzylinders eine
Annäherung der beiden Verschlussteile entgegen einer Vorspannkraft erfolgen muss,
bevor die Führungsteile in einer gewünschten Relativlage zueinander fixiert werden.
[0019] Das Vorspannmittel greift vorzugsweise an den beiden Führungsteilen an und steht
mit diesen in Kontakt, um eine Vorspannkraft zu übertragen. Beispielsweise kann es
sich hier um ein Federelement, wie eine Schraubendruckfeder, handeln. Ein solches
Federelement ist dann zwischen den beiden Verschlussteilen eingespannt, wobei die
Verschlussteile jeweils an einem der Führungsteile vorgesehen, insbesondere hieran
ausgebildet sind.
[0020] Anstelle eines Federelements kann aber selbstverständlich auch ein anderes Vorspannmittel
vorgesehen sein, um die beiden Führungsteile gegeneinander vorzuspannen. Denkbare
Möglichkeiten wären hier beispielsweise die Erzeugung einer magnetischen oder pneumatischen
Vorspannung. So könnten an den beiden Führungsteilen magnetische Abschnitte vorgesehen
sein, die einander abstoßen und/oder es kann eine pneumatische Feder vorgesehen sein,
bei der ein Zusammenschieben des Universalblindzylinders nur unter Verdrängung eines
Fluids innerhalb eines Zylinderraums erfolgen kann.
[0021] Zur kompakten Ausgestaltung des Universalblindzylinders wird es bevorzugt, dass das
Vorspannmittel zumindest teilweise in einer Aufnahme an einem der Führungsteile aufgenommen
ist. Bevorzugt ist eine solche Aufnahme längserstreckt ausgebildet und erstreckt sich
entlang der Längsachse des Universalblindzylinders.
[0022] In einem Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Vorspannmittel - vorzugsweise in
Form einer Schraubendruckfeder - durch das Mittelstück hindurch und ist zu beiden
Seiten des Mittelstücks in je einer Aufnahme eines Führungsteils wenigstens teilweise
aufgenommen.
[0023] In bevorzugten Ausführungsvarianten sind die Verschlussteile und die Führungsteile
des Universalblindzylinders gesintert und feuerbeständig, so dass der Universalblindzylinder
mindestens eine Feuerbeständigkeit gemäß der Feuerwiderstandsklasse T90 nach DIN 4102
aufweist. Bevorzugt weist der Universalblindzylinder eine Feuerbeständigkeit gemäß
der Feuerwiderstandsklasse T180 auf. Beispielsweise können die Verschlussteile, die
Führungsteile und ggf. ein vorzusehendes Mittelstück hierfür aus Sinterstahl hergestellt
sein.
[0024] Aufbauend auf erfindungsgemäßen Universalblindzylindern wird vorliegend noch ein
Verfahren zur Anbringung eines Universalblindzylinders an ein Schloss oder eine Tür
vorgeschlagen, das im Vergleich zu bisher üblichen Verfahren deutlich schneller und
einfacher auszuführen ist.
[0025] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zeichnet sich hierbei durch wenigstens die folgenden
Schritte aus:
- Einsetzen der beiden zueinander längsverschieblichen Führungsteile des Universalblindzylinders
mit dem jeweils daran vorgesehenen Verschlussteil von den zwei einander gegenüberliegenden
Seiten eines Profilzylinderdurchbruchs an dem Schloss oder an der Tür,
- Zusammenschieben der beiden Führungsteile, so dass die beiden Verschlussteile an den
einander gegenüberliegenden Seiten den Profilzylinderdurchbruch verschließen, wobei
- eines der Führungsteile einen hülsenförmigen ersten Führungsabschnitt ausbildet und
das andere Führungsteil einen zapfenartigen zweiten Führungsabschnitt aufweist und
wenigstens ein Arretierungsmittel vorgesehen ist, über das die beiden
[0026] Führungsabschnitte in einer eingenommenen Relativlage selbsttätig arretiert werden,
und
- der zapfenartige zweite Führungsabschnitt beim Einsetzen in den Profilzylinderdurchbruch
in den hülsenförmigen ersten Führungsabschnitt des anderen Führungsteils eingeschoben
und die beiden Führungsabschnitte in einer eingenommenen Relativlage selbsttätig arretiert
werden.
[0027] Das Arretierungselement ist vorzugsweise radial vorgespannt.
[0028] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden bei der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren deutlich werden.
[0029] Hierbei zeigen:
- Figuren 1A - 1C
- eine Ausführungsvariante eines nicht erfindungsgemässen Universalblindzylinders, bei
dem zwei zueinander längsverschiebliche Führungsteile über ein Vorspannmittel in Form
einer Schraubendruckfeder zueinander vorgespannt sind und über ein Mittelstück in
einer Relativlage zueinander arretiert werden können;
- Figur 2
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Universalblindzylinders mit zwei ineinander
steckbaren Führungsteilen in einem nicht zusammengebauten Zustand;
- Figuren 3A - 3B
- den Universalblindzylinder der Figur 2 in zusammengebautem Zustand mit unterschiedlichen
Abständen der beiden Verschlussteile der Führungsteile zueinander;
- Figuren 4A - 4B
- Detaildarstellungen des Universalblindzylinders der Figuren 2 und 3A - 3B;
- Figur 5
- ausschnittsweise eine Variante für ein zapfenartiges Führungsteil für einen Universalblindzylinder
gemäß den
- Figuren 2, 3A, 3B und 4A - 4B
- mit daran vorgesehenem Arretierungselement.
