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(11) |
EP 2 811 150 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2018 Patentblatt 2018/24 |
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Anmeldetag: 22.04.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Kraftstoffeinspritzventil
Fuel injection valve
Soupape d'injection de carburant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
05.06.2013 DE 102013210397
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.12.2014 Patentblatt 2014/50 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Seitter, Max
75417 Muehlacker (DE)
- Miokovic, Tatjana
70569 Stuttgart (DE)
- Sarfert, Frank
70825 Korntal-Muenchingen (DE)
- Wondraczek, Lutz
70825 Korntal-Muenchingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102005 037 951 US-A- 5 534 081 US-A1- 2010 025 500
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JP-A- S59 211 759 US-A1- 2009 289 131
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- DEUTSCHE EDELSTAHLWERKE: "1.4462 Nichtrostender austenitisch-ferritischer Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl",
INTERNET CITATION, März 2008 (2008-03), Seiten 1-4, XP002695797, Gefunden im Internet:
URL:http://www.dew-stahl.com/fileadmin/fil es/dew-stahl.com/documents/Publikationen/W
erkstoffdatenblaetter/RSH/1.4462_de.pdf [gefunden am 2013-04-22]
- Bodycote Kolsterising: "Kolsterisieren - Korrosionfestes Oberflächenhärten von austenitischem,
rostfreiem Stahl", , 31. Dezember 2005 (2005-12-31), XP055143654, Gefunden im Internet:
URL:http://internet.bodycote.org/kolsteris ing/brochures/147-290_BODY_kolst_DE_FINR.p
df [gefunden am 2014-09-30]
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektromagnetisch betätigbares Kraftstoffeinspritzventil
mit einer Ventilnadel, welche zumindest teilweise aus Duplexstahl hergestellt ist.
[0002] Elektromagnetisch betätigbare Kraftstoffeinspritzventile sind aus dem Stand der Technik
in unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt. Hierbei ist üblicherweise eine Ventilnadel
an einem Magnetanker angeordnet, wobei für einen Einspritzvorgang die Ventilnadel
mittels elektromagnetischer Kraft von einem geschlossenen Zustand in einen geöffneten
Zustand und wieder zurück in den geschlossenen Zustand gebracht wird. Da im Betrieb
Wärmedehnungen der Ventilnadel auftreten können, werden bisher martensitische Werkstoffe
verwendet, welche insbesondere unter den Aspekten ihres Wärmedehnungsverhaltens und
ihrer Verschleißbeständigkeit ausgewählt werden. Ein Nachteil dieser martensitischen
Werkstoffe sind jedoch ihre magnetischen Eigenschaften. Hierdurch kann ein unerwünschter
magnetischer Fluss von einem Magnetanker über die Ventilnadel zu einem Innenpol auftreten.
Hierdurch können jedoch Schaltzeiten negativ beeinflusst werden und insbesondere ein
magnetisches Kleben der Ventilnadel am Innenpol verstärkt werden.
[0003] Aus der
US 2009/0289131 A1 ist bereits ein Kraftstoffeinspritzventil bekannt, das u.a. eine Ventilnadel, einen
Magnetaktor mit einem Magnetanker und einem Innenpol umfasst. Mit einer Feder als
Rückstellelement wird die Ventilnadel in die geschlossene Stellung am Ventilsitz gedrückt.
[0004] Auch aus der
DE 10 2005 037 951 A1 ist bereits ein Kraftstoffeinspritzventil mit den typischen Ventilbauteilen eines
mittels eines Elektromagneten betriebenen Ventils bekannt. Bei der Herstellung dieses
Ventils wird das Ventilgehäuse gezielt durch thermische Einflüsse lokal in seiner
Gefügestruktur und damit in seinen Magneteigenschaften verändert. Als Ausgangsmaterial
kann für den das Ventilgehäuse bildenden Grundkörper u.a. ein Duplex-Material in Frage
kommen.
