[0001] Die Erfindung betrifft eine Lackierkabine mit einer Beschichtungsmittelleitung zum
Durchleiten eines Beschichtungsmittels, insbesondere in einer Lackieranlage mit einer
elektrostatischen Beschichtungsmittelaufladung. Weiterhin betrifft die Erfindung ein
entsprechendes Herstellungsverfahren zur Herstellung einer solchen Beschichtungsmittelleitung.
[0002] Moderne Lackieranlagen zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen weisen
in der Regel eine elektrostatische Beschichtungsmittelaufladung auf, die den zu applizierenden
Lack elektrostatisch auflädt, damit der Lack besser an dem zu lackierenden Kraftfahrzeugkarosseriebauteil
anhaftet, das deshalb elektrisch geerdet ist.
[0003] Eine Möglichkeit zur technischen Realisierung einer derartigen elektrostatischen
Beschichtungsmittelaufladung besteht in einer sogenannten Direktaufladung, bei welcher
der zu applizierende Lack selbst elektrostatisch aufgeladen wird und deshalb bereits
in den Beschichtungsmittelleitungen innerhalb der Applikationstechnik (z.B. Zerstäuber,
etc.) auf einem hohen elektrischen Potential liegt.
[0004] Die eigentliche Lackierung erfolgt hierbei in der Regel durch Lackierroboter innerhalb
einer Lackierkabine, wobei die Lackierroboter durch Beschichtungsmittelleitungen mit
dem zu applizierenden Lack versorgt werden. Diese Beschichtungsmittelleitungen führen
von einer außerhalb der Lackierkabine befindlichen Farbversorgung zu dem Zerstäuber
auf dem Lackierroboter, wobei der Lackierroboter zusätzlich eine Hochspannungskaskade
trägt, um den zu applizierenden Lack elektrostatisch aufzuladen. Die zur elektrostatischen
Beschichtungsmittelaufladung erforderliche Hochspannung innerhalb der Lackierkabine
birgt grundsätzlich ein Gefahrenpotential, so dass innerhalb der Lackierkabine auch
eine Brandschutzeinrichtung (z.B. Sprinkleranlage, CO
2-Löschanlage, Brandschutzsensor) installiert ist, die im Brandfall eingreifen kann,
um zu verhindern, dass die Hochspannung der elektrostatischen Beschichtungsmittelaufladung
einen Brand oder einen sonstigen Schaden verursacht.
[0005] Darüber hinaus weisen diese herkömmlichen Lackieranlagen in der Regel eine Erdungsschnittstelle
auf, die innerhalb der Lackierkabine oder zumindest an der Kabinenwand angeordnet
ist und die Beschichtungsmittelleitungen dort elektrisch erdet. Dadurch wird verhindert,
dass das innerhalb der Lackierkabine an der Beschichtungsmittelleitung anliegende
Hochspannungspotential entlang der Beschichtungsmittelleitung nach außen tritt, was
dort zu einem Brand oder einer sonstigen Störung führen könnte. Dies ist um so beachtlicher,
weil die Brandschutzeinrichtung innerhalb der Lackierkabine angeordnet ist und deshalb
nur bei solchen hochspannungsbedingten Störfällen greifen kann, die innerhalb der
Lackierkabine auftreten. Die vorstehend erwähnten herkömmlichen Erdungsschnittstellen
für Beschichtungsmittelleitungen weisen in der Regel sogenannte Erdungsschottplatten
auf, die mit verschiedenen Nachteilen verbunden sind.
[0006] Zum einen benötigen derartige Erdungsschnittstellen eine hohe Anzahl von Schlauchverschraubungen,
über die das elektrostatisch aufgeladene Beschichtungsmittel eine Verbindung zu dem
jeweiligen Erdungsanschluss bekommt, wobei für jeden Lackierroboter bis zu 56 Schlauchverschraubungen
erforderlich sein können.
[0007] Zum anderen sind zur mechanischen Befestigung der herkömmlichen Erdungsschnittstellen
zusätzliche Bauteile erforderlich, wie beispielsweise Winkelplatten, Schottplatten,
Schottverschraubungen, Zugentlastungen, Abdeckungen, Folien, etc.
[0008] Darüber hinaus ist zu beachten, dass für die Lackierroboter innerhalb der Lackierkabine
entsprechend dem jeweiligen Einsatzfeld unterschiedliche Montagemöglichkeiten (z.B.
oben, unten, direkt an der Kabinenwand oder mit einem Abstand zur Kabinenwand) bestehen,
so dass auch die Erdungsschnittstellen entsprechend angepasst werden müssen, was eine
Standardisierung der Erdungsschnittstellen erschwert oder sogar unmöglich macht. In
der Praxis werden bei der Montage einer Lackieranlage vor Ort oftmals zusätzliche
Anpassungskonstruktionen erforderlich, was die Montage erschwert.
