[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verkleidung des sichtbaren Endes des
Auspuffs eines Kraftfahrzeugs, umfassend einen Grundträger und eine Blende, wobei
Grundträger und Blende aus Kunststoff bestehen und die Blende das sichtbare Ende bildet,
wobei die Verbindung von Grundträger und Blende durch Verkleben erfolgt.
[0002] Vorrichtungen der eingangs genannten Art haben die Aufgabe, den optischen Eindruck
der Auspuffanlage von Kraftfahrzeugen zu verbessern. Teilweise erfüllen die Vorrichtungen
auch die Aufgabe, den Abgasstrom der Auspuffanlagen zu führen. Vielfach sind die Vorrichtungen
dabei an einer Heckschürze oder einem Stoßfänger des Kraftfahrzeugs befestigt.
[0003] Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus der
US 7 007 720 B1 bekannt. Sie beschreibt eine Blende für Abgassysteme, bei der um das Ende eines Abgasrohres
ein isolierendes Hitzeschild angeordnet ist, welches wiederum von einer dekorativen
Blende umgeben ist. Abgasrohr, Hitzeschild und Blende bilden das sichtbare freie Ende
des Abgassystems. Sowohl das Abgasrohr und das Hitzeschild als auch das Hitzeschild
und die dekorative Blende stehen miteinander über Distanzstücke in Kontakt. Die bekannte
Vorrichtung weist unter anderem den Nachteil auf, dass trotz der Blende das Abgasrohr
sichtbar ist und durch den unmittelbaren der Bauteile miteinander eine Temperaturübertragung
vom Abgasrohr auch auf die Blende erfolgt.
[0004] Die
DE 10 2008 028 735 A1 schlägt im Gegensatz dazu eine Auspuffblende für Kraftfahrzeuge vor, die mehrteilig
ausgebildet ist und bei der ein verchromtes Bauteil das sichtbare Ende des Auspuffs
bildet. Dieses ist auf das benachbarte Bauteil aufgeschoben, an diesem befestigt und
liegt flächig an diesem an. Die hierdurch mögliche hohe Wärmeübertragung wirkt sich
negativ auf die Auswahl geeigneter Werkstoffe aus. Die bekannte Auspuffblende verwendet
daher unter anderem Polyetherketon (PEK), Polyetheretherketon (PEEK) oder dergleichen.
Dabei handelt es sich zwar um hochfeste Werkstoffe, die aber unter wirtschaftlichen
Gesichtspunkten nicht wettbewerbsfähig im Kraftfahrzeugbau einsetzbar sind.
[0005] Aus der
DE 20 2008 014 864 U1 ist des Weiteren eine Abschlussblende für Abgassysteme an Kraftfahrzeugen bekannt,
die aus thermoplastischen und duroplastischen Kunststoffen hergestellt ist. Sie besteht
aus einem Topfbereich und einer Blende, wobei die Blende auf der Außenseite des Fahrzeugshecks
sichtbar ist. Blende und Auspufftopf können aus zwei Bauteilen bestehen, wobei diese
miteinander mechanisch verbunden sind. Die Blende kann dabei galvanisiert sein, um
den optischen Eindruck zu erhöhen.
[0006] Die bekannten Abschlussblenden für Abgassysteme an Kraftfahrzeugen erfüllen zwar
grundsätzlich die an sie gestellten Anforderungen; sie weisen jedoch den Nachteil
auf, dass sie einerseits das sichtbare Ende des Auspuffrohres nicht verdecken, andererseits
große Kontaktflächen zwischen der Blende und dem Topfbereich bestehen. Aus diesem
Grund werden die hohen Abgastemperaturen, die auf den Topfbereich einwirken, unmittelbar
auf die Blende übertragen. Dies hat zur Folge, dass auch bei der Materialauswahl für
die Blende die außerordentlich hohen Temperaturbeständigkeiten zugrunde zu legen sind,
welche für den Topfbereich erforderlich sind. Dadurch ist die Auswahl der verwendeten
Kunststoffe eingeschränkt. Für eine einwandfreie Funktionsweise ist es erforderlich,
auf sehr temperaturbeständige Kunststoffe zurückzugreifen, was die Kosten für die
Herstellung der Abschlussblende erhöht.
