[0001] Die Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, aufweisend
einen wärmeisolierten, einen Lagerraum für Kühlgut auskleidenden Innenbehälter, ein
zum Öffnen und Schließen des Lagerraums schwenkbar bezüglich einer Öffnungsebene gelagertes
Türblatt, sowie an den Seitenwänden des Innenbehälters vorgesehene Haltemittel, die
mit Gegenhaltemittel wenigstens eines Fachbodens zusammenwirken und diesen abstützen,
wobei das Haltemittel wenigstens eine nach oben weisende Auflagefläche aufweist und
das Gegenhaltemittel wenigstens eine nach unten weisende Abstützfläche aufweist.
[0002] Die
DE 199 61 786 A1 beschreibt ein Kühlgerät mit einem wärmeisolierenden Gehäuse, innerhalb welchem wenigstens
ein Kühlraum angeordnet ist, welcher von einer Tür verschließbar ist, welche an ihrer
dem Kühlraum zugewandten Innenseite wenigstens ein Ablagefach mit einem Aufnahmeraum
für Kühlgut aufweist, wobei dem Ablagefach ein zusätzliches Ablagefach zugeordnet
ist, das außerhalb des Aufnahmeraums des Ablagefaches vorgesehen ist und Haltemittel
zur lösbaren Halterung in mindestens einer Aufnahme am Ablagefach aufweist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Halterung für Fachböden in Kältegeräten zu schaffen,
durch welche ein oder mehrere Fachböden auf einfache Weise durch einen Benutzer in
ihrer Höhenposition verstellt werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät,
aufweisend einen wärmeisolierten, einen Lagerraum für Kühlgut bildenden Innenbehälter,
ein zum Öffnen und Schließen des Lagerraums schwenkbar bezüglich einer Öffnungsebene
gelagertes Türblatt, sowie an den Seitenwänden des Innenbehälters vorgesehene Haltemittel,
die mit Gegenhaltemittel wenigstens eines Fachbodens zusammenwirken und diesen abstützen,
wobei das Haltemittel wenigstens eine nach oben weisende Auflagefläche und das Gegenhaltemittel
wenigstens eine nach unten weisende Abstützfläche aufweist, wobei die wenigstens eine
Auflagefläche am Innenbehälter und die wenigstens eine Abstützfläche am Fachboden
derart ausgebildet und/oder angeordnet ist, dass in einer eingeschobenen Position
des Fachbodens, in der das Türblatt verschließbar ist, die wenigstens eine Auflagefläche
und die wenigstens eine Abstützfläche überlappen und in einer teilweise aus dem Innenbehälter
ausgezogenen Position des Fachbodens die wenigstens eine Auflagefläche und die wenigstens
eine Abstützfläche auf Lücke angeordnet sind.
[0005] Indem in einer teilweise aus dem Innenbehälter ausgezogenen Position des Fachbodens
die wenigstens eine Auflagefläche und die wenigstens eine Abstützfläche auf Lücke
angeordnet sind kann der Fachboden in einer waagerechten Ausrichtung in seiner Höhe
versetzt werden, ohne den Fachboden vollständig aus dem Kältegerät herausnehmen zu
müssen. So kann beispielsweise der Fachboden in einer waagerechten Ausrichtung in
seiner Höhe versetzt werden, selbst wenn ein Türblatt des Kältegeräts eine vollständige
Entnahme des Fachbodens verhindert, beispielsweise bei einem um 90 Grad aufgeschwenktem
Türblatt, bei dem beispielsweise ein Türabsteller die Öffnung des Innenbehälters des
Kältegeräts teilweise blockiert. Außerdem kann der Fachboden in einer waagerechten
Ausrichtung in seiner Höhe versetzt werden, beispielsweise auch dann, wenn sich noch
Kühlgut auf dem Fachboden befindet.
[0006] In der eingeschobenen Position des Fachbodens, in der das Türblatt verschließbar
ist, und die wenigstens eine Auflagefläche und die wenigstens eine Abstützfläche sich
überlappen, ist der Fachboden sicher in dem Innenbehälter des Kältegeräts gehalten.
