| (19) |
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(11) |
EP 2 809 567 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.12.2017 Patentblatt 2017/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.01.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/051863 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/113795 (08.08.2013 Gazette 2013/32) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM ANDRÜCKEN EINES ÜBERTRAGUNGSELEMENTS
DEVICE FOR PRESSING A TRANSMISSION ELEMENT
DISPOSITIF POUR PRESSER UN ÉLÉMENT DE TRANSFERT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
02.02.2012 DE 102012100851
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.12.2014 Patentblatt 2014/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch Automotive Steering GmbH |
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73527 Schwäbisch Gmünd (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SPEIDEL, Gerd
73650 Winterbach (DE)
- SCHÄNZEL, Rainer
73457 Essingen (DE)
- ALBER, Thomas
70794 Filderstadt (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 086 880 DE-A1- 10 354 776 US-A- 6 142 031
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WO-A2-02/088572 US-A- 6 119 540
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Andrücken eines ersten Übertragungselements
an ein in das erste Übertragungselement eingreifendes zweites Übertragungselement,
insbesondere für eine Zahnstangenlenkung eines Kraftfahrzeugs, mit einem in Richtung
des ersten Übertragungselements durch mindestens ein Federelement belastbaren, in
einem Gehäuse verschiebbar geführten Druckstück.
[0002] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten gattungsgemäßen Vorrichtungen wird für
das Federelement eine Spiralfeder verwendet. Ihre Aufgabe ist es, während des Fahrbetriebs
eine Zahnstange gegen ein Ritzel zu drücken, so dass unerwünschte Geräusche vermieden
werden können. Die Geräusche können entweder in einem Kontaktbereich zwischen dem
Druckstück und einer Stellschraube bei schnellem Hin- und Herdrehen eines Lenkrads
oder bei einer Fahrt über eine holprige Strecke als auch zwischen dem Druckstück und
der Zahnstange oder zwischen der Zahnstange und dem Ritzel entstehen. Die Geräusche,
die also beim Betätigen der Lenkung entstehen, können auch im Stillstand des Kraftfahrzeugs
oder bei langsamer Fahrt auftreten. Der Versuch, dieses Problem durch ein Federelement
mit einer erhöhten Federkraft zu lösen, bringt jedoch kein zufriedenstellendes Ergebnis,
da die erhöhte Federkraft gleichzeitig eine erhöhte Verschiebekraft zum Bewegen der
Zahnstange erfordert. Die erhöhte Verschiebekraft reduziert folglich bei schneller
Fahrt den Lenkkomfort, insbesondere ist beim Anlenken der Lenkung ein zu hoher Widerstand
zu überwinden.
[0004] Die Erfindung hat die Aufgabe, unerwünschte Geräusche bei der eingangs genannten
Vorrichtung deutlich zu reduzieren, ohne den Lenkkomfort zu verschlechtern. Diese
Aufgabe wird durch eine gattungsgemäße Vorrichtung gelöst, bei der erfindungsgemäß
das mindestens eine Federelement aus mindestens einem dilatanten Elastomer gefertigt
ist. Für das Elastomer kann bevorzugt ein Polyborsiloxan eingesetzt werden. Das erste
Übertragungselement kann eine Zahnstange und das zweite Übertragungselement ein in
die Zahnstange eingreifendes Ritzel sein. Das dilatante Elastomer besitzt einen Elastizitätsmodul,
der sich aus einem Verlustmodul und einem Speichermodul zusammensetzt. Der Verlustmodul
gibt dem Federelement eine weiche Kennlinie, die bei einer niedrigen Lenkwechselfrequenz
zum Tragen kommt, und der Speichermodul eine härtere Kennlinie, die bei einer hohen
Lenkwechselfrequenz oder bei einer Fahrt über eine holprige Strecke zum Tragen kommt.
