Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Ratschenwerkzeug enthaltend:
- a) einen Hebelarm
- b) ein topfförmiges Gehäuse mit einem Boden und wenigstens einer Seitenwand, welches
an dem Hebelarm vorgesehen ist,
- c) ein in dem Gehäuse angeordneter Ratschenmechanismus,
- d) eine Gehäuseabdeckung, welche den Ratschenmechanismus in dem Gehäuse abdeckt,
- e) ein Antriebsteil, welches mit dem Ratschenmechanismus verbunden ist.
Stand der Technik
[0002] Solche Ratschenwerkzeuge werden zum Anziehen und zum Lösen von Schraubverbindungen
vor allem im Maschinen- oder Werkzeugbau in der Montagetechnik verwendet. Die Ratschenwerkzeuge
verfügen dazu über einen hebelförmigen Grundkörper. An dessen einen Ende ist üblicherweise
ein Griff vorgesehen. An dem anderen Ende ist ein topfförmiges Gehäuse angeordnet.
In dem Gehäuse befindet sich der Ratschenmechanismus mit einem Antriebsteil. Der Ratschenmechanismus
beinhaltet ein Drehteil und ein Sperrteil. Das Antriebsteil ist an dem Drehteil befestigt,
sofern das Drehteil nicht selbst zugleich das Antriebsteil bildet. Das Sperrteil lässt
das Drehteil nur in eine Richtung drehen. Mit einem Umschalter lässt sich die Drehrichtung
jeweils einstellen. Das Antriebsteil ist häufig als ein Außenvierkantprofil ausgebildet,
auf welchem Steckwerkzeuge formschlüssig aufgesteckt werden. Diese Steckwerkzeuge
verfügen daher über ein geeignetes Innenvierkantprofil. Üblicherweise werden solche
Werkzeuge auch als Knarren oder Ratschenringschlüssel mit Innenprofil zum Schraubenantrieb
bezeichnet.
[0003] In der
DD 231025 A1 wird eine Aufsteckratsche beschrieben, die für das Anziehen und das Lösen von Schraubverbindungen
gleichermaßen gut geeignet ist. Die Aufsteckratsche ist umschaltbar gestaltet und
ermöglicht gefahrlose Übertragung auch großer Drehmomente. Infolge ihrer geringen
Außenabmessungen gestattet die Aufsteckratsche den Einsatz an beengten Montagestellen.
In einem zylindrischen Ratschenkörper sind für Rechts- und Linksdrehung vier Sperrklinken
um 90° versetzt unter Federdruck angeordnet, wobei die jeweils beiden gegenüberliegenden
Sperrklinken für eine Drehrichtung bestimmt sind und zum Zwecke der Richtungsänderung
durch Drehung einer Umschaltplatte in bzw. außer Eingriff mit dem Sperrrad gebracht
werden können. Der Einsatz von je zwei Sperrklinken für eine Drehrichtung ermöglicht
die Übertragung großer Drehmomente und gewährleistet bei Bedienung mit einem zweiarmigen
Hebel eine ausgewogene Krafteinleitung und damit eine hohe Arbeitssicherheit gegenüber
Abrutschen.
[0004] In der
DE 20 2012 104 413 U1 wird ein Knarren- bzw. Ratschenwerkzeug mit einem Werkzeugkopf beschrieben, wobei
der Werkzeugkopf einen Auf- bzw. Einsatz aufweist, der mit einem Ratschenmechanismus
zur Übertragung von Drehmomenten gekoppelt ist und auf den bzw. in dem Auf- bzw. Einsatz
oder eine Schraube gesteckt wird. Der Ratschenmechanismus weist ein Drehteil zur Drehmomentübertragung
auf, welches an seiner Stirnseite eine Verzahnung aufweist, in die ein Sperrelement
eingreift. Dabei ist der Ratschenmechanismus in einem Gehäuse angeordnet und/oder
ein Hebel zur Kraftübertragung für den Ratschenmechanismus vorgesehen. Der Ratschenmechanismus
ist damit vor Verschmutzungen geschützt.
[0005] Die
DE 1778996 U offenbart umschaltbare Steckschlüsselknarren, wie sie zum Antreiben von Steckschlüsseleinsätzen
und dgl. benutzt werden. Die bekannten Knarren können sowohl für Rechtsantrieb, als
auch für Linksantrieb verwendet werden. Die jeweils benutzte Antriebsrichtung wird
durch ein Gesperre, das das Schaltrad nur in der gewünschten Antriebsrichtung mitnimmt,
bewirkt. Es sind schon mehrere Ausführungsformen solcher Schaltvorrichtungen bekannt.
