[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spinndüse für eine Luftspinnmaschine, die
der Herstellung eines Garns aus einem Faserverband dient, wobei die Spinndüse einen
Grundkörper mit einer innenliegenden Wirbelkammer besitzt, wobei die Spinndüse eine
Eintrittsöffnung für den im Betrieb der Luftspinnmaschine in einer Transportrichtung
in die Wirbelkammer einlaufenden Faserverband aufweist, wobei zwischen der Eintrittsöffnung
und der Wirbelkammer ein Faserführungskanal zur Führung des in die Eintrittsöffnung
eintretenden Faserverbands vorhanden ist, wobei die Spinndüse ein sich zumindest teilweise
in die Wirbelkammer erstreckendes Garnbildungselement mit einer Einlassmündung sowie
einen sich in Transportrichtung anschliessenden Abzugskanal für das Garn besitzt,
und wobei die Spinndüse in die Wirbelkammer gerichtete Luftdüsen aufweist, die im
Bereich einer die Wirbelkammer umgebenden Wandung in die Wirbelkammer münden. Darüber
hinaus wird eine Spinnstelle einer Luftspinnmaschine vorgeschlagen.
[0002] Luftspinnmaschinen mit entsprechend ausgestatteten Spinndüsen bzw. Spinnstellen sind
im Stand der Technik bekannt (siehe beispielsweise die
DE 40 36 119 C2) und dienen der Herstellung eines Garns aus einem länglichen Faserverband. Die äusseren
Fasern des Faserverbands werden hierbei mit Hilfe einer durch die Luftdüsen innerhalb
der Wirbelkammer erzeugten Wirbelluftströmung im Bereich der genannten Einlassmündung
des Garnbildungselements um die innenliegenden Kernfasern gewunden und bilden schliesslich
die für die gewünschte Festigkeit des Garns ausschlaggebenden Umwindefasern. Hierdurch
entsteht ein Garn mit einer echten Drehung, welches schliesslich über den Abzugskanal
aus der Wirbelkammer abgeführt und z. B. auf eine Spule aufgewickelt werden kann.
[0003] Generell ist im Sinne der Erfindung unter dem Begriff Garn also ein Faserverband
zu verstehen, bei dem zumindest ein Teil der Fasern um einen innenliegenden Kern gewunden
sind. Umfasst ist somit ein Garn im herkömmlichen Sinne, das beispielsweise mit Hilfe
einer Webmaschine zu einem Stoff verarbeitet werden kann. Ebenso betrifft die Erfindung
jedoch auch Luftspinnmaschinen, mit deren Hilfe sogenanntes Vorgarn (andere Bezeichnung:
Lunte) hergestellt werden kann. Diese Art Garn zeichnet sich dadurch aus, dass sie
trotz einer gewissen Festigkeit, die ausreicht, um das Garn zu einer nachfolgenden
Textilmaschine zu transportieren, noch immer verzugsfähig ist. Das Vorgarn kann also
mit Hilfe einer Verzugseinrichtung, z. B. dem Streckwerk, einer das Vorgarn verarbeitenden
Textilmaschine, beispielsweise einer Ringspinnmaschine, verzogen werden, bevor es
endgültig versponnen wird.
[0004] Unabhängig von der Festigkeit des Garns ist es jedoch stets wünschenswert, dass sich
die Drehung, die im Bereich des Garnbildungselements erzeugt wird, nicht über die
Eintrittsöffnung entgegen der Transportrichtung des Garns bzw. des Faserverbands nach
aussen fortpflanzt. Mit anderen Worten soll also sichergestellt werden, dass die Fasern
des Faserverbands vor dem Kontakt mit der Wirbelluftströmung ihre ursprüngliche Ausrichtung
behalten und erst innerhalb der Wirbelkammer die entsprechende Drehung erhalten. Würde
sich nämlich die Drehung entgegen der Transportrichtung fortpflanzen, so würde die
damit verbundene Rückwärtsdrehung des Faserverbands zwangsläufig zu einer Verminderung
der gewünschten Umwindefasern bzw. zu einer verminderten Verzugsfähigkeit des Faserverbands
im Bereich einer der Wirbelkammer vorgeschalteten Verzugseinrichtung führen.
[0005] Während in der oben genannten Schrift ein in Richtung des Garnbildungselements weisender
Pin vorgeschlagen wird, um die genannte Fortpflanzung zu verhindern, ist es ebenso
bekannt, die Eintrittsöffnung der Wirbelkammer durch eine Öffnung eines so genannten
Faserführungselements zur realisieren, wobei die Öffnung mit einem seitlichen Versatz
gegenüber der Einlassmündung des Garnbildungselements platziert ist. Hierdurch entsteht
ein Absatz, den der Faserverband vor der eigentlichen Garnherstellung passieren muss,
wobei durch die Reibung zwischen Faserverband und Faserführungselement verhindert
wird, dass sich die Drehung des Faserverbands entgegen der Transportrichtung fortpflanzen
kann.
[0006] Da der Führungskanal bei den bekannten Lösungen stets durch das fest mit dem Grundkörper
der Spinndüse verbundene Faserführungselement gebildet wird, kann die Spinndüse in
der Regel nur für eine bestimmte Faserverbandsart bzw. Fasern mit bestimmter Länge
eingesetzt werden, da der Abstand zwischen Faserführungselement und einem der Spinndüse
vorgelagerten Lieferwalzenpaar in der Regel auf eine bestimmte Faserlänge abgestimmt
werden muss.
[0007] Zwar beschreibt die
EP 2 453 045 A2 eine Spinndüse mit einem Faserführungselement, das bei Bedarf ausgewechselt werden
kann. Über die Art und Weise der Befestigung des Faserführungselements sowie entsprechende
Möglichkeiten, wie das Faserführungselement ausgewechselt werden kann, enthält die
Schrift jedoch keine weiteren Informationen.
[0008] Eine weitere Lösung, bei der die Spinndüse mit einem separaten Faserführungselement
versehen ist, zeigt die
EP 1 223 236 A2. Das Faserführungselement ist jedoch nicht als Aufsatz, sondern vielmehr als größtenteils
von der Spinndüsenwandung umgebener Einsatz ausgebildet. Der Einsatz ist schließlich
speziell auf die Führung eines zusätzlich zu einem Fasermaterial in die Spinndüse
eingeführten Endlosfadens ausgelegt, wobei ein Austausch des Einsatzes nicht vorgesehen
ist.
[0009] Vergleichbar zu der zuvor genannten Schrift ist auch in der
EP 1 335 050 A2 ein als Einsatz ausgebildetes Faserführungselement im Bereich des Spinndüseneingangs
beschrieben.
[0010] Schließlich zeigt die
JP 2009 091684 A ein ebenfalls als Einsatz ausgebildetes Faserführungselement, das sich dadurch auszeichnet,
dass eine den Ausgangswalzen eines der Spinndüse vorgelagerten Streckwerks zugewandte
Außenfläche konkav gewölbt und damit der Kontur einer der genannten Ausgangswalzen
angepasst ist.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Spinndüse bzw. eine damit ausgerüstete
Spinnstelle einer Luftspinnmaschine vorzugschlagen, die diesen Nachteil behebt.
[0012] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Spinndüse sowie eine Spinnstelle mit den Merkmalen
der unabhängigen Patentansprüche.
[0013] Im Hinblick auf die Spinndüse wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass die Spinndüse
im Bereich der Eintrittsöffnung einen lösbar am Grundkörper befestigten Aufsatz besitzt,
wobei der sich an die Eintrittsöffnung anschliessende Faserführungskanal zumindest
teilweise durch einen Kanalabschnitt des Aufsatzes gebildet wird. Mit anderen Worten
ist also vorgesehen, dass der Faserführungskanal zumindest nicht ausschliesslich durch
ein starr mit dem Grundkörper verbundenes Faserführungselement gebildet wird. Vielmehr
ist ein Aufsatz vorhanden, der je nach Art bzw. Länge der zu verarbeitenden Fasern
auf einfache Weise ausgetauscht werden kann. Je nach Geometrie und insbesondere Länge
des Aufsatzes ergibt sich schliesslich ein Faserführungskanal mit entsprechend an
den Faserverband angepasster Länge oder Formgebung. Im Ergebnis können mit ein und
derselben Spinndüse verschiedenste Faserarten bzw. Fasern mit unterschiedlichster
Stapellänge verarbeitet werden, ohne dass hierfür aufwändige Anpassungen der Spinndüse
vorgenommen werden müssen. Wird beispielsweise ein besonders langer Faserführungskanal
benötigt, so kommt ein Aufsatz mit entsprechend langem Führungskanal(abschnitt) zum
Einsatz. Wird der Abstand zwischen Spinndüse und den vorgeschalteten Lieferwalzen
vergrössert, so kann der für die korrekte Führung des Faserverbands ausschlaggebende
Abstand zwischen Spinndüse (bzw. deren Aufsatz) und den Lieferwalzen durch die richtige
Wahl des Aufsatzes in etwa konstant gehalten oder auf einen gewünschten Wert eingestellt
werden. Der Aufsatz besitzt vorzugsweise einen Basiskörper mit einer als Faserführungskanal(abschnitt)
ausgebildeten Durchbrechung, beispielsweise in Form einer Bohrung, die sich von einer
dem Grundkörper der Spinndüse abgewandten Seite in Richtung einer der Spinndüse zugewandten
Seite erstrecken kann.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Aufsatz mit Hilfe von einem oder mehreren
Magneten mit dem Grundkörper der Spinndüse verbunden ist. Hierdurch wird eine schnell
herzustellende bzw. zu lösende und dennoch sichere Verbindung zwischen dem Grundkörper
der Spinndüse und dem Aufsatz geschaffen. Die Magnete können hierbei entweder am Grundkörper
oder am Aufsatz befestigt sein, wobei auch an beiden Bauteilen Magnete vorgesehen
sein können.
