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EP 2 805 124 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.04.2018 Patentblatt 2018/17 |
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Anmeldetag: 17.12.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/075742 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/107578 (25.07.2013 Gazette 2013/30) |
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WAFFENROHR MIT VERCHROMTEM INNENPROFIL
WEAPON BARREL WITH A CHROME-PLATED INNER PROFILE
CANON À PROFILÉ INTÉRIEUR CHROMÉ
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
17.01.2012 DE 102012000686
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.11.2014 Patentblatt 2014/48 |
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Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition GmbH |
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29345 Unterlüss (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHNEIDER, Hubert
78661 Dietingen (DE)
- BOHNSACK, Eckehard
29320 Hermannsburg (DE)
- GERT, Schlenkert
40233 Düsseldorf (DE)
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Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 4 419 864 US-A- 1 886 218 US-A- 4 308 681
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DE-U1- 20 002 365 US-A- 2 465 962
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft vorrangig ein verchromtes Innenprofil für insbesondere kleinkalibrige
Maschinenwaffen. Die Verchromung zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich über die
gesamte Länge des Waffenrohres, also auch in den thermisch hoch beanspruchten Bereichen,
aufgetragen ist. Damit eine derartige Verchromung realisiert werden kann, wird ein
neues Innenprofil für Maschinenwaffen derart vorgesehen, dass als Profil mit Polygonzügen
und mit einer Feldhöhe ausgeführt ist, die noch eine geplante Verchromungsschichtdicke
ermöglichen.
[0002] Maschinenkanonen im insbesondere kleinkalibrigen Bereich unterliegen hohen Ansprüchen.
Bekanntlich werden Waffenläufe bzw. Waffenrohr im Mittelkaliber- und Großkaliberbereich
mit einer Innenverchromung versehen. Damit können die Waffenrohre höhere Belastungen
besser aufnehmen.
[0003] Bei einem herkömmlichen Rohrprofil eines kleinkalibrigen Waffenlaufs von beispielsweise
ca. 12,7 mm darf das Feld-Zug-Profil ca. 0,26 mm nur betragen, sodass bei herkömmlichen
Feld-Zug-Geometrien der Maschinenwaffen eine Differenz zwischen Zug und Feld von 0,13
mm vorhanden sind. Eine Verchromung wird in der Regel mit 1/10 angesetzt. Leider wird
aufgrund dieser Vorgabe bei derart kleinen Kalibern keine saubere Kontur geschaffen,
sodass in den hohen Druckbereichen das Zug-Feld-Profil ein Scheren an den Zügen nicht
verhindert wird und diese weg brechen können.
[0004] Die
DE 10 2005 043 924 B3 offenbart eine Möglichkeit, eine Innenfläche eines einen kleinen Durchmesser aufweisenden
Waffenrohres zu härten. Genutzt wird dazu eine Reflektoranordnung, bei der ein Reflektorkopf
ein Laserlichtbündel auf einen Abschnitt der Innenfläche ablenkt.
[0005] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Möglichkeit aufzuzeigen, die einen Waffenlauf
mit kleinem Durchmesser für hohe Belastungen realisiert.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den Unteransprüchen aufgezeigt.
[0007] Obwohl sich eine Verchromung von Kleinkaliberwaffen nicht anbietet, wie bereits ausgeführt,
geht die Erfindung davon aus, eine Vollverchromung des Waffenlaufes vorzunehmen, nicht
nur eines hoch beanspruchten Bereichs.
[0008] Aus der
DE 1 703 012 A1 ist ein Drallzugprofil für Geschossläufe bekannt. Hierbei bilden die zwischen den
Feldern und Zügen liegenden schraubenförmigen Drallflankenflächen mit dem jeweils
am Fuß der Flanke angelegten Radius einen selbsthemmenden Winkel, der die auf die
Rohrwandung wirkende Radialkomponente möglichst klein hält. Als vorteilhaft wird dabei
erwähnt, dass der Lauf zwei Züge aufweist. Die Züge verlaufen im Querschnitt vom Fuß
ihrer Flanke über etwa 90° nach einem dem halben-Nennkaliber entsprechenden Kreisbogen
um die Achse des Laufes und dann etwa nach einer flachen archimedischen Spirale oder
Parabelabschnitt bis zum Scheitel der nächsten Flanke.
