[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeug, vorzugsweise ein Straßenfahrzeug.
[0002] Die meisten Kraftfahrzeuge sind mit einer Brennkraftmaschine ausgestattet, die in
der Regel für den Antrieb des Fahrzeugs sorgt. Eine derartige Brennkraftmaschine,
vorzugsweise wenn sie als Kolbenmotor ausgestaltet ist, weist ein Kurbelgehäuse auf.
Im Kurbelgehäuse befindet sich eine Kurbelwelle, die über Pleuel mit Kolben der einzelnen
Zylinder der Brennkraftmaschine verbunden ist. Leckagen zwischen den Kolben und den
zugehörigen Zylinderwänden führen zu einem Blow-by-Gasstrom, durch den Blow-by-Gas
von den Brennräumen in das Kurbelgehäuse gelangt. Zur Vermeidung eines unzulässigen
Überdrucks im Kurbelgehäuse sind moderne Brennkraftmaschinen mit einer Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
ausgestattet, um die Blow-by-Gase aus dem Kurbelgehäuse abzuführen. Zur Reduzierung
von Schadstoffemissionen wird mit Hilfe der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung das
Blow-by-Gas üblicherweise einer Frischluftanlage der Brennkraftmaschine zugeführt,
welche die Brennräume der Brennkraftmaschine mit Frischluft versorgt. Im Kurbelgehäuse
herrscht ein Ölnebel, so dass das Blow-by-Gas Öl mit sich führt. Zur Reduzierung des
Ölverbrauchs besitzt eine Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung üblicherweise eine Ölabscheideeinrichtung
und vorzugsweise einen Ölrücklauf, der das abgeschiedene Öl zum Kurbelgehäuse zurückführt.
[0003] Bei den Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtungen lassen sich grundsätzlich passive Systeme
von aktiven Systemen unterscheiden. Passive Systeme nutzen zum Antreiben des Blow-by-Gases
die Druckdifferenz zwischen dem Kurbelgehäuse und dem Unterdruck in der Frischluftanlage.
Der Unterdruck in der Frischluftanlage variiert dabei stark in Abhängigkeit des jeweiligen
Betriebszustands der Brennkraftmaschine. Dabei können auch Betriebszustände auftreten,
in denen die zur Verfügung stehende Druckdifferenz nicht ausreicht, genügend Blow-by-Gas
abzuführen. Des Weiteren besitzt jede Ölabscheideeinrichtung einen Durchströmungswiderstand
für das Blow-by-Gas, was das Abführen von Blow-by-Gas erschwert. Im Unterschied dazu
arbeiten aktive Systeme mit einer Fördereinrichtung zum Antreiben des Blow-by-Gases,
so dass stets ausreichend Druckdifferenz bereitgestellt werden kann, um die benötigte
Menge an Blow-by-Gas aus dem Kurbelgehäuse abzuführen. Auch lässt sich bei einem aktiven
System der Durchströmungswiderstand der jeweiligen Ölabscheideeinrichtung leicht überwinden.
Bei aktiven Systemen ist dagegen der Installationsaufwand aufgrund der separaten Fördereinrichtung
nachteilig, da eine separate Fördereinrichtung mit entsprechend hohen Kosten verbunden
ist.
[0004] Ölabscheideeinrichtungen arbeiten nach unterschiedlichen Prinzipien. Bekannt sind
Trägheitsabscheider, wie zum Beispiel Zyklonabscheider, Impaktoren und Zentrifugalabscheider,
sowie Filtereinrichtungen und elektrostatische Abscheideeinrichtungen. Eine Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung,
die mit einer als Impaktor ausgestalteten Ölabscheideeinrichtung arbeitet, ist beispielsweise
aus der
WO 2009/080492 A2 bekannt.
[0005] Aus der
WO 2002/44530 A1 ist ein Fahrzeug bekannt, das mit einer Brennkraftmaschine, die ein Kurbelgehäuse
aufweist, mit einer Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung, die zumindest eine Ölabscheideeinrichtung
und eine abgeschiedenes Öl wegführenden Leitung aufweist, und mit einer Fördereinrichtung
zum Antreiben eines von Blow-by-Gas verschiedenen Fluids ausgestattet ist. Beim bekannten
Fahrzeug ist die Fördereinrichtung durch einen Verdichter eines Abgasturboladers gebildet,
der Ladeluft zur Brennkraftmaschine fördert. Ein Teil der Ladeluft wird dabei einer
Turbine zugeführt, die in einem Gehäuse der Ölabscheideeinrichtung untergebracht ist
und darin zum Antreiben eines Rotors eines Zentrifugalabscheiders der Ölabscheideeinrichtung
dient. Eine Saugleitung der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung ist mit dem Gehäuse
der Ölabscheideeinrichtung verbunden. Eine weitere Leitung führt das gereinigte Blow-by-Gas
vom Gehäuse der Ölabscheideeinrichtung weg.
[0006] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für ein Fahrzeug der
eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere
durch eine preiswerte Realisierbarkeit auszeichnet. Gleichzeitig soll eine hohe Effizienz
hinsichtlich der Ölabscheidewirkung realisiert werden.
[0007] Dieses Problem wird bei der vorliegenden Erfindung insbesondere durch den Gegenstand
des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
grundsätzlich als aktives System zu konfigurieren, wobei zum Antreiben des Blow-by-Gases
eine am Fahrzeug ohnehin schon vorhandene Fördereinrichtung verwendet wird, also eine
Fördereinrichtung, die am Fahrzeug ein von Blow-by-Gas verschiedenes Fluid antreibt.
Somit kann gemäß diesem Vorschlag ein aktives System realisiert werden, ohne dass
dazu eine separate, zusätzliche Fördereinrichtung am Fahrzeug bereitgestellt werden
muss. Auf diese Weise erhält die ohnehin bereits vorhandene Fördereinrichtung eine
Doppelfunktion. Ferner ist kein zusätzlicher Bauraum zur Unterbringung einer zusätzlichen
Fördereinrichtung erforderlich, da nur eine geeignete fluidische Verschaltung bereitgestellt
werden muss, die mit vergleichsweise wenig Bauraum auskommt.
[0009] Die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung besitzt eine Saugleitung, die erfindungsgemäß
das Kurbelgehäuse mit einer Saugseite der Fördereinrichtung verbindet. Auf diese Weise
wird das Blow-by-Gas durch einen von der Fördereinrichtung an deren Saugseite erzeugten
Unterdruck angetrieben bzw. angesaugt.
[0010] Zusätzlich oder alternativ kann eine Druckleitung der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
eine Druckseite der Fördereinrichtung mit dem Kurbelgehäuse oder mit einer Frischluftanlage
der Brennkraftmaschine verbinden. Die Fördereinrichtung fördert somit das angesaugte
Blow-by-Gas entweder wieder zurück zum Kurbelgehäuse oder zur Frischluftanlage, wodurch
das Blow-by-Gas zusammen mit der Frischluft der Verbrennung in der Brennkraftmaschine
zugeführt wird.
[0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die zuvor genannte Saugleitung die Ölabscheideeinrichtung
enthält und stromab derselben mit einer Frischluftanlage der Brennkraftmaschine verbunden
ist. Des Weiteren ist die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung erfindungsgemäß mit
einer Steuereinrichtung ausgestattet, die eine vom aktuellen Druck in der Frischluft
im Bereich der Verbindung mit der Saugleitung abhängige Ansteuerung eines Schaltventils
zum Steuern der Verbindung zwischen Saugleitung und Fördereinrichtung ermöglicht.
Mit anderen Worten, die Ansaugung von Blow-by-Gas mittels der Fördereinrichtung wird
im einfachsten Fall nur dann aktiviert, wenn eine Ansaugung durch den Unterdruck in
der Frischluftleitung hierfür nicht ausreicht. Somit muss die Fördereinrichtung nicht
permanent zum Antreiben des Blow-by-Gases benutzt werden. Insbesondere kann somit
die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung bedarfsabhängig zwischen einem passiven Betrieb
und einem aktiven Betrieb umgeschaltet werden.
[0012] Insbesondere hierzu kann eine das Kurbelgehäuse mit der Frischluftanlage fluidisch
verbindende Entlüftungsleitung vorgesehen sein. Vorteilhaft ist in der Entlüftungsleitung
zusätzlich zur obigen Ölabscheideeinrichtung oder alternativ dazu eine solche Ölabscheideeinrichtung
angeordnet. Das heißt, dass das Blow-by-Gas prinzipiell über die das Kurbelgehäuse
mit der Saugseite der Fördereinrich tung verbindende Saugleitung und über die das
Kurbelgehäuse mit der Frischluftanlage verbindende Entlüftungsleitung aus dem Kurbelgehäuse
gelangen kann, wobei in beiden Fällen ein Abscheiden des enthaltenen Öls mittels der
jeweils zugehörigen Ölabscheideeinrichtung erfolgt.