[0015] Ferner ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Grundkörper ebenfalls einen Kanalabschnitt
besitzt, der sich in Transportrichtung gesehen an den Kanalabschnitt des Aufsatzes
anschliesst und mit diesem gemeinsam den Faserführungskanal bildet. Im Ergebnis bildet
der Kanalabschnitt des Grundkörpers in diesem Fall einen Endabschnitt des Faserführungskanals
(in Transportrichtung des Faserverbands gesehen), der entweder als Durchbrechung des
Grundkörpers ausgebildet oder durch ein separates, mit dem Grundkörper vorzugsweise
starr verbundenes, Faserführungselement gebildet sein kann.
[0016] Ferner ist es von Vorteil, wenn der Aufsatz zumindest abschnittsweise formschlüssig
an dem Grundkörper anliegt. Der Aufsatz kann beispielsweise eine dem Grundkörper zugewandte
Oberfläche aufweisen, die bezüglich des Grundkörpers konkav gewölbt ist (wobei der
Grundkörper in diesem Fall eine entsprechend konvex gestaltete Gegenfläche aufweisen
sollte, an der der Aufsatz zur Anlage kommt). Denkbar ist auch, dass der Aufsatz eine
Anlagefläche für die formschlüssige Anlage an den Grundkörper besitzt, die kanalförmig
ausgebildet ist und beispielsweise drei ebene Flächenabschnitte aufweist, die jeweils
in einem stumpfen Winkel ineinander übergehen. In diesem Fall wäre es wiederum von
Vorteil, wenn der Grundkörper einen keilförmigen Flächenabschnitt (evtl. mit abgeflachter
Spitze) aufweist, der vorzugsweise flächig an der genannten Anlagefläche des Aufsatzes
anliegt. In jedem Fall sollte durch die Wahl der sich berührenden Flächen des Grundkörpers
und des Aufsatzes sichergestellt werden, dass eine Relativbewegung zwischen Aufsatz
und Grundkörper in möglichst viele Raumrichtungen unterbunden ist. Zusätzlich oder
alternativ kann es ebenso von Vorteil sein, wenn zwischen dem Aufsatz und dem Grundkörper
ein Reibschluss besteht, der einer Bewegung des Aufsatzes relativ zum Grundkörper
zumindest in Richtung einer Raumachse entgegenwirkt. Auch hierdurch kann ein versehentliches
Verrutschen des Aufsatzes relativ zum Grundkörper verhindert werden, so dass der,
beispielweise mittels Magneten befestigte Aufsatz immer an seiner vorgesehenen Stelle
verbleibt.
[0017] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn der Aufsatz ein Grundelement sowie einen
mit einem Grundelement verbundenen Einsatz umfasst. Auf diese Weise ist es möglich,
den Einsatz, der den Führungskanal bzw. zumindest einen Teil desselben bildet bzw.
umgibt, aus einem besonders verschleissfesten Material herzustellen. Der Einsatz kann
mit dem Grundelement lösbar oder aber auch fest (z. B. durch Verkleben) verbunden
sein. Zudem befindet sich der Einsatz vorzugsweise in einer entsprechenden Aufnahmevertiefung,
beispielsweise einer Bohrung, des Grundelements, wobei eventuell vorhandene Magnete
vorteilhafterweise mit dem Grundelement verbunden sind.
[0018] Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn der Einsatz mit einem Faserführungselement
des Grundkörpers der Spinndüse in Kontakt steht, wobei der Einsatz und das Faserführungselement
gemeinsam den Faserführungskanal zumindest teilweise begrenzen. In diesem Fall bildet
das Faserführungselement einen Grundabschnitt des Faserführungskanals, der in die
Wirbelkammer mündet. Der Aufsatz schliesst sich schliesslich vorteilhafterweise entgegen
der Transportrichtung an das Faserführungselement an und bildet gemeinsam mit diesem
den Faserführungskanal, dessen Länge und Geometrie schliesslich durch die Wahl des
jeweiligen Aufsatzes in Abhängigkeit des Faserverbands variiert werden kann.
[0019] Ebenso ist es vorteilhaft, wenn der Aufsatz zumindest einen sich senkrecht zur Transportrichtung
erstreckenden konkaven Oberflächenabschnitt aufweist. Ist dieser Oberflächenabschnitt
schliesslich einer ersten (vorzugsweise angetriebenen) Walze des der Spinndüse vorgeordneten
Lieferwalzenpaars (z. B. eines Streckwerks) benachbart, so ergibt sich ein Spalt zwischen
dem Aufsatz und der genannten Walze. Dieser Spalt kann schliesslich möglichst klein
gewählt werden, um ungünstige Luftströmungen im Bereich der Eintrittsöffnung der Spinndüse
zu vermeiden. Insbesondere ist es in diesem Fall von Vorteil, wenn der Oberflächenabschnitt
konzentrisch zur Mantelfläche der ersten Walze verläuft.
[0020] Ferner ist es von Vorteil, wenn der konkave Oberflächenabschnitt vorzugsweise der
Kontur eines Zylindermantels folgend ausgebildet ist, da der Spinndüse in der Regel
das bereits genannte Lieferwalzenpaar (in Transportrichtung) unmittelbar vorgeordnet
ist. Wird eine Walze des Lieferwalzenpaars nun möglichst nahe am Aufsatz platziert,
so entsteht ein im Querschnitt gesehen ringabschnittförmiger Spalt, auf dessen Vorteile
in der folgenden Beschreibung noch näher eingegangen werden wird.
[0021] Insbesondere ist es äussert vorteilhaft, wenn der Einsatz eine sich in Transportrichtung
erstreckende Länge L1 aufweist, deren Betrag zwischen 1 mm und 100 mm, bevorzugt zwischen
2 mm und 50 mm, besonders bevorzugt zwischen 4 mm und 25 mm, liegt. Liegt die Länge
in einem der genannten Bereiche, so kann die Spinndüse durch die Auswahl eines entsprechenden
Aufsatzes für die Verarbeitung einer Vielzahl von Faserverbänden (d. h. Fasern unterschiedlichster
Stapellängen) Verwendung finden.
[0022] Vorteilhaft ist es, wenn der Faserführungskanal eine sich in Transportrichtung (des
Faserverbands) erstreckende Länge L2 aufweist, deren Betrag zwischen 6 mm und 110
mm, bevorzugt zwischen 7 mm und 60 mm, besonders bevorzugt zwischen 9 mm und 30 mm,
liegt. Hierdurch wird eine Führung eines Grossteils der industriell verarbeitbaren
Faserverbändemöglich möglich, wobei der Führungskanal entweder ausschliesslich durch
den Aufsatz oder gemeinsam durch den Aufsatz und das benachbarten Faserführungselement
gebildet werden kann.
[0023] Die erfindungsgemässe Spinnstelle einer Luftspinnmaschine zeichnet sich schliesslich
dadurch aus, dass sie eine Spinndüse gemäss der bisherigen Beschreibung sowie ein
der Spinndüse in Transportrichtung vorgeordnetes Lieferwalzenpaar umfasst. Das Lieferwalzenpaar
kann beispielsweise Teil eines der Spinndüse vorgeordneten Streckwerks sein, welches
im Betrieb der Spinnstelle die Vergleichmässigung des zugeführten Faserverbands durch
Verstrecken desselben bewirkt. Die Spinnstelle kann darüber hinaus über eine der Spinndüse
in Transportrichtung nachgeordnete Abzugseinrichtung für das produzierte Garn (z.