[0009] Aus der
DE 1 044 675 ist ein Zugprofil bekannt, bei welchen die Züge durch Kreisbögen vom Fuß jeder Flanke
zur Höhe des benachbarten Feldes gebildet werden.
[0011] Die
US 1,886,218 A offenbart ein Waffenrohr mit einem Innenprofil mit Feldern und Zügen für Kleinkaliberwaffen,
wobei das gesamte Innenprofil verchromt ist. Sie bildet damit den nächstliegenden
Stand der Technik für die vorliegenden Erfindung. Um eine Vollverchromung des gesamten
Innenprofils vornehmen zu können, liegt der Erfindung die weitere Idee zugrunde, aufgrund
der allgemeinen Bedingung der Innengeometrie der Querschnittsfläche, das Innenprofil
gegenüber bekannten Innenprofilen der insbesondere Kleinkaliberwaffen abzuändern.
Als neues Innenprofil wird ein Polygon, ein abgeflachtes Sägezahnprofil, unter Berücksichtigung
eines gleichen vorgegebenen (Druck-)Querschnitts vorgesehen. Dadurch können die Leistenkräfte
durch das Feldprofil besser aufgenommen bzw. gehalten werden. Dieses Innenprofil lässt
dann ein Verchromen des Waffenrohres zu. Für das Verchromen und damit der konstruktiven
Gestaltung des Innenprofils werden die Grundbedingungen für die Verchromung berücksichtigt,
die da sind - dickere Chromschicht, ähnliche Druckquetschkräfte (Feldhöhe) wie bei
gleichen Kalibern sowie gute Chromhaltbarkeit. Entsprechend sind der Anstieg, die
Flanke und die Fläche der Felder sowie die Fläche der Züge zu bestimmen.
[0012] Die Flächen der Felder werden bei der Herstellung mit einer dickeren Chromschicht
als die Flächen der Züge versehen. Zwischen beiden ist ein Schichtübergang eingebunden.
Die Verchromung erfolgt in einem Chromelektrolyt und mittels Pumpen, die den Elektrolyt
durch das Waffenrohr bzw. den Lauf hindurch pumpen. Die Chromabscheidung erfolgt in
bekannter Art und Weise.
[0013] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert
werden. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Schnittzeichnung eines Zug-Feld-Profils mit acht Zügen,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung B aus Fig.1.
[0014] In Fig. 1 ist in einer Schnittdarstellung ein sonst nicht näher dargestelltes Waffenrohr
1 dargestellt. Dieses weist ein Innenprofil 2 mit Feldern 3 und Zügen 4 auf. Die Felder
3 sind als Polygone - trapezförmig und asymmetrisch - ausgeführt, die wesentlich schmaler
als die Züge 4 sind. Die Polygone weisen einseitig einen relativ langen Anstieg 5
und auf der anderen Seite eine schnell absteigende bzw. abfallende Flanke 6 auf (Fig.
2). Eine derartige konstruktive Form der Felder 3 ermöglicht eine bessere Aufnahme
der Leistungskräfte, auf die senkrecht stehende Höhe.
[0015] Zur Erhöhung der Lebensdauer der Waffenrohres 1 ist nunmehr vorgesehen, das ganze
Waffenrohr 1 zu verchromen. Die Chromschicht 7 auf den Zügen 4 ist dabei dünner als
die Chromschicht 8 auf den Feldern 3. Auf den Steigungen 5 und Flanken 6 sind Schichtdickenübergänge
9 von Feld 3 auf Zug 4 und Zug 4 auf Feld 3 aufgebracht.
[0016] Für ein 12,7 mm (.50) Waffenrohr 1 würde die bevorzugte Verchromungsschichtdicke
für die Chromschicht 7 des Feldes 3 bei ca. 0,095 mm und die Chromschichtdicke 8 des
Zuges 4 bei ca. 0,075 mm liegen. Um beispielsweise eine (kalibervergleichbare) Querschnittsfläche
(Rohrprofil) von 129,26mm
2 zu erhalten, sollte die Fläche des Zuges 4 ca. 3,44 mm betragen. Der Anstieg 5 der
Flanken 6 kann mit 62,5° (± 0,5°) vorgesehen werden, die Flanke mit 25° (± 0,5°).
