[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufschneiden einer Produktstange
in Produktscheiben mit einer Aufschneidevorrichtung.
[0002] Im Bereich der Lebensmittelverarbeitung, beispielsweise beim Aufschneiden von Produktstangen
in Lebensmittelscheiben und deren Verpackung, kommt dem Aspekt der Hygiene und der
Kompaktheit der Maschinen, vorzugsweise der möglichst geringen Maschinenlänge und/oder
Systemlänge, eine immer größere Bedeutung zu. Die Entgegenhaltung
EP 1 854 596 A1 offenbart ein Verfahren Slicen in die Packung.
[0003] Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein leistungsfähigeres Verfahren
zum Slicen in die Packung zur Verfügung zu stellen..
[0004] Gelöst wird die Aufgabe mit einem Verfahren gemäß Patentanspruch 1.
[0005] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0006] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufschneiden einer Produktstange
in Produktscheiben. Bei dieser Produktstange handelt es sich insbesondere um eine
Lebensmittelstange, beispielsweise um eine Wurst-, Käse-, oder Schinkenstange. Eine
Produktstange im Sinne der Erfindung kann aber auch ein Naturschinken sein. Diese
Produktstange wird mit einer Aufschneidevorrichtung in Produktscheiben aufgeschnitten.
Dabei wird die Produktstange kontinuierlich oder intermittierend in Richtung eines
sich bewegenden, vorzugsweise rotierenden, Messers transportiert, das von dem vorderen
Ende der Produktstange die Produktscheiben abtrennt. Die Dicke der Scheiben wird durch
den Vorschubweg, den die Produktstange zwischen zwei Schnitten zurücklegt, bestimmt.
Die abgeschnittenen Produktscheiben werden erfindungsgemäß direkt auf einer Unterfolienbahn
oder in einer Verpackungsmulde platziert, die Teil einer Verpackung ist, oder in eine
Verpackungsmulde, die ebenfalls Teil einer Verpackung ist. Vorzugsweise fallen die
Lebensmittelscheiben nach dem Abschneiden direkt auf die Unterfolienbahn oder in eine
Verpackungsmulde.
[0007] Dieser Gegenstand der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, dass auf Förderbänder,
die normalerweise anschließend an die Aufschneidevorrichtung vorhanden sind und mit
denen die Produktscheiben von der Aufschneidevorrichtung zu der Verpackungsmaschine
transportiert und dort in Verpackungsmulden eingelegt werden, zumindest weitestgehend
verzichtet werden kann. Dadurch verkürzt sich die Wegstrecke, innerhalb derer die
Produktscheiben mit Schmutzpartikeln oder Keimen kontaminiert werden können. Zudem
kann das System dadurch platzsparender gestaltet werden, was das Betreiben des Systems
auch in kleineren Produktionsstätten gestattet.
[0008] In der Regel werden mehrere Lebensmittelscheiben zu einer Portion zusammengestellt.
Die Konfiguration dieser Portion erfolgt vorzugsweise direkt auf der Unterfolienbahn
oder direkt in der Verpackungsmulde.
[0009] Kein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Aufschneiden einer
Produktstange in Produktscheiben mit einer Aufschneidevorrichtung, bei dem die abgeschnittenen
Produktscheiben auf einem Ablagetisch abgelegt und von dort auf eine Unterfolienbahn
und/oder in eine Verpackungsmulde abgelegt werden.
[0010] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0011] Auch bei diesem nicht erfindungsgemäßen Gegenstand werden die Lebensmittelscheiben
nicht mit Förderbändern von der Aufschneidevorrichtung zu der Verpackungsmaschine
transportiert. In dem vorliegenden Fall ist unterhalb des Schneidmessers ein Ablagetisch
vorgesehen, auf dem die abgeschnittenen Produktscheiben zunächst abgelegt und vor
dort auf die Unterfolienbahn und/oder in eine Verpackungsmulde gelegt oder vorzugsweise
abgeworfen werden.
[0012] Auch diese Ausführungsform zeichnet sich durch eine verbesserte Hygiene aus. Außerdem
ist das erfindungsgemäße Verfahren wesentlich platzsparender als Verfahren gemäß dem
Stand der Technik.
[0013] Vorzugsweise weist der Ablagetisch mindestens ein, vorzugsweise mehrere Transportmittel,
beispielsweise Endlosbänder, auf, die sich relativ zu dem Ablagetisch bewegen. Weiterhin
bevorzugt ist der Ablagetisch in einer Ebene, beispielsweise einer Horizontalebene
in mindestens eine Raumrichtung bewegbar und/oder um eine oder mehrere Achsen, insbesondere
eine Vertikal- und eine Horizontalachse drehbar vorgesehen. Vorzugsweise befindet
sich der Ablagetisch oberhalb von der Unterfolienbahn bzw. der Verpackungsmulde.
[0014] Vorzugsweise arbeitet die Verpackungsmaschine taktweise, wobei bei einem Takt eine
Mehrzahl von beispielsweise Verpackungsmulden, insbesondere durch Tiefziehen der Unterfolienbahn,
hergestellt, mit Produktscheiben befüllt und mit einer Deckelfolie geschlossen oder
nur befüllt und mit einer Deckelfolie verschlossen wird. Bei einem Takt wird ein sogenanntes
Format an Verpackungen hergestellt, das vorzugsweise aus mehreren Spuren, die parallel
zur Laufrichtung der Unterfolienbahn, und besonders bevorzugt mehreren Spalten, die
senkrecht zur Transportrichtung der Unterfolienbahn ausgerichtet sind, besteht. Alternativ
kann ein Format aber auch nur eine Spur mit einer oder mehreren Verpackungen aufweisen.
[0015] Gemäß einer nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform werden auf dem Ablagetisch die
Portionen mindestens einer Spalte gesammelt und dann direkt auf eine Unterfolienbahn
oder in eine Verpackungsmulde eingelegt, insbesondere abgeworfen. Sodann wird die
Unterfolienbahn der Verpackungsmaschine um eine Spalte weitergetaktet, die befüllt
wird, sobald eine ausreichende Anzahl an Portionen auf dem Ablagetisch aufgeschnitten
worden sind.