B. ein Abzugswalzenpaar) sowie eine Aufwindevorrichtung zum Aufspulen des Garns aufweisen.
[0024] Vorteilhaft ist es, wenn der Aufsatz zumindest einen sich senkrecht zur Transportrichtung
erstreckenden konkaven Oberflächenabschnitt aufweist, wobei der konkave Oberflächenabschnitt
benachbart zu einer Mantelfläche einer ersten Walze des Lieferwalzenpaars verläuft.
Der genannte Oberflächenabschnitt kann sich in diesem Fall der ersten Walze möglichst
nahe anschmiegen, so dass der Spalt zwischen erster Walze und Aufsatz minimiert werden
kann. Ein derartig geringer Spalt bewirkt, dass die von der ersten Walze (bei der
es sich vorzugsweise um eine angetriebene Walze handelt, die beispielsweise eine raue
bzw. geriffelte Oberfläche aufweisen kann) erzeugte Schleppluftströmung (d. h. die
Luftströmung, die durch die Drehung der Walze im Oberflächenbereich derselben entsteht)
möglichst gering ausfällt. Auf diese Weise wird schliesslich sichergestellt, dass
die erste Walze keine der gewünschten Luftströmung im Bereich der Eintrittsöffnung
der Spinndüse entgegengesetzte Luftströmung erzeugt. Vielmehr ist im Bereich der Eintrittsöffnung
eine in den Faserführungskanal gerichtete Luftströmung erwünscht, um den Faserverband
und insbesondere kurze bzw. abstehende Fasern in die Wirbelkammer zu saugen (wobei
der notwendige Unterdruck im Bereich der Eintrittsöffnung aufgrund des Venturi-Effekts
durch die von den Luftdüsen der Spinndüse erzeugte Luftströmung erzeugt wird).
[0025] Ferner ist es von Vorteil, wenn der konkave Oberflächenabschnitt und die Mantelfläche
der ersten Walze konzentrisch verlaufen. Hierdurch entsteht ein besonders grossflächiger
Spalt zwischen der ersten Walze und dem genannten Oberflächenabschnitt, so dass eine
Schleppluftströmung der ersten Walze durch den Aufsatz gewissermassen "abgeschält"
werden kann.
[0026] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn der konkave Oberflächenabschnitt in einer senkrecht
zur Transportrichtung verlaufenden Richtung eine Breite B1 aufweist, dass die Mantelfläche
der dem konkaven Oberflächenabschnitt benachbarten ersten Walze eine Breite B2 aufweist,
und dass das Verhältnis zwischen B1 und B2 einen Wert besitzt, dessen Betrag zwischen
0,2 und 5, bevorzugt zwischen 0,5 und 2, besonders bevorzugt zwischen 0,8 und 1,25,
liegt. Mit anderen Worten ist es von Vorteil, wenn das Verhältnis nahe 1 liegt. In
diesem Fall entspricht B1 in etwa B2, so dass die gesamte Walze von dem Aufsatz über
einen bestimmten Umfangsbereich abgedeckt ist.
[0027] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn der Aufsatz einen dem konkaven Oberflächenabschnitt
benachbarten zweiten Oberflächenabschnitt besitzt, wobei der zweite Oberflächenabschnitt
benachbart zu einer Mantelfläche einer zweiten Walze des Lieferwalzenpaars verläuft.
Der Aufsatz besitzt vorzugsweise in einer Seitenansicht (d. h. mit Blick auf die Stirnseiten
der Walzen) eine dem Lieferwalzenpaar zugerichtete spitz zulaufende Kontur (wobei
der Spitzenbereich auch abgeflacht sein kann) und weist somit eine dachförmige Oberfläche
auf.
[0028] Darüber hinaus kann es vorteilhaft sein, wenn der zweite Oberflächenabschnitt zumindest
grösstenteils plan ausgebildet ist. In diesem Fall entsteht ein Spalt zwischen zweiter
Walze und Aufsatz, der von dem (im Querschnitt gesehen) ringabschnittförmigen Spalt
zwischen erster Walze und Aufsatz abweicht. Im Ergebnis wird hierdurch verhindert,
dass eine Luftströmung entsteht, die von der Eintrittsöffnung der Spinndüse in Drehrichtung
der zweiten Walze nach aussen gerichtet ist. Eine derartige Luftströmung würde mit
der in die Wirbelkammer gerichteten Luftströmung konkurrieren und die erwünschten
Strömungsverhältnisse in diesem Bereich negativ beeinflussen.
[0029] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Normale des plan ausgebildeten Bereichs des
zweiten Oberflächenabschnitts mit einer sich in Transportrichtung erstreckenden Längsachse
des Faserführungskanals einen Winkel α einschliesst, dessen Betrag zwischen 0° und
60°, bevorzugt zwischen 25° und 55°, besonders bevorzugt zwischen 30° und 50°, liegt.
Mit anderen Worten ist es von Vorteil, wenn die Normale des zweiten Oberflächenabschnitts
in etwa in Richtung der Drehachse der zweiten Walze gerichtet ist. Hierdurch ergibt
sich schliesslich in einer Seitenansicht der Spinndüse (mit Blick auf die Stirnseiten
der ersten und zweiten Walze) ein im Wesentlichen dreieckförmiger Zwischenraum, der
sich über die Breite der beiden Walzen erstrecken kann. Durch den Unterdruck im Bereich
der Eintrittsöffnung (der durch den Unterdruck innerhalb der Wirbelkammer sowie die
beschriebene Schleppluftströmung der ersten Walze aufrechterhalten wird) entsteht
schliesslich eine Luftströmung die von beiden Seiten (d. h. von den Stirnseiten der
beiden Walzen) in Richtung der Eintrittsöffnung gerichtet ist. Dies bewirkt schliesslich
ein Verdichten des Faserverbands vor dem Eintritt in die Wirbelkammer, so dass auch
aus dem Faserverband herausstehende Faserenden eng an den Faserkern angedrückt werden.
[0030] Auch ist es äussert vorteilhaft, wenn zwischen der ersten Walze und dem konkaven
Oberflächenabschnitt und der zweiten Walze und dem zweiten Oberflächenabschnitt jeweils
ein Abstand vorhanden ist, wobei der Abstand A1 zwischen der ersten Walze und dem
konkaven Oberflächenabschnitt kleiner ist als der Abstand A2 zwischen der zweiten
Walze und dem zweiten Oberflächenabschnitt. In diesem Fall wird durch die eventuell
von der zweiten Walze (die jedoch in der Regel über eine glatte Oberfläche verfügt)
erzeugte Schleppluftströmung kein oder nur ein sehr geringer Unterdruck im Bereich
der Einlassöffnung der Spinndüse erzeugt. Im Gegensatz hierzu ist die Erzeugung eines
Unterdrucks durch die erste Walze in der Regel erwünscht, um die parallel zu den Drehachsen
der Walzen des Lieferwalzenpaars verlaufende und schliesslich in die Eintrittsöffnung
der Spinndüse mündende Luftströmung zu forcieren, da hierdurch das genannte Verdichten
des Faserverbands bewirkt wird.
[0031] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn der Abstand A1 einen Betrag aufweist, der zwischen
0,1 mm und 5 mm, bevorzugt zwischen 0,1 mm und 3 mm, besonders bevorzugt zwischen
0,2 mm und 2 mm, liegt. Hierdurch entsteht der beschriebene enge Spalt zwischen Aufsatz
und erster Walze, der sich in einer Seitenansicht der Spinndüse (Blick auf die Stirnseiten
der Walzen) beispielsweise über eine Länge erstrecken kann, die vorzugsweise 1/10
bis 1/4 des Umfangs der ersten Walze entspricht.
[0032] Ebenso kann es von Vorteil sein, wenn der Abstand A2 einen Betrag aufweist, der zwischen
0,5 mm und 10 mm, bevorzugt zwischen 1 mm und 8 mm, besonders bevorzugt zwischen 2
mm und 6 mm, liegt. Liegt der Abstand innerhalb der genannten Bereiche, so ist eine
negative Beeinflussung der im Bereich der Eintrittsöffnung herrschenden Luftströmung
durch die Drehung der zweiten Walze nahezu ausgeschlossen bzw. wenigstens minimiert.