So ist hieraus bekannt, das Schaltrad durch hebelartige Klinken, die in der gewünschten
Antriebsrichtung in das Schaltrad einrasten, mitzunehmen. Bei diesen Knarren wird
die Klinke durch einen Umschalthebel geschwenkt, der auf der Rückseite des Knarrengehäuses
in einer Aussparung liegt und von einer ihn übergreifenden Brücke gehalten wird.
[0006] Die
WO 96/011774 offenbart einen Ratschenschlüssel mit ineinandergreifenden Zahngetrieben. Der Ratschenschlüssel
umfasst einen Schaft, der ein vorderes Ende und einen rückwärtigen Teil besitzt, wobei
das vordere Ende ein Gehäuse aufweist mit einer gestuften runden Öffnung und axial
ausgerichteten ersten Getriebezähnen innerhalb der gestuften Öffnung. Der Ratschenschlüssel
weist eine Deckplatte auf, die mit dem vorderen Ende des Schaftes verbunden ist. Ein
ergonomisch geformter Handgriff ist an der Rückseite des rückwärtigen Teiles des Schaftes
zum Anfassen angeordnet. Die Deckplatte ist dem Gehäuse der Getriebeanordnung zugeordnet.
Sie besitzt eine oder mehrere Befestigungsmittel und dient der Abdeckung und dem Herunterdrücken
einer Druckfeder und der Vermeidung des Eintritts von Schmutz oder Fett in den abgedeckten
Bereich.
[0007] Der Ratschenmechanismus sitzt bei dem beschriebenen Stand der Technik in einem topfartigen
Gehäuse, welches mit einer Gehäuseabdeckung verschlossen ist. Die Abdeckung vermeidet
beispielsweise, dass das Ratschengetriebe verschmutzt. Die bekannten Knarren bzw.
Ratschen haben aber den Nachteil, dass die Abdeckung mit einer oder mehreren Schrauben
bzw. Nieten am Gehäuse befestigt ist. Bei häufigem Gebrauch und Vibrationen können
sich solche Befestigungsmittel leicht lösen. Dabei löst sich dann der gesamte Ratschenmechanismus
samt Antriebsteil und Deckel vom Gehäuse.
[0008] Ein weiterer Nachteil der Knarren bzw. Ratschen, wie sie aus dem Stand der Technik
bekannt sind, besteht darin, dass sie relativ aufwendig und damit teuer in der Herstellung
sind. Denn die Gehäuse müssen geeignete Gewindebohrungen aufweisen und die Schrauben
in einem zusätzlichen Arbeitsgang eingeschraubt werden.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden
und ein Ratschenwerkzeug zu schaffen, bei dem sich keine Kleinteile, wie Schrauben
oder Nieten, lösen können.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass bei einem Ratschenwerkzeug
der eingangs genannten Art
f) die Seitenwand des Gehäuses und/oder das Antriebsteil eine nutenförmige Ausnehmung
aufweisen, in welcher Befestigungsmittel zur Befestigung der Gehäuseabdeckung vorgesehen
sind.
[0011] Der Vorteil bei dem erfindungsgemäßen Ratschenwerkzeug besteht darin, dass sich keine
Kleinteile mehr lösen können. Besonders bei der Flugzeugwartung bzw. beim Flugzeugbau
dürfen keine Kleinteile in die Turbinenschaufeln gelangen. Solche könnten die Turbinen
mit katastrophalen Folgen zerstören. Oft fiel es gar nicht auf, wenn sich eine Schraube
oder Niete löste. Bei dem erfindungsgemäßen Ratschenwerkzeug ist die Gehäuseabdeckung
nicht mehr mit Schrauben befestigt. Die Gehäuseabdeckung wird mit Befestigungsmitteln
in einer Nut der Seitenwand des Gehäuses bzw. des Antriebsteils fixiert. Die nutenförmige
Ausnehmung befindet sich üblicherweise auf der Innenseite des topfförmigen Gehäuses.
