[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrisches Kupplungselement, zur Anordnung in einem
Steckverbindergehäuse, vorzugsweise in einem modularen Steckverbindergehäuse, bestehend
aus einem elektrisch isolierenden Grundkörper, wobei der Grundkörper Kontaktkammern
mit darin angeordneten elektrischen Kontaktelementen aufweist, wobei die Kontaktelemente
vorzugsweise als Buchsen- oder Stiftkontakte ausgebildet sind, wobei die Kontaktelemente
eine in Steckrichtung vordere Kontaktseite und eine in Steckrichtung hintere Kabelanschlussseite
aufweisen, wobei die Kabelanschlussseite über ein Anschlussmittel zur Befestigung
eines elektrischen Leiters an der Kabelanschlussseite des Kontaktelementes verfügt,
und wobei der Grundkörper Öffnungen aufweist, welche einen Zugriff auf die Anschlussmittel
ermöglichen.
[0002] Ein derartiges elektrisches Kupplungselement wird benötigt, um elektrisch leitende
Litzen, Adern und Kabel reversibel miteinander zu verbinden. Ein Vorteil der Anordnung
in einem modularen Steckverbindergehäuse ist, dass eine große Flexibilität in der
Zusammenstellung der einzelnen Kupplungselemente eines Steckverbinders besteht. Dadurch
kann ein Steckverbinder verschiedene Leiterquerschnitte, sowie verschiedene Arten
von Signalleitern aufnehmen. So können beispielsweise elektrische Leiter mit optischen
Leitern und pneumatischen Leitern in einem Steckverbinder nach Wunsch kombiniert werden.
Stand der Technik
[0003] Derartige Steckverbinder mit modularem Aufbau sind bereits vielfach aus dem Stand
der Technik bekannt. Beispielhaft seien hier die
DE 34 42 056 A1, die
DE 298 12 500 U1, die
DE 197 07 120 C1 oder auch die
DE 43 11 781 C1 bekannt. Alle bereits bekannten Steckverbinder verfügen über einen Aufnahmerahmen,
der zur Aufnahme einzelner Kupplungselemente, sogenannten Module, verschiedener Art
vorgesehen sind.
[0004] Die einzelnen elektrischen Kupplungselemente sind meist von kleiner Bauform und verfügen
über eine Mehrzahl von elektrischen Leitern. Durch eine kompakte, einheitliche Baugröße
der Kupplungselemente können diese in beliebiger Reihenfolge in einem Steckverbindergehäuse
angeordnet werden.
[0005] Nachteilig wirkt sich bei allen aus dem Stand der Technik bekannten Steckverbindern
aus, dass auf Grund der kompakten, einheitlichen Baugröße der Kupplungselemente die
Arten der darin angeordneten elektrischen Kontaktelemente stark eingeschränkt ist.
[0006] So verfügen die meisten elektrischen Kupplungselemente über Kontaktelemente, die
an die anzuschließenden Leiter gekrimpt sind. Diese werden in Steckrichtung in das
Kupplungselement eingeführt wo sie verrasten und nur mit einem Spezialwerkzeug entfernt
werden können. Alternativ sind aus dem Stand der Technik Kontaktelemente mit so genannten
Axialschraubanschlüssen bekannt.
[0007] Eine Verwendung von Kontaktelementen mit Schraubanschluss, für welchen lediglich
ein Standardschraubendreher statt spezielles Werkzeug zur Montage und Demontage erforderlich
ist, ist nicht möglich. Da die Verschraubung des Kontaktelements meist über Öffnungen
an der Seite des Kupplungselements erfolgt, sind durch offen liegende Verschraubungen
und die kompakte Bauform der Kupplungselemente die Luft- und Kriechstrecken zwischen
der Verschraubung und dem nächstliegenden Kupplungselement oder dem Aufnahmerahmen
zu gering.
[0008] Durch zu geringe Luft- und Kriechstrecken kann es zur Verfälschung von Signalen oder
sogar zu Kurzschlüssen zwischen verschiedenen Kontaktelementen oder zwischen Kontaktelementen
und dem Aufnahmerahmen führen.
