[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft flüssige Reinigungsmittel in einer wasserlöslichen
Verpackung, enthaltend mindestens ein Sulfopolymer sowie mindestens einen mehrwertigen
Alkohol, wie hierin definiert, ein Verfahren zu seiner Herstellung und ein Anwendungsverfahren
für maschinelle Geschirrspülmittel.
[0002] Die Verbraucher haben sich an bequemes Dosieren von vorportionierten maschinellen
Geschirrspülmitteln gewöhnt und nützen diese Produkte vor allem in Form von Tabletten.
Auf der anderen Seite setzen sich flüssige Angebotsformen in Form von Multifunktionsgelen
mehr und mehr am Markt durch. Vor allem die schnelle Löslichkeit und die damit verbundene
schnelle Verfügbarkeit der aktiven Inhaltsstoffe bietet Vorteile insbesondere in zeitverkürzten
Spülprogrammen. Aus Sicht der Verbraucher ist es wünschenswert, die Vorteile beider
Angebotsformen zu kombinieren und ein vorportioniertes Flüssigprodukt anzubieten.
[0003] Um ein flüssiges Geschirrspülmittel in eine vorportionierte Angebotsform zu bringen,
ist die Verwendung von kaltwasserlöslichen Folien in der Form von Beuteln üblich.
Der-Formelentwicklung sind damit jedoch Grenzen gesetzt, da nur eine begrenzte Menge
Wasser in das Produkt eingearbeitet werden kann. Eine Überschreitung der tolerierbaren
Wassermenge führt zu einem vorzeitigen Auflösen der umhüllenden wasserlöslichen Folie.
[0004] EP 2 399 979 A1 offenbart beispielsweise ein Produkt in Einzeldosierungsform, das eine nichtwässrige
Zusammensetzung enthält, umfassend ein kationisches Polymer und eine Fettsäure oder
ein Salz, die in stabilen und sich schnell auflösenden Kapseln eingeschlossen ist.
Ein sogenanntes "3 in 1"-Produkt offenbart
WO 03/006593 A2. Das nichtwässrige, maschinelle Geschirrspülmittel enthält eine Zusammensetzung aus
a) 1-60 Gew.-% nichtwässrigen Lösungsmitteln, b) 0,1-70 Gew.-% Copolymeren aus (i)
ungesättigten Carbonsäuren, ii) Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren und iv) gegebenenfalls
weiteren ionischen oder nichtionogenen Monomeren und c) 5 bis 30 Gew.-% nichtionischen
Tensiden.
[0005] Insbesondere das Einarbeiten von Polymeren, die essentiell für die gute Leistung
eines Multifunktionsproduktes sind, bereitet bei Formulierungen, die nur geringe Mengen
Wasser aufweisen dürfen, erhebliche Schwierigkeiten.
[0006] Überraschenderweise wurde nun jedoch gefunden, dass die Einarbeitung von Sulfopolymeren
in eine Reinigungsmittelformulierung auch noch bei geringer Wassermenge, insbesondere
bei einer Begrenzung der Wassermenge auf maximal 25 Gew.-% möglich ist, wenn eine
Mischung aus 1-10 Gew.-% Glycerin und 15-35 Gew.-% 1,2-Propylenglykol, wobei die Gesamtmenge
an Glycerin und 1,2-Propylenglykol 25 bis 45 Gew.-% beträgt, in der Zusammensetzung
eingesetzt wird.
[0007] Ein erster Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist daher ein flüssiges Reinigungsmittel
in einer wasserlöslichen Verpackung, enthaltend mindestens ein Sulfopolymer, welches
bei der Herstellung des Mittels in fester Form eingesetzt wurde, sowie mindestens
einen mehrwertigen Alkohol, wobei eine Mischung aus 1-10 Gew.-% Glycerin und 15-35
Gew.-% 1,2-Propylenglykol eingesetzt wird und die Gesamtmenge an Glycerin und 1,2-Propylenglykol
25 bis 45 Gew.-%. beträgt, und maximal 25 Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Mittels;
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Reinigungsmittel handelt es sich vorzugsweise um ein Geschirrspülmittel,
insbesondere um ein maschinelles Geschirrspülmittel.
[0009] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ebenso ein maschinelles Geschirrspülverfahren,
bei welchem ein erfindungsgemäßes Reinigungsmittel zum Einsatz kommt.
[0010] Die Menge an in erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln eingesetzten mehrwertigem Alkohol
oder mehrwertigen Alkoholen liegt Vorzugsweise bei mindestens 20 Gew.-%, insbesondere
bei mindestens 25 Gew.-%, besonders bevorzugt bei mindestens 28 Gew.-%, vor allem
bei mindestens 30 Gew.-%. Bevorzugte Mengehbereiche sind hierbei 20 bis 50 Gew.-%,
insbesondere 25 bis 45 Gew.-%, vor allem 28 bis 40 Gew.-%.
[0011] Die mehrwertigen Alkohole sind vorzugsweise ausgewählt aus Glycerin, Ethylenglykol,
1,2-Propylenglykol, 1,3-Propylenglykol und Mischungen daraus.
[0012] Erfindungsgemäß wird eine Mischung aus mindestens zwei mehrwertigen Alkoholen eingesetzt.
[0013] Ein erfindungsgemäß eingesetzter mehrwertiger Alkohol ist das 1,2-Propylenglykol.
1,2-Propylenglykol wird in erfindungsgemäßen "Mitteln in einer Menge von 15 bis 35
Gew.-%, bevorzugt in einer Menge von 20 bis 30 Gew.-%, eingesetzt.
[0014] Ein weiterer erfindungsgemäß eingesetzter mehrwertiger Alkohol ist das Glycerin.
Glycerin wird in erfindungsgemäßen Mitteln in einer Menge von 1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt
in einer Menge von 3 bis 7 Gew.-%, eingesetzt.
[0015] Erfindungsgemäß wird als ein mehrwertiger Alkohol in dem Reinigungsmittel eine Mischung
aus Glycerin und 1,2-Propylenglykol eingesetzt. Das Glycerin wird hierbei in einer
Menge von 1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt in einer Menge von 3 bis 7 Gew.-%, eingesetzt.
Das 1,2-Propylenglykolwird hierbei in einer Menge von 15 bis 35 Gew.-%, bevorzugt
in einer Menge von 20 bis 30 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge des Reinigungsmittels,
eingesetzt, wobei die Gesamtmenge an Glycerin und 1,2-Propylenglykol 25 bis 45 Gew.-%,
insbesondere 28 bis 40 Gew.-%, vor allem 28,5 bis 32,0 Gew.-%, beträgt.