Somit kann das aus dem dilatanten Elastomer gefertigte Federelement ein Druckstück
sowohl bei einer niedrigen Lenkwechselfrequenz als auch bei einer hohen Lenkwechselfrequenz
und bei Fahrten über holprige Strecken zuverlässig gegen die Zahnstange und die Zahnstange
gegen das Ritzel drücken. Dadurch werden unerwünschte Geräusche zuverlässig unterbunden.
[0005] Besonders wirksam ist der Anpressdruck des mindestens einen Federelements, wenn das
mindestens eine dilatante Elastomer die Form eines Kegels, eines Kegelstumpfes, einer
Scheibe, eines Rings oder eines O-Rings aufweist.
[0006] Das mindestens eine Federelement kann in einem Hohlraum im Druckstück angeordnet
sein. Der Hohlraum lässt sich fertigungstechnisch einfach und kostengünstig herstellen.
Er bestimmt somit eine genau definierte Position des Federelementes, so dass es seine
Funktion zuverlässig erfüllen kann.
[0007] Der Hohlraum kann mit einem Deckel verschlossen werden, insbesondere gasdicht verschlossen
werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das mindestens eine Elastomer seine
Feuchtigkeit bewahren und nicht austrocknen kann, wodurch auch über lange Betriebszeiten
eine einwandfreie Funktion sichergestellt ist.
[0008] Alternativ kann in dem Hohlraum eine Nachstelleinrichtung angeordnet werden. Sie
gleicht ein in der Lenkung im Laufe des Betriebes auftretendes, vorzugsweise verschleißbedingtes
Spiel aus.
[0009] Um eine optimale Anpressung der Zahnstange gegen das Ritzel zu gewährleisten, kann
der Deckel gegen das mindestens eine Federelement drücken. Aus demselben Grund kann
eine Stellschraube gegen den Deckel drücken, sodass die Stellschraube einen Anpressdruck
auf das Federelement ausüben kann.
[0010] Um die Anpressung der Zahnstange gegen das Ritzel genau einstellen zu können, kann
in der Stellschraube ein Schraubbolzen zur Feineinstellung einer Vorspannung des Federelementes
vorgesehen sein.
[0011] Das mindestens eine Elastomer kann in einem Tauchverfahren mit einer Umhüllung versehen
werden. Die Umhüllung kann vorzugsweise aus Latex hergestellt werden. Die Umhüllung
bildet für das Elastomer eine Schutzschicht, um es beispielsweise gegenüber aggressiven
Medien und vor Austrocknung zu schützen.
[0012] Die Kennlinie des Verlustmoduls und die Kennlinie des Speichermoduls des mindestens
einen dilatanten Elastomers, aufgetragen über einer Frequenz, können sich in einem
Frequenzbereich von 2 Hz bis 15 Hz schneiden. Dieser Frequenzbereich hat sich in der
Praxis als besonders wirksam erwiesen, um eine optimale Anpressung bei niedrigen und
bei hohen Lenkwechselfrequenzen zu erzielen.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform kann das als O-Ring ausgebildete mindestens
eine Elastomer in mindestens einer um das Druckstück umlaufenden Nut angeordnet sein.
Auf diese Weise werden die unerwünschten Geräusche noch wirksamer verhindert.
[0014] Zur Einstellung des optimalen Schnittpunktes zwischen der Kennlinie des Verlustmoduls
und der Kennlinie des Speichermoduls kann das mindestens eine dilatante Elastomer
mit einem Füllstoff versehen sein. Zu diesem Zweck eignet sich pyrogene Kieselsäure
besonders gut.
[0015] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
anhand der beiliegenden Zeichnungen mehr erläutert.
[0016] Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Lenkung eines Kraftfahrzeugs;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht durch eine erste Ausführungsform der Vorrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische Schnittansicht durch eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung;
- Fig. 4
- eine schematische Schnittansicht durch eine dritte Ausführungsform der Vorrichtung;
- Fig. 5
- eine schematische Schnittansicht durch eine vierte Ausführungsform der Vorrichtung;
- Fig. 6
- eine schematische Schnittansicht durch eine fünfte Ausführungsform der Vorrichtung;
- Fig. 7
- eine schematische Schnittansicht durch eine sechste Ausführungsform der Vorrichtung;
- Fig. 8
- eine schematische Schnittansicht durch eine siebte Ausführungsform der Vorrichtung;
- Fig. 9
- eine perspektivische Draufsicht auf eine Scheibe;
- Fig. 10
- eine Kennlinie eines Verlustmoduls und eines Speichermoduls eines dilatanten Elastomers,
aufgetragen über einer Frequenz.
