[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein faltbar ausgebildetes Sitzmöbel.
Stand der Technik
[0002] Aus
DE 200 00 971 U1 ist die Anwendung einer Getränkekiste für eine Sitzgelegenheit bekannt, wobei Getränkekisten
das zum Sitzen nötige Volumen bereitstellen.
[0003] Aus
DE 20 2008 010 387 U1 ist eine Hockerbox bekannt, um das zum Sitzen nötige Volumen durch Zusammenfalten
zu minimieren zwecks z. B. Aufbewahrung oder Transport.
[0004] Auch sind Überzüge bekannt, welche über Holzkiste und Polster gezogen werden.
[0007] Nachteil des Standes der Technik ist zum einen der hohe Aufwand, um die Betriebsform
zum Sitzen aus der Verwahrungsform herzustellen und anschließend wieder in die Verwahrungsform
zurückzuführen, zum anderen der eingeschränkte Sitzkomfort. Weiterhin sind die bekannten
Sitzmöbel wenig kompakt und/oder wenig stabil.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist deshalb, ein Sitzmöbel zu entwickeln, das sowohl besonders
kompakt als auch besonders stabil ist.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Erfindungsgemäß wird ein Sitzmöbel zur Verfügung gestellt, umfassend: eine Sitzfläche;
eine Stützkonstruktion, die ausgebildet ist, die Sitzfläche gegenüber einer Unterlage
abzustützen und zu beabstanden, wobei die Stützkonstruktion derart faltbar ausgebildet
ist, dass sie lösbar in einem auseinandergefalteten Zustand fixiert werden kann; und
eine die Sitzfläche aufweisende Abdeckung, die ausgebildet ist, die Stützkonstruktion
mindestens teilweise zu verdecken, wobei sich die Abdeckung, von einem Rand der Sitzfläche
aus, in eine von der Sitzfläche abgewandte Richtung erstreckt, und die Stützkonstruktion
im Bereich der Sitzfläche eine starre Platte aufweist, wobei die Stützkonstruktion
zwei Beinplatten aufweist, welche von der starren Platte jeweils rechtwinklig abgewinkelt
sind; sich in Richtung einer von der Sitzfläche abgewandten Seite erstrecken; und
jeweils eine korrespondierende Aussparung aufweisen, wobei sich die Abdeckung entlang
einer lotrecht zur Sitzfläche verlaufenden Achse mindestens über 80% eines maximalen
Abstandes der Stützkonstruktion im auseinandergefalteten Zustand von einer Oberseite
der Sitzfläche entlang der lotrecht zur Sitzfläche verlaufenden Achse erstreckt.
[0010] Vorteilhaft dabei ist, dass das Sitzmöbel in einem zusammengefalteten Zustand leicht
zu transportieren und leicht zu verwahren ist, dagegen in einem auseinandergefalteten
Zustand einem komfortablen Sitzen dient.
[0011] Vorzugsweise ist die Sitzfläche planar ausgebildet, wobei sich die Abdeckung, vom
Rand der Sitzfläche aus, in einem rechten Winkel zur planaren Sitzfläche erstreckt.
[0012] Vorteilhaft dabei ist die ästhetische Wirkung, wenn die Stützkonstruktion durch die
Abdeckung abgedeckt ist.
[0013] Vorzugsweise erstreckt sich die Abdeckung entlang des gesamten Randes der Sitzfläche
umlaufend.
[0014] Vorteilhaft ist dabei, dass aus jeder Blickrichtung die Stützkonstruktion durch die
Abdeckung abgedeckt ist.
[0015] Vorzugsweise ist eine Ausdehnung der Abdeckung vom Rand der Sitzfläche entlang einer
lotrecht zur Sitzfläche verlaufenden Achse für den gesamten Rand der Sitzfläche gleich
groß.
[0016] Vorteilhaft ist dabei, dass aus jeder Blickrichtung die Stützkonstruktion zu gleichen
Teilen durch die Abdeckung abgedeckt ist.
[0017] Erfindungsgemäß erstreckt sich die Abdeckung, entlang einer lotrecht zur Sitzfläche
verlaufenden Achse, mindestens über 80% eines maximalen Abstandes der Stützkonstruktion,
im auseinandergefalteten Zustand, von einer Oberseite der Sitzfläche entlang der lotrecht
zur Sitzfläche verlaufenden Achse.
[0018] Vorzugsweise bildet das Sitzmöbel im auseinandergefalteten Zustand einen starren
Körper.
[0019] Vorzugsweise erstreckt sich die Abdeckung, entlang einer lotrecht zur Sitzfläche
verlaufenden Achse, über 100 % eines maximalen Abstandes der Stützkonstruktion, im
auseinandergefalteten Zustand, von einer Oberseite der Sitzfläche entlang der lotrecht
zur Sitzfläche verlaufenden Achse.
[0020] Vorteilhaft dabei ist, dass die Abdeckung bis in die Nähe eines Bodens reicht und
somit die Stützkonstruktion abgedeckt (verdeckt) ist.
[0021] Vorzugsweise ist die Abdeckung aus einem faltbaren Material ausgebildet. Vorzugsweise
weist das Material Leder, Kunstleder, Gummi, Gewebe, Metall oder Silikon auf.
[0022] Vorzugsweise ist die Abdeckung mit der Stützkonstruktion fest verbunden. Vorteilhafterweise
kann daher bei einem Transport nichts verloren gehen.
[0023] Vorzugsweise sind die Abdeckung und die Sitzfläche integral, also einstückig, ausgebildet.
[0024] Erfindungsgemäß weist die Stützkonstruktion im Bereich der Sitzfläche eine starre
Platte auf. Vorteilhaft dabei ist, dass die starre Platte die Sitzfläche stabilisiert
und ebenfalls für einen besseren Sitzkomfort sorgt.
[0025] Vorzugsweise weist die starre Platte oder die Stützkonstruktion eine Beschichtung
aus einem Elastomer auf, welche ausgebildet ist, mittels Kraftschluss ein horizontales
Verschieben der starren Platte gegenüber der Stützkonstruktion zu verhindern.
[0026] Vorzugsweise sind die Beinplatten faltbar ausgebildet, beispielsweise mittels eines
Gelenks, welches die Beinplatten aus jeweils mindestens zwei biegesteifen Platten
zusammensetzt.
[0027] Vorzugsweise weist die starre Platte auf einer der Sitzfläche abgewandten Seite entlang
beider Diagonalen, welche sich entlang einer durch zwei Haupterstreckungsrichtungen
der starren Platte aufgespannten Ebene erstrecken, jeweils eine Nut auf, welche ausgebildet
sind, jeweils eine der Sitzfläche zugewandte Seite der Beinplatten aufzunehmen, um
mittels Formschluss ein horizontales Verschieben der starren Platte gegenüber den
ineinander gesteckten Beinplatten zu verhindern.