[0016] In einer Ausführungsform wird dieser Ablagetisch auch dazu verwendet, schlechte Portionen,
bei denen die Qualität der aufgeschnittenen Scheiben nicht der gewünschten Qualität
entspricht und/oder die nicht eine ausreichende Zahl an Produktscheiben aufweisen,
auszusortieren. Weiterhin bevorzugt kann der Ablagetisch dazu verwendet werden Anschnittscheiben,
die beim erstmaligen Anschneiden eines Lebensmittelriegels anfallen, und/oder Endstücke
des Lebensmittelriegels, die nicht mehr kontrolliert aufgeschnitten werden können,
auszusortieren. Eine oder mehrere dieser Aussortierungen können beispielsweise dadurch
erfolgen, dass der Ablagetisch eine Bewegung quer zur Transportrichtung der Unterfolienbahn/Verpackungsmulde
durchführt oder beispielsweise eine Bewegung entgegen der Transportrichtung der Unterfolienbahn/Verpackungsmulde
durchführt. Insbesondere die Schlechtportionen, Anschnittscheiben und/oder die Reststücke
werden vorzugsweise in einen Behälter gefördert und einer anderen Verwertung zugeführt.
Unvollständige Portionen können insbesondere zur Portionskomplettierung herangezogen
werden.
[0017] Erfindungsgemäß wird eine unvollständige Portion, eine Schlechtportion, mindestens
eine Anschnittscheibe und/oder ein Endstück mit einem Auffangmittel aufgefangen, bevor
es auf der Unterfolienbahn oder in die Verpackungsmulde abgelegt wird, insbesondere
fällt. Alternativ oder zusätzlich gelangen, insbesondere fallen die unvollständige
Portion, die Schlechtportion, mindestens eine Anschnittscheibe und/oder das Endstück
auf die Unterfolienbahn und/oder in die Verpackungsmulde und werden von dort mit einem
Entnahmemittel wieder entnommen. Beispielsweise kann dafür ein Roboter eingesetzt
werden, der eine Auffangfläche aufweist, die wahlweise in dem Abwurfbereich stromabwärts
von dem Schneidmesser angeordnet wird, um die unvollständige Portion, die Schlechtportion,
mindestens eine Anschnittscheibe und/oder ein Endstück aufzufangen. Dieser Roboter
kann auch alternativ oder zusätzlich einen Greifer aufweisen, der die unvollständige
Portion, die Schlechtportion, mindestens eine Anschnittscheibe und/oder ein Endstück
von der Unterfolienbahn oder aus der Verpackungsmulde wieder entnimmt.
[0018] Gemäß einem weiteren bevorzugten oder erfindungsgemäßen Gegenstand der vorliegenden
Erfindung erfolgt eine Mitteilung an die nachgeschaltete Verpackungsmaschine, eine
Portion/Verpackung als Ausschuss zu kennzeichnen, die eine Schlechtportion, eine unvollständige
Portion, Anschnittscheiben und/oder ein Endstück aufweist. Diese Portion/Verpackung
wird dann ausgeschleust oder so verändert, dass sie eine Gutpackung ist. Das Ausschleusen
der Verpackung erfolgt vorzugsweise nach dem Schließen der Verpackung mit einer Deckelfolie.
[0019] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, bei dem mehrere
Produktscheiben auf einer Unterfolienbahn und/oder in einer Verpackungsmulde als Portion
und/oder mehrere Portionen auf einer Unterfolienbahn und/oder in einer Verpackungsmulde
abgelegt werden.
[0020] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0021] Erfindungsgemäß werden mehrere Produktscheiben auf der Unterfolienbahn und/oder in
einer Verpackungsmulde als Portion abgelegt. Dabei werden die Produktscheiben geschindelt.
Zum Schindeln wird die Unterfolienbahn und/oder die Verpackungsmulde relativ zu der
stillstehenden Aufschneidevorrichtung bewegt. Weiterhin bevorzugt wird der Abstand
zwischen der Aufschneidevorrichtung und der Folienbahn und/oder der Verpackungsmulde
während der Erstellung einer Portion verändert. Diese bevorzugte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist von Vorteil, um sicherzustellen, dass die Flugkurve jeder
Lebensmittelscheibe einer Portion immer gleich ist.
[0022] Gemäß einem weiteren erfindungsgemäßen oder bevorzugten Gegenstand der vorliegenden
Erfindung werden mehrere Portionen auf einer Unterfolienbahn und/oder in einer Verpackungsmulde,
d.h. in einer Verpackung angeordnet. Diese sind geschindelt.
[0023] Die zu diesem Gegenstand der vorlegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0024] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Schneidmesser der Aufschneidevorrichtung
während des Weitertransports der Unterfolienbahn oder der Verpackungsmulde Leerschnitte
durchführt.
[0025] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0026] Zum Weitertransport der Verpackungen kann es notwendig sein, dass das Schneidmesser
sogenannte Leerschnitte durchführt, während denen das Schneidmesser seine Bewegung,
beispielsweise seine Dreh- und/oder Orbitalbewegung durchführt, ohne dass Lebensmittelscheiben
von der Produktstange abgetrennt werden. Diese Leerschnitte können dadurch erzielt
werden, dass die Produktstange von dem Schneidmesser zurückgezogen und/oder dass das
Schneidmesser von dem vorderen Ende des Lebensmittelriegels wegbewegt wird. Dadurch
werden während des Weitertransports der Unterfolienbahn oder der Verpackungsmulde
keine Scheiben abgeschnitten, die dann zwischengespeichert werden müssten. Dadurch,
dass das vordere Ende des Lebensmittelriegels und das Schneidmesser während des Leerschnitts
voneinander weg bewegt werden, entstehen auch keine sogenannten Schnipsel d.h. unvollständig
abgetrennte Lebensmittelscheiben, die dann auf die Unterfolienbahn bzw. in die Verpackungsmulde
fallen würden. Vorzugsweise erfolgt der Weitertransport der Unterfolienbahn oder der
Verpackung so schnell, dass sich der Lebensmittelriegel auch nicht so deformieren
kann, dass er, trotz Beabstandung des vorderen Endes von dem Schneidmesser, in dieses
hineingerät.
[0027] Erfindungsgemäß werden eine Unterfolienbahn und/oder eine Verpackungsmulde und die
Aufschneidevorrichtung während des Aufschneidens relativ zueinander bewegt.
[0028] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0029] Diese bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist insbesondere zur
Herstellung von Portionen auf der Unterfolienbahn oder in der Verpackungsmulde von
Vorteil. Die Relativ-Bewegung kann in einer horizontalen und/oder in einer vertikalen
Ebene erfolgen.
[0030] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, bei dem eine
Unterfolienbahn und/oder eine Verpackungsmulde zum Befüllen mit mindestens einer Lebensmittelscheibe
geneigt wird.
