[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung, umfassend einen von
einer Ofenauskleidung aus Quarzglas umgebenen Prozessraum, eine Heizeinrichtung und
einen Reflektor.
[0002] Vorrichtungen in diesem Sinne sind insbesondere zum Erwärmen von Substraten auf Temperaturen
oberhalb von 600 °C geeignet.
Stand der Technik
[0003] In industriellen Elektrowärmeöfen, die zum Erwärmen eines Heizgutes auf Temperaturen
oberhalb von 600 °C eingesetzt werden, werden als Heizelemente häufig Infrarotstrahler
eingesetzt, die kurzweilige, mittelwellige und/oder langwellige Infrarotstrahlung
emittieren. Die Infrarotstrahler sind vielfach innerhalb des Prozessraumes angeordnet
und damit hohen Temperaturen ausgesetzt; sie weisen daher eine begrenzte Lebensdauer
auf.
[0004] Um hohe Prozesstemperaturen und geringe Energieverluste zu gewährleisten, sind diese
Öfen mit einer isolierenden Ofenauskleidung versehen, die beispielsweise in vielen
klassischen Öfen aus Isoliersteinen aus Schamotte besteht. Ofenauskleidungen aus Schamotte
weisen allerdings eine vergleichsweise hohe Wärmekapazität auf. Da nach dem Einschalten
des Ofens zunächst die Ofenauskleidung aufgeheizt werden muss, führt die hohe Wärmekapazität
der Auskleidung zu einer verhältnismäßig langen Aufheizzeit des Ofens bei gleichzeitig
hohem Energieverbrauch. Der Einsatz von Ofenauskleidungen aus Schamotte limitiert
zudem auch die Reinheitsbedingungen im Prozessraum. Öfen mit einer Ofenauskleidung
aus Schamotte haben ein hohes Gewicht und sind daher nur begrenzt mobil einsetzbar.
[0005] Ein elektrisch beheizter Muffelbrennofen mit einer Ofenauskleidung aus Schamotte
ist beispielsweise aus der
DE 1 973 753 U bekannt. Der Muffelbrennofen weist als Heizeinrichtung Infrarotstrahler mit quarzumschlossenen
Heizspiralen auf, die im Bereich der Deckenwandung des Prozessraumes angeordnet sind.
Durch die Anordnung der Infrarotstrahler innerhalb des Prozessraumes soll zwar eine
kurze Aufheizzeit und eine gleichmäßige Beheizung des Brennguts erreicht werden. Allerdings
wird auch bei diesem Ofen die Aufheiz- als auch die Abkühlzeit durch die Ofenauskleidung
verlängert.
[0006] Zur Erzielung einer gleichmäßigen Temperatur im Prozessraum ist auch hier zunächst
die Ofenauskleidung auf Betriebstemperatur zu erwärmen. Darüber hinaus weisen Öfen
mit einer Ofenauskleidung aus Schamotte nur eine geringe Wärmeschockbeständigkeit
auf, so dass bei einem vorzeitigen Öffnen des Ofens Risse in der Ofenauskleidung entstehen
können. Um eine hohe Lebensdauer der Ofenauskleidung zu gewährleisten, sollten die
Öfen erst dann geöffnet werden, wenn ihr Prozessraum auf eine Temperatur unterhalb
von 400 °C abgekühlt ist.
[0007] Neben Schamotte werden auch andere feuerfeste Werkstoffe, in der Regel keramische
Erzeugnisse und Werkstoffe mit einer Einsatztemperatur von über 600 °C als Ofenauskleidungen
eingesetzt.
[0008] Für besondere Anforderungen, beispielsweise für Prozesse mit hohen Reinheitsanforderungen,
werden Ofenauskleidungen aus Quarzglas eingesetzt. Eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung
eines Substrats mit einer Ofenauskleidung aus Quarzglas ist beispielsweise aus der
US 4,883,424 bekannt. Die Ofenauskleidung soll ein schnelles Aufheizen und Abkühlen des Heizgutes
ermöglichen; sie ist zylinderförmig ausgebildet und von einer mit einem Reflektor
versehenen Umhüllung zur Kühlung umgeben. Innerhalb der Ofenauskleidung ist eine Heizeinrichtung
aus einer Nichrome-Legierung angeordnet.
[0009] Allerdings sind Ofenauskleidungen aus Quarzglas, insbesondere solche mit größeren
Abmessungen, aufwendig zu fertigen. Sie weisen in der Regel Zylinderform auf und sind
daher für viele Anwendungen, in denen Elektrowärmeöfen eingesetzt werden, nur bedingt
geeignet.
Technische Aufgabenstellung
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung mit
einer Ofenauskleidung bereitzustellen, die einfach und in variabler Form zu fertigen
ist, die ein schnelles Aufheizen und Abkühlen des Heizgutes und kurze Prozesszeiten
ermöglicht und sich durch eine lange Lebensdauer auszeichnet.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0011] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Vorrichtung zur Wärmebehandlung mit den eingangs
genannten Merkmalen erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Ofenauskleidung mehrere
Wandungselemente mit einer dem Prozessraum zugewandten und einer dem Prozessraum abgewandten
Seite umfasst, und dass mindestens eines der Wandungselemente mehrere Quarzglasrohre
aufweist, die über eine SiO
2-haltige Verbindungsmasse miteinander verbunden sind.
[0012] Im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen mit einer Ofenauskleidung aus Quarzglas weist
die erfindungsgemäße Modifikation zwei wesentliche zusätzliche Merkmale auf, nämlich
erstens umfasst die Ofenauskleidung mehrere Wandungselemente, und zweitens weist mindestens
eines der Wandungselemente mehrere Quarzglasrohre auf, die über eine SiO
2-haltige Verbindungsmasse miteinander verbunden sind.
[0013] Durch den Aufbau der Ofenauskleidung aus mehreren Wandungselementen, kann die Ofenauskleidung
in variabler Form, beispielsweise in Form eines Quaders, einer Kugel, eines Zylinders,
einer Pyramide oder eines Würfels hergestellt werden. Die Form der Ofenauskleidung
kann auch an das zu beheizende Heizgut angepasst sein. Die einzelnen Wandungselemente
sind lösbar oder fest miteinander verbunden. Die Verbindung kann beispielsweise über
eine Fügeverbindung erfolgen, die zum Beispiel das rein mechanische, formschlüssige
Zusammensetzen, das An- oder Einpressen oder das Kleben der Wandungselemente umfasst.
[0014] Darüber hinaus ist vorgesehen, dass mindestens eines der Wandungselemente mehrere
Quarzglasrohre aufweist. Quarzglasrohre sind einfach und kostengünstig zu fertigen.
