[0001] Die Erfindung betrifft ein Fenster oder eine Tür mit einer Einrichtung zur Erkennung
eines Einbruchs(versuchs), die mit einer Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines
Alarmsignals verbunden ist sowie ein Gebäude mit mehreren Mauern in denen mehrere
Gebäudeöffnungen vorhanden sind, wobei die Gebäudeöffnungen mit Fenstern und/oder
Türen verschlossen sind, wobei die Fenster oder die Tür(en) Einrichtungen zur Erkennung
eines Einbruchs(versuchs) aufweisen, die mit einer Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe
eines Alarmsignals verbunden sind.
[0002] Fenster bzw. Türen von Häusern sind Schwachstellen im Hinblick auf den Schutz vor
Einbrechern. Die Fensterindustrie hat schon frühzeitig hierauf reagiert, beispielsweise
mit der Installation von einbruchshemmenden Beschlägen. Daneben werden aber auch Bewegungsmelder,
Glasbruchsensoren, Magnetschalter, etc. als Einbruchschutz verwendet. Üblicherweise
sind heute diese Systeme mit einer zentralen Alarmanlage verbunden. Gegebenenfalls
wird der Alarm auch an eine Sicherheitsfirma bzw. die Polizei weitergeleitet. Ersteres
hat den Nachteil, dass das Alarmsignal sehr laut sein muss und damit bei Fehlalarmen
Nachbarn unnötig gestört werden. Die Weiterleitung des Alarmsignals hat zudem den
Nachteil, dass der Einbrecher von seinem Einbruch nicht abgehalten wird, wenn es sich
um ein so genanntes "stilles System" handelt, also kein akustischer Alarm vor Ort
ausgelöst wird.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Alarmierungsmöglichkeit zu schaffen,
um präventiv Einbrecher abzuschrecken, ohne dabei die Nachbarschaft über Gebühr zu
belästigen.
[0004] Diese Aufgabe wird mit den eingangs genannten Fenster bzw. der Tür und selbständig
durch das Gebäude gelöst, wobei bei dem Fenster bzw. der Tür vorgesehen ist, dass
die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals am Fenster oder an der
Tür angeordnet ist, bzw. bei dem Gebäude vorgesehen ist, dass die Einrichtung zur
Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals dezentral direkt am Fenster oder direkt an
der Tür oder in unmittelbarer Nähe des Fensters oder in unmittelbarer Nähe der Tür
angeordnet ist.
[0005] Von Vorteil ist dabei, dass dem Fenster eine zusätzliche Funktionalität verliehen
wird, wodurch ein dezentrales Alarmsystem aufgebaut werden kann. Indem diese Funktionalität
direkt am Fenster oder der Tür oder in der Mauer, in der die Fenster bzw. die Tür
oder die Türen eingebaut sind, situiert ist, kann die Alarmauslösung kleinräumig ausgestaltet
werden, sodass also beispielsweise der Alarm bzw. das Alarmsignal nur ausschließlich
auf eine Tür oder ein Fenster bzw. eine Mauer des Gebäudes beschränkt ist. Es ist
damit möglich, die Lärmemission ohne Beeinträchtigung der Wirksamkeit des Alarmsystems
zu reduzieren. Darüber hinaus ist es damit möglich ohne größeren Zusatzaufwand ein
Alarmsystem im Zuge eines Fenstertausches zu installieren. Die Erfindung hat weiter
den Vorteil, dass die Einrichtung zur Erzeugung eines Alarmsignals bereits anspricht,
wenn der Einbruch noch gar nicht stattgefunden hat bzw. im Anfangsstadium des Einbruches,
sodass größere Schäden infolge des Einbruches, beispielsweise zerstörte Fenster oder
Türen, vermieden werden können.
[0006] Es sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Erfindung - wie jedes
Alarmsystem - einen Einbruch nur insofern verhindern kann, als sich der Einbrecher
durch das Alarmsystem abschrecken lässt und so von seinem geplanten Vorhaben ablässt.
