[0001] Die Erfindung betrifft ein thermisches Spritzverfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1, zum Herstellen einer Schutzschicht im Plasmapulverspritzverfahren
auf mit heißen Gasen, insbesondere Rauchgasen beaufschlagten metallischen Wänden.
Die Erfindung betrifft aber auch eine thermische Spritzvorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
Die
EP 0 903 423 A2 offenbart ein Verfahren zum Aufbringen einer Beschichtung mittels Plasmaspritzens.
Dabei stellt der Plasmabrenner den Hauptteil der Prozesswärme zur Verfügung, wobei
das Zusatzmaterial im Plasmabrenner vollständig aufgeschmolzen wird. Um einen Schmelz-
und/oder Diffusionsverbund zwischen der Beschichtung und dem zu beschichtenden Substrat
zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass ein kontinuierlicher Laserstrahl durch den
Spritzstrahl mit vorgebbarer Wechselwirkungszeit direkt auf die Oberfläche des Substrates
oder die Oberfläche einer bereist dort aufgebrachten Schicht, diese anschmelzend,
gerichtet ist.
Aus der
DE OS 2 144 837 ist eine Spritzdüse für eine Plasmapistole bekannt. Diese besteht aus einer zylindrischen
Düse mit einer axialen Öffnung, durch die Plasmagase ausstoßbar sind. Eine flache
Stirnfläche am Ende steht im Wesentlichen rechtwinklig zur Düsenachse. In die Außenseite
der Düse sind eine Anzahl im Wesentlichen gleich beabstandete, schraubenlinienförmige
Nuten eingebracht, die an der Stirnseite der Düse derart enden, dass für Luftstrahlen
gesorgt wird, die die Plasmagase umgeben und begrenzen.
Die
DE 196 38 228 A1 befasst sich mit einem Verfahren zur Herstellung einer heißgaskorrosionsbeständigen
Verbindung von durch eine thermisch gespritzte Schicht korrosionsgeschützten Rohren,
bei dem das eine zu verschweißende Rohr im Bereich seiner dem zweiten Rohr benachbarten
Stoßkante vor dem thermischen Spritzen, beispielsweise dem Plasmaspritzverfahren durch
Auftragschweißen mit einem korrosionsbeständigen Werkstoff beschichtet wird.
[0002] Die
US 4,192,672 betrifft Metalllegierungen, welche als selbstfließende Pulver z.B. auf Nickelbasis
relative große, harte Ausfällungen aufweisen, um die Verschleißfestigkeit solcher
Pulver zu verbessern. Insbesondere befasst sich die
US 4,192,672 mit der Herstellung solcher Pulver. Derartige Pulver sollen mittels Plasmaspritzverfahren
verspritzt werden können, wobei die Anlagerung gleichzeitig oder anschließend eingeschmolzen
wird.
[0003] Die
EP 0 223 135 A1 befasst sich ebenfalls mit selbstfließenden Metalllegierungen welche im Plasmaspritzverfahren
aufgetragen werden können. Wird nicht im Plasmaspritzverfahren aufgespritzt, kann
die Schicht mittels einer Autogenflamme vor Ort geschmolzen werden. Zu dem Plasmaspritzverfahren
offenbart die
EP 0 223 135 A1 eine Schmelztemperatur in einem Bereich von 1100 bis 1250°C.
[0004] In Kraftwerken, insbesondere in Müllverbrennungsanlagen bzw. deren Verbrennungskesseln
herrscht eine sehr aggressive, korrosive Umgebung aufgrund der sehr spezifischen Zusammensetzung
des Brennstoffs (Abfall). Die Wände der Kessel, aber auch deren Paneele und/oder Rohrbündel
bzw. Überhitzerrohrbündel müssen daher insbesondere gegen Varianten der Hochtemperaturkorrosion
geschützt werden. Aus einer Vielzahl von Schutzmaßnahmen gegen Hochtemperaturkorrosion
und Verschleiß ist zum Beispiel das thermische Spritzen, beispielsweise als Flammspritzen
oder auch als Plasmaspritzverfahren bekannt
[0005] Mittels des Flammspritzens werden Pulver als Beschichtungswerkstoff auf die zu beschichtenden
Werkstoffe, z.B. Stahlwerkstoffe aufgebracht. Hierzu wird das zu beschichtende Werkstück
zunächst gereinigt und anschließend mit Korund oder dergleichen gestrahlt. Eine Vorwärmung
des Grundwerkstoffs auf eine Temperatur von 150°C bis 250°C vor dem Strahlen ist oft
notwendig, wobei die genannte Vorwärmtemperatur insbesondere bei dem Flammspritzen
mit selbstfließenden Pulvern empfohlen wird. Die Beschichtungswerkstoffe weisen einen
Schmelzpunkt unterhalb der Schmelztemperatur des zu beschichtenden Werkstoffs auf,
und werden nach dem Aufspritzen in den Grundwerkstoff eingeschmolzen. Die Schutzschicht
weist vor dem Einschmelzen eine relativ große Schichtdicke von bis zu 2 mm bei relativ
hoher Porosität von 15 bis 20 % auf. Diese Faktoren bedingen das Einschmelzen. Das
Einschmelzen wird üblicherweise mit einer harten Acetylen-Sauerstoffflamme durchgeführt,
so dass die Schutzschicht auf eine Temperatur von bis zu 1200°C erwärmt wird. Durch
dieses Einschmelzen nimmt die Schichtdicke um ca. 20 Volumenprozent ab. Insbesondere
bei warmfesten Stählen, wie z.B. aus dem Werkstoff 15Mo3, 13CrMo45 oder 10CrMo910,
führt der hohe Wärmeeintrag zu einer nachteiligen Gefügeänderung.
Bekannt sind aber auch Plasmaspritzverfahren zur Herstellung der Schutzschicht, wie
beispielsweise in der
DE 42 20 063 C1 offenbart. Das in der
DE 42 20 063 C1 offenbarte Verfahren hat sich in der Praxis dahingehend bewährt, als der Verzug von
Werkstücken und rißbildende Spannungen im Grundwerkstoff vermieden werden. Allerdings
hat sich mittlerweile gezeigt, dass die aufzubringende Schutzschicht doch nur relativ
dünn ist. Dies bedeutet, dass die relativ dünne Beschichtung den vielfach gestiegenen
Anforderungen der Standzeitverlängerung bei gleichzeitiger erhöhter erosiver und korrosiver
Belastung nicht mehr standhält. Das Plasmaspritzverfahren gemäß der
DE 42 20 063 C1 eignet sich alleine nicht dafür, Schutzschichten entsprechend den gestiegenen Anforderungen
in ihrem Betrag zu vergrößern, da die Eigenspannungen durch die Erstarrung der schmelzflüssigen
Partikel bei dem Auftreffen auf die metallischen Wände zu hoch werden und die Bindekräfte
der mechanischen Verklammerung und der Adhäsionskräfte übertreffen. Ein Abplatzen
der dickeren Schutzschicht wäre die Folge.
Bekannt sind aber auch Laserauftragschweißverfahren, bei denen ein Beschichtungswerkstoff
mittels eines Lasers einer energieintensiven Laserschweißanlage, zum Beispiel auf
Walzen, aufgetragen wird. Bei dem Laserauftragschweißen mit Pulver erhitzt der Laser
das Werkstück meist defokussiert und schmilzt es lokal auf. Gleichzeitig wird ein
inertes Gas, gemischt mit feinem Metallpulver, zugeführt. An der erhitzten Stelle
schmilzt das Metallpulver auf und verbindet sich mit dem Metall des Werkstücks. Die
Anbindung an das Grundmaterial kann z. B. durch die Ausbildung einer Zwischenschicht
über die Parameter beeinflusst werden. Meistens sind anschließende Nachbearbeitungsschritte,
wie Fräsen oder Drehen, notwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein thermisches Spritzverfahren der eingangs
genannten Art sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einfachen
Mittel so zu verbessern, dass bei geringer Wärmeeinbringung in den Grundwerkstoff
eine Schutzschicht herstellbar ist, welche den hohen Anforderungen der langen Standzeit
gerecht wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein thermisches Spritzverfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst, wobei eine thermische Spritzvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 5 den gegenständlichen Teil der Aufgabe löst.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die in der nachfolgenden Beschreibung einzeln aufgeführten
Merkmale in beliebiger, technisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können
und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung charakterisiert
und spezifiziert die Erfindung insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren zusätzlich.