[0033] Auch ist es von Vorteil, wenn der konkave Oberflächenabschnitt und der zweite Oberflächenabschnitt
durch eine Zwischenfläche miteinander in Verbindung stehen. Die Zwischenfläche weist
hierbei eine senkrecht zur Transportrichtung verlaufende Breite B3 auf, wobei das
Verhältnis zwischen B2 und B3 vorzugsweise einen Wert besitzt, dessen Betrag zwischen
0,2 und 5, bevorzugt zwischen 0,5 und 2, besonders bevorzugt zwischen 0,8 und 1,25,
liegt. Zusätzlich oder alternativ kann es schliesslich vorteilhaft sein, wenn die
Zwischenfläche eine senkrecht zur Transportrichtung und senkrecht zur Breite B3 verlaufende
Höhe H aufweist, deren Betrag zwischen 0 mm und 12 mm, bevorzugt zwischen 0 mm und
8 mm, besonders bevorzugt zwischen 0 mm und 6 mm, liegt (wobei eine Höhe von 0 mm
bedeutet, dass der Aufsatz spitz zuläuft und der konkave Oberflächenabschnitt direkt
in den zweiten Oberflächenabschnitt übergeht). Durch die genannten Werte wird schliesslich
sichergestellt, dass die beiden Walzen des Lieferwalzenpaars mit dem Aufsatz einen
Kanal bilden, der sich vorzugsweise über die gesamte Breite des Aufsatzes bzw. der
Walzen erstreckt und der in einer Seitenansicht eine im Wesentlichen dreieckförmig
ausgebildete Form aufweist.
[0034] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer bekannten Spinnstelle,
- Figur 2
- einen teilweise geschnittenen Ausschnitt einer bekannten Spinnstelle,
- Figur 3
- eine Draufsicht der in Figur 2 gezeigten Spinndüse,
- Figur 4
- einen teilweise geschnittenen Ausschnitt einer erfindungsgemässen Spinnstelle,
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht eines Teils einer erfindungsgemässen Spinndüse,
- Figur 6
- einen teilweise geschnittenen Ausschnitt einer weiteren erfindungsgemässen Spinnstelle,
- Figur 7
- die Ansicht gemäss 5 mit zugeordneter ersten Walze,
- Figur 8
- die Ansicht gemäss 5 mit zugeordneter zweiter Walze,
- Figur 9
- die Ansicht gemäss Figur 4 mit veränderter Lage der ersten und zweiten Walze,
- Figur 10
- die Ansicht gemäss Figur 4 ohne Lieferwalzenpaar, und
- Figur 11
- einen Ausschnitt einer erfindungsgemässen Spinndüse in einer Seitenansicht..
[0035] Zunächst sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die dargestellten Ausschnitte
diverser Spinnstellen sowie die in Figur 1 vor- und nachgeordneten Elemente nicht
massstabsgetreu gezeichnet sind. Vielmehr zeigen die einzelnen Figuren lediglich schematische
Darstellungen, die den prinzipiellen Aufbau der jeweiligen Baugruppen verdeutlichen
sollen. Insbesondere weisen die jeweils in den Figuren teilweise kenntlich gemachten
Abstände und Winkel Werte auf, die nicht zwingend die vorteilhaftesten Bereiche wiedergeben.
[0036] Ferner sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die im Folgenden beschriebenen
Merkmale grundsätzlich bei verschiedenen Arten von Luftspinnmaschinen verwirklicht
werden können. So sind beispielsweise Luftspinnmaschinen bekannt, die der Herstellung
eines "fertigen" Garns 2 dienen, das in einem weiteren Schritt verwebt, verstrickt
oder anderweitig direkt weiterverarbeitet werden kann. Ebenso kann die erfindungsgemässe
Luftspinnmaschine der Herstellung eines so genannten Vorgarns (andere Bezeichnung:
Lunte) dienen, das vor der finalen Verarbeitung, beispielsweise mit Hilfe einer Ringspinnmaschine,
mit einem zusätzlichen Drall versehen werden muss. Unter der Bezeichnung "Garn" ist
im Rahmen der Ansprüche bzw. der Beschreibung somit je nach der zum Einsatz kommenden
Spinnmaschine ein fertiges Garn oder ein so genanntes Vorgarn zu verstehen.
[0037] Figur 1 zeigt nun eine schematische Ansicht eines Ausschnitts einer als Vorspinnmaschine
ausgebildeten Luftspinnmaschine. Die Vorspinnmaschine kann bei Bedarf ein Streckwerk
27 umfassen, welches mit einem Faserverband 3, beispielsweise in Form eines doublierten
Streckenbands, beliefert wird. Ferner umfasst die gezeigte Vorspinnmaschine prinzipiell
eine von dem Streckwerk 27 beabstandete Spinndüse 1 mit einer innenliegenden Wirbelkammer
5, in welcher der Faserverband 3 bzw. mindestens ein Teil der Fasern des Faserverbands
3 mit einer Schutzdrehung versehen wird (die genaue Wirkungsweise der Spinndüse 1
wird im Folgenden noch näher beschrieben).
[0038] Ebenso kann die Vorspinnmaschine ein Abzugswalzenpaar 28 sowie eine dem Abzugswalzenpaar
28 nachgeschaltete Aufwindevorrichtung 29 (ebenfalls schematisch dargestellt) für
das produzierte Garn 2 umfassen. Die erfindungsgemässe Vorrichtung muss nicht zwangsweise
ein Streckwerk 27 aufweisen, wie dies in Figur dargestellt ist. Auch ist das Abzugswalzenpaar
28 nicht unbedingt notwendig.
[0039] Die Vorspinnmaschine arbeitet nun nach einem speziellen Luftspinnverfahren. Zur Bildung
des Garns 2 wird der Faserverband 3 in einer Transportrichtung T über eine Eintrittsöffnung
6 eines (vorzugsweise als separates Bauteil ausgebildetes) Faserführungselements 18
in die Wirbelkammer 5 der Spinndüse 1 geführt. Dort erhält es eine Schutzdrehung,
d. h. mindestens ein Teil der Fasern des Faserverbands 3 wird von einer Luftströmung,
die durch entsprechend platzierte Luftdüse 11 (siehe beispielsweise Figur 2) erzeugt
wird, erfasst. Ein Teil der Fasern wird hierbei aus dem Faserverband 3 zumindest ein
Stück weit herausgezogen und um die Spitze eines in die Wirbelkammer 5 ragenden Garnbildungselements
8 gewunden.
[0040] Im Hinblick auf die Luftdüsen 11 sei an dieser Stelle rein vorsorglich erwähnt, dass
diese in der Regel so ausgerichtet sein sollten, dass eine gleichgerichtete Luftströmung
mit einem einheitlichen Drehsinn erzeugt wird. Vorzugsweise sind die einzelnen Luftdüsen
11 hierbei rotationssymmetrisch zueinander angeordnet. Ferner sei im Hinblick auf
alle gezeigten Ausführungsbeispiele festgehalten, dass die Luftdüsen 11 jeweils eine
Strömungsrichtung aufweisen, die in Richtung einer die Wirbelkammer 5 umgebenden Wandung
12 ausgerichtet ist, so dass sich die erzeugte Luftströmung zumindest grösstenteils
spiralförmig zwischen der äusseren Oberfläche des Garnbildungselements 8 und der Wandung
12 der Wirbelkammer 5 erstreckt.
[0041] Letztendlich werden die Fasern des Faserverbands 3 über eine Einlassmündung 9 des
Garnbildungselements 8 und einen innerhalb des Garnbildungselements 8 angeordneten
und sich an die Einlassmündung 9 anschliessenden Abzugskanal 10 aus der Wirbelkammer
5 abgezogen. Hierbei werden schliesslich auch die freien Faserenden 30 (siehe Figur
2) auf einer Spiralbahn in Richtung der Einlassmündung 9 gezogen und schlingen sich
dabei als Umwindefasern um die zentral verlaufenden Kernfasern - resultierend in einem
die gewünschte Schutzdrehung aufweisenden Garn 2 (das in der Regel als Vorgarn bzw.
Lunte bezeichnet wird).
[0042] Das Garn 2 besitzt durch die nur teilweise Verdrehung der Fasern eine Restverzugsfähigkeit,
die für die Weiterverarbeitung des Garns 2 in einer nachfolgenden Spinnmaschine, beispielsweise
einer Ringspinnmaschine, unerlässlich ist. Konventionelle Luftspinnvorrichtungen erteilen
dem Faserverband 3 hingegen eine derart starke Drehung, dass der notwendige Verzug
im Anschluss an die Garnherstellung nicht mehr möglich ist. Dies ist in diesem Fall
auch erwünscht, da herkömmliche Luftspinnmaschinen ausgelegt sind, ein fertiges Garn
2 herzustellen, das sich in der Regel durch eine hohe Festigkeit auszeichnen soll.
Die Erfindung betrifft sowohl Luft-Vorspinnmaschinen als auch Luftspinnmaschinen im
herkömmlichen Sinn.