[0007] Das Haltemittel kann in einer ersten Ausführung von Rücksprüngen, insbesondere Nuten
gebildet werden, die an gegenüberliegenden Seitenwänden des Innenbehälters, insbesondere
etagenartig sich in mehreren Höhenlagen wiederholend, angeordnet sind. Die Rücksprüngen
bzw. die Nuten können in den Seitenwänden des Innenbehälters angezogen sein, insbesondere
durch ein Tiefziehverfahren hergestellt sein.
[0008] Das Gegenhaltemittel kann dabei von Vorsprüngen gebildet werden, die an gegenüberliegenden
Seitenkanten des Fachbodens angeordnet sind. Der Fachboden kann dabei an gegenüberliegenden
Seitenkanten jeweils eine, den Vorsprung bildende Leiste aufweisen, die sich, insbesondere
wenigstens über die halbe, vordere Tiefe des Fachbodens erstreckt und die korrespondierenden
Nuten können sich am Innenbehälter von einer hinteren Tiefe des Innenbehälters so
weit nach vorne erstrecken, dass die vor Erreichen der Öffnungsebene in einer Tiefe
enden, die größer ist als die Länge der Leisten.
[0009] Das Haltemittel kann in einer zweiten Ausführung von Vorsprüngen gebildet werden,
die an gegenüberliegenden Seitenwänden des Innenbehälters, insbesondere etagenartig
sich in mehreren Höhenlagen wiederholend, angeordnet sind. Die Vorsprünge können in
den Seitenwänden des Innenbehälters angezogen sein, insbesondere durch ein Tiefziehverfahren
hergestellt sein. In dieser Ausführung tragen die Vorsprünge auf die ursprüngliche
Dicke der Seitenwände des Innenbehälters auf, so dass die beispielsweise durch Hinterschäumen
mit wärmeisolierendem Material ausgestatteten Seitenwände des Innenbehälters nicht
in ihrer Isolierfähigkeit geschwächt werden.
[0010] Die Vorsprünge an den gegenüberliegenden Seitenwänden können mit Vorsprüngen an gegenüberliegenden
Seitenkanten des Fachbodens kombiniert sein. Die Vorsprünge an den gegenüberliegenden
Seitenwänden können mit Vorsprüngen an gegenüberliegenden Seitenkanten des Fachbodens
insbesondere derart kombiniert sein, dass in einer eingeschobenen Position des Fachbodens,
in der das Türblatt verschließbar ist, wenigstens ein Vorsprung der Seitenwänden mit
wenigstens einem Vorsprung des Fachbodens überlappt und in einer teilweise aus dem
Innenbehälter ausgezogenen Position des Fachbodens der wenigstens eine Vorsprung der
Seitenwänden mit dem wenigstens einen Vorsprung des Fachbodens auf Lücke angeordnet
ist. Statt eines einzelnen Vorsprungpaares an den beiden gegenüberliegenden Seiten
des Fachbodens können zwei, drei oder mehr Vorsprungpaare zahnartig bzw. kammartig
wahlweise überlappend oder auf Lücke angeordnet werden.
[0011] Das Gegenhaltemittel kann hierbei von Vorsprüngen gebildet werden, die an gegenüberliegenden
Seitenkanten des Fachbodens angeordnet sind. Der Fachboden kann an gegenüberliegenden
Seitenkanten jeweils eine, den Vorsprung bildende Leiste aufweisen, die sich, insbesondere
wenigstens über die halbe, vordere Tiefe des Fachbodens erstreckt und die korrespondierenden
Vorsprünge können sich am Innenbehälter von einer hinteren Tiefe des Innenbehälters
so weit nach vorne erstrecken, dass die vor Erreichen der Öffnungsebene in einer Tiefe
enden, die größer ist als die Länge der Leisten. Mit anderen Worten kann die Leiste
in einem der Öffnungsebene zugewandten, vorderen Tiefenbereich angeordnet sein und
die korrespondierenden Vorsprünge an einem der Rückwand des Innenbehälters zugewandten
hinteren Tiefenbereich angeordnet sein.
[0012] Jeder korrespondierende Vorsprung des Innenbehälters kann eine in Tiefenrichtung
durchgehende Auflagefläche aufweisen. Alternativ kann jeder korrespondierende Vorsprung
des Innenbehälters mehrere in Tiefenrichtung beabstandete, insbesondere gleichmäßig
beabstandete Auflageflächen aufweisen.
