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(11) |
EP 2 809 191 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.09.2018 Patentblatt 2018/39 |
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Anmeldetag: 04.02.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/000513 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/113339 (08.08.2013 Gazette 2013/32) |
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SCHUH, INSBESONDERE SPORTSCHUH
SHOE, IN PARTICULAR SPORTS SHOE
CHAUSSURE, EN PARTICULIER CHAUSSURE DE SPORT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.12.2014 Patentblatt 2014/50 |
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Patentinhaber: PUMA SE |
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91074 Herzogenaurach (DE) |
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Erfinder: |
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- KRÜGER, Thomas
91086 Aurachtal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gosdin, Michael |
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Adam-Stegerwald-Strasse 6 97422 Schweinfurt 97422 Schweinfurt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2012/106502 US-A1- 2010 154 256
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US-A1- 2004 181 972
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Schuh, insbesondere einen Sportschuh, der ein Schuhoberteil
und eine mit dem Schuhoberteil verbundene Sohle aufweist, wobei das Schuhoberteil
in einem Spannbereich zwei benachbart angeordnete und von einem Spalt getrennte Spannabschnitte
aufweist, wobei ein Schnürsystem vorhanden ist, mit dem der Schuh am Fuß des Trägers
des Schuhs mittels eines Schnürsenkels geschnürt werden kann, indem die benachbart
angeordneten Spannabschnitte aufeinander zu gezogen werden.
[0002] Ein solcher Schuh ist hinlänglich bekannt und beispielsweise in der
EP 0 937 418 B1 offenbart, hier für einen Schischuh. Das Spannen des Schuhs am Fuß des Trägers erfolgt
durch Anziehen eines Schnürsenkels, der die beiden streifenförmigen Spannabschnitte
zusammenzieht und so den Schuh am Fuß des Trägers festlegt.
[0004] Insbesondere bei sportlichen Anwendungen, beispielsweise beim Fußballspielen, wird
dabei angestrebt, den Spannzug - hervorgerufen durch den angezogenen Schnürsenkel
- möglichst gleichmäßig auf den Fuß des Trägers zu übertragen. Vorbekannte Sportschuhe
sind diesbezüglich mitunter nachteilig, weil sich der Spannzug nur auf Teilbereiche
der Fläche des Schuhoberteils verteilt und so eine insgesamt nicht gleichmäßige Verteilung
der Spannkräfte erfolgt.
[0005] Dabei ist es weiterhin bei bekannten Schnürungen nicht möglich, gezielt bestimmte
Bereiche des Fußes zu schnüren. Wiederum ist es daher speziell beim Fußball nachteilig,
dass der Vorfuß nicht gezielt geschnürt werden kann.
[0006] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Schuh so fortzubilden, dass eine verbesserte Spannung
des Schuhs am Fuß des Trägers erreicht wird. Insbesondere soll sich der Spannzug,
der beim Festziehen des Schnürsenkels erzeugt wird, gleichmäßiger auf den Fuß des
Trägers verteilen. Hierdurch soll auch der Halt des Schuhs an Fuß des Benutzers verbessert
werden. Des weiteren soll erreicht werden, dass auch der Vorfuß als solcher gezielt
mitgeschnürt werden kann.
[0007] Die
Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Schnürsystem
neben dem Schnürsenkel mindestens ein zwei Enden aufweisendes Zugelement umfasst,
wobei ein Ende des Zugelements im Bereich eines der beiden Spannabschnitte befestigt
ist, wobei sich das Zugelement bis in den Bereich der Sohle erstreckt, wobei das Zugelement
vom Spannabschnitt bis zur Sohle zumindest abschnittsweise in mindestens einer Führung
verläuft, in der es in Richtung der Längsachse des Zugelements zumindest teilweise
verschieblich angeordnet ist, und wobei eine sich im Bereich des Spannabschnitts bildende
Schlaufe des Zugelements vom Schnürsenkel umschlungen wird.