[0043] Weitere Details der in Figur 1 gezeigten Spinndüse 1 ist aus den Figuren 2 und 3
ersichtlich (wobei es sich bei Figur 3 um eine Draufsicht der in Figur 2 gezeigten
Spinndüse 1 handelt). So weist diese in der Regel einen die Wirbelkammer 5 umgebenden
Grundkörper 4 auf, wobei sich die Wirbelkammer 5 einem Faserführungskanal 7 des Faserführungselements
18 anschliesst. Der Faserführungskanal 7 dient der Führung des Faserverbands 3 während
seiner Ansaugung in die Wirbelkammer 5 (wobei der hierfür notwendige Unterdruck durch
die durch die Luftdüsen 11 erzeugte Luftströmung entsteht). Darüber hinaus wird durch
die Lage des Faserführungskanals 7, der hierfür nicht-fluchtend mit dem Abzugskanal
10 ausgerichtet ist, verhindert, dass sich die Schutzdrehung ausgehend von der Einlassmündung
9 des Garnbildungselements 8 in Richtung des vorgeordneten Lieferwalzenpaars 20 fortpflanzt,
da dies eine negative Beeinträchtigung der gewünschten Schutzdrehungserteilung (bzw.
Drallerteilung im Fall einer herkömmlichen Luftspinnmaschine) im Bereich der Eintrittsöffnung
6 zur Folge hätte.
[0044] Während der im Stand der Technik bekannte Faserführungskanal 7 ausschliesslich durch
das in Figur 2 gezeigte Faserführungselement 18 gebildet wird, zeichnet sich der erfindungsgemässe
Faserführungskanal 7 nun dadurch aus, dass er zumindest teilweise durch einen separaten
Aufsatz 13 gebildet wird, der lösbar mit dem Grundkörper 4 der Spinndüse 1 verbunden
ist. Die Verbindung zwischen Aufsatz 13 und Grundkörper 4 ist dadurch realisiert,
dass der Grundkörper 4 oder (wie in Figur 6 gezeigt) der Aufsatz 13 mit einem oder
mehreren Magneten 15 versehen ist, um die notwendige Haftkraft zwischen Aufsatz 13
und Grundkörper 4 sicherzustellen.
[0045] Im Ergebnis wird also eine Lösung vorgeschlagen, bei der die Länge (und bei Bedarf
auch die Geometrie) des durch den Aufsatz 13 zumindest teilweise gebildeten Faserführungskanals
7 durch die entsprechende Wahl des Aufsatzes 13 einfach und schnell verändert werden
kann. Hierdurch ist schliesslich eine elegante Anpassung der Spinndüse 1 an die Länge
bzw. Art der Fasern des zu verarbeitenden Faserverbands 3 möglich, ohne dass die gesamte
Spinndüse 1 ausgetauscht werden müsste.
[0046] Den Vorteil der erfindungsgemässen Lösung zeigt anschaulich ein Vergleich der Figuren
4 und 6. Während die Lage der ersten Walze 22 und der zweiten Walze 24 des Lieferwalzenpaares
20 in beiden Figuren sowohl in X- als auch in Y-Richtung voneinander abweicht, kann
durch die geeignete Wahl des Aufsatzes 13 sichergestellt werden, dass der Abstand
zwischen den genannten Walzen und der Eintrittsöffnung 6 der Spinndüse 1 minimal ausfällt.
Im Ergebnis ist in beiden Fällen sichergestellt, dass der Faserverband 3 beim Übergang
vom Lieferwalzenpaar 20 zur Spinndüse 1 möglichst gut geführt werden kann, um ein
Reissen des Faserverbands 3 bzw. einen Fehlverzug zu vermeiden.
[0047] In einer weiteren Ausgestaltung ist es von Vorteil wenn der Faserführungskanal 7
durch zwei, vorzugsweise kolinear verlaufende, Kanalabschnitte 14 gebildet wird, wobei
ein erster Kanalabschnitt 14 innerhalb des Grundkörpers 4 bzw. dem hiermit verbundenen
Faserführungselement 18 und ein zweiter Kanalabschnitt 14 innerhalb des Aufsatzes
13 verläuft.
[0048] Ebenso kann es von Vorteil sein, wenn der Aufsatz 13 wenigstens aus zwei miteinander
verbundenen Einzelteilen, nämlich einem Grundelement 16 und einem den genannten Kanalabschnitt
14 bildenden Einsatz 17, besteht. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, beide Einzelteile
aus unterschiedlichen Materialien zu fertigen, wobei es empfehlenswert ist, den Einsatz
17 aus einem besonders verschleissfesten Material zu fertigen, da dieser mit dem sich
bewegenden Faserverband 3 in Kontakt steht.
[0049] Weitere vorteilhafte Merkmale des Aufsatzes 13 sind insbesondere aus den Figuren
7 und 8 ersichtlich, wobei in beiden Figuren die gleiche Kombination aus Spinndüse
1 und Aufsatz 13 zu sehen ist (beide Ausführungen unterscheiden sich lediglich durch
einen eventuell vorzusehenden und in Figur 8 gezeigten Formschluss im Bereich der
Verbindungsfläche zwischen Aufsatz und Grundelement, der die richtige Lage des Aufsatzes
bezüglich des Grundkörpers sicherstellen kann, wobei der Formschluss z. B. durch eine
Nut-Feder-Verbindung 32 realisiert werden könnte). Aus Gründen einer guten Übersicht
wurde lediglich in Figur 7 die erste Walze 22 und in Figur 8 die zweite Walze 24 weggelassen,
wobei die entsprechende Spinnstelle 26 selbstverständlich über beide Walzen 22, 24
verfügen sollte.
[0050] In jedem Fall hat es sich bewährt, dass der Aufsatz 13 einen der ersten Walze 22
zugeordneten konkaven Oberflächenabschnitt 19 und einen (vorzugsweise plan ausgebildeten)
zweiten Oberflächenabschnitt 23 besitzt, der der zweiten Walze 24 zugeordnet ist.
Wie den genannten Figuren weiter zu entnehmen ist, können beide Oberflächenabschnitte
zudem durch eine Zwischenfläche 25 verbunden sein, deren Oberfläche beispielsweise
senkrecht zur Längsachse des Abzugskanals 10 verlaufen kann (wie Figur 6 zeigt, ist
eine derartiger Zwischenfläche 25 jedoch nicht zwangsläufig notwendig, so dass die
genannten Oberflächenabschnitte 19, 23 auch direkt ineinander übergehen können).
[0051] Die genannte Ausgestaltung der beiden Oberflächenabschnitte 19, 23 hat nun den folgenden
Vorteil: Während der Garnherstellung besteht, wie bereits erwähnt, eine Luftströmung,
die sich von ausserhalb der Wirbelkammer 5 über den Faserführungskanal 7 ins Innere
der Wirbelkammer 5 erstreckt, wobei diese Luftströmung erwünscht ist, um den Faserverband
3 in Richtung Wirbelkammer 5 zu bewegen.
[0052] Darüber hinaus entsteht durch die Drehbewegung der ersten Walze 22 (deren Oberfläche
vorzugsweise rau, z. B. geriffelt, ausgebildet ist) eine Luftströmung, die sich von
der Eintrittsöffnung 6 des Faserführungskanals 7 in Drehrichtung der ersten Walze
22 erstreckt. Diese Schleppluftströmung erzeugt somit ebenfalls einen Unterdruck im
Bereich der Eintrittsöffnung 6. Der Unterdruck bewirkt schliesslich eine Luftströmung,
die sich beispielsweise auf Figur 4 bezogen und mit Blick auf die Zeichenebene von
oberhalb und unterhalb des Lieferwalzenpaares 20 in den Spalt erstreckt, der durch
die erste Walze 22, die zweite Walze 24 und den Aufsatz 13 begrenzt wird. Diese Luftströmung
bewirkt schliesslich eine vorteilhafte Verdichtung des Faserverbands 3 in jeweils
von aussen in Richtung der Eintrittsöffnung 6 und senkrecht zur Transportrichtung
des Faserverbands 3 gerichteten Richtung.
[0053] Hingegen sollte die Oberfläche der zweiten Walze 22 vorzugsweise relativ glatt ausgebildet
sein, so dass in diesem Bereich eine entsprechende Schleppluftströmung minimiert werden
kann (eine derartige Luftströmung hätte eine negative Beeinflussung der sich ausbildenden
restlichen Luftströmungen zur Folge).
[0054] Des Weiteren sind in den Figuren 5, 9 und 10 vorteilhafte Abmessungen gekennzeichnet,
wobei bezüglich der Bezugszeichen in den Figuren 9 und 10 auf die Figur 3 verwiesen
wird, welche den identischen Ausschnitt der erfindungsgemässen Spinnstelle 26 zeigt
wie die Figuren 9 und 10 (wobei die erste Walze 22 und die zweite Walze 24 in Figur
9 lediglich deshalb etwas vom Aufsatz 13 entfernt wurden, um die beiden Abstände A1
und A1 besser kenntlich zu machen).