[0009] Ferner ist zum Stand der Technik hinzuweisen auf die Patentanmeldung
EP 1 500 435 A2, die einen molchbaren Beschichtungsmittelschlauch offenbart, wobei die Innenfläche
des Beschichtungsmittelschlauchs elektrisch leitfähig sein kann. Hierbei ist der Beschichtungsmittelschlauch
jedoch über seine gesamte Länge elektrisch leitfähig, was bei der erfindungsgemäßen
Beschichtungsmittelleitung unerwünscht ist, da die elektrische Erdung des Beschichtungsmittelschlauchs
nur auf der Erdungsseite wirken soll, nicht dagegen auf der Hochspannungsseite. Dieser
herkömmliche, elektrisch leitfähige Beschichtungsmittelschlauch eignet sich also nicht
im Rahmen der Erfindung.
[0010] Aus
DE 35 26 013 C1 ist eine Lackierkabine bekannt, bei der der Hochspannungsgenerator außerhalb der
Lackierkabine angeordnet ist.
[0011] Aus
US 5 765 761 ist ein elektrostatischer Zerstäuber bekannt, der über eine Beschichtungsmittelleitung
mit dem zu zerstäubenden Beschichtungsmittel versorgt wird. In der Beschichtungsmittelleitung
kann hierbei ein Erdungsdraht axial verschoben werden, um den elektrischen Widerstand
der Flüssigkeitssäule in der Beschichtungsmittelzuleitung gezielt einzustellen. Einerseits
sollte dieser Widerstand der Flüssigkeitssäule hinreichend groß sein, um die Leckageströme
entlang der Flüssigkeitssäule gering zu halten. Andererseits sollte der elektrische
Widerstand dieser Flüssigkeitssäule aber auch gegenüber Masse hinreichend klein sein,
um zu verhindern, dass das elektrische Potential der Flüssigkeitssäule an der Zerstäuberdüse
ansteigt. Ein solches Ansteigen des elektrischen Potentials der Flüssigkeitssäule
an der Zerstäuberdüse beeinträchtigt nämlich die elektrostatische Beschichtungsmittelaufladung.
Der Erdungsdraht wird deshalb bei dieser Druckschrift gezielt bis zum einem optimalen
Punkt innerhalb der Beschichtungsmittelleitung hineingeschoben, um einen optimalen
elektrischen Widerstand der Flüssigkeitssäule zu erreichen. Dieser optimale Punkt
kann innerhalb der Lackierkabine oder außerhalb der Lackierkabine liegen. Bei einem
Einsatz dieses bekannten Systems im Rahmen einer Lackierkabine ist also auch außerhalb
der Lackierkabine eine Brandschutzanlage erforderlich.
[0013] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Möglichkeit zur
elektrischen Erdung einer Beschichtungsmittelleitung in einer Lackierkabine zu schaffen.
[0014] Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Lackierkabine gemäß dem Hauptanspruch
bzw. durch ein entsprechendes Herstellungsverfahren gemäß dem Nebenanspruch gelöst.
[0015] Die Erfindung umfasst eine komplette Lackierkabine zur Beschichtung von Bauteilen,
insbesondere zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen, wobei die Lackierkabine
eine Beschichtungsmittelleitung aufweist, die ein innerhalb der Lackierkabine befindliches
Applikationsgerät (z.B. Rotationszerstäuber) mit dem zu applizierenden Beschichtungsmittel
versorgt.
[0016] Die Beschichtungsmittelleitung wird hierbei durch eine Kabinenwand der Lackierkabine
hindurch aus einem Kabinenaußenraum in einen Kabineninnenraum geführt, wobei sich
ein Potentialausgleichselement innerhalb der Beschichtungsmittelleitung von dem Kabinenaußenraum
durch die Kabinenwand hindurch erstreckt, so dass sich das freie Ende des Potentialausgleichselements
und damit der Startpunkt der Erdungsschnittstelle in dem Kabineninnenraum befindet.
Dies ist vorteilhaft, weil dann in dem Kabinenaußenraum auf zusätzliche Brandschutzeinrichtungen
verzichtet werden kann, da sich dann dort kein Hochspannungspotential befindet.
[0017] Die Erfindung sieht eine Beschichtungsmittelleitung (z.B. Schlauchleitung) vor, die
zum Durchleiten eines Beschichtungsmittels (z.B. Lack) in einer Beschichtungsanlage
geeignet ist, insbesondere in einer Lackieranlage mit einer elektrostatischen Beschichtungsmittelaufladung.
Die erfindungsgemäße Beschichtungsmittelleitung weist in Übereinstimmung mit dem Stand
der Technik einen hohlen Leitungsinnenraum zum Durchleiten des Beschichtungsmittels
und eine Leitungswandung auf, die den hohlen Leitungsinnenraum umgibt. Darüber hinaus
weist die erfindungsgemäße Beschichtungsmittelleitung ein elektrisch leitfähiges Potentialausgleichselement
(z.B. ein Erdungselement) auf, um das in dem hohlen Leitungsinnenraum der Beschichtungsmittelleitung
befindliche Beschichtungsmittel (z.B. Lack) elektrisch mit einem Referenzpotential
(z.B. Erd- bzw. Massepotential) zu verbinden, wobei sich das Potentialausgleichselement
in axialer Richtung entlang der Beschichtungsmittelleitung erstreckt. Im Gegensatz
zu der eingangs erwähnten Beschichtungsmittelleitung gemäß
EP 1 500 435 A2 ist das Potentialausgleichselement jedoch nicht in die Leitungswandung der Beschichtungsmittelleitung
integriert, sondern in dem Leitungsinnenraum getrennt von der Leitungswandung angeordnet.