[0031] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0032] Bei dieser bevorzugten Ausführungsform wird die Verpackungsmulde zum Befüllen mit
mindestens einer Lebensmittelscheibe, vorzugsweise jedoch mit einer Portion, geneigt.
Das Einlegen erfolgt in diesem Fall vorzugsweise mit einem Ablagetisch, der vorzugsweise
ein Einlegeband aufweist. Durch die Schrägstellung der Verpackung kann die Lebensmittelscheibe
oder die Portion sehr einfach und erschütterungsfrei eingelegt werden. Die Neigung
erfolgt vorzugsweise um eine besonders bevorzugt horizontale Achse, die ganz besonders
bevorzugt quer zur Transportrichtung der Unterfolienbahn oder der Verpackungsmulde
ausgerichtet ist.
[0033] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, bei dem eine
Portion, bestehend aus mehreren Produktscheiben, während des Aufschneidens oder unmittelbar
nach dem Aufschneiden in der Verpackung gewogen wird.
[0034] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0035] Im vorliegenden Fall weist die Verpackungsmaschine eine Waage auf, die vorzugsweise
unterhalb des Schneidmessers angeordnet ist. Die Lebensmittelscheiben, die in die
jeweilige Verpackungsmulde oder auf die Unterfolienbahn fallen, werden sofort gewogen.
Dadurch kann bereits vor Ort sichergestellt werden, dass die jeweilige Verpackung
das geforderte SOLL-Gewicht aufweist. Für den Fall, dass das IST-Gewicht zu gering
ist, wird noch eine oder mehrere Produktscheiben abgeschnitten und auf die Unterfolienbahn
oder in die Verpackungsmulde gelegt. Für den Fall, dass das IST-Gewicht zu hoch ist,
wird vorzugsweise so verfahren, dass sich die Steuerung der Maschine bzw. des Systems
die betroffene Verpackung merkt und diese nach dem in der Schneidstation durchgeführten
Vereinzeln der Verpackung aus dem Prozess ausschleust oder der Verpackung eine oder
mehrere Lebensmittelscheiben entnommen werden. Besonders bevorzugt wird bereits während
des Einlegens der einzelnen Scheiben Prozess begleitend gewogen und kurz vor Erreichen
des SOLL-Gewichts über Prognoserechnungen das SOLL-Gewicht besonders zielsicher erreicht,
also vor allem übergewichtige Verpackungen mit besonders hoher Wahrscheinlichkeit
vermieden.
[0036] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, bei dem die
Aufschneidevorrichtung einen Vorschub für die Produktstange und ein sich bewegendes,
insbesondere rotierendes, Schneidmesser aufweist, das Produktscheiben von dem Produktriegel
abschneidet, bei dem die Bewegung des Vorschubs und/oder des Schneidmessers in Abhängigkeit
des Vorschubs der Unterfolienbahn und/oder der Verpackungsmulde gesteuert wird.
[0037] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0038] Bei diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung weist die Aufschneidevorrichtung
einen Vorschub auf, mit der die Produktstange in Richtung des Schneidmessers bewegt
wird. Des Weiteren weist die Aufschneidevorrichtung ein sich bewegendes, vorzugsweise
rotierendes, Schneidmesser auf, das Produktscheiben von dem vorderen Ende des Produktriegels
abschneidet. Zur Portionierung bzw. zum Weitertransport der Verpackungen kann es notwendig
sein, dass das Schneidmesser sogenannte Leerschnitte durchführt, während der das Schneidmesser
seine Bewegung durchführt, ohne dass Lebensmittelscheiben von der Produktstange abgetrennt
werden. Diese Leerschnitte können dadurch erzielt werden, dass die Produktstange von
dem Schneidmesser zurückgezogen und/oder dass das Schneidmesser von dem vorderen Ende
des Lebensmittelriegels wegbewegt wird.
[0039] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird mindestens eine der Bewegungen des Vorschubs
und/oder des Schneidmessers in Abhängigkeit des Vorschubs der Unterfolienbahn und/oder
der Verpackungsmulde gesteuert. Die Verpackungsmaschine hat in dem vorliegenden Fall
regelungstechnisch den sogenannten "Lead", d. h. die Bewegungen der Aufschneidevorrichtung
folgen Signalen, die von der Verpackungsmaschine generiert werden.
[0040] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, nach dem die
Aufschneidevorrichtung einen Vorschub für die Produktstange und ein sich bewegendes,
insbesondere rotierendes, Schneidmesser aufweist, das Produktscheiben von dem Produktriegel
abschneidet, bei dem der Vorschub der Unterfolienbahn und/oder der Verpackungsmulde
in Abhängigkeit der Bewegung des Vorschubs und/oder des Schneidmessers gesteuert wird.
[0041] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0042] Im Wesentlichen kann auf die Ausführung gemäß dem zuletzt beschriebenen Verfahren
Bezug genommen werden, wobei es in dem vorliegenden Fall so ist, dass der Vorschub
der Unterfolienbahn und/oder der Verpackungsmulde in Abhängigkeit der Bewegung des
Vorschubs und/oder des Schneidmessers gesteuert wird. Bei dem vorliegenden Fall hat
die Aufschneidevorrichtung den Lead. Dieses bevorzugte Verfahren der vorliegenden
Erfindung hat insbesondere dann Vorteil, wenn sogenannte geschindelte Portionen hergestellt
werden sollen und die Bewegung der Unterfolienbahn oder der Verpackungsmulde relativ
zu dem Schneidmesser durch eine Bewegung der Unterfolienbahn oder der Verpackungsmulde
selbst erfolgt.
[0043] Die folgenden Ausführungen gelten für alle erfindungsgemäßen Verfahren gleichermaßen.
[0044] Vorzugsweise werden mehrere Produktstangen zumindest zeitweise gleichzeitig, vorzugsweise
unabhängig voneinander, aufgeschnitten. Dafür weist die Aufschneidemaschine vorzugsweise
mehrere sogenannte Vorschub-Trassen auf, entlang derer jeweils eine Produktstange
transportiert wird. Bei einer zyklischen Bewegung des Schneidmessers, beispielsweise
einer Drehung, werden mehrere Produktscheiben im Wesentlichen gleichzeitig abgeschnitten.
