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<ep-patent-document id="EP14001618B1" file="EP14001618NWB1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="2803940" kind="B1" date-publ="20160921" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-5">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBECHDEDKESFRGBGRITLILUNLSEMCPTIESILTLVFIROMKCYALTRBGCZEEHUPLSK..HRIS..MTNORS..SM..................</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>JDIM360 Ver 1.28 (29 Oct 2014) -  2100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>2803940</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT</B121></B120><B130>B1</B130><B140><date>20160921</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>14001618.9</B210><B220><date>20140508</date></B220><B240><B241><date>20150418</date></B241><B242><date>20160122</date></B242></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>102013008146</B310><B320><date>20130514</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>20160921</date><bnum>201638</bnum></B405><B430><date>20141119</date><bnum>201447</bnum></B430><B450><date>20160921</date><bnum>201638</bnum></B450><B452EP><date>20160527</date></B452EP></B400><B500><B510EP><classification-ipcr sequence="1"><text>F42B  12/18        20060101AFI20140528BHEP        </text></classification-ipcr></B510EP><B540><B541>de</B541><B542>Tandemgefechtskopf</B542><B541>en</B541><B542>Tandem warhead</B542><B541>fr</B541><B542>Charge tandem</B542></B540><B560><B561><text>DE-A1- 3 800 975</text></B561><B561><text>DE-A1- 3 800 976</text></B561><B561><text>DE-A1- 3 912 123</text></B561><B561><text>DE-C1- 3 603 610</text></B561></B560></B500><B700><B720><B721><snm>Gleichmar, Reiner</snm><adr><str>Max-Joseph-Straße 6a</str><city>D-85051 Ingolstadt</city><ctry>DE</ctry></adr></B721><B721><snm>Schneck, Rainer</snm><adr><str>Balthasar Neumann Str. 19</str><city>D-86316 Friedberg</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720><B730><B731><snm>TDW Gesellschaft für verteidigungstechnische 
Wirksysteme mbH</snm><iid>101016955</iid><irf>P700574-EP-EPA</irf><adr><str>Hagenauer Forst 27</str><city>86529 Schrobenhausen</city><ctry>DE</ctry></adr></B731></B730><B740><B741><snm>Häußler, Henrik</snm><sfx>et al</sfx><iid>101160240</iid><adr><str>Airbus Defence and Space GmbH 
Patentabteilung</str><city>81663 München</city><ctry>DE</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>AL</ctry><ctry>AT</ctry><ctry>BE</ctry><ctry>BG</ctry><ctry>CH</ctry><ctry>CY</ctry><ctry>CZ</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>DK</ctry><ctry>EE</ctry><ctry>ES</ctry><ctry>FI</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>GR</ctry><ctry>HR</ctry><ctry>HU</ctry><ctry>IE</ctry><ctry>IS</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>LI</ctry><ctry>LT</ctry><ctry>LU</ctry><ctry>LV</ctry><ctry>MC</ctry><ctry>MK</ctry><ctry>MT</ctry><ctry>NL</ctry><ctry>NO</ctry><ctry>PL</ctry><ctry>PT</ctry><ctry>RO</ctry><ctry>RS</ctry><ctry>SE</ctry><ctry>SI</ctry><ctry>SK</ctry><ctry>SM</ctry><ctry>TR</ctry></B840><B880><date>20141119</date><bnum>201447</bnum></B880></B800></SDOBI>
<description id="desc" lang="de"><!-- EPO <DP n="1"> -->
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft einen Tandemgefechtskopf, enthaltend einen Penetrator mit einer hochfester Hülle, in der ein Ladungseinsatz, der eine Hohlladung zusammen mit einer Zündeinrichtung enthält, axial beweglich gelagert ist, wobei zwischen der Hülle und dem Ladungseinsatz ist wenigstens eine Ausnehmung vorgesehen, in der als Vorrichtung zur Schockdämpfung ein Kompressionselement gelagert ist, welches sich in axialer Richtung auf der einen Seite gegenüber der Hülle und auf der anderen Seite gegenüber dem Ladungseinsatz abstützt, wobei das Kompressionselement ringförmig ausgebildet ist.</p>
