| (19) |
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(11) |
EP 2 805 381 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.07.2015 Patentblatt 2015/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.12.2012 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/005113 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/107484 (25.07.2013 Gazette 2013/30) |
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| (54) |
VERBINDUNGSELEMENT
CONNECTING ELEMENT
ÉLÉMENT DE RACCORDEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
19.01.2012 DE 202012000487 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.11.2014 Patentblatt 2014/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG |
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83413 Fridolfing (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- TATZEL, Frank
A-5121 Ostermiething (AT)
- OBERHAUSER, Tobias
84550 Feichten (DE)
- SCHÜTT, Hauke
24794 Bünsdorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zeitler Volpert Kandlbinder
Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB |
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Herrnstrasse 44 80539 München 80539 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2010/010524 US-A1- 2003 085 716
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WO-A1-2011/013747 US-B1- 6 776 668
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement zum elektrisch leitenden Verbinden
von zwei Bauteilen und insbesondere ein Verbindungselement, mit dem Hochfrequenz-Signale
zwischen zwei Bauteilen und insbesondere Leiterplatten möglichst verlustfrei übertragen
werden können.
[0002] Bei derartigen Verbindungselementen ist erforderlich, dass diese eine möglichst verlustfreie
Übertragung der Hochfrequenz-Signale auch in einem definierten Toleranzbereich bezüglich
der Parallelität sowie des Abstands der beiden Leiterplatten zueinander sicherstellen.
Weitere Anforderungen an solche Verbindungselemente liegen in einer kostengünstigen
Herstellung sowie einer einfachen Montage. Zudem sollen die axialen und radialen Abmessungen
des Verbindungselements möglichst klein gehalten werden.
[0003] Zum Einsatz kommen derzeit hauptsächlich zwei Ausführungsformen derartiger Verbindungselemente.
[0004] Zum einen wird eine Verbindung zwischen zwei Leiterplatten mittels zwei, mit den
Leiterplatten fest verbundenen Koaxialsteckverbindern sowie einem die beiden Koaxialsteckverbinder
verbindenden Adapter, dem sogenannten "Bullet", hergestellt. Dieser Adapter ermöglicht
einen axialen und radialen Toleranzausgleich sowie den Ausgleich von Parallelitätstoleranzen.
Typische hierfür eingesetzte Koaxialsteckverbinder sind SMP, Mini-SMP oder FMC. Alternativ
werden elektrische Verbindungen zwischen zwei Leiterplatten auch über Federkontaktstifte,
sogenannte "Pogopins", in Einzelleiter- und/oder Mehrfachleiteraufbau realisiert.
Derartige Federkontaktstifte umfassen eine Hülse und einen teilweise innerhalb der
Hülse geführten Kopf sowie eine Schraubenfeder, die sich zwischen dem Kopf und der
Hülse abstützt. Die für die Schraubenfeder geforderten Eigenschaften bezüglich Federkraft
und Blocklänge erfordern relativ große Federlängen, die sich entsprechend nachteilig
auf die axiale Bauhöhe der Federkontaktstifte auswirken. Die Verwendung von Federkontaktstiften
im Einzelleiteraufbau weist zudem den Nachteil auf, dass diese in einem bestimmten
Muster als Signal- und Groundpins angeordnet sein müssen, um eine befriedigende elektrische
Leistung zu erzielen. Mehrfachleiter sind dagegen aufgrund ihres komplizierten Aufbaus
fehleranfällig und teuer.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
verbessertes Verbindungselement zum elektrischen Verbinden von zwei Bauteilen anzugeben.
Insbesondere sollte sich das Verbindungselement trotz Toleranzen ausgleichender Eigenschaften
durch eine kostengünstige Herstellung, einen einfachen und somit fehlerunanfälligen
Aufbau und/oder eine einfache Montage auszeichnen. Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand
des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Verbindungselements sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche und ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung.
[0007] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die elektrische Verbindung zwischen zwei
Bauteilen mittels eines möglichst einfach aufgebauten Leiters zu realisieren und einen
Ausgleich von Lagetoleranzen der beiden zu verbindenden Bauteile durch eine Deformation
dieses Leiters aufgrund seiner strukturellen Ausgestaltung zu realisieren.