[0018] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das Potentialausgleichselement
(z.B. Erdungselement) langgestreckt und mit einem Ende an das Referenzpotential (z.B.
Erd- bzw. Massepotential) angeschlossen und ragt mit seinem gegenüberliegenden freien
Ende axial in den Leitungsinnenraum der Beschichtungsmittelleitung hinein. Das erfindungsgemäße
Potentialausgleichselement ist also vorzugsweise lanzenförmig und kann deshalb auch
als Erdungslanze bezeichnet werden.
[0019] Im Betrieb ragt das elektrisch geerdete Potentialausgleichselement mit seinem freien
Ende in Strömungsrichtung in die Beschichtungsmittelleitung hinein, so dass die Beschichtungsmittelsäule
stromaufwärts vor dem freien Ende des Potentialausgleichselements elektrisch geerdet
ist, wohingegen die Spannung des Beschichtungsmittels in der Beschichtungsmittelsäule
stromabwärts hinter dem freien Ende des Potentialausgleichselements im Wesentlichen
linear zu dem Abstand gegenüber dem freien Ende des Potentialausgleichselements zunimmt.
Das freie Ende des Potentialausgleichselements bildet also einen Startpunkt der erfindungsgemäßen
Erdungsschnittstelle und sollte deshalb im Betrieb möglichst an einer konstanten Position
verbleiben. Im Betrieb können jedoch verschiedene Kräfte auf das freie Ende des Potentialausgleichselements
wirken und dadurch eine Verschiebung des freien Endes des Potentialausgleichselements
bewirken. Beispielsweise kann eine Änderung der Strömungsrichtung des Beschichtungsmittels
innerhalb der Beschichtungsmittelleitung zu einer solchen Verschiebung des Potentialausgleichselements
führen. Das erfindungsgemäße Potentialausgleichselement ist jedoch vorzugsweise so
ausgebildet, dass die axiale Länge des Potentialausgleichselements unabhängig von
der Strömungsrichtung des Beschichtungsmittels der Beschichtungsmittelleitung ist.
Darüber hinaus ist das Potentialausgleichselement vorzugsweise in axialer Richtung
nicht stauchbar, d.h. das Potentialausgleichselement ist in axialer Richtung vorzugsweise
im Wesentlichen starr.
[0020] Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Beschichtungsmittelleitung in der Regel durch
einen hochbeweglichen Lackierroboter hindurchgeführt ist und deshalb im Betrieb dynamisch
auf Biegung beansprucht wird, was auch für das in der Beschichtungsmittelleitung befindliche
Potentialausgleichselement gilt. Das Potentialausgleichselement ist deshalb vorzugsweise
biegsam, insbesondere biegeelastisch.
[0021] Weiterhin ist zu erwähnen, dass das Potentialausgleichselement in dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung aus einem elektrisch leitfähigen Material besteht.
Eine Möglichkeit hierzu besteht darin, dass das Potentialausgleichselement massiv
aus einem elektrischen Material hergestellt ist. Eine andere Möglichkeit besteht darin,
dass das Potentialausgleichselement aus einem beliebigen Material besteht, das auch
elektrisch isolierend sein kann, wobei das Potentialausgleichselement dann zumindest
mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung versehen ist.
[0022] Ferner ist zu erwähnen, dass das Potentialausgleichselement in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
aus einem lösemittelbeständigen und lackbeständigen Material besteht, da das Potentialausgleichselement
im Betrieb Lösemitteln und Lacken ausgesetzt ist. Beispielsweise kann das Potentialausgleichselement
deshalb aus rostfreiem Stahl (VA-Stahl) bestehen.
[0023] Weiterhin ist zu erwähnen, dass sich das Potentialausgleichselement in dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung nur über einen Teil der Länge der Beschichtungsmittelleitung
erstreckt, da die Beschichtungsmittelsäule innerhalb der Beschichtungsmittelleitung
auf der Hochspannungsseite der Beschichtungsmittelleitung nicht elektrisch geerdet
werden soll. Beispielsweise kann sich das Potentialausgleichselement über eine Länge
von mehr als 50 cm, 1 m, 1,50 m, 2 m und/oder über eine Länge von weniger als 10 m,
9 m, 8 m, 7 m, 6 m, 5 m, 4 m oder 3 m erstrecken. Entscheidend für die Ablängung des
Potentialausgleichselements ist im Rahmen der Erfindung die gewünschte Position des
Startpunkts der Erdungsschnittstelle, d.h. des freien Endes des Potentialausgleichselements.
So sollte der Startpunkt der Erdungsschnittstelle innerhalb der Lackierkabine liegen,
da nur dann die innerhalb der Lackierkabine befindliche Brandschutzeinrichtung bei
einem hochspannungsbedingten Störfall greifen kann. Falls der Startpunkt der Erdungsschnittstelle
dagegen außerhalb der Lackierkabine liegen sollte, so wären außerhalb der Lackierkabine
zusätzliche Brandschutzeinrichtungen erforderlich. Im Rahmen der Erfindung wird das
Potentialausgleichselement also so abgelängt, dass sich das freie Ende des Potentialausgleichselements
innerhalb der Lackierkabine befindet.
