Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Überspannungsschutzvorrichtung für einen elektrischen
Antrieb, insbesondere einen Antrieb für ein Kraftfahrzeug. Die Überspannungsschutzvorrichtung
ist ausgebildet, mit einem Bordnetz eines Kraftfahrzeuges verbunden zu werden. Die
Überspannungsschutzvorrichtung ist ausgebildet, eine in dem Bordnetz durch ein Abschalten
eines Verbrauchers erzeugte Überspannung abzubauen.
[0002] Bei aus dem Stand der Technik bekannten Überspannungsschutzvorrichtungen in Kraftfahrzeugen
wurde das Problem erkannt, dass diese Schutzvorrichtungen, beispielsweise gebildet
durch Halbleiterbauelemente, selbst durch eine im Bordnetz auftretende Überspannung
zerstört werden können. Mit der Zerstörung der Überspannungsschutzvorrichtung werden
dann mit dem Bordnetz verbundene hinsichtlich einer Überspannung empfindliche Verbraucher
zerstört.
[0003] Aus der
US 2003/0231442 A1 ist ein Verfahren zur Abwehr von Überspannungsschäden in einer elektronischen Schaltung
eines Fahrzeugs bekannt, wobei ein Lastabfall erkannt wird und als Antwort auf den
Lastabfall der Stromverbrauch der elektronischen Schaltung erhöht wird.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Erfindungsgemäß ist die Überspannungsschutzvorrichtung der eingangs genannten Art
mit einer Steuereinheit für eine elektronisch kommutierte elektrische Maschine verbunden.
Die Überspannungsschutzvorrichtung weist einen Eingang für eine Bordnetzspannung auf
und ist ausgebildet, ein Überschreiten eines vorbestimmten Spannungswertes zu erfassen
und in Abhängigkeit von dem Überschreiten des Spannungswertes ein Überspannungssignal
zu erzeugen. Die Steuereinheit ist ausgebildet, die elektrische Maschine in Abhängigkeit
von dem Überspannungssignal vom generatorischen Betrieb in einen wenigstens teilweise
verlustbehafteten Betrieb oder in einen motorischen Betrieb zu überführen. So kann
vorteilhaft in der elektrischen Maschine eine elektrische Leistung sehr schnell im
verlustbehafteten Betrieb in Verlustwärme, oder im motorischen Betrieb in ein mechanisches
Moment umgesetzt werden. Bevorzugt kann die elektrische Maschine nach einem Normalisieren
der Bordnetzspannung wieder im generatorischen Betrieb, insbesondere im reinen generatorischen
Betrieb, betrieben werden.
[0005] Die mittels der Überspannung in das Bordnetz eingespeiste elektrische Energie kann
so vorteilhaft aus dem Bordnetz abgebaut werden.
[0006] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Überspannungsschutzvorrichtung, im
Folgenden auch Schutzvorrichtung genannt, wenigstens einen mit dem Eingang verbundenen
Halbleiterschutzschalter auf. Der Halbleiterschutzschalter ist ausgebildet, in Abhängigkeit
von einem vorbestimmten Spannungswert, von dem Eingang einen Strom über den Halbleiterschutzschalter
zu einem Masseanschluss hin zu erzeugen und so - insbesondere mittels Abführen von
elektrischen Ladungen - die Bordnetzspannung zu verringern.
[0007] Der Halbleiterschutzschalter ist beispielsweise durch wenigstens eine Zenerdiode,
eine Reihenschaltung wenigstens einer Zenerdiode mit wenigstens einer Halbleiterdiode,
durch eine TVS-Diode (TVS = Transient-Voltage-Supression), wenigstens einen mittels
einer Zenerdiode gesteuerten Feldeffekttransistor oder durch wenigstens einen Varistor
gebildet. Eine Reaktionszeit des Halbleiterschalters beträgt bevorzugt zwischen einer
und zehn Nanosekunden.
[0008] In einer anderen Ausführungsform weist der Halbleiterschutzschalter einen Feldeffekttransistor
auf, dessen Schaltstrecke ausgebildet ist, den Anschluss für die Bordnetzspannung
mit einem Masseanschluss zu verbinden. Der Feldeffekttransistor ist steueranschlussseitig
mit einem Spannungsregler mit einem Komparator verbunden, wobei der Spannungsregler
neben einer den vorbestimmten Spannungswert repräsentierenden Sollwertspannung eine
über der Schaltstrecke des Feldeffekttransistors abfallende Spannung als Eingangsregelgröße
bezieht. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuereinheit ausgebildet, die
elektrische Maschine zum Erzeugen eines magnetischen Drehfeldes anzusteuern und in
Abhängigkeit von dem Überspannungssignal einen Phasenwinkel einer Ansteuerung zu ändern
und die elektrische Maschine so wenigstens teilweise im verlustbehafteten Betrieb
und/oder im Motorbetrieb zu betreiben.
[0009] Dadurch kann vorteilhaft eine elektrische Energie im motorischen Betrieb verbraucht
werden und so dem Bordnetz entzogen werden.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuereinheit ausgebildet, in Abhängigkeit
von dem Überspannungssignal einen Phasenwinkel einer Ansteuerung, insbesondere eine
Winkeldifferenz zwischen einem Rotorwinkel und einem von einem Stator der elektrischen
Maschine erzeugten Drehfeld zu verringern. Bevorzugt ist die Steuereinheit ausgebildet,
die Winkeldifferenz zwischen weniger als 90 Grad und 0 Grad einzustellen.
[0011] In dieser Ausführungsform kann mittels der Winkeldifferenz vorteilhaft eine Verlustleistung
einer in der Leistungsendstufe der Steuereinheit verbrauchten Leistung eingestellt
werden. Bei einer Winkeldifferenz von 90 Grad wird die elektrische Maschine vollständig
im generatorischen Betrieb betrieben. Bei einem Phasenwinkel von Null Grad wird die
elektrische Maschine weder im generatorischen noch im motorischen Betrieb betrieben.
Die von der elektrischen Maschine verbrauchte elektrische Leistung wird als Verlustleistung
in der elektrischen Maschine oder zusätzlich der Leistungsendstufe verbraucht.
[0012] Bevorzugt ist die Steuereinheit ausgebildet, in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
eine Winkeldifferenz zwischen einem Rotorwinkel und einem von einem Stator der elektrischen
Maschine erzeugten Drehfeld verschwinden zu lassen. In dieser Ausführungsform beträgt
die vorab erwähnte Winkeldifferenz Null Grad. So kann vorteilhaft - auch während eines
längeren Zeitintervalls - die elektrische Maschine als elektrischer Verbraucher genutzt
werden, um die durch Überspannung in das Bordnetz eingebrachte elektrische Energie
zu verbrauchen und die Bordnetzspannung so zu verringern.
[0013] Bevorzugt ist die Steuereinheit ausgebildet, in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
eine Winkeldifferenz zwischen einem Rotorwinkel und einem von einem Stator der elektrischen
Maschine erzeugten Drehfeld derart zu ändern, dass die elektrische Maschine vom Generatorbetrieb
in den vollständigen Motorbetrieb überführt werden kann.
