TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft ein Boden-Wand-Element zur Lagesicherung der Glasscheibe einer
Geländerkonstruktion, mittels der Scheiben in ihrem Fußbereich gehalten werden können.
Mittels derartiger Elemente kann darüber hinaus der Glas-Metall-Kontakt vermieden
werden.
STAND DER TECHNIK
[0002] Entsprechende Glasscheiben-Geländer sind beispielsweise aus der
DE 20 2007 009 239 U1 oder der
WO 2009/003452 A1 bekannt. Bei derartigen Geländern ist vorgesehen, die Glasscheibe - die beispielsweise
auch aus zwei miteinander verbundenen wie insbesondere miteinander verklebten Einzelscheiben
bestehen kann, in ein die Glasscheibe eingespannt haltendes U-Profil einzusetzen.
Der Fußbereich der Glasscheibe wird dabei von einem U-förmigen Profilkörper aus Kunststoff
eingefasst, der vor der Montage der Glasscheibe in das U-Profil eingesetzt wird. Anschließend
erfolgt mittels keilartiger Einsätze eine exakte und kippsichere Ausrichtung der Glasscheibe.
Der U-förmige Profilkörper, der den Fußbereich der Glasscheibe umfasst, reicht dabei
beidseitig der Glasscheibe bis in den Mündungsbereich des U-Profils. Vor dem Einsetzen
der Glasscheibe in das U-Profil ist dieses U-Profil bereits an einem bauseitig fest
angeordneten Befestigungsprofil angeschraubt oder angeschweißt worden. Dazu kann einer
der beiden Schenkel des U-Profils eine Umbiegung aufweisen, mittels der das U-Profil
an dem Befestigungsprofil eingehängt werden kann.
[0003] In der
DE 20 2010 016 187 U1 oder der
DE 20 2010 016 188 U1 ist ein vergleichbares Glasscheiben-Geländer offenbart, bei dem der im Fußbereich
der Glasscheibe vorhandene U-förmige Profilkörper lediglich diesen Fußbereich umfasst
und nicht bis in den Mündungsbereich des U-Profils reicht.
[0004] Die U-förmigen Profilkörper werden im Stand der Technik jeweils in ihrer U-Form hergestellt,
was in der Regel mittels Strangpressverfahren erfolgt. Um ein Verdrehen des U-förmigen
Profilkörpers zu verhindern, muss der Profilkörper dabei als Hohlkammerprofil mit
zumindest einem Zwischensteg zwischen den beiden Wandbereichen des Profilkörpers hergestellt
werden. Der Zwischensteg verhindert auch ein Zusammenklappen der sich gegenüber liegenden
Wandbereiche, was zu einem Verkleben der noch nicht ausgehärteten Wandbereiche führen
würde. Der Zwischensteg muss vor dem Einsetzen der Glasscheibe entfernt werden, was
einen zusätzlichen Arbeitsschritt erfordert. Darüber hinaus erhöht der Zwischensteg
den erforderlichen Materialaufwand, was höhere Produktionskosten und zusätzlichen
Abfall bedeutet.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Ausgehend von diesem vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein verbessertes Boden-Wand-Element als Profilkörper anzugeben, das in ein
formstabiles U-Profil eingesetzt werden kann und wirtschaftlich günstig hergestellt
werden kann.
[0006] Das erfindungsgemäße Boden-Wand-Element ist durch die Merkmale des Hauptanspruchs
gegeben. Sinnvolle Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von sich an den Hauptanspruch
anschließenden weiteren Ansprüchen.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, das zumindest ein Sollbiegebereich im Boden-Wand-Element
vorhanden ist. Um diesen Sollbiegebereich kann das Boden-Wand-Element aus einer Ausgangsstellung,
in der die Produktion des Boden-Wand-Elements erfolgt, in seine etwa U-förmige Einbauposition
gebogen werden. Die Produktion des Boden-Wand-Elements muss somit nicht mehr in der
U-förmigen Einbauposition erfolgen, so dass auf die Zwischenstege als Halterung für
die beiden Wandteile verzichtet werden kann. Dadurch kann Abfall vermieden und Material
eingespart werden, so dass eine wirtschaftlich günstige Produktion des Boden-Wand-Elements
möglich ist. Erfindungsgemäß besitzt das Boden-Wand-Element zwei Wandteile, zwischen
denen das Bodenteil vorhanden ist. Die einteilige Bauweise des unteren Profilkörpers
ermöglicht in diesem Fall eine einfache und rasche Montage. Sobald das Boden-Wand-Element
in das formstabile U-Profil eingesetzt worden ist, kann die Glasscheibe eingesetzt
werden. Dabei ist keine Lagefixierung des Boden-Wand-Elements und auch kein nachträgliches
Einsetzen eines separaten Distanzkörpers erforderlich, wie dies bei einer Ausbildung
des Boden-Wand-Elements mit nur einem einzelnen Wandteil der Fall sein könnte.