[0007] Nach einer Ausführungsvariante des Fensters bzw. der Tür ist vorgesehen, dass die
Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals zur Abgabe von Blitzlichtern
oder zur Erzeugung von Fotografiergeräuschen oder zur Abgabe von Niederfrequenztönen
und/oder Hochfrequenztönen oder zur Erzeugung von Hundegebell ausgebildet ist. Es
wird damit der Vorteil erreicht, dass bei dem Einbrecher der Eindruck erweckt wird,
dass er zur Alarmauslösung auch damit rechnen muss, aufgrund von Fotos identifiziert
zu werden. Hierdurch kann die Abschreckungswirkung des Alarmsystems, ebenso wie durch
die Erzeugung von Hundegebell weiter verbessert werden. Durch die Verwendung von Hochfrequenztönen
wiederum kann die Lokalität des Alarmsignals weiter auf einen kleineren Wirkungskreis
beschränkt werden.
[0008] Im Rahmen der Erfindung werden unter dem Begriff "Niederfrequenztöne" Töne mit Frequenzen
zwischen 2 Hz und 20 Hz verstanden. Vorzugsweise wird eine Frequenz von 17 Hz verwendet,
da die Beschallung mit 17 Hz bei einem großen Anteil der Bevölkerung Unwohlsein erzeugt.
[0009] Im Rahmen der Erfindung werden unter dem Begriff "Hochfrequenztöne" Töne mit Frequenzen
zwischen 10 kHz und 20 kHz verstanden.
[0010] Es kann weiter vorgesehen sein, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines
Alarmsignals zumindest teilweise in einem Rahmen des Fensters oder der Tür integriert
ist. Einerseits wird damit erreicht, dass diese Einrichtung von einem Einbrecher nicht
einfach, d.h. ohne größeren Aufwand und der damit verbundenen längeren Zeitdauer,
demontiert werden kann. Andererseits kann die Einrichtung damit auch besser gegen
witterungsbedingte Einflüsse geschützt werden.
[0011] Nach einer weiteren Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass die Einrichtung zur
Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals mit einem Speicherelement zur Speicherung
von elektrischer Energie verbunden ist. Es wird damit der Einbau des Alarmsystems
vereinfacht, da somit keine gesonderte Verkabelung für die Energieversorgung der Einrichtung
zur Erzeugung und Abgabe des Alarmsignals erforderlich ist. Zudem wird damit erreicht,
dass das Alarmsystem auch dann aktiv bleibt, wenn die Energieversorgung des Gebäudes
unterbrochen wird.
[0012] Von Vorteil ist es in diesem Zusammenhang, wenn das Speicherelement zur Speicherung
von elektrischer Energie mit einem Fotovoltaikelement verbunden ist, da damit die
Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe des Alarmsignals energieautark ausgebildet werden
kann.
[0013] Trotz der dezentralen Anordnung von Einrichtungen zur Erzeugung und Abgabe eines
Alarmsignals ist es möglich, dass diese mit einem Gebäude-Management-System verbunden
ist. Damit ist es möglich, dass trotz dezentraler Anordnung der Einrichtungen zur
Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals mehrere oder alle einfach im Gebäude deaktiviert
werden können. Andererseits geht damit aber auch der Vorteil nicht verloren, dass
einzelne Räume scharf geschaltet bleiben können.
[0014] Die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals kann mit einer Raumbeleuchtung
verbunden sein, sodass bei Alarmauslösung in einem Raum des Gebäudes das Licht eingeschaltet
wird. Dieser Raum muss nicht zwangsläufig der Raum sein, der das jeweils geschützte
Fenster aufweist. Es wird damit die Abschreckungswirkung verbessert, indem dem Einbrecher
auch ohne akustisches Signal der Eindruck vermittelt wird, dass in dem Gebäude jemand
zu Hause ist und er damit rechnen muss, entdeckt zu werden. Vorzugsweise wird dabei
das Licht in einem zum Geschoß des alarmauslösenden Fensters oder der alarmauslösenden
Tür unterschiedlichen Geschoß ausgelöst.
[0015] Um den Einbrecher darauf aufmerksam zu machen, dass das Fenster bzw. die Tür alarmgesichert
ist, und damit die Präventivwirkung des Alarmsystems zu verbessern, kann vorgesehen
sein, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals im Ruhezustand
permanent ein Blinklicht abgibt.
[0016] Die Einrichtung zur Abgabe eines Alarmsignals kann tatsächlich einen Fotoapparat
aufweisen, sodass, sollte sich der Einbrecher nicht abschrecken lassen, Beweisfotos
geschossen werden können.