[0045] Vorzugsweise ist die Anzahl der Produkte unterschiedlich, insbesondere kleiner oder
größer, oder gleich der Anzahl der Spuren der Verpackungsmaschine. Insbesondere wenn
die Anzahl der Produktstangen, die gleichzeitig aufgeschnitten werden, kleiner ist
als die Anzahl der Spuren, ist vorzugsweise ein Ablagetisch vorgesehen, der insbesondere
quer zur Transportrichtung der Unterfolienbahn oder der Verpackungsmulde verschoben
werden kann und auf dem eine Anzahl von Portionen, die der Anzahl der Spuren, die
bei einem Takt beladen werden, entspricht, abgelegt werden kann, bevor diese in die
Verpackungsmulden eingelegt werden. Alternativ werden nicht alle Spuren eines Vorzugs
gleichzeitig mit einer Portion befüllt, sondern zumindest teilweise nacheinander.
Weiterhin alternativ wird bei einer Umdrehung des Messers nicht von allen in der Aufschneidevorrichtung
befindlichen Lebensmittelriegeln eine Scheibe abgeschnitten. Dies wird vorzugsweise
insbesondere dann gemacht, wenn die Anzahl der Produkte, der Lebensmittelriegel größer
ist als die Anzahl der Spuren der Verpackungsmaschine. Um das Abtrennen einer Lebensmittelscheibe
von dem jeweiligen Produkt zu verhindern, kann dieses beispielsweise von der Schneidebene
zurückgezogen werden.
[0046] Vorzugsweise wird bei dem Verfahren ein Ablagetisch zur Anpassung der gleichzeitig
abgeschnittenen Produktstangen an die Anzahl der Spuren eingesetzt. Der Fachmann versteht,
dass dies natürlich auch zutrifft, wenn nur eine Produktstange aufgeschnitten wird
und die Anzahl der Spuren und/oder die Anzahl der Portionen pro Spur und Takt größer
als 1 ist.
[0047] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden unterschiedliche
Produktstangen aufgeschnitten. Ganz besonders bevorzugt weist jede Portion Produktscheiben
von unterschiedlichen Produktstangen auf. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht
werden, dass während des Aufschneidens einer Portion ein Ablagetisch so bewegt wird,
dass die jeweilige Portion in wechselnden Flugbahnen der Lebensmittelscheiben des
jeweiligen Lebensmittels angeordnet wird.
[0048] Vorzugsweise ist eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Produktscheiben, mit
einer Mehrzahl von Arbeitsstationen vorgesehen, wobei eine Arbeitsstation eine Aufschneidevorrichtung
ist.
[0049] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachte Offenbarung gilt für
die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0050] Es wird eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Produktscheiben offenbart mit
einer Mehrzahl von Arbeitsstationen, beispielsweise einer Formstation, in der Verpackungsmulden
in eine Unterfolienbahn eingeformt, beispielsweise tiefgezogen werden, gegebenenfalls
eine Einlegestation, in der die Produktscheiben in die Verpackungsmulden gelegt werden,
eine Siegelstation, in der eine Deckelfolie an die Unterfolienbahn gesiegelt wird,
um die befüllten Verpackungen hermetisch abzuschließen sowie vorzugsweise eine Schneidstation,
in der die Verpackungen vereinzelt werden.
[0051] Vorzugsweise weist diese Verpackungsmaschine nun zusätzlich noch eine Aufschneidemaschine
auf, mit der eine Produktstange, die auch Produktlaib genannt wird, in eine Vielzahl
von Produktscheiben geteilt wird. Diese Produktscheiben werden sodann in Verpackungen
verpackt. Die Aufschneidemaschine kann alternativ oder zusätzlich zu einer Einlegestation
vorgesehen werden. Vorzugsweise ist die Aufschneidevorrichtung im Bereich der sogenannten
Einlegestation vorgesehen. Besonders bevorzugt befindet sie sich oberhalb der Einlegestation,
so dass die abgeschnittenen Lebensmittelscheiben auf die Unterfolienbahn oder in die
Verpackungsmulde fallen.
[0052] Vorzugsweise weisen die Verpackungsmaschine und die Aufschneidevorrichtung einen
gemeinsamen Rahmen auf. Weiterhin bevorzugt weist die Aufschneidevorrichtung Mittel
auf, mittels derer die Unterfolienbahn und/oder die Verpackungsmulden entlang der
Verpackungsmaschine geführt und/oder transportiert werden. Diese Mittel können sich
in zwei entgegengesetzte Richtungen bewegen, um beispielsweise geschindelte Portionen
zu erzeugen.
[0053] Vorzugsweise ist die Verpackungsmaschine eine sogenannte Form-Füll-Siegel-Verpackungsmaschine
(FFS-Verpackungsmaschine), die eine Formstation aufweist, in der eine Verpackungsmulde
in eine Unterfolienbahn geformt wird. Vorzugsweise ist die Aufschneidevorrichtung
stromabwärts von der Formstation und stromaufwärts von einer Siegelstation, in der
eine Deckelfolie an die Unterfolienbahn gesiegelt wird, angeordnet.
[0054] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Verpackungsmaschine ein sogenannter
Tray-Sealer, bei dem vorgefertigte einzelne Verpackungsmulden mit einem Verpackungsgut
befüllt werden und diese Verpackungsmulden abschließend mit einer Deckelfolie verschlossen
werden. Die Verpackungsmulden werden gestapelt an die Verpackungsmaschine geliefert,
so dass der Tray-Sealer in der Regel eine sogenannte Vereinzelungsstation aufweist,
in der die Verpackungsmulden entstapelt, d. h. vereinzelt werden. Vorzugsweise ist
die Aufschneidevorrichtung stromabwärts von der Verpackungsmuldenvereinzelungsstation
und stromaufwärts von einer Siegelstation, in der eine Deckelfolie an die Verpackungsmulde
gesiegelt wird, angesiedelt.
[0055] Vorzugsweise wird beim Tray-Sealer der Abstand zwischen zwei Verpackungsmulden stromaufwärts
von der Aufschneidevorrichtung auf ein gewünschtes Maß gebracht. Alternativ oder zusätzlich
weist die Verpackungsmaschine Mittel auf, mittels derer feststellbar ist, wo sich
die jeweilige Verpackungsmulde in der Verpackungsmaschine befindet, sodass deren Transport
so gesteuert oder geregelt werden kann, dass sich diese zum Beladen genau unterhalb
der Flugkurve der Lebensmittelscheiben befindet und/oder im Ablagebereich eines eventuell
vorhandenen Ablagetisches.
[0056] Ein weiterer Gegenstand ist eine Aufschneidevorrichtung zum Aufschneiden einer Produktstange
in Produktscheiben, die ein Mittel zum Führen und/oder Transportieren der Unterfolie
und/oder einer Verpackungsmulde aufweist.