[0009] Ein weiteres Problem bei offenliegenden Verschraubungen an Kupplungselementen ist
die Berührsicherheit, welche nicht gegeben ist. Leicht kann von Personen bei der Handhabung
von gesteckten, unter Last stehenden Kupplungselementen die freiliegenden Verschraubungen
berührt werden.
[0010] Aus der
US2006/141871 A1 ist ein Kupplungselement mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 bekannt.
Aufgabenstellung
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kupplungselement so auszubilden,
dass es mit Schraubkontakten genutzt werden kann, ohne dass ansonsten spezielles Werkzeug
zur Montage erforderlich ist und gleichzeitig das Risiko von Kurzschlüssen verringert
wird.
[0012] Diese Aufgabe wird durch ein Kupplungselement nach Anspruch 1 gelöst.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0014] Bei der Erfindung handelt es sich um ein elektrisches Kupplungselement, das dafür
vorgesehen ist, alleine oder mit einer Mehrzahl anderer Kupplungselemente in einem
Steckverbindergehäuse angeordnet zu werden. Zur Aufnahme in dem Steckverbindergehäuse
ist ein Aufnahmerahmen im Steckverbindergehäuse vorgesehen, welcher die Kupplungselemente
hält und mittels welchem die Kupplungselemente am Steckverbindergehäuse fixierbar
sind. Der rechteckige Grundkörper des Kupplungselement bestehen aus einem elektrisch
isolierenden Material und weist ein oder mehrere, längs der Steckrichtung durchgehende
Aufnahmekammern für elektrische Kontaktelemente auf. Die als Stift- oder Buchsenkontakte
ausgebildeten Kontaktelemente sind so im Kupplungselement angeordnet, dass sich ihre
zur elektrischen Kontaktierung vorgesehener Kontaktseite im in Steckrichtung vorderen
Steckbereich des Kupplungselements befindet.
[0015] Das Kupplungselement verfügt über einen, dem Steckbereich abgewandten, in Steckrichtung
hinten liegenden Anschlussbereich. Im Anschlussbereich ist der hintere Teil der elektrischen
Kontaktelemente, die Kabelanschlussseite aufgenommen. Anzuschließende elektrische
Leiter werden in den Anschlussbereich in das Kupplungselement eingeführt und in der
Kabelanschlussseite des elektrischen Kontaktelementes mechanisch befestigt.
[0016] Das Kupplungselement weist zweckmäßig Rastmittel zur Fixierung des Kupplungselementes
im Aufnahmerahmen des Steckverbindergehäuses auf. Die Rastmittel befinden sich an
den zwei schmalen Längsseiten des rechteckigen Kupplungselements. Dadurch liegen mehrere
aneinandergereihte, in dem Aufnahmerahmen angeordnete Kupplungselemente mit ihren
breiten Längsseiten aneinander.
[0017] An einer der beiden breiten Längsseiten verfügt das Kupplungselement über eine Anzahl
an Öffnungen, die der Anzahl an Aufnahmekammern im Grundkörper identisch ist. Die
Öffnungen reichen von der Außenseite des Kupplungselements bis in die jeweilige Aufnahmekammer,
welcher die Öffnungen zugeordnet sind.
[0018] Die Öffnungen sind zur Aufnahme von Anschlussmitteln vorgesehen, mittels welcher
die anzuschließenden elektrischen Leiter am Kontaktelement befestigt werden. Das Anschlussmittel
ist vorzugsweise als Schraube ausgebildet, welche in die Kabelanschlussseite des Kontaktelementes
eingeschraubt wird und so den elektrischen Leiter fixiert.
[0019] Ebenfalls an der breiten Längsseite, welche auch die Öffnungen für die Anschlussmittel
aufweist, ist erfindungsgemäß eine Abdeckblende vorgesehen. Die Abdeckblende ist ein
elektrisch nicht leitfähiges, flächig ausgebildetes Element, welches eine der breiteren
Längsseiten des Kupplungselements teilweise verdeckt.
[0020] Die Abdeckblende ist zweckmäßig beweglich angebracht, wobei sie eine lineare Bewegung,
in und entgegen der Steckrichtung ausführen kann. Eine in Steckrichtung vordere Endposition
der Abdeckblende bildet eine geöffnete Stellung, und eine in Steckrichtung hintere
Endposition eine geschlossene Stellung. Die Abdeckblende verfügt über eine Anzahl
an Durchbrüchen, die der Anzahl von Öffnungen im Grundkörper identisch ist.