[0005] Aus den Druckschriften
JP 59-211759 A,
US 5,534,081 A und
US 2010/0025500 A1 sind u.a. weitere Kraftstoffeinspritzventile, insbesondere Dieseldüsen bereits bekannt,
bei denen eine Ventilnadel mit einem Ventilsitz zum Öffnen und Schließen des Ventils
zusammenwirkt. Die Ventilnadeln sind dabei jeweils aus einem rostfreiem Stahl mit
martensitischem Gefüge hergestellt. Zudem können ausgewählte Oberflächenbereiche der
Ventilnadeln mittels Nitrieren/Aufsticken behandelt werden, um insbesondere an der
Ventilnadelspitze eine gewünschte Oberflächenhärte einzustellen.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Das erfindungsgemäße elektromagnetisch betätigbare Kraftstoffeinspritzventil mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 weist demgegenüber den Vorteil auf, dass die Ventilnadel
nur eine sehr geringe Sättigungsinduktion aufweist. Weiterhin weist die erfindungsgemäße
Ventilnadel eine hohe Verschleißfestigkeit insbesondere bei Schlagverschleiß auf.
Dies ist besonders für die Lebensdauer und Einspritzgenauigkeit des Kraftstoffeinspritzventils
wichtig, da die Ventilnadel bei maximaler Öffnung gegen einen Anschlag stoßen kann
und somit einer hohen Schlagbelastung ausgesetzt ist. Weiterhin kann die erfindungsgemäße
Ventilnadel kostengünstig bereitgestellt werden und insbesondere ist eine Schweißbarkeit
der Ventilnadel sichergestellt. Dadurch können sehr kostengünstige Herstellungsverfahren
verwendet werden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Ventilnadel
zumindest teilweise aus einem Duplexstahl hergestellt ist. Der Duplexstahl umfasst
dabei ein erstes ferritisches oder martensitisches Gefüge und ein zweites, austenitisches
Gefüge. Hierdurch wird eine geringe Wärmedehnung und/oder eine hohe Festigkeit, insbesondere
eine hohe Oberflächenhärte und eine hohe Verschleißfestigkeit, erreicht. Ein weiterer
Vorteil der teilweise aus Duplexstahl hergestellten Ventilnadel ist ihre Korrosionsbeständigkeit
gegenüber Kraftstoff, da der Kraftstoff direkt mit der Ventilnadel in Kontakt steht.
Die aus Duplexstahl hergestellte Ventilnadel weist ferner eine geringe Sättigungsinduktion
im austenitisch dominierten Bereich (Magnetisierbarkeit) auf, wodurch magnetische
Verlustströme über die Ventilnadel vermieden werden können.
[0007] Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
[0008] Besonders bevorzugt ist die Ventilnadel vollständig aus Duplexstahl hergestellt.
Hierdurch kann die Ventilnadel besonders einfach und kostengünstig hergestellt werden.
Beispielsweise kann ein Nadelschaft mit einer Ventilkugel mittels einer Schweißverbindung
verbunden werden. Auch kann Kraftstoff die komplette Ventilnadel benetzen.
[0009] Besonders bevorzugt ist das austenitische Gefüge inselartig im ersten ferritischen
Gefüge angeordnet. Dadurch kann eine relativ gleichmäßige Verteilung des austenitischen
Gefüges innerhalb einer ferritischen Matrix erhalten werden.
[0010] Weiter bevorzugt umfasst die Ventilnadel ferner einen ersten Ankeranschlag, welcher
aus Duplexstahl hergestellt ist, und/oder einen zweiten Ankeranschlag, welcher ebenfalls
aus Duplexstahl hergestellt ist. Der erste und zweite Ankeranschlag dienen dabei als
Anschläge für einen Magnetanker, welcher vorzugsweise zwischen dem ersten und zweiten
Ankeranschlag verschiebbar angeordnet ist. Die Ventilnadel umfasst ferner einen Führungsbereich
für den Magnetanker, welcher zwischen dem ersten und zweiten Ankeranschlag angeordnet
ist, wobei der Führungsbereich ebenfalls aus Duplexstahl hergestellt ist. Hierdurch
weist der Führungsbereich einen hohen Verschleißwiderstand auf.
