[0001] Die Erfindung betrifft einen Garniturdraht für eine Walze einer Kardiermaschine.
Der Garniturdraht dient dazu, eine sogenannte Ganzstahlgarnitur für eine Garniturwalze
herzustellen.
[0002] Kardiermaschinen oder Krempelmaschinen werden dazu verwendet, Fasern eines Fasermaterials,
beispielsweise einer Wolle, Baumwolle oder auch von Kunstfasern oder eines Fasergemischs
zu öffnen (zu vereinzeln) bzw. auszurichten, zu homogenisieren (bei der Vliesherstellung)
und/oder zu parallelisieren (bei der Garnherstellung). Durch den Kardiervorgang kann
aus einem Fasermaterial ein Faserflor erzeugt werden. Der Faserflor besteht aus einem
losen Verbund geordneter Einzelfasern. Aus einem solchen Faserflor kann beispielweise
ein Vlies hergestellt werden. Der Faserflor entsteht beim Kardieren, indem die Fasern
von einer als Tambour bezeichneten großen Garniturwalze mit Hilfe eines Abnahmemittels
abgenommen und zusammengefasst werden.
[0003] Die Kardiermaschine kann verschiedene Garniturwalzen aufweisen. Jede Garniturwalze
ist mit in etwa radial nach außen stehenden Zähnen, Zacken, Spitzen oder ähnlichem
besetzt. Die Anzahl und/oder die Größe/oder die Dichte der Zähne, Zacken oder Spitzen,
deren Form und Gestalt kann variieren.
[0004] Die Garniturwalzen sind üblicherweise mit Ganzstahlgarnituren versehen. Diese bestehen
aus einem profilierten Garniturdraht, der unter Spannung auf die betreffende Garniturwalze
aufgewickelt ist. Der Garniturdraht weist einen Fußabschnitt und einen Blattabschnitt
auf. Der Fußabschnitt kann im Querschnitt beispielsweise rechteckförmig oder quadratisch
sein. Vom Fußabschnitt ragt der Blattabschnitt weg, in Gebrauchslage in etwa quer
zur Mantelfläche der Garniturwalze. Am Blattabschnitt ist ein Sägezahnprofil zur Bildung
der Zähne oder Zacken vorhanden. Der Garniturdraht wird um die Mantelfläche der Garniturwalze
herum unter Längsspannung aufgewickelt und die beiden Enden werden an der Garniturwalze
befestigt.
[0005] Die aus dem Garniturdraht hergestellte Ganzstahlgarnitur soll eine möglichst lange
Lebensdauer aufweisen. Sie darf die Fasern nicht oder nur unwesentlich beschädigen
und soll eine optimale Homogenisierung bzw. Parallelisierung der Fasern beim Herstellen
des Faserflors ermöglichen.
[0006] Garniturdrähte sind an sich bekannt. Beispielsweise beschreibt
CN 201512617U einen Garniturdraht mit schräg geneigten Zähnen am Blattabschnitt.
[0007] Der aus
DE 40 38 352 A1 bekannte Garniturdraht weist einen Fußabschnitt und einen Blattabschnitt mit einem
Sägezahnprofil auf. Die beiden Seitenflächen des Blattabschnittes sind profiliert.
Die Profilierung kann gewellt oder gezackt sein. Ein ähnlicher Garniturdraht ist auch
aus
DE 42 40 026 C2 bekannt.
[0008] EP 1 408 142 A1 beschreibt einen Garniturdraht mit einem Fußabschnitt und einem Blattabschnitt, dessen
Seitenflächen unterschiedlich ausgebildete Profilierungen aufweisen können. Beispielsweise
kann an einer Seitenfläche ein konvex erhabenes Profil vorhanden sein, während an
der jeweils anderen Seitenfläche ein konkave Vertiefungen aufweisendes Profil vorgesehen
ist.
[0009] FR 28 21 863 A1 beschreibt einen Garniturdraht mit einem Fußabschnitt und einem Blattabschnitt mit
Sägezahnprofil. Die Zähne weisen an ihren Kanten wiederum Vertiefungen auf, so dass
auch die Kanten jedes Zahns uneben ausgeführt sind. Bei einem Ausführungsbeispiel
können sich die in der Kante eines Zahns vorhandenen Vertiefungen in Riefen auf der
benachbarten Seitenfläche des Zahns fortsetzen.
[0010] GB 854 090 A beschreibt einen Garniturdraht, bei dem der Fußabschnitt an der einen Seitenfläche
mit einer Ausnehmung und an der Seitenfläche mit einer entsprechenden Erhebung ausgebildet
ist. In Gebrauchslage greift die Erhebung am Fußabschnitt einer Wicklung in die Ausnehmung
des Fußabschnitts einer benachbarten Wicklung des Garniturdrahtes ein.
[0011] Bei dem aus
US 3 391 429 bekannten Garniturdraht sind die Seitenflächen des Blattabschnittes in Querschnitt
betrachtet geriffelt oder gezackt ausgestaltet.
[0012] US 6 185 789 B1 offenbart einen Garniturdraht, bei dem eine Seitenfläche des Blattabschnittes eben
und die jeweils andere Seitenfläche mit einem Wellenprofil versehen sein kann. Alternativ
ist es auch möglich, beide Seitenflächen mit einem solchen Wellenprofil auszuführen.
[0013] WO 2011/138322 A1 beschreibt einen Garniturdraht, dessen Blattabschnitt mit einer ebenen Seitenfläche
und mit einer profilierten Seitenfläche ausgeführt sein kann. Als Profil sind zwei
im Querschnitt betrachtet halbkreisförmige konvexe Erhebungen an der Seitenfläche
des Blattabschnittes vorgesehen.
[0014] WO 94/05837 A1 schlägt vor, einen Garniturdraht zu schaffen, dessen Oberfläche zur Erhöhung der
Reibung beschichtet ausgeführt sein kann.
[0015] In
WO 00/26450 ist ein Garniturdraht gezeigt, bei dem nicht die Seitenflächen sondern die Zahnbrüste,
z. B. durch ausgebildete Zacken, strukturiert sind.
[0016] Aus
EP 2 508 658 A1 ist ein in einer Drahtlängsrichtung verlaufender Garniturdraht bekannt mit einem
Fußabschnitt, der zur Auflage auf einer Garniturwalze eine Grundfläche aufweist. Ein
flacher Blattabschnitt ragt vom Fußabschnitt in einer Höhenrichtung weg, die senkrecht
auf der Grundfläche steht, wobei der Blattabschnitt auf der vom Fußabschnitt abgewandten
Seite Außenkanten aufweist, die zur Bildung von Zähnen am Blattabschnitt gezackt verlaufen,
und der Blattabschnitt eine erste Blattabschnittsseitenfläche und eine zweite Blattabschnittsseitenfläche
aufweist, die vom Fußabschnitt jeweils bis hin zur zugehörigen Außenkante verlaufen.