[0013] Bevorzugt ist das Fahrzeug derart ausgestaltet, dass das Blow-by-Gas über die Saugleitung
oder über die Entlüftungsleitung aus dem Kurbelgehäuse gelangen kann, wobei auch kombinierte
Varianten vorstellbar sind. Hierzu kann jeweils ein Steuerglied oder Schaltventil,
beispielsweise ein Ventil und dergleichen, vorgesehen sein, das das Ansaugen des Blow-by-Gases
mittels der Fördereinrichtung bzw. das Strömen des Blow-by-Gases über die Entlüftungsleitung
regelt, wobei die Steuerglieder bzw. Schaltventile vorteilhaft mit einer Steuerung
kommunizieren und von dieser steuerbar sind. So kann die Entlüftung aktiv über die
Saugleileitung erneut dem Kurbelgehäuse zugeführt und somit erneut gereinigt. Ein
zweiter Teil wird in die Frischluftanlage eingespeist. Durch diese Rückführung können
die der Frischluftanlage zugeführten Verunreinigungen reduziert und der Kurbelgehäuseinnendruck
konstant gehalten werden.
[0014] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann die Ölabscheideeinrichtung
in der Druckleitung angeordnet sein. Hierdurch ist es insbesondere möglich, Ölpartikel,
die der Blow-by-Gasströmung im Bereich der Fördereinrichtung beigemengt werden, ebenfalls
abzuscheiden.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann eine Bypassleitung zur Umgehung der
Ölabscheideeinrichtung vorgesehen sein, welche die Druckleitung zwischen der Fördereinrichtung
und der Ölabscheideeinrichtung mit dem Kurbelgehäuse verbindet und die ein Überdruckregelventil
enthält. Für den Fall, dass eine besonders große Menge an Blow-by-Gas abgeführt werden
muss, der in der Ölabscheideeinrichtung ein zu großer Strömungswiderstand entgegensteht,
ermöglicht der Bypass eine Entlastung, so dass aus Sicherheitsgründen die Ölabscheideeinrichtung
umgangen werden kann. Da der Bypass zum Kurbelgehäuse führt, gelang dadurch kein Öl
in die Umgebung.
[0016] Entsprechend einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann die Fördereinrichtung
das vom Blow-by-Gas verschiedene Fluid in einem Hauptstrom antreiben, während sie
das Blow-by-Gas in einem Nebenstrom antreibt, der insbesondere gedrosselt sein kann.
Auf diese Weise bleibt die Hauptfunktion der Fördereinrichtung der Antrieb des vom
Blow-by-Gas verschiedenen Fluids, da im Vergleich dazu nur eine relativ kleine Menge
an Blow-by-Gas angetrieben werden muss.
[0017] Bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei welcher die Ölabscheideeinrichtung als Impaktor
ausgestaltet ist oder zumindest einen solchen Impaktor aufweist. Ein Impaktor zeichnet
sich gegenüber anderen Abscheideeinrichtungen durch einen extrem einfachen Aufbau
aus, der ohne bewegliche Teile auskommt. Ferner ist ein Impaktor nahezu wartungsfrei.
Da eine Fördereinrichtung verwendet wird, kann der Blow-by-Gasstrom optimal für einen
Impaktor dimensioniert werden, wodurch sich eine ausreichend hohe Abscheidewirkung
realisieren lässt. Bei dem Impaktor kann es sich insbesondere um einen Hochdruckimpaktor
handeln.
[0018] Ferner kann die jeweilige Ölabscheideeinrichtung einen Ölbehälter bzw. Ölsammler
aufweisen, in dem das aus dem Blow-by-Gas abgeschiedene Öl gesammelt werden kann.
Das so gesammelte Öl kann dann kontinuierlich oder beim Vorliegen von günstigen Druckverhältnissen,
insbesondere mittels des Ölrücklaufs, zum Kurbelgehäuse strömen.
[0019] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
eine Injektorpumpe aufweisen, die auch als Saugstrahlpumpe bezeichnet werden kann.
Eine derartige Injektorpumpe besitzt einen Arbeitsfluideingang, einen Saugfluideingang
und einen Gemischausgang. Das die Injektorpumpe antreibende Fluid ist das Arbeitsfluid,
es tritt am Arbeitsfluideingang ein und am Gemischausgang aus. Dabei ist das Arbeitsfluid
in der Regel durch eine Düse geführt, vorzugsweise eine Lavaldüse, um in der Arbeitsfluidströmung
einen Unterdruck zu generieren. Dieser Unterdruck ist an den Saugfluideingang angeschlossen,
über den ein beliebiges Fluid angesaugt und dem Arbeitsfluid zugemischt wird, so dass
das angesaugte Fluid am Saugfluideingang eintritt und ebenfalls am Gemischausgang
gemeinsam mit dem Arbeitsfluid austritt. Eine solche Injektorpumpe arbeitet somit
mit strömungsdynamischen Kräften und kommt ohne externen mechanischen Antrieb aus,
wie z.B. einen Motor, Riementrieb oder dgl. aus.
[0020] Zweckmäßig kann nun der Arbeitsfluideingang über eine Versorgungsleitung an die Druckseite
der Fördereinrichtung angeschlossen sein, während der Saugfluideingang über eine Saugleitung
an das Kurbelgehäuse angeschlossen ist. Der Gemischausgang ist dann zweckmäßig über
eine Rücklaufleitung an das Kurbelgehäuse oder an die Frischluftanlage der Brennkraftmaschine
angeschlossen. Bei einer derartigen Ausführungsform dient somit das vom Blow-by-Gas
verschiedene Fluid, zumindest im Umfang eines Teilstroms, zum Ansaugen des Blow-by-Gases,
wobei dann das Gemisch aus dem Blow-by-Gas und dem vom Blow-by-Gas verschiedenen Fluid,
bei dem es sich bevorzugt um ein Gas handelt, dem Kurbelgehäuse bzw. der Frischluftanlage
zugeführt wird. Der zum Antreiben des Blow-by-Gases benötigte Strom bzw. Teilstrom
des vom Blow-by-Gas verschiedenen Fluids wird somit stromab der Injektorpumpe wie
das Blow-by-Gas selbst behandelt.
[0021] Die Ölabscheideeinrichtung ist bevorzugt stromauf des Saugfluideingangs der Injektorpumpe
angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass das Öl aus dem zur Injektorpumpe gelangenden
Blow-by-Gas bereits abgeschieden wurde. Zudem kann gegebenenfalls durch die Ölabscheideeinrichtung
hindurch gelangendes Öl bzw. Öltropfen mittels der Injektorpumpe verkleinert und insbesondere
zerstäubt werden, sodass die Einflüsse des Öls stromab der Injektorpumpe verringert
werden. Es ist jedoch auch möglich, die Ölabscheideeinrichtung stromab des Gemischausgangs
der Injektorpumpe anzuordnen.
[0022] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei der zumindest ein Teilstrom des
von der Fördereinrichtung geförderten, vom Blow-by-Gas verschiedenen Fluids der Ölabscheideeinrichtung
zugeführt wird. Hierdurch kann auch das von der Fördereinrichtung eigentlich geförderte,
vom Blow-by-Gas unterschiedliche Fluid von Verunreinigungen gereinigt werden.
[0023] Vorteilhaft handelt es sich bei dem vom Blow-by-Gas verschiedenen Fluid um ein Gas,
insbesondere Luft. Dies vereinfacht die Rückführung eines Gemisches aus besagtem Gas
und Blow-by-Gas zum Kurbelgehäuse bzw. zur Frischluftanlage.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann in der Entlüftungsleitung oder in der Saugleitung
eine Zirkulationsfördereinrichtung vorgesehen sein, die der Zirkulation des Blow-by-Gases
zwischen dem Kurbelgehäuse und der stromab der Zirkulationsfördereinrichtung angeordneten
Ölabscheideeinrichtung dient. Hierzu ist die Ölabscheideeinrichtung zusätzlich mittels
einer von der Entlüftungsleitung unterschiedlichen Verbindung fluidisch mit dem Kurbelgehäuse
verbunden, wobei letztere Leitung insbesondere der Ölrücklauf sein kann. Dies dient
insbesondere dem Zweck, den Rücklauf des im Ölbehälter der Ölabscheideeinrichtung
gesammelten Öls zum Kurbelgehäuse druckabhängig zu ermöglichen. So kann das gesammelte
Öl beispielsweise zurück zum Kurbelgehäuse gelangen, wenn der Druck im Blow-by-Gas
im Kurbelgehäuse kleiner ist als der Druck stromab der Ölabscheideeinrichtung.
[0025] Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann die Fördereinrichtung
ein Bestandteil einer pneumatischen Bremsanlage des Fahrzeugs sein. Eine pneumatische
Bremsanlage arbeitet mit Pneumatikdruck zum Antreiben von Bremszylindern. Dieser Pneumatikdruck
wird üblicherweise mit Hilfe einer pneumatischen Fördereinrichtung bereitgestellt.
Damit die Fördereinrichtung nicht permanent betrieben werden muss, arbeitet eine pneumatische
Bremsanlage zweckmäßig mit mindestens einem Druckspeicher. Für die Fälle, in denen
die Fördereinrichtung nicht zum Aufladen des Druckspeichers verwendet wird, lässt
sich die Fördereinrichtung zum Antreiben von Blow-by-Gas nutzen. Auch ist denkbar,
die Druckleitung an den Druckspeicher anzuschließen.
[0026] Alternativ kann die Fördereinrichtung ein Bestandteil eines Druckluftsystems des
Fahrzeugs sein. Bei modernen Fahrzeugen, insbesondere bei Nutzfahrzeugen, können allerlei
Systeme mit Druckluft betrieben werden, beispielsweise pneumatische Federbeine.