[0030] Die Figuren 1A, 1B und 1C zeigen ein Ausführungsbeispiel eines nicht erfindungsgemässen
Universalblindzylinders 1, der zum Verschließen von Profilzylinderdurchbrüchen an
Schlössern oder Türen vorgesehen ist. Der Universalblindzylinder 1 weist dabei zwei
zueinander längsverschiebliche Führungsteile 2a und 2b auf, um den Universalblindzylinder
1 für unterschiedliche Türblattstärken einsetzen zu können. Über die beiden stufenlos
relativ zueinander verschieblichen Führungsteile 2a und 2b kann ein solcher Universalblindzylinder
1 für Türblattstärken von 25 mm bis 132 mm eingesetzt werden.
[0031] An jedem der Führungsteile 2a, 2b ist ein Verschlussteil 5a oder 5b vorgesehen, um
eine Öffnung des Profilzylinderdurchbruchs an einer Seite zu verschließen. Um die
beiden Führungsteile 2a und 2b aneinander zu fixieren und eine Längsführung für die
beiden Führungsteile 2a und 2b bereitzustellen, ist ein Mittelstück 3 vorgesehen.
Über dieses Mittelstück 3 können die beiden Führungsteile 2a und 2b in einer Relativlage
und einem damit gewünschten Abstand der beiden Verschlussteile 5a und 5b zueinander
arretiert werden. Eine solche Anordnung ist jedoch grundsätzlich bereits auch aus
der
DE 100 27 346 B4 bekannt.
[0032] Das Mittelstück 3 weist hierbei einen hülsenförmigen oberen Teil auf, durch den die
beiden Führungsteile 2a und 2b mit je einem Abschnitt geführt sind. An dem oberen
Teil schließt sich ein Schaftbereich mit einem Längsschlitz 30 an. Über diesen Längsschlitz
30 sind zwei Schaftabschnitte entlang einer zu der Längsachse des Universalblindzylinders
1 parallelen Ebene voneinander getrennt. Über eine an dem Schaftbereich ausgebildete
Schraubstelle 31 können die beiden Schaftabschnitte einander angenähert werden, so
dass die beiden Führungsteile 2a und 2b in dem hülsenartigen oberen Teil des Mittelstücks
3 form- und kraftschlüssig fixiert sind. Eine zum Verspannen des Mittelstücks 3 notwendige
Schraube, die in die Schraubstelle 31 eingedreht wird, ist in den Figuren 1A - 1C
nicht dargestellt.
[0033] Um beim Anbringen des Universalblindzylinders 1 zu vermeiden, dass die beiden Verschlussteile
5a und 5b einander zu weit angenähert werden, so dass beispielsweise eines der Verschlussteile
5a, 5b in den zu verschließenden Profilzylinderdurchbruch eingeschoben wird und danach
nicht mehr ohne Weiteres herausgezogen werden kann, weist der Universalblindzylinder
1 ein Vorspannmittel in Form einer Schrauben(druck) feder 4 auf. Diese Schraubenfeder
4 ist jeweils teilweise in einer Aufnahme 20a, 20b eines Führungsteils 2a, 2b aufgenommen
und liegt mit ihren Enden an der Innenseite des jeweils zugehörigen Verschlussteils
5a oder 5b an. Die Schraubenfeder 4 greift somit unmittelbar an den beiden Führungsteilen
2a und 2b an und spannt diese gegeneinander vor.
[0034] Die Schraubenfeder 4 erstreckt sich zwischen den beiden zylindrischen Führungsabschnitten
der Führungsteile 2a und 2b durch das Mittelstück 3 hindurch und drückt die beiden
Führungsteile 2a und 2b in eine Relativlage, in der deren Verschlussteile 2a, 2b einen
maximalen Abstand L1 zueinander aufweisen, der in der Figur 1B dargestellt ist.
[0035] Die beiden zueinander längsverschieblichen Führungsteile 2a und 2b bilden jeweils
einen hohlen, zylindrischen Führungsabschnitt mit halbkreisförmiger Grundfläche aus,
um die jeweilige Aufnahme 20a bzw. 20b für die Schraubenfeder 4 zu definieren. Die
beiden Führungsabschnitte der Führungsteile 2a, 2b stellen sich somit als zwei Hälften
einer hohlen, kreiszylindrischen Hülse dar, wenn die beiden Verschlussteile 5a und
5b einander maximal angenähert sind und dass das Ende des Führungsabschnitts des einen
(ersten) Führungsteils 2a an dem Verschlussteil 5b des anderen (zweiten) Führungsteils
2b anliegt und umgekehrt.
[0036] Bei der Anbringung an einem Profilzylinderdurchbruch wird durch die Schraubenfeder
4 erreicht, dass ein Verschlussteil 5a oder 5b infolge der durch die Schraubenfeder
4 aufgebrachten Vorspannkraft aus dem Profilzylinderdurchbruch herausgedrückt wird,
wenn ein Monteur an dem jeweiligen Verschlussteil 5a oder 5b nicht mehr angreift.
Derart ist sichergestellt, dass es nicht zu einem ungewollten Zusammenschieben des
Universalblindzylinders 1 kommt und ein Verschlussteil 5a oder 5b zu weit in den Profilzylinderdurchbruch
eingeschoben wird. Gleichzeitig kann der Universalblindzylinder 1 entgegen der Vorspannkraft
der Schraubenfeder 4 leicht manuell auf die gewünschte Länge zusammengeschoben werden.
[0037] Ein Monteur muss lediglich entgegen der Vorspannkraft der Schraubenfeder 4 die beiden
Verschlussteile 5a und 5b auf den gewünschten Abstand einander annähern, so dass beispielsweise
die beiden Verschlussteile 5a und 5b auf den einander gegenüberliegenden Seiten mit
einer Öffnung des Profilzylinderdurchbruchs bündig abschließen und dann die Fixierung
bzw. Arretierung über das Mittelstück 3 vornehmen.