[0055] Bezüglich der sich als vorteilhaft erwiesenen Werte der gekennzeichneten Abstände
sowie des Winkels α wird auf die bisherige Beschreibung bzw. die entsprechenden Ansprüche
verwiesen, wobei den jeweiligen Bezugszeichen die folgenden Definitionen zugrunde
liegen:
- α
- Winkel zwischen der Normalen 31 des plan ausgebildeten Bereichs des zweiten Oberflächenabschnitts
23 und der sich in Transportrichtung erstreckenden Längsachse des Faserführungskanals
7
- A1
- Abstand zwischen der ersten Walze 22 und dem konkaven Oberflächenabschnitt 19 des
Aufsatzes 13
- A2
- Abstand zwischen der zweiten Walze 24 und dem zweiten Oberflächenabschnitt 23 des
Aufsatzes 13
- L1
- Länge des Einsatzes 17
- L2
- Länge des Führungskanals
- B1
- senkrecht zur Transportrichtung verlaufende Breite des konkaven Oberflächenabschnitts
19 des Aufsatzes 13
- B2
- Breite der Mantelfläche 21 der ersten Walze 22
- B3
- senkrecht zur Transportrichtung verlaufende Breite des Zwischenabschnitts des Aufsatzes
13.
[0056] Schliesslich zeigt Figur 11 einen Ausschnitt einer erfindungsgemässen Spinndüse 1
in einer Seitenansicht, aus der eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der vorliegenden
Erfindung hervorgeht. So wäre es denkbar, den Grundkörper 4 der Spinndüse 1 sowie
den Aufsatz 13 derart zu gestalten, dass sie formschlüssig aneinander anliegen. Die
sich gegenseitig berührenden Flächen von Grundkörper 4 und Aufsatz 13 können dabei
flächig bzw. eben ausgestaltet sein (die Oberfläche der genannten Flächen verliefen
in diesem Fall senkrecht zur Blattebene, d.h. parallel zur Drehachse der ersten Walze
22). Insbesondere in diesem Fall wäre es zusätzlich vorteilhaft, die sich gegenseitig
berührenden Oberflächen derart zu gestalten, dass auch ein gegenseitiges Verschieben
von Grundkörper 4 und Aufsatz 13 in eine senkrecht zur Blattebene verlaufende Richtung
verhindert werden kann. Beispielsweise könnte dies durch eine Oberflächengestaltung
der genannten Elemente erfolgen, die den nötigen Reibschluss oder aber einen entsprechenden
Formschluss zwischen Grundkörper 4 und Aufsatz 13 sicherstellt. Ebenso stellen die
bereits genannten Magnete 15 eine gewisse Lagestabilität des Aufsatzes 13 gegenüber
dem Grundkörper 4 sicher.
[0057] Dankbar ist es ebenfalls, die an dem Aufsatz 13 anliegende Oberfläche des Grundkörpers
4 kegel- oder kegelstumpfförmig zu gestalten, wobei die an dieser Fläche anliegende
Oberfläche des Aufsatzes 13 ebenfalls der Oberfläche eines Kegels bzw. Kegelstumpfs
folgend auszubilden wäre.
[0058] Schliesslich sei darauf hingewiesen, dass die im Zusammenhang mit Figur 11 beschriebenen
Merkmale auch mit einem oder mehreren der zuvor beschriebenen Merkmale (z. b. dem
Merkmal des konkaven Flächenabschnitts 19) kombiniert werden können.
[0059] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine
Kombination der Merkmale, auch wenn sie in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
dargestellt und beschrieben sind.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 1
- Spinndüse
- 2
- Garn
- 3
- Faserverband
- 4
- Grundkörper
- 5
- Wirbelkammer
- 6
- Eintrittsöffnung
- 7
- Faserführungskanal
- 8
- Garnbildungselement
- 9
- Einlassmündung
- 10
- Abzugskanal
- 11
- Luftdüse
- 12
- Wandung
- 13
- Aufsatz
- 14
- Kanalabschnitt
- 15
- Magnet
- 16
- Grundelement
- 17
- Einsatz
- 18
- Faserführungselement
- 19
- konkaver Oberflächenabschnitt
- 20
- Lieferwalzenpaar
- 21
- Mantelfläche
- 22
- erste Walze
- 23
- zweiter Oberflächenabschnitt
- 24
- zweite Walze
- 25
- Zwischenfläche
- 26
- Spinnstelle
- 27
- Streckwerk
- 28
- Abzugswalzenpaar
- 29
- Aufwindevorrichtung
- 30
- Faserende
- 31
- Normale des plan ausgebildeten Bereichs des zweiten Oberflächenabschnitts
- 32
- Nut-Feder-Verbindung
- α
- Winkel zwischen der Normalen des plan ausgebildeten Bereichs des zweiten Oberflächenabschnitts
und der sich in Transportrichtung erstreckenden Längsachse des Faserführungskanals
- A1
- Abstand zwischen der ersten Walze und dem konkaven Oberflächenabschnitt des Aufsatzes
- A2
- Abstand zwischen der zweiten Walze und dem zweiten Oberflächenabschnitt des Aufsatzes
- L1
- Länge des Einsatzes
- L2
- Länge des Führungskanals
- B1
- senkrecht zur Transportrichtung verlaufende Breite des konkaven Oberflächenabschnitts
- B2
- Breite der Mantelfläche der ersten Walze
- B3
- senkrecht zur Transportrichtung verlaufende Breite des Zwischenabschnitts
- T
- Transportrichtung
1. Spinndüse für eine Luftspinnmaschine, die der Herstellung eines Garns (2) aus einem
Faserverband (3) dient,
• wobei die Spinndüse (1) einen Grundkörper (4) mit einer innenliegenden Wirbelkammer
(5) besitzt,
• wobei die Spinndüse (1) eine Eintrittsöffnung (6) für den im Betrieb der Luftspinnmaschine
in einer Transportrichtung in die Wirbelkammer (5) einlaufenden Faserverband (3) aufweist,
• wobei zwischen der Eintrittsöffnung und der Wirbelkammer (5) ein Faserführungskanal
(7) zur Führung des in die Eintrittsöffnung eintretenden Faserverbands (3) vorhanden
ist,
• wobei die Spinndüse (1) ein sich zumindest teilweise in die Wirbelkammer (5) erstreckendes
Garnbildungselement (8) mit einer Einlassmündung (9) sowie einen sich in Transportrichtung
anschliessenden Abzugskanal (10) für das Garn (2) besitzt,
• wobei die Spinndüse (1) in die Wirbelkammer (5) gerichtete Luftdüsen (11) aufweist,
die im Bereich einer die Wirbelkammer (5) umgebenden Wandung (12) in die Wirbelkammer
(5) münden,
• wobei die Spinndüse (1) im Bereich der Eintrittsöffnung (6) einen lösbar am Grundkörper
(4) befestigten Aufsatz (13) besitzt, und
• wobei der sich an die Eintrittsöffnung (6) anschliessende Faserführungskanal (7)
durch einen Kanalabschnitt (14) des Aufsatzes (13) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundkörper (4) ebenfalls einen Kanalabschnitt (14) besitzt, der sich in Transportrichtung
gesehen an den Kanalabschnitt (14) des Aufsatzes (13) anschliesst und mit diesem gemeinsam
den Faserführungskanal (7) bildet.
2. Spinndüse gemäss vorangegangenem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz mit Hilfe zumindest eines Magneten lösbar am Grundkörper (4) befestigt
ist.
3. Spinndüse gemäss einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (13) zumindest abschnittsweise formschlüssig an dem Grundkörper (4) anliegt
und/oder dass zwischen dem Aufsatz (13) und dem Grundkörper (4) ein Reibschluss besteht,
der einer Bewegung des Aufsatzes (13) relativ zum Grundkörper (4) zumindest in Richtung
einer Raumachse entgegenwirkt.
4. Spinndüse gemäss einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (13) ein Grundelement (16) sowie einen mit dem Grundelement (16) verbundenen
Einsatz (17) umfasst, und dass der Einsatz (17) vorzugsweise mit einem Faserführungselement
(18) des Grundkörpers (4) der Spinndüse (1) in Kontakt steht, wobei der Einsatz (17)
und das Faserführungselement (18) gemeinsam den Faserführungskanal (7) zumindest teilweise
begrenzen.
5. Spinndüse gemäss einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (13) zumindest einen sich senkrecht zur Transportrichtung erstreckenden
konkaven Oberflächenabschnitt (19) aufweist, der vorzugsweise der Kontur eines Zylindermantels
folgend ausgebildet ist.
6. Spinndüse gemäss Anspruch 4 oder gemäß den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (17) eine sich in Transportrichtung erstreckende Länge L1 aufweist, deren
Betrag zwischen 1 mm und 100 mm, bevorzugt zwischen 2 mm und 50 mm, besonders bevorzugt
zwischen 4 mm und 25 mm, liegt.