[0027] Alternativ zu einem solchen Überdrucksystem kann die Fördereinrichtung Bestandteil
eines Unterdrucksystems des Fahrzeugs sein. Ein Beispiel hierfür ist eine Unterdruckpumpe
eines Bremskraftverstärkers des Fahrzeugs, das insbesondere als ein Lastfahrzeug bzw.
ein Nutzfahrzeug ausgestaltet sein kann.
[0028] Ein Druckluftsystem des Fahrzeugs kann auch in den Versorgungseinrichtungen der Brennkraftmaschine
vorgesehen sein. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung handelt es sich bei der Fördereinrichtung
um einen Abgasturbolader der Brennkraftmaschine. Der Abgasturbolader ist vom Abgas
der Brennkraftmaschine angetrieben und verdichtet mittels eines Verdichters die Luft
in der Frischluftanlage. Die Druckseite der Fördereinrichtung entspricht also der
Verdichterseite des Abgasturboladers, wobei die entsprechende Verbindung mit der Druckseite
in diesem Fall über die Frischluftanlage erfolgen kann, weil der Verdichter gewöhnlich
in der Frischluftanlage angeordnet ist. In diesem Fall ist also das vom Blow-by-Gas
unterschiedliche Fluid die der Brennkraftmaschine zuzuführende Luft. Dies hat beispielsweise
den Vorteil, dass somit ein unmittelbarer oder mittelbarer Zusammenhang zwischen der
Beaufschlagung der Brennkraftmaschine mit Luft und somit des Blow-by-Gases einerseits
und dem Antrieb des Blow-by-Gases in der Kurbelgehäuseeinrichtung andererseits geschaffen
werden kann.
[0029] Das von dem Blow-By-Gas unterschiedliche Gas kann ebenfalls Verunreinigungen, z.B.
in Form von Öltröpfchen, aufweisen. Diese Verunreinigungen werden durch die Ölabscheideeinrichtung
der Kurbelgehäuseentlüftung aus dem Volumenstrom abgeschieden. Lediglich die Verunreinigungen,
welche durch die Ölnebelabscheideeinrichtung hindurchtreten, werden der Frischluft
beigemengt. So wird ein reduzierter Schadstoffausstoß realisiert. Weiterhin wird der
die Verunreinigungen enthaltende Volumenstrom nicht unkontrolliert in die Umgebung
abgeleitet.
[0030] Gemäß einer weiteren Alternative kann die Fördereinrichtung ein Bestandteil einer
Tankentlüftungseinrichtung des Fahrzeugs sein. Bei modernen Kraftfahrzeugen muss dafür
Sorge getragen werden, dass kein Kraftstoffdampf vom Kraftstofftank in die Umgebung
gelangt. Hierzu können Tankentlüftungseinrichtungen zur Anwendung kommen, die grundsätzlich
mit einer Fördereinrichtung ausgestattet werden können, beispielsweise um die Dichtigkeit
des Entlüftungssystems bzw. des Kraftstofftanks im Rahmen einer Diagnose überprüfen
zu können. Durch die Verwendung der Fördereinrichtung der Tankentlüftung ist es insbesondere
möglich, Kraftstoffdämpfe dem Blow-by-Gas zuzumischen und über die Frischluftanlage
zu entsorgen.
[0031] Bei einer weiteren Variante kann die Fördereinrichtung Teil einer Diagnoseeinrichtung
des Kraftstofftanks sein und insbesondere als eine Diagnosepumpe ausgebildet sein.
Mittels der Diagnoseeinrichtung erfolgt eine Diagnose, insbesondere der Dichtheit,
des Kraftstofftanks des Fahrzeugs, wie beispielsweise eine Druckdiagnose und dergleichen.
Insbesondere kann die Fördereinrichtung somit also Bestandteil eines solchen Überdrucksystems
bzw. Unterdrucksystems sein.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Fördereinrichtung Teil einer Diagnoseeinrichtung
des Kurbelgehäuseentlüftungssystems bzw. der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung sein,
wobei die Diagnosepumpe einen Prüfdruck in die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung,
insbesondere in Leitungen der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung, einbringt und über
den Druckverlauf innerhalb der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung die Dichtheit der
Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung geprüft wird. Beim Prüfdruck kann es sich also
um einen Überdruck oder einen Unterdruck handeln.
[0033] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0034] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0035] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0036] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1-9
- jeweils eine stark vereinfachte, schaltplanartige Prinzipdarstellung eines Kraftfahrzeugs
mit Brennkraftmaschine und Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung, bei verschiedenen
Ausführungsformen.
[0037] Entsprechend den Figuren 1-9 umfasst ein Kraftfahrzeug 1, bei dem es sich bevorzugt
um ein Straßenfahrzeug handelt, eine als Kolbenmotor ausgestaltete Brennkraftmaschine
2, eine Frischluftanlage 3, eine Abgasanlage 4 sowie eine Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
5. Das Fahrzeug 1 ist dabei in den Figuren 1-9 stark vereinfacht und lediglich im
Bereich der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung 5 dargestellt.
[0038] Die Brennkraftmaschine 2 umfasst ein Kurbelgehäuse 6, in dem eine Kurbelwelle 7 angeordnet
ist, die über wenigstens eine Pleuelstange 8 mit zumindest einem Kolben 9 verbunden
ist, der in einem zugehörigen Zylinder 10 der Brennkraftmaschine 2 hubverstellbar
angeordnet ist. Der jeweilige Zylinder 10 umschließt dabei einen Brennraum 11. Zugehörige
Gaswechselventile, nämlich zumindest ein Einlassventil 12 und wenigstens ein Auslassventil
13 sind in einem Zylinderkopf 14 untergebracht. Entsprechend einem Pfeil 15 kann während
des Betriebs der Brennkraftmaschine 2 Blow-by-Gas vom jeweiligen Brennraum 11 am jeweiligen
Kolben 9 vorbei in das Kurbelgehäuse 6 gelangen. Ebenso kann das Blow-by-Gas durch
interne Pfade bis in den Zylinderkopf 14 gelangen.
[0039] Die Frischluftanlage 3 dient zur Versorgung der Brennräume 11 mit Frischluft, die
hierzu aus einer Umgebung 16 angesaugt wird. Die Frischluftanlage 3 enthält in üblicher
Weise ein Luftfilter 17, eine Luftmassenmesseinrichtung 18 sowie eine Drosselklappe
19. Die Abgasanlage 4 führt Verbrennungsabgase von den Brennräumen 11 weg und durch
wenigstens eine Abgasbehandlungseinrichtung 20 in Richtung Umgebung 16. Des Weiteren
kann eine Abgasrückführung 21 vorgesehen sein, die einen Teil der Verbrennungsabgase
von der Abgasanlage 4 zu der Frischluftanlage 3 zurückführt. Die Abgasrückführung
21 enthält zweckmäßig einen Abgasrückführkühler 22, der an einen Kühlkreis der Brennkraftmaschine
2 angeschlossen sein kann.
[0040] Die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung 5 umfasst zumindest eine Ölabscheideeinrichtung
23, mit deren Hilfe im Blow-by-Gas mitgeführtes Öl aus dem Blow-by-Gasstrom abgeschieden
werden kann und über einen Ölrücklauf 24 wieder dem Kurbelgehäuse 6 bzw. einem Sumpf
25 zugeführt werden kann.
[0041] Das Fahrzeug 1 ist außerdem mit einer Fördereinrichtung 26 ausgestattet, die im Fahrzeug
1 zum Antreiben eines von Blow-by-Gas verschiedenen Fluids dient. Diese Fördereinrichtung
26 wird nun zusätzlich zum Antreiben des Blow-by-Gases innerhalb der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
5 verwendet. Die jeweilige Fördereinrichtung 26 ist zweckmäßig mit einem eigenen Antriebsmotor
27 ausgestattet, der vorzugsweise ein Elektromotor ist und unabhängig vom Betrieb
der Brennkraftmaschine 2 angesteuert werden kann. Grundsätzlich ist jedoch auch eine
mechanische Antriebskopplung zwischen der Brennkraftmaschine 2 und der Fördereinrichtung
26 denkbar, beispielsweise über einen Riementrieb.
[0042] Bei der Fördereinrichtung 26 kann es sich um eine Pumpe handeln, die einen Überdruck
und/oder Unterdruck erzeugt. Die Fördereinrichtung 26 kann also beispielsweise eine
bereits im Fahrzeug 1 vorhandene Unterdruckpumpe sein. Eine solche Unterdruckpumpe
kann insbesondere der Bremskraftverstärkung des Fahrzeugs 1 dienen bzw. Teil einer
Bremskraftverstärkungseinrichtung des Fahrzeugs 1 sein.
[0043] Die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung 5 besitzt bei den Ausführungsformen der Figuren
1, 2, 4, 7, 8 und 9 eine Druckleitung 28, die eine Druckseite der Fördereinrichtung
26 mit dem Kurbelgehäuse 6 verbindet. Bei der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform
ist die Fördereinrichtung 26 druckseitig unmittelbar an das Kurbelgehäuse 6 angeschlossen.