[0038] Durch die Verwendung der Schraubenfeder 4 ist auch der Ausbau des Universalblindzylinders
aus einer Tür erheblich vereinfacht, da die Schraubenfeder 4 nach dem Lösen der Klemmung
über das Mittelstück die beiden Verschlussteile 5a und 5b und damit deren Führungsteile
2a und 2b wieder in die in den Figuren 1A bis 1C dargestellte Montageposition drückt,
in der die beiden Verschlussteile 5a und 5b einen maximal möglichen Abstand L1 zueinander
einnehmen. Die Führungsteile 2a und 2b sind hierbei über radial vorspringende Nasen
21a und 21b daran gehindert, über die dargestellte Relativlage hinaus gegeneinander
verschoben zu werden. Die Nasen 21a und 21b sind jeweils an einer äußeren Mantelfläche
eines Führungsabschnitts des zugehörigen Führungsteils 2a oder 2b vorgesehen. Über
die Nasen 21a und 21b ist jeweils ein Anschlag bereitgestellt, mit dem das jeweilige
Führungsteil 2a oder 2b an einer von zwei sich gegenüberliegenden Stirnseiten des
oberen Teils des Mittelstücks 3 anschlagen kann und der ein weiteres Verschieben relativ
zu dem Mittelstück 3 verhindert.
[0039] Wenigstens eine der Nasen 21a und 21b ist hierbei in ihren Abmessungen so bemessen,
dass der zugehörige Führungsabschnitt des jeweiligen Führungsteils 2a oder 2b bei
der Anbringung an einem Profilzylinderdurchbruch noch an dem anderen Führungsabschnitt
des anderen Führungsteils 2b bzw: 2a entlang und durch das Mittelstück 3 geführt werden
kann, wenn an seiner Schraubstelle 31 noch keine Schraube eingedreht ist.
[0040] Mit den Figuren 2, 3A - 3B und 4A - 4B wird eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Universalblindzylinders 1* veranschaulicht. Der Universalblindzylinder 1* weist hierbei
zwei ineinander steckbare Führungsteile 2a* und 2b* auf, die ohne ein zusätzliches
Mittelstück 3 relativ zueinander längsverschieblich und stufenlos arretierbar sind.
[0041] Ein erstes Führungsteil 2a* mit dem Verschlussteil 5a weist hierfür einen hülsenförmigen
ersten Führungsabschnitt 22a* auf, in den ein zapfenartiger zweiter Führungsabschnitt
22b* des anderen, zweiten Führungsteils 2b* eingeschoben werden kann. An diesem zweiten
Führungsteil 2b* ist das zweite Verschlussteil 5b ausgebildet. Die beiden Führungsteile
2a* und 2b* können somit von unterschiedlichen Seiten eines Profilzylinderdurchbruchs
eingeführt und ineinander gesteckt werden, um den Profilzylinderdurchbruch zu verschließen.
[0042] Eine Arretierung der beiden Führungsteile 2a* und 2b* in einer gewünschten Relativlage
zueinander wird hierbei durch mehrere Arretierungsmittel erreicht, die vorliegend
durch drei Spiralfedern 6a, 6b, 6c und drei von jeweils einer dieser Spiralfedern
6a, 6b, 6c vorgespannten Stahlkugeln 7 als Arretierungselement gebildet werden.
[0043] Die einzelnen Spiralfedern 6a, 6b und 6c sind jeweils entlang der Längsachse des
Universalblindzylinders 1* bzw. entlang der Zylinderachse des hülsenförmigen Führungsabschnitts
22a* hintereinander angeordnet und in je einer hier als Ringnut ausgebildeten Aussparung
23aa*, 23ab*, 23ac* gehalten. In jeder dieser Ringnuten 23aa*, 23ab*, 23ac* ist mindestens
eine Öffnung vorgesehen, in der eine Stahlkugel 7 ruht. Die Öffnung ist dabei jeweils
so bemessen, dass die Kugel 7 teilweise an einer Innenfläche des Führungsabschnitts
22a* vorstehen kann, so dass sie in Kontakt mit der äußeren Mantelfläche des zapfenartigen
zweiten Führungsabschnitts 22b* des anderen Führungsteils 2b* tritt, wenn dieser in
den ersten Führungsabschnitt 22a* eingeschoben wird. Über die Spiralfedern 6a, 6b
und 6c ist jede der Stahlkugeln 7 innerhalb der jeweiligen Ringnut 23aa*, 23ab*, 23ac*
in radialer Richtung vorgespannt, so dass über die Stahlkugeln 7 ein Reibschluss bereitgestellt
wird, um die beiden ineinander gesteckten Führungsabschnitte 22a* und 22b* relativ
zueinander arretieren zu können. Gleichzeitig ist aber die aufgebrachte Reibungskraft
gerade so groß gewählt, dass noch ohne Weiteres ein manuelles Verschieben der beiden
Führungsabschnitte 22a* und 22b* relativ zueinander möglich ist.
[0044] Die drei Ringnuten 23aa*, 23ab* und 23ac* sind vorliegend unmittelbar im Bereich
eines zu dem Verschlussteil 5a beabstandeten Endes des Führungsabschnitts 22a* vorgesehen,
so dass sich diese unmittelbar an eine Fase 221a* des Führungsabschnitts 22a* anschließen,
die vorgesehen ist, um das Einführen des Führungsteils 2a* in einen Profilzylinderdurchbruch
zu erleichtern.