[0021] Die Durchbrüche entsprechen in ihrem Durchmesser den Öffnungen im Grundkörper und
haben bei geöffneter Stellung der Abdeckblende eine deckungsgleiche Position mit den
Öffnungen im Grundkörper. Wird die Abdeckblende in die geschlossene Stellung verschoben,
verdeckt die Abdeckblende die Öffnungen im Grundkörper und der Zugriff auf die in
den Öffnungen angeordneten Anschlussmittel ist nicht möglich.
[0022] Die Abdeckblende ist in Steckrichtung so ausgebildet, dass sie im vollständig gesteckten
Zustand des Kupplungselementes mit einem Gegenkupplungselement mit der Abdeckblende
des Gegenkupplungselements frontal in Steckrichtung in Kontakt gelangt. In diesem
vollständig gesteckten Zustand befinden sich beide Abdeckblenden, die des Kupplungselements
und die des Gegenkupplungselements, in geschlossener Stellung, dass ein Zugriff auf
die Anschlussmittel nicht möglich ist.
[0023] Diese erfindungsgemäße Dimensionierung der Abdeckblenden bezweckt, dass sich die
Abdeckblenden von zwei zu steckenden Kupplungselementen, immer gegenseitig in die
geschlossene Stellung schieben, sofern sich die Abdeckblenden beim Zusammenstecken
der Kupplungselemente nicht in geschlossener Stellung befinden.
[0024] In einer bevorzugten Ausbildungsform verfügt die Abdeckblende an ihrer dem Grundkörper
zugewandten Seite über ein oder mehrere Rastmittel. Diese Rastmittel greifen in geschlossener
Stellung in die Öffnungen es Grundkörpers ein. Ein versehentliches Verschieben der
Abdeckblende in die geöffnete Stellung wird so vermieden.
[0025] Eine vorteilhafte Weiterbildung des Kupplungselements sieht vor, in Steckrichtung
vor den Öffnungen für die Anschlussmittel im Grundkörper weitere Vertiefungen anzuordnen.
Die Vertiefungen sind so angeordnet, dass die Rastmittel der Abdeckblende in geöffneter
Stellung in die Vertiefungen eingreifen und die Abdeckblende in geöffneter Stellung
vor versehentlichem Schließen sichern.
[0026] In einer zweckmäßigen Ausbildungsform verfügt die Abdeckblende an ihrer dem Grundkörper
zugewandten Seite über Rippen, welche in Nuten im Grundkörper des Kupplungselements
eingreifen. Diese dienen in geschlossener Stellung zur Vergrößerung der elektrischen
Kriechstrecken zwischen den einzelnen Kontaktelementen des Kupplungselements.
Ausführungsbeispiel
[0027] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein elektrisches Kupplungselement in einer ersten Ausführungsform mit Buchsenkontaktelementen,
- Fig. 2
- ein elektrisches Kupplungselement in einer zweiten Ausführungsform mit Stiftkontaktelementen,
- Fig. 3
- ein elektrisches Kupplungselement erster Ausführungsform in Explosionsansicht,
- Fig. 4
- eine Abdeckblende,
- Fig. 5
- zwei elektrische Kupplungselemente, erster und zweiter Ausführungsform im nicht gesteckten
Zustand, und
- Fig. 6
- zwei elektrische Kupplungselemente, erster und zweiter Ausführungsform im gesteckten
Zustand.
[0028] In der Fig.1 ist ein elektrisches Kupplungselement 1 in einer ersten Ausführungsform
mit Buchsenkontaktelementen in räumlicher Ansicht dargestellt. Das elektrische Kupplungselement
1 besteht aus einem Grundköper 10 welcher aus einem elektrisch nichtleitenden Material
hergestellt ist. Der Grundkörper 10 wird aus einem in Steckrichtung S vorderen Steckbereich
12 und einem in Steckrichtung S hinteren Anschlussbereich 14 gebildet.