[0017] Fig. 1 zeigt eine Lenkung 10, insbesondere eine Elektrolenkung für ein Kraftfahrzeug,
mit einem Gehäusebereich 11, hinter dem sich eine Zahnstange verbirgt, einem Gehäusebereich
12, hinter dem ein Elektromotor montiert ist, und Vorrichtungen 13 zum Andrücken der
Zahnstange gegen zwei hier nicht näher dargestellte Ritzel. Die Zahnstange entspricht
einem ersten Übertragungselement und das Ritzel einem zweiten Übertragungselement.
[0018] Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung 20 zum Andrücken der Zahnstange an das Ritzel. Die
Vorrichtung 20 weist ein Druckstück 21 auf, gegen das eine Stellschraube 22 drückt.
Die Stellschraube 22 weist ein hier nicht näher dargestelltes Außengewinde auf, mit
dem sie in ein ebenfalls nicht gezeigtes Gehäuse eingeschraubt werden kann, in dem
das Druckstück 21 geführt ist.
[0019] In der Stellschraube 22 ist ein Schraubbolzen 23 eingeschraubt, der gegen einen Deckel
24 drückt. Der Deckel 24 drückt gegen ein Federelement 25, das aus einem dilatanten
Elastomer in Form eines Rings mit einem rechteckigen Querschnitt gefertigt ist. Somit
dient der Schraubbolzen 23 zur Feineinstellung einer Vorspannung des Federelements
25.
[0020] Der Deckel 24 ist topfförmig ausgebildet. Deshalb weist das Druckstück 21 einen Hohlraum
26 mit einer umlaufenden Nut 27 zur Aufnahme des Deckels 24 und des Federelements
25 auf.
[0021] Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung 30 mit einem Druckstück 31 und einer schematisch dargestellten
Stellschraube 32, in die ebenfalls ein Schraubbolzen eingeschraubt werden kann, der
aber aus Gründen der besseren Darstellbarkeit hier nicht gezeigt ist.
[0022] Die Stellschraube 32 drückt auf einen einen Absatz 33 aufweisenden Deckel 34, der
auf ein scheibenförmig ausgebildetes, aus dem dilatanten Elastomer hergestelltes,
Federelement 35 drückt. Der Deckel 34 ist ebenfalls topfförmig ausgebildet. Das Druckstück
31 weist einen Hohlraum 36 mit einer umlaufenden Nut 37 zur Aufnahme des Deckels 34
und des Federelements 35 auf.
[0023] Bei einer Vorrichtung 40 mit dem Druckstück 31 und dem Deckel 34 ist zwischen der
Stellschraube 32 und dem Deckel 34 ein ringförmig ausgebildetes Federelement 41 angeordnet
(siehe Fig. 4). Das Federelement 41 ist ebenfalls aus dem dilatanten Elastomer gefertigt.
Es wird über den Absatz 33 gestülpt und ist somit zentriert. Außerdem ist zwischen
dem Deckel 34 und dem Druckstück 31 ein Bauelement 42 angeordnet, das entweder eine
Distanzscheibe oder ein weiteres aus dem dilatanten Elastomer gefertigtes Federelement
sein kann.
[0024] Bei einer Vorrichtung 50 mit einem Druckstück 51 und einem Deckel 52 drückt die Stellschraube
32 gegen den Deckel 52, der gegen ein kegelförmiges, aus dem dilatanten Elastomer
gefertigtes, Federelement 53 drückt. Der Deckel 52 ist an die kegelförmige Kontur
des Federelements 53 angepasst, so dass der Druck von der Stellschraube 32 oder dem
hier ebenfalls nicht gezeigten Schraubbolzen optimal auf das Federelement 53 übertragen
wird.