Die Quarzglasrohre weisen einen Hohlraum auf, der zu einer Isolierung der Ofenauskleidung
beiträgt; sie können gestreckt oder gebogen sein. Durch das Verbinden der Quarzglasrohre
mit einer SiO
2-haltigen Verbindungsmasse wird ein Wandungselement erhalten, das im Wesentlichen
aus Quarzglas besteht. Ein solches Wandungselement weist eine hohe Temperaturbeständigkeit
auf. Es ermöglicht hohe Betriebstemperaturen oberhalb von 1.000 °C.
[0015] Die erfindungsgemäße Ofenauskleidung weist im Vergleich zu einer Ofenauskleidung
aus Schamotte ein geringes Gewicht und damit eine geringe Wärmekapazität auf. Hierdurch
wird ein schnelles Aufheizen und Abkühlen der Vorrichtung ermöglicht. Die Vorrichtung
zeichnet sich darüber hinaus durch eine hohe Wärmeschockbeständigkeit aus, so dass
sie beispielsweise auch bei hohen Temperaturen geöffnet werden kann. Die Lebensdauer
der Vorrichtung wird auch durch häufige, schnelle Temperaturwechsel nicht beeinträchtigt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sowohl für den Batch-Betrieb als auch für den
kontinuierlichen Betrieb geeignet.
[0016] In einer bevorzugten Modifikation der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen,
dass die SiO
2-haltige Verbindungsmasse gleichzeitig als Reflektor und als Verbindungsmittel dient.
[0017] Zur Verbindung der Quarzglasrohre wird eine SiO
2-haltige Verbindungsmasse eingesetzt, die beispielsweise in Form eines Schlickers
auf die zu verbindenden Quarzglasrohre aufgebracht, getrocknet und gegebenenfalls
gesintert wird. Vorzugsweise bildet die SiO
2-haltige Verbindungsmasse eine opake, diffus hoch reflektierende und poröse Schicht
aus Quarzglas, die reflektierende Eigenschaften aufweist und die deshalb gleichzeitig
als Reflektor dient. Durch die reflektierenden Eigenschaften der Verbindungsmasse
wird ein energieeffizienter Betrieb der Vorrichtung ermöglicht. Darüber hinaus lässt
sich das Heizgut durch die vorgesehene Reflektorschicht schneller erwärmen, so dass
bei Batchprozessen auch die Prozesszeiten verkürzt werden.
[0018] Es hat sich bewährt, wenn die SiO
2-haltige Verbindungsmasse auf die dem Prozessraum zugewandte Seite eines Wandungselements
aufgebracht ist.
[0019] Die SiO
2-haltige Verbindungsmasse weist eine hohe Temperaturstabilität und Wärmeschockbeständigkeit
auf. Dadurch, dass die SiO
2-haltige Verbindungsmasse auf die dem Prozessraum zugewandte Seite des Wandungselements
aufgebracht ist, wird eine energieeffiziente Wärmebehandlung des Heizgutes ermöglicht.
Dabei werden sowohl auftretende Energieverluste minimiert als auch ein Energieeintrag
in die Wandungselemente vermindert, so dass die durch die Heizeinrichtung in den Prozessraum
eingebrachte Energie vermehrt zur Wärmebehandlung des Heizgutes zur Verfügung steht.
[0020] In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die SiO
2-haltige Verbindungsmasse auf die dem Prozessraum abgewandte Seite eines Wandungselements
aufgebracht ist.
[0021] Auch eine auf die dem Prozessraum abgewandte Seite aufgebrachte SiO
2-haltige Verbindungsmasse führt zu einer Reduktion auftretender Energieverluste. Dadurch,
dass die Beschichtung auf die dem Prozessraum abgewandte Seite des Wandungselements
aufgebracht ist, ist sie geringeren Temperaturen und Temperaturschwankungen ausgesetzt.
Im Vergleich zu einer Beschichtung, die auf die dem Prozessraum zugewandte Seite aufgebracht
ist, weist eine solche Beschichtung eine höhere Lebensdauer auf.
[0022] Es hat sich als günstig erwiesen, wenn die Quarzglasrohre einen runden Querschnitt
aufweisen und wenn der Außendurchmesser der Quarzglasrohre im Bereich von 4 mm bis
50 mm liegt.
[0023] Quarzglasrohre mit rundem Durchmesser sind einfach und kostengünstig zu fertigen.
Ein Quarzglasrohr mit einem Außendurchmesser von weniger als 4 mm weist nur einen
vergleichsweise geringen Hohlraum auf, so dass sich der Effekt des Hohlraumes auf
die Isolierung der Prozesskammer verliert. Ein Quarzglasrohr mit einem Außendurchmesser
von mehr als 50 mm ist aufwendig zu verarbeiten und beeinträchtigt eine kompakte Bauform
der Vorrichtung.
[0024] In einer bevorzugten Modifikation der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen,
dass in mindestens einem der Quarzglasrohre ein Heizelement angeordnet ist, das Teil
der Heizeinrichtung ist.
[0025] Innerhalb eines Quarzglasrohres können ein oder mehrere Heizelemente angeordnet sein
und es können mehrere Quarzglasrohre mit Heizelementen bestückt sein. Durch die Anordnung
des Heizelements in einem Quarzglasrohr wird ein geringer Abstand zwischen Heizelement
und Heizgut erreicht, ohne die Qualität der Bestrahlungsintensität zu beeinträchtigen.
[0026] Es hat sich bewährt, wenn alle Quarzglasrohre eines Wandungselements mit Heizelementen
belegt sind.
[0027] Dadurch, dass alle Quarzglasrohre eines Wandungselements mit Heizelementen belegt
sind, wird eine möglichst homogene Bestrahlung des Heizgutes mit einer hohen Bestrahlungsintensität
gewährleistet.
[0028] Es hat sich als günstig erwiesen, wenn das Heizelement ein Infrarotstrahler ist,
der ein Strahlerrohr und ein Heizfilament aufweist.
[0029] Ein Heizelement in Form eines Infrarotstrahlers bewirkt, dass das Heizgut unmittelbar
beheizt wird, so dass eine schnelle und gleichmäßige Erwärmung des Heizguts erzielt
wird. Der eingesetzte Infrarotstrahler kann beispielsweise für kurzwellige, mittelwellige
und/oder langwellige Infrarotstrahlungsemission ausgelegt sein; er weist mindestens
ein Heizfilament auf, das von einem Strahlerrohr, beispielsweise aus Quarzglas, umgeben
ist.
[0030] Es hat sich bewährt, wenn das Quarzglasrohr das Strahlerrohr des Infrarotstrahlers
ist.
[0031] Dadurch, dass das Quarzglasrohr des Wandungselements gleichzeitig das Strahlerrohr
des Infrarotstrahlers ist, kann ein möglichst geringer Abstand zwischen dem Heizelement
und dem zu bestrahlenden Heizgut erzielt werden. Darüber hinaus werden die an dem
Quarzglasrohr und dem Strahlerrohr auftretenden Strahlungsverluste minimiert, so dass
die Energieeffizienz der Vorrichtung verbessert wird.