<heading id="h0001">Stand der Technik</heading>
<p id="p0002" num="0002">Aus der <patcit id="pcit0001" dnum="DE3603610C1"><text>DE 36 03 610 C1</text></patcit> ist ein Flugkörper mit einer Tandemladung bekannt geworden, der neben einer Vorhohlladung auch einen Penetrator mit integrierter Hohlladung aufweist. Letztere ist zusammen mit der dazu gehörenden Zündeinrichtung von einer absorbierenden Schicht umgeben, wobei der Bereich der Hohlladungseinlage frei gelassen wird. Aufgrund der gewählten Anordnung und Materialauswahl ist jedoch eine kontrollierte axiale Bewegung der Haupthohlladung nicht möglich.</p>
<p id="p0003" num="0003">Das in der <patcit id="pcit0002" dnum="DE3912123A1"><text>DE 39 12 123 A1</text></patcit> beschriebene Panzergeschoß weist zwar eine beweglich gelagerte Hohlladung auf, die sich über einen Axialabsorber gegenüber dem Gehäuse abstützt, jedoch werden keine Angaben zu dessen Dimensionierung und Gestaltung, sowie der Materialauswahl gemacht.<!-- EPO <DP n="2"> --></p>
<p id="p0004" num="0004">Die <patcit id="pcit0003" dnum="DE3800976A1"><text>DE 38 00 976 A1</text></patcit> des gleichen Anmelders hat ebenfalls ein Hohlladungsgeschoß zum Inhalt. Dieses enthält zwischen dem Gehäuse und der Hohlladung sowohl einen Drehimpulsdämpfer als auch einen Axialimpulsdämpfer. Zu dessen Dimensionierung und Materialauswahl ist wiederum nichts ausgesagt, so dass je nach Anwendungsfall hierzu eine Auswahl zu machen ist.</p>
<p id="p0005" num="0005">Bekannt ist auch ein "Damping Device" für Baugruppen in Penetratoren. Die Aufgabe besteht darin, die Schockbelastung während der Penetration von harten Zielen (z.B. Beton) zu reduzieren.</p>
<p id="p0006" num="0006">Nachteile "Damping Device": Die Ladung selbst ist nicht integriert - Relativbewegung zwischen Zündsystem und Ladung (Verlust an Präzision) - nur wesentlich kleinere Relativbewegung möglich.</p>
<heading id="h0002">Aufgabenstellung</heading>
<p id="p0007" num="0007">Bei Tandem-Gefechtskopfsystemen bewirkt die Detonation der vorgeschalteten Ladung eine sehr hohe Belastung der Hauptladung. Zum Beispiel bei Hohlladungen besteht dabei die Gefahr, dass der Liner deformiert oder gar beschädigt wird, noch bevor die Ausbildung des Hohlladungs-Jets erfolgt. Dies hat üblicherweise deutliche Leistungseinbußen zur Folge.</p>
<p id="p0008" num="0008">Durch die Erfindung ist es möglich die Belastung der Hauptladung für einen erforderlichen Zeitraum auf ein ertragbares Maß zu reduzieren, indem eine große Relativbewegung ermöglicht wird.<!-- EPO <DP n="3"> --></p>
<heading id="h0003">Lösung</heading>
<p id="p0009" num="0009">Die gesamte Ladung wird in einem Ladungseinsatz vormontiert. Der Ladungseinsatz ist in einer Hülle (bspw. Penetratorhülle) radial geführt und kann eine axiale Relativbewegung ausführen.Die axiale Lagerung und Relativbewegung wird über ein Crash-Element (zentraler Teil der Erfindung) kontrolliert. Dieses ist dahingehend ausgelegt, dass alle geforderten Betriebslasten ohne plastische Deformation ertragen werden (Funktion als Montageelement). Bei größerer Belastung (z.B. Interaktion mit einer Vorschaltladung) erfolgt eine plastische Deformation und ermöglicht eine große Relativbewegung ohne nennenswerte Steigerung der übertragenen axialen Kraft (Belastung).</p>
<p id="p0010" num="0010">Die gesamte Ladung wird in einem Ladungseinsatz vormontiert. Dabei können hohe Toleranzanforderungen eingehalten werden. Der Ladungseinsatz ist in einer Ladungshülle (bspw. Penetratorhülle) radial geführt und kann eine axiale Relativbewegung ausführen. Die axiale Lagerung und Relativbewegung wird über ein Crash-Element (zentraler Teil der Erfindung) kontrolliert:
<ul id="ul0001" list-style="bullet">
<li>Der Ladungseinsatz stützt sich in Längsrichtung gegen die Ladungshülle über das Crash-Element ab.</li>
<li>Dieses ist dahingehend ausgelegt, dass alle geforderten Betriebslasten ohne plastische Deformation ertragen werden (Funktion als Montageelement).</li>
<li>Bei größerer Belastung (z.B. Interaktion mit einer Vorschaltladung) erfolgt eine plastische Deformation und ermöglicht eine große Relativbewegung ohne nennenswerte Steigerung der übertragenen axialen Kraft (Belastung).</li>
</ul><!-- EPO <DP n="4"> --></p>
<heading id="h0004"><b>Funktionsprinzip:</b></heading>
<p id="p0011" num="0011">Durch die enorme äußere Belastung (bspw. Druck aus Detonation der Vorschaltladung) wird die Ladungshülle entgegen der Bewegungsrichtung beschleunigt. Um diese extreme Belastung nicht hart auf die zu schützende Baugruppe (bspw. Ladungseinsatz) weiterzugeben, kann das Crash-Element große plastische Deformation erfahren, nachdem eine durch das Design einstellbare Mindestkraft überschritten wird. Danach sinkt die erforderliche Kraft zur Deformation. Dies bedeutet, dass für einen ebenfalls im Design des Crash-Elements vorgesehenen Deformationsweg nur eine begrenzte Kraft auf die zu schützende Baugruppe (bspw. Ladungseinsatz) übertragen wird. Auf diese Weise ist es möglich, die zu schützende Baugruppe (bspw. Ladungseinsatz) erst zeitlich verzögert an den schlagartig geänderten Bewegungszustand der Ladungshülle heranzuführen.</p>
<heading id="h0005">Vorteile</heading>
<p id="p0012" num="0012">Die Erfindung gewährleistet eine steife und eng tolerierbare Lagerung der Ladung (Ladungseinsatz) für Handling und Betrieb. Eine große Relativbewegung ist möglich, ohne die axiale Krafteinwirkung auf eine schädliche Größenordnung zu erhöhen. Die Vorschaltladung kann sehr nah an Hauptladung platziert werden, was bei engen Bauräumen immer häufiger erforderlich ist. Es wird ein Zeitfenster geschaffen, in dem ein empfindliches System (z.B. eine Hohlladung und die Ausbildung deren Jet) ohne schädigende Einflüsse agieren kann.</p>
<heading id="h0006">Bezugszeichen</heading>
<p id="p0013" num="0013">
<ol id="ol0001" compact="compact" ol-style="">
<li>1 Ladungseinsatz</li>
<li>2 Ladungshülle</li>
<li>3 Crashelement</li>
<li>4 Gewindering</li>
</ol></p>
<heading id="h0007">Zeichnungen</heading>
<p id="p0014" num="0014">
<dl id="dl0001" compact="compact">
<dt>Fig. 1:</dt><dd>Prinzipieller Aufbau</dd>
<dt>Fig. 2:</dt><dd>Kraft-Weg - Verlauf</dd>
</dl></p>
</description>
<claims id="claims01" lang="de"><!-- EPO <DP n="5"> -->
<claim id="c-de-01-0001" num="0001">
<claim-text>Tandemgefechtskopf, enthaltend einen Penetrator mit einer hochfester Hülle (2), in der ein Ladungseinsatz (1), der eine Hohlladung zusammen mit einer Zündeinrichtung enthält, axial beweglich gelagert ist, wobei zwischen der Hülle und dem Ladungseinsatz wenigstens eine Ausnehmung vorgesehen ist, in der als Vorrichtung zur Schockdämpfung ein Kompressionselement (3) gelagert ist, welches sich in axialer Richtung auf der einen Seite gegenüber der Hülle und auf der anderen Seite gegenüber dem Ladungseinsatz abstützt, wobei das Kompressionselement ringförmig ausgebildet ist,<br/>
<b>gekennzeichnet dadurch,</b><br/>
<b>dass</b> das Kompressionselement derart konfiguriert ist, dass es in axialer Richtung eine Mindestfestigkeit aufweist, so dass eine Deformation erst nach Überschreitung einer wählbaren Kraft einsetzt und nach Überschreitung der wählbaren Kraft eine plastische Deformation erfolgt,<br/>
und<br/>
das Kompressionselement als eine einem Gitter ähnlichen Struktur geformt ist.</claim-text></claim>