[0008] Das andere Ende des Zugelements ist bevorzugt im Bereich der Sohle, d. h. insbesondere
am Übergang zwischen Schuhoberteil und Sohle, am Schuhoberteil und/oder an der Sohle
befestigt.
[0009] Die Führung verläuft vom Spannabschnitt bis zur Sohle bevorzugt durchgängig. Die
Führung kann vom Spannabschnitt bis zur Sohle bogenförmig verlaufen. Weiterhin kann
zumindest eine der Führungen zumindest abschnittsweise in Richtung der Längsachse
des Schuhs verlaufen.
[0010] Bevorzugt sind zwischen zwei und acht Führungen vorhanden, in denen jeweilige Zugelemente
verlaufen.
[0011] Eine bevorzugte Fortbildung des vorgeschlagenen Schuhs sieht ein weiteres Zugelement
vor, das in einer weiteren Führung verläuft, wobei das weitere Zugelement - vom Bereich
der Sohle kommend - in einer Umlaufführung um den Fersenbereich bzw. die Hinterseite
des Fußes des Trägers des Schuhs geführt ist. Die Umlaufführung kann dabei im oberen
Randbereich des Schuhoberteils angeordnet sein. Das weitere Zugelement kann - aus
der Umlaufführung kommend - entlang des anderen Spannabschnitts verlaufen und mit
diesem zumindest abschnittsweise verbunden sein. Das weitere Zugelement kann dabei
im Bereich des anderen Spannabschnitts so mit diesem verbunden sein, dass eine relative
Verschiebung zwischen dem weiteren Zugelement und dem Spannabschnitt in Richtung der
Längsachse des weiteren Zugelements möglich ist. Vorzugsweise ist dabei vorgesehen,
dass das weitere Zugelement in einer abschnittsweise unterbrochenen schlauchförmigen
oder rohrförmigen Führung angeordnet ist, die am anderen Spannabschnitt angebracht
ist. Das weitere Zugelement kann im Bereich des anderen Spannabschnitts vom Schnürsenkel
umschlungen werden. Das weitere Zugelement kann weiterhin - vom anderen Spannabschnitt
kommend - in einer Zusatzführung bis in den Bereich der Sohle geführt werden.
[0012] Die genannte Führung, weitere Führung, Umlaufführung und/oder Zusatzführung können
schlauch- oder rohrförmig ausgebildet sein.
[0013] Das Zugelement bzw. das weitere Zugelement bestehen bevorzugt aus einem Draht oder
Faden aus hochzugfestem Material, insbesondere aus Aramid (Markenname unter anderem
KEVLAR).
[0014] Der vorgeschlagene Schuh ist besonders bevorzugt als Fußballschuh ausgeführt.
[0015] Die verschiedenen Zugelemente in ihren jeweiligen Führungen sind bevorzugt über einen
nennenswerten Teil der Oberfläche des Schuhoberteils im Vorder- und Mittelfußbereich
verteilt angeordnet und hierbei insbesondere bogenförmig geführt. Der Halt des Schuhs
am Fuß des Trägers kann damit optimiert werden. Gleichzeitig können Spannungskonzentrationen,
d. h. sog. Irritationspunkte, vermindert werden.
[0016] Die Zugelemente können so geführt werden, dass sie nicht über die Metatarsalköpfchen
der Mittelfußknochen verlaufen, wodurch eine natürliche und angenehme Spannung des
Schuhs am Fuß des Trägers sichergestellt werden kann.
[0017] Eine mögliche, wenngleich aufgrund der aufwändigeren Konstruktion nicht bevorzugte
Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass zumindest einige der Zugelemente nicht
im Bereich der Sohle mit ihrem dortigen Ende fixiert sind, sondern unterhalb der Sohle
um den Schuh umlaufen.