Erfindungsgemäß umfasst ein thermisches Spritzverfahren zum Herstellen einer Schutzschicht
im Plasmapulverspritzverfahren auf mit heißen Gasen, insbesondere Rauchgasen beaufschlagten
metallischen Wänden, eine Plasmapulverspritzvorrichtung mit einer Kathode und mit
einer Anode und eine Laserstrahlanlage, wobei auf die metallische Wand auftreffender
Beschichtungswerkstoff mittels Laserstrahlen der Laserstrahlanlage unter Ausbildung
eines diffusiven Verbundes des Beschichtungswerkstoffes aufmischzonenfrei zum Grundwerkstoff
der metallischen Wand verbunden wird, Das Verfahren ist gekennzeichnet durch zumindest
die Schritte:
Reinigen der metallischen Wände;
Versetzen eines Plasmagases innerhalb der Plasmapulverspritzvorrichtung in Rotation
um die Mittellängsachse der Plasmapulverspritzvorrichtung, indem eine Plasmagasdüse
der Plasmapulverspritzvorrichtung zumindest eine kombinierte Bohrung aufweist, welche
aus zwei ineinander eingebrachten Teilbohrungen gebildet ist, die an einem Außenumfang
der Plasmagasdüse einen gemeinsamen Ansatzpunkt aufweisen, von denen eine Teilbohrung
mit ihrer Mittelachse winklig zur Mittelachse der anderen Teilbohrung angeordnet ist,
so dass Plasmagas tangential zur Mittellängsachse der Plasmapulverspritzvorrichtung
in die Anode der Plasmapulverspritzvorrichtung eingeleitet wird, wobei das Plasmagas
einen Lichtbogen rotierend um die Mittellängsachse der Plasmapulverspritzvorrichtung
erreicht, wobei der Lichtbogen mit seinen Lichtbogenfußpunkten zum einen an der Anode
und zum anderen an der Kathode entsprechend der Rotation des Plasmagases in Rotation
versetzt wird;
Innenzuführung eines Beschichtungswerkstoffes als Pulver gleichzeitig durch zwei in
die Anode eingebrachte Innenzuführöffnungen hindurch, welche Innenzuführöffnungen
mit ihren Mündungsöffnungen einander gegenüberliegend angeordnet sind, wobei zwei
Pulverstrahlen erzeugt werden; und
Anwärmen des Beschichtungswerkstoffes im jeweiligen Plasmastrahl, wobei aber das Pulver
nicht schmelzflüssig wird; wobei
jeder Pulverstrahl aus einem unterschiedlichen Beschichtungswerkstoff gebildet ist
und mit einem jeweils zugeordneten Laserstrahl zur Bildung des diffusiven Verbundes
bearbeitet wird, wobei einer der Pulverstrahlen die Plasmapulverspritzvorrichtung
zentrisch zu seiner Mittelachse verlässt, wobei der andere Pulverstrahl die Plasmaspritzvorrichtung
abgelenkt zur Mittelachse die Plasmaspritzvorrichtung verlässt.
Mit der Erfindung wird der Beschichtungswerkstoff mittels des Plasmapulverspritzverfahrens
also lediglich vorgewärmt auf die zu beschichtenden Wand aufgetragen. Das Verbinden
des Beschichtungswerkstoffes mit dem Grundwerkstoff geschieht sodann mit einem Laserverfahren,
wobei der diffusive Verbund zwischen dem Grundwerkstoff und dem Beschichtungswerkstoff
gebildet wird.
Insofern wird mit der Erfindung eigentlich der vermeintliche Nachteil in Kauf genommen,
dass der Beschichtungswerkstoff, also das Pulver nicht so schmelzflüssig hergestellt
wird, dass die aufzutragende Beschichtung ordnungsgemäß hergestellt werden könnte.
Dies wird bei der Erfindung erst durch den Schritt der Bildung des diffusiven Verbundes
mittels des Lasers der Laserstrahlanlage erreicht. Die vermeintlichen Nachteile bewirken
nun aber vorteilhaft, dass der Beschichtungswerkstoff nicht schmelzflüssig ist, sondern
lediglich vorgewärmt ist, wobei der Laser trotzdem im Vergleich zu nicht vorgewärmten
Pulver nur eine sehr geringe Leistung haben kann um den diffusiven Verbund zu bilden.
[0006] Mit der Erfindung wird so ein diffusiver Übergang des Grundwerkstoffs zum Beschichtungswerkstoff
mit einer Dicke von 100µm, bevorzugt von 20µm bis 70pm erzeugt. So kann die aufzubringende
Schutzschicht eine Dicke aufweisen, welche 100% bis 200% größer ist als eine Schichtdicke,
welche nach dem bisher bekannten Verfahren nach der
DE 42 20 063 C1 aufgebracht werden konnte. Die Schichtdicke nach der Erfindung kann einen Betrag
von 0,2 bis 0,4 mm, bevorzugt von 0,6 bis 1,5 mm aufweisen. Eine vom Betrag her hohe
Schichtdicke führt aber zwangsläufig auch zu einer längeren Standzeit, was wiederum
einer längeren Anlagenverfügbarkeit zugutekommt.
[0007] Ein weiterer Vorteil des vermeintlichen in Kauf zunehmenden Nachteils des nicht schmelzflüssigen,
sondern lediglich aufgewärmten Beschichtungswerkstoffes, also Pulvers ist auch darin
zu sehen, dass ein wesentlich gröberes Pulver eingesetzt werden kann. Ein gröberes
Pulver ist natürlich wesentlich preisgünstiger herstellbar als ein feines Pulver,
welches mit einer entsprechenden Anzahl an Arbeitsschritten bearbeitet werden muss,
um die feine Körnung von beispielsweise 20µm bis 53µm zu erhalten. Vorteilhaft kann
der Beschichtungswerkstoff, also das Pulver für das erfindungsgemäße Verfahren grobkörnig
sein, und eine Körnung mit einem Betrag von weniger als 200µm, bevorzugt von weniger
als 125µm, weiter bevorzugt mit einem Betrag zwischen 63µm und 104µm aufweisen Dies
bewirkt im Vergleich zu feinen Beschichtungswerkstoffen eine Kostenersparnis von ca.
20% hinsichtlich des Materialpreises.
[0008] Bei dem Plasmapulverspritzen wird bekannter Weise ein Lichtbogen erzeugt, welcher
sich von der Anode zur Kathode erstreckt, wobei sowohl an der Anode als auch an der
Kathode jeweils ein Lichtbogenfußpunkt angeordnet ist. Bei der üblichen laminaren
Strömung des Plasmagases sind die jeweiligen Lichtbogenfußpunkte statisch, so dass
diese die Kathode aber auch die Anode an fixierten Stellen sehr schnell verschleißen.
Das Plasmagas wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in eine Rotation versetzt,
also um die Mittellängsachse beispielsweise der Anode rotiert. So wird erreicht, dass
sowohl die Kathode als auch die Anode gleichmäßig verschleißen, da der jeweiligen
Lichtbogenfußpunkt in Umfangsrichtung sowohl der Kathode als der Anode gesehen entsprechend
der Rotation des Plasmagases quasi mitgenommen wird. Ersichtlich ist, dass ein auf
der Umfangsfläche wandernder Lichtbogenfußpunkt einen gleichmäßigen Verschleiß in
Umfangsrichtung gesehen bewirkt.