[0045] In der Figur 3A ist der Universalblindzylinder 1* mit einem maximal möglichen Abstand
L1 zwischen den beiden Verschlussteilen 5a und 5b gezeigt, wenn der zweite Führungsabschnitt
22b* gerade so weit über eine Öffnung 220a* des hülsenförmigen ersten Führungsabschnitts
22a* eingeführt wurde, dass eine Arretierung an einem vorderen Ende des zapfenartigen
zweiten Führungsabschnitts 22b* über die radial vorgespannte Kugel 7 der ersten Ringnut
23ac* gewährleistet ist.
[0046] Der Universalblindzylinder 1* kann so weit zusammengeschoben werden, bis eine Stirnseite
des hülsenförmigen ersten Führungsabschnitts 22a* an einer Innenseite des gegenüberliegenden
Verschlussteils 5b anliegt. Hierdurch ist dann ein minimaler Abstand L2 der beiden
Verschlussteile 5a und 5b zueinander gemäß der Figur 3B vorgegeben.
[0047] Um zu verhindern, dass die beiden Verschlussteile 5a und 5b zu weit in den jeweiligen
Profilzylinderdurchbruch hineingeschoben werden, weisen sie in der Ausführungsvariante
der Figuren 2, 3A - 3B und 4A - 4B jeweils einen Auflagerand 50a, 50b auf. Die Größe
dieser Auflageränder 50a und 50b ist so gewählt, dass diese an einem Rand des Profilzylinderdurchbruchs
zur Anlage kommen und ein weiteres Einschieben des jeweiligen Verschlussstücks 5a,
5b in den Profilzylinderdurchbruch verhindern. Derart muss ein Monteur bei dem Universalblindzylinder
1* lediglich die beiden Führungsteile 2a* und 2b* von unterschiedlichen Seiten des
Profilzylinderdurchbruchs in diesen einführen, dabei den zapfenartigen Führungsabschnitt
22b* in den hülsenförmigen Führungsabschnitt 22a* einstecken und anschließend den
Universalblindzylinder 1* so weit zusammenschieben, dass die Auflageränder 50a und
50b an dem jeweiligen Rand des Profilzylinderdurchbruchs zur Anlage kommen. Eine gesonderte
Arretierung der beiden Führungsteile 2a* und 2b* in der erreichten Relativlage ist
nicht nötig, da eine Arretierung über die vorgespannten Kugeln 7 stufenlos und selbsttätig
erfolgt.
[0048] Maßgeblich bei der Ausführungsvariante gemäß den Figuren 2, 3A und 3B sowie 4A und
4B ist, dass mittels der Spiralfedern 6a, 6b, 6c als Vorspannmitteln gerade so viel
Reibung zwischen den Kugeln 7 (als Arretierungselementen) und dem in den hülsenförmigen
Führungsabschnitt 22a* eingeführten zapfenartigen Führungsabschnitt 22b* erzeugt wird,
dass ein Auseinanderrutschen der beiden Führungsteile 2a* und 2b* verhindert wird
und diese in einer eingenommenen Relativlage zueinander arretiert sind. Alternativ
wäre es weiterhin denkbar, die Spiralfedern 6a, 6b, 6c selbst als Arretierelemente
zu nutzen und folglich die Kugeln 7 auszusparen. Die Spiralfedern 6a, 6b, 6c würden
dann beispielsweise über Aussparungen in den Ringnuten 23aa*, 23ab* und 23ac* unmittelbar
auf die äußere Mantelfläche des eingeführten zweiten Führungsabschnitts 22b* einwirken,
um diesen an dem ersten Führungsabschnitt 22a* zu arretieren.
[0049] Eine weitere Alternative ist schematisch in der Figur 5 dargestellt. Hierbei ist
ein, bezogen auf die Längsachse des Universalblindzylinders 1*, radial vorgespanntes
Arretierungselement 81 nicht an dem hülsenförmigen ersten Führungsabschnitt 22a*,
sondern an einem zapfenartigen zweiten Führungsabschnitt 22b** eines abgewandelt ausgeführten
zweiten Führungsteils 2b** vorgesehen. Das Arretierungselement wird hierbei durch
einen Kugelkopf 81 einer Kugelspannschraube 8 gebildet. Die Kugelspannschraube 8 ist
hierbei über einen Gewindeabschnitt 81 in eine Bohrung 28a** des Führungsabschnitts
22b** eingedreht, so dass der Kugelkopf 81 der Kugelspannschraube 8 an der äußeren
Mantelfläche des Führungsabschnitts 22b** vorsteht.
[0050] Wird der zapfenartige Führungsabschnitt 22b** nun in den hülsenförmigen ersten Führungsabschnitt
22a* eingeführt, liegt der radial nach außen vorgespannte Kugelkopf 81 reibend an
der inneren Mantelfläche des ersten Führungsabschnitts 22a* an. Hierüber kann ein
Reibschluss bereitgestellt werden, um die beiden Führungsteile 2a* und 2a** stufenlos
aneinander zu arretieren, wenn der Führungsabschnitt 22b** so weit in den hülsenförmigen
Führungsabschnitt 22a* eingeführt wurde, dass der Kugelkopf 81 an der inneren Mantelfläche
des hülsenförmigen Führungsabschnitts 22a* anliegt.
[0051] Es ist selbstverständlich denkbar, mehrere Kugelspannschrauben 8 an der äußeren Mantelfläche
des zapfenartigen Führungsabschnitts 22b** vorzusehen, insbesondere in Umfangsrichtung
und/oder entlang der Längsachse zueinander versetzt.