[0008] Das Bodenteil weist eine Wölbung nach oben oder nach unten auf, um in der Einbauposition
eine möglichst spielfreie Anlage der Wandteile an die Schenkel des U-Profils zu ermöglichen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann das Bodenteil des Boden-Wand-Elements
satteldachförmig ausgebildet sein und somit eine zur späteren Glasscheibe hin konvexe
Form aufweisen. In der U-förmigen Einbauposition des Boden-Wand-Elements wird das
Bodenteil daher bei eingesetzter Glasscheibe nach außen gedrückt, so dass die beiden
Wandteile gegen den jeweiligen Schenkel des U-Profils gedrückt werden. Somit kann
eine eingespannte Halterung der Glasscheibe im Fußbereich des U-Profils erreicht werden.
Anschließend kann die Glasscheibe beispielsweise über im Stand der Technik bekannte
Maßnahmen auch im Mündungsbereich des U-Profils eingespannt gehalten werden. Erfindungsgemäß
nehmen die beiden Wandteile mit dem Bodenteil in ihrer Ausgangsstellung jeweils einen
Winkel zwischen 120 Grad und 180 Grad ein. Durch diese Form des Boden-Wand-Elements
kann der Transport und die Lagerung der Elemente liegend erfolgen, was im Vergleich
zur U-förmigen Lagerung platzsparender und damit wirtschaftlicher ist. Darüber hinaus
ist zum manuellen Nachbearbeiten der Boden-Wand-Elemente, was beispielsweise durch
Fräsen im Fußbereich der Wandteile erfolgt, kein vollständiges manuelles Öffnen der
Boden-Wand-Elemente mehr erforderlich, so dass auch das Nachbearbeiten wirtschaftlicher
erfolgen kann.
Da die Boden-Wand-Elemente um die Sollbiegebereiche in ihre U-förmige Einbauposition
gebracht werden, klappen diese nach dem Einlegen in die formstabilen U-Profile automatisch
leicht auf und pressen sich somit an die Wandbereich der U-Profile an. Die Boden-Wand-Elemente
können somit nicht mehr aus den U-Profilen herausrutschen, was die Montage deutlich
erleichtert, da beispielsweise im Bereich von Treppengeländern durch die Flankenpressung
ein Verrutschen des Boden-Wand-Elements im U-Profil verhindert werden kann. Darüber
hinaus kann das erfindungsgemäße U-Profil auch in solche U-Profile eingesetzt werden,
die nach unten hin offen sind, mittels denen also eine Glasscheibe mit ihrem oberen
Randbereich eingespannt gehalten werden soll. Durch das automatische Aufklappen des
Boden-Wand-Elements innerhalb des U-Profils wird eine deutlich bessere Passform ermöglicht,
die eine stabile und dauerhafte eingespannte Lagerung der Glasscheibe ermöglicht und
auch die Montage im Über-Kopf-Bereich möglich macht. Darüber hinaus können auch unterschiedliche
U-Formen des formstabilen U-Profils durch das Aufklappen ausgeglichen werden, so dass
das formstabile U-Profil deutlich höhere Fertigungstoleranzen aufweisen kann.
[0009] Das Boden-Wand-Element kann über zumindest einen Sollbiegebereich verfügen, der im
Bereich des Bodenteils angeordnet ist. Der Sollbiegebereich des Bodenteils muss dabei
nicht zwingend mittig des Bodenteils angeordnet sein, auch eine außermittige Anordnung
des Sollbiegebereichs ist möglich. Der Sollbiegebereich kann in diesem Fall so ausgebildet
sein, dass gleichzeitig mit dem Sollbiegebereich auch eine satteldachförmige Ausbildung
des Bodenteils realisiert werden kann.