[0032] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Heizelement für mittelwellige InfrarotStrahlungsemission
ausgelegt.
[0033] Im Gegensatz zu Infrarotstrahlern für den kurzwelligen IR-Wellenlängenbereich, die
zum Schutz des Heizfilaments mit einem Inertgas gefüllt und daher verschlossen sind,
kann das Strahlerrohr eines mittelwelligen Heizstrahlers offen sein. Bei einem einseitig
oder beidseitig offenen Strahlerrohr ist das Heizfilament unmittelbar zugänglich und
kann deshalb besonders leicht und kostengünstig ausgetauscht werden. Diese Ausführungsform
erleichtert somit Montage und Wartung der Vorrichtung.
[0034] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen,
dass die Wandungselemente einen quaderförmigen Hohlkörper bilden.
[0035] Die Wandungselemente sind Teil der Ofenauskleidung. Vorzugsweise sind die Wandungselemente
derart angeordnet, dass sie einen quaderförmigen Hohlkörper bilden. Beispielsweise
ist der quaderförmige Hohlkörper an allen Seiten von Wandungselementen im Sinne der
Erfindung umgeben. Ein solcher Holkörper ist insbesondere als Ofenauskleidung für
einen Ofen, der im diskontinuierlichen Betrieb eingesetzt wird, geeignet. Darüber
hinaus kann der quaderförmige Hohlkörper auch an einer oder an zwei Seiten offen ausgebildet
sein. Insbesondere eine an zwei Seiten offene Ofenauskleidung ist für den Einsatz
im kontinuierlichen Dauerbetrieb geeignet.
[0036] In einer bevorzugten Modifikation ist vorgesehen, dass der quaderförmigen Hohlkörper
ein die Bodenplatte bildendes Wandungselement, ein die Deckplatte bildendes Wandungselement
und vier, die Seitenwände des Hohlkörpers bildende Wandungselemente umfasst.
[0037] Eine Ofenauskleidung in Form eines quaderförmigen Hohlkörpers mit einer Bodenplatte,
einer Deckplatte und vier Wandungselementen ist insbesondere als Ofenauskleidung für
einen Ofen, der im diskontinuierlichen Betrieb verwendet wird, geeignet. Die Wandungselemente
umschließen den Prozessraum, wodurch die Ofenauskleidung auch für Anwendungen mit
hohen Reinheitsanforderungen geeignet ist. Da die Ofenauskleidung aus Quarzglas gefertigt
ist, sind unter Prozessbedingungen keine nennenswerten Verunreinigungen durch die
Ofenauskleidung zu erwarten.
[0038] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn mindestens zwei Wandungselemente in Blockbauweise
miteinander verbunden sind, indem vorzugsweise zwei Wandungselemente an Korpusecken
durch Verzinkung miteinander verbunden sind und/oder sich die Quarzglaszylinder eines
ersten und eines zweiten Wandungselements an Korpusecken wechselweise überragen.
[0039] Die Wandungselemente der Ofenauskleidung sind in Blockbauweise miteinander verbunden,
beispielsweise durch Verzinkung oder Verzahnung. Die Wandungselemente überragen sich
wechselweise an den Korpusecken oder sie schließen an den Ecken bündig ab. Durch die
Verbindung der Wandungselemente in Blockbauweise wird eine Fügeverbindung erhalten,
die hohen mechanischen Beanspruchungen standhält und gleichzeitig den Austausch einzelner
Wandungselemente ermöglicht.
[0040] Es hat sich bewährt, wenn die überragenden Wandungselemente zu deren Fixierung mit
einer die Ofenauskleidung umgebenden Ofenhülle verbunden sind.
[0041] Die Ofenhülle umfasst eine Isolierung, beispielsweise in Form einer Mineralfasermatte,
und eine Blechummantelung. Die überragenden Wandungselemente können zu deren Fixierung
lose oder fest mit der Ofenhülle verbunden sein. Im einfachsten Fall wird eine Fixierung
der Wandungselemente schon dadurch ermöglicht, dass die Wandungselemente von der Isolierung
und der Blechummantelung umgeben sind.
[0042] In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist vorgesehen, dass die Ofenauskleidung zylinderförmig ausgebildet ist, und ein die
Zylindermantelfläche bildendes Wandungselement mit mehreren ringförmig gebogenen Quarzglasrohren,
ein die Deckplatte bildendes und ein die Bodenplatte bildendes Wandungselement umfasst.
[0043] Eine hohlzylinderförmige Ofenauskleidung ermöglicht eine allseitig gleichmäßige Bestrahlung
des Heizgutes, insbesondere dann, wenn das Heizgut ebenfalls Zylinderform aufweist.
Die Ofenauskleidung weist darüber hinaus Wandungselemente in Form einer Boden- und
einer Deckplatte auf.
[0044] Es hat sich bewährt, wenn die Bodenplatte und/oder die Deckplatte mehrere Quarzglaszylinder
aufweisen, die über die SiO
2-haltige Verbindungsmasse miteinander verbunden sind.
[0045] Eine Boden- und/oder Deckplatte aus Quarzglaszylindern ist einfach und kostengünstig
zu fertigen. Die Quarzglaszylinder weisen darüber hinaus einen Hohlraum auf, der zu
einer thermischen Isolierung der Vorrichtung beiträgt. Des Weiteren können in eine
Boden- und/oder eine Deckplatte aus mehreren Quarzglaszylindern mehrere Heizelemente
angeordnet werden, so dass eine möglichst gleichmäßige Bestrahlungsintensität bezogen
auf das Heizgut erreicht wird.
[0046] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Ofenauskleidung von
einer feuerfesten Hochtemperaturmatte umgeben ist.
Ausführungsbeispiel
[0047] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und einer Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt in schematischer Darstellung im Einzelnen:
- Figur 1
- eine erste Ausführungsform eines Wandungselements der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Wärmebehandlung in räumlicher Darstellung,
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsform eines Wandungselements der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Wärmebehandlung in Seitenansicht,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf vier miteinander verbundene Wandungselemente gemäß Figur 1,
- Figur 4
- vier miteinander verbundene Wandungselemente in räumlicher Darstellung, und
- Figur 5
- einen Temperatur-Zeit-Verlauf einer in der erfindungsgemäßen Vorrichtung positionierten
Probe.
[0048] Figur 1 zeigt schematisch ein Wandungselement der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Wärmebehandlung,
dem insgesamt, die Bezugsziffer 1 zugeordnet ist. Das Wandungselement 1 besteht aus
vier Quarzglasrohren 4a-4d aus transparentem Quarzglas. Ein einzelnes Quarzglasrohr
4a-4d hat die Abmessungen Länge x Breite x Höhe (L x B x H) 350 mm x 34 mm x 14 mm.