So wird auch eine rotierende Ionisation des Plasmagases erzeugt, da ja mit den rotierenden
Lichtbogenfußpunkten natürlich auch der Lichtbogen rotiert.
Dadurch, dass nun zwei Innenzuführöffnungen zur Zufuhr des Beschichtungswerkstoffes,
also des Pulvers vorgesehen sind, werden erfindungsgemäß auch zwei Pulverstrahlen
erzeugt, welche die Plasmapulverspritzvorrichtung, die auch als Pistole bezeichnet
werden kann, verlassen. Einer der Pulverstrahlen verlässt die Pistole zentrisch entlang
der Mittellängsachse, wohingegen der zweite Pulverstrahl bezogen auf die Mittelachse
abgelenkt ist. Dies wird erreicht, indem die beiden Innenzuführöffnungen idealer Weise
gleichzeitig mit Beschichtungswerkstoff beschickt werden, wobei zielführend ist, dass
die Innenzuführbohrungen mit ihrer Mittelachse jeweils winklig zu einer Senkrechten
auf die Mittellängsachse der Anode angeordnet sind. In bevorzugter Ausgestaltung wird
ein spitzer Winkel gebildet, wobei sehr bevorzugt ist, dass der Winkel zwischen der
Senkrechten auf die Mittellängsachse und der Mittelachse der jeweiligen Innenzuführbohrung
einen Winkelbetrag von 5° bis 15°, weiter bevorzugt 9° aufweist. In günstiger Ausgestaltung
sind die beiden Innenzuführöffnungen zumindest mit ihrer Mündungsöffnung in die Anode
hinein bezogen auf die Mittellängsachse genau gegenüberliegend angeordnet.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die beiden Innenzuführöffnungen in der Anode
eingebracht sind, welche idealer Weise gleichzeitig mit Pulver beschickt werden. In
zweckmäßiger Ausgestaltung ist die Pulverzufuhr durch beide Innenzuführöffnungen jeweils
separat steuerbar. Insofern können die beiden Innenzuführöffnungen separat angesteuert
beschickt werden, wobei jeder Innenzuführöffnung auch ein jeweils separater Pulvergeber
zugeordnet sein kann. So kann mit der Erfindung vorteilhaft die jeweils benötigte
Pulvermenge eingestellt werden. Denkbar ist, dass beide Innenzuführöffnungen gleichzeitig
mit der jeweils maximal möglichen Menge beschickt werden. Weisen die beiden Innenzuführöffnungen
beispielsweise einen Durchmesserbetrag von jeweils 4,2mm auf, könnten so beispielhaft
12 bis 14kg/h Pulver aufgetragen werden. So treffen beide Pulverstrahlen entsprechend
der Ablenkung des einen Pulverstrahls aus der Mittellängsachse heraus auch versetzt
auf den zu beschichtenden Werkstoff. Erfindungsgemäß werden durch beide Innenzuführöffnungen
zwei unterschiedliche Beschichtungswerkstoffe, also Pulver geleitet. Die Pulver können
nicht nur in ihrer (metallurgischen) Zusammensetzung unterschiedlich sein, sondern
auch hinsichtlich der Pulvermorphologie (z.B. agglomeriert, geschmolzen, im Gasstrom
verdüst ...), der Pulverform (z.B. spitz, kantig, kugelig ...), des spezifischen Gewichts
und auch z.B. des Aufschmelzverhaltens (z.B. des weißen, schwarzen oder glänzenden
Pulvers) unterschiedlich sein. Hinsichtlich der unterschiedlichen Zusammensetzung
der beiden Pulver kann so zum Beispiel ein Pulverstrahl eine Zwischenschicht mit entsprechend
der Legierung des zugeführten Pulvers erzeugen, wobei der andere Pulverstrahl z.B.
eine Deckschicht mit den entsprechenden Eigenschaften der zugeführten Pulverlegierung
aufweist. Beide Pulverlegierungen können durch Einwirken des Lasers oder der Laser
aber auch entsprechend den gewünschten Eigenschaften der Schutzschicht miteinander
vermischt, also aufgemischt werden. Die Zusammensetzung der Pulver kann in Abhängigkeit
von dem vorhandenen Grundwerkstoff und den späteren Betriebsbedingungen, insbesondere
den vorgegebenen Temperaturbereichen, bestimmt werden. Dabei liegt der Erfindung die
Erkenntnis zugrunde, dass die Ablenkung des Pulverstrahls aus der Mittellängsachse
heraus oder nicht tatsächlich von der Morphologie, der Pulverform, des spezifischen
Gewichts und dem Aufschmelzverhalten des jeweils zugeführten Pulvers abhängt. So kann
an jeweiligen Probewerkstücken, welche dem zu beschichtenden Werkstück entspricht,
festgestellt werden, welcher Pulverstrahl in welcher Zusammensetzung abgelenkt wird,
und welcher Pulverstrahl nicht abgelenkt wird.
Da mit der Erfindung zwei Pulverstrahlen erzeugt werden, werden die beiden auf den
zu beschichtenden Werkstoff auftreffenden Pulverlegierungsraupen erfindungsgemäß auch
mit jeweils einem Laser weiterbehandelt, um den diffusiven Verbund zu bilden. Insofern
ist vorteilhaft vorgesehen, dass eine Doppel-Laserstrahlanlage, also auch zwei Laser
vorgesehen sind, wobei der jeweilige Laser erfindungsgemäß dem jeweils auftreffenden
Pulverstrahl zugeordnet ist.
Zum Aufbringen einer Schutzschicht mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist geeigneter
Weise eine 80kW Plasmaspritzanlage mit Innenpulverzuführung einsetzbar. Durch die
Innenpulverzufuhr, und zwar bevorzugt durch beide Innenpulverzuführöffnungen gleichzeitig,
wird das jeweilige Pulver im jeweiligen Plasmastrahl einerseits fokussiert, wobei
andererseits eine gleichmäßigere Aufschmelzung des Pulvers erreicht wird. Ein Aufschmelzen
im Sinne der Erfindung ist also lediglich ein Anwärmen, wobei das Pulver eben nicht
schmelzflüssig wird. Durch das Aufschmelzen des Beschichtungswerkstoffes, also des
Pulvers innerhalb der Pistole kann nun aber vorteilhaft die Laserleistung reduziert
werden, so dass somit vorteilhaft eine geringere Erwärmung des zu beschichtenden Bauteils
zu erwarten ist. Die metallische Wand wird durch den Laserstrahl bzw. durch die Laserstrahlen
lediglich auf eine Temperatur von 60°C, maximal 80°C erwärmt. Insofern liegt ein weiterer
Vorteil der Erfindung darin, dass der Laser der Laserstrahlanlage, also die Doppel-Laserstrahlanlage,
eine Leistung von lediglich 2kW bis 10kW, bevorzugt von 3kW bis 5 kW haben kann. So
kann ein geringer Verzug der metallischen zu beschichtenden Wand, beispielsweise von
Rohr-Steg-Rohr-Segmenten oder z.B. von Paneelen von Verbrennungskesselwänden, erreicht
werden.
Vorteilhaft ist auch, dass auf ein Aufrauen und/oder Behandeln der zu beschichtenden
Wand mit Edelkorund oder dergleichen Strahlmittel verzichtet werden kann; denn die
bisher anzustrebende mechanische Verklammerung der schmelzflüssigen Pulverpartikel
im Augenblick des Auftreffens als Bindemechanismus wird bei der Erfindung durch die
hohe Energiedichte des jeweiligen Lasers im Auftreffpunkt zur Erzeugung eines diffusiven
Verbundes ersetzt, ohne dass schädliche Spannungen in den zu beschichtenden Grundwerkstoff
eingebracht werden. Gleichwohl kann das zu beschichtende Werkstück Korrosionsschutzüberzüge
haben, wobei diese Korrosionsschutzüberzüge mittels einfachen Reinigungsmitteln entfernbar
sind. Auch Schmutz oder dergleichen sollte entfernt werden. Insofern sollte die Oberfläche
zwar z.B. von Fett, Öl, Zunder und/oder Walzhaut gereinigt sein, ein Aufrauen und/oder
Aktivieren kann bei der Erfindung aber entfallen.