[0010] Vorzugsweise kann der Sollbiegebereich durch ein bogenförmiges Bodenteils realisiert
werden, das etwa senkrecht zu den beiden Wandteilen angeordnet ist. Das bogenförmige
Bodenteil überspannt dabei brückenartig den Bereich zwischen den beiden Wandteilen
und weist eine nach unten offene Form auf, die zur später eingesetzten Glasscheibe
hin eine konvexe Form einnimmt. Sofern die beiden Wandteile des Boden-Wand-Elements
etwa um den gleichen Winkel von ihrer Ausgangsstellung in ihre U-förmige Einbauposition
gebogen werden müssen, kann das Bodenteil die Form eines nach unten offnen halbkreisförmigen
Bogens aufweisen.
[0011] Im Scheitelpunkt des bogenförmigen Bodenteils sowie im Anschlussbereich zwischen
dem Bodenteil und dem jeweiligen Wandteil kann eine Materialverjüngung vorliegen,
um das Biegen um den Sollbiegebereich zu erleichtern. Dies ist jedoch nicht zwingend
erforderlich, vielmehr kann das Bodenteil auch mit konstanter Dicke ausgebildet werden.
[0012] Zusätzlich oder alternativ dazu können mehrere Sollbiegebereiche beim Boden-Wand-Element
vorhanden sein, die beidseitig des Bodenteils im Anschlussbereich zwischen dem Bodenteil
und dem jeweiligen Wandteil angeordnet sein können. Die beiden Bodenteile können somit
einzeln um den jeweiligen Sollbiegebereich herum in ihre etwa senkrecht zum Bodenteil
stehende Einbauposition gebogen werden. Der Winkel zwischen dem Bodenteil und den
beiden Wandteilen muss in diesem Fall nicht auf beiden Seiten des Bodenteils gleich
groß sein, da die beiden Wandteile des Boden-Wand-Elements unterschiedlich weit um
ihren jeweiligen Sollbiegebereich gebogen werden können. Die Sollbiegebereiche können
in diesem Fall insbesondere als Materialverjüngung ausgebildet sein.
[0013] Durch das erfindungsgemäße Boden-Wand-Element kann auch eine asymmetrische Bauweise
mit unterschiedlichen Schenkellängen der beiden Wandteile realisiert werden. Beispielsweise
kann eines der beiden Wandteile lediglich den Fußbereich der Glasscheibe umfassen,
während das andere der beiden Wandteile bis in den Mündungsbereich des U-Profils reichen
kann.
[0014] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den in den Ansprüchen ferner angegebenen
Merkmalen sowie den nachstehenden Ausführungsbeispielen zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0015] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch den Fußbereich eines Glasscheiben Geländers mit einer ersten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Boden-Wand-Elements,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Boden-Wand-Element gemäß Fig. 1 in seiner
Ausgangsposition,
- Fig. 3
- einen Querschnitt gemäß Fig. 2 durch eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Boden-Wand-Elements und
- Fig. 4
- einen Querschnitt gemäß Fig. 2 durch eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Boden-Wand-Elements.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
[0016] Ein Glasscheiben-Geländer 10 ist mit seinem Fußbereich im Querschnitt ausschnittsweise
in Fig. 1 dargestellt. Die im vorliegenden Beispielsfall aus zwei über eine Klebeschicht
12 fest miteinander verklebten Scheiben 14, 16 bestehende Glasscheibe 18 sitzt mit
ihrem Fußbereich 20 eingespannt gehalten in einem U-Profil 22.
[0017] Der rechte und der linke Schenkel 24, 26 des U-Profils 22 ragen unter Bildung einer
jeweiligen inneren Ausrundung etwa rechtwinklig von einem den Boden 28 des U-Profils
22 bildenden Steg nach oben aus. Im rechten Schenkel 24 des U-Profils 22 ist in regelmäßigen
Abständen eine Bohrung 30 vorhanden. Durch die Bohrungen 30 kann das U-Profil 22 mittels
Schrauben 32 an einem in der Zeichnung nicht dargestellten Bauwerk beziehungsweise
an einem Bauanschlusselement befestigt werden. Im Gegensatz zu dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel sind auch andere Befestigungsmöglichkeiten des U-Profils möglich.