An den schmalen Kanten des Blattabschnitts ist jeweils Vorsprung ausgeformt, der ein
unsymmetrisches Querschnittsprofil aufweist, wobei das Querschnittsprofil des einen
Vorsprungs einen abgerundeten Grat aufweist, von dem aus eine erste Flanke und eine
zweite Flanke in verschiedene Richtungen verlaufen, wobei die zweite Flanke näher
am Fußabschnitt angeordnet ist als die erste Flanke, und die Länge der ersten Flanke
größer ist als die Länge der zweiten Flanke. Somit werden die Fäden im Bereich der
Zahnbrüste gehalten, also in Erstreckungsrichtung des Garniturdrahtes vor bzw. hinter
einem Blattabschnitt.
[0017] Ausgehend von diesen bekannten Garniturdrähten kann es als eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung angesehen werden, einen verbesserten Garniturdraht zu schaffen. Insbesondere
soll eine verbesserte Homogenisierung bzw. Parallelisierung der Fasern erreicht und
deren Beschädigung reduziert werden. Der Verschleiß des Garniturdrahtes soll so gering
wie möglich gehalten werden.
[0018] Diese Aufgabe wird durch einen Garniturdraht mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
[0019] Der in einer Drahtlängsrichtung verlaufende Garniturdraht ist insbesondere geeignet
für die Abnehmer- und Arbeitswalzen von Kardiermaschinen. Der Garniturdraht weist
einen Fußabschnitt mit einer Grundfläche auf, die zur Auflage auf der Mantelfläche
der Walze einer Kardiermaschine dient. Der Fußabschnitt weist vorzugsweise entweder
einen etwa rechteckförmigen Querschnitt auf oder der Querschnitt des Fußabschnitts
weist, üblicherweise bei Garniturdrähten, deren Fußabschnitte breiter als 0,8 mm sind,
auf einer Seite eine (z. B. dreiecksprofilförmige) Erhebung und auf der gegenüberliegenden
Seite eine geometrisch korrespondierende Vertiefung auf, wodurch erreicht wird, dass
in der Gebrauchslage die Erhebungen/Vertiefungen der Fußabschnitte benachbarter Garniturdrähte
ineinander eingreifen und sich infolgedessen formschlüssig verzahnen.
[0020] Vom Fußabschnitt ragt in etwa rechtwinklig zur Grundfläche (d. h. in etwa in einer
Höhenrichtung, die senkrecht auf der Grundfläche des Fußabschnitts steht) ein Blattabschnitt
weg. Der Blattabschnitt weist eine erste und eine zweite (d. h. zwei) Blattabschnittsseitenflächen
auf, die auf der dem Fußabschnitt abgewandten Seite durch eine Zahnstirnseite verbunden
sind. Die Blattabschnittsseitenflächen schließen sich auf ihrer einen Seite an den
Fußabschnitt an; auf der dem Fußabschnitt abgewandten Seite werden die beiden Blattabschnittsseitenflächen
durch gezackt verlaufende Außenkanten begrenzt, die durch das Aneinandergrenzen von
jeweils einer der Blattabschnittsseitenflächen an die Zahnstirnseite gebildet sind.
So erhält der Blattabschnitt seine gezackte Kontur und bildet Zähne aus.
[0021] An mindestens einer der beiden Blattabschnittsseitenflächen ist mindestens ein Vorsprung
vorhanden. Der mindestens eine Vorsprung hat eine Höhe in Richtung der Breite des
Garniturdrahtes (in Querrichtung; Richtung senkrecht zur Drahtlängsrichtung und senkrecht
zur Höhenrichtung) und verläuft in Drahtlängsrichtung entlang der Blattabschnittsseitenfläche
bzw. eines Zahns und üblicherweise vollständig zwischen zwei einen Zahn in Drahtlängsrichtung
des Garniturdrahtes begrenzenden Zwischenräumen. Vorteilhaft ist, wenn sich die Geometrie
des Querschnittsprofils des Vorsprungs auf den Blattseitenflächen in der Drahtlängsrichtung
nicht ändert.
[0022] Nach Maßgabe der Erfindung hat der Vorsprung ein unsymmetrisches Querschnittsprofil,
d. h., das Querschnittsprofil weist weder eine Achsen- noch eine Punktssymmetrie auf.
Die Querschnittsprofile der Vorsprünge herkömlicher Garniturdrähte weisen zumindest
eine Achsensymmetrie auf. Vorzugsweise könnte die betreffende Achse ein Lot sein,
das auf einem ebenen Abschnitt der betreffenden Blattabschnittsseitenfläche steht
und das den Scheitelpunkt des betreffenden Vorsprunges durchstößt.
[0023] Das Querschnittsprofil des Vorsprungs weist einen abgerundeten Grat auf, von dem
ausgehend eine erste Flanke und eine zweite Flanke in verschiedene Richtungen (jedoch
nicht diametral) verlaufen. Die zweite Flanke ist näher am Fußabschnitt angeordnet
als die erste Flanke. Das dem Grat abgewandte Ende der ersten Flanke fällt üblicherweise
mit der Außenkante der zugehörigen Blattabschnittsseitenfläche zusammen, d. h., die
erste Flanke endet mit der Außenkante. Es ist vorgesehen, dass die Länge der zweiten
Flanke kleiner als die Länge der ersten Flanke ist; die Länge der zweiten Flanke kann
10% bis 30%, bevorzugt 15% bis 25%, der Gesamtlänge des Vorsprungs betragen, die der
Summe aus der Länge der ersten und der zweiten Flanke entspricht. Damit wird erreicht,
dass, zumindest im Durchschnitt, die erste Flanke bezüglich der zugehörigen Blattabschnittsseitenfläche
flacher als die zweite Flanke verläuft.
[0024] Die Länge der ersten Flanke, der zweiten Flanke und die Gesamtlänge des Vorsprungs
sind üblicherweise bezogen auf eine der beiden Blattabschnittsseitenflächen, d. h.,
die Längen werden als die Projektionen auf die betreffende Blattabschnittsseitenfläche
definiert. Verläuft eine der Blattabschnittsseitenflächen, zumindest bereichsweise,
in einer Ebene, werden die Längen auf diese Ebene bezogen (projiziert). Verlaufen
beide der Blattabschnittsseitenflächen, zumindest bereichsweise, eben, dann wird als
Bezugs-/Projektionsebene diejenige Ebene gewählt, die am steilsten auf der Grundfläche
steht, d. h. die den kleinsten Neigungswinkel (bezogen auf die Senkrechte zur Grundfläche)
aufweist (er beträgt 0°, sofern die betreffende Ebene senkrecht auf der Grundfläche
steht).