[0011] Weiter bevorzugt ist eine Sättigungsinduktion der aus Duplexstahl hergestellten Ventilnadel
zwischen 0 bis 1 Tesla, insbesondere zwischen 0 und 0,8 Tesla und besonders bevorzugt
≤ 0,5 Tesla. Bei einer Sättigungsinduktion < 0,5 Tesla sind magnetische Verlustströme
über die Ventilnadel so gering, dass keinerlei Nachteile hinsichtlich höheren Schaltgeschwindigkeiten
und einer Dynamik des Kraftstoffeinspritzventils bzw. ein unerwünschtes Ankerkleben
auftreten.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein die Ventilnadel
zumindest teilweise umgebendes Bauteil, z.B. ein Ventilgehäuse und/oder eine Ventilhülse,
des Kraftstoffeinspritzventils ebenfalls aus Duplexstahl oder martensitischen oder
ferritischen Stahl hergestellt. Vorzugsweise wird hierbei der gleiche Duplexstahl
wie zur Herstellung der Ventilnadel verwendet. Hierdurch können insbesondere wärmebedingte
Längenänderungen der Ventilnadel durch eine entsprechende Längenänderung des umgebenden
Bauteils kompensiert werden, so dass eine hohe Betriebssicherheit und auch Genauigkeit
hinsichtlich Einspritzzeiten und Einspritzmengen erhalten wird.
[0013] Der Duplexstahl für die Ventilnadel ist vorzugsweise ein 1.4362 (X2CrNiN23-4)-Stahl.
Besonders bevorzugt ist ein Volumenanteil des ersten ferritischen Gefüges gleich einem
Volumenanteil des zweiten austenitischen Gefüges. Weiter bevorzugt umfasst der erfindungsgemäße
Duplexstahl einen oder mehrere Legierungsbestandteile, wie z.B. Cr, Ni, N, Mn.
[0014] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Ventilnadel eines
Kraftstoffeinspritzventils, wobei erfindungsgemäß in einem ersten Schritt eine Ventilnadel
zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, aus einem Duplexstahl hergestellt wird
und in einem zweiten Schritt eine Oberflächenhärte der Ventilnadel erhöht wird und/oder
die lokalen Gefügeeigenschaften entsprechend der funktionalen Anforderungen hinsichtlich
Verschleiß und/oder Magnetisierbarkeit angepasst werden. Die Erhöhung der Oberflächenhärte
oder die gezielte Gefügemodifikation wird besonders bevorzugt mittels einer Wärmebehandlung
(Niedertemperatur-Aufsticken/-Aufkohlen oder Hochtemperatur-Aufsticken/-Aufkohlen)
durchgeführt. Der Schritt der Wärmebehandlung erhöht dabei eine Verschleißfestigkeit
der Ventilnadel bei gleichbleibender Korrosionsbeständigkeit. Insbesondere werden
dabei die hervorragenden korrosionsbeständigen Eigenschaften des Duplexstahls nicht
beeinträchtigt. Bei der Wärmebehandlung wird eine Härtung durch ein Diffusionsverfahren
erreicht. Dabei diffundieren Kohlenstoff- und/oder Stickstoffatome in die bestehenden
Zwischengitter ein, was bei großen Mengen von eindiffundiertem Kohlenstoff zu Druckspannungen
an der Oberfläche führt, wodurch eine sehr hohe Oberflächenhärte erreicht wird. Weiterhin
kann durch das gezielte Einbringen von Kohlenstoff- und/oder Stickstoffatomen die
Gefügezusammensetzung in Richtung ferritisches/martensitisches oder austenitisches
Gefüge gesteuert werden. So lassen sich gezielt lokale magnetische Eigenschaften im
Bauteil erzielen. Weiter bevorzugt erfolgt eine lokale Wärmebehandlung, insbesondere
des Nadelschafts, der Ventilnadel, durch welche eine lokale Gefügeumwandlung erzeugt
wird, die lokal eine geringere Magnetisierbarkeit des Bauteils erzeugt oder einen
geringeren Wärmeausdehnungskoeffizient besitzt. Der Wärmeausdehnungskoeffizient kann
damit so eingestellt werden, dass er dem der Ventilhülse entspricht und somit unterschiedliche
Wärmedehnungen zwischen Ventilgehäuse und Ventilnadel reduziert werden. Der Wärmeausdehnungskoeffizient
liegt dabei vorzugsweise bei ungefähr 10 bis 12 x 10
-6 K
-1.
