[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Betriebsverfahren für ein Bedienhandgerät.
[0002] Bedienhandgeräte zur Bedienung von Maschinen sind allgemein bekannt.
[0003] Im einfachsten Fall ist das entsprechende Bedienhandgerät fest programmiert, d.h.
Betätigungselementen und Anzeigeelementen des Bedienhandgeräts sind bestimmte Funktionalitäten
(in ihrer Gesamtheit als Menü bezeichnet) fest zugeordnet. Derartige Bedienhandgeräte
können beispielsweise leitungsgebunden ausgebildet sein. In anderen Fällen kann dem
Bedienhandgerät in Abhängigkeit von einer direkten oder indirekten Vorgabe eines Benutzers
vorgegeben werden, welche Funktionalitäten den Betätigungselementen und Anzeigeelementen
des Bedienhandgeräts zugeordnet werden sollen.
[0004] Aus der
EP 2 272 055 B1 ist ein Bedienhandgerät bekannt, bei dem mittels einer am Bedienhandgerät angeordneten
Bildsensorik ein Bild erfasst wird und das erfasste Bild mit zu erkennenden Maschinenumgebungen
verglichen wird. In dem Fall, dass das erfasste Bild mit einer der zu erkennenden
Maschinenumgebungen übereinstimmt, wird den Betätigungselementen und Anzeigeelementen
des Bedienhandgeräts ein der erkannten Maschinenumgebung zugeordnetes Menü zugeordnet.
Anderenfalls wird den Betätigungselementen und Anzeigeelementen des Bedienhandgeräts
kein Menü zugeordnet.
[0005] Aus der
EP 1 744 290 A2 ist ein Betriebsverfahren für ein Bedienhandgerät für in Haushalten verwendete Geräte
- beispielsweise Fernseher und Videogeräte - bekannt, bei dem mittels einer am Bedienhandgerät
angeordneten Bildsensorik ein Bild erfasst wird und mittels einer am Bedienhandgerät
angeordneten RFID-Sensorik RFID-Signale erfasst werden. Das erfasste Bild wird mit
zu erkennenden Bildern verglichen. A1-ternativ oder zusätzlich werden die erfassten
RFID-Signale mit zu erkennenden RFID-Signalen verglichen. Anhand der erkannten Bilder
und Signale werden Geräte ermittelt, die ein Benutzer des Bedienhandgeräts bedienen
kann. Diese Geräte werden dem Benutzer zur Auswahl angeboten.
[0006] Aus der
JP 2007-116270 A ist ein Betriebsverfahren für ein Bedienhandgerät bekannt, bei dem mittels einer
am Bedienhandgerät angeordneten Bildsensorik ein Bild erfasst wird. Das erfasste Bild
wird mit zu erkennenden Bildern verglichen. Anhand der erkannten Bilder werden Geräte
ermittelt, die ein Benutzer des Bedienhandgeräts bedienen kann. Diese Geräte werden
dem Benutzer zur Auswahl angeboten.
[0007] Bei der Steuerung industrieller Maschinen und Anlagen sind in erheblichem Umfang
sicherheitsrelevante Vorschriften zu beachten. So dürfen beispielsweise mittels eines
Bedienhandgeräts nur Bewegungen ausgeführt werden, die vom Bediener des Bedienhandgeräts
einsehbar sind. Dies gilt ganz besonders bei reduzierter Sicherheit wie beispielsweise
geöffneten beweglichen Schutzeinrichtungen.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Möglichkeiten zu schaffen,
mittels derer auf sichere und zuverlässige Weise gewährleistet werden kann, dass die
oben genannten Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.
[0009] Die Aufgabe wird durch ein Betriebsverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche 2 bis 9.
[0010] Erfindungsgemäß wird ein Betriebsverfahren für ein Bedienhandgerät geschaffen,
- bei dem mittels einer am Bedienhandgerät angeordneten Bildsensorik ein Bild erfasst
wird und mittels einer am Bedienhandgerät angeordneten RFID-Sensorik RFID-Signale
erfasst werden,
- bei dem das erfasste Bild mit zu erkennenden Maschinenumgebungen verglichen wird und
die erfassten RFID-Signale mit den zu erkennenden Maschinenumgebungen zugeordneten
zu erkennenden RFID-Signalen verglichen werden,
- bei dem in dem Fall, dass das erfasste Bild mit einer der zu erkennenden Maschinenumgebungen
übereinstimmt und die erfassten RFID-Signale mit den der erkannten Maschinenumgebung
zugeordneten zu erkennenden RFID-Signalen übereinstimmen, Betätigungselementen und
Anzeigeelementen des Bedienhandgeräts ein der erkannten Maschinenumgebung zugeordnetes
Menü zugeordnet wird und
- bei dem in den Fällen,
-- dass das erfasste Bild mit keiner der zu erkennenden Maschinenumgebungen übereinstimmt,
-- dass keine RFID-Signale erfasst werden und
-- dass die erfassten RFID-Signale nicht mit den der erkannten Maschinenumgebung zugeordneten
zu erkennenden RFID-Signalen übereinstimmen,
den Betätigungselementen und Anzeigeelementen des Bedienhandgeräts kein Menü zugeordnet
wird.