[0057] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0058] Ein weiterer Gegenstand ist eine Aufschneidevorrichtung zum Aufschneiden einer Produktstange
in Produktscheiben, die eine Ausnehmung aufweist, durch die eine Verpackungsmaschine
hindurchführbar ist.
[0059] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0060] Bei dieser Ausführungsform weist die Aufschneidevorrichtung einen Rahmen mit einer
Ausnehmung auf, die so groß ist, dass die Verpackungsmaschine hindurchgeführt werden
kann. Dadurch kann die Aufschneidevorrichtung beispielsweise vom einem Ende der Verpackungsmaschine
auf die Verpackungsmaschine aufgeschoben und dann entlang oder entgegen der Transportrichtung
der Unterfolienbahn und/oder der Verpackungsmulde entlang der Verpackungsmaschine
verschoben werden, bis die Aufschneidevorrichtung in der gewünschten Position ist.
Diese Position kann wählweise verändert werden. Zur Reinigung der Verpackungsmaschine
und/oder der Aufschneidevorrichtung kann die Aufschneidevorrichtung relativ zu der
Verpackungsmaschine verschoben oder von der Verpackungsmaschine entfernt werden. Bei
einer weiteren Ausführungsform ist die Aufschneidevorrichtung zumindest teilweise
weg- und/oder aufschwenkbar, vorzugsweise hochschwenkbar gestaltet, beispielsweise
um die Reinigung der Verpackungsmaschine und/oder der Aufschneidevorrichtung zu ermöglichen
oder zu erleichtern.
[0061] Ein weiterer Gegenstand ist eine Vorrichtung zum Aufschneiden einer Produktstange
in Produktscheiben und/oder eine Verpackungsmaschine, die ein Mittel aufweist, das
verhindert, dass Produktpartikel in die Verpackung gelangen.
[0062] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0063] Beim Aufschneiden von Produktlaiben kommt es immer wieder vor, dass das Messer Produktpartikel
von dem Produktlaib abreißt. Die Aufschneidevorrichtung und/oder die Verpackungsmaschine
weist nun mindestens ein Mittel auf, das verhindert, dass derartige Partikel in die
Verpackung gelangen. Beispielsweise handelt es sich bei dem Mittel um ein Blech oder
ein Band, das im Bereich des Schneidmessers, vorzugsweise unterhalb des Schneidmessers
und besonders bevorzugt zumindest teilweise oberhalb der Unterfolienbahn oder der
Verpackungsmulde, angeordnet wird und dadurch verhindert, dass Produktpartikel in
die Verpackung gelangen. Bei dem Mittel kann es sich jedoch auch um einen Gas-, insbesondere
Luftstrom, handeln, der beispielsweise die Partikel direkt bei ihrer Entstehung oder
von der Verpackungsmulde absaugt und/oder wegbläst. Alternativ oder zusätzlich handelt
es sich bei dem Mittel um ein Mittel, das beispielsweise eine elektrische Ladung generiert,
die die Produktpartikel anzieht oder abstößt und dadurch von der Verpackungsmulde
fernhält.
[0064] Ein weiterer Gegenstand ist eine Aufschneidevorrichtung zum Aufschneiden einer Produktstange
in Produktscheiben, die einen Ablagetisch aufweist, der zusätzlich ein Einleger ist,
der die Produktscheiben und/oder Portionen auf eine Unterfolienbahn oder in eine Verpackungsmulde
legt.
[0065] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0066] Bei dieser bevorzugten Ausführungsform weist die Aufschneidevorrichtung einen Ablagetisch
auf, der vorzugsweise unterhalb des Schneidmessers vorgesehen ist und auf den die
Lebensmittelscheiben nach dem Abschneiden fallen. Dieser Ablagetisch ist zusätzlich
ein Einleger, der die Produktscheiben oder Portionen auf eine Unterfolienbahn oder
in eine Verpackungsmulde legt oder abwirft. Dafür ist der Ablagetisch vorzugsweise
mit mindestens einem, besonders bevorzugt mit mehreren, Endlos-Bändern versehen, die,
nachdem beispielsweise eine oder mehrere Portionen auf dem Ablagetisch komplettiert
worden sind, diese auf die Unterfolienbahn oder in eine Verpackungsmulde legen. Die
Endlosbänder können gemeinsam oder unabhängig voneinander angetrieben werden.
[0067] Vorzugsweise ist der Ablagetisch als sogenanntes Shuttle-Band ausgeführt. Bei einem
Shuttle-Band handelt es sich um ein Endlos-Band, das eine schnell rückziehbare vordere
Kante aufweist, die betätigt wird, während das Endlosband vorzugsweise stillsteht.
Dadurch fallen die Produktscheiben oder Portionen im Wesentlichen senkrecht auf die
Unterfolie oder in die Verpackungsmulde.
[0068] Vorzugsweise ist der Ablagetisch in mindestens einer Ebene in eine oder mehrere Raumrichtungen,
die besonders bevorzugt parallel oder senkrecht zueinander angeordnet sind, bewegbar.
Beispielsweise ist der Tisch horizontal in einer Ebene in mindestens einer, vorzugsweise
zwei, oder mehr Raumrichtungen bewegbar. Alternativ oder zusätzlich ist der Ablagetisch
höhenverstellbar, d. h. er kann in Richtung des Schneidmessers und davon weg höhenverstellt
werden. Dadurch kann der Ablagetisch beispielsweise so zur Produktstange und/oder
zum Schneidmesser vertikal beabstandet werden, dass jede Produktscheibe dieselbe oder
eine gezielt andere Fallhöhe hat, um beispielsweise ein symmetrisches Ablegemuster
der Produktscheiben zu erreichen. Besonders bevorzugt wird der Tisch und/oder die
damit versehenen Bänder vor dem Abschneiden jeder Produktscheibe um eine definierte
Wegstrecke in beispielsweise horizontaler Richtung verschoben, um ein ausgeprägtes
Schindelmuster oder, beim Verschieben in entgegengesetzter Richtung beispielsweise
ein besonders geraden Scheibenstapel zu erreichen.
[0069] Alternativ oder zusätzlich ist der Ablagetisch um eine horizontale Achse drehbar
vorgesehen. Dadurch kann der Ablagetisch beispielsweise nach Komplettierung einer
Portion geneigt werden, was das Ablegen auf einer Unterfolienbahn oder das Einlegen
in eine Verpackungsmulde erleichtert. Alternativ oder zusätzlich ist der Ablagetisch
um eine vertikale Achse drehbar vorgesehen, um beispielsweise kreisförmige Portionen
zu erzeugen.