[0016] Bei dem flüssigen Reinigungsmittel handelt es sich vorzugsweise um eine wasserhaltige
Zusammensetzung. Der Wassergehalt der erfindungsgemäßen Zusammensetzung liegt bei
maximal 25 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 20 Gew.-%. Bevorzugte Mengenbereiche sind
hierbei 5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 15 bis 20 Gew.-%, vor allem 18 bis 19,8 Gew.-%.
[0017] Der Gewichtsanteil des Sulfopolymers am Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels
beträgt vorzugsweise von 0,1 bis 20 Gew.-%, insbesondere von 0,5 bis 18 Gew.-%, besonders
bevorzugt 1,0 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 4 bis 14 Gew.-%, vor allem von 6 bis
12 Gew.-%.
[0018] Als Sulfopolymer wird vorzugsweise ein copolymeres Polysulfonat, vorzugsweise ein
hydrophob modifiziertes copolymeres Polysulfonat, eingesetzt.
[0019] Die Copolymere können zwei, drei, vier oder mehr unterschiedliche Monomereinheiten
aufweisen.
[0020] Bevorzugte copolymere Polysulfonate enthalten neben Sulfonsäuregruppen-haltigem(n)
Monomer(en) wenigstens ein Monomer aus der Gruppe der ungesättigten Carbonsäuren.
[0021] Als ungesättigte Carbonsäure(n) wird/werden mit besonderem Vorzug ungesättigte Carbonsäuren
der Formel R
1(R
2)C=C(R
3)COOH eingesetzt, in der R
1 bis R
3 unabhängig voneinander für-H,-CH
3, einen geradkettigen öder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen öder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit -NH
2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste wie vorstehend definiert öder
für -COOH oder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigter öder verzweigter Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist.
[0022] Besonders bevorzugte ungesättigte Carbonsäuren sind Acrylsäure, Methacrylsäure, Ethacrylsäure,
α-Chloroacrylsäure, α-Cyanoacrylsäure, Crotonsäure, α-Phenyl-Acrylsäure, Maleinsäure,
Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Methylenmalonsäure, Sorbinsäure,
Zimtsäure oder deren Mischungen. Einsetzbar sind selbstverständlich auch die ungesättigten
Dicarbonsäuren.
[0023] Bei den Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren sind solche der Formel
R
5(R
6)C=C(R
7)-X-SO
3H
bevorzugt, in der R
5 bis R
7 unabhängig Voneinander für -H, -CH
3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit-NH
2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste oder für -COÖH öder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigter oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist, und X für eine optional Vorhandene Spacergruppe
steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k- mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-CH
2- und -C(O)-NH-CH(CH
3)-CH
2-.
[0024] Unter diesen Monomeren bevorzugt sind solche der Formeln
H
2C=CH-X-SO
3H
H
2C=C(CH
3)-X-SO
3H
HO
3S-X-(R
6)C=C(R
7)-X-SO
3H,
in denen R
6 und R
7 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -H, -CH
3, -CH
2CH
3,-CH
2CH
2CH
3 und -CH(CH
3)
2 und X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k- mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-, -C(O)-NH=C(CH
3)
2-CH
2- und -C(O)-NH-CH(CH
3)-CH
2-.
[0025] Besonders bevorzugte Sulfonsäüregruppen-haltige Monomere sind dabei 1-Acrylamido-1-propansulfonsäure,
2-Acrylamido-2-propansulfonsäure, 2-Acrylamido-2-methyl-1-propansülfonsäure, 2-Methacrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure,
3-Methacrylamido-2-hydroxy-propansulfohsäure, Allylsulfonsäure, Methallylsulfonsäure,
Allyloxybenzolsulfonsäure, Methallyloxybenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-3-(2-propenyloxy)propansulfonsäure,
2-Methyl-2-propen1-sulfonsäure, Styrolsulfonsäure, Vinylsulfonsäure, 3-Sulfopropylacrylat,
3-Sulfopropylmethacrylat, Sulfomethacrylamid, Sulfomethylmethacrylamid sowie Mischungen
der genannten Säuren oder deren wasserlösliche Salze.
[0026] In den Polymeren können die Sulfonsäuregruppen ganz oder teilweise in neutralisierter
Form vorliegen, d.h. dass das acide Wasserstoffatom der Sulfonsäuregruppe in einigen
oder allen Sulfonsäuregruppen gegen Metallionen, vorzugsweise Alkalimetallionen und
insbesondere gegen Natriumionen, ausgetauscht sein kann. Der Einsatz von teil- oder
vollneutralisierten sutfonsäuregruppenhaltigen Copolymeren ist erfindungsgemäß bevorzugt.
[0027] Die Monomerenverteilung der erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Copolymere beträgt
bei Copolymeren, die nur Carbonsäuregruppen-haltige Monomere und Sulfonsäuregruppen-haltige
Monomere enthalten, vorzugsweise jeweils 5 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt beträgt
der Anteil des Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomers 50 bis 90 Gew.-% und der Anteil
des Carbonsäuregruppen-haltigen Monomers 10 bis 50 Gew.-%, die Monomere sind hierbei
vorzugsweise ausgewählt aus den zuvor genannten.
[0028] Die Molmasse der erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Sulfo-Copolymere kann variiert
werden, um die Eigenschaften der Polymere dem gewünschten Verwendungszweck anzupassen.
Bevorzugte Reinigungsmittel sind dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere Molmassen
von 2000 bis 200.000 gmol
-1, vorzugsweise von 4000 bis 25.000 gmol
-1 und insbesondere von 5000 bis 15.000 gmol
-1 aufweisen.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfassen die Copolymere neben Carboxylgruppen-haltigem
Monomer und Sulfonsäuregruppen-haltigem Monomer weiterhin wenigstens ein nichtionisches,
vorzugsweise hydrophobes Monomer. Durch den Einsatz dieser hydrophob modifizierten
Polymere konnte insbesondere die Klarspülleistung erfindungsgemäßer maschineller Geschirrspülmittel
verbessert werden.
[0030] Reinigungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel als anionisches Copolymer
ein Cupolymer, umfassend
- i) Carbonsäuregruppen-haltige Monomere
- ii) Sulfonsäuregruppen-haltige Monomere
- iii) nichtionische Monomere, insbesondere hydrophobe Monomere
enthält, werden erfindungsgemäß bevorzugt.