Laschenförmige Befestigungsmittel greifen in diese nutenförmige Ausnehmung um die
Gehäuseabdeckung am Gehäuse des Ratschenwerkzeugs zu befestigen. Dadurch kann vermieden
werden, dass Kleinteile, wie Schrauben oder Nieten zum Befestigen der Gehäuseabdeckung
verwendet werden. Diese können sich nämlich im schlimmsten Fall lösen. Durch eine
Nut in dem Antriebsteil kann ein Befestigungsmittel, wie z.B. ein entsprechend breit
ausgelegter Sprengring, die Gehäuseabdeckung an dem Gehäuse fixieren. Der Sprengring
sitzt dabei in der nutenförmigen Ausnehmung des Antriebsteils und kann somit nicht
mehr verrutschen. Dies hält die Gehäuseabdeckung fest in seiner Position ohne Schrauben
und dergleichen.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Gehäuseabdeckung des erfindungsgemäßen
Ratschenwerkzeugs ganz oder teilweise aus Kunststoff vorgesehen. Dies ist vorteilhaft
bei der Herstellung. Ein Spritzgussteil lässt sich schnell und kostengünstig erstellen.
Die Gehäuseabdeckung aus Kunststoff lässt sich zudem auf einfache Weise am Gehäuse
des Ratschenwerkzeugs montieren, da der Kunststoff regelmäßig elastisch ist. Die Gehäuseabdeckung
bzw. die Befestigungsmittel lassen sich dann leichter in die nutenförmige Ausnehmung
einbringen. Die Elastizität hat zudem den Vorteil, dass der Kunststoff dämpfend wirkt
und Vibrationen aufnimmt. Bei der Montage ermüdet der Arm des Monteurs somit nicht
so schnell.
[0013] Vorzugsweise greift zum Verschließen ein Kunststoffrand oder ein Teil des Kunststoffrandes
der Gehäuseabdeckung in die nutförmige Ausnehmung der Seitenwand des Gehäuses Ratschenwerkzeug
zur Befestigung ein. Aufgrund seiner Elastizität ist es sehr zweckmäßig den Rand oder
einen Teil des Randes der Gehäuseabdeckung aus Kunststoff herzustellen. Denn dieser
Kunststoffrand lässt sich wegen seiner Flexibilität einfacher in die nutenförmige
Ausnehmung eindrücken bzw. einrasten, als beispielsweise ein starrer Metallrand.
[0014] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich dadurch, dass
der Rand der Gehäuseabdeckung eine Kliplippe aufweist, welche als Befestigungsmittel
in die nutförmige Ausnehmung des Gehäuses des Ratschenwerkzeugs zum Verschließen eingeklipst
ist. Diese Art der Befestigung der Gehäuseabdeckung ermöglicht die einfache Fixierung
am Gehäuse, auch bei einem nicht elastischen Material für die Gehäuseabdeckung. Die
Kliplippe rastet die Gehäuseabdeckung fest an dem Gehäuse ein und lässt sich nur mit
einem speziellen Werkzeug bzw. mit Gewalt von der Gehäusewand lösen.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Variante des erfindungsgemäßen Ratschenwerkzeugs
klippst die nutförmige Ausnehmung der Seitenwand des Gehäuses zum Verschließen in
die Gehäuseabdeckung ein. Einerseits besteht so die Möglichkeit, dass die Gehäuseabdeckung
bzw. ihr Rand oder ein Teil ihres Randes in die nutenförmige Ausnehmung einklipst,
andererseits kann natürlich umgekehrt auch die nutenförmige Ausnehmung einen Mechanismus
enthalten, damit diese in die Gehäuseabdeckung einklipst. Grundsätzlich sind auch
Kombinationen dieser Varianten denkbar.
[0016] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Ratschenwerkzeugs besteht ferner
darin, die Gehäuseabdeckung eine Kunststofflasche aufweist, welche in innere Ausnehmungen
der Seitenwand des Gehäuses zum Verschließen des Gehäuses eingreift. Dabei sind die
inneren Ausnehmungen auf der Innenseite des Gehäuses vorgesehen. Sobald Laschen der
Gehäuseabdeckung in diese Ausnehmungen eingefügt sind, ist ein besonders guter, sicherer
und fester Sitz der Gehäuseabdeckung gewährleistet. Im Übrigen erreicht man hierdurch
eine einfache Montage der Gehäuseabdeckung auf dem Gehäuse des Ratschenwerkzeugs.