[0018] Die beiden Schenkel 24, 26 des U-Profils 22 können unterschiedlich lang sein. So
könnte bei einem an der Stirnseite einer Boden- oder Deckenplatte montierten Glasscheiben-Geländer
der innere, rechte Schenkel 24 insbesondere aus optischen Gründen niedriger als der
äußere, linke Schenkel 26 ausgebildet sein.
[0019] Der äußere, linke Schenkel 26 weist eine sich vom Boden 28 aus verjüngende Wandstärke
auf, wobei sich die Verjüngung bis in den Mündungsbereich des U-Profils 22 fortsetzt.
Im Mündungsbereich des U-Profils 22 befindet sich ein Schenkelvorsprung 34 mit größerer
Wandstärke, um eine stabile Befestigung zu ermöglichen. Auch der innere, linke Schenkel
24 weist eine sich vom Boden 28 des U-Profils aus verjüngende Wandstärke auf. Im Gegensatz
zur Verjüngung im Schenkel 26 verläuft die Verjüngung des Schenkels 24 nicht konstant.
Vielmehr ist die Verjüngung im Fußbereich des U-Profils vergleichbar der im Schenkel
26 ausgebildet, während nach etwa einem Drittel der Schenkelhöhe eine deutlich stärkere
Verjüngung ausgebildet ist. Oberhalb dieser deutlich stärkeren Verjüngung weist der
innere Schenkel 24 eine etwa konstante Wandstärke auf. Im Mündungsbereich des U-Profils
22 befindet sich ebenfalls ein Schenkelvorsprung, der im vorliegenden Beispielsfall
als keilförmiger Schultervorsprung 36 ausgebildet ist. Im Gegensatz dazu könnten die
Schenkel 24, 26 auch eine insgesamt konstante Wandstärke aufweisen.
[0020] In dem U-Profil 22 ist die Glasscheibe 18 mit ihrem Fußbereich 20 eingespannt gehalten.
Die Glasscheibe 18 wird dazu in ihrem unteren Randbereich von einem Boden-Wand-Element
40 eng anliegend umschlossen. Dieses Boden-Wand-Element 40 besitzt ein Bodenteil 42
und zwei beidseitig jeweils an das Bodenteil 42 anschließende Wandteile 44, 46. Da
sich das Boden-Wand-Element 40 innerhalb des U-Profils 22 und damit in seiner Einbauposition
befindet, besitzt das Boden-Wand-Element 40 eine etwa U-förmige Gestalt. Das Bodenteil
42 des Boden-Wand-Elements 40 weist dabei eine satteldachförmige Gestalt auf. Beim
Herunterdrücken des satteldachförmigen Bodenteils 42 durch eine eingesetzte Glasscheibe
18 drücken sich die unteren Wandbereiche der beiden Wandteile 44, 46 nach außen gegen
die beiden Schenkel 24, 26 des U-Profils 22. Auf diese Weise ist eine spielfreie Anlage
des Fußbereichs 20 der Glasscheibe 18 im Bodenbereich des U-Profils 22 möglich.
[0021] Das Boden-Wand-Element 40 in seiner Ausgangsstellung 48, in der auch die Produktion
des Boden-Wand-Elements 40 erfolgt, ist in Fig. 2 dargestellt. Die beiden Wandteile
44, 46 liegen in einer Ebene und werden durch das satteldachförmige Bodenteil 42 miteinander
verbunden. Im Anschlussbereich zwischen den beiden Wandteilen 44, 46 und dem Bodenteil
42 ist jeweils ein Sollbiegebereich 50 ausgebildet, der im vorliegenden Beispielsfall
jeweils als Materialverjüngung mit einer oberen und einer unteren Einkerbung ausgebildet
ist. Das Bodenteil 42 ist symmetrisch aufgebaut und weist von dem Sollbiegebereich
50 aus gesehen jeweils einen etwa konstanten Anstieg bis zu einem Maximalpunkt 52
auf. Die Dicke des Bodenteils 42 ist dabei etwa konstant. Im Gegensatz zu dem hier
dargestellten Ausführungsbeispiel wäre es auch möglich, den Maximalpunkt 52 außermittig
des Bodenteils 42 vorzusehen. Es wäre auch möglich, das Bodenteil mit einer Wölbung
nach oben oder nach unten vorzusehen. Auf eine Wölbung könnte auch verzichtet werden,
so dass das Bodenteil gerade ausgebildet wäre.