[0008] Hierfür wird erfindungsgemäß ein Leiter verwendet, der mindestens zwei, in Verbindungsrichtung
relativ zueinander bewegliche Teilleiter umfasst, wobei eine Relativbewegung der Teilleiter
zu einer radialen, vorzugsweise elastischen Deformation von zumindest einem der Teilleiter
führt.
[0009] Die beiden Teilleiter können somit teleskopartig ausgebildet sein und Lagetoleranzen
der zu verbindenden Bauteile, insbesondere hinsichtlich des Abstands der (Verbindungsstellen
der) Bauteile voneinander, durch teleskopartiges Zusammen- und Auseinanderschieben
ausgleichen. Die durch die Relativbewegung der beiden Teilleiter erzeugte radiale
Deformation von zumindest einem der Teilleiter sorgt dafür, dass insbesondere das
Zusammenschieben nur soweit erfolgt, wie dies zum Ausgleich der Lagetoleranzen erforderlich
ist. Dadurch wird eine sichere Kontaktierung des Leiters an den Verbindungsstellen
der beiden Bauteile erreicht.
[0010] Als "Verbindungsrichtung" wird die durch eine Verbindungsgerade zwischen den beiden
Verbindungsstellen der Bauteile definierte Richtung verstanden.
[0011] Eine bevorzugte Möglichkeit, die durch die Relativbewegung hervorgerufene Radialdeformation
zu bewirken, kann vorsehen, zumindest einen Abschnitt von zumindest einem der Teilleiter
sich (z.B. konisch) verjüngend auszubilden. Ein entsprechender Gegenabschnitt eines
anderen Teilleiter kann dann bei der Relativbewegung auf dem sich verjüngenden Abschnitt
abgleiten und dadurch radial aufgeweitet werden.
[0012] Vorzugsweise sollte (zumindest) der auf dem sich verjüngenden Abschnitt gleitende
Abschnitt des anderen Teilleiters so ausgebildet sein, dass dieser hinreichend geringe
Rückstellkräfte ausbildet, um die erfindungsgemäß vorgesehene Funktion eines Toleranzausgleichs
bei den bei der Montage der beiden Bauteile und des Verbindungselement aufgebrachten
oder übertragbaren Kräfte zu erfüllen. Hierzu kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass
zumindest ein erster der Teilleiter, besonders bevorzugt derjenige, dessen Abschnitt
auf dem sich verjüngenden Abschnitt des anderen Teilleiter gleitet, eine Mehrzahl
von Federlaschen ausbildet, die an einer Oberfläche (besonders bevorzugt des sich
verjüngenden Abschnitts) eines zweiten Teilleiters (ggf. bereits schon in einer Neutralstellung
unter einer Vorspannung) anliegen.
[0013] Ein vorteilhafte, da insbesondere kostengünstige Möglichkeit zur Herstellung eines
solchen Teilleiters mit Federlaschen kann vorsehen, diesen durch Umbiegen einer zugeschnittenen
Platine, d.h. eines die Federlaschen schon ausbildenden Flächenbauteils, zu einem
Rohr (beliebigen, insbesondere jedoch kreisförmigen Querschnitts) zu erzeugen.
[0014] Unter einer "Neutralstellung" wird eine Relativposition der beiden Teilleiter verstanden,
in der eine Relativbewegung nur durch das Aufbringen von äußeren Kräften erreichbar
ist.
[0015] Diese durch ein Kräftegleichgewicht gekennzeichnete Neutralstellung kann vorzugsweise
dadurch erreicht werden, dass ein Anschlag zwischen den Teilleitern vorgesehen wird,
der eine durch die radiale, elastische Deformation bedingte Relativbewegung begrenzt.