[0025] Es ist auch vorgesehen, dass die Breite des Garniturdrahtes im Bereich des höchsten
Punktes des Vorsprungs, d. h. an der Stelle des Vorsprungs, an welcher der Garniturdraht
die maximale Breite hat, 20% bis 50%, vorzugsweise 25% bis 35% der Breite des Fußabschnitts
entspricht.
[0026] Durch die Geometrie des mindestens einen Vorsprungs des erfindungsgemäßen Garniturdrahtes
wird erreicht, dass beim Kardiervorgang Fasern einerseits leichter (als bei Garnituren,
die unter Verwendung von herkömmlichen Garniturdrähten mit symmetrischen Vorsprüngen
hergestellt sind) in die von den erfindungsgemäßen Garniturdrähten gebildeten Garniturgassen
eindringen können und anderseits Fasern, die sich bereits in den Garniturgassen befinden,
eine erhöhte Haltekraft erfahren. Durch die erhöhte Haltekraft wird weitgehend verhindert,
dass, insbesondere glatte (z. B. silikonisierte) Fasern, aufgrund von Schwer- und/oder
Zentrifugalkräften zu früh aus den Garniturgassen austreten, d. h. ein optimaler Anteil
der Fasern tritt im jeweils dafür vorgesehenen Bereich der betreffenden Walze in die
Garniturgassen ein- bzw. aus. Der Materialfluss und der Wirkungsgrad des Kardiervorgangs
werden somit verbessert. Die Fasern werden zudem weniger (oft und stark) beschädigt
und der Verschleiß des Garniturdrahts wird nachhaltig verringert, was insbesondere
bei der Verarbeitung von (z. B. unter Verwendung von Titanoxid) mattierten Fasern,
die prinzipiell einen hohen Verschleiß verursachen, vorteilhaft ist.
[0027] Um eine schonende Verarbeitung der Fasern zu gewährleisten, kann der Vorsprung absatz-
und kantenlos ausgeformt sein, d. h., sowohl der Grat als auch sämtliche Übergänge
sind abgerundet.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der mindestens eine Vorsprung ausschließlich
auf der zweiten Blattabschnittsseitenfläche angeordnet; vorzugsweise ist dort genau
ein Vorsprung angeordnet. Es ist jedoch auch möglich, genau einen Vorsprung auf der
ersten Blattabschnittsseitenfläche anzuordnen.
[0029] Die Blattabschnittsseitenflächen können prinzipiell beliebig gebogen verlaufen. Es
ist jedoch vorgesehen, dass in den Bereichen, in denen sich kein Vorsprung befindet,
die Blattabschnittsseitenflächen eben verlaufen, d. h., die erste Blattabschnittsseitenfläche
verläuft in den Bereichen, in denen sich kein Vorsprung befindet, in einer ersten
Ebene und die zweite entsprechend in einer zweiten Ebene.
[0030] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen sowohl die erste Flanke als auch die
zweite Flanke des mindestens einen Vorsprungs geradlinige Bereiche auf. Hierbei ist
es vorteilhaft, wenn der Betrag des Winkels, den die Tangente des geradlinigen Bereichs
der ersten Flanke mit der an den mindestens einen Vorsprung angrenzenden ersten bzw.
zweiten Ebene der betreffenden Blattabschnittsseitenfläche einschließt, kleiner ist,
als der Betrag des Winkels, den die Tangente des geradlinigen Bereichs der zweiten
Flanke mit der betreffenden Ebene einschließt.
[0031] Es ist aber auch denkbar, dass die Flanken an keiner Stelle gerade verlaufen, d.
h. vollständig gerundet sind.
[0032] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die erste Blattabschnittsseitenfläche
rechtwinkelig zu der Grundfläche des Fußabschnitts ausgerichtet und die Ebene der
zweiten Blattabschnittsseitenfläche gegenüber der ersten Blattabschnittsseitenfläche,
z. B. um ca. 8°, geneigt, d. h. die zweite Blattabschnittsseitenfläche hat einen Neigungswinkel
von ca. 8°. Werden die Zähne des Garniturdrahtes, wie allgemein üblich, durch Stanzen
hergestellt, kann der (halbfertige) Garniturdraht zur Durchführung des Stanzvorgangs,
da die erste Blattabschnittsseitenfläche rechtwinklig zur Grundfäche angeordnet ist,
unkomplizierter geführt werden (geringere Herstellungskosten).
[0033] Alternativ dazu können die erste Blattabschnittsseitenfläche und die zweite Blattabschnittsseitenfläche
einander zugeneigt sein, wobei z. B. der Betrag des Winkels, den die erste Blattabschnittsseitenfläche
mit der Grundfläche des Fußabschnitts einschließt und der Betrag des Winkels, den
die zweite Blattabschnittsseitenfläche mit der Grundfläche einschließt, gleich groß
ist, d. h. die Blattabschnittsseitenflächen sind spiegelsymmetrisch (zur Ebene durch
die Höhen- und Drahtlängsrichtung) geneigt angeordnet. Diese Garniturdrähte sollen,
insbesondere wenn auch der Fußabschnitt spiegelsymmetrisch ausgeführt ist, unkomplizierter
gewalzt werden können.
[0034] In Gebrauchslage ist die Garniturgasse zwischen zwei auf der Mantelfläche einer Garniturwalze
aufgewickelten, benachbarten Wicklungen des Garniturdrahtes und insbesondere zwischen
den beiden Blattabschnitten der unmittelbar benachbarten Wicklungen gebildet. Durch
den mindestens einen Vorsprung an mindestens einer Blattabschnittsseitenfläche wird
diese Garniturgasse in ihrer Breite verringert.
[0035] Am Fußabschnitt ist auf gegenüberliegenden Seiten angrenzend an die Grundfläche jeweils
eine Seitenfläche vorhanden. Die eine Seitenfläche kann dabei stufenlos und/oder absatzlos
und/oder kantenlos in die erste Blattabschnittsseitenfläche des Blattabschnitts übergehen.
Vorzugsweise ist zwischen der anderen Seitenfläche und der zweiten Blattabschnittsseitenfläche
ein Absatz gebildet, der (im untenliegenden Bereich) die Breite der Garniturgasse
zwischen zwei benachbarten Drahtlängsabschnitten bzw. zwei benachbarten Blattabschnitten
bei auf die Garniturwalze aufgewickelten Garniturdraht definiert.
