[0001] Die Erfindung betritt ein Kraftfahrzeugtürschloss, mit einem Schlossgehäuse, und
mit wenigstens einem im Schlossgehäuse angeordneten Hebel, welcher durch eine Öffnung
im Schlossgehäuse zumindest teilweise aus dem Schlossgehäuse ragt bzw. herausragt,
wobei der Hebel als entlang der Öffnung bewegbarer sowie im Innern und/oder am Schlossgehäuse
gelagerter Schwenkhebel ausgebildet ist, und wobei die Öffnung mit zumindest einer
einen Öffnungsspalt größtenteils verschließenden Dichtung ausgerüstet ist.
[0002] Bei Kraftfahrzeugtürschlössern, wie sie vielfach in der Praxis eingesetzt werden
und beispielsweise in der gattungsbildenden
DE 35 26 501 A1 beschrieben sind, wird typischerweise so vorgegangen, dass ein Außenbetätigungshebel,
ein Außenverriegelungshebel oder auch weitere Hebel wie Innenbetätigungshebel, Innenverriegelungshebel
etc. durch jeweils zugehörige Öffnungen im Schlossgehäuse nach außen geführt werden.
Das ist erforderlich, weil die vorgenannten Hebel im Allgemeinen über zwischengeschaltete
Verbindungselemente wie Bowdenzüge, Stangen oder dergleichen mit zugehörigen und entfernt
vom Kraftfahrzeugtürschloss in einer Kraftfahrzeugtür angebrachten Manipulationselementen
mechanisch verbunden sind.
[0003] So wird beispielsweise der Außenbetätigungshebel mechanisch mit einem Außentürgriff
gekoppelt, der entfernt vom Schlossgehäuse außenseitig an einer Kraftfahrzeugtür angebracht
ist. Der Außenverriegelungshebel mag mit einem im Bereich des Außentürgriffes vorgesehenen
Schließzylinder mechanisch gekoppelt sein.
[0004] Ein zusätzlich vorgesehener Innentürgriff arbeitet auf den Innenbetätigungshebel
und ein Innenverriegelungsknopf ist im skizzierten Beispielfall mit dem Innenverriegelungshebel
mechanisch verbunden. Zwar werden einzelne dieser Funktionen heutzutage zumindest
teilweise motorisch dargestellt, indem ein im Innern des Schlossgehäuses vorgesehener
Motor von außen elektrisch entsprechend angesteuert wird. Allerdings sind nach wie
vor ein oder mehrere Hebel durch zugehörige Öffnungen nach außerhalb des Schlossgehäuses
geführt, schon aus Sicherheitsgründen sowie aufgrund notwendiger Redundanz, um auch
beim Ausfall der Elektrik die wesentlichen Funktionen des Kfz-Türschlosses darstellen
zu können.
[0005] Solche Öffnungen im Schlossgehäuse sind problematisch, was die Langlebigkeit des
Kraftfahrzeugtürschlosses und dessen unveränderte Funktionsfähigkeit angeht. Denn
durch die Öffnung können Staub, Schmutz, Feuchtigkeit etc. ins Innere des Kraftfahrzeugtürschlosses
eindringen. Das führt im Extremfall zu Korrosion, welche die Funktionsfähigkeit nicht
nur beeinträchtigt, sondern gänzlich zum Erliegen bringen kann.
[0006] Im weiteren Stand der Technik gibt es zwar bereits mit der
DE 199 20 278 A1 Ansätze dahingehend, einen hermetischen Verschluss des Schlossgehäuses zu realisieren.
Zu diesem Zweck ist das Schlossgehäuse bei der vorgenannten Lehre vollständig geschlossen
ausgebildet. Außerdem sind zugehörige Betätigungselemente ausnahmslos außerhalb des
Schlossgehäuses angeordnet und wechselwirken über im Schlossgehäuse angebrachte Verbindungselemente
mit Schließelementen und/oder Verriegelungs-/Auslöseelementen. Das heißt, durch den
Rückgriff auf obligatorische Verbindungselemente zwischen den Betätigungselementen
und den Schließelementen respektive Verriegelungs-/Auslöseelementen wird ein relativ
komplexer und kostenträchtiger Aufbau vorgegeben. Im Übrigen leidet an dieser Stelle
die Flexibilität und muss letztlich für jedes einzelne Kraftfahrzeugtürschloss bzw.
zugehöriges Schlossgehäuse eine eigene Konstruktion entwickelt und umgesetzt werden.