[0007] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung zur Verkleidung des sichtbaren Endes des Auspuffs eines Kraftfahrzeugs
zu schaffen, bei der die Blende geringeren Temperaturen ausgesetzt ist, als der übrige
Teil der Vorrichtung. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass
auf der dem Boden zugewandten Seite an dem Grundträger ein Luftfänger ausgebildet
ist.
[0008] Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Verkleidung des sichtbaren Endes des Auspuffs
eines Kraftfahrzeugs geschaffen, bei der die Übertragung der auf den Grundträger einwirkenden
Temperaturen auf die Blende reduziert ist. Dies ist dadurch hervorgerufen, dass für
die Verbindung der Teile der Vorrichtung eine Verklebung gewählt ist. Das Verkleben
bietet den Vorteil, dass ein geringer Wärmeübergang von dem Grundträger auf die damit
verklebte Blende erfolgt. Der Luftfänger ermöglicht dabei die Zuführung von Fahrtwind
in die Vorrichtung, und zwar in den Bereich zwischen Auspuff und Grundträger. Dies
führt zu einer Reduzierung der die Vorrichtung durchströmenden Abgastemperatur, wodurch
die thermische Belastung der Vorrichtung verringert ist.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Verklebung lediglich bereichsweise. Durch
diese Ausgestaltung sind die Kontaktstellen zwischen Grundträger und Blende gering
gehalten. In Folge dessen sind wenig Kontaktstellen zwischen den Teilen geschaffen,
an denen ein Wärmeübergang erfolgen kann. Hierdurch ist die thermische Belastung der
Blende zusätzlich reduziert.
[0010] Vorteilhaft ist die Verklebung von einer Kleberaupe gebildet. Die Verwendung einer
Kleberaupe bietet den Vorteil, eine annähernd ringförmige Befestigung der Bauteile
miteinander hervorzurufen. Es ist lediglich erforderlich, bereichsweise die Kleberaupe
vorzusehen; die dadurch hervorgerufene Verbindung zwischen den Teilen der Vorrichtung
ist ausreichend, um den mechanischen und thermischen Belastungen der Vorrichtung Genüge
zu tun.
[0011] Insbesondere bei groß bauenden Vorrichtungen, welche vorzugsweise bei sehr hochpreisigen
Kraftfahrzeugen zur Anwendung kommen, besteht die Möglichkeit, zwischen Grundträger
und Blende mechanische Rastverbindungen vorzusehen.
[0012] In anderer Weiterbildung der Erfindung ist an dem Grundträger auf seiner Innenseite
ein Wärmeschutzblech angeordnet, wodurch ein verbesserter Schutz gegen thermische
Belastungen des Abgasstroms hervorgerufen ist.
[0013] Besonders bevorzugt ist das Wärmeschutzblech auf der dem Boden zugewandten Seite
auf der Innenseite des Grundträgers angeordnet, da in diesem Bereich die höchsten
thermischen Belastungen des Abgasstroms auf den Grundträger einwirken, wobei die Temperaturen
dort bis zu 500°C betragen können.
[0014] höchsten thermischen Belastungen des Abgasstroms auf den Grundträger einwirken, wobei
die Temperaturen dort bis zu 500°C betragen können.