[0036] Die Seitenflächen des Fußabschnitts dienen in Gebrauchslage als Anlageflächen. Zwei
unmittelbar benachbarte Wicklungen des Garniturdrahtes liegen dann mit jeweils zugeordneten
Seitenflächen ihrer Fußabschnitte aneinander an.
[0037] Vorzugsweise ist der Garniturdraht durch einen Walzprozess hergestellt. Die Zähne
am Blattabschnitt können im Anschluss daran durch Stanzen oder einen anderen Trennvorgang
ausgebildet werden. Der mindestens eine Vorsprung an mindestens einer Blattabschnittsseitenfläche
wird bereits während des Walzprozesses erzeugt.
[0038] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen
sowie der Beschreibung. Die Beschreibung beschränkt sich auf wesentliche Merkmale
der Erfindung. Die Zeichnung ist ergänzend heranzuziehen. Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Ansicht einer Garniturwalze mit einer Ganzstahlgarnitur,
Figur 2 eine perspektivische Darstellung eines Abschnitts eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Garniturdrahtes,
Figur 3 den Querschnitt längs der in h und q verlaufenden Ebene durch den für das
Ausführungsbeispiel des Garniturdrahtes aus Figur 2 verwendeten Rohdrahtes (Draht
vor Einbringen der Zähne),
Figur 4a Bemaßung des Ausführungsbeispiels des Garniturdrahtes, Querschnittsdarstellung
wie in Figur 3,
Figur 4b eine Teildarstellung des Garniturdrahtes im Querschnitt im Bereich des Vorsprungs,
Figur 5 eine schematische Darstellung der Anordnung mehrerer nebeneinander liegender
Wicklungen des Garniturdrahtes gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figuren 2 bis 4,
Figur 6 eine schematische Darstellung mehrerer nebeneinander angeordneter Wicklungen
eines abgewandelten Ausführungsbeispiels eines Garniturdrahtes,
Figur 7 Garniturdraht mit zwei Vorsprüngen an der zweiten Blattabschnittsseitenfläche
in Querschnittsdarstellung,
Figur 8 Garniturdraht mit jeweils zwei Vorsprüngen an der ersten und der zweiten Blattabschnittsseitenfläche
in Querschnittsdarstellung und
Figur 9 Garniturdraht mit je einem unsymmetrischen und einem symmetrischen Vorsprung
an der zweiten Blattabschnittsseitenfläche in Querschnittsdarstellung.
[0039] In Figur 1 ist schematisch eine Garniturwalze 10 mit einer daran angeordneten Ganzstahlgarnitur
11 dargestellt. Die Garniturwalze 10 gehört zu einer nicht näher veranschaulichten
Kardiermaschine. Die Kardiermaschine kann mehrere Garniturwalzen 10 umfassen.
[0040] Die Kardiermaschine dient dazu, einen Faserflor aus losen Fasern herzustellen. Die
Fasern im Faserflor werden durch die Kardiermaschine parallelisiert bzw. homogenisiert.
Dazu werden die Fasern durch die Ganzstahlgarnitur 11 auf einer Garniturwalze 10 aufgenommen.
[0041] Die Ganzstahlgarnitur 11 besteht aus einem in mehreren Wicklungen 12 auf die Mantelfläche
der Garniturwalze 10 aufgewickelten Garniturdraht 13. Der Garniturdraht 13 ist sozusagen
schraubenförmig unter Spannung auf die Garniturwalze 10 aufgewickelt, wie es schematisch
in Figur 1 dargestellt ist. Die beiden losen Enden des Garniturdrahtes 13 sind an
der Garniturwalze 10 befestigt, beispielsweise durch Löten, Schweißen oder eine andere
geeignete lösbare oder nicht-lösbare Verbindung.
[0042] Die Form des Garniturdrahtes 13 ist insbesondere in den Figuren 2 bis 4 gut zu erkennen.
Der Garniturdraht 13 weist einen Fußabschnitt 14 und einen Blattabschnitt 15 auf.
Der Fußabschnitt 14 und der Blattabschnitt 15 sind naht- und fügestellenlos aus einem
einheitlichen Material einstückig hergestellt, beispielsweise aus Metall und insbesondere
aus Stahl. Die Querschnittsform des Garniturdrahtes 13 wird insbesondere durch einen
Walzprozess erzeugt.
[0043] Der Garniturdraht 13 erstreckt sich in einer Drahtlängsrichtung 1. Am Fußabschnitt
14 weist der Garniturdraht 13 eine Grundfläche 16 auf. Mit der Grundfläche 16 liegt
der Garniturdraht 13 in seiner Gebrauchslage auf der Mantelfläche der Garniturwalze
10 auf. Der Blattabschnitt 15 erstreckt sich in etwa rechtwinklig, relativ zur Grundfläche
16 vom Fußabschnitt 14 weg, d. h. er erstreckt sich in etwa in der Höhenrichtung h,
die senkrecht zur Grundfläche 16 verläuft.
[0044] Angrenzend an die Grundfläche 16 hat der Garniturdraht 13 an seinem Fußabschnitt
14 eine erste Seitenfläche 14a und eine zweite Seitenfläche 14b. An die erste Seitenfläche
14a des Fußabschnitts 14 schließt sich beim Ausführungsbeispiel stufenlos, absatzlos
und kantenlos eine erste Blattabschnittsseitenfläche 15a, des Blattabschnitts 15 an.
Die erste Seitenfläche 14a und die erste Blattabschnittsseitenfläche 15a erstrecken
sich beim Ausführungsbeispiel in einer erste Ebene E
1 rechtwinklig zur Grundfläche 16, was unter anderem fertigungstechnische Vorteile
mit sich bringt.
[0045] An den Fußabschnitt 14 schließt sich auf der der ersten Blattabschnittsseitenfläche
15a entgegengesetzten Seite eine zweite Blattabschnittsseitenfläche 15b des Blattabschnitts
15 an. Die zweite Blattabschnittsseitenfläche 15b erstreckt sich zumindest in einem
Mittelabschnitt 17 in einer zweiten Ebene E
2. Die zweite Ebene E
2 ist gegenüber der ersten Ebene E
1 geneigt und schließt mit dieser einen spitzen Winkel ein. Im Mittelabschnitt 17 des
Blattabschnitts 15 reduziert sich dadurch die Breite des Blattabschnitts 15 in einer
Richtung vom Fußabschnitt 14 weg.