[0007] Im gattungsbildenden Stand der Technik nach der
US 6,393,767 B1 wird ein Kraftfahrzeugtürschloss mit einem Schlossgehäuse beschrieben. Das Schlossgehäuse
verfügt über eine Öffnung, durch welche ein Öffnungshebel nach außen hin durchgeführt
wird. Dazu ist das Schlossgehäuse mit einer Öffnung und zusätzlich einer die Öffnung
bzw. einen dortigen Öffnungsspalt größtenteils verschließenden Dichtung ausgerüstet.
Dich Dichtung ist als Lippendichtung ausgelegt und wird randseitig der Öffnung gehalten.
[0008] Es ist zwar durch den weiteren Stand der Technik bereits bekannt, Schlossgehäuse
mit einer einstückig daran ausgebildeten Dichtung auszurüsten. Die
EP 0 940 241 A2 lehrt in diesem Zusammenhang ein Verfahren zur Herstellung eines Schlossgehäuses
mit einer einstückig daran ausgebildeten Dichtung, welches durch Spritzgießen aus
einem Kunststoffmaterial hergestellt wird. Das Problem der zwangsläufigen Öffnungen
für hierdurch aus dem Schlossgehäuse ragende Hebel findet an dieser Stelle jedoch
keine Erwähnung.
[0009] Das gilt schließlich auch für den aus der
DE 198 58 270 A1 bekannten Verbundkörper aus technischen Thermoplasten und Polyurethan-Elastomeren
unter Verwendung eines Haftvermittlers. Bei diesem Verbundkörper kann es sich auch
um ein mit Dichtlippen versehenes Türschlossgehäuse handeln, ohne dass die Position
und Lage der Dichtlippen konkretisiert wird.
[0010] Demzufolge liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, ein Kraftfahrzeugtürschloss
des eingangs beschriebenen Aufbaus so weiter zu entwickeln, dass die Langlebigkeit
und Funktionssicherheit verbessert sind und insbesondere das Eindringen von Verschmutzungen
im Bereich der Öffnung eingedämmt oder doch zumindest verringert wird.
[0011] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßes Kraftfahrzeugtürschloss
im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Schlossgehäuse aus einem
thermoplastischen Kunststoff und die Dichtung aus einem elastomeren Kunststoff bestehen,
wobei das Schlossgehäuse inklusive der Dichtung in einem gemeinsamen Herstellungsprozess
produziert wird.
[0012] Das heißt, die Öffnung bzw. der an dieser Stelle zwangsläufig vorgesehene Öffnungsspalt
wird im Rahmen der Erfindung größtenteils mit einer Dichtung verschlossen. Auf diese
Weise kann der Öffnungsspalt insgesamt geschlossen werden bzw. besteht zumindest die
Möglichkeit, den Öffnungsspalt gegenüber bisherigen Ausführungsformen von seiner Größe
her deutlich zu verringern.
[0013] Um dies im Detail zu erreichen, kann die Dichtung an den Öffnungsrand angespritzt
werden.
[0014] Im Regelfall und nach vorteilhafter Ausgestaltung ist die Dichtung jedoch an den
Öffnungsrand angespritzt. In diesem Fall handelt es sich bei der Dichtung um eine
beispielsweise an den Öffnungsrand angespritzte Filmdichtung, also eine Dichtung geringer
Stärke mit gleichsam filmartigem Charakter. Dadurch kann die Dichtung prinzipiell
sogar so ausgelegt werden, dass sie den Öffnungsspalt vollständig verschließt und
lediglich der aus dem Öffnungsspalt ragende Hebel bzw. Schwenkhebel die Dichtung geringfügig
verformt.
[0015] Es ist aber auch alternativ denkbar, dass die Dichtung den Öffnungsspalt nicht vollständig
verschließt und lediglich bis an den aus der Öffnung herausragenden Hebel heranreicht.