[0018] Die Erfindung sieht demgemäß ein Schuh, insbesondere ein Sportschuh, mit einem Schnürsystem
bzw. Spannsystem vor, bei dem Spannfäden bzw. Spanndrähte - vorzugsweise aus Aramid
- in röhrenförmigen Führungen angeordnet sind. Die Spannfäden bzw. Spanndrähte sind
bevorzugt im Sohlenbereich befestigt und werden entlang der röhrenförmigen Führung
nach oben in den Spannbereich geführt. Hier ist ein Ende mindestens eines Spannfadens
bzw. Spanndrahtes am Oberteil im Spannbereich und insbesondere in einem der Spannabschnitte
des Schuhs befestigt, (vorzugsweise angenäht). Der Schnürsenkel greift in eine sich
im oberen Bereich bildende Lasche des Spannfadens bzw. Spanndrahtes ein und zieht
bevorzugt mehrere solcher Laschen - jeweils stammend von den entsprechenden Spannfäden
bzw. Spanndrähten - beim Schnüren zusammen.
[0019] Das vorgeschlagene Schnürsystem kann allerdings auch bei anderen Sportarten als Fußball
vorteilhaft eingesetzt werden. Hierbei kann dann vorgesehen werden, dass der Verlauf
der einzelnen schlauch- bzw. rohrförmigen Führungen dem jeweils konkreten und speziellen
Anwendungszweck angepasst ist. Im Falle eines Laufschuhs ist beispielsweise die spezielle
Schnürung des Vorfußes nicht gewünscht.
[0020] Eine spezielle Fortbildung der Erfindung stellt darauf ab, dass die beiden Schuhe
für den rechten und den linken Fuß nicht spiegelsymmetrisch ausgebildet sind, sondern
asymmetrisch. Hiermit kann speziellen Anforderungen bei manchen Sportarten Rechnung
getragen werden. Beim Einsatz des vorgeschlagenen Schuhs im Golfsport ist eine seitliche
Stützfunktion durch die Zugelemente wünschenswert, um den auftretenden Kräften bei
der Drehung des Fußes während des Golfschwunges entgegenzuwirken. In diesem Falle
können der rechte und der linke Schuh hinsichtlich des Verlaufs der Zugelemente, d.
h. der schlauch- bzw. rohrförmigen Führungen unterschiedlich ausgebildet werden, um
den genannten Effekt zu erreichen.
[0021] Klassische Spannsysteme mittels Schnürsenkel stellen darauf ab, dass die vom Schnürsenkel
angezogenen Stellen punktuell (also an einem einzigen Ankerpunkt) am Schuhoberteil
befestigt sind. Vorliegend sind die Zugelemente bevorzugt an zwei Stellen des Oberteils
bzw. nahe oder an der Sohle fixiert, so dass der gewünschte Effekt der Vergleichmäßigung
des Spannzugs erreicht wird. Insoweit liegen für das Zugelement zwei Ankerpunkte vor,
nämlich einer im oberen Bereich des Schuhoberteils im Spannabschnitt und einer im
Bereich nahe der Sohle. Zwischen diesen beiden Ankerpunkten ist ein freier Lauf des
Zugelements in seiner Führung möglich.
[0022] Somit wird eine verbesserte Spannung des Schuhs am Fuß erreicht. Mit den am oberen
Oberteil, d. h. im Spannabschnitt, befestigten Spannfäden bzw. Spanndrähten erfolgt
eine klassische Schnürung; die über das Oberteil bevorzugt in bogenförmigen Führungen
verlaufenden Spannfäden bzw. Spanndrähte spannen flächig über die Erstreckung des
Oberteils bis in den Sohlenbereich, was zu einer gleichförmigeren Verteilung des Spannzuges
führt.
[0023] Insoweit wird ein quasi dynamisches Spannsystem vorgeschlagen, bei dem sich durch
die vorgesehenen Führungen für den Spannfaden bzw. Spanndraht eine Vergleichmäßigung
der Spannkräfte auf die Fußoberfläche ergibt. Der damit verbesserte Halt des Schuhs
am Fuß des Trägers ist besonders beim Fußballspielen nutzbar.