[0031] Als nichtionische Monomere werden vorzugsweise Monomere der allgemeinen Formel R
1(R
2)C=C(R
3)-X-R
4 eingesetzt, in der R
1 bis R
3 unabhängig voneinander für -H, -CH
3 oder -C
2H
5 steht, X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt ist aus
-CH
2-, -C(O)O-ünd -C(O)-NH-, und R
4 für einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 22 Kohlenstoffatomen
oder für einen ungesättigten, vorzugsweise aromatischen Rest mit 6 bis 22 kohlenstoffatomen
steht.
[0032] Besonders bevorzugte nichtionische Monomere sind Buten, Isobuten, Penten, 3-Methylbuten,
2-Methylbuten, Cyclopenten, Hexen, Hexen-1, 2-Methlypenten-1, 3-Methtypenten-1, Cyclohexen,
Methylcyclopenten, Cyclohepten, Methylcyclohexen, 2,4,4-Trimethylpenten-1, 2,4,4-Trimethylpenten-2,
2,3-Dimethylhexen-1, 2,4-Diemthylhexen=1, 2,5-Dimethlyhexen-1, 3,5-Dimethylhexen-1,
4,4-Dimehtyhexan-1, Ethylcyclohexyn, 1-Octen, α-Olefine mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen
wie beispielsweise 1-Decen, 1-Dodecen, 1-Hexadecen, 1-Oktadecen und C22-α-Olefin,
2-Styrol, α-Methylstyrol, 3-Methylstyrol, 4-Propylstryol, 4-Cyclohexylstyrol, 4-Dodecylstyrol,
2-Ethyl-4-Benzylstyrol, 1-Vinylnaphthalin, 2,Vinylnaphthalin, Acrylsäuremethylester,
Acrylsäureethylester, Acrylsäurepropylester, Acrylsäürebutylester, Acrylsäurepentylester,
Acrylsäurehexylester, Methacrylsäuremethylester, N-(Methyl)acrylamid, Acrylsäure-2-Ethylhexylester,
Methacrylsäure-2-Ethylhexylester,
N-(2-Ethylhexyl)acrymid, Acrylsäureoctylester, Methacrylsäureoctylester,
N-(Octyl)acrylamid, Acrylsäurelaurylester, Methacrylsäurelaurylester,
N-(Lauryl)acrylamid, Acrylsäurestearylester, Methacrylsäurestearylester,
N-(Stearyl)acrylamid, Acrylsäurebehenylester, Methacrylsäurebehenylester und
N-(Behenyl)acrylamid oder deren Mischungen.
[0033] Die Monomerenverteilung der erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten hydrophob modifizierten
Copolymere beträgt in Bezug auf das Sulfonsäuregruppen-haltige Monomer, das hydrophobe
Monomer und das Carbonsäuregruppen-haltige Monomer vorzugsweise jeweils 5 bis 80 Gew.-%,
besonders bevorzugt beträgt der Anteil des Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomers und
des hydrophoben Monomers jeweils 5 bis 30 Gew.-% und der Anteil des Carbonsäuregruppen-hattigen
Monomers 60 bis 80 Gew.-%, die Monomere sind hierbei vorzugsweise ausgewählt aus den
zuvor genannten.
[0034] Das erfindungsgemäße flüssige und wasserhaltige Reinigungsmittel enthält Wasser bis
maximal 20 Gew.-% in Kombination mit Sulfopolymer, welches bei der Herstellung des
Mittels in fester Form eingesetzt wurde. Es wurde festgestellt, dass die homogene
und stabile Einarbeitung von festem Sulfopolymer dann gelingt, wenn eine Mischung
aus 1-10 Gew.-% Glycerin und 15-35 Gew.-% 1,2-Propylenglykol eingesetzt wird.
[0035] Das erfindungsgemäße Reinigungsmittel ist vorzugsweise in einer wasserlöslichen Verpackung
enthalten. Die wasserlösliche Verpackung erlaubt eine Portionierung des Reinigungsmittels.
Die Menge an Reinigungsmittel in der Portionspackung beträgt vorzugsweise-5 bis 50
g, besonders bevorzugt 10 bis 30 g, vor allem 15 bis 25 g.
[0036] Die wasserlösliche Verpackung umfasst vorzugsweise ein wasserlösliches Polymer. Einige
bevorzugte wasserlösliche Polymere, welche vorzugsweise als wasserlösliche Verpackung
eingesetzt werden, sind Polyvinylalkohole, acetalisierte Polyvinylalkohole, Polyvinylpyrrolidone,
Polyethylenoxide, Cellulosen und Gelatine, wobei Polyvinylalkohole und acetalisierte
Polyvinylalkohole besonders bevorzugt eingesetzt werden.
[0037] "Polyvinylalkohole" (Kurzzeichen PVAL, gelegentlich auch PVOH) ist dabei die Bezeichnung
für Polymere der allgemeinen Struktur

die in geringen Anteilen (ca. 2%) auch Strukturenheiten des Typs

enthalten.
Handelsübliche Polyvinylalkohole, die als weiß-gelbliche Pulver oder Granulate mit
Polymerisationsgraden im Bereich von ca. 100 bis 2500 (Molmassen von ca. 4000 bis
100.000 g/mol) angeboten werden, haben Hydrolysegrade von 87-99 Möl-%, enthalten also
noch einen Restgehalt an Acetyl-Gruppen.
[0038] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass die wasserlösliche Verpackung
wenigstens anteilsweise einen Polyvinylalkohol umfasst, dessen Hydrolysegrad vorzugsweise
70 bis 100 Mol-%, insbesondere 80 bis 90 Möl-%, besonders bevorzugt 81 bis 89 Mol-%
und vor allem 82 bis 88 Mol-% beträgt. In einer bevorzugten Ausführungsform besteht
die wasserlösliche Verpackung zu mindestens 20 Gew.-%, besonders bevorzugt zu mindestens
40 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt zu mindestens 60 Gew.-% und insbesondere zu mindestens
80 Gew.-% aus einem Polyvinylalkohol, dessen Hydrolysegrad 70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise
80 bis 90 Mol-%, besonders bevorzugt 81 bis 89 Mol-% und insbesondere 82 bis 88 Mol-%,
beträgt.
[0039] Vorzugsweise werden als Materialien für die Verpackung Polyvinylalkohole eines bestimmten
Molekulargewichtsbereichs eingesetzt, wobei erfindungsgemäß bevorzugt ist, dass das
Verpackungsmaterial einen Polyvinylalkohol umfasst, dessen Molekulargewicht im Bereich
von 5.000 bis 100.000 gmol-1, vorzugsweise von 10.000 bis 90.000 gmol-1, besonders
bevorzugt von 12.000 bis 80.000 gmol-1 und insbesondere von 15.000 bis 70.000 gmol-1
liegt.