[0029] Durch den Grundkörper 10 verlaufen in Steckrichtung S mehrere - hier fünf-Kontaktkammern
11 welche zur Aufnahme von Kontaktelementen 20 dienen. Der Steckbereich 12 ist zur
Kupplung mit einem zweiten Kupplungselement 1 vorgesehen, während der Anschlussbereich
14 zur Aufnahme von anzuschließenden, elektrischen Leitern 3 dient
[0030] An den schmalen Längsseiten des Grundkörpers 10 ist jeweils ein Rastmittel 15 angeformt,
welches zur Aufnahme und Verrastung des Kupplungselements 1 in einem Steckverbindergehäuse
dient. Die Form und Abmaße des Kupplungselements 1 sind, ebenso wie die Rastmittel
15 standardisiert, so dass eine Kombination und der Austausch verschiedener Kupplungselemente
1 in einem Steckverbinder möglich ist.
[0031] An der in Fig. 1 dargestellten Oberseite des Kupplungselements 1 ist eine Abdeckblende
30 dargestellt. Die Abdeckblende 30 ist erfindungsgemäß zur Abdeckung von Anschlussmitteln
28 vorgesehen. Die Anschlussmittel 28 dienen zum Anschluss der elektrischen Leitern
3 an den Kontaktelementen 20, welche im Kupplungselement 1 aufgenommen sind. Vorzugsweise
sind die Anschlussmittel 28 als Schrauben ausgebildet.
[0032] Die Abdeckblende 30 ist hier in einer in Steckrichtung S vorderen Montageposition
A dargestellt. In dieser Montageposition A ist ein Zugriff auf die Anschlussmittel
28 möglich, um diese zu betätigen. Der Zugriff auf die Anschlussmittel 28 wird durch
Durchbrüche 40 ermöglicht, welche in die Abdeckblende 30 eingebracht sind, und sich
in der Montageposition A über den Anschlussmitteln 28 befinden.
[0033] Eine zweite Ausführungsform mit Stiftkontaktelementen ist in Fig. 2 ebenfalls in
räumlicher Ansicht gezeigt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich zu der Ausführungsform
aus Fig. 1 durch einen angepassten Steckbereich 12 um entsprechend Kontaktelemente
20 aufzunehmen, die als Stiftkontaktelemente ausgebildet sind.
[0034] In Fig. 2 ist die Abdeckblende 30 in einer in Steckrichtung S hinteren Arbeitsposition
B dargestellt. In dieser linear gegen die Steckrichtung S verschobenen Position, ist
der Zugriff auf die Anschlussmittel 28 nicht möglich. Die aus ebenfalls einem elektrisch
nicht leitenden Material bestehende Abdeckblende 30 verdeckt die Anschlussmittel 28,
so dass weder ein mechanischer, noch ein elektrischer Zugriff auf diese möglich ist.
[0035] Ein Kupplungselement 1 erste Ausführungsform ist in Fig. 3 in räumlicher Explosionsansicht
gezeigt. Im linken Bereich sind die hier fünf als Buchsenkontaktelemente ausgebildeten
Kontaktelemente 20 dargestellt. Die Kontaktelemente 20 besitzen eine in Steckrichtung
S hintere Kabelanschlussseite 24, welche dafür ausgebildet ist einen elektrischen
Leiter 3 aufzunehmen und sowohl mechanisch als auch elektrisch zu kontaktieren. Zur
mechanischen Kontaktierung des Leiters 3 werden die Anschlussmittel 28 - hier Schrauben
- in die Kabelanschlussseite 24 eingeschraubt und verklemmen den eingeführten Leiter
3.
[0036] Den in Steckrichtung S vorderen Bereich der Kontaktelemente 20 ist durch die Kontaktseite
gebildet. Diese hier als Buchsenkontakte ausgebildeten Kontaktelemente 20 dienen zur
Kontaktierung mit den Kontaktelementen 20' eines Gegenkupplungselements 1'.
[0037] Im mittleren Bereich der Fig. 3 ist der Grundkörper 10 des Kupplungselements 1 dargestellt.
Der Steckbereich 12 des Kupplungselements 1 ist zur Aufnahme der Kontaktseite 22 der
Kontaktelemente 20 vorgesehen und der Anschlussbereich 14 zur Aufnahme der Kabelanschlussseite
24 der Kontaktelemente 20.