[0015] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen
angegeben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- die schematische Darstellung des Querschnitts durch die Vorrichtung zur Verkleidung
des sichtbaren Endes des Auspuffs eines Kraftfahrzeugs;
- Fig. 2
- die dreidimensionale Darstellung einer Ansicht von unten auf die erfindungsgemäße
Vorrichtung;
- Fig. 3
- die Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung;
- Fig. 4
- die Seitenansicht von links auf die erfindungsgemäße Vorrichtung;
- Fig. 5
- die schematische Darstellung des Querschnitts durch die Vorrichtung zur Verkleidung
des sichtbaren Endes des Auspuffs eines Kraftfahrzeugs in anderer Ausgestaltung.
[0016] Die als Ausführungsbeispiel gewählte Vorrichtung 1 zur Verkleidung des sichtbaren
Endes eines Auspuffs 2 eines Kraftfahrzeugs umfasst einen Grundträger 3 und eine Blende
4. Die Blende 4 bildet das sichtbare Ende der Vorrichtung. Die Vorrichtung 1 ist im
Ausführungsbeispiel nach Figur 1 hinter einer Schürze 5 am Heck eines Kraftfahrzeugs
angeordnet. Die Schürze 5 weist eine Öffnung 6 für den Durchtritt der Vorrichtung
1 auf.
[0017] Der Grundträger 3 besteht aus Kunststoff. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Kunststoff
um einen thermoplastischen oder duroplastischen Kunststoff. Auch Kombinationen der
Kunststoffe sind möglich. Der Grundträger 3 ist als komplexes dreidimensionales Gebilde
ausgeführt. Er weist ein Basisteil 31 auf, an das sich ein rohrförmiges Endstück 32
anschließt. Das Basisteil 31 ist mit Flanschen 33 versehen, die sich im Wesentlichen
rechtwinkelig zu der Längsmittellinie des Grundträgers 3 erstrecken. Die Flansche
33 sind jeweils mit Löchern 34 versehen, durch die - nicht dargestellte - Schrauben
hindurchgeführt werden, um eine Befestigung der Vorrichtung 1 an der Schürze 5 des
Kraftfahrzeugs vorzunehmen.
[0018] Das Basisteil 31 ist sowohl auf seiner Ober- als auch auf seiner Unterseite mit Rastnasen
35 versehen, die in im Wesentlichen rechteckförmigen Vertiefungen 36 angeordnet sind.
An seinem der Ansichtsseite der Vorrichtung 1 zugewandten Ende weist das Endstück
32 eine stegartige Materialverjüngung 37 auf.
[0019] Die Blende 4 besteht ebenfalls aus Kunststoff. Auch bei der Blende 4 können thermoplastische
und/oder duroplastische Kunststoffe zum Einsatz kommen. Auch ist hier die Kombination
der genannten Kunststoffe möglich. Die Blende 4 ist mit einer metallischen oder galvanisierten
Oberfläche versehen, um den optischen Eindruck der Auspuffanlage insgesamt zu erhöhen.
Die Blende 4 ist nach Art eines Rohrstücks ausgebildet. Sie weist einen Innendurchmesser
aus, der größer als der Außendurchmesser des Endstücks 32 des Grundkörpers 3 ist,
um diesen überdecken zu können. Sie ist an ihrem der Ansichtsseite der Vorrichtung
1 abgewandten Ende mit Stegen 41 versehen, die mit dem Grundträger 3 am Übergang zwischen
dessen Basisteil 31 und dem Endstück 32 zur Anlage kommen können.
[0020] An dem den Stegen 41 abgewandten Ende ist die Blende 4 mit einer Falz 42 versehen.
Die Falz 42 umgibt in montiertem Zustand der Vorrichtung 1 die Materialverjüngung
37 des Endstücks 32, wie dies insbesondere in Figur 1 erkennbar ist. In Folge dessen
ist sowohl das stirnseitige Ende als auch die Außenseite des Grundträgers 3 von der
Ansichtsseite der Vorrichtung 1 nicht sichtbar. Es ist lediglich die hochwertig beschichtete
Blende 4 von außen erkennbar, wodurch ein sehr hochwertiger Eindruck der Auspuffanlage
insgesamt hervorgerufen ist.