[0022] Durch diese Ausgangsstellung 48 kann eine liegende Lagerung des Boden-Wand-Elements
40 erfolgen, wodurch ein wirtschaftlicher Transport und eine wirtschaftliche Lagerung
möglich ist. Darüber hinaus kann auf Zwischenstege zwischen den beiden Wandteilen
44, 46 verzichtet werden, da diese nicht mehr automatisch zusammenklappen können,
was zu einem Verkleben der noch nicht ausgehärteten Wandteile 44, 46 führen würde.
Auch das Nachbearbeiten der Boden-Wand-Elemente 40, das aufgrund von Produktionsschwankungen
erforderlich sein kann, wird dadurch vereinfacht, da kein vollständiges manuelles
Aufklappen der Boden-Wand-Elemente 40 zur Nachbearbeitung mehr erforderlich ist.
[0023] An der Innenseite des äußeren Schenkels 26 ist im Mündungsbereich des U-Profils 22
eine Nut 60 vorgesehen. In diese Nut 60 kann die Feder 62 eines Distanzkörpers 64
eingeschoben werden, so dass dieser Distanzkörper 64 lagesicher in einem vorbestimmten
Abstand zum Boden 28 des U-Profils 22 an dem äußeren Schenkel 26 positioniert werden
kann. An dem Distanzkörper 64 ist einteilig ein Abdeckprofil 66 angeformt. Das Abdeckprofil
66 sorgt für einen optisch ansprechenden Abschluss des oberen Mündungsbereichs des
U-Profils 22 und kann das Eindringen von Feuchtigkeit, beispielsweise durch Regen,
in das U-Profil 22 verhindern. Das Abdeckprofil 66 besitzt eine Nut 68, mit der das
Abdeckprofil an einem rippenartigen Vorsprung 70 des äußeren Schenkels 26 befestigt
werden kann. Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel könnte es
sich bei dem Distanzkörper 64 und dem Abdeckprofil 66 auch um zwei separate Bauteile
handeln.
[0024] An der Innenseite des inneren Schenkels 24 ist im oberen Bereich der keilförmiger
Schultervorsprung 36 einteilig angeformt. Der keilförmige Schultervorsprung 36 besitzt
mehrere Vorsprünge 74. Die einzelnen Vorsprünge 74 sind jeweils so angeordnet, dass
ein unterer Vorsprung gegenüber einem dazu oberen Vorsprung weiter in den Innenraum
des U-Profils 22 hineinragt. Zwischen benachbarten Vorsprüngen 74 ist die Oberfläche
des keilförmigen Schultervorsprungs 36 jeweils konkav ausgebildet, so dass ein Stabkörper
76, der im vorliegenden Beispielsfall einen kreisrunden Querschnitt mit konstantem
Durchmesser aufweist, sicher zwischen zwei Vorsprüngen 74 positioniert werden kann,
um die Glasscheibe 18 eingespannt zu halten. Oberhalb des keilförmigen Schultervorsprungs
36 ist an der Innenseite des inneren Schenkels 24 eine Nut 78 vorhanden. An dieser
Nut 78 und dem darüber befindlichen rippenartigen Vorsprung 80 kann ein separates
Abdeckprofil 82 befestigt werden. Das Abdeckprofil 82 besitzt dazu eine Feder 84,
die in die Nut 78 eingeschoben werden kann. Darüber hinaus weist das Abdeckprofil
82 eine Nut 86 auf, in die der rippenartige Vorsprung 80 des Schenkels 24 eingeschoben
werden kann.
[0025] Die oben beschriebene Lagerung der Glasscheibe im Mündungsbereich des U-Profils 22
ist auch in der
DE 20 2010 016 188 U1 beschrieben. Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel wären auch
andere Befestigungsarten im Mündungsbereich des U-Profils 22 denkbar, beispielsweise
könnten Befestigungsarten gewählt werden, die in der
DE 20 2010 016 187 U1 oder der
DE 20 2010 016 190 U1 beschrieben sind.
