[0001] Rangiertechnische Förderanlagen, die auch als Eisenbahnwagenförderanlagen bezeichnet
werden, werden in Rangieranlagen des Eisenbahnwesens, d.h. beispielsweise in Ablaufanlagen,
insbesondere dazu verwendet, die in ein Richtungsgleis einlaufenden Wagen oder Wagengruppen
derart zu fördern beziehungsweise zusammenzuschieben, dass die getrennten Wagen beziehungsweise
Wagengruppen anschließend ohne zusätzlichen Einsatz einer Rangierlok gekuppelt werden
können. Entsprechende Förderanlagen weisen üblicherweise Förderwagen auf, die sich
in den Richtungsgleisen jeweils einzeln oder abschnittsweise gestaffelt bewegen. Grundlegende
Voraussetzung für eine Steuerung einer rangiertechnischen Förderanlage ist es hierbei,
dass der Steuereinrichtung die Position des jeweiligen Förderwagens bekannt ist. Die
DE-A-198 55 930 zeigt einen Förderwagen für eine rangiertechnische Förderanlage. Der vorliegenden
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Förderwagen für eine rangiertechnische
Förderanlage anzugeben, der eine Bestimmung seiner Position auf vergleichsweise einfach
und damit kostengünstig zu realisierende sowie zugleich in der betrieblichen Praxis
besonders robuste Art und Weise ermöglicht.
[0002] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Förderwagen für eine rangiertechnische
Förderanlage, wobei der Förderwagen zum Detektieren einer Annäherung des Förderwagens
an ein gleisseitiges Positionselement eine Mehrzahl von quer zu seiner Laufrichtung
versetzt zueinander angeordneten Näherungssensoren aufweist.
[0003] Der erfindungsgemäße Förderwagen zeichnet sich somit dadurch aus, dass er eine Mehrzahl
von Näherungssensoren aufweist, die zum Detektieren einer Annäherung des Förderwagens
an ein gleisseitiges Positionselement ausgebildet sind. Dies kann beispielsweise derart
geschehen, dass die Näherungssensoren bei Annäherung des Förderwagens an das gleisseitige
Positionselement ein Detektions-Signal ausgeben. Hierdurch ist vorteilhafterweise
eine präzise und eindeutige Information zur Position des Förderwagens verfügbar, die
nachfolgend zur Steuerung des Förderwagens beziehungsweise der rangiertechnischen
Förderanlage verwendet werden kann.
[0004] Die Verwendung von Näherungssensoren bietet hierbei insbesondere den Vorteil, dass
entsprechende Sensoren, die auch als Näherungsschalter, Näherungsinitiator oder Annäherungsschalter
bezeichnet werden, in zuverlässiger und robuster Ausführungsform vergleichsweise kostengünstig
verfügbar sind. Weiterhin ist die Funktionsfähigkeit entsprechender Näherungssensoren
weitgehend von Umwelteinflüssen wie Regen, Schnee oder Eis unabhängig, so dass sie
für einen Einsatz unter den rauen betrieblichen Bedingungen einer Rangieranlage besonders
geeignet sind.
[0005] Im Vergleich zu einer ebenfalls denkbaren Konfiguration, bei der der Förderwagen
anstelle einer Mehrzahl von Näherungssensoren lediglich über ein Element zum Auslösen
gleisseitiger Näherungssensoren verfügt, weist der erfindungsgemäße Förderwagen darüber
hinaus insbesondere den Vorteil auf, dass die gleisseitigen Positionselemente mit
geringem Aufwand montiert werden können. Insbesondere ist für die gleisseitigen Positionselemente
keine aufwändige und kostenintensive Verkabelung, etwa in Form von Erdleitungen, erforderlich.
Durch die Anordnung der Näherungssensoren auf dem jeweiligen Förderwagen ergeben sich
somit geringere Aufwände und Kosten hinsichtlich der Leitungen beziehungsweise Kabel
als solchen sowie hinsichtlich ihrer Verlegung sowie der Montage der gleisseitigen
Positionselemente. Der erfindungsgemäße Förderwagen ermöglicht somit eine besonders
zuverlässige und präzise Bestimmung der Position des Förderwagens bei vergleichsweise
geringen Realisierungskosten.