[0044] Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform ist die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
5 mit einer Injektorpumpe 29 ausgestattet. Diese umfasst einen Arbeitsfluideingang
30, einen Saugfluideingang 31 und einen Gemischausgang 32. Die Injektorpumpe 29 ist
in die Druckleitung 28 so eingebunden, dass die Druckleitung 28 vom Arbeitsfluideingang
30 zum Gemischausgang 32 durch die Injektorpumpe 29 hindurchführt. Somit dient das
mit Hilfe der Fördereinrichtung 26 geförderte, vom Blow-by-Gas verschiedene Fluid
als Arbeitsfluid der Injektorpumpe 29. Der Saugfluideingang 31 ist über eine Saugleitung
33 an das Kurbelgehäuse 6 bzw. an den Zylinderkopf 14 angeschlossen. Zusätzlich oder
alternativ kann der Saugfluideingang 31 über eine Saugleitung 34 an eine Entlüftungsleitung
35 der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung 5 angeschlossen sein, die vom Kurbelgehäuse
6 zur Frischluftanlage 3, dort zweckmäßig stromab der Drosselklappe 19 führt. Insoweit
ist der Saugfluideingang 31 auch über die Saugleitung 34 indirekt über einen Abschnitt
der Entlüftungsleitung 35 an das Kurbelgehäuse 6 angeschlossen. Der vom Gemischausgang
32 zum Kurbelgehäuse 6 zurückführende Abschnitt 36 der Druckleitung 28 kann auch als
Rücklaufleitung 36 bezeichnet werden. Zum Steuern der Injektorpumpe 29 ist in den
von der Fördereinrichtung 26 zum Arbeitsfluideingang 30 führenden Abschnitt 37 der
Druckleitung 28 ein Schaltventil 38 eingebaut, das über eine entsprechende, hier nicht
dargestellte Steuerung angesteuert werden kann. Der von der Fördereinrichtung 26 zum
Arbeitsfluideingang 30 führende Abschnitt 37 der Druckleitung 28 kann auch als Versorgungsleitung
37 bezeichnet werden.
[0045] Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform ist die Ölabscheideeinrichtung 23 vorzugsweise
in der Entlüftungsleitung 35 angeordnet, wobei die Saugleitung 34 zweckmäßig stromab
der Ölabscheideeinrichtung 23 an die Entlüftungsleitung 35 angeschlossen ist. Stromab
dieser mit 39 bezeichneten Anschlussstelle kann die Entlüftungsleitung 35 zweckmäßig
ein Druckregelventil 40 enthalten. Bei deaktivierter Injektorpumpe 29, was beispielsweise
durch ein Sperren des Abschnitts 37 der Druckleitung 28, also die Versorgungsleitung
37, realisierbar ist, kann der in der Frischluftanlage 3 stromab der Drosselklappe
19 herrschende Unterdruck dazu genutzt werden, die Blow-by-Gase aus dem Kurbelgehäuse
6 anzusaugen. Bei bestimmten Betriebszuständen der Brennkraftmaschine 2 ist jedoch
in diesem, mit 41 bezeichneten Anschlussbereich zwischen Entnahmeleitung 35 und Frischluftanlage
3 kein ausreichender Unterdruck vorhanden, um eine zufriedenstellende Absaugung von
Blow-by-Gas zu realisieren. Für diese Zustände wird dann über die zuvor genannte Steuerung
das Schaltventil 38 angesteuert, um die Injektorpumpe 29 zu aktivieren, so dass über
diese Blow-by-Gas abgesaugt werden kann.
[0046] Bei den Figuren 1 bis 3 sowie 7 bis 9 befindet sich das Druckregelventil 40 zwischen
der Anschlussstelle 39 und der mit der Frischluftanlage 3 verbundenen Entlüftungsleitung
35. Mit zunehmendem, aus der Ölabscheideeinrichtung 23 austretendem Volumenstrom wird
ein größerer Volumenstrom in die Frischluftanlage 3 eingespeist. Somit bleibt der
Kurbelgehäuseinnendruck konstant. Somit werden zusätzlich zu dem üblicherweise anfallenden
Blow-By-Gas auch das durch die Injektorpumpe 29 in das Kurbelgehäuse geförderte Gas
gereinigt und der Frischluftanlage 3 zugeführt. Das über die Saugleitung 34 im Kreis
geführte Gasvolumen wird zurückgeführt.
[0047] Wie in Figur 1 dargestellt, kann eine derartige Ölabscheideeinrichtung 23 zusätzlich
oder alternativ in der Saugleitung 33 bzw. 34 angeordnet sein. Zusätzlich oder alternativ
ist es möglich, eine derartige Ölabscheideeinrichtung 23 in die Druckleitung 28, und
zwar vorzugsweise in den Abschnitt 36, also in die Rücklaufleitung 36 einzubinden.
Des Weiteren ist es grundsätzlich möglich, eine derartige Ölabscheideeinrichtung 23
bereits in die Injektorpumpe 29 zu integrieren.
[0048] Generell kann es sich bei der Ölabscheideeinrichtung 23 um eine Zentrifuge oder um
einen Zyklon oder um ein Filter oder aber um einen Impaktor handeln. Ebenso sind Kombinationen
der vorgenannten unterschiedlichen Ausgestaltungen denkbar. Besonders preiswert ist
die Realisierung der Ölabscheideeinrichtung 23 als Impaktor. Insbesondere lässt sich
ein derartiger Impaktor aufgrund seiner kompakten Bauform besonders einfach in die
Injektorpumpe 29 integrieren.
[0049] Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform ist die Fördereinrichtung 26 ein Bestandteil
eines Druckluftsystems 42 des Fahrzeugs 1. Beispielsweise ist das Fahrzeug 1 mit einer
pneumatischen Bremsanlage oder mit einer pneumatischen Federungseinrichtung oder mit
sonstigen Systemen ausgestattet, die mit Pneumatik betrieben werden. Üblicherweise
kann ein derartiges Druckluftsystem 42 stromab der Fördereinrichtung 26 einen Drucklufttank
43 aufweisen. Stromauf der Fördereinrichtung 26 ist üblicherweise ein Luftfilter 44
angeordnet. Die Fördereinrichtung 26 kann Luft aus der Umgebung 16 ansaugen und nach
dem Tank 43 den dafür vorgesehenen, hier nicht gezeigten Verbrauchern gemäß einem
Pfeil 50 zuführen. Derartige Druckluftverbraucher sind beispielsweise Druckluftbremsen,
Druckluftfedern oder andere Druckluftaggregate.
[0050] Bei den Ausführungsformen der Figuren 2-4 sowie 7 bis 9 sind die beiden kumulativ
oder alternativ vorhandenen Saugleitungen 33, 34 an die Saugseite der Fördereinrichtung
26 angeschlossen. Die jeweilige Saugleitung 33, 34 kann eine Drossel 45 enthalten.
Sofern die jeweilige Saugleitung 33, 34 auch eine Ölabscheideeinrichtung 23 aufweist,
ist die Drossel 45 zweckmäßig stromauf der Abscheideeinrichtung 23 angeordnet. Grundsätzlich
kann die Drossel 45 auch stromab der Ölabscheideeinrichtung 23 angeordnet sein. So
zeigen die Figuren 2 und 4 jeweils eine Variante, bei welcher die Drosselstelle 45
stromab der Ölabscheideeinrichtung 23 in der Druckleitung 28 angeordnet ist. Alternativ
ist auch eine Ausführungsform denkbar, bei welcher die Drosseleinrichtung 45 in die
Ölabscheideeinrichtung 23 baulich integriert ist, und zwar stromauf oder stromab der
internen Abscheidemittel, bei denen es sich vorzugsweise wieder um einen Impaktor
handelt.
[0051] Bei der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform ist die Ölabscheideeinrichtung 23 wieder
in der Entlüftungsleitung 35 angeordnet, und zwar stromauf der Anschlussstelle 39,
über welche die Saugleitung 34 an die Entlüftungsleitung 35 angeschlossen ist. In
diesem Fall ist eine Drosselstelle 45 in der Saugleitung 34 angeordnet, um den Volumenstrom
an Blow-by-Gas auf einen vorbestimmten Wert zu begrenzen.
[0052] Bei der in Figur 4 gezeigten Ausführungsform ist außerdem ein Bypass bzw. eine Bypassleitung
46 erkennbar, die eine Umgehung der in der Druckleitung 28 angeordneten Ölabscheideeinrichtung
23 ermöglicht. Bei der in Figur 4 gezeigten Ausführungsform ist die Druckleitung 28
über die Anschlussstelle 41 an die Frischluftanlage 3 angeschlossen. Eine Entlüftungsleitung
35, wie sie bei den Varianten der Figuren 1-3 vorgesehen ist, fehlt bei der in Figur
4 gezeigten Ausführungsform. Somit ist bei der in Figur 4 gezeigten Variante die Saugleitung
34 unmittelbar an das Kurbelgehäuse 6 angeschlossen und kann eine Ölabscheideeinrichtung
23 enthalten, die zusätzlich oder alternativ zu der in der Druckleitung 28 angeordneten
Ölabscheideeinrichtung 23 vorgesehen sein kann. In der Bypassleitung 46 ist zweckmäßig
ein Überdruckregelventil 47 angeordnet, das hier als federbelastetes Rückschlagsperrventil
ausgestaltet ist.
[0053] Bei den Ausführungsformen der Figuren 2-4 ist die jeweilige Fördereinrichtung 26
saugseitig über eine entsprechende Verbindungsleitung 48 an das jeweilige System angeschlossen,
dem die Fördereinrichtung 26 zugeordnet ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um
eine Tankentlüftungseinrichtung 49 handeln, mit deren Hilfe ein Kraftstofftank 61,
wie er beispielsweise in den Figuren 7 und 9 dargestellt ist, entlüftet werden kann.