[0016] Für eine gute Kontaktierung der beiden Bauteile sollte jeweils eine relativ große
Kontaktfläche des Verbindungselements zur Verfügung stehen. Diese relativ große Kontaktfläche
kann durch eine entsprechende Formgebung und insbesondere einen relativ großen Querschnitt
der Teilleiter an dem für die jeweilige Kontaktierung der Bauteile vorgesehenen Ende
der Teilleiter ausgebildet werden. Bei dem vorzugsweise durch Umbiegen einer zugeschnittenen
Platine ausgebildeten Teilleiter kann vorgesehen sein, diesen mit einem ringförmigen
(Ringform beliebig, vorzugsweise jedoch kreisförmig) Adapterelement zu verbinden,
das diese relativ große Kontaktfläche ausbildet. Dadurch kann darauf verzichtet werden,
die zugeschnittene Platine, deren Stärke ggf. zu gering ist, um eine hinreichend große
Kontaktfläche auszubilden, endseitig abkanten zu müssen. Zudem kann das Adapterelement
so ausgebildet sein (z.B. mit einem L-förmigen Querschnitt), dass es den Teilleiter
(in einem Abschnitt) umgibt und diesen in seiner Rohrform fixiert. Gegebenenfalls
kann dann auf ein Verbinden (z.B. durch Schweißen, Löten oder Kleben) der Stoßnaht
verzichtet werden.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbindungselements ist
vorgesehen, dass der Leiter als Außenleiter eines Koaxial-Verbindungselements vorgesehen
ist, der somit einen weiteren Leiter (Innenleiter) umgibt. Dieser Innenleiter kann
vorzugsweise in bekannter Form als Federkontaktstift ausgebildet sein, somit eine
Hülse, einen oder vorzugsweise zwei teilweise innerhalb der Hülse geführte Kolben
sowie ein oder mehrere Federelemente, die den/die Kolben in Richtung ihrer ausgefahrenen
Stellung belasten, umfassen. Derartige Federkontaktstifte zeichnen sich durch ein
gutes Übertragungsverhalten für insbesondere Hochfrequenz-Signale und ebenfalls durch
eine Unempfindlichkeit gegenüber Lagetoleranzen der miteinander zu verbindenden Bauteile
aus. Toleranzen bezüglich des Abstandes der beiden Bauteile zueinander werden durch
die Möglichkeit einer Verschiebung des/der Kolben(s) in der Hülse ausgeglichen. Das/die
Federelement(e) sorgt/sorgen dabei für eine hinreichende Anpresskraft des/der Kolben(s)
an das jeweilige angrenzende Bauteil.
[0018] Vorzugsweise ist zwischen dem Außenleiter und dem Innenleiter ein Isolationselement
angeordnet. Dieses kann - um eine gut handhabbare Einheit zu erhalten - vorzugsweise
mit dem Innenleiter und zumindest einem Abschnitt eines der Teilleiter fest verbunden
sein. Dabei besteht auch die Möglichkeit, das Isolierelement vollständig mit dem Außenleiter
fest zu verbinden, sofern dieses einen relativ geringen Elastizitätsmodul aufweist
und somit die erfindungsgemäß vorgesehene Relativbewegung der beiden Teilleiter des
Außenleiters nicht oder nur unwesentlich behindert.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1:
- ein erfindungsgemäßes Verbindungselement in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht;
und
- Fig. 2 bis 5:
- verschiedene Stufen der Verbindung des Verbindungselements gemäß Fig. 1 mit zwei Platinen.
[0020] Das in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Verbindungselement dient dazu, zwei Leiterplatten
elektrisch leitend miteinander zu verbinden. Das Verbindungselement umfasst einen
Innenleiter 1, einen Außenleiter 2 sowie ein zwischen dem Innenleiter 1 und dem Außenleiter
2 angeordnetes Isolationselement 3. Der Innenleiter 1 ist in Form eines Federkontaktstifts
ausgebildet, d.h. dieser umfasst eine Hülse 4 sowie zwei teilweise innerhalb der Hülse
beweglich geführte Kolben 5. Innerhalb der Hülse 4 ist eine (nicht dargestellte) Schraubenfeder
angeordnet, die sich zwischen den beiden Kolben 5 abstützt und diese in ihre jeweilige
ausgefahrene Stellung beaufschlagt.