[0006] Der erfindungsgemäße Förderwagen weist eine Mehrzahl von quer zu seiner Laufrichtung
versetzt zueinander angeordneten Näherungssensoren auf. Dies bietet den Vorteil, dass
bei einer entsprechenden quer zur Lauf- beziehungsweise Bewegungsrichtung des Förderwagens,
d.h. in Schienenquerrichtung, versetzten Anordnung von gleisseitigen Positionselementen
die Näherungssensoren jeweils durch unterschiedliche gleisseitige Positionselemente
ausgelöst werden können. Dies kann beispielsweise derart realisiert werden, dass einer
der Näherungssensoren ausschließlich eine Annäherung an eines der gleisseitigen Positionselemente
detektiert, während ein anderer der Näherungssensoren ausschließlich eine Annäherung
des Förderwagens beziehungsweise des betreffenden Näherungssensors an ein anderes
der gleisseitigen Positionselemente detektiert. Hierdurch wird somit auch im Falle
mehrerer gleisseitiger Positionselemente eine eindeutige und zuverlässige Bestimmung
der Position des Förderwagens ermöglicht.
[0007] Bei den im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Förderwagen verwendeten Näherungssensoren
kann es sich grundsätzlich um Näherungssensoren beziehungsweise Näherungsschalter
beliebiger Art handeln. Dies schließt beispielsweise kapazitive, magnetische oder
elektromagnetische Näherungssensoren ein.
[0008] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Förderwagens ist der zumindest eine Näherungssensor als induktiver Näherungssensor
ausgebildet. Dies ist vorteilhaft, da induktive Näherungssensoren eine zuverlässige
berührungslose Detektion metallischer Objekte ermöglichen und daher im Bereich der
Automatisierung von Anlagen unterschiedlicher Art weit verbreitet sind.
[0009] Vorzugsweise kann der erfindungsgemäße Förderwagen auch derart ausgestaltet sein,
dass der Förderwagen zum Verarbeiten von Detektions-Signalen des zumindest einen Näherungssensors
eine elektronische Verarbeitungseinrichtung aufweist. Dies ist vorteilhaft, da somit
seitens des Förderwagens mittels der elektronischen Verarbeitungseinrichtung eine
Verarbeitung beziehungsweise Auswertung der Detektions-Signale, d.h. von eine Detektion
eines gleisseitigen Positionselementes anzeigenden Signalen, des zumindest einen Näherungssensors
ermöglicht wird. In Abhängigkeit von der jeweiligen Ausführungsform können die elektronische
Verarbeitungseinrichtung sowie der zumindest eine Näherungssensor dabei auch als gemeinsame
Komponente ausgeführt sein.
[0010] Vorzugsweise kann der erfindungsgemäße Förderwagen auch derart weitergebildet sein,
dass der Förderwagen zur Informationsübertragung an eine gleisseitige Komponente der
rangiertechnischen Förderanlage eine Kommunikationseinrichtung aufweist. Mittels der
Kommunikationseinrichtung kann somit vorteilhafterweise insbesondere eine Übertragung
von Detektions-Signalen oder von Informationen zu solchen an die gleisseitige Komponente
der rangiertechnischen Förderanlage erfolgen. Bei einer solchen gleisseitigen Komponente
kann es sich beispielsweise um eine Steuereinrichtung der rangiertechnischen Förderanlage
oder auch um eine mit einer solchen Steuereinrichtung kommunikationstechnisch verbundene
weitere Komponente handeln.
[0011] Die Informationsübertragung von der Kommunikationseinrichtung des Förderwagens an
die gleisseitige Komponente kann grundsätzlich auf beliebige, für sich bekannte Art
und Weise erfolgen. Dies schließt insbesondere eine draht- beziehungsweise kabelgebundene
Übertragung, etwa mittels einer in einem Förderseil des Förderwagens geführten Steuer-
und/oder Übertragungsleitung, ein.
[0012] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Förderwagens ist die Kommunikationseinrichtung zur drahtlosen Informationsübertragung
an die gleisseitige Komponente ausgebildet. Dies bietet den Vorteil, dass auf vergleichsweise
aufwändige und unter Umständen fehleranfällige Kabelverbindungen zwischen der Kommunikationseinrichtung
und der gleisseitigen Komponente verzichtet werden kann. Die drahtlose Informationsübertragung
von der Kommunikationseinrichtung des Förderwagens an die gleisseitige Komponente
kann hierbei beispielsweise funkbasiert, d.h. mittels eines beliebigen, für sich bekannten
Funknetzwerks erfolgen. Dies schließt beispielsweise eine Übertragung mittels eines
Mobilfunknetzes gemäß dem GSM (Global System for Mobile Communication)-Standard ein.