[0070] In einer Ausführungsform ist der Ablagetisch als Waage ausgeführt, sodass während
des Aufschneidens einer Portion festgestellt werden kann, ob diese das gewünschte
Mindestgewicht aufweist.
[0071] Ein weiterer Gegenstand ist eine Aufschneidevorrichtung zum Aufschneiden einer Produktstange
in Produktscheiben oder eine Verpackungsmaschine, jeweils insbesondere wie oben beschrieben,
dadurch gekennzeichnet, das sie einen Sensor aufweist, der mindestens ein Qualitätsmerkmal
der Produktscheiben und/oder der Portionen erfasst.
[0072] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0073] Ein Qualitätsmerkmal ist beispielsweise die Temperatur, die Farbe, die Scheibenform
und/oder der die Scheibengröße, die Portionsform und/oder die Portionsgröße, Fettanteil,
sogenannte "Blodspots", zu wenig oder zu viele Löcher insbesondere in Käse und/oder
das Vorhandensein von Fremdkörpern. Das Signal des Sensors wird vorzugsweise an eine
Steuerung weitergeleitet, die Scheiben mit einer mangelnden Qualität beispielsweise
aussortiert. Dafür können der Ablagetisch, das Auffangmittel und/oder ein Entnahmemittel
eingesetzt werden. Alternativ oder zusätzlich können Packungen mit einem mangelhaften
Produkt, insbesondere nach deren Verschluss mit einer Deckelfolie aussortiert werden.
[0074] Ein weiterer Gegenstand ist eine Aufschneidevorrichtung zum Aufschneiden einer Produktstange
in Produktscheiben und/oder eine Verpackungsmaschine, jeweils insbesondere wie oben
beschrieben, die ein Bestrahlmittel aufweist, das vorzugsweise den Anschnitt der Produktstange
und/oder die abgeschnittene Produktscheibe und/oder die aufgeschnittene Portion bestrahlt
und dabei zumindest teilweise desinfiziert.
[0075] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0076] Vorzugsweise weist die Aufschneidevorrichtung und/oder die Verpackungsmaschine ein
Bestrahlmittel auf, das den Anschnitt des Lebensmittelriegels und/oder die abgeschnittene
Produktscheibe und/oder die aufgeschnittene Portion bestrahlt und dabei mindestens
teilweise desinfiziert.
[0077] Diese Ausführungsform der Aufschneidevorrichtung hat den Vorteil, dass die Haltbarkeit
der Produktscheiben in den hergestellten Verpackungen erhöht wird.
[0078] Vorzugsweise wird die abgeschnittene Produktscheibe auf beiden Schnittflächen bestrahlt.
Vorzugsweise weist die Aufschneidevorrichtung oder die Verpackungsmaschine ein Mittel
auf, mit denen die Strahlen des Bestrahlmittels gezielt auf den Anschnitt und/oder
die abgeschnittene Produktscheibe und/oder die aufgeschnittene Portion gelenkt werden.
[0079] Ein weiterer Gegenstand ist eine Verpackungsmaschine oder eine Aufschneidevorrichtung,
die ein Mittel aufweist, um die Lage der Unterfolienbahn und/oder einer Verpackungsmulde
und der Aufschneidevorrichtung relativ zueinander zu verändern.
[0080] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0081] Beispielsweise kann dadurch der vertikale Abstand zwischen dem Schneidmesser und
der Transportebene der Unterfolienbahn und/oder einer Verpackungsmulde verändert werden.
Alternativ oder zusätzlich wird der Winkel, in dem die Aufschneidevorrichtung, insbesondere
das Schneidmesser, und/oder die Vorschubeinheit der Produktstange relativ zu der Transportebene
der Unterfolienbahn oder der Verpackungsmulde angeordnet sind, verändert.
[0082] Durch die oben genannten Maßnahmen kann beispielsweise die Fallhöhe, der Fallwinkel
oder die Fallkurve bezogen auf die Ebene, in der die Unterfolienbahn oder die Verpackung
geführt wird, verändert werden.
[0083] Ein weiterer Gegenstand ist ein System, bestehend aus einer Aufschneidevorrichtung
und einer Verpackungsmaschine, die eine gemeinsame Steuerung und/oder eine gemeinsame
Bedienungseinheit aufweisen.
[0084] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0085] Ein weiterer Gegenstand ist eine Aufschneidevorrichtung und/oder eine Verpackungsmaschine,
jeweils insbesondere wie oben beschrieben, bei dem/der der Bereich des Messers und/oder
der Abwurfbereich der abgeschnittenen Lebensmittelscheibe und/oder der Einlegebereich
mit Unterdruck und/oder einer veränderten Atmosphäre versehen ist.
[0086] Die zu diesem Gegenstand gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände gleichermaßen
und umgekehrt.
[0087] Gemäß diesem bevorzugten Gegenstand erfolgt das Abschneiden und/oder Abwerfen und/oder
Einlegen der jeweiligen Lebensmittelscheibe unter einer geänderten Atmosphäre im Vergleich
zu der Umgebungsatmosphäre. Vorzugsweise liegt diese veränderte Atmosphäre auch im
Bereich der Unterfolienbahn oder der Verpackungsmulde vor. Beispielsweise kann das
Messer und/oder der Abwurfbereich und/oder der Einlegebereich zumindest teilweise
gekapselt sein und unter Unterdruck stehen und/oder es kann in diese Kapselung ein
Gas mit einer anderen Zusammensetzung als Luft eingeführt werden.
[0088] Vorzugsweise umgibt der Unterdruck und/oder die geänderte Athmosphäre dann die abgeschnittene
Scheibe noch zumindest zeitweise in der Verpackung, insbesondere bis diese mit einer
Deckelfolie verschlossen ist.
[0089] Alle Merkmale aller erfindungsgemäßen oder bevorzugten Gegenstände der vorliegenden
Erfindung können beliebig untereinander kombiniert werden.
[0090] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1 - 6 erläutert. Diese Erläuterungen
sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht
ein. Die Erläuterungen gelten für alle Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen.
Figur 1 : zeigt eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 2 : zeigt die Vorrichtung mit einem Partikelfänger.
Figur 3 : zeigt eine nicht erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Ablagetisch.
Figur 4 : zeigt eine Ausführungsform zum Beladen eines Formates.