[0024] Hinsichtlich der konstruktiven Ausgestaltung des Potentialausgleichselements bestehen
im Rahmen der Erfindung verschiedene Möglichkeiten. Im einfachsten Fall handelt es
sich bei dem Potentialausgleichselement einfach um einen Draht, der in die Beschichtungsmittelleitung
hineinragt. Eine andere Möglichkeit zur technischen Realisierung des Potentialausgleichselements
besteht in einer Spiralwendel, die in die Beschichtungsmittelleitung hineinragt. Die
Erfindung ist jedoch hinsichtlich der technischen Realisierung des Potentialausgleichselements
nicht auf die beiden vorstehend genannten Beispiele beschränkt.
[0025] Hinsichtlich der Beschichtungsmittelleitung selbst ist zu erwähnen, dass die Beschichtungsmittelleitung
vorzugsweise biegsam ist, insbesondere biegeelastisch. Bei der erfindungsgemäßen Beschichtungsmittelleitung
kann es sich also um einen herkömmlichen Beschichtungsmittelschlauch handeln, wie
er an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist und deshalb nicht näher beschrieben
werden muss.
[0026] Die Leitungswandung der erfindungsgemäßen Beschichtungsmittelleitung kann teilweise
oder vollständig aus einem elektrisch isolierenden Material bestehen, um das in dem
Leitungsinnenraum befindliche und teilweise elektrostatisch aufgeladene Beschichtungsmittel
nach außen hin elektrisch zu isolieren.
[0027] Ferner ist zu erwähnen, dass die Leitungswandung der Beschichtungsmittelleitung in
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung zumindest innen aus einem lösemittelbeständigen
und lackbeständigen Material besteht, was an sich selbstverständlich ist.
[0028] Aus der vorstehenden Beschreibung geht bereits hervor, dass es sich bei dem erfindungsgemäßen
Potentialausgleichselement vorzugsweise um ein Erdungselement handelt, wobei das Referenzpotential
ein Erdpotential oder ein Massepotential ist. Die Erfindung beansprucht jedoch auch
Schutz für entsprechende Beschichtungsmittelleitungen, bei denen das Potentialausgleichselement
das Beschichtungsmittel innerhalb der Beschichtungsmittelleitung auf ein anderes Referenzpotential
auflädt, beispielsweise auf ein Hochspannungspotential.
[0029] In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist zusätzlich ein erdungsseitiges
Anschlusselement vorgesehen, das elektrisch geerdet und an der Masseseite mit der
Beschichtungsmittelleitung verbunden ist.
[0030] Weiterhin ist vorzugsweise ein spannungsseitiges Anschlusselement vorgesehen, das
auf einem Hochspannungspotential liegt und mit der Hochspannungsseite der Beschichtungsmittelleitung
verbunden ist.
[0031] Die Verbindung zwischen den Anschlusselementen und der Beschichtungsmittelleitung
kann beispielsweise durch eine Verschraubung erfolgen, wie sie beispielsweise aus
der Patentanmeldung
DE 103 13 063 A1 bekannt sind.
[0032] Es wurde bereits vorstehend erläutert, dass die erfindungsgemäße Beschichtungsmittelleitung
die Möglichkeit bietet, den Startpunkt der Erdungsschnittstelle flexibel innerhalb
der Lackierkabine anzuordnen.
[0033] Die erfindungsgemäße Lackierkabine weist vorzugsweise eine elektrostatische Beschichtungsmittelaufladung
auf, die das Beschichtungsmittel durch eine Direktaufladung elektrostatisch auflädt,
was an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist und deshalb nicht näher beschrieben
werden muss.
[0034] Weiterhin umfasst die erfindungsgemäße Lackierkabine vorzugsweise eine Brandschutzeinrichtung,
die im Kabineninnenraum der Lackierkabine installiert ist, insbesondere mit einer
Sprinkleranlage, einer Kohlendioxid-Löschanlage und/oder einem Brandschutzsensor.
[0035] Die Lackierung der Bauteile erfolgt in der Lackierkabine vorzugsweise durch einen
herkömmlichen Lackierroboter mit mehreren beweglichen Robotergliedern, wobei die Beschichtungsmittelleitung
durch die beweglichen Roboterglieder hindurch zu dem Applikationsgerät (z.B. Rotationszerstäuber)
geführt ist.
[0036] Schließlich umfasst die Erfindung auch ein entsprechendes Herstellungsverfahren für
die vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Beschichtungsmittelleitung. Das erfindungsgemäße
Herstellungsverfahren zeichnet sich zunächst dadurch aus, dass das elektrisch leitfähige
Potentialausgleichselement in den hohlen Leitungsinnenraum der Beschichtungsmittelleitung
eingesetzt wird.
[0037] Darüber hinaus sieht das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren vor, dass das Potentialausgleichselement
so abgelängt wird, dass sich das freie Ende des Potentialausgleichselements und damit
der Startpunkt der Erdungsschnittstelle innerhalb der Lackierkabine befindet.
[0038] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Beschichtungsmittelleitung für eine erfindungsgemäße
Lackierkabine,
- Figur 2
- eine Abwandlung der Beschichtungsmittelleitung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- den Potentialverlauf entlang der Beschichtungsmittelleitung gemäß den Figuren 1 und
2, sowie
- Figur 4
- eine Längsansicht einer erfindungsgemäßen Lackierkabine.