[0011] Bilderkennungssoftware ist inzwischen sehr leistungsfähig. Rein beispielhaft wird
auf eine Gesichtserkennung bei einem Smartphone (Samsung S3) und auf Microsoft Kinect
verwiesen. Mit derartiger Bilderkennungssoftware lässt sich anhand des erfassten Bildes
die tatsächliche Maschinenumgebung, in welcher sich das Bedienhandgerät befindet,
auch dann erkennen, wenn die Bildsensorik Bestandteil des Bedienhandgeräts ist. Aus
Sicherheitsgründen erfolgt die Zuordnung des Menüs zu den Betätigungselementen und
Anzeigeelementen des Bedienhandgeräts jedoch nicht ausschließlich anhand der erkannten
Maschinenumgebung. Vielmehr erfolgt ein zusätzlicher Abgleich mit den RFID-Signalen.
Diese Kombination stellt im Ergebnis eine Zweikanaligkeit bei der Erfassung und Ermittlung
der tatsächlichen Maschinenumgebung dar und erfüllt daher die Sicherheitsvorschriften.
[0012] Der Begriff "Bild" und in noch stärkerem Maße der Begriff "RFID-Signale" sind obenstehend
und werden auch nachfolgend im generischen Sinne verwendet. Es kommt also nicht darauf
an, ob zu einem bestimmten Zeitpunkt ein einzelnes Bild erfasst wird oder ob mehrere
Bilder erfasst werden. In analoger Weise kommt es nicht darauf an, ob zu einem bestimmten
Zeitpunkt ein einzelnes RFID-Signal erfasst wird oder ob mehrere RFID-Signale erfasst
werden.
[0013] Das erfasste Bild kann nach Bedarf bestimmt sein. Vorzugsweise handelt es sich um
ein Tiefenbild. Tiefenbilder sind als solche an sich bekannt. Ein Tiefenbild ist,
wie Fachleuten bekannt ist, ein zweidimensional ortsaufgelöstes Bild, bei welchem
den einzelnen Bildelementen des Tiefenbildes - gegebenenfalls zusätzlich zu ihrem
Bilddatenwert - ein Tiefenwert zugeordnet ist, der charakteristisch für einen dem
jeweiligen Bildelement zugeordneten Abstand von der Bildsensorik ist. Die Erfassung
derartiger Tiefenbilder ist Fachleuten als solche bekannt. Beispielsweise kann die
Bildsensorik mehrere einzelne Bildsensoren umfassen, welche die erfasste Szene aus
verschiedenen Blickrichtungen erfassen. Alternativ ist es beispielsweise möglich,
mittels einer geeigneten Leuchtquelle ein Streifenmuster (oder ein anderes Muster)
in den von der Bildsensorik erfassten Raum zu projizieren und anhand von Verzerrungen
des Musters in dem von der Bildsensorik erfassten Tiefenbild den jeweiligen Abstand
zu ermitteln.
[0014] Es ist möglich, dass das erfasste Bild und die erfassten RFID-Signale vom Bedienhandgerät
an eine übergeordnete Einrichtung übermittelt werden und dort ausgewertet werden.
Vorzugsweise jedoch sind Beschreibungen der zu erkennenden Maschinenumgebungen und
die zu erkennenden RFID-Signale im Bedienhandgerät gespeichert.
[0015] Es ist möglich, zuerst das erfasste Bild auszuwerten und erst danach die erfassten
RFID-Signale mit den zugehörigen zu erkennenden RFID-Signalen zu vergleichen. Vorzugsweise
jedoch werden zuerst die erfassten RFID-Signale mit den zu erkennenden RFID-Signalen
verglichen, wird sodann im Falle der Übereinstimmung der erfassten RFID-Signale mit
zu erkennenden RFID-Signalen eine den übereinstimmenden RFID-Signalen zugeordnete
zu erkennende Maschinenumgebung vorselektiert und wird schließlich das erfasste Bild
ausschließlich mit der vorselektierten Maschinenumgebung verglichen. Diese Vorgehensweise
führt zu einer beschleunigten Auswertung, weil der Vergleich der erfassten RFID-Signale
erheblich einfacher zu bewerkstelligen ist als die Auswertung des erfassten Bildes.
[0016] Es ist möglich, dass die möglichen Menüs bereits vorab im Bedienhandgerät gespeichert
sind und später nur noch den Betätigungselementen und Anzeigeelementen zugeordnet
werden. Vorzugsweise jedoch wird das Menü erst nach der Ermittlung der erkannten Maschinenumgebung
in das Bedienhandgerät geladen.
[0017] Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Betriebsverfahren kontinuierlich ausgeführt.
Dies führt insbesondere zu dem (erwünschten) Ergebnis, dass in dem Fall, dass eine
zuvor gegebene Übereinstimmung nicht mehr länger besteht, das zuvor gültige Menü unverzüglich
deaktiviert wird.
[0018] In dem Fall, dass den Betätigungselementen und Anzeigeelementen des Bedienhandgeräts
kein Menü zugeordnet wird, wird über die Anzeigeelemente des Bedienhandgeräts vorzugsweise
eine entsprechende Meldung ausgegeben. Dadurch ist für den Benutzer des Bedienhandgeräts
sofort erkennbar, dass er momentan das Bedienhandgerät nicht zur Steuerung der Maschine
verwenden kann. Die (fehlerhafte) Vermutung, das Bedienhandgerät sei defekt, wird
dadurch vermieden.
[0019] Mittels des den Betätigungselementen zugeordneten Menüs sind vorzugsweise in der
erkannten Maschinenumgebung sichtbare Maschinenelemente verfahrbar. Vorzugsweise sind
sogar ausschließlich diese Maschinenelemente verfahrbar, also keine anderen Maschinenelemente.