[0017] Es ist auch möglich, dass das Fenster oder die Tür an einer Oberfläche zumindest
ein grafisches Element aufweist, das durch die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe
eines Alarmsignals von transparent in opak schaltbar ist. Es wird damit die Abschreckungswirkung
insofern verbessert, als bei einem Einbruchsversuch dem Einbrecher grafisch vor Augen
geführt werden kann, dass der Einbruchsversuch entdeckt worden ist. Es kann damit
gegebenenfalls auf ein akustisches Alarmsignal zur Gänze verzichtet werden, sodass
Fehlalarme überhaupt keinen Störfaktor mehr darstellen.
[0018] Zur Vereinfachung der Gebäudesicherung kann vorgesehen sein, dass mehrere Fenster
und/oder Türen einer Mauer mit einer gemeinsamen Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe
eines Alarmsignals verbunden sind.
[0019] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert.
[0020] Die Erfindung betrifft ein Fenster oder eine Tür, bzw. generell Elemente, mit denen
Gebäudeöffnungen von Gebäuden verschlossen werden.
[0021] Das Fenster an sich kann dem Stand der Technik entsprechend ausgebildet sein. Demnach
kann das Fenster ein so genanntes rahmenloses Fenster oder ein Fenster mit Rahmen
sein. Sofern das Fenster einen Rahmen aufweist, ist dies der Flügelrahmen der gegen
einen Blendrahmen des Fensters anschlägt.
[0022] Darüber hinaus kann das Fenster öffenbar oder nicht öffenbar ausgeführt sein. Wenn
es öffenbar ist, kann es ein Kipp-, Dreh- oder Dreh/Kipp-Fenster sein.
[0023] Die Tür an sich ist ebenfalls dem Stand der Technik ausgebildet. Diese weist üblicherweise
ebenfalls einen Flügelrahmen, der gegen einen Blendrahmen anschlägt, auf. Die Tür
kann ebenfalls als Kipp-, Dreh- oder Dreh/Kipp-Tür ausgebildet sein. Daneben ist es
möglich die Tür als Schiebe- oder Hub/Schiebetür auszubilden. Beispielsweise kann
die Tür einen Hauseingangstür, eine Nebeneingangstür, einen Terrassentür oder eine
Balkontür sein. Gegebenenfalls kann die Tür mit einem Glaselement ausgestattet sein.
[0024] Im Rahmen der Erfindung wird unter den Begriff "Tür" auch ein Tor verstanden.
[0025] Im weiteren Verlauf der Beschreibung wird zur Vereinfachung nur mehr auf ein Fenster
eingegangen. Sämtliche Ausführungen gelten aber auch für Türen.
[0026] Das Fenster weist eine Einrichtung zur Erkennung eines Einbruches, vorzugsweise eine
Einrichtung zur Erkennung eines Einbruchversuchs auf. Letztere insbesondere deswegen,
da damit ein Einbruch bereits im Vorfeld erkannt wird, also bevor ein Schaden verursacht
wird oder bevor der Sachschaden größere Ausmaße annimmt, beispielsweise durch die
vollständige Zerstörung des Fensters oder dessen Glas.
[0027] Derartige Einrichtungen zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs) sind aus dem Stand
der Technik bekannt. Es sei hierzu beispielsweise auf die
EP 1 762 689 A2, die in diesem Umfang zu gegenständlicher Beschreibung gehört, verwiesen.
[0028] Diese Druckschrift beschreibt eine Einbruchschutzvorrichtung für ein Glaselement,
insbesondere ein Fenster oder eine Tür oder ein Tor, eine Sonnenschutzvorrichtung
oder eine Glasfassade, mit einem Trägerkörper für zumindest ein elektrische Signale
leitendes Element das mit zumindest einem Signalgeber wirkungsverbunden ist, wobei
der Signalgeber mit dem zumindest einen elektrische Signale leitenden Element einen
Stromkreis mit zumindest einem kapazitiv oder induktiv reaktiven Element bildet. Der
Signalgeber kann als Theremin ausgebildet sein oder mit dem zumindest einen elektrische
Signale leitenden Element einen Schwingkreis bilden. Der Trägerkörper kann ein Dichtungsprofil
oder ein Fenster- bzw. Türprofil sein. Das zumindest eine elektrische Signale leitende
Element kann weiter durch eine elektrische Signale leitende Beschichtung einer Oberfläche
des Trägerkörpers gebildet sein, insbesondere eine metallisch leitende Beschichtung.