Dabei lassen sich über die Fördereinrichtung 26 dampfförmige Kohlenwasserstoffe aus
dem Kraftstofftank 61 absaugen und über die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung 5
und letztlich über die Frischluftanlage 3 der Verbrennung in den Brennräumen 11 zuführen.
[0054] Zweckmäßig erfolgt die Verschaltung der Fördereinrichtung 26 dabei so, dass sie das
vom Blow-by-Gas verschiedene Fluid, beispielsweise Luft oder kohlenwasserstoffhaltige
Luft, in einem Hauptstrom antreibt, während sie das Blow-by-Gas in einem Nebenstrom
antreibt, wobei dieser Nebenstrom, wie zum Beispiel in den Figuren 2 und 3 gezeigt,
vorzugsweise gedrosselt ist. Der Hauptstrom ist mindestens doppelt so groß wie der
Nebenstrom.
[0055] Des Weiteren ist bei den Ausführungsformen der Figuren 1, 2 und 4 vorgesehen, dass
die Fördereinrichtung 26 das vom Blow-by-Gas verschiedene Fluid zumindest im Umfang
eines Teilstroms der Ölabscheideeinrichtung 23 zuführt, die hierzu in der Druckleitung
28 angeordnet ist. Somit lassen sich auch in dem vom Blow-by-Gas verschiedenen Fluid
enthaltene Verunreinigungen, die beispielsweise aus der Fördereinrichtung 26 stammen,
abscheiden.
[0056] In Figur 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der die Fördereinrichtung 26
durch einen Abgasturbolader 51 der Brennkraftmaschine 2 gebildet ist, der mit seiner
Turbine 52 stromauf der Abgasbehandlungseinrichtung 20 in der Abgasanlage 4 und mit
seinem Verdichter 53 stromauf der Drosselklappe 19 in der Frischluftanlage 3 angeordnet
ist. Zudem ist in der Frischluftanlage 3 stromab des Verdichters 53 und stromauf der
Drosselklappe 19 ein Ladeluftkühler 54 angeordnet, um die vom Verdichter 53 verdichtete
Luft zu kühlen. Die Turbine 52 und der Verdichter 53 sind mittels einer Welle 55 miteinander
antriebsverbunden, so dass die vom Abgas der Brennkraftmaschine 2 angetriebene Turbine
52 den die Luft in der Frischluftanlage 3 verdichtenden Verdichter 53 antreibt. Insofern
entspricht der Abschnitt der Frischluftanlage 3 zwischen dem Verdichter 53 und der
Drossel 19 der Druckleitung 28. Ferner ist eine solche Injektorpumpe 29 vorgesehen,
deren Arbeitsfluideingang 30 mittels der Versorgungsleitung 37 stromab des Ladekühlers
54 und stromauf der Drosselklappe 19 fluidisch mit der Frischluftanlage 3 verbunden
ist. Somit wird die Injektorpumpe 29 von der insbesondere vom Verdichter 53 verdichteten
Luft der Frischluftanlage 3 angetrieben. Zudem verbindet die Saugleitung 33 den Saugfluideingang
31 der Injektorpumpe 31 mit dem Kurbelgehäuse 6, während der Gemischausgang 32 der
Injektorpumpe 31 über die Entlüftungsleitung 35' am Anschlussbereich 41 fluidisch
mit der Frischluftanlage 3 verbunden ist. Eine zweite Entlüftungsleitung 35" mündet
stromauf des Anschlussbereiches 41 in die erste Entlüftungsleitung 35' zu der gemeinsamen
Entlüftungsleitung 35. In der ersten Saugleitung 33 und in der zweiten Entlüftungsleitung
35" ist jeweils eine solche Ölabscheideeinrichtung 23 angeordnet, von denen jeweils
ein solcher Ölrücklauf 24 zum Sumpf 25 des Kurbelgehäuses 6 führt, wobei im Ölrücklauf
24 der in der Saugleitung 33 angeordneten Ölabscheideeinrichtung 23 zusätzlich eine
Drossel 45 vorgesehen ist, um die Strömung des Öls in das Kurbelgehäuse 6 bzw. in
den Sumpf 25 zu begrenzen. Hierbei ist diese Ölabscheideeinrichtung 23 mit einem Ölbehälter
56 ausgestattet, in dem das abgeschiedene Öl zunächst gesammelt und anschließend dem
Sumpf 25 zugeführt werden kann.
[0057] Somit kann das Blow-by-Gas aus dem Kurbelgehäuse 6 sowohl aktiv mittels der Injektorpumpe
29 bzw. der Fördereinrichtung 26 über die Saugleitung 33 als auch passiv über die
zweite Entlüftungsleitung 35" gelangen. Im letzteren Fall ist jedoch ein ausreichender
Druckunterschied zwischen dem Anschlussbereich 41 und dem Kurbelgehäuse 6 notwendig.
Dementsprechend kann die aktive Entlüftung lediglich dann verwendet werden, wenn ein
derartiger Druckunterschied nicht oder nicht im ausreichenden Ausmaß vorliegt. Hierzu
ist in der Versorgungsleitung 37 und in der zweiten Entlüftungsleitung 35" stromab
der Ölabscheideeinrichtung 23 jeweils ein solches Steuerglied 38 in Form eines Schaltventil
38 vorgesehen, wobei alternativ oder zusätzlich Druckregelventile 40 vorgesehen sein
können. Bei dem in der zweiten Entlüftungsleitung 35" angeordneten Schaltventil 38
ist ebenso eine Anordnung stromauf der Ölabscheideeinrichtung 23 möglich. Diese Schaltventile
38 sind mit besagter Steuerung oder einer anderen Steuerung 58 beispielsweise mittels
Kabel 59 kommunizierend verbunden, wobei die Steuerung 58 das jeweilige Schaltventil
38 individuell ansteuern kann, um beliebige zwischen der aktiven und der passiven
Entlüftung oder einer Mischung daraus wechseln zu können. In der Regel erfolgt die
Ansteuerung der Schaltventile 38 abhängig von den besagten Druckverhältnissen.
[0058] Die Verwendung des Abgasturboladers 51 als Fördereinrichtung 26 hat insbesondere
den Vorteil, dass bei steigender Ladelast des Abgasturboladers 51 eine größere Menge
an Blow-by-Gas erzeugt wird, weil der Zylinder 10 mit höherem Druck beaufschlagt wird.
Gleichzeitig wird bei Volllast eine stärkere Leistung der Injektorpumpe 29 erreicht,
so dass eine angeglichene Entlüftung des Kurbelgehäuses 6 erfolgt. Entsprechend nimmt
der Volumenstrom des Blow-by-Gases bei verringerter Last ab, was jedoch auch eine
verringerte Leitung der Injektorpumpe 29 bedeutet. Somit ist die Entlüftung des Kurbelgehäuses
6 quasi automatisch an den Volumenstrom des erzeugten Blow-by-Gases angepasst. Ferner
ist zum ausreichenden Antrieb der Injektorpumpe 29 eine vergleichsweise geringe Abzweigung
der vom Abgasturbolader 51 verdichteten Ladeluft, insbesondere der Ladeluftleistung,
von ca. 5 % notwendig.
[0059] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der eine solche Ölabscheideeinrichtung
23 mit einem solchen Ölbehälter 56 in der Saugleitung 33 vorgesehen ist. Stromauf
der Ölabscheideeinrichtung 23 ist ferner eine Zirkulationsfördereinrichtung 57 angeordnet,
die das Blow-by-Gas aus dem Kurbelgehäuse 6 zur Ölabscheideeinrichtung 23 fördert,
wo das enthaltene Öl zumindest teilweise abgeschieden wird. Anschließend kann ein
Teil des Blow-by-Gases über den Ölrücklauf 24 zurück zum Kurbelgehäuse 6 strömen,
so dass eine Zirkulation des Blow-by-Gases erreicht ist. Hierbei ist im Ölrücklauf
24 ein Überdruckregelventil 47 angeordnet, das das Zurückströmen des Blow-by-Gases
bzw. des abgeschiedenen Öls insbesondere dann verhindert, wenn der Druck in der Ölabscheideeinrichtung
23 höher ist als im Kurbelgehäuse 6. Die Strömung des Öls aus der Ölabscheideeinrichtung
23 bzw. dem Ölbehälter 56 findet insbesondere dann statt, wenn der Druck stromab der
Ölabscheideeinrichtung 23 höher ist als der Druck im Kurbelgehäuse 6. Der Druck stromab
der Ölabscheideeinrichtung 23 kann beispielsweise durch die Leistung der Injektorpumpe
29, insbesondere der Saugkraft an deren Saugfluideingang 31 bestimmt sein. Bei der
mit der gestrichelten Linie gezeigten Variante der Verbindung der Ölabscheideeinrichtung
23 bzw. der Saugleitung 33, bei der die Ölabscheideeinrichtung 23 bzw. die Saugleitung
33 mittels der Entlüftungsleitung 35 direkt an der Anschlussstelle 41 in die Frischluftanlage
3 angeschlossen sind, ist der Druck stromab der Ölabscheideeinrichtung 23 insbesondere
durch den Druck im Bereich der Anschlussstelle 41 bestimmt. Ferner ist stromauf der
Zirkulationsfördereinrichtung 57 ein Steuerglied 38 in Form eines Schaltventils 38
vorgesehen, um den durch die Zirkulationseinrichtung 47 geförderten Volumenstrom des
Blow-by-Gases zu variieren und insbesondere zu begrenzen. Hierzu ist das Schaltventil
47 mit besagter Steuerung 58 oder einer anderen Steuerung kommunizierend verbunden.