[0017] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Ratschenwerkzeugs ergibt
sich ferner daraus, dass die Befestigungsmittel als zwei Befestigungselemente ausgebildet
sind, welche die Gehäuseabdeckung an dem Antriebsteil des Ratschenmechanismus befestigen,
wobei das Antriebsteil durch die Gehäuseabdeckung und durch das Gehäuse geführt ist,
ein erstes Befestigungselement oberhalb der Gehäuseabdeckung und ein zweites Befestigungselement
außerhalb des Gehäuses angeordnet ist. Die Befestigung der Gehäuseabdeckung kann somit
alleine dadurch erzielt werden, dass ein Befestigungsmittel, z.B. Sicherungsringe,
oberhalb bzw. außerhalb der Gehäuseunterseite an dem Antriebsteil in der nutenförmigen
Ausnehmung vorgesehen sind. Die Gehäuseabdeckung und auch das Gehäuse können dabei
jeweils eine Vertiefung aufweisen, so dass die Befestigungsmittel in der Vertiefung
angeordnet sind, um die Bauhöhe unnötig zu erhöhen. Das außerhalb des Gehäuses angeordnete
Befestigungsmittel stabilisiert den Halt der Gehäuseabdeckung am Antriebsteil. Natürlich
ist auch eine Kombination der Variante mit der nutenförmigen Ausnehmung in der Seitenwand
denkbar.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, ist das Ratschenwerkzeug
als Knarre ausgebildet, wobei das Antriebsteil durch eine Öffnung der Gehäuseabdeckung
geführt ist. Gerade Knarren sind für diese Art von Gehäuseabdeckungen besonders geeignet.
Denn Knarren werden beispielsweise häufig bei der Wartung und Montage von Flugzeugen
eingesetzt. Dabei weist die Gehäuseabdeckung die erforderliche statische Stabilität
auf, um die Kräfte des Antriebsteils beim Betätigen des Ratschenwerkzeugs aufzunehmen.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Variante besteht darin, dass das Ratschenwerkzeug als Ratschenringschlüssel
ausgebildet ist. Damit erhält man eine weitere Anwendungsmöglichkeit. Denn es ist
nicht immer eine herkömmliche Knarre gewünscht, sondern auch ein Ratschenringschlüssel.
Auch bei solchen Werkzeugen ergibt sich das Problem, dass Schrauben oder Nieten sich
lösen können. Insofern wird hierdurch ein weiterer Anwendungsfall abgedeckt.
[0020] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Ratschenwerkzeugs ergibt sich
dadurch, dass die Befestigungsmittel und/oder die Gehäuseabdeckung zum Verschließen
unter Spannung vorgesehen sind. Die Befestigungsmittel und/oder die Gehäuseabdeckung
sind entweder aufgrund ihres Materials vorgespannt oder lassen sich mit zusätzlichen
Spannmitteln vorspannen. Die Spannung verhindert, dass sich die Gehäuseabdeckung in
irgendeiner Weise lösen kann. Die Gehäuseabdeckung erhält einen dem entsprechenden
festen Sitz am Gehäuse ohne Schrauben oder dgl.
[0021] Eine bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Ratschenwerkzeugs ergibt sich ferner
dadurch, dass die Gehäuseabdeckung eine elastische Montagerille aufweist, welche beim
Montieren der Gehäuseabdeckung an das Gehäuse nachgibt. Diese Montagerille ermöglicht,
dass der Rand der Gehäuseabdeckung beim Montieren nachgeben kann. Durch die Montagerille
lässt sich der Rand der Gehäuseabdeckung nämlich in Richtung Montagerille drücken,
bevor er schließlich in die nutenförmige Ausnehmung gelangt. Hierdurch wird die Elastizität
und Spannung der an sich starren Gehäuseabdeckung erhöht. Dies erleichtert die Montage
der Gehäuseabdeckung erheblich. Die Montagerille kann zudem Segment- bzw. Abschnittsweise
ausgebildet sein.
[0022] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile ergeben sich aus dem Gegenstand der Unteransprüche,
sowie den Zeichnungen mit den dazugehörigen Beschreibungen. Ein Ausführungsbeispiel
ist nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0023]
- Fig. 1
- zeigt in einer perspektivischen Prinzipskizze ein topfförmiges Gehäuse ohne Gehäuseabdeckung
eines erfindungsgemäßen Ratschenwerkzeugs mit Hebelarm.
- Fig. 2
- zeigt schematisch einen perspektivischen Längsschnitt des Ratschenwerkzeugs gemäß
Fig. 1 mit zwei vergrößerten Ausschnitten der Seitenwand des Gehäuses.
- Fig.3
- zeigt schematisch einen Längsschnitt des Ratschenwerkzeugs gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht.
- Fig. 4
- zeigt in einer perspektivischen Prinzipskizze eine Gehäuseabdeckung mit Kliplippe
für ein erfindungsgemäßes Ratschenwerkzeug in Draufsicht.