[0040] Der Polymerisationsgrad solcher bevorzugten Polyvinylalkohole liegt zwischen ungefähr
200 bis ungefähr 2100, vorzugsweise zwischen ungefähr 220 bis ungefähr 1890, besonders
bevorzugt zwischen uhgefähr 240 bis ungefähr 1680 und insbesondere zwischen ungefähr
260 bis ungefähr 1500.
[0041] Die Wasserlöslichkeit von Polyvinylalkohol kann durch Nachbehandlung mit Aldehyden
(Acetalisierung) öder Ketonen (Ketalisierung) verändert werden. Als besonders bevorzugt
und aufgrund ihrer ausgesprochen guten Kaltwasserlöslichkeit besonders vorteilhaft
haben sich hierbei Polyvinylalkohole herausgestellt, die mit den Aldehyd- bzw. Ketogruppen
von Sacchariden oder Polysacchariden oder Mischungen hiervon acetalisiert bzw. ketalisiert
werden. Als äußerst vorteilhaft einzusetzen sind die Reaktionsprodukte aus Polyvinylalkohol
und Stärke. Weiterhin lässt sich die Wasserlöslichkeit durch Komplexierung mit Ni-
oder Cu-Salzen oder durch Behandlung mit Dichromaten, Borsäure, Borax verändern und
so gezielt auf gewünschte Werte einstellen.
[0042] Die wasserlösliche Verpackung hat vorzugsweise eine Dicke von 10 µm bis 500 µm, insbesondere
von 20 µm bis 400 µm, besonders bevorzugt von 30 µm bis 300 µm, vor allem von 40 µm
bis 200 µm, insbesondere von 50 µm bis 150 µm.
[0043] Ein besonders bevorzugt eingesetzter Polyvinylalkohol ist beispielsweise unter dem
Handelsnamen M8630 (Monosol) erhältlich..
[0044] Die Viskosität erfindungsgemäßer Reinigungsmittel liegt vorzugsweise oberhalb 4000
mPas (Brookfield Viscometer DV-II+Pro, Spindel 25, 30 rpm, 20°C), insbesondere zwischen
4000 und 7000 mPas, besonders bevorzugt zwischen 4500 und 6500 mPas, vor allem zwischen
5000 und 6000 mPas.
[0045] Der pH-Wert erfindungsgemäßer Reinigungsmittel liegt vorzugsweise zwischen 6 und
10, besonders bevorzugt zwischen 7 und 9, vor allem zwischen 7 und 8.
[0046] Erfindungsgemäße Reinigungsmittel enthalten vorzugsweise weiterhin mindestens ein
hichtionisches Tensid. Als nichtionische Tenside können alle dem Fachmann bekannten
nichtionischen Tenside eingesetzt werden. Bevorzugt werden schwachschäumende nichtionische
Tenside eingesetzt, insbesondere alkoxylierte, vor allem ethoxylierte, schwachschäumende
nichtionische Tenside.
[0047] Bevorzugte nichtionische Tenside sind hierbei solche der allgemeinen Formel R
1-CH(OH)CH
2O-(AO)
w-(A'O)
x-(A"O)
y-(A"'O)
z-R
2, in der
- R1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C6-24-Alkyl- oder-Alkenylrest steht;
- R2 für Wasserstoff oder einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2
bis 26 Kohlenstoffatomen steht;
- A, A', A" und A"' unabhängig voneinander für einen Rest aus der Gruppe -CH2CH2, -CH2CH2-CH2, -CH2-CH(CH3), -CH2-CH2-CH2-CH2, -CH2-CH(CH3)-CH2-, -CH2-CH(CH2-CH3) stehen,
- w, x, y und z für Werte zwischen 0,5 und 120 stehen, wobei x, y Und/oder z auch 0
sein können,
bevorzugt sind.
[0048] Durch den Zusatz der vorgenannten nichtionischen Tenside der allgemeinen Formel R
1-CH(OH)CH
2O-(AO)
w-(A'O)
x-(A"O)
y-(A"O)
z-R
2, nachfolgend auch als "Hydroxymischether" bezeichnet, kann überraschenderweise die
Reinigungsleistung erfindungsgemäßer Zubereitungen deutlich verbessert werden und
zwar sowohl im Vergleich zu Tensid-freien System wie auch im Vergleich zu Systemen,
die alternative nichtionischen Tenside, beispielsweise aus der Gruppe der polyalkoxylierten
Fettalkohole enthalten.
[0049] Durch den Einsatz dieser nichtionischen Tenside mit einer oder mehreren freien Hydroxylgruppe
an einem oder beiden endständigen Alkylresten kann die Stabilität der in den erfindungsgemäßen
Reinigungsmitfelzubereitungen enthaltenen Enzyme deutlich verbessert werden.
[0050] Bevorzugt werden insbesondere solche endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten)
Niotenside, die, gemäß der Formel R
1O[CH
2CH
2O]
xCH
2CH(OH)R
2, neben einem Rest R
1, welcher für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische
oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 2 bis 30 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen steht, weiterhin einen linearen oder verzweigten, gesättigten
oder ungesättigten, aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest R
2 mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen aufweisen, wobei x für Werte zwischen 1 und 90, vorzugsweise
für Werte zwischen 30 und 80 und insbesondere für Werte zwischen 30 und 60 steht.
[0051] Besonders bevorzugt sind Tenside der Formel R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
yCH
2CH(OH)R
2, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
18 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
oder Mischungen hieraus bezeichnet und x für Werte zwischen 0,5 und 1,5 sowie y für
einen Wert von mindestens 15 steht.
Zur Gruppe dieser nichtionischen Tenside zählen beispielsweise die "C
2-26 Fettalkohol-(PO)
1-(EO)
15-40-2-hydroxyalkylether, insbesondere auch die C
8-10 Fettalkohol-(PO)
1-(EO)
22-2-hydroxydecylether.
[0052] Besonders bevorzugt werden weiterhin solche endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten)-Niotenside
der Formel R
1O[CH
2CH
2O]
x[CH
2CH(R
3)O]
yCH
2CH(OH)R
2, in der R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ein-
bzw. mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen steht,
R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3, -CH
2CH
2-CH
3, =CH(CH
3)
2, vorzugsweise jedoch für -CH
3 steht, und x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 32 stehen, wobei
Niotenside mit R
3 = -CH
3 und Werten für x von 15 bis 32 und y von 0,5 und 1,5 ganz besonders bevorzugt sind.