[0039] Die Figuren 1 und 4 zeigen eine Beschichtungsmittelleitung 1, die in einer Lackieranlage
zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen eingesetzt werden kann, um den
zu applizierenden Lack von einer Farbversorgung 2 zu einem Rotationszerstäuber 3 zu
leiten.
[0040] Der Rotationszerstäuber 3 wird hierbei in herkömmlicher Weise von einem mehrachsigen
Lackierroboter 4 geführt, der eine Roboterhandachse 5, zwei Roboterarme 6, 7 und ein
drehbares Roboterglied 8 aufweist, wobei das Roboterglied 8 entlang einer Verfahrschiene
9 rechtwinklig zur Zeichnungsebene verfahrbar ist.
[0041] Der Lackierroboter 4 ist hierbei in einem Kabineninnenraum einer Lackierkabine angeordnet,
wohingegen sich die Farbversorgung 2 in einem Kabinenaußenraum der Lackierkabine befindet.
Die Beschichtungsmittelleitung 1 ist deshalb durch eine Kabinenwand 10 der Lackierkabine
hindurchgeführt, wobei die Kabinenwand 10 den Kabineninnenraum von dem Kabinenaußenraum
trennt, was an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist.
[0042] Auf dem Roboterarm 6, 7 des Lackierroboters 4 ist eine Hochspannungskaskade 11 montiert,
um den zu applizierenden Lack durch eine Direktaufladung elektrostatisch aufzuladen,
was an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist.
[0043] Die Beschichtungsmittelleitung 1 besteht im Wesentlichen aus einem weitgehend herkömmlichen
Schlauch 12, einem masseseitigen Anschlusselement 13, einem spannungsseitigen Anschlusselement
14 und einem lanzenförmigen Erdungselement 15, das von dem masseseitigen Anschlusselement
13 ausgehend axial in den Schlauch 12 hineinragt.
[0044] Das spannungsseitige Anschlusselement 14 ist durch ein Verbindungselement mit dem
Schlauch 12 verbunden, wobei das Verbindungselement beispielsweise gemäß der Patentanmeldung
DE 103 13 063 A1 ausgebildet sein kann. Weiterhin ist zu erwähnen, dass das spannungsseitige Anschlusselement
14 mit der Hochspannungskaskade 11 verbunden ist und deshalb auf die elektrostatische
Aufladungsspannung aufgeladen wird.
[0045] Das masseseitige Anschlusselement 13 ist ebenfalls durch ein Verbindungselement mit
dem Schlauch 12 verbunden, wobei auch dieses Verbindungselement in der vorstehend
erwähnten Weise ausgebildet sein kann. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass das masseseitige
Anschlusselement 13 elektrisch geerdet ist. Das Erdungselement 15 besteht hierbei
aus einem elektrisch leitfähigen, biegeelastischen Draht, der mit seinem einen Ende
mit dem masseseitigen Anschlusselement 13 verbunden ist und axial in den Schlauch
12 hineinragt. Dadurch wird der Schlauch 12 in einen hochspannungsseitigen Schlauchabschnitt
16 und einen masseseitigen Schlauchabschnitt 17 aufgeteilt, wobei die Lacksäule in
dem masseseitigen Schlauchabschnitt 17 stromaufwärts vor einem freien Ende 18 des
Erdungselements 15 elektrisch geerdet ist, wohingegen die elektrische Spannung in
dem spannungsseitigen Schlauchabschnitt 16 von dem freien Ende 18 des Erdungselements
15 ausgehend in Strömungsrichtung linear zunimmt, wie in Figur 3 dargestellt ist.
So weist die Lacksäule in dem Schlauchabschnitt 16 an einem Punkt x1 entsprechend
dem freien Ende 18 des Erdungselements 15 eine Spannung U=0V auf, wohingegen die elektrische
Spannung U an einem Punkt x2 entsprechend dem spannungsseitigen Anschlusselement 14
U=U
ESTA ist. Zwischen den Punkten x1 und x2 nimmt die Spannung U der Lacksäule in dem Schlauchabschnitt
16 in Strömungsrichtung also linear zu.
[0046] Wichtig ist hierbei, dass das Erdungselement 15 so abgelängt ist, dass sich das freie
Ende 18 des Erdungselements 15 und damit der Startpunkt der Erdungsschnittstelle innerhalb
des Kabineninnenraums befindet. Dies ist wichtig, weil sich nur innerhalb des Kabineninnenraums
eine Brandschutzeinrichtung befindet, wohingegen in dem Kabinenaußenraum auf zusätzliche
Brandschutzeinrichtungen verzichtet werden soll. Dies wird dadurch ermöglicht, dass
durch das Erdungselement 15 sichergestellt wird, dass die Lacksäule außerhalb der
Lackierkabine elektrisch geerdet ist.
[0047] Insgesamt weist die Beschichtungsmittelleitung also einen elektrisch geerdeten Leitungsabschnitt
19 und einen im Betrieb auf Hochspannungspotential liegenden Leitungsabschnitt 20
auf.
[0048] Figur 2 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1, wobei dieses
Ausführungsbeispiel weitgehend mit dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
übereinstimmt, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung
verwiesen wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet
werden.