[0014] Die elektrische Maschine kann so - bevorzugt in einem vorbestimmten Zeitintervall
- bis hin zum Absinken der Bordnetzspannung unter den vorbestimmten Spannungswert
- mittels Erzeugen eines Drehmomentes die im Bordnetz überschüssige elektrische Energie
verbrauchen.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuereinheit ausgebildet, die elektrische
Maschine mittels eines Pulsweitenmodulators pulsweitenmoduliert anzusteuern. Die Steuereinheit
ist weiter bevorzugt ausgebildet, ein von dem Pulsweitenmodulator der Steuereinheit
erzeugtes Ansteuermuster in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal zu invertieren.
[0016] Durch das Invertieren, welches einer Spiegelung des mittels des Pulsweitenmodulators
erzeugten Ansteuersignals an einer Zeitachse entspricht, kann die elektrische Maschine
vorteilhaft sehr schnell, insbesondere ohne zusätzliche Rechenalgorithmen durchzuführen,
den Phasenwinkel der Ansteuerung um 180 Grad versetzen. Befindet sich der Phasenwinkel
zum Ansteuern der elektrischen Maschine vor einem Erzeugen des Überspannungssignals
beispielsweise bei 90 Grad, sodass die elektrische Maschine sich vollständig im generatorischen
Betrieb befindet, so wird die elektrische Maschine nach einem Erzeugen des Überspannungssignals
in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal vollständig in den motorischen Betrieb
überführt. Die bloße Invertierung des pulsweitenmodulierten Ansteuersignals erfordert
vorteilhaft keinen aufwendigen Rechenalgorithmus.
[0017] Das invertierte pulsweitenmodulierte Ansteuermuster kann so vorteilhaft mittels des
Inverters, insbesondere mittels einer zum Invertieren des pulsweitenmodulierten Ansteuermusters
ausgebildeten Transistorschaltung, erzeugt werden. In einer anderen Ausführungsform
ist die Steuereinheit ausgebildet, das invertierte Ansteuermuster - beispielsweise
gesteuert durch einen Rechenalgorithmus - zu erzeugen.
[0018] Bevorzugt ist die Steuereinheit ausgebildet, in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
einen Erregerstrom durch eine Erregerspule der elektrischen Maschine über einen mit
der Erregerspule verbundenes Halbleiterbauelement, insbesondere einen Halbleiterschalter
oder eine Diode, abzubauen. Durch den Kurzschluss oder das Umpolen der Erregerspule
kann vorteilhaft der Erregerstrom reduziert werden, sodass mittels der so gebildeten
Schnellentregung der elektrischen Maschine die Bordnetzspannung vorteilhaft abgesenkt
werden kann. Mittels der so gebildeten Schnellentregung der elektrischen Maschine
kann vorteilhaft eine Stufe der Überspannungsschutzvorrichtung gebildet sein, welche
- gesteuert durch das Überspannungssignal - nach der vorab beschriebenen Änderung
des Phasenwinkels der Maschinenansteuerung wirken kann. So können vorteilhaft die
mittels der Änderung des Phasenwinkels zum Verbrauchen von elektrischer Leistung geschalteten
Komponenten der elektrischen Maschine, insbesondere die Leistungsendstufe oder die
Statorspulen, nicht durch die in den Komponenten erzeugte Verlustwärme zerstört werden.
[0019] Weiter vorteilhaft kann der zuvor erwähnte Halbleiterschutzschalter nach Aktivierung
der Schnellentregung nicht durch Überwärmung zerstört werden.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform der Überspannungsschutzvorrichtung weist die
Überspannungsschutzvorrichtung wenigstens einen Halbleiterschutzschalter auf. Bevorzugt
kann der Halbleiterschutzschalter in einer mehrstufig ausgebildeten Überspannungsschutzvorrichtung
in einer zeitlichen Reihenfolge eines mehrstufigen Eingreifens als erste Stufe des
mehrstufigen Schutzes wirken. Während der Aktivierung des Halbleiterschutzschalters
kann von der Schutzvorrichtung das Überspannungssignal erzeugt werden.
[0021] Weiter kann während des zeitlichen Überspannungsschutzverlaufes der Phasenwinkel
der Maschinenansteuerung geändert werden. Nach dem Ändern des Phasenwinkels, beispielsweise
der zuvor beschriebenen Phasenumkehr vom generatorischen in den motorischen Betrieb
der elektrischen Maschine mittels Invertierung des pulsweitenmodulierten Ansteuermusters
kann weiter elektrische Energie dem Bordnetz entzogen werden, sodass die zuvor erwähnten
Halbleiterschutzschalter nicht mehr vollständig die elektrische Energie in Verlustwärme
umsetzen müssen. Das Ändern des Phasenwinkels kann eine auf die erste Stufe folgende,
insbesondere eine zweite oder dritte Stufe, eines vorab erwähnten mehrstufigen Eingreifens
bilden.
[0022] In einer dritten Stufe des zeitlichen Schutzverlaufes kann dann die zuvor erwähnte
Schnellentregung der elektrischen Maschine den weiteren Schutz übernehmen, sodass
der wenigstens eine Halbleiterschutzschalter und die durch die Änderung des Phasenwinkels
durch Verlustwärme erwärmten Komponenten der elektrischen Maschine und/oder der Steuereinheit
nicht durch zu hohe Erwärmung zerstört werden können. Die Steuereinheit ist bevorzugt
ausgebildet, die so gebildeten Stufen in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
zu aktivieren, welche daraufhin zeitlich nacheinander zum Abbau der Überspannung eingreifen
können.
[0023] Anders als in der zuvor erwähnten Ausführungsform, bei der die Steuereinheit ausgebildet
ist, die Erregerspule der elektrischen Maschine kurzzuschließen, ist die Steuereinheit
in der anderen Ausführungsform ausgebildet, in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
die Erregerspule der elektrischen Maschine über einen mit der Erregerspule verbundenen
Halbleiterschalter, insbesondere eine H-Brücke, auch Vollbrücke genannt, umzupolen.
[0024] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betreiben eines Überspannungsschutzes
für ein Fahrzeugbordnetz mit einer elektrischen Maschine.
[0025] In einem Verfahrensschritt wird während eines generatorischen Betriebes der elektrischen
Maschine ein Überschreiten eines vorbestimmten Spannungswertes einer Bordnetzspannung
erfasst und ein das Überschreiten repräsentierendes Überspannungssignal erzeugt. Das
Überschreiten der Bordnetzspannung wird beispielsweise durch einen Lastabwurf eines
elektrischen Verbrauchers verursacht.
[0026] Weiter bevorzugt wird in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal eine Schnellentregung
eines Erregermagnetfeldes der elektrischen Maschine eingeleitet.
[0027] Bevorzugt wird in einem weiteren Schritt ein zeitliches Ansteigen der Bordnetzspannung
erfasst und in Abhängigkeit von dem Spannungsanstieg ein Phasenwinkel einer Ansteuerung
der elektrischen Maschine derart geändert, dass die elektrische Maschine vom generatorischen
Betrieb wenigstens teilweise oder vollständig in den motorischen Betrieb überführt
wird.
[0028] Weiter wird bei dem Verfahren bei Überschreiten eines vorbestimmten Spannungsschwellwertes
der Bordnetzspannung ein Halbleiterschutzschalter aktiviert, welcher ausgebildet ist,
in Abhängigkeit von dem Überschreiten des Spannungsschwellwertes einen Anschluss der
Bordnetzspannung mit einem Masseanschluss niederohmig zu verbinden und so elektrische
Energie aus dem Bordnetz abzubauen.