[0021] In der Materialverjüngung 37 des Grundträgers 3 und den Stegen 41 sowie der Falz
42 der Blende 4 können jeweils im Wesentlichen deckungsgleich übereinander liegend
- nicht dargestellte - Unterbrechungen vorgesehen sein. Durch die übereinander angeordneten
Unterbrechungen sind Öffnungen hervorgerufen, die den Eintritt von Luft in den Bereich
zwischen Grundträger 3 und Blende 4 ermöglichen, wodurch eine Belüftung erfolgt. Dieser
Vorgang ist dadurch verstärkt, dass die im Fahrbetrieb hohen Geschwindigkeiten der
Abgase, die aus dem Auspuff 2 austreten und durch das Endstück 32 die Vorrichtung
1 verlassen, einen Sog hervorrufen, durch den ein großer Volumenstrom Frischluft durch
den Bereich zwischen Grundträger 3 und Blende 4 strömt. Es ist die Möglichkeit geschaffen,
die von dem Endstück 32 abgestrahlte Wärme aus diesem Zwischenbereich ab zu fördern.
Durch den Kontakt der Innenseite des Endstücks 32 mit den aus dem Auspuff 2 austretenden
Abgasen ist diese Temperatur höher als diejenige der Blende 4. Aufgrund des Abtransports
der Wärme in Folge des Eintritts von Fahrtwind durch die Unterbrechungen ist eine
Kühlung hervorgerufen, die eine thermische Überbelastung der Blende 4 verhindert.
[0022] An dem der Falz 42 abgewandten Ende sind an der Blende 4 Rastflächen 43 angeformt,
die in ihrem Zentrum mit einer Öffnung versehen sind. Die Öffnungen in den Rastflächen
43 korrespondieren mit den Rastnasen 35 des Grundträgers 3. Ebenso korrespondiert
der Umfang der Rastflächen 43 mit der Formgebung der Vertiefungen 36 des Grundträgers
3, wie dies insbesondere den Figuren 2 und 3 zu entnehmen ist. Aufgrund der korrespondierenden
Ausgestaltung der Rastflächen 43 mit den Vertiefungen 36 ist ein bündiger Abschluss
der Blende 4 an den Grundträger 3 auch in diesem Bereich hervorgerufen.
[0023] Auf der dem Boden zugewandten Seite der Vorrichtung 1 ist im Grundträger 3 ein Luftfänger
7 ausgebildet. Der Luftfänger 7 ist gebildet von einem Schild 71, das unter einem
Winkel zur Horizontalen ausgerichtet ist. Der Luftfänger 7 ermöglicht den Eintritt
von Fahrtwind in die Vorrichtung 1, und zwar in den Bereich zwischen Auspuff 2 und
Grundträger 3. Die eintretende Frischluft führt eine Reduzierung der Abgastemperatur
im Bereich des rohrförmigen Endstücks 32 herbei, was die Belastungen mindert und gleichzeitig
die Lebensdauer der Vorrichtung erhöht.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform ist an dem Grundträger 3 auf seiner Innenseite
ein Wärmeschutzblech 9 angeordnet (vgl. Figur 5). Im Ausführungsbeispiel ist das Wärmeschutzblech
9 auf der dem Boden zugewandten - unteren - und der dem Boden abgewandten - oberen
- Seite auf der Innenseite des Grundträgers 3 angeordnet, was einen Schutz gegen die
sehr hohen Temperaturen des Abgasstroms darstellt. Der Grundträger 3 ist somit besser
gegen thermische Belastungen geschützt. Auch die Anbringung eines Wärmeschutzblechs
9 allein der unteren Innenseite des Grundträgers 3 ist möglich. Erkennbar umgibt das
Wärmeschutzblech 9 das stirnseitige Ende des Grundträgers 3. Hierdurch ist ein zusätzlicher
Kantenschutz für den Grundträger 3 hervorgerufen, der Abrasion beispielsweise durch
Steinschlag verhindert. Gleichzeitig ist jedoch der hochwertige optische Eindruck
des sichtbaren Endes des Auspuffs 2 nicht negativ beeinflusst, da die Blende 4 mit
ihrer Falz 42 das stirnseitige Ende des Grundträgers 3 überdeckt und das Wärmeschutzblech
9 nicht sichtbar ist.