[0021] Der Außenleiter 2 umfasst einen ersten Teilleiter 6 mit einem rohrförmigen Mantel
mit kreisförmigem Querschnitt, der von einer Vielzahl von Federlaschen 7 ausgebildet
ist. Die festen Enden der Federlaschen gehen in einen Fußabschnitt 8 des ersten Teilleiters
6 über. Der Fußabschnitt 8 selbst ist in einem ringförmigen Adapterelement 9 gehalten,
dessen Wand einen L-förmigen Querschnitt aufweist. Ein erster Schenkel der L-förmigen
Wand kontaktiert die Außenseite des Fußabschnitts 8 und fixiert diesen in radialer
Richtung. Die Innenseite des zweiten Schenkels der L-förmigen Wand kontaktiert die
Stirnfläche des Fußabschnitts 8 und fixiert diesen in axialer Richtung (die der Verbindungsrichtung
entspricht). Die Außenseite dieses zweiten Schenkels dient als Kontaktfläche 16 zur
Kontaktierung einer ersten Leiterplatte. Die Verbindung zwischen dem Fußabschnitt
8 und dem Adapterelement 9 des ersten Teilleiters 6 ist durch eine Presspassung dauerhaft
ausgeführt.
[0022] Der Außenleiter 2 umfasst zudem einen zweiten Teilleiter 10, der ebenfalls rohrförmig
(mit kreisförmigem Querschnitt) ausgebildet ist, nahezu die gleiche Länge wie das
Isolationselement 3 aufweist und mit diesem in einem Abschnitt, in dem der zweite
Teilleiter einen geschlossenen Mantel ausbildet, fest verbunden (z.B. verklebt) ist.
In dem auf Seiten des Fußabschnitts 8 des ersten Teilleiters 6 angeordneten Endabschnitt
des zweiten Teilleiter 10 ist dieser mehrfach (konkret vierfach) in Längsrichtung
geschlitzt, so dass dieser ebenfalls Federlaschen 11 ausbildet, deren Federsteifigkeit
jedoch höher als diejenige der Federlaschen 7 des ersten Teilleiters 6 ist. Die Federlaschen
11 des zweiten Teilleiters 10 dienen dazu, eine sichere Anlage des entsprechenden
Endes des zweiten Teilleiters 10 an der Innenseite des Fußabschnitts 8 des ersten
Teilleiters 6 zu gewährleisten. Um ein Auslenken der Federlaschen 11 nach innen zu
ermöglich, ist das Isolationselement 3 in dem entsprechenden Abschnitt mit einem geringförmig
kleineren Durchmesser ausgeführt.
[0023] An dem dem Fußabschnitt 8 gegenüberliegenden Ende bildet der zweite Teileiter 10
an seiner Außenseite einen sich verjüngenden, konkret konisch ausgebildeten Abschnitt
12 aus. Dieser konische Abschnitt 12 geht in einen ringförmigen Vorsprung 13 über,
der als Anschlag für die bogenförmig verlaufenden (freien) Endabschnitte 14 der Federlaschen
7 des ersten Teilleiters 6 dient. In der in der Fig. 1 dargestellten Neutralstellung
des Verbindungselements liegen die bogenförmigen Endabschnitt 14 der Federlaschen
7 demnach in dem komplementär ausgebildeten Übergang zwischen dem konischem Abschnitt
12 und dem ringförmigen Vorsprung 13 des zweiten Teilleiters 10. In dieser Stellung
ist ein Auseinanderziehen der beiden teleskopartig ineinandergesteckten Teilleiter
6, 10 nur unter einer erheblichen Krafteinwirkung möglich. Ein Zusammenschieben der
Teilleiter 6, 10 ist dagegen bereits durch Ausübung einer vergleichsweise geringen
Druckkraft möglich, wobei die beiden Teilleiter 6, 10 eine Gegenkraft erzeugen, die
aus der radialen, elastischen Deformation (Auslenkung) der Federlaschen 7 des ersten
Teilleiters 6 resultiert. Diese radiale Auslenkung der Federlaschen 7 ist eine Folge
der gleitenden Relativverschiebung der bogenförmigen Endabschnitte 14 der Federlaschen
7 des ersten Teilleiters 6 auf dem konischen Abschnitt 12 des zweiten Teilleiters
10.