[0038] An der oberen, breiten Längsseite des Grundkörpers 10 sind in entsprechender Anzahl
der Kontaktelemente 20 - hier fünf - Öffnungen 18 vorgesehen. Die Öffnungen 18 reichen
von der Oberseite des Grundkörpers 10 bis in die Kontaktkammern 11, in welchen die
Kontaktelemente 20 angeordnet sind. Die Öffnungen 18 sind dafür vorgesehen, die Anschlussmittel
28 aufzunehmen und den Zugriff auf diese zu ermöglichen. Die Anschlussmittel 28 werden
durch die Öffnungen 18 in die Kabelanschlussseiten 24 der Kontaktelemente 20 eingeschraubt.
[0039] Der Grundkörper 10 weist an seinen schmalen Längsseiten vorzugsweise Führungsnuten
17 auf, welche zur Führung und Verankerung der Abdeckblende 30 dienen. Die Abdeckblende
30 wird mittels Führungsstegen 37 in den Führungsnuten 17 geführt und kann so eine
lineare Bewegung in Steckrichtung S zwischen der Montageposition A und der Arbeitsposition
B ausführen.
[0040] In Steckrichtung S neben den Öffnungen 18 befinden sich zusätzliche Vertiefungen
19, welche zur Verrastung der Abdeckblende 30 in der Montageposition A dienen. Dafür
rasten Rastmittel 38, die sich an der dem Grundkörper 10 zugewandten Seite der Abdeckblende
30 befinden in die Vertiefungen 19 ein. Die Vertiefungen 19 entsprechen in ihrer Form
den Öffnungen 18, wodurch die Abdeckblende 30 in der Arbeitsposition B mit den Rastmitteln
39 in den Öffnungen 18 verrasten kann.
[0041] Die Rastmittel 38 sind als flache Erhebungen an der Abdeckblende 30 ausgeführt. Diese
passen von Form und Größe genau in die Öffnungen 18 und die Vertiefungen 19 und halten
so die Abdeckblende 30 in Montageposition A bzw. in Arbeitsposition B.
[0042] Im rechten Bereich der Fig. 3 ist eine erfindungsmäßige Abdeckblende 30 dargestellt,
welche auch in Fig. 4 von der dem Grundkörper 10 zugewandten Seite gezeigt ist. Die
Abdeckblende 30 ist grob u-förmig ausgebildet und aus elektrisch nicht leitfähigem
Material. Die U-Form dient dazu, dass die Abdeckblende 30 den Grundkörper 10 zumindest
teilweise umfasst. Die an der Innenseite der Abdeckblende 30 angeformten Führungsstege
37 greifen in die Führungsnuten 17 am Grundkörper 10 ein und halten so die Abdeckblende
30 am Grundkörper 10. Die Führungsnuten 17 lassen eine lineare, in Steckrichtung S
gerichtete Bewegung der Abdeckblende 30 von der Montagposition A zur Arbeitsposition
B zu.
[0043] In der dargestellten Ausführungsform verfügt die Abdeckblende 30 über ein Federelement
34, welches im Steckrichtung S vorderen Bereich 32 an der Abdeckblende 30 angebracht
ist. Das Federelement 34 übt eine Kraft auf die Abdeckblende 30 aus, wenn das Kupplungselement
1 mit einem zweiten Kupplungselement 1' kontaktiert ist und zwingt die Abdeckblende
30 in die Arbeitsposition B.
[0044] Erfindungsgemäß sind an der dem Grundkörper 10 zugewandten Seite der Abdeckblende
30 Rippen 36 angeformt. Die Rippen 36 tauchen in Nuten 16 am Grundkörper 10 ein. Durch
das Eintauchen der Rippen 36 in die Nuten 16 werden die elektrischen Kriechstrecken
zwischen den einzelnen Kontaktelementen 20 im Grundkörper 10 vergrößert.
[0045] In der gezeigten Ausführungsform verfügt die Abdeckblende 30 über einen zusätzlichen
Anschlag 39, welcher beim Verschieben der Abdeckblende 30 in die Montageposition A
ein versehentliches Entfernen der Abdeckblende 30 vom Grundkörper 10 verhindern soll.