[0049] Anstelle des drahtförmigen Erdungselements 15 ist hierbei jedoch ein Erdungselement
15' in Form einer Drahtwendel vorgesehen.
[0050] Sowohl das Erdungselement 15 gemäß Figur 1 als auch das Erdungselement 15' gemäß
Figur 2 haben jedoch gemeinsam, dass die axiale Länge des Erdungselements 15 bzw.
15' im Betrieb im Wesentlichen konstant bleibt. Dies ist wichtig, damit das freie
Ende 18 des Erdungselements 15 bzw. 15' im Betrieb unabhängig von den Bewegungen des
Lackierroboters 4 und von der Strömungsrichtung in der Beschichtungsmittelleitung
1 möglichst an einem konstanten Ort innerhalb der Lackierkabine bleibt. Auf jeden
Fall muss verhindert werden, dass sich das freie Ende 18 des Erdungselements 15 bzw.
15' so verschiebt, dass sich das freie Ende 18 dann außerhalb der Lackierkabine befindet,
da dann außerhalb der Lackierkabine eine Brandschutzeinrichtung erforderlich wäre.
[0051] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich
fallen. Darüber hinaus beansprucht die Erfindung auch Schutz für die Merkmale und
den Gegenstand der Unteransprüche unabhängig von in Bezug genommenen Ansprüchen.
Bezugszeichenliste:
[0052]
- 1
- Beschichtungsmittelleitung
- 2
- Farbversorgung
- 3
- Rotationszerstäuber
- 4
- Lackierroboter
- 5
- Roboterhandachse
- 6
- Roboterarm
- 7
- Roboterarm
- 8
- Drehbares Roboterglied
- 9
- Verfahrschiene
- 10
- Kabinenwand
- 11
- Hochspannungskaskade
- 12
- Schlauch
- 13
- Masseseitiges Anschlusselement
- 14
- Spannungsseitiges Anschlusselement
- 15
- Erdungselement
- 15'
- Erdungselement
- 16
- Hochspannungsseitiger Schlauchabschnitt
- 17
- Masseseitiger Schlauchabschnitt
- 18
- Freies Ende des Erdungselements
- 19
- Geerdeter Leitungsabschnitt
- 20
- Leitungsabschnitt auf Hochspannungspotential
- U
- Spannung
- x1
- Punkt entsprechend dem freien Ende 18 des Erdungselements
- x2
- Punkt entsprechend dem spannungsseitigen Anschlusselement
1. Lackierkabine zur Beschichtung von Bauteilen, mit
a) einer Kabinenwand (10), die einen Kabineninnenraum von einem Kabinenaußenraum trennt,
b) einer Beschichtungsmittelleitung (1) mit
b1) einem hohlen Leitungsinnenraum zum Durchleiten des Beschichtungsmittels und
b2) einer Leitungswandung, die den Leitungsinnenraum umgibt,
b3) wobei die Beschichtungsmittelleitung (1) von dem Kabinenaußenraum durch die Kabinenwand
(10) hindurch in den Kabineninnenraum verläuft,
dadurch gekennzeichnet,
c) dass die Beschichtungsmittelleitung (1) ein elektrisch leitfähiges Potentialausgleichselement
(15, 15') aufweist zur elektrischen Verbindung des Beschichtungsmittels in dem Leitungsinnenraum
mit einem elektrischen Referenzpotential,
d) dass sich das Potentialausgleichselement (15, 15') in axialer Richtung entlang der Beschichtungsmittelleitung
(1) erstreckt,
e) dass das Potentialausgleichselement (15, 15') in dem Leitungsinnenraum getrennt von der
Leitungswandung angeordnet ist, und
f) dass sich das Potentialausgleichselement (15, 15') von dem Kabinenaußenraum durch die
Kabinenwand (10) hindurch erstreckt, so dass sich das freie Ende des Potentialausgleichselements
(15, 15') in dem Kabineninnenraum befindet.
2. Lackierkabine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Potentialausgleichselement (15, 15') mit einem Ende an das Referenzpotential
angeschlossen ist und mit seinem gegenüber liegenden freien Ende axial in den Leitungsinnenraum
hineinragt.
3. Lackierkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass das Potentialausgleichselement (15, 15') eine axiale Länge aufweist, die unabhängig
von der Strömungsrichtung des Beschichtungsmittels in der Beschichtungsmittelleitung
(1) im Wesentlichen konstant ist, und/oder
b) dass das Potentialausgleichselement (15, 15') in axialer Richtung im Wesentlichen nicht
stauchbar ist.
4. Lackierkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass das Potentialausgleichselement (15, 15') biegsam ist, und/oder
b) dass das Potentialausgleichselement (15, 15') aus einem elektrisch leitfähigen Material
besteht, und/oder
c) dass das Potentialausgleichselement (15, 15') aus einem lösemittelbeständigen und lackbeständigen
Material besteht, und/oder
d) dass sich das Potentialausgleichselement (15, 15') nur über einen Teil der Länge der Beschichtungsmittelleitung
(1) erstreckt, und/oder
e) dass das Potentialausgleichselement (15, 15') langgestreckt ist.
5. Lackierkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Potentialausgleichselement (15, 15')
a) eine Spiralwendel (15') oder
b) ein Draht (15) ist.
6. Lackierkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Beschichtungsmittelleitung (1) biegsam ist, und/oder
b) dass die Leitungswandung der Beschichtungsmittelleitung (1) mindestens teilweise aus einem
elektrisch isolierenden Material besteht und das in dem Leitungsinnenraum befindliche
Beschichtungsmittel nach außen elektrisch isoliert, und/oder
c) dass die Leitungswandung der Beschichtungsmittelleitung (1) zumindest innen aus einem
lösemittelbeständigen und lackbeständigen Material besteht.
7. Lackierkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Potentialausgleichselement (15, 15') ein Erdungselement ist und das Referenzpotential
ein Erdpotential ist.
8. Lackierkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass ein erdungsseitiges Anschlusselement (13) vorgesehen ist, das elektrisch geerdet
ist,
b) dass ein spannungsseitiges Anschlusselement (14) vorgesehen ist, das auf einem Hochspannungspotential
liegt,
c) dass die Beschichtungsmittelleitung (1) zwischen dem erdungsseitigen Anschlusselement
(13) und dem hochspannungsseitigen Anschlusselement (14) verläuft,
d) dass das Potentialausgleichselement (15, 15') elektrisch an das erdungsseitige Anschlusselement
(13) angeschlossen und damit ebenfalls elektrisch geerdet ist.
9. Lackierkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
a) eine elektrostatische Beschichtungsmittelaufladung, die das Beschichtungsmittel
durch eine Direktaufladung elektrostatisch auflädt, und/oder
b) eine Brandschutzeinrichtung, die im Kabineninnenraum der Lackierkabine installiert
ist, und/oder
c) einen Lackierroboter (4) mit mehreren beweglichen Robotergliedern, wobei die Beschichtungsmittelleitung
(1) durch die beweglichen Roboterglieder (6-8) hindurch geführt ist.
10. Herstellungsverfahren für eine Beschichtungsmittelleitung (1), mit folgendem Schritt:
Einsetzen eines elektrisch leitfähigen Potentialausgleichselements (15, 15') in einen
hohlen Leitungsinnenraum der Beschichtungsmittelleitung (1),
gekennzeichnet durch folgenden Schritt:
Ablängen des Potentialausgleichselements (15, 15'), so dass dass das Potentialausgleichselement
(15, 15') aus einem Kabinenaußenraum einer Lackierkabine durch eine Kabinenwand (10)
hindurch bis in einen Kabineninnenraum der Lackierkabine hinein reicht.
1. Painting booth to coat components, with
a) a booth wall (10) which separates a booth interior from a booth exterior,
b) a coating agent line (1) with
b1) a hollow inner space for conveying the coating agent and
b2) a line wall which encompasses the inner space of the line,
b3) whereby the coating agent line (1) runs from the booth exterior through the booth
wall (10) into the booth interior,
characterised in that
c) the coating agent line (1) has an electrically conductive potential compensating
element (15, 15') for the electrical connection of the coating agent in the inner
space of the line with an electrical reference potential,
d) the potential compensating element (15, 15') extends in axial direction along the
coating agent line (1),
e) the potential compensating element (15, 15') in the inner space of the line is
arranged separately from the line wall, and
f) the potential compensating element (15, 15') extends from the booth exterior through
the booth wall (10) so that the free end of the potential compensating element (15,
15') is located in the booth interior.
2. Painting booth in accordance with Claim 1, characterised in that the potential compensating element (15, 15') is connected at one end to the reference
potential and with its other free end protrudes axially into the inner space of the
line.
3. Painting booth in accordance with one of the previous Claims,
characterised in that
a) the potential compensating element (15, 15') has an axial length which is essentially
constant irrespective of the direction of flow of the coating agent in the coating
agent line (1), and/or
b) the potential compensating element (15, 15') cannot essentially be compacted in
axial direction.
4. Painting booth in accordance with one of the preceding Claims,
characterised in that
a) the potential compensating element (15, 15') is flexible, in particular elastically
pliable, and/or
b) the potential compensating element (15, 15') is made of an electrically conductive
material and/or
c) the potential compensating element (15, 15') is made of a solvent-resistant and
paint-resistant material, and/or
d) the potential compensating element (15, 15') extends only over a part of the length
of the coating agent line (1), and/or
e) the potential compensating element (15, 15') is extended lengthwise.
5. Painting booth in accordance with one of the preceding Claims,
characterised in that the potential compensating element (15, 15') is
a) a spiral coil (15') or
b) a wire (15).
6. Painting booth in accordance with one of the preceding Claims,
characterised in that
a) the coating agent line (1) is flexible, in particular elastically pliable, and/or
b) the line wall of the coating agent line (1) is composed at least partially of an
electrically insulating material and electrically insulates the coating agent in the
inner space of the line to the outside, and/or
c) the line wall of the coating agent line (1) consists of a solvent-resistant and
paint-resistant material at least inside.
7. Painting booth in accordance with one of the preceding Claims, characterised in that the potential compensating element (15, 15') is an earthing element and the reference
potential is an earth potential.