[0024] Die einzelnen Spannfäden bzw. Spanndrähte können unabhängig voneinander angezogen
und gespannt werden, was eine gleichmäßige Verteilung der Kräfte und zuverlässige
Schnürung von der Sohle aufwärts sicherstellen.
[0025] Die genannten Zugelemente sind - wie erläutert - im Bereich zwischen Schuhoberteil
und Sohle fixiert. Darunter ist aber auch zu verstehen, dass der Fixierungspunkt (Ankerpunkt)
nicht genau am Übergang zwischen Schuhoberteil und Sohle liegt; es ist auch möglich,
dass der Ankerpunkt etwas oberhalb der Sohle am Schuhoberteil liegt; andererseits
kann der Ankerpunkt auch tiefer liegen als der Übergangspunkt vom Schuhoberteil zur
Sohle.
[0026] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht einen Sportschuh, der mit einem erfindungsgemäßen Schnürsystem
versehen ist,
- Fig. 2
- in der Draufsicht den Sportschuh nach Anspruch 1, wobei Führungen für Zugelemente
weitgehend nicht dargestellt sind, um den Verlauf der Zugelemente besser sehen zu
können, und
- Fig. 3
- schematisch den Schnitt A-B gemäß Fig. 2 durch einen Teil des Schuhoberteils.
[0027] In den Figuren 1 und 2 ist ein Sportschuh 1 zu sehen, der in bekannter Weise ein
Schuhoberteil 2 und eine Sohle 3 aufweist, die unten am Schuhoberteil 2 befestigt
ist. Zum Spannen des Schuhs 1 am Fuß des Trägers ist ein Spannberiech 4 vorhanden,
der in an sich üblicher Weise durch zwei streifenförmige und ggf. verstärkt ausgeführte
Spannabschnitte 6 und 7 gebildet werden, die - von einem Spalt 5 (s. Fig. 2) getrennt
- parallel zueinander verlaufen. Ein Schnürsystem 8, das einen Schnürsenkel 9 umfasst,
zieht beim Schnüren des Schuhs 1 die beiden Spannabschnitte 6 und 7 aufeinander zu,
womit der Schuh am Fuß des Trägers festgelegt wird.
[0028] Das Schnürsystem 8 des vorliegenden Schuhs 1 weist eine Anzahl von Zugelementen 12,
12' auf, die in jeweiligen Führungen 13, 13', 13" geführt sind und die in den Führungen
entlang der Längsachse der Zugelemente verschieblich angeordnet sind. Als Zugelemente
kommen vorliegend Drähte bzw. Fäden aus Aramid zum Einsatz; dieses Material ist unter
anderem unter der Marke KEVLAR bekannt.
[0029] Wie sich aus der Zusammenschau der Figuren 1 und 2 ergibt, sind vorliegend vier Zugelemente
12 vorhanden, die jeweils zwei Enden 10 und 11 aufweisen. Mit dem einen, oberen Ende
10 sind die Zugelemente 12 am Spannabschnitt 6 fixiert, z. B. vernäht. Indes sind
die Zugelemente 12 mit ihrem untern Ende 11 im Bereich der Sohle 3, d. h. im Übergangsbereich
zwischen Schuhoberteil 2 und Sohle 3 fixiert (z. B. vernäht). Über den wesentlichen
Verlauf zwischen den beiden so gebildeten Ankerpunkten 10, 11 für das Zugelement 12
verläuft dieses in einer Führung 13.
[0030] In Fig. 1 sind die Führungen 13 dargestellt, in Fig. 2 sind sie - bis auf eine Zusatzführung
13" - nicht dargestellt, damit der Verlauf der Zugelemente 12 besser gesehen werden
kann; die in den Führungen 13 angeordneten und somit nicht sichtbaren Zugelemente
12 ist in Fig. 1 gestrichelt dargestellt.