Um die Rotation des Plasmagases innerhalb der Plasmaspritzvorrichtung, also innerhalb
der Pistole, insbesondere innerhalb der Anode erreichen zu können, weist die entsprechende
Plasmagasdüse, also der Injektor, zumindest eine kombinierte Bohrung auf, welche durch
zwei ineinander eingebrachte Teilbohrungen gebildet wird. Dabei ist in zielführender
Ausgestaltung vorgesehen, dass eine der Teilbohrungen mit ihrer Mittelachse deckungsgleich
zu einer Mittelachse der Plasmagasdüse ist. Die andere, zweite Teilbohrung ist winklig
zu der Mittelachse der Plasmagasdüse angeordnet. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die
andere zweite Teilbohrung in einem spitzen Winkel, bevorzugt in einem Winkel von 10
bis 30°, weiter bevorzugt von 16,5° zur Mittelachse der Plasmagasdüse angeordnet ist.
Zielführend ist, dass beide Teilbohrungen einen identischen Ansatzpunkt an einem Außenumfang
der Plasmagasdüse haben, und an einem Innenumfang münden. Dabei wird an dem Innenumfang
eine Gesamtmündungsöffnung erreicht, welche natürlich größer ist als eine solche Mündungsöffnung
die mit einer der einzelnen Teilbohrungen erreichbar ist. Gleichzeitig ist die innere
Gesamtmündungsöffnung kleiner als beide Teilbohrungsmündungen zusammen betrachtet.
Insofern ist hier ein Vorteil gegenüber einer einzelnen zur Mittelachse der Plasmagasdüse
schräg verlaufenden Düsenbohrung, welche einen harten Plasmagasstrahl erzeugen würde,
dahin zu sehen, als die kombinierte Bohrung gemäß der Erfindung quasi einen exzentrischen
Verlauf aufweist, wobei die innere Gesamtmündungsöffnung größer ist als der Eintritt
der kombinierten Bohrung an dem Außenumfang der Plasmagasdüse. So wird vorteilhaft
erreicht, dass die eingeleitete Gasmenge homogen ionisierbar ist, da sich das eingeleitete
Gas innerhalb des Plasmabrenners homogen verteilt, da sich durch die sich quasi exzentrisch
erweiternde innere Gesamtmündungsöffnung ein weicher Plasmagasstrom einstellt. In
günstiger Ausgestaltung kann vorgesehen sein, mehrere kombinierte Bohrungen in der
Plasmagasdüse vorzusehen. In besonders bevorzugter Ausgestaltung sind vier kombinierte
Bohrungen vorgesehen, welche in Umfangsrichtung der Plasmagasdüse gesehen gleich verteilt
sind. Zweckmäßig ist, wenn insbesondere die zweiten Teilbohrungen jeweils gleichorientiert
sind. Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung wird erreicht, dass das Plasmagas
tangential zur Mittellängsachse in den Plasmabrenner eingeleitet wird, so dass das
Plasmagas den Lichtbogen, der zwischen Kathode und Anode angelegt ist, um die Mittellängsachse
rotierend erreicht. In diesen rotierenden Plasmastrahl wird nun das Pulver durch beide
Innenzuführöffnungen eingeleitet, wie bereits beschrieben wurde.
Wie bereits erwähnt, wird bei einem bevorzugten Neigungswinkel der Innenzuführöffnung
von 9° gegenüber der Plasmastrahlachse in Richtung der Anodenmündung bei dem rotierenden
Plasmastrahl eine Aufspaltung des Pulverstrahls in zwei Pulverstrahlen erreicht. Bei
einem Spritzabstand von 100 bis 180mm, bevorzugt von 130 bis 150mm können über die
Parameterwahl von Gasdruck, Gasmenge und Pulvermenge in Abhängigkeit der oben genannten
Pulverdaten die Auftreffflächen der beiden Pulverstrahlen derart beeinflusst werden,
dass diese optimal aneinander grenzen und somit mit einer geringeren Leistung pro
Laser eingeschmolzen und diffusiv mit dem Grundwerkstoff verbunden werden können.
Vorteilhaft ist weiter, dass die Auftreffflächen der beiden Pulverstrahlen veränderbar
sind. Diese können beispielsweise hintereinander, versetzt zueinander oder nebeneinander
liegen. Dazu muss lediglich die Plasmaspritzvorrichtung, also die Pistole, entsprechend
der gewünschten Lage der Auftreffflächen um die Brennerachse gedreht werden. Selbstverständlich
wird der Laser bzw. werden die Laser mit deren Optik entsprechend der tatsächlichen
Auftreffflächen angepasst eingestellt. Idealer Weise sind die Pulver so einstellbar,
dass die Auftreffflächen überlappungsfrei genau aneinander grenzen.
[0009] Erfindungsgemäß weist eine Vorrichtung zum Plasmaspritzen zum Herstellen einer Schutzschicht
im Plasmaspritzverfahren auf mit heißen Gasen, insbesondere Rauchgasen beaufschlagten
metallischen Wänden zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung in ihrer Anode
zwei eingebrachte Innenzuführöffnungen auf, welche bezogen auf eine Mittelachse der
Plasmapulverspritzvorrichtung genau gegenüberliegend angeordnet sind, wobei natürlich
Herstellungstoleranzen bezüglich der diametralen Anordnung möglich sind und im Rahmen
der Erfindung liegen. Die beiden Innenzuführöffnungen weisen mit ihrer Mittelachse
zu einer Senkrechten auf die Mittelachse der Plasmapulverspritzvorrichtung einen spitzen
Winkel höchst bevorzugt von 9° auf. Weiter ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass eine
Plasmagasdüse zumindest eine kombinierte Bohrung, bevorzugt mehrere kombinierte Bohrungen,
weiter bevorzugt vier kombinierte Bohrungen aufweist, durch welche das zu ionisierende
Gas in die Plasmaspritzvorrichtung eingeleitet wird. Zudem sind mit der Plasmaspritzvorrichtung
zwei Laser kombiniert, welcher das in der Plasmaspritzvorrichtung lediglich aufgeschmolzene,
also erwärmte auftreffende Auftragspulver so weiterbearbeitet, dass der diffusive
Verbund der Schutzschicht mit dem Grundwerkstoff gebildet ist.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere
zur Anwendung z.B. an Rohr-Steg-Rohr-Segmenten und/oder beispielsweise an Paneelen
für Verbrennungskesselwände in Müllverbrennungsanlagen geeignet, ohne die Anwendung
hierauf zu beschränken. Insbesondere in Müllverbrennungsanlagen kann so eine vom Betrag
her hohe Schutzschichtdicke hergestellt werden, welche zwangsläufig auch zu einer
längeren Standzeit der beschichteten Rohr-Steg-Rohr-Segmente und/oder Paneelen führt,
was wiederum einer längeren Anlagenverfügbarkeit zugutekommt. Insofern wird mit der
Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Schutzschicht auf mit heißen Gasen,
insbesondere Rauchgasen beaufschlagten und aus einem vorgegebenen metallischen Grundwerkstoff
bestehenden Wänden von Verbrennungsanlagen, Wärmetauschern oder ähnlichen Anlagen
vorgeschlagen, bei dem mittels eines Plasmabrenners und einer Laserstrahlanlage, bevorzugt
einer Doppel-Laserstrahlanlage ein Pulver aus metallischen, karbidischen, oxidkeramischen
oder silicidischen Werkstoffen oder Mischungen dieser Werkstoffe auf die zuvor gereinigten
metallischen Wände zur Bildung der Schutzschicht aufgetragen und durch den betreffenden
Laserstrahl diffusiv mit dem Grundwerkstoff verbunden wird. Als zu beschichtende Grundwerkstoffe
sind dabei die in den betreffenden Anlagen zugelassenen Grundwerkstoffe einsetzbar,
wobei hier auch Grundwerkstoffe mit der Bezeichnung 15Mo3, 13CrMo45 und/oder 10CrMo910
beispielhaft genannt sein sollen. Zielführend ist auch, dass bei der Erfindung anstelle
einer Laserschweißanlage eine Laserstrahlanlage Einsatz findet, um den diffusiven
Verbund zu bilden. Eine Laserschweißanlage weist einen sehr viel kürzeren und sehr
energieintensiven Laserstrahl auf als die Laserstrahlanlage, wobei der Grundwerkstoff
bei einer Laserschweißanlage aufgeschmolzen werden muss, und wobei der Schweißzusatzwerkstoff
in Elektrodenform oder kaltem Pulver zugeführt wird, wobei die Laserschweißanlage
mit sehr viel höheren Energien betrieben werden muss als die idealer Weise eingesetzte
Laserstrahlanlage.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten und Wirkungen der Erfindung sind im Folgenden anhand
von unterschiedlichen, in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Plasmaspritzvorrichtung kombiniert mit einer Doppel-Laserstrahlanlage, als Laser-Plasmabrennervorrichtung
in prinzipieller Ansicht,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch eine Plasmadüse der Plasmaspritzvorrichtung aus Figur 1,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch eine Anode der Plasmaspritzvorrichtung aus Figur 1, und
- Fig. 4
- Beschichtungsbeispiele von Rohr-Steg-Rohr Elementen.