[0025] Fig. 6 zeigt eine Vorrichtung 60 mit einem Druckstück 61 und einer Stellschraube
62. Unterhalb der Stellschraube 62 ist ein Deckel 63 angeordnet, der gegen ein scheibenförmig
ausgebildetes Federelement 64 drückt. Das Druckstück 61 weist außerdem eine umlaufende
Nut 65 auf, in dem ein O-Ring, der vorzugsweise ebenfalls aus dem dilatanten Elastomer
gefertigt ist, angeordnet werden kann.
[0026] Fig. 7 zeigt eine Vorrichtung 70, mit einem Druckstück 71, in dem in zwei umlaufenden
Nuten zwei O-Ringe 72 und 73 angeordnet sind. Unterhalb einer Stellschraube 74 ist
ein ringförmiges erstes Federelement 75 angeordnet und unterhalb eines Deckels 76
ein zweites scheibenförmiges Federelement 77. Somit drückt die Stellschraube 74 gegen
das Federelement 75 und das Federelement 75 gegen den Deckel 46, der gegen das Federelement
77 drückt. Die O-Ringe 72 und 73 und die Federelemente 75 und 77 sind aus dem dilatanten
Elastomer gefertigt. Die O-Ringe 72 und 73 entkoppeln somit das Druckstück 71 akustisch
von dem das Druckstück 71 umgebenden Gehäuse. Durch die Verwendung des dilatanten
Elastomers gelingt die akustische Entkopplung besonders wirksam.
[0027] Eine Vorrichtung 80 zum Andrücken der Zahnstange an das Ritzel ist mit dem Druckstück
21 ausgerüstet (siehe Fig. 8). Gegen das Druckstück 21 drückt die Stellschraube 22.
In die Stellschraube 22 ist der Schraubbolzen 23 eingeschraubt. Der Schraubbolzen
23 drückt gegen eine Nachstelleinrichtung 81, die zwei Scheiben 82 aufweist. Die Nachstelleinrichtung
81 drückt gegen das Federelement 25.
[0028] Die Nachstelleinrichtung 81 gleicht ein in der Lenkung im Laufe des Betriebes auftretendes,
vorzugsweise verschleißbedingtes Spiel aus.
[0029] Die beiden Scheiben 82 (siehe Fign. 8 und 9) weisen jeweils vier schräge Flächensegmente
90 auf, an welchen die Scheiben 82 aneinander anliegen.
[0030] In der Mitte der Scheiben 82 befindet sich eine Bohrung zur Aufnahme einer Drehfeder
91. Die Drehfeder 91 verdreht die beiden Scheiben 82 in der Weise gegeneinander, so
dass die Gesamtdicke der beiden Scheiben 82 zunimmt, sobald durch Verschleiß und/oder
Setzen der Zahnstange, des Druckstücks 21 oder einer zwischen der Zahnstange und dem
Druckstück 21 angeordneten hier nicht gezeigten Folie ein Spiel entsteht. Auf diese
Weise wird also das Spiel ausgeglichen und das Druckstück 21 drückt möglichst spielfrei
auf die Zahnstange.
[0031] Die vier schrägen Flächensegmente 90 weisen nur einen sehr geringen Schrägungswinkel
auf. Dadurch wird verhindert, dass das axial auf die Scheiben 82 wirkende Federelement
25 die Scheiben 82 entgegen der von der Drehfeder 91 erzeugten Kraft verdreht, so
dass die Nachstelleinrichtung 81 ihre Funktion sonst nicht erfüllen könnte.