</claims>
<claims id="claims02" lang="en"><!-- EPO <DP n="6"> -->
<claim id="c-en-01-0001" num="0001">
<claim-text>Tandem warhead, containing a penetrator with a high-strength sleeve (2), in which a charge insert (1) which contains a hollow charge together with a detonator is mounted such that it can move axially, at least one recess being provided between the sleeve and the charge insert, in which recess a compression element (3) is mounted as a device for shock damping, which is supported in the axial direction on one side with respect to the sleeve and on the other side with respect to the charge insert, the compression element being formed in the shape of a ring,<br/>
<b>characterized in that</b><br/>
the compression element is configured in such a way that it has a minimum strength in the axial direction, so that deformation begins only after a selectable force has been exceeded and, after the selectable force has been exceeded, plastic deformation takes place, and<br/>
the compression element is shaped as a structure similar to a lattice.</claim-text></claim>
</claims>
<claims id="claims03" lang="fr"><!-- EPO <DP n="7"> -->
<claim id="c-fr-01-0001" num="0001">
<claim-text>Ogive tandem, contenant un pénétrateur muni d'une enveloppe (2) à haute résistance dans laquelle est logé en mobilité axiale un insert de charge (1) qui contient une charge creuse en association avec un dispositif d'allumage, au moins une cavité se trouvant entre l'enveloppe et l'insert de charge, dans laquelle est logé un élément de compression (3) faisant office de dispositif d'amortissement des chocs, lequel prend appui dans le sens axial d'un côté par rapport à l'enveloppe et de l'autre côté par rapport à l'insert de charge, l'élément de compression étant de configuration annulaire,<br/>
<b>caractérisée en ce</b><br/>
<b>que</b> l'élément de compression est configuré de telle sorte qu'il possède une résistance minimale dans le sens axial, de sorte qu'une déformation n'est induite qu'après avoir dépassé une force qui peut être choisie et une déformation plastique a lieu après avoir dépassé la force qui peut être choisie,<br/>
et<br/>
l'élément de compression est réalisé sous la forme d'une structure similaire à une grille.</claim-text></claim>
</claims>
<drawings id="draw" lang="de"><!-- EPO <DP n="8"> -->
<figure id="f0001" num="1"><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="144" he="227" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="9"> -->
<figure id="f0002" num="2"><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="119" he="233" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
</drawings>
<ep-reference-list id="ref-list">
<heading id="ref-h0001"><b>IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE</b></heading>
<p id="ref-p0001" num=""><i>Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.</i></p>
<heading id="ref-h0002"><b>In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente</b></heading>
<p id="ref-p0002" num="">
<ul id="ref-ul0001" list-style="bullet">
<li><patcit id="ref-pcit0001" dnum="DE3603610C1"><document-id><country>DE</country><doc-number>3603610</doc-number><kind>C1</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0001">[0002]</crossref></li>
<li><patcit id="ref-pcit0002" dnum="DE3912123A1"><document-id><country>DE</country><doc-number>3912123</doc-number><kind>A1</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0002">[0003]</crossref></li>
<li><patcit id="ref-pcit0003" dnum="DE3800976A1"><document-id><country>DE</country><doc-number>3800976</doc-number><kind>A1</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0003">[0004]</crossref></li>
</ul></p>
</ep-reference-list>
</ep-patent-document>