[0060] Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der die Fördereinrichtung 26 Teil
einer Diagnoseeinrichtung 60 zur Diagnose bzw. Prüfung der Dichtheit eines Kraftstofftanks
61 des Fahrzeugs 1 ist. Die Diagnoseeinrichtung 60 weist eine stromab der Fördereinrichtung
26 in die Druckleitung 28 mündende erste Diagnoseleitung 62 und eine stromauf der
Fördereinrichtung 26 in die Saugleitung 34 mündende zweite Diagnoseleitung 63 sowie
eine mit dem Kraftstofftank 61 fluidisch verbundene dritte Diagnoseleitung 64 auf.
Die erste Diagnoseleitung 62, die zweite Diagnoseleitung 63 und die dritte Diagnoseleitung
64 sind mittels eines Steuerglieds 38 bzw. Steuerventils 38 miteinander verbunden,
das die Diagnoseleitungen 62, 63, 64 jeweils miteinander oder alle miteinander verbinden
bzw. diese Verbindungen variieren und insbesondere unterbrechen kann. Dementsprechend
kann die jeweilige Verbindung bzw. der entsprechende Fluss auch gedrosselt werden.
Die Diagnose des Kraftstofftanks erfolgt bevorzugt bei einem Zustand niedriger Belastung
oder bei einem Stillstand der Brennkraftmaschine 2, bei dem verhältnismäßig wenig
oder kein Blow-by-Gas produziert wird bzw. anfällt, wobei in die Fördereinrichtung
26 in jedem Fall zumindest mit Teilleist fördert. Zur Diagnose des Kraftstofftanks
61 wird das Steuerventil 38 derart betätigt, dass lediglich die erste Diagnoseleitung
62 mit der dritten Diagnoseleitung 64 verbunden ist. Somit kann im Kraftstofftank
61 ein Überdruck erzeugt werden, der als Prüfdruck dient. Beim Erreichen eines beliebigen
oder vorgegebenen Überdrucks im Kraftstofftank 61 unterbricht das Steuerventil 38
die Verbindungen zwischen den Diagnoseleitungen 62, 63, 64, um den Überdruck im Kraftstofftank
61 stabil zu halten. Mit Hilfe einer Druckmesseinrichtung 65 erfolgt nun eine Drucküberwachung
in der dritten Diagnoseleitung 64 bzw. in dem Kraftstofftank 61. Die Druckmesseinrichtung
65 ist vorliegend mit der dritten Diagnoseleitung 64 verbunden. Die Druckmesseinrichtung
65 kann alternativ oder zusätzlich auch unmittelbar mit dem Kraftstofftank 61 verbunden
oder im Kraftstofftank 61 angeordnet sein. Ändert sich der von der Druckmesseinrichtung
65 ermittelte Druck nicht oder nicht im Wesentlichen bzw. lediglich in einem erwartbaren,
beispielsweise durch den Kraftstoffverbrauch bedingten, Bereich, so können entsprechende
Leckagen ausgeschlossen werden. Eine Druckänderung und insbesondere ein Druckabfall,
etwa oberhalb des erwartbaren Bereichs, deutet hingegen auf eine oder mehrere Leckagen
hin. Im Anschluss an die Diagnose, kann das Steuerventil 38 derart betätigt werden,
dass eine Entlüftung des Kraftstofftanks erfolgt bzw. fortgesetzt wird. Die Tankentlüftungseinrichtung
49 ist also Teil der Diagnoseeinrichtung 60 oder umgekehrt.
[0061] Analog zu der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist in Fig. 8 eine weitere
Ausführungsform gezeigt, bei der die Diagnoseeinrichtung 60 der Diagnose der Dichtheit
bzw. der Erkennung von Leckagen der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung 5, insbesondere
in den Leitungen 34, 28, der Ölabscheideeinrichtung 23 und/oder des Druckregelventils
40, dient. Hierzu bringt die Fördereinrichtung 26 ein vom Blow-by-Gas unterschiedliches
Fluid in die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung 5 ein und sorgt in der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
5, insbesondere in der Saugleitung 34 und/oder der Entlüftungsleitung 35, für einen
Überdruck. Alternativ kann die Fördereinrichtung 26 auch einen Unterdruck in den Leitungen
34, 35, und/oder dem Druckregelventil 40 und/oder der Ölabscheideeinrichtung 23 erzeugen,
wodurch der Prüfdruck der erzeugte Unterdruck ist. Hierzu wird das in den Leitungen
34, 35, und/oder dem Druckregelventil 40 und/oder der Ölabscheideeinrichtung 23 vorhandene
Gasvolumen in das Kurbelgehäuse 6 gefördert, wodurch ein Unterdruck entsteht. Auch
hier erfolgt die Diagnose bevorzugt bei einem Zustand niedriger Belastung der Brennkraftmaschine
2 bzw. bei einem Stillstand der Brennkraftmaschine 2. Im Fall des Überdrucks handelt
es sich bei dem vom Blow-by-Gas unterschiedlichen Fluid vorliegend um Luft, die aus
der Umgebung 16 mittels einer Luftleitung 66, die mit der Frischluftleitung 3 verbunden
sein oder dieser entsprechen kann, von der Fördereinrichtung 26 gefördert werden und
in die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung 5 eingebracht werden kann. Innerhalb der
Luftleitung 66 sind ein Luftfilter 44 und ein Steuerventil 38 angeordnet. Unmittelbar
stromab und stromauf des Kurbelgehäuses 6sind weitere Steuerglieder 38 angeordnet,
um besagten Unter- bzw. Überdruck in der Saugleitung 34 bzw. der Überdruckleitung
28 aufzubauen bzw. aufrechtzuerhalten. Beispielsweise wird zur Erzeugung des Überdrucks
in der Saugleitung 34 und/oder der Druckleitung 28 und/oder dem Druckregelventil 40
und/oder der Ölabscheideeinrichtung 23, das in der Luftleitung 66 angeordnete Steuerglied
38 geöffnet bis sich in der Saugleitung 34 und/oder der Druckleitung 28 ein Überdruck
aufbaut. Anschließend werden sämtliche Steuerglieder 38 in den Leitungen 34, 28, derart
betätigt, dass keine Strömung in bzw. aus dem zu untersuchenden Abschnitt möglich
ist. Bevorzugt wird auch das Druckregelventil 40 geschlossen, wobei alternativ oder
zusätzlich ein weiteres Steuerglied 38 in der Entlüftungsleitung 35 vorgesehen ist,
das bereits vor der Erzeugung des Überdrucks oder Unterdrucks, in jedem Fall jedoch
danach ebenfalls geschlossen wird. In dem zu untersuchenden Abschnitt ist die Druckmesseinrichtung
65 angeordnet bzw. ist die Druckmesseinrichtung 65 mit diesem Abschnitt verbunden.
Auch hier weisen Druckschwankungen, im Falle des Überdrucks also eine Druckabnahme,
auf eine Leckage hin. Um eine Prognose für die Saugleitung 34 und die Druckleitung
28 durchzuführen, werden beispielsweise nach dem Erzeugen des Überdrucks die Steuerglieder
38 unmittelbar am Kurbelgehäuse 6 und in der Luftleitung 66 sowie das Druckregelventil
40 und/oder das Steuerglied 28 in der Entlüftungsleitung 35 geschlossen. Somit ist
der Überdruck in der Saugleitung 34 und der Druckleitung 28 eingesperrt. Wird nun
mittels der mit der Saugleitung 34 verbundenen Druckmesseinrichtung 65 und/oder mit
der Druckleitung 28 verbundenen Druckmesseinrichtung 65 eine Druckänderung, insbesondere
eine Druckabnahme gemessen, so deutet das auf eine undichte Stelle bzw. eine Leckage
in der Druckleitung 28 bzw. der Saugleitung 34 hin. Sollen die Saugleitung 34 und
die Druckleitung 28 separat auf Leckagen getestet werden, dann wird auch das unmittelbar
saugseitig der Fördereinrichtung 26 in der Saugleitung 34 angeordnete Steuerglied
38 nach dem Aufbau des Überdrucks geschlossen, so dass eine Strömung zwischen der
Saugleitung 34 und der Druckleitung 28 unterbrochen ist. Dementsprechend kann mit
der mit der Saugleitung 34 verbundenen Druckmesseinrichtung 65 eine entsprechende
Diagnose der Saugleitung 34 und/oder mittels der mit der Druckleitung 28 verbundenen
Druckmesseinrichtung 65 eine entsprechende Diagnose der Druckleitung 28 erfolgen.
Soll nur die Saugleitung 34 auf Leckagen untersucht werden, so reicht es auch, anstatt
des druckseitig der Fördereinrichtung 26 angeordneten Steuerglieds 38 das saugseitig
der Fördereinrichtung 26 angeordnete Steuerglied 38 zu schließen, um in der Saugleitung
34 einen Überdruck aufzubauen. Anschließend werden auch die Steuerglieder 38 unmittelbar
stromab der Kurbelgehäuses 6 und in der Luftleitung 66 geschlossen. Danach erfolgt
die Diagnose mittels der Druckmesseinrichtung 65.