- Fig. 5
- zeigt schematisch einen perspektivischen Schnitt der Gehäuseabdeckung mit Kliplippe
gemäß Fig. 4 für ein erfindungsgemäßes Ratschenwerkzeug.
- Fig. 6
- zeigt perspektivisch die Gehäuseabdeckung mit Kliplippe gemäß Fig. 4 und 5 für ein
erfindungsgemäßes Ratschenwerkzeug von einer Unteransicht.
- Fig. 7
- zeigt in einer perspektivischen Prinzipskizze eine Gehäuseabdeckung mit Kunststoffrand
für ein erfindungsgemäßes Ratschenwerkzeug in Draufsicht.
- Fig. 8
- zeigt schematisch einen perspektivischen Schnitt der Gehäuseabdeckung mit Kunststoffrand
gemäß Fig. 7 für ein erfindungsgemäßes Ratschenwerkzeug.
- Fig. 9
- zeigt perspektivisch die Gehäuseabdeckung mit Kliplippe gemäß Fig. 7 und 8 für ein
erfindungsgemäßes Ratschenwerkzeug von einer Unteransicht.
- Fig. 10
- zeigt perspektivisch einen Teil eines als Knarre ausgebildeten Ratschenwerkzeugs.
- Fig. 11
- zeigt perspektivisch einen Teil des als Knarre ausgebildeten Ratschenwerkzeugs gemäß
Fig. 10 von der Oberseite.
Bevorzugtes Ausführungsbeispiel
[0024] In Fig. 1 wird mit 10 ein erfindungsgemäßes Ratschenwerkzeug bezeichnet. Das Ratschenwerkzeug
10 umfasst ein topfförmiges Gehäuse 12 und einen Hebelarm 14. Das topfförmige Gehäuse
12 befindet sich an einem vorderen Ende 16 des Hebelarms 14. Das hintere Ende 18 des
Hebelarms 14 ist als Griffende ausgebildet. Das topfförmige Gehäuse 12 weist eine
Seitenwand 20 und einen Boden 22 auf. Dabei verfügt der Boden 22 über Ausnehmungen
24 zur Aufnahme von Lager- und/oder Bedienungselementen. In dem Gehäuse 12 ist ein
hier nicht dargestellter Ratschenmechanismus vorgesehen. Das Gehäuse 12 bildet mit
dem Ratschenmechanismus einen Werkzeugkopf 26 des Ratschenwerkzeugs 10. Der Ratschenmechanismus
weist ein Drehteil 50 (siehe Fig. 10) zur Drehmomentübertragung auf. Das Drehteil
ist in dem Gehäuse 12 drehbar gelagert und wird dazu mit einem Sperrteil in einer
Drehrichtung gesperrt. Mit einem Umschaltmechanismus kann die gesperrte Drehrichtung
zur Übertragung des Drehmoments gewechselt werden. Das Drehteil ist mit einem Antriebsteil
52 (siehe Fig. 10) verbunden, welches das Drehmoment z.B. auf eine Schraube überträgt.
[0025] Im oberen Bereich der Seitenwand 20 befindet sich eine nutenförmige Ausnehmung 28.
Diese nutenförmige Ausnehmung 28 dient zur Aufnahme einer Gehäuseabdeckung 30 (siehe
Figuren 4 bis 9). In diesem Bereich der Seitenwand 20 ist ferner ein Absatz 31 für
die Gehäuseabdeckung 30 vorgesehen, auf welchem die Gehäuseabdeckung 30 bei geschlossenem
aufliegt.
[0026] In Figur 2 wird das Ratschenwerkzeug 10 in einem Längsschnitt perspektivisch gezeigt.
Die Figur 2 entspricht ansonsten der Figur 1. Sich entsprechende Bestandteile werden
daher mit denselben Bezeichnungen gekennzeichnet. In dieser Abbildung sind Bereiche
32 mit dem Querschnitt der nutenförmigen Ausnehmung 28 zusätzlich vergrößert dargestellt.
Die nutenförmige Ausnehmung 28 ist so ausgestaltet, dass sie den Rand der Gehäuseabdeckung
30 umschließt. Die Gehäuseabdeckung 30 liegt zudem auf dem Absatz 31 der Seitenwand
20 auf. Die Gehäuseabdeckung 30 kann sich in dem Fall nicht mehr von alleine lösen.