7. Spinndüse gemäss einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserführungskanal (7) eine sich in Transportrichtung erstreckende Länge L2 aufweist,
deren Betrag zwischen 6 mm und 110 mm, bevorzugt zwischen 7 mm und 60 mm, besonders
bevorzugt zwischen 9 mm und 30 mm, liegt.
8. Spinnstelle einer Luftspinnmaschine, wobei die Spinnstelle wenigstens eine Spinndüse
(1) gemäss einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche sowie ein der Spinndüse
(1) in Transportrichtung vorgeordnetes Lieferwalzenpaar (20) umfasst.
9. Spinnstelle gemäss vorangegangenem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (13) zumindest einen sich senkrecht zur Transportrichtung erstreckenden
konkaven Oberflächenabschnitt (19) gemäß Anspruch 5 aufweist, wobei der konkave Oberflächenabschnitt
(19) benachbart zu einer Mantelfläche (21) einer ersten Walze (22) des Lieferwalzenpaars
(20) verläuft, und wobei der konkave Oberflächenabschnitt (19) des Aufsatzes (13)
und die Mantelfläche (21) der ersten Walze (22) vorzugsweise konzentrisch verlaufen.
10. Spinnstelle gemäss vorangegangenem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der konkave Oberflächenabschnitt (19) in einer senkrecht zur Transportrichtung verlaufenden
Richtung eine Breite B1 aufweist, dass die Mantelfläche (21) der dem konkaven Oberflächenabschnitt
(19) benachbarten ersten Walze (22) eine Breite B2 aufweist, und dass das Verhältnis
zwischen B1 und B2 einen Wert besitzt, dessen Betrag zwischen 0,2 und 5, bevorzugt
zwischen 0,5 und 2, besonders bevorzugt zwischen 0,8 und 1,25, liegt.
11. Spinnstelle gemäss Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (13) einen dem konkaven Oberflächenabschnitt (19) benachbarten zweiten
Oberflächenabschnitt (23) besitzt, wobei der zweite Oberflächenabschnitt (23) benachbart
zu einer Mantelfläche (21) einer zweiten Walze (24) des Lieferwalzenpaars (20) verläuft,
und wobei der zweite Oberflächenabschnitt (23) vorzugsweise zumindest grösstenteils
plan ausgebildet ist.
12. Spinnstelle gemäss vorangegangenem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Normale (31) des plan ausgebildeten Bereichs des zweiten Oberflächenabschnitts
(23) mit einer sich in Transportrichtung erstreckenden Längsachse des Faserführungskanals
(7) einen Winkel α einschliesst, dessen Betrag zwischen 0° und 60°, bevorzugt zwischen
25° und 55°, besonders bevorzugt zwischen 30° und 50°, liegt.
13. Spinnstelle gemäss Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Walze (22) und dem konkaven Oberflächenabschnitt (19) und der
zweiten Walze (24) und dem zweiten Oberflächenabschnitt (23) jeweils ein Abstand vorhanden
ist, wobei der Abstand A1 zwischen der ersten Walze (22) und dem konkaven Oberflächenabschnitt
(19) kleiner ist als der Abstand A2 zwischen der zweiten Walze (24) und dem zweiten
Oberflächenabschnitt (23).
14. Spinnstelle gemäss vorangegangenem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand A1 einen Betrag aufweist, der zwischen 0,1 mm und 5 mm, bevorzugt zwischen
0,1 mm und 3 mm, besonders bevorzugt zwischen 0,2 mm und 2 mm, liegt und/oder dass
der Abstand A2 einen Betrag aufweist, der zwischen 0,5 mm und 10 mm, bevorzugt zwischen
1 mm und 8 mm, besonders bevorzugt zwischen 2 mm und 6 mm, liegt.
15. Spinnstelle gemäss Anspruch 10 und einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der konkave Oberflächenabschnitt (19) und der zweite Oberflächenabschnitt (23) durch
eine Zwischenfläche (25) miteinander in Verbindung stehen, wobei die Zwischenfläche
(25) eine senkrecht zur Transportrichtung verlaufende Breite B3 aufweist, wobei das
Verhältnis zwischen B2 und B3 vorzugsweise einen Wert besitzt, dessen Betrag zwischen
0,2 und 5, bevorzugt zwischen 0,5 und 2, besonders bevorzugt zwischen 0,8 und 1,25,
liegt und/oder wobei die Zwischenfläche (25) eine senkrecht zur Transportrichtung
und senkrecht zur Breite B3 verlaufende Höhe H aufweist, deren Betrag zwischen 0 mm
und 12 mm, bevorzugt zwischen 0 mm und 8 mm, besonders bevorzugt zwischen 0 mm und
6 mm, liegt.
1. A spinning nozzle for an air-spinning machine, serving to produce a yarn (2) from
a fiber composite (3),
• wherein the spinning nozzle (1) has a base body (4) with an interior eddy chamber
(5),
• wherein the spinning nozzle (1) has an inlet opening (6) for the fiber composite
(3) entering the eddy chamber (5) during operation of the air-spinning machine in
a direction of transport,
• wherein a fiber guide channel (7) for guiding the fiber composite (3) entering the
inlet opening is present between the inlet opening and the eddy chamber (5),
• wherein the spinning nozzle (1) has a yarn-forming element (8), which extends at
least partially into the eddy chamber (5) and has an inlet opening (9) as well as
a draw-off channel (10) for the yarn (2) following that in the direction of transport,
• wherein the spinning nozzle (1) has air nozzles (11) directed into the eddy chamber
(5), opening into the eddy chamber (5) in the area of a wall (12) surrounding the
eddy chamber (5),
• wherein the spinning nozzle (1) has an attachment (13) releasably attached to the
base body (4) in the area of the inlet opening (6), and
• wherein the fiber guide channel (7) following the inlet opening (6) is formed by
a channel section (14) of the attachment (13),
characterized in that the base body (4) also has a channel section (14), which is connected to the channel
section (14) of the attachment (13), as seen in the direction of transport and together
with it forms the fiber guide channel (7).
2. The spinning nozzle according to the preceding claim, characterized in that the attachment is attached releasably to the base body (4) with the help of at least
one magnet.
3. The spinning nozzle according to the preceding claim, characterized in that the attachment (13) is in form-fitting contact with the base body (4) in at least
some sections and/or a fiction-locking connection exists between the attachment (13)
and the base body (4), counteracting any movement of the attachment (13) relative
to the base body (4) at least in the direction of one axis in space.
4. The spinning nozzle according to the preceding claim, characterized in that the attachment (13) comprises a base element (16) as well as an insert (17) connected
to the base element (16), and the insert (17) is preferably in contact with a fiber
guide element (18) of the base body (4) of the spinning nozzle (1), wherein the insert
(17) and the fiber guide element (18) together border the fiber guide channel (7)
at least partially.
5. The spinning nozzle according to the preceding claim, characterized in that the attachment (13) has at least one concave surface section (19) extending perpendicular
to the direction of transport, preferably being designed to follow the contour of
a cylindrical jacket.
6. The spinning nozzle according to claim 4 or according to claims 4 and 5, characterized in that the insert (17) has a length L1 extending in the direction of transport, the amount
of which is between 1 mm and 100 mm, preferably between 2 mm and 50 mm, especially
preferably between 4 mm and 25 mm.
7. The spinning nozzle according to the preceding claim, characterized in that the fiber guide channel (7) has a length L2 extending in the direction of transport,
the amount of which is between 6 mm and 110 mm, preferably between 7 mm and 60 mm,
especially preferably between 9 mm and 30 mm.
8. The spinning station on an air-spinning machine, wherein the spinning station comprises
at least one spinning nozzle (1) according to any one or more of the preceding claims,
as well as a pair of delivery rollers (20) upstream from the spinning nozzle (1) in
the direction of transport.
9. The spinning station according to the preceding claim, characterized in that the attachment (13) has at least one concave surface section (19) according to claim
5 extending perpendicular to the direction of transport, wherein the concave surface
section (19) runs adjacent to a lateral surface (21) of a first roller (22) of the
pair of delivery rollers (20) and wherein the concave surface section (19) of the
attachment (13) and the lateral surface (21) of the first roller (22) preferably run
concentrically.
10. The spinning station according to the preceding claim, characterized in that the concave surface section (19) has a width B1 in a direction running perpendicular
to the direction of transport; the lateral surface (21) of the first roller (22) adjacent
to the concave surface section (19) has a width B2; and the ratio between B1 and B2
has a value the amount of which is between 0.2 and 5, preferably between 0.5 and 2,
especially preferably between 0.8 and 1.25.
11. The spinning station according to claim 9 or 10, characterized in that the attachment (13) has a second surface section (23) adjacent to the concave surface
section (19), wherein the second surface section (23) runs adjacent to a lateral surface
(21) of a second roller (24) of the pair of delivery rollers (20) and wherein the
second surface section (23) is preferably designed to be at least mostly flat.