Im oder am Trägerkörper kann eine Stromquelle, insbesondere eine Batterie, ein Akkumulator,
ein Photovoltaikelement, oder ein Anschlusselement für eine Stromversorgungseinrichtung
angeordnet sein. Es ist weiter möglich, dass das zumindest eine elektrische Signale
leitende Element durch eine Beschichtung einer Oberfläche des Trägerkörpers und/oder
zumindest einer Glasscheibe gebildet ist. Die Beschichtung kann in Form einer Alarmspinne
ausgebildet sein.
[0029] Im Rahmen der Erfindung sind aber auch andere Einrichtungen zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs)
einsetzbar, beispielsweise Glasbruchsensoren, Bewegungssensoren (z.B. mittels Infrarot,
Ultraschall oder Mikrowellen), Erschütterungssensoren, Körperschallsensoren, Öffnungssensoren
(z.B. Magnetkontakte), d.h. Überwachung ob das Fenster oder die Tür geschlossen oder
geöffnet ist, Verschlusssensoren, wie z.B. Schließblechkontakte oder Riegelkontakte,
d.h. Sensoren zur Überwachung ob der Verschluss im verschlossenen oder verriegelten
Zustand ist, Überwachungssensoren, Übergangskontakte, Aufbruchsensoren, Abreißsensoren,
Vibrationskontakte, etc. wie sie aus dem Stand der Technik für diesen Zweck bekannt
sind.
[0030] Es sei darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Erfindung die Begriffe "Sensor", "Melder"
oder "Kontakt" synonym verwendet werden.
[0031] Des Weiteren sei darauf hingewiesen, dass auch mehr als ein Sensor gleichzeitig am
oder im Fenster verwendet bzw. angeordnet werden können
[0032] Hinsichtlich der Anordnung des Sensors richtet sich diese teilweise nach der Art
des Sensors. So kann der Sensor, d.h. die Einrichtung zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs),
am Fenster, im Fenster oder teilweise im Fenster, insbesondere im Glas oder am Glas,
zumindest teilweise im Flügelrahmen oder am Flügelrahmen, zumindest teilweise im Blendrahmen
oder am Blendrahmen, an oder teilweise in der Fensterlaibung, oder an der Mauer des
Gebäudes, in der sich das Fenster befindet.
[0033] Die Einrichtung zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs) ist mit einer Energieversorgung
zur Versorgung der Einrichtung mit elektrischer Energie elektrisch leitend verbunden.
Diese kann durch ein fixe Verkabelung und Anschluss an das elektrische Hausnetz erfolgen.
Ebenso kann eine dezentrale Energieversorgung vorgesehen sein, beispielsweise mittels
zumindest einer Batterie oder zumindest einem Akkumulator. Es ist auch möglich, dass
zur Stromversorgung ein Fotovoltaikelement angeordnet ist. Weiter besteht die Möglichkeit
der induktiven Kopplung der Einrichtung zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs) mit
einer Energiequelle.
[0034] Gegebenenfalls können mit einer Einrichtung zur Energieversorgung mehrere Einrichtungen
zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs) verbunden sein.
[0035] Die Erfindung zielt insbesondere auf die Außenüberwachung eines Fensters bzw. eines
Gebäudes ab und nicht auf die Innenraumüberwachung, da ein Einbruch möglichst vor
seiner Verübung verhindert werden soll.
[0036] Das Fenster (bzw. die Tür) ist weiter mit einer Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe
eines Alarmsignals verbunden. Erfindungsgemäß wird diese Einrichtung zur Erzeugung
und Abgabe eines Alarmsignals nicht von einer zentralen Alarmanlage für das gesamte
Gebäude aktiviert, sondern direkt von der dem Fenster zugeordneten Einrichtung zur
Erkennung eines Einbruchs(versuchs). Somit ist also in einer ersten Ausführungsvariante
der Erfindung jedes Fenster bzw. jede Tür mit einer derartigen Einrichtung zur Abgabe
eines Alarmsignals ausgerüstet.
[0037] Das Alarmsignal kann ausschließlich akustisch oder ausschließlich optisch oder eine
Kombination aus akustischem und optischem Signal sein.