[0015] Weiter bevorzugt werden Führungsflächen an der Ventilnadel, insbesondere mittels
Polieren oder dergleichen, nachbearbeitet.
Zeichnung
[0016] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme
auf die begleitende Zeichnung im Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:
- Figur 1
- eine schematische Schnittansicht eines Kraftstoffeinspritzventils gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
[0017] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Figur 1 ein Kraftstoffeinspritzventil 1 gemäß
einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben.
[0018] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, umfasst das Kraftstoffeinspritzventil 1 eine Ventilnadel
2 und einen Magnetanker 3 sowie einen Innenpol 4. Ferner ist eine Spule 5 vorgesehen,
welche bei Bestromung den Magnetanker 3 in Richtung des Innenpols 4 anzieht.
[0019] Ein Rückstellelement 6 ist mit der Ventilnadel 2 verbunden, um die Ventilnadel 2
in die Ausgangsposition zurückzustellen. Figur 1 zeigt dabei die Ausgangsposition
des Kraftstoffeinspritzventils 1, welche in diesem Ausführungsbeispiel die geschlossene
Position des Kraftstoffeinspritzventils 1 ist. Hierbei liegt die Ventilnadel 2 auf
einem Ventilsitz 9 auf, wodurch eine Verbindung zu Einspritzöffnungen 8 unterbrochen
ist.
[0020] Die Ventilnadel 2 umfasst einen länglichen Nadelschaft 20 und eine Ventilkugel 23.
Die Ventilkugel 23 ist mittels einer Schweißverbindung 25 an den Nadelschaft 20 angeschweißt.
Da die Ventilnadel 20 vollständig aus einem Duplexstahl hergestellt ist, kann die
Ventilkugel 23 an den Nadelschaft 20 angeschweißt werden. Die Ventilnadel 2 umfasst
ferner einen ersten Ankeranschlag 21 und einen zweiten Ankeranschlag 22. Der Magnetanker
3 ist dabei zwischen dem ersten und zweiten Ankeranschlag 21, 22 angeordnet. Hierbei
ist an der Ventilnadel 2 ein Führungsbereich 24 für den Magnetanker 3 vorgesehen.
Der Führungsbereich 24 für den Magnetanker weist dabei eine Vickershärte von ≥ 600
HV10 auf.
[0021] Da alle Bauteile der Ventilnadel 2 aus Duplexstahl hergestellt sind, weist die Ventilnadel
2 nur eine sehr geringe magnetische Sättigungsinduktion auf. Hierdurch werden insbesondere
magnetische Verlustströme über die Ventilnadel 2 vermieden. Die Verwendung eines Duplexstahls
stellt dabei eine hohe Korrosionsbeständigkeit insbesondere auch gegenüber Kraftstoff
bereit.
[0022] Ferner umfasst das Kraftstoffeinspritzventil 1 ein Ventilgehäuse 10. Das Ventilgehäuse
10 ist vorzugsweise ebenfalls aus Duplexstahl hergestellt, besonders bevorzugt aus
dem gleichen Duplexstahl wie die Ventilnadel 2.
[0023] Hierdurch wird ein gleicher Wärmeausdehnungskoeffizient für die Ventilnadel 2 und
das Ventilgehäuse 10 erhalten.