[0020] Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Bedienhandgerät mit den Merkmalen des Anspruchs
10 gelöst. Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bedienhandgeräts
ist Gegenstand des abhängigen Anspruchs 11. Die entsprechenden Ausgestaltungen korrespondieren
im wesentlichen mit denen des Betriebsverfahrens.
[0021] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die in Verbindung
mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen in schematischer Darstellung:
- FIG 1
- ein Bedienhandgerät,
- FIG 2 und 3
- das Bedienhandgerät von FIG 1 in einer ersten bzw. einer zweiten Maschinenumgebung
und
- FIG 4 bis 6
- Ablaufdiagramme.
[0022] Gemäß FIG 1 ist an einem allgemein mit dem Bezugszeichen 1 bezeichneten Bedienhandgerät
eine Bildsensorik 2 angeordnet. Mittels der Bildsensorik 2 wird zu Erfassungszeitpunkten
- beispielsweise jede Sekunde - jeweils (mindestens) ein Bild B erfasst. Die Bildsensorik
2 ist derart ausgebildet, dass das erfasste Bild B mindestens zweidimensional ortsaufgelöst
ist. Vorzugsweise handelt es sich bei dem erfassten Bild B um ein Tiefenbild. In diesem
Fall ist das erfasste Bild B sogar dreidimensional ortsaufgelöst.
[0023] An dem Bedienhandgerät 1 ist weiterhin eine RFID-Sensorik 3 angeordnet. Mittels der
RFID-Sensorik 3 werden in enger zeitlicher Kopplung zu den Erfassungszeitpunkten (d.h.
entweder gleichzeitig oder unmittelbar zuvor oder unmittelbar danach) RFID-Signale
S erfasst. Die RFID-Sensorik 3 kann als reiner Empfänger ausgebildet sein. Im diesem
Fall wird mittels der RFID-Sensorik 3 ein von einem RFID-Sender 4 ausgesendetes Signal
empfangen. Diese Situation ist - rein beispielhaft - in FIG 2 dargestellt. Alternativ
kann die RFID-Sensorik 3 als Kombination eines Senders mit einem Empfänger ausgebildet
sein. In diesem Fall wird ein von einem RFID-Transponder 5 reflektiertes Signal empfangen.
Diese Situation ist - rein beispielhaft - in FIG 3 dargestellt. Der RFID-Sender 4
und der RFID-Transponder 5 sind an geeigneten Stellen der entsprechenden Maschinen
angeordnet.
[0024] An dem Bedienhandgerät 1 sind weiterhin Betätigungselemente 6 und Anzeigeelemente
7 angeordnet. Über die Anzeigeelemente 7 (beispielsweise ein Display, Zahlenanzeigen
und/oder beleuchtete Tasten) können Informationen an einen Benutzer 8 des Bedienhandgeräts
1 ausgegeben werden. Über die Betätigungselemente 6 kann der Benutzer 8 dem Bedienhandgerät
1 Befehle vorgegeben. Die den Betätigungselementen 6 zugeordneten Funktionalitäten
werden dynamisch bestimmt. Je nach Zustand des Bedienhandgeräts 1 ist einem bestimmten
Betätigungselement 6 also eine erste Funktion, eine zweite Funktion usw. zugeordnet.
Unter Umständen kann einem bestimmten Betätigungselement 6 auch keine Funktion zugeordnet
sein. Über die Anzeigeelemente 7 wird jeweils angezeigt, ob und gegebenenfalls welche
Funktion einem bestimmten Bedienelement 6 zu einem bestimmten Zeitpunkt jeweils zugeordnet
ist. Die Gesamtheit der den Bedienelementen 6 zu einem bestimmten Zeitpunkt zugeordneten
Funktionen und die zugehörigen Anzeigen der Anzeigeelemente 7 werden nachfolgend als
Menü bezeichnet. Die Zuordnung des jeweiligen Menüs ist, wie sich aus den vorstehenden
Ausführungen ergibt, dynamisch in Abhängigkeit von dem erfassten Bild B und den erfassten
RFID-Signalen S.
[0025] Im Bedienhandgerät 1 ist ein Programm 9 hinterlegt. Das Programm 9 umfasst Maschinencode
10, der von einem Prozessor 11 des Bedienhandgeräts 1 unmittelbar ausführbar ist.
Das Programm 9 wird von dem Prozessor 11 abgearbeitet. Unter Abarbeitung des Programms
9 steuert der Prozessor 11 die übrigen Komponenten des Bedienhandgeräts 1, besondere
die Bildsensorik 2, die RFID-Sensorik 3, Betätigungselemente 6 und die Anzeigeelemente
7. Insbesondere die Erfassung der Bilder B und die Erfassung der RFID-Signale S erfolgen
somit unter Abarbeitung des Programms 9. Auch die Zuordnung der Funktionen zu den
Betätigungselementen 6 und die zugehörige Ansteuerung der Anzeigeelemente 7 erfolgt
unter Abarbeitung des Programms 9 und die entsprechende Steuerung des Prozessors 11.
[0026] Das Bedienhandgerät 1 ist gemäß FIG 2 in der Lage, mit einer Steuereinrichtung 12
für eine erste Maschine 13 zu kommunizieren. Das Bedienhandgerät 1 ist gemäß FIG 3
weiterhin in der Lage, mit einer Steuereinrichtung 14 für eine zweite Maschine 15
zu kommunizieren. Gegebenenfalls können auch mehr als zwei Steuereinrichtungen 12,
14 vorhanden sein, mit denen das Bedienhandgerät 1 kommunizieren kann.