[0013] In allen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen kann das Gegenhaltemittel und/oder die
wenigstens eine Abstützfläche des Fachbodens an einer Kunststoffleiste oder einem
Kunststoffrahmen vorgesehen sein, insbesondere einstückig mit der Kunststoffleiste
oder dem Kunststoffrahmen ausgebildet sein, durch welche eine Glasplatte als Fachboden
umspritzt ist.
[0014] In allen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen kann das Haltemittel und/oder das Gegenhaltemittel
ausgebildet sein, den Fachboden mit seinen gegenüberliegenden Seiten an dem Innenbehälter
im Lagerraum zu lagern. Alternativ oder ergänzend können die Haltemittel und/oder
die Gegenhaltemittel ausgebildet sein, den Fachboden in einem der Öffnungsebene zugewandten,
vorderen oder mittleren Tiefenbereich derart abzustützen, dass ein der Rückwand des
Innenbehälters zugewandter hinterer Tiefenbereich eines zumindest dort frei tragend
ausgebildeten Fachbodens in einer eingeschobenen Position in Richtung der Rückwand
auskragt.
[0015] Mit anderen Worten ist der Fachboden nur in einem vorderen oder mittleren Bereich
von dem Haltemittel und/oder dem Gegenhaltemittel unterstützt und ein hinterer Bereich
des Fachbodens wird durch keine Lagermittel unterstützt, sondern ragt frei über die
Unterstützung des vorderen bzw. mittleren Bereichs nach hinten in Richtung der Rückwand
des Innenbehälters hinaus. Im ausgezogenen Zustand des Fachbodens kann dann der der
Rückwand des Innenbehälters zugewandte hintere Tiefenbereich des Fachbodens durch
die Tragschienen unterstützt sein und der vordere Bereich des Fachbodens nach vorne
frei über die Unterstützung hinaus nach vorne auskragen. Damit kann unter Verwendung
besonders kurzer Haltemittel bzw. Gegenhaltemittel eine verbessertes Herausziehen
und Einschieben des Fachbodens erreicht werden.
[0016] In allen erfindungsgemäßen Ausführungen kann das Haltemittel und/oder das Gegenhaltemittel
ausgebildet sein, den Fachboden in einem Bereich zwischen einer Vorderkante des Fachbodens
und einer maximalen Tiefe von zwei Drittel der Gesamttiefe des Fachbodens abzustützen.
Mit anderen Worten kragt der Fachboden über ein Drittel seiner Gesamttiefe nach hinten,
d.h. in Richtung der Rückwand des Innenbehälters aus. Statt maximal zwei Drittel der
Gesamttiefe kann der Fachboden in einer eingeschränkten Ausführungsform auch nur über
die Hälfte seiner Gesamttiefe oder sogar weniger, wie beispielsweise nur in einem
Mittenbereich durch die Haltemittel bzw. die Gegenhaltemittel abgestützt sein.
[0017] Zusammenfassend und mit anderen Worten dargestellt ergibt sich somit durch die Erfindung
unter Anderem eine Höhenverstellung für Fachböden bei der ein Verstellen der Fachböden
waagrecht und ohne verkippen möglich ist. Dadurch müssen diese Fachböden bei einer
Verstellung nicht in jedem Falle komplett abgeräumt werden. Die Erfindung kommt ohne
Zusatzteile und daraus resultierenden Zusatzkosten aus.
[0018] Der Weiteren kann der Innenbehälter so gestaltet werden, dass Fachböden ohne Zusatzaufwand
verriegelbar sind. In bekannten Kältegeräten können Fachböden, insbesondere Glasfachböden
nur durch ein Verkippen aus dem Innenbehälter entnommen werden. Die erfindungsgemäße
Innenbehältergestaltung lagert Fachböden in einer Ausführung in kurzen Nuten, die
aus der Seitenwandisolation ausgespart werden. Die Länge dieser Nuten ist etwas kürzer
als die lichte Weite zwischen Anfang des Nutenfeldes und möglichen Hindernissen an
der Innentüre. Mögliche Hindernisse können an der Innenseite des Türblatts vorspringende
Türabsteller sein, welche bei einer zu 90 Grad geöffneten Türe, den Auszugsweg der
Fachböden begrenzen.