[0028] Vorzugsweise ist die starre Platte lösbar mit der Stützkonstruktion verbunden. Vorzugsweise
weist die starre Platte, vorzugsweise auf einer von der Sitzfläche abgewandten Seite,
eine Handschlaufe und eine Armschlaufe auf. Dabei ist die starre Platte weiterhin
ausgebildet, durch Führung entlang einer Armbewegung einer Abwehr von Nahkampfwaffen
und Geschossen eines Angreifers zu dienen. Vorzugsweise weist die starre Platte Elemente
auf, welche ein Verstellen der Arm- bzw. Handgröße ermöglichen, vorzugsweise einen
Klettverschluss.
[0029] Vorzugsweise weist die starre Platte auf einer von der Sitzfläche abgewandten Seite
eine Tasche auf, welche ausgebildet ist, geöffnet und geschlossen zu werden und der
Verwahrung von Gegenständen, beispielsweise einem Mobiltelefon, zu dienen.
[0030] Vorzugsweise weist die Stützkonstruktion Gelenke auf. Vorzugsweise ist auch eine
Biegekante, also eine Kante aus einem biegsamen Material, ein Gelenk.
[0031] Vorzugsweise ist die Stützkonstruktion weiterhin derart ausgebildet, dass ein Quotient
aus einem ersten maximalen Abstand und einem zweiten maximalen Abstand einen Wert
aus einem Wertebereich zwischen 2 bis 100 aufweist. Dabei ist der erste maximale Abstand
ein maximaler Abstand einer ersten Ausdehnung der Stützkonstruktion im auseinandergefalteten
Zustand, wobei sich die erste Ausdehnung entlang einer lotrecht zur Sitzfläche verlaufenden
Achse erstreckt. Dabei ist der zweite maximale Abstand ein maximaler Abstand einer
zweiten Ausdehnung der Stützkonstruktion in einem zusammengefalteten Zustand, wobei
sich die zweite Ausdehnung entlang der lotrecht zur Sitzfläche verlaufenden Achse
erstreckt.
[0032] Vorteilhaft dabei ist ein großes Sitzvolumen bei andererseits einem nur sehr kleinen
Verstau- bzw. Transportvolumen.
[0033] Vorzugsweise weist die Stützkonstruktion ein Polster auf, welches mit der Sitzfläche
verbunden ist, und auf der von der Sitzfläche abgewandten Seite des Polsters angeordnet
ist. Vorteilhaft dabei ist ein verbesserter Sitzkomfort.
[0034] Vorzugsweise weist die Stützkonstruktion, vorzugsweise die starren Platten der Stützkonstruktion,
eine dreischichtige Verbundkonstruktion in Sandwichbauweise auf, welche ausgebildet
ist, eine erhöhte Stabilität für beim Sitzen statisch belastete Elemente des Sitzmöbels
zu gewährleisten, wobei die Verbundkonstruktion aus zwei tragenden Deckhäuten und
einem Stützkern, vorzugsweise in Wabenform, besteht.
[0035] Vorzugsweise weist die Stützkonstruktion, vorzugsweise die starren Platten der Stützkonstruktion,
einen Faserverbundwerkstoff oder einen Faser-Kunststoff-VerbundWerkstoff auf.
[0036] Vorzugsweise weist die Stützkonstruktion, insbesondere die starre Platte und/oder
Beinplatten, Ausnehmungen, auch als Aussparungen oder Löcher zu bezeichnen, auf. Das
spart Material und somit Gewicht und erhöht die Stabilität. Vorzugsweise weisen die
Ausnehmungen im inneren Randbereich eine Rippe auf. Dadurch wird die Stabilität erhöht.
Vorteilhaft dabei ist die erzielte Stabilität, ohne dass ein Verstau-Volumen oder
das Gewicht des Sitzmöbels größer werden muss.
[0037] Charakteristisch für eine derartige Stützkonstruktion ist eine maximale Belastbarkeit
von 200 kg bei einem maximalen Eigengewicht des Sitzmöbels von nur 1,5 kg. Dagegen
erreichen herkömmliche Sitzmöbel mit einem Eigengewicht von etwa 4 kg maximale Belastungen
von nur 80 kg.
[0038] Vorzugsweise weist die Stützkonstruktion in einer von der Sitzfläche abgewandten
Seite eine Beschichtung, vorzugsweise mit einem Elastomer oder einem Vliesstoff, auf,
welche ausgebildet ist, eine Haftreibung des Sitzmöbels gegenüber der Unterlage zu
vergrößern.
[0039] Vorteilhaft dabei ist, dass eine Vielzahl von Sitzmöbeln nebeneinander gestapelt
werden können, ohne, beim Sitzen auf einer Stoßkante, auseinandergeschoben zu werden
und ein Sturz des Sitzenden in einen Zwischenraum droht.
[0040] Vorzugsweise sind statisch tragende Elemente der Stützkonstruktion ausgebildet, in
einem Fußbereich der Stützkonstruktion trotz eines unebenen Fußbodens, ein Kippeln
des Sitzmöbels zu vermeiden infolge zusätzlicher Abstandselemente, welche im Randbereich
des Fußbereichs der Stützkonstruktion angeordnet sind; und/oder infolge von Aussparungen
in einem mittleren Fußbereich der Stützkonstruktion.
[0041] Vorzugsweise weist die Stützkonstruktion eine Lehne auf, welche von der Sitzfläche
abgewinkelt ist, sich entlang einer von der Stützkonstruktion abgewandten Seite der
Sitzfläche erstreckt und eine lösbare formschlüssige und/oder lösbare kraftschlüssige
Verbindung mit der Stützkonstruktion aufweist.
[0042] Vorzugsweise ist die Lehne in die Stützkonstruktion gesteckt. Denkbar ist jedoch
auch ein Befestigen, insbesondere Klemmen, Schrauben oder Stecken, in einem rückseitigen
Bereich des Sitzmöbels.
[0043] Vorteilhaft dabei ist eine Höhenverstellbarkeit entsprechend einer Höhenverstellbarkeit
einer Kopfstütze beim Autositz. Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass, infolge einer
Austauschbarkeit verschiedenartig geformter Lehnen, das Sitzmöbel seinen Charakter
verändern kann, obwohl nur ein kleiner Teil, die Lehne, ausgetauscht wird. Die bevorzugte
Lösbarkeit der Lehne von der Stützkonstruktion bringt als weiteren Vorteil hervor,
dass sich ein Transport von separat gestapelten Lehnen und separat gestapelten zusammengefalteten
Sitzmöbeln ohne Lehne als platzsparender erweisen kann als ein Transport mehrerer
Paare aus Lehne und zusammengefaltetem Sitzmöbel ohne Lehne.