In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, so dass diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0011] Figur 1 zeigt eine Laser-Plasmapulverspritzvorrichtung 1, die eine Plasmapulverspritzvorrichtung
2 und eine Doppel-Laserstrahlanlage 3 aufweist.
[0012] Die Plasmapulverspritzvorrichtung 2 erzeugt zwei aufgespaltene Pulverstrahlen 4 und
6, welche auf ein zu beschichtendes Werkstück 7 treffen. Das zu beschichtende Werkstück
7 ist z.B. ein Rohr-Steg-Rohr-Segment 8, wie dies beispielhaft in Figur 4 dargestellt
ist. Das Werkstück 7 wird mit aggressiven, heißen Rauchgasen beaufschlagt, welche
z.B. in Müllverbrennungsanalgen entstehen.
[0013] Einer der Pulverstrahlen 4 tritt zentrisch zur Mittellängsachse X1 der Plasmapulverspritzvorrichtung
2 aus dieser heraus. Der andere Plasmapulverstrahl 6 tritt abgelenkt zur Mittelachse
X1 der Plasmapulverspritzvorrichtung 2 aus dieser heraus. Beide Pulverstrahlen 4 und
6 bilden jedoch einen Gesamtspritzkegel 9.
[0014] Die beiden Pulverstrahlen 4 und 6 treffen auf das zu beschichtende Werkstück 7, wobei
das jeweilige Pulver des jeweiligen Pulverstrahls 4 oder 6 in der Plasmapulverspritzvorrichtung
2 lediglich aufgeschmolzen wird, und vor dem Austritt nicht schmelzflüssig ist.
[0015] Zur Bildung eines diffusiven Verbundes des aufgetragenen Pulvers, also des Beschichtungswerkstoffes
mit dem Werkstück 7, also mit dessen Grundwerkstoff ist die Doppel-Laserstrahlanlage
3 vorgesehen, welche entsprechend der beiden Pulverstrahlen 4 und 6 auch zwei Laserstrahlen
11 und 12 erzeugt.
[0016] In Figur 2 ist eine Plasmagasdüse 13 der Plasmapulverspritzvorrichtung 2 in einem
Querschnitt gezeigt. Die Plasmagasdüse 13 kann im Folgenden auch als Injektor 13 bezeichnet
werden. Die Plasmapulverspritzvorrichtung 2 kann im Folgenden auch als Plasmabrenner
2 bezeichnet werden.
[0017] Der Injektor 13 weist beispielhaft vier kombinierte Bohrungen 14 auf, welche in Umfangsrichtung
des Injektors 13 gesehen gleich verteilt sind. Jede der kombinierten Bohrungen 14
ist aus zwei Teilbohrungen 16 und 17 gebildet. Eine erste Teilbohrung 16 hat eine
Mittelachse x, welche deckungsgleich zu einer jeweiligen Mittelachse des Injektors
13 ist. Eine zweite Teilbohrung 17 hat eine Mittelachse y, welche bezogen auf die
Mittelachse x der ersten Teilbohrung 16 und damit zur jeweiligen Mittelachse des Injektors
13 winklig angeordnet ist. In höchst bevorzugter Ausgestaltung weist der Winkel zwischen
den beiden Mittelachsen x und y einen Betrag von 16,5 ° auf. Jede der beiden Teilbohrungen
16 und 17 weist einen Durchmesser von beispielhaft 1,8 mm auf. An einem Außenumfang
des Injektors 13 weisen beide Teilbohrungen 16 und 17 einen gemeinsamen Ansatzpunkt
auf. Insofern ist die Einlassöffnung 18 an dem Außenumfang des Injektors 13 identisch
zu dem Durchmesser der beiden Teilbohrungen 16,17. Beide Teilbohrungen 16 und 17 bilden
an einem Innenumfang 18 des Injektors 13 eine innere Gesamtmündungsöffnung 20. Dadurch,
dass die zweite Teilbohrung 17 winklig zur ersten Teilbohrung 16 in den Injektor 13
eingebracht wird, wird die innere Gesamtmündungsöffnung 20 größer sein als der Durchmesser
einer einzelnen Teilbohrung 16 oder 17. Gleichzeitig wird die innere Gesamtmündungsöffnung
20 kleiner sein als die Summe der beiden Durchmesser der Teilbohrungen 16 und 17.
Insofern wird jeweils eine kombinierte Bohrung 14 erzeugt, welche quasi eine exzentrischen
Verlauf aufweist, wobei sich die kombinierte Bohrung 14 ausgehend von dem an dem Außenumfang
angeordneten Ansatzpunkt exzentrisch, also quasi halbkegelförmig in Richtung zum Innenumfang
19 erweitert. Alle Teilbohrungen 16 und 17 der vier kombinierten Bohrungen 14 sind
jeweils gleich orientiert. Mittels dieser Ausgestaltung wird das Plasmagas tangential
zur Plasmabrennerachse (Mittellängsachse X1) in den Plasmabrenner eingeleitet und
erreicht so um die Mittellängsachse X1 des Plasmabrenners 2 rotierend einen Lichtbogen
21 zwischen einer Anode 22 und einer Kathode 23 (Figur 3) des Plasmabrenners 2.
In Figur 3 ist die Anode 22 der Plasmapulverspritzvorrichtung 2 gezeigt. In der Anode
22 ist die Kathode 23 aufgenommen. Sowohl die Kathode 23 als auch die Anode 22 sind
mit ihren Mittelachse X2 und X3 deckungsgleich zur Mittelachse X1 der Plasmaspritzvorrichtung
2. Der Lichtbogen 21 ist ebenfalls erkennbar, wobei auf eine Darstellung der jeweiligen
Lichtbogenfußpunkte an der Anode 22 und der Kathode 23 verzichtet wurde. Zielführend
ist nun, dass das Plasmagas den Lichtbogen 21 rotierend um die Mittellängsachse X1
des Plasmabrenners 2 erreicht. Damit wird auch der Lichtbogen 21 um die Mittellängsachse
des Plasmabrenners 2 rotierend mitgenommen, was in Figur 3 mittels der beiden Lichtbogen
21 und 21a dargestellt ist. Durch den rotierenden Lichtbogen 21 kann die Standzeit
sowohl der Anode 22 als auch der Kathode 23 verlängert werden, da die jeweiligen Lichtbogenfußpunkte
nicht mehr statisch fixiert sind, sondern sowohl an der Anode 22 als auch an der Kathode
23 umlaufen. Dabei ist in Figur 3 erkennbar, dass der Lichtbogenfußpunkt an der Anode
22 in einem oberen Spitzenbereich und nicht direkt an der Spitze selbst ansetzt.