[0019] Mittels der Erfindung können Fachböden waagerecht aus dem Nutenfeld entnommen werden
und waagrecht in höhere oder tiefer gelegene Nuten eingeschoben werden. Ein Kippen
oder Verdrehen der Fachböden ist dabei nicht notwendig. Fachböden können so auch mit
Kühlgut beladen umgesetzt werden.
[0020] Im vorderen Bereich der Nuten kann an der Unterseite der Nut zusätzlich eine kleine
Absenkung angebracht sein. In diese hinterschnittene Absenkung kann ein federndes
Teil der Glasplattenumspritzung eingreifen, um den Fachboden in der Nut zu sichern.
Eine solche Verrastung ist ausreichend um den Fachboden beispielsweise für den Transport
ausreichend zu sichern und so auf jede kostenintensive Zusatzbefestigung werkseitig
verzichten zu können. Die Geräte können so auch in einer Konfiguration ausgeliefert
werden, die später bei Kunden zur Anwendung kommt.
[0021] Die erfindungsgemäße Innenbehältergestaltung bietet ein optimales Platzangebot bei
hoher Isolation des Innenbehälters. Die Nuten können als Fachbodenauflagen möglichst
schmal und kurz gehalten werden, um die Isolation der Seitenwände möglichst nicht
zu schwächen. So kann auf Auflagen verzichtet werden, die in den Innenbehälter ragen
und die nutzbare Stellfläche auf den Fachböden reduzieren.
[0022] Die erfindungsgemäßen Innenbehälter sind durch die einfachere geometrische Gestaltung
mit einfachen Werkzeugen herzustellen. Die für einen Schäumprozess notwendigen Werkzeuge,
können einfach aufgebaut sein. Bei bekannten Behältergeometrien werden Schäumwerkzeuge
mit Schieber benötigt. Die Werkzeuge für erfindungsgemäße Innenbehälter kommen ohne
aufwändige Schieber im Werkzeug aus. Die Werkzeuge sind somit wesentlich günstiger
in der Anfertigung und Wartung.
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Konkrete Merkmale
dieser Ausführungsbeispiele können allgemeine Merkmale der Erfindung darstellen.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Kältegerätes mit erfindungsgemäßen Haltemitteln
für einen Fachboden mit dem Fachboden in einer unteren eingeschobenen Position;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung des Kältegerätes mit erfindungsgemäßen Haltemitteln
mit dem Fachboden in einer unteren ausgezogenen Position vor einem waagerechten Anheben
des Fachbodens;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung des Kältegerätes mit erfindungsgemäßen Haltemitteln
mit dem Fachboden in einer oberen ausgezogenen Position nach einem waagerechten Anheben
des Fachbodens;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung des Kältegerätes mit erfindungsgemäßen Haltemitteln
mit dem Fachboden in einer oberen eingeschobenen Position;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Haltemittels;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Haltemittels;
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Haltemittels.
[0025] Die Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht, annähernd aus der Sicht eines Benutzers,
ein Haushaltskältegerät 1 bei geöffnetem Türblatt 2. Das geöffnete Türblatt 2 erlaubt
einen Zugriff auf einen Lagerraum 3 für Kühlgut. Der Lagerraum 3 wird von einem wärmeisolierten
Innenbehälter 4 gebildet bzw. begrenzt. Das Türblatt 2 dient zum Öffnen und Schließen
des Lagerraums 3 und ist dazu schwenkbar bezüglich einer Öffnungsebene des Haushaltskältegeräts
1 bzw. des Innenbehälters 4 gelagert. Das Türblatt 2 weist gegenüberliegende Türholme
5 auf, zwischen denen wenigstens ein Türabsteller 6 höhenverstellbar gehalten ist.
[0026] Der Innenbehälter 4 weist Haltemittel 7 für wenigstens einen Fachboden 8 auf. Statt,
wie in Fig. 1 bis Fig. 4 dargestellt, eines einzelnen Fachbodens 8 können auch zwei
oder mehr Fachböden 8 in dem Innenbehälter 4 gelagert sein. Verschiedene Ausführungsformen
von Haltemitteln 7 sind beispielhaft in den Fig. 5 bis Fig. 7 näher dargestellt. Am
Innenbehälter 4 können an den beiden gegenüberliegenden Seitenwänden 4a, 4b jeweils
ein oder mehrere Haltemittel 7 angeordnet sein. Das wenigstens eine Haltemittel 7
weist wenigstens eine nach oben weisende Auflagefläche 7a auf.