[0029] Der Halbleiterschutzschalter ist bevorzugt durch eine TVS-Diode oder einen mittels
einer Zenerdiode gesteuerten Feldeffekttransistor gebildet.
[0030] Bevorzugt wird die elektrische Maschine durch ein Invertieren eines pulweitenmodulierten
Ansteuermusters vom generatorischen in den motorischen Betrieb überführt.
[0031] Die Erfindung wird nun im Folgenden anhand von Figuren und weiteren Ausführungsbeispielen
beschrieben. Weitere vorteilhafte Ausführungsvarianten ergeben sich aus den in den
Figuren und den abhängigen Ansprüchen beschriebenen Merkmalen.
Figur 1 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel für einen elektrischen Antrieb mit
einer dreistufig ausgebildeten Überspannungsschutzvorrichtung;
Figur 2 zeigt ein mittels Pulsweitenmodulation erzeugtes Ansteuermuster zum Ansteuern
einer mit einem Stator verbundenen Leistungsendstufe zum Erzeugen eines magnetischen
Drehfeldes;
Figur 3 zeigt schematisch einen Verlauf eines mittels des in Figur 2 dargestellten
Ansteuermusters erzeugten Magnetfeldvektors im generatorischen und im motorischen
Betrieb;
Figur 4 zeigt einen Phasenwinkel einer Ansteuerung des in Figur 1 dargestellten Elektrischen
Antriebs, wobei der Phasenwinkel vom generatorischen in einen neutralen Betrieb und
von dort weiter bis hin zu einem motorischen Betrieb geändert wird;
Figur 5 zeigt ein Diagramm, in dem zeitabhängige Spannungsverläufe einer Bordnetzspannung
dargestellt sind, wobei die Spannungsverläufe jeweils zueinander verschiedenen Schutzgraden
entsprechen, wobei ein Schutzgrad keinen Überspannungsschutz oder zwischen einer und
drei Schutzstufen aufweist.
[0032] Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen elektrischen Antrieb 1. Der elektrische
Antrieb 1 umfasst eine elektrische Maschine mit einem Stator 3 und einem Rotor 5.
Der Stator 3 weist in diesem Ausführungsbeispiel drei Statorspulen, nämlich eine Statorspule
7, eine Statorspule 8 und eine Statorspule 9 auf. Der Stator 3 kann in einer anderen
Ausführungsform des Antriebs auch mehr als drei Statorspulen, beispielsweise fünf
oder zehn Statorspulen aufweisen.
[0033] Der elektrische Antrieb 1 weist auch eine Leistungsendstufe 10 und eine Überspannungsschutzvorrichtung
2 auf.
[0034] Der elektrische Antrieb 1 weist auch eine Verarbeitungseinheit 12 als Steuereinheit
der elektrischen Maschine auf, welche ausgebildet ist, die Leistungsendstufe 10 zum
Bestromen der Statorspulen des Stators 3 und so zum Erzeugen eines magnetischen Drehfeldes
anzusteuern. Dazu weist die Verarbeitungseinheit 12 einen Pulsweitenmodulator 13 auf.
Der Pulsweitenmodulator 13 ist ausgebildet, Steuersignale zum Ansteuern von Steueranschlüssen
von Halbleiterschaltern der Leistungsendstufe 10 zu erzeugen und ausgangsseitig auszugeben.
Die Verarbeitungseinheit 12 ist beispielsweise durch einen Mikroprozessor, einen Mikrocontroller,
ein FPGA (FPGA = Field-Programmable-Gate-Array) oder ein ASIC (ASIC = Application-Specific-Integrated-Circuit)
gebildet. Die Verarbeitungseinheit 12 ist ausgangsseitig über eine in diesem Ausführungsbeispiel
mehrkanalige Verbindung 37 mit der Leistungsendstufe 10 verbunden. Die Leistungsendstufe
10 ist ausgangsseitig über eine mehrkanalige Verbindung 39 mit dem Stator, und dort
mit den Statorspulen 7, 8 und 9 verbunden. Die Statorspulen 7, 8 und 9 können beispielsweise
in einer Sternanordnung miteinander verbunden sein.
[0035] Die Verarbeitungseinheit 12 ist eingangsseitig mit einem Anschluss 25 für eine Bordnetzspannung
verbunden. Die Verarbeitungseinheit 12 ist ausgebildet, in Abhängigkeit von einer
vom Anschluss 25 empfangenen Bordnetzspannung einen Phasenwinkel der Ansteuerung zum
Erzeugen des magnetischen Drehfeldes in Abhängigkeit von der Rotorposition des Rotors
5 zu ändern. Die Verarbeitungseinheit 12 kann beispielsweise dazu einen Analog-Digitalwandler
aufweisen, welcher ausgebildet ist, die Bordnetzspannung in ein digitales Ausgangssignal
zu wandeln. Die Verarbeitungseinheit 12 ist eingangsseitig auch über eine Verbindung
33 mit einem Halbleiterschutzschalter 16 verbunden.
[0036] Der Halbleiterschutzschalter 16 weist in diesem Ausführungsbeispiel einen Feldeffekttransistor
19 auf, dessen Steueranschluss mit einem Ausgang eines Spannungsteiles, gebildet aus
einem Widerstand und wenigstens einer Diode, in diesem Ausführungsbeispiel einer Zenerdiode
20 und einer zusätzlichen Zenerdiode 20 in Reihe geschaltete Halbleiterdiode 21, gebildet
ist.
[0037] Der Sourceanschluss des Feldeffekttransistors 19 ist mit einem Masseanschluss 27
verbunden, der Drainanschluss des Feldeffekttransistor 19 ist mit dem Anschluss 25
für die Bordnetzspannung verbunden. Der Feldeffekttransistor 19 ist ausgebildet, in
Abhängigkeit von einer vorbestimmten Spannung, insbesondere einem Spannungsschwellwert
- gesteuert durch die Zenerdiode 20 und die Halbleiterdiode 21 - den Anschluss 25
mit dem Masseanschluss 27 niederohmig zu verbinden. So kann der Halbleiterschutzschalter
16 wenigstens für eine kurze Zeit, solange der Feldeffekttransistor 19 nicht zu sehr
erwärmt wird, eine durch Überspannung in das Bordnetz eingebrachte elektrische Energie
durch Entladen abbauen und in Verlustwärme wandeln.
[0038] Die Halbleiterschutzvorrichtung 16 weist in diesem Ausführungsbeispiel auch einen
Komparator 18 auf. Der Komparator ist eingangsseitig über einen Spannungsteiler mit
dem Anschluss 25 für die Bordnetzspannung und über einen weiteren Anschluss des Spannungsteilers
mit dem Masseanschluss 27 verbunden. Der Komparator 18 ist ausgebildet, in Abhängigkeit
von einem vorbestimmten Spannungsschwellwert ein Überspannungssignal 30 zu erzeugen
und dieses ausgangsseitig auszugeben. Der Spannungsschwellwert zum Erzeugen des Überspannungssignals
30 ist in diesem Ausführungsbeispiel kleiner ausgebildet als der vorbestimmte Spannungswert,
bei dessen Überschreiten durch die Bordnetzspannung der Feldeffekttransistor 19 -
insbesondere im Linearbetrieb - niederohmig durchgeschaltet wird. Die passiven Halbleiterbauelemente
des Halbleiterschutzschalters 16 stellen in diesem Ausführungsbeispiel eine erste
Stufe eines mehrere Stufen aufweisenden Schutzsystems dar. Die erste Stufe des Schutzsystems
bestimmt in diesem Ausführungsbeispiel durch den Spannungsschwellwert des Komparators
18 die Aktivierung der zweiten und dritten Stufe. So kann mittels des Komparators
18 eine ansteigende Bordnetzspannung, welche beispielsweise mit einem Spannungsanstieg
von beispielsweise 100 Volt pro Millisekunde aufweist, von dem Komparator 18 bei einem
vorbestimmten Spannungsschwellwert, beispielsweise 60 Volt, das Überspannungssignal
30 erzeugt und ausgangsseitig ausgegeben werden.