Der Rand der Gehäuseabdeckung 30 wird zur Montage in die nutenförmige Ausnehmung 28
eingedrückt. Die Gehäuseabdeckung 30, wie er in den nachfolgenden Figuren 4 bis 9
dargestellt ist, besteht ganz oder teilweise aus Kunststoff. Durch den Kunststoff
weist die Gehäuseabdeckung 30 zur Montage eine ausreichende Elastizität auf, so dass
er sich in die nutenförmige Ausnehmung 28 einbringen lässt. Die nutenförmige Ausnehmung
28 ist in mehrere Teilabschnitte 32 unterteilt. Die nutenförmige Ausnehmung 28 verfügt
ferner über einen leicht vorstehenden Klipprand 34, welcher im Querschnitt wie eine
Art Widerhaken wirkt.
[0027] Fig. 3 zeigt schematisch einen Längsschnitt des Ratschenwerkzeugs 10 gemäß Fig. 1
bzw. Fig. 2 in einer Seitenansicht. Sich entsprechende Bestandteile mit den vorherigen
Figuren werden daher mit denselben Bezeichnungen gekennzeichnet. Hier wird auch sichtbar,
dass die nutenförmige Ausnehmung 28 die Teilabschnitte 32 unterteilt ist. Das Gehäuse
12, wie sie auch in den nachfolgenden Figuren dargestellt ist, verfügt über die entsprechenden
Absätze 31 der Seitenwand 20, die ebenso in Teilabschnitte 33 unterteilt sind (siehe
auch Fig. 2). Klipprand 34 der Gehäuseabdeckung 30 (siehe Fig. 4 bis 9) kann in die
Teilabschnitte 32 zur Fixierung eingreifen oder einklipsen.
[0028] Fig. 4 zeigt in einer perspektivischen Prinzipskizze die Gehäuseabdeckung 30 mit
Kliplippe 38 für das Ratschenwerkzeug 10 in einer Draufsicht. Die Kliplippe 38 bildet
im vorliegenden Ausführungsbeispiel teilweise den Rand der Gehäuseabdeckung 30. In
der Gehäuseabdeckung 30 ist ferner eine kreisförmige Öffnung 40 vorgesehen. Durch
diese kreisförmige Öffnung 40 wird das Antriebsteil 52 des Ratschenmechanismus im
montierten Zustand des Ratschenwerkzeugs 10 geführt. Die Klipplippe 38 ist in Teilabschnitte
32 unterteilt. Diese Klipplippe 38 verhakt sich in der nutenförmigen Ausnehmung 28
mit dem Klipprand 34 der Seitenwand 20 des Gehäuses des Ratschenmechanismus 10.
[0029] Fig. 5 zeigt schematisch einen perspektivischen Schnitt durch die Gehäuseabdeckung
30 mit der Kliplippe 38 gemäß Fig. 4 für das erfindungsgemäße Ratschenwerkzeug 10.
In dieser Abbildung wird die Querschnittsform der Kliplippe 38 erkennbar. Der Querschnitt
ist bogenförmig und hat die Funktion eines Widerhakens, der sich in die nutenförmige
Ausnehmung 28 mit dem Klipprand 34 einhakt.
[0030] In Fig. 6 wird vollständigkeitshalber die Gehäuseabdeckung 30 mit Kliplippe 38 gemäß
Fig. 4 und 5 perspektivisch von einer Unteransicht dargestellt. Sofern sich Bestandteile
zu vorherigen Figuren entsprechen werden auch identische Bezugszeichen verwendet.
Die Kliplippe 38 ist im Querschnitt bogenförmig ausgestaltet und in dieser Ansicht
nach oben geöffnet. Die Kliplippe 38 ist vorzugsweise aus Kunststoff. Andere vergleichbare
Materialien, die elastisch und flexibel genug sind, sind ebenso denkbar. Wichtig ist
jedoch, dass die Kliplippe 38 trotz der Flexibilität eine ausreichende Festigkeit
und Stabilität aufweist.
[0031] Fig. 7 zeigt in einer perspektivischen Prinzipskizze eine Gehäuseabdeckung 30 mit
einem Kunststoffrand 42 für das erfindungsgemäße Ratschenwerkzeug 10 in Draufsicht.
Um die Gehäuseabdeckung 30 besser an dem Gehäuse 12 des Ratschenwerkzeugs 10 montieren
zu können, ist eine Kunststoffrille 44 im Bereich des Kunststoffrandes 42 vorgesehen.