In diesem Fall wird man meistens mit zwei sich gegenüberliegenden Dichtungen arbeiten,
die zwischen sich einen Öffnungsschlitz freilassen, innerhalb dessen der Schwenkhebel
hin und her bewegt werden kann. In diesem Fall entspricht der Öffnungsschlitz von
seiner lichten Weite her gesehen der Materialstärke des Schwenkhebels oder kann diese
sogar unterschreiten.
[0016] Die Öffnung zum Durchtritt des Hebels ist im Allgemeinen überwiegend rechteckförmig
ausgelegt. Als Folge hiervon beschreibt der Öffnungsrand dann auch ein offenes Rechteck.
Dabei kann die Dichtung an eine oder beide Längskanten des Öffnungsrandes angespritzt
sein. Im letztgenannten Fall kommen also zwei sich gegenüberliegende Dichtungen an
den jeweiligen Längskanten des rechteckförmigen Öffnungsrandes zum Einsatz. Diese
beiden an die sich gegenüberliegenden Längskanten des Öffnungsrandes angespritzten
Dichtungen nehmen den Hebel in etwa mittig zwischen sich auf.
[0017] Selbstverständlich ist auch eine andere Aufteilung möglich. Das kann insgesamt derart
geschehen, dass die Dichtungen den bereits angesprochenen Öffnungsschlitz beschreiben,
innerhalb dessen sich der Schwenkhebel hin- und her bewegen lässt. Es ist aber auch
möglich, dass die beiden Dichtungen mit ihren Oberkanten aneinander anstoßen oder
sogar einen Überlapp aufweisen. In diesem Fall sorgt der zwischen die Dichtungen eintauchende
Hebel respektive Schwenkhebel dafür, dass die Dichtungen durch ihn jeweils verformt
werden. Zu diesem Zweck handelt es sich bei der einen oder den mehreren Dichtungen
meistens um solche, die aus einem elastomeren Kunststoff hergestellt sind.
[0018] Das Schlossgehäuse und die Dichtung sind jeweils aus Kunststoff hergestellt. Dabei
wird erfindungsgemäß mit unterschiedlichen Kunststoffen gearbeitet. In diesem Fall
kommt typischerweise ein sogenannter Zwei- oder sogar Drei-Komponenten-Kunststoffspritzgießvorgang
zu Einsatz, der in einem einzigen Herstellungsprozess das Schlossgehäuse inklusive
Dichtung definiert.
[0019] Erfindungsgemäß wird so vorgegangen, dass das Schlossgehäuse aus einem thermoplastischen
Kunststoff hergestellt wird. Demgegenüber ist die Dichtung aus einem elastomeren Kunststoff
gefertigt.
[0020] Für das Schlossgehäuse haben sich Thermoplaste wie beispielsweise POM (Polyoximethylen),
PP (Polypropylen), PE (Polyethylen) oder PA (Polyamid) als günstig erwiesen. Die Dichtung
wird meistens aus einem Elastomer wie NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk), EPDM (Ethylen-Polypropylen-Kautschuk),
NR (Naturkautschuk) oder auch SBR (Stryrol-Butadien-Kautschuk) hergestellt. Dabei
wird aus Kostengründen und erfindungsgemäß sowohl das Schlossgehäuse als auch die
Dichtung in einem gemeinsamen Herstellungsprozess produzieren. Hierbei mag es sich
um einen Zweikomponenten-Spritzgießvorgang handeln.
[0021] Im Ergebnis wird ein Kraftfahrzeugtürschloss zur Verfügung gestellt, welches mit
einem Schlossgehäuse ausgerüstet ist, dessen wenigstens eine obligatorische Öffnung
zum Durchtritt eines im Schlossgehäuse gelagerten Schwenkhebels über besondere Dichtungsmaßnahmen
verfügt. Tatsächlich ist der an dieser Stelle zwangsläufige Öffnungsspalt größtenteils
durch eine Dichtung verschlossen. Bei der Dichtung handelt es sich erfindungsgemäß
um eine Elastomerdichtung, die bei Bedarf ganz oder teilweise von dem hindurch tretenden
Hebel verformt wird oder verformt werden kann.