1. Waffenrohr (1) mit einem Innenprofil (2) mit Feldern (3) und Zügen (4) für Kleinkaliberwaffen,
wobei das gesamte Innenprofil (2) verchromt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Felder (3) des Innenprofils(3, 4) als Polygone - trapezförmig und asymmetrisch
- ausgeführt sind und wesentlich schmaler als die Züge (4) sind, und eine Chromschicht
(7) auf den Zügen (4) dünner als eine Chromschicht (8) auf den Feldern (3) ist, wobei
auf Steigungen (5) und Flanken (6) Schichtdickenübergänge (9) von Feld (3) auf Zug
(4) und Zug (4) auf Feld (3) aufgebracht sind.
2. Waffenrohr (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polygon ein abgeflachtes Sägezahnprofil ist.
3. Waffenrohr (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Felder (3) einseitig einen relativ langen Anstieg (5) in Form einer Steigung
und auf der anderen Seite eine schnell absteigende Flanke (6) aufweisen.
4. Waffenrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Chromschicht (7) des Feldes (3) ca. 0,095 mm und die Chromschichtdicke (8) des
Zuges (4) ca. 0,075 mm beträgt.
5. Herstellung eines Waffenrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Waffenrohr (1) in einem Elektrolyt eingebracht ist, wobei eine Elektrode im Waffenrohr
(1) eingebunden ist, und das Elektrolyt mittels Pumpen durch das Waffenrohr (1) hindurch
gepumpt wird.
1. Weapon barrel (1) having an inner profile (2) with lands (3) and grooves (4) for small-calibre
weapons, wherein the entire inner profile (2) is chrome-plated, characterized in that the lands (3) of the inner profile (3, 4) are designed as polygons - trapezoidallay
and asymmetrically and are substantially narrower than the grooves (4), and a chrome
layer (7) on the grooves (4) is thinner than a chrome layer (8) on the lands (3),
wherein layer thickness transitions (9) from land (3) to groove (4) and from groove
(4) to land (3) are applied to the inclines (5) and flanks (6).
2. Weapon barrel (1) according to Claim 1, characterized in that the polygon is a flattened sawtooth profile.
3. Weapon barrel (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that on one side the lands (3) have a relatively long slope (5) in the form of an ascent
and on the other side a rapidly descending flank (6).
4. Weapon barrel according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the chrome layer (7) of the land (3) is about 0.095 mm, and the chrome layer thickness
(8) of the groove (4) is about 0.075 mm.
5. Production of a weapon barrel according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the weapon barrel (1) is introduced into an electrolyte, wherein an electrode is
integrated in the gun barrel (1) and the electrolyte is pumped through the gun barrel
(1) by pumps.
1. Canon (1) ayant un profilé intérieur (2) à champs (3) et à rayures (4) pour des armes
de petit calibre, dans lequel le profilé intérieur (2) est entièrement chromé, caractérisé en ce que les champs (3) du profilé intérieur (3, 4) sont réalisés sous la forme de polygones
trapézoïdaux et asymétriques et sont sensiblement plus étroits que les rayures (4),
et en ce qu'une couche de chrome (7) sur les rayures (4) est plus mince qu'une couche de chrome
(8) sur les champs (3), dans lequel, sur des montées (5) et des flancs (6), sont appliquées
des transitions d'épaisseur de couche (9) du champ (3) vers la rayure (4) et de la
rayure (4) vers le champ (3).
2. Canon (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le polygone est un profilé à dents de scie aplati.
3. Canon (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les champs (3) présentent une montée (5) relativement longue d'un côté sous la forme
d'une rampe et un flanc (6) descendant rapidement de l'autre côté.
4. Canon selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la couche de chrome (7) du champ (3) est d'environ 0,095 mm et en ce que l'épaisseur de la couche de chrome (8) de la rayure (4) est d'environ 0,075 mm.
5. Fabrication d'un canon selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le canon (1) est introduit dans un électrolyte, dans lequel une électrode est incorporée
dans le canon (1) et l'électrolyte est pompé à travers le canon (1) au moyen de pompes.


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