Dadurch hat der Kunststoffrand 42 ausreichend Raum, so dass er bei der Montage problemlos
nachgeben kann. Der Kunststoffrand 42 drückt nämlich bei der Montage in das Gehäuse
12 erst in die Kunststoffrille 44, bevor er dann in der nutenförmigen Ausnehmung 28
einrastet. Die Kunststoffrille 44 gibt beim Zusammensetzen des Gehäuses 12 nach. Durch
die kreisförmige Öffnung 40 wird im montierten Zustand das Antriebsteil des Ratschenmechanismus
geführt.
[0032] Fig. 8 zeigt schematisch einen perspektivischen Schnitt der Gehäuseabdeckung 30 mit
Kunststoffrand 42 gemäß Fig. 7 für das Ratschenwerkzeug 10. Soweit sich Bestandteile
zu vorherigen Figuren entsprechen werden auch identische Bezugszeichen verwendet.
Der Kunststoffrand 42 hat bei dieser Gehäuseabdeckung 30 im Querschnitt einen nasenförmigen
Vorsprung 46. Dieser nasenförmigen Vorsprung 46 rastet in die nutenförmige Ausnehmung
28 des Gehäuses 12.
[0033] In Fig. 9 ist perspektivisch die Gehäuseabdeckung 30 mit dem nasenförmigen Vorsprung
46 gemäß Fig. 7 und 8 für ein erfindungsgemäßes Ratschenwerkzeug 10 von einer Unteransicht
abgebildet. Daher werden sich entsprechende Bestandteile mit denselben Bezugszeichen
gekennzeichnet. In dieser Abbildung wird ferner deutlich, dass der nasenförmige Vorsprung
46 des Randes 36 in Teilabschnitte 33 unterteilt ist. Anstelle des nasenförmigen Vorsprungs
46 oder Klipplippe 38 des Randes 36 sind auch andere Formen denkbar, wie beispielsweise
Laschen, die in die nutenförmige Ausnehmungen zur Befestigung eingreifen.
[0034] In Fig. 10 wird perspektivisch einen Teil eines als Knarre ausgebildeten Ratschenwerkzeugs
10 dargestellt. Ansatzweise ist der Hebelarm 14 zu sehen, an dem der Werkzeugkopf
26 angeordnet ist. Das Ratschenwerkzeug 10 verfügt über den Ratschenmechanismus, welcher
in dem topfförmigen Gehäuse 12 angeordnet ist. Das Gehäuse 12 ist mit der Gehäuseabdeckung
30 verschlossen. Ein Sicherungsring 54 hält die Gehäuseabdeckung 30 an dem Antriebsteil
52 fest. Das Antriebsteil 52 weist dazu eine nutenförmige Ausnehmung 56 auf. Der Sicherungsring
54 ist dabei in einer Vertiefung 58 der Gehäuseabdeckung 30 angeordnet. Ein entsprechender
Sicherungsring 54 ist auf der Oberseite des Gehäuses 12, an dem Antriebsteil 52 zum
Kontern vorgesehen (siehe auch Fig. 11). Vorteilhafterweise werden Spirolox®-Ringe
als Sicherungsringe verwendet. Das Antriebsteil 52 ist durch die kreisförmige Öffnung
40 in der Gehäuseabdeckung 30 durchgeführt. Das Antriebsteil 52 ist als Außenvierkantprofil
ausgebildet, so dass entsprechende Aufsteckwerkzeuge mit Innenvierkantprofil aufgesteckt
werden können.
[0035] In Fig. 11 wird perspektivisch ein Teil eines als Knarre ausgebildeten Ratschenwerkzeugs
10 entsprechend Fig. 10, jedoch von der Oberseite dargestellt. Ansatzweise ist auch
hier der Hebelarm 14 zu sehen, an dem der Werkzeugkopf 26 angeordnet ist. Das Ratschenwerkzeug
10 verfügt über den Ratschenmechanismus, welcher in dem topfförmigen Gehäuse 12 angeordnet
ist. Mit einem Schalthebel 60 lässt sich der Rechts- bzw. Linkslauf des Antriebsteils
52 des Ratschenwerkzeugs 10 je nach Bedarf einstellen. Der Sicherungsring 54a mit
dem gegenüberliegenden Sicherungsring 54 auf der Außenseite der Gehäuseabdeckung 30
ist die Gehäuseabdeckung 30 an dem Antriebsteil 52 befestigt. Der Sicherungsring 54a
kontert die Befestigung. Das Antriebsteil 52 weist eine nutenförmige Ausnehmung 56a
auf. Der Sicherungsring 54a ist dabei in einer Vertiefung 58a der Oberseite des Gehäuses
12 angeordnet. Das Antriebsteil 52 ist durch die kreisförmige Öffnung 40 in der Gehäuseabdeckung
30 bis durch eine Öffnung 62 der Gehäuseoberseite durchgeführt.