[0044] Vorzugsweise sind die zusammengefalteten Sitzmöbel jeweils in einer gepolsterten
und quaderförmig ausgebildeten Tasche verpackt. Vorzugsweise sind die quaderförmigen
Taschen aneinander gestapelt und in einem Softcase verpackt, welches ausgebildet ist,
die Richtlinien für eine Verpackung für einen Versand zu erfüllen.
[0045] Vorzugsweise weist die Stützkonstruktion oder die Lehne ein arretierbares Gelenk
auf. Vorteilhaft dabei ist die Einstellbarkeit des Winkels, in welchem die Lehne zum
Rücken des Sitzenden ausgerichtet ist.
[0046] Vorzugsweise ist die Lehne mit der Stützkonstruktion durch Kraftschluss lösbar verbunden,
indem die Abdeckung über die Lehne und die Stützkonstruktion gestülpt ist.
[0047] Vorzugsweise umfasst das Sitzmöbel eine Beleuchtung. Vorzugsweise ist die Beleuchtung
eine RGB-LED-Beleuchtung. Vorzugsweise sind die LEDs unterhalb der Sitzfläche angeordnet.
Vorzugsweise sind die LEDs entlang einer Reihe, welche sich parallel zum die Sitzfläche
umlaufenden Rand erstreckt, angeordnet. Vorzugsweise sind die LEDs in einem Inneren
des Sitzmöbels angeordnet.
[0048] Vorzugsweise weist die Sitzfläche ein Temperierelement auf. Vorzugsweise kann das
Temperierelement die Sitzfläche kühlen und/oder wärmen. Vorzugsweise ist das Temperierelement
ein Latentwärmespeicher, welcher ein Phasenwechselmaterial aufweist. Vorzugsweise
ist das Temperierelement lösbar unterhalb der Sitzfläche angeordnet. Vorteilhaft dabei
ist, dass dieses gelöst und wieder "aufgeladen" werden kann.
[0049] Vorzugsweise weist die Abdeckung ein thermisch isolierendes Material auf. Vorteilhaft
dabei ist eine Nutzung des abgedeckten Bereichs der Stützkonstruktion als Kühlschrank.
Vorzugsweise weist die Abdeckung einen lösbaren Verschluss, vorzugsweise einen Reißverschluss
oder Klettverschluss, auf. Vorteilhaft dabei ist die Möglichkeit, die Seiten des Sitzmöbels
aufzuklappen, um an den Inhalt des Kühlschranks zu gelangen.
[0050] Vorzugsweise weist das Sitzmöbel einen Schall emittierenden Schallwandler, vorzugsweise
einen oder mehrere Lautsprecher, auf. Vorzugsweise ist der Schallwandler signaltechnisch
über eine elektromagnetische Kopplung, vorzugsweise Wi-Fi, Bluetooth oder Infrarot,
an eine Signalquelle, vorzugsweise Mischpult oder Vorverstärker, angebunden.
[0051] Vorzugsweise weist die Sitzfläche, vorzugsweise im Bereich des Polsters untergebracht,
ein Element zur drahtlosen Energieübertragung, vorzugsweise eine Induktionsspule zum
Aufladen eines Handys, auf.
[0052] Vorzugsweise weist das Sitzmöbel, insbesondere die Abdeckung des Sitzmöbels, mindestens
eine Naht, vorzugsweise aus farbigem Garn, auf. Vorzugsweise weist die Naht ein Stichmuster
auf, welches eine Symbolfolge, vorzugsweise Morse-Code oder Binärcode, repräsentiert.
Vorteilhaft dabei ist die Möglichkeit einer Individualisierung des Sitzmöbels und
der Verwaltung von derartigen Sitzmöbeln, beispielsweise bei einer Eingangs- und Ausgangsüberwachung
im Verleih. Denkbar ist es auch, dass insbesondere im militärischen Bereich eine Identifizierung
der Person, welche Besitzer des Sitzmöbels ist, ermöglicht wird.
[0053] Vorzugsweise weist das Sitzmöbel, vorzugsweise die Sitzfläche, ein Sexspielzeug,
vorzugsweise ein Masturbationselement, vorzugsweise einen Dildo oder einen Sybian,
auf. Vorzugsweise weist die Sitzfläche dabei einen Durchbruch auf, durch welchen die
Energie von einem Antrieb, welcher unterhalb der Sitzfläche angeordnet ist, zu einem
im Wirkungsbereich des menschlichen Körpers befindlichen, bewegten, Element geleitet
wird.
[0054] Vorzugsweise weist die Abdeckung in einem Fußbereich eine Schrumpfeinrichtung, vorzugsweise
eine umnähte oder durch Ösen in der Abdeckung gewebte Schnur, auf, welche ausgebildet
ist, dass die Abdeckung im Fußbereich zusammengeschnürt werden kann.
[0055] Vorteilhaft dabei ist eine Verwendung als Seesack. Ein Umdrehen des Sitzmöbels und
ein vorheriges Entfernen der Stützkonstruktion ermöglicht somit die Verwendung als
Trageeinrichtung.
[0056] Vorzugsweise kann das Sitzmöbel Ösen, Haken und/oder Nieten aufweisen. Vorteilhaft
dabei ist die Möglichkeit, das Sitzmöbel zu befestigen.
[0057] Vorzugsweise weist das Sitzmöbel austauschbare und/oder vielgestaltige Polster auf.
Vorzugsweise ist das Polster keilförmig ausgebildet. Vorteilhaft dabei ist die verbesserte
Sitzhaltung, beispielsweise am Arbeitsplatz.
[0058] Vorzugsweise ist die starre Platte als Netz mit einem Rahmen ausgebildet. Vorzugsweise
weist die starre Platte Holz oder Kunststoff auf. Vorzugsweise weist das Netz Carbonfasern,
Metalldraht/-Seil oder Kunststoff-Fasern auf.
[0059] Vorzugsweise weist die Lehne eine starre Platte auf. Vorzugsweise weist die Lehne
und/oder die Sitzfläche eine Rippenstruktur auf, welche ausgebildet ist, sich an eine
Form des menschlichen Körpers, insbesondere des Skeletts, anzupassen.
[0060] Vorzugsweise weist die Stützkonstruktion einen luftgefüllten Behälter, vorzugsweise
ein Luftkissen, auf.
[0061] Vorzugsweise ist das Sitzmöbel als Steh-Hocker, Barhocker oder Couch ausgebildet.
Vorteilhaft dabei ist eine Nutzung als Tresen auf beispielsweise Messen oder Mobile-Events.
[0062] Vorzugsweise weist das Sitzmöbel mindestens eine in die Abdeckung eingearbeitete
Aussparung und/oder eine an der Abdeckung befestigte Schlaufe auf. Vorteilhaft dabei
ist, dass darin/darauf die Füße abgestellt/hineingestellt werden können.