[0013] Es sei darauf hingewiesen, dass die Vorteile einer drahtlosen Informationsübertragung
von der Kommunikationseinrichtung zur gleisseitigen Komponente insbesondere für den
Fall zum Tragen kommen, dass der Förderwagen eine autarke, nicht leitungsgebundene
Energieversorgung aufweist. Hierbei ist es beispielsweise denkbar, dass der Förderwagen
über einen Generator zum Erzeugen elektrischer Energie und/oder eine aufladbare Batterie
verfügt.
[0014] Die Erfindung umfasst des Weiteren eine rangiertechnische Förderanlage mit zumindest
einem erfindungsgemäßen Förderwagen beziehungsweise zumindest einem Förderwagen gemäß
einer der zuvor benannten bevorzugten Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Förderwagens
sowie mit zumindest einem gleisseitigen Positionselement. Die Vorteile der erfindungsgemäßen
rangiertechnischen Förderanlage entsprechen denjenigen des erfindungsgemäßen Förderwagens,
so dass diesbezüglich auf die entsprechenden vorstehenden Ausführungen verwiesen wird.
[0015] Im Rahmen der erfindungsgemäßen rangiertechnischen Förderanlage kann das zumindest
eine gleisseitige Positionselement grundsätzlich auf beliebige Art ausgebildet sein.
Von Bedeutung hierbei ist lediglich, dass das jeweilige gleisseitige Positionselement
bei Annäherung beziehungsweise Vorbeibewegung des Förderwagens den jeweiligen Näherungssensor
des Förderwagens derart auslöst beziehungsweise aktiviert, dass dieser ein Detektions-Signal
ausgibt, d.h. das gleisseitige Positionselement detektiert.
[0016] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen rangiertechnischen
Förderanlage ist das zumindest eine gleisseitige Positionselement beziehungsweise
zumindest eines der gleisseitigen Positionselemente als Metallblech ausgebildet. Hierbei
handelt es sich vorteilhafterweise um eine einfache, zugleich jedoch zuverlässige
und robuste Art der Ausführung der gleisseitigen Positionselemente.
[0017] Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße rangiertechnische Förderanlage auch derart
weitergebildet sein, dass die rangiertechnische Förderanlage eine Mehrzahl von sowohl
in Schienenlängsrichtung als auch in Schienenquerrichtung jeweils versetzt zueinander
angeordneten gleisseitigen Positionselementen aufweist. Dies bietet den Vorteil, dass
aufgrund des Versatzes der gleisseitigen Positionselemente in Schienenlängsrichtung
eine Bestimmung der Position des Förderwagens an verschiedenen Orten beziehungsweise
Positionen des von dem Förderwagen befahrenen Gleisabschnitts ermöglicht wird. Aufgrund
des Versatzes der gleisseitigen Positionselemente in Schienenquerrichtung ist es hierbei
weiterhin möglich, dass durch die einzelnen gleisseitigen Positionselemente unterschiedliche
Näherungssensoren des Förderwagens ausgelöst werden. Hierdurch wird somit auch im
Falle einer Mehrzahl gleisseitiger Positionselemente auf einfache und robuste Art
und Weise eine eindeutige Bestimmung der Position des Förderwagens ermöglicht.
[0018] Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße rangiertechnische Förderanlage auch derart
ausgestaltet sein, dass sie eine stationäre Steuereinrichtung aufweist, die ausgebildet
ist, die Position des zumindest einen Förderwagens unter Berücksichtigung zumindest
eines Detektions-Signals des zumindest einen Näherungssensors des jeweiligen Förderwagens
zu bestimmen. Mittels der stationären Steuereinrichtung, die der teilweisen oder vollständigen
Steuerung der rangiertechnischen Förderanlage oder auch der gesamten Rangieranlage,
deren Bestandteil die rangiertechnische Förderanlage ist, dienen kann, ist es somit
möglich, den zumindest einen Förderwagen unter Berücksichtigung zumindest eines Detektions-Signals
des zumindest einen Näherungssensors des jeweiligen Förderwagens zu bestimmen. Neben
einer unmittelbaren Berücksichtigung des jeweiligen Detektions-Signals selbst ist
es hierbei auch möglich, dass seitens der stationären Steuereinrichtung eine Information
in Bezug auf das Auftreten eines entsprechenden Detektions-Signals sowie gegebenenfalls
des Zeitpunkts des Auftretens desselben berücksichtigt wird.