[0053] Weitere bevorzugt einsetzbare Niotenside sind die endgruppenverschlossenen poly(oxyalkylierten)
Niotenside der Formel R
1O[CH
2CH(R
3)O]
x[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
2, in der R
1 und R
2 für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische
Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen stehen, R
3 für H oder einen Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl-, n-Butyl-, 2-Butyl- oder
2-Methyl-2-Butylrest steht, x für Werte zwischen 1 und 30, k und j für Werte zwischen
1 und 12, vorzugsweise zwischen 1 und 5 stehen. Wenn der Wert x ≥ 2 ist, kann jedes
R
3 in der oben stehenden Formel R
1O[CH
2CH(R
3)O]
x[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
2 unterschiedlich sein. R
1 und R
2 sind vorzugsweise lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische
oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, wobei Reste
mit 8 bis 18 C-Atomen besonders bevorzugt sind. Für den Rest R
3 sind H, -CH
3 oder -CH
2CH
3 besonders bevorzugt. Besonders bevorzugte Werte für x liegen im Bereich von 1 bis
20, insbesondere von 6 bis 15.
[0054] Wie vorstehend beschrieben, kann jedes R
3 in der oben stehenden Formel unterschiedlich sein, falls x ≥ 2 ist. Hierdurch kann
die Alkylenoxideinheit in der eckigen Klammer variiert werden. Steht x beispielsweise
für 3, kann der Rest R
3 ausgewählt werden, um Ethylenoxid- (R
3 = H) oder Propylenoxid- (R
3 = CH
3) Einheiten zu bilden, die in jedweder Reihenfolge aneinandergefügt sein können, beispielsweise
(EO)(PO)(EO), (EO)(EO)(PO), (EO)(EO)(EO), (PO)(EO)(PO), (PO)(PO)(EO) und (PO)(PO)(PO).
Der Wert 3 für x ist hierbei beispielhaft gewählt worden und kann durchaus größer
sein, wobei die Variationsbreite mit steigenden x-Werten zunimmt und beispielsweise
eine große Anzahl (EO)-Gruppen, kombiniert mit einer geringen Anzahl (PO)-Gruppen
einschließt, oder umgekehrt.
[0055] Besonders bevorzugte endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierte) Alkohole der oben
stehenden Formel weisen Werte von k = 1 und j = 1 auf, so dass sich die vorstehende
Formel zu R
1O[CH
2CH(R
3)O]
xCH
2CH(OH)CH
2OR
2 vereinfacht. In der letztgenannten Formel sind R
1, R
2 und R
3 wie oben definiert und x steht für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20
und insbesondere von 6 bis 18. Besonders bevorzugt sind Tenside, bei denen die Reste
R
1 und R
2 9 bis 14 C-Atome aufweisen, R
3 für H steht und x Werte von 6 bis 15 annimmt.
[0056] Als besonders wirkungsvoll haben sich schließlich die nichtionischen Tenside der
allgemeine Formel R
1-CH(OH)CH
2O-(AO)
w-R
2 erwiesen, in der
- R1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht;
- R2 für einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht;
- A für einen Rest aus der Gruppe CH2CH2, CH2CH2CH2, CH2CH(CH3), vorzugsweise für CH2CH2 steht, und
- w für Werte zwischen 1 und 120, vorzugsweise 10 bis 80, insbesondere 20 bis 40 steht.
[0057] Zur Gruppe dieser nichtionischen Tenside zählen beispielsweise die C
4-22 Fettalkohol-(EO)
10-80-2-hydroxyalkylether, insbesondere auch die C
8-12 Fettalkohol-(EO)
22-2-hydroxydecylether und die C
4-22 Fettalkohol-(EO)
40-80-2-hydroxyalkylether.
[0058] Bevorzugte flüssige Reinigungsmittel sind dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel
mindestens ein nichtionisches Tensid, vorzugsweise ein nichtionisches Tensid aus der
Gruppe der Hydroxymischether, enthält, wobei der Gewichtsanteil des nichtionischen
Tensids am Gesamtgewicht des Reinigungsmittels vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-%, bevorzugt
1,0 bis 8,0 Gew.-% und insbesondere 2,0 bis 6,0 Gew.-% beträgt.
[0059] Als weiteren Bestandteil enthalten erfindungsgemäße Reinigungsmittel vorzugsweise
einen oder mehrere Gerüststoff(e). Der Gewichtsanteil dieser Gerüststoffe am Gesamtgewicht
erfindungsgemäßer Mittel beträgt vorzugsweise 15 bis 80 Gew.-% und insbesondere 20
bis 70 Gew.-%. Zu diesen Gerüststoffen zählen insbesondere Carbonate, Phosphate, Citrate,
Phosphonate, MGDA, GLDA, EDDS, organische Cobuilder und Silikate.
[0060] Bevorzugt ist der Einsatz von Carbonat(en) und/oder Hydrogencarbonat(en), vorzugsweise
Alkalicarbonat(en), besonders bevorzugt Natriumcarbonat, in Mengen von 2 bis 30 Gew.-%,
vorzugsweise von 4 bis 28 Gew.-% und insbesondere von 8 bis 24 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Gewicht des Reinigungsmittels.
[0061] Bevorzugt ist weiterhin der Einsatz von Phosphat. Unter der Vielzahl der kommerziell
erhältlichen Phosphate haben die Alkalimetallphosphate unter besonderer Bevorzugung
von Pentanatrium-bzw. Pentakaliumtriphosphat (Natrium- bzw. Kaliumtripolyphosphat)
in der Wasch- und Reinigungsmittel-Industrie die größte Bedeutung.
[0062] Alkalimetallphosphate ist dabei die summarische Bezeichnung für die Alkalimetall-
(insbesondere Natrium- und Kalium-) Salze der verschiedenen Phosphorsäuren, bei denen
man
[0063] Metaphosphorsäuren (HPO
3)
n und Orthophosphorsäure H
3PO
4 neben höhermolekularen Vertretern unterscheiden kann. Die Phosphate vereinen dabei
mehrere Vorteile in.sich: Sie wirken als Alkaliträger, verhindern Kälkbeläge auf Maschinenteilen
bzw. Kalkinkrustationen in Geweben und tragen überdies zur Reinigungsleistung bei.
[0064] Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Phosphate sind das Pentanatriumtriphosphat,
Na
5P
3O
10 (Natriumtripolyphosphat) sowie das entsprechende Kaliumsalz Pentakaliumtriphosphat,
K
5P
3O
10 (Kaliumtripolyphosphat). Erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzt werden weiterhin die
Natrium-Kaliumtripolyphosphate.