[0025] Im Ausführungsbeispiel bilden das Wärmeschutzblech 9 und der Grundkörper 3 ein sogenanntes
Hybrid-Bauteil. Dabei ist das Wärmeschutzblech 9 unmittelbar an den Grundkörper 3
angebracht. Dies erfolgt dadurch, dass das Wärmeschutzblech 9 bei der Herstellung
des Grundkörpers 3 aus Kunststoff vor dem Vorgang des Spritzgießens in die Form eingelegt
und daher nach dem Spritzgießen und der anschließenden Abkühlung mit dem Grundkörper
3 eine nicht lösbare Einheit bildet. Alternativ kann das Wärmeschutzblech 9 nach der
Fertigstellung des Grundkörpers 3 an diesem montiert werden.
[0026] Die Verbindung von Grundträger 3 und Blende 4 erfolgt durch Verkleben. Die Verklebung
erfolgt lediglich bereichsweise, um auch auf diese Weise die Kontaktstellen zwischen
Grundträger 3 und Blende 4 zu reduzieren und einen Wärmeübergang von dem thermisch
höher belasteten Grundträger 3 auf die Blende 4 zu reduzieren. Zudem bietet die bereichsweise
Verklebung die Möglichkeit, die angesaugte Luft durch die Unterbrechungen behinderungsfrei
in den Bereich zwischen Grundträger 3 und Blende 4 einströmen zu lassen. Im Ausführungsbeispiel
ist die Verklebung von einer Kleberaupe 8 gebildet. Diese befindet sich an dem der
Ansichtsseite abgewandten, stirnseitigen Ende der Blende 4. Im Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 ist die Kleberaupe 8 zwischen den Stegen 41 der Blende 4 angeordnet.
Als Klebstoff findet vorzugsweise ein Polyurethan-Klebstoff Anwendung. Dieser zeichnet
sich zum Einen durch eine hohe Klebekraft aus, zum Anderen ist dieser Klebstoff geeignet,
auch Bauteile, welche hohen thermischen Belastungen ausgesetzt sind, zuverlässig miteinander
zu verbinden. Vorzugsweise findet ein Zweikomponenten-Klebstoff Anwendung, der sich
außerdem durch gute Festigkeiten unter statischen und dynamischen Bedingungen auszeichnet.
[0027] Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Verkleidung des sichtbaren Endes des Auspuffs
eines Kraftfahrzeugs geschaffen, welches einerseits den optischen Eindruck der Auspuffanlage
des jeweiligen Kraftfahrzeugs erhöht. Andererseits ist durch die ausschließliche Verwendung
von Kunststoffen innerhalb der Vorrichtung das Gewicht in Vergleich zu den bekannten
Blenden aus Edelstahl deutlich reduziert. Aufgrund der oben beschriebenen konstruktiven
Gestaltung der Vorrichtung ist es darüber hinaus möglich, Kunststoffe zu verwenden,
die im Vergleich zu den im Stand der Technik verwendeten Kunststoffen wirtschaftlich
einsetzbar sind. Im Ausführungsbeispiel kommt für die galvanisierbare Blende beispielsweise
ABS/PC zur Anwendung, wobei vorzugsweise PA oder PARA bzw. PPA Anwendung finden. Die
Verwendung dieser hochtemperaturfesten und mechanisch sehr stabilen Werkstoffe bietet
zudem die Möglichkeit, die Wandstärken sowohl des Grundträgers 3 als auch der Blende
4 zu reduzieren, was einerseits zu einem weiteren Kostenvorteil aufgrund des geringeren
Materialeinsatzes führt, andererseits eine zusätzliche Gewichtsersparnis zur Folge
hat.