[0027] Es sind Beschreibungen von zu erkennenden Maschinenumgebungen B' definiert. Die Beschreibungen
können beliebiger Natur sein. Es kann sich um zwei- oder dreidimensionale Bilder oder
andersartige Beschreibungen handeln. Den zu erkennenden Maschinenumgebungen B' sind
weiterhin zu erkennende RFID-Signale S' zugeordnet. Die zu erkennenden RFID-Signale
S' sind in der Regel zusammen mit den Beschreibungen der zu erkennenden Maschinenumgebungen
B' gespeichert. Vorzugsweise sind die Beschreibungen der zu erkennenden Maschinenumgebungen
B' und die zugeordneten zu erkennenden RFID-Signale S' entsprechend der Darstellung
von FIG 1 im Bedienhandgerät 1 gespeichert. Das Einspeichern der zu erkennenden Maschinenumgebungen
B' und der zu erkennenden RFID-Signale S' kann beispielsweise vorab einmalig mittels
einer leitungslosen oder einer leitungsgebundenen Verbindung zu einem Server 16 erfolgen.
Eine leitungslose Kommunikation ist bevorzugt.
[0028] Den zu erkennenden Maschinenumgebungen B' sind weiterhin Menüs M' zugeordnet. Es
ist möglich, dass die Menüs M' zusammen mit den Beschreibungen der zu erkennenden
Maschinenumgebungen B' und der zugeordneten zu erkennenden RFID-Signale S' gespeichert
sind, also beispielsweise ebenfalls im Bedienhandgerät 1. Vorzugsweise sind jedoch
die Menüs M' außerhalb des Bedienhandgeräts 1 gespeichert, beispielsweise in dem Server
16 und/oder in den Steuereinrichtungen 12, 14. Die Kommunikation mit dem Server 16
bzw. den Steuereinrichtungen 12, 14 kann alternativ leitungsgebunden oder leitungslos
sein.
[0029] Das erfindungsgemäße Bedienhandgerät 1 arbeitet gemäß FIG 4 wie folgt:
[0030] Zu einem bestimmten Erfassungszeitpunkt wird mittels der Bildsensorik 2 in einem
Schritt S1 ein Bild B erfasst. Weiterhin werden im Rahmen des Schrittes S1 RFID-Signale
S erfasst.
[0031] In einem Schritt S2 werden das erfasste Bild B und die erfassten RFID-Signale S ausgewertet.
Insbesondere wird das erfasste Bild mit zu erkennenden Maschinenumgebungen B' verglichen.
Weiterhin werden die erfassten RFID-Signale S mit zu erkennenden RFID-Signalen S'
verglichen, die den zu erkennenden Maschinenumgebungen B' zugeordnet sind.
[0032] In einem Schritt S3 wird geprüft, ob das erfasste Bild B mit einer der zu erkennenden
Maschinenumgebungen B' übereinstimmt und ob zusätzlich die erfassten RFID Signale
S mit denjenigen RFID-Signalen S' übereinstimmen, die der erkannten Maschinenumgebung
B' zugeordnet sind. Wenn die Prüfung des Schrittes S3 positiv verläuft, wird den Betätigungselementen
6 und den Anzeigeelementen 7 des Bedienhandgerätes 1 in einem Schritt S4 dasjenige
Menü M' zugeordnet, das der erkannten Maschinenumgebung B' zugeordnet ist. Wenn die
Prüfung des Schrittes S3 hingegen negativ verläuft, wird den Betätigungselementen
6 und Anzeigeelementen 7 des Bedienhandgeräts 1 in einem Schritt S5 kein Menü zugeordnet.
Die Gültigkeit eines zuvor zugeordneten Menüs M' wird beendet, die entsprechende Zuordnung
also aufgehoben. Vorzugsweise wird in diesem Fall über die Anzeigeelemente 7 des Bedienhandgeräts
1 eine entsprechende Meldung ausgegeben wird. Beispielsweise kann über ein Display
eine Meldung des Inhalts angezeigt werden, dass keine der zu erkennenden Maschinenumgebungen
B' erkannt wurde.
[0033] Die zu erkennenden Maschinenumgebungen B' und die zu erkennenden RFID-Signale S'
sind vorzugsweise innerhalb des Bedienhandgeräts 1 gespeichert. In diesem Fall erfolgen
die entsprechenden Vergleiche des Schrittes S3 innerhalb des Bedienhandgeräts 1. Sie
erfolgen in diesem Fall weiterhin (selbstverständlich) im Rahmen der Abarbeitung des
Programms 9. Anderenfalls werden das erfasste Bild B und die erfassten RFID-Signale
S an eine entsprechende Auswertungseinrichtung, beispielsweise den bereits erwähnten
Server 16, übermittelt und dort ausgewertet.
[0034] Die Vorgehensweise von FIG 4 wird entsprechend der Darstellung von FIG 5 vorzugsweise
kontinuierlich ausgeführt. Von dem Schritt S4 bzw. dem Schritt S5 wird also zum Schritt
S1 zurückgegangen. Bei der erneuten Abarbeitung des Schrittes S4 wird jedoch vorzugsweise
in einem Schritt S6 geprüft, ob die Zuordnung des Menüs M' sich geändert hat oder
nicht. Nur im Falle einer Änderung erfolgt die (neue) Zuordnung des entsprechenden
Menüs M'. Anderenfalls ist, da die Zuordnung des entsprechenden Menüs M' bereits besteht,
keine Maßnahme erforderlich.