[0063] Vorzugsweise weist die Sitzfläche Massagematten auf. Vorzugsweise sind mehrere Sitzmöbel
aneinandergestapelt. Vorteilhaft dabei ist, dass der Stapel eine synchrone Massageliege
bildet.
[0064] Vorzugsweise weist das Sitzmöbel in einem Inneren einen Beamer oder Projektor auf.
Vorzugsweise projiziert der Beamer oder Projektor ein Bild auf die Abdeckung.
[0065] Die Sitzfläche verläuft im aufgebauten Zustand vorzugsweise horizontal, während vorzugsweise
eine jede Seite vertikal verläuft. In diesem Beispiel würde die Sitzfläche um 90°
vom Seitenbereich abgewinkelt sein. Auch andere Winkelbereiche sind möglich, z. B.
80° bis 100°, 60° bis 120° oder 50° bis 130°.
[0066] Ein resultierender Vorteil ist das Verdecken des Inneren des Sitzmöbels, um Verletzungen
durch beispielsweise Klemmen, Schneiden oder Kratzen zu vermeiden.
[0067] Auch ist es möglich, dass der Seitenbereich sich vom Rand der Sitzfläche entfernend
erstreckt und eine Längserstreckung aufweist, die größer als die Hälfte der maximalen
Ausdehnung der Sitzfläche ist.
[0068] Die Längserstreckung des Seitenbereichs entspricht vorzugsweise der Sitzhöhe.
[0069] Die maximale Ausdehnung der Sitzfläche entspricht vorzugsweise ihrer Diagonalen.
[0070] Auch sind bezüglich Längserstreckung und maximaler Ausdehnung andere Größenverhältnisse
als die zuvor beschriebene Hälfte möglich.
[0071] Ein resultierender Vorteil ist beispielsweise das möglichst flache Verstauen des
Klappmechanismus, ohne dass sich Beine überlagern müssen.
[0072] Auch ist es möglich, dass der Seitenbereich streifenförmig ausgebildet ist, wobei
das Verhältnis der maximalen Breite zur minimalen Breite des streifenförmigen Seitenbereichs
zwischen 1 und 2 beträgt, wobei eine der Längsseiten des streifenförmigen Seitenbereichs
den Rand der Sitzfläche umlaufend abschließt.
[0073] Auch sind bezüglich des Verhältnisses der maximalen Breite zur minimalen Breite des
streifenförmigen Seitenbereichs andere Zahlenbereiche möglich, wie bevorzugt zwischen
1 und 1,5 oder bevorzugter zwischen 1 und 1,2 und noch bevorzugter 1,0, was einer
uniformen Breite des streifenförmigen Seitenbereichs entsprechen würde.
[0074] Ein resultierender Vorteil ist das Verdecken des Inneren des Sitzmöbels, um Verletzungen
durch beispielsweise Klemmen, Schneiden oder Kratzen zu vermeiden sowie beispielsweise
Mechanik im Inneren der Husse (Abdeckung) vor klebrigen Getränkeresten, vor Korrosion,
Rost oder Blockieren von Gelenken zu schützen.
[0075] Auch ist es möglich, dass ein von der Sitzfläche abgewandtes Ende des Seitenbereichs
einen umlaufenden Rand aufweist, wobei ein erstes Befestigungselement und ein zweites
Befestigungselement im Bereich des Rands des Seitenbereichs vorgesehen sind, und wobei
ein Winkel zwischen einer ersten Verbindungslinie und einer zweiten Verbindungslinie
zwischen 150° und 210° beträgt, wobei die erste Verbindungslinie zwischen dem ersten
Befestigungselement und dem geometrischen Schwerpunkt der durch den Rand des Seitenbereichs
definierten Fläche verläuft, und wobei die zweite Verbindungslinie zwischen dem zweiten
Befestigungselement und dem geometrischen Schwerpunkt der durch den Rand des Seitenbereichs
definierten Fläche verläuft.
[0076] In einer bevorzugten Ausführungsvariante liegen die Befestigungselemente einander
gegenüber.
[0077] Ein resultierender Vorteil ist das Spannen der Husse (Abdeckung) und Schützen vor
unbeabsichtigtem Abziehen.
[0078] Auch ist es möglich, dass die Befestigungselemente einen Klettverschluss umfassen.
Ein resultierender Vorteil ist das schnelle und sichere Verbinden und Lösen.
[0079] Auch ist es möglich, dass ein Set, ein System aus einem Sitzmöbelunterteil und einer
Husse (Abdeckung) gebildet wird, wobei das Sitzmöbelunterteil wannenförmig ausgebildet
ist, und wobei die Form des umlaufenden Randes der Unterseite des Sitzmöbelunterteils
mit der Form des umlaufenden Randes der Sitzfläche der Husse (Abdeckung) korrespondiert.
[0080] Korrespondieren in diesem Zusammenhang bedeutet vorzugsweise eine Ähnlichkeit in
Form, Verlauf und/oder Größe.
[0081] Ein resultierender Vorteil ist beispielsweise das homogene und gleichmäßige Spannen
der Seitenbereiche der Husse (Abdeckung) in Richtung Unterseite, wodurch die Sitzfläche
eine komfortablere Form erhält.
[0082] Auch ist es möglich, das Sitzmöbel mit einer wieder lösbaren Lehne auszustatten,
welche durch Stangen aufgespannt wird, indem vorzugsweise durch in den Sitzkörper
gesteckte Stangen mit dem Stützelement und den Beinen lösbar verbunden werden, beispielsweise
durch Drücken und Einrasten, Drehen und Einrasten, Schrauben oder Stecken mittels
beispielsweise vorgefertigter Fassungen, Bajonettverschluss oder Steckmöglichkeiten.
In einer noch bevorzugteren Variante sind jene die Lehne tragenden Stangen einklappbar
oder in sich zusammenschiebbar.
[0083] Ein resultierender Vorteil ist der hohe Sitzkomfort.
Zeichnungen
[0084] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen und nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- ein Sitzmöbel mit faltbarer Stützkonstruktion und Abdeckung,
- Figur 2
- ein Sitzmöbel mit Husse,
- Figur 3
- verkämmbare Trageelemente für ein erfindungsgemäßes Sitzmöbel,
- Figur 4
- verkämmte Trageelemente, welche die Husse aufspannen, und
- Figur 5
- eine Husse mit einklappbaren Beinen.
[0085] Für ein Element, welches in Funktion und Aufbau einem Element aus einer davor genannten
Figur entspricht, wird dasselbe Bezugszeichen verwendet.