Figur 5 : zeigt eine Ausführungsform, bei der die Anzahl der aufgeschnittenen Produktstangen
kleiner ist als die zu befüllenden Verpackungen in einer Spur.
Figur 6 : zeigt die Neigung der Verpackungsmulden bei deren Befüllung in einer nicht
erfindungsgemäßen Ausführungsform.
[0091] Figur 1 zeigt eine Verpackungsmaschine 27. Bei der Verpackungsmaschine handelt es
sich in dem vorliegenden Fall um eine sogenannte Form-Füll-Siegel-Verpackungsmaschine,
bei der eine Unterfolienbahn 14, insbesondere taktweise, entlang der Verpackungsmaschine,
hier von rechts nach links, wie durch den Pfeil 20 angedeutet, transportiert wird.
Die Verpackungsmaschine 27 ist lediglich schematisch dargestellt und weist in dem
vorliegenden Fall stromaufwärts (nicht dargestellt) eine Formstation auf, in der die
Verpackungsmulden 13 in die Unterfolienbahn, insbesondere unter dem Einfluss von Druck
und Wärme, eingeformt werden. Diese Verpackungsmulden werden sodann in Richtung des
Pfeils 20 in den Bereich einer Aufschneidevorrichtung 26, die Teil der Verpackungsmaschine
ist, transportiert. Diese Aufschneidevorrichtung weist eine Vorschubeinheit 11, beispielsweise
ein Endlos-Band, und ein sich bewegendes, hier rotierendes, Schneidmesser 12, auf.
Eine Produktstange 10 wird mittels der Vorschubeinheit 11 in Richtung des Schneidmessers
transportiert, das von dem vorderen Ende der Produktstange Lebensmittelscheiben 25
abschneidet, die entlang einer Fallkurve direkt in die Verpackungsmulde 13 fallen,
was durch den Pfeil 16 symbolisiert ist. Die Dicke der Lebensmittelscheibe wird durch
den Vorschub der Produktstange 10 zwischen zwei Schnitten festgelegt. In dem vorliegenden
Fall ist die Portion, die aus mehreren Produktscheiben 25 besteht, geschindelt, d.
h. die Scheiben überlappen sich nur teilweise. Um dies zu erreichen, kann entweder
die Unterfolienbahn 14 oder die Verpackungsmulde zwischen dem Abwurf von zwei Lebensmittelscheiben
um einen gewissen Betrag in oder gegen die Transportrichtung 20 der Unterfolienbahn
14 transportiert werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Aufschneidevorrichtung
26, zumindest teilweise, relativ zu der Unterfolienbahn 14 und/oder der Verpackungsmulde
13 verschoben werden, um eine geschindelte Portion zu produzieren. Weiterhin kann
vorzugsweise die Lage der Aufschneidevorrichtung 26 relativ zu der Transportebene
der Unterfolienbahn 14 und/oder der Verpackungsmulde 13 verändert werden. Dies kann
durch eine Veränderung der Lage der Aufschneidevorrichtung und/oder durch eine Veränderung
der Lage der Transportebene der Unterfolien und/oder der Verpackungsmulde erreicht
werden. Beispielsweise kann dadurch die Fallhöhe h verändert werden. Alternativ oder
zusätzlich kann der Zuführwinkel 17 der Produktstangen verändert werden. Beide Maßnahmen
führen allein oder in Kombination zu einer Veränderung der Flugkurve der Lebensmittelscheiben.
Der Fachmann erkennt, dass mehrere Produktstangen 10, die bezogen auf die Papierebene
hintereinander angeordnet sind, gleichzeitig von dem Messer 12 aufgeschnitten werden
können. Diese Ausführungsform ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn auch die Verpackungsmaschine
mehrspurig ausgeführt ist, d. h. wenn mehrere zu befüllende Verpackungen bezogen auf
die Papierebene hintereinander angeordnet sind. Sobald eine Portion fertig in der
Verpackungsmulde angeordnet ist, wird die Unterfolienbahn und/oder die Verpackungsmulde
weitertransportiert, bis sich eine leere Verpackungsmulde im Abwurfbereich der Aufschneidevorrichtung
befindet. In dieser Zeit dürfen, in dem vorliegenden Fall, keine Produktscheiben von
der Produktstange abgeschnitten werden. Dies erfolgt vorzugsweise dadurch, dass das
Schneidmesser 12 Leerschnitte durchführt, d. h. sich weiter, vorzugsweise mit unveränderter
Drehzahl, dreht, ohne dass Lebensmittelscheiben 25 von der Produktstange abgeschnitten
werden. Dies wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass das vordere Ende der Produktstange
10 von dem Schneidmesser, beispielsweise mit der Vorschubeinheit 12 zurückgezogen
wird und/oder indem das Schneidmesser 12 von dem vorderen Ende des Lebensmittelriegels,
vorzugsweise parallel zu seiner Drehachse, wegbewegt wird. Die Leer-Schnitte werden
vorzugsweise solange durchgeführt, bis sich eine leere Verpackung im Abwurfbereich
der Aufschneidevorrichtung befindet.
[0092] Figur 2 zeigt im Wesentlichen die Ausführungsform gemäß Figur 1, wobei in dem vorliegenden
Fall zusätzlich ein Partikelfänger 18 vorhanden ist, mit dem verhindert wird, dass
Partikel, die während des Schneidens von der Produktstange abgerissen werden, in die
Verpackung gelangen. In dem vorliegenden Fall handelt es sich bei dem Partikelfänger
um ein Endlos-Band mit einem Obergurt 18a und einem Untergurt 18b, wobei der Obergurt
18a oberhalb der Verpackungsmulde 13 oder der Unterfolienbahn 14 und der Untergurt
18b unterhalb der Unterfolienbahn 14 oder Verpackungsmulde 13 geführt wird. Vorzugsweise
ist das Endlos-Band quer zur Transportrichtung 20 beweglich, vorzugsweise um zwei
Rollen (nicht dargestellt) umlaufend vorgesehen. Dadurch können Partikel, die sich
auf dem Partikelfänger ablagern aus dem Abwurfbereich der Aufschneidevorrichtung wegtransportiert
und beispielsweise mit einem Reinigungsmittel, beispielsweise einem Kratzer, von dem
Partikelfänger entfernt werden. Dadurch ist ein kontinuierlicher oder intermittierender
Abtransport von abgerissenen Partikeln möglich.