[0026] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 sind die Wandteile 44, 46 des Boden-Wand-Elements
40 im Vergleich zu den beiden Schenkeln 24, 26 des U-Profils 22 vergleichsweise kurz
ausgebildet. Im Gegensatz dazu könnten auch längere Wandteile eingesetzt werden, beispielsweise
um eine Befestigung im Mündungsbereich des U-Profils gemäß der
DE 20 2007 009 239 U1 zu erreichen. Entsprechende Boden-Wand-Elemente 40.3, 40.4 sind in den Fig. 3 und
4 in ihrer Ausgangsstellung 48 dargestellt.
[0027] Das Boden-Wand-Element 40.3 gemäß Fig. 3 besitzt ein rechtes Wandteil 44.3 und ein
linkes Wandteil 46.3, das jeweils bis in den Mündungsbereich eines U-Profils reicht.
In ihrer Ausgangsstellung 48 liegen die beiden Wandteile 44.3, 46.3 in einer Ebene.
Die beiden Wandteile 44.3, 46.3 sind keilförmig ausgebildet; die Wandstärke der beiden
Wandteile 44.3,46.3 nimmt etwa konstant ab, je weiter man sich vom Bodenteil 90 entfernt.
Die Unterseite 92 der beiden Wandteile 44.3, 46.3 ist geriffelt ausgebildet. Diese
Unterseite 92 ist in der Einbauposition des Boden-Wand-Elements 40.3 zur Innenseite
der beiden Schenkeln des U-Profils hin und damit von der Glasscheibe 18 weg gerichtet.
Die Befestigung erfolgt in diesem Fall durch den Einschub von Keilkörpern zwischen
die Unterseite 92 des Boden-Wand-Elements 40.3 und die Innenseite des jeweiligen Schenkels
des U-Profils. Durch die Riffelung des Boden-Wand-Elements 40.3 können die ebenfalls
geriffelten Keilkörper nicht versehentlich nach oben herausrutschen, so dass eine
dauerhafte und sichere Befestigung ermöglicht wird.
[0028] Die beiden Wandteile 44.3,46.3 werden durch ein Bodenteil 90 miteinander verbunden.
Das Bodenteil 90 besitzt eine konstante Materialstärke und ist bogenförmig ausgebildet,
wobei die offene Seite des Bogens des Bodenteils 90 nach unten zu der Unterseite 92
der Wandteile 44.3, 46.3 hin gerichtet ist. Das Bodenteil 90 nimmt zu den beiden Wandteilen
44.3, 46.3 hin in etwa einen rechten Winkel ein. Der Bogen des Bodenteils 90 besitzt
die Form eines Halbkreisbogens, wobei der Scheitelpunkt 94 des Bogens etwa mittig
des Bodenteils 90 angeordnet ist. Dieser Scheitelpunkt 94 stellt einen Sollbiegebereich
dar, um den das Boden-Wand-Element 40.3 aus seiner Ausgangsstellung 48 heraus in seine
U-förmige Einbauposition gebogen werden kann.
[0029] Eine dritte Ausführungsform des Boden-Wand-Elements 40.4 ist in Fig. 4 dargestellt.
Im Gegensatz zu den Wandteilen 44.3, 46.3 sind die Wandteile 44.4, 46.4 deutlich dicker
ausgebildet, so dass das Boden-Wand-Element 40.4 in ein breiteres U-Profil eingesetzt
werden könnte. Die Unterseite 92.4 ist ebenso wie die Unterseite 92 geriffelt. Zur
Materialeinsparung ist im mittleren Bereich der beiden Wandteile 44.4, 46.4 jeweils
eine konkave Einbuchtung 96 vorhanden. Die Stabilität des Boden-Wand-Elements 40.4
wird dadurch nicht beeinträchtigt. Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
könnte auf diese Einbuchtung 96 auch verzichtet werden. Im Anschlussbereich des Bodenteils
90 an die jeweiligen Wandteile 44.4, 46.4 befindet sich jeweils ein weiterer Sollbiegebereich
50.4, der jeweils als Materialverjüngung ausgebildet ist. Im Gegensatz zu dem Sollbiegebereich
50 gemäß Fig. 2 wird der Sollbiegebereich 50.4 jedoch lediglich durch eine obere Einkerbung
gebildet.
[0030] Im Gegensatz zu den hier dargestellten Ausführungsbeispielen könnte auf die Riffelung
der Unterseite 92, 92.4 auch verzichtet werden. Es wäre auch möglich, die Unterseite
92, 92.4 zumindest bereichsweise mit einer Sägezahnkontur auszubilden.