[0035] Der Schritt S3 der FIG 4 und 5 ist vorzugsweise entsprechend der Darstellung in FIG
6 wie folgt implementiert:
[0036] Zuerst werden die erfassten RFID-Signale S in einem Schritt S11 mit den zu erkennenden
RFID-Signalen S' verglichen. Ergibt sich hier keine Übereinstimmung, wird zum Schritt
S5 übergegangen. Ergibt sich eine Übereinstimmung, wird in einem Schritt S12 diejenige
zu erkennende Maschinenumgebung B' vorselektiert, die den erkannten (d.h. übereinstimmenden)
RFID-Signalen S' zugeordnet ist. Sodann wird in einem Schritt S13 das erfasste Bild
B mit der vorselektierten Maschinenumgebung B' - und nur dieser Maschinenumgebung
B' - verglichen. Ergibt sich hier keine Übereinstimmung, wird zum Schritt S5 übergegangen.
Ergibt sich eine Übereinstimmung, wird zum Schritt S4 (bzw. zum Schritt S6) übergegangen.
[0037] Wie bereits erwähnt, sind vorzugsweise zwar die zu erkennenden Maschinenumgebungen
B' und die zu erkennenden RFID-Signale S' im Bedienhandgerät 1 gespeichert, nicht
aber die zugehörigen Menüs M'. Vorzugsweise wird daher im Rahmen des Schrittes S4
das entsprechende Menü M' erst zu einem Zeitpunkt von dem Server 16 oder von der jeweiligen
Steuereinrichtung 12, 14 in das Bedienhandgerät 1 geladen, zu dem der Schritt S3 bereits
ausgeführt ist, die Ermittlung der erkannten Maschinenumgebung B' also bereits abgeschlossen
ist. Das Laden des entsprechenden Menüs M' erfolgt - vorzugsweise, aber nicht zwangsweise
- über eine leitungslose Kommunikationsverbindung.
[0038] Die Menüs M' sind auf die jeweilige zu erkennende Maschinenumgebung B' abgestimmt.
Die Menüs M' können insbesondere derart bestimmt sein, dass - siehe die FIG 2 und
3 - mittels des den Betätigungselementen 6 jeweils zugeordneten Menüs M' in der erkannten
Maschinenumgebung B' sichtbare Maschinenelemente 17 verfahrbar sind. Gegebenenfalls
können auch andere Funktionen implementiert sein, die nicht mit mechanischen Bewegungen
verbunden sind. Soweit es das mechanische Verfahren von Maschinenelementen 17 betrifft,
sind vorzugsweise jedoch jeweils ausschließlich die in der erkannten Maschinenumgebung
sichtbaren Maschinenelemente 17 verfahrbar.
[0039] Die vorliegende Erfindung weist viele Vorteile auf. Insbesondere ist eine sichere
und eindeutige Erkennung der jeweiligen Maschinenumgebung B' nebst zugeordneter, sicherer
Zuordnung der entsprechenden Menüs M' möglich. Weiterhin ergibt sich eine große Flexibilität
bezüglich der möglichen zu erkennenden Maschinenumgebungen B' und der zugeordneten
Menüs M'. Bei Bedarf kann die erfindungsgemäße Vorgehensweise weiterhin um eine benutzerbezogene
Identifikation erweitert werden. Beispielsweise kann der Benutzer 8 zusätzlich einen
Code eingeben, selbst einen RFID-Sender 4 oder RFID-Transponder 5 tragen oder einen
am Bedienhandgerät 1 angeordneten SchlüsseLschalter betätigen. In diesem Fall kann
das jeweilige Menü M' zusätzlich zur Zuordnung zur jeweiligen Maschinenumgebung B'
benutzerspezifisch sein.
[0040] Die mittels der Betätigungselemente 6 ausgelösten Aktionen können sicherheitsrelevant
sein. Es kann daher erforderlich sein, gewisse Komponenten des Bedienhandgeräts 1
- beispielsweise den Prozessor 11, die Auslegung der Betätigungselemente 6 oder beispielsweise
die Bildsensorik 2 und/oder die RFID-Sensorik 3 - redundant im Sinne einer Fehlersicherheit
auszulegen. Ob und gegebenenfalls welche Elemente fehlersicher ausgelegt werden müssen,
kann nach Bedarf entschieden werden. Redundante, fehlersichere Auslegungen von Geräten
und Komponenten sind Fachleuten allgemein bekannt, so dass von entsprechenden Ausführungen
hierzu abgesehen werden kann.