8. Painting booth in accordance with one of the preceding of the Claims,
characterised in that
a) an earth-side connecting element (13) is provided which is electrically earthed,
b) a voltage-side connecting element (14) is provided which is on a high voltage potential,
c) the coating agent line (1) runs between the earth-side connecting element (13)
and the high voltage-side connecting element (14),
d) the potential compensating element (15, 15') is connected electrically to the earth-side
connecting element (13) and is thus also electrically earthed.
9. Painting booth in accordance with one of the preceding Claims,
characterised by
a) electrostatic coating agent charging which electrostatically charges the coating
agent by direct charging, and/or
b) a fire protection device which is installed in the painting booth interior, and/or
c) a painting robot (4) with several moving robot members, whereby the coating agent
line (1) is led through the moving robot members (6-8).
10. Manufacturing method for a coating agent line (1), with the following step:
Use of an electrically conductive potential compensating element (15, 15') in a hollow
inner space of the coating agent line (1),
characterised by the following step:
Trimming the length of the potential compensating element (15, 15'), such that the
potential compensating element (15, 15') extends from the painting booth exterior
through a booth wall (10) to the painting booth interior.
1. Cabine de peinture pour le revêtement de composants, avec
a) une paroi de cabine (10) qui sépare un intérieur de cabine d'un extérieur de cabine,
b) une conduite de produit de revêtement (1) avec
b1) un intérieur creux de conduite pour le guidage du produit de revêtement et
b2) une paroi de conduite qui entoure l'intérieur de la conduite,
b3) la conduite de produit de revêtement (1) s'étendant de l'extérieur de la cabine
à travers la paroi de la cabine (10) en direction de l'intérieur de la cabine,
caractérisée en ce que
c) la conduite de produit de revêtement (1) comprend un élément de compensation de
potentiel (15, 15') électriquement conducteur pour la liaison électrique du produit
de revêtement à l'intérieur de la conduite avec un potentiel électrique de référence,
d) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') s'étend dans une direction axiale
le long de la conduite de produit de revêtement (1),
e) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') est disposé, à l'intérieur de
la conduite, séparément de la paroi de la conduite et
f) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') s'étend de l'extérieur de la cabine
à travers la paroi de la cabine (10) de façon à ce que l'extrémité libre de l'élément
de compensation de potentiel (15, 15') se trouve à l'intérieur de la cabine.
2. Cabine de peinture selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de compensation de potentiel (15, 15') est branchée avec une extrémité
au potentiel de référence et dépasse, avec son extrémité libre opposée, axialement
à l'intérieur de la conduite.
3. Cabine de peinture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') présente une longueur axiale qui
est globalement constante indépendamment de la direction d'écoulement du produit de
revêtement dans la conduite de produit de revêtement (1) et/ou
b) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') n'est globalement pas compressible
dans la direction axiale.
4. Cabine de peinture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') est flexible et/ou
b) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') est constitué d'un matériau électro-conducteur
et/ou
c) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') est constitué d'un matériau résistant
aux solvants et aux peintures et/ou
d) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') s'étend seulement sur une partie
de la longueur de la conduite de produit de revêtement (1) et/ou
e) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') est allongé.
5. Cabine de peinture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de compensation de potentiel (15, 15') est
a) un enroulement hélicoïdal (15') ou
b) un fil (15).
6. Cabine de peinture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) la conduite de produit de revêtement (1) est flexible et/ou
b) la paroi de la conduite de produit de revêtement (1) est au moins partiellement
constituée d'un matériau électriquement isolant et isole électriquement vers l'extérieur
le produit de revêtement se trouvant à l'intérieur de la conduite et/ou
c) la paroi de la conduite de produit de revêtement (1) est constituée, au moins à
l'intérieur, d'un matériau résistant aux solvants et aux peintures.
7. Cabine de peinture selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de compensation de potentiel (15, 15') est un élément de mise à la terre
et le potentiel de référence est un potentiel de terre.
8. Cabine de peinture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) un élément de raccordement côté terre (13) est prévu, qui est mis électriquement
à la terre,
b) un élément de raccordement côté tension (14) est prévu, qui se trouve à un potentiel
de haute tension,
c) la conduite de produit de revêtement (1) s'étendant entre l'élément de raccordement
côté terre (13) et l'élément de raccordement côté haute tension (14),
d) l'élément de compensation de potentiel (15, 15') est raccordé à l'élément de raccordement
côté terre (13) et donc également mis électriquement à la terre.
9. Cabine de peinture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par
a) une charge électrostatique du produit de revêtement, qui charge électrostatiquement
le produit de revêtement à l'aide d'une charge directe et/ou
b) un dispositif de protection contre l'incendie qui est installé à l'intérieur de
la cabine de peinture et/ou
c) un robot de peinture (4) avec plusieurs membres robotiques mobiles, la conduite
de produit de revêtement (1) étant guidée à travers les membres robotiques mobiles
(6 - 8).
10. Procédé de fabrication pour une conduite de produit de revêtement (1), avec l'étape
suivante :
insertion d'un élément de compensation de potentiel (15, 15') dans un intérieur creux
de la conduite de produit de revêtement (1),
caractérisé par l'étape suivante :
ajustement de la longueur de l'élément de compensation de potentiel (15, 15') de façon
à ce que l'élément de compensation de potentiel (15, 15') s'étende de l'extérieur
d'une cabine de peinture à travers une paroi de cabine (10) jusqu'à l'intérieur d'une
cabine de peinture.