[0031] Im vorliegenden Beispielsfall ist das rechte Wandteil 44.3, 44.4, das im eingesetzten
Zustand an dem inneren Schenkel des U-Profils anliegt, etwas kürzer ausgebildet als
das linke Wandteil 46.3, 46.4. Dies kann insbesondere bei einem stirnseitigen Einbau
des Glasscheiben-Geländers vorteilhaft sein, da die innen gelegene Einbauseite des
Glasscheiben-Geländers auf diese Weise optisch zurücktritt. Im Gegensatz dazu könnten
die beiden Wandteile 44.3, 44.4, 46.3, 46.4 auch gleich lang ausgebildet sein.
[0032] Im Gegensatz zu den hier dargestellten Ausführungsbeispielen, wäre es auch möglich,
das Bodenteil 90 gemäß den Fig. 3 und 4 mit den beiden Wandteilen 44, 46 gemäß Fig.
2 zu kombinieren. Auch eine Kombination des Bodenteils 42 gemäß Fig. 2 mit den beiden
Wandteilen 44.3, 44.4, 46.3, 46.4 gemäß Fig. 3 und 4 wäre möglich.
[0033] Die beiden Wandteile, die an ein Bodenteil angrenzen, müssen im Gegensatz zu den
hier dargestellten Ausführungsformen auch nicht im Wesentlichen spiegelbildlich ausgebildet
sein. So könnte ein kurzes Wandteil 44, 46 gemäß Fig. 2 auch mit einem langen Wandteil
44.3, 44.4, 46.3, 46.4 gemäß Fig. 3 und 4 kombiniert werden.
1. Boden-Wand-Element (40, 40.3, 40.4) zur Lagesicherung einer Platte, insbesondere einer
Glasscheibe (18) einer Geländerkonstruktion (10),
- das in ein formstabiles U-Profil (22) einsetzbar ist,
- mit einem rechten Wandteil (44, 44.3, 44.4) und mit einem linken Wandteil (46, 46.3,
46.4),
- mit einem Bodenteil (42,90), das zwischen den beiden Wandteilen (44, 46, 44.3, 44.4,
46.3, 46.4) angeordnet ist,
- wobei zumindest ein Sollbiegebereich (50, 50.4, 94) vorhanden ist, um den das Boden-Wand-Element
(40,40.3, 40.4) aus einer Ausgangsstellung (48), bei der die beiden Wandteile (44,
46, 44.3, 44.4, 46.3, 46.4) in einer Ebene liegen, in eine etwa U-förmige
Einbauposition biegbar ist,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das Bodenteil (42, 90) im nicht eingebauten Zustand und damit in seiner Ausgangsstellung
(48) nach oben oder nach unten gewölbt ausgebildet ist,
- die beiden Wandteile (44, 46, 44.3, 44.4, 46.3, 46.4) mit dem Bodenteil (42, 90)
in ihrer Ausgangsstellung (48) einen Winkel zwischen 120 und 180 Grad einnehmen.
2. Element nach Anspruch 1,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das Bodenteil (42, 90) satteldachförmig ausgebildet ist.
3. Element nach Anspruch 1,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- zumindest ein Sollbiegebereich (94) im Bereich des Bodenteils (90) angeordnet ist.
4. Element nach Anspruch 3,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das Bodenteil (90) bogenförmig ausgebildet zwischen den beiden Wandteilen (44.3,
44.4, 46.3, 46.4) angeordnet ist.
5. Elemente nach Anspruch 4,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das Bodenteil (90) die Form eines nach unten offenen halbkreisförmigen Bogens aufweist.
6. Element nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- zumindest zwei Sollbiegebereiche (50, 50.4) vorhanden sind, die im Anschlussbereich
zwischen dem Bodenteil (42, 90) und dem jeweiligen Wandteil (44, 46, 44.4, 46.4) angeordnet
sind.
7. Element nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Sollbiegebereich (50, 50.4) als Materialverjüngung ausgebildet ist.
8. Element nach Anspruch 7,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Materialverjüngung eine obere Einkerbung und/oder eine untere Einkerbung aufweist.