[0046] Der Mittelabschnitt 17 der zweiten Blattabschnittsseitenfläche 15b ist gegenüber
der zweiten Seitenfläche 14b des Fußabschnitts 14 quer zur Drahtlängsrichtung 1 versetzt,
wodurch ein Absatz 18 mit einer Absatzfläche 19 im Übergangsbereich zwischen dem Fußabschnitt
14 und dem Blattabschnitt 15 gebildet ist. Die Absatzfläche 19 weist von der Grundfläche
16 weg und kann parallel zur Grundfläche 16 oder leicht geneigt gegenüber der Grundfläche
16 ausgerichtet sein.
[0047] Im Bereich des vom Fußabschnitt 14 entfernten, freien Endes des Blattabschnittes
15 ist im Anschluss an den Mittelabschnitt 17 an der zweiten Blattabschnittsseitenfläche
15b ein Vorsprung 24 vorhanden, der in Figur 4a vergrößert dargestellt ist. Der Blattabschnitt
15 des Garniturdrahtes 13 weist im Querschnitt lediglich einen einzigen Vorsprung
24 auf und ist insbesondere frei von Vertiefungen oder zusätzlichen Profilierungen.
Die Funktion dieses Vorsprungs 24 ergibt sich schematisch aus den Figuren 5 und 6.
Wird der Garniturdraht 13 zu einer Ganzstahlgarnitur 11 auf die Garniturwalze 10 aufgewickelt,
entsteht zwischen zwei unmittelbar benachbarten Wicklungen 12 des Garniturdrahtes
13 eine Garniturgasse 25. Die Garniturgasse 25 wird zwischen den Blattabschnitten
15 unmittelbar benachbarter Wicklungen 12 gebildet. In dieser Garniturgasse 25 werden
die Fasern zur Erzeugung des Faserflors aufgenommen und parallelisiert. Der Vorsprung
24 sorgt dafür, dass die Fasern zum einen ohne Beschädigung in der Garniturgasse 25
aufgenommen werden können und zum anderen in der Garniturgasse 25 zurückgehalten werden.
[0048] Der Blattabschnitt 15 weist zwei Außenkanten 26 auf, die durch das Aneinandergrenzen
von jeweils einer Blattabschnittsseitenfläche 15a, 15b an die Zahnstirnseite 27 gebildet
sind. Die Außenkanten 26 verlaufen gegenüber der Grundfläche 16 bzw. dem Fußabschnitt
14 gezackt, so dass dadurch am Blattabschnitt 15 Zähne 28 gebildet sind. Die Zähne
28 sind in Figur 2 veranschaulicht. Die Außenkanten 26 haben beim Ausführungsbeispiel
einen insgesamt sägezahnförmigen Verlauf. Zwischen zwei Zähnen 28 ist in Drahtlängsrichtung
l jeweils ein Zwischenraum 29 vorhanden.
[0049] An jedem Zahn 28 ist jeweils ein Vorsprung 24 an der zweiten Blattabschnittsseitenfläche
15b vorhanden. Bei der Herstellung des Garniturdrahtes 13 wird zunächst eine Querschnittsform
mit einem in Drahtlängsrichtung l durchgängigen Vorsprung 24 erzeugt. Anschließend
wird die Außenkante 26 in die gewünschte Form gebracht, wobei zur Bildung der Zähne
28 die Zwischenräume 29 durch Stanzen oder einen anderen Trennvorgang ausgebildet
werden. Dadurch bildet sich an jedem Zahn 28 jeweils ein Vorsprung 24, wobei die Vorsprünge
24 aufgrund der Zwischenräume 29 in Drahtlängsrichtung l mit Abstand voneinander angeordnet
sind. Jeder Versprung 24 ragt in der Querrichtung q, die sowohl senkrecht zur Drahtlängsrichtung
l als auch zur Höhenrichtung h verläuft, von der zugehörigen zweiten Blattabschnittsseitenfläche
15b auf. Die Gestalt der Vorsprünge 24 an jedem Zahn 28 ist identisch.
[0050] Erfindungsgemäß hat der Vorsprung 24 ein unsymmetrisches Querschnittsprofil P. Der
Vorsprung 24 weist einen Grat 30 auf. Am Grat 30 hat der Vorsprung 24 den größten
Abstand von der zweiten Ebene E
2, in der sich der Mittelabschnitt 17 der zweiten Blattabschnittsseitenfläche 15b erstreckt.
Ausgehend vom Grat 30 hat der Vorsprung 24 eine erste Flanke 31 und eine zweite Flanke
32, die in entgegengesetzte Richtungen verlaufen. Die zweite Flanke 32 ist näher am
Fußabschnitt 14 angeordnet, als die erste Flanke 31.
[0051] Die erste Flanke 31 schließt mit der zweiten Ebene E
2 einen ersten Neigungswinkel α
1 ein. Entsprechend schließt die zweite Flanke 32 mit der zweiten Ebene E
2 einen zweiten Neigungswinkel α
2 ein. Der Betrag des zweiten Neigungswinkels α
2 ist größer als der Betrag des ersten Neigungswinkels α
1. Entlang der zweiten Ebene E
2 zum Fußabschnitt 14 hin betrachtet, steigt der Vorsprung 34 entlang der ersten Flanke
31 bis zum Grat 30 langsam an und fällt vom Grat 30 zum Mittelabschnitt 17 hin entlang
der zweiten Flanke 32 steiler ab.
[0052] Anders ausgedrückt ist die entlang der zweiten Ebene E
2 gemessene erste Länge L
1 des Vorsprungs 24 entlang der ersten Flanke 31 bis zum Grat 30 größer als die zweite
Länge L
2 des Vorsprungs 24 entlang der zweiten Flanke 32 vom Mittelabschnitt 17 bis zum Grat
30. Die beiden Längen L
1, L
2 sind dabei entlang der ersten Ebene E
1 gemessen, d. h. die Längen L
1, L
2 und L
ges sind als die Projektionen auf die Ebene E
1 definiert. Anstelle der zweiten Ebene E
2 könnte für die Längenmessung oder die Bestimmung der Neigungswinkel auch eine andere
Bezugsebene verwendet werden, beispielsweise eine Bezugsebene, die rechtwinklig auf
der Grundfläche 16 ausgerichtet ist.
[0053] Das Querschnittsprofil P des Vorsprungs 24 hat dadurch sozusagen die Form einer Nase,
die über die eine, erste Flanke 31 relativ zu einer Bezugsebene (beispielsweise zweite
Ebene E
2) langsamer ansteigt als über die andere, zweite Flanke 32.