[0093] Figur 3 zeigt eine nicht erfindungsgemäße Ausführungsform der Verpackungsmaschine
oder der Aufschneidevorrichtung, die im Wesentlichen der Ausführungsform der Verpackungsmaschine
gemäß Figur 1 entspricht, die aber in dem vorliegenden Fall einen Ablagetisch 19 aufweist.
Die abgeschnittenen Produktscheiben 25 fallen auf den Ablagetisch 19 und werden auf
diesem, vorzugsweise zu Portionen 15, konfiguriert. Vorzugsweise werden mehrere Portionen
gleichzeitig oder zeitlich nacheinander auf dem Ablagetisch angeordnet. Vorzugsweise
werden mehrere Portionen 15 auf dem Ablagetisch 19 gebildet oder gesammelt, bevor
sie auf der Unterfolienbahn 14 abgelegt oder in eine Verpackungsmulde 13 eingelegt
werden. Dafür weist der Ablagetisch vorzugsweise mindestens ein Transportband, hier
ein Endlos-Band, auf, das sich in dem vorliegenden Fall gegen den Uhrzeigersinn dreht,
sobald eine oder mehrere Portionen fertiggestellt worden sind. Die Bewegung dieses
Transportbandes kann auch zur Konfiguration einer Portion, beispielsweise zum Schindeln,
genutzt werden. Die jeweilige Portion fällt oder gleitet von dem Ablagetisch 19 in
die Verpackung 13. Vorzugsweise ist der Ablagetisch als Ganzes oder teilweise in einer
Ebene, beispielsweise einer horizontalen Ebene, in zwei Raumrichtungen bewegbar vorgesehen.
Dies kann dadurch erfolgen, dass der Ablagetisch insgesamt und/oder nur Teile von
ihm, beispielsweise das Endlos-Band, bewegt wird. Weiterhin bevorzugt ist der Ablagetisch
höhenverstellbar vorgesehen, d.h. sein Abstand zum Schneidmesser 12 kann verändert
werden. Ganz besonders bevorzugt kann der Ablagetisch 19 um mindestens eine horizontale
und/oder vertikale Achse geschwenkt und/oder gedreht werden. Der Ablagetisch kann
ein oder mehrere Transportbänder aufweisen, die vorzugsweise getrennt voneinander
betreibbar sind.
[0094] Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf die Verpackungsmaschine bzw. die Aufschneidevorrichtung.
Es ist zu erkennen, dass der Vorzug 21, um den die Unterfolienbahn 14 und/oder die
Verpackungsmulden 13 bei einem Takt weitertransportiert werden, in dem vorliegenden
Fall aus zwei Spalten 29 jeweils mit vier Spuren 28 besteht. In dem vorliegenden Fall
ist der Ablagetisch 19 so breit (horizontale Ausdehnung quer zur Transportrichtung)
ausgeführt, dass zwei fertiggestellte Portionen gleichzeitig in die Verpackungsmulden
in zwei Spuren eingelegt werden können. Gleichzeitig ist der Ablagetisch 19 so lang
(horizontale Ausdehnung parallel zur Transportrichtung) ausgeführt, dass von ihm mindestens
die Portionen für einen Abzug für zwei Spuren vollständig aufgenommen werden können.
In dem vorliegenden Fall können sogar die Portionen für den gesamten Abzug (zwei Spalten
und vier Spuren) gleichzeitig von dem Ablagetisch aufgenommen werden. In dem vorliegenden
Fall weist der Ablagetisch 19 zwei Transportbänder 23, hier zwei Endlostransportriemen,
auf, die gemeinsam oder unabhängig voneinander angetrieben werden können. Um auch
die beiden unteren Spuren des Abzugs mit Portionen 15 belegen zu können, wird der
Ablagetisch 19 nach dem Ablegen der Portionen in den oberen Spuren in Richtung 22
der unteren Spuren verschoben.
[0095] Figur 5 zeigt eine Aufschneidevorrichtung, bei der zwei Produktstangen 10 gleichzeitig
aufgeschnitten werden. Auch in dem vorliegenden Fall weist die Verpackungsmaschine
oder die Aufschneidevorrichtung einen Ablagetisch auf, der, wie durch den Doppelpfeil
symbolisiert, quer zur Transportrichtung 20 bewegt wird, um alle Spuren 28 mit Portionen
15 versorgen zu können, obwohl die Anzahl der gleichzeitig aufgeschnittenen Produktstangen
10 kleiner als die Anzahl der gleichzeitig zu beschickenden Spuren ist.
[0096] Figur 6 zeigt eine weitere nicht erfindungsgemäße Ausführungsform der Aufschneidevorrichtung
bzw. der Verpackungsmaschine. In dem vorliegenden Fall ist der Ablagetisch auch gleichzeitig
ein Ausschleuseorgan, mit dem ungenügende Portionen oder Anschnitte 24 ausgeschleust
werden. Dies erfolgt in dem vorliegenden Fall dadurch, dass die Transportbänder des
Ablagetisches im Uhrzeigersinn bewegt werden und unzureichende Portionen 24 an ein
weiteres Transportband übergeben werden, mit dem sie von der Vorrichtung entfernt
werden. Des Weiteren wird in dem vorliegenden Fall die Verpackungsmulde zu deren Befüllung
relativ zur Transportrichtung 20 geneigt, um das Befüllen zu erleichtern. Außerdem
wird in dem vorliegenden Fall die Transportebene der Unterfolienbahn und/oder der
Verpackungsmulden angehoben.
Bezugszeichenliste:
[0097]
- 10
- Produktstange
- 11
- Vorschub
- 12
- Messer, gezielt unrund
- 13
- Verpackungsmulde
- 14
- Unterfolienbahn
- 15
- Portion
- 16
- Abwurfrichtung
- 17
- Zuführwinkel der Produktstangen
- 18
- Mittel zur Vermeidung von Kontamination der Verpackungen, Partikelfänger
- 18a
- Querschnitt des Obergurts eines Quertransportbandes
- 18b
- Querschnitt des Untergurts eines Quertransportbandes
- 19
- Ablagetisch
- 20
- Transportrichtung der Folie mit Verpackungsmulden
- 21
- ein Vorzug
- 22
- Bewegungsrichtung des Einlegebandes zum Füllen der anderen Spuren
- 23
- Transportriemen/-band
- 24
- Abfall
- 25
- Produktscheiben
- 26
- Aufschneidevorrichtung, Slicer
- 27
- Verpackungsmaschine
- 28
- Spur
- 29
- Spalten
- h
- Abstand zwischen Produktauflage und Verpackungsmulde und/oder Folienbahn