[0046] Die Fig. 5 und die Fig. 6 zeigen jeweils ein Paar Kupplungselemente 1, 1' in nicht
gestecktem Zustand bzw. in gestecktem Zustand. Zu erkennen sind die gegenüber dargestellten
Kupplungselemente 1,1', wobei das Kupplungselement 1 mit Buchsenkontakten versehen
ist, und das Kupplungselement 1' mit Stiftkontakten. Im jeweils in Steckrichtung S,
S' hinteren Anschlussbereich 14, 14' der Grundkörper 10, 10' sind elektrische Leiter
3, 3' dargestellt, welche in den Kupplungselementen 1, 1' mit die hier nicht sichtbaren
Kontaktelementen 20, 20' elektrisch verbunden sind. In Fig. 6 sind in gestecktem Zustand
die Steckbereiche 12, 12' ineinander gesteckt.
[0047] Erfindungsgemäß sind in Fig. 5 die Abdeckblenden 30, 30' in der Montageposition A
dargestellt. In dieser Position ermöglichen sie einen Zugriff auf die Anschlussmittel
28, 28' mit welchen die elektrischen Leiter 3, 3' in den Kontaktelementen 20, 20'
mechanisch und elektrisch befestigt sind.
[0048] Im gesteckten Zustand, wie er in Fig. 6 dargestellt ist, sind die Abdeckblenden 30,
30'in Arbeitsposition B und verdecken so den Zugriff auf die Anschlussmittel 28, 28'.
Durch das Stecken der Kupplungselemente 1, 1' ineinander haben sich die Abdeckblenden
30, 30' gegenseitig in die Arbeitsposition B verschoben. Die Federelemente 34, 34'
drücken gegeneinander und üben so eine Kraft auf die Abdeckblenden 30, 30' aus, welche
die Abdeckblenden 30, 30' in Arbeitsposition B halten.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Kupplungselement
- 3
- elektrischer Leiter
- 10
- Grundkörper
- 11
- Kontaktkammer
- 12
- Steckbereich
- 14
- Anschlussbereich
- 15
- Rastmittel
- 16
- Nut
- 17
- Führungsnut
- 18
- Öffnung
- 19
- Vertiefung
- 20
- Kontaktelement
- 22
- Kontaktseite
- 24
- Kabelanschlussseite
- 28
- Anschlussmittel
- 30
- Abdeckblende
- 32
- vordere Bereich
- 34
- Federelement
- 36
- Rippe
- 37
- Führungssteg
- 38
- Rastmittel
- 39
- Anschlag
- 40
- Durchbruch
- A
- Montageposition
- B
- Arbeitsposition
- S
- Steckrichtung
1. Elektrisches Kupplungselement (1), zur Anordnung in einem Steckverbindergehäuse,
vorzugsweise in einem modularen Steckverbindergehäuse, bestehend aus einem elektrisch
isolierenden Grundkörper (10), wobei der Grundkörper (10) Kontaktkammern (11) mit
darin angeordneten elektrischen Kontaktelementen (20) aufweist,
wobei die Kontaktelemente (20) vorzugsweise als Buchsen- oder Stiftkontakte ausgebildet
sind,
wobei die Kontaktelemente (20) eine in Steckrichtung (S) vordere Kontaktseite (22)
und eine in Steckrichtung (S) hintere Kabelanschlussseite (24) aufweisen,
wobei die Kabelanschlussseite (24) über ein Anschlussmittel (28) zur Befestigung eines
elektrischen Leiters (3) an der Kabelanschlussseite (24) des Kontaktelementes (20)
verfügt, und
wobei der Grundkörper (10) Öffnungen (18) aufweist, welche einen Zugriff auf die Anschlussmittel
(28) ermöglichen, wobei das elektrische Kupplungselement (1) eine elektrisch isolierende Abdeckblende (30)
aufweist, und die Abdeckblende (30) am Grundkörper (10), vor den Öffnungen (18) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass, die Abdeckblende (30) linear, in und entgegen der Steckrichtung (S), am Grundkörper
verschiebbar angeordnet ist.