[0039] Die Reaktionszeit - beispielsweise verursacht durch eine Filterzeit eines Digitalfilters
der Verarbeitungseinheit - des Komparators beträgt beispielsweise fünf Mikrosekunden.
[0040] Die Verarbeitungseinheit 12 ist ausgebildet, als zweite Stufe des Überspannungsschutzes
in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal 30 eine Schnellentregung der elektrischen
Maschine, insbesondere der Erregerspule 11 einzuleiten. Dazu ist die Verarbeitungseinheit
12 ausgangsseitig über eine Verbindungsleitung 35 mit einer Versorgungs- und Schnellentregungseinheit
14 der Erregerspule 11 verbunden. Die Versorgungs- und Schnellentregungseinheit 14
weist in diesem Ausführungsbeispiel eine Vollbrücke umfassend zwei steuerbar ausgebildete
Halbleiterschalter 114 und 116 und zwei Dioden 110 und 112 auf. Die Erregerspule 11,
welche ausgangsseitig über eine Verbindungsleitung 36 mit der Versorgungs- und Schnellentregungseinheit
14 verbunden ist, ist in dem Schaltdiagramm der Versorgungs- und Schnellentregungseinheit
14 gestrichelt als Erregerspule 11' dargestellt. Im Normalbetrieb wird die Erregerspule
11 über die Halbleiterschalter 114 und 116, in diesem Ausführungsbeispiel Feldeffekttransistoren,
bestromt. Der Feldeffekttransistor 114 bildet einen Low-Side-Transistor, der während
des Normalbetriebs dauerhaft durchgeschaltet sein kann, wobei der Transistor 116 einen
High-Side-Transistor bildet, der von der Verarbeitungseinheit 12 und dort vom Pulsweitenmodulator
13 mit einem Pulsmuster angesteuert werden kann. In einer anderen Ausführungsform
ist der High-Side-Transistor 116 dauerhaft durchgeschaltet, die Diode 110 wirkt dann
als Freilaufdiode, wobei der Low-Side-Transistor gepulst angesteuert werden kann.
Die Versorgungs- und Schnellentregungseinheit 14 ist ausgebildet, in Abhängigkeit
von einem eingangsseitig über die Verbindungsleitung 35 empfangenen Überspannungssignal
die Halbleiterschalter, in diesem Ausführungsbeispiel Feldeffekttransistoren zu sperren,
sodass der Stromfluss durch die Erregerspule 11 bei geöffneten Halbleiterschaltern
114 und 116 über die Dioden 110 und 112 und eine anliegende Bordnetzspannung schnell
abgebaut werden kann.
[0041] Mit dem Anschluss 25 ist in diesem Ausführungsbeispiel auch ein Zwischenkreiskondensator
17 verbunden, dessen weiterer Anschluss mit dem Masseanschluss 27 verbunden ist. Der
zuvor erwähnte Spannungsanstieg wird in diesem Ausführungsbeispiel auch durch den
Zwischenkreiskondensator 17 durch eine weitere Ladungsaufnahme in den Zwischenkreiskondensator
17 begrenzt.
[0042] Die Verarbeitungseinheit 12 ist in diesem Ausführungsbeispiel ausgebildet, einen
Spannungsanstieg der eingangsseitig empfangenen Bordnetzspannung zu erfassen und in
Abhängigkeit von dem Spannungsanstieg, insbesondere einer zeitlichen Änderung der
Bordnetzspannung den Phasenwinkel der Ansteuerung der Leistungsendstufe 10 und somit
auch des Stators 3 zu ändern. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Verarbeitungseinheit
12 ausgebildet, in Abhängigkeit von dem Spannungsanstieg das vom Pulsweitenmodulator
13 erzeugte Ansteuermuster zu invertieren. Dadurch wird die elektrische Maschine,
insbesondere der Stator 3 und der Rotor 5 vom generatorischen in den motorischen Betrieb
überführt. So kann vorteilhaft verhindert werden, dass der Halbleiterschutzschalter
16, welcher ab dem bereits erwähnten vorbestimmten Spannungswert niederohmig leitend
wird, durch die in diesem umgesetzte Verlustwärme zerstört werden kann.
[0043] Eine Filterung des Bordnetzspannungssignals und eine Auswertung bis hin zu einer
Entscheidung zum Einleiten der Phasenumkehr, insbesondere durch Invertieren des Ansteuermusters,
benötigt eine Rechenzeit, wobei die Verarbeitungseinheit 12 ausgebildet ist, die Phasenumkehr
einzuleiten, bevor der Halbleiterschutzschalter 16 durch Erwärmung zerstört worden
ist.
[0044] Ein zeitlicher Verlauf der Spannungsverläufe und die Wirkungsweise der Verarbeitungseinheit,
des Halbleiterschutzschalters 16 und der Versorgungs- und Schnellentregungseinheit
14 sind im Folgenden in Figur 5 dargestellt.
[0045] Figur 2 zeigt ein Ansteuermuster zum Ansteuern der in Figur 1 bereits gezeigten Leistungsendstufe
10 zum Erzeugen eines magnetischen Drehfeldes durch den Stator 3 der elektrischen
Maschine. Das Ansteuermuster ist in einem Diagramm dargestellt. Das Diagramm weist
eine Zeitachse 40 und eine Amplitudenachse 41 auf. Dargestellt ist ein Ansteuersignal
43 für den generatorischen Betrieb der Statorspule 7, ein Ansteuersignal 45 für den
generatorischen Betrieb der Statorspule 8 und ein Ansteuersignal 47 für den generatorischen
Betrieb der Statorspule 9.
[0046] Dargestellt ist ein zu dem Ansteuersignal 43 inverses Ansteuersignal 42 für den motorischen
Betrieb der Statorspule 7, ein zu dem Ansteuersignal 45 inverses Ansteuersignal 44
für den motorischen Betrieb der Statorspule 8 und ein zu dem Ansteuersignal 47 inverses
Ansteuersignal 46 für den motorischen Betrieb der Statorspule 9. Das Invertieren der
Ansteuersignale der Statorspule und Erzeugen von invertierten Ansteuersignalen benötigt
beispielsweise eine Verarbeitungszeit von fünf Mikrosekunden. Damit ist die Invertierung
des Phasenwinkels deutlich schneller als ein Errechnen von einem geänderten Phasenwinkel
durch die Verarbeitungseinheit 12. Das Errechnen des geänderten Phasenwinkels benötigt
beispielsweise eine Verarbeitungszeit von einer Millisekunde.