[0052] Abweichend von der vorliegend dargestellten Ausführungsform des Universalblindzylinders
1* ist es selbstverständlich denkbar, diesen auch mit einem Vorspannmittel in Analogie
zu der Ausführungsvariante der Figuren 1A bis 1C zu versehen. Über ein solches Vorspannmittel
könnten dann die Führungsteile 2a* und 2b* bzw. 2a* und 2b** zueinander vorgespannt
sein, um die Demontage des Universalblindzylinders 1* und insbesondere das Entfernen
aus einem Profilzylinderdurchbruch zu erleichtern.
[0053] Vorzugsweise sind die Verschlussteile 5a und 5b sowie auch die Führungsabschnitte
2a, 2b*, 2b** und ein eventuell vorzusehendes Mittelstück 3 aus gezogenem Stahl oder
aus Sinterstahl bzw. Sintereisen hergestellt, um eine Feuerbeständigkeit des jeweiligen
Universalblindzylinders 1, 1* von T180 gemäß DIN 4102 zu gewährleisten.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1, 1*
- Universalblindzylinder
- 20a, 20b
- Aufnahme
- 21a, 21b
- Nase
- 220a*
- Öffnung
- 221a*
- Fase
- 22a*, 22b*, 22b**
- Führungsabschnitt
- 23aa*, 23ab*, 23ac*
- Ringnut (Aussparung)
- 28a**
- Bohrung (Aussparung)
- 2a, 2a*, 2b, 2b*, 2b**
- Führungsteil
- 3
- Mittelstück
- 30
- Längsschlitz
- 31
- Schraubstelle
- 4
- Schraubenfeder (Vorspannmittel)
- 50a, 50b
- Auflagerand
- 5a, 5b
- Verschlussteil
- 6a, 6b, 6c
- Spiralfeder (Vorspannmittel)
- 7
- Kugel (Arretierungselement)
- 8
- Kugelspannschraube
- 80
- Gewindeabschnitt
- 81
- Kugelkopf (Arretierungselement)
- L1, L2
- Abstand
1. Universalblindzylinder (1*) zum Verschließen von Profilzylinderdurchbrüchen an Schlössern
und Türen, der wenigstens zwei Führungsteile (2a*, 2b*; 2a*, 2b**) aufweist, die entlang
einer Längsachse des Universalblindzylinders (1*) relativ zueinander verschieblich
sind, um den Abstand (L1, L2) zweier Verschlussteile (5a, 5b) des Universalblindzylinders
(1*) zueinander einstellen zu können, wobei wenigstens ein Arretierungsmittel (6a,
6b, 6c, 7; 8) vorgesehen ist, um eine durch Verschiebung der beiden Führungsteile
(2a*, 2b*; 2a*, 2b**) eingenommene Relativlage zu arretieren,
dadurch gekennzeichnet, dass
eines der Führungsteile (2a*, 2b*; 2a*, 2b**) einen ersten hülsenförmigen Führungsabschnitt
(22a*) ausbildet und das andere Führungsteil (2b*, 2b**) einen zweiten zapfenartigen
Führungsabschnitt (22b*, 22b**) aufweist, der entlang der Längsachse des Universalblindzylinders
(1*) verschieblich in dem ersten hülsenförmigen Führungsabschnitt (22a*) gehalten
ist, und das wenigstens eine Arretierungsmittel (6a, 6b, 6c, 7) derart ausgebildet
ist, dass die beiden Führungsabschnitte (22a*, 22b*; 22a*, 22b**) in einer eingenommenen
Relativlage selbsttätig arretiert werden.
2. Universalblindzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungsmittel (6a, 6b, 6c, 7; 8) wenigstens ein Arretierungselement (7;
81) aufweist, das bezogen auf die Längsachse in im Wesentlichen radialer Richtung
vorgespannt ist, um die beiden Führungsabschnitte (22a*, 22b*; 22a*, 22b**) zueinander
zu arretieren.
3. Universalblindzylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungselement (7) an dem hülsenförmigen ersten Führungsabschnitt (22a*)
vorgesehen und in Richtung des zapfenartigen zweiten Führungsabschnitts (22b*) vorgespannt
ist.
4. Universalblindzylinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungselement (7) in einer Aussparung (23aa*, 23ab*, 23ac*) des hülsenförmigen
ersten Führungsabschnitts (22a*) sitzt, die eine Öffnung aufweist, so dass das Arretierungselement
(7) an einer inneren Mantelfläche dieses ersten Führungsabschnitts (22a*) vorsteht,
um auf den zapfenartigen zweiten Führungsabschnitt (22b*) einzuwirken.
5. Universalblindzylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungselement (7) über eine Spiralfeder (6a, 6b, 6c) vorgespannt ist, von
der mindestens eine Wicklung an einer äußeren Mantelfläche des ersten Führungsabschnitts
(22a*) entlang verläuft und sich zumindest teilweise über die Aussparung (23aa*, 23ab*,
23ac*) hinweg erstreckt.
6. Universalblindzylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungselement (81) an dem zapfenartigen zweiten Führungsabschnitt (22b**)
vorgesehen und in Richtung des hülsenförmigen ersten Führungsabschnitts (22a*) vorgespannt
ist.
7. Universalblindzylinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungselement (81) an einer äußeren Mantelfläche des zapfenartigen zweiten
Führungsabschnitts (22b**) vorsteht.
8. Universalblindzylinder nach einem der vorgehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Vorspannmittel (4), durch das die beiden Führungsteile (2a, 2b; 2a*,
2b*; 2a*, 2b**) in eine Relativlage zueinander vorgespannt sind, in der die Verschlussteile
(5a, 5b) einen maximal möglichen Abstand (L1) zueinander einnehmen.
9. Universalblindzylinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorspannmittel (4) mit beiden Führungsteilen (2a, 2b; 2a*, 2b*; 2a*, 2b**) in
Kontakt steht.