[0024] Die Stirnfläche des den konischen Abschnitt 12 aufweisenden Endabschnitts des zweiten
Teilleiters 10 bildet ebenfalls eine Kontaktfläche 15 aus, die einer Kontaktierung
einer zweiten Leiterplatte dient.
[0025] Durch die feste Verbindung von Innenleiter 1 zu isolationselement 3, Isolationselement
3 zu zweitem Teilleiter 10 und die lediglich in Grenzen verschiebbare Verbindung zwischen
dem zweiten Teilleiter 10 und dem ersten Teilleiter 6 stellt das Verbindungselement
eine gut handhabbare Einheit dar, deren Bestandteile in hinreichendem Maße unverlierbar
miteinander verbunden sind.
[0026] Um zwei Platinen mittels des erfindungsgemäßen Verbindungselements zur Übertragung
von Hochfrequenz-Signalen elektrisch zu verbinden, wird das Verbindungselement zunächst
fest mit einer ersten Platine 17 verbunden. In dem in den Fig. 2 bis 5 dargestellten
Beispiel erfolgt dies mit der von dem zweiten Teilleiter 10 ausgebildeten Kontaktfläche
15 des Außenleiters 2. Dabei wird der entsprechende (untere) Bolzen 5 des Innenleiters
1 so weit in die Hülse 4 verschoben, dass dessen Spitze im Wesentlichen in einer Ebene
mit der Kontaktfläche 15 des zweiten Teilleiters 10 liegt. Die dadurch erhöhte Vorspannung
der Schraubenfeder sorgt durch eine entsprechende Gegenkraft für ein sicheres Kontaktieren
des Kolbens mit der dazugehörigen Kontaktstelle der Platine 17.
[0027] Daraufhin wird die zweite Platine 18 montiert, die dadurch mit einer definierten
Anpresskraft gegen das von dem ersten Teilleiter ausgebildete Ende des Außenleiters
drückt (vgl. Fig. 3). Diese Anpresskraft kann infolge von Lagetoleranzen der beiden
Platinen 17, 18 variieren. Das Andrücken der zweiten Platine 18 gegen das Verbindungselement
bewirkt zum einen ein Verschieben des entsprechenden (oberen) Kolbens 5 des Innenleiters
1 gegen die Kraft der Schraubenfeder. Die so weiter erhöhte Federvorspannung sorgt
für einen sicheren Kontakt des Kolbens 5 mit der entsprechenden Kontaktstelle auf
der Platine 18.
[0028] Weiterhin sorgt das Andrücken der oberen Platine 18 für eine zumindest geringe Relativverschiebung
der beiden Teilleiter 6, 10 in axialer bzw. Verbindungsrichtung (vgl. Fig. 5). Dies
ergibt sich bereits dadurch, dass die Gesamtlänge des Außenleiters 2 in der Neutralstellung
so bemessen ist, dass diese geringfügig größer als der maximale, von den Toleranzen
zugelassene Abstand zwischen den beiden Platinen 17, 18 ist. Die Relativverschiebung
der Teilleiter 6, 10 führt zu der bereits beschriebenen radialen, elastischen Auslenkung
der Federlaschen 7 des ersten Teilleiters 6. Dadurch wird eine Rückstellkraft erzeugt,
die für einen ausreichenden Kontaktdruck in den Kontaktstellen zwischen Verbindungselement
und den Leiterplatten 17, 18 sorgt. Gleichzeitig wird durch die axiale Relativbeweglichkeit
der Teilleiter 6, 10 eine Möglichkeit geschaffen, Lagetoleranzen der beiden Leiterplatten
17, 18 auszugleichen, wobei nicht nur Toleranzen bezüglich des Abstands der beiden
Leiterplatten 17, 18 voneinander, sondern auch in Grenzen bezüglich einer mangelnden
Parallelität ausgeglichen werden können, da mittels der Kontaktierung zwischen erstem
Teilleiter 6 und zweitem Teilleiter 10 ausschließlich über die Federlaschen 7, 11
eine (begrenzte) Relativbeweglichkeit auch in radialer Richtung gegeben ist.