[0054] Die zweite Länge L
2 des Vorsprungs 24 entlang der zweiten Flanke 32 beträgt 15% bis 25% der Gesamtlänge
L
ges (Summe aus ersten Länge L
1 und der zweiten Länge L
2) des Vorsprungs 24 entlang der ersten Flanke 31. Die Länge L
ges ist kleiner als 1,5 mm. Diese Abmessungen beziehen sich auf die Längenmessung entlang
der ersten Ebene E
1 (s. Figur 4a).
[0055] Entsprechend der in Figur 4b gezeigten Abmessungsbezeichnungen (Bemaßung) beträgt
die Gesamtlänge L
ges des Vorsprungs 24 25% bis 35% der Gesamtlänge L
3 des Blattabschnitts 15. Die Maximalbreite B
1 im Bereich des Vorsprungs 24, die sich (näherungsweise) auf der Höhe des Grats 30
befindet, beträgt 25% bis 35% der Breite B
2 des Fußabschnitts 14. Die Gesamthöhe des Garniturdrahtes 13 beträgt 4 bis 5 mm (maximal
3,5 bis 6 mm). Der Neigungswinkel ß, der sich auf die Senkrechte zur Grundfläche bezieht,
der zweiten Ebene E
2 beträgt ca. 8°, der Neigungswinkel ß der senkracht auf der Grundfläche 16 stehenden
ersten Ebene E
1 beträgt entsprechnend 0°.
[0056] Das dem Grat 30 abgewandte Ende der ersten Flanke 31 fällt mit der Außenkante der
zweiten Blattabschnittsseitenfläche 15b zusammen, d. h., die erste Flanke 31 endet
mit der Außenkante 26.
[0057] In Figur 6 ist ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Garniturdrahtes
13 veranschaulicht. Der Blattabschnitt 15 ist dabei unverändert, so dass auf das vorhergehende
Beispiel Bezug genommen werden kann. Anders als bei den Ausführungsbeispielen gemäß
der Figuren 1 bis 5 sind die Seitenflächen 14a, 14b des Fußabschnittes 14 abgewandelt.
Die erste Seitenfläche 14a weist eine Vertiefung 37 und die jeweils andere, zweite
Seitenfläche 14b eine an die Vertiefung 37 angepasste Erhebung 38 auf. Die Erhebung
38 einer Wicklung 12 kann somit in die Vertiefung 37 einer unmittelbar benachbarten
Wicklung 12 eingreifen, wie es in Figur 6 schematisch veranschaulicht ist. Bei dem
bisherigen Ausführungsbeispiel waren die beiden Seitenflächen 14a, 14b parallel zueinander
und rechtwinklig zur Grundfläche 16 ausgerichtet, so dass die Seitenflächen 14a, 14b
unmittelbar benachbarter Wicklungen 12 flach aneinander anliegen (Figur 5).
[0058] In den Figuren 7, 8 und 9 sind jeweils Garniturdrähte 13 dargestellt, die zwei unsymmetrische
Vorsprünge 24 an der zweiten Blattabschnittsseitenfläche 15b, zwei unsymmetrische
Vorsprünge sowohl an der ersten 15a als auch an der zweiten 15b Blattabschnittsseitenfläche,
und je einen unsymmetrischen 24 sowie einen symmetrischen Vorsprung 39 an der zweiten
Blattabschnittsseitenfläche 15b aufweisen. Zu erwähnen ist noch, dass auch drei, vier
oder mehr Vorsprünge - ggf. auf einer Blattabschnittsseitenfläche 15a, 15b - in Bezug
auf alle Ausführungen der Erfindung Vorteile aufweisen.
Bezugszeichenliste:
[0059]
- 10
- Garniturwalze
- 11
- Ganzstahlgarnitur
- 12
- Wicklung
- 13
- Garniturdraht
- 14
- Fußabschnitt
- 14a
- erste Seitenfläche
- 14b
- zweite Seitenflächen
- 15
- Blattabschnitt
- 15a
- erste Blattabschnittsseitenfläche
- 15b
- zweite Blattabschnittsseitenfläche
- 16
- Grundfläche
- 17
- Mittelabschnitt
- 18
- Absatz
- 19
- Absatzfläche
- 24
- unsymmetrischer Vorsprung
- 25
- Garniturgasse
- 26
- Außenkante
- 27
- Zahnstirnseite
- 28
- Zahn
- 29
- Zwischenraum
- 30
- Grat
- 31
- erste Flanke
- 32
- zweite Flanke
- 37
- Vertiefung
- 38
- Erhebung
- 39
- symmetrischer Vorsprung
- α1
- erster Neigungswinkel
- α2
- zweiter Neigungswinkel
- β
- Neigungswinkel
- l
- Drahtlängsrichtung
- h
- Höhenrichtung
- q
- Querrichtung
- E1
- erste Ebene
- E2
- zweite Ebene
- L1
- Länge der ersten Flanke
- L2
- Länge der zweiten Flanke
- Lges
- Gesamtlänge des Vorsprungs
- L3
- Gesamtlänge des Blattabschnitts
- B1
- Maximalbreite im Bereich des mindesten einen Vorsprungs
- B2
- Breite des Fußabschnitts
- H
- Höhe der Erhebung
- P
- Querschnittsprofil
1. Garniturdraht (13), der in einer Drahtlängsrichtung (1) verläuft, für eine Garniturwalze
(10) einer Kardiermaschine, mit einem Fußabschnitt (14), der zur Auflage auf der Garniturwalze
(10) eine Grundfläche (16) aufweist,
mit einem flachen Blattabschnitt (15), der vom Fußabschnitt (14) in einer Höhenrichtung
(h) weg ragt, die senkrecht auf der Grundfläche (16) steht,
wobei der Blattabschnitt (15) auf der vom Fußabschnitt (14) abgewandten Seite Außenkanten
(26) aufweist, die zur Bildung von Zähnen (28) am Blattabschnitt (15) gezackt verlaufen,
und der Blattabschnitt (15) eine erste Blattabschnittsseitenfläche (15a) und eine
zweite Blattabschnittsseitenfläche (15b) aufweist, die vom Fußabschnitt (14) jeweils
bis hin zur zugehörigen Außenkante (26) verlaufen,
wobei an mindestens einer der Blattabschnittsseitenflächen (15a, 15b) mindestens ein
sich in einer Querrichtung (q), die senkrecht zur Höhen- (h) und zur Drahtlängsrichtung
(1) verläuft, erhebender, in Drahtlängsrichtung (1) verlaufender Vorsprung (24) ausgeformt
ist, der ein unsymmetrisches Querschnittsprofil (P) aufweist,
und wobei das Querschnittsprofil (P) des mindestens einen Vorsprungs (24) einen abgerundeten
Grat (30) aufweist, von dem aus eine erste Flanke (31) und eine zweite Flanke (32)
in verschiedene Richtungen verlaufen, wobei die zweite Flanke (32) näher am Fußabschnitt
(14) angeordnet ist als die erste Flanke (31), und die Länge (L1) der ersten Flanke (31) größer ist als die Länge (L2) der zweiten Flanke (32).