[0041] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
1. Betriebsverfahren für ein Bedienhandgerät (1),
- wobei mittels einer am Bedienhandgerät (1) angeordneten Bildsensorik (2) ein Bild
(B) erfasst wird und mittels einer am Bedienhandgerät (1) angeordneten RFID-Sensorik
(3) RFID-Signale (S) erfasst werden,
- wobei das erfasste Bild (B) mit zu erkennenden Maschinenumgebungen (B') verglichen
wird und die erfassten RFID-Signale (S) mit den zu erkennenden Maschinenumgebungen
(B') zugeordneten zu erkennenden RFID-Signalen (S') verglichen werden,
- dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, dass das erfasste Bild (B) mit einer der zu erkennenden Maschinenumgebungen
(B') übereinstimmt und die erfassten RFID-Signale (S) mit den der erkannten Maschinenumgebung
(B') zugeordneten zu erkennenden RFID-Signalen (S') übereinstimmen, Betätigungselementen
(6) und Anzeigeelementen (7) des Bedienhandgeräts (1) ein der erkannten Maschinenumgebung
(B') zugeordnetes Menü (M') zugeordnet wird und
- wobei in den Fällen,
-- dass das erfasste Bild (B) mit keiner der zu erkennenden Maschinenumgebungen (B')
übereinstimmt,
-- dass keine RFID-Signale (S) erfasst werden und
-- dass die erfassten RFID-Signale (S) nicht mit den der erkannten Maschinenumgebung
(B') zugeordneten zu erkennenden RFID-Signalen (S') übereinstimmen,
den Betätigungselementen (6) und Anzeigeelementen (7) des Bedienhandgeräts (1) kein
Menü zugeordnet wird.
2. Betriebsverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das erfasste Bild (B) ein Tiefenbild ist.
3. Betriebsverfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass Beschreibungen der zu erkennenden Maschinenumgebungen (B') und die zu er-kennenden
RFID-Signale (S') im Bedienhandgerät (1) gespeichert sind.
4. Betriebsverfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass zuerst die erfassten RFID-Signale (S) mit den zu erkennenden RFID-Signalen (S') verglichen
werden, sodann im Falle der Übereinstimmung der erfassten RFID-Signale (S) mit zu
erkennenden RFID-Signalen (S') eine den übereinstimmenden RFID-Signalen (S') zugeordnete
zu erkennende Maschinenumgebung (B') vorselektiert wird und schließlich das erfasste
Bild (B) ausschließlich mit der vorselektierten Maschinenumgebung (B') verglichen
wird.
5. Betriebsverfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Menü (M') erst nach der Ermittlung der erkannten Maschinenumgebung (B') in das
Bedienhandgerät (1) geladen wird.
6. Betriebsverfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es kontinuierlich ausgeführt wird.
7. Betriebsverfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, dass den Betätigungselementen (6) und Anzeigeelementen (7) des Bedienhandgeräts
(1) kein Menü zugeordnet wird, über die Anzeigeelemente (7) des Bedienhandgeräts (1)
eine entsprechende Meldung ausgegeben wird.
8. Betriebsverfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels des den Betätigungselementen (6) zugeordneten Menüs (M') in der erkannten
Maschinenumgebung (B') sichtbare Maschinenelemente (17) verfahrbar sind.
9. Betriebsverfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels des den Betätigungselementen (6) zugeordneten Menüs (M') ausschließlich in
der erkannten Maschinenumgebung (B') sichtbare Maschinenelemente (17) verfahrbar sind.
10. Bedienhandgerät,
- wobei am Bedienhandgerät eine Bildsensorik (2), eine RFID-Sensorik (3), Betätigungselemente
(6) und Anzeigeelemente (7) angeordnet sind,
- wobei im Bedienhandgerät ein Programm (9) hinterlegt ist, durch dessen Abarbeitung
von der Bildsensorik (2) ein Bild (B) erfasst wird und von der RFID-Sensorik (3) RFID-Signale
(S) erfasst werden und
- wobei im Rahmen der Abarbeitung des Programms (9) das erfasste Bild (B) mit zu erkennenden
Maschinenumgebungen (B') verglichen wird und die erfassten RFID-Signale (S) mit den
zu erkennenden Maschinenumgebungen (B') zugeordneten zu erkennenden RFID-Signalen
(S') verglichen werden,
- dadurch gekennzeichnet, dass im Rahmen der Abarbeitung des Programms (9) in dem Fall, dass das erfasste Bild (B)
mit einer der zu erkennenden Maschinenumgebungen (B') übereinstimmt und die erfassten
RFID-Signale (S) mit den der erkannten Maschinenumgebung (B') zugeordneten zu erkennenden
RFID-Signalen (S') übereinstimmen, Betätigungselementen (6) und Anzeigeelementen (7)
des Bedienhandgeräts (1) ein der erkannten Maschinenumgebung (B') zugeordnetes Menü
(M') zugeordnet wird und
- wobei im Rahmen der Abarbeitung des Programms (9) in den Fällen,
-- dass das erfasste Bild (B) mit keiner der zu erkennenden Maschinenumgebungen (B')
übereinstimmt,
-- dass keine RFID-Signale (S) erfasst werden und
-- dass die erfassten RFID-Signale (S) nicht mit den der erkannten Maschinenumgebung
(B') zugeordneten zu erkennenden RFID-Signalen (S') übereinstimmen,
den Betätigungselementen (6) und Anzeigeelementen (7) des Bedienhandgeräts (1) kein
Menü zugeordnet wird.
11. Bedienhandgerät nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschreibungen der zu erkennenden Maschinenumgebungen (B') und der den zu erkennenden
Maschinenumgebungen (B') zugeordneten, zu erkennenden RFID-Signale (S') im Bedienhandgerät
gespeichert sind und dass im Rahmen der Abarbeitung des Programms (9) innerhalb des
Bedienhandgeräts das erfasste Bild (B) mit den zu erkennenden Maschinenumgebungen
(B') verglichen wird, die erfassten RFID-Signale (S) mit zu erkennenden RFID-Signalen
(S') verglichen werden und anhand der vorgenommenen Vergleiche entschieden wird, ob
und gegebenenfalls welches Menü (M') den Betätigungselementen (6) und Anzeigeelementen
(7) des Bedienhandgeräts zugeordnet wird.