[0018] Durch das rotierende Plasmagas und den rotierenden Lichtbogen stellt sich auch eine
rotierende lonisation des Plasmagases ein.
[0019] Der Plasmabrenner 2 weist eine Innenpulverzuführung auf.
[0020] Zur Innenpulverzuführung sind in der Anode 22 zwei Innenzuführöffnungen 24 und 26
eingebracht. Anschlüsse zu Pulvergebern sind nicht dargestellt. Die Innenzuführöffnungen
24 und 26 sind gleichzeitig mit Pulver beschickbar wobei eine jeweilige Pulvermenge
durch die jeweilige Innenzuführöffnung 24 und 26 separat steuerbar ist. Die jeweilige
Innenzuführöffnung 24 und 26 weist jeweils eine Mittelachse X4 auf, die zu einer Senkrechten
Z auf die Mittelachse X1, winklig, höchst bevorzugt mit einem Winkel α von 9° angeordnet
ist. Die beiden Innenzuführöffnungen 24 und 26 sind gleichorientiert in Richtung zu
einer Plasmaaustrittseite in die Anode 22 eingebracht und münden in dem Inneren der
Anode 22, und sind mit ihren Mündungsöffnungen 27 bezogen auf die Mittelachse X1 gegenüberliegend
angeordnet.
[0021] Mit der Laser-Plasmapulverspritzvorrichtung 1 ist eine Schutzschicht auf mit heißen
Rauchgasen beaufschlagten metallischen Wänden, beispielsweise auf Roh-Steg-Rohr-Segmenten
8, wie diese in Figur 4 beispielhaft dargestellt sind aufbringbar. An einem rechten
Bildrand der Figur 4 ist ein beispielhaftes Rohr-Steg-Rohr-Segment 8 in einem Längsschnitt
dargestellt. Daneben ist eine Aufsicht dargestellt.
[0022] Figur 4 soll dazu dienen eine jeweils mögliche Lage die Auftreffflächen 28 und 29
der Pulverstrahlen 4 und 6 darzustellen. Die Lage der Auftreffflächen 28 und 29 ist
dabei abhängig von der Verdrehung der Plasmapulverspritzvorrichtung 2, also von der
Position der Pistole. Selbstverständlich sind die Laserstrahlen 11 und 12 entsprechend
ausgerichtet.
Zunächst können die Auftreffflächen 28 und 29 nebeneinander liegend angeordnet sein,
wie im unteren Figurenbereich der Figur 4 erkennbar. Diese Position wird für die Folgenden
Positionen der Einfachheit wegen als neutrale Position bezeichnet, ohne dass dies
eine einschränkende Wirkung haben soll. Erkennbar ist, dass die Pulverstrahlen 4 und
6 dabei nicht, wie aus Figur 1 angenommen werden könnte, scharf voneinander getrennt
sind, sondern jeweils einen Überlappbereich 31 aufweisen.
[0023] Durch Verdrehen des Plasmabrenners 2 aus seiner neutralen Position heraus könnten
die Auftreffflächen 28 und 29 versetzt zueinander sein, so dass eine der anderen quasi
voreilt. Diese Position ist in der Mitte der Figur 4 dargestellt. Durch weiteres Verdrehen
aus der neutralen Position heraus können die Auftreffflächen 28 und 29 auch direkt
hintereinander angeordnet sein, wie am oberen Bereich der Figur 4 erkennbar ist.
Die jeweils erkennbaren Überlappbereiche 31 können in ihrem Betrag ebenfalls veränderbar
sein, wie in Figur 4 angedeutet. Die beiden Pulverstrahlen 4 und 6, also die Auftreffflächen
28 und 29, können idealer Weise auch ohne Überlappung angrenzen.
Selbstverständlich sind auch die Bögen des Rohr-Steg-Rohr-Segmentes 8 mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren beschichtbar. Ebenso sind Paneele für Kesselwände mit dem vorgeschlagenen
Verfahren der Erfindung beschichtbar.
Mit der Laser-Plasmaspritzvorrichtung 1 kann eine Schutzschicht mit einer Dicke von
beispielsweise 0,6 bis 1,5 mm erzeugt werden. Dies ist möglich, da zwei Pulverstrahlen
4 und 6 erzeugt werden, wobei das Pulver der jeweiligen Pulverstrahlen nicht schmelzflüssig
ist, sondern lediglich aufgeschmolzen, also angewärmt wird. Dadurch können die Laser
mit einer geringeren Leistung einen aufmischzonenfreien, diffusiven Verbund des aufgetragenen
Pulvers, also Beschichtungswerkstoffes zum Grundwerkstoff bewirken. Hinzu ist zu sehen,
dass das Plasmagas tangential zur Mittellängsachse eingeleitet wird und um die Mittellängsachse
X1 rotiert, so dass durch den rotierenden Lichtbogen quasi auch eine rotierende lonisation
des Plasmagases erzeugt wird. Zudem ist vorteilhaft, dass zwei Innenzuführöffnungen
der Anode gleichzeitig mit Pulver beschickt werden, so dass die beiden Pulverstrahlen
4 und 6 gebildet sind, von denen noch dazu einer zur Mittellängsachse X1 abgelenkt
ist.
1. Thermisches Spritzverfahren zum Herstellen einer Schutzschicht im Plasmapulverspritzverfahren
auf mit heißen Gasen, insbesondere Rauchgasen beaufschlagten metallischen Wänden,
wobei eine Plasmapulverspritzvorrichtung (2) mit einer Kathode (23) und mit einer
Anode (22) und eine Laserstrahlanlage (3) vorgesehen sind, wobei auf die metallische
Wand auftreffender Beschichtungswerkstoff mittels Laserstrahlen (11,12) der Laserstrahlanlage
(3) unter Ausbildung eines diffusiven Verbundes des Beschichtungswerkstoffes zum Grundwerkstoff
der metallischen Wand verbunden wird, gekennzeichnet durch zumindest die Schritte Reinigen der metallischen Wände;
Versetzen eines Plasmagases innerhalb der Plasmapulverspritzvorrichtung (2) in Rotation
um die Mittellängsachse (X1) der Plasmapulverspritzvorrichtung (2), indem eine Plasmagasdüse
(13) der Plasmapulverspritzvorrichtung (2) zumindest eine kombinierte Bohrung (14)
aufweist, welche aus zwei ineinander eingebrachten Teilbohrungen (16, 17) gebildet
ist, die an einem Außenumfang der Plasmagasdüse (13) einen gemeinsamen Ansatzpunkt
aufweisen, von denen eine Teilbohrung (17) mit ihrer Mittelachse (y) winklig zur Mittelachse
(x) der anderen Teilbohrung (16) angeordnet ist, so dass Plasmagas tangential zur
Mittellängsachse (X1) der Plasmapulverspritzvorrichtung (2) in die Anode (22) der
Plasmapulverspritzvorrichtung (2) eingeleitet wird, wobei das Plasmagas einen Lichtbogen
(21) rotierend um die Mittellängsachse (X1) der Plasmapulverspritzvorrichtung (2)
erreicht, wobei der Lichtbogen (21) mit seinen Lichtbogenfußpunkten zum einen an der
Anode (22) und zum anderen an der Kathode (23) entsprechend der Rotation des Plasmagases
in Rotation versetzt wird;
Innenzuführung des Beschichtungswerkstoffes als Pulver gleichzeitig durch zwei in
die Anode (22) eingebrachte Innenzuführöffnungen (24,26) hindurch, welche Innenzuführöffnungen
(24,26) mit ihren Mündungsöffnungen einander gegenüberliegend angeordnet sind, wobei
zwei Pulverstrahlen (4,6) erzeugt werden; und
Anwärmen des Beschichtungswerkstoffes im jeweiligen Plasmastrahl, wobei aber das Pulver
nicht schmelzflüssig wird; wobei
jeder Pulverstrahl (4,6) aus einem unterschiedlichen Beschichtungswerkstoff gebildet
ist und mit einem jeweils zugeordneten Laserstrahl (11,12) zur Bildung des diffusiven
Verbundes bearbeitet wird, wobei einer der Pulverstrahlen (4,6) die Plasmapulverspritzvorrichtung
(2) zentrisch zu seiner Mittelachse (X1) verlässt, wobei der andere Pulverstrahl (4,6)
die Plasmaspritzvorrichtung (2) abgelenkt zur Mittelachse (X1) die Plasmaspritzvorrichtung
(2) verlässt.