1. Verbindungselement zum elektrisch leitenden Verbinden von zwei Bauteilen, mit einem
Leiter, wobei der Leiter zumindest zwei, in Verbindungsrichtung relativ zueinander
bewegliche Teilleiter (6, 10) umfasst, wobei in einer Neutralstellung der beiden Teilleiter
eine Relativbewegung nur durch das Aufbringen von äußeren Kräften möglich ist, und
wobei eine Relativbewegung der Teilleiter (6, 10) zu einer radialen, elastischen Deformation
von zumindest einem der Teilleiter (6, 10) führt, wobei die Teilleiter (31, 62) einen
Anschlag (63) ausbilden, der eine durch die radiale elastische Deformation bedingte
Relativbewegung begrenzt, dadurch gekennzeichnet, dass in der Neutralstellung ein Zusammenschieben der Teilleiter (6, 10) durch Ausübung
einer geringen Druckkraft möglich ist, um Lagetoleranzen der beiden zu verbindenden
Bauteile auszugleichen, und dass in der Neutralstellung ein Auseinanderziehen der
Teilleiter (6, 10) nur unter einer erheblichen Krafteinwirkung möglich ist.
2. Verbindungselement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Teilleiter (6, 10) einen sich verjüngenden Abschnitt aufweist.
3. Verbindungselement gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein erster der Teilleiter (6) eine Mehrzahl von an einer Oberfläche eines
zweiten Teilleiters (10) anliegenden Federlaschen (7) umfasst.
4. Verbindungselement gemäß einem der Ansprüche 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teilleiter (6) durch Umbiegen einer zugeschnitten Platine zu einem Rohr
hergestellt ist.
5. Verbindungselement gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein freies Ende des ersten Teilleiters (6) mit einem ringförmigen Adapterelement
(9) verbunden ist, das an einem axialen Ende des Verbindungselements eine Kontaktfläche
(16) zur Kontaktierung eines ersten Bauteils ausbildet, und ein freies Ende des zweiten
Teilleiters (10) an dem anderen axialen Ende des Verbindungselements eine Kontaktfläche
(15) zur Kontaktierung eines zweiten Bauteils ausbildet.
6. Verbindungselement gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige Adapterelement (9) im Querschnitt L-förmig ausgebildet ist.
7. Verbindungselement gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter als Außenleiter (2) einen Innenleiter (1) umgibt.
8. Verbindungselement gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenleiter (1) als Federkontaktstift ausgebildet ist.
9. Verbindungselement gemäß Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch ein zwischen dem Außenleiter (2) und dem Innenleiter (1) angeordnetes Isolationselement
(3).
10. Verbindungselement gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolationselement (3) mit dem Innenleiter (1) und zumindest einem Abschnitt eines
der Teilleiter (6, 10) fest verbunden ist.
1. Connecting member for the electrically conductive connection of two components, having
a conductor, with the conductor comprising at least two conductor parts (6, 10) which
are movable relative to one another in the direction of connection, a relative movement
only being possible by the application of external forces when the two conductor parts
are in a neutral position and a relative movement of the conductor parts (6, 10) resulting
in a radial elastic deformation of at least one of the conductor parts (6, 10), the
conductor parts (31, 62) forming a stop (63) which limits a relative movement due
to the radial elastic deformation, characterised in that a sliding together of the conductor parts (6, 10) is possible in the neutral position
by the exertion of a low thrust force to compensate for tolerances on the positions
of the two components to be connected, and in that it is only possible for the conductor parts (6, 10) to be pulled apart in the neutral
position by the application of considerable force.
2. Connecting member according to claim 1, characterised in that at least one of the conductor parts (6, 10) has a narrowing portion.