[0019] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
rangiertechnischen Förderanlage ist die stationäre Steuereinrichtung ausgebildet,
die Position des zumindest einen Förderwagens unter weiterer Berücksichtigung von
Messdaten eines dem jeweiligen Förderwagen zugeordneten gleisseitigen Wegimpulsgebers
zu bestimmen. Dies ist insbesondere für solche Fälle vorteilhaft, in denen es allein
anhand des zumindest einen Detektions-Signals des zumindest einen Näherungssensors
nicht möglich ist, die Position des jeweiligen Förderwagens eindeutig zu bestimmen.
Durch einen entsprechenden gleisseitigen Wegimpulsgeber, der in der Regel für sich
allein nicht die für einen dauerhaften Betrieb der Förderanlage erforderliche Positionsgenauigkeit
aufweist, ist es hierbei möglich, zu entscheiden, welches von mehreren gleisseitigen
Positionselementen von einem Näherungssensor detektiert worden ist. Durch eine Kombination
von Informationen des jeweiligen Näherungssensors sowie des gleisseitigen Wegimpulsgebers
wird somit eine eindeutige und zugleich präzise Bestimmung der Position des Förderwagens
ermöglicht.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Hierzu zeigt
- Figur 1
- in einer ersten schematischen Skizze ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
rangiertechnischen Förderanlage mit einem ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Förderwagens und
- Figur 2
- in einer zweiten schematischen Skizze ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
rangiertechnischen Förderanlage mit einem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Förderwagens.
[0021] Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in den Figuren gleiche Komponenten mit denselben
Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0022] Figur 1 zeigt in einer ersten schematischen Skizze ein erstes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen rangiertechnischen Förderanlage mit einem ersten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Förderwagens. Dargestellt ist ein Gleis 10, bei dem es sich
im Rahmen des beschriebenen Ausführungsbeispiels um ein Richtungsgleis einer Ablaufanlage
handeln soll.
[0023] Entlang beziehungsweise innerhalb des Gleises 10 kann sich ein Förderwagen 20 bewegen,
der in der Darstellung der Figuren lediglich schematisch angedeutet ist. So verfügt
der Förderwagen 20 neben den angedeuteten Komponenten selbstverständlich über weitere
Bestandteile, die in den Figuren aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt
sind und beispielsweise eine Bewegung des Förderwagens 20 entlang des Gleises 10 sowie
das Fördern von Güterwagen überhaupt erst ermöglichen.
[0024] Um im Rahmen einer Steuerung der rangiertechnischen Förderanlage eine präzise Bestimmung
der Position des Förderwagens 20 zu ermöglichen, weist dieser einen Näherungssensor
30 auf, der über eine Kommunikationsverbindung 40 an eine elektronische Verarbeitungseinrichtung
50 des Förderwagens 20 angebunden ist. Die elektronische Verarbeitungseinrichtung
50 ist weiterhin mit einer Kommunikationseinrichtung 60 verbunden, die zur drahtlosen
Informationsübertragung ausgebildet ist.