[0038] Vorzugsweise ist die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals zur
Abgabe von Blitzlichtern, wie sie üblicherweise beim Fotografieren verwendet werden,
oder zur Erzeugung von Fotografiergeräuschen oder zur Abgabe von Niederfrequenztönen
und/oder Hochfrequenztönen oder zur Erzeugung von Hundegebell ausgebildet ist. Dazu
kann die die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals für die Erzeugung
eines akustischen Alarmsignals, also insbesondere für die Erzeugung der Fotografiergeräusche
und/oder Niederfrequenztönen und/oder von Hochfrequenztönen und/oder von Hundegebell
einen Tongenerator mit Lautsprecher aufweisen. Alternativ dazu kann das akustische
Alarmsignal auf einem Speichermedium, beispielsweise einem Speicherchip, gespeichert
und nach Auslösung eines Alarmsignals über einen Lautsprecher abgespielt werden.
[0039] Der Tongenerator kann dem Stand der Technik hierfür entsprechend ausgebildet sein,
insbesondere elektronisch aufgebaut sein.
[0040] Für die Erzeugung von Blitzlichtern kann die Einrichtung zur Erzeugung eines Alarmsignals
ein dem Stand der Technik hierfür entsprechendes elektronisches Blitzlichtgerät oder
entsprechende LED's umfassen. Vorzugsweise werden dabei Blitzlichter mit einer Leuchtstärke
von zumindest 100.000 cd/m
2 abgegeben, da die Sehfähigkeit eines Menschen ab dieser Leuchtstärke deutlich beeinflusst
wird.
[0041] Alternativ oder zusätzlich dazu können auch andere Einrichtungen zur Erzeugung und
Abgabe eines Alarmsignals verwendet werden. Beispielsweise kann die Einrichtung zur
Erzeugung eines Alarmsignals auch durch eine Einrichtung zur Abgabe einer Farbe gebildet
sein oder diese umfassen, mit der ein Einbrecher bei einem Einbruchsversuch besprüht
und auf diese Weise "markiert" wird.
[0042] Die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals ist mit der Einrichtung
zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs) verbunden. Diese Verbindung ist insbesondere
leitungsgebunden, wozu zumindest ein entsprechendes Kabel zwischen diesen Einrichtungen
angeordnet ist. Vorzugsweise ist das Kabel sabotagegesichert ausgeführt, um eine Manipulation
am Kabel zu erkennen. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit der kabellosen Verbindung
der Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals ist mit der Einrichtung
zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs), beispielsweise durch Übertragung eines Funksignals.
Dazu kann die Einrichtung zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs) einen Sender für
elektromagnetische Wellen und die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals
einen Empfänger für diese elektromagnetischen Wellen aufweisen, wobei die elektromagnetischen
Wellen vorzugsweise vom Sender codiert werden und wobei der Empfänger nur auf diese
codierten elektromagnetischen Wellen anspricht. Zusätzlich kann die kabellose Verbindung
der Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals mit der Einrichtung zur
Erkennung eines Einbruchs(versuchs) mit einem Kontrollsystem ausgerüstet sein, mit
dem die Aufrechterhaltung der Funkverbindung kontrolliert werden kann.
[0043] Alternativ dazu kann die Verbindung zwischen der Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe
eines Alarmsignals und der Einrichtung zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs) durch
bekannte Verbindungsmethoden gebildet sein.
[0044] Die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals kann direkt im oder am
Fenster angeordnet und gegebenenfalls mit diesem verbunden sein. Dazu kann die Einrichtung
zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals an einer Außenseite des Fensters, d.h.
einer dem dahinterliegenden Raum abgekehrten Oberfläche des Fensters angeordnet sein.
Es ist dabei möglich, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals
am Rahmen (Flügel- oder Blendrahmen) und/oder am Glaselement (bzw. Türblatt für den
Fall, dass eine Tür mit der Einrichtung geschützt wird) angeordnet ist.
[0045] Vorzugsweise Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals zumindest teilweise
in einem Rahmen des Fensters oder der Tür integriert ist, wobei wiederum die zumindest
teilweise Integration in den Blendrahmen oder den Flügelrahmen erfolgen kann. Es ist
dabei auch möglich, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals
zur Gänze innerhalb des Rahmens des Fensters angeordnet ist.
[0046] Bei dieser letztgenannten Ausführungsvariante kann für den Rahmen ein so genanntes
Hohlkammerprofil verwendet werden, sodass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe
eines Alarmsignals einfach in einer dieser Hohlkammern des Profils zumindest teilweise
angeordnet werden kann. Gegebenenfalls kann in einer der Oberflächen, insbesondere
der äußeren Oberfläche, des Profils zumindest ein Durchbruch vorhanden sein, um das
Alarmsignal besser in die Umgebung des Profils abgeben zu können.