Zum Aufbau eines flächigen Wandungselements sind die Quarzglasrohre 4a-4d nebeneinander
angeordnet und über eine SiO
2-haltige Verbindungsmasse 5 miteinander verbunden. Im Wandungselement 1 sind die Quarzglasrohre
4a-4d in der Ebene wechselweise um 50 mm gegeneinander versetzt angeordnet, so dass
die Quarzglasrohre 4a und 4c einerseits und die Quarzglasrohre 4b und 4d andererseits
aus dem Verbund herausstehen. Das gesamte Wandungselement 1 ist 140 mm breit und 400
mm lang.
[0049] Im Folgenden wird die Herstellung des Wandungselements 1 näher erläutert:
Zur Verbindung der Quarzglasrohre 4a-4d wird als SiO2-haltige Verbindungsmasse 5 eine Suspension aus Quarzpulver und Wasser verwendet,
mit der die vier Quarzglasrohre 4a-4d nacheinander einseitig beschichtet werden. Das
Aufbringen der Suspension auf die Oberfläche der Quarzglasrohre 4a-4d erfolgt bei
Raumtemperatur mit einem automatisierten Sprühverfahren. Die Dicke der Beschichtung
beträgt etwa einen Millimeter. Vor dem Trocknen werden die einseitig beschichteten
Quarzglasrohre 4a-4d mit der beschichteten Seite nach oben auf eine temperaturbeständige
ebene Ablageplatte aus Quarzglas gelegt. Unmittelbar nach der Beschichtung, werden
die Quarzglasrohre 4a-4d axial zueinander angepresst, so dass im sukzessiven Aufbau
ein stoffschlüssiger ebener Verbund in Form einer Platte entsteht.
[0050] Die aneinandergepressten Quarzglasrohre 4a-4d befinden sich nach dem Beschichten
im fragilen Grünzustand; sie werden daher im Anschluss zusammen mit der Ablageplatte
in einen Sinterofen überführt. Das Sintern des Grünlings erfolgt bei 1240 °C für zwei
Stunden in Luftatmosphäre. Nach dem Sintern sind die Quarzglasrohre 4a-4d mechanisch
stabil miteinander verbunden, so dass ein Wandungselement 1 erhalten wird, das zu
über 99.9% aus Quarzglas (SiO
2) besteht. Im fertigen Wandungselement 1 ist die Beschichtung auf die dem Prozessraum
abgewandte Seite 3 des Wandungselements 1 aufgebracht; sie ist opak und dient gleichzeitig
als Reflektorschicht.
[0051] Sofern in den Figuren 1 bis 4 dieselben Bezugsziffern verwendet sind, so sind damit
baugleiche oder äquivalente Bauteile und Bestandteile bezeichnet, wie sie oben anhand
der Beschreibung der Ausführüngsform des Wandungselements aus Figur 1 näher erläutert
sind.
[0052] Eine zweite Ausführungsform eines Wandungselements ist in
Figur 2 schematisch dargestellt, die das Wandungselement 20 in Seitenansicht zeigt. Das Wandungselement
20 umfasst vier Quarzglaszylinder 21a, 21b, 21c, 21 d, die über eine SiO
2-haltige Verbindungsmasse 5 miteinander verbunden sind. Die Quarzglaszylinder sind
nebeneinander und wechselweise um 50 mm versetzt zueinander angeordnet. Die Seite
22 als auch die gegenüberliegende Seite (nicht dargestellt) des Wandungselements 20
sind nur im Bereich der Verbindung mit der SiO
2-haltigen Verbindungsmasse 5 beschichtet. Die einzelnen Quarzglaszylinder 21a, 21b,
21c, 21 d weisen folgende Abmessungen auf: (L x B x H) 350 mm x 34 mm x 14 mm; das
gesamte Wandungselement 20 ist 140 mm breit und 400 mm lang.
Beispiel 1
[0053] Im ersten Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung zur Wärmebehandlung (nicht dargestellt)
eine Ofenauskleidung in Form eines quaderförmigen Hohlkörpers auf; die Ofenauskleidung
umfasst mehrere Wandungselemente 1 aus Quarzglas, eine Bodenplatte und eine Deckplatte.
[0054] Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf vier vertikal aufgestellte, über eine Fügeverbindung miteinander
verbundene Wandungselemente 1. Dem Verbund ist insgesamt die Bezugsziffer 30 zugeordnet.
Die Wandungselemente 1 sind so zusammengesetzt, dass die wechselweise um 50 mm gegeneinander
versetzten Enden der Wandungselemente 1 ineinander geschachtelt und in Blockbauweise
miteinander verbunden sind. Jedes Wandungselement 1 weist eine dem Prozessraum 31
abgewandte Seite 2 und eine dem Prozessraum 31 zugewandte Seite 3 auf. Die dem Prozessraum
31 zugewandte Seite 3 ist mit der SiO
2-haltigen Verbindungsmasse 5 beschichtet. Eine räumliche Darstellung der in Blockbauweise
miteinander verbundenen Wandungselemente 1 zeigt
Figur 4.
[0055] Der Verbund 30 ist mit einer rechteckigen Deckplatte (nicht dargestellt) abgedeckt,
die aus elf Rohren aus Quarzglas besteht. Die Rohre weisen eine Länge von 400 mm,
eine Breite von 34 mm und eine Höhe von 14 mm auf; sie sind miteinander über eine
SiO
2-haltigen Verbindungsmasse 5 verbunden. Die Verbindung erfolgt wie für die Wandungselemente
1 zu Figur 1 beschrieben. Die einzelnen Rohre der Deckplatte sind nebeneinander angeordnet.
Im Unterschied zu den Wandungselementen 1 sind die einzelnen Rohre der Deckplatte
nicht gegeneinander versetzt angeordnet. Die dem Prozessraum zugewandte Seite der
rechteckigen Deckplatte ist mit der SiO
2-haltigen Verbindungsmasse beschichtet; die dem Prozessraum abgewandte Seite der weist
keine Beschichtung auf. Die rechteckige Deckplatte hat die folgenden Abmessungen:
LxBxH 400x400x14 mm. Die Fläche des Deckels ist beträgt 0,16 m
2.
[0056] Die Bodenplatte (nicht dargestellt) ist ebenfalls aus Rundrohren aus Quarzglas gefertigt,
die über die SiO
2-haltige Verbindungsmasse 5 miteinander verbunden sind. Zur Herstellung der Bodenplatte
werden zehn Rundrohre mit einem Außendurchmesser von 10 mm und einer Länge von 400
mm miteinander verbunden. Die Rundrohre sind in einer Ebene nebeneinander, aber nicht
versetzt zueinander angeordnet. Die Breite der Bodenplatte beträgt etwa 100 mm; sie
hat eine Fläche von 400 x 100 mm
2 = 0,04m
2.