[0025] Im Gleis 10 beziehungsweise entlang desselben sind gleisseitige Positionselemente
70, 71, 72 und 73 angeordnet, die beispielsweise als Metallbleche ausgeführt sein
können. Sofern nun der Förderwagen 20 bei seiner Bewegung entlang des Gleises 10 eines
der gleisseitigen Positionselemente 70, 71, 72, 73 passiert, wird in dem Moment, in
dem beispielsweise das gleisseitige Positionselement 71 durch den Näherungssensor
30 erfasst wird, von dem Näherungssensor 30 ein Detektions-Signal ausgegeben. Dieses
wird über die Kommunikationsverbindung 40 an die elektronische Verarbeitungseinrichtung
50 übermittelt, welche daraufhin über die Kommunikationseinrichtung 60 eine entsprechende
Positionsinformation - gegebenenfalls verbunden mit einer zugehörigen Zeitangabe -
funkbasiert an eine stationäre Steuereinrichtung 80 überträgt. Hierzu verfügt die
stationäre Steuereinrichtung 80 über eine stationäre Kommunikationseinrichtung 90,
die zum funkbasierten Empfang der Positionsinformation beziehungsweise von Nachrichten,
welche die Positionsinformation beinhalten, ausgebildet ist. Die Positionsinformation
selbst kann beispielsweise aus einer eindeutigen Kennung des Näherungssensors 30 bestehen
oder eine solche umfassen, in welchem Fall seitens der stationären Steuereinrichtung
80 eine Unterscheidung von solchen Signalen möglich ist, die sie von Näherungssensoren
anderer Förderwagen empfängt. Im Ergebnis steht der stationären Steuereinrichtung
80 somit eine Information dahingehend zur Verfügung, dass sich der Förderwagen 20
im Bereich eines der gleisseitigen Positionselemente 70, 71, 72 oder 73 aufhält beziehungsweise
dieses soeben oder zu dem in der Positionsinformation angegebenen Zeitpunkt passiert
hat.
[0026] Um in allen auftretenden betrieblichen Situationen nicht nur Informationen darüber
zu haben, dass der Näherungssensor 30 eines der gleisseitigen Positionselemente 70,
71, 72 oder 73 erfasst hat, sondern das betreffende gleisseitige Positionselement
auch eindeutig identifizieren zu können, kann die stationäre Steuereinrichtung 80
beispielsweise von einem in der Figur 1 nicht dargestellten Wegimpulsgeber, der anhand
eines Förderseils des Förderwagens 20 dessen Position ermittelt, zusätzliche Messdaten
empfangen. Auch wenn die betreffenden Messdaten für sich allein genommen eine Bestimmung
der Position des Förderwagens 20 nicht mit ausreichender Genauigkeit ermöglichen,
so sind diese dennoch geeignet, in der jeweiligen Situation festzulegen, welches der
gleisseitigen Positionselemente 70, 71, 72 oder 73 durch den Näherungssensor 30 detektiert
worden ist. In der Folge ist hierbei gegebenenfalls zusätzlich eine Kalibrierung des
Wegimpulsgebers anhand von Detektions-Signalen des Näherungssensors 30 möglich.
[0027] Figur 2 zeigt in einer zweiten schematischen Skizze ein zweites Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen rangiertechnischen Förderanlage mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Förderwagens.
[0028] Im Unterschied zu Figur 1 weist der Förderwagen 20 gemäß Figur 2 vier in Schienenquerrichtung
versetzt zueinander angeordnete Näherungssensoren 31, 32, 33 und 34 auf, die jeweils
über Kommunikationsverbindungen 41, 42, 43 beziehungsweise 44 an die elektronische
Verarbeitungseinrichtung 50 kommunikationstechnisch angebunden sind. Ein weiterer
Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 besteht darin, dass im Bereich
des Gleises 10 Näherungssensoren 31, 32, 33 und 34 angeordnet sind, die nicht nur
in Schienenlängsrichtung, sondern darüber hinaus auch in Schienenquerrichtung jeweils
versetzt zueinander angeordnet sind. Dabei sind die gleisseitigen Positionselemente
74, 75, 76 und 77 gerade derart in Schienenquerrichtung zueinander versetzt beziehungsweise
gestaffelt angeordnet, dass der Näherungssensor 31 durch das gleisseitige Positionselement
74, der Näherungssensor 32 durch das gleisseitige Positionselement 75, der Näherungssensor
33 durch das gleisseitige Positionselement 76 und der Näherungssensor 34 durch das
gleisseitige Positionselement 77 ausgelöst wird, während die Näherungssensoren 31,
32, 33, 34 durch die jeweils anderen gleisseitigen Positionselemente 74, 75, 76 beziehungsweise
77 jeweils nicht beeinflusst werden. Dies hat zur Folge, dass anhand eines von einem
der Näherungssensoren 31, 32, 33 oder 34 ausgelösten Detektions-Signals eine eindeutige
Bestimmung der Position des Förderwagens 20 möglich ist. Sofern beispielsweise seitens
des Näherungssensors 32 ein Detektions-Signal ausgegeben wird, so kann hieraus seitens
der elektronischen Verarbeitungseinrichtung 50 und/oder der stationären Steuereinrichtung
80 eindeutig und unzweifelhaft gefolgert werden, dass sich der Förderwagen 20 im Bereich
des gleisseitigen Positionselements 75 befindet.