[0028] Durch die Verklebung von Grundkörper 3 und Blende 4 besteht zudem die Möglichkeit,
eine zuverlässige und zugleich einfach handhabbare Verbindung zu ermöglichen. Die
Anordnung der Verklebung im Bereich der stirnseitigen, der Ansichtsseite abgewandten
Seite der Blende 4 bietet zudem die Möglichkeit, diese einfach in den Montageprozess
einzubeziehen. Dies findet seine Ursache darin, dass die Blende 4 das Endstück 32
des Grundträgers 3 vollständig umschließt. In Folge dessen besteht in einfacher Weise
die Möglichkeit, bei der Montage der Vorrichtung 1 durch Zusammenfügen des Grundträgers
3 und der Blende 4 diese einfach von der Ansichtsseite der Vorrichtung 1 her auf das
Endstück 32 aufzuschieben. Während des Aufschiebens ist die Kleberaupe 8 bereits an
auf das stirnseitige Ende der Blende 4 aufgetragen. Beim Kontakt der Blende 4 mit
dem Übergangsbereich zwischen Basisteil 31 und Endstück 32 erfolgt die Verbindung
mit Hilfe des Klebers. Gleichzeitig umgibt in diesem Zustand die Falz 42 der Blende
4 die Materialverjüngung 37 des Grundträgers 3. Soweit an der Vorrichtung 1 die in
den Figuren 2 und 3 dargestellten Rastverbindungen vorgesehen sind, sind diese in
der genannten Position im Eingriff.
[0029] Zudem ist durch die lediglich punktuelle Berührung zwischen Grundträger 3 und Blende
4 ein Wärmeübergang vom thermisch hoch belasteten Endstück 32 auf die Blende 4 im
Vergleich zu dem aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen deutlich reduziert.
Dieser Wärmeübergang ist zudem weiter reduziert, soweit der Luftfänger 7 Verwendung
findet. Durch Eintritt des Fahrtwinds wird die vom Endstück 32 abgestrahlte Wärme
aus dem Bereich zwischen Endstück 32 und Blende 4 abtransportiert. Dieser Effekt wird
dadurch verstärkt, dass der aus dem Auspuff 2 austretende Abgasstrom und die Anordnung
des Luftfängers 7 in einem Bereich, der sich in Strömungsrichtung des Abgases vor
dem freien Ende des Auspuffs 2 befindet, einen Effekt nach Art einer Venturi-Düse
auslöst. Dadurch kann die abgestrahlte Wärme noch besser aus dem Bereich zwischen
Endstück 32 und Blende 4 abtransportiert werden. Insbesondere im Falle einer lediglich
bereichsweisen Verklebung der Bauteile der Vorrichtung 1 ist der Eintritt von Fahrtwind
möglich.
[0030] Insgesamt ist mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Lösung geschaffen, die im
Verhältnis zu den üblicherweise eingesetzten Edelstahlvarianten eine Gewichtsersparnis
von 30 bis 50 % ermöglicht. Zudem bietet die Gestaltung aus Kunststoff eine verbesserte
Designfreiheit, so dass die Gestaltung beispielsweise mit engeren Radien versehen
werden kann. Auch könne geringere Verarbeitungstoleranzen eingehalten werden. Im Verhältnis
zu den bekannten Varianten aus Kunststoff und den dort genannten Kunststoffen bietet
die erfindungsgemäße Vorrichtung aufgrund ihrer konstruktiven Gestaltung die Möglichkeit
Kunststoffe zu verwenden, die zu einer Kostenreduktion von mehr als 200 % führen kann.