[0031] Im Bereich des Spannabschnitts 6 bildet sich für die vier Zugelemente 12 eine Schlaufe
14, die vom Schnürsenkel 9 umschlungen wird. Wird der Schnürsenkel 9 zugezogen, werden
demzufolge die vier Schlaufen 14 in Richtung auf den Spannabschnitt 7 zu gezogen.
Die hierdurch auf das Zugelement 12 aufgebrachte Zugkraft verteilt sich gleichmäßig
über den Verlauf des Zugelements 12 in der Führung 13 auf die Oberfläche des Fußes
des Trägers.
[0032] Ferner ist ein weiteres Zugelement 12' vorhanden, das allerdings anders geführt ist.
Es ist mit seinem einen Ende 11' auch wieder im Bereich der Sohle fixiert und verläuft
in einer weiteren Führung 13' von hier nach oben in den Bereich des Spannabschnitts
6. Auch wird das weitere Zugelement 12' hier auch wieder an einer Schlaufe 14' vom
Schnürsenkel 9 umschlungen.
[0033] Allerdings wird das weitere Spannelement 12' von hier aus in eine röhrenförmige Umlaufführung
15 geführt, die um die Ferse bzw. die Rückseite des Fußes des Trägers umläuft. Nach
Passieren der Umlaufführung 15 wird das weitere Zugelement 12' entlang des Spannabschnitt
7 in Schuhlängsrichtung L nach vorne geführt. Hier ist es abschnittsweise mit dem
Spannabschnitt 7 verbunden; in Fig. 2 sind vier Führungsteile 13'" angedeutet, die
mit dem Spannabschnitt 7 verbunden sind und für das weitere Zugelement 12' eine Halterung
bilden.
[0034] Zwischen den Führungsteilen 13'" liegt das weitere Spannelement 12' frei, so dass
es vom Schnürsenkel 9 umschlungen werden kann.
[0035] Im weiteren Verlauf des weiteren Zugelements 12' wird dieses in eine Zusatzführung
13" (s. Fig. 2) geführt. Am Ende 11" ist das weitere Zugelement 12' wiederum im Bereich
der Sohle 3 des Schuhs 1 fixiert.
[0036] Eine mögliche Ausgestaltung der Führungen - hier dargestellt für eine Führung 13
- ist in Fig. 3 illustriert, wo der Schnitt A-B gemäß Fig. 2 skizziert ist. Die Führung
13 ist (halb)röhrenförmig bzw. (halb)schlauchförmig ausgebildet und mittels Nähten
16 am Schuhoberteil 2 fixiert.
Bezugszeichenliste:
[0037]
- 1
- Schuh
- 2
- Schuhoberteil
- 3
- Sohle
- 4
- Spannbereich
- 5
- Spalt
- 6
- Spannabschnitt
- 7
- Spannabschnitt
- 8
- Schnürsystem
- 9
- Schnürsenkel
- 10
- Ende des Zugelements
- 11
- Ende des Zugelements
- 11', 11"
- Enden des weiteren Zugelements
- 12
- Zugelement
- 12'
- weiteres Zugelement
- 13
- Führung
- 13'
- weitere Führung
- 13"
- Zusatzführung
- 13'"
- Führungsteil
- 14
- Schlaufe
- 14'
- Schlaufe
- 15
- Umlaufführung
- 16
- Naht
- L
- Längsachse des Schuhs / Schuhlängsrichtung
1. Schuh (1), insbesondere Sportschuh, der ein Schuhoberteil (2) und eine mit dem Schuhoberteil
(2) verbundene Sohle (3) aufweist, wobei das Schuhoberteil (2) in einem Spannbereich
(4) zwei benachbart angeordnete und von einem Spalt (5) getrennte Spannabschnitte
(6, 7) aufweist, wobei ein Schnürsystem (8) vorhanden ist, mit dem der Schuh (1) am
Fuß des Trägers des Schuhs (1) mittels eines Schnürsenkels (9) geschnürt werden kann,
indem die benachbart angeordneten Spannabschnitte (6, 7) aufeinander zu gezogen werden,
wobei das Schnürsystem (8) neben dem Schnürsenkel (9) mindestens ein zwei Enden (10,
11) aufweisendes Zugelement (12) umfasst, wobei sich das Zugelement (12) bis in den
Bereich der Sohle (3) erstreckt, wobei das Zugelement (12) vom Spannabschnitt (6)