[0022] Die Elastomerdichtung wird zusammen mit dem Schlossgehäuse aus einem Thermoplast
in einem einzigen gemeinsamen Herstellungsverfahren produziert, so dass die Kosten
für das Schlossgehäuse diejenigen eines herkömmlichen Schlossgehäuses nur unwesentlich
übersteigen. Gleichwohl wird ein besonderer Zusatznutzen erreicht, weil die im Innern
des Schlossgehäuses aufgenommenen Elemente, insbesondere Schließelemente, Verriegelungselemente
etc. vor eindringendem Schmutz, Wasser etc. besonders geschützt werden. Dadurch wird
die Langlebigkeit des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürschlosses im Vergleich zum
Stand der Technik erheblich gesteigert und als Folge hiervon können Funktionsstörungen
praktisch ausgeschlossen werden. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- ein Kraftfahrzeugtürschloss ausschnittsweise mit einem Schlossgehäuse und zugehöriger
Öffnung und
- Fig. 2
- einen schematischen vergrößerten Schnitt durch Fig. 1 im Bereich der Öffnung.
[0024] In den Figuren ist ein Kraftfahrzeugtürschloss dargestellt, welches mit einem Schlossgehäuse
1 und wenigstens einem im Schlossgehäuse 1 angeordneten Hebel 2 ausgerüstet ist. Bei
dem Hebel 2 handelt es sich nicht einschränkend um einen Außenverriegelungshebel 2,
der als Schwenkhebel 2 ausgebildet ist. Der Schwenkhebel 2 ist im Innern bzw. am Schlossgehäuse
1 gelagert. Tatsächlich gehört zu dem Schwenkhebel 2 eine Drehachse 3, die von einem
in das Schlossgehäuse 1 eingesetzten Stift definiert wird, auf welchem der Schwenkhebel
2 schwenkbar gelagert ist.
[0025] Der Hebel bzw. Schwenkhebel 2 in Gestalt des Außenverriegelungshebels 2 ist im dargestellten
Beispiel und nicht einschränkend mit einem Schließzylinder mechanisch verbunden. Schließbewegungen
an diesem Schließzylinder korrespondieren dazu, dass der Schwenkhebel 2 Schwenkbewegungen
um die Drehachse 3 vollführt, wie ein in der Fig. 1 angedeuteter Doppelpfeil am Schwenkhebel
2 verdeutlich. Bei diesem Vorgang bewegt sich der Hebel bzw. Schwenkhebel 2 entlang
einer Öffnung 4, durch welche der Hebel 2 nach außerhalb des Schlossgehäuses 1 ragt.
Tatsächlich ist im Beispielfall eine nicht dargestellte Betätigungsstange ausgehend
vom Schließzylinder außerhalb des Schlossgehäuses 1 an den fraglichen Schwenkhebel
2 angeschlossen.
[0026] Die Öffnung 4 im Schlossgehäuse 1 beschreibt einen zugehörigen Öffnungsspalt 5, der
erfindungsgemäß mit einer den Öffnungsspalt 5 größtenteils verschließenden Dichtung
6 ausgerüstet ist. Man erkennt, dass im Ausführungsbeispiel zwei sich gegenüberliegende
Dichtungen 6 realisiert sind, die den Hebel bzw. Schwenkhebel 2 überwiegend mittig
zwischen sich aufnehmen. Die beiden Dichtungen 6 beschreiben insgesamt einen Öffnungsschlitz
7, welcher von dem Hebel bzw. Schwenkhebel 2 im dargestellten Beispielfall vollständig
ausgefüllt wird (vgl. Fig. 2).
[0027] In den Figuren erkennt man noch einen Öffnungsrand 8 bzw. Längskanten dieses Öffnungsrandes
8, an welche die Dichtungen 6 jeweils angespritzt sind. Die Öffnung 4 ist überwiegend
rechteckförmig mit dem als offenes Rechteck gestalteten Öffnungsrand 8 ausgebildet.
Dabei ist jeweils eine Dichtung 6 an die sich gegenüberliegenden Längskanten dieses
Öffnungsrandes 8 angespritzt.
[0028] Bei der Dichtung 6 handelt es sich jeweils um eine an den Öffnungsrand 8 angespritzte
Filmdichtung. Tatsächlich verfügt die Dichtung bzw. Filmdichtung 6 über eine Materialstärke
s, welche meistens einem Bruchteil einer Materialstärke t des Schlossgehäuses 1 im
Bereich des Öffnungsrandes 8 entspricht. Nach dem Ausführungsbeispiel gilt:
t = 1...5s, insbesondere t = 1.....3s.