2. Thermisches Spritzverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der diffusive Verbund des Beschichtungswerkstoffes zum Grundwerkstoff eine Dicke
von 100 µm, bevorzugt von 20 bis 70µm aufweist.
3. Thermisches Spritzverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht nach dem Aufspritzen und nach dem Erstellen des diffusiven Verbundes
mit dem Laser eine Schichtdicke von 0,2 bis 0,4 mm, bevorzugt von 0,6 bis 1,5mm aufweist.
4. Thermisches Spritzverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Pulver mit einer groben Körnung weniger als 200µm, bevorzugt weniger als 125µm,
weiter bevorzugt zwischen 63 und 104µm aufgetragen wird.
5. Thermische Spritzvorrichtung eingerichtet zur Durchführung des thermisches Spritzverfahrens
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, zum Herstellen einer Schutzschicht im Plasmapulverspritzverfahren
auf mit heißen Gasen, insbesondere Rauchgasen beaufschlagten metallischen Wänden,
wobei eine Plasmapulverspritzvorrichtung (2) mit einer Kathode (23) und mit einer
Anode (22) in die zwei Innenzuführöffnungen (24,26) für Beschichtungswerkstoff als
Pulver eingebracht sind, deren Mündungsöffnungen einander gegenüberliegend angeordnet
sind und eine Laserstrahlanlage (3) vorgesehen sind, deren Laserstrahlen (11,12) einen
diffusiven Verbund des auftreffenden Beschichtungswerkstoffes zum Grundwerkstoff erzeugen
dadurch gekennzeichnet, dass, zwei Pulverstrahlen (4,6) erzeugt werden, wobei Beschichtungswerkstoff als Pulver
im jeweiligen Plasmastrahl angewärmt wird, wobei aber das Pulver nicht schmelzflüssig
wird, wobei jeder Pulverstrahl (4,6) aus einem unterschiedlichen Beschichtungswerkstoff
gebildet ist und mit einem jeweils zugeordneten Laserstrahl (11,12) zur Bildung des
diffusiven Verbundes bearbeitet wird, wobei einer der Pulverstrahlen (4,6) die Plasmapulverspritzvorrichtung
(2) zentrisch zu seiner Mittelachse (X1) verlässt, wobei der andere Pulverstrahl (4,6)
die Plasmaspritzvorrichtung (2) abgelenkt zur Mittelachse (X1) die Plasmaspritzvorrichtung
(2) verlässt, wobei eine Plasmagasdüse (13) der Plasmapulverspritzvorrichtung (2)
zumindest eine kombinierte Bohrung (14) aufweist, welche aus zwei ineinander eingebrachten
Teilbohrungen (16, 17) gebildet ist, die an einem Außenumfang der Plasmagasdüse (13)
einen gemeinsamen Ansatzpunkt aufweisen, von denen eine Teilbohrung (17) mit ihrer
Mittelachse (y) winklig zur Mittelachse (x) der anderen Teilbohrung (16) angeordnet
ist, so dass Plasmagas tangential zur Mittellängsachse (X1) der Plasmapulverspritzvorrichtung
(2) in eine Anode (22) der Plasmapulverspritzvorrichtung (2) eingeleitet wird, wobei
das Plasmagas einen Lichtbogen (21) rotierend um die Mittellängsachse (X1) der Plasmapulverspritzvorrichtung
(2) erreicht.
6. Thermische Spritzvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Mittelachse (X4) der Innenzuführöffnungen (24,26) zu einer Senkrechten
auf eine Mittellängsachse (X1) winklig, höchst bevorzugt in einem Winkel von 9° angeordnet
ist.
1. A thermal spraying process for producing a protective layer in the plasma powder spraying
process on metallic walls exposed to hot gases, in particular flue gases, wherein
a plasma powder spraying device (2) is provided with a cathode (23) and with an anode
(22) and a laser jet system (3), wherein coating material impacting on the metallic
wall is bonded by means of laser jets (11, 12) of the laser jet system (3), thereby
forming a diffusive bond of the coating material with the base material of the metallic
wall, characterised by at least the steps
cleaning of the metallic walls;
causing a plasma gas inside the plasma powder spraying device (2) to rotate about
the central longitudinal axis (X1) of the plasma powder spraying device (2), whereby
a plasma gas jet (13) of the plasma powder spraying device (2) comprises at least
one combined bore (14), which is formed from two partial bores (16, 17) introduced
into one another, which partial bores have, at an outer circumference of the plasma
gas nozzle (13), a common starting point, from which a partial bore (17) is arranged
with its central axis (y) at an angle to the central axis (x) of the other partial
bore (16), so that plasma gas is introduced tangentially to the central longitudinal
axis (X1) of the plasma powder spraying device (2) into the anode (22) of the plasma
powder spraying device (2), wherein the plasma gas reaches an electric arc (21) rotating
about the central longitudinal axis (X1) of the plasma powder spraying device (2),
wherein the electric arc (21) is caused to rotate with its electric arc roots on the
one hand at the anode (22) and on the other hand at on the cathode (23) corresponding
to the rotation of the plasma gas;
Internal feeding of the coating material as a powder simultaneously through two inner
feed openings (24, 26) introduced into the anode (22), which inner feed openings (24,
26) are arranged with their mouth openings lying opposite one another, wherein two
powder jets (4, 6) are generated; and
heating of the coating material in the respective plasma jet, wherein however the
powder is not molten; wherein each powder jet (4, 6) is formed from a different coating
material and is processed with a respectively assigned laser jet (11, 12) for forming
the diffusive bond, wherein one of the powder jets (4, 6) leaves the plasma powder
spraying device (2) concentrically relative to its central axis (X1), wherein the
other powder jet (4, 6) leaves the plasma spraying device (2) deflected with respect
to the central axis (X1) of the plasma spraying device (2).
2. The thermal spraying process according to claim 1, characterised in that the diffusive bond of the coating material with the base material has a thickness
of 100 µm, preferably of 20 to 70 µm.
3. The thermal spraying process according to claim 1 or 2, characterised in that the protective layer, after the spraying and after the creation of the diffusive
bond with the laser, has a layer thickness of 0.2 to 0.4 mm, preferably 0.6 to 1.5
mm.
4. The thermal spraying process according to any one of the preceding claims, characterised in that a powder is deposited with a coarse grain size less than 200 µm, preferably less
than 125 µm, more preferably between 63 and 104 µm.