bis zur Sohle (3) zumindest abschnittsweise in mindestens einer Führung (13) verläuft,
in der es in Richtung der Längsachse des Zugelements (12) zumindest teilweise verschieblich
angeordnet ist, und wobei eine sich im Bereich des Spannabschnitts (6) bildende Schlaufe
(14) des Zugelements (12) vom Schnürsenkel (9) umschlungen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Ende (10) des Zugelements (12) im Bereich eines der beiden Spannabschnitte (6)
befestigt ist.
2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Ende (11) des Zugelements (12) im Bereich der Sohle (3) am Schuhoberteil
(2) und/oder an der Sohle (3) befestigt ist.
3. Schuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (13) vom Spannabschnitt (6) bis zur Sohle (3) durchgängig verläuft.
4. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (13) vom Spannabschnitt (6) bis zur Sohle (3) bogenförmig verläuft.
5. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Führung (13) zumindest abschnittsweise in Richtung der Längsachse
(L) des Schuhs (1) verläuft.
6. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei und acht Führungen (13) vorhanden sind, in denen jeweilige Zugelemente
(12) verlaufen.
7. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres Zugelement (12') vorhanden ist, das in einer weiteren Führung (13')
verläuft, wobei das weitere Zugelement (12'), vom Bereich der Sohle (3) kommend, in
einer Umlaufführung (15) um den Fersenbereich des Fußes des Trägers des Schuhs (1)
geführt ist.
8. Schuh nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufführung (15) im oberen Randbereich des Schuhoberteils (2) angeordnet ist.
9. Schuh nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Zugelement (12'), aus der Umlaufführung (15) kommend, entlang des anderen
Spannabschnitts (7) verläuft und mit dem anderen Spannabschnitt (7) zumindest abschnittsweise
verbunden ist.
10. Schuh nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Zugelement (12') im Bereich des anderen Spannabschnitts (7) so mit dem
anderen Spannabschnitt (7) verbunden ist, dass eine relative Verschiebung zwischen
dem weiteren Zugelement (12') und dem Spannabschnitt (7) in Richtung der Längsachse
des weiteren Zugelements (12') möglich ist, wobei insbesondere das weitere Zugelement
(12') in einer abschnittsweise unterbrochenen schlauchförmigen oder rohrförmigen Führung
angeordnet ist, die am anderen Spannabschnitt (7) angebracht ist.
11. Schuh nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Zugelement (12') im Bereich des anderen Spannabschnitts (7) vom Schnürsenkel
(9) umschlungen wird.
12. Schuh nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Zugelement (12'), vom anderen Spannabschnitt (7) kommend, in einer Zusatzführung
(13") bis in den Bereich der Sohle (3) geführt ist.
13. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (13), die weitere Führung (13'), die Umlaufführung (15) und/oder die
Zusatzführung (13") schlauch- oder rohrförmig ausgebildet sind.
14. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (12) und/oder das weitere Zugelement (12') aus einem Draht aus hochzugfestem
Material besteht, insbesondere aus Aramid.
15. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Fußballschuh ist.