[0047] Dargestellt sind Zeitintervalle 51, 52, 53, 54, 55 und 56, welche jeweils aufeinanderfolgend
aneinander anschließen. Zu einem Beginn eines jeden Zeitintervalls wird das Ansteuermuster,
und damit der Bestromungszustand des Stators 3 geändert.
[0048] Figur 3 zeigt den in Figur 1 bereits dargestellten Rotor 5. Dargestellt sind entlang
eines Rotorumlaufs des Rotors 5 auch Phasenwinkel U, V und W, wobei der Phasenwinkel
U der Statorspule 7, der Phasenwinkel V der Statorspule 8 und der Phasenwinkel W der
Statorspule 9 entspricht.
[0049] Dargestellt sind auch Feldvektoren, welche jeweils einem in Figur 2 dargestellten
Beschaltungszustand des Stators entsprechen. Dargestellt ist ein Feldvektor 62 von
einem Magnetfeld, welches während des Zeitintervalls 52 von dem Stator erzeugt wird.
Dargestellt ist auch ein Feldvektor 63, welcher dem Zeitintervall 53 entspricht, ein
Feldvektor 65, welcher dem Zeitintervall 55 entspricht und ein Feldvektor 66, welcher
dem Zeitintervall 56 entspricht. Die Feldvektoren 62, 63, 65 und 66 repräsentieren
dabei einen Richtungsverlauf des von dem Stator erzeugten Magnetfeldes durch das in
Figur 2 dargestellte Ansteuermuster. Dargestellt sind in Figur 3 Feldvektoren 72,
73, 75 und 76, deren Magnetfeld jeweils im generatorischen Betrieb der elektrischen
Maschine in Figur 1 erzeugt wurde. Dargestellt sind auch Feldvektoren 62, 63, 65 und
66, welche dabei beispielhaft dem motorischen Betrieb der elektrischen Maschine in
Figur 1 entsprechen.
[0050] Die dem generatorischen Betrieb entsprechenden Ansteuersignale in Figur 2 sind die
Signale 43, 45 und 47. Der Feldvektor 72 entspricht dem Feldverlauf in dem Zeitintervall
52, der Feldvektor 73 dem Feldverlauf im Zeitintervall 53, der Feldvektor 75 dem Feldverlauf
im Zeitintervall 55 und der Feldvektor 76 dem Feldverlauf im Zeitintervall 56. Die
Richtung der Feldvektoren im generatorischen und im motorischen Betrieb sind im selben
Zeitintervall zueinander entgegengesetzt gerichtet.
[0051] Figur 4 zeigt den in Figur 3 bereits dargestellten Rotor 5 zusammen mit den Rotorwinkeln
U, V und W. Dargestellt ist ein Phasenwinkel 100 mittels eines Vektors, welcher zu
einer Feldachse 106 des Erregerfeldes des Rotors 5 orthogonal verläuft. Die Feldachse
106 repräsentiert einen Rotorwinkel des Rotors 5.
[0052] Der Phasenwinkel 100 verläuft in Drehrichtung des Rotors 5 90 Grad zum Rotorfeld
nacheilend, sodass die elektrische Maschine sich im reinen generatorischen Betrieb
befindet. Dargestellt ist auch Phasenwinkel 102 einer Ansteuerung, bei welcher die
Phasenwinkeldifferenz zwischen dem Feld des Rotors 5 und dem Feld des Stators 3 verschwindet,
das heißt null Grad beträgt. Die elektrische Maschine befindet sich vollständig im
verlustbehafteten Betrieb. Die elektrische Maschine kann in diesem Betriebszustand
keine mechanische Leistung aufnehmen oder abgeben, sodass mittels der elektrischen
Maschine die aufgenommene elektrische Energie in Wärme umgesetzt werden kann.
[0053] Dargestellt ist auch ein Phasenwinkel 104, welcher entgegengesetzt zum Phasenwinkel
100 verläuft. Die elektrische Maschine befindet sich im Falle einer Ansteuerung mit
dem Phasenwinkel 104 im motorischen Betrieb. Das Statorfeld eilt im Falle des Phasenwinkels
104 dem Rotorfeld um 90 Grad voraus.
[0054] Die Veränderung des Phasenwinkels vom generatorischen Betrieb, repräsentiert durch
den Phasenwinkel 100 zum Phasenwinkel 102 kann beispielsweise durch die in Figur 1
dargestellte Verarbeitungseinheit 12 in einer Regelung in Abhängigkeit von dem von
der Verarbeitungseinheit 12 erfassten Spannungsanstieg, insbesondere der Änderung
der Spannung pro Zeit erfolgen. Beispielsweise kann die Verarbeitungseinheit 12 den
Phasenwinkel der Ansteuerung - ausgehende vom generatorischen Betrieb - derart ändern,
dass die Phasenwinkeldifferenz mit größer werdendem Spannungsanstieg verkleinert wird.
So wird mit der Vergrößerung des Spannungsanstiegs der generatorische Betrieb weiter
zurückgenommen, bis hin zum Phasenwinkel 102, bei dem kein generatorischer Betrieb
mehr vorliegt und sich die elektrische Maschine nur noch im verlustbehafteten Betrieb
befindet.
[0055] Die Verarbeitungseinheit 12 in Figur 1 kann dazu beispielsweise einen Diskriminator
aufweisen, welcher ausgebildet ist, den Phasenwinkel in Abhängigkeit von dem Spannungsanstieg
einzustellen. Wird beispielsweise bei einem sehr steilen Spannungsanstieg eine weitere
Energieaufnahme durch die elektrische Maschine von der Verarbeitungseinheit 12 bestimmt,
so kann die Verarbeitungseinheit 12 den Phasenwinkel weiter in Richtung des Phasenwinkels
104, bis hin zur Richtung des Phasenwinkels 104 verschieben. Somit kann in Abhängigkeit
von dem Spannungsanstieg der Bordnetzspannung der Anteil des motorischen Betriebs
der elektrischen Maschine, und damit der Anteil einer Abgabe einer mechanischen Leistung
durch die Verarbeitungseinheit 12 in Figur 1 bestimmt werden. Die Verarbeitungseinheit
12 kann die Änderung des Phasenwinkels beispielsweise bis hin zu einem Zeitpunkt durchführen,
bei dem die Bordnetzspannung am Anschluss 25 einen vorbestimmten Spannungswert, beispielsweise
50 Volt unterschreitet. Hat die weiter abnehmende Bordnetzspannung beispielsweise
ihren Normalwert, beispielsweise 48 Volt, wieder erreicht, so kann durch die Verarbeitungseinheit
12 das Überspannungssignal über die Verbindungsleitung 35 unterbrochen, insbesondere
nicht mehr erzeugt werden, sodass die Schnellentregung durch die Versorgungs- und
Schnellentregungseinheit 14 gestoppt wird und die Erregerspule 11 wieder im normalen
Betrieb zur Felderzeugung weiter betrieben wird.
[0056] Der vorab beschriebene Abbau der Überspannung im Bordnetz benötigt auf diese Weise
beispielsweise zwischen 60 und 100 Millisekunden, wodurch beispielsweise ein Betrieb
eines Elektrofahrzeugs nicht gestört werden kann und das Elektrofahrzeug wegen der
Trägheit aller bewegten Massen ruckfrei weiterfahren kann.