[0047] Es können aber auch andere Profile verwendet werden, beispielsweise aus Holz, die
an sich voll sind. In diesem Fall werden entsprechende Ausnehmungen vorgesehen, in
denen die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals aufgenommen werden
kann. Generell kann das Profil aus Kunststoff oder aus Holz bzw. einem Holzwerkstoff
oder aus einem Metall, beispielsweise aus Aluminium, bestehen. Darüber hinaus kann
an dem Profil eine Vorsatzschale angeordnet sein, beispielsweise aus Aluminium, wobei
in diesem Fall die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals zumindest
teilweise in Richtung auf den Raum des Gebäudes betrachtet, unmittelbar hinter der
Vorsatzschale angeordnet sein kann.
[0048] Es ist weiter möglich, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals
in einem Rollladenkasten oder einer Kasten für eine Raffstore bzw. Jalousie angeordnet
ist.
[0049] Weiter kann die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals auch in unmittelbarer
Nähe des Fensters (oder der Tür) an oder in oder teilweise in der Mauer des Gebäudes
angeordnet sein, in der sich das Fenster (oder die Tür) befindet.
[0050] Mit dem Begriff "in unmittelbarer Nähe" ist dabei gemeint, dass sich die Einrichtung
zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals nicht weiter als maximal 5 m, insbesondere
nicht weiter als maximal 3 m, von dem Fenster entfernt befindet, dem die Einrichtung
zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals zugeordnet ist.
[0051] Es besteht in diesem Zusammenhang gemäß einer weiteren Ausführungsvariante des Fensters
die Möglichkeit, dass mehrere Fenster, also z.B. zwei, drei, vier, etc., die in einer
gemeinsamen Mauer oder in zwei aneinander angrenzenden Mauern des Gebäudes angeordnet
sind, mit lediglich einer gemeinsamen Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals
versehen sind.
[0052] Zur Versorgung der Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals mit elektrischer
Energie kann diese an das Hausnetz zur Versorgung des Gebäudes mit elektrischer Energie
leitungsgebunden angeschlossen sein.
[0053] Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe
eines Alarmsignals mit einem Speicherelement zur Speicherung von elektrischer Energie
verbunden ist. Dieses Speicherelement kann durch eine austauschbare Batterie oder
einen nachladbaren Akkumulator gebildet sein.
[0054] Im Falle der Ausrüstung der Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals
mit zumindest einem Akkumulator kann dieser leitungsgebunden oder nicht leitungsgebunden,
z.B. induktiv, aufgeladen werden. Für das leitungsgebundene Aufladen des Akkumulators
kann ein entsprechender Anschluss für einen Stecker zur Zuführung der elektrischen
Energie in der Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals vorgesehen
sein.
[0055] Es besteht weiter die Möglichkeit, dass das Fenster und/oder die Einrichtung zur
Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals zumindest teilweise energieautark ausgebildet
wird, wozu dieses bzw. diese insbesondere mit einem Fotovoltaikelement versehen sein
bzw. elektrisch leitend verbunden werden können. Das Fotovoltaikelement kann am Fenster
oder innerhalb des Fensters, beispielsweise zwischen den Glasscheiben eines Verbundfensters,
oder an der Mauer des Gebäudes, beispielsweise der Fensterlaibung, angeordnet werden,
wobei die Anordnung innerhalb des Fensters bevorzugt wird. Das Fotovoltaikelement
liefert den von ihm erzeugten Strom an einen Akkumulator, aus dem wiederum die Versorgung
der Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals mit elektrischer Energie
erfolgt.
[0056] Nach einer weiteren Ausführungsvariante des Fensters (oder der Tür) ist vorgesehen,
dass die Einrichtung(en) zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals sämtlicher Fenster
und/oder Türen, die damit ausgerüstet sind oder denen eine Einrichtung zur Erzeugung
und Abgabe eines Alarmsignals zugeordnet ist mit einem Gebäude-Management-System verbunden
sind, sodass über eine einzige Stelle die dezentralen Einrichtung(en) zur Erzeugung
und Abgabe eines Alarmsignals z.B. aus und eingeschaltet werden können.