[0027] Die ein oder mehreren Haltemittel 7 wirken mit Gegenhaltemittel 9 des Fachbodens
8 zusammen, um den Fachboden 8 in einer gewünschten Höhenlage in dem Innenbehälter
4 zu lagern. Das wenigstens eine Gegenhaltemittel 9 weist wenigstens eine nach unten
weisende Abstützfläche 9a auf. Um den Fachboden 8 in der in Fig. 1 gezeigten Position
im dem Innenbehälter 4 halten zu können, ist die wenigstens eine Auflagefläche 7a
am Innenbehälter 4 und die wenigstens eine Abstützfläche 9a am Fachboden 8 derart
ausgebildet und/oder angeordnet, dass in der in Fig. 1 gezeigten eingeschobenen Position
des Fachbodens 8 die wenigstens eine Auflagefläche 7a und die wenigstens eine Abstützfläche
9a überlappen. Mit anderen Worten liegt der Fachboden mittels seiner wenigstens einen
Abstützfläche 9a auf der wenigstens einen Auflagefläche 7a am Innenbehälter 4 auf,
um den Fachboden 8 in seiner dargestellten Höhenlage zu halten. In dieser in Fig.
1 dargestellten eingeschobenen Position ist der Fachboden 8 in einer unteren Ebene
10 gehalten und das Türblatt 2 des Haushaltskältegeräts 1 verschließbar.
[0028] Um den Fachboden 8 aus der in Fig. 1 gezeigten unteren eingeschobenen Position in
eine obere eingeschobene Position gemäß der Fig. 3 umsetzen zu können, genügt es mit
den erfindungsgemäß ausgebildeten Haltemitteln 7 und den erfindungsgemäß ausgebildeten
Gegenhaltemittel 9 den Fachboden 8 maximal soweit herausziehen zu müssen, bis eine
Vorderkante 11 des Fachbodens 8 an dem Türholm 5 des zu 90 Grad geöffneten Türblatts
2 ansteht oder nahezu ansteht, wie dies in Fg. 2 illustriert ist. In der in Fig. 2
gezeigten teilweise ausgezogenen Position des Fachbodens 8 ist die wenigstens eine
Auflagefläche 7a und die wenigstens eine Abstützfläche 9a auf Lücke angeordnet. Die
Abstützflächen 9a bzw. die Vorsprünge 19a liegen in der in Fig. 2 gezeigten ausgezogenen
Position vollständig die in einem Tiefenbereich T3 (Fig. 5), so dass der Fachboden
8 insbesondere in einer waagerechten Ausrichtung, bei der durchaus Kühlgut auf dem
Fachboden 8 verbleiben kann, nach oben in eine obere ausgezogene Position gemäß Fig.
3 in seiner Höhe nach oben versetzt werden kann. Aus der nach oben versetzten ausgezogenen
Position gemäß Fig. 3 kann der Fachboden 8 in eine obere eingeschobene Position gemäß
Fig. 4 in einer oberen Höhenlage gehalten, d.h. abgesetzt werden. In analoger Weise
kann der Fachboden 8 aus einer oberen eingeschobenen Höhenlage der Ebene 14 gemäß
Fig. 4 wieder in eine untere eingeschobene Höhenlage der Ebene 10 gemäß Fig. 3 nach
Fig. 1 zurück versetzt werden.
[0029] Das Haltemittel 7 gemäß den Fig. 1 bis Fig. 5 kann in dieser ersten Ausführung von
Rücksprüngen, insbesondere Nuten 12a, 12b gebildet werden, die an gegenüberliegenden
Seitenwänden 4a, 4b des Innenbehälters 4, insbesondere etagenartig sich in mehreren
Höhenlagen wiederholend, wie in Fig. 1 bis Fig. 5 gezeigt, angeordnet sind.
[0030] Das Gegenhaltemittel 9 wird in dieser ersten Ausführung von Vorsprüngen 19a gebildet,
die an gegenüberliegenden Seitenkanten des Fachbodens 8 angeordnet sind.