2. Elektrisches Kupplungselement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckblende (30) in einer ersten, in Steckrichtung (S) vorderen, offenen Stellung
(A) den Zugriff auf die Öffnungen (18) freigibt und in einer zweiten, in Steckrichtung
(S) hinteren, geschlossenen Stellung (B) die Öffnungen (18) verdeckt.
3. Elektrisches Kupplungselement (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckblenden (30, 30') zweier vollständig gegeneinander gesteckter Kupplungselemente
(1) sich jeweils in ihrer hinteren, geschlossenen Stellung (B, B') befinden und sich
gegenseitig mit ihrem in Steckrichtung (S) vordersten Bereich (32, 32') berühren.
4. Elektrisches Kupplungselement (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass an dem in Steckrichtung (S) vorderen Bereich (32) der Abdeckblende (30) ein Federelement
(34) ausgebildet ist, welches im vollständig gegeneinander gesteckten Zustand des
elektrischen Kupplungselements (1) mit einem zweiten elektrischen Kupplungselement
(1') eine Kraft erzeugt, welche die Abdeckblenden (30, 30') in die jeweils hintere,
geschlossene Stellung (B, B') zwingt.
5. Elektrisches Kupplungselement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckblende (30) über eine oder mehrere Rippen (36) an der dem Grundköper (10)
zugewandten Seite verfügt,
wobei die Rippen (36) in der hinteren, geschlossenen Stellung (B) in Nuten (16) im
Grundkörper (10) eingreifen, und
wobei die Nuten (16) längs der Steckrichtung (S) zwischen den Öffnungen (18) verlaufen.
6. Elektrisches Kupplungselement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckblende (30) an der dem Grundköper (10) zugewandten Seite zumindest ein
Rastmittel (38) aufweist,
wobei das Rastmittel (38) in der hinteren, geschlossenen Stellung (B) in eine der
Öffnungen (18) eingreift.
7. Elektrisches Kupplungselement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckblende (30) an der dem Grundkörper (10) zugewandten Seite ein Anschlag
(39) aufweist,
wobei der Anschlag (39) in der offenen Stellung (A) im Grundkörper (10) einhakt und
ein vollständiges Entfernen der Abdeckblende (30) vom Grundkörper (10) verhindert.
8. Elektrisches Kupplungselement (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Anschlusselement (28) vorzugsweise ein Schraubanschluss ist.
1. An electric coupling element (1) to be arranged in a plug connector housing,
preferably in a modular plug connector housing,
consisting of an electrically insulating base body (10),
the base body (10) including contact chambers (11) with electrical contact elements
(20) arranged therein,
the contact elements (20) being preferably formed as socket or pin contacts, the contact
elements (20) having a contact side (22) that is at the front in the plug-in direction
(S) and a cable connection side (24) that is at the rear in the plug-in direction
(S),
the cable connection side (24) having a connection means (28) for fastening an electrical
conductor (3) to the cable connection side (24) of the contact element (20), and
the base body (10) having openings (18) which allow an access to the connection means
(28), the electric coupling element (1) including an electrically insulating cover
plate (30), and the cover plate (30) being arranged on the base body (10) in front
of the openings (18), characterized in that the cover plate (30) is arranged on the base body so as to be linearly displaceable
in and opposite to the plug-in direction (S).
2. The electric coupling element (1) according to claim 1, characterized in that
in a first, open position (A), which is forward in the plug-in direction (S), the
cover plate (30) enables the access to the openings (18), and in a second, closed
position (B), which is rearward in the plug-in direction (S), it covers the openings
(18).
3. The electric coupling element (1) according to claim 2, characterized in that
the cover plates (30, 30') of two coupling elements (1) that are fully plugged into
each other are each in their rearward, closed position (B, B') and contact each other
by their respective portion (32, 32') that is most forward in the plug-in direction
(S).
4. The electric coupling element (1) according to claim 3, characterized in that
formed on the portion (32) of the cover plate (30) that is at the front in the plug-in
direction (S) is a spring element (34) which, in the fully plugged-in condition of
the electric coupling element (1) with a second electric coupling element (1'), generates
a force which forces the cover plates (30, 30') into the respective rearward, closed
position (B, B').