[0086] Figur 1 zeigt in einer vereinfachten schematischen zweidimensionalen x,y-Seitenansicht
eines eines Sitzmöbels. Dabei steht das Sitzmöbel auf einer Unterlage 131. Das Sitzmöbel
weist eine zusammenklappbare (zusammenfaltbare) Stützkonstruktion 160, 161, 162, 163
auf, welche aus einklappbaren Beinen 161, einer starren Platte 160, klappbaren Querstreben
162 und einem Verriegelungselement 163 besteht.
[0087] Die gelenkige Verbindung zwischen den Querstreben 162 und den Beinen 161 weist jeweils
ein Gelenk 165 auf. Die gelenkige Verbindung zwischen den Beinen 161 und der starren
Platte 160 weist ebenfalls jeweils ein Gelenk 165 auf.
[0088] Oberhalb der starren Platte 160 befindet sich ein Polster 133. Das Polster 133 und
die Stützkonstruktion 160, 161, 162, 163 werden abgedeckt durch eine Abdeckung 134.
Die Abdeckung 134 weist oberhalb eine Sitzfläche 132 auf, welche einen umlaufenden
Rand 135 aufweist. Die Abdeckung 134 umläuft entlang des Randes 135 die Stützkonstruktion
160, 161, 162, 163 und das Polster 133 und erstreckt sich dabei an jeder Stelle von
der Sitzfläche 132 bis zur Unterlage 131.
[0089] Figur 2 zeigt Seitenansichten und in Figur 2A einen Sitzwürfel 200, wobei die Würfelform
lediglich eine wenig bevorzugte Form ist und der Begriff "Würfel" vorzugsweise der
Wiedererkennbarkeit dieses polyederförmigen Sitzmöbels dienen soll. Vielmehr ist der
sogenannte Sitzwürfel 200 im geometrischen Sinne einem Polyeder ähnlich, wobei Seitenflächen
209 des sogenannten Sitzwürfels 200 keinesfalls beschränkt sind auf eine Zweidimensionalität,
sondern sowohl Unebenheiten als auch räumliche Ausdehnungen aufweisen können, was
im geometrischen Sinne der Benennung als Fläche widerspricht und deshalb Seitenflächen
209 synonym zu Seitenbereichen 209 sind. Die Seitenflächen 209 sind vorzugsweise im
Größenbereich eines rechten Winkels α abgewinkelt von einer gedanklichen mit der Sitzfläche
132 korrespondierenden Ebene, so dass, wenn die Sitzebene parallel zum Boden (Unterlage)
verläuft, die Seitenflächen der Husse (Abdeckung) senkrecht zu Boden fallen.
[0090] Eine Abgrenzung zum Boden und zur Umgebung erfährt der sogenannte Sitzwürfel durch
die in Figur 2B dargestellte Husse 201 (Abdeckung) und je nach Ausführungsvariante
zusätzlich im Zusammenspiel mit einer bodenwannenartigen Abdeckung 204 des Bodenbereichs
an der Unterseite 450, gezeigt in Figur 2C.
[0091] In einer bevorzugten Variante dient eine auf dem Kopf stehende Getränkekiste 205,
z. B. eine Cola-Kiste, als Formgebung, wobei die Husse 201 (Abdeckung) im Wesentlichen
durch diese Form getragen und aufgespannt wird. "Im Wesentlichen" deshalb, da die
Husse 201 (Abdeckung) noch weitere Elemente umfassen kann, welche das Volumen und
die Art des Aufgespanntseins beeinflussen. So umhüllt die Husse 201 (Abdeckung) zusätzlich
vorzugsweise ein Polster (Sitzpolster) 206 und ein Stützelement 210 (in diesem Ausführungsbeispiel
eine starre Platte 160), wobei das Polster 206 unter einer Sitzfläche 132 liegt und
das Stützelement 210 unter dem Polster 206 liegt.
[0092] Das Stützelement 210 kann vorzugsweise ein dünnes Sperrholzbrett mit abgerundeten
Ecken umfassen aber auch mindestens teilweise aus anderen und/oder verschiedenen verbundenen
oder homogenen Materialien bestehen, wie z. B. aus Metall, Gummi, Kunststoff, Silikon,
Glas oder Gas und/oder in z. B. Form von Schichten- und/oder Faser- oder Schaum-Verbund.
Das Stützelement 210 dient der Abschottung der Sitzfläche 132 vor Unebenheiten, die
den Sitzkomfort beeinträchtigen, wie z. B. die Kanten auf der Unterseite einer Getränkekiste.
[0093] Die bodenwannenartige Abdeckung 204 des Bodenbereiches an der Unterseite 450, auch
vereinfacht als Bodenwanne 204 bezeichnet, ist im Wesentlichen vorzugsweise aus dem
gleichen Material wie die Husse 201 (Abdeckung) und umfasst beispielsweise Karbon,
Textil, Kunststoff, Leder, Kunstleder, Glas, Mineral oder Metall in beispielhafter
Form von Ketten, Fasern, Schaum oder Mikropartikeln. Insbesondere zum Oberflächenschutz
der Husse (Abdeckung) bieten sich vorzugsweise Mikropartikelbeschichtungen an. Die
Bodenwanne 204 kann einen Klettverschluss mit Widerhäkchen 202 enthalten, dessen Anordnung
korrespondiert mit der Anordnung des Klettverschlusses mit Schlaufen 203, enthalten
an der Husse 201 (Abdeckung). Vorzugsweise ist ein erster Teil 202 des Klettverschlusses
innerhalb der Husse 201 (Abdeckung) und ein zweiter Teil in Nähe eines die Unterseite
450 umlaufenden Randes 511 und außerhalb der Bodenwanne 204 angeordnet, so dass nach
Überstülpen der nach unten geöffneten Husse 201 (Abdeckung) über die nach oben geöffnete
Bodenwanne die beiden Teile des Klettverschlusses in Deckungsnähe gebracht werden
und somit eine lösbare Verbindung bilden, wodurch die Husse (Abdeckung) vorzugsweise
gleichmäßig gespannt wird. Auch andere Verbindungsvarianten sind möglich, wie z. B.
Verbindung durch Knöpfe, Haken, Ösen, Reißverschluss, Bänder oder Schlaufen.
[0094] Die Sitzfläche 132 ist durch einen umlaufenden Rand 208 abgegrenzt vom Seitenbereich
209 der Husse (Abdeckung). Dieser Rand kann, muss aber nicht, durch eine Naht oder
Klebung erkennbar sein, falls in jener Ausführungsvariante das Polster in einer Tasche
vernäht oder verklebt ist, welche oberseitig an die Sitzfläche 132 grenzt und unterseitig
an das Stützelement 210. Auch ist es denkbar, dass sich das Polster in einer verschlossenen
Tasche befindet und die Tasche mittels beispielsweise Schweißung, Klebung, Nähen,
Nietvorgang, Schraubverbindung oder Klettverschluss an der Husse (Abdeckung) befestigt
wird. Auch ist es denkbar, dass die Befestigung punktuell oder entlang ausgewählter
Linien anstatt großflächig erfolgt oder auch eine indirekte Verbindung ist, wie z.