[0062] In Fig. 9 ist eine weitere Ausführungsform des Fahrzeugs 1 gezeigt. Im Gegensatz
zum in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform wird hier zur Diagnose des Kraftstofftanks
61 im Kraftstofftank 61 ein Unterdruck erzeugt und die Druckänderungen anschließend
mittels der Druckmesseinrichtung 65 beobachtet, wobei hier ein Druckanstieg auf eine
Leckage hindeutet. Hierzu weist die Diagnoseeinrichtung 60 die mit dem Kraftstofftank
61 verbundene dritte Diagnoseleitung 64 und die saugseitig der Fördereinrichtung einmündende
zweite Diagnoseleitung 63 auf, die mittels des Steuerglieds 38 miteinander verbunden
sind. Zur Diagnose wird dieses Steuerglied 38 geöffnet, wodurch die Fördereinrichtung
26 insbesondere dampfartige Kohlenwasserstoffe aus dem Kraftstofftank 61 fördert.
Dabei wird das Steuerglied 38 soweit geöffnet, dass im Kraftstofftank 61 ein Unterdruck
entsteht, woraufhin das Steuerglied 38 der Diagnoseeinrichtung 60 geschlossen wird.
Anschließend kann die Diagnose wie vorstehend erläutert erfolgen. Nach der Diagnose
kann das Steuerglied 38 soweit geöffnet werden, dass eine gewöhnliche Entlüftung des
Kraftstofftanks 61 erfolgt. Auch hier entspricht also die Tankentlüftungseinrichtung
49 der Diagnoseeinrichtung 60 bzw. umgekehrt.
[0063] Bei den in den Fig. 1 bis 3 sowie 7 bis 9 dargestellten Ausführungsformen ist erkennbar,
dass die Entlüftungsleitung 35 an der Anschlussstelle 41 an der Frischluftleitung
3 anschlossen ist. Zudem ist die Saugleitung 34, über die das Blow-by-Gas aus dem
Kurbelgehäuse angesaugt wird, eingangsseitig an der Anschlussstelle 39 an der Entlüftungsleitung
35 angeschlossen, womit die Entlüftungsleitung 35 fluidisch mit der Frischluftleitung
3 verbunden ist. Diese Anschlussstelle 39 ist dabei zwischen dem Ölabscheideeinrichtung
23 und dem Druckregelventil 40 angeordnet. In der Folge kann die Blow-by-Gasabsaugung
bei ausreichend niedrigen Druckverhältnissen in der Frischluftleitung 3 auch passiv,
d.h. ohne Unterstützung der Fördereinrichtung 26 erfolgen. Dies kann auch dazu verwendet
werden, die aktive Blow-by-Gasabsaugung mittels der Fördereinrichtung 26 und die passive
Blow-by-Gasabsaugung beliebig zu kombinieren. Hierzu kommt insbesondere das Schaltventil
38 zum Einsatz, das die Verbindung zwischen der Saugleitung 33, 34 und der Fördereinrichtung
26 regelt und diese insbesondere unterbrechen kann. Zusätzlich können hierzu das Druckregelventil
40 und/oder zumindest eine der Drossel 45 und/oder die Drosselklappe 19 zum Einsatz
kommen. Diese werden beispielsweise mittels der Steuerung 58 oder einer anderen Steuerung
gesteuert. Zudem kann das Fahrzeug 1 zumindest eine Druckmesseinrichtung aufweisen,
um die den Druck in den entsprechenden Bereichen, wie beispielsweise in der Frischluftleitung
3 und/oder im Kurbelgehäuse 6 zu bestimmen, die der Steuerung 58 übermittelt werden
können.
1. Fahrzeug (1),
- mit einer Brennkraftmaschine (2), die ein Kurbelgehäuse (6) aufweist,
- mit einer Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung (5), die zumindest eine Ölabscheideeinrichtung
(23) und einen abgeschiedenes Öl zum Kurbelgehäuse (6) rückführenden Ölrücklauf (24)
aufweist,
- mit einer Fördereinrichtung (26) zum Antreiben eines von Blow-by-Gas verschiedenen
Fluids,
- wobei die Fördereinrichtung (26) außerdem zum Antreiben des Blow-by-Gases in der
Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung (5) verwendet wird,
- wobei eine Saugleitung (33, 34) der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung (5) das
Kurbelgehäuse (6) mit einer Saugseite der Fördereinrichtung (26) verbindet,
- wobei die Saugleitung (33, 34) die Ölabscheideeinrichtung (23) enthält und stromab
derselben mit einer Frischluftanlage (3) der Brennkraftmaschine (2) verbunden ist,
- wobei eine Steuereinrichtung vorgesehen ist, die eine vom aktuellen Druck in der
Frischluft im Bereich der Verbindung (39) mit der Saugleitung (34) abhängige Ansteuerung
eines Steuerglieds (38) zum Steuern der Verbindung zwischen Saugleitung (34) und Fördereinrichtung
(26) ermöglicht.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Druckleitung (28) der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung (5) eine Druckseite
der Fördereinrichtung (26) mit dem Kurbelgehäuse (6) oder mit einer Frischluftanlage
(3) der Brennkraftmaschine (2) verbindet.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ölabscheideeinrichtung (23) in der Druckleitung (28) angeordnet ist.
4. Fahrzeug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Bypassleitung (46) zur Umgehung der Ölabscheideeinrichtung (23) vorgesehen ist,
welche die Druckleitung (28) zwischen der Fördereinrichtung (26) und der Ölabscheideeinrichtung
(23) mit dem Kurbelgehäuse (6) verbindet und die ein Überdruckregelventil (47) enthält.
5. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fördereinrichtung (26) das vom Blow-by-Gas verschiedene Fluid im Hauptstrom antreibt,
während sie das Blow-by-Gas im Nebenstrom antreibt, der vorzugsweise gedrosselt ist.
6. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ölabscheideeinrichtung (23) als Impaktor ausgestaltet ist oder einen Impaktor
aufweist.
7. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung (5) eine Injektorpumpe (29) aufweist, die
einen Arbeitsfluideingang (30), einen Saugfluideingang (31) und einen Gemischausgang
(32) aufweist,
- wobei der Arbeitsfluideingang (30) über eine Versorgungsleitung (37) an die Druckseite
der Fördereinrichtung (26) angeschlossen ist,
- wobei der Saugfluideingang (31) über eine Saugleitung (33, 34) an das Kurbelgehäuse
(6) angeschlossen ist,
- wobei der Gemischausgang (32) über eine Rücklaufleitung (36) an das Kurbelgehäuse
(6) oder an eine Frischluftanlage (3) der Brennkraftmaschine (2) angeschlossen ist.
8. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teilstrom des von der Fördereinrichtung (26) geförderten, vom Blow-by-Gas
verschiedenen Fluids der Ölabscheideeinrichtung (23) zugeführt wird.
9. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Fördereinrichtung (26) Bestandteil einer pneumatischen Bremsanlage des Fahrzeugs
(1) ist, oder
- dass die Fördereinrichtung (26) Bestandteil eines Druckluftsystems (42) des Fahrzeugs
(1) ist, oder
- dass die Fördereinrichtung (26) Bestandteil einer Tankentlüftungseinrichtung (49) des
Fahrzeugs (1) ist, oder
- dass die Fördereinrichtung (26) Bestandteil einer Diagnoseeinrichtung (60), insbesondere
zur Diagnose eines Kraftstofftanks (61) oder der Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
(5) ist, oder
- dass die Fördereinrichtung (26) ein Abgasturbolader (51) der Brennkraftmaschine (2) ist.
10. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Fahrzeug (1) zwei solche Ölabscheideeinrichtungen (23) aufweist, die jeweils
über einen solchen Ölrücklauf (24) fluidisch mit dem Kurbelgehäuse (6) verbunden sind,
wobei
- eine der Ölabscheideeinrichtungen (23) in der Saugleitung (33, 34) oder in der Versorgungsleitung
(37) angeordnet ist,
- die andere Ölabscheideeinrichtung (23) in einer das Kurbelgehäuse (6) mit der Frischluftanlage
(3) fluidisch verbindenden Entlüftungsleitung (35) angeordnet ist.
11. Fahrzeug nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Versorgungsleitung (37) oder in der Saugleitung (33, 34) und in der Entlüftungsleitung
(35) jeweils ein Schaltventil (38) angeordnet ist, wobei die Schaltventile (38) mittels
einer Steuerung (58) steuerbar sind.
12. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ölabscheideeinrichtung (23) zum Sammeln von aus dem Blow-by-Gas abgeschiedenen
Öl einen Ölbehälter (56) aufweist.
13. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
gekennzeichnet durch
eine Zirkulationsfördereinrichtung (57) zur Zirkulation von Blow-by-Gas zwischen dem
Kurbelgehäuse (6) und der Ölabscheideeinrichtung (23). *****
1. A vehicle (1),
- having an internal combustion engine (2), which has a crankcase (6),
- having a crankcase ventilation device (5), which has at least one oil separating
device (23) and an oil return (24) that feeds separated oil back to the crankcase
(6),
- having a conveying device (26) for driving a fluid other than blow-by gas,
- wherein the conveying device (26) is moreover used to drive the blow-by gas in the
crankcase ventilation device (5),
- wherein an intake line (33, 34) of the crankcase ventilation device (5) connects
the crankcase (6) to an intake side of the conveying device (26),
- the intake line (33, 34) contains the oil separating device (23) and is connected
downstream of the same to a fresh air system (3) of the internal combustion engine
(2),
- wherein a control device is provided, which allows an actuation of a control member
(38) depending on the current pressure in the fresh air in the region of the connection
(39) to the intake line (34) to control the connection between the intake line (34)
and the conveying device (26).