1. Shoe (1), in particular sports shoe, which has a shoe upper part (2) and a sole (3)
which is connected to the shoe upper part (2), wherein the shoe upper part (2) having
two tensioning sections (6, 7) which are arranged adjacently in a tensioning region
(4) and are separated by a gap (5), wherein a fastening system (8) is arranged by
which the shoe (1) can be fastened to the foot of the wearer of the shoe (1) by means
of a fastening lace (9) as a result of the adjacently arranged tensioning sections
(6, 7) being drawn towards one another, wherein the fastening system (8) comprises,
in addition to the fastening lace (9), at least one tie element (12) which has at
least two ends (10, 11), wherein the tie element (12) extending into the region of
the sole (3), wherein the tie element (12) running from the tensioning section (6)
till the sole (3) at least in some sections in at least one guide (13) in which the
tie element (12) is at least partially displaceably arranged in the direction of the
longitudinal axial of the tie element (12) and wherein a loop (14) of the tie element
(12) formed in the region of the tensioning section (6) being enlaced by the fastening
lace (9),
characterized in
that one end (10) of the tie element (12) being secured in the region of one of the two
tensioning sections (6).
2. Shoe according to claim 1, characterized in that the other end (11) of the tie element (12) is secured in the region of the sole (3)
at the shoe upper part (2) and/or at the sole (3).
3. Shoe according to claim 1 or 2, characterized in that the guide (13) runs continuously from the tensioning section (6) to the sole (3).
4. Shoe according to one of claims 1 to 3, characterized in that the guide (13) runs bow-shaped from the tensioning section (6) to the sole (3).
5. Shoe according to one of claims 1 to 4, characterized in that at least one guide (13) runs at least in some sections in the direction of the longitudinal
axis (L) of the shoe (1).
6. Shoe according to one of claims 1 to 5, characterized in that between two and eight guides (13) are arranged, in which respective tie elements
(12) run.
7. Shoe according to one of claims 1 to 6, characterized in that a further tie element (12') is arranged, which runs in a further guide (13'), wherein
the further tie element (12'), coming from the region of the sole (3), is guided in
a circular guide (15) around the heel region of the foot of the wearer of the shoe
(1).
8. Shoe according to claim 7, characterized in that the circular guide (15) is arranged in the upper edge region of the shoe upper part
(2).
9. Shoe according to claim 7 or 8, characterized in that the further tie element (12'), coming from the circular guide (15), runs along the
other tensioning section (7) and is connected at least in some sections with the other
tensioning section (7).
10. Shoe according to claim 9, characterized in that the further tie element (12') is connected with the other tensioning section (7)
in the region of the other tensioning section (7) in such a manner that a relative
displacement is possible between the further tie element (12') and the tensioning
section (7) in the direction of the longitudinal axis of the further tie element (12'),
wherein especially the further tie element (12') is arranged in a hose-shaped or tube-shaped
guide which is interrupted in sections which is attached at the other tensioning section
(7).
11. Shoe according to claim 9 or 10, characterized in that the further tie element (12') is enlaced by the fastening lace (9) in the region
of the other tensioning section (7).
12. Shoe according to one of claims 7 to 11, characterized in that the further tie element (12'), coming from the other tensioning section (7), is guided
in a supplementary guide (13") till the region of the sole (3).
13. Shoe according to one of claims 1 to 12, characterized in that the guide (13), the further guide (13'), the circular guide (15) and/or the supplementary
guide (13'") has a hose-shaped or tube-shaped design.
14. Shoe according to one of claims 1 to 14, characterized in that the tie element (12) and/or the further tie element (12') consist of a wire made
of high tensile strength material, especially aramid.