[0057] In jedes der zehn Rundrohre der Bodenplatte ist ein 350 mm-langer Heizdraht (Filament)
eingezogen. Die Enden der Rundrohre sind mit einem Keramiksockel abgeschlossen. Jedes
Filament weist eine elektrische Leistung von 400 Watt auf, die Gesamtleistung beträgt
4 Kilowatt (kW). Da die Fläche des Heizfeldes der Bodenplatte 350 x 100 mm
2 groß ist, ergibt sich eine Flächenleistung von 4 kW / 0,035 m
2 = 114 kW/m
2.
[0058] Die Flächendifferenz (0,12 m
2) der Bodenplatte zur Deckenplatte ist mit Rohrabschnitten ausgelegt. Die Rohrabschnitte
sind auf der Oberseite mit opakem, diffus hoch reflektivem Quarzglas beschichtet.
Die Beschichtung besteht aus sehr vielen und kleinen Quarzkügelchen mit einem Durchmesser
von circa 10 Nanometern bis 50 Mikrometern. Das fest gesinterte und entsprechend poröse
SiO
2-Material, dessen Poren mit Luft gefüllt sind, besitzt aufgrund der winzigen Strukturen
eine enorme Oberfläche: pro Gramm des Materials etwa 5 m
2. Beim hier beschriebenen Aufbau werden ungefähr 670 Gramm des opaken Materials fest
aufgebracht, so dass sich eine Oberfläche im Ofeninnenraum von etwa 3.350 m
2 ergibt. Diese große Oberfläche fördert die schnelle indirekte Erwärmung der Luft
in den Poren über die direkte Erwärmung des Quarzglases über Infrarotstrahlung.
[0059] Die Ofenauskleidung ist von einer einlagigen thermischen Isolierung umgeben. Die
Isolierung besteht aus einer feuerfesten Hochtemperaturmatte auf der Basis von Aluminium-
und Siliziumoxid; sie weist eine Dicke von 25 mm auf. Die Außenseite der thermischen
Isolierung ist mit einer Blechummantelung umgeben. Um eine Beschickung des Ofens über
die Oberseite zu ermöglichen, kann der Deckel geöffnet werden. Die gesamte Bestrahlungsvorrichtung
wiegt etwa 10 Kilogramm und ist für den mobilen Einsatz geeignet.
[0060] In den von der Ofenauskleidung umschlossenen Prozessraum 31 wird das zu erwärmende
Heizgut eingebracht. Der Prozessraum 31 weist eine Länge von 320 mm, eine Breite von
320 mm und eine Höhe von 145 mm auf.
[0061] In
Figur 5 ist der Temperatur-Zeit-Verlauf einer Probe dargestellt, die in der Mitte des Prozessraumes
31 der erfindungsgemäßen Vorrichtung positioniert wurde. Die Probe ist ein Quarzglas-Rundrohr
mit einem Außendurchmesser von 10 mm und einer Länge von 50 mm. Zur Erfassung der
Temperatur der Messprobe ist innerhalb des Quarzglas-Rundrohres ein mit Keramikkleber
fixiertes NiCrNi-Thermoelement vorgesehen. Um zu vermeiden, dass das Messergebnis
durch die direkte Einstrahlung der Heizfilamente in das Innere des Quarzglasrohres
verfälscht wird, weist die Außenseite des Quarzglasrundrohrs eine umlaufende Goldbeschichtung
auf. Die Probe lag auf einem 30 mm von dem Heizfeld beabstandeten Warenträger aus
Quarzglas.
[0062] Zur Bestimmung der Probentemperatur wurde die Vorrichtung bei Raumtemperatur in Betrieb
genommen (sogenannter Kaltstart), und die volle elektrische Leistung (4 kW) eingeschaltet.
Nach 2 Minuten erreicht die Temperatur des Heizgutes 260°C, nach 4 Minuten stellen
sich 540°C ein. 900°C werden nach etwa 17.5 Minuten erreicht, die Maximaltemperatur
von 950°C nach 22 Minuten.
[0063] Um die Quarzbauteile nicht zu gefährden, wurde die Maximaltemperatur auf 950°C begrenzt
und anschließend die Aufheizphase beendet. Werden die Quarzbauteile und die Heizdrähte
dauerhaft unterhalb von 1.000°C betrieben, kann die wartungsfreie Lebensdauer der
Ofenauskleidung 10.000 Betriebsstunden und mehr erreichen.
[0064] Um anschließend eine Haltetemperatur von 800°C einzustellen, wurde die elektrische
Leistung auf dauerhaft 1.6 kW erniedrigt. Diese Temperatur ist zum Beispiel geeignet
für das Aufbringen von gerichteten Reflektoren auf Substrate aus Glas, also metallischen
Schichten wie zum Beispiel Gold. Durch den geschlossenen Aufbau wird nicht nur die
Strahlungsenergie genutzt, sondern auch die entstehende konvektive Wärme der erhitzten
Luft trägt zur Gesamterwärmung bei. Der Temperaturgradient im linearen Bereich (260
bis 560°C) beträgt beim Aufheizen etwa 2.3 K/min; die benötigten Aufheizzeiten sind
minimiert.
[0065] Nach dem Heizprozess wurde unmittelbar nach Ausschalten der elektrischen Versorgung
der Deckel des Aufbaus abgenommen und die Probe mit einer Zange entnommen. Die Probe
hat dabei noch eine Temperatur größer 600°C. Aufgrund der ausgezeichneten Wärmeschockbeständigkeit
der Innenauskleidung des Ofens aus reinem Quarzglas ist eine zeitaufwändige Abkühlphase
nicht notwendig, die Gesamtprozesszeit wird gegenüber konventionellen Muffelöfen um
mehrere Stunden verkürzt, siehe Vergleichsbeispiel 1. Die Probe kann sofort gewechselt
werden, so dass der Prozess direkt wieder von neuem begonnen werden kann.
[0066] Da die neue Innenauskleidung des Ofens aus Quarzglas besteht und das Material sowie
die Strahler selbst Temperaturen dauerhaft bis fast 1000°C überstehen, ist eine Kühlung
der Einzelkomponenten mittels Ventilatoren oder Kühlflüssigkeiten nicht notwendig.
Beispiel 2
[0067] Der Aufbau der Vorrichtung unterscheidet sich vom Aufbau der Vorrichtung aus Ausführungsbeispiel
1 dahingehend, dass zwei, sich gegenüberliegende Wandungselemente 1 komplett entfernt
sind. Die Öffnungen sind die Vorbereitung für eine kontinuierliche Einbringung des
zu erwärmenden Heizguts. Der Ofen mit der neuartigen Innenauskleidung in Form der
verbleibenden beiden Wände mit Deckel und Boden wird im warmen und eingeschalteten
Zustand (elektrische Dauerleistung 1.5 kW) mittig beladen. Der Warenträger hat einen
Abstand von 60 mm zum Heizfeld (Boden).