[0024] Da sämtliche Bauteile der Ventilnadel 2 aus Duplexstahl hergestellt sind, können
beispielsweise auch der erste und/oder zweite Ankeranschlag 21, 22 mittels eines Umformverfahrens,
beispielsweise eines Stauchverfahrens, hergestellt werden. Weiterhin besitzt die Ventilnadel
2 eine relativ hohe Festigkeit bei guter Duktilität. Ferner kann durch eine gezielte
Wärmebehandlung von Teilbereichen der Ventilnadel 2 eine jeweils unterschiedliche
Gefügezusammensetzung bzw. eine Gefügeverteilung erreicht werden, wodurch bestimmte
Bauteileigenschaften, insbesondere verbesserte Härten oder lokal unterschiedliche
Magnetisierbarkeiten oder lokal unterschiedliche Wärmedehnungskoeffizienten, eingestellt
werden können.
[0025] Hierbei ist zwischen dem ersten und zweiten Ankeranschlag 21, 22 der Führungsbereich
24 für den Magnetanker 3 bereitgestellt, wobei der Führungsbereich 24 ebenfalls aus
Duplexstahl hergestellt ist und einer Wärmebehandlung unterzogen wurde. Hierdurch
kann das ferritische/austenitische Gefüge derart eingestellt werden, dass ein Wärmeausdehnungskoeffizient
im Bereich von 10 bis 12 x 10
-6 K
-1 erhalten wird, wobei die Härte des Duplexstahls beibehalten wird.
1. Kraftstoffeinspritzventil, umfassend
- eine Ventilnadel (2),
- einen Magnetaktor mit einem Magnetanker (3) und einem Innenpol (4), und
- ein Rückstellelement (6),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ventilnadel (2) zumindest teilweise aus einem Duplexstahl hergestellt ist,
wobei der Duplexstahl ein erstes ferritisches oder martensitisches Gefüge und ein
zweites austenitisches Gefüge aufweist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilnadel (2) vollständig aus Duplexstahl hergestellt ist.
3. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite, austenitische Gefüge inselartig im ersten, ferritischen oder martensitischen
Gefüge des Duplexstahls angeordnet ist.
4. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilnadel (2) ferner einen ersten Ankeranschlag (21) aus Duplexstahl und/oder
einen zweiten Ankeranschlag (22) aus Duplexstahl aufweist.
5. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetanker (3) zwischen dem ersten und zweiten Ankeranschlag (21, 22) angeordnet
ist und die Ventilnadel (2) einen Führungsbereich (24) für den Magnetanker (3) aus
Duplexstahl zwischen dem ersten und zweiten Ankeranschlag aufweist.
6. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Ventilnadel (2) zumindest teilweise umgebendes Bauteil, insbesondere ein
Ventilgehäuse (10), aus Duplexstahl hergestellt ist, insbesondere aus dem gleichen
Duplexstahl wie die Ventilnadel (2).
7. Verfahren zur Herstellung einer Ventilnadel (2) eines Kraftstoffeinspritzventils (1)
nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend die Schritte:
- Herstellen der Ventilnadel (2), wobei zumindest Teilbereiche der Ventilnadel aus
Duplexstahl hergestellt sind, und
- Erhöhen einer Oberflächenhärte der aus Duplexstahl hergestellten Teilbereiche der
Ventilnadel, insbesondere mittels Kolsterisierens.
8. Verfahren nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch den Schritt des lokalen Erwärmens von aus Duplexstahl hergestellten Teilbereichen,
insbesondere eines Nadelschafts der Ventilnadel, zur Einstellung eines ferritischen/austenitischen
Gefüges derart, dass ein vorbestimmter Wärmeausdehnungskoeffizient, insbesondere in
einem Bereich von 10 bis 12 x 10-6 K-1, erhalten wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ventilnadel (2) Führungsflächen (24), insbesondere mittels Polieren oder dergleichen,
hergestellt werden.
1. Fuel injection valve, comprising
- a valve needle (2),
- a magnet actuator with a magnet armature (3) and an inner pole (4), and
- a restoring element (6),
characterized in that the valve needle (2) is produced at least partially from a duplex steel,
wherein the duplex steel has a first, ferritic or martensitic microstructure and a
second, austenitic microstructure.