[0057] Figur 5 zeigt ein Diagramm, in welchem Spannungsverläufe der Bordnetzspannung dargestellt
sind, welche beispielsweise am Anschluss 25 in Figur 1 von dem Halbleiterschutzschalter
16 und von der Verarbeitungseinheit 12 erfasst werden kann. Das Diagramm weist eine
Zeitachse 80 und eine Amplitudenachse 81 für die Bordnetzspannung auf. Zu einem Zeitpunkt
90 findet in dem Bordnetz ein Lastabwurf, auch Load-Dump genannt, statt. Dargestellt
ist ein Spannungsverlauf 82, welcher den Spannungsverlauf der Bordnetzspannung repräsentiert,
wenn der elektrische Antrieb in Figur 1 keinen Halbleiterschutzschalter 16 keine durch
die Verarbeitungseinheit 12 erzeugte Phasenwinkeländerung und keine Schnellentregung
durch die Versorgungs- und Schnellentregungseinheit 14 aufweist. Dargestellt ist auch
ein Spannungswert 95, welche einen Schwellwert für eine Zerstörung von elektronischen
Bauelementen, beispielsweise von elektronischen Bauelementen, welche mit dem Bordnetz
verbunden und von diesem versorgt werden, repräsentiert. Die elektronischen Bauelemente
können beispielsweise eine Servolenkung, ein Klimakompressor eine Wasserpumpe sein.
Die in Figur 1 dargestellte Verarbeitungseinheit 12, die Leistungsendstufe 10 und
der Zwischenkreiskondensator 12 bilden ebenfalls ein Ausführungsbeispiel für ein elektronisches
Bauelement, welches bei einer Betriebsspannung oberhalb des Spannungswertes 95 zerstört
werden kann.
[0058] Dargestellt ist auch ein Spannungsverlauf 83, welcher einem elektrischen Antrieb
mit einem Halbleiterschutzschalter umfassend wenigstens eine Zenerdiode oder einer
Supressordiode, auch TVS-Diode genannt, repräsentiert. Die Zenerdioden beziehungsweise
Supressordioden können die Bordnetzspannung noch bis zu einem Zeitpunkt von etwa 150
Mikrosekunden nach dem Zeitpunkt 90 unterhalb des Spannungswertes 95 konstant halten,
wobei die Zenerdioden zum Zeitpunkt 93 zerstört werden. Die Bordnetzspannung steigt
dann wieder an, in diesem Ausführungsbeispiel bis zu 200 Volt. Die zuvor erwähnten
elektronischen Bauelemente werden dann auch zerstört.
[0059] Dargestellt ist auch ein Spannungsverlauf 84, welcher einem elektrischen Antrieb
nach einem Lastabwurf zum Zeitpunkt 90 entspricht, wobei der elektrische Antrieb wenigstens
einen Halbleiterschutzschalter mit Zenerdioden und einen Zwischenkreiskondensator
aufweist. Der Zwischenkreiskondensator kann zwischen dem Zeitpunkt 93 und einem Zeitpunkt
94 noch Energie aufnehmen, so dass eine Anstiegsgeschwindigkeit der Bordnetzspannung
und so eine Aktivierung des Halbleiterschutzschalters verzögert wird. Zum Zeitpunkt
94 werden dann die Zenerdioden und/oder Feldeffekttransistoren des Halbschalterschutzschalters
auch durch Erwärmung zerstört. Die Bordnetzspannung steigt im weiteren zeitlichen
Verlauf weiter bis auf 200 Volt an und fällt dann mit Entladung des Kondensators wieder
ab.
[0060] Dargestellt ist auch ein Spannungsverlauf 85, welcher einem elektrischen Antrieb
mit einem Halbleiterschutzschalter umfassend wenigstens eine Zenerdiode, mit einer
Verarbeitungseinheit wie der Verarbeitungseinheit 12 in Figur 1, welcher ausgebildet
ist, eine Schnellentregung einzuleiten, wobei der Antrieb einen Zwischenkreiskondensator
aufweist, entspricht. Die Schnellentregung wird beispielsweise 200 Mikrosekunden nach
deren Aktivierung wirksam. Sichtbar ist, dass auch im Falle des Spannungsverlaufs
85 bei einem Zeitpunkt 94 die Feldeffekttransistoren des Halbleiterschutzschalters
zerstört werden, was einen Spannungsanstieg der Bordnetzspannung bewirkt. Erst bei
einem Zeitpunkt 96, etwa bei vier bis fünf Millisekunden nach dem Zeitpunkt 90 des
Lastabwurfs, wird die Schnellentregung der elektrischen Maschine sichtbar wirksam,
was sich in einem stärkeren Spannungsabfall im Vergleich zum Spannungsverlauf 84 zeigt.
[0061] Dargestellt ist auch ein Spannungsverlauf 86, welcher dem in Figur 1 dargestellten
elektrischen Antrieb mit der Überspannungsschutzvorrichtung 2 entspricht, welche im
Falle des Spannungsverlaufes 86 keinen Halbleiterschutzschalter, insbesondere keinen
Feldeffekttransistor 19, keine Zenerdiode 20 und keine Diode 21 aufweist. Der Halbleiterschutzschalter
16 weist im Falle der einen Spannungsverlauf repräsentierenden Kurve 86 nur den Komparator
18 auf, welcher in einem Zeitintervall 91 das Überspannungssignal 30 zum Einleiten
eines Phaseneingriffs durch die Verarbeitungseinheit 12 erzeugt.
[0062] Sichtbar ist eine Spannungsspitze, repräsentiert durch den Transienten im Bereich
des Zeitpunktes 89 des Spannungsverlaufs 86, welcher von parasitären Induktivitäten
zwischen dem Zwischenkreiskondensator und dem Halbleiterschutzschalter in Abhängigkeit
von der sprunghaften Phasenumkehr vom generatorischen in den motorischen oder verlustbehafteten
Betrieb erzeugt wird. Die Bordnetzspannung überschreitet nur kurzzeitig - beispielsweise
während eines Zeitintervalls von einer Mikrosekunde - den Spannungswert 95, welcher
eine Zerstörgrenze von elektronischen Bauelementen repräsentiert. Zum Zeitpunkt 200
Mikrosekunden unterschreitet der Spannungsverlauf wieder den Spannungswert 95 und
fällt dann weiter ab, bis hin zu einem in diesem Diagramm nicht dargestellten Normalniveau,
beispielsweise 48 Volt.
[0063] Dargestellt ist auch ein Spannungsverlauf 87, welcher durch die in Figur 1 dargestellte
Überspannungsschutzvorrichtung 2 des Antriebs 1 bewirkt wird.
[0064] Zum Zeitpunkt 90 findet der bereits erwähnte Lastabwurf eines elektrischen Verbrauchers,
der mit dem Bordnetz verbunden ist, statt. Zum Zeitpunkt 88 wird von dem in Figur
1 dargestellten Komparator 18 des Halbleiterschutzschalters 16 bei Überschreiten des
vorbestimmten Spannungswertes 97 - in diesem Ausführungsbeispiel 60 Volt - das Überspannungssignal
30 erzeugt. Im Zeitintervall 91 wird eine zeitliche Spannungsänderung der Bordnetzspannung
durch die Verarbeitungseinheit erfasst. Zum Zeitpunkt 89 wird durch die Verarbeitungseinheit
12 in Abhängigkeit von dem Spannungsanstieg die Phasenänderung des Phasenwinkels gestartet.