[0029] Der anhand der vorstehenden Ausführungsbeispiele beschriebene erfindungsgemäße Förderwagen
sowie die zugehörige rangiertechnische Förderanlage weisen insbesondere den Vorteil
auf, dass sie eine zuverlässige Bestimmung der Position des jeweiligen Förderwagens
ermöglichen, wobei die rangiertechnische Förderanlage zugleich vergleichsweise einfach
und damit kostengünstig zu realisieren ist. Ursächlich hierfür ist, dass der zumindest
eine Näherungssensor auf dem jeweiligen Förderwagen selbst angeordnet ist, wodurch
im Bereich des Gleises vorteilhafterweise lediglich passive Elemente in Form der gleisseitigen
Positionselemente benötigt werden. Hierdurch werden einerseits die Kosten für entsprechende
Leitungen beziehungsweise Kabel und deren Verlegung eingespart; andererseits können
sich auch aufgrund der vereinfachten Montage entsprechender gleisseitiger Positionselemente
weitere Einsparungen an Aufwänden und Kosten ergeben.
1. Förderwagen (20) für eine rangiertechnische Förderanlage,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Förderwagen (20) zum Detektieren einer Annäherung des Förderwagens (20) an ein
gleisseitiges Positionselement (70-73; 74-77) eine Mehrzahl von quer zu seiner Laufrichtung
versetzt zueinander angeordneten Näherungssensoren (31-34) aufweist.
2. Förderwagen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Näherungssensoren (30; 31-34) als induktive Näherungssensoren ausgebildet sind.
3. Förderwagen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Förderwagen (20) zum Verarbeiten von Detektions-Signalen des zumindest einen Näherungssensors
(30; 31-34) eine elektronische Verarbeitungseinrichtung (50) aufweist.
4. Förderwagen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Förderwagen (20) zur Informationsübertragung an eine gleisseitige Komponente der
rangiertechnischen Förderanlage eine Kommunikationseinrichtung (60) aufweist.
5. Förderwagen nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kommunikationseinrichtung (60) zur drahtlosen Informationsübertragung an die gleisseitige
Komponente ausgebildet ist.
6. Rangiertechnische Förderanlage mit
- zumindest einem Förderwagen (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und
- zumindest einem gleisseitigen Positionselement (70-73; 74-77).
7. Rangiertechnische Förderanlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zumindest eine gleisseitige Positionselement beziehungsweise zumindest eines der
gleisseitigen Positionselemente (70-73; 74-77) als Metallblech ausgebildet ist.
8. Rangiertechnische Förderanlage nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die rangiertechnische Förderanlage eine Mehrzahl von sowohl in Schienenlängsrichtung
als auch in Schienenquerrichtung jeweils versetzt zueinander angeordneten gleisseitigen
Positionselementen (74-77) aufweist.
9. Rangiertechnische Förderanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die rangiertechnische Förderanlage eine stationäre Steuereinrichtung (80) aufweist,
die ausgebildet ist, die Position des zumindest einen Förderwagens (20) unter Berücksichtigung
zumindest eines Detektions-Signals des zumindest einen Näherungssensors (30; 31-34)
des jeweiligen Förderwagens (20) zu bestimmen.
10. Rangiertechnische Förderanlage nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die stationäre Steuereinrichtung (80) ausgebildet ist, die Position des zumindest
einen Förderwagens (20) unter weiterer Berücksichtigung von Messdaten eines dem jeweiligen
Förderwagen (20) zugeordneten gleisseitigen Wegimpulsgebers zu bestimmen.
1. Conveyor wagon (20) for a shunting conveyor system,
characterised in that
in order to detect a proximity of the conveyor wagon (20) to a track-side position
element (70-73; 74-77), the conveyor wagon (20) has a plurality of proximity sensors
(31-34) arranged offset with respect to one another perpendicular to its running direction.
2. Conveyor wagon according to claim 1,
characterised in that
the proximity sensors (30; 31-34) are embodied as inductive proximity sensors.
3. Conveyor wagon according to claim 1 or 2,
characterised in that
the conveyor wagon (20) has an electronic processing device (50) for processing detection
signals of the at least one proximity sensor (30; 31-34).