[0032] Fig. 10 zeigt eine Kennlinie G" eines Verlustmoduls und eine Kennlinie G' eines Speichermoduls
eines dilatanten Elastomers, aufgetragen über einer Frequenz. Die beiden Kennlinien
G" und G' schneiden sich in einem Schnittpunkt SP, der oberhalb einer bestimmten Grenzfrequenz
liegt. Der linke Bereich der Kennlinie G" kommt bei langsamen Lenkbewegungen, also
bei niedrigen Lenkwechselfrequenzen zum Tragen, wie sie insbesondere bei schnellen
Fahrten, beispielsweise auf einer Autobahn, auftreten. Der rechte Bereich der Kennlinie
G' kommt bei schnellen Lenkbewegungen, also bei hohen Lenkwechselfrequenzen zum Tragen,
wie sie bei langsamen Fahrten oder im Stillstand, beispielsweise beim Einparken oder
bei einer Fahrt über eine holprige Fahrbahn auftreten.
[0033] Der Schnittpunkt SP liegt vorteilhafterweise in einem Frequenzbereich von 2 Hz bis
15 Hz. Dieser Frequenzbereich hat sich in der Praxis als besonders wirksam erwiesen,
um eine optimale Anpressung bei niedrigen und bei hohen Lenkwechselfrequenzen zu erzielen.
Bezugszeichenliste
| 10 |
Lenkung |
53 |
Federelement |
| 11 |
Gehäusebereich |
|
|
| 12 |
Gehäusebereich |
60 |
Vorrichtung |
| 13 |
Vorrichtung |
61 |
Druckstück |
| |
|
62 |
Stellschraube |
| 20 |
Vorrichtung |
63 |
Deckel |
| 21 |
Druckstück |
64 |
Federelement |
| 22 |
Stellschraube |
65 |
Nut |
| 23 |
Schraubbolzen |
|
|
| 24 |
Deckel |
70 |
Vorrichtung |
| 25 |
Federelement |
71 |
Druckstück |
| 26 |
Hohlraum |
72 |
O-Ring |
| 27 |
Nut |
73 |
O-Ring |
| |
|
74 |
Stellschraube |
| 30 |
Vorrichtung |
75 |
Federelement |
| 31 |
Druckstück |
76 |
Deckel |
| 32 |
Stellschraube |
77 |
Federelement |
| 33 |
Absatz |
|
|
| 34 |
Deckel |
80 |
Vorrichtung |
| 35 |
Federelement |
81 |
Nachstelleinrichtung |
| 36 |
Hohlraum |
82 |
Scheibe |
| 37 |
Nut |
|
|
| |
|
90 |
Flächensegment |
| 40 |
Vorrichtung |
91 |
Drehfeder |
| 41 |
Federelement |
|
|
| 42 |
Bauelement |
G' |
Kennlinie Speichermodul |
| |
|
G" |
Kennlinie Verlustmodul |
| 50 |
Vorrichtung |
SP |
Schnittpunkt |
| 51 |
Druckstück |
|
|
| 52 |
Deckel |
|
|
1. Vorrichtung (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) zum Andrücken eines ersten Übertragungselements
an ein in das erste Übertragungselement eingreifendes zweites Übertragungselement,
für eine Zahnstangenlenkung eines Kraftfahrzeugs, mit einem Gehäuse, einem Druckstück
(21, 31, 51, 61, 71) und mindestens einem Federelement (25, 35, 41, 53, 64, 72, 73,
75), wobei das Druckstück (21, 31, 51, 61, 71) in Richtung des ersten Übertragungselements
durch das Federelement (25, 35, 41, 53, 64, 72, 73, 75) belastbar und in dem Gehäuse
verschiebbar geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (25, 35, 41, 53, 64, 72, 73, 75) aus mindestens einem dilatanten
Elastomer mit einem einen Verlustmodul und einen Speichermodul aufweisenden Elastizitätsmodul
gefertigt ist, wobei sich die Kennlinien (G", G') des Verlustmoduls und des Speichermoduls
in einem Schnittpunkt (SP) schneiden, sodass bei einer niedrigen Lenkwechselfrequenz
der zum Schnittpunkt (SP) links liegende Teil einer Kennlinie (G") des Verlustmoduls
und bei einer hohen Lenkwechselfrequenz der zum Schnittpunkt (SP) rechts liegende
Teil einer Kennlinie (G') des Speichermoduls zum Tragen kommt.