[0068] Die Probe aus Quarzglas, wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben, heizt sich von
Raumtemperatur anfangs mit einem Gradienten von etwa 9 K/min auf und erreicht nach
nur drei Minuten die Temperatur von 600°C und nach 14 Minuten eine maximale Temperatur
von 740°C. Der Unterschied zur Maximaltemperatur von 800°C aus Beispiel 1 erklärt
sich durch konvektive Verluste durch die zwei seitlichen Öffnungen und den etwas größeren
Abstand zwischen Heizgut und Strahlungsquelle.
Beispiel 3
[0069] Der Aufbau des Ofens gemäß Beispiel 3 entspricht dem der Vorrichtung aus Beispiel
2. Der Ofen wird im warmen und eingeschalteten Zustand (elektrische Dauerleistung
1.5 kW) betrieben und für einen kontinuierlichen Sinterprozess eingesetzt. Hierzu
wird ein auf der Oberseite mit Gold beschichtetes Bauteil, beispielsweise ein Quarzrohr
mit den Abmessungen LxBxH = 1000 x 34 x 14 mm, zum Einbrennen der Beschichtung so
durch den Ofen geführt, dass das Bauteil mit der Geschwindigkeit von 200 mm/min durch
die heiße Prozesskammer des Ofens läuft und auf der Gegenseite wieder herausgeführt
wird. Das Bauteil wird mit einem außerhalb des Ofens befindlichen Halter manuell durch
den Ofen bewegt. Das Rohr bewegt sich in einem Abstand von 60 mm zum Heizfeld der
Bodenplatte.
[0070] Nach dem Durchlaufen des Ofens weist die Beschichtung auf dem Rohr eine visuell homogene
Oberfläche mit sehr guter Oberflächenhaftung auf. Die Haftung des Goldes auf der Oberfläche
wurde mit dem Klebeband- Abrisstest ermittelt. Dieser Test beinhaltet, dass ein im
Handel frei erhältliches Klebeband, zum Beispiel ein Scotch-Klebeband der Firma 3M,
auf die vergoldete Oberfläche aufgebracht und mit einem Ruck wieder abgezogen wird.
Ist die Haftfähigkeit des Goldes nicht ausreichend, bleiben metallische Rückstände
auf der Klebefläche des Bandes zurück. Die metallisch beschichtete Oberfläche zeigte
keinerlei Beeinträchtigungen durch Partikel oder Fremdstoffe, da die neue Ofenauskleidung
aus SiO
2 kontaminationsfrei und ohne Partikelgenerierung arbeitet.
Vergleichsbeispiel 1
[0071] Ein konventioneller Muffel-Temperofen umfasst eine elektrische Anschlussleistung
24 kW, eine Ofenauskleidung in Form einer Ausmauerung, und eine Prozesskammer, die
folgende Nutzraum-Abmessungen aufweist: L x B x H = 1000 mm x 500 mm x 300 mm. In
den Muffel-Temperofen wurde ein einseitig mit einem Metall beschichtetes Quarzrohr
mit einer Länge von 300 mm, einer Breite von 34 mm und einer Höhe von 14 mm zum Einbrennen
der Beschichtung eingebracht und der Temperatur-Zeit-Verlauf der Probe bestimmt. Die
Aufheizkurve (nicht dargestellt) zeigt zwischen 700 und 1000°C einen Gradienten von
6,6 K/min, die Ofentemperatur wird bei maximal 1000°C gehalten. Nach Abschalten des
Ofens dauert es 5,5 Stunden, bis die Temperatur 600°C erreicht und der Ofen frühestens
zur Entnahme der Probe geöffnet werden kann. Zur Gewährleistung einer hohen Lebensdauer
der Ausmauerung (> 1 Jahr) ohne Rissbildung sollte der Ofen erst unter 400°C geöffnet
werden, da die Ausmauerungssteine keine hohe Wärmeschockbeständigkeit aufweisen.
Beispiel 4
[0072] Der Aufbau der Vorrichtung unterscheidet sich von dem aus Beispiel 1 dadurch, dass
drei nebeneinander angeordnete Bodenplatten als Flächenstrahler vorgesehen sind. Jede
Bodenplatte umfasst 10 Rundrohre, die mit jeweils einem Heizfilament mit einer Leistung
von 400 Watt versehen sind. Die elektrische Gesamtleistung der Vorrichtung beträgt
12 kW. An den Enden der Rundrohre sind Keramiksockel vorgesehen. Die drei Flächenstrahler
(Bodenplatten) nehmen insgesamt eine Fläche von 400 x 300 mm
2 = 0,12 m
2 ein. Die Differenz zur gegenüber liegenden Fläche des Deckels (0,16 m
2) wird mit einzelnen, einseitig an der Oberseite beschichteten Rohrstücken ausgelegt.
[0073] Erwärmt wird eine Stahlplatte (L x B x H = 200 mm x 120 mm x 0.75 mm), deren Oberfläche
leicht oxidiert ist. Der kürzeste Abstand zwischen Platte und Flächenstrahler beträgt
30mm. Die Zieltemperatur von 800°C, startend von Raumtemperatur 20°C, wird nach vier
Minuten erreicht. Der Aufheizgradient beträgt im linearen Bereich ca. 4,5 K/s.
Vergleichsbeispiel 2
[0074] Eine Stahlplatte gemäß Beispiel 4 mit gleicher Abmessung und Qualität wird in einem
konventionellen Infrarot-Modul mit neun kurzwelligen Strahlern von einer Seite erwärmt.
Das Infrarot-Modul weist eine Leistungsdichte von 100 kW/m
2 und eine elektrische Gesamt-Leistung von 38 kW auf. Das Heizfeld des Infrarot-Moduls
hat eine Fläche L x B = 700 mm x 500 mm. Der Abstand des Heizfeldes zum Heizgut beträgt
120 mm.
[0075] Der Aufheizgradient beträgt anfangs ca. 14 K/s und flacht dann stark ab. Die Maximaltemperatur
von 640°C wird nach etwa 2 min erreicht. Aufgrund der hohen Konvektionsverluste nach
allen Seiten und der hohen Reflektivität ist eine höhere Temperatur der Stahlplatte
nur durch Erwärmung mittels Strahlung nicht möglich, die Zieltemperatur von 800°C
kann nicht erreicht werden. Ein kleinerer Abstand zwischen Platte und Heizfeld ist
nicht praktikabel, da sich die Umgebung inklusive Strahler trotz Kühlung in diesem
Temperaturbereich unzulässig erwärmt.