10 |
Ratschenwerkzeug |
12 |
topfförmiges Gehäuse |
14 |
Hebelarm |
16 |
vorderen Ende des Hebelarms |
18 |
hintere Ende des Hebelarms |
20 |
Seitenwand |
22 |
Boden |
24 |
Ausnehmungen im Boden |
26 |
Werkzeugkopf |
28 |
nutenförmige Ausnehmung |
30 |
Gehäuseabdeckung |
31 |
Absatz |
32 |
Teilabschnitte der nutenförmige Ausnehmung |
33 |
Teilabschnitte des Randes |
34 |
Klipprand der nutenförmige Ausnehmung |
38 |
Kliplippe |
40 |
kreisförmige Öffnung in der Gehäuseabdeckung |
42 |
Kunststoffrand der Gehäuseabdeckung |
44 |
Kunststoffrille |
46 |
nasenförmigen Vorsprung |
50 |
Drehteil |
52 |
Antriebsteil |
54, 54a |
Sicherungsring |
56, 56a |
nutenförmige Ausnehmung des Antriebsteils |
58, 58a |
Vertiefung |
60 |
Schalthebel |
62 |
Öffnung an der Gehäuseoberseite |
1. Ratschenwerkzeug (10) enthaltend:
a) einen Hebelarm (16),
b) ein topfförmiges Gehäuse (12) mit einem Boden (22) und wenigstens einer Seitenwand
(20), welches an dem Hebelarm (16) vorgesehen ist,
c) ein in dem Gehäuse (12) angeordneter Ratschenmechanismus,
d) eine Gehäuseabdeckung (30), welche den Ratschenmechanismus in dem Gehäuse (12)
abdeckt,
e) ein Antriebsteil (52), welches mit dem Ratschenmechanismus verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
f) die Seitenwand (30) des Gehäuses (12) und/oder das Antriebsteil (52) eine nutenförmige
Ausnehmung (28, 56) aufweisen, in welcher Befestigungsmittel (34, 38, 46, 54) zur
Befestigung der Gehäuseabdeckung (30) vorgesehen sind.
2. Ratschenwerkzeug (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseabdeckung (30) ganz oder teilweise aus Kunststoff vorgesehen ist.
3. Ratschenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verschließen ein Kunststoffrand (36) oder ein Teil des Kunststoffrandes (33)
der Gehäuseabdeckung (30) in die nutförmige Ausnehmung (28) der Seitenwand (20) des
Gehäuses (12) zur Befestigung eingreift.
4. Ratschenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (36) der Gehäuseabdeckung (30) eine Kliplippe (38) aufweist, welche als
Befestigungsmittel in die nutförmige Ausnehmung (28) des Gehäuse (12) zum Verschließen
eingeklipst ist.
5. Ratschenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die nutförmige Ausnehmung (28) der Seitenwand des Gehäuses (12) zum Verschließen
in die Gehäuseabdeckung (30) einklipst.
6. Ratschenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseabdeckung (30) eine Kunststofflasche aufweist, welche in innere Ausnehmungen
der Seitenwand (20) des Gehäuses (12) zum Verschließen des Gehäuses (12) eingreift.
7. Ratschenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel als zwei Befestigungselemente ausgebildet sind, welche die
Gehäuseabdeckung (30) an dem Antriebsteil (52) des Ratschenmechanismus befestigen,
wobei das Antriebsteil (52) durch die Gehäuseabdeckung (30) und durch das Gehäuse
(12) geführt ist, ein erstes Befestigungselement (54) oberhalb der Gehäuseabdeckung
(30) und ein zweites Befestigungselement (54) außerhalb des Gehäuses (12) angeordnet
ist.
8. Ratschenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ratschenwerkzeug (10) als Knarre ausgebildet ist, wobei das Antriebsteil (52)
durch eine Öffnung (40) der Gehäuseabdeckung (30) geführt ist.
9. Ratschenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ratschenwerkzeug (10) als Ratschenringschlüssel ausgebildet ist.
10. Ratschenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (54) und/oder die Gehäuseabdeckung (30) zum Verschließen unter
Spannung vorgesehen sind
11. Ratschenwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseabdeckung (30) eine elastische Montagerille (44) aufweist, welche beim
Montieren der Gehäuseabdeckung (30) an das Gehäuse 12 nachgibt.