B. das Schnüren mit Senkelband durch Ösen.
[0095] Vorzugsweise ist sowohl das Polster als auch das Stützelement mit der Husse (Abdeckung)
verbunden, vorzugsweise in der Husse (Abdeckung) integriert, doch ist es denkbar,
diese Elemente auch lösbar mit der Husse (Abdeckung) zu verbinden durch beispielsweise
Umschlingen, Verknüpfen, mit Knopf und Loch, mit Klettverschluss, mit lösbaren Klebestellen,
mit Reißverschluss oder einigen der vorgenannten Befestigungsmöglichkeiten.
[0096] Figur 3 zeigt in einer der Explosionszeichnung ähnlichen Weise zwei miteinander durch
Ineinanderstecken, durch Kämmung, zu verbindende Trageelemente, davon ein erstes von
oben nach unten zu stecken, mit 381 bezeichnet, und ein zweites, in entgegengesetzter
Richtung zu stecken, wobei der Kamm auch andere Profile als das abgebildete rechteckige
Profil 382 aufweisen kann, z. B. eine Kreuzverkämmung. In einer bevorzugten Ausführungsvariante
sind die beiden Trageelemente aus Sperrholz mit abgerundeten Ecken, so dass die Husse
201 (Abdeckung) vor Beschädigung durch scharfe Ecken geschützt ist. Auch ist es denkbar,
die verkämmbaren Trageelemente 381 durch vorgenannte, im Zusammenhang mit dem Stützelement
210 (in diesem Ausführungsbeispiel eine starre Platte 160) behandelte, Materialien
oder Verbundmaterialien auszubilden.
[0097] Figur 4 zeigt in der räumlichen Darstellung 4A die das Sitzvolumen bildende Verkämmung
der Trageelemente, welche in die Bodenwanne 204 eintauchen und von der Husse 201 (Abdeckung)
überstülpt werden, so dass in der zweidimensional dargestellten Darstellung 4B die
Form eines Sitzmöbels 200 eingenommen wird, wobei die Unterseite 450 auch als Bodenseite
oder Boden des Sitzmöbels bezeichnet wird. Darstellung 4C stellt dar, wie die verkämmten
Trageelemente im Sitzmöbel angeordnet sind, wobei die verkämmten Elemente räumlich
dargestellt sind bei gleichzeitig zweidimensionaler Darstellung der Seitenansicht
des Sitzmöbels. Dadurch soll implizit zu erkennen gegeben werden, dass über den verkämmten
Trageelementen gemäß Darstellung 4A das Stützelement 210 (in diesem Ausführungsbeispiel
eine starre Platte 160) angeordnet sein kann, gefolgt vom Polster 206 und weiterhin
gefolgt von der Sitzfläche 132.
[0098] Figur 5 zeigt zweidimensionale Ansichten, in der Darstellung 5A die Draufsicht, also
von oben geschaut, durch die Sitzfläche 132 hindurch, durch das Polster 206 hindurch
geschaut auf die Bodenseite 450, welche durch gedankliche, nicht errichtete, Elemente
ergänzt ist, nämlich durch einen geometrischen Schwerpunkt 531, durch einen Winkel
532, durch eine erste Verbindungslinie 541, durch eine zweite Verbindungslinie 542
sowie durch eine die maximale Ausdehnung der Sitzfläche 132 darstellenden Diagonalen
L502.
[0099] Die nach vorne zeigende Seitenfläche als Teil des Seitenbereichs 209 enthält ein
erstes Befestigungselement 521, die nach hinten zeigende Seitenfläche des Seitenbereichs
209 enthält ein zweites Befestigungselement 522. Die beiden Befestigungselemente liegen
vorzugsweise sich gegenüber bezüglich des geometrischen Schwerpunkts 531, so dass
die erste Verbindungslinie 541 zwischen dem ersten Befestigungselement 521 und dem
geometrischen Schwerpunkt 531 wie ein Vektor vom Schwerpunkt 531 zum ersten Befestigungselement
521 gerichtet ist, und dass die zweite Verbindungslinie 542 zwischen dem zweiten Befestigungselement
522 und dem geometrischen Schwerpunkt 531 wie ein Vektor vom Schwerpunkt 531 zum zweiten
Befestigungselement 522 gerichtet ist, wobei die beiden Verbindungslinien als Vektoren
betrachtet durch den Winkel 532 verschieden sind und wobei die beiden Verbindungslinien
sich innerhalb der Unterseite, welche durch den Rand 511 umlaufen wird, erstrecken.
[0100] L501 ist eine Längserstreckung des Seitenbereichs und entspricht dann im Wesentlichen
der Sitzhöhe, wenn die Husse (Abdeckung) bis zum Boden fällt, wo sie als Abschluss
zum Boden einen umlaufenden, in vorzugsweise im Wesentlichen in vier Geraden eines
Rechteckes gegliederten, Rand 511 bildet.
[0101] Figur 5 zeigt in der Darstellung 5B eine Seitenansicht, die Ansicht von vorne. Daher
ist nur das vordere, erste Befestigungselement 521 sichtbar, während das zweite Befestigungselement
522 durch die Husse (Abdeckung) verdeckt wird. Figur 5B stellt die am meisten bevorzugte
Ausführungsvariante dar, wobei ein Klappmechanismus Verwendung findet, wie er bekannt
ist von Bierzeltgarnituren, mit einklappbaren Beinen 560. So sind links und rechts
des Stützelementes 210 (in diesem Ausführungsbeispiel eine starre Platte 160) Winkel
angedeutet, um das Gelenk für die einklappbaren Beine 560 darzustellen. Vorzugsweise
je eine lösbare Verriegelung 561 pro Beinpaar 560 sorgt für das Verharren des Sitzmöbels
in einer aufgeklappten Stellung, welche der Sitzstellung entspricht. Vorzugsweise
wird dieselbe lösbare Verriegelung 561 ebenfalls dafür benutzt, um in einer zusammengeklappten
Stellung die Beine 560 zu fixieren und vor einem unbeabsichtigten Abspreizen zu bewahren.
In einer bevorzugten Ausführungsvariante sind die Beine 560 mit der Husse 201 (Abdeckung)
durch ein Verbindungselement 570 verbunden, vorzugsweise im unteren Bereich des Randes
511, so dass die Husse (Abdeckung) nicht von selbst hochrutschen kann und beim Zusammenklappen
der Beine 560 zusammengefaltet wird, ohne separat gefaltet werden zu müssen. In einer
noch bevorzugteren Variante verlaufen die Beine 560 nicht parallel zueinander, sondern
wie ausschnittsweise die Kanten eines mit der Spitze nach unten weisenden Kegels,
sich zur Sitzfläche 132 hin die Beine voneinander entfernen, zum Bodenbereich hin
sich die Beine einander näher kommen. Der Vorteil dieser nicht parallelen Beinführung
besteht darin, dass die an der Unterseite im Bereich des Randes 511 durch Aufklappen
der Beine 560 gespannte Husse 201 (Abdeckung) nicht hochrutschen kann, da sich dadurch
die Spannung noch vergrößern würde.