10. Universalblindzylinder nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorspannmittel (4) zumindest teilweise in einer Aufnahme (20a, 20b) an einem
der Führungsteile (2a, 2b) aufgenommen ist.
11. Universalblindzylinder nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (20a, 20b) längserstreckt ausgebildet ist und sich entlang der Längsachse
des Universalblindzylinders (1, 1*) erstreckt.
12. Universalblindzylinder nach Anspruch 10 oder 11 dadurch gekennzeichnet, dass sich das Vorspannmittel (4) durch das Mittelstück (3) hindurch erstreckt und zu beiden
Seiten des Mittelstücks (3) in je einer Aufnahme (20a, 20b) eines Führungsteils (2a,
2b) wenigstens teilweise aufgenommen ist.
13. Universalblindzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 12 dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussteile (5a, 5b) des Universalblindzylinders (1*) jeweils einen Auflagerand
(50a, 50b) aufweisen, der zur Anlage an einem Randbereich eines Profilzylinderdurchbruchs
dazu ausgebildet und vorgesehen ist, dass durch Anlage der beiden Auflageränder (50a,
50b) an dem jeweiligen Randbereich ein Einschieben der Verschlussteile (5a, 5b) in
den Profilzylinderdurchbruch verhindert wird.
14. Verfahren zur Anbringung eines Universalblindzylinders (1, 1*) an einem Schloss oder
einer Tür, wobei der Universalblindzylinder (1, 1*) wenigstens zwei Führungsteile
(2a, 2b; 2a*, 2b*; 2a*, 2b**) aufweist, die entlang einer Längsachse des Universalblindzylinders
(1, 1*) relativ zueinander verschieblich sind, um den Abstand (L1, L2) zweier Verschlussteile
(5a, 5c) des Univergalblindzylinders (1, 1*) zueinander einstellen zu können, und
wobei das Verfahren wenigstens die folgenden Schritte aufweist:
- Einsetzen der beiden Führungsteile (2a, 2b; 2a*, 2b*; 2a*, 2b**) mit dem jeweils
daran vorgesehen Verschlussteil (5a, 5b) von den zwei einander gegenüberliegenden
Seiten eines Profilzylinderdurchbruchs an dem Schloss oder an der Tür,
- Zusammenschieben der beiden Führungsteile (2a, 2b; 2a*, 2b*; 2a*, 2b**), so dass
die beiden Verschlussteile (5a, 5b) an den einander gegenüberliegenden Seiten den
Profilzylinderdurchbruch verschließen,
- Arretieren der beiden Führungssteile (2a, 2b; 2a*, 2b*; 2a*, 2b**) in der durch
Zusammenschieben eingenommen Relativlage, und
- wobei eines der Führungsteile (2a*, 2b*; 2a*, 2b**) einen ersten hülsenförmigen
Führungsabschnitt (22a*) ausbildet und das andere Führungsteil (2b*, 2b**) einen zweiten
zapfenartigen Führungsabschnitt (22b*, 22b**) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
- wenigstens ein Arretierungsmittel (6a, 6b, 6c, 7) vorgesehen ist, über das die beiden
Führungsabschnitte (22a*, 22b*; 22a*, 22b**) in einer eingenommenen Relativlage selbsttätig
arretiert werden, und
- der zweite zapfenartige Führungsabschnitt (22b*, 22b**) beim Einsetzen in den Profilzylinderdurchbruch
in den hülsenförmigen ersten Führungsabschnitt (22a*) des anderen Führungsteils (2a*)
eingeschoben und die beiden Führungsabschnitte (22a*, 22b*; 22a*, 22b**) in einer
eingenommenen Relativlage selbsttätig arretiert werden.
1. A universal blind cylinder (1*) for closing profile cylinder apertures on locks and
doors, which includes at least two guide parts (2a*, 2b*; 2a*, 2b**) which are shiftable
relative to each other along a longitudinal axis of the universal blind cylinder (1*)
in order to be able to adjust the distance (L1, L2) of two closure parts (5a, 5b)
of the universal blind cylinder (1*) to each other, wherein at least one arresting
means (6a, 6b, 6c, 7; 8) is provided in order to arrest a relative position adopted
by shifting the two guide parts (2a*, 2b*; 2a*, 2b**),
characterized in that
one of the guide parts (2a*, 2b*; 2a*, 2b**) forms a first sleeve-shaped guide portion
(22a*) and the other guide part (2b*, 2b**) includes a second pin-like guide portion
(22b*, 22b**) which is shiftably held in the first sleeve-shaped guide portion (22a*)
along the longitudinal axis of the universal blind cylinder (1*), and the at least
one arresting means (6a, 6b, 6c, 7) is formed such that the two guide portions (22a*,
22b*; 22a*, 22b**) are automatically arrested in an adopted relative position.
2. The universal blind cylinder according to claim 1, characterized in that the arresting means (6a, 6b, 6c, 7; 8) includes at least one arresting element (7;
81) which is pretensioned substantially in radial direction with respect to the longitudinal
axis in order to arrest the two guide portions (22a*, 22b*; 22a*, 22b**) relative
to each other.
3. The universal blind cylinder according to claim 2, characterized in that the arresting element (7) is provided at the sleeve-shaped first guide portion (22a*)
and pretensioned in direction of the pin-like second guide portion (22b*).
4. The universal blind cylinder according to claim 3, characterized in that the arresting element (7) is seated in a cutout (23aa*, 23ab*, 23ac*) of the sleeve-shaped
first guide portion (22a*) which includes an opening, so that the arresting element
(7) protrudes from an inner shell surface of this first guide portion (22a*) in order
to act on the pin-like second guide portion (22b*).