In einer anderen Ausführungsform wird zum Zeitpunkt 89 ein Phasenkurzschluss der Phase
gestartet.
[0065] Die zuvor beschriebene Spannungsspitze im Bereich des Zeitpunktes 100 Mikrosekunden
des Spannungsverlaufes 86 wird durch die Halbleiterschutzelemente des Halbleiterschutzschalters
16, in diesem Ausführungsbeispiel durch den Feldeffekttransistor 19, gesteuert durch
die Zenerdiode 20 und die Halbleiterdiode 21, beim Überschreiten eines vorbestimmten
Spannungswertes 92 bewirkt. Der Spannungsverlauf der Bordnetzspannung überschreitet
im weiteren Verlauf, beginnend vom Zeitpunkt 90 des Lastabwurfs an, die Zerstörgrenze
der elektronischen Bauelemente, insbesondere den Spannungswert 95 nicht.
1. Überspannungsschutzvorrichtung (2) für einen elektrischen Antrieb,
welche ausgebildet ist, mit einem Bordnetz eines Fahrzeuges verbunden zu werden und
ausgebildet ist, eine in dem Bordnetz durch ein Abschalten eines Verbrauchers erzeugte
Überspannung abzubauen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Überspannungsschutzvorrichtung (2) mit einer Steuereinheit (12) für eine elektronisch
kommutierte elektrische Maschine (3, 5) verbunden ist und die Überspannungsschutzvorrichtung
(2) einen Eingang (25) für eine Bordnetzspannung aufweist und ausgebildet ist, ein
Überschreiten eines vorbestimmten Spannungswertes (97) zu erfassen und in Abhängigkeit
von dem Spannungswert (97) ein Überspannungssignal (30) zu erzeugen, wobei die Steuereinheit
(12) ausgebildet ist, die elektrische Maschine (3, 5) in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
vom generatorischen Betrieb (100) in einen wenigstens teilweise verlustbehafteten
Betrieb (102) oder in einen motorischen Betrieb (104) zu überführen.
2. Überspannungsschutzvorrichtung (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Überspannungsschutzvorrichtung (2) wenigstens einen mit dem Eingang (25) verbundenen
Halbleiterschutzschalter (16) aufweist, welcher ausgebildet ist, in Abhängigkeit von
einem vorbestimmten Spannungswert (97) von dem Eingang (25) einen Strom über den Halbleiterschutzschalter
(16) zu einem Masseanschluss (27) hin zu erzeugen und so die Bordnetzspannung (81)
zu verringern.
3. Überspannungsschutzvorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (12) ausgebildet ist, die elektrische Maschine (3, 5) zum Erzeugen
eines magnetischen Drehfeldes anzusteuern und in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
(30) einen Phasenwinkel (100, 102, 104) einer Ansteuerung zu ändern, und die elektrische
Maschine (3, 5) so wenigstens teilweise im verlustbehafteten Betrieb (102) und/oder
im motorischen Betrieb (104) zu betreiben.
4. Überspannungsschutzvorrichtung (2) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (12) ausgebildet ist, in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
(30) einen Phasenwinkel einer Ansteuerung, insbesondere eine Winkeldifferenz (100)
zwischen einem Rotorwinkel (106) und einem von einem Stator (3) der elektrischen Maschine
erzeugten Drehfeld zu verringern.
5. Überspannungsschutzvorrichtung (2) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (12) ausgebildet ist, in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
(30) eine Winkeldifferenz (102) zwischen einem Rotorwinkel (106) und einem von einem
Stator (3) der elektrischen Maschine erzeugten Drehfeld verschwinden zu lassen.
6. Überspannungsschutzvorrichtung (2) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (12) ausgebildet ist, in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
eine Winkeldifferenz zwischen einem Rotorwinkel und einem von einem Stator der elektrischen
Maschine erzeugten Drehfeld derart zu ändern, dass die elektrische Maschine vom Generatorbetrieb
(100) in den vollständigen Motorbetrieb (104) überführt werden kann.
7. Überspannungsschutzvorrichtung (2) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (12) ausgebildet ist, die elektrische Maschine mittels des Pulsweitenmodulators
(13) pulsweitenmoduliert anzusteuern und die Steuereinheit (12) ausgebildet ist, ein
von einem Pulsweitenmodulator (13) der Steuereinheit (12) erzeugtes Ansteuermuster
(43, 45, 47) in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal zu invertieren (42, 44, 46).
8. Überspannungsschutzvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (12) ausgebildet ist, in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
(30) einen Erregerstrom durch eine Erregerspule (11) der elektrischen Maschine (3,
5) über einen mit der Erregerspule verbundenes Halbleiterbauelement abzubauen.
9. Überspannungsschutzvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (12) ausgebildet ist, in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
(30) eine Erregerspule (11) der elektrischen Maschine (3, 5) über einen mit der Erregerspule
(11) verbundenen Halbleiterschalter (14), insbesondere eine H-Brücke, umzupolen.
10. Verfahren zum Betreiben eines Überspannungsschutzes für ein Fahrzeugbordnetz mit einer
elektrischen Maschine, bei dem in einem Verfahrensschritt während eines generatorischen
Betriebes der elektrischen Maschine ein Überschreiten eines vorbestimmten Spannungswertes
(97) einer Bordnetzspannung (81) erfasst und ein das Überschreiten repräsentierendes
Überspannungssignal (30) erzeugt wird, wobei in Abhängigkeit von dem Überspannungssignal
(30) eine Schnellentregung eines Erregermagnetfeldes der elektrischen Maschine eingeleitet
wird, und in einem weiteren Schritt ein zeitliches Ansteigen der Bordnetzspannung
(81) erfasst und in Abhängigkeit von dem Spannungsanstieg ein Phasenwinkel (100, 102,
104) einer Ansteuerung der elektrischen Maschine derart geändert wird, dadurch gekennzeichnet dass die elektrische Maschine durch ein Invertieren eines pulweitenmodulierten Ansteuermusters
vom generatorischen Betrieb (100) in den motorischen Betrieb (104) überführt wird.
1. Overvoltage protection device (2) for an electric drive,
which is configured to be connected to an on-board network of a vehicle and is configured
to reduce an overvoltage generated in the on-board network by switching off a consumer
load,
characterized in that
the overvoltage protection device (2) is connected to a control unit (12) for an electronically
commutated electrical machine (3, 5) and the overvoltage protection device (2) comprises
an input (25) for an on-board network voltage and is configured to detect an exceeding
of a predetermined voltage value (97) and to generate an overvoltage signal (30) as
a function of the voltage value (97), wherein the control unit (12) is configured
to transfer the electrical machine (3, 5) from the generator mode (100) into an at
least partially lossy mode (102) or into a motor mode (104) as a function of the overvoltage
signal.
2. Overvoltage protection device (2) according to claim 1,
characterized in that
the overvoltage protection device (2) comprises at least a semiconductor protection
switch (16) which is connected to the input (25) and is configured to generate a current
via the semiconductor protection switch (16) to an ground connection (27) as a function
of a predetermined voltage value (97) from the input (25) and thus to reduce the on-board
network voltage (81).
3. Overvoltage protection device (2) according to claim 1 or 2,
characterized in that
the control unit (12) is configured to drive the electric machine (3, 5) to generate
a magnetic rotary field and to change a phase angle (100, 102, 104) of a drive as
a function of the overvoltage signal (30), and thus to operate the electrical machine
(3, 5) at least partially in the lossy mode (102) and/or in the motor mode (104).