1. Method for operating a manual control device (1),
- wherein an image (B) is detected by means of a sensor system (2) disposed on the
manual control device (1) and RFID signals (S) are detected by an RFID sensor system
(3) disposed on the manual control device (1),
- wherein the detected image (B) is compared with machine environments (B') to be
recognised and the detected RFID signals (S) are compared with the RFID signals (S')
to be recognised assigned to the machine environments (B') to be recognised,
- characterised in that, in the event of the detected image (B) matching one of the machine environments
(B') to be recognised and the detected RFID signals (S) matching the RFID signals
(S') to be recognised assigned to the machine environments (B') to be recognised,
actuation elements (6) and display elements (7) of the manual control device (1) are
assigned a menu (M') assigned to the machine environment (B') recognised and
- wherein, in the cases,
-- in which the detected image (B) does not match any of the machine environments
(B') to be recognised,
-- in which no RFID signals (S) are detected and
-- in which the detected RFID signals (S) do not match the RFID signals to be recognised
(S') assigned to the recognised machine environment (B'),
no menu is assigned to the actuation elements (6) and display elements (7) of the
manual control device (1).
2. Operating method according to claim 1,
characterised in that the detected image (3) is a depth image.
3. Operating method according to claim 1 or 2,
characterised in that descriptions of the machine environments (B') to be recognised and the RFID signals
(S') to be recognised are stored in the manual control device (1).
4. Operating method according to claim 1, 2 or 3,
characterised in that first of all the detected RFID signals (S) are compared with the RFID signals (S')
to be recognised, then, in the event of the RFID signals (S) detected matching the
RFID signals (S') to be recognised, a machine environment (B') to be recognised assigned
to the matching RFID signals (S') is pre-selected and finally the detected image (B)
is exclusively compared with the pre-selected machine environment (B').
5. Operating method according to one of the above claims,
characterised in that the menu (M') is only loaded into the manual control device (1) after the machine
environment (B') recognised has been established.
6. Operating method according to one of the above claims,
characterised in that it is executed continuously.
7. Operating method according to one of the above claims,
characterised in that, in the event of the actuation elements (6) and display elements (7) of the manual
control device (1) not being assigned any menu, an appropriate message is output via
the display elements (7) of the manual control device (1).
8. Operating method according to one of the above claims,
characterised in that machine elements (17) visible in the recognised machine environment (B') are able
to be moved by means of the menu (M') assigned to the actuation elements (6).
9. Method of operation according to claim 8,
characterised in that exclusively machine elements (17) visible in the recognised machine environment (B')
are able to be moved by means of the menu (M') assigned to the actuation elements
(6).
10. Manual control device,
- wherein an image sensor system (2), an RFID sensor system (3), actuation elements
(6) and display elements (7) are disposed on the manual control device,
- wherein a program (9) is stored in the manual control device, which when processed
by the image sensor system (2), detects an image (B) and RFID signals (S) are detected
by the RFID sensor system (3) and
- wherein, as part of the processing of the program (9), the detected image (B) is
compared with machine environments (B') to be recognised and the detected RFID signals
(S) are compared with the RFID signals (S') to be recognised assigned to the machine
environments (B') to be recognised,
- characterised in that, as part of the processing of the program (9), in the event of the detected image
(B) matching one of the machine environments (B') to be recognised and the detected
RFID signals (S) matching the RFID signals (S') to be recognised assigned to the recognised
machine environment (B'), actuation elements (6) and display elements (7) of the manual
control device (1) are assigned a menu (M') assigned to the recognised machine environment
(B') and
- wherein, as part of the processing of the program (9), in the cases,
-- in which the detected image (B) does not match any of the machine environments
(B') to be recognised,
-- in which no RFID signals (S) are detected and
-- in which the detected RFID signals (S) do not match the RFID signals to be recognised
(S') assigned to the detected machine environment (B'),
no menu is assigned to the actuation elements (6) and display elements (7) of the
manual control device (1).
11. Manual control device according to claim 10,
characterised in that the descriptions of the machine environments (B') to be recognised and of the RFID
signals (S') assigned to the machine environments (B') to be recognised are stored
in the manual control device and that, as part of the processing of the program (9)
within the manual control device, the detected image (B) is compared with the machine
environments (B') to be recognised, the detected RFID signals (S) are compared with
the RFID signals (S') to be recognised and, on the basis of the comparisons made,
a decision is taken as to whether and if necessary which menu (M') is assigned to
the actuation elements (6) and display elements (7) of the manual control device.