1. Sitzmöbel, umfassend:
- eine Sitzfläche (132);
- eine Stützkonstruktion (160, 161, 162, 163), die ausgebildet ist, die Sitzfläche
(132) gegenüber einer Unterlage (131) abzustützen und zu beabstanden, wobei die Stützkonstruktion
(160, 161, 162, 163) derart faltbar ausgebildet ist, dass sie lösbar in einem auseinandergefalteten
Zustand fixiert werden kann; und
- eine die Sitzfläche (132) aufweisende Abdeckung (134), die ausgebildet ist, die
Stützkonstruktion (160, 161, 162, 163) mindestens teilweise zu verdecken,
wobei sich die Abdeckung (134), von einem Rand (135) der Sitzfläche (132) aus, in
eine von der Sitzfläche (132) abgewandte Richtung erstreckt, und die Stützkonstruktion
(160, 161, 162, 163) im Bereich der Sitzfläche (132) eine starre Platte (160) aufweist,
wobei die Stützkonstruktion (160, 161, 162, 163) zwei Beinplatten (381) aufweist,
welche von der starren Platte (160) jeweils rechtwinklig abgewinkelt sind und sich
in Richtung einer von der Sitzfläche (132) abgewandten Seite erstrecken,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beinplatten (381) jeweils eine korrespondierende Aussparung (382) aufweisen, wobei
die Beinplatten (381) mittels der korrespondierenden Aussparungen (382) ineinander
gesteckt sind, und
wobei sich die Abdeckung (134) entlang einer lotrecht zur Sitzfläche (132) verlaufenden
Achse (y) mindestens über 80% eines maximalen Abstandes der Stützkonstruktion (160,
161, 162, 163) im auseinandergefalteten Zustand von einer Oberseite der Sitzfläche
(132) entlang der lotrecht zur Sitzfläche (132) verlaufenden Achse (y) erstreckt.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1, wobei die Sitzfläche (132) planar ausgebildet ist und sich
die Abdeckung (134), vom Rand (135) der Sitzfläche (132) aus, in einem rechten Winkel
zur planaren Sitzfläche (132) erstreckt.
3. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich die Abdeckung (134)
entlang des gesamten Randes (135) der Sitzfläche (132) umlaufend erstreckt.
4. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Ausdehnung der Abdeckung
(134) vom Rand (135) der Sitzfläche (132) entlang einer lotrecht zur Sitzfläche (132)
verlaufenden Achse (y) für den gesamten Rand (135) der Sitzfläche (132) gleich groß
ist.
5. Sitzmöbel nach Anspruch 1, wobei sich die Abdeckung (134) entlang einer lotrecht zur
Sitzfläche (132) verlaufenden Achse (y) über 100 % eines maximalen Abstandes der Stützkonstruktion
(160, 161, 162, 163) im auseinandergefalteten Zustand von einer Oberseite der Sitzfläche
(132) entlang der lotrecht zur Sitzfläche (132) verlaufenden Achse (y) erstreckt.
6. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die starre Platte (160) oder
die Stützkonstruktion (160, 161, 162, 163) eine Beschichtung aus einem Elastomer aufweist,
welche ausgebildet ist, mittels Kraftschluss ein horizontales Verschieben der starren
Platte (160) gegenüber der Stützkonstruktion (160, 161, 162, 163) zu verhindern.
7. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die starre Platte (160) auf
einer der Sitzfläche (132) abgewandten Seite entlang beider Diagonalen, welche sich
entlang einer durch zwei Haupterstreckungsrichtungen der starren Platte (160) aufgespannten
Ebene erstrecken, jeweils eine Nut aufweist, welche ausgebildet sind, jeweils eine
der Sitzfläche (132) zugewandte Seite der Beinplatten (381) aufzunehmen, um mittels
Formschluss ein horizontales Verschieben der starren Platte (160) gegenüber den ineinander
gesteckten Beinplatten (381) zu verhindern.
8. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die starre Platte (160)
- lösbar mit der Stützkonstruktion (160, 161, 162, 163) verbunden ist;
- eine Handschlaufe und eine Armschlaufe aufweist.
9. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend:
- zusätzliche Abstandselemente, welche im Randbereich des Fußbereichs der Stützkonstruktion
(160, 161, 162, 163) angeordnet sind; und/oder
- Aussparungen in einem mittleren Fußbereich der Stützkonstruktion (160, 161, 162,
163).
10. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stützkonstruktion (160,
161, 162, 163) eine Lehne aufweist, welche
- von der Sitzfläche (132) abgewinkelt ist;
- sich entlang einer von der Stützkonstruktion (160, 161, 162, 163) abgewandten Seite
der Sitzfläche (132) erstreckt; und
- eine lösbare formschlüssige und/oder lösbare kraftschlüssige Verbindung mit der
Stützkonstruktion (160, 161, 162, 163) aufweist.
1. Seating furniture, comprising:
- a seating surface (132);
- a supporting structure (160, 161, 162, 163) which is formed to support the seating
surface (132) with respect to a base (131) and to keep it at a distance from the base
(131), wherein the supporting structure (160, 161, 162, 163) is formed to be foldable
in such a way that it can be releasably fixed in an unfolded state; and
- a cover (134) comprising the seating surface (132) which is formed to at least partly
cover the supporting structure (160, 161, 162, 163),
wherein the cover (134) extends from an edge (135) of the seating surface (132) in
a direction facing away from the seating surface (132), and the supporting structure
(160, 161, 162, 163) comprises a rigid plate (160) in the region of the seating surface
(132), wherein the supporting structure (160, 161, 162, 163) comprises two leg plates
(381) which are perpendicularly bent from the rigid plate (160), respectively, and
extend in the direction of a side facing away from the seating surface (132),
characterized in that
the leg plates (381) comprise a corresponding recess (382), wherein the leg plates
(381) are inserted into each other by means of the corresponding recesses (382), and
wherein the cover (134) extends, along an axis (y) which extends vertically to the
seating surface (132), at least over 80% of a maximum distance of the supporting structure
(160, 161, 162, 163) in the unfolded state from a top side of the seating surface
(132) along the axis (y) which extends vertically to the seating surface (132).
2. Seating furniture according to claim 1, wherein the seating surface (132) is formed
to be planar, and the cover (134) extends at a right angle from the edge (135) of
the seating surface (132) to the planar seating surface (132).