1. Vorrichtung (1) zur kontaktlosen Verkleidung des sichtbaren Endes des Auspuffs (2)
eines Kraftfahrzeugs, umfassend einen Grundträger (3) und eine Blende (4), wobei Grundträger
(3) und Blende (4) aus Kunststoff bestehen und die Blende (4) das sichtbare Ende bildet,
wobei die Verbindung von Grundträger (3) und Blende (4) durch Verkleben erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Boden zugewandten Seite an dem Grundträger (3) ein Luftfänger (7) ausgebildet
ist, so dass durch Eintritt des Fahrtwinds die vom Endstück (32) des Grundträgers
(3) abgestrahlte Wärme aus dem Bereich zwischen Endstück (32) und der Blende (4) abtransportiert
wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verklebung bereichsweise erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verklebung von einer Kleberaupe (8) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Grundträger (3) und Blende (4) mechanische Rastverbindungen vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Grundträger (3) und der Blende (4) im Wesentlichen deckungsgleich übereinander
liegend Unterbrechungen vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Grundträger (3) auf seiner Innenseite eine Wärmeschutzblech (9) angeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeschutzblech (9) auf der dem Boden zugewandten Seite auf der Innenseite des
Grundträgers (3) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeschutzblech (9) das stirnseitige Ende des Grundträgers (3) umgibt.
1. Device (1) for lining the visible end of the exhaust tailpipe (2) of a motor vehicle,
comprising a base support (3) and a screen (4), where the base support (3) and the
screen (4) consist of plastic and the screen (4) forms the visible end, where the
base support (3) and the screen (4) are joined together by adhesive bonding, characterised in that an air intake (7) is formed on the side of the base support (3) facing the ground
in such a way that heat radiated by the end piece (32) of the base support (3) is
carried away from the area between the end piece (32) and the screen (4) by the entering
stream of air.
2. Device in accordance with claim 1, characterised in that the bonding takes place in certain areas.
3. Device in accordance with claim 1 or claim 2, characterised in that the bonding is formed by a bead of adhesive (8).
4. Device in accordance with any one or several of the aforementioned claims, characterised in that mechanical locking connections are provided between the base support (3) and the
screen (4).
5. Device in accordance with any one or several of the aforementioned claims, characterised in that substantially identical interruptions in the base support (3) and the screen (4)
are superimposed on one another.
6. Device in accordance with any one or several of the aforementioned claims, characterised in that a heat-shielding plate (9) is arranged on the inner side of the base support (3).
7. Device in accordance with claim 6, characterised in that the heat-shielding plate (9) is arranged on the inner side of the base support (3)
on the side facing the ground.
8. Device in accordance with claim 6 or claim 7, characterised in that the heat-shielding plate (9) embraces the end face of the base support (3).
1. Dispositif (1) permettant d'habiller sans contact l'extrémité visible du pot d'échappement
(2) d'un véhicule à moteur, comprenant un support de base (3) et un cache (4), sachant
que le support de base (3) et le cache (4) sont en matière plastique et que le cache
(4) forme l'extrémité visible, sachant que la liaison entre le support de base (3)
et le cache (4) est obtenue par collage, caractérisé en ce que sur le côté regardant le sol un dispositif capteur d'air (7) est configuré contre
le support de base (3) de sorte que le vent relatif s'engouffrant évacue de la zone
comprise entre la pièce terminale (32) et le cache (4) la chaleur dissipée par la
pièce terminale (32) du support de base (3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le collage a lieu localement.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le collage est formé par un cordon de colle (8).
4. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'entre le support de base (3) et le cache (4) ont été prévues des liaisons mécaniques
crantées.
5. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce sont prévues, dans le support de base (3) et le cache (4), des interruptions essentiellement
en superposition exacte.
6. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que contre le côté intérieur du support de base (3) est disposée une tôle (9) de protection
thermique.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que la tôle (9) de protection thermique est disposée, sur le côté regardant le sol, sur
le côté intérieur du support de base (3).
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la tôle (9) de protection thermique entoure l'extrémité frontale du support de base
(3).