1. Procédé pour faire fonctionner un appareil ( 1 ) manuel de commande,
- dans lequel on détecte une image ( B ) à l'aide d'un capteur ( 2 ) d'image monté
sur l'appareil ( 1 ) manuel de commande et on détecte des signaux ( S ) RFID à l'aide
d'un capteur ( 3 ) RFID monté sur l'appareil ( 1 ) manuel de commande,
- dans lequel on compare l'image ( B ) détectée à des environnements ( B' ) de machine
à reconnaître et on compare les signaux ( S ) RFID détectés à des signaux ( S' ) RFID
à reconnaître associés aux environnements ( B' ) de machine à reconnaître,
caractérisé en ce que,
- si l'image ( B ) détectée coïncide avec l'un des environnements ( B' ) de machine
à reconnaître et si les signaux ( S ) RFID détectés coïncident avec les signaux (
S' ) RFID à reconnaître associés à l'environnement (B') de machine reconnu, un menu
( M' ) associé à l'environnement ( B' ) de machine reconnu est associé à des éléments
(6) d'actionnement et à des éléments ( 7 ) d'affichage de l'appareil ( 1 ) manuel
de commande et
- si
--l'image ( B ) détectée ne coïncide avec aucun des environnements ( B' ) de machine
à reconnaître,
--des signaux ( S ) RFID ne sont pas détectés et
--les signaux ( S ) RFID détectés ne coïncident pas avec les signaux ( S' ) RFID à
reconnaître associés à l'environnement ( B' ) de machine reconnu,
un menu n'est pas associé aux éléments ( 6 ) d'actionnement et aux éléments ( 7 )
d'affichage de l'appareil ( 1 ) de commande.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'image ( B ) détectée est une image de profondeur.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
on mémorise dans l'appareil ( 1 ) manuel de commande des descriptions des environnements
( B' ) de machine à reconnaître et les signaux ( S' ) RFID à reconnaître.
4. Procédé suivant la revendication 1,2 ou 3,
caractérisé en ce que
l'on compare d'abord les signaux ( S ) RFID détectés aux signaux ( S' ) RFID à reconnaître,
ensuite, s'il y a coïncidence des signaux ( S ) RFID détectés et des signaux ( S'
) RFID à reconnaître, on présélectionne un environnement ( B' ) de machine à reconnaître
associé aux signaux ( S' ) RFID en coïncidence, et enfin on compare l'image ( B )
détectée exclusivement à l'environnement ( B' ) de machine présélectionné.
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on charge le menu ( M' ) dans l'appareil ( 1 ) manuel de commande seulement après
la détermination de l'environnement ( B' ) de machine reconnu.
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
on l'effectue en continu.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
si un menu n'est pas associé aux éléments ( 6 ) d'actionnement et aux éléments ( 7
) d'affichage de l'appareil ( 1 ) manuel de commande, on émet un message correspondant
par les éléments ( 7 ) d'affichage de l'appareil ( 1 ) manuel de commande.
8. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
au moyen du menu ( M' ) associé aux éléments ( 6 ) d'actionnement, on peut déplacer
des éléments ( 17 ) de machine visibles dans l'environnement ( B' ) de machine reconnue.
9. Procédé suivant la revendication 8,
caractérisé en ce que
au moyen du menu ( M' ) associé aux éléments ( 6 ) d'actionnement, on peut déplacer
des éléments de machine visibles exclusivement dans l'environnement ( B' ) de machine
reconnue.
10. Appareil manuel de commande,
- dans lequel il est monté sur l'appareil manuel de commande un capteur ( 2 ) d'image,
un capteur ( 3 ) RFID, des éléments ( 6 ) d'actionnement et des éléments ( 7 ) d'affichage,
- dans lequel il est mémorisé dans l'appareil manuel de commande un programme ( 9
) par l'exploitation duquel il est détecté une image ( B ) par le capteur ( 2 ) d'image
et il est détecté des signaux ( S ) RFID par le capteur ( 3 ) RFID et
- dans lequel, dans le cadre de l'exploitation du programme ( 9 ), l'image ( B ) détectée
est comparée à des environnements ( B' ) de machine à reconnaître, et les signaux
( S ) RFID détectés sont comparés à des signaux ( S' ) RFID à reconnaître associés
aux environnements ( B' ) de machine à reconnaître,
caractérisé en ce que
dans le cadre de l'exploitation du programme ( 9 ), si l'image ( B ) détectée coïncide
avec l'un des environnements ( B' ) de machine à reconnaître et si les signaux ( S
) RFID détectés coïncident avec les signaux ( S' ) RFID à reconnaître associés à l'environnement
( B' ) de machine reconnu, un menu ( M' ) associé à l'environnement ( B' ) de machine
reconnu est associé à des éléments ( 6 ) d'actionnement et à des éléments ( 7 ) d'affichage
de l'appareil manuel de commande et
- dans lequel, dans le cadre de l'exploitation du programme ( 9 ), si
-- l'image ( B ) détectée ne coïncide avec aucun des environnements ( B' ) de machine
à reconnaître,
-- des signaux ( S ) RFID ne sont pas détectés et
-- les signaux ( S ) RFID détectés ne coïncident pas avec les signaux ( S' ) RFID
à reconnaître associés à l'environnement ( B' ) de machine reconnu,
un menu n'est pas associé aux éléments ( 6 ) d'actionnement et aux éléments ( 7 )
d'affichage de l'appareil ( 1 ) de commande.
11. Appareil manuel de commande suivant la revendication 10,
caractérisé en ce que
les descriptions des environnements ( B' ) de machine à reconnaître et des signaux
( S' ) RFID à reconnaître associés aux environnements ( B' ) de machine à reconnaître
sont mémorisés dans l'appareil manuel de commande et en ce que, dans le cadre de l'exploitation du programme ( 9 ) au sein de l'appareil manuel
de commande, l'image ( B ) détectée est comparée aux environnements ( B' ) de machine
à reconnaître, les signaux ( S ) RFID détectés sont comparés aux signaux ( S' ) RFID
à reconnaître et, au moyen des comparaisons à effectuer, on décide si et le cas échéant
quel menu ( M ) est associé aux éléments ( 6 ) d'actionnement et aux éléments ( 7
) d'affichage de l'appareil manuel de commande.