2. Garniturdraht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (L2) der zweiten Flanke (32) 10% bis 30% der Gesamtlänge (Lges) des Vorsprungs (24) beträgt.
3. Garniturdraht nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (L2) der zweiten Flanke (32) 15% bis 25% der Gesamtlänge (Lges) des Vorsprungs (24) beträgt.
4. Garniturdraht nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B1) des Garniturdrahtes (13) in der Querrichtung (q) an der Stelle des Vorsprungs (24),
an dem der Garniturdraht (13) die maximale Breite hat, 20% bis 50% der Breite (B2) des Fußabschnitts (14)des Garniturdrahtes (13) beträgt.
5. Garniturdraht nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Breite (B1) des Garniturdrahts im Bereich des Vorsprungs, 25% bis 35% der Breite (B2) des Fußabschnitts (14) des Garniturdrahtes (13) beträgt.
6. Garniturdraht nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtlänge (Lges) des Vorsprungs (24) 20% bis 40% der Gesamtänge (L3) des Blattabschnitts (15) in Höhenrichtung (h) beträgt.
7. Garniturdraht nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtlänge (Lges) des Vorsprungs (24) 25% bis 35% der Gesamtänge (L3) des Blattabschnitts (15) in Höhenrichtung (h) beträgt.
8. Garniturdraht nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24) absatz- und kantenlos ausgeformt ist.
9. Garniturdraht nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ausschließlich auf der zweiten Blattabschnittsseitenfläche (15b) mindestens ein Vorsprung
(24) angeordnet ist, vorzugsweise genau ein Vorsprung (24) angeordnet ist.
10. Garniturdraht nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf mindestens einer der Blattabschnittsseitenflächen (15a, 15b) genau ein Vorsprung
(24) angeordnet ist.
11. Garniturdraht nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Blattabschnittsseitenfläche (15a) in den Bereichen, in denen sich kein
Vorsprung (24) befindet, in einer Ebene (E1) verläuft, und/oder die zweite Blattabschnittsseitenfläche (15b) in den Bereichen,
in denen sich kein Vorsprung (24) befindet, in einer Ebene (E2) verläuft.
12. Garniturdraht nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die erste Flanke (31) als auch die zweite Flanke (32) des mindestens einen
Vorsprungs (24) geradlinige Bereiche aufweisen, wobei der Betrag des Winkels (α1), den die Tangente des geradlinigen Bereichs der ersten Flanke (31) mit der an den
mindestens einen Vorsprung (24) angrenzenden Ebene (E1, E2) einschließt, kleiner ist, als der Betrag des Winkels (α2), den die Tangente des geradlinigen Bereichs der zweiten Flanke (32) mit der an den
mindestens einen Vorsprung (24) angrenzenden Ebene (E1, E2) einschließt.
13. Garniturdraht nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene (E1) der ersten Blattabschnittsseitenfläche (15a) rechtwinkelig zu der Grundfläche (16)
des Fußabschnitts (14) ausgerichtet und die Ebene (E2) der zweiten Blattabschnittsseitenfläche (15b) gegenüber der ersten Blattabschnittsseitenfläche
(15a) geneigt ist.
14. Garniturdraht nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene (E1) der ersten Blattabschnittsseitenfläche (15a) und die Ebene (E2) der zweiten Blattabschnittsseitenfläche (15b)einander zugeneigt sind, wobei der
Betrag des Winkels, den die Ebene (E1) mit der Grundfläche (16) des Fußabschnitts (14) einschließt und der Betrag des Winkels,
den die die Ebene (E2) mit der Grundfläche (16) einschließt, gleich groß ist.
1. Carding wire (13) which runs in a wire longitudinal direction (1), for a carding roller
(10) of a carding machine, with a foot portion (14) which has a base surface (16)
for resting on the carding roller (10),
with a flat blade portion (15) which protrudes away from the foot portion (14) in
a height direction (h) running perpendicular to the base surface (16),
wherein the blade portion (15), on the side facing away from the foot portion (14),
has outer edges (26) which run in a zigzag to form teeth (28) on the blade portion
(15), and the blade portion (15) has a first blade portion side face (15a) and a second
blade portion side face (15b) which each run from the foot portion (14) up to the
associated outer edge (26),
wherein on at least one of the blade portion side faces (15a, 15b), at least one protrusion
(24) is formed which protrudes in a transverse direction (q) running perpendicular
to the height direction (h) and to the wire longitudinal direction (l), and which
runs in the wire longitudinal direction (1), and which has an asymmetric cross-sectional
profile (P),
and wherein the cross-sectional profile (P) of the at least one protrusion (24) has
a rounded spine (30) from which a first flank (31) and a second flank (32) run in
different directions, wherein the second flank (32) is arranged closer to the foot
portion (14) than the first flank (31), and the length (L1) of the first flank (31) is greater than the length (L2) of the second flank (32).
2. Carding wire according to claim 1, characterised in that the length (L2) of the second flank (32) amounts to 10% to 30% of the total length (Lges) of the protrusion (24).
3. Carding wire according to claim 1 or 2, characterised in that the length (L2) of the second flank (32) amounts to 15% to 25% of the total length (Lges) of the protrusion (24).
4. Carding wire according to any of claims 1 to 3, characterised in that the width (B1) of the carding wire (13) in the transverse direction (q), at the site of the protrusion
(24) at which the carding wire (13) has a maximum width, amounts to 20% to 50% of
the width (B2) of the foot portion (14) of the carding wire (13).
5. Carding wire according to claim 4, characterised in that the maximum width (B1) of the carding wire in the region of the protrusion amounts to 25% to 35% of the
width (B2) of the foot portion (14) of the carding wire (13).
6. Carding wire according to any of claims 1 to 5, characterised in that the total length (Lges) of the protrusion (24) amounts to 20% to 40% of the total length (L3) of the blade portion (15) in the height direction (h).
7. Carding wire according to claim 6, characterised in that the total length (Lges) of the protrusion (24) amounts to 25% to 35% of the total length (L3) of the blade portion (15) in the height direction (h).
8. Carding wire according to any of claims 1 to 7, characterised in that the protrusion (24) is formed without a shoulder or edge.