[0031] Der Fachboden 8 weist in der ersten Ausführung an gegenüberliegenden Seitenkanten
jeweils eine, den Vorsprung 19a bildende Leiste 13a, 13b auf, die sich, insbesondere
wenigstens über die halbe, vordere Tiefe T1 des Fachbodens 8 erstreckt und die korrespondierenden
Nuten 12a, 12b erstrecken sich am Innenbehälter 4 von einer hinteren Tiefe T2 des
Innenbehälters 4 so weit nach vorne, dass die vor Erreichen der Öffnungsebene O in
einer Tiefe T3 enden, die größer ist als die Länge (T1) der Leisten 13a, 13b, wie
dies in Fig. 5 illustriert ist.
[0032] Das Haltemittel 7 kann in einer zweiten Ausführung gemäß Fig. 6 von Vorsprüngen 15a,
15b gebildet werden, die an gegenüberliegenden Seitenwänden 4a, 4b des Innenbehälters
4, insbesondere etagenartig sich in mehreren Höhenlagen wiederholend, angeordnet sind.
Das Gegenhaltemittel 9 kann auch hierbei von Vorsprüngen 19a, 19b gebildet werden,
die an gegenüberliegenden Seitenkanten des Fachbodens 8 angeordnet sind.
[0033] Dazu weist der Fachboden 8 an gegenüberliegenden Seitenkanten jeweils eine, den Vorsprung
19a bildende Leiste 13a, 13b auf, die sich, insbesondere wenigstens über die halbe,
vordere Tiefe T1 des Fachbodens 8 erstreckt und die korrespondierenden Vorsprüngen
15a, 15b erstrecken sich am Innenbehälter 4 von einer hinteren Tiefe T2 des Innenbehälters
4 so weit nach vorne, dass die vor Erreichen der Öffnungsebene O in einer Tiefe T3
enden, die größer ist als die Länge (T1) der Leisten 13a, 13b, wie dies in Fig. 6
illustriert ist.
[0034] Jeder korrespondierende Vorsprung 15a, 15b des Innenbehälters 4 kann eine in Tiefenrichtung
durchgehende Auflagefläche 7a aufweisen, wie in Fig. 6 illustriert.
[0035] Alternativ kann jeder korrespondierende Vorsprung 15a, 15b des Innenbehälters 4 mehrere
in Tiefenrichtung beabstandete, insbesondere gleichmäßig beabstandete Auflagefläche
7a aufweisen. In Fig. 7 ist beispielhaft jeder Vorsprung 15a, 15b mit zwei Auflagefläche
7a ausgebildet.
[0036] In allen dargestellten Ausführungen ist das Gegenhaltemittel 9 bzw. die wenigstens
eine Abstützfläche 9a des Fachbodens 8 an einer Kunststoffleiste vorgesehen, durch
welche eine Glasplatte als Fachboden 8 umspritzt ist.
1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät (1), aufweisend einen wärmeisolierten,
einen Lagerraum (3) für Kühlgut auskleidenden Innenbehälter (4), ein zum Öffnen und
Schließen des Lagerraums (3) schwenkbar bezüglich einer Öffnungsebene (O) gelagertes
Türblatt (2), sowie an den Seitenwänden des Innenbehälters (4) vorgesehene Haltemittel
(7), die mit Gegenhaltemittel (9) wenigstens eines Fachbodens (8) zusammenwirken und
diesen abstützen, wobei das Haltemittel (7) wenigstens eine nach oben weisende Auflagefläche
(7a) aufweist und das Gegenhaltemittel (9) wenigstens eine nach unten weisende Abstützfläche
(9a) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Auflagefläche (7a) am Innenbehälter (4) und die wenigstens eine
Abstützfläche (9a) am Fachboden (8) derart ausgebildet und/oder angeordnet ist, dass
in einer eingeschobenen Position des Fachbodens (8), in der das Türblatt (2) verschließbar
ist, die wenigstens eine Auflagefläche (7a) und die wenigstens eine Abstützfläche
(9a) überlappen und in einer teilweise aus dem Innenbehälter (4) ausgezogenen Position
des Fachbodens (8) die wenigstens eine Auflagefläche (7a) und die wenigstens eine
Abstützfläche (9a) auf Lücke angeordnet sind.