4. Overvoltage protection device (2) according to claim 3,
characterized in that
the control unit (12) is configured to reduce a phase angle of a drive, in particular
an angle difference (100) between a rotor angle (106) and a rotating field generated
by a stator (3) of the electrical machine, as a function of the overvoltage signal
(30).
5. Overvoltage protection device (2) according to claim 4,
characterized in that
the control unit (12) is configured to cause an angular difference (102) between a
rotor angle (106) and a rotating field generated by a stator (3) of the electrical
machine to disappear as a function of the overvoltage signal (30).
6. Overvoltage protection device (2) according to claim 3,
characterized in that
the control unit (12) is configured to change an angular difference between a rotor
angle and a rotating field generated by a stator of the electrical machine as a function
of the overvoltage signal in such a manner that the electrical machine can be transferred
from the generator mode (100) to the fully motor mode (104).
7. Overvoltage protection device (2) according to claim 6,
characterized in that
the control unit (12) is configured to drive the electrical machine in a pulse-width-modulated
manner by means of the pulse-width modulator (13) and the control unit (12) is configured
to invert (42, 44, 46) a drive pattern (43, 45, 47) generated by a pulse-width modulator
(13) of the control unit (12) as a function of the overvoltage signal.
8. Overvoltage protection device (2) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the control unit (12) is configured to reduce an excitation current through an excitation
coil (11) of the electrical machine (3, 5) via a semiconductor component connected
to the excitation coil as a function of the overvoltage signal (30).
9. Overvoltage protection device according to claim 3,
characterized in that
the control unit (12) is configured to reverse the polarity of an excitation coil
(11) of the electrical machine (3, 5) via a semiconductor switch (14), in particular
an H-bridge connected to the excitation coil (11) as a function of the overvoltage
signal (30).
10. Method for operating an overvoltage protection for a vehicle on-board network comprising
an electrical machine, wherein in a method step during a generator mode of the electrical
machine, an exceeding of a predetermined voltage value (97) of an on-board network
voltage (81) is detected and an overvoltage signal (30) representing the exceeding
is generated, wherein a rapid de-excitation of an excitation magnetic field of the
electrical machine is initiated as a function of the overvoltage signal (30), and
in a further step a rise in the on-board network voltage (81) over time is detected
and a phase angle (100, 102, 104) of a drive of the electrical machine is changed
as a function of the voltage rise in such a manner that the electrical machine is
transferred from the generator mode (100) to the motor mode (104) by inverting a pulse-width-modulated
drive pattern.
1. Dispositif de protection contre les surtensions (2) pour un entraînement électrique,
lequel dispositif étant conçu pour être relié à un réseau de bord d'un véhicule et
pour réduire une surtension générée dans le réseau de bord par une mise hors service
d'un récepteur,
caractérisé en ce que
le dispositif de protection contre les surtensions (2) est relié à une unité de commande
(12) pour une machine électrique (3, 5) commutée électroniquement et le dispositif
de protection contre les surtensions (2) comporte une entrée (25) pour une tension
de réseau de bord et est conçu pour détecter lorsqu'une valeur de tension prédéfinie
(97) est dépassée et pour générer un signal de surtension (30) en fonction de la valeur
de tension (97), dans lequel l'unité de commande (12) est conçue pour faire passer,
en fonction du signal de surtension, la machine électrique (3, 5) du mode générateur
(100) à un mode engendrant au moins partiellement des pertes (102) ou à un mode moteur
(104).
2. Dispositif de protection contre les surtensions (2) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de protection contre les surtensions (2) comporte au moins un interrupteur
de circuit à semi-conducteur (16) qui est conçu pour générer, en fonction d'une valeur
de tension prédéfinie (97), un courant provenant de l'entrée (25) par l'intermédiaire
de l'interrupteur de circuit à semi-conducteur (16) vers une borne de masse (26) et
pour réduire ainsi la tension de réseau de bord (81).
3. Dispositif de protection contre les surtensions (2) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (12) est conçue pour commander la machine électrique (3, 5) de
manière à générer un champ magnétique tournant et pour faire varier, en fonction du
signal de surtension (30) un angle de phase (100, 102, 104) d'une commande, et pour
faire ainsi fonctionner la machine électrique (3, 5) dans le mode engendrant au moins
partiellement des pertes (102) et/ou dans le mode moteur (104).
4. Dispositif de protection contre les surtensions (2) selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (12) est conçue pour réduire, en fonction du signal de surtension
(30), un angle de phase d'une commande, en particulier une différence angulaire (100)
entre un angle de rotor (106) et un champ tournant généré par un stator (3) de la
machine électrique.
5. Dispositif de protection contre les surtensions (2) selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (12) est conçue pour faire disparaître, en fonction du signal
de surtension (30), une différence angulaire (102) entre un angle de rotor (106) et
un champ tournant généré par un stator (3) de la machine électrique.
6. Dispositif de protection contre les surtensions (2) selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (12) est conçue pour faire varier, en fonction du signal de surtension,
une différence angulaire entre un angle de rotor et un champ tournant généré par un
stator de la machine électrique, de telle sorte que la machine électrique peut passer
du mode générateur (100) au mode moteur complet (104).
7. Dispositif de protection contre les surtensions (2) selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (12) est conçue pour commander, par modulation de la largeur d'impulsion,
la machine électrique au moyen d'un modulateur de largeur d'impulsion (13) et l'unité
de commande (12) est conçue pour inverser (42, 44, 46), en fonction du signal de surtension,
un modèle de commande (43, 45, 47) généré par le modulateur de largeur d'impulsion
(13) de l'unité de commande (12).
8. Dispositif de protection contre les surtensions (2) selon l'une des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (12) est conçue pour réduire, en fonction du signal de surtension
(30), un courant d'excitation au moyen d'une bobine d'excitation (11) de la machine
électrique (3, 5) par l'intermédiaire d'un interrupteur à semi-conducteur relié à
la bobine d'excitation.
9. Dispositif de protection contre les surtensions (2) selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (12) est conçue pour inverser, en fonction du signal de surtension
(30), la polarité d'une bobine d'excitation (11) de la machine électrique (3, 5) au
moyen d'un interrupteur à semi-conducteur (14), en particulier un pont en H, relié
à la bobine d'excitation (11).
10. Procédé pour faire fonctionner une protection contre les surtensions pour un réseau
de bord de véhicule ayant une machine électrique, dans lequel pendant un mode générateur
de la machine électrique, une étape de procédé consiste à déterminer si une valeur
de tension prédéfinie (97) d'une tension de réseau de bord (81) a été dépassée et
générer un signal de surtension (30) représentant le dépassement, puis, en fonction
du signal de surtension (30), introduire une désexcitation rapide d'un champ magnétique
d'excitation de la machine électrique, et une étape supplémentaire consiste à détecter
une augmentation dans le temps de la tension de réseau de bord (81) et changer, en
fonction de l'augmentation de tension, un angle de phase (100, 102, 104) d'une commande
de la machine électrique, caractérisé en ce que la machine électrique est passée du mode générateur (100) au mode moteur (104) par
une inversion d'un modèle de commande à largeur d'impulsion modulée.