[0065] Werden im Rahmen der vorliegenden Anmeldung Phosphate als reinigungsaktive Substanzen
in den Reinigungsmitteln eingesetzt, so enthalten diese Phosphat(e), vorzugsweise
Alkalimetallphosphät(e), besonders bevorzugt Pentanatrium- bzw. Pentakaliumtriphosphat
(Natrium- bzw. Kaliumtripolyphosphat), in Mengen von 5 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise
von 15 bis 45 Gew-% und insbesondere von 20 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
Gewicht des Reinigungsmittels.
[0066] In einer erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform wird auf den Einsatz von Phosphaten
weitgehend oder vollständig verzichtet. Das Mittel enthält in dieser Ausführungsform
vorzugsweise weniger als 5 Gew.-%, besonders bevorzugt weniger als 3 Gew-%, insbesondere
weniger als 1 Gew.-% Phosphat(e). Besonders bevorzugt ist das Mittel in dieser Ausführungsform
völlig phosphatfrei.
[0067] Als organische Cobuilder sind insbesondere Polycarboxylate / Polycarbonsäuren, polymere
Carboxylate, Asparaginsäure, Polyacetale, Dextrine und organische Cobuilder zu nennen.
Diese Stoffklassen werden nachfolgend beschrieben.
[0068] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form der freien
Säure und/oder ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren
solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise
sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA),
sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie
Mischungen aus diesen. Die freien Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise
auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung
eines niedrigeren und milderen pH-Wertes von Reinigungsmitteln. Insbesondere sind
hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige
Mischungen aus diesen zu nennen.
[0069] Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittel enthalten als einen ihrer
wesentlichen Gerüststoffe Citrat. Reinigungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass sie
2 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% und insbesondere 5 bis 20 Gew.-% Citrat
enthalten, sind erfindungsgemäß bevorzugt.
[0070] Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittel sind dadurch gekennzeichnet,
dass das Reinigungsmittel mindestens zwei Gerüststoffe aus der Gruppe der Phosphate,
Carbonate und Citräte enthält, wobei der Gewichtsanteil dieser Gerüststoffe, bezogen
auf das Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels, bevorzugt 5 bis 60
Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 50 Gew.-% und insbesondere 25 bis 40 Gew.-% beträgt. Die
Kombination von zwei oder mehr Gerüststoffen aus der oben genannten Gruppe hat sich
für die Reiniguhgs- und Klarspülleistung erfindungsgemäßer maschineller Geschirrspülmittel
als vorteilhaft erwiesen.
[0071] In einer erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugten Ausführungsform wird eine Mischung
aus Phosphat und Citrat oder eine Mischung aus GLDA und Citrat eingesetzt, wobei die
Menge an Phosphat oder GLDA vorzugsweise von 10 bis 35 Gew.-% und die Menge an Citrat
vorzugsweise von 2 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge des Reinigungsmittels,
beträgt, wobei die Gesamtmenge dieser Gerüststoffe vorzugsweise 20 bis 35 Gew.-%,
insbesondere 25 bis 35 Gew.-%, beträgt.
[0072] Als Gerüststoffe sind weiterhin polymere Polycarboxylate geeignet, dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise
solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70000 g/mol.
[0073] Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse
von 2000 bis 20000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Lösfichkeit können
aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 2000 bis
10000 g/mol, und besonders bevorzugt von 3000 bis 5000 g/mol, aufweisen, bevorzugt
sein.
[0074] Der Gehalt der erfindungsgemäßen Reinigungsmittel an (homo)polymeren Polycarboxylaten
beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-% und insbesondere 3 bis 10 Gew.-%.
[0075] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel können als weiteren Gerüststoff insbesondere
Phosphonate enthalten. Als Phosphonat-Verbindung Wird vorzugsweise ein Hydroxyalkan-und/oder
Aminoalkanphosphonat eingesetzt. Unter den Hydroxyalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat
(HEDP) von besonderer Bedeutung. Als Aminoalkanphosphonate kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphosphonat
(EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) sowie deren höhere Homologe
in Frage. Phosphonate sind in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen von
0,1 bis 10 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0,5 bis 8 Gew.-%, jeweils bezogen auf
das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels, enthalten.
[0076] Bevorzugt wird, insbesondere in phosphatreduzierten und phosphatfreien Mitteln, mindestens
eine Verbindung ausgewählt aus MGDA, GLDA und EDDS eingesetzt.
[0077] MGDA (Methylglycindiessigsäure), GLDA (Glutaminsäure-N,N-diessigsäure) und EDDS (Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure)
werden in erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln vorzugsweise in Mengen von 5 bis 60
Gew.-%, insbesondere in Mengen von 10 bis 40 Gew.-%, eingesetzt.
[0078] Erfindungsgemäße Mittel können als Gerüststoff weiterhin kristalline schichtförmige
Silikate der allgemeinen Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O, worin M Natrium oder Wasserstoff darstellt, x eine Zahl von 1,9 bis 22, vorzugsweise
von 1,9 bis 4, wobei besonders bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind, und y für
eine Zahl von 0 bis 33, vorzugsweise von 0 bis 20 steht. Einsetzbar sind auch amorphe
Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche vorzugsweise löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen.
[0079] In bevorzugten erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln wird der Gehalt an Silikaten,
bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels, auf Mengen unterhalb 10 Gew.-%,
vorzugsweise unterhalb 5 Gew.-% und insbesondere unterhalb 2 Gew.-% begrenzt. Besonders
bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittel sind Silikat-frei.
[0080] In Ergänzung zu den vorgenannten Gerüststoffen können die erfindungsgemäßen Mittel
Alkalimetallhydroxide enthalten. Diese Alkaliträger werden in den Reinigungsmitteln
bevorzugt nur in geringen Mengen, vorzugsweise in Mengen unterhalb 10 Gew.-%, bevorzugt
unterhalb 6 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 5 Gew.-%, besonders bevorzugt zwischen
0, 1 und 5 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,5 und 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf
das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels eingesetzt. Alternative erfindungsgemäße Reinigungsmittel
sind frei von Alkalimetallhydroxiden.
[0081] Als weiteren Bestandteil enthalten erfindungsgemäße Reinigungsmittel vorzugsweise
Enzym(e). Hierzu gehören insbesondere Proteasen, Amylasen, Lipasen, Hemicellulasen,
Cellulasen, Perhydrolasen oder Oxidoreduktasen, sowie vorzugsweise deren Gemische.