4. Conveyor wagon according to one of the preceding claims,
characterised in that
the conveyor wagon (20) has a communication device (60) for transmitting information
to a track-side component of the shunting conveyor system.
5. Conveyor wagon according to claim 4,
characterised in that
the communication device (60) is embodied to wirelessly transmit information to the
track-side component.
6. Shunting conveyor system with
- at least one conveyor wagon (20) according to one of claims 1 to 5 and
- at least one track-side position element (70-73; 74-77).
7. Shunting conveyor system according to claim 6,
characterised in that
the at least one track-side position element or at least one of the track-side position
elements (70-73; 74-77) is embodied as sheet metal.
8. Shunting conveyor system according to claim 6 or 7,
characterised in that
the shunting conveyor system has a plurality of track-side position elements (74-77)
arranged offset with respect to one other both in the longitudinal direction of the
rails and also in the transverse direction of the rails respectively.
9. Shunting conveyor system according to one of claims 6 to 8,
characterised in that
the shunting conveyor system has a stationary control device (80), which is embodied
to determine the position of the at least one conveyor wagon (20) by taking at least
one detection signal of the at least one proximity sensor (30; 31-34) of the respective
conveyor wagon (20) into account.
10. Shunting conveyor system according to claim 9,
characterised in that
the stationary control device (80) is embodied to determine the position of the at
least one conveyor wagon (20) by also taking measurement data of a track-side odometer
pulse generator assigned to the respective conveyor wagon (20) into account.
1. Wagon ( 20 ) de transport pour une installation de transport de triage,
caractérisé en ce que
le wagon ( 20 ) de transport a, pour la détection que le wagon ( 20 ) de transport
s'approche d'un élément ( 70 à 73 ; 74 à 77 ) de position du côté de la voie, une
pluralité de capteurs ( 31 à 34 ) de proximité, montés transversalement à sa direction
de roulement, en étant décalés les uns par rapport aux autres.
2. Wagon de transport suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
les capteurs ( 30 ; 31 à 34 ) de proximité sont constitués sous la forme de capteurs
de proximité inductifs.
3. Wagon de transport suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le wagon ( 20 ) de transport a un dispositif ( 50 ) électronique de traitement pour
le traitement de signaux de détection du au moins un capteur ( 30 ; 31 à 34 ) de proximité.
4. Wagon de transport suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le wagon (20) de transport a un dispositif ( 60 ) de communication pour la transmission
d'informations à un comportant du côté de la voie de l'installation de transport de
triage.
5. Wagon de transport suivant la revendication 4,
caractérisé en ce que le dispositif ( 60 ) de communication est constitué pour la transmission d'informations
sans fil au composant du côté de la voie.
6. Installation de transport de triage comprenant
- au moins un wagon ( 20 ) de transport suivant l'une des revendications 1 à 5 et
- au moins un élément ( 70 à 73 ; 74 à 77 ) de position du côté de la voie.
7. Installation de transport de triage suivant la revendication 6,
caractérisée en ce que
le au moins un élément de position du côté de la voie, ou au moins l'un des éléments
( 70 à 73 ; 74 à 77 ) de position du côté de la voie, est constitué sous la forme
d'une tôle métallique.
8. Installation de transport de triage suivant la revendication 6 ou 7,
caractérisée en ce que
l'installation de transport de triage a une pluralité d'éléments (74 à 77) de position
du côté de la voie, disposés de manière décalés les uns par rapport aux autres, tant
dans la direction longitudinale du rail que dans la direction transversale du rail.
9. Installation de transport de triage suivant l'une des revendications 6 à 8,
caractérisée en ce que
l'installation de transport de triage a un dispositif ( 80 ) de commande fixe constitué
pour déterminer la position du au moins un wagon ( 20 ) de transport, en tenant compte
d'au moins un signal de détection du au moins un capteur ( 30 ; 31 à 34 ) de proximité
du wagon ( 20 ) de transport.
10. Installation de transport de triage suivant la revendication 9,
caractérisée en ce que
le dispositif ( 80 ) de commande fixe est constitué pour déterminer la position du
au moins un wagon ( 20 ) de transport, en prenant en compte en outre des données de
mesure d'un impulseur de trajet du côté de la voie associé au wagon ( 20 ) de transport.