12. The spinning station according to the preceding claim, characterized in that the normal (31) of the area of the second surface section (23) that is designed to
be flat forms an angle α with a longitudinal axis of the fiber guide channel (7) extending
in the direction of transport, the amount of this angle being between 0° and 60°,
preferably between 25° and 55°, especially preferably between 30° and 50°.
13. The spinning station according to claim 11 or 12, characterized in that there is a distance between the first roller (22) and the concave surface section
(19) and between the second roller (24) and the second surface section (23), wherein
the distance A1 between the first roller (22) and the concave surface section (19)
is smaller than the distance A2 between the second roller (24) and the second surface
section (23).
14. The spinning station according to the preceding claim, characterized in that the distance A1 is an amount between 0.1 mm and 5 mm, preferably between 0.1 mm and
3 mm, especially preferably between 0.2 mm and 2 mm and/or the distance A2 is an amount
between 0.5 mm and 10 mm, preferably between 1 mm and 8 mm, especially preferably
between 2 mm and 6 mm.
15. The spinning station according to claim 10 and any one of claims 11 to 14, characterized in that the concave surface section (19) on the second surface section (23) are connected
to one another by an intermediate surface (25), such that the intermediate surface
(25) has a width B3 running perpendicular to the direction of transport, wherein the
ratio between B2 and B3 preferably has a value, the amount of which is between 0.2
and 5, preferably between 0.5 and 2, especially preferably between 0.8 and 1.25 and/or
the intermediate surface (25) is a height H running perpendicular to the direction
of transport and perpendicular to the width B3, the amount of which is between 0 mm
and 12 mm, preferably between 0 mm and 8 mm, especially between 0 mm and 6 mm.
1. Filière destinée à une machine à filer à air qui est utilisée pour produire un fil
(2) constitué d'un assemblage de fibres (3),
• la filière (1) possédant un corps de base (4) pourvu d'une chambre de turbulence
interne (5),
• la filière (1) possédant une ouverture d'entrée (6) destiné à l'assemble de fibres
(3) entrant dans la chambre de turbulence (5) dans une direction de transport pendant
le fonctionnement de la machine à filer à air,
• un conduit de guidage de fibres (7) destiné à guider l'assemblage de fibres (3)
entrant dans l'ouverture étant prévu entre l'ouverture d'entrée et la chambre de turbulence
(5),
• la filière (1) possédant un élément de formation de fil 8), qui s'étend au moins
partiellement jusque dans la chambre de turbulence (5) et qui comporte un orifice
d'entrée (9) suivi d'un conduit de sortie, par référence à la direction de transport
(10), qui est destiné au fil (2),
• la filière (1) comportant des buses d'air (11) qui sont orientées jusque dans la
chambre de turbulence (5) et qui débouchent dans la chambre de turbulence (5) au niveau
de la paroi (12) entourant la chambre de turbulence (5),
• la filière (1) possédant au niveau de l'ouverture d'entrée (6) un chapeau (13) fixé
de manière amovible sur le corps de base (4), et
• le conduit de guidage de fibres (7), qui se raccorde à l'ouverture d'entrée (6),
étant formé par une partie formant conduit (14) du chapeau (13),
caractérisée en ce que
le corps de base (4) possède également une partie formant conduit (14) qui se raccorde,
par référence à la direction de transport, à la partie formant conduit (14) du chapeau
(13) et forme conjointement avec celui-ci le conduit de guidage de fibres (7).
2. Filière selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le chapeau est fixé de manière amovible au corps de base (4) à l'aide d'au moins
un aimant.
3. Filière selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le chapeau (13) est en appui au moins par endroits par complémentarité de formes
sur le corps de base (4) et/ou en ce qu'une liaison par friction est réalisée entre le chapeau (13) et le corps de base (4),
laquelle liaison par friction s'oppose au déplacement du chapeau (13) par rapport
au corps de base (4) au moins en direction d'un axe spatial.
4. Filière selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le chapeau (13) comprend un élément de base (16) et un insert (17) relié à l'élément
de base (16), et en ce que l'insert (17) est de préférence en contact avec un élément de guidage de fibres (18)
du corps de base (4) de la filière (1), l'insert (17) et l'élément de guidage de fibres
(18) délimitant conjointement, au moins partiellement, le conduit de guidage de fibres
(7).
5. Filière selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le chapeau (13) comporte au moins une partie de surface concave (19) qui s'étend
perpendiculairement à la direction de transport et qui est conçue de préférence pour
suivre le contour d'une enveloppe cylindrique.
6. Filière selon la revendication 4 ou selon les revendications 4 et 5, caractérisée en ce que l'insert (17) a dans la direction de transport une longueur L1 dont la valeur est
comprise entre 1 mm et 100 mm, de préférence entre 2 mm et 50 mm, de façon particulièrement
préférée entre 4 mm et 25 mm.
7. Filière selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le conduit de guidage de fibres (7) a dans la direction de transport une longueur
L2 dont la valeur est comprise entre 6 mm et 110 mm, de préférence entre 7 mm et 60
mm, de façon particulièrement préférée entre 9 mm et 30 mm.
8. Filière d'une machine à filer à air, la position de filage comprenant au moins une
filière (1) selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, et une filière
(1) dans la direction de transport est disposé paire de rouleaux de sortie en amont
(20).
9. Station de filage selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le chapeau (13) comporte au moins une partie de surface concave (19), selon la revendication
5, qui s'étend perpendiculairement à la direction de transport, la partie de surface
concave (19) étend adjacente à une surface d'enveloppe (21) d'un premier cylindre
(22) de la paire de cylindres détacheurs (20), et la partie de surface concave (19)
du chapeau (13) et la surface d'enveloppe (21) du premier cylindre (22) s'étendant
de préférence de manière concentrique.
10. Station de filage selon la revendication précédente, caractérisée en ce que la partie de surface concave (19) a une largeur B1 dans une direction perpendiculaire
à la direction de transport, en ce que la surface d'enveloppe (21) du premier cylindre (22) adjacent à la partie de surface
concave (19) a une largeur B2 et en ce que le rapport entre B1 et B2 a une valeur comprise entre 0,2 et 5, de préférence entre
0,5 et 2, de manière particulièrement préférée entre 0,8 et 1,25.
11. Station de filage selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que le chapeau (13) possède une seconde partie de surface (23) adjacente à la partie
de surface concave (19), la seconde partie de surface (23) étant adjacente à une surface
d'enveloppe (21) d'un second cylindre (24) de la paire de cylindres détacheurs (20)
et la seconde partie de surface (23) étant de préférence, au moins pour la plus grande
partie, plane.
12. Station de filage selon la revendication précédente, caractérisée en ce que la normale (31) de la région plane de la seconde partie de surface (23) forme avec
un axe longitudinal, s'étendant dans la direction de transport, du conduit de guidage
de fibres un angle α dont la valeur est comprise entre 0 et 60°, de préférence entre
25° et 55°, et de manière particulièrement préférée entre 30° et 50°.
13. Station de filage selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce qu'une distance est ménagée entre le premier cylindre (22) et la partie de surface concave
(19) et entre le second cylindre (24) et la seconde partie de surface (23) dans chaque
cas prévu, la distance A1 entre le premier cylindre (22) et la partie de surface concave
(19) étant inférieure à la distance A2 entre le second cylindre (24) et la seconde
partie de surface (23).
14. Station de filage selon la revendication précédente, caractérisée en ce que la distance A1 a une valeur qui est comprise entre 0,1 mm et 5 mm, de préférence
entre 0,1 mm et 3 mm, de manière particulièrement préférée entre 0,2 mm et 2 mm et/ou
en ce que la distance A2 a une valeur qui est comprise entre 0,5 mm et 10 mm, de préférence
entre 1 mm et 8 mm, de façon particulièrement préférée entre 2 mm et 6 mm.
15. Station de filage selon la revendication 10 et l'une des revendications 11 à 14, caractérisée en ce que la partie de surface concave (19) et la seconde partie de surface (23) sont reliées
entre elles par une surface intermédiaire (25), la surface intermédiaire (25) ayant
une largeur B3 perpendiculairement à la direction de transport, le rapport entre B2
et B3 ayant de préférence une valeur comprise entre 0,2 et 5, de préférence entre
0,5 et 2, de façon particulièrement préférée entre 0,8 et 1,25, et/ou la surface intermédiaire
(25) ayant une hauteur H, perpendiculairement à la direction de transport et perpendiculairement
à la largeur B3, dont la valeur est comprise entre 0 mm et 12 mm, de préférence entre
0 mm et 8 mm, de façon particulièrement préférée entre 0 mm et 6 mm.