3. Seating furniture according to one of the preceding claims, wherein the cover (134)
extends perimetrically along the entire edge (135) of the seating surface (132).
4. Seating furniture according to one of the preceding claims, wherein an extension of
the cover (134) from the edge (135) of the seating surface (132) along an axis (y)
extending vertically to the seating surface (132) has the same size for the entire
edge (135) of the seating surface (132).
5. Seating surface according to claim 1, wherein the cover (134) extends, along an axis
(y) which extends vertically to the seating surface (132), over 100% of a maximum
distance of the supporting structure (160, 161, 162, 163) in the unfolded state from
a top side of the seating surface (132) along the axis (y) which extends vertically
to the seating surface (132).
6. Seating furniture according to one of the preceding claims, wherein
the rigid plate (160) or the supporting structure (160, 161, 162, 163) comprises a
coating of an elastomer which is formed to prevent a horizontal displacement of the
rigid plate (160) with respect to the supporting structure (160, 161, 162, 163) by
means of non-positive connection.
7. Seating furniture according to one of the preceding claims, wherein
the rigid plate (160) respectively comprises a groove on a side facing away from the
seating surface (132) along both diagonals which extend along a plane defined by two
main extension directions of the rigid plate (160), each groove being formed to receive
a side of the leg plates (381) facing the seating surface (132), respectively, in
order to prevent a horizontal displacement of the rigid plate (160) with respect to
the leg plates (381) inserted into each other by means of non-positive connection.
8. Seating furniture according to one of the preceding claims, wherein
the rigid plate (160)
- is releasably connected to the supporting structure (160, 161, 162, 163);
- comprises a hand strap or an arm strap.
9. Seating furniture according to one of the preceding claims, comprising:
- additional spacing elements which are disposed in the edge region of the foot region
of the supporting structure (160, 161, 162, 163); and/or
- recesses in a central foot region of the supporting structure (160, 161, 162, 163).
10. Seating furniture according to one of the preceding claims, wherein
the supporting structure (160, 161, 162, 163) comprises a backrest which
- is bent from the seating surface (132);
- extends along a side of the seating surface (132) facing away from the supporting
structure (160, 161, 162, 163); and
- comprises a releasably positive and/or releasably non-positive connection to the
supporting structure (160, 161, 162, 163).
1. Siège, comprenant:
- une surface d'assise (132);
- une structure de soutien (160, 161, 162, 163) conçue pour soutenir la surface d'assise
(132) par rapport à une base (131) et de l'en écarter, la structure de soutien (160,
161, 162, 163) étant conçue pour être pliée de telle manière qu'elle puisse être fixée
de manière amovible dans un état déployé ; et
- une couverture (134) comprenant la surface d'assise (132) et conçue pour couvrir
au moins partiellement la structure de soutien (160, 161, 162, 163),
la couverture (134) s'étendant dans une direction opposée à la surface d'assise (132)
à partir d'un bord (135) de la surface d'assise (132), et la structure de soutien
(160, 161, 162, 163) comprenant une plaque rigide (160) dans la région de la surface
d'assise (132), la structure de soutien (160, 161, 162, 163) comprenant deux panneaux
de pied (381) qui sont pliés à angle droit à partir de la plaque rigide (160), respectivement,
et s'étendent dans la direction d'un côté opposé à la surface d'assise (132),
caractérisé en ce que
les panneaux de pied (381) comprennent respectivement un évidement (382) correspondant,
les panneaux de pied (381) étant emboîtés l'un dans l'autre au moyen des évidements
(382) correspondants, et
la couverture (134) s'étendant au moins sur 80% d'une distance maximale de la structure
de soutien (160, 161, 162, 163) dans l'état déployé le long d'un axe (y) qui s'étend
verticalement à la surface d'assise (132), à partir d'un côté supérieur de la surface
d'assise (132) le long de l'axe (y) qui s'étend verticalement à la surface d'assise
(132).
2. Siège selon la revendication 1, dans lequel la surface d'assise (132) est conçue de
manière plane, et la couverture (134) s'étend à angle droit par rapport à la surface
d'assise (132) plane à partir du bord (135) de la surface d'assise (132).
3. Siège selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la couverture (134)
s'étend de manière périphérique le long du bord (135) entier de la surface d'assise
(132).
4. Siège selon l'une des revendications précédentes, dans lequel une extension de la
couverture (134) s'étendant à partir du bord (135) de la surface d'assise (132) le
long d'un axe (y) qui s'étend verticalement à la surface d'assise (132) est de la
même taille pour le bord (135) entier de la surface d'assise (132).
5. Siège selon la revendication 1, dans lequel la couverture (134) s'étend sur 100% d'une
distance maximale de la structure de soutien (160, 161, 162, 163) dans l'état déployé
le long d'un axe (y) qui s'étend verticalement à la surface d'assise (132), à partir
d'un côté supérieur de la surface d'assise (132) le long de l'axe (y) qui s'étend
verticalement à la surface d'assise (132).
6. Siège selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la plaque rigide (160)
ou la structure de soutien (160, 161, 162, 163) comprend un revêtement d'un élastomère
conçu pour empêcher, par adhérence, un déplacement horizontal de la plaque rigide
(160) par rapport à la structure de soutien (160, 161, 162, 163).
7. Siège selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la plaque rigide (160)
comprend respectivement une rainure située sur un côté opposé à la surface d'assise
(132) le long des deux diagonales qui s'étendent le long d'un plan défini par deux
directions d'extension principale de la plaque rigide (160), chaque rainure étant
conçue pour recevoir respectivement un côté des panneaux de pied (381) qui fait face
à la surface d'assise (132) pour empêcher, par liaison par complémentarité de forme,
un déplacement horizontal de la plaque rigide (160) par rapport aux panneaux de pied
(381) emboîtés l'un dans l'autre.
8. Siège selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la plaque rigide (160)
- est reliée de manière amovible à la structure de soutien (160, 161, 162, 163) ;
- comprend une dragonne ou une sangle de bras.
9. Siège selon l'une des revendications précédentes, comprenant :
- des éléments d'écartement additionnels qui sont disposés dans la région de bord
de la région de pied de la structure de soutien (160, 161, 162, 163) ; et/ou
- des évidements situés dans une région de pied centrale de la structure de soutien
(160, 161, 162, 163).
10. Siège selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la structure de soutien
(160, 161, 162, 163) comprend un dossier qui
- est plié à partir de la surface d'assise (132) ;
- s'étend le long d'un côté de la surface d'assise (132) opposé à la structure de
soutien (160, 161, 162, 163) ; et
- comprend une liaison par adhérence amovible et/ou une liaison par complémentarité
de forme amovible avec la structure de soutien (160, 161, 162, 163).