[0029] Grundsätzlich sind natürlich auch andere Größenverhältnisse denkbar. Erfindungsgemäß
sind das Schlossgehäuse 1 und die Dichtungen 6 aus verschiedenen Werkstoffen hergestellt.
[0030] Tatsächlich kommt an dieser Stelle ein jeweils verschiedener Kunststoff für einerseits
das Schlossgehäuse 1 und andererseits die Dichtungen 6 zum Einsatz. Während das Schlossgehäuse
1 überwiegend aus einem Thermoplast bzw. einem thermoplastischen Kunststoff hergestellt
ist, kommt als Werkstoff für die Dichtungen ein Elastomer zum Einsatz. Das Schlossgehäuse
1 inklusive der Dichtungen 6 wird in einem gemeinsamen Herstellungsprozess produziert.
Das kann im Zuge eines sogenannten Zweikomponenten-Spritzgießvorganges geschehen.
Auf diese Weise lässt sich die jeweilige Dichtung 6 unmittelbar an den Öffnungsrand
8 bzw. das Schlossgehäuse 1 anspritzen. Der elastomere Charakter der Dichtungen 6
stellt sicher, dass sich die jeweilige Dichtung 6 bei Bedarf flexibel an den in der
Öffnung 4 hin und her bewegbaren Schwenkhebel 2 anschmiegen kann.
[0031] Tatsächlich wird im Rahmen des Ausführungsbeispiels mit einem Öffnungsschlitz 7 zwischen
den beiden sich gegenüberliegenden Dichtungen 6 gearbeitet, welcher im Wesentlichen
der Materialstärke des Schenkhebels 2 entspricht (vgl. Fig. 2). D. h. jeweilige Frontkanten
der Dichtungen 6 stoßen an den Schwenkhebel 2 an. Es ist aber auch möglich, eine oder
beide sich gegenüberliegenden Dichtungen 6 breiter oder länger auszugestalten, so
dass dann die Dichtung 6 nicht - wie dargestellt - an der Oberfläche des Schwenkhebels
2 Stoß an Stoß anliegt, sondern vielmehr im Bereich der Oberfläche des Schwenkhebels
2 bewusst verformt wird.
[0032] Dabei kann sogar grundsätzlich und gänzlich ohne Öffnungsschlitz 7 gearbeitet werden.
In diesem Fall stoßen die Dichtungen 6 mit ihren Oberkanten bzw. Faltkanten aneinander
oder weisen sogar einen Überlapp auf. Dann sorgt der durch die Öffnung 4 hindurch
tretende Schwenkhebel 2 jeweils für eine Verformung der einen oder der beiden Dichtungen
6. In jedem Fall stellen die beiden Dichtungen 6 sicher, dass die obligatorische Öffnung
4 vollständig oder nahezu vollständig verschlossen wird, so dass zuverlässig das Eindringen
von Feuchtigkeit, Schmutz, Staub etc. ins Innere des Schlossgehäuses 1 erfindungsgemäß
verhindert wird.
1. Kraftfahrzeugtürschloss, mit einem Schlossgehäuse (1), und mit wenigstens einem im
Schlossgehäuse (1) angeordneten Hebel (2), welcher durch eine Öffnung (4) zumindest
teilweise aus dem Schlossgehäuse (1) ragt, wobei der Hebel (2) als entlang der Öffnung
(4) bewegbarer sowie im Innern und/oder am Schlossgehäuse (1) gelagerter Schwenkhebel
(2) ausgebildet ist, und die Öffnung (4) mit zumindest einer einen Öffnungsspalt (5)
größtenteils verschließenden Dichtung (6) ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlossgehäuse (1) aus einem thermoplastischen Kunststoff und die Dichtung (6)
aus einem elastomeren Kunststoff bestehen, wobei das Schlossgehäuse (1) inklusive
der Dichtung (6) in einem gemeinsamen Herstellungsprozess produziert wird.
2. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (6) an einen Öffnungsrand (8) angespritzt ist.
3. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (6) als beispielsweise an den Öffnungsrand (8) angespritzte Filmdichtung
ausgebildet ist.
4. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (4) überwiegend rechteckförmig mit als offenes Rechteck gestaltetem Öffnungsrand
(8) ausgebildet ist.
5. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (6) an eine oder beide der Längskanten des Öffnungsrandes (8) angespritzt
ist.
6. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei jeweils an die sich gegenüberliegenden Längskanten des Öffnungsrandes (8) angespritzte
Dichtungen (6) vorgesehen sind, welche den Hebel (2) in etwa mittig zwischen sich
aufnehmen.
7. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (6) bzw. die Dichtungen (6) einen Öffnungsschlitz (7) beschreiben, welcher
der Materialstärke des Schwenkhebels (2) entspricht oder diese unterschreitet.
1. Motor vehicle door latch, having a latch housing (1), and having at least one lever
(2) which is arranged in the latch housing (1) and projects at least partially out
of the latch housing (1) through an opening (4), the lever (2) being designed as a
pivot lever (2) which can move along the opening (4) and is mounted in the interior
and/or on the latch housing (1), and the opening (4) is equipped with at least one
seal (6) largely closing an opening gap (5), characterized in that the latch housing (1) consists of a thermoplastic synthetic material and the seal
(6) consists of an elastomeric synthetic material, the latch housing (1) including
the seal (6) being produced in a common manufacturing process.
2. Motor vehicle door latch according to claim 1, characterized in that the seal (6) is injection-molded onto an opening edge (8).
3. Motor vehicle door latch according to claim 1 or 2, characterized in that the seal (6) is designed as a film seal injection-molded onto the opening edge (8),
for example.
4. Motor vehicle door latch according to one of claims 1 to 3, characterized in that the opening (4) is predominantly rectangular with an opening edge (8) designed as
an open rectangle.
5. Motor vehicle door latch according to claim 4, characterized in that the seal (6) is injection-molded onto one or both of the longitudinal edges of the
opening edge (8).
6. Motor vehicle door latch according to claim 4 or 5, characterized in that two seals (6) are provided which are injection-molded in each case onto the opposite
longitudinal edges of the opening edge (8) and which receive the lever (2) approximately
centrally between them.
7. Motor vehicle door latch according to one of claims 1 to 6, characterized in that the seal (6) or the seals (6) describe an opening slot (7) which corresponds to or
falls below the material thickness of the pivot lever (2).
1. Serrure de porte de véhicule motorisé, équipée d'un boîtier de serrure (1) et d'au
moins un levier (2) installé dans le boîtier de serrure (1), dépassant au moins en
partie du boîtier de serrure (1) par l'ouverture (4), à savoir que le levier (2) a
la forme d'un levier pivotant (2) mobile monté le long de l'ouverture (4) ainsi que
dans l'intérieur et / ou sur le boîtier de serrure (1), et que l'ouverture (4) est
équipée d'au moins un joint (6) fermant en grande partie une fente d'ouverture (5),
caractérisée en ce que le boîtier de serrure (1) se compose d'une matière thermoplastique et le joint (6)
d'une matière élastomère, à savoir que le boîtier de serrure (1) est produit, joint
(6) compris, lors d'un processus de fabrication commun.
2. Serrure de porte de voiture selon la revendication 1, caractérisée en ce que le joint (6) est fixé par injection sur une bordure de l'ouverture (8).
3. Serrure de porte de voiture selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le joint (6) est par exemple fixé par injection sous forme de couche très mince sur
la bordure de l'ouverture (8).
4. Serrure de porte de voiture selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'ouverture (4) a essentiellement une forme rectangulaire, et est assortie d'une
bordure d'ouverture (8) ayant la forme d'un rectangle ouvert.
5. Serrure de porte de voiture selon la revendication 4, caractérisée en ce que le joint (6) est fixé par injection sur une ou sur les deux des arêtes longitudinales
de la bordure d'ouverture (8).
6. Serrure de porte de voiture selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que deux joints (6) sont fixés par injection sur les arêtes longitudinales en vis-à-vis
l'une de l'autre de la bordure d'ouverture (8) et accueillent le levier (2) en leur
milieu.
7. Serrure de porte de voiture selon une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le joint (6) ou les joints (6) forment une fente d'ouverture (7) dont l'épaisseur
est égale ou inférieure à celle du matériau du levier pivotant (2).