Diese Enzyme sind im Prinzip natürlichen Ursprungs; ausgehend von den natürlichen
Molekülen stehen für den Einsatz in Reinigungsmitteln verbesserte Varianten zur Verfügung,
die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden. Erfindungsgemäße Reinigungsmittel enthalten
Enzyme vorzugsweise in
Gesamtmengen von 1 x 10
-6 bis 5 Gew.-% bezogen auf aktives Protein. Die Proteinkonzentration kann mit Hilfe
bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren oder dem Biuret-Verfahren bestimmt
werden.
[0082] Unter den Proteasen sind solche vom Subtilisin-Typ bevorzugt. Beispiele hierfür sind
die Subtilisine BPN' und Carlsberg sowie deren weiterentwickelte Formen, die Protease
PB92, die Subtilisine 147 und 309, die Alkalische Protease aus
Bacillus lentus, Subtilisin DY und die den Subtilasen, nicht mehr jedoch den Subtilisinen im engeren
Sinne zuzuordnenden Enzyme Thermitase, Proteinase K und die Proteasen TW3 und TW7.
[0083] Beispiele für erfindungsgemäß einsetzbare Amylaseh sind die α-Amylasen aus
Bacillus licheniformis, aus
B. amyloliquefaciens, aus
B. stearothermophilus, aus
Aspergillus niger und
A. orizae sowie die für den Einsatz in Reinigungsmitteln verbesserten Weiterentwicklungen der
vorgenannten Amylasen. Des Weiteren sind für diesen Zweck die α-Amylase aus
Bacillus sp. A 7-7 (DSM 12368) und die Cyclodextrin-Glucanotransferase (CGTase) aus B.
agaradherens (DSM 9948) hervorzuheben.
[0084] Erfindungsgemäß einsetzbar sind weiterhin Lipasen oder Cutinasen, insbesondere wegen
ihrer Triglycerid-spaltenden Aktivitäten, aber auch, um aus geeigneten Vorstufen
in situ Persäuren zu erzeugen. Hierzu gehören beispielsweise die ursprünglich aus
Humicola lanuginosa (
Thermomyces lanuginosus) erhältlichen, beziehungsweise weiterentwickelten Lipasen, insbesondere solche mit
dem Aminosäureaustausch D96L.
[0085] Weiterhin können Enzyme eingesetzt werden, die unter dem Begriff Hemicellulasen zusammengefasst
werden. Hierzu gehören beispielsweise Mannanasen, Xanthanlyasen, Pektinlyasen (=Pektinasen),
Pektinesterasen, Pektatlyasen, Xyloglucanasen (=Xylanasen), Pullulanasen und β-Glucanasen.
[0086] Zur Erhöhung der bleichenden Wirkung können erfindungsgemäß Oxidoreduktasen, beispielsweise
Oxidasen, Oxygenasen, Katalasen, Peroxidäsen, wie Halo-, Chloro-, Bromo-, Lignin-,
Glucose-oder Mangan-Peroxidasen, Dioxygenasen oder Laccasen (Phenöloxidasen, Polyphenoloxidasen)
eingesetzt werden. Vorteilhafterweise werden zusätzlich vorzugsweise organische, besonders
bevorzugt aromatische, mit den Enzymen wechselwirkende Verbindungen zugegeben, um
die Aktivität der betreffenden Oxidoreduktasen zu verstärken (Enhancer) oder um bei
stark unterschiedlichen Redoxpotentialen zwischen den oxidierenden Enzymen und den
Anschmutzungen den Elektronenfluss zu gewährleisten (Mediatoren).
[0087] Ein Protein und/oder Enzym kann besonders während der Lagerung gegen Schädigungen
wie beispielsweise Inaktivierung, Denaturierung oder Zerfall etwa durch physikalische
Einflüsse, Oxidation oder proteolytische Spaltung geschützt werden. Bei mikrobieller
Gewinnung der Proteine und/oder Enzyme ist eine Inhibierung der Proteolyse besonders
bevorzugt, insbesondere wenn auch die Mittel Proteasen enthalten. Reinigungsmittel
können zu diesem Zweck Stabilisatoren enthalten; die Bereitstellung derartiger Mittel
stellt eine bevorzugte Ausführungsform der Vorliegenden Erfindung dar.
[0088] Reinigungsaktive Proteasen und Amylasen werden in der Regel nicht in Form des reinen
Proteins sondern vielmehr in Form stabilisierter, lager- und transportfähiger Zubereitungen
bereitgestellt. Zu diesen vorkonfektionierten Zubereitungen zählen beispielsweise
die durch Granulation, Extrusion oder Lyophilisierung erhaltenen festen Präparationen
oder, insbesondere bei flüssigen oder gelförmigen Mitteln, Lösungen der Enzyme, vorteilhafterweise
möglichst konzentriert, wasserarm und/öder mit Stabilisatoren oder weiteren Hilfsmitteln
versetzt.
[0089] Alternativ können die Enzyme sowohl für die feste als auch für die flüssige Darreichungsform
verkapselt werden, beispielsweise durch Sprühtrocknung oder Extrusion der Enzymlösung
zusammen mit einem vorzugsweise natürlichen Polymer oder in Form von Kapseln, beispielsweise
solchen, bei denen die Enzyme wie in einem erstarrten Gel eingeschlossen sind oder
in solchen vom Kern-Schale-Typ, bei dem ein enzymhaltiger Kern mit einer Wasser-,
Luft- und/oder Chemikalien-undurchlässigen Schutzschicht überzogen ist. In aufgelagerten
Schichten können zusätzlich weitere Wirkstoffe, beispielsweise Stabilisatoren, Emulgatoren,
Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe aufgebracht werden. Derartige Kapseln werden nach
an sich bekannten Methoden, beispielsweise durch Schüttel- oder Rollgranulation öder
In Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise sind derartige Granulate, beispielsweise
durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm und aufgrund der Beschichtung lagerstabil.
[0090] Weiterhin ist es möglich, zwei oder mehrere Enzyme zusammen zu konfektionieren, so
dass ein einzelnes Granulat mehrere Enzymaktivitäten aufweist.
[0091] Wie aus der vorherigen Ausführungen ersichtlich, bildet das Enzym-Protein nur einen
Bruchteil des Gesamtgewichts üblicher Enzym-Zubereitungen. Erfindungsgemäß bevorzugt
eingesetzte Protease- und Amylase-Zubereitungen enthalten zwischen 0,1 und 40 Gew.-%,
bevorzugt zwischeh 0,2 und 30 Gew.-%, besonders bevorzugt zwischen 0,4 und 20 Gew.-%
und insbesondere zwischen 0,8 und 10 Gew.-% des Enzymproteins.