9. Carding wire according to any of claims 1 to 8, characterised in that at least one protrusion (24), preferably precisely one protrusion (24), is arranged
exclusively on the second blade portion side face (15b).
10. Carding wire according to any of claims 1 to 8, characterised in that precisely one protrusion (24) is arranged on at least one of the blade portion side
faces (15a, 15b).
11. Carding wire according to any of claims 1 to 10, characterised in that the first blade portion side face (15a) in the regions in which there is no protrusion
(24) runs in a plane (E1), and/or the second blade portion side face (15b) in the regions in which there is
no protrusion (24) runs in a plane (E2).
12. Carding wire according to claim 11, characterised in that both the first flank (31) and the second flank (32) of the at least one protrusion
(24) have rectilinear regions,
wherein the amount of the angle (α1) enclosed by the tangents of the rectilinear region of the first flank (31) with
the plane (E1, E2) adjacent to the at least one protrusion (24), is smaller than the amount of the
angle (α2) enclosed by the tangents of the rectilinear region of the second flank (32) with
the plane (E1, E2) adjoining the at least one protrusion (24).
13. Carding wire according to any of claims 1 to 12, characterised in that the plane (E1) of the first blade portion side face (15a) is oriented at right angles to the base
surface (16) of the foot portion (14), and the plane (E2) of the second blade portion side face (15b) is inclined relative to the first blade
portion side face (15a).
14. Carding wire according to any of claims 1 to 12, characterised in that the plane (E1) of the first blade portion side face (15a) and the plane (E2) of the second blade portion side face (15b) are inclined towards each other, wherein
the amount of the angle enclosed by the plane (E1) with the base surface (16) of the foot portion (14), and the amount of the angle
enclosed by the plane (E2) with the base surface (16), are the same.
1. Fil de carde (13) qui s'étend dans une direction longitudinale de fil (1), destiné
à un cylindre de cardage (10) d'une machine à carder, comportant une partie pied (14)
qui présente une surface de base (16) destinée à l'appui sur le cylindre de carde
(10),
comportant une partie plate en forme de feuille (15) qui dépasse depuis la partie
pied (14) dans la direction de la hauteur (h) qui se dresse perpendiculairement à
la surface de base (16),
la partie feuille (15) présentant sur le côté situé à l'écart de la partie pied (14)
des chants extérieurs (26) qui, en vue de la formation de dents (28), s'étendent de
façon dentelée sur la partie feuille (15), et la partie feuille (15) présentant une
première surface latérale (15a) de partie feuille et une deuxième surface latérale
(15b) de partie feuille, lesquelles s'étendent dans chaque cas depuis la partie pied
(14), jusqu'au chant extérieur correspondant (26),
au moins une saillie (24), s'étendant dans une direction transversale (q) qui est
perpendiculaire à la direction de la hauteur (h) et à la direction longitudinale de
fil, étant réalisée sur au moins une des surfaces latérales de partie feuille (15a,
15b), laquelle saillie présente un profil de section (P) non symétrique,
et le profil de section (P) de la saillie (24), au moins unique, présentant une arête
arrondie (30) de laquelle partent dans différentes directions un premier flanc (31)
et
un deuxième flanc (32), le deuxième flanc (32) étant disposé plus près de la partie
pied (14) que le premier flanc (31) et la longueur (L1) du premier flanc (31) étant supérieure à la longueur (L2) du deuxième flanc (32).
2. Fil de carde selon la revendication 1, caractérisé en ce que la longueur (L2) du deuxième flanc (32) est de 10 % à 30 % de la longueur totale (Lges) de la saillie (24).
3. Fil de carde selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la longueur (L2) du deuxième flanc (32) est de 15 % à 25 % de la longueur totale (Lges) de la saillie (24).
4. Fil de carde selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la largeur (B1) du fil de carde (13) est, dans la direction transversale (q), à l'emplacement de
la saillie (24) où le fil de carde (13) a sa longueur maximum, de 20 % à 50 % de la
largeur (B2) de la partie pied (14) du fil de carde (13).
5. Fil de carde selon la revendication 4, caractérisé en ce que la largeur maximale (B1) du fil de carde dans la zone de la saillie, est de 25 % à 35 % de la largeur (B2) de la partie pied (14) du fil de carde (13).
6. Fil de carde selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la longueur totale (Lges) de la saillie (24) est de 20 % à 40 % de la longueur totale (L3) de la partie feuille (15), dans la direction de la hauteur (h).
7. Fil de carde selon la revendication 6, caractérisé en ce que la longueur totale (Lges) de la saillie (24) est de 25 % à 35 % de la longueur totale (L3) de la partie feuille (15), dans la direction de la hauteur (h).
8. Fil de carde selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la saillie (24) est configurée sans talon ni chant.
9. Fil de carde selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moins une saillie (24) de préférence exactement une saillie (24), est placée exclusivement
sur la deuxième surface latérale (15b) de partie feuille.
10. Fil de carde selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'exactement une saillie (24) est placée sur au moins une des surfaces latérales (15a,
15b) de partie feuille.
11. Fil de carde selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la première surface latérale (15a) de partie feuille s'étend, dans les zones dans
lesquelles il n'y a pas de saillie (24), dans un plan (E1) et/ou en ce que la deuxième surface latérale (15b) de partie feuille s'étend, dans les zones dans
lesquelles il n'y a pas de saillie (24), dans un plan (E2).
12. Fil de carde selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'aussi bien le premier flanc (31) que le deuxième flanc (32) d'une saillie au moins
unique (24) présente des zones rectilignes, la valeur de l'angle (∝1) que forme la tangente de la zone rectiligne du premier flanc (31) avec le plan (E1, E2) voisin d'une saillie (24) au moins unique, étant inférieur à la valeur de l'angle
(∝2) que forme la tangente de la zone rectiligne du deuxième flanc (32) avec le plan
(E1, E2) voisin sur la saillie (24) au moins unique.
13. Fil de carde selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le plan (E1) de la première surface latérale (15a) de partie feuille est orienté à angle droit
par rapport à la surface de base (16) de la partie pied (14) et en ce que le plan (E2) de la deuxième surface latérale (15b) de partie feuille est incliné par rapport
à la première surface latérale (15a) de partie feuille.
14. Fil de carde selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le plan (E1) de la première surface latérale (15a) de partie feuille et le plan (E2) de la deuxième surface latérale (15b) de partie feuille, sont inclinés l'un par
rapport à l'autre, la valeur de l'angle que forme le plan (E1) avec la surface de base (16) de la partie pied (14) et la valeur de l'angle que
forme le plan (E2) avec la surface de base (16) sont égales.