2. The vehicle according to Claim 1,
characterised in that
a pressure line (28) of the crankcase ventilation device (5) connects a pressure side
of the conveying device (26) to the crankcase (6) or to a fresh air system (3) of
the internal combustion engine (2).
3. The vehicle according to Claim 1 or 2,
characterised in that
the oil separating device (23) is arranged in the pressure line (28).
4. The vehicle according to Claim 3,
characterised in that
a bypass line (46) is provided to bypass the oil separating device (23), which bypass
line connects the pressure line (28) between the conveying device (26) and the oil
separating device (23) to the crankcase (6) and contains an overpressure regulation
valve (47) .
5. The vehicle according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that
the conveying device (26) drives the fluid other than the blow-by gas in the main
stream, while it drives the blow-by gas in the secondary stream, which is preferably
throttled.
6. The vehicle according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that
the oil separating device (23) is configured as an impactor or has an impactor.
7. The vehicle according to any one of Claims 1 to 6,
characterised in that
- the crankcase ventilation device (5) has an injector pump (29), which has a working
fluid inlet (30), a suction fluid inlet (31) and a mixed outlet (32),
- wherein the working fluid inlet (30) is connected via a supply line (37) to the
pressure side of the conveying device (26),
- wherein the suction fluid inlet (31) is connected via an intake line (33, 34) to
the crankcase (6),
- wherein the mixed outlet (32) is connected via a return line (36) to the crankcase
(6) or to a fresh air system (3) of the internal combustion engine (2).
8. The vehicle according to any one of Claims 1 to 7, characterised in that
at least one part-stream of the fluid other than the blow-by gas that is conveyed
by the conveying device (26) is fed to the oil separating device (23).
9. The vehicle according to any one of Claims 1 to 8,
characterised in that
- the conveying device (26) is a component of a pneumatic braking system of the vehicle
(1), or
- the conveying device (26) is a component of a compressed air system (42) of the
vehicle (1), or
- the conveying device (26) is a component of a tank ventilation device (49) of the
vehicle (1), or
- the conveying device (26) is a component of a diagnostic device (60), in particular
for diagnosing a fuel tank (61) or the crankcase ventilation device (5), or
- the conveying device (26) is an exhaust gas turbocharger (51) of the internal combustion
engine (2).
10. The vehicle according to any one of Claims 1 to 9,
characterised in that
the vehicle (1) has two such oil separating devices (23), which are each connected
fluidically to the crankcase (6) via such an oil return (24), wherein
- one of the oil separating devices (23) is arranged in the intake line (33, 34) or
in the supply line (37),
- the other oil separating device (23) is arranged in a ventilation line (35) that
fluidically connects the crankcase (6) to the fresh air system (3).
11. The vehicle according to Claim 10,
characterised in that
in each case a switching valve (38) is arranged in the supply line (37) or in the
intake line (33, 34) and in the ventilation line (35), wherein the switching valves
(38) can be controlled by means of a control system (58).
12. The vehicle according to any one of Claims 1 to 11, characterised in that
the oil separating device (23) has an oil container (56) for collecting oil separated
out of the blow-by gas.
13. The vehicle according to any one of Claims 1 to 12, characterised by
a circulating conveying device (57) for circulating blow-by gas between the crankcase
(6) and the oil separating device (23).
1. Véhicule (1),
- comprenant un moteur à combustion interne (2), qui présente un carter de vilebrequin
(6),
- comprenant un dispositif de purge d'un carter de vilebrequin (5), qui présente au
moins un dispositif séparateur d'huile (23) et un conduit de retour d'huile (24) ramenant
une huile séparée en direction du carter de vilebrequin (6),
- comprenant un dispositif de refoulement (26) servant à entraîner un fluide différent
du gaz de soufflage,
- dans lequel le dispositif de refoulement (26) est utilisé par ailleurs afin d'entraîner
le gaz de soufflage dans le dispositif de purge d'un carter de vilebrequin (5),
- dans lequel un conduit d'aspiration (33, 34) du dispositif de purge d'un carter
de vilebrequin (5) relie le carter de vilebrequin (6) à un côté d'aspiration du dispositif
de refoulement (26),
- dans lequel le conduit d'aspiration (33, 34) contient le dispositif de séparation
d'huile (23) et est relié en aval de ce dernier à une installation d'air frais (3)
du moteur à combustion interne (2),
- dans lequel un dispositif de commande est prévu, qui permet un pilotage indépendant
de la pression instantanée dans l'air frais dans la zone de la liaison (39) au conduit
d'aspiration (34), d'un organe de commande (38) servant à commander la liaison entre
le conduit d'aspiration (34) et le dispositif de refoulement (26).
2. Véhicule selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'un conduit de pression (28) du dispositif de purge d'un carter de vilebrequin (5)
relie un côté de pression du dispositif de refoulement (26) au carter de vilebrequin
(6) ou à une installation d'air frais (3) du moteur à combustion interne (2).
3. Véhicule selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
que le dispositif de séparation d'huile (23) est disposé dans le conduit de pression
(28).
4. Véhicule selon la revendication 3,
caractérisé en
qu'un conduit de dérivation (46) est prévu pour contourner le dispositif de séparation
d'huile (23), lequel relie le conduit de pression (28) entre le dispositif de refoulement
(26) et le dispositif de séparation d'huile (23) au carter de vilebrequin (6) et qui
contient une soupape de régulation de surpression (47).
5. Véhicule selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que le dispositif de refoulement (26) entraîne dans le flux principal le fluide différent
du gaz de soufflage, tandis qu'il entraîne le gaz de soufflage dans le flux secondaire,
qui est de préférence étranglé.
6. Véhicule selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
que le dispositif de séparation d'huile (23) est configuré sous la forme d'un impacteur
ou présente un impacteur.
7. Véhicule selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
- que le dispositif de purge d'un carter de vilebrequin (5) présente une pompe d'injection
(29), qui présente une entrée de fluide de travail (30), une entrée de fluide d'aspiration
(31) et une sortie mixte (32),
- dans lequel l'entrée de fluide de travail (30) est raccordée par l'intermédiaire
d'un conduit d'alimentation (37) au côté de pression du dispositif de refoulement
(26),
- dans lequel l'entrée de fluide d'aspiration (31) est raccordée par l'intermédiaire
d'un conduit d'aspiration (33, 34) au carter de vilebrequin (6),
- dans lequel la sortie mixte (32) est raccordée par l'intermédiaire d'un conduit
de retour (36) au carter de vilebrequin (6) ou à une installation d'air frais (3)
du moteur à combustion interne (2).
8. Véhicule selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce
qu'au moins un flux partiel du fluide refoulé par le dispositif de refoulement (26),
différent du gaz de soufflage, est amené au dispositif de séparation d'huile (23).
9. Véhicule selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce
- que le dispositif de refoulement (26) fait partie intégrante d'une installation de freinage
pneumatique du véhicule (1), ou
- que le dispositif de refoulement (26) fait partie intégrante d'un système d'air comprimé
(42) du véhicule (1), ou
- que le dispositif de refoulement (26) fait partie intégrante d'un dispositif de purge
d'un réservoir (49) du véhicule (1), ou
- que le dispositif de refoulement (26) fait partie intégrante d'un dispositif de diagnostic
(60), en particulier servant à diagnostiquer un réservoir de carburant (61) ou le
dispositif de purge d'un carter de vilebrequin (5), ou
- que le dispositif de refoulement (26) est un turbocompresseur (51) du moteur à combustion
interne (2).
10. Véhicule selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce
que le véhicule (1) présente deux dispositifs de séparation d'huile (23) de ce type,
qui sont reliés de manière fluidique au carter de vilebrequin (6) respectivement par
l'intermédiaire d'un conduit de retour d'huile (24) de ce type, dans lequel
- un des dispositifs de séparation d'huile (23) est disposé dans le conduit d'aspiration
(33, 34) ou dans le conduit d'alimentation (37),
- l'autre dispositif de séparation d'huile (23) est disposé dans un conduit de purge
(35) reliant de manière fluidique le carter de vilebrequin (6) à l'installation d'air
frais (3).
11. Véhicule selon la revendication 10,
caractérisé en ce
que respectivement une soupape de commutation (38) est disposée dans le conduit d'alimentation
(37) ou dans le conduit d'aspiration (33, 34) et dans le conduit de purge (35), dans
lequel les soupapes de commutation (38) peuvent être commandées au moyen d'une commande
(58).
12. Véhicule selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce
que le dispositif de séparation d'huile (23) présente un contenant d'huile (56) afin
de collecter l'huile séparée du gaz de soufflage.
13. Véhicule selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé par
un dispositif de refoulement de mise en circulation (57) servant à faire circuler
le gaz de soufflage entre le carter de vilebrequin (6) et le dispositif de séparation
d'huile (23).