[0092] Bevorzugt werden insbesondere solche Reinigungsmittel, die, jeweils bezogen auf ihr
Gesamtgewicht, 0,1 bis 12 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 10 Gew.-% und insbesondere
0,5 bis 8 Gew.-% Enzym-Zubereitungen enthalten.
[0093] Erfindungsgemäße Mittel enthalten vorzugsweise mindestens einen weiteren Bestandteil,
vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus anionischen, kationischen und
amphöteren Tensiden, Bleichmitteln, Bleichaktivatoren, Bleichkatalysatoren, weiteren
Lösungsmitteln, Verdickern, Sequestrierungsmitteln, Elektrolyten, Korrosionsinhibitoren,
insbesondere Silberschutzmitteln, Glaskorrosionsinhibitoren, Schauminhibitoren, Farbstoffen,
Duftstoffen und antimikrobiellen Wirkstoffen.
[0094] Als weiteres Lösungsmittel enthalten erfindungsgemäße Mittel vorzugsweise mindestens
ein Alkanolamin. Das Alkanolamin ist hierbei, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Mono-, Di-, Triethanol- und -Propanolamin und deren Mischungen. Das
Alkanolamin ist in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in einer Menge von 0,5 bis
10 Gew.-%, insbesondere in einer Menge von 1 bis 6 Gew.-%, enthalten.
[0095] Als Glaskorrosionsinhibitoren werden vorzugsweise Zinksalze eingesetzt. Glaskorrosionsinhibitoren
sind in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-%,
insbesondere in einer Menge von 0,1 bis 2 Gew.-%, enthalten.
Beispiele
[0096] Es wurden 3 flüssige Reinigungsmittel mit Wassergehalten unter 20 Gew.-% hergestellt
(E1 sowie V1 und V2), wobei Wasser bzw. eine wässerige Phosphat-Lösung vorgelegt und
das Sulfopolymer jeweils in fester Form in die flüssige Mischung gegeben wurde.
Tabelle 1: Mengenangaben in Gew.-%
| Zusammensetzung |
E1 |
V1 |
V2 |
| Kalium-/ NatriumTripolyphosphat |
21 |
21 |
21 |
| Natriurricitrat-Dihydrat |
5 |
5 |
5 |
| Phosphonat |
2 |
2 |
2 |
| Kationtensid |
1 |
1 |
1 |
| Nichtionisches Tensid |
4 |
4 |
4 |
| Ethanolamin |
3 |
3 |
3 |
| Glycerin |
5 |
--- |
--- |
| Propylenglykol |
25 |
--- |
--- |
| Paraffinöl |
--- |
30 |
--- |
| Polyethylenglykol (PEG 1500) |
--- |
--- |
30 |
| Enzym-Zubereitungen (Protease, Amylase) |
4 |
4 |
4 |
| Cumolsulfonat |
1 |
1 |
1 |
| Sulfopolymer (fest) |
10 |
10 |
10 |
| Parfüm, Farbstoffe, Korrosionsinhibitoren |
< 0,5 |
< 0,5 |
< 0,5 |
| Wasser |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
[0097] Nur das erfindungsgemäße Mittel E1 ließ sich ohne Schwierigkeiten und stabil herstellen,
während bei V1 und V2 bereits die Einarbeitung des festen Sulfopolymers misslang.
1. Flüssiges Reinigungsmittel in einer wasserlöslichen Verpackung, enthaltend mindestens
ein Sulfopolymer, welches bei der Herstellung des Mittels in fester Form eingesetzt
wurde, sowie mindestens einen mehrwertigen Alkohol, wobei eine Mischung aus 1 - 10
Gew.-% Glycerin und 15 - 35 Gew.-% 1,2-Propylenglykol eingesetzt wird und die Gesamtmenge
an Glycerin und 1,2-Propylenglykol 25 bis 45 Gew.-% beträgt, und maximal 25 Gew.-%
Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels.
2. Reinigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es 20 bis 50 Gew.-%, insbesondere 25 bis 45 Gew.-%, vor allem 28 bis 40 Gew.-%, mehrwertige
Alkohole enthält, insbesondere ausgewählt aus Glycerin, Ethylenglykol, 1,2-Propylenglykol,
1,3-Propylenglykol und Mischungen daraus.
3. Reinigungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es als mehrwertigen Alkohol 1,2-Propylenglykol in einer Menge von 20 bis 30 Gew.-%
enthält.
4. Reinigungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Glycerin in einer Menge von 1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 7 Gew.-%, und
das 1,2-Propylenglykol in einer Menge von 15 bis 35 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 30
Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge des Reinigungsmittels, eingesetzt wird,
wobei die Gesamtmenge an Glycerin und 1,2-Propylenglykol 28 bis 40 Gew.-%, vor allem
28,5 bis 32,0 Gew.-%, beträgt.
5. Reinigungsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung maximal 20 Gew.-%, insbesondere 15 bis 20 Gew.-%, und bevorzugt
18 bis 19,8 Gew.-% Wasser, enthält.
6. Reinigungsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der wasserlöslichen Verpackung um eine Polyvinylalkohol-haltige Folie
handelt.
7. Reinigungsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass als Sulfopolymer ein Polymer umfassend
i) Carbonsäuregruppen-haltige Monomere,
ii) Sulfonsäuregruppen-haltige Monomere,
iii) optional nichtionische, insbesondere hydrophobe, Monomere
eingesetzt wird, wobei die Gesamtmenge an Sulfopolymer vorzugsweise 1 bis 15 Gew.-%,
insbesondere 4 bis 14 Gew.-%, vor allem 6 bis 12 Gew.-% beträgt.
8. Reinigungsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen Hydroxymischether enthält, wobei die Gesamtmenge an Hydroxymischether
vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-%, insbesondere 1,0 bis 8,0 Gew.-%, besonders bevorzugt
2,0 bis 6,0 Gew.-%, beträgt.
9. Reinigungsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Viskosität oberhalb 4000 mPas (Brookfield Viscometer DV-II+Pro, Spindel 25,
30 rpm, 20°C), insbesondere zwischen 4000 und 7000 mPas, besonders bevorzugt zwischen
4500 und 6500 mPas, vor allem zwischen 5000 und 6000 mPas, aufweist.
10. Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Reinigungsmittels in einer wasserlöslichen
Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sulfopolymer in fester Form eingesetzt wird.
11. Maschinelles Geschirrspülverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass ein Reinigungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zum Einsatz kommt.