15. Shoe according to one of claims 1 to 15, characterized in that it is a soccer shoe.
1. Chaussure (1), en particulier chaussure de sport, qui présente une tige de chaussure
(2) et une semelle (3) assemblée à la tige de chaussure (2), dans laquelle la tige
de chaussure (2) présente dans une zone de serrage (4) deux parties de serrage (6,
7) disposées de façon proche et séparées par une fente (5), dans laquelle il se trouve
un système de laçage (8), avec lequel la chaussure (1) peut être lacée sur le pied
du porteur de la chaussure (1) au moyen d'un lacet (9), du fait que les parties de
serrage voisines (6, 7) sont tirées l'une sur l'autre,
dans laquelle le système de laçage (8) comprend en plus du lacet (9) au moins un élément
de traction (12) présentant deux extrémités (10, 11),
dans laquelle l'élément de traction (12) s'étend jusque dans la région de la semelle
(3), dans laquelle l'élément de traction (12) s'étend à partir de la partie de serrage
(6) jusqu'à la semelle (3) au moins localement dans au moins un guidage (13), dans
lequel il est disposé de façon au moins partiellement coulissante dans la direction
de l'axe longitudinal de l'élément de traction (12), et dans laquelle une boucle (14)
de l'élément de traction (12) se formant dans la région de la partie de serrage (6)
est entourée par le lacet (9),
caractérisée en ce qu'une extrémité (10) de l'élément de traction (12) est fixée dans la région d'une des
deux parties de serrage (6).
2. Chaussure selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'autre extrémité (11) de l'élément de traction (12) est fixée dans la région de
la semelle (3) à la tige de chaussure (2) et/ou à la semelle (3).
3. Chaussure selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le guidage (13) s'étend en continu de la partie de serrage (6) jusqu'à la semelle
(3) .
4. Chaussure selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le guidage (13) s'étend en forme d'arc de la partie de serrage (6) jusqu'à la semelle
(3).
5. Chaussure selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'au moins un guidage (13) s'étend au moins en partie dans la direction de l'axe longitudinal
(L) de la chaussure (1) .
6. Chaussure selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'il se trouve entre deux et huit guidages (13), dans lesquels s'étendent des éléments
de traction respectifs (12).
7. Chaussure selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'il se trouve un autre élément de traction (12'), qui s'étend dans un autre guidage
(13'), dans laquelle l'autre élément de traction (12'), venant de la région de la
semelle (3), est guidé dans un guidage périphérique (15) autour de la région de talon
du pied du porteur de la chaussure (1).
8. Chaussure selon la revendication 7, caractérisée en ce que le guidage périphérique (15) est disposé dans la région du bord supérieur de la tige
de chaussure (2) .
9. Chaussure selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que l'autre élément de traction (12'), venant du guidage périphérique (15), s'étend le
long de l'autre partie de serrage (7) et est relié au moins localement à l'autre partie
de serrage (7).
10. Chaussure selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'autre élément de traction (12') est relié dans la région de l'autre partie de serrage
(7) à l'autre partie de serrage (7) de telle manière qu'un glissement relatif entre
l'autre élément de traction (12') et la partie de serrage (7) dans la direction de
l'axe longitudinal de l'autre élément de traction (12') soit possible, dans laquelle
en particulier l'autre élément de traction (12') est disposé dans un guidage en forme
de tuyau souple ou en forme de tube localement interrompu, qui est placé sur l'autre
partie de serrage (7) .
11. Chaussure selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que l'autre élément de traction (12') est entouré par le lacet (9) dans la région de
l'autre partie de serrage (7).
12. Chaussure selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisée en ce que l'autre élément de traction (12'), venant de l'autre partie de serrage (7), est guidé
dans un guidage supplémentaire (13") jusque dans la région de la semelle (3).
13. Chaussure selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le guidage (13), l'autre guidage (13'), le guidage périphérique (15) et/ou le guidage
supplémentaire (13") sont réalisés sous forme de tuyau souple ou sous forme de tube.
14. Chaussure selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que l'élément de traction (12) et/ou l'autre élément de traction (12') est constitué
d'un fil en matériau à haute résistance, en particulier en aramide.
15. Chaussure selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisée en ce qu'elle est une chaussure de football.
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