2. Valve according to Claim 1, characterized in that the valve needle (2) is produced entirely from duplex steel.
3. Valve according to one of the preceding claims, characterized in that the second, austenitic microstructure is arranged in insular fashion in the first,
ferritic or martensitic microstructure of the duplex steel.
4. Valve according to one of the preceding claims, characterized in that the valve needle (2) furthermore has a first armature stop (21) composed of duplex
steel and/or a second armature stop (22) composed of duplex steel.
5. Valve according to Claim 4, characterized in that the magnet armature (3) is arranged between the first and second armature stop (21,
22) and the valve needle (2) has a guide region (24) for the magnet armature (3) composed
of duplex steel between the first and second armature stops.
6. Valve according to one of the preceding claims, characterized in that a component, in particular a valve housing (10), which at least partially surrounds
the valve needle (2) is produced from duplex steel, in particular from the same duplex
steel as the valve needle (2).
7. Method for producing a valve needle (2) of a fuel injection valve (1) according to
one of Claims 1 to 6, comprising the steps:
- producing the valve needle (2), wherein at least partial regions of the valve needle
are produced from duplex steel, and
- increasing a surface hardness of those partial regions of the valve needle which
are produced from duplex steel, in particular by means of Kolsterizing.
8. Method according to Claim 7, characterized by the step of locally heating partial regions produced from duplex steel, in particular
of a needle shank of the valve needle, in order to set a ferritic/austenitic microstructure
such that a predetermined coefficient of thermal expansion, in particular in a range
from 10 to 12 x 10-6 K-1, is obtained.
9. Method according to Claim 7 or 8, characterized in that guide surfaces (24) are produced on the valve needle (2), in particular by means
of polishing or the like.
1. Soupape d'injection de carburant, comprenant :
- une aiguille de soupape (2),
- un actionneur magnétique comprenant un induit magnétique (3) et un pôle intérieur
(4), et
- un élément de rappel (6),
caractérisée en ce que
l'aiguille de soupape (2) est fabriquée au moins en partie à partir d'un acier duplex,
l'acier duplex présentant une première structure ferritique ou martensitique et une
deuxième structure austénitique.
2. Soupape selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'aiguille de soupape (2) est fabriquée complètement en acier duplex.
3. Soupape selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la deuxième structure austénitique est disposée sous forme d'îlot dans la première
structure ferritique ou martensitique de l'acier duplex.
4. Soupape selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'aiguille de soupape (2) présente en outre une première butée d'induit (21) en acier
duplex et/ou une deuxième butée d'induit (22) en acier duplex.
5. Soupape selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'induit magnétique (3) est disposé entre la première et la deuxième butée d'induit
(21, 22) et l'aiguille de soupape (2) présente une région de guidage (24) pour l'induit
magnétique (3) constituée d'acier duplex entre la première et la deuxième butée d'induit.
6. Soupape selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un composant entourant au moins en partie l'aiguille de soupape (2), en particulier
un boîtier de soupape (10), est fabriqué en acier duplex, en particulier est constitué
du même acier duplex que celui de l'aiguille de soupape (2).
7. Procédé de fabrication d'une aiguille de soupape (2) d'une soupape d'injection de
carburant (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, comprenant les étapes
suivantes :
- fabrication de l'aiguille de soupape (2), au moins des régions partielles de l'aiguille
de soupape étant fabriquées en acier duplex, et
- augmentation d'une dureté de surface des régions partielles de l'aiguille de soupape
fabriquées en acier duplex, en particulier par Kolsterising (durcissement superficiel).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé par l'étape consistant à chauffer localement des régions partielles fabriquées en acier
duplex, en particulier une tige d'aiguille de l'aiguille de soupape, pour ajuster
une structure ferritique /austénitique de telle sorte qu'un coefficient de dilatation
thermique prédéterminé soit obtenu, en particulier dans une plage de 10 à 12 x 10-6 K-1.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que des surfaces de guidage (24) sont, fabriquées sur l'aiguille de soupape (2), en particulier
par polissage ou similaire.

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