1. Bottom-wall element (40, 40.3, 40.4) for positionally securing a panel, in particular
a glass pane (18) of a balustrade construction (10),
- which element can be inserted in a dimensionally stable U-profile (22),
- having a right wall part (44, 44.3, 44.4) and having a left wall part (46, 46.3,
46.4),
- having a bottom part (42, 90) which is arranged between the two wall parts (44,
46, 44.3, 44.4, 46.3, 46.4),
- wherein at least one predetermined bending region (50, 50.4, 94) is present about
which the bottom-wall element (40, 40.3, 40.4) can be bent from a starting position
(48), in which the two wall parts (44, 46, 44.3, 44.4, 46.3, 46.4) lie in one plane,
into an approximately U-shaped installed position,
- characterized in that
- in the non-installed state and thus in its starting position (48), the bottom part
(42, 90) is designed to be upwardly or downwardly curved,
- the two wall parts (44, 46, 44.3, 44.4, 46.3, 46.4) assume an angle between 120
and 180 degrees with the bottom part (42, 90) in their starting position (48).
2. Element according to Claim 1,
- characterized in that
- the bottom part (42, 90) is designed in the form of a saddle roof.
3. Element according to Claim 1,
- characterized in that
- at least one predetermined bending region (94) is arranged in the region of the
bottom part (90).
4. Element according to Claim 3,
- characterized in that
- the bottom part (90) is arranged with an arcuate design between the two wall parts
(44.3, 44.4, 46.3, 46.4).
5. Elements according to Claim 4,
- characterized in that
- the bottom part (90) has the shape of a downwardly open semicircular arch.
6. Element according to one of the preceding claims,
- characterized in that
- at least two predetermined bending regions (50, 50.4) are present which are arranged
in the connection region between the bottom part (42, 90) and the respective wall
part (44, 46, 44.4, 46.4).
7. Element according to one of the preceding claims,
- characterized in that
- the predetermined bending region (50, 50.4) is designed as a material taper.
8. Element according to Claim 7,
- characterized in that
- the material taper comprises an upper notch and/or a lower notch.
1. Elément de paroi et de fond (40, 40.3, 40.4) pour le positionnement sûr d'une plaque,
en particulier d'une vitre (18) d'une construction de balustrade (10),
- qui peut être inséré dans un profilé en U de forme stable (22),
- avec une partie de paroi droite (44, 44.3, 44.4) et avec une partie de paroi gauche
(46, 46.3, 46.4),
- avec une partie de fond (42, 90), qui est disposée entre les deux parties de paroi
(44, 46, 44.3, 44.4, 46.3, 46.4),
- dans lequel il se trouve une zone de pliage théorique (50, 50.4, 94), autour de
laquelle l'élément de paroi et de fond (40, 40.3, 40.4) peut être plié depuis une
position initiale (48), dans laquelle les deux parties de paroi (44, 46, 44.3, 44.4,
46.3, 46.4) sont situées dans un plan, à une position de montage sensiblement en forme
de U,
caractérisé en ce que
- la partie de fond (42, 90) dans l'état non monté et dès lors dans sa position initiale
(48) est de forme incurvée vers le haut ou vers le bas,
- les deux parties de paroi (44, 46, 44.3, 44.4, 46.3, 46.4) forment avec la partie
de fond (42, 90) dans leur position initiale (48) un angle compris entre 120 et 180
degrés.
2. Elément selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de fond (42, 90) est réalisée en forme de toit à versants.
3. Elément selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une zone de pliage théorique (94) est disposée dans la région de la partie
de fond (90).
4. Elément selon la revendication 3, caractérisé en ce que la partie de fond (90) est disposée en forme d'arc entre les deux parties de paroi
(44.3, 44.4, 46.3, 46.4).
5. Eléments selon la revendication 4, caractérisé en ce que la partie de fond (90) présente la forme d'un arc semi-circulaire ouvert vers le
bas.
6. Elément selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il se trouve au moins deux zones de pliage théorique (50, 50.4), qui sont disposées
dans la région de jonction entre la partie de fond (42, 90) et la partie de paroi
respective (44, 46, 44.4, 46.4).
7. Elément selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de pliage théorique (50, 50.4) est réalisée sous la forme d'uri amincissement
de matière.
8. Elément selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'amincissement de matière présente une encoche supérieure et/ou une encoche inférieure.