5. The universal blind cylinder according to claim 4, characterized in that the arresting element (7) is pretensioned via a spiral spring (6a, 6b, 6c) of which
at least one winding extends along an outer shell surface of the first guide portion
(22a*) and at least partly extends across the cutout (23aa*, 23ab*, 23ac*).
6. The universal blind cylinder according to claim 2, characterized in that the arresting element (81) is provided on the pin-like second guide portion (22b**)
and is pretensioned in direction of the sleeve-shaped first guide portion (22a*).
7. The universal blind cylinder according to claim 6, characterized in that the arresting element (81) protrudes from an outer shell surface of the pin-like
second guide portion (22b**).
8. The universal blind cylinder according to any of the preceding claims, characterized by at least one pretensioning means (4) by which the two guide parts (2a, 2b; 2a*, 2b*;
2a*, 2b**) are pretensioned relative to each other into a relative position in which
the closure parts (5a, 5b) adopt a maximum possible distance (L1) to each other.
9. The universal blind cylinder according to claim 8, characterized in that the pretensioning means (4) is in contact with both guide parts (2a, 2b; 2a*, 2b*;
2a*, 2b**).
10. The universal blind cylinder according to claim 8 or 9, characterized in that the pretensioning means (4) at least partly is accommodated in a receptacle (20a,
20b) on one of the guide parts (2a, 2b).
11. The universal blind cylinder according to claim 10, characterized in that the receptacle (20a, 20b) is formed longitudinally extended and extends along the
longitudinal axis of the universal blind cylinder (1, 1*).
12. The universal blind cylinder according to claim 10 or 11, characterized in that the pretensioning means (4) extends through the center piece (3) and on both sides
of the center piece (3) is at least partly accommodated in one receptacle (20a, 20b)
each of a guide part (2a, 2b).
13. The universal blind cylinder according to any of claims 1 to 12, characterized in that the closure parts (5a, 5b) of the universal blind cylinder (1*) each have a supporting
edge (50a, 50b) which for abutment against an edge region of a profile cylinder aperture
is formed and provided to prevent the closure parts (5a, 5b) from being pushed into
the profile cylinder aperture by abutment of the two supporting edges (50a, 50b) against
the respective edge region.
14. A method for mounting a universal blind cylinder (1, 1*) on a lock or a door, wherein
the universal blind cylinder (1, 1*) includes at least two guide parts (2a, 2b; 2a*,
2b*; 2a*, 2b**) which are shiftable relative to each other along a longitudinal axis
of the universal blind cylinder (1, 1*) in order to be able to adjust the distance
(L1, L2) of two closure parts (5a, 5c) of the universal blind cylinder (1, 1*) to
each other, and wherein the method includes at least the following steps:
- inserting the two guide parts (2a, 2b; 2a*, 2b*; 2a*, 2b**) with the respective
closure part (5a, 5b) provided thereon from the two opposite sides of a profile cylinder
aperture on the lock or the door,
- pushing the two guide parts (2a, 2b; 2a*, 2b*; 2a*, 2b**) together, so that the
two closure parts (5a, 5b) close the profile cylinder aperture on the opposite sides,
- arresting the two guide parts (2a, 2b; 2a*, 2b*; 2a*, 2b**) in the relative position
adopted by pushing together, and
- wherein one of the guide parts (2a*, 2b*; 2a*, 2b**) forms a first sleeve-shaped
guide portion (22a*) and the other guide part (2b*, 2b**) includes a second pin-like
guide portion (22b*, 22b**),
characterized in that
- at least one arresting means (6a, 6b, 6c, 7) is provided, via which the two guide
portions (22a*, 22b*; 22a*, 22b**) are automatically arrested in an adopted relative
position, and
- on insertion into the profile cylinder aperture the second pin-like guide portion
(22b*, 22b**) is pushed into the sleeve-shaped first guide portion (22a*) of the other
guide part (2a*) and the two guide portions (22a*, 22b*; 22a*, 22b**) are automatically
arrested in an adopted relative position.
1. Cylindre aveugle universel (1*) pour la fermeture de percées pour cylindre profilé
sur des serrures et des portes, qui présente au moins deux éléments de guidage (2a*,
2b* ; 2a*, 2b**) qui sont déplaçables l'un par rapport à l'autre le long d'un axe
longitudinal du cylindre aveugle universel (1*), pour pouvoir régler l'écart (L1,
L2) de deux éléments de fermeture (5a, 5b) du cylindre aveugle universel (1*) l'un
par rapport à l'autre, dans lequel est prévu au moins un moyen de blocage (6a, 6b,
6c, 7 ; 8) pour bloquer une position relative adoptée à la suite du déplacement des
deux éléments de guidage (2a*, 2b* ; 2a*, 2b**),
caractérisé en ce que
un des éléments de guidage (2a*, 2b* ; 2a*, 2b**) forme une première section de guidage
en forme de manchon (22a*) et l'autre élément de guidage (2b*, 2b**) présente une
deuxième section de guidage de type tenon (22b*, 22b**) qui est maintenue dans la
première section de guidage en forme de manchon (22a*) de manière déplaçable le long
de l'axe longitudinal du cylindre aveugle universel (1*), et en ce qu'au moins un moyen de blocage (6a, 6b, 6c, 7) est formé de sorte que les deux sections
de guidage (22a*, 22b* ; 22a*, 22b**) sont bloquées automatiquement dans une position
relative adoptée.
2. Cylindre aveugle universel selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de blocage (6a, 6b, 6c, 7 ; 8) présente au moins un élément de blocage (7
; 81) qui est précontraint dans une direction sensiblement radiale par rapport à l'axe
longitudinal pour bloquer les deux sections de guidage (22a*, 22b* ; 22a*, 22b**)
l'une par rapport à l'autre.