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (7) von Rücksprüngen, insbesondere Nuten (12a, 12b) gebildet wird,
die an gegenüberliegenden Seitenwänden (4a, 4b) des Innenbehälters (4), insbesondere
etagenartig sich in mehreren Höhenlagen wiederholend, angeordnet sind.
3. Kältegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenhaltemittel (9) von Vorsprüngen (19a) gebildet wird, die an gegenüberliegenden
Seitenkanten des Fachbodens (8) angeordnet sind.
4. Kältegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fachboden (8) an gegenüberliegenden Seitenkanten jeweils eine, den Vorsprung
(19a, 19b) bildende Leiste (13a, 13b) aufweist, die sich, insbesondere wenigstens
über die halbe, vordere Tiefe (T1) des Fachbodens (8) erstreckt und die korrespondierenden
Nuten (12a, 12b) am Innenbehälter (4) sich von einer hinteren Tiefe (T2) des Innenbehälters
(4) so weit nach vorne erstrecken, dass die vor Erreichen der Öffnungsebene (O) in
einer Tiefe (T3) enden, die größer ist als die Länge der Leisten (13a, 13b).
5. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (7) von Vorsprüngen (15a, 15b) gebildet wird, die an gegenüberliegenden
Seitenwänden (4a, 4b) des Innenbehälters (4), insbesondere etagenartig sich in mehreren
Höhenlagen wiederholend, angeordnet sind.
6. Kältegerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenhaltemittel (9) von Vorsprüngen (19a, 19b) gebildet wird, die an gegenüberliegenden
Seitenkanten des Fachbodens (8) angeordnet sind.
7. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenhaltemittel (9) und/oder die wenigstens eine Abstützfläche (9a) des Fachbodens
(8) an einer Kunststoffleiste oder einem Kunststoffrahmen vorgesehen ist, insbesondere
einstückig mit der Kunststoffleiste oder dem Kunststoffrahmen ausgebildet ist, durch
welche eine Glasplatte als Fachboden (8) umspritzt ist.
8. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Rücksprüngen bzw. Nuten (12a, 12b) in Seitenwänden (4a, 4b) des Innenbehälters (4)
angezogen sind, insbesondere durch ein Tiefziehverfahren hergestellt sind.
9. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (7) und/oder das Gegenhaltemittel (9) ausgebildet sind/ist, den Fachboden
(8) mit seinen gegenüberliegenden Seiten an dem Innenbehälter (4) im Lagerraum (3)
zu lagern.
10. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (7) und/oder die Gegenhaltemittel (9) ausgebildet sind, den Fachboden
(8) in einem der Öffnungsebene (O) zugewandten, vorderen oder mittleren Tiefenbereich
derart abzustützen, dass ein einer Rückwand des Innenbehälters (4) zugewandter hinterer
Tiefenbereich des zumindest dort frei tragend ausgebildeten Fachbodens (8) in einer
eingeschobenen Position in Richtung der Rückwand auskragt.
11. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (7) und/oder das Gegenhaltemittel (9) ausgebildet sind/ist, den Fachboden
(8) in einem Bereich zwischen einer Vorderkante des Fachbodens (8) und einer maximalen
Tiefe von zwei Drittel der Gesamttiefe des Fachbodens (8) abzustützen.
12. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Innenbehältergestaltung Fachböden (8) in kurzen Nuten (12a, 12b) lagert, die
aus einer Seitenwandisolation ausgespart werden.
13. Kältegerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Länge dieser Nuten (12a, 12b) etwas kürzer ist als eine lichte Weite zwischen
Anfang des Nutenfeldes und möglichen Hindernissen an der Innentüre (2).
14. Kältegerät nach einem der Ansprüche 2 oder 8 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass im vorderen Bereich der Nuten (12a, 12b) an einer Unterseite der Nut (12a, 12b) zusätzlich
eine kleine Absenkung angebracht ist.
15. Kältegerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in diese hinterschnittene Absenkung an der Unterseite der Nut (12a, 12b) ein federndes
Teil einer Glasplattenumspritzung eingreift, um den Fachboden (8) in der Nut (12a,
12b) zu sichern.