2. Vorrichtung (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine dilatante Elastomer die Form eines Kegels, eines Kegelstumpfes,
einer Scheibe, eines Rings oder eines O-Rings aufweist.
3. Vorrichtung (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Federelement (25, 35, 41, 53, 64, 75) in einem Hohlraum (26,
36) im Druckstück (21, 31, 51, 61, 71) angeordnet ist.
4. Vorrichtung (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (26, 36) mit einem Deckel (24, 34, 52, 63, 74) verschließbar ist.
5. Vorrichtung (80) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hohlraum (26) eine Nachstelleinrichtung (81) angeordnet ist.
6. Vorrichtung (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (24, 34, 52, 63, 74) und/oder die Nachstelleinrichtung (81) gegen das
mindestens eine Federelement (25, 35, 41, 53, 64, 75) drückt.
7. Vorrichtung (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stellschraube (22, 32, 62, 74) gegen den Deckel (24, 34, 52, 63, 74) und/oder
die Nachstelleinrichtung (81) drückt.
8. Vorrichtung (20, 80) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stellschraube (22) ein Schraubbolzen (23) zur Feineinstellung einer Vorspannung
des Federelements (25) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Elastomer mit einer Umhüllung versehen ist.
10. Vorrichtung (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kennlinie (G") des Verlustmoduls und die Kennlinie (G') des Speichermoduls
des mindestens einen dilatanten Elastomers, aufgetragen über einer Frequenz, in einem
Frequenzbereich von 2 Hz bis 15 Hz schneiden.
11. Vorrichtung (70) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das als O-Ring (72, 73) ausgebildete mindestens eine Elastomer in mindestens einer
um das Druckstück (71) umlaufenden Nut angeordnet ist.
12. Vorrichtung (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine dilatante Elastomer mit einem Füllstoff versehen ist.
1. Device (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) for pressing a first transmission element
against a second transmission element which engages in the first transmission element,
for a rack-and-pinion steering system of a motor vehicle, having a housing, a pressure
element (21, 31, 51, 61, 71) and at least one spring element (25, 35, 41, 53, 64,
72, 73, 75), wherein the pressure element (21, 31, 51, 61, 71) can be loaded in the
direction of the first transmission element by the spring element (25, 35, 41, 53,
64, 72, 73, 75) and is guided in a displaceable fashion in the housing, characterized in that the spring element (25, 35, 41, 53, 64, 72, 73, 75) is fabricated from at least one
dilatant elastic with a modulus of elasticity having a loss modulus and a storage
modulus, wherein the characteristic curves (G", G') of the loss modulus and of the
storage modulus intersect at an intersection point (SP), with the result that in the
case of a low steering changeover frequency the part of a characteristic curve (G")
of the loss modulus which is to the left of the intersection point (SP) comes into
play, and in the case of a high steering changeover frequency the part of a characteristic
curve (G') of the storage modulus which is to the right of the intersection point
(SP) comes into play.
2. Device (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) according to Claim 1, characterized in that the at least one dilatant elastomer is in the form of a cone, a truncated cone, a
disc, a ring or an O ring.
3. Device (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one spring element (25, 35, 41, 53, 64, 75) is arranged in a cavity
(26, 36) in the pressure element (21, 31, 51, 61, 71).
4. Device (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) according to Claim 3, characterized in that the cavity (26, 36) can be closed off with a cover (24, 34, 52, 63, 74) .
5. Device (80) according to Claim 3, characterized in that an adjustment device (81) is arranged in the cavity (26).
6. Device (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the cover (24, 34, 52, 63, 74) and/or the adjustment device (81) press/presses against
the at least one spring element (25, 35, 41, 53, 64, 75).
7. Device (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) according to one of Claims 4 to 6, characterized in that an adjustment screw (22, 32, 62, 74) presses against the cover (24, 34, 52, 63, 74)
and/or the adjustment device (81).