3. Cylindre aveugle universel selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément de blocage (7) est prévu au niveau de la première section de guidage en
forme de manchon (22a*) et précontraint en direction de la deuxième section de guidage
de type tenon (22b*).
4. Cylindre aveugle universel selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de blocage (7) repose dans un évidement (23aa*, 23ab*, 23ac*) de la première
section de guidage en forme de manchon (22a*) qui présente une ouverture de sorte
que l'élément de blocage (7) fait saillie au niveau d'une surface d'enveloppe intérieure
de cette première section de guidage (22a*), pour agir sur la deuxième section de
guidage de type tenon (22b*).
5. Cylindre aveugle universel selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément de blocage (7) est précontraint par l'intermédiaire d'un ressort en spirale
(6a, 6b, 6c), dont au moins un enroulement longe une surface d'enveloppe extérieure
de la première section de guidage (22a*) et s'étend au moins en partie au-dessus de
l'évidement (23aa*, 23ab*, 23ac*).
6. Cylindre aveugle universel selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément de blocage (81) est prévu au niveau de la deuxième section de guidage de
type tenon (22b**) et est précontraint en direction de la première section de guidage
en forme de manchon (22a*).
7. Cylindre aveugle universel selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de blocage (81) fait saillie au niveau d'une surface d'enveloppe extérieure
de la deuxième section de guidage de type tenon (22b**).
8. Cylindre aveugle universel selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par au moins un moyen de précontrainte (4), par lequel les deux éléments de guidage (2a,
2b ; 2a*, 2b* ; 2a*, 2b**) sont précontraints dans une position relative l'un par
rapport à l'autre, dans laquelle les éléments de fermeture (5a, 5b) adoptent un écart
maximal possible (L1) l'un par rapport à l'autre.
9. Cylindre aveugle universel selon la revendication 8, caractérisé en ce que le moyen de précontrainte (4) est en contact avec les deux éléments de guidage (2a,
2b ; 2a*, 2b* ; 2a*, 2b**).
10. Cylindre aveugle universel selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le moyen de précontrainte (4) est reçu au moins partiellement dans un logement (20a,
20b) au niveau d'un des éléments de guidage (2a, 2b).
11. Cylindre aveugle universel selon la revendication 10, caractérisé en ce que le logement (20a, 20b) est formé allongé et s'étend le long de l'axe longitudinal
du cylindre aveugle universel (1, 1*).
12. Cylindre aveugle universel selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le moyen de précontrainte (4) s'étend à travers la pièce intermédiaire (3) et est
reçu au moins partiellement des deux côtés de la pièce intermédiaire (3), respectivement
dans un logement (20a, 20b) d'un élément de guidage (2a, 2b).
13. Cylindre aveugle universel selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les éléments de fermeture (5a, 5b) du cylindre aveugle universel (1*) présentent
respectivement un bord d'appui (50a, 50b) qui est formé et prévu pour buter contre
une zone périphérique d'une percée pour cylindre profilé, de telle sorte que la butée
des deux bords d'appui (50a, 50b) contre la zone périphérique respective empêche l'introduction
des éléments de fermeture (5a, 5b) dans la percée pour cylindre profilé.
14. Procédé de pose d'un cylindre aveugle universel (1, 1*) sur une serrure ou une porte,
dans lequel le cylindre aveugle universel (1, 1*) présente au moins deux éléments
de guidage (2a, 2b ; 2a*, 2b* ; 2a*, 2b**) qui sont déplaçables l'un par rapport à
l'autre le long d'un axe longitudinal du cylindre aveugle universel (1, 1*) pour pouvoir
régler l'écart (L1, L2) de deux éléments de fermeture (5a, 5c) du cylindre aveugle
universel (1, 1*) l'un par rapport à l'autre, et dans lequel le procédé comprend au
moins les étapes suivantes :
- engagement des deux éléments de guidage (2a, 2b ; 2a*, 2b* ; 2a*, 2b**), avec l'élément
de fermeture (5a, 5b) respectivement prévu dessus, par les deux côtés opposés l'un
à l'autre d'une percée pour cylindre profilé au niveau de la serrure ou de la porte,
- emboîtement des deux éléments de guidage (2a, 2b ; 2a*, 2b* ; 2a*, 2b**) de telle
sorte que les deux éléments de fermeture (5a, 5b) ferment la percée pour cylindre
profilé au niveau des côtés opposés l'un à l'autre,
- blocage des deux éléments de guidage (2a, 2b ; 2a*, 2b* ; 2a*, 2b**) dans la position
relative adoptée à la suite de l'emboîtement, et
- dans lequel un des éléments de guidage (2a*, 2b* ; 2a*, 2b**) forme une première
section de guidage en forme de manchon (22a*) et l'autre élément de guidage (2b*,
2b**) présente une deuxième section de guidage de type tenon (22b*, 22b**),
caractérisé en ce que
- au moins un moyen de blocage (6a, 6b, 6c, 7) est prévu, par l'intermédiaire duquel
les deux sections de guidage (22a*, 22b* ; 22a*, 22b**) sont bloquées automatiquement
dans une position relative adoptée, et
- la deuxième section de guidage de type tenon (22b*, 22b**), lors de son engagement
dans la percée pour cylindre profilé, est introduite dans la première section de guidage
en forme de manchon (22a*) de l'autre élément de guidage (2a*) et les deux sections
de guidage (22a*, 22b* ; 22a*, 22b**) sont bloquées automatiquement dans une position
relative adoptée.
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