5. The electric coupling element (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the cover plate (30) has one or more ribs (36) on the side facing the base body (10),
the ribs (36) engaging in grooves (16) in the base body (10) in the rearward, closed
position (B), and
the grooves (16) extending between the openings (18) along the plug-in direction (S).
6. The electric coupling element (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the cover plate (30) includes at least one latching means (38) on the side facing
the base body (10),
the latching means (38) engaging in one of the openings (18) in the rearward, closed
position (B).
7. The electric coupling element (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the cover plate (30) includes a stop (39) on the side facing the base body (10),
the stop (39) hooking into the base body (10) in the open position (A) and preventing
the cover plate (30) from being fully removed from the base body (10).
8. The electric coupling element (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the connection element (28) preferably is a screw connection.
1. Elément d'accouplement électrique (1) pour l'agencement dans un boîtier de connecteur
enfichable,
de préférence dans un boîtier de connecteur enfichable modulaire,
composé d'un corps de base (10) électriquement isolant,
le corps de base (10) présentant des chambres de contact (11) avec des éléments de
contact électriques (20) agencés dans celles-ci,
les éléments de contact (20) étant de préférence réalisés sous forme de contacts femelles
ou mâles,
les éléments de contact (20) présentant une face de contact avant (22) dans le sens
d'enfichage (S), et une face de raccordement de câble arrière (24) dans le sens d'enfichage
(S),
la face de raccordement de câble (24) disposant de moyens de raccordement (28) pour
la fixation d'un conducteur électrique (3) sur la face de raccordement de câble (24)
de l'élément de contact (20), et
le corps de base (10) présentant des orifices (18) qui permettent un accès aux moyens
de raccordement (28), l'élément d'accouplement électrique (1) présentant un cache
de recouvrement (30) électriquement isolant, et le cache de recouvrement (30) étant
agencé sur le corps de base (10) devant les orifices (18), caractérisé en ce que le cache de recouvrement (30) est agencé sur le corps de base de façon à être linéairement
déplaçable dans le sens d'enfichage (S) et inversement à celui-ci.
2. Elément d'accouplement électrique (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le cache de recouvrement (30) autorise l'accès aux orifices (18) dans une première
position avant ouverte (A) dans le sens d'enfichage (S), et recouvre les orifices
(18) dans une deuxième position arrière fermée (B) dans le sens d'enfichage (S).
3. Elément d'accouplement électrique (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que
les caches de recouvrement (30, 30') de deux éléments d'accouplement (1) entièrement
enfichés l'un dans l'autre se trouvent chacun dans leur position arrière fermée (B,
B') et se touchent mutuellement avec leur zone (32, 32') la plus avancée dans le sens
d'enfichage (S).
4. Elément d'accouplement électrique (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que
un élément ressort (34) est réalisé dans la zone avant (32) du cache de recouvrement
(30) dans le sens d'enfichage (S), lequel génère une force qui force les caches de
recouvrement (30, 30') dans la position arrière fermée (B, B') respective lorsque
l'élément d'accouplement électrique (1) est à l'état entièrement enfiché dans un deuxième
élément d'accouplement électrique (1').
5. Elément d'accouplement électrique (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le cache de recouvrement (30) dispose d'une ou de plusieurs nervures (36) sur la face
tournée vers le corps de base (10),
les nervures (36) s'engageant dans des gorges (16) dans le corps de base (10) dans
la position arrière fermée (B), et
les gorges (16) s'étendant le long du sens d'enfichage (S) entre les orifices (18).
6. Elément d'accouplement électrique (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le cache de recouvrement (30) présente au moins un moyen d'enclenchement (38) sur
la face tournée vers le corps de base (10),
le moyen d'enclenchement (38) s'engageant dans l'un des orifices (18) dans la position
arrière fermée (B).
7. Elément d'accouplement électrique (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le cache de recouvrement (30) présente une butée (39) sur la face tournée vers le
corps de base (10),
la butée (39) s'enclenchant dans le corps de base (10) dans la position ouverte (A)
et empêchant un retrait complet du cache de recouvrement (30) du corps de base (10).
8. Elément d'accouplement électrique (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de raccordement (28) est de préférence un raccordement par vissage.