Vergleichsbeispiel 3
[0076] Eine Stahlplatte mit gleichen Abmessungen und identischer Qualität aus dem Vergleichsbeispiel
2 wird über zwei konventionelle Infrarot-Module mit kurzwelligen Strahlern von zwei
Seiten erwärmt. Die Infrarot-Module weisen eine Leistungsdichte von je 100 kW/m
2 auf; die elektrische Leistung beträgt insgesamt 75 kW. Das Heizfeld der Module hat
jeweils eine Fläche L x B = 700 mm x 500 mm Der Abstand des Heizfeldes vom Heizgut
beträgt 120 mm.
[0077] Der Aufheizgradient beträgt anfangs ca. 25-30 K/s, die Maximaltemperatur von ca.
680°C stellt sich nach etwa 1,5 Minuten ein, die Zieltemperatur von 800°C kann nicht
erreicht werden. Ab 500°C ist eine deutliche Erwärmung (Rauchentwicklung) der Umgebung
zu beobachten.
Beispiel 5
[0078] In einer alternativen Ausführungsform ist ein Wandungselement, so ausgeführt, dass
es selbst als Heizstrahler fungiert und von mehreren Seiten gleichzeitig das Heizgut
erwärmt. Fünf einzelne Zwillingsrohre aus Quarzglas mit einer Länge von 875 mm, einer
Breite von 34 mm und einer Höhe von 14 mm werden ringförmig gebogen und danach auf
der Außenseite beschichtet und miteinander verbunden. Der Innenradius der so erhaltenen
Prozesskammer beträgt circa 120 mm. Der Kreisbogen ist einen Spalt geöffnet (etwa
30 mm); durch den Spalt sind die elektrischen Anschlüsse zur Stromversorgung in eine
Zone außerhalb des Prozessraumes geführt. Die fünf ringförmigen Zwillingsrohre werden
mit je zwei Heizwendeln einer Länge von jeweils 70 cm bestückt; sie werden senkrecht
übereinander in direktem Kontakt zu einem Verbund zusammengesetzt. Jede Heizwendel
weist eine Leistung von 0,9 kW auf. Die Gesamtleistung der Vorrichtung beträgt 9 kW.
Die Bodenplatte und die Deckplatte bestehen aus gefügten Einzelrohren ohne Heizelemente,
wie in Ausführungsbeispiel 1 beschrieben.
[0079] Eine Stahlplatte wie im Ausführungsbeispiel 4 oder den Vergleichsbeispielen 2 oder
3 beschrieben wird mittig senkrecht in die Kammer platziert. Der mittlere Abstand
der Stahlplatte zu der Innenwandung beträgt ca. 120 mm. Ausgehend von einer Starttemperatur
von ca. 65°C werden mit einem Aufheizgradient von etwa 30 K/s nach ca. 35 Sekunden
über 1000°C erreicht. Für eine Haltetemperatur auf ca. 800°C wird die elektrische
Leistung auf 1,6 kW gedrosselt.
Beispiel 6
[0080] In einer weiteren Ausführungsform unterscheidet sich die Ofenauskleidung von der
Ofenauskleidung gemäß Ausführungsbeispiel 1 dahingehend, dass ein Wandungselement
1 entfernt ist. Hierdurch ist die Beladung des Prozessraumes durch die offene Seite
begünstigt; sie erfolgt mittels eines automatischen Roboterarms. Der Roboter hält
das zu erwärmende Bauteil für eine definierte Zeit in die heiße Zone, bis die Zieltemperatur
erreicht ist. Danach wird das Bauteil in ein Formwerkzeug gegeben. Schließlich wird
wieder das nächste Bauteil im Infrarot-Ofen auf Zieltemperatur gebracht.
[0081] Erwärmt wird ein mit Carbonfasern verstärkter Kunststoff (CFK), hier mit dem thermoplastischen
Kunststoff PPS (Polyphenylsulfid). Die Platte aus CFK hat die Abmessungen L x B x
H = 180 mm x 85 mm x 4 mm. Der Abstand der Flächenstrahler zur Platte beträgt 55 mm.
[0082] Nach Einschalten werden die Flächenstrahler mit einer elektrischen Einspeisung von
4 kW betreiben. Der Prozessraum wird initial fünf Minuten erwärmt, bevor der CFK in
die heiße Zone gehalten wird. Der Aufheizgradient im linearen Aufheizbereich beträgt
auf der zum Strahler abgewandten Seite des CFK circa 4,8 K/s. Etwa 10 Sekunden nach
der Einbringung des Heizguts in die Heizzone wird die elektrische Beheizung abgeschaltet,
um eine vorzeitige Überhitzung der CFK-Oberfläche zu vermeiden. Aufgrund der Innenauskleidung
des Ofens steigt durch die Abstrahlung der Wände mit Unterstützung von warmer Luft
(Konvektion) die Temperatur im Innern trotz der offenen Seite weiter an, etwa 85 Sekunden
nach dem Einbringen des CFK in den Prozessraum wird die Zieltemperatur von 260°C auf
der zum Strahler abgewandten Seite erreicht. In den folgenden 100 aufgezeichneten
Sekunden steigt die Temperatur mit einem Gradienten von etwa 0.2 K/s bis zu 280°C
weiter an und hält die Temperatur weiter in der nachfolgenden Minute. Durch die homogene
Erwärmung auf 260°C wird das PPS weich, so dass eine Umformung des Materials leicht
möglich ist.
1. Vorrichtung zur Wärmebehandlung, umfassend einen von einer Ofenauskleidung aus Quarzglas
umgebenen Prozessraum, eine Heizeinrichtung und einen Reflektor, dadurch gekennzeichnet, dass die Ofenauskleidung mehrere Wandungselemente (1) mit einer dem Prozessraum zugewandten
(3) und einer dem Prozessraum abgewandten Seite (2) umfasst, und dass mindestens eines
der Wandungselemente mehrere Quarzglasrohre aufweist, die über eine SiO2-haltige Verbindungsmasse (5) miteinander verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die SiO2-haltige Verbindungsmasse (5) gleichzeitig als Reflektor und als Verbindungsmittel
dient.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die SiO2-haltige Verbindungsmasse (5) auf die dem Prozessraum zugewandte Seite eines Wandungselements
aufgebracht ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die SiO2-haltige Verbindungsmasse (5) auf die dem Prozessraum abgewandte Seite eines Wandungselements
aufgebracht ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Quarzglasrohre einen runden Querschnitt aufweisen und dass der Außendurchmesser
der Quarzglasrohre im Bereich von 4 bis 50 mm liegt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem der Quarzglasrohre ein Heizelement angeordnet ist, das Teil der
Heizeinrichtung ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass alle Quarzglasrohre eines Wandungselements (1) mit Heizelementen belegt sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement ein Infrarotstrahler ist, der ein Strahlerrohr und ein Heizfilament
aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Quarzglasrohr das Strahlerrohr des Infrarotstrahlers ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement für mittelwellige Infrarot-Strahlungs-emission ausgelegt ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungselemente (1) einen quaderförmigen Hohlkörper bilden.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der quaderförmigen Hohlkörpers ein die Bodenplatte bildendes Wandungselement (1),
ein die Deckplatte bildendes Wandungselement und vier, die Seitenwände des Hohlkörpers
bildende Wandungselemente umfasst.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Wandungselemente in Blockbauweise miteinander verbunden sind, indem
vorzugsweise zwei Wandungselemente (1) an Korpusecken durch Verzinkung miteinander
verbunden sind und/oder sich die Quarzglaszylinder eines ersten und eines zweiten
Wandungselements an Korpusecken wechselweise überragen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die überragenden Wandungselemente (1) zu deren Fixierung mit einer die Ofenauskleidung
umgebenden Ofenhülle verbunden sind.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ofenauskleidung zylinderförmig ausgebildet ist, und ein die Zylindermantelfläche
bildendes Wandungselement (1) mit mehreren ringförmig gebogenen Quarzglasrohren, ein
die Deckplatte bildendes und ein die Bodenplatte bildendes Wandungselement umfasst.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte und/oder die Deckplatte mehrere Quarzglaszylinder aufweisen, die
über die SiO2-haltige Verbindungsmasse (5) miteinander verbunden sind.