3. Connecting member according to either of the preceding claims, characterised in that at least a first one (6) of the conductor parts comprises a plurality of resilient
tongues (7) which bear against a surface of a second conductor part (10).
4. Connecting member according to one of claims 3, characterised in that the first conductor part (6) is produced by bending round a blank cut to shape into
a tube.
5. Connecting member according to one of the preceding claims, characterised in that a free end of the first conductor part (6) is connected to an annular adapter member
(9) which creates at one axial end of the connecting member a contact-making surface
(16) to make contact with a first component, and a free end of the second conductor
part (10) creates at the other axial end of
the connecting member a contact-making surface (15) to make contact with a second
component.
6. Connecting member according to claim 5, characterised in that the annular adapter member (9) is of an L-shaped form in cross-section.
7. Connecting member according to one of the preceding claims, characterised in that the conductor surrounds a centre conductor (1) as an outer conductor (2).
8. Connecting member according to claim 7, characterised in that the centre conductor (1) is in the form of a spring-loaded contact pin.
9. Connecting member according to claim 7 or 8, characterised by an insulating member (3) arranged between the outer conductor (2) and the centre
conductor (1).
10. Connecting member according to claim 9, characterised in that the insulating member (3) is solidly connected to the centre conductor (1) and to
at least a portion of one of the conductor parts (6, 10).
1. Élément de connexion pour la connexion électroconductrice de deux composants, comprenant
un conducteur, ledit conducteur incluant au moins deux conducteurs partiels (6, 10)
déplaçables l'un par rapport à l'autre dans la direction de connexion, tels que dans
une position neutre des deux conducteurs partiels un mouvement relatif n'est possible
qu'en appliquant des forces extérieures, et dans lequel un mouvement relatif des conducteurs
partiels (6, 10) mène à une déformation élastique radiale de l'un au moins des conducteurs
partiels (6, 10), dans lequel les conducteurs partiels (31, 62) forment une butée
(63), laquelle limite un mouvement relatif provoqué par la déformation élastique radiale,
caractérisé en ce que
dans la position neutre un rapprochement des conducteurs partiels (6, 10) est possible
en exerçant une faible force de pression, afin de compenser des tolérances de position
des deux composants à connecter, et
en ce que dans la position neutre un écartement des conducteurs partiels (6, 10) n'est possible
qu'en appliquant une force considérable.
2. Élément de connexion selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'un au moins des conducteurs partiels (6, 10) comprend un tronçon qui va en se rétrécissant.
3. Élément de connexion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un premier des conducteurs partiels (6) inclut une pluralité de languettes-ressorts
(7) appliquées contre une surface d'un second conducteur partiel (10).
4. Élément de connexion selon la revendication 3, caractérisé en ce que le premier conducteur partiel (6) est produit en rabattant une platine découpée pour
former un tube.
5. Élément de connexion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une extrémité libre du premier conducteur partiel (6) est reliée à un élément adaptateur
(9) en forme d'anneau, qui constitue à une extrémité axiale de l'élément de connexion
une surface de contact (16) pour la mise en contact d'un premier composant, et une
extrémité libre du second conducteur partiel (10) constitue à l'autre extrémité axiale
de l'élément de connexion une surface de contact (15) pour la mise en contact d'un
second composant.
6. Élément de connexion selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément adaptateur (9) en forme d'anneau est réalisé avec une section transversale
en forme de L.
7. Élément de connexion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le conducteur entoure, en tant que conducteur extérieur (2), un conducteur intérieur
(1).
8. Élément de connexion selon la revendication 7, caractérisé en ce que le conducteur intérieur (1) est réalisé sous forme d'une tige de contact à ressort.
9. Élément de connexion selon la revendication 7 ou 8, caractérisé par un élément d'isolation (3) agencé entre le conducteur extérieur (2) et le conducteur
intérieur (1).
10. Élément de connexion selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément d'isolation (3) est fermement relié au conducteur intérieur (1) et à au
moins un tronçon de l'un des conducteurs partiels (6, 10).


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