5. A thermal spraying device set up for performing the thermal spraying process according
to any one of the preceding claims, for producing a protective layer in the plasma
powder spraying process on metallic walls exposed to hot gases, in particular flue
gases, wherein a plasma powder spraying device (2) with a cathode (23) and with an
anode (22), into which two inner feed openings (24, 26) for coating material as a
powder are introduced, the mouth openings whereof are arranged opposite one another,
and a laser jet system (3) are provided, the laser jets (11, 12) whereof generate
a diffusive bond of the impacting coating material with the base material, characterised in that two powder jets (4, 6) are generated, wherein coating material as powder is heated
in the respective plasma jet, wherein however the powder is not molten, wherein each
powder jet (4, 6) is formed from a different coating material and is processed with
a respectively assigned laser jet (11, 12) to form the diffusive bond, wherein one
of the powder jets (4, 6) leaves the plasma powder spraying device (2) concentrically
relative to its central axis (X1), wherein the other powder jet (4, 6) and leaves
the plasma spraying device (2) deflected with respect to the central axis (X1), wherein
a plasma gas jet (13) of the plasma powder spraying device (2) comprises at least
one combined bore (14), which is formed from two partial bores (16, 17) introduced
into one another, which partial bores comprise, at an outer circumference of the plasma
gas nozzle (13), a common starting point, from which a partial bore (17) is arranged
with its central axis (y) at an angle to the central axis (x) of the other partial
bore (16), so that plasma gas is introduced tangentially to the central longitudinal
axis (X1) of the plasma powder spraying device (2) into an anode (22) of the plasma
powder spraying device (2), wherein the plasma gas reaches an electric arc (21) rotating
about the central longitudinal axis (X1) of the plasma powder spraying device (2).
6. The thermal spraying device according to claim 5, characterised in that the respective central axis (X4) of the inner feed openings (24, 26) is arranged
at an angle, at most preferably at an angle of 9°, to a vertical on a central longitudinal
axis (X1).
1. Procédé d'injection thermique, destiné à créer une couche protectrice par procédé
d'injection de poudre à plasma sur des parois métalliques exposées à des gaz chauds,
notamment des gaz de fumée, un dispositif d'injection de poudre à plasma (2) pourvu
d'une cathode (23) et d'une anode (22) et un système à faisceau laser (3) étant prévus,
une matière de revêtement incidente sur la paroi métallique étant assemblée au moyen
de faisceaux laser (11, 12) du système à faisceau laser (3) sous création d'une liaison
diffuse entre la matière de revêtement et la matière de base de la paroi métallique,
caractérisé par au moins les étapes, consistant à :
nettoyer les parois métalliques ;
mettre en rotation un gaz plasmagène autour de l'axe longitudinal médian (X1) du dispositif
d'injection de poudre à plasma (2) à l'intérieur du dispositif d'injection de poudre
à plasma (2) en ce qu'une buse à gaz plasmagène (13) du dispositif d'injection de
poudre à plasma(2) comporte au moins un perçage mixte (14), welche qui est formé de
deux perçages partiels (16, 17) ménagés l'un dans l'autre, qui sur une périphérie
extérieure de la buse à gaz plasmagène (13) présentent un point de départ commun,
desquels axe médian (y), un perçage partiel (17) est placé avec un angle par rapport
à l'axe médian (x) de l'autre perçage partiel (16), de sorte que du gaz plasmagène
soit introduit de manière tangentielle à l'axe longitudinal médian (X1) du dispositif
d'injection de poudre à plasma (2) dans l'anode (22) du dispositif d'injection de
poudre à plasma (2), le gaz plasmagène atteignant un arc électrique (21) en rotation
autour de l'axe longitudinal médian (X1) du dispositif d'injection de poudre à plasma
(2), par ses pieds d'arc électrique, l'arc électrique (21) étant amené en rotation
en fonction de la rotation du gaz plasmagène d'une part sur l'anode (22) et d'autre
part sur la cathode (23) ;
alimenter par l'intérieur la matière de revêtement sous forme de poudre, simultanément
à travers deux orifices d'alimentation intérieure (24, 26) ménagés dans anode (22),
lesquels orifices d'alimentation intérieure (24, 26) sont placés en vis-à-vis mutuel
par leurs orifices d'embouchure, deux jets de poudre (4, 6) étant créés ; et
mettre en température la matière de revêtement dans le jet de plasma concerné, sans
pour autant que la poudre ne se mette en fusion ; chaque jet de poudre (4, 6) est
formé d'une matière de revêtement différente et étant usiné avec un faisceau laser
(11, 12) associé, pour créer la liaison diffuse, l'un des jets de poudre (4, 6) quittant
le dispositif d'injection de poudre à plasma (2) de manière centrée par rapport à
son axe médian (X1), l'autre jet de poudre (4, 6) quittant le dispositif d'injection
de plasma (2) en déviation par rapport à l'axe médian (X1) le dispositif d'injection
de plasma (2) le dispositif d'injection de plasma (2).
2. Procédé d'injection thermique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison diffuse de la matière de revêtement avec la matière de base présente une
épaisseur de 100 µm, de préférence de 20 à 70 µm.
3. Procédé d'injection thermique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'après l'application par injection et après la création de la liaison diffuse à l'aide
du laser, la couche protectrice présente une épaisseur de couche de 0, 2 à 0, 4 mm,
de préférence de 0, 6 à 1, 5 mm.
4. Procédé d'injection thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'on applique une poudre d'une granulométrie grossière inférieure à 200 µm, de préférence
inférieure à 125 µm, de manière plus préférentielle, comprise entre 63 et 104 µm.
5. Dispositif d'injection thermique, aménagé pour réaliser le procédé d'injection thermique
selon l'une quelconque des revendications précédentes, pour la création d'une couche
protectrice par procédé d'injection de poudre à plasma sur des parois métalliques
exposées à des gaz chauds, notamment des gaz de fumée, un dispositif d'injection de
poudre à plasma (2) pourvu d'une cathode (23) et d'une anode (22) étant introduit
sous forme de poudre dans les deux orifices d'alimentation intérieure (24, 26) de
la matière de revêtement dont les orifices d'embouchure sont placés en vis-à-vis mutuel
et un système à faisceau laser (3) étant prévu dont les faisceaux laser (11, 12) créent
une liaison diffuse de la matière de revêtement incidente avec la matière de base,
caractérisé en ce qu'on créé deux jets de poudre (4, 6), la matière de revêtement sous forme de poudre
étant mise en température dans le jet de plasma concerné, sans pour autant que la
poudre ne se mette en fusion, chaque jet de poudre (4, 6) étant formé d'une matière
de revêtement différente et étant usiné avec un faisceau laser (11, 12) respectivement
associé, pour créer la liaison diffuse, l'un des jets de poudre (4, 6) quittant le
dispositif d'injection de poudre à plasma (2) de manière centrale par rapport à son
axe médian (X1), l'autre jet de poudre (4, 6) quittant le dispositif d'injection de
plasma (2) le dispositif d'injection de plasma (2) en déviation par rapport à l'axe
médian (X1), une buse à gaz plasmagène (13) du dispositif d'injection de poudre à
plasma (2) comportant au moins un perçage mixte (14), qui est formé de deux perçages
partiels (16, 17) ménagés l'un dans l'autre, qui sur une périphérie extérieure de
la buse à gaz plasmagène (13) présentent un point de départ commun, dont un perçage
partiel (17) est placé par son axe médian (y) avec un angle par rapport à l'axe médian
(x) de l'autre perçage partiel (16), de sorte que le gaz plasmagène soit introduit
de manière tangentielle à l'axe longitudinal médian (X1) du dispositif d'injection
de poudre à plasma (2) dans une anode (22) du dispositif d'injection de poudre à plasma
(2), le gaz plasmagène atteignant un arc électrique (21) en rotation autour de l'axe
longitudinal médian (X1) du dispositif d'injection de poudre à plasma. (2).
6. Dispositif d'injection thermique selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'axe médian (X4) respectif des orifices d'alimentation intérieure (24, 26) est placé
avec un angle, de préférence sous un angle de 9° par rapport à une verticale sur un
axe longitudinal médian (X1).