1. Apparatus for heat treatment, comprising a process space that is surrounded by a furnace
lining made of quartz glass, a heating facility, and a reflector, characterised in that the furnace lining comprises multiple wall elements (1) that have a side (3) facing
the process space and a side (2) facing away from the process space, and in that at least one of the wall elements comprises multiple quartz glass tubes that are
connected to each other by means of an SiO2-containing connecting mass (5).
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the SiO2-containing connecting mass (5) concurrently serves as reflector and as connecting
mass.
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterised in that the SiO2-containing connecting mass (5) is applied onto the side of a wall element facing
the process space.
4. Apparatus according to any one of the claims 1 or 2, characterised in that the SiO2-containing connecting mass (5) is applied onto the side of a wall element facing
away from the process space.
5. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the quartz glass tubes have a round cross-section and in that the outer diameter of the quartz glass tubes is in the range of 4 to 50 mm.
6. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one of the quartz glass tubes has a heating element that is part of the
heating facility arranged in.
7. Apparatus according to claim 6, characterised in that all quartz glass tubes of a wall element (1) are fitted with heating elements.
8. Apparatus according to claim 6 or 7, characterised in that the heating element is an infrared emitter that comprises an emitter tube and a heating
filament.
9. Apparatus according to claim 8, characterised in that the quartz glass tube is the emitter tube of the infrared emitter.
10. Apparatus according to any one of the preceding claims 6 to 9, characterised in that the heating element is designed for the emission of medium-wave infrared radiation.
11. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the wall elements (1) form a cuboid hollow body.
12. Apparatus according to claim 11, characterised in that the cuboid hollow space comprises a wall element (1) forming the bottom plate, a
wall element forming the cover plate, and four wall elements forming the side walls
of the hollow body.
13. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that at least two wall elements are connected to each other in block construction in that, preferably, two wall elements (1) are connected to each other by galvanizing on
corners of the body and/or the quartz glass cylinders of a first and a second wall
element alternatingly project beyond the other on corners of the body.
14. Apparatus according to claim 13, characterised in that the projecting wall elements (1) are connected, in order to affix them, to a furnace
shell that surrounds the furnace lining.
15. Apparatus according to any one of the preceding claims 1 to 10, characterised in that the furnace lining is designed to be cylindrical and in that a wall element (1) that forms the cylinder jacket surface and has multiple quartz
glass tubes curved in the shape of a ring comprises a wall element forming the cover
plate and a wall element forming the bottom plate.
16. Apparatus according to any one of the preceding claims 12 or 15, characterised in that the bottom plate and/or the cover plate comprise multiple quartz glass cylinders
that are connected to each other by means of the SiO2-containing connecting mass (5).
1. Dispositif de traitement thermique, comportant une chambre de traitement entourée
d'un revêtement de four constitué de verre de quartz, un dispositif de chauffage et
un réflecteur, caractérisé en ce, que le revêtement de four comporte plusieurs éléments de paroi (1) dotés d'une face dirigée
(3) vers la chambre de traitement et d'une face opposée (2) à la chambre de traitement,
au moins un des éléments de paroi comportant plusieurs tubes en verre de quartz, qui
sont reliés entre eux par une matière d'assemblage (5) contenant du SiO2.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce, que la matière d'assemblage (5) contenant du SiO2 serve simultanément de réflecteur et de moyen de liaison.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce, que la matière d'assemblage (5) contenant du SiO2 soit appliquée sur la face d'un élément de paroi dirigée vers la chambre de traitement.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce, que la matière d'assemblage (5) contenant du SiO2 soit appliquée sur la face d'un élément de paroi opposée à la chambre de traitement.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce, que les tubes en verre de quartz aient une section circulaire et que le diamètre extérieur
des tubes en verre de quartz soit situé dans une plage de valeurs de 4 à 50 mm.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce, qu'au moins un des tubes en verre de quartz comporte un élément chauffant qui fait partie
du dispositif de chauffage.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce, que tous les tubes en verre de quartz d'un élément de paroi (1) comportent des éléments
chauffants.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce, que l'élément chauffant soit un émetteur infrarouge qui comporte un tube d'émetteur et
un filament chauffant.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce, que le tube en verre de quartz soit le tube d'émetteur de l'émetteur infrarouge.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 6 à 9, caractérisé en ce, que l'élément chauffant soit conçu pour une émission de rayonnement infrarouge à ondes
moyennes.
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce, que les éléments de paroi (1) forment un corps creux parallélépipédique.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce, que le corps creux parallélépipédique comporte un élément de paroi (1) formant la plaque
de fond, un élément de paroi formant la plaque supérieure et quatre éléments de parois
formant les parois latérales du corps creux.
13. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce, qu'au moins deux éléments de parois soient assemblés en mode de construction par blocs,
de préférence par endentement à des angles du corps de deux éléments de parois (1)
et/ou par le dépassement en forme de saillies en alternance à des angles du corps
par les cylindres en verre de quartz d'un premier et d'un deuxième élément de paroi.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce, que les éléments de paroi (1) en saillie soient liés pour leur fixation à une enveloppe
de four qui entoure le revêtement de four.
15. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 1 à 10, caractérisé en ce, que le revêtement de four soit de forme cylindrique, et qu'un élément de paroi (1), formant
la surface de l'enveloppe du cylindre avec plusieurs tubes en verre de quartz courbés
de manière annulaire, comporte un élément de paroi formant la plaque supérieure et
un élément de paroi formant la plaque de fond.
16. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 12 ou 15, caractérisé en ce, que la plaque de fond et/ou la plaque supérieure comportent plusieurs cylindres en verre
de quartz, reliés entre eux par la matière d'assemblage (5) contenant du SiO2.