[0057] Es kann weiter vorgesehen werden, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines
Alarmsignals mit einer Raumbeleuchtung eines Raums des Gebäudes verbunden ist. In
diesem Fall kann das Alarmsignal wiederum ein optisches sein, nämlich das Anschalten
der Raumbeleuchtung. Der Raum, der dadurch mit Licht versehen wird, kann der hinter
dem jeweiligen, alarmauslösenden Fenster liegende Raum des Gebäudes sein. Vorzugsweise
ist es jedoch ein anderer Raum, sodass der Einbrecher nicht erkennen kann, dass sich
keine Person in diesem Raum befindet.
[0058] Selbstverständlich ist diese Art der Alarmierung auch mit zumindest einer der voranstehenden
akustischen und optischen Alarmsignale kombinierbar. Generell können mehrere verschiedene
Alarmsignale im Rahmen der Erfindung kombiniert werden, sodass also beispielsweise
nicht nur ein Ton abgegeben wird sondern auch eine optische Alarmierung erfolgt.
[0059] Es ist weiter möglich, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals
im Ruhezustand permanent ein Blinklicht abgibt, wozu eine entsprechende LED an oder
in der Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals angeordnet werden kann.
[0060] Darüber hinaus kann nach einer weiteren Ausführungsvariante vorgesehen werden, dass
die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals tatsächlich einen Fotoapparat
aufweist, sodass das Fotografieren bei Alarmauslösung nicht nur vorgetäuscht wird
sondern tatsächlich erfolgt. In diesem Fall kann die Einrichtung zur Erzeugung und
Abgabe eines Alarmsignals eine, insbesondere entnehmbare, Speicherkarte aufweisen.
[0061] Ein stiller Alarm kann ausgelöst werden, indem das Fenster (oder die Tür) an einer
Oberfläche zumindest ein grafisches Element aufweist, das durch die Einrichtung zur
Abgabe eines Alarmsignals von transparent in opak schaltbar ist. Es kann sich hierbei
um eine aus dem einschlägigen Stand der Technik hierfür bekannte Folie aus Kunststoff
handeln, die insbesondere an der Innenseite der Glasscheibe des Fensters angebracht
wird. Selbstverständlich kann diese auch an einer äußeren Oberfläche des Fensters
(oder der Tür) angeordnet werden.
[0062] Es sind dabei unterschiedliche grafische Elemente möglich. Beispielsweise kann ein
Schriftzug, wie z.B. STOP, etc. verwendet werden.
[0063] Die Ausführungsbeispiele beschreiben mögliche Ausführungsvarianten des Fensters oder
der Tür oder des Gebäudes, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind.
1. Fenster oder Tür mit einer Einrichtung zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs), die
mit einer Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Abgabe eines Alarmsignals am Fenster oder an der Tür angeordnet
ist.
2. Fenster oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals zur Abgabe von Blitzlichtern
oder zur Erzeugung von Fotografiergeräuschen oder zur Abgabe von Niederfrequenztönen
und/oder Hochfrequenztönen oder zur Erzeugung von Hundegebell ausgebildet ist.
3. Fenster oder Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals zumindest teilweise in
einem Rahmen des Fensters oder der Tür integriert ist.
4. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals mit einem Speicherelement
zur Speicherung von elektrischer Energie verbunden ist.
5. Fenster oder Tür nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Speicherelement zur Speicherung von elektrischer Energie mit einem Fotovoltaikelement
verbunden ist.
6. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals mit einem Gebäude-Management-System
verbunden ist.
7. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals mit einer Raumbeleuchtung
verbunden ist.
8. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals im Ruhezustand permanent
ein Blinklicht abgibt.
9. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals einen Fotoapparat aufweist.
10. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass dieses oder diese an einer Oberfläche zumindest ein grafisches Element aufweist,
das durch die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals von transparent
in opak schaltbar ist.
11. Gebäude mit mehreren Mauern in denen mehrere Gebäudeöffnungen vorhanden sind, wobei
die Gebäudeöffnungen mit Fenstern und/oder Türen verschlossen sind, wobei die Fenster
oder Tür eine Einrichtungen zur Erkennung eines Einbruchs(versuchs), die mit einer
Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals verbunden sind, ausgerüstet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals dezentral direkt am Fenster
oder direkt an der Tür oder in unmittelbarer Nähe des Fensters oder in unmittelbarer
Nähe der Tür angeordnet ist.
12. Gebäude nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Fenster oder die Tür entsprechend einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet ist.
13. Gebäude nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Fenster und/oder Türen einer Mauer mit einer gemeinsamen Einrichtung zur
Erzeugung und Abgabe eines Alarmsignals verbunden sind.