8. Device (20, 80) according to Claim 7, characterized in that a screw bolt (23) for fine adjustment of prestress of the spring element (25) is
provided in the adjustment screw (22).
9. Device (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the at least one elastomer is provided with a sheath.
10. Device (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the characteristic curve (G") of the loss modulus and the characteristic curve (G')
of the storage modulus of the least one dilatant elastomer intersect, when plotted
against a frequency, in a frequency range of 2 Hz to 15 Hz.
11. Device (70) according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the at least one elastomer which is embodied as an O ring (72, 73) is arranged in
at least one groove which surrounds the pressure element (71).
12. Device (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the at least one dilatant elastomer is provided with a filler material.
1. Dispositif (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) destiné à comprimer un premier élément
de transmission contre un deuxième élément de transmission s'engageant dans le premier
élément de transmission, destiné à la direction à crémaillère d'un véhicule automobile,
comportant un boîtier, une pièce de pression (21, 31, 51, 61, 71) et au moins un élément
élastique (25, 35, 41, 53, 64, 72, 73, 75), dans lequel la pièce de pression (21,
31, 51, 61, 71) peut être contrainte dans la direction du premier élément de transmission
par l'élément élastique (25, 35, 41, 53, 64, 72, 73, 75) et est guidée de manière
coulissante dans le boîtier, caractérisé en ce que l'élément élastique (25, 35, 41, 53, 64, 72, 73, 75) est fabriqué à partir d'au moins
un élastomère expansible ayant un module d'élasticité présentant un module de perte
et un module d'accumulation, dans lequel les courbes caractéristiques (G", G') du
module de perte et du module d'accumulation se coupent en un point d'intersection
(SP) de manière à ce que la partie d'une courbe caractéristique (G'') du module de
perte se situant à gauche du point d'intersection (SP) soit en vigueur aux faibles
fréquences du changement de direction et à ce que la partie d'une courbe caractéristique
(G') du module d'accumulation se situant à droite du point d'intersection (SP) soit
en vigueur aux fréquences élevées du changement de direction.
2. Dispositif (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un élastomère expansible présente la forme d'un cône, d'un cône tronqué,
d'un disque, d'une bague ou d'un joint torique.
3. Dispositif (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'au moins un élément élastique (25, 35, 41, 53, 64, 75) est disposé à l'intérieur
d'une cavité (26, 36) dans la pièce de pression (21, 31, 51, 61, 71).
4. Dispositif (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la cavité (26, 36) peut être fermée par un capot (24, 34, 52, 63, 74).
5. Dispositif (80) selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un dispositif de réajustement (81) est disposé dans la cavité (26).
6. Dispositif (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que le capot (24, 34, 52, 63, 74) et/ou le dispositif le réajustement (81) exerce une
pression contre l'au moins un élément élastique (25, 35, 41, 53, 64, 75).
7. Dispositif (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) selon l'une quelconque des revendications
4 à 6, caractérisé en ce qu'une vis de réglage (22, 32, 62, 74) exerce une pression contre le capot (24, 34, 52,
63, 74) et/ou contre le dispositif le réajustement (81).
8. Dispositif (20, 80) selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'il est prévu un boulon (23) dans la vis de réglage (22) peur le réglage fin d'une
précontrainte de l'élément élastique (25).
9. Dispositif (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, caractérisé en ce que l'au moins un élastomère est muni d'une enveloppe.
10. Dispositif (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, caractérisé en ce que la courbe caractéristique (G'') du module de perte et la courbe caractéristique (G')
du module d'accumulation de l'au moins un élastomère expansible, par rapport à la
fréquence, se coupent dans une zone de fréquence de 2 Hz à 15 Hz.
11. Dispositif (70) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'au moins un élastomère réalisé sous forme de joint torique (72, 73) est disposé
dans au moins une rainure circonférentielle sur le pourtour de la pièce de pression
(71) .
12. Dispositif (13, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) selon l'une quelconque des revendications
1 à 10, caractérisé en ce que l'au moins un